Google weist Forderungen der VG Media zurück

Google will auch weiterhin keine Lizenzgebühren an die deutschen Verlage zahlen. Der Konzern bezeichnete die jüngsten Forderungen der VG Media als „haltlose Gedankenspiele“. Die Verwertungsgesellschaft hatte sich vergangene Woche nach der Verabschiedung des neuen EU-Urheberrechts mit einer Milliardenforderung an Google gewandt.

Die VG Media fordert von Google für die Nutzung von digitalen Presseerzeugnissen rückwirkend für die Zeit vom 1. August 2013 bis zum 31. Dezember 2018 insgesamt 1,24 Milliarden Euro. Die VG Media geht bei der Berechnung davon aus, dass ihr für diesen Zeitraum ein fünfprozentiger Anteil des von Google in Deutschland erzielten Umsatzes von 24,77 Milliarden Euro zustehe.

„Wir kommentieren derlei haltlose Gedankenspiele nicht“, erklärte ein Google-Sprecher. Der Internetkonzern erwäge laut dem Dienst nun, den Verlagen eine Art Gegenrechnung zu schicken. Dabei will Google den Traffic zugrundelegen, den die Suchmaschine auf die Websiten der Verlage weiterleitet und den die Verlage selbst monetarisieren können. Selbst wenn Google dabei nur einen sehr geringen Tausendkontaktpreis zugrundelegen würde, käme wohl bereits eine stolze Summe zustande.

Bei den rückwirkenden Forderungen beruft sich die Verwertungsgesellschaft auf das nationale Leistungsschutzrecht für Presseverlage, das in Deutschland bereits am 1. August 2013 in Kraft getreten ist. Allerdings ist unklar, ob das deutsche LSR überhaupt gültig zustande gekommen ist.

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