Google hat mit Stadia Millionen in den Sand gesetzt

Cloud-Gaming sollte 2019 der große Hit werden. Games werden gestreamt und laufen somit auf jeder Hardware mit gutem Internetzugang – egal ob Smartphone oder High-End-PC. Googles Cloud-Gaming-Dienst Stadia (hier im futurezone-Test) startete in Österreich erst im Dezember 2020. Wenige Wochen später wurden alle hauseigenen Spielestudios geschlossen, die Exklusivtitel für die Plattform entwickeln sollten.

Der Spielejournalist Jason Schreier hat nun für Bloomberg einen Bericht verfasst, in dem er analysiert, warum der große Erfolg ausblieb, obwohl Stadia vielversprechend wirkte. Als einen Grund nannte er dabei die enormen Summen, die Google für bestimmte Games bezahlte.

Damit etwa Red Dead Redemption 2 im Stadia-Katalog landete, sollen zweistellige Millionenbeträge geflossen sein. Die hohen Summen seien auch für Branchen-Insider „schockierend“ gewesen.

Schreier identifizierte auch Probleme beim Launch des Dienstes. Vor allem das fehlende Abo-Modell, das wie das für einen monatlichen Betrag einen ganzen Spielekatalog anbietet, soll das Interesse gedämpft haben. Zudem waren zum Launch überhaupt nur 80 Spiele verfügbar. So sei das Ziel für monatlichen Nutzer und Verkäufe des zugehörigen Controllers um Hunderttausende verpasst worden.

Laut Schreier hatten Mitarbeiter vor einem enttäuschenden Launch 2019 gewarnt und schlugen vor, ihn zu Beta-Test zu kommunizieren. Die Verantwortlichen entschieden sich dagegen.

Einige Branchen-Insider rechnen bereits damit, dass der Dienst in der Nahen Zukunft eingestellt wird.

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