Zeitung „Neues Deutschland“: Linkes Blatt vor dem Aus

Der linksorientierten Tageszeitung „Neues Deutschland“ droht die Schließung zum Jahresende. Es sei denn, sie wandelt sich in eine Genossenschaft um.

Die Linkspartei will als Mitgesellschafter eine Veränderung der Eigentümerstruktur der Tageszeitung Neues Deutschland (ND) prüfen. Der Bundesschatzmeister der Linken, Harald Wolf, sagte: „Wir überlegen, die Eigentümerstruktur zu verändern.“ Der Linken-Politiker betonte zugleich: „Wir stehen am Anfang eines Prozesses, es gibt noch kein Ergebnis.“ Eine Option sei, das ND in eine „neue Gesellschaftsform zu überführen und eine Genossenschaft zu gründen“.

Die Linke ist über die Föderative Verlags-, Consulting- und Handelsgesellschaft mbH (Fevac) an der Tageszeitung mit Sitz in Berlin und einer derzeitigen Auflage von 18.491 verkauften Exemplaren (IVW, viertes Quartal 2020) beteiligt. Die Fevac hält 50 Prozent an der Zeitung. Das Blatt erschien erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 und war in der DDR eine Zeitung der Staatspartei SED.

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