Mitgründer von Vine und HQ Trivia ist tot

Colin Kroll, der Mitgründer des Kurzvideodiensts Vine und der Quiz-App HQ Trivia, ist leblos im Schlafzimmer seiner Wohnung in Manhattan aufgefunden worden. Als Todesursache wird eine Überdosis Drogen vermutet.

Der Unternehmer hatte 2012 die Kurzclip-App Vine mitbegründet, mit dem bis zu sechs Sekunden lange Videos geteilt werden konnten. Vine wurde später von Twitter übernommen und 2016 eingestellt.

Kroll war auch an der Gründung der Quiz-App HQ Trivia beteiligt. Das Spiel kam im August 2017 auf den Markt und hatte im folgenden März zwei Millionen Nutzer. Diese Zahl soll aber zuletzt deutlich zurückgegangen sein. HQ Trivia teilte nun mit, man sei „zutiefst traurig“ über den Tod des Gründers. „Wir sind in Gedanken bei seiner Familie, seinen Freunden und Lieben.“

Öffentliche Hand warb im dritten Quartal für 35 Millionen Euro

Öffentliche Stellen und regierungsnahe Unternehmen haben im dritten Quartal 2018 weniger inseriert als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das geht aus den Medientransparenzdaten hervor. Um insgesamt 35,4 Millionen schalteten alle meldepflichten Rechtsträger im vorherigen Quartal, im dritten Quartal 2017 waren es noch 39,1 Millionen Euro.

Die Ministerien und das Bundeskanzleramt gaben zusammen 6,5 Millionen aus – knapp neun Prozent weniger als im Vorjahr. Spitzenreiter ist Hartwig Lögers (ÖVP) Finanzministerium mit 2,2 Millionen Euro, das um 61 Prozent mehr ausgab als im Vorjahr. An zweiter Stelle liegt das Bundeskanzleramt von Sebastian Kurz (ÖVP) – es gab mit 955.000 Euro um ein Fünftel mehr aus als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Auf Platz drei liegt das Innenministerium unter Herbert Kickl (FPÖ), das seine Werbeausgaben um vier Prozent auf 920.000 Euro erhöhte. Im September gelangte eine interne E-Mail aus dem Ministerium an die Öffentlichkeit, die Kommunikationschefs der Landespolizeidirektionen dazu aufforderte, Infos für kritische Medien zu beschränken. Namentlich genannt waren „Standard“, „Falter“ und „Kurier“. An diese Medien floss aus dem Werbetopf des BMIs im dritten Quartal kein Geld.

Das Justiz- und Familienministerium gaben im dritten Quartal gar nichts für Werbung aus.

Wien warb um ein Drittel weniger

Unter den Bundesländern führt weiterhin die Stadt Wien. Mit knapp drei Millionen Euro ist ihr Werbebudget größer als jenes der anderen Bundesländer zusammen. Gegenüber dem Vorjahr schaltete die Stadt Wien aber um ein Drittel weniger Anzeigen. Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte angekündigt, die „Spielregeln“ für die Inseratenvergabe der Stadt Wien zu reformieren.

Auf Platz zwei liegt das Land Oberösterreich mit 732.000 Euro (plus 23 Prozent), danach folgt das Land Niederösterreich mit 521.000 Euro (plus elf Prozent).

„Krone“ bekommt größtes Stück

Das meiste Geld fließt an den Boulevard. Die Kronen Zeitung bekam von den meldepflichtigen Stellen 4,2 Millionen Euro, der ORF 3,6 Millionen, Heute 2,8 Millionen und Österreich 2,7 Millionen. Trotz sinkender Ausgaben konnte Google und Facebook am meisten profitieren: Google erhielt 1,3 Millionen (plus 42 Prozent), Facebook 590.000 Euro (plus 26 Prozent).

Die Summen umfassen allerdings nicht die gesamten Werbeaufträge öffentlicher Stellen, Bagatellbeträge bis 5.000 Euro pro Quartal sind nicht zu melden, auch Anzeigen in nichtperiodischen Medien mit anderem Impressum sind nicht enthalten. In den Zahlen nicht eingerechnet sind zudem durch Länder kontrollierte Firmen wie Verkehrsbetriebe oder Energieversorger.

Migrationsdebatte bestimmendes Thema in Tageszeitungen

Die Migrationsdebatte war auch 2018 das bestimmende Thema in den österreichischen Tageszeitungen. Insgesamt 27.000 Beiträge beschäftigten sich mit Migration/Asyl. Dahinter gab es 9.089 Meldungen über Integration, 6.491 Berichte zur Fußball-WM in Russland, 6.443 Artikel zum Klimawandel und 6.224 Texte über den Brexit.

Die Zahlen hat Österreichs größter Medienbeobachter APA-DeFacto in einer Medienanalyse erhoben. Wie schon 2017 war das Thema Migration/Asyl auch in diesem Jahr der große Schwerpunkt in den Tageszeitungen.

Der „Klimawandel“ war 2018 übrigens erstmals unter den Top-5-Themen des Jahres. Vor allem die Hitze- und Trockenheitsrekorde im heurigen „Jahrhundertsommer“, aber auch die Borkenkäferplage und niedrige Flussläufe waren Auslöser der verstärkten Medienpräsenz.

Auf den Plätzen sechs bis zehn der wichtigsten Themen landeten die von ÖVP-FPÖ-Regierung präsentierte und beschlossene Kassenreform (4.613 Berichte), die Affäre rund um das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (4.223), der Schwerpunkt Digitalisierung (4.067), der internationale Komplex Strafzölle (3.955) sowie die Debatte um die Mindestsicherung (3.871).

Quelle: https://www.sn.at/panorama/medien/migrationsdebatte-bestimmendes-thema-in-tageszeitungen-62652301 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2018

RTL.de wird zum Lifestyle-Portal ausgebaut und RTL Next eingestellt

Umstrukturierung bei den Online-Angeboten des Kölner TV-Senders RTL: Noch in diesem Jahr könnte die Mediengruppe die Webseite RTL.de zu einem ernstzunehmenden Nachrichtenangebot ausbauen. Der Sender plane einen Komplettumbau und will Lifestyle-Themen in den Vordergrund stellen. Der Umbau bedeutet auch das Aus der Marke RTL Next.

Verantwortlich für das neue Nachrichtenportal ist der ehemalige Springer-Mann Jan Wachtel. Geleitet werde die Redaktion von Jan Rudolph und Vizechefin Angela Lang. Auch Rudolph war bei der Bild, Lang kommt vom hauseigenen Mittagsmagazin “Punkt 12”.

Der Ausbau von RTL.de zum Nachrichtenportal macht nicht nur der Bild Konkurrenz, wo Shows wie “Dschungelcamp”, “Bachelor” oder “Let’s Dance” als zuverlässige Lieferanten für Klatschgeschichten dienten. Auch die hauseigene Videoplattform RTL Next, die vor drei Jahren gestartet ist, wird künftig als Marke nicht mehr existieren, bestätigt der Sprecher: “Wir bündeln alle Inhalte – so auch die von RTL Next – in einem General Interest Angebot und das wird RTL.de heißen”. RTL Next bietet neben dem TV-Programm redaktionelle Videos On-Demand an.

Das neue RTL.de dient letztlich auch als Sprungbrett für die Mitte der Woche umstrukturierte Videoplattform TV Now. Der Plan ist, über redaktionelle Beiträge die Nutzer zu TV Now zu locken. Seit Mittwoch positioniert RTL den Dienst als veritable Streamingplattform, die nach einem kostenlosen Probemonat in der Premiumversion monatlich 4,99 Euro kosten wird.

Verkauf der ABB-Stromnetzsparte an Hitachi wird zum Rekorddeal

Mit dem größten Bereichsverkauf in der Unternehmensgeschichte versucht ABB-Konzernchef Ulrich Spiesshofer den Befreiungsschlag. Der Schweizer Elektrotechnikkonzern verkauft das Stromnetzgeschäft und erfüllt damit eine Forderung des aktivistischen Investors Cevian. Der Nettoerlös für den Anteil von 80,1 Prozent belaufe sich auf 7,6 bis 7,8 Milliarden Dollar, wie ABB nun mitteilte.

Das Geld solle über Aktienrückkäufe oder ähnliche Transaktionen an die Eigner ausgeschüttet werden. Der Abschluss der Transaktion werde in der ersten Jahreshälfte 2020 erwartet. ABB habe eine Option, auch noch die restlichen Anteile zu verkaufen.

Der Kauf der ABB-Stromnetz-Sparte ist auch die größte Transaktion in der Geschichte von Hitachi. Power Grids kam 2017 mit rund 36.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 10,4 Milliarden Dollar, hinkt den anderen Sparten aber bei der Profitabilität hinterher. Zu den wichtigsten Wettbewerbern gehören Siemens, General Electric und Mitsubishi Electric.

Wilhelm Genazino ist gestorben

Der Schriftsteller Wilhelm Genazino ist am 12. Dezember 2018 nach kurzer Krankheit gestorben. Das teilte sein Verlag Carl Hanser mit.

Wilhelm Genazino wurde am 22. Januar 1943 in Mannheim geboren und lebte als freier Autor in Frankfurt. Er begann als Journalist, unter anderem bei der Zeitschrift „Pardon“, und schrieb auch Hörspiele, bevor er mit seiner Angestellten-Romantrilogie „Abschaffel“ (1977), „Die Vernichtung der Sorgen“ (1978) und „Falsche Jahre“ (1979) bekannt wurde.

Wilhelm Genazino erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, darunter 2004 den Georg-Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und 2014 die Goetheplakette der Stadt Frankfurt.

Mehr Österreicher verzichten trotz Gebühren-Aus auf EU-Roaming

Überraschend ist, dass Österreich gemeinsam mit Rumänien das einzige Mitgliedsland ist, bei dem der Anteil der Nutzer, die ihr Mobilfunkangebot nur im Inland nutzen, sogar gestiegen ist – nämlich von vier auf neun Prozent. Das könnte mit den Obergrenzen für Vorleistungsentgelte für Datenroaming zu tun haben, die EU-Kommission möchte das künftig weiter beobachten, heißt es.

Insgesamt ist europaweit aber ein massiver Anstieg zu verzeichnen. Im Jahr 2014 schalteten noch mehr als die Hälfte der Europäer das Datenroaming auf Reisen in der EU ganz aus, schreibt die Kommission. Und: Nur einer von zehn Europäern nahm in anderen EU-Ländern genauso häufig wie im Heimatland Anrufe vor oder entgegen. „Die europäischen Verbraucher haben sofort und massiv von der Abschaffung der Roaminggebühren profitiert“, resümiert der Bericht. Ein Großteil der Europäer sei mit der Entscheidung sehr zufrieden.

2018: Das ZDF steigert seinen Werbeumsatz

Der Mainzer Sender steuert erneut auf die Marktführerschaft beim TV-Gesamtpublikum zu und steigert gleichzeitig seinen Werbeumsatz deutlich. Netto sind wir im Zeitraum Januar bis November 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gewachsen. Im Gesamtjahr 2017 lag der Netto-Werbeumsatz des ZDF laut ZAW-Jahrbuch bei 156,9 Mio. Euro.

Steht Mc Afee vor dem Verkauf?

Der amerikanische Private Equity-Investor Thoma Bravo ist nach Informationen eines Insiders an der US-Sicherheitssoftwarefirma McAfee interessiert. Die Beteiligungsgesellschaft führe bereits Gespräche mit den McAfee-Besitzern Intel und TPG Capital über einen möglichen Kauf. Die Verhandlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Es gebe keine Garantie, dass sie zu einer Transaktion führten.

Wurde McAfee 2016 noch mit 4,2 Milliarden US-Dollar bewertet, dürfte der Verkaufswert nun deutlich darüber liegen. Denn die US-Sicherheitssoftwarefirma hat zwei sehr dynamische Jahre hinter sich. Unter anderem wurde die Bildschirm-Firma Skyhigh Networks übernommen. Im März kaufte das Unternehmen den Virtual-Private-Network-Anbieter Tunnelbear.

Der US-Chiphersteller Intel hatte McAfee im Jahr 2011 für 7,6 Milliarden US-Dollar erworben. Der eigentliche Plan, die eigenen Computerchips mit McAfee-Sicherheitstechnologie zu bauen, scheiterte allerdings.

Anfang 2017 verkaufte Intel schließlich einen Anteil von 51 Prozent an den Finanzinvestor TPG, verlor damit aber knapp drei Milliarden US-Dollar gegenüber dem damaligen Kaufpreis. Nach Informationen des Nachrichtenportals CNBC sieht sich Intel seit der Übernahme durch TPG nur noch als rein finanzieller Investor bei McAfee. Um etwas ihres verlorenen Kapitals zurückzugewinnen, würden sie eine Übernahme durch Thoma Bravo aber begrüßen. Zu den neuen Akquisitionsgerüchten wollten sich Intel und TPG nicht äußern.

Auch bei Thoma Bravo war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Investor verfolgt derzeit einen intensiven Wachstumskurs im Bereich der Cybersicherheit. Im Oktober hatte das Unternehmen noch mitgeteilt, den kalifornischen Sicherheitsanbieter Imperva für rund 2,1 Milliarden Dollar kaufen zu wollen.

Insidern zufolge soll Thoma Bravo im November dem für seine Antivirus-Software „Norton“ bekannten US-Konzern Symantec sein Kaufinteresse signalisiert haben. Symantec ist an der Börse rund 15 Milliarden Dollar wert und hat rund fünf Milliarden Dollar Schulden. Üblicherweise wird bei Übernahmen ein Aufschlag auf den aktuellen Börsenwert gezahlt.

Bauer stellt Maxi ein

„Maxi konnte im Vertriebs- und Anzeigenmarkt zuletzt nicht mehr die hohen Anforderungen, die die Bauer Media Group an die Wirtschaftlichkeit eines Titels stellt und die für ein Fortbestehen notwendig gewesen wären, erreichen“, begründet der Verlag die Entscheidung in einer Pressemitteilung. Bauer bewarb den Titel bis zuletzt als Magazin für junge Frauen mit eigenem Stil, „die selbstbewusst, weltoffen und vielseitig interessiert sind“. Dieses Konzept scheint nicht mehr aufzugehen.

„In den letzten Monaten haben wir mit sehr viel Herzblut und Engagement versucht, mit dem Titel an die Erfolge der Vergangenheit anzuknüpfen“, sagt Verlagsgeschäftsführer Robert Sandmann. „Dabei wurden unsere Erwartungen leider nicht erfüllt. Maxi ist eine überaus beliebte Marke, deswegen haben wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.“Betroffen von der Einstellung sind neun Mitarbeiterinnen. Für die Maxi-Kolleginnen will Bauer eine Weiterbeschäftigung an anderen Stellen im Haus prüfen.

Die verkaufte Auflage von Maxi ging zuletzt deutlich zurück. Im 3. Quartal 2018 lag sie bei 122.427 Exemplaren. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum macht das einen Rückgang um rund 10,9 Prozent (3/2017: 137.347 verkaufte Exemplare).

Blogging-Plattform Medium will 2019 “signifikant” in Qualitätsinhalte investieren

Seit mehr als sechs Jahren versucht Twitter-Mitgründer Ev Williams mit Medium das Publizieren im Internet neu zu erfinden. Bislang allerdings mit sehr übersichtlichem Erfolg: die Blog-Plattform musste eingestehen, dass Werbeeinnahmen die Kosten nicht decken, arbeitet aber auch noch nicht mit dem neu eingeführten Abo-Modell profitabel. Abhilfe könnten nun Akquisitionen von eingeführten Print-Marken sein: Wie Bloomberg, befand sich Medium in Gesprächen zur Übernahme des New York Magazines.

Bis heute hat Medium immerhin 130 Millionen Dollar an Wagniskapital eingesammelt und wurde in der letzten Finanzierungsrunde mit schon 600 Millionen Dollar bewertet – deutlich mehr als der Kaufpreis für den Business Insider oder die Huffington Post.

Die Folge: Medium sammelt abermals frisches Geld bei Investoren ein, um mit einer neuen Content-Offensive für Leser attraktiver zu werden. “Wir werden unsere Investments in Qualitätsinhalte im nächsten Jahr signifikant steigern”, erklärte Williams gegenüber dem Finanzinformationsdienst.

Die Bemühungen könnten bis zur einer prestigeträchtigen Übernahme eines ikonischen Printtitels reichen. Wie Bloomberg berichtet, habe sich Ev Williams mit dem 1968 gegründeten New York Magazine, das im November ebenfalls ein Paid Content-Modell eingeführt hatte, in Übernahmeverhandlungen befunden, die jedoch wahrscheinlich nicht fortgesetzt würden. Medium könnte aber nach anderen Medienunternehmen greifen, berichtet Bloomberg weiter.

Netflix-Serien 2018 mit dem höchsten Suchtfaktor: „The Seven Deadly Sins“ und „On My Block“

Eines der Erfolgsgeheimnisse von Netflix besteht darin, dass hier jedes Tierchen sein Pläsierchen findet. Egal, ob Drama, Action, Comedy, Science-Fiction oder Horror – in der Fülle der Serien und Filme findet jeder Serienfan das passende. Da wundert es nicht unbedingt, dass in den Top Ten der Serien mit der höchsten durchschnittlichen Sehzeit pro Viewing Session (Serien, die am längsten am Stück geschaut werden), viele eher unbekannte Produktionen dabei sind.

Auf Platz 1 liegt in den deutschsprachigen Ländern mit „The Seven Deadly Sins“ eine japanische Anime-Serie, wobei Netflix keine genaue durchschnittliche Sehdauer verrät, sondern lediglich eine Rangliste veröffentlicht. Dahinter folgt die Coming-of-Age-Serie „On my Block“, gefolgt von dem englischen Netflix-Hit „Bodyguard“. Überhaupt scheinen englische Serien ein hohes Suchtpotenzial zu haben: Auf Platz 5 liegt mit „Collateral“ eine weitere britische Serie. Platz 4 sichert sich die spanische Netflix-Eigenproduktion „Die Telefonistinnen“.

Auch Gruselserien fesseln ihre Zuschauer überdurchschnittlich lange: Mit „Chilling Adventures of Sabrina“, „Spuk in Hill House“ und „The Rain“ finden sich gleich drei düstere Serien in dem Ranking.

Außerdem hat Netflix die drei Filme mit den meisten Wiederholungen weltweit ausgewertet: Immer wieder geschaut wurden die beiden Liebesfilme „The Kissing Booth“ und „To All the Boys I’ve Loved Before“ sowie das autobiographische Drama „Roxanne Roxanne“.

Theologiestudent Samuel Rösch gewinnt „Voice of Germany“-Finale

Der 24-Jährige bekam rund 55 Prozent der Zuschauerstimmen und bejubelte seinen Sieg. „So richtig verkraften werde ich das erst in den nächsten Wochen und Monaten“, sagte Rösch.

Der Student der evangelischen Religionspädagogik aus der Nähe von Chemnitz war der einzige Finalist, der deutsche Lieder sang. Im dreistündigen Finale, das live auf Sat.1 ausgestrahlt wurde, überzeugte Rösch drei Mal. Die emotionale Ballade des verstorbenen Musikers Roger Cicero, „In diesem Moment“, brachte vielen Zuschauern Gänsehaut.

Im Duett mit seinem Coach Michael Patrick Kelly sang der frisch verheiratete Sänger den Andreas-Bourani-Hit „Auf uns“. Am Ende wagte sich der 24-Jährige erstmals in der Show auf fremdes Terrain. Mit dem dänischen Songwriter Lukas Graham („7 Years“) performte er auf Englisch, obwohl ihm die Aussprache bei den Proben nicht leicht gefallen war – besonders das „V“ und das „W“.

Irische Behörde ermittelt nach Datenpanne bei Facebook

Nach Bekanntwerden der neuerlichen Datenpanne beim Onlinenetzwerk Facebook haben die irischen Behörden Ermittlungen eingeleitet. Die Datenschutzbehörde DPC teilte mit, sie wolle prüfen, ob sich Facebook an die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (DSGVO) halte. Die neuen Datenschutzregeln der EU gelten seit dem 25. Mai. Facebook hat seinen Europa-Sitz in Irland.

Der US-Konzern hatte um Entschuldigung für ein Datenleck gebeten, durch das möglicherweise unveröffentlichte Fotos von 6,8 Millionen Nutzern in falsche Hände gelangen konnten. Apps von Drittanbietern, denen Facebook-Nutzer den Zugriff auf Fotos gewährten, war es demnach zwischen 13. und 25. September möglich, auch auf Fotos zuzugreifen, die nicht bei Facebook gepostet wurden.

Der DPC-Sprecher Graham Doyle erklärte, seine Behörde habe seit dem Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung bereits mehrere Beschwerden von Verbrauchern wegen Verletzung ihrer Privatsphäre erhalten. Die irische Datenschutzbehörde hat in Sachen Facebook eine erweiterte Kompetenz für die gesamte EU, weil sich die Europazentrale des kalifornischen Unternehmens in Dublin befindet.

D: Weitere Beibehaltung der Buchpreisbindung

Breite Rückendeckung für die Branche: Die Fraktionen des Bundestages haben sich parteiübergreifend für die Beibehaltung der Buchpreisbindung ausgesprochen. Sie stützten einstimmig einen gemeinsamen Antrag der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, der Empfehlung der Monopolkommission zur Abschaffung der Buchpreisbindung nicht zu folgen und innerhalb der Europäischen Union für den Erhalt der Buchpreisbindung einzutreten.

Um die Notwendigkeit der Buchpreisbindung unabhängig, umfassend und auf aktuellem Stand untersuchen zu lassen, arbeiten im Auftrag des Verbands derzeit Forschungsgruppen an wissenschaftlichen Gutachten. Wesentliche Ergebnisse dieser Analyse will der Börsenverein im kommenden Jahr am 8. April in Berlin präsentieren.

Venezuelas letzte große Tageszeitung stellt Printausgabe ein

In Venezuela stellt die letzte große überregionale Tageszeitung, „El Nacional“, ihr Erscheinen ein. In Zukunft werde „El Nacional“ nur noch als Webseite existieren. Als Grund nannte man den Druck der Regierung von Präsident Nicolas Maduro.

„Sie haben es schon geschafft, Radio und Fernsehen zum Schweigen zu bringen“, so der Herausgeber. Maduros „Diktatur“ habe keinen Respekt für die freie Meinungsäußerung. Kritische Journalisten müssen in dem krisengeplagten Land Gerichtsprozesse und Verhaftungen fürchten. Einige befinden sich bereits im Exil.

Deutscher Wirtschaftsminister: Keine Bedenken gegen Huawei

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat keine spezifischen Bedenken gegen eine Beteiligung des chinesischen Telekommunikations-Ausrüsters Huawei am Aufbau des deutschen 5G-Netzes. „Aber jedes einzelne Produkt, jedes einzelne Gerät muss sicher sein, wenn es in kritischen Infrastrukturen verwendet wird“, sagte er. Im Bereich Telekommunikation und in anderen sensiblen Bereichen müsse dafür gesorgt werden, dass kein Unbefugter in die Netze eindringen könne. Ansonsten sei es Sache der Netzanbieter, wie etwa der Deutschen Telekom, wie sie ihre Waren- und ihre Produktbeziehungen gestalteten.

Der Minister kündigte eine zeitnahe Entscheidung zu einer Verschärfung der Bestimmungen für die Übernahme deutscher Unternehmen durch Investoren aus Drittländern an.

Facebook blockiert Seite von Netanyahus Sohn

Der Sohn von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat wegen anti-muslimischer Äußerungen Probleme mit Facebook bekommen: Das Onlinenetzwerk löschte die Kommentare und blockierte seine Seite für 24 Stunden.

Der 27-jährige Politikersohn hatte in einem Facebook-Beitrag alle Muslime zum Verlassen Israels aufgefordert. Er reagierte damit auf einen tödlichen Angriff auf zwei israelische Soldaten. Es gebe nur zwei Optionen für Frieden in Israel, schrieb Yair Netanyahu. „Entweder, alle Juden verlassen Israel, oder alle Muslime gehen. Ich ziehe die zweite Option vor.“

Yair Netanyahu steht regelmäßig im Visier von Kritikern seines Vaters. Sie werfen die Frage auf, warum der 27-Jährige ohne eine offizielle Funktion in der Residenz des Ministerpräsidenten wohnt und über einen Leibwächter und einen Chauffeur verfügt. Gemutmaßt wird, dass Netanyahu seinen Sohn zum politischen Erben heranziehen will.

Die iPhone-Absätze implodieren 2019 auf 5-Jahrestief

Der Abwärtstrend gewinnt abermals an Dynamik. Auch die vergangene Handelswoche beendete Apple mit schwächeren Notierungen und hat das Minus seit Jahresbeginn damit ausgeweitet. Der Grund für die nächste Ausverkaufswelle: Staranalyst Ming-Chi Kuo hat seine iPhone-Absatzschätzungen im nächsten Jahr abermals zusammengestrichen. Ein Hoffnungsschimmer kommt dagegen von Barron’s: Das renommierte US-Wirtschaftsmagazin hat Apple zu einer der Top-Empfehlungen 2019 gekürt.

Begründung: Die Risiken, dass Apple weniger verdient als im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr, seien überschaubar. Angesichts des offenbar immer massiveren Einbruchs der iPhone-Absätze dürfte Barron’s Prognose von Quartal zu Quartal kritisch beäugt werden.

Niemand Geringeres als der einflussreichste Apple-Analyst der vergangenen Jahre überbrachte am Freitag in einer neuen Kurzstudie, die dem Finanzsender CNBC vorliegt, die nächste Hiobsbotschaft. So strich TF Securities-Analyst Ming-Chi Kuo seine iPhone-Absatzschätzungen im ersten Kalenderquartal 2019 nach Indikationen aus der Zuliefererkette drastisch um weitere 20 Prozent auf nur noch 38 bis 42 Millionen verkaufte Apple-Smartphones zusammen.

Nachdem die iPhone-Verkäufe im Kalenderjahr 2018 bereits auf 205 bis 210 Millionen Einheiten zurückfallen würden, rechnet Kuo im nächsten Jahr im einer regelrechten Implosion der iPhone-Absätze auf im Worst Case unter 190 Millionen Einheiten. (Kuo prognostiziert zwischen 188 und 194 Millionen Einheiten.)

Burda startet neue Näh-Plattform

Back to the Roots: Burda, einst groß geworden mit Schnittmustern und Handarbeitszeitschriften, startet eine Special-Interest-Plattform rund um das Thema Nähen. Nähgestöber, so der Name des Angebots, bietet neben redaktionellen Inhalten rund um das Thema Nähen Schnittmuster und Entwürfe von Independent-Designern und möchte damit „den größten Pool an umsetzbaren Kreativprojekten im deutschen Netz aufbauen“.

Mit ihren Burda-Moden-Schnittmustern ermöglichte Verlegerin Aenne Burda es Frauen bereits in den 50er Jahren, die sonst unerschwingliche Laufstegmodelle selbst zu nähen und legte damit einen Grundstein für die Erfolgsgeschichte des Burda-Verlags.

Rund 5,4 Millionen Menschen in Deutschland nähen laut Burda mindestens einmal im Monat, 80 Prozent davon sind online aktiv. Auf Nähgestöber können User Fotos und Videos von ihren Näh-Projekten hochladen, Beiträge kommentieren, liken und speichern. Durch die Community-Funktionen, die künftig noch weiter ausgebaut werden sollen, können sich Nutzer über den gesamten Näh-Prozess hinweg begleiten und bei der Umsetzung ihres Projekts unterstützen lassen – von der Inspiration bis zum fertigen Lieblingsteil.

Pressereferentin der Sozialministerin ist nun „Alles Roger“-Chefin

Seit November 2018 ist Regina Zeppelzauer Chefredakteurin des rechen Monatsmagazins „Alles Roger“. Davor war Zeppelzauer als Pressereferentin im blauen Sozialministerium tätig. Zusammen mit ihrem Mann, Andreas Zeppelzauer, schrieb sie 2009 das Buch „Mein Sohn Jörg“, eine Biografie des verstorbenen freiheitlichen Politikers, die aus der Sicht seiner Mutter verfasst wurde. Publiziert wurde das Buch im Stocker-Verlag, der von dem FPÖ-nahen Verleger Wolfgang Dvorak-Stocker geleitet wird. Zeppelzauer war von Jänner 2016 bis Ende 2017 in der Pressestelle des Teams Stronach tätig.

Der Vorsitzende des Mauthausen-Komitees Österreich (MKÖ), Willi Mernyi, bezeichnet „Alles Roger? als“ „tendenziell antisemitisch und völlig obskur“. Das Magazin hält Kontakte zu anderen selbsternannten „alternativen“ Medien, zu denen etwa unzensuriert.at gehört.

Explosion bei griechischem Nachrichtensender

Eine starke Explosion hat bei Athen das Gebäude des privaten griechischen Fernseh- und Nachrichtensenders Skai in Piräus erschüttert. Der Anschlag in der Nacht auf 17.12 war zuvor telefonisch bei einem anderen Sender angekündigt worden. Verletzt wurde nach Angaben von Skai niemand. Bilder zeigen Trümmer, Schutt und Scherben in und an dem ursprünglich fast vollständig verglasten Bürogebäude.

Medienberichten zufolge soll es sich um rund fünf Kilo explosives Material gehandelt haben. Die Polizei sei mit Antiterroreinheiten an Ort und Stelle und ermittle in Richtung griechischer Linksextremisten.

Facebook verbietet sexuelle Andeutungen

Im Oktober hat Facebook stillschweigend seine Gemeinschaftsstandards überarbeitet und den Umgang mit bestimmten sexuellen Inhalten verschärft. Öffentlich wurde die Änderung nicht kommuniziert. So sagt eine Sprecherin, dass künftig ein durchsuchbares Archiv mit älteren Versionen der Hausregeln zur Verfügung gestellt werden soll, um Überarbeitungen transparent zu machen. Die neuen Formulierungen blieben knapp zwei Monate lang unbemerkt, bis die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) und später das deutsche Blog Netzpolitik.org das Thema aufgriffen.

In den Gemeinschaftsstandards formuliert Facebook weltweit gültige Regeln, die teils deutlich über nationale Gesetzgebung hinausgehen. Facebook hat sie nun um einen Punkt ergänzt: „sexuelle Kontaktaufnahme“. Dort werden teils Inhalte gebündelt, die zuvor in anderen Abschnitten zu finden waren, teils finden sich neue, strengere Regeln.

  • Facebook listet mehrere Kategorien verbotener Inhalte auf. Dazu zählen kommerzielle Pornographie, explizite sexuelle Sprache und „sexuelle Kontaktaufnahme“ wie das Versenden von Nacktbildern. Ein weiterer Absatz untersagt auch „implizite sexuelle Kontaktaufnahme“. Darunter versteht Facebook unter anderem:
  • vage anzügliche Bemerkungen wie „möchte heute Nacht noch Spaß haben“
    sexualisierter Slang
  • sexuelle Andeutungen wie die Erwähnung von Folgendem: sexuelle Rollen, Sexstellungen, Fetischszenarien, sexuelle Vorlieben/Präferenzen (…)
  • Inhalte (von Hand gezeichnet, digital oder echte Kunstobjekte), die explizite sexuelle Handlungen oder (…) anzüglich positionierte Personen zeigen oder zu zeigen scheinen.

Die Regeln gelten für alle Plattformen und Kanäle auf Facebook, also nicht nur für öffentliche Beiträge, sondern auch für private Gruppen und Chats im Messenger. Dort müssen sie allerdings von einer der an der Unterhaltung beteiligten Personen gemeldet werden, bevor Facebooks Content-Moderatoren tätig werden.

Die Gemeinschaftsstandards sollen eine möglichst unmissverständliche und allgemeingültige Richtlinie darstellen. Wenn sie die Entscheidung der Interpretation des Betrachters überlassen, sind Missverständnisse programmiert. Bereits in der Vergangenheit hat Facebook immer wieder angeblich anstößige Kunstwerke gelöscht, etwa die berühmte Freiheitskämpferin auf dem Gemälde von Eugène Delacroix (nackte Brüste) oder eine Statue des nackten Meeresgottes Neptun, die auf einem Platz in Bologna steht („explizit sexuell“).

In den kommenden Monaten wolle man die Gemeinschaftsstandards in Bezug auf den Umgang mit sexuellen Inhalten ergänzen und dabei die bisherigen Rückmeldungen berücksichtigen. Man arbeite dafür mit mehreren Organisationen zusammen, die auf Frauen- und Kinderrechte spezialisiert seien. Details zu den Organisationen oder den geplanten Änderungen will Facebook nicht nennen.

LGBTQ-Verbände und Sexarbeiter empfinden die neuen Richtlinien als problematisch. Sie fürchten, dass sie sich nicht mehr frei ausdrücken und über ihre sexuelle Identität austauschen können. Einer Facebook-Sprecherin zufolge erlauben es die neuen Regeln aber, seine sexuellen Präferenzen oder die seines Partners zu äußern. Facebook heiße die LGBTQ-Community willkommen, jeder Fehltritt, der nahelegen könnte, dass die Community nicht erwünscht ist, sei besonders schmerzhaft. Man bedauere die Verwirrung.

Kurt Wolff Preis geht an Merlin Verlag

Der Gewinner des diesjährigen Kurt Wolff Preises steht fest: Der mit 26.000 Euro dotierte Preis für unabhängige Verlage geht Andreas J. Meyer, Verleger des Merlin Verlags.

Das Kuratorium der Kurt Wolff Stiftung würdigt Meyer als „große Verlegerpersönlichkeit in der Welt der kleinen Verlage“. Mit seiner Energie, literarischem Spürsinn und Ausdauer habe er den 1957 von ihm gegründeten Merlin Verlag „zum Modell eines Kleinverlages gemacht, an dem sich die nachfolgenden Generationen orientieren konnten“.

Der mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis geht an die edition.foto Tapeta, die seit gut einem Jahrzehnt das deutschsprachige Publikum durch Romane, Essays und Erzählungen mit der Geschichte und Lebenswelt seiner osteuropäischen, zumal polnischen Nachbarn vertraut macht.

Datenpanne bei Facebook: Entwickler hatten Zugang zu Millionen Fotos

Durch eine Datenpanne bei Facebook haben Hunderte Apps im September mehrere Tage lang zu weitreichenden Zugriff auf Fotos von mehreren Millionen Mitgliedern des Online-Netzwerks gehabt. Dazu gehörten auch Bilder, die Nutzer zwar auf Facebook-Server hochgeladen, aber nicht gepostet haben, wie Facebook mitteilte.

Außerdem betroffen waren Fotos aus der Handelsplattform Marketplace sowie den Facebook Stories, in denen Nutzer Bilder und Videos für einen Tag für ihre Freunde veröffentlichen können. Die Apps hätten gemäß den erteilten Freigaben eigentlich nur Zugriff auf die Bilder haben dürfen, die Nutzer in ihrer Timeline geteilt hatten.

Die Lücke habe vom 13. bis zum 25. September bestanden, erklärte Facebook. Nach aktuellen Schätzungen könnten bis zu 6,8 Millionen der insgesamt mehr als zwei Milliarden Nutzer betroffen sein. Zugang zu den Fotos könnten bis zu 1.500 Apps von 876 Entwicklern gehabt haben.

Unter den Betroffenen sind auch Nutzer aus der Europäischen Union, erklärte Facebook, ohne Zahlen zu nennen. Das Online-Netzwerk macht keine Angaben dazu, wann die Lücke entdeckt wurde. Die Behörden seien aber gemäß der EU-Datenschutzgrundverordnung fristgerecht unterrichtet worden, sagte ein Sprecher. Die DSGVO schreibt vor, Vorfälle mit personenbezogenen Daten binnen 72 Stunden an Behörden zu melden. Bei Verstößen können hohe Strafen verhängt werden.

BLM erteilt „Brexit“-Lizenzen für Turner- und NBC-Programme

Der Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat der Turner Broadcasting System Deutschland GmbH die Genehmigung zur Verbreitung der Fernsehspartenprogramme ‚TCM (Irland / Malta)‘, ‚TCM (Griechenland)‘, ‚TCM (Frankreich)‘, ‚WBTV (Frankreich)‘, ‚TNT (Polen)‘ und ‚TNT (Rumänien)‘ erteilt. Auch die NBC Universal Global Networks Deutschland GmbH bekommt Lizenzen zur Verbreitung der Spartenprogramme ‚Syfy‘, ‚E! Entertainment‘ (französischer Feed), ’13 Ulica‘, ‚SCIFI‘, ‚DIVA‘ und ‚E! Entertainment (EURA Feed)‘. Alle 12 Programme sind Pay-TV-Programme aus dem Bereich Unterhaltung. Sämtliche Lizenzen werden vorbehaltlich der noch ausstehenden Genehmigung der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) vergeben.

Hintergrund: Da Lizenzen der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom mit dem anstehenden Brexit nicht mehr als Rechtsgrundlage für eine europäische Verbreitung dienen können, hatten die Turner Broadcasting System Deutschland GmbH sowie die NBC Universal Global Networks Deutschland GmbH bei der BLM neue Zulassungen für die genannten Programme beantragt. Auch wenn diese Programme nicht in Deutschland, sondern in anderen EU-Mitgliedsstaaten verbreitet werden, ist die Landeszentrale zuständig: Denn die Hauptverwaltung beider Antragsteller liegt in München und die redaktionellen Entscheidungen über deren Programme werden ebenfalls hier getroffen.

Apples Musik-Netzwerk Connect gescheitert

Apples Künstler-Netzwerk Connect hat ausgedient. Im Rahmen einer Neugestaltung der Musiker-Seiten des Streaming-Dienstes Apple Music streicht Apple zugleich die Option für das Veröffentlichen von Inhalten über die Connect genannte Plattform: Postings auf Connect werden ab sofort nicht mehr unterstützt, wie das Unternehmen im Kleingedruckten eines Support-Dokumentes über die neuen „Artist Pages“ aufführt.

Damit geht zugleich einher, dass Connect-Beiträge von den Künstler-Seiten und aus dem „Für dich“-Bereich von Apple Music entfernt werden, wie Apple in einem von 9to5Mac veröffentlichten Schreiben gegenüber registrierten Musikern mitteilte. Alle bislang auf Connect veröffentlichten Inhalte sollen bis zum 24. Mai 2019 noch über die Suchfunktion aufzufinden sein, heißt es darin – anschließend werden sie offenbar gelöscht. Künstler können weiterhin eigene Wiedergabelisten einstellen und eine „personalisierte“ Radio-Station anlegen, schreibt Apple.

Um dem Netzwerk Leben einzuhauchen, wurden Apple-Music-Nutzer anfangs automatisch zu Followern aller Bands und Künstler, deren Musik sie in ihrer Bibliothek hatten – das dürfte so manchen Nutzer dazu gebracht haben, das Netzwerk abzuschalten.
Connect ein „dürres Ödland“ mit fehlenden Funktionen

Auch von Seite der Künstler war schnell Kritik zu vernehmen, selbst viele Monate nach der Einführung fehlten etliche Grundfunktionen eines sozialen Netzwerkes.

Die geringe Interaktion von Fans ließ Apple Music Connect zudem als „dürres Ödland“ erscheinen, schrieb ein Musiker – Leben konnte dem Netzwerk nicht mehr eingehaucht werden. Entsprechend sinnvoll scheint es, die inzwischen oft Jahre alten Postings nun von den Künstlerseiten zu entfernen, Connect hatte Apple mit zurückliegenden Software-Updates bereits schrittweise in Untermenüs versteckt.

Apples verausgehendes Musik-Netzwerk Ping wurde ebenfalls nach wenigen Jahren eingestellt. Apple-Music-Nutzer können seit iOS 11 wahlweise Wiedergabelisten und ihre Hörgewohnheiten mit Freunden teilen.

Apple Music gibt es nun auch für Amazons Echo

Seit 14.12. können US-Nutzer ihre Smarten Echo-Lautsprecher von Amazon nutzen, um Musik über Apple Music zu streamen. Das berichtet die Tech-Plattform „engadget“. Nachdem die beiden Services gekoppelt sind, ist es für User möglich, Apple Music als Standardmusikquelle für Alexa einzustellen. Die Sprachassistentin kann jedoch noch keine Musik zur Bibliothek hinzufügen oder Lieder abspielen, die lokal abgespeichert wurden.

Damit handelt es sich um den ersten smarten Lautsprecher außer Apples eigenem, mit dem Nutzer Apple Music aufrufen können. Das Unternehmen ist dafür bekannt, Kunden bevorzugt im eigenen Ökosystem zu behalten und Dienste daher auf eigene Produkte zu beschränken. Unklar ist aktuell, ob auch der Sonos One, ein Lautsprecher mit Alexa-Funktionalität, ab 17. Dezember auch auf Apple Music zugreifen können wird.

Schweiz: Nationalrat entscheidet über Revision des Urheberrechts

Seit rund sechs Jahren arbeiten Schweizer Regierung – der Bundesrat – und das Schweizer Parlament nun schon an einer Revision des Urheberrechts, um Gesetzesteile, welche aus dem analogen Zeitalter stammen, in die digitale Welt zu überführen. Nun stimmte der Nationalrat (NR), die große Kammer des Parlaments, über Modernisierungen für eine Reihe von veralteten und strittigen Bestandteilen des zu überarbeitenden Urheberrechtsgesetzes ab.

Kompromisspaket

Die Vorlage des Bundesrats stützte sich dabei auf den Kompromiss einer Arbeitsgruppe Urheberrecht (AGUR12 I), in welcher Kulturschaffende, Produzenten, Konsumenten, Provider und Behördenvertreter involviert waren. Ein erstes Ergebnis der zähen Gespräche war ein Vorschlag, der in den nachfolgenden Anhörungen des Gesetzgebungsverfahren (Vernehmlassung) allgemein wenig Unterstützung fand.

Bei einer weiteren Verhandlungsrunde der AGUR 12 II einigten sich dieser runde Tisch sowie die vorbereitende parlamentarische Kommission auf ein Kompromisspaket, mit dem sich jetzt auch der Nationalrat in der Debatte zufrieden zeigte. Dabei hielt der Rat am Grundsatz fest, dass kraft der Revision des Urheberrechtsgesetzes (URG) die Interessen von Kulturschaffenden künftig besser geschützt werden, doch die Konsumenten „illegaler Piraterieangebote im Internet“ weiterhin nicht kriminalisiert werden sollen.

Schutz für Fotografien jeder Art

In ungewöhnlicher Weise zugestimmt hat der Nationalrat etwa einem Ausbau des Schutzes für Fotografien. Urheberrechtlich schützt diese das Gesetz bis heute nur dann, wenn die Fotos eine sogenannte „gestalterische Individualität“ aufweisen, also professionelle respektive künstlerische Lichtbildwerke sind. Aufnahmen von Hobby- oder professionellen Fotografen, die nicht „individuell gestaltet“ sind, sind bislang vor einer ungefragten Verwendung nicht geschützt.

Dem wollten National- und Bundesrat Einhalt gebieten, vor allem auch um die Arbeitsleistung von Berufsfotografen, etwa Bildjournalisten, zu schützen. Künftig sollen demnach alle Fotografien, ohne Einverständnis jener, die sie gemacht haben, nicht mehr verbreitet werden dürfen. Dieser sogenannte „Lichtbildschutz“ wird bei Inkrafttreten des revidierten URG dann aber auch jedes Produktfoto, Schnappschüsse, jedes Ferienfoto und selbst Selfies einschließen. Wie Verbandsvertreter von Berufsfotografen erfreut kommentierten, würde sich die Schweiz mit dem verbesserten Lichtbildschutz nach über 100 Jahren endlich dem europäischen Standard anpassen.

Eine weitere wichtige Entscheidung traf die große Parlamentskammer bei Angeboten von Video-on-Demand (VoD), also Online-Plattformen für Filme. Der Nationalrat entschied zugunsten der Filmschaffenden, die künftig eine Vergütung für die VoD-Verwendung ihrer Werke erhalten sollen. Diese würde durch die Verwertungsgesellschaften eingezogen. Die Regelung soll der zunehmenden Online-Nutzung von Werken und dem Verschwinden der Videotheken Rechnung tragen. Heute erzielen die Filmschaffenden deshalb geringere Erlöse. Das System der VoD-Vergütung ist beschränkt auf Filme von Schweizer Produzenten sowie auf Filme aus Ländern, die einen kollektiv wahrzunehmenden Vergütungsanspruch vorsehen.

Kampf gegen illegale Uploads

Gar nicht mehr gestritten wurde in der Nationalratssitzung über ein zentrales Anliegen der URG-Revision, die sogenannte „Pirateriebekämpfung“. Bereits vor einem Jahr hatte der Bundesrat einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt, der im wesentlichen vorsieht, dass die Bekämpfung illegaler Inhalte effizienterweise bei den Schweizer Hosting-Providern erfolgen soll, welche die Inhalte speichern. Bereits heute entfernen Provider in der Regel auf Meldung hin Inhalte von ihren Servern, wenn diese Urheberrechte verletzen. Künftig sollen sie verhindern müssen, dass entfernte illegale Angebote wieder hochgeladen werden („Stay-down“-Prinzip). Tun sie das nicht, können sie strafrechtlich belangt werden.

Apple will drohendes China-Verkaufsverbot mit Software-Update umgehen

Apple will einem drohenden Verkaufsverbot in China mit Software-Updates aus dem Weg gehen. Anfang der Woche werde es Aktualisierungen für Nutzer in der Volksrepublik geben, um die in der Patentklage des US-Chipkonzerns Qualcomm strittigen Software-Anwendungen zu umgehen, teilte der iPhone-Hersteller mit.

Am 9.12. hatte ein Gericht in China in einer vorläufigen Entscheidung ein umgehendes Import- und Verkaufsverbot gegen mehrere iPhone-Modelle verhängt. Anwälte sind allerdings der Meinung, dass es Möglichkeiten gibt, dies zu verzögern. Zudem hat Apple einen Antrag auf erneute Überprüfung gestellt.

Tageszeitungen: Die ‚Welt‘ ist Social-Media-Champion

Die ‚Welt‘ ist die deutsche Tageszeitung, über die im Social Web am meisten gesprochen wird. Das Blatt schlägt damit auch deutlich die ebenfalls bei Axel Springer beheimatete ‚Bild‘, die innerhalb eines halben Jahres 400.000 Erwähnungen weniger erhalten hat. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse des Social Media-Monitoring-Spezialisten Vico Research & Consulting mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Auf dem dritten Platz folgt die ‚Süddeutsche Zeitung‘, die der ‚Bild‘ um 260.000 Erwähnungen unterliegt. Bemerkenswert ist, dass die kleine ‚taz‘ die ‚Frankfurter Allgemeine Zeitung‘ übertrumpft.

„Weekly Standard“ eingestellt

Das US-Magazin „Weekly Standard“ ist konservativ, attackiert aber trotzdem regelmäßig den amerikanischen Präsidenten. Nun wird es eingestellt. Schuld daran ist vor allem genau dieser publizistische Kurs. Trump reagiert hämisch.

Einer der letzten großen Texte des „Weekly Standard“ befasst sich mit Nikki Haley, der „unerschütterlichen“ scheidenden amerikanischen Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Haley habe etwas erreicht, was keinem anderen Republikaner in der Trump-Ära gelungen sei, ist darin zu lesen. Sie verlasse ihren Job in einer politisch besseren Verfassung, als sie ihn begonnen habe, schreibt „Standard“-Autor Michael Warren.

Redaktionsleitung wie Autoren haben an ihrer Haltung wenig Zweifel gelassen. Sie verachten Trumps Politikstil und diverse politische Grundsatzentscheidungen, mit denen der Präsident das republikanische Tafelsilber aus den Fenstern des Weißen Hauses warf und wirft. Dazu zählen vor allem Trumps Desinteresse an einer führenden Rolle der USA als globale Supermacht, seine Kumpelei mit Wladimir Putin und die dezidierte Ablehnung des Freihandels.

Andere Entscheidungen Trumps, etwa die Steuersenkungen und seine Auswahl von Richtern für den Obersten Gerichtshof, trug der „Weekly Standard“ mit. Das änderte aber nichts an seiner fundamentalen Ablehnung des 45. Präsidenten.

„Er kam, er sah, er twitterte“, lautete eine Schlagzeile auf dem Titelblatt, das einen derangierten Trump karikierte. Im Juli war auf dem Magazin-Cover „Schande in Helsinki“ zu lesen, bezogen auf den liebesdienerischen Auftritt Trumps mit Putin während ihres Gipfeltreffens in der finnischen Hauptstadt.

Das Ende des „Weekly Standard“ feierte Trump, kaum dass es bekannt geworden war, selbstredend öffentlich. Sein vehementer Kritiker Bill Kristol sei „gescheitert“, das Magazin „erbärmlich und unehrlich“, schrieb der Präsident auf Twitter. „Total pleite“ sei der „Weekly Standard“. Zu schade sei das, spottete der Präsident ironisch: „Möge er in Frieden ruhen!“

Shazam schließt Berliner Büro

Anderthalb Jahre nachdem Shazam in Berlin sein erstes deutsches Büro eröffnet hat, kündigt Deutschlandchef Richard Harless nun auf Linkedin seinen Abschied an. Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass das Berliner Büro sogar komplett dicht gemacht wurde. Nachdem Apple den Musikerkennungsdienst übernahm und ihn nun werbefrei macht, besteht schlichtweg kein Bedarf mehr an Shazams Sales-Truppe.

Wie Bots und Fake-Followers den deutschen Bundestags-Wahlkampf beeinflusst haben

Die allgemein geteilten Meldungen, wonach Roboter im deutschen Wahlkampf 2017 keine Rolle gespielt hätten, waren wohl voreilig. Neue Studien zeigen, dass es zu einer beachtlichen Aktivität von Social Bots in den sozialen Netzwerken kam. Die meisten Fake-Followers hatten dabei FDP und CSU.

Nicht nur jüngst beim Migrationspakt, auch vor der deutschen Bundestagswahl im September 2017 haben Social Bots und Fake-Followers in sozialen Netzwerken wie Twitter und Facebook ihr Unwesen getrieben – und im Wahlkampf wohl mehr, als bisher bekannt war. Das ergeben mehrere neuere Forschungsarbeiten. Zwei von ihnen wurden kürzlich auf der Konferenz der europäischen Kommunikationswissenschafter (Ecrea) in Lugano vorgestellt, eine dritte dieser Tage publiziert.

Social Bots sind Roboter, also Computerprogramme, die Texte verarbeiten können und in den sozialen Netzwerken herumspuken. Mit Likes und Shares und eigenen Botschaften, die sich variieren lassen, obschon sie im Kern jeweils dieselbe Aussage enthalten, verhelfen sie bestimmten Themen und Sichtweisen zu besonders viel Aufmerksamkeit im Netz. Sie beeinflussen dadurch, wie die öffentliche Meinung wahrgenommen wird – auch von Journalisten seriöser Medien und politischen Entscheidungsträgern.

Fake-Follower wiederum sind eine spezielle Form von Bots. Sie sollen auf Twitter den Eindruck erwecken, dass Politiker, Stars oder auch „hippe“ Brands eine möglichst große Zahl von Gefolgsleuten haben – aber zugleich auch tarnen, dass überhaupt Bots im Einsatz sind. Indem diese in niederschwelliger Anzahl ihre Botschaften von mehreren gefälschten Konten versenden statt von einem einzigen in großer Zahl, wirken sie auf Beobachter und Interaktionspartner gleichsam menschlicher.

Erstmals präzise Messung

Bots und Fake-Follower sind nicht einfach nachzuweisen, zumal die Methoden ihrer Betreiber, sie vor neugierigen Forschern zu verstecken, immer raffinierter werden. Fabian Pfaffenberger und seine Kollegen von der Universität Erlangen-Nürnberg haben starke Indizien, dass Bots im deutschen Bundestagswahlkampf stärker im Einsatz waren, als bisher vielfach berichtet wurde.

Die Forscher haben zunächst aus knapp 250 000 Twitter-Konten mithilfe von Algorithmen über 200 besonders aktive und „verdächtige“ Accounts identifiziert, die jeweils inhaltlich sehr ähnliche Tweets verbreiteten. Mit einer aufwendigen manuellen Analyse dieser Textbotschaften konnten sie präzisere Aussagen über Bot-Aktivitäten treffen, als das bisher möglich war. Denn zuvor kamen meist vollautomatische Programme zum Einsatz, die Bots mithilfe von Algorithmen identifizierten – zum Beispiel „Botometer“, eine Software, die von den 200 verdächtigen Accounts, welche die Forscher entdeckten, nur 66 identifiziert hatte.

Dabei konnten die Wissenschafter mehrere Cluster erkennen – also Gruppen von ähnlich agierenden Bots, die politisch aktiv waren. Einige Accounts verbreiteten Inhalte zugunsten der AfD, ein überraschend großes Cluster betrieb Wahlkampf für die Freien Wähler in Bayern. Auch eine soeben publizierte Studie von Tobias Keller (Universität Zürich) und Ulrike Klinger (FU Berlin) zum Vorfeld der Bundestagswahl bestätigt, dass Bots im Einsatz waren – auf Twitter ist ihr Anteil von sieben auf knapp zehn Prozent in der heißen Wahlkampfphase gestiegen. Die AfD ist allerdings, den Forschern gemäß und anders als vielfach vermutet, nicht durch übermäßigen Bot-Einsatz aufgefallen.

Die FDP liegt vorne

Besonders gut getarnt und somit gefährlich sind Netzwerke von Bots, die ihre Botschaften variieren und nur mit einer niedrigen Tweet-Zahl aktiv sind. Sie bleiben für gewöhnlich unter dem Radar der Forscher, weil vor allem Accounts mit einer sehr hohen Anzahl ähnlicher Tweets auffallen und somit verdächtig sind. Werden die Texte dagegen über mehrere Accounts verbreitet und jeweils minimal abgewandelt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie – im Vergleich zu einem weniger „smarten“ Roboter, der isoliert postet – geglaubt werden. Bot-Netzwerke können mithin Graswurzelbewegungen imitieren.

Tanja Drozdzynski und Bastian Kiessling von der HAW Hamburg, einer Fachhochschule, haben die Twitter-Aktivitäten der im Bundestag vertretenen Parteien und von sieben Spitzenpolitikern untersucht. Knapp 72 Prozent der deutschen Bundespolitiker sind laut den Wissenschaftern auf Twitter aktiv – Angela Merkel ist allerdings nicht darunter.

Die Forscher erarbeiteten einen Algorithmus, der mit einer 98-Prozent-Wahrscheinlichkeit Fake-Follower anhand von verschiedenen Merkmalen erkennt, und sie untersuchten ein Set aus 140 000 Followern der verschiedenen Parteien und Politiker. Das erstaunliche Ergebnis: Die meisten Fake-Follower hatten FDP und CSU (35,4 bzw. 33,3 Prozent). Persönlich hatten Dietmar Bartsch (Die Linke: 41,5 Prozent) und Christian Lindner (FDP: 29,1 Prozent) die höchste Zahl an Fake-Followern. Von den untersuchten sieben Spitzenpolitikern war bei Cem Özdemir (Die Grünen: 8,9 Prozent) und Alice Weidel (AfD: 7,8 Prozent) der Anteil der Bots unter ihren Gefolgsleuten am niedrigsten. Im Mittelfeld lagen Katrin Göring-Eckhardt (Die Grünen), Sahra Wagenknecht (Die Linke) und Martin Schulz (SPD). Zum Vergleich: Wie die Softwarefirma Sparktoro jüngst vermeldete, belegt Donald Trump bei den Fake-Followers in den USA einen einsamen Spitzenplatz: 61 Prozent seiner Twitter-Gefolgschaft sind Bots, Fake-Accounts, Spam oder Propaganda-Konten.

Auf Bot folgt Bot

Die deutschen Forschungsergebnisse liefern allerdings noch keinen definitiven Beleg für den Umfang der Bot-Aktivitäten im Wahlkampf oder geben Hinweise über deren Betreiber. Letztere können auch aus dem Sympathisantenkreis der jeweiligen Parteien oder Politiker stammen – und je nach Messmethode, so Tobias Keller, variieren auch die Ergebnisse. Die Übergänge zwischen Menschen, die selbst einen Tweet kopieren und mehrmals verbreiten, und eher selbständig agierenden Bots sind fließend. Auch wenn Akteure Programme zum Verbreiten von Tweets einsetzen, steuern sie diese immer noch selbst. Trotzdem werden so Diskurse im Internet manipuliert, denn im Ergebnis wird eine „gefakte“ Meinungsverteilung vorgespiegelt – ähnlich wie mit gekaufter Gefolgschaft in sozialen Netzwerken.

Meldungen, es habe kaum Bot-Aktivität im deutschen Wahlkampf gegeben, waren jedenfalls voreilig. Betriebsblinde empirische Sozialforscher neigen eben gelegentlich dazu, etwas, was sie nicht nachweisen können, als nichtexistent zu deklarieren – statt erst einmal die eigenen Messmethoden zu verbessern. So ist es kaum verwunderlich, dass sich – wie das jüngste Beispiel Migrationspakt zeigt – die Gelehrten zunehmend um Ausmaß und tatsächlichen Einfluss des Bot-Einsatzes streiten. Im Wettlauf mit den Bot-Betreibern und deren Versteckspiel gilt allerdings wohl auch die Aussage des Propaganda-Forschers Johan Farkas von der Universität Malmö. Er erklärte in Lugano, dass Propaganda, die man leicht enttarnen könne, schlichtweg „nicht gut gemacht“ sei.

Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke sind derzeit damit beschäftigt, in großer Zahl Fake-Nutzer-Konten zu löschen. Abzuwarten bleibt, ob das mit Erfolg geschieht oder ob es den Plattformbetreibern dabei ergeht wie Herakles mit der Hydra und so für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue nachwachsen.

„Simpsons“-Comic wird eingestampft

Zu seiner Hochzeit wurden von dem „Simpsons“-Comic bis zu 200.000 Exemplare pro Ausgabe verkauft. Diese Zeiten sind jedoch wohl schon lange vorbei und kein Einzelfall. Bekanntlich steckt der gesamte Print-Markt in einer Negativspirale. Der Verlag betont aber, dass weiterhin Sammelbände – jedoch nur mit alten Geschichten – herausgegeben werden

Mozarts Musik wird digitalisiert

Neue Musikedition mit Noten in Form von Quellcodes. Bis Ende 2019 sollen rund 1.000 Seiten publiziert werden.

Die Internationale Stiftung Mozarteum stellte ihre digital-interaktive Mozart-Edition DIME vor. Erstmals sind damit die Notentexte nicht – wie bei der 2005 online gestellten Neuen Mozart Ausgabe – als Bilder gedruckter Ausgaben, sondern als maschinenlesbare Codes verfügbar.

Für DIME wurden alle 25.000 Seiten der Neuen Mozart Edition in maschinenlesbare Codes verwandelt. Es wird dabei mit einem offenen Format gearbeitet. Ein in Kooperation mit Repertoire international des sources musicales in der Schweiz entwickeltes Visualisierungsprogramm übersetzt den Code in die reguläre Musiknotation, die am Bildschirm angezeigt wird. Die Nutzer können Autographen, Erstausgaben und Editionen miteinander vergleichen, die Eingriffe werden am Notentext markiert. DIME ist interaktiv, es ermöglicht außerdem einzelne Stimmen herauszufiltern und anzusehen. Man kann sich die Werke anhören und die Partitur mitlesen. Damit DIME auch mobil nutzbar ist, passt sich die Ausgabe dem jeweiligen Format an. „Es ist eine Revolution bei der Darbietung von Notentexten“, sagte auch Ulrich Konrad, Vorsitzender der Akademie für Mozartforschung der Stiftung Mozarteum.

DIME eröffnet mit seinen Features auch der Mozart-Forschung neue Möglichkeiten. Die Quellcodes könnten aber auch für andere Anwendungen, wie beispielsweise neue Mozart-Apps verwendet werden, erklärte Norbert Dubowy, Cheflektor der Digitalen Mozartedition. Die Sachkosten für das Projekt betragen 100.000 Euro pro Jahr, dazu kommen mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter. DIME werde die Neue Mozart Ausgabe nicht ablösen, sondern ergänzen, betonte Dubowy. Schließlich werde es noch eine Weile dauern, bis das gesamte Werk in volldigitaler Form publiziert sei.

Schrems gegen Facebook in Wien, Runde zwei

Der Rechtsstreit zwischen dem österreichischen Juristen Max Schrems und dem sozialen Netzwerk Facebook geht in eine neue Runde. Dieses Mal ist wieder Österreich der Schauplatz der Auseinandersetzung. Dort wollte Schrems eigentlich eine Art „Sammelklage“ initiieren, was jedoch vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) abgelehnt wurde. Nun kann Schrems eine „Musterklage“ führen.

Seither hat sich viel getan, so ist etwa Ende Mai die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Facebook versucht nun laut Schrems, mit der DSGVO zu argumentieren. Die Verarbeitung der Nutzerdaten durch Facebook sei Teil eines „Vertrags“, heißt es. Schrems bezeichnet das als „Hütchenspielertrick“, mit dem die DSGVO umgangen werden soll.

Zuständigkeit Außerdem sagt Facebook, dass eine Klage durch die DSGVO gar nicht mehr möglich wäre, sondern sich Nutzer zuerst an die Aufsichtsbehörde in Irland wenden sollten – wo Schrems schon vor Jahren Prozesse initiiert hatte. Auch das bestreitet Schrems. Die Richterin am Landesgericht Wien muss nun erneut die Zuständigkeit klären, was gegebenenfalls einen weiteren Instanzenlauf verursachen könnte.

Sebastian Turner ist Medienmanager des Jahres

Die Medienbranche hat den Tagesspiegel-Herausgeber Turner zum Manager des Jahres gewählt. Auch, weil er stetig neue Finanzquellen für die Zeitung erschließe.

Der Mediendienst „Kress“ hat den Tagesspiegel-Herausgeber Sebastian Turner als „Medienmanager des Jahres“ ausgezeichnet. Der 52-Jährige erschließe neue Erlösquellen, „indem er die Zeitungstitel um Veranstaltungen, Fachdienste und Corporate Publishing ergänzt“, lobte der Mediendienst.

Entscheidend für die Preisvergabe war eine Abstimmung unter 2300 Lesern aus der Medienbranche. „Kress“ hatte zuvor eine Liste 30 möglicher Preisträger zusammengestellt. Auf Platz zwei landete Gruner+Jahr-Vorstand Stephan Schäfer. Dritter wurde BurdaNews- Chef Burkhard Graßmann.

Die „Kress Awards“ wurden in vier Kategorien vergeben. „Chefredakteurin des Jahres“ ist Julia Bönisch, Leiterin von „Süddeutsche.de“. Der Preis „Newcomerin des Jahres“ für Medienmacher unter 35 Jahren ging an Maria Exner, stellvertretende Chefredakteurin bei „Zeit.de“.

Deutscher Werbemarkt wächst dank Google und Facebook

Laut OMG-Prognose gehen drei Viertel der Mediaagenturen davon aus, dass der deutsche Werbemarkt auch 2019 wachsen wird – allerdings wird sich das Plus fast ausschließlich in den digitalen Kanälen niederschlagen. Erstmals seit der Wirtschaftskrise vor zehn Jahren gehört auch TV zu den Verlierern.

An der Umfrage im November und Dezember haben sich 14 Mediaagenturen beteiligt, darunter alle großen Networks. Die Agenturchefs rechnen im Schnitt für den gesamten Werbemarkt mit einem Wachstum von 1 bis 2 Prozent – allerdings nur dank Google und Facebook, die laut Prognose erneut im dreistelligen Millionenbereich zulegen werden.

Vor allem die Videowerbeerlöse wachsen bei den beiden US-Playern stark: Googles Youtube wird nach Schätzung der Agenturen um 11 Prozent auf 500 Millionen Euro zulegen, Facebook von niedrigerem Niveau kommend um 76 Prozent auf 300 Millionen Euro. Insgesamt würden die beiden Riesen damit schon 800 Millionen Euro aus dem Bewegtbildmarkt ziehen. Zum Vergleich: Die TV-Netto-Werbeerlöse werden sich laut der Oktober-Schätzung des Rundfunkverbands Vaunet auf rund 4,6 Milliarden Euro belaufen. Die letzten Zahlen der großen TV-Konzerne deuten jedoch auf weniger hin.

Bei den anderen Gattungen schreiben sich die Trends fort: Für die Printmedien gehen die Agenturmanager mit überwältigender Mehrheit von einem Rückgang der Spendings aus. Allein Fachzeitschriften bleiben stabil. Von den übrigen klassischen Gattungen können erneut nur die reichweitensstarken Medien Außenwerbung und Hörfunk zulegen und zwar um 3 und 1 Prozent.

Deloitte: eSports und AI aus der Claud bestimmen Tech- und Medienbranche 2019

Der globale E-Sport-Markt wird im kommenden Jahr Einnahmen von über einer Milliarde Euro erzielen. Damit wächst das Spielesegment um weitere 25 bis 30 Prozent. Das ergab die Prognose ‚TMT Predictions‘ das Beratungsunternehmen Deloitte, Deutschlandsitz in München. Für die Untersuchung wurde untersucht, welche Trends aus den Bereichen Technologie, Medien und Telekommunikation (TMS) im Jahr 2019 eine dominierende Rolle spielen werden. In dieser Ausgabe der ‚Predictions‘ lag der Schwerpunkt vor allem auf Technologien, die den digitalen Fortschritt für die breite Masse öffnen.

Wichtigste Treiber für das Wachstum im eSports-Segment sind Werbeeinnahmen, Übertragungslizenzen und Franchiseverkäufe. Darüber hinaus sorgen vor allem aktuelle Spieletrends für einen allgemeinen Positivtrend. Neben Dauerbrennern wie ‚Dota 2‘, ‚League of Legends‘ oder ‚FIFA‘ ist derzeit vor allem ‚Fortnite‘ gefragt.
Ein weiterer Trend aus Sicht von Deloitte ist Künstliche Intelligenz (AI). Mithilfe von Cloud-Anwendungen werden 70 Prozent der Unternehmen, die heute schon die Technologie nutzen, im kommenden Jahr ihre AI-Fähigkeiten erweitern können. Gerade kleinen und mittleren Unternehmen würden oft die Ressourcen fehlen, um eigene AI-Anwendungen vollständig zu entwickeln und zu implementieren, heißt es. Ihnen erleichtere die Cloud den Zugang zu Künstlicher Intelligenz sowie die Entwicklung von neuen intelligenten Produkten, Services und Geschäftsmodellen.

ORF-Budget beschlossen

Der ORF-Stiftungsrat konnte sich doch noch auf ein Budget für das kommende Jahr einigen: Generaldirektor Alexander Wrabetz ging auf die Forderungen von ÖVP-Freundeskreisleiter Thomas Zach ein und machte zusätzliches Geld für das Programm frei. Doch das hat noch andere Folgen.

Das höchste Aufsichtsgremium des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschloss nun den Finanz- und Stellenplan 2019 – mit lediglich fünf Gegenstimmen (von den Vertretern des Zentralbetriebsrats) und einer Enthaltung. Noch gestern war befürchtet worden, dass der Budgetplan von Generaldirektor Wrabetz und Finanzdirektor Andreas Nadler abgelehnt werden könnte. Der Grund: Thomas Zach, Leiter des ÖVP-Freundeskreises, forderte , dass zehn Millionen Euro zusätzlich in das Programm und Digitalprojekte fließen sollen.

Die vollen zehn Millionen konnten Wrabetz und Nadler zwar nicht umschichten, aber immerhin fünf Millionen. Diese werden zu gleichen Teilen – jeweils 2,5 Millionen – bei Anmietungen/Technik und dem Personal abgebaut. Zum einen will Wrabetz im TV-Bereich eine Reform des Ressourcenmanagements von 2020 auf 2019 vorziehen. Konkret soll eine Hauptabteilung (etwa Sport, die Magazine etc.) eine Zentraldisposition bekommen. Für diese soll also zentral zugekauft und angemietet werden und nicht wie bislang üblich in jedem Ableger im ORF-Zentrum, den Landesstudios etc.

Die anderen 2,5 Millionen Euro sollen auf Mitarbeiterebene eingespart werden: Der Personalstand wird 2019 um zusätzliche 25 Vollzeitstellen verringert. Eigentlich hatte ein 2017 beschlossener Sparplan vorgesehen, dass die Jobs erst in den Folgejahren abgebaut werden. Dabei soll es aber keine Kündigungen geben, sondern ausschließlich Stellen nicht nachbesetzt werden. Sogar bei einigen Führungspositionen werde überlegt, diese nicht nachzubesetzen, sagte Wrabetz vor Journalisten. Die eingesparten fünf Millionen werden schließlich wie gefordert dem TV-Programm und Digitalprojekten gewidmet. Gegen den Vorwurf, dass er mit seinem neuen Vorschlag vor der ÖVP eingeknickt sei, wehrte sich Wrabetz. Die Nachbesserungen würden – bei einem jährlichen Umsatz von einer Milliarde Euro – nur ein halbes Prozent ausmachen. Er habe nicht binnen drei Tage sein komplettes Budget umgebaut.

A1 will 2019 Gigabit-Internet für Privatkunden einführen

Rund die Hälfte der Wiener Haushalte ist bereits an das Glasfasernetz angeschlossen, 27 Prozent können Bandbreiten von 300 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) oder mehr nutzen. Dass soll auch für die 400.000 Haushalte gelten, die in den nächsten Jahren hinzukommen sollen. 100 Millionen Euro nimmt man dazu in die Hand, so A1-Chef Marcus Grausam. Insgesamt sollen dann 60% aller Wiener Haushalte „Gigabit-ready“ sein.

Im kommenden Jahr sollen auch die ersten Gigabit-Tarife für Privatkunden vorgestellt werden. Für Firmen gibt es die Option jetzt schon. Vorgeführt wurde sie am Beispiel des Impact Hub Vienna, einem Coworking-Space im siebten Bezirk. Realisiert wurde es dort über FTTB, „Fiber to the Building“. Hier wird das Glasfaserkabel bis zum Anschlusspunkt im Keller, die Leitungen in die einzelnen Räume sind weiter Kupfer. Hier soll die Vectoring-Technologie G.fast sicherstellen, dass die Bandbreite hält. Zum Einsatz kommen im Falle des Impact Hub ein Modem von AVM sowie Hardware von Nokia.

Sky zieht sich nach 2019 aus dem Radsport zurück

Der britische Medienkonzern Sky wird nach dem Ende der Saison 2019 aus dem Radsport aussteigen und nicht weiter das Team Sky sponsern.

Sky engagiert sich seit 2008 im Radsport und startete damals mit einer Kooperation mit dem Verband British Cycling. Das Team Sky, das mit Geraint Thomas, Christopher Froome und Bradley Wiggins in den vergangenen Jahen mehrere Tour-de-France-Sieger stellte, war im Februar 2009 gegründet worden.

Kay Siering wird Geschäftsführer bei Spiegel TV

Kay Siering wird neuer Geschäftsführer von Spiegel TV und folgt damit auf Dirk Pommer, dessen Abschied zum Jahresende erst vor zwei Tagen bekanntgegeben wurde. Siering ist seit 2014 stellvertretender Chefredakteur und Produzent von Spiegel TV und erstellt bereits seit rund 15 Jahren Reportagen und Dokus für das Unternehmen. Seit 2010 moderiert Siering zudem als Vertretung von Maria Gresz Spiegel TV bei RTL. Künftig wird er das Unternehmen gemeinsam mit Goetz Hoefer leiten.

Plattform „Addendum“ startet Printprojekt

Die Rechercheplattform „Addendum“ startet ein Printprojekt. „Addendum – Die Zeitung“ erscheint erstmals am 18. Dezember. Geplant sind zehn Ausgaben im Jahr, jeweils zu einem Schwerpunktthema.

Longreads sind „Addendum“ seit dem Start nicht fremd. Für wirklich große Themen – wie eben zum Start „Afrika“ – biete ein Zeitungsprodukt aber noch einmal mehr Raum. „Das kann man auf fast 50 Seiten einfach besser erklären“, sagt Kaltenbrunner. Jede Menge Infografiken sollen dabei helfen. Das aufgeräumte Layout stammt vom Stardesigner Stefan Sagmeister.

Ein Afrika-Projekt hatte „Addendum“ bisher nicht im Portfolio. Die Online- und die Printproduktion könnten sich künftig ergänzen, aber nicht zwingend, heißt es. Fixes Element in jeder Ausgabe ist jedenfalls je eine Kurzgeschichte von Autor Michael Köhlmeier. Vertrieben wird die insgesamt rund 80 Seiten starke Zeitung mit 200.000 Stück Startauflage als Beilage über die „Kleine Zeitung“, per Post und zu einem kleinen Teil auch im Einzelverkauf.

Parallel zur Zeitung startet „Addendum“ ein Abomodell. Um 89 Euro jährlich gibt es die Printausgabe, das E-Paper, den Newsletter des Chefredakteurs und Einladungen zu Events. „Eine Art Mitgliedertarif für die Neigungsgruppe ‚Addendum'“ nennt Fleischhacker das. Man setzt sich keinen Zielwert, sondern will auch hier „experimentieren“. Die Online-Inhalte werden weiterhin kostenlos zugänglich sein, betont er.

Google: Österreicher interessieren sich (fast) nur für Smartphones von Apple und Huawei

An der absoluten Spitze der nachrichtlichen Suchen in Österreich steht dabei – nicht ganz überraschend – die Fußball-WM, die im Sommer wochenlang die Schlagzeilen dominierte. Gleich dahinter folgen drei weniger erfreulich Meldungen: Das Ableben von DJ Avicii sowie das Verschwinden von Sänger Daniel Küblböck. Auf Platz 4 dann wieder ein Todesfall: Jener des Reality-TV-Protagonisten Jens Büchner. Das Top-Thema, dass die Österreicher 2018 bewegte, war die Zeitumstellung gefolgt von den Volksbegehren zu den Themen Rauchverbot und Frauenrechte.

Vielsagend ist auch ein Blick auf die Smartphone-Trends 2018, verheißen diese doch für den bisherigen Marktführer nichts gutes: In den Top-10 der meistgesuchten Smartphones findet sich in Österreich gerade einmal ein Samsung-Gerät – und zwar das Galaxy S9 auf Platz 7. Der Rest der Liste wird praktisch im Alleingang von Apple und Huawei bestritten, die mit dem iPhone XS und dem Mate 20 Pro auch die beiden Toppositionen einnehmen.

Zumindest mit einem Punkt liegt Österreich im internationalen Trend: Die Fußball-WM war auch weltweit das Top-Thema 2018. In der Kategorie Persönlichkeiten führt hier aber Meghan Markle, die dieses Jahr in die britische Königsfamilie eingeheiratet hat, das Ranking an, während in Österreich der ehemalige Rennfahrer Niki Lauda diese Position einnimmt.

Widerstand gegen die Fusion von T-Mobile US und Sprint wächst

Gegner der geplanten Übernahme von Sprint durch T-Mobile US haben sich in den USA zusammengeschlossen, um den Milliardendeal zu stoppen. Das Geschäft werde zu höheren Preisen für Mobilkunden führen und Nutzern in ländlichen Gebieten schaden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der neuen Gruppe.

Zu ihr gehören Unternehmen wie C-Spire und Dish sowie Gewerkschaften wie die Communications Workers of America (CWA). Sie rief die US-Telekomaufsicht FCC auf, die Übernahme nicht zu genehmigen, da sie nicht im öffentlichen Interesse sei. Auch das US-Justizministerium prüft gegenwärtig die Pläne für die 26 Mrd. Dollar (23 Mrd. Euro) schwere Fusion.

Filme mit weiblichem Star erfolgreicher als mit männlichen

Die US-Analysten von CAA und shift7 untersuchten die 350 umsatzstärksten US-Filme, die zwischen 2014 und 2017 ins Kino kamen. Unabhängig vom Produktionsbudget erzielten demnach Filme, in denen die führende Hauptrolle weiblich besetzt war, weltweit mehr Umsatz als Filme, in denen Männer oder Jungen die Star-Rolle innehatten.

In 105 der umsatzstärksten Filme waren Frauen oder Mädchen der Star, wie beispielsweise in der Comic-Verfilmung „Wonder Woman“ mit Gal Gadot oder den Animationsfilmen „Vaiana“ und „Alles steht Kopf“.Zudem bestanden der Studie zufolge seit 2012 alle Blockbuster, die mit einem Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar extrem erfolgreich waren, den sogenannten Bechdel-Test. Der nach der US-Feministin Alison Bechdel benannte Test fragt ab, ob in einem Film mehr als zwei Frauen mitwirken, die miteinander über etwas anderes reden als Männer. Das war beispielsweise so in den neuen Teilen aus dem „Star Wars“-Universum, bei „Die Schöne und das Biest“ oder auch „Avengers: Age of Ultron“.

Nach Angaben der Co-Autorin der Studie, Christy Haubegger, ist der Zusammenhang zwischen Kassenerfolg und nicht aufs Schönsein reduzierte Frauenrollen naheliegend: „Um eine Milliarde Dollar zu bekommen, musst du ein guter Film sein, und ein guter Film hat mehrdimensionale Charaktere. Du knackst die Milliarde nicht, wenn nur Männer diesen Film sehen wollen“, sagte Haubegger.

Finanzinvestoren wollen Scout 24 übernehmen

Erst drei Jahre ist es her, dass Scout 24 den Sprung an die Börse wagte. Dieses Kapitel der Online-Anzeigenbörse könnte womöglich bald zu Ende sein.

Nun steht das Unternehmen vor einer Übernahme durch Finanzinvestoren. Mehrere Beteiligungsgesellschaften hätten ein Auge auf den Münchener Betreiber der Portale Immobilienscout 24 und Autoscout 24 geworfen.

Die Spekulationen haben den Aktien von Scout24 Flügel verliehen. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Titel kletterten um bis zu 17,9 Prozent auf ein Drei-Monats-Hoch von 42,56 Euro.

Scout 24 wird an der Börse mit knapp 3,9 Milliarden Euro bewertet. Ein Käufer müsste der FT zufolge einschließlich der Übernahme von Verbindlichkeiten wohl mehr als fünf Milliarden Euro auf den Tisch legen. Das Unternehme wappne sich bereits mit Hilfe von Beratern und Investmentbankern für den Verkauf, heißt es in dem Bericht. Ein Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Die Analysten des Brokerhauses Liberum rechnen mit einem Bieterwettkampf, der den Preis für Scout24 noch weiter in die Höhe treiben könnte. Unter den Interessenten für Scout 24 ist auch der US-Investor Silver Lake, der sich auf Technologie-Unternehmen spezialisiert hat. Im Mai hatte das Beteiligungsunternehmen den britischen Internet-Immobilienmarktplatz Zoopla für 2,2 Milliarden Pfund übernommen.

Scout 24 ist bereits durch mehrere Hände gegangen. Die 2004 eingestiegene Deutsche Telekom verkaufte 2013 eine Mehrheitsbeteiligung von 70 Prozent für 1,5 Milliarden Euro an den Finanzinvestor Hellman & Friedman. Dieser brachte den Online-Portal-Betreiber zwei Jahre später an die Börse und trennte sich nach und nach mit Gewinn von seiner Beteiligung. Die letzten Aktien wurden im Februar verkauft.

Alle Sender im Netz gebündelt: Der ORF kann seine Radiothek starten

Nach einem jahrelangen Genehmigungsverfahren ist der Weg für die ORF-Radiothek frei. Die Bundeswettbewerbsbehörde verzichtet auf den weiteren Instanzenzug, nachdem sie im Jahr 2015 Rechtsmittel gegen das Okay der Medienbehörde KommAustria zu den ORF-Plänen eingelegt hatte.

Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte die Entscheidung der KommAustria nach über drei Jahren, woraufhin die Bundeswettbewerbsbehörde von weiteren rechtlichen Schritten absieht. Sie hätte dagegen Beschwerde beim Verfassungsgerichtshof oder eine außerordentliche Revision an den Verwaltungsgerichtshof erheben können.

Zuvor hatte die Wettbewerbsbehörde „negative Auswirkungen des neuen Angebots auf die Wettbewerbssituation im Bereich der Hörer- bzw. Nutzermärkte für Hörfunk und Hörfunk-Online-Angebote sowie im Bereich der Online-Werbemärkte festgestellt“. Dies habe die KommAustria in ihrer Entscheidung aber für „nicht relevant erachtet und die vorgebrachten Wettbewerbsbedenken nicht gewürdigt“.

Künftig soll die Plattform radiothek.orf.at als zentrale Drehscheibe fungieren, um alle ORF-Radioangebote zentral zu bündeln – live und on demand. Geplanter Start ist im Jahr 2019. Langfristig werde sie dann in den geplanten „ORF-Player“, der gerade entwickelt wird, integriert.

Thomas Petz soll Mitglied der KommAustria werden

Thomas Petz soll neues Mitglied der Medienbehörde KommAustria werden, hat Bundeskanzler Sebastian Kurz im Ministerrat vorgeschlagen. Der Jurist ist derzeit stellvertretender Leiter der Aufsichtsbehörde für Verwertungsgesellschaften im Justizministerium.

Er folgt Michael Truppe nach, der vor rund einem Jahr verstorben war. Die aktuelle Funktionsperiode der Medienbehörde läuft noch bis 30. September 2022, Petz soll mit 1. Februar 2019 bestellt werden.

EU-Parlament fordert stärkere Besteuerung von Digitalriesen

Der Kampf um die Digitalsteuer geht weiter: Nun hat sich das Europaparlament für die stärkere Besteuerung von Digitalkonzernen wie Google und Facebook ausgesprochen. Beim EU-Finanzministertreffen hatte es zuletzt keinen Konsens gegeben.

Unter anderem plädieren sie dafür, den Grenzwert zu senken, ab dem Digitalfirmen zusätzlich besteuert werden sollten.

Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, für große Digitalunternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von mindestens 750 Millionen Euro sowie einem Online-Umsatz von 50 Millionen Euro in Europa drei Prozent Ertragssteuer zu erheben. Die Europaparlamentarier plädierten nun dafür, den Grenzwert auf 40 Millionen Euro Online-Umsatz zu reduzieren.

Kompromissvorschlag von Deutschland und Frankreich

Der EU-Kommission zufolge zahlen Digitalfirmen nur halb soviel Steuern wie klassische Unternehmen, da sie oftmals keine versteuerbaren Firmensitze haben oder ihre Geschäfte in Ländern mit günstigen Bedingungen bündeln.

Das Votum des Europaparlaments ist rechtlich nicht bindend. In Steuerfragen liegt die Entscheidung bei den EU-Staaten, die einstimmig befinden müssen. Einigungen sind daher besonders schwierig.

D: Rundfunkbeitrag ist laut EuGH rechtens

Der deutsche Rundfunkbeitrag ist nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs rechtmäßig. Der Beitrag sei keine unerlaubte staatliche Beihilfe und verstoße nicht gegen EU-Recht, urteilten die Luxemburger Richter.

Der Rundfunkbeitrag – früher „GEZ-Gebühr“ – ist die wichtigste Einnahmequelle für ARD, ZDF und Deutschlandradio. 2017 kamen knapp acht Milliarden Euro zusammen. Seit 2013 wird der Rundfunkbeitrag pauschal für jede Wohnung erhoben – egal, wie viele Leute dort leben und ob sie überhaupt einen Fernseher haben oder ein Radio. Aktuell beträgt er 17,50 Euro pro Haushalt im Monat.

Die Luxemburger Richter urteilten nun, der Beitrag sei mit EU-Recht vereinbar. Daran habe auch das neue, seit 2013 geltende Beitragsmodell nichts geändert.

Früher war die Rundfunkgebühr geräteabhängig, Kontrolleure zogen von Haus zu Haus, um Nichtzahler aufzuspüren. Mehrere Beitragszahler klagten vor deutschen Gerichten gegen die geänderten Regeln. Dabei ging es unter anderem um die Art und Weise, wie der Beitrag von säumigen Zahlern eingetrieben wird. Das Landgericht Tübingen wollte deshalb unter anderem vom EuGH wissen, ob der Rundfunkbeitrag eine verbotene staatliche Beihilfe für den Südwestrundfunk (SWR) und das ZDF sei, die gegen EU-Recht verstoße.

Gegen die Zahlung des Rundfunkbeitrags gibt es in Deutschland seit Jahren heftigen Widerstand. Er soll sicherstellen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender nicht von politischen oder wirtschaftlichen Interessen abhängig werden. Gegner lehnen den Beitarg aus verschiedenen Gründen ab. Einige aus Prinzip, andere finden, sie würden zu stark zur Kasse gebeten. Wer etwa allein lebt, zahlt schließlich mehr als jemand in einer WG.

YouTube-Ranking der größten Marken: Netflix und Tencent sind im Jahr 2018 am stärksten gewachsen

Wie relevant YouTube mittlerweile auch für globale Marken geworden ist, belegt eine Zahl: 90% der 500 wertvollsten Brands führen mindestens einen Kanal auf der Videoplattform, um organische Reichweiten und eigene Communities aufzubauen. Dies hat die RTL-Group-Tochter Brandboost by Divimove für ihren Branchenreport herausgefunden. Die Kreativagentur hat untersucht, welche Industrien und Marken bei YouTube die größte Reichweite erzielen und dazu die 500 wertvollsten Marken auf Grundlage des Brand Finance Report 2018 analysiert.

An der Spitze der branchenübergreifenden Rangliste liegt die Medienindustrie mit durchschnittlich 2,5 Millionen Abonnenten, 2017 lag der Durchschnittswert noch bei “nur” 1,1 Millionen Abonnenten. Angeführt wird das Ranking von Warner Bros mit 6,4 Millionen Abonnenten, BBC mit 5,5 Millionen Abonnenten und dem ESPN mit 4,3 Millionen Abonnenten. Der Sportsender hat dabei das größte Zuschauerwachstums verzeichnet: 86,96% ging es in 2018 nach oben. Dahinter folgen Universal (+83,69%) und Thomson Reuters (+82,96%). Für die Analyse hat die Agentur die Reichweite anhand der totalen Abonnentenzahlen und ihrem Wachstum gemessen. “Anders als die Anzahl der Videoaufrufe, welche zum Teil durch bezahlte Pre-Rolls generiert werden, geben die Abonnentenzahlen ein genaueres Bild der organischen Reichweiten und des Wachstums der Markenauftritte auf YouTube wieder”.

Stärkste Marke im Bereich der Tech-Konzerne ist Apple: Das US-Unternehmen erreicht acht Millionen Abonnenten, dicht gefolgt von Elektronikkonzern Sony, dem 200.000 Menschen weniger folgen. Als Aufsteiger des Jahres ist der Streamingdienst Netflix mit einem Zuschauerwachstum von 150,33% und die chinesische Firma Tencent (+123,87%) zu nennen. Tencent wagt derzeit den größten Internet-Börsengang der Geschichte. Das Unternehmen soll an der Wall Street mit einem Wert von 21 Milliarden US-Dollar starten.

Apples “Netflix für Magazine” soll im Frühjahr starten

Apples Ambition, ein „Netflix für Zeitschriften“ zu bauen, nimmt weiter Gestalt an. So führt Apple derzeit Gespräche mit US-Verlagen – stößt aber vereinzelt auf Widerstand. Für zehn Dollar im Monat sollen iPhone- und iPad-Nutzer die Inhalte der Zeitungen lesen können. Der Start ist für 2019 angesetzt.

Mit der “News”-App wagt der Konzern nun einen neuen Anlauf. Die in den USA für iOS verfügbare App stellt redaktionell kuratierte Inhalte der wichtigsten Nachrichten-Webseiten zur Verfügung. Rund 90 Millionen aktive Nutzer soll Apple damit weltweit erreichen – eine enorme Reichweite, die vor allem der Tatsache zu verdanken ist, dass die App in Australien, Großbritannien und den USA auf iOS-Geräten vorinstalliert ist.

Nun will Apple das Programm ausbauen: Der Konzern plant im Frühjahr 2019 einen Premium-Bereich innerhalb der kostenlosen App. Für rund zehn Dollar im Monat sollen Nutzer Zugriff auf die Inhalte von hunderten US-Zeitungen und Zeitschriften bekommen. Im März kaufte Apple dazu das Magazin-Angebot Texture, das bereits über 200 Digitalmagazine beherbergt – darunter etwa Time, Esquire, Vanity Fair, GQ, The New Yorker, Rolling Stone, Wired, People, Elle und Vogue.

Cook: Meinungsfreiheit ade

Apple-Chef Tim Cook zeigt sich besorgt, dass eine ausufernde Datensammlung in Internet die Meinungsfreiheit beeinträchtigen könnte. „Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Alles, was Menschen sagen oder denken, wird gesendet, analysiert, gespeichert“, sagte Cook in einem Interview. „Würden die Menschen aus Furcht vor Konsequenzen aufhören, ihre Meinung zu sagen?“Cook sieht auch eine Gefahr in einem möglichen Missbrauch der Daten. Länder wie die USA oder Deutschland seien zwar so stark, dass niemand ihnen von außen existenziellen Schaden zufügen könne. „Was mir Sorgen bereitet, ist, dass es mit einer Schatztruhe voller Daten möglich ist, die Menschen auf eine Art und Weise zu manipulieren, dass sie irgendwann aufeinander losgehen“, sagte der Apple-Chef.

Der 58-Jährige Manager bekräftigte auch seine Bewunderung für die im vergangenen Mai in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung in der Europäischen Union. „Die EU-DSGVO ist ein unglaubliches Fundament, auf das wir alle aufbauen sollten“, sagte er. „Amerika wird ebenfalls eine solche Regulierung bekommen“, zeigte sich Cook überzeugt. Auch in einem anderen Punkt pflichtete er deutschen Politikern bei: „Ich halte die Hoheit über die Infrastruktur des Industriestandorts Deutschland für lebensnotwendig, da darf man keine Risiken eingehen.“ Das gelte auch für die Chip-Produktion.

Cook betont schon seit Jahren, dass Apple die Privatesphäre seiner Nutzer schützen wolle und betont den Unterschied zu anderen Tech-Konzernen wie Facebook. Vor einigen Wochen sprach er in Brüssel von einem „daten-industriellen Komplex“ – in offensichtlicher Anlehnung an den Begriff vom militärisch-industriellen Komplex.

Das handelte Cook allerdings den Vorwurf der Scheinheiligkeit ein: Schließlich habe er kein Problem damit, von Google Milliarden dafür zu kassieren, dass der Internet-Konzern die voreingestellte Suchmaschine auf Apples Geräten stellt. „Da Google die beste Suchfunktion bietet, ist Google in diesem Feld der beste Partner“, sagte Cook. Außerdem betont Apple, dass man etwa im hauseigenen Safari-Browser den Nutzern mehr Kontrolle über das Teilen von Daten gebe.

Behörde in Kalifornien will SMS besteuern

Müssen Smartphone-Nutzer im US-Bundesstaat Kalifornien bald Steuern für einen Dienst zahlen, den kaum noch jemand nutzt? Die Aufsichtsbehörde California Public Utilities Commission (CPUC) jedenfalls hat vorgeschlagen, klassische Kurznachrichten zu versteuern. SMS sollen mehr Geld in die Staatskasse spülen. Zahlen sollen die Mobilfunknutzer. Mit dem Geld sollen ärmere Bürger die Chance bekommen, auf das Mobilfunknetz zuzugreifen.

Abgerechnet werden soll die Steuer laut dem 52-seitigen CPUC-Bericht nicht pro SMS, sondern als Anteil einer monatlichen Gebühr, die Mobilfunkbetreiber meist in Form einer Flatrate für Kurznachrichten erheben. Bis zu fünf Jahre rückwirkend will die Behörde die Steuern kassieren. Die CPUC, die neben Wasser- und Energieversorgung auch zuständig ist für die Telefonanbieter im Staat Kalifornien, will am 10. Januar über die Pläne abstimmen.

Die Begründung für die Steuer: Die innerstaatlichen Einnahmen aus der Telekommunikationsindustrie seien seit Jahren rückläufig. Der Staat nahm demnach im Jahr 2011 mehr als 16 Milliarden Dollar ein. Im Jahr 2017 sei dieser Betrag auf etwas mehr als 11 Milliarden Euro gesunken. Die finanzielle Unterstützung für sozial schwache Bürger hingegen sei in der gleichen Zeit von 670 auf 998 Millionen Dollar gestiegen. „Das ist mit der Zeit nicht nachhaltig“, heißt es in dem Dokument.

Wolfgang Büchner gibt RND-Chefredaktion ab

Die Madsack-Zentralredaktion Redaktions-Netzwerk Deutschland bekommt eine neue redaktionelle Führung. Der 34-jährige Marco Fenske wird zum 1. Januar 2019 des RND. Er ist seit 2014 für das RND tätig und bislang schon stellvertretender Chefredakteur. Er übernimmt das Amt von Wolfgang Büchner, der aber weiterhin Geschäftsführer des RND bleibt und zudem neben Uwe Dulias Entwicklungs-Chefredakteur der Madsack Mediengruppe wird. Dulias hat schon angekündigt, Ende 2019 in Ruhestand zu gehen.

Das Redaktions-Netzwerk Deutschland liefert die überregionalen Inhalte für mehr als 50 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von mehr als 2,3 Millionen Exemplaren. Das sind nicht nru die Madsack-eigenen Titel, sondern auch externe Partner wie „Berliner Zeitung“ oder „Express“. Seit Mai 2018 steuern zudem rund 50 weitere Journalisten und Digitalexperten des RND die Nachrichtenportale der Madsack Mediengruppe. „Es kommt mehr denn je darauf an, unsere Kompetenzen zu bündeln und kanal- und zielgruppenspezifisch aufzubereiten. Marco Fenske wird die erfolgreiche Arbeit in Print wie im Digitalen des RedaktionsNetzwerks Deutschland weiterführen“, sagt Düffert.

Iris Berben wird mit Ophüls-Ehrenpreis ausgezeichnet

Für ihre Verdienste um den Kinonachwuchs wird die Schauspielerin Iris Berben beim Festival Max Ophüls Preis mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Berben leiste nicht nur als Schauspielerin Großes, sondern zeige mit ihrer Arbeit in der Deutschen Filmakademie auch immer wieder Flagge, sagte die Festivalchefin Svenja Böttger am Mittwoch in Saarbrücken.

Berben stehe für eine lebendige Kinokultur, die Pflege des Filmnachwuchses und soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft ein.

Ihre Karriere hatte die 68-Jährige den Angaben zufolge mit Kurzfilmen an der Hamburger Kunsthochschule begonnen, im Jahr 1968 stand sie das erste Mal für einen abendfüllenden Kinofilm vor der Kamera. Seitdem spielte sie in vielen Kino- und Fernsehproduktionen mit, sie wurde unter anderem mit der Goldenen Kamera, dem Adolf-Grimme-Preis und dem Bambi ausgezeichnet. Auch engagiert sie sich für Toleranz und Mitmenschlichkeit und tritt gegen Antisemitismus ein. Für ihr politisches Engagement erhielt sie unter anderem das Bundesverdienstkreuz.

Neue Strategien bei den „NÖN“

Das redaktionelle Strategie-Karussell steht bei den Niederösterreichischen Nachrichten weiter nicht still. Seit Kalenderwoche 46 erwartet die Leser der Wochenzeitung bereits zum zweiten Mal ein zusammengeführter Regional- und Landesteil. Seit 2016 hatte es eine striktere Trennung der beiden Bereiche gegeben. Geschäftsführer Friedrich Dungl und Herausgeberin Gudula Walterskirchen begründeten die Entscheidung damals mit wenig Gefallen der Leserschaft an der Zusammenführung.

CH: Nationalrat will keine Einschränkung beim Replay-TV

TV-Sender sollen nicht verhindern können, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer beim zeitversetzten Fernsehen die Werbung überspringen. Der Nationalrat hat es abgelehnt, eine Regelung zum Replay-TV im Urheberrecht zu verankern.

Justizministerin Simonetta Sommaruga stellte sich gegen die Regelung. Das zeitversetzte Fernsehen sei beliebt, und die Öffentlichkeit würde es nicht verstehen, wenn Replay-TV nicht mehr angeboten oder teurer würde, sagte sie. Die Ausgangslage sei unklar. Die Sendeunternehmen behaupteten, jährlich entgingen ihnen wegen Replay-TV Werbeeinnahmen von über 100 Millionen Franken (88,82 Millionen Euro).

Die Kabelnetzbetreiber bestritten diese Summe. Niemand wisse, um wie viel Geld es tatsächlich gehe. Und niemand wisse, wie sich der Werbemarkt angesichts der veränderten Konsumgewohnheiten entwickle. Weiter wies Sommaruga darauf hin, dass die Kabelvertreiber den Rechteinhabern schon heute 35 Millionen Franken (31,09 Millionen Euro) bezahlten für das zeitversetzte Fernsehen. Darin eingeschlossen sei ein Beitrag für Werbeausfälle.

Viacom startet Prime Video Channel MTV+

Viacom International Media Networks, Berlin, bietet ab sofort ein eigenes Angebot bei Amazon Prime Video an. Mit dem neuen Channel MTV+ haben Prime-Mitglieder Zugang zum linearen Sender MTV Brand New und zu verschiedenen Reality-Inhalten auf Abruf. Zudem erhalten Kunden regelmäßig zuerst Zugriff auf neue Staffeln von MTV-Shows: Zum Start sehen sie die neueste Staffel der US-Reality-Show ‚Ex On The Beach‘ einen Monat vor allen anderen. Das Angebot soll in Zukunft kontinuierlich erweitert werden. Für einen monatlichen Beitrag in Höhe von 2,99 Euro kann der Channel zur bestehenden Prime-Mitgliedschaft hinzugebucht werden.

Samsung schließt eine von zwei Fabriken in China

Der weltgrößte Smartphone-Hersteller Samsung Electronics zieht die Konsequenzen aus der schwächelnden Nachfrage in China und zieht bei einer seiner zwei Fabriken in der Volksrepublik den Stecker. Das Werk in Tianjin im Norden des Landes mit derzeit 2.600 Mitarbeitern werde mit Jahresende geschlossen.

Die Fabrik in der südlichen Provinz Guadong, in der mit jährlich 72 Millionen Handys rund doppelt so viele Geräte wie in Tianjin hergestellt werden, bleibt demnach in Betrieb. Samsung produziert seit längerem verstärkt in Vietnam und Indien, wo die Arbeitskosten niedriger als in China sind.

Verband Medien mit Zukunft fordert Innovationsfonds für Medien

Der Verband Medien mit Zukunft (VMZ) stellt an die Adresse der neuen UVEK-Vorsteherin, BR Simonetta Sommaruga, eine konkrete Forderung: Die Schaffung eines Innovationsfonds für Schweizer Medien.

Für den Fonds solle das UVEK jährlich 100 Millionen Franken bereitstellen, um einzelnen Medien und Medienverbünden dabei zu helfen, die Transformation und den Aufbruch ins digitale Medienzeitalter zu bewältigen. Dieser Betrag entspricht bewusst der Summe, mit dem die Printzustellung, bzw. Zeitungen indirekt gefördert werden sollen. Wenn gedruckte Medien indirekt gefördert werden, sollten auch digital verbreitete Medienangebote im gleichen Maße unterstützt werden, schreibt der Verband. Das zum Teil niedergehende Zeitungsmodell solle und könne subventioniert werden. In gleichem Maße müsse aber in eine zukunftsgerichtete, digitale Medienvielfalt investiert werden.

Im Zentrum der Förderung müsse das Entwickeln einer digitalen Infrastruktur stehen. Diese sei heute für kleine, regionale und lokale Medienanbieter besonders kosten- und personalintensiv. Die Projekte könnten beispielsweise die Entwicklung von Content-Management-Systemen, Infrastruktur-Angeboten, Apps, KI-Lösungen für die gezielte Verbreitung der Inhalte oder Algorithmen zum Nutzen der User, aber auch eine differenziertere Wertschöpfung untereinander betreffen. Diese Mittel sollten grundsätzlich allen Medienanbietern zur Verfügung stehen, die sich dem Journalismus verpflichten. Der Presserat oder die publizistische Qualitätsforschung könnten die Einhaltung überwachen und bei Verstößen allenfalls sanktionieren.

„Wir müssen neue Wege gehen! Nach der vorliegenden RTVG-Revision und zwanzig Jahren Medien-Digitalisierung ist klar: Die klassischen Zeitungs-Verlagshäuser sind technisch und finanziell nicht in der Lage, die Anforderungen zu erfüllen, die eine vielfältige, unabhängige Medienlandschaft braucht. Gleichzeitig verbauen die heute noch marktbeherrschenden Verlagshäuser die Förderung neuer, digitaler Medien“, heißt es in der Meldung.

Bunte Gadgets bereiten mehr Freude

In den letzten Jahren hat sich das aber geändert. Viele Geräte gibt es mittlerweile in allerlei bunteren Varianten. Selbst mehrfarbige Designs, etwa Huaweis „Twilight“-Kolorierung, werden erprobt.

Die Farbvielfalt dient aber nicht nur als Unterscheidungsmerkmal und Zielgruppenverbreiterung, sondern dürfte sich auch konkret positiv auf die Nutzer auswirken. Das legt eine Studie der Marshall Business School der University of California nahe.

Bei insgesamt sieben Untersuchungen wurden verschiedene Geräte in zwei Kategorien eingeteilt. „Hohe Stimulation“ war das Label für alle Gadgets, die mit komplexen Mustern oder starken Farbtönen ausgestattet waren. Unter „niedrige Stimulation“ fielen Produkte in unauffälligem Gewand. Die Teilnehmer wurden gefragt, wie sehr sie das Gerät wahrscheinlich mögen oder die Farbgebung als störend empfinden würden. Anschließend ließ man sie Gadgets verwenden.

Es zeigten sich zwei Tendenzen. Jene, die zuerst die farblich unspektakulären Geräte wählten und anschließend die bunten Ausgaben verwendeten, hatten überschätzt, wie sehr sie die knalligen Farben stören würden. Jene, die sich zuerst für die bunten Modelle entschieden, hatten wiederum unterschätzt, wie viel Freude sie bei deren Nutzung haben würden.

Springer-Verlag prüft veränderte Struktur beim Digitalgeschäft

Der deutsche Axel-Springer-Verlag nimmt die Struktur des Unternehmens unter die Lupe, um stärker zu wachsen. „Wir evaluieren und diskutieren ständig strukturelle Fragen“, sagte Konzernchef Mathias Döpfner mit Blick auf eine mögliche Aufteilung zwischen den digitalen Inhalten und dem sogenannten Rubrikengeschäft.

So verwies er auf die norwegische Mediengruppe Schibsted, die ihr Geschäft mit Anzeigen im Internet ausgliedern will, um durch Fusionen und Übernahmen zu wachsen. Springer gehe es darum, Alternativen auszuloten, um schneller wachsen zu können, betonte Döpfner. Man werde hier im Interesse aller Aktionäre vorgehen.

Döpfner erwartet ein Umsatzwachstum bei digitalen Kleinanzeigen von mehr als zehn Prozent in den nächsten drei Jahren. Er bekräftigte zudem die Konzernziele für 2018. Das Rubrikengeschäft mit Auto-, Job- und Immobilienanzeigen im Internet ist der stärkste Wachstumstreiber der Berliner. Der Herausgeber von „Bild“ und „Welt“ profitiert vor allem vom Digital-Geschäft. Dessen Beitrag zum Gewinn stieg zuletzt auf etwa 81 Prozent und auf rund 69 Prozent des Konzernumsatzes.

US-Verleger Pecker gibt Wahlkampfhilfe für Trump zu

Der US-Medienunternehmer David Pecker hat zugegeben, Donald Trump im Wahlkampf 2016 mit der Abwicklung einer Schweigegeldzahlung an eine angebliche frühere Sexpartnerin geholfen zu haben. Pecker, ein langjähriger Freund des US-Präsidenten, machte das Eingeständnis im Rahmen einer Vereinbarung mit New Yorker Bundesanwälten, wie die Ermittler mitteilten.

Im Gegenzug gewährten sie ihm Schutz vor Strafverfolgung. Die Abmachung zwischen dem Verleger des US-Skandalblatts „National Enquirer“ und den Bundesanwälten wurde bereits Ende September getroffen. Sie wurde jetzt zeitgleich zur Verhängung einer dreijährigen Haftstrafe für Trumps Ex-Anwalt Michael Cohen bekanntgegeben.

Cohen hatte die von Peckers Medienunternehmen American Media Inc. (AMI) getätigte Zahlung von 150.000 Dollar (nach heutigem Wert: 132.000 Euro) an das frühere „Playboy“-Model Karen McDougal eingefädelt. Ein weiteres Schweigegeld in Höhe von 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin Stormy Daniels zahlte er selbst.

Schweigegelder sind zwar per se nicht illegal. In den Fällen von Stormy Daniels und McDougal werden sie von den Ermittlern aber als illegale Wahlkampfspenden gewertet – da es nach ihrer Erkenntnis das Ziel war, per Unterdrückung der Sexgeschichten Schaden von der Trump-Kampagne abzuwenden.

Sky legt positive Zuschauerberechnungen für Bundesliga vor

Knapp vier Monate nach Saisonstart hat der Pay-TV-Sender Sky nun Zuseherzahlen zur Fußball-Bundesliga vorgelegt. Die Botschaft von Österreich-Chefin Christine Scheil: Pro Spieltag erreiche man 1,18 Mio. Zuschauerkontakte, „und das ist konservativ geschätzt“, sagte sie. Für diese Zahl wurden Teletest-Daten und eigene Erhebungen der digitalen Nutzung addiert.

Sky hat für die Saisonen 2018/19 bis 2021/22 die exklusiven TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga. Der österreichische Ligenfußball sei aber mitnichten im Pay-TV verschwunden, betonte Scheil. Zum einen habe man das Programmvolumen für Fußball deutlich ausgeweitet und biete in dieser Saison 1.067 Stunden. „40 Prozent davon frei empfangbar“, sagte sie und verwies auf neue Formate wie „Dein Verein“ oder „Die Abstauber“. Rechne man sämtlichen Fußball-Content, auch bei den Medienpartnern, zusammen, seien es gar 1.213 Stunden, davon „48 Prozent frei empfangbar“.

Ex-Spiegel-Verlagsleiter Michael Plasse wird Geschäftsführer bei Oldenburgischer Volkszeitung

Der Abschied kam abrupt. 13 Jahre hatte Michael Plasse beim Spiegel-Verlag gearbeitet – zuletzt als Verlagsleiter mit der Verantwortung für die Vermarktung und Vertrieb des Nachrichtenmagazins sowie als Verlagsleiter des Manager Magazins. Doch im Oktober 2017 kam es zum Bruch. Überraschend verließ der studierte Betriebswirt das Verlagshaus an der Ericusspitze.

Jetzt hat Plasse einen neuen Job. Er wird zum 1. Februar Geschäftsführer bei der Oldenburgischen Volkszeitung. Mit Plasse habe man einen ausgewiesenen Medienexperten mit hoher Kompetenz in der kaufmännischen Steuerung publizistischer Unternehmen gewonnen, sagt der derzeitige Geschäftsführer und Gesellschafter Karl Themann aus Hausstette.

Mit Plasse wandert ein weiterer ehemaliger Spiegel-Manager ins Zeitungsgeschäft ab. Auch der ehemalige Spiegel-Verlagsgeschäftsführer Ove Saffe kehrte der Magazinbranche den Rücken und ist inzwischen als Geschäftsführer für die Zeitungssparte der Funke Mediengruppe verantwortlich, zu der unter anderem die Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt gehören.

Neues TV Now offiziell gestartet

Fest steht jetzt auch der Preis des sogenannten Premium-Pakets, das neben den Livestreams der linearen Sender auch Vorab-Ausstrahlungen, ein Archiv, HD sowie exklusive Inhalte umfasst. 4,99 Euro verlangt TV Now für den monatlichen Zugang und liegt damit wie angekündigt unter den Netflix-Preisen. Erstmals umfasst das Paket auch die Pay-TV-Sender der Gruppe.

Interessantes Detail: Selbst wer für TV Now bezahlt, wird Werbung sehen – Kunden des Premium-Pakets sollen jedoch nicht mehr als einen Werbespot vor Sendungsbeginn ausgespielt bekommen. Werbeunterbrechungen selbst sind jedoch nicht vorgesehen. Abseits des kostenpflichtigen Pakets soll es viele Serien und Shows auch weiterhin kostenlos zu sehen geben – verpasste Sendungen können in der Regel bis zu sieben Tage nach der TV-Ausstrahlung gestreamt werden, heißt es. „Mit TV Now möchten wir die Menschen in ganz Deutschland unterhalten, informieren und bewegen“, sagt Jan Wachtel, Chief Digital Content Officer der Mediengruppe RTL Deutschland und zugleich Geschäftsführer von RTL interactive.

Optisch erfindet TV Now das Rad nicht neu. „Die neue Oberfläche wird von der Struktur her nicht so weit entfernt sein von anderen VoD-Angeboten wie Netflix, Amazon & Co., was daran liegt, dass wir nicht von Raketenwissenschaft reden“, erklärte Jan Wachtel. Unter Zugzwang sind nun ProSiebenSat.1 und Discovery, die gemeinsam an einem Neustart von 7TV arbeiten, das dann auch mit einem neuen Namen versehen werden soll. Ein Team von über 200 Mitarbeitern bereitet aktuell den Start der neuen Plattform für Mitte 2019 vorbereiten.