Wissenschaftsverlag Brill übernimmt Vandenhoeck & Ruprecht

Der niederländische Wissenschaftsverlag Brill übernimmt sämtliche Bereiche des Verlags Vandenhoeck & Rupprecht mit Sitz in Göttingen.

Der deutschsprachige Markt sei, so heißt es von Brill, sei einer der wichtigsten und stabilsten Märkte für Geisteswissenschaften. Durch die Übernahme werde man mit dann über 850 Neuerscheinungen pro Jahr (zusätzlich rund 70 Magazine) einer der führenden Wissenschaftsverlage in Deutschland.

Für 2021 erwartet Brill nach dem Zukauf einen Umsatz von rund 16 Mio Euro zu erwirtschaften. Für Autoren ergebe sich dank kombinierter Marketing- und Verkaufsstrategien eine höhere Sichtbarkeit. Das Geschäft von Vandenhoeck & Ruprecht werde dazu mit der von Brill gegründeten Brill Deutschland GmbH zusammengelegt, die unter anderem die Imprints Ferndinand Schöningh, Wilhelm Fink und Mentis umfasst.

Vandenhoeck & Rupprecht sei sozusagen der „deutsche Zwilling“ von Brill, heißt es. Beide Verlage stünden in einer langen Tradition und genössen hohe Wertschätzung. Das Mittelfrist-Ziel von Brill sei, in Deutschland einen zweiten Stamm-Markt zu entwickeln und binnen 5 Jahren einen Umsatz von mehr als 10 Mio Euro jährlich zu erwirtschaften, so Brills CEO Peter Coebergh.

Die Expansion passt zur Brill-Strategie, die schon 2017 durch den Kauf der Verlage Ferdinand Schöningh und Wilhelm Fink angestoßen wurde. Im Frühjahr 2020 hatte Brill Deutschland auch das Programm des Verlags „Die Blaue Eule“ übernommen.

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