Privatrundfunkfonds wird auf 20 Millionen Euro aufgestockt

Die Bundesregierung stockt den Privatrundfunkfonds auf und will darüber hinaus mit einer Änderung des Audiovisuellen Mediendienste-Gesetzes eine Stärkung von österreichischen Inhalten und Programmen im Fernsehen erreichen. Beide Punkte stande im Ministerrat auf der Tagesordnung, wie Medienminister Gernot Blümel (ÖVP) beim Doorstep der Regierungssitzung berichtete.

Es gehe darum, den Pluralismus weiter zu garantieren, sagte Blümel. Heimische Rundfunkanbieter würden in einem asymmetrischen Wettbewerb mit internationalen Online-Giganten stehen, gleichzeitig werden durch die steigende Zahl neuer Fernsehanbieter die Mittel für die einzelnen Rundfunkanbieter immer knapper, hieß es aus seinem Ressort. Daher sollen die Mittel des Privatrundfunkfonds von jährlich 15 Millionen Euro auf nunmehr 20 Millionen Euro aufgestockt werden, kündigte der Ressortchef an.

Gestärkt werden sollen österreichische Medieninhalte aber auch durch eine Änderung des Audiovisuellen Mediendienste-Gesetzes, die nun in Begutachtung geschickt wird. Um österreichische Programme leichter auffindbar zu machen, sollen u.a. auf den ersten zehn Sendeplätzen von Kabelbetreibern österreichische Sender programmiert werden.

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