Lagerfeld-Sonderausgaben punkten im Lesermarkt

Anlässlich des Todes von Karl Lagerfeld im Februar 2019 hatten mehrere Verlage Sonderausgaben ihrer Zeitschriften und Zeitungen auf dem Markt gebracht. Mit der Resonanz auf dem Lesermarkt zeigen sich die herausgebenden Medienhäuser nun mehr als zufrieden. So wurden das Lagerfeld-Sonderheft des ‚Stern‘ von Gruner + Jahr circa 60.000 und das Sonderheft der ‚Gala‘ aus demselben Verlag rund 40.000 Exemplare verkauft. Auch die Funke Mediengruppe zieht ein positives Feedback: Die Heftreihe ‚Collector’s Edition – Karl Lagerfeld‘ habe die Erwartungen übertroffen.

Online-Handel kannibalisiert die deutschen Einkaufsstraßen

Der Online-Handel boomt, die Einkaufsstraßen darben: Denn immer mehr Verbraucher sparen sich den Weg in die Innenstädte und geben ihr Geld lieber im Internet aus. Besonders der Modehandel, die Elektronikanbieter und die Einrichtungshäuser in den Einkaufsstraßen und Shopping-Centern leiden unter der Abwanderung der Kunden, wie aus dem am Montag veröffentlichten „Online-Monitor 2019“ des Handelsverbands Deutschland hervorgeht.

„In den Branchen Fashion, Consumer Electronics und Wohnen kannibalisiert der Online-Handel zunehmend den stationären Handel offline“, heißt es in der Studie. Beispiel Mode: Im vergangenen Jahr gaben die Deutschen im Internet rund 13,2 Mrd. Euro für Kleider, Jeans, Schuhe und Accessoires aus. Das war eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Und der Zuwachs ging eindeutig zu Lasten der stationären Händler. Denn bei ihnen fehlten am Ende im Jahresvergleich rund 1,1 Mrd. Euro in der Kassa – ein Umsatzrückgang von 3,1 Prozent.

Noch schlimmer war die Situation im stationären Elektrohandel – wo die Umsätze sogar um 4,3 Prozent zurückgingen. Nach Umsatz gerechnet werden inzwischen laut HDE fast ein Drittel der Einkäufe von Elektrogeräten (31 Prozent) und mehr als ein Viertel aller Modeeinkäufe (27,7 Prozent) online erledigt – mit steigender Tendenz.

Und der Online-Handel ist dabei, weitere Branchen zu erobern. So mussten die stationären Wohn- und Einrichtungshäuser 2018 Umsatzeinbußen von rund 1,4 Mrd. Euro hinnehmen – ein Rückgang um 4,3 Prozent. Gewinner war auch hier die Online-Konkurrenz, die sich über ein Umsatzplus von 10 Prozent freuen konnte.

Der Siegeszug des Online-Handels spiegelt sich auch in der generellen Einstellung der Verbraucher zum E-Commerce. Sagte 2012 noch gut jeder zweite Verbraucher, er kaufe „nicht gern im Internet ein“, so hat sich das Bild inzwischen völlig gewandelt.

Nicht einmal mehr jeder Vierte (23 Prozent) bevorzugt aktuell auf jeden Fall klassische Geschäfte. Dagegen hat sich die Zahl der begeisterten Online-Shopper fast verdreifacht. Immerhin 28 Prozent der Befragten bekennen aktuell: „Ich kaufe am liebsten im Internet ein.“

Sky schaltet Champions-League-Finale für alle Kunden frei

Als besonderer Service wird das Finale ausnahmsweise für alle Sky-Kunden in Deutschland und Österreich empfangbar auch auf Sky 1 HD ausgestrahlt. Ab 19.30 Uhr bis Mitternacht berichtet Sky am 1. Juni live vom Finale zwischen Liverpool und Tottenham in Madrid.

Für die Fans beider Vereine würde ein Sieg am 1. Juni den ersten großen Titel seit Langem bedeuten: Der FC Liverpool feierte mit den Erfolgen in der Champions League 2005 und dem FA-Cup 2006 vor über einem Jahrzehnt die letzten großen Triumphe, die Spurs warten noch länger: vor 28 Jahren gewannen sie den FA-Cup, 1984 mit dem UEFA-Cup den letzten internationalen Titel.

Sky-Q-Kunden, die das Sport Paket und Premium HD gebucht haben sowie über einen entsprechenden Fernseher verfügen, haben zudem die Möglichkeit, das Finale auf Sky Sport UHD exklusiv in Deutschland und Österreich auch in Ultra HD zu erleben.

Al-Jazeera suspendiert Mitarbeiter wegen Holocaust-Beitrag

Der arabische Nachrichtenkanal Al-Jazeera hat wegen eines umstrittenen Videos über den Holocaust zwei Mitarbeiter suspendiert. Der Sender distanziere sich von dem „anstößigen Inhalt“ und werde derartiges Material auf seinen Plattformen nicht tolerieren, erklärte der Chef der Digital-Abteilung, Yaser Bishr.

Das Video und alle dazugehörigen Internet-Einträge seien gelöscht worden. Das Video war auf der Plattform AJ+ verbreitet worden und hatte in den sozialen Medien empörte Reaktionen vorgerufen. Zahlreiche Nutzer warfen dem in Katar ansässigen Sender Antisemitismus vor.

Auch das israelische Außenministerium verurteilte das Video auf Twitter. „Dieses den Holocaust verleugnende Video hätte überhaupt nicht produziert werden dürfen“, schrieb ein Ministeriumssprecher auf Twitter. „Gut, dass es gelöscht wurde.“

Comedy Central will in lokale Webserien investieren

Viacom will bei Comedy Central verstärkt in lokale Webserien investieren und hat in diesen Tagen mit „Comedians lösen Weltprobleme“ und „Comedy Zentrale“ bereits zwei deutsche Produktionen gestartet, die bei Facebook, Instagram und YouTube zu finden sind. Bei dem Vorhaben, das Viacom für seinen Spartensender auch außerhalb Deutschlands verfolgt, arbeitet der Sender mit Viacom Digital Studios International zusammen.

Bei „Comedy Zentrale“ handelt es sich um eine Puppen-Mockumentary, die die beiden Kollegen Taco und Schröder bei ihrem Büroalltag in einem Comedy-Spartensender begleitet. Das Format wurde intern entwickelt und produziert. „Comedians lösen Weltprobleme“ wird produziert von Turbokultur und ist eine Adaption des internationalen Formats „Comedians Solve World Problems“. In zunächst acht Folgen stehen unter anderem anderem Masud Akbarzadeh, Phil Laude, Felix Lobrecht, Tahnee und Ingmar Stadelmann vor der Kamera.

Content-Bericht der Landesmedienanstalten veröffentlicht

Wie sieht es in der Praxis mit dem Public Value von Medienangeboten aus? Stellen Formate wie GNTM oder DSDS einen Wert für die Gesellschaft dar? Und anhand welcher Kriterien ist dieser konkret nachweisbar? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren im druckfrischen Content-Bericht und liefern vielseitige Antworten.

Im Bericht wird zunächst auf die letzten 20 Jahre der privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehvollprogramme zurückgeblickt, um anschließend den Nutzen dieser Programmdaten für die Diskussion um den Public Value von Medien herauszustellen. Im nachfolgenden Diskurs-Kapitel handeln fünf Autorinnen und Autoren Streit- und Standpunkte zum Thema Public Value unter verschiedenen Blickwinkeln aus. Dabei geht es für Thomas Lückerath, Daniel Rosemann, Claus Grewenig, Dr. Susanne Pfab und Dr. René Grossenbacher in erster Linie darum, welche Medienangebote und -inhalte öffentlichen Wert bieten, wie dieser überprüft werden kann und worin er überhaupt besteht. Vorgestellt werden außerdem die Ergebnisse des aktuellen Monitorings zu Barrierefreiheit im privaten Fernsehen, die zeigen, dass insbesondere beliebte Formate wie Shows, Soaps und Sportübertragungen Zuschauern mit Beeinträchtigungen zugänglich gemacht werden.

„Hongmeng“ statt Android: Huaweis heikler „Plan B“

Ein eigenes Betriebssystem für Smartphones: Zu einem solchen Schritt sieht sich der chinesische Telekommunikationsriese Huawei nach dem Technologiebann durch die US-Regierung von Präsident Donald Trump genötigt. Diesen „Plan B“ hat Huawei zwar tatsächlich in der Schublade. Doch Experten zufolge lauern dabei Risiken.

Bereits seit 2012 arbeitet der in Shenzhen ansässige Konzern Medienberichten zufolge an einem eigenen Betriebssystem, das durch die erzwungene Abkapselung von Googles allgegenwärtigem Android-Kosmos nun schlagartig Brisanz bekommt. Auch wenn Huawei die Existenz dieses Betriebssystems durchaus einräumt, blieben Details zu der Plattform bisher im Dunkeln.

„Hongmeng“ statt Android

Das System mit dem Namen „Hongmeng“ werde derzeit getestet und werde „schrittweise“ Android ersetzen, berichtete am Montag die chinesische Staatszeitung „Global Times“. Dabei berief sich die Zeitung wiederum auf andere chinesische Medien – ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Dass Huawei ein eigenes Betriebssystem vorbereitet, hatte Konzernmanager Richard Yu indes bereits im März der „Welt“ gesagt. „Sollte es einmal dazu kommen, dass wir diese Systeme nicht mehr nutzen können, wären wir also gewappnet“, sagte er der Zeitung. „Das ist unser Plan B.“

Achillesferse

„Aber wir bevorzugen natürlich die Zusammenarbeit mit den Ökosystemen von Google und Microsoft“, fügte der Leiter der Konzernsparte für das Konsumentengeschäft zugleich hinzu. Genau diese Zusammenarbeit steht trotz der zuletzt von Washington eingeräumten dreimonatigen Schonfrist nun in Frage, nachdem das US-Handelsministerium Huawei samt seiner Tochterfirmen auf eine schwarze Liste setzte.

Denn US-Firmen dürfen an die Unternehmen auf dieser Liste nur mit behördlicher Erlaubnis Technologieprodukte verkaufen. Das zwingt Huawei einerseits, sich von US-Technik zu emanzipieren, trifft aber zugleich die Achillesferse des Konzerns.

Große Herausforderung

Zwar betont der chinesische Konzern stets, bei der Netzwerktechnik für den neuen 5G-Mobilfunkstandard könne die Welt wegen des technologischen Vorsprungs nicht auf Huawei-Ausrüstung verzichten.

Doch an einem Smartphone-Betriebssystem sind bereits andere Technologiegiganten krachend gescheitert – denn die Plattformen müssen zugleich Nutzer und App-Entwickler überzeugen. Experten betonten, dass die rein technische Entwicklung nur einen Teil der Herausforderung ausmacht. Sich eine kritische Nutzermasse zu sichern und das Vertrauen der wichtigen App-Entwickler in die Plattform zu festigen, könne Jahre dauern.

Ö: Stillstand in der Medienpolitik

Vorhaben wie die ORF-Reform oder das „digitale Vermummungsverbot“ könnten vom Tisch sein – eine Analyse.

Es war wohl nicht nur ein leiser Seufzer der Erleichterung, der so Manchem auf dem Küniglberg angesichts des jähen Endes der türkis-blauen Regierungskoalition entfahren sein dürfte. Denn das Scheitern der Zusammenarbeit von ÖVP und FPÖ bedeutet (zumindest vorerst) auch das Aus für die Unsicherheit eines neuen ORF-Gesetzes, das bereits für Herbst geplant war.

In der Tat war die Fallhöhe in der Medienpolitik gerade für den ORF eine beträchtliche. Immerhin wollte die FPÖ von ihrem Vorhaben, dem ORF die Rundfunk-Gebühren zu entziehen, nur ungern ablassen. Immer wieder stellten FPÖ-Exponenten dem ORF zuletzt die Gebühren-Route ins Fenster. Das hätte bedeutet, dass die GIS-Gebühren entfallen und das Budget des ORF künftig direkt aus dem Bundesbudget kommen müssen. „Geld ist Geld, wo ist der Unterschied?“, möchte man meinen. In der Tat ist der Unterschied subtil, aber nicht unbedingt irrelevant. Die Gebühren wurden zwar im Schnitt nur alle fünf Jahre vom ORF-Stiftungsrat (stets im Umfeld der Erfüllung kleinerer politischer Aufmerksamkeiten) erhöht. Bis dahin flossen sie aber unaufgefordert und stetig. Eine Budgetfinanzierung wird wohl kurzfristiger als alle fünf Jahre verhandelt, der politische Einfluss wäre so auch unmittelbarer, so die Befürchtungen.

Tatsächlich waren gerade die Bundesländer wenig erbaut vom möglichen Entfall der Gebühren, hängen doch in der Mehrzahl der Bundesländer (sieben von neun) Landesaufschläge in nennenswerten Millionenhöhe an den GIS-Einnahmen. Diese wären wohl ersatzlos entfallen. Kein Wunder, dass die Länder – gerade in der ÖVP bekanntlich keine zu vernachlässigende politische Größe – den ORF-Gebühren die Mauer machten, weshalb auch bislang kein Konsens in der Regierung zu finden war.

ORF-Direktionen verlängert

Zum Bonus eines neuen ORF-Gesetzes aus politischer Sicht, der vorzeitigen personellen Neubesetzung der Spitze des ORF, wird es nun nicht so schnell kommen wie gedacht. Das dürfte nicht nur ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz freuen, sondern auch den Rest des Direktoriums, das nun gute Chancen hat, den Rest der Amtszeit abzudienen.

Maßgebliche Entscheidungen auf den Ebenen darunter wurden in den vergangene Monaten ohnehin bereits getroffen – und diese trugen durchaus den neuen politische Verhältnissen Rechnung. Chefredakteur Matthias Schrom (kürzlich in einer Analyse zur Koalitionskrise auf dem Schirm zu sehen) wird ein durchaus intaktes Verhältnis zur FPÖ attestiert. Auch im (nach langer Verzögerungen) doch noch eingeführten Channel-Management sitzen mehrere Menschen mit Gespür für die politische Realverfassung dieses Landes. Insofern ist es auch durchaus erstaunlich, dass der ORF mitten in der tobenden Krise rasch zwei neue Ressortleiterposten in der „Zeit im Bild“ vergab – Entscheidungen, die man normalerweise nicht ad hoc trifft.

Dass das neue ORF-Gesetz doch nicht kommt, hat für den ORF auch Nachteile. Immerhin fällt damit auch nicht die Aufhebung der Sieben-Tage-Beschränkung in der Mediathek, die der ORF lieber heute als morgen loswerden wollte. Zumal diese auch den geplanten ORF-Player, die geplante Streamingplattform des ORF mit Sparten-Kanälen und Interaktionsmöglichkeiten, betrifft. Ob dieser ohne die Novelle sinnvoll ist, ist fraglich. Auch eine Weiterentwicklung des öffentlich-rechtlichen Auftrags im ORF-Gesetz wird wohl nun vorerst nicht mehr stattfinden.

Auch ein weiteres Gesetzesvorhaben könnte nun bis auf weiteres auf Eis liegen. Das „Gesetz für Sorgfalt und Verantwortung im Netz“, das auch als „digitales Vermummungsverbot“ bekannt wurde. Das Gesetz soll es erleichtern, die Urheber von Hasspostings oder Beleidigungen in anonymen Webforen auszuforschen. Es schafft anonyme Postings nicht grundsätzlich ab – aber es führt eine Registrierungspflicht für Nutzer von großen Online-Foren ein. Diese Woche endet die Begutachtungsfrist – eine Umsetzung ist nach dem Ende der Koalition nun jedoch fraglich.

Erneut verschoben wird nun wohl auch die aufgrund der digitalen Transformierung der Branche dringend nötige Neuaufstellung und deutliche Erhöhung der Presseförderung. Diese stagniert seit Jahren auf acht Millionen Euro pro Jahr. Um das angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten der Finanzierung von Qualitätsjournalismus dringliche Thema war es nach der Medienenquete vor bald einem Jahr wieder auffallend still geworden.

Geldquelle Neuwahl

Kurzfristig wird jedoch die ungeplante Neuwahl im Bund und im Burgenland einen größeren Betrag in die Kassen der Medienhäuser einbringen. Von zweistelligen Millionen-Euro-Beträgen gehen Kenner aus. Umsätze freilich, mit denen man nicht gerechnet hat – und vermutlich mehr als jede (selbst üppig erhöhte) Presseförderung.

Eine bereits seit längerem eingeleitete Neuerung startet indessen kommende Woche: Das terrestrische digitale Radio DAB+, das am 28. Mai seinen Regelbetrieb in Österreich aufnehmen wird. Das ist insofern medienpolitisch relevant, gab es doch Überlegungen, eines der ORF-Radios, etwa FM4, auf die DAB-Plattform zu zwingen. Da es noch kaum digitale Endgeräte in den Haushalten gibt, hätte dies vorerst einen deutlichen Verlust an Reichweite bedeutet. Kein Wunder, dass die heimischen Privatsender von der Idee begeistert waren, auch da dies die Attraktivität des Systems natürlich deutlich gesteigert hätte. Auch die Regierungsparteien konnten diese Überlegungen etwas abgewinnen, wobei der Zeitpunkt dafür wohl jetzt, zum Start, gewesen wäre. Auch in diesem Punkt sollte es im ORF Erleichterung geben.

Amazon darf .amazon-Domain nutzen

Nach einem jahrelangen und ergebnislosen Streit zwischen dem Onlinehändler Amazon und mehreren Amazons-Anrainerstaaten bezüglich der Top-Level-Domain (TLD) .amazon hat die Vergabeorganisation Icann (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) nun entschieden: Künftig hat Amazon das Recht, die Domain für eigene Zwecke zu verwenden.

So hat die Icann ihre Entscheidung auch vor dem Hintergrund getroffen, dass sich die beteiligten Parteien seit knapp sieben Jahren nicht einigen können. Dem Recht Amazons, die Domain .amazon zu verwenden, liegt unter anderem die Zusage des Onlinehändlers zugrunde, die Adresse nicht zu verwenden, wenn es einen klaren Zusammenhang zum geografischen und kulturellen Gebiet gibt.

Zudem sollen die in dem Streit unterlegenen acht Staaten, darunter Brasilien und Peru, mehrere vom Wort Amazon abgeleitete Begriffe zu nicht kommerziellen Zwecken als TLDs verwenden dürfen. Bereits früher hatte Amazon angeboten, Bewerbungen für die TLDs .amazonas, .amazonia und .amazonica zu unterstützen.

Den Amazonas-Anrainerstaaten genügt dies offenbar nicht. „Wegen seiner untrennbaren semantischen Beziehung zum Amazonas-Regenwald sollte diese Domain in keinster Weise das Monopol eines Unternehmens sein“, teilte das brasilianische Außenministerium mit. Die Icann habe das öffentliche Interesse nicht berücksichtigt und die Notwendigkeit ignoriert, das kulturelle Erbe der Amazonasregion zu schützen.

„Der Name der Rose“: Nächste Sky-Eventserie startet

Am 24. Mai kehrt ein Klassiker zurück: „Der Name der Rose“. Umberto Ecos Werk ist weltweit als Buch oder Kinofilm bekannt; schon bald reiht sich eventuell in der Aufzählung auch noch eine Serie ein. Sky 1 zeigt in acht Episoden Geschichten aus dem bekannten mittelalterlichen Benediktinerkloster in Italien.

Die deutsch-italienische TV-Adaption der Tele München Gruppe hat satte 26 Millionen Euro Produktionskosten verschlungen. Ein Teil des Geldes ist jetzt sicherlich auf dem Konto von Schauspieler John Turturro („Transformers“, „The Night of“, „The Big Lebowski“), der für „Der Name der Rose“ in die Rolle des Franziskanermönch William von Baskerville schlüpft.

D: Netto-Investitionen in klassische Werbung gehen zurück

Die Werbewirtschaft konnte von der guten Konjunktur in Deutschland – wie in den vorherigen Jahren auch – in großen Teilen profitieren. Insgesamt 47 Milliarden Euro (BIP-Anteil: 1,4 Prozent) wurden 2018 in werbliche Maßnahmen investiert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle ZAW-Nettowerbestatistik. Der von der ZAW errechnete Wert setzt sich zusammen aus den medienbasierten Investitionen in Werbung (26,8 Mrd. Euro) inklusive der Netto-Werbeeinahmen erfassbarer Werbeträger und den weiteren Formen kommerzieller Kommunikation (20,2 Mrd. Euro).

Die Nettoumsätze der insgesamt 12 Werbeträgermedien gingen 2018 um 2,4 Prozent auf 15,82 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 16,21 Mrd. Euro). Obwohl die Printwerbeträger fast überwiegend im Minus sind, belegen sie unter den fünf werbestärksten Medien der ZAW-Nettostatistik die Positionen 2, 4 und 5 mit den Tageszeitungen, Anzeigenblättern und Fachzeitschriften. Fernsehen bleibt mit 29 Prozent Marktanteil werbestärkstes Medium in der ZAW-Statistik. Erstmals seit 2009 weist die Fernsehwerbung einen leicht negativen Wert mit -1,2 Prozent aus – allerdings auf ganz anderem Niveau als vor knapp 10 Jahren: 2009 waren es 3,64 Milliarden Euro, während die TV-Werbung 2018 4,54 Milliarden Euro erzielte. Die Online- und Mobile-Werbung hingegen stieg 2018 um deutliche 7,1 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,64 Mrd. Euro). Damit rückte die digitale Werbung auf Rang drei in der ZAW-Nettostatistik vor.

Botlab – die neue Blockchain

Die Stärke großer Internetplattformen beruht auf der Menge der Daten über ihre Nutzer. Wer sich bei Google, Facebook und Amazon einloggt, der stellt gewissermaßen einen Blankoscheck über die Nutzung seiner Daten aus, die dann werbevermarktet werden – und damit letztlich zum Aufbau von mächtigen Datensilos beitragen.

Dieser Mechanismus ist einer wachsenden Menge von Nutzern bewusst, doch an ihrem Verhalten im Netz ändert das bisher wenig. Denn die Daten sammelnden Anwendungen sind häufig praktisch oder mindestens unterhaltsam.

Eine Berliner Firma will nun dazu beitragen, die Macht der Datenmonopole zu schwächen und das klassische Log-in, also die Anmeldung durch Eingabe eines Nutzernamens und Passworts, überflüssig zu machen. Denn Log-ins, sagt Ingo Rübe, Gründer und CEO der Botlabs, „führen letztlich zu Monopolen, die Innovationen verhindern“.

Plattformen kontrollieren die Wertschöpfung
Die Dominanz einiger weniger Log-in-Plattformen führe nicht nur zu deren wirtschaftlicher Macht, sondern verursache ebenso Sicherheitsrisiken – zuletzt wurden einige Datenlecks bekannt, bei denen Hacker Millionen Passwörter von Internetfirmen absaugten.

Die Ist-Situation: Plattformen wie Google, Facebook und Amazon, auch neue Dienstleister wie AirBnB und Uber, kontrollieren die Verbindungen zwischen Anbietern und Nutzern, beziehungsweise stellen diese überhaupt erst her. Die Werte werden entsprechend dann auch bei diesen Unternehmen angesammelt. Diese arbeiten daran, Monopole aufzubauen und Wettbewerber über ihre Marktmacht zu verdrängen.

Wie soll es anders gehen? Die 2018 gegründete Firma Botlabs will mittels der Blockchain-Technologie das Ausstellen und Vorzeigen von Dokumenten ermöglichen, ganz nach dem Vorbild aus der realen Welt. Über das von der Firma entwickelte „Kilt Protocol“ können sich Personen, Unternehmen und letztlich sogar Geräte von einem Aussteller ein Dokument über eine bestimmte Eigenschaft ausstellen lassen – ihre Identität, ihre Fahrerlaubnis, etc.

Dieses Dokument aber wird nicht beim Aussteller gespeichert, sondern direkt beim Nutzer und zusätzlich eine Prüfsumme des Dokuments auf der Blockchain hinterlegt. Die Blockchain ist eine dezentrale digitale Datei, auf die Informationen geschrieben werden können, die sich nicht mehr löschen lassen und damit eindeutig identifizier- und überprüfbar sind.

Prinzip aus der analogen Welt
Was bedeutet, dass ein Nutzer anstelle seines Passworts jederzeit sein jeweiliges Dokument senden kann, dessen Gültigkeit von dem jeweiligen Empfänger auf der Blockchain überprüft werden kann. Das Besondere daran ist, dass die Prüfung eines bestimmten Dokuments vollständig vom ursprünglichen Aussteller desselben entkoppelt ist, der weder tätig werden muss noch Kenntnis von diesem Vorgang erhält.

Wie in der analogen Welt, in der die ausstellende Führerscheinbehörde in der Regel nicht erfährt, dass eine Person die Karte gerade vorgezeigt hat, beispielsweise um sich auszuweisen. Die Währung, auf der das Prinzip aufbaut, heißt Vertrauen.
Die Macher des Kilt Protocol werben mit „vollständiger Datensouveränität“ – nur der Eigentümer der Daten bestimme, welche Daten er zugänglich mache. Es gehe darum, dem Verlust des Vertrauens ins Netz entgegenzuwirken, sagt Botlabs-Gründer Rübe: „Das Netz steht an einer neuen Stunde null.“ Will heißen: Die Datenskandale und die damit einhergehende regelmäßige Missachtung der Rechte von Nutzern führen unweigerlich zu alternativen Modellen, wie Menschen sich im Internet bewegen und wie sie dort mit ihren Daten umgehen können.

Mit der Herausforderung, den Log-in-Giganten wettbewerbsfähige Alternativen entgegenzusetzen, beschäftigt sich beispielsweise auch die Firma Verimi, die eine Plattform zur Verifizierung von Identitäten aufbaut, an der neben Unternehmen wie der Allianz, der Deutschen Bank und der Telekom auch die Axel Springer SE beteiligt ist.

Verlage als Miteigentümer
Der Informatiker Ingo Rübe sagt, der Ansatz seines Unternehmens funktioniere unabhängig von Branchen, biete sich beispielsweise für Banken und Verwaltungen an, könne aber auch für ganz andere Anwendungen genutzt werden.

Als Miteigentümer von Botlabs sind die Verlage Burda Media aus München und Ringier aus Zürich an Bord – gerade Verlage erlebten in den vergangenen Jahren, wie Plattformen die Verbindungen zwischen Nutzern, Inhalteanbietern und Werbekunden übernahmen. Diese Zentralisierung von Macht soll nach der Vorstellung von Rübe wieder aufgelöst werden.

Die Nutzung des Internetprotokolls Kilt, an dem die Firma eineinhalb Jahre gearbeitet hat, ist kostenlos, denn es soll sich möglichst zu einem Standard entwickeln, der von vielen Menschen, Unternehmen und Organisationen genutzt wird. Verdienen will Botlabs mit Dienstleistungen und der Ausgabe einer eigenen Kryptowährung, dem Kilt Coin, mit dem Transaktionskosten wie das Ausstellen eines Dokuments bezahlt werden müssen.

Die Voraussetzung für die Massenadaption solcher Protokolle werden aber die ganz konkreten Anwendungsfälle sein, die es einmal geben wird. Ohne unmittelbar praktikablen Nutzen ist die Blockchain letztlich wertlos.

DAB Plus in Großbritannien auf dem Vormarsch

56,4 Prozent beträgt mittlerweile der Anteil von digitalem Hören am Radiokonsum in Großbritannien. Die Zahlen beruhen auf einer offiziellen Umfrage des von BBC und den britischen Privatradios gemeinsam betriebenen Marktforschungsinstituts Rajar.

Das Ergebnis zeigt den stärksten Anstieg am gesamten Radiokonsum seit Beginn der Erhebungen, heißt es. Der Digitalradio-Anteil auf der Insel um ganze 5,5 Prozentpunkte gewachsen: Mehr als zwei Drittel davon (71,6 Prozent) entfallen auf DAB Plus.

„Kommersant“: nach Oligarchen-Einfluss ohne Innenpolitik-Redaktion

Der Druck auf russische Medien steigt: Nachdem der Oligarch und Alleinaktionär der führenden Moskauer Tageszeitung „Kommersant“, Alischer Usmanow, die Entlassung zweier prominenter Journalisten durchsetzte, die korrekt über die mögliche Ablöse von Senatspräsidentin Walentina Matwijenko berichtet hatten, hat nahezu die gesamte Innenpolitikredaktion der Zeitung ihre Kündigung eingereicht.

Die aktuellen Kündigungen, die die Zeitung in ihre wahrscheinlich tiefste Krise seit der Gründung des Verlagshauses im Jahr 1989 stürzen könnten, künden gleichzeitig von einem immer größer werdenden Druck auf Journalisten in Russland. 2011 war der legendäre und kürzlich verstorbene Chefredakteur des Wochenmagazins „Kommersant-Wlast“ Maksim Kowalski auf Initiative von Alischer Usmanow wegen eines Fotos entlassen worden, in dem der damalige russische Premierminister Wladimir Putin derb auf einem Wahlzettel zum Teufel gewünscht wurde. Nunmehr reicht, so die verbreitete Einschätzung in Moskau, der Wunsch einer realpolitisch nicht sonderlich mächtigen Präsidentin des Föderationsrates, über deren Karriereaussichten Journalisten korrekt berichtet hatten.

Die bekanntesten Twitch-Streamer verdienen 50.000 Dollar pro Stunde

Die bekanntesten Twitch-Streamer bekommen mehr als 50.000 Dollar pro Stunde, wenn sie ein neues Game spielen. Manche Streamer sollen gar mehr als 50.000 Dollar stündlich erhalten. Besonders spendabel sind Activision-Blizzard, Take-Two, Ubisoft und Electronic Arts, die bei einem Launch eines neuen Spiels viel Geld in die Hand nehmen.

Zum Start des Battle-Royale-Games Apex Legends wurde etwa vollständig auf die Vermarktung mit Streamern gesetzt. So soll EA eine Million Dollar für einen Tweet und mehrstündigen Stream an Tyler „Ninja“ Blevins gezahlt haben.

Für Spielehersteller soll sich das hohe Investment sehr wohl lohnen. Der Werbeeffekt sei viel größer als etwa durch traditionelle Werbung.

Amazon Prime Video produziert Sport-Dokuserie über Borussia Dortmund

Amazon hat eine Sport-Dokuserie über die Saison 2018/2019 von Borussia Dortmund angekündigt. Alle vier Folgen der noch unbetitelten Reihe sollen vor dem Start der neuen Bundesligasaison ab dem 9.August 2019 exklusiv auf Amazon Prime Video zur Verfügung stehen.

Der Streamingdienst stellt die Eigenproduktion, die sich derzeit noch in der Entwicklung befindet, in über 200 Ländern und Territorien zum Abruf bereit. Hinter dem Projekt steht der preisgekrönte Filmemacher Aljoscha Pause, der sich bereits für die Dokumentationen ‚Being Mario Götze‘ und ‚Tom Meets Zizou: Kein Sommermärchen‘ verantwortlich zeichnete.

Bildschirme aus dem Drucker

Die japanische Joled arbeitet seit 2015 an der Entwicklung eines Verfahrens, das die Herstellung von Oled-Displays stark verbilligen soll. Nun hat das Unternehmen auf einer Branchenveranstaltung im Silicon Valley mehrere Bildschirme gezeigt, die mit dem neuartigen Druckverfahren hergestellt worden sind. Sie können Inhalte in hoher 4K-Auflösung darstellen. Bestimmt sind die neuartigen Oled-Displays nicht für Smartphones oder grossformatige Fernseher, sondern für hochwertige Computer-Monitore mittlerer Grösse oder für den Einsatz in Fahrzeugen.

Joled hat ein Druckverfahren entwickelt, bei dem die Oled-Pixel auf Glassubstrate aufgedruckt werden. Die Drucktechnik gilt als kostengünstige Alternative zum herkömmlichen Verfahren zur Oled-Herstellung auf Basis von Gasphasenabscheidung und soll Oled-Displays zum Durchbruch im Massenmarkt verhelfen.

Oled-Displays benötigen anders als LCD-Bildschirme keine Hintergrundbeleuchtung, denn die organischen Leuchtdioden emittieren selbst Licht. Dies ermöglicht nicht nur besonders flache und leichte, sondern auch flexible Bildschirme. Auch das ist mit der Drucktechnik machbar, wie Joled mit einem zur Säule gerolltem Bildschirm mit 204 dpi demonstriert.

Joled ist 2015 gegründet worden, um die Entwicklung von Produktionsverfahren auf Basis von Drucktechnik voranzutreiben. Entstanden ist das Unternehmen aus dem Zusammenschluss der Oled-Abteilungen der japanischen Elektronikriesen Sony und Panasonic sowie dem Joint-Venture-Unternehmen Japan Display, einem Gemeinschaftsunternehmen von Sony, Toshiba und Hitachi für Flüssigkristallbildschirme (LCD).

Digitalstudie: Berliner sind Spitzenreiter beim Surfen

Die „digitalen Deutschen“ sind inzwischen bereits 49,9 Stunden pro Woche im Schnitt online, fast vier Stunden mehr als noch im vergangenen Jahr. In Berlin surfen die Bürger nochmals 13 Stunden mehr – damit erreicht die Hauptstadt den Spitzenplatz im Bundesländer-Ranking. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2019.

Bei der Internetnutzung zeigt sich noch immer eine Kluft zwischen Jüngeren und Älteren: Die unter 40-Jährigen, die so genannten Digital Natives, sind pro Woche etwa 65 Stunden online. Ältere Bundesbürger bringen es auf im Schnitt knapp 43 Stunden.

Smartphone überholt alle anderen Geräte
Zum Surfen nutzen die Deutschen am meisten ihr Smartphone (76 Prozent). Es ist erstmals seit der ersten Auflage der Studie im Jahr 2015 das Gerät Nummer eins, um im Netz unterwegs zu sein. Der Laptop belegt altersübergreifend Platz zwei mit 72 Prozent Nutzung. Weiter auf dem Vormarsch ist das Tablet, das von 46 Prozent der Deutschen (Vorjahr 42 Prozent) verwendet wird. Ein kleines Revival erlebt der Desktop-PC: Nachdem der stationäre Computer mit Monitor und Maus in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgedrängt wurde, stieg die Nutzung in diesem Jahr erstmals wieder auf 58 Prozent (Vorjahr 54 Prozent).

Sprachassistenten und Wearables auf dem Vormarsch
Vor allem die Nutzung von Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant sowie von Wearables wie Smartwatches zum Surfen hat spürbar zugenommen. Zehn Prozent der Deutschen (Vorjahr: fünf Prozent) sprechen mit Alexa oder Siri. Sechs Prozent (Vorjahr: vier Prozent) haben Wearables für sich entdeckt. Die Deutschen widmen sich diesen Geräten im Schnitt jeweils rund eine Wochenstunde mehr als im vergangenen Jahr. Intelligente Sprachassistenten sind wöchentlich im Schnitt 1,7 Stunden im Einsatz, Smartwatches und Fitness-Tracker werden 1,8 Stunden pro Woche genutzt. Die unter 40-Jährigen kommen im Schnitt bereits auf gut drei Wochenstunden mit ihrer Smartwatch und 2,7 Wochenstunden für die Nutzung von Alexa und Co. Die Smartphone-Nutzung nach Stunden ist gleich geblieben.

Surfer-Hotspot Berlin
Die Berliner sind mit großem Abstand Spitzenreiter, wenn es ums Surfen geht. 62,9 Stunden verbringen die Hauptstädter pro Woche durchschnittlich im Netz, und damit 6,5 Stunden mehr als noch im Vorjahr. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Niedersachsen (55,2 Stunden) und Mecklenburg-Vorpommern (53,4 Stunden). Auch das Schlusslicht kommt aus dem Norden der Republik: In Schleswig-Holstein surfen die Menschen im Schnitt 39,8 Stunden pro Woche.

Google Glass feiert Comeback

Die Datenbrille gilt bis heute als einer der größten Flops von Google. Bereits vor sieben Jahren stellte der Konzern die erste Google-Glass-Variante vor. Jetzt feiert das Gerät als „Glass Enterprise Edition 2“ eine Rückkehr, wie das Internet-Unternehmen bekannt gibt.

Die zweite Variante behält grundlegend das Vorgängerkonzept einer AR-Brille bei. Allerdings wurden die Komponenten aktualisiert. So widmete sich Google der Qualität und Performance der Kamera, erhöhte die Akku-Laufzeit deutlich und integrierte einen USB-C Port zum schnellen Aufladen. Darüber hinaus wurde das Betriebssystem auf Android umgestellt.

Und obwohl das Projekt nun das X-Labor von Alphabet verlässt und ab sofort wieder ein Teil von Google ist, heißt das Produkt weiterhin „Glass“ und nicht „Google Glass“.

DuMont startet Paid Content für Kölner Zeitungstitel

Die Kölner DuMont Mediengruppe führt auf den Websites des ‚Kölner Stadt-Anzeigers‘ und der ‚Kölnischen Rundschau‘ kostenpflichtige Inhalte ein.

So soll ein Großteil der Inhalte weiterhin kostenfrei verfügbar sein, nur bestimmte Beiträge verpflichten zur Registrierung oder zum Digital-Abo. Das digitale Bezahlmodell bedeutet für DuMont Neuland. Erfahrungen hat das Medienhaus hingegen mit Registrierungen gemacht. Beim ‚Köner Stadtanzeiger‘ wurden bereits über 100.000 Registrierungen generiert, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilt. Über alle Titel von DuMont Rheinland sind es demnach 190.000 Registrierungen.

LYX.audio: Bastei Lübbe gründet neues Audiolabel

Das Bastei Lübbe-Imprint Lyx bekommt ein eigenes Hörbuchlabel. Bei LYX.audio sollen ausgewählte Hörbücher aus dem Verlagsprogramm erscheinen. Das erste Hörbuch-Programm startet im Sommer 2019 mit etwa 40 Titeln. Als Sprecher wurde u.a. Milena Karas, Nicolás Artajo, Leonie Landa und Max Felder verpflichtet. Künftig sollen dann etwa 20 Titel pro Halbjahr erscheinen.

LYX.audio ist neben Lübbe Audio und HarperCollins bei Lübbe Audio das dritte Hörbuchlabel von Bastei Lübbe und wird wie die anderen Labels von Marc Sieper geleitet.

Siemens Gamesa und Toshiba wollen insolvente Senvion – Magazin

Der deutsch-spanische Windkraft-Anlagenbauer Siemens Gamesa und der japanische Elektronikkonzern Toshiba haben nach einem Magazinbericht die Fühler nach dem insolventen Rivalen Senvion ausgestreckt.

Aber auch der US-Finanzinvestor Blackstone sei interessiert. Er habe dem Senvion-Mehrheitsaktionär Centerbridge bereits vor dem Insolvenzantrag dessen Anteil abkaufen wollen, sei dabei aber am Widerstand der Gläubiger gescheitert.

Senvion hatte Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, nachdem dem Unternehmen wegen Verzögerungen bei Großprojekten das Geld auszugehen drohte. Die Windkraft-Branche steckt mitten in der Konsolidierung.

Eva Padberg wird Sendergesicht von Home & Garden TV

Etwas mehr als zwei Wochen vor dem Sendestart von Home & Garden TV hat Discovery Model und Moderatorin Eva Padberg als neues Gesicht des Free-TV-Senders vorgestellt. Im Rahmen einer Kampagne soll Padberg in On-Air-Trailern zu sehen sein, die dem Publikum den Sender vorstellen. Perspektivisch könnte sie auch abseits der Trailer in Erscheinung treten.

Für das kommende Jahr seien erste Eigenproduktionen für HGTV geplant, heißt es von Discovery. „Derzeit werden viele Konzepte geprüft und wir sind offen für spannende Projekte – im Online- wie auch On Air-Bereich. Hier möchten wir dann auch Eva Padberg integrieren, damit sie ihre Leidenschaft und ihre eigenen Interior-Tipps und Tricks bei HGTV an die Zuschauer weitergeben kann“, erklärte eine Sprecherin auf DWDL.de-Nachfrage.

Kleine Zeitung startet mit E-Mail-Magazin ein neues redaktionelles Angebot für Wien

In Newsletter-Form produziert ein neu zusammengestelltes Redaktionsteam drei Ausgaben des E-Mail-Magazins pro Woche inklusive Podcast-Serien, die inhaltlich an wien.memo andocken.

Die Kleine Zeitung startet mit wien.memo ein neues redaktionelles Angebot, das sich an Wiener und alle, die es nie werden wollten, richtet. Zum Start gibt es zudem den Grätzlcast, eine Podcast-Serie in der prominente (Wahl-)Wiener vom Leben in ihrem Bezirk sowie von ihren Lieblingsecken erzählen. Dem E-Mail-Magazin und der Podcast-Serie liegen eine gemeinsame Idee zugrunde: Beiden Formaten können konsumiert werden, wann, wo und wie man möchte. Auf dem Handy, am Tablet, am Laptop und sogar auf der Smartwatch. Und auf den individuell bevorzugten Plattformen: per Mail, auf iTunes, Spotify oder Google Podcasts.

NewsGuard startet in Deutschland

Der Zeitpunkt so kurz vor den Europawahlen ist günstig gewählt, wird doch fast täglich vor Desinformation gewarnt: Seit 21.5. steht das Anti-Fake-News-Tool NewsGuard auch deutschen Nutzern zur Verfügung. Wie bewertet der Service Nachrichtenseiten? Und wann fällt eine Webseite durch? Die wichtigsten Antworten im Überblick.

Die “Förderung der Medienkompetenz” hat sich das Medien-Start-up zum Ziel gesetzt. Die Machen wollen der Verbreitung von Desinformation entgegenwirken und Nutzern helfen, sie zu erkennen und zu meiden. Die Besonderheit: Dafür setzt die US-Firma nicht auf Künstliche Intelligenz, sondern auf menschliches Urteilsvermögen und journalistische Erfahrung. 90 Prozent des Online-Nachrichten- und Informationsvolumens möchten die Verantwortlichen in den jeweiligen Ländern, in denen sie tätig sind, in Form von Mediensteckbriefen überprüfen. In Deutschland sind es zum Start etwa 70 Prozent, Ende Juni will das Team dann die anvisierte Zielmarke erreicht haben.

Hierzulande handelt es sich dabei um etwa 150 Nachrichtenseiten. Die NewsGuard-Liste beruht auf verschiedenen Datendiensten, die die digitalen Aktivitäten verfolgen, heißt es in der Beschreibung. Laut eigener Aussage kommen dann weitere Websites hinzu, die bekannt und einflussreich sind, ansonsten aber nicht die benötigte Reichweite besitzen, um es auf die Liste zu schaffen. Auch kleinere oder neue Websites können sich nach Absprache von NewsGuard bewerten lassen. Vor den Europawahlen soll der Dienst zudem in Frankreich und Italien starten.

Wie werden Nachrichtenseiten überprüft?

Die Redakteure bewerten die Nachrichtenportale nach neun Qualitätskriterien, die in Glaubwürdigkeit sowie Transparenz eingeteilt sind und eine unterschiedliche Gewichtung haben. Dazu gehören:

  • Es werden nicht regelmäßig Falschinformationen veröffentlicht
  • Es gibt eine klare Unterscheidung zwischen Nachricht und Meinung
  • Unterlaufene Fehler werden regelmäßig richtiggestellt
  • Irreführende Überschriften werden vermieden
  • Werbung wird als solche gekennzeichnet
  • Eigentumsverhältnisse und Finanzierung werden veröffentlicht

Maximal vergeben werden 100 Punkte. Erreicht eine Seite weniger als 60 Punkte, bekommt sie ein rotes Label. Satireinhalte werden orange gekennzeichnet, ein graues “i” soll für “User Generated Content” stehen. Diese Labels bekommen Nutzer künftig neben Quellen angezeigt, beispielsweise bei Facebook, Twitter, Google und Bing.

Um selbst dem Transparenzgebot nachzukommen, veröffentlicht die Redaktion, welche Journalisten an der Bewertung beteiligt waren und für welche Medien diese wiederum in der Vergangenheit tätig haben. Sollte eine Nachrichtenseite ein Kriterium oder mehrere Punkte nicht erfüllen, kann sie sich dazu äußern. Statements der Medienhäuser werden dann innerhalb des Berichts veröffentlicht. Die erneute Überprüfung aller Seiten soll in Zukunft alle drei Monate erfolgen, unter Umständen können Aktualisierungen auch häufiger passieren.

Wo finden Leser die NewsGuard-Berichte?

Die Bewertungen werden deutschen Nutzern über ein Browser-Plugin zur Verfügung gestellt. Verfügbar ist das Tool für Safari, Chrome, Firefox und Edge (Microsofts Browser hat die Funktion sogar vorinstalliert) und mobile Geräte mit iOS sowie das Android-Betriebssystem. Die jeweiligen Nachrichtenseiten lassen sich nach Installation des Plugins per Klick überprüfen. Wer bei Google, Edge und Co. nach Begriffen sucht, erhält zudem durch ein grünes Häkchen oder ein rotes X eine schnelle Rückmeldung hinsichtlich der Seriosität einer Webseite.

Ein Klick auf den Button im Browser liefert eine Übersicht der wichtigsten Informationen zur jeweiligen Nachrichtenseite. Dazu gehören beispielsweise Eigentümer und Schwerpunkt der Berichterstattung. Mit einem weiteren Klick kann sich der Nutzer zudem den detaillierten Prüfbericht der Seite anschauen. Dort gibt es die ausführlichen Analysen zu den Prüfkriterien, historische Meilensteine des Mediums und die Auflistung aller für den Mediensteckbrief verwendeten Quellen.

Wer steckt dahinter?

Gegründet wurde das Unternehmen NewsGuard Technologies im März 2018 von Steven Brill und Gordon Crovitz. Sie beide fungieren ebenfalls als gleichberechtigte CEOs. Brill ist amerikanischer Journalist und hat bereits für verschiedene Medienhäuser gearbeitet, Crovitz war Herausgeber des Wall Street Journals und Kolumnist der Zeitung.

Zum Start des Tools sagt Brill: “Wir setzen die menschliche Intelligenz unserer Analysten auf genau das Problem an, das die künstliche Intelligenz des Silicon Valley nicht zu lösen vermochte – das Problem von Fehlinformation und Desinformation im Internet, die das Vertrauen in Medien Beschädigt und Bedenken zur Integrität von Wahlen laut werden lässt.”

Wer ist in Deutschland Ansprechpartner?

Die Leitung des deutschen Teams übernimmt Alina Fichter. Von Februar 2018 an war sie Mitglied der Zeit-Online-Chefredaktion, davor beim Bayerischen Rundfunk und Redakteurin bei der Zeit und der Süddeutschen Zeitung. In ihrer neuen Rolle als Chefberaterin prüft sie die Anwendung der Qualitätskriterien in Deutschland. Dies erledigt sie gemeinsam mit Medienwissenschaftler Florian Meißner, der als beratender Redakteur tätig sein wird. Das Duo checkt künftig alle Bewertungen und Mediensteckbriefe.

Fichter ist Teil des internationalen Beirats, der im Zuge des Deutschlandstarts erweitert wurde: Neben zahlreichen erfahrenen Journalisten aus dem Ausland sitzen dort auch Jimmy Wales, Mitbegründer von Wikipedia, und Anders Fogh Rasmussen, ehemaliger dänischer Ministerpräsident und Nato-Generalsekretär.

Wie finanziert sich das Unternehmen?

NewsGuard ist keine gemeinnützige Einrichtung, sondern arbeitet gewinnorientiert. Derzeit sind weltweit rund 50 Journalisten für das Unternehmen tätig. Zum Start in Deutschland hat das Team zehn Festangestellte und Selbständige. In der Beschreibung heißt es lediglich, dass die Verantwortlichen auf “einige der weltweit größten Unternehmen”, darunter Mobilfunkkonzerne, digitale Plattformen und soziale Medien sowie Internet- und Suchmaschinenanbieter zugehen, um Kooperationen zu starten. In diesem Zuge gebe es Gespräche mit dem Ziel, dass Firmen gegen Bezahlung das Tool in ihr Interface aufnehmen und sich auf diese Weise Transparenz lizenzieren lassen. Um möglichen Manipulationsvorwürfen zuvor zu kommen, erklärt das Unternehmen, dass man kein Geld von bewerteten Nachrichtenseiten akzeptiert.

Immerhin ein finanzstarker Partner aus der Techbranche ist bereits an Bord: Microsoft. Außerdem werden auf der Homepage bislang das “Center for News Literacy” und “Namle” gelistet, das nationale Zentrum für Medienkompetenz und Erziehung in den USA. Hinzu kommen diverse Kooperationen mit Bibliotheken, die das Tool auf ihren Computern installieren. Dies sei in Deutschland ebenfalls in Planung.

Bedey Media kauft CharlesVerlag

Bedey Media hat einen weiteren Kleinverlag gekauft: Seit Anfang Mai ist der Frankfurter CharlesVerlag neu im Portfolio der Hamburger Gruppe.

In dem 2015 gegründeten CharlesVerlag erscheinen vor allem Bücher von Frankfurter Autoren mit regionalem Bezug. Autoren sind u.a. Sibylle Nicolai, Daniel Holbe sowie Henni Nachtsheim und Gerd Knebel, bekannt als Comedy-Duo „Badesalz“. „Mit den bekannten Autoren des CharlesVerlags und dem bunten Mix an belletristischen Titeln wird unser Verlagsprogramm noch vielfältiger“, sagt Verleger Björn Bedey, der auch als Sprecher der IG Unabhängige Verlage des Börsenvereins aktiv ist.

Mit der Übernahme des CharlesVerlags gehören jetzt fünf Belletristik-Imprints zum Bedey-Media-Portfolio. Zuletzt wurden im Januar der Dryas Verlag (Krimis, Fantasy, Romance) und im April der Verlag Edition Krimi übernommen.

Fabasoft übernimmt Mehrheit an deutscher Software-Firma Xpublisher

Der in Frankfurt börsennotierte Linzer Softwarehersteller Fabasoft steigt beim deutschen Software-Spezialisten Xpublisher ein. Die Beteiligung werde zu 40 Prozent über die Zeichnung von Anteilen im Zuge einer Kapitalerhöhung der Xpublisher GmbH und zu 20 Prozent über den Erwerb von Anteilen von den Gründern und bisherigen Gesellschaftern erfolgen.

Beide Gründungsgesellschafter werden weiterhin mit gemeinsam 40 Prozent beteiligt bleiben und sich als Geschäftsführer um die Expansion in Europa und Nordamerika kümmern. Xpublisher erzielte zuletzt mit rund 25 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,7 Mio. Euro. Vor allem Verlags- und Medienhäuser sowie Druckereien würden auf das Crossmedia-Redaktionssystem von Xpublisher setzen.

Niederlande gewinnen den ESC

Der Niederländer Duncan Laurence hat mit der Ballade „Arcade“ den Eurovision Song Contest in Tel Aviv gewonnen. Nach der Vergabe der Jury-Punkte hatte zunächst noch der Schwede John Lundvik mit „Too Late For Love“ vorne gelegen. Ihn, die nordmazedonische Vertreterin Tamara Todevska mit ihrem Song „Proud“ sowie den späteren Gewinner trennten zur Halbzeit gerade mal acht Punkte. Am Ende erhielt Duncan Laurence, der von Beginn als Top-Favorit galt, 492 Punkte. Der ESC dürfte damit im kommenden Jahr in Amsterdam ausgetragen werden. Die meisten Stimmen der Publikumsabstimmung erhielt übrigens nicht der Niederländer, sondern die norwegische Band Keeiino.

Für Gesprächsstoff sorgte der Eurovision Song Contest aber auch abseits des eigentlichen Wettbewerbs. Superstar Madonna verblüffte in der Halbzeit-Show mit erstaunlich schrägen Tönen und während der Punktevergabe brachte die isländische Band Hatari einen Großteil des Hallen-Publikums gegen sich auf, weil diese Banner in den Farben der palästinensischen Flagge in die Kamera hielten.

Huawei verliert Android-Lizenz und Zugang zum Play Store

Der Softwarehersteller Google hat Teile seiner Geschäftsbeziehungen zum Netzwerkausrüster Huawei eingestellt, nachdem die US-Regierung den chinesischen Konzern auf eine Schwarze Liste gesetzt hat.

Allerdings verweist man darauf, dass der Play Store und die Sicherheitsfunktionen von Google Play Protect auf bestehenden Geräten weiter funktionieren werden.Für neue Geräte sieht es hingegen anders aus: Diese verlieren komplett den Zugang zum Play Store als auch zu den großen Anwendungen des Unternehmens. Dies beinhaltet etwa Gmail aber auch Google Maps, die Google-Suche oder Youtube.

Der Zugriff von Huawei auf Android-Bestandteile soll sich damit künftig auf die im Quellcode verfügbaren Bestandteile des Betriebssystems beschränken – das Android Open Source Project (AOSP). Diesem fehlen aber neben den Google-Apps auch wichtige Infrastrukturdienste. Allen voran die Google Play Services, die von einem großen Teil aller Android-Apps benötigt werden. Auch die Vorabinformation über Sicherheitslücken und neue Android-Generationen, die Google-Partner erhalten, entfallen damit.

Musikstreaming explodiert in Österreich: Plus von 40 Prozent

Die Streaming-Anbieter sorgen für Wachstum in der Branche. Die zeigt sich auch in den Geschäftszahlen, so wurden im vergangenen Jahr 153,3 Millionen Euro von der heimischen Musikindustrie erwirtschaftete, ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber 2017. Verantwortlich für dieses Wachstum sind Anbieter wie Spotify, die einen Zuwachs von 58,3 Prozent auf 51,6 Millionen Euro verbuchten.

Auch in den ersten Monaten dieses Jahres boomt Musik-Streaming. Und wie. „Die Umsätze mit Musikstreaming-Abos entwickeln sich weiterhin positiv, im ersten Quartal gab es ein Wachstum von rund 40 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr“, sagt Thomas Böhm vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI). Den Markt teilen sich Spotify, Amazon, Apple und Deezer auf.

Im Jahr 2018 brach hingegen der Umsatz mit CDs um 17,3 Prozent auf 43,4 Millionen Euro ein. Vor allem Fans von Klassik, Volksmusik, Schlager und Heavy Metal greifen weiterhin gerne zu physischen Tonträgern. Zusätzlich verweigern sich ältere Nutzer mit Vorliebe für Volksmusik und Schlager Streamingdiensten, während junge Nutzer eher zu Streaminganbietern greifen.

Weltweit haben Abos für Streaming-Dienste dem Musikmarkt das stärkste Wachstum seit Jahrzehnten beschert. Der globale Umsatz der Musikindustrie stieg im vergangenen Jahr um 9,7 Prozent auf 19,1 Milliarden Dollar-. Es war der größte Zuwachs seit Beginn der Datenerhebung 1997.

2,1 Millionen sahen Neuwahl-Rede von Kanzler Kurz im ORF

2,122 Millionen Menschen verfolgten am 18.5. die live im ORF übertragene Rede von Bundeskanzler Sebastian Kurz, in der er das Ende dieser Koalition mit der FPÖ und Neuwahlen ankündigte. Die „Zeit im Bild“ mit der Kanzler-Rede hatte im Schnitt fast 1,9 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.

Als Heinz-Christian Strache zuvor seinen Rücktritt als Vizekanzler und als FPÖ-Chef bekanntgab, schauten im ORF bis zu 911.000 Menschen zu.

Die „ZiB Spezial“ ab 20.14 mit der Erklärung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verfolgten im Schnitt 1,4 Millionen Menschen, den anschließenden „Runden Tisch“ 1,09 Millionen.

Die vielen Sendungsteile des Song Contest verfolgten am Samstagabend 400.000 bis 627.000 Menschen im Schnitt.

CBS bietet 5 Milliarden Dollar für Pay-TV-Sender Starz

Auf dem US-Medienmarkt steht womöglich der nächste Milliarden-Deal bevor. So bietet die CBS Corporation fünf Milliarden Dollar für den Pay-TV-Anbieter Starz. Erst vor drei Jahren hatte Lionsgate Starz übernommen – damals für 4,4 Milliarden Dollar. Für den nun gebotenen Preis will Lionsgate Starz allerdings offenbar nicht abgeben, CBS müsste also wohl noch etwas drauflegen. Derzeit dauern die Gespräche demnach noch an.

Starz, das Serien wie „American Gods“, „Power“, „The White Queen“ oder „Outlander“ zeigt, hatte sich zuletzt gut entwickelt und zählt inzwischen über 25 Millionen Abonnenten in den USA, binnen Jahresfrist war das ein Zuwachs um mehr als eine Million. Zudem baut Starz gerade ein weltweites Geschäft aus und ist beispielsweise auch in Deutschland mit dem Streaming-Angebot Starzplay angetreten.

CBS ist im Pay-TV-Geschäft bereits mit Showtime vertreten. Neben Starz ist auch noch immer eine Übernahme von Viacom im Bereich des Möglichen – die beiden Unternehmen haben beide die Redstone-Familie als Mehrheitsgesellschafter.

Google zeichnet Einkäufe mittels Gmail auf

Google speichert über Jahre hinweg Bestellungen von Nutzern und zeigt diese auf einer Unterseite in den Google-Einstellungen an. Wie CNBC entdeckt hat, werden auf dieser Seite Bestellungen aufgeführt, die bis ins Jahr 2012 zurückgehen. Dabei listet Google auch Käufe auf, die nicht über das Unternehmen selbst erfolgt sind.

Basis für die Einträge ist das Gmail-Postfach des Nutzers: Die Einträge auf der Käufe-Seite werden mit Hilfe von Informationen aus E-Mails generiert, in denen Details oder Rechnungen zu den gekauften Dingen enthalten sind. Solange eine derartige E-Mail nicht gelöscht wird, finden sich die Informationen auf der Seite; das betrifft auch Nachrichten, die archiviert wurden.

So lässt sich auf der Käufe-Seite des Autors dieses Textes ein Eintrag vom November 2012 zu verschiedenen Hundespielzeugen finden. Die dazugehörige E-Mail wurde vor Jahren archiviert, allerdings nicht gelöscht.

Daten sollen nicht von Google verwendet werden

Wie CNBC von Google erfahren hat, sollen die Daten nicht dazu verwendet werden, Werbung auf den Nutzer zuzuschneiden. Auch sollen sie nicht an Dritte verkauft werden. Offenbar soll die Übersicht nur dem Nutzer als Information über getätigte Käufe dienen.

Problematisch ist, dass sich das Tracking nicht ohne weiteres abschalten lässt. Anders als von Google auf seinen Hilfeseiten erklärt, konnten wir in den Google-Einstellungen keinen Punkt finden, über den wir die Auflistung der Käufe hätten abstellen können. Offenbar lässt sich das Tracking nur verhindern, indem wir die Aufzeichnung sämtlicher Web-Aktivitäten ausschalten. Dann würden wir allerdings unter anderem auch keine passenden Suchvorschläge oder Vorschläge bereits besuchter Webseiten mehr erhalten.

Auch löschen lässt sich der Kaufverlauf nicht so einfach: Es gibt keine entsprechende Option auf der Seite oder in den Einstellungen. Stattdessen können wir uns bei jedem Eintrag, der auf einer E-Mail basiert, die Ursprungsnachricht in Gmail anzeigen. Löschen wir diese, verschwindet der Eintrag. Bei Hunderten aufgelisteten Einkäufen ist das ein äußerst mühsames Unterfangen.

So viel verdienen die Top-Manager deutscher Medienkonzerne

Wer verdient wieviel? Seit jeher interessiert sich die Arbeitswelt dafür, ob der Kollege etwa mehr oder weniger verdient als man selbst. Bei Unternehmensvorständen heißt die Frage hingegen: Wer verdient am meisten? Markus Wiegand von Kress hat sich nun durch die aktuellen Geschäftsberichte der deutschen Medienkonzerne gearbeitet. Eine Erkenntnis: Medienhäuser verfahren mal mehr, mal weniger transparent mit den Gehältern ihrer Top-Manager.

So verdiente Max Conze als CEO von ProSiebenSat.1 im vergangenen Jahr 5,5 Millionen Euro. Das Fixgehalt lag demnach bei 905.000 Euro. Bei Conze, so heißt es in dem Medienbericht, gab es zudem einen sogenannten Sign-on-Bonus in Höhe von 3 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um eine Art Bonus, den besonders nachgefragte Leute verlangen können. Conze hatte erst zum 1. Juni 2018 den Posten als Vorstandsvorsitzender von P7S1 von Vorgänger Thomas Ebeling übernommen, der laut Geschäftsbericht eine Abfindung von 7,1 Millionen Euro erhalten haben soll. Zuvor war Conze sieben Jahre lang als CEO beim britischen Technologieunternehmen Dyson tätig.

Ebenfalls einsehbar ist das Gehalt von Udo Müller. Der CEO von Ströer erhielt im vergangenen Jahr 3,57 Millionen Euro, wovon 1,65 Millionen fix waren. Undurchsichtiger wird es bei Medienunternehmen wie Axel Springer und Bertelsmann: Die Berliner weisen in ihrem Bericht nur die Gesamtbezüge für den fünfköpfigen Vorstand um CEO Mathias Döpfneraus. Diese liegen bei 21,4 Millionen Euro – ohne Vorsorgeleistungen von 1,4 Millionen. Hinzu kommen Aktienoptionsprogramme, darunter eines im Wert von 29,2 Millionen Euro, deren Auszahlung jedoch nur bei Erreichen gewisser Schwellenwerte erfolgt.

Wiegand wiederum schätzt auf Grundlage von Gehaltsstudien für MDax-Unternehmen, dass Döpfners Gehalt bei etwa 7,63 Millionen Euro liegen müsste. Ähnliches gilt für Bertelsmann: Der fünfköpfige Vorstand verdiente insgesamt 32,7 Millionen Euro. Thomas Rabe, dem CEO des Gütersloher Medienkonzerns, dürften etwa 12 Millionen Euro zustehen.

ProSiebenSat.1 investiert in Virtual Reality

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1, Unterföhring, investiert einen einstelligen Millionenbetrag (Euro) in das Unternehmen Holodeck VR mit Sitz in München und Nürnberg. Der TV-Konzern hält damit rund 20 Prozent an dem Start-up, das auf ortsbezogene Virtual Reality Erlebnisse spezialisiert ist. Holodeck VR profitiere durch das Investment von Synergien wie zusätzlichen Vertriebsmöglichkeiten oder neuen Anwendungsfeldern innerhalb des Ecosystems von ProSiebenSat.1, teilt das Medienunternehmen mit. Mit der Jochen Schweizer mydays Group etwa verfügt die Gruppe über einen möglichen Distributionsweg, um Holodeck in Freizeit- und Activity-Parks zu platzieren. Weitere Synergien gibt es perspektivisch im Bereich Content-Produktion, Live-Broadcasting sowie über 7Sports, der Sport-Business Unit von ProSiebenSat.1, die im Segment E-Sports aktiv ist.

Fachmedien 2018: Auflagen sinken

Zum zweiten Mal in Folge sinken die Bruttowerbeeinnahmen der Top-150-Fachmedien, die HORIZONT exklusiv ermittelt. 2018 spülte Werbung rund 600 Millionen Euro in deren Kassen, das sind 2,6 Prozent weniger als 2017. Doch die Entwicklung innerhalb der 150 größten Titel verläuft uneinheitlich – es gibt Gewinner und Verlierer. Die Reihenfolge der Top-5-Titel bleibt indes unverändert.

Mit dem Deutschen Ärzteblatt und der Lebensmittel Zeitung (LZ) stehen – trotz leichter Verluste – wie in den Vorjahren zwei Titel unangefochten an der Spitze. Hinter der zweitplatzierten LZ mit 38,9 Millionen Euro Bruttowerbeumsatz folgen mit TextilWirtschaft und Horizont zwei weitere Titel aus der dfv Mediengruppe. Beide erzielen jeweils 15,9 Millionen Euro mit Werbung. Das Frankfurter B-to-B-Medienhaus stellt allein 15 der 150 größten Fachmedientitel sowie mit 122,1 Millionen Euro ein Fünftel des im Ranking ermittelten Umsatzes. Dahinter rangieren die Südwestdeutsche Medienholding (16 Titel, 54,99 Millionen Euro) und WEKA (12 Titel, 51,41 Millionen Euro).

Infineon setzt Chip-Lieferungen an Huawei aus

Der deutsche Halbleiterkonzern Infineon hat Chip-Lieferungen an den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei ausgesetzt. Das Unternehmen hat damit auf die Entscheidung des US-Handelsministeriums reagiert, Huawei auf die schwarze Liste zu setzen.

Einer der Insider sprach von einer Vorsichtsmaßnahme von Infineon. Das Unternehmen werde die rechtliche Lage in dieser Woche bewerten.

Der Chiphersteller liefert unter anderem Microcontroller und Schaltkreise für die Stromversorgung an die Chinesen. So erwirtschaftet Infineon mit Huawei rund 100 Mio. Dollar (89,5 Mio. Euro) Umsatz im Jahr.

ZDFneo kündigt neue eigenproduzierte Crime-Serie an

ZDFneo investiert weiter in eigene Serien. Das nächste Projekt trägt den Titel ‚Dunkelstadt‘ und wird seit Anfang Mai 2019 in Antwerpen und Umgebung produziert wird. Die Krimiserie dreht sich um eine Privatdetektivin, die ihr Talent für „Social Engineering“, der zwischenmenschliche Beeinflussung, dazu einsetzt, um Personen Informationen zu entlocken oder in ihnen bestimmte Verhaltensweisen auszulösen.

Wie der Spartensender mitteilt, bedient sich ‚Dunkelstadt“ an den Erzählweisen und Ästhetik des Film Noir. Hinter dem Format steht die Produktionsfirmen Zeitsprung Pictures GmbH und AT-Production aus Belgien im Auftrag von ZDFneo.

Jeder zweite Deutsche für Lieferung von Einkäufen per Drohnen

Amazon, DHL und weitere Unternehmen testen bereits seit längerer Zeit die Lieferung per Drohnen. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom-Verbands zeigt nun, dass bei den Bundesbürgern durchaus Interesse an Drohnen-Lieferungen besteht. Jeder Zweite würde sich beispielsweise Medikamente und Einkäufe per Drohne liefern lassen.

Drohnen für Lieferung von leichten und eiligen Produkten

Die eilige Medikamentenlieferung an abgelegene Orte würden 57 Prozent der Befragten nutzen. 49 Prozent würde sich Drohnen für die Lieferung von Einkäufen wünschen. „Warenlieferungen per Drohne wurden bis vor kurzem noch von Vielen als schlechter Scherz abgetan. Mittlerweile wird an entsprechenden Zukunftslösungen geforscht und gefeilt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Allerdings gebe es Einschränkungen: „Logistikdrohnen werden auch in Zukunft keinen Kühlschrank liefern und sind sicher nicht für jede Ware die Lieferlösung schlechthin. Für kleine, leichte und besonders eilige Produkte müsste sich aber aus rein technischer Sicht schon heute kein Transporter oder Vieltonner mehr durch die verstopften Straßen der Innenstädte quälen.“

„Nicht alles, was technisch geht, ist auch erlaubt“

Ihre Drohne für Fotografie- und Videoaufnahmen von Landschaft und Natur nutzen würden 48 Prozent der Befragten. Drohnen als Spielzeug verwenden würden 27 Prozent der Bundesbürger. An einer Erkundung der Nachbarschaft mit Drohnen zeigten 24 Prozent der Umfrageteilnehmer Interesse. Sportliche Drohnen-Rennen fliegen würde jeden Fünften (21 Prozent) reizen.

„Luftaufnahmen waren noch nie so günstig und einfach zu bekommen. Sein Interesse an Nachbars Haus sollte man im Griff haben. Selbstverständlich ist verboten, bei den Nachbarn übers Grundstück zu fliegen oder aus der Höhe Aufnahmen vom Garten oder gar den Innenräumen zu machen. Nicht alles, was technisch geht, ist auch erlaubt“, so Rohleder.

Denn es gibt bei der Nutzung von Drohnen einige Regeln zu beachten:

Für alle Flugmodelle und unbemannte Luftfahrsysteme ab einer Startmasse von mehr als 250 Gramm besteht eine Kennzeichnungspflicht, um im Schadensfall den Halter schnell ermitteln zu können.
Für den Betrieb von Drohnen ab 2 Kilogramm ist ein Kenntnisnachweis erforderlich.

T-Mobile US und Sprint wollen Mega-Fusion mit Zugeständnissen retten

Die Telekom-Tochter T-Mobile US und ihr Konkurrent Sprint wollen bald Zugeständnisse zur Rettung ihrer geplanten Fusion bekanntgeben. Die beiden US-Mobilfunker wollen dabei zum Beispiel den Verkauf von Sparten anbieten, den Aufbau eines 5G-Netzes innerhalb von drei Jahren und auch die Versorgung von ländlichen Regionen garantieren.

Ein Zusammengehen von T-Mobile US und Sprint war in den vergangenen Jahren bereits mehrfach an Wettbewerbsdenken gescheitert. Nun rechnet die Telekom nach mehreren Unterbrechungen der Prüffrist von 180 Tagen Anfang Juni mit einer Entscheidung. Man befinde sich in der letzten Runde des Prozesses, hatte es zuletzt von der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigengeheißen.

Nach aktuellen Kursen legt die Telekom für die Übernahme von Sprint T-Mobile-US-Aktien im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (27 Milliarden Euro) auf den Tisch, die Verschuldung wird auf Jahre spürbar steigen. In den ersten Jahren sollen zudem über 40 Milliarden Dollar in das dann gemeinsame Mobilfunknetz gesteckt werden.

CCA-Venus 2019: 13 Gewinner mit Gold prämiert

Von insgesamt 640 CCA-Venus-Einreichungen (2018: 609 Einreichungen) wählte die Jury unter dem Vorsitz von Jo Marie Farwick (Überground) 13 Arbeiten aus, die mit einer goldenen CCA-Venus ausgezeichnet wurden. „Kunde des Jahres“ ist heuer Erste Bank und Sparkasse. In Summe wurden fünf Arbeiten der Bank mit goldenen CCA-Veneres prämiert.

Insgesamt wurden 246 Arbeiten von der Jury ausgezeichnet, die traditionell auch einen Eintrag im Jahrbuch des Creativ Club Austria erhalten. 118 dieser Arbeiten sowie der Kunde des Jahres wurden mit einer CCA-Venus prämiert:

• 13 CCA-Veneres in Gold
• 1 Student of the Year
• 1 Kunde des Jahres
• 41 CCA-Veneres in Silber
• 63 CCA-Veneres in Bronze

„Game of Thrones“ Serienableger geplant

Acht Jahre lang hatte „GoT“ Fans auf der ganzen Welt gefesselt. Allein in Amerika erreichte die Serie laut dem US-Sender HBO pro Folge rund 43 Millionen Menschen.

Die Fans können aber nach dem Abschied von „GoT“ auf weitere Fantasy-Geschichten hoffen, die an die Kultserie anknüpfen. HBO hat bereits einen Ableger geplant, der tausende Jahre vor den Ereignissen bei „GoT“ spielt – ebenfalls auf dem fiktiven Kontinent Westeros. Wann die Serie um Hollywood-Star Naomi Watts (50, „King Kong“) zu sehen sein wird, ist aber noch unklar.

Streaming-Gigant Netflix hat sich die Rechte an der Buchreihe «Die Chroniken von Narnia» gesichert, Konkurrent Amazon Prime verspricht eine „Herr-der-Ringe“-Serie. Außerdem könnte es serielle Neuauflagen von „Avatar“ und „Conan, der Barbar“ geben.

Amazon verkauft nun auch Flugtickets

Der größte Online-Händler steigt in die Reisebranche ein und startet mit dem Verkauf von Flugtickets. Dafür kooperiert Amazon mit dem indischen Online-Reisebüro ClearTrip um dortige Inlandsflüge anzubieten. Zunächst werden die Flugtickets über den hauseigenen Zahlungsdienst Amazon Pay ausschließlich in Indien angeboten.

Amazon hat indische Inlandsflüge von Vistara UK, GoAir, SpiceJet und IndiGo im Angebot. Beworben wird das Flugticket-Ticket-Service von Amazon mit, „der niedrigsten Stornogebühr“, „transparente Preise“ und „einfaches Booking“.

Amazon möchte mit diesem Schritt einerseits seine seit 2016 bestehende Präsenz in Indien stärken, heißt es von Branchenbeobachtern. Dafür wurde Amazon Pay bereits in der Vergangenheit mit einer Reihe von exklusiven und regionalen Services ausgestattet.

Lyrik-Boom in Großbritannien

Lyrik legt zu: In Großbritannien steigen die Umsätze mit Gedichtbänden zweistellig. Der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stieg um zwölf Prozent”.

Die derzeit beim britischen Publikum erfolgreichste Dichterin ist die Instagram-Größe Rupi Kaur, die ihre Werke in dem sozialen Netzwerk einem Millionenpublikum präsentiert und mittlerweile zwei Bücher veröffentlicht hat. Kaurs Werke sind in deutscher Ausgabe bei Lago („milk and honey – milch und honig”) und Fischer Sauerländer („Die Blüten der Sonne”) erschienen.

Wettbewerbs-Ermittlungen gegen Google in Italien wegen Karten-App

Italienische Wettbewerbshüter ermitteln gegen Google, weil der Konzern eine Karten-App des Energieversorgers Enel nicht in die zur Nutzung in Fahrzeugen gedachte Plattform Android Auto aufgenommen hat. Die Kartellbehörde AGCM geht deswegen dem Verdacht des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung zu Gunsten von Googles eigener Karten-App nach.

Die Anwendung „Enel X Recharge“ zeigt Fahrern von Elektroautos Ladestationen in der Nähe an.

Google erklärte bei Android Auto stehe die Sicherheit im Mittelpunkt, um Ablenkungen für den Fahrer zu minimieren. Der Konzern prüfe die Beschwerde.

Android Auto und Apples ähnliche iPhone-Software Carplay dienen vor allem dazu, Smartphones besser mit der Infotainment-Anlage im Auto zu verbinden und Apps über sie nutzbar zu machen.

Vaunet kritisiert Vodafone-Zusagen bei Unitymedia-Übernahme

Anlässlich seiner am 17.5. bei der EU-Kommission eingereichten Stellungnahme zu dem Zusammenschlussvorhaben von Vodafone und Unitymedia kritisierte der Verband Privater Medien (Vaunet), dass die von Vodafone der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen, um eine Genehmigung der Übernahme von Unitymedia zu erreichen, das Thema verfehlen würden.

Vodafone hatte erstens eine Open-Access-Vereinbarung vorgeschlagen, die es der Telefónica Deutschland ermöglichen soll, eigene Broadband-Produkte im Netz der Vodafone anzubieten. Zweitens will sich Vodafone verpflichten, ausreichende Übertragungskapazitäten für OTT-Angebote der TV-Sender vorzuhalten und die Verbreitung von Inhalten der Sender über das Internet nicht einzuschränken.

„Angesichts der differenzierten Debatte und entsprechender Kritik von Wettbewerbern und Betroffenen an dem Zusammenschlussvorhaben können diese holzschnittartigen Vorschläge nur erstaunen,“ erklärte Harald Flemming, Geschäftsführer des Vaunet. „Dies umso mehr, weil die angebotenen Zusagen überwiegend das widerspiegeln, wozu Vodafone auf Grund geltender Gesetze bereits verpflichtet ist. So ist etwa die Öffnung des Breitbandzugangs zu gleichwertigen, nicht-diskriminierenden Bedingungen bereits im Telekommunikationsrecht festgeschrieben.“ Die Wahrung von Netzneutralität müsse auch ohne Zusage selbstverständlich sein.

Da das zusammengeschlossene Unternehmen rund 80 Prozent der Kabelanschlüsse in Deutschland bündeln wird, befürchtet der Vaunet, dass es Vodafone zukünftig leichtfallen dürfte, die Bedingungen für die Auffindbarkeit von Inhalten und die kommerziellen Bedingungen für Pay-TV und Free-TV zu diktieren.

Der Vaunet kritisiert zudem, dass Vodafone es sich zu leicht macht, wenn das Unternehmen einfach Zusagen aus dem niederländischen Zusammenschlussvorhaben von Ziggo und Liberty Global sinngemäß übernimmt. Der dortige Markt und damit die Ausgangslage lassen sich mit den Gegebenheiten in Deutschland nicht vergleichen. Für den sehr spezifischen deutschen Markt müssten daher regional zugeschnittene Zusagen gegeben werden. Auch deshalb können die der EU-Kommission vorgelegten Zusagen die Bedenken der privaten Medienanbieter in Deutschland nicht auszuräumen.

D: 5G-Auktions-Gebote nähern sich der Marke von 6 Milliarden Euro

Zwei Monate nach dem Start läuft die 5G-Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur immer noch ohne finales Ergebnis. Die 5G-Auktion verabschiedete sich nach Auktionsrunde 365 ins Wochenende und am 20. Mai fortgesetzt. Die Summe der Gebote erreichte inzwischen einen Betrag von über 5,901 Milliarden Euro. Innerhalb einer Woche kletterten die Gebote damit um rund 150 Millionen Euro. Damit verteuerten sich die Lizenzkosten für die 41 zu vergebenden 5G-Frequenzblöcke weiter. In der kommenden Woche könnte eventuell die Marke von 6 Milliarden Euro geknackt werden.

1&1 Drillisch hatte in der letzten Auktionsrunde durch Rücknahme sämtlicher Höchstgebote im 3,6-GHz-Bereich für Unruhe und am darauf folgenden Montag für hektische Aktivitäten der übrigen drei Teilnehmer Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland gesorgt. Danach hielt sich 1&1 Drillisch jedoch wieder zurück. Die Auktion wird wie schon in den Wochen zuvor vor allem durch Gebote für einzelne Frequenzblöcke am Leben gehalten. Zum Ende der Frequenzversteigerung kommt es erst, wenn in einer Runde keiner der vier Teilnehmer mehr ein Gebot abgibt.

Apple feiert neue Bühne im Apple Park mit Auftritt von Lady Gaga

Die neu eröffnete Bühne wurde gleich mit einem Auftritt der Popsängerin Lady Gaga eingeweiht. Die Bühne ist in Regenbogenfarben geziert. Auch Treppen wurden so eingefärbt, sowie Kaffeebecher und kleine Geschenke für Mitarbeiter.

Tim Cook bestätigte im späteren Verlauf des Tages die Veranstaltung. Das Event gilt als Tribut für den verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs. Apple Park, das Hauptquartier des Unternehmens, wird bereits seit 2017 von rund 12.000 Mitarbeitern genutzt. Es gilt als das letzte große Projekt von Steve Jobs, wie „WinFuture“ berichtet. Es kostete insgesamt fünf Milliarden US-Dollar und ist 13 Hektar groß.

„Minecraft“ auf die Straße – wie „Pokémon Go“

Das Videospiel „Minecraft“ ist weltweit populär. Nun soll die Marke mit einem Kinofilm und dem neuen Mobilgame „Minecraft Earth“ ausgebaut werden. Unser Autor Markus Böhm hat erlebt, wie darin Digital- und Realwelt verschmelzen.

Das Abenteuer- und Weltenbauspiel wird zehn Jahre alt. Doch vieles von dem, was solche Sätze nahelegen, ist nur die halbe Wahrheit – das zeigt ein Besuch bei Mojang, den Machern von „Minecraft“. Am Firmensitz in Stockholm konnte ich auch gleich eine Augmented-Reality-Version des Spiels namens „Minecraft Earth“ ausprobieren.

An „Minecraft“ wird im Viertel Södermalm gearbeitet, im ehemaligen Büro von Skype. Das Spiel war 2009 als Einmannprojekt von Markus „Notch“ Persson gestartet. Der sagte in einer Videodoku zu den Anfängen des Spiels, er wolle kein „großes Büro mit, ich sage mal, 150 Leuten“. Heute werden Spiel und Marke von ungefähr 160 Menschen betreut.

Fast jeden Arbeitsplatz bei Mojang zieren Fandevotionalien, im Gemeinschaftsraum steht ein Regal mit Branchenawards neben einer Tischtennisplatte. Abwechslung von der Klötzchenwelt bieten auch Arcade-Automaten und Flipper wie „Attack from Mars“, ebenso Gesellschaftsspiele wie „Munchkin“ und „Catan“.

In einem der Fanbriefe, die im Foyer hängen, bedankt sich jemand, dass „Minecraft“ seine Familie, die sich stets gestritten habe, zusammengebracht habe. In einem anderen fragt ein Lehrer aus Deutschland, wie es sei, bei Mojang zu arbeiten – und ob Kinder lernen sollten, mit der Hand zu schreiben.

Immer noch Briefe an „Notch“

Adressiert ist dieser Brief wie viele an Markus „Notch“ Persson, der aber schon seit Ende 2011 nicht mehr aktiv an „Minecraft“ mitarbeitet – und der heutzutage auch mit Tweets zu Verschwörungstheorien wie „QAnon“ und „Pizzagate“ auf sich aufmerksam macht.

Persson hatte sich 2014 von Mojang verabschiedet – als Milliardär, denn Microsoft kaufte das von ihm mitgegründete Studio und die Marke „Minecraft“ damals für 2,5 Milliarden Dollar.

Auf die Frage, ob Perssons Tweets im Studio noch ein Thema seien, sagt Kreativchef Jens Bergensten: „Nein.“ Man fühle sich mittlerweile „weit weg von ‚Notch‘ und seinen Ansichten“.

In der Welt von „Minecraft“ haben Verschwörungstheorien keinen Platz. Hier lässt sich fast alles mit Logik erklären. Jedes noch so große, noch so komplexe Bauwerk besteht aus Blöcken, so dass es auch jeder andere Spieler – genug Zeit vorausgesetzt – nachbauen könnte. Wenn es ein Spiel gibt, das für „Selbstwirksamkeit“ steht, dann „Minecraft“: Hier hat man ständig das Gefühl, etwas schaffen und erschaffen zu können.

Microsofts Vorzeigeprodukt

Für Microsoft ist es die Zugangskarte in die Welt junger Spielefans. Anders als Windows, Outlook, Word oder der Internet Explorer ist „Minecraft“ für den Konzern ein Produkt mit einem unbefleckten Image. Microsoft-Boss Satya Nadella sagte beim Kauf, „Minecraft“ sei mehr als eine Gamingmarke, nämlich eine „Open-World-Plattform, angetrieben von einer lebhaften Community.“

Auch Mojangs Mitarbeiter sehen sich gern als Macher von etwas, das die Welt verbessere – etwa, weil es als Spiel ohne vorgegebenes Ziel die Kreativität fördert oder durch seine Pixeloptik die Vorstellungskraft anregt. Weil es Kinder an Themen wie Architektur, Kollaboration und Programmieren heranführt. Weil es eine „Minecraft“-Version speziell für den Unterricht gibt. Oder weil die Entwickler versuchen, keine Klischees zu bedienen. So wird beispielsweise das Geschlecht von Kreaturen der Fantasie der Spieler überlassen.

Tatsächlich ist „Minecraft“ so kinderfreundlich und – wenn ein Spieler das will – zugleich so komplex und veränderbar wie kaum ein anderes Spiel. Fans erweitern das Spiel ständig, mit sogenannten Mods. In „Minecraft“ wurden auch schon riesige Fantasywelten wie Mittelerde aus „Herr der Ringe“ und Westeros aus „Game of Thrones“ beziehungsweise „Das Lied von Eis und Feuer“ nachgebaut

176 Millionen Mal verkauft

Binnen zehn Jahren hat sich „Minecraft“ 176 Millionen Mal verkauft – erfolgreicher war bisher nur „Tetris“. Von Survival und Crafting über prozedural generierte Welten bis hin zum Vertriebsmodell, bei dem Fans schon unfertige Versionen spielen durften, hat es zahlreiche Gaming-Trends befeuert. Mittlerweile kann es auf 20 Plattformen gespielt werden, von Smartphones bis zu Virtual-Reality-Headsets.

Ansichten wie jener, nach der „Minecraft“ ein Kinderspiel sei, das seine besten Tage hinter sich habe, stellt Mojang Zahlen entgegen:

  • Mojang-Geschäftsführer Jonas Mårtensson etwa erzählt, dass das Durchschnittsalter der „Minecraft“-Spieler in den USA 24 Jahre betrage. 39 Prozent der Spieler seien Frauen.
  • Zuletzt kam „Minecraft“ auf 91 Millionen monatlich aktive Nutzer. 2014 waren es erst 31 Millionen. Am meisten gespielt wird „Minecraft“ laut Mojang in China (wo es nicht verkauft, sondern als Free-to-Play-Spiel angeboten wird), in den USA und in Russland.
  • Und Mojangs Auswertungen zufolge ist „Minecraft“ auch mehr als „nur ein Spiel“, da Fans nur die Hälfte ihrer „Minecraft“-Zeit spielend verbringen. Die andere Hälfte fließt etwa in Gespräche und Netzrecherchen zum Spiel und in „Minecraft“-Bücher oder -Videos.

2022 kommt der große Kinofilm

Dass sich die Fans so intensiv mit dem Spiel beschäftigen, macht Mojang Hoffnung, dass seine Marke noch viel Potenzial habe. Das Unternehmen hat auch schon einige neue Ideen:

  • Anfang 2022 kommt ein „Minecraft“-Film ins Kino, der sich um die Abenteuer einer Teenagerin und ihrer Freunde dreht – mit echten Schauspielern. Regie führen wird Peter Sollett („Nick und Norah – Soundtrack einer Nacht“).
  • In Seattle gibt es ab Oktober eine größere „Minecraft“-Ausstellung, im Museum of Pop Culture (MoPop).
  • Weiter geht es auch beim Merchandising, zu dem Rucksäcke, Stofftiere und Dekoartikel gehören – Ravensburger etwa bringt ein „Minecraft“-Brettspiel heraus. Chief Content Officer Vu Bui kann nur schätzen, wie viele Fanartikel es schon gibt: „Das dürften Tausende sein.“

Auch im Bereich Gaming sieht Mojang Wachstumschancen – durch Spieleprojekte, die zu groß sind, um sie in „Minecraft“ selbst einzubauen. Ein Team arbeitet am Ableger „Minecraft: Dungeons“, der sich an Actionrollenspielen wie „Diablo“ orientiert, aber zugänglicher sein soll. Bis zu vier Spieler werden sich darin gemeinsam durch Verließe voller Monster kämpfen können.

„Minecraft Earth“ – das nächste „Pokémon Go“?

Das ambitionierteste Projekt im „Minecraft“-Universum jedoch ist aus einer „Minecraft“-Demo für Microsofts Datenbrille HoloLens hervorgegangen und soll neue Zielgruppen erreichen: „Minecraft Earth“. Dahinter verbirgt sich eine Smartphone-App, die in Redmond bei Microsoft entwickelt wird und die vor allem auf eine Verknüpfung mit der echten Welt und auf Augmented Reality (AR) setzt. In Stockholm konnte ich einen Prototypen des Spiels, das im Sommer in die Betaphase gehen soll, einige Minuten lang ausprobieren.

Ähnlich wie in „Pokémon Go“ finden sich Spieler in „Earth“ als kleiner Avatar auf einer virtuellen – hier bewusst pixeligen – Landkarte wieder. Auf dieser Karte, die auf Open-Street-Map-Daten basiert, bewegen sie sich, indem sie durch die echte Welt laufen.

Als Abenteurer sammelt man so auf der Karte auftauchende Ressourcen ein oder sucht angezeigte Orte auf, an denen kleine Aufgaben warten, wie Kämpfe gegen Monster mit Pfeil und Bogen oder Angelpartien. Man erlebt sie durch das Handydisplay, auf dem mit Hilfe der Kamera virtuelle Dinge oder Kreaturen im Abbild der echten Welt auftauchen.

„Earth“, bei dem Spieler nach und nach im Level aufsteigen, ist ein kooperatives Spiel: Man spielt darin nicht gegen-, sondern miteinander. Wird etwa eine Aufgabe gemeinsam erfüllt, bekommen alle Spieler dieselbe Belohnung.

Bauen auf dem Billardtisch

Zusammen nutzen lässt sich auch der wohl interessanteste Teil des Spiels, die „Build Plates“ – ein AR-Baumodus. Wenn ich während des Tests mit dem iPhone auf Mojangs Billardtisch zielte und dort einen QR-Code scannte, erschien auf dem Display ein Block-Bauwerk, das sich fortan von allen Seiten betrachten ließ. Ging ich mit dem Handy nahe an den virtuellen Bau, wurde er größer, ging ich weg, wurde er wieder kleiner – ähnlich wie bei der alten HoloLens-Demo.

An dem Bauwerk mit einer Breite und Länge von maximal 32 mal 32 „Minecraft“-Blöcken konnten ich und andere Spieler, die ihn über jeweils eigene iPhones sahen, gemeinsam arbeiten, etwa durchs Platzieren virtueller Blöcke per Tippen aufs Display. Einer baute oben weiter, ein anderer sorgte per TNT-Block für Explosionen – alles in Echtzeit simuliert.

Und es gibt noch einen Clou: Ein Bauwerk wie das vom Billardtisch kann auf Wunsch auch größer dargestellt und dann quasi durchschritten werden – ein Block entspricht in dieser Ansicht einem echten Meter. „Earth“-Spieler sollen so bald irgendwo auf der Welt virtuelle, selbstgebaute Kunstwerke mit bis zu 32 mal 32 Metern hinterlegen können, die dann befreundeten Spielern für digitale Besichtigungen offenstehen. Besucher können die Bauten sogar umbauen oder zerstören, wenn sie wollen – das Spiel setzt das Gebäude jeweils wieder zurück.

Auch im Dorf soll es Spaß machen

Nutzer der App werden selbst festlegen können, mit wem sich die eigene „Earth“-Spielwelt überschneidet: Wer einen bestimmten QR-Code scannen lässt, der kann zum Beispiel sehen, wo er gerade nach neuen Ressourcen sucht.

Auf meine Frage hin, ob „Earth“-Spielern außerhalb der Großstädte wie schon bei „Pokémon Go“ mangels interessanter Orte ein langweiligeres Spielerlebnis droht, zeigte sich Art Director Brad Shuber wenig besorgt. Man werde verfolgen, wo es Spieler-Aktivität gebe, sagt er – und wenn dort Aufregendes fehle, werde man versuchen, nachzuhelfen.

Wie das „Pokémon“-AR-Spiel setzt „Minecraft Earth“ auf einfache Zugänglichkeit. Es wird sich kostenlos spielen lassen und finanziert sich über optionale Zusatzkäufe, wie es sie bereits jetzt im In-Game-Store des normalen „Minecraft“ gibt. Wer will, kann zum Beispiel seiner Spielfigur gegen Geld einen neuen Look verschaffen – einen spielerischen Unterschied macht das nicht. Lootboxensoll es nicht geben, ebenso kein „Pay2Win“, wie Brad Shuber verspricht.

Laufen soll „Earth“ auf allen iOS-Geräten mit AR-Kit und allen Android-Geräten mit ARCore – also auf den meisten neueren Smartphones. Klar scheint aber, dass „Earth“ die Geräte fordern wird. Während meines Tests wurde das genutzte iPhone X merklich wärmer. Auch den Akku dürfte die App stark belasten – gerüstet fühlen darf sich, wer schon für „Pokémon Go“ eine Powerbank gekauft hat.

Nicht ganz so spektakulär

Insgesamt machte „Earth“ beim Test einen guten Eindruck – wenngleich die Aufnahmen des Werbetrailers wenig mit meinem Eindruck vom derzeitigen Prototypen gemeinsam haben (eigene Fotos zu „Earth“ durfte ich nicht machen). Das Fenster in die virtuelle Welt ist schließlich immer nur exakt so groß wie der Handybildschirm, den man sich vor die Augen halten muss – man trägt beim Spielen ja keine AR-Brille oder ähnliches. Und so perfekt wie im Video fügen sich die AR-Elemente auch nicht in die Realweltaufnahme ein.

Doch auch jenseits des Werbehochglanzes sah vor allem der Miniaturbau auf dem Billardtisch faszinierend aus – noch näher kam „Minecraft“ Lego wohl noch nie, vom offiziellen Lego-„Minecraft“-Set natürlich abgesehen.

Nach einem Tag bei Mojang voller Superlative bleibt so der Eindruck, dass „Minecraft“ wohl auch in den nächsten Jahren ein Phänomen bleiben wird. Die größte Gefahr für die Marke liegt vielleicht darin, dass ihre Dauerpräsenz zu nerven beginnt – wenn man ihr angesichts von durch die Innenstadt stolpernden „Earth“-Spielern und omnipräsentem Merchandising irgendwann gar nicht mehr entgehen kann.

Polit-Journal nennt Bundeskanzler Kurz einen „Spieler“

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat es mit seinem während des EU-Wahlkampfes geäußerten Vorwurf der Überregulierung innerhalb der Europäischen Union auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe des Magazins „Politico“ geschafft. Unter dem Titel „The Gambler“ (Der Spieler) fasst das in Brüssel ansässige Polit-Journal die jüngsten Standpunkte des Kanzlers zusammen.

Darunter findet sich auch seine viel diskutierte Aussage über unnötige EU-Vorgaben für die Zubereitung von Schnitzel und Pommes. Dass Kurz den Schutz des Wiener Schnitzels betont, anstatt die ökologischen Auswirkungen der Fleischproduktion zu erwähnen, ist laut dem Magazin aber nicht der Hauptkritikpunkt, sondern die Entscheidung, mit den Rechtspopulisten eine Koalition zu bilden, anstatt sie zu isolieren. „Kurz spielt eine einzigartige Rolle auf dem Kontinent, indem er gleichzeitig die Spaltung der Union bei Themen wie Migration und Populismus verkörpert, die zu Europas Polarisierung führt, und es auch bewerkstelligt, diese zu überbrücken.“

Wie die BBC in ihren Redaktionen einen Frauenanteil von 50 Prozent erreichte – ohne eine Quote einzuführen

Mit einem freiwilligen Wettbewerb hat es die BBC geschafft, deutlich mehr Frauen an der Berichterstattung zu beteiligen. 74 Prozent der teilnehmenden BBC-Teams erreichten innerhalb eines Jahres eine Quote von 50 Prozent. Das Konzept dient nun als Vorbild für andere Redaktionen.

Während in Deutschland Kanzlerin Angela Merkel mehr Parität in der Wirtschaft fordert und mit Sanktionen droht, schafft das britische Medienunternehmen BBC Fakten. Vor einem Jahr hat die BBC ihre Redaktionen zu einer “Challenge” aufgerufen. Mehr Frauen sollten an der Berichterstattung beteiligt werden – sowohl innerhalb der Redaktion als auch bei der Befragung von Experten. 500 Teams hatten sich dem Vorhaben angeschlossen.

Ein Jahr danach zeigt sich der Erfolg. Ganz ohne Quote produzieren mittlerweile 74 Prozent der Teams Sendungen, an der zur Hälfte Frauen beteiligt sind. Der Großteil der restlichen Redaktionen habe laut der BBC-Analyse einen Anteil von wenigstens 40 Prozent. Bei der BBC-World-News bestehe jedes einzelne Team aus mindestens 50 Prozent Frauen. Der Generaldirektor der BBC, Tony Hall, sagte: “Diese grundlegende Veränderung innerhalb eines Jahres ist erstaunlich. Man kann es überall in unserem Programm sehen und hören.”

Andere Redaktionen ziehen nach

Die BBC hat innerhalb eines Jahres geschafft, woran viele Redaktionen bis heute arbeiten: Eine geschlechtergerechte Verteilung in Teams und Berichterstattung. Redaktionen konnten freiwillig an einer Art Wettbewerb teilnehmen. Jeden Tag prüften sie den Anteil der Frauen an ihrer Berichterstattung selbst. Die Auswertung der Daten wurde Teil der regelmäßigen Teamsitzungen. Einmal im Monat tauschten die Redaktionen ihre Fortschritte mit den anderen BBC-Teams aus. Zu den teilnehmenden Sendungen gehören etwa “The Andrew Marr Show” oder “BBC Breakfast”.

Die Idee für den Wettbewerb hatte Rus Atkins, der selbst Moderator bei der BBC ist. Vor einem Jahr hatten nur 27 Prozent der teilnehmenden Teams ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis. Atkins erkannte, dass sich mehr Frauen in den Teams auch beim Publikum positiv bemerkbar machen. Ein Drittel der befragten Seher haben eine Steigerung des Frauen-Anteils festgestellt, wie eine Befragung der BBC zeigt. Ein Fünftel der jungen Zielgruppe sagt zudem, dass sie die Inhalte lieber schauen. Bei den über 55-Jährigen ist die Reaktion verhaltener: einer von sechs behauptet in dieser Altersgruppe, dass er wegen der Gendergleichstellung weniger BBC konsumiert hat.

Das Konzept wird wegen seines Erfolgs nun in anderen Redaktionen eingesetzt. Mehr als 20 Partner wollen an der 50:50-Challenge teilnehmen. Dazu gehören Medien wie ABC News, die Financial Times und Fortune.

Schwierigkeiten und Kritik

Schwierigkeiten gab es bei der Umsetzung jedoch auch. Vor allem dann, wenn sich eine Sendung auf ein bestehendes Reporternetzwerk verlässt, das sich nicht einfach ersetzen lässt. Bei der BBC ist das insbesondere in den Bereichen Politik und Business der Fall.

Auch bei Sport-Sendungen waren die Herausforderungen groß, aber machbar, berichten die Redaktionen. 85 Prozent der Mitarbeiter im Bereich Sport waren zu Beginn Männer. Ein Jahr später ist der Anteil der Frauen auf 43 Prozent gestiegen. “Unsere Berichterstattung hat das verbessert”, wird die zuständige Mitarbeiterin der Sportberichterstattung in dem BBC-Bericht zitiert. “Wir hinterfragen unsere Entscheidungen mehr und haben letztlich ein kreativeres und ausgeglicheneres Programm”.

Zur Wahrheit gehört auch, dass sich die BBC in Sachen Gleichberechtigung nicht nur von der guten Seite zeigt. Seit 2017 steht das Medienhaus in der Kritik, weil es Männer besser bezahlt als Frauen – insbesondere in Führungspositionen (MEEDIA berichtete). Im Januar 2018 kündigte die China-Korrespondentin der BBC ihren Job, als sie von der ungleichen Bezahlung im Konzern erfuhr. Im März dieses Jahres hat eine Beobachter-Kommission deshalb formale Untersuchungen zu dem Thema gestartet.

HP-Nachfolgefirma übernimmt Supercomputer-Spezialisten Cray

Der traditionsreiche Supercomputer-Spezialist Cray gehört künftig zur einer Nachfolgefirma der Computerpioniers HP. Der auf das Geschäft mit Unternehmenskunden spezialisierte Konzern Hewlett Packard Enterprise übernimmt Cray in einem insgesamt 1,3 Mrd. Dollar (aktuell 1,16 Mrd. Euro) schweren Deal.

Der Zukauf soll das Angebot von HPE bei Hochleistungscomputern stärken, die für Aufgaben mit Rückgriff auf Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen sowie die Auswertung großer Datenmengen gebraucht werden.

Cray wurde 1972 gegründet und ist nach wie vor ein wichtiger Lieferant von Supercomputern für amerikanische Behörden und Forschungseinrichtungen. Damit dürfte der Zukauf das Geschäft von HPE mit diesen Kunden deutlich stärken.

Twitter sperrt lieber zu viel als zu wenig

Seit der Kurznachrichtendienst Twitter eine neue Richtlinie zur Integrität von Wahlen erlassen hat, häufen sich die Beschwerden von Nutzern. Offenbar werden Inhalte ohne Grund gesperrt.

„Wir glauben an die Meinungsfreiheit und sind überzeugt davon, dass jeder einzelne Mensch die Welt beeinflussen kann“, steht auf der Website des Kurznachrichtendienstes Twitter an prominenter Stelle. Wirft man einen Blick auf die Plattform selbst, bekommt man Zweifel, wie ernst es dem Unternehmen damit ist. Eine ganze Reihe von Nutzern berichtet, dass ihre Twitter-Accounts aus nicht nachvollziehbaren Gründen gesperrt worden sind. Dies jeweils mit Verweis auf die angebliche Verbreitung von falschen oder irreführenden Informationen in Bezug auf die Europawahlen. Am Mittwochabend wurde deswegen eine Vertreterin von Twitter im Ausschuss Digitale Agenda des Bundestages dazu befragt.

Gesperrt wegen AfD-Witzen

Grund für die vielen Sperrungen ist die Richtlinie zur Integrität von Wahlen von Twitter, die seit dem 29. April in der EU in Kraft ist. Die Regelung ist eine Reaktion auf den Anfang Jahr von der EU-Kommission veröffentlichten Code of Practice Against Disinformation, der Plattformen zur Bekämpfung von Wahlmanipulation verpflichtet. Gemäß der Richtlinie ist es verboten, irreführende Informationen zu Teilnahme und Ablauf von Wahlen zu verbreiten, Wählerinnen und Wähler einzuschüchtern sowie falsche Kandidaten-Accounts zu betreiben. Gleichzeitig wurde eine Meldefunktion freigeschaltet, um entsprechende Inhalte zu melden. Mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) oder Upload-Filtern, wie von vielen Nutzern reflexartig vermutet, haben die Sperrungen nichts zu tun. In Deutschland selbst ist Wählertäuschung eine Straftat und war bereits vor der Einführung der Richtlinie verboten, da man als Twitter-Nutzer einwilligt, die lokalen Gesetze zu beachten.

In der Praxis zeigt sich nun, dass Twitter massiv über das Ziel hinausschießt. Unter dem Hashtag #twittersperrt häufen sich Meldungen von Nutzern, deren Accounts scheinbar unrechtmäßig gesperrt wurden. Oft sind Tweets betroffen, in denen ein Witz gemacht wurde – zum Beispiel eine Aufforderung an AfD-Wähler, dass diese am Wahltag die Unterschrift auf dem Stimmzettel nicht vergessen sollten (weil die Stimmzettel dann ungültig wären). Auch bereits mehrere Jahre alte Tweets werden gesperrt. Teilweise sind sogar Nachrichten betroffen, die nichts mit der bevorstehenden Europawahl zu tun haben.

Unter anderem wurde der Account der Jüdischen Allgemeinen mit Verweis auf die neue Richtlinie vorübergehend gesperrt. Daneben waren auch Sawsan Chebli, Berliner Staatssekretärin, Sven Kohlmeier, netzpolitischer Sprecher der SPD, der Schriftsteller Tom Hillenbrand sowie mehrere Politiker auf Landesebene und Rechtsanwälte betroffen. Auffällig ist, dass die Sperrungen gehäuft bei Accounts aus dem linken Meinungsspektrum vorkommen.

Twitter-Vertreterin im Bundestag befragt

Twitter wollte sich öffentlich nicht zu den Vorwürfen äußern, sondern begnügte sich mit lediglich zwei Tweets. Um Klarheit über die vielen unbegründeten Sperrungen zu erhalten, wurde Nina Morschhaeuser, Head of Public Policy, Government and Philanthropy von Twitter Deutschland, am Mittwochabend in den Ausschuss Digitale Agenda des Bundestages geladen. Dabei gestand Morschhaeuser Fehler ein und bat um Entschuldigung. Die Anhörung wurde allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten. Im Anschluss gaben Mitglieder des Ausschusses via Twitter dann doch einige interessante Details zum Umgang der Plattform mit irreführenden Inhalten im Vorfeld der Europawahlen preis.

Der Kurznachrichtendienst will weiterhin satirische Nachrichten sperren, sofern sie falsche Informationen über die Wahl enthalten. Davon ausgenommen sind Accounts, bei denen durch einen entsprechenden Hinweis in Profil und Namen klar hervorgeht, dass es sich um einen Parodie-Account handelt (siehe Infobox). Ein Zwinkersmiley in der Nachricht reicht längst nicht. Zudem scheint der Kurznachrichtendienst bewusst sogenanntes „overblocking“ zu betreiben. Das heißt: Twitter sperrt mehr Inhalte als nötig. Dies wohl, um den Vorwurf, die Plattform würde zur Beeinflussung von Wahlen verwendet, möglichst zu entkräften.

Menschen entscheiden über Sperrung

Die Entscheidung, ob ein Account vorübergehend gesperrt wird, wird gemäß der Twitter-Vertreterin stets von einem Menschen getroffen – was die Sache nicht besser macht. Es ist zwar zu begrüßen, dass bei heiklen Angelegenheiten wie Wahlen keine automatisierten Filter eingesetzt werden. Denn anders als Algorithmen sind Menschen deutlich besser darin, eine Aussage in einen spezifischen Kontext zu stellen und zu bewerten. Dieser Vorteil geht aber verloren, wenn Menschen zur Beurteilung einer Aussage oder eines Witzes nicht auf Inhalt und Kontext achten, sondern lediglich nach einem Hinweis in der Biografie suchen und gerne einmal zu oft auf „Sperren“ drücken. Das können Maschinen wahrlich auch. Wie gut sich die mit der Aufgabe betrauten Mitarbeiter mit Deutschland, dessen Parteienlandschaft und der Sprache auskennen, bleibt unklar. Morschhaeuser erklärte lediglich, die entsprechenden Mitarbeiter sollten nachgeschult werden.

Die großzügige Sperrpolitik ist nun womöglich selbst zum Mittel der Manipulation geworden. Die Ende April eingeführte Option zum Melden von irreführenden Inhalten zur Wahl scheint gezielt zum Sperren von unliebsamen Meinungen oder Personen benutzt zu werden. Dafür spricht, dass gemäß Twitter in Deutschland zehnmal mehr Meldungen pro Nutzer eingehen als in anderen europäischen Ländern. Weiter haben einzelne Accounts zum Melden anderer Accounts aufgerufen und erfolgreiche Sperrungen als Trophäen auf Twitter geteilt. Dass es zu gezielten Meldeaktionen kam, wollte die Twitter-Sprecherin jedoch nicht bestätigen.

Problematisch ist zudem, dass bei einer Sperrung der gesamte Account des Nutzers betroffen ist, nicht nur der gemeldete Tweet. Um die Sperre aufzuheben, müssen die Nutzer den Tweet löschen oder gegen die Entscheidung Einspruch erheben. Bei Letzterem bleibt der Account für die Dauer des Prozesses gesperrt. Dieser kann wenige Stunden oder mehrere Tage dauern. Es entsteht dadurch großer Druck auf den Nutzer, den Inhalt – ob er nun gegen eine Richtlinie verstößt oder nicht – zu löschen, anstatt Einsprache zu erheben. Der Großteil der Nutzer tut dies auch. Wie Morschhaeuser gegenüber dem Ausschuss erklärte, wehren sich lediglich zwei Prozent der Nutzer gegen eine Sperrung.

RMS Radio Award 2019 in drei Kategorien vergeben

Die Kategorie „Permanent Performer“ zeichnet Radiospots von „Marken mit einem hohen Ausgangswert“ aus, „die ihre starken Leistungswerte nochmals steigern können“. In der Kategorie „Top Seller“ sind es „besonders abverkaufsstarke Sujets, die die Konsumenten besonders zum Kauf anregen“. Unter den Nominierungen für die Kategorie „Speedy“ finden sich „Sujets, die schon nach wenigen Schaltungen eine überproportionale Leistungssteigerung aufweisen“.

Die Preisträger des RMS Radio Award 2019

Kategorie: Permanent Performer:
Kunde: Porsche Austria / Group Service
Spot: Unfall Spezialist
Kreativagentur: Porsche Austria
Aufnahme/Produktion: Erler und Partner
Mediaagentur: Porsche Werbemittlung

Kategorie: Top Seller
Kunde: Thalia Buch & Medien GmbH
Spot: Spiele-Aktion Weihnachten
Kreativagentur: Wynken Blynken & Nod
Mediaagentur: Mindshare

Kategorie: Speedy
Kunde: Josef Manner & Comp. AG
Spot: Manner Knusper Müsli
Kreativagentur: DDB Wien
Mediaagentur: OMD Mediaagentur

Ermittelt werden die erfolgreichsten Radiospots aus insgesamt 364 getesteten Spots aus der Sujet-Datenbank von Focus Media Research, die im Erhebungszeitraum von März 2018 bis Februar 2019 neu on air gegangen sind. Anhand relevanter Kriterien wie Spotbekanntheit, Markenimpact und Imagebeurteilung werden die besten Spots im Rahmen von Umfragestudien ermittelt. Daraus leitet sich auch der sogenannte „RMS Score“ ab, der im Durchschnitt über alle 364 neuen Radiospots 39 Punkte beträgt. Alle in diesem Zeitraum analysierten Sujets wurden außerdem mit Hilfe eines Statistiktools in Kategorien eingeteilt, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Es wurde aus jeder Kategorie der Beste mit dem Radio Award ausgezeichnet. „Und die Jury, die letztlich über die Sieger entscheidet, ist eine der objektivsten und unbestechlichsten – nämlich die Hörer, also die potentiellen Konsumenten“, heißt es.

Skills für Amazons Alexa mit Bezahlfunktion starten

Amazon hat erste Premium Alexa Skills für Deutschland veröffentlicht. Diese enthalten sogenannte In-Skill-Käufe, Kunden können gegen Bezahlung spezielle Funktionen aktivieren. Zum Start stehen insgesamt 14 Angebote zur Verfügung.

Amazon erlaubt es Skill-Anbietern neuerdings, Bezahlfunktionen in ihre Alexa-Skills zu integrieren. Mit Skills lässt sich der Funktionsumfang eines Alexa-Geräts erhöhen, sie sind so etwas wie Apps für den digitalen Assistenten. Zunächst ist diese neue Funktion nur für Entwickler verfügbar, die an der Developer Preview teilnehmen. Später sollen In-Skill-Käufe für alle Anbieter bereitstehen. Einen Termin dafür hat Amazon bislang nicht genannt.

Amazon verspricht, dass Anwender damit neue, qualitativ hochwertige Skills erhalten sollen. Für Entwickler soll dies eine Möglichkeit sein, digitale Premium-Inhalte zu verkaufen und so mit den Alexa-Skills Geld zu verdienen. Dazu können Skills mit einmaligen Käufen oder mit Abo-Modellen versehen werden. Wenn ein Premium-Skill läuft, kann der Nutzer fragen „Alexa, was gibt es zu kaufen?“, um den Kauf durchzuführen. Die Basisfunktionen der Skills sind kostenlos und die Nutzung von Alexa-Skills soll weiterhin gratis sein, verspricht Amazon.

In der Alexa-App gibt es neuerdings eine spezielle Rubrik mit den sogenannten Premium Alexa Skills. Mit Premium werden alle Skills mit Bezahlfunktion bezeichnet. Zum Start stehen hier 14 Angebote zur Verfügung. Bei neun davon handelt es sich um Spiele- und Rate-Skills. Mit dabei ist das Rätsel des Tages, das täglich eine Ratefrage bietet. Als Premiumfunktion gibt es mit einem Abo in Höhe von 1,89 Euro pro Monat täglich ein zweites Rätsel.

G+J will „Stern Crime“ erneut ins Fernsehen bringen

Seit 2015 bringt der Hamburger Verlag Gruner + Jahr (G+J) das Crime-Magazin „Stern Crime“ heraus – und der Erfolg der Macher ist durchaus beachtlich. Pro Ausgabe verkauft man rund 80.000 Exemplare – und nun will man diesen Erfolg offenbar ausweiten. Wie das Branchenmagazin „new business“ berichtet, plant G+J rund um sein Magazin eine neue TV-Sendung, in der es um reale Verbrechen gehen soll.

Kooperieren wird man dabei mit der UFA. Sowohl die Produktionsfirma als auch der Verlag gehören zu Bertelsmann. Gegenüber „new business“ bestätigt eine Verlagssprecherin die Planungen, nennt aber keine weiteren Details: „Gemeinsam mit der UFA plant ‚Stern Crime‘ eine Fernsehsendung.“ Weitere Informationen will man noch nicht verraten. Unklar ist auch, bei welchem Sender das Format laufen soll.

Alle Open-Access-Bücher an einem Ort bündeln

Bessere Infrastrukturen für das freie Publizieren: Der Open-Access-Dienstleister Knowledge Unlatched gründet zusammen mit Partnern die Open Research Library – mit dem Ziel, sämtliche Open-Access-Buchinhalte an einem Ort zu bündeln.

Knowledge Unlatched rechnet mit weltweit rund 15.000 bis 20.000 Büchern, die bislang Open Access (OA) veröffentlicht wurden, jedes Jahr kommen rund 4.000 weitere hinzu. Bislang sind die Titel (in verschiedenen Versionen) auf zahlreichen Verlags- und Vertriebswebsites und ohne einheitliche Suchmöglichkeiten abgelegt.

Das soll die Open Research Library ändern und in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit Verlagen und Bibliotheken weltweit alle OA-Bücher zusammenführen. Dabei sei man offen für alle Anbieter und Nutzer von qualitätsgesicherten Forschungsinhalten, heißt es von Knowledge Unlatched. Weitere Details:

Alle Buchinhalte sollen unter einer Such- und Hosting-Schnittstelle gebündelt werden.
Es soll sichergestellt werden, dass entsprechende Katalogdaten den Bibliothekssystemen zur Verfügung stehen.
Das Hosting der Buchinhalte ist kostenlos.
Zur Finanzierung der laufenden technischen Kosten will Knowledge Unlatched ein Partnerprojekt initiieren.

„Es ist uns wichtig, eine moderne Infrastruktur mit möglichst vielen verschiedenen Gleichgesinnten zu schaffen, die es den Forschern erleichtert, relevante Inhalte zu finden und
zu nutzen”, sagt Knowledge Unlatched-Geschäftsführer Sven Fund. Als Infrastrukturpartner, die unterschiedliche Dienste und Services in das Projekt einbringen, werden genannt: BiblioLabs, das nordamerikanische Konsortium LYRASIS, EBSCO, ProQuest, das Internet Archive, Google (indexing in Google Scholar), Digital Public Library of America, OCLC, Researcher App sowie zahlreiche Verlage.

TeamViewer war 2016 Opfer eines Cyber-Angriffs

Die deutsche TeamViewer GmbH wurde 2016 offenbar gehackt. Man machte den Vorfall jedoch damals nicht bekannt, weil man ihn nicht für bedeutsam genug hielt.

Mit einer Schadsoftware, die der mutmaßlich chinesischen Hackergruppe Winnti zugeschrieben wird, versuchten Hacker 2016 einen Cyberangriff auf die Netzwerke der TeamViewer-Entwickler. Die Hackergruppe Winnti wird auch für erfolgreiche Angriffe auf Thyssen-Krupp im Jahr 2016 und die Bayer AG im Jahr 2018 verantwortlich gemacht. Sicherheitskreise spekulieren dabei über Verbindungen der Hackergruppe mit dem chinesischen Staat. Der Angriff wurde erst jetzt öffentlich.

Die TeamViewer GmbH bestätigte den Cyberangriff, den man aber „rechtzeitig genug entdeckt habe, um größere Schäden zu verhindern“. Der Vorfall gelangte bisher nicht an die Öffentlichkeit, weil seinerzeit IT-Experten und Behörden keine Belege dafür gefunden hätten, dass Kundendaten entwendet oder Computersysteme von Kunden infiziert wurden. Deswegen habe man selbst die eigenen Kunden nicht gewarnt. „Nach übereinstimmender Meinung aller relevanten Drittparteien war eine breite Information an die Kunden hier nicht angezeigt“, sagte das Unternehmen dem Spiegel. Eine Pressemitteilung vom 1. Juni 2016 bestätigte lediglich einen Dienstausfall wegen eines Denial-of-Service-Angriffs auf die TeamViewer-DNS-Serverinfrastruktur.

Von der Presse wird die 2005 gegründete TeamViewer GmbH aus Göppingen als erfolgreiches deutsches Startup-Unternehmen und „Einhorn“ gefeiert. Die Fernwartungssoftware zählt zwischenzeitlich weltweit ungefähr 2 Milliarden Geräteaktivierungen. Weniger bekannt ist, dass die TeamViewer GmbH 2014 durch den Private Equity-Fonds Permira in aller Stille übernommen wurde. Permira zahlte 1,1 Milliarden US-Dollar (ca. 800 Millionen Euro) als Kaufpreis.

AS&S Radio und RMS melden Zusammenarbeit beim Kartellamt an

Die beiden größten deutschen Radiovermarkter RMS Radio Marketing Service GmbH & Co. KG in Hamburg, und ARD-Werbung Sales & Services GmbH mit Sitz Frankfurt am Main, haben beim Bundeskartellamt in Bonn die Gründung einer Online-Vermarktungsplattform angemeldet. In den vergangenen Monaten hatten beide Unternehmen bereits angekündigt, eine gemeinsame Online-Buchungsplattform gründen zu wollen, die automatisierte Buchungen ermöglichen soll. Mit der jetzigen Anmeldung dieses Vorhabens beim Bundeskartellamt beginnt nun die „offizielle“ Realisierung.

US-Minister: Huawei kommt auf die Schwarze Liste

Der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei wird am 17.5. auf die US-Liste gebannter Unternehmen gesetzt. Das kündigte Wirtschaftsminister Wilbur Ross an. Damit ist es US-Firmen untersagt, ohne Genehmigung der Regierung Geschäfte mit dem Netzwerkausrüster und Smartphone-Hersteller zu tätigen.

US-Präsident Donald Trump wirft Huawei vor, mit seinen Produkten könne China Spionage betreiben. Huawei weist dies zurück. Europäische Staaten lehnten die Forderung der USA ab, ebenfalls Sanktionen gegen Huawei zu erlassen.

Der chinesische Konzern kündigte an, die Entscheidung der US-Regierung anzufechten. Huawei warnte, die Sanktionen könnten Zehntausende Arbeitsplätze in den USA gefährden. Amerikanische Geschäftspartner von Huawei könnten einen ernsthaften wirtschaftlichen Schaden nehmen. Zudem werde die Zusammenarbeit und das Vertrauen in die weltweiten Lieferketten beschädigt.

Fernsehen bleibt Lieblingsmedium der Kinder

Medien spielen für Kinder eine entscheidende Rolle und werden insgesamt 125 Minuten pro Tag genutzt. Je nach Anlass greifen die Kleinen dabei auf unterschiedliche Geräte zurück.

Eine repräsentative Tagebuchstudie von Acht- bis 13-Jährigen zeigt: Ihnen stehen unter der Woche – nach Schule und regelmäßigen Aktivitäten wie z.B. Sporttraining – im Durchschnitt mehr als acht Stunden Freizeit zur Verfügung, die sie auf vielfältige Art und Weise nutzen.

Das Fernsehen ist mit einer Reichweite von 93 Prozent innerhalb des dreitägigen Befragungszeitraums, demnach noch immer das Lieblingsmedium der Kinder und kommt auf eine durchschnittliche Nutzung von 66 Minuten pro Tag. Damit liegt es deutlich vor dem Lesen (75 Prozent) und Hören (71 Prozent).

Auch das Smartphone wird erwartungsgemäß besonders gern verwendet (31 Minuten pro Tag) und kann gegenüber der letzten Befragung von 2014 die deutlichsten Zuwächse in Reichweite und Nutzungsdauer vorweisen. Über alle Bildschirme hinweg stehen vor allem Videos hoch im Kurs. Social Media spielt für die meisten Kinder hingegen noch eine untergeordnete Rolle.

Novellierung des KommAustria-Gesetzes: mehr Geld für Privat-TV und Radio

Der Nationalrat hat mit der Änderung des KommAustria-Gesetzes Privat-Fernsehen und -Radio die Fördermittel um jährlich fünf Millionen Euro auf 20 Millionen Euro aufgestockt.

Die Gesetzesänderung beschert dem Privatrundfunk rund fünf Millionen Euro mehr im Fördertopf, insgesamt aufgestockt auf 20 Millionen Euro. Für die Erhöhung des Förderfonds stimmten im Nationalrat neben den Koalitionsparteien auch SPÖ und NEOS. Ablehnend äußerte sich die Parlamentsfraktion Jetzt: Sie kritisierte – ähnlich wie die Sozialdemokraten – etwa, dass die nicht-kommerziellen Anbieter nicht berücksichtigt wurden und nach wie vor offen bleibe, was die Bundesregierung im Hinblick auf den ORF plane.

Die Subventionen sollen dazu dienen, Programmvielfalt sicherzustellen und hochwertige Inhalte, insbesondere im Informations-, Kultur- und Bildungsbereich zu unterstützen. Zudem sollen künftig ausdrücklich auch TV-Formate, die Medienkompetenz fördern, mehr Fördermittel kommen. Mit einem ÖVP-FPÖ-Abänderungsantrag soll darüber hinaus auch die Durchführung von Ausbildungsprojekten sichergestellt werden.

Landeshauptleute: Bekenntnis zu gebührenfinanziertem ORF

Die Regierungschefs der Bundesländer haben bei der Landeshauptleutekonferenz in Kärnten ein Bekenntnis zu einem gebührenfinanzierten ORF abgegeben.

„Wir sehen auch, dass manche Gefahren, wie ein Weggehen von der Gebührenfinanzierung, nicht mehr aktuell sind“, sagte Landeshauptmann Kaiser.

Wie aus dem Kreis der Landeshauptleute verlautbart wurde, gebe es aktuell keine Vorhaben der Bundesregierung, die Gebührenfinanzierung einzustellen. Mikl-Leitner erklärte, es sei „wichtig und richtig, einen öffentlichen Rundfunk zu haben, der unabhängig ist – und das kann nur durch Gebührenfinanzierung gewährleistet werden.“ Auch die Regionalisierung der Berichterstattung werde immer wichtiger.

Online-Werbung in Österreich im ersten Vierteljahr stark rückläufig

Nach Jahren des Wachstums ist in Österreich die Werbung auf Online-Portalen heuer eingebrochen. Ein Bruttowerbevolumen von 53,2 Millionen Euro im ersten Quartal bedeutete einen Rückgang um 9,9 Prozent gegenüber demselben Zeitraum 2018.

Diese Zahlen kommen insofern überraschend, als das Marketing-Forschungsinstitut Focus noch im Jänner mit einem starken Zuwachs im Onlinebereich für das laufende Jahr gerechnet hatte.

Den Rückgang im Online-Bereich begründet Focus im Sinkflug des Erfolgs der Banner-Werbung. In den 1990er-Jahren hätten noch 40 Prozent der User auf Banner geklickt, zehn Jahre später seien es nur mehr zwei Prozent gewesen, heute sei es eine Promille. Zuwächse dürfte es aber weiterhin in den Bereichen Social Media, Video und Suchmaschinen (Search Engine Advertising) geben, diese Zahlen würden aber erst für das Gesamtjahr erhoben.

Mit knapp 450 Millionen Euro in den ersten drei Monaten (plus 2,2 Prozent gegenüber 2018) ging das größte Stück des Werbekuchens in Österreich klar an den Printbereich, und zwar fast 44 Prozent. Großer Gewinner in diesem Segment waren die Tageszeitungen mit einem Quartalsplus von 5,5 Prozent, Zuwächse gab es auch bei den regionalen Wochenzeitungen (plus 2,5 Prozent). Magazine und Illustrierte (minus 8,4 Prozent) und Fachzeitschriften (minus 10,8 Prozent) waren im Printbereich die Verlierer.

Exakt ein Viertel des österreichischen Werbevolumens floss im ersten Quartal ins Fernsehen (255 Mio. Euro), was ein Minus von 3 Prozent bedeutet. Schwer getroffen hat es hier den ORF, der einen Dämpfer von minus 12 Prozent einstecken musste, während die Privatsender einen bescheidenen Zuwachs von knapp 1 Prozent erzielten. Drittgrößter Werbeträger war heuer bisher die Außenwerbung mit einem Anteil von 6,6 Prozent oder einem Volumen von 68,2 Millionen Euro, was einen Zuwachs von 8,7 bedeutet. Ein Plus von 6,3 Prozent auf 57 Mio. Euro gab es auch in der Radiowerbung, wobei ORF und Private prozentuell annähernd gleich profitierten.

RTL Group: Mehr Umsatz, TV-Werbegeschäft schrumpft

Die RTL Group hat ihren Gesamtumsatz im ersten Quartal 2019 um 7,2 Prozent auf 1,518 Milliarden Euro gesteigert, der bereinigte Umsatz lag bei 1,496 Milliarden Euro. Getrieben wurde das Wachstum vom Umsatz aus der Inhalteproduktion bei Fremantle, wo vor allem „American Gods“ und „America’s Got Talent: The Champions“ für ein Plus von 41,3 Prozent auf 383 Millionen Euro verantwortlich waren. Gleichzeitig stieg der Digitalumsatz der Multi-Plattform-Netzwerke sowie von SpoX um 25 Prozent auf 105 Millionen Euro.

Den mit Abstand größten Teil vom Kuchen macht weiterhin das Sendergeschäft aus, allerdings musste die RTL Group im ersten Quartal erneut ein Minus von 2,0 Prozent hinnehmen, weil die TV-Werbemärkte in Deutschland, den Niederlanden und Belgien rückläufig waren.

Das VoD-Geschäft kann das bislang nicht ausgleichen, auch wenn der Umsatz hier um fast elf Prozent auf 51 Millionen Euro stieg. Thomas Rabe, seit wenigen Wochen CEO der RTL Group, sprach dennoch von „guten Fortschritten“ und erklärte, dass TVNow und das niederländische Pendant gemeinsam 1,15 Millionen zahlende Abonnenten zählen, was einem Wachstum von 59 Prozent im Vergleich zum Vorjahres-Quartal entspricht. Unterm Strich sei die RTL Group „gut in das Jahr 2019“ gestartet, so Rabes Quartals-Bilanz.

Microsoft und Sony arbeiten gemeinsam an Game-Streaming-Dienst

Die Hersteller der beiden konkurrierenden Spielekonsolen Xbox und PlayStation, Microsoft und Sony, bündeln ihre Kräfte in einer strategischen Partnerschaft. Die Zusammenarbeit erstrecke sich vom Streamen von Spielen und Inhalten über neue Bildsensoren bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI).

Die Vereinbarung stärkt vor allem das Microsoft-Cloud-Geschäft Azure für Internet-basierte Anwendungen, weil Sony darüber Spiele und Medien-Inhalte per Streaming an die Kunden bringen will. Der Sony-Konzern, der auch im großen Stil Zulieferer von Kamera-Chips für Handys ist, könnte zudem mit Microsoft und dessen hauseigener KI neue Bildsensoren entwickeln.

Sony-Chef Kenichiro Yoshida erklärte, beide Unternehmen arbeiteten zwar bereits seit Jahren in verschiedenen Bereichen zusammen, seien aber eben auch Rivalen. Die nun vereinbarte gemeinsame Entwicklung neuer Cloud-Anwendungen werde das Geschäft mit interaktiven Inhalten voranbringen.

Die Kooperation stärkt Sony und Microsoft vor allem in ihrem Konkurrenzkampf mit Amazon. Das als Internet-Händler groß gewordene Unternehmen ist Marktführer im Cloud-Geschäft und auch am Spiele-Markt aktiv. 2014 hat Amazon Twitch übernommen, das Live-Streaming-Videoportal, das vorrangig zur Übertragung von Videospielen genutzt wird.

Mit der neuen Strategie wollen sich Microsoft und Sony auch gegen Google wappnen. Der Internetriese hat erst vor einigen Wochen seinen eigenen Game-Streaming-Dienst Stadia angekündigt, bei dem ein hardwareunabhängiges Spieleerlebnis in 4K möglich ist.

Sunrise macht Gewinn im ersten Quartal 2019

Der Schweizer Telekom-Konzern Sunrise hat im ersten Quartal zwar weniger umgesetzt, aber mehr verdient. Der Umsatz sank um 2,6 Prozent auf 447 Mio. Franken (396,4 Mio. Euro). Der bereinigte Betriebsgewinn (EBITDA) stieg dagegen um gut 13 Prozent auf 158 Mio. Franken. Unter dem Strich verdoppelte sich der Nettogewinn auf 35 Mio. Franken, wie Sunrise bekannt gab.

Dieses Plus sei vor allem dem Verkauf von 133 Handyantennenmasten an ein Konsortium unter der Führung der spanischen Cellnex, dem Kundenzuwachs bei Handyabos, TV und Internet sowie der Margenverbesserung bei den Telekomdienstleistungen zu verdanken.

Im Internet wuchs die Zahl der Abonnenten um 9,5 Prozent, während das TV-Geschäft gut 14 Prozent mehr Kunden zählt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Bei der Festnetztelefonie nahm die Zahl der Kunden um 9,7 Prozent zu.

Dennoch sackte der Umsatz im Festnetz um ein Fünftel ab. Grund dafür ist, dass der internationale Handel mit Telefonminuten (Hubbing), der kaum Gewinn bringt, massiv zurückgefahren wurde. Dies zog den Gesamtumsatz des Konzerns leicht nach unten.

Im Fokus des Interesses steht allerdings die geplante Übernahme der Kabelnetzbetreiberin UPC Schweiz für 6,3 Mrd. Franken. Eine endgültige Entscheidung der Eidgenössischen Wettbewerbskommission (Weko) werde im zweiten Halbjahr erwartet.