Radiotest: ORF dominiert

Insgesamt ist die Tagesreichweite aller erhobenen Radios im Vergleich zur vorjährigen Erhebung mit 76,2 Prozent stabil geblieben (Radiotest 2019/2: 76,9 Prozent). Gleichzeitig ist aber die durchschnittliche Hördauer von 195 auf 200 Minuten gestiegen.

Kalt-warm gibt es für den ORF: Bei den Radios des öffentlich-rechtlichen Rundfunks steigerte sich Ö1 von 9 Prozent signifikant auf 10 Prozent Tagesreichweite (+ 1 Prozentpunkt). Die nationale Reichweite von Ö3 sank hingegen signifikant von 32,9 auf 31,9 Prozent fiel (-1 Prozentpunkt). Damit steht der Sender nicht allein da, mussten sowohl die RMS-Top-Kombi (26,6 Prozent) als auch Kronehit (9,6 Prozent) bei der nationalen Tagesreichweite Federn lassen. Die signifikanten Verluste ändern freilich nichts daran, dass Ö3 weiterhin der meistgehörte Radiosender des Landes bleibt. Selbst die traditionell starken ORF-Regionalsender kommen mit 29,7 Prozent nationaler Tagesreichweite nicht an jene des Erfolgssenders heran. Nur beim Marktanteil muss sich Ö3 (31 Prozent MA) seinen regionalen Schwestern (35 Prozent MA) geschlagen geben.

Stabile Tagesreichweiten in der Altersgruppe 10+ haben die heimischen Radiosender vor allem älteren Semestern zu verdanken, denn die 14- bis 49-Jährigen scheinen etwas weniger radiobegeistert zu sein. Die Tagesreichweite der Radios fiel in dieser Zielgruppe von 72,7 um 2,1 Prozentpunkte signifikant auf 70,6 Prozent. Auch die durchschnittliche Hördauer sank von 179 auf 177 Minuten. Das traf vor allem die Privatsender: Während die Tagesreichweite der ORF-Radios bei den 14- bis 49-Jährigen stabil blieb, verloren die Privatradios insgesamt 1,9 Prozentpunkte, die RMS-Top-Kombi 2,2 Prozentpunkte – mit immer noch 33,5 Prozent Tagesreichweite.

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