Oscar-Akademie lässt Netflix-Produktionen weiter zu

Die Oscar-Akademie hat sich vorerst gegen eine Änderung ihrer Statuten entschieden, die Filme der Internetplattform Netflix aus dem Wettbewerb um die begehrten Filmpreise ausgeschlossen hätte. Es bleibe dabei, dass ein Wettbewerbsfilm lediglich eine Woche in einem Kino des Bezirks Los Angeles gelaufen sein müsse, teilte die Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit.

Eine Initiative mit Erfolgsregisseur Steven Spielberg an der Spitze kämpft seit einigen Monaten dafür, dass Netflix-Filme von den Oscars ausgeschlossen werden.

„Wir möchten vorher die tiefgreifenden Veränderungen der Werke in unserer Branche noch genauer prüfen und den Austausch darüber mit unseren Mitgliedern fortsetzen“, stellte Bailey spätere Regeländerungen in Aussicht.

Netflix fasst in Hollywood immer stärker Fuß. Im Jänner wurde der Streamingdienst offizielles Mitglied des MPAA, des Verbandes der großen US-Filmproduktionsgesellschaften. Ein weiterer Hinweis darauf, dass Netflix in Hollywood zunehmend akzeptiert wird, war im Februar die Auszeichnung seiner Produktion „Roma“ mit dem Oscar als bester Film und weiteren Trophäen. Beim Filmfestival in Cannes ist Netflix hingegen vom offiziellen Wettbewerb ausgeschlossen, weil das Unternehmen seine Filme nicht für die Kinosäle produziert.

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