Teamviewer kauft Augmented-Reality-Firma Upskill in den USA

Der deutsche Softwareanbieter Teamviewer ist weiter auf Einkaufstour und baut mit einer Übernahme in den USA den Bereich Augmented Reality für die Industrie aus. Das US-Unternehmen Upskill bietet Echtzeit-Schnittstellen über Datenbrillen und andere mobile Endgeräte, die unter anderem für Facharbeiter und Wartungsteams nützlich sein können, wie Teamviewer am Dienstag in Göppingen mitteilte. Zu den Kosten der Übernahme hielt sich das Unternehmen bedeckt.

Die Teamviewer-Aktie legte um 3,44 Prozent auf 46,36 Euro zu. Damit ist der Konzern an der Börse wieder rund 9,3 Mrd. Euro wert. Die Aktie hatte sich mit der starken Nachfrage in den ersten beiden Quartalen 2020 als einer der Krisengewinner am Markt etabliert, nach dem Hoch bei fast 55 Euro im Sommer aber an Schwung verloren.

Für dieses Jahr hat Teamviewer sich bei den sogenannten Billings – also den Rechnungsstellungen für die kommenden zwölf Monate – wieder ein währungsbereinigtes Wachstum von 29 bis 33 Prozent vorgenommen. Allerdings dürften sich die ersten beiden Quartale wegen der starken Vorjahreszahlen als vergleichsweise schwächer erweisen.

So schlug Teamviewer im Jänner für einen nicht genannten Kaufpreis beim kleinen österreichischen Start-Up Xaleon zu, einem Anbieter von Software für Kundenservice und Kaufabwicklung. Steil und sein Finanzchef Stefan Gaiser wollen auch weiter Ausschau nach günstigen Gelegenheiten halten. Vor kurzem platzierte das Unternehmen einen Schuldschein über 300 Mio. Euro. Zuvor hatte das Unternehmen zum Jahresende 2020 die Verschuldungsquote unter die Zielmarke vom zweifachen des operativen Gewinns gedrückt.

Drucken