EU richtet drittgrößte Biometriedatenbank der Welt ein

Auf Beschluss des EU-Parlaments sollen mehrere europäische Behörden künftig die von ihnen erfassten biometrischen Daten in einen gemeinsamen Bestand zusammenlegen. Unter dem Namen Common Identity Repository (CIR) entsteht damit das weltgrößte Archiv für Fingerabdrücke und Gesichtsscans sowie Kerndaten wie Namen, Passnummern und Geburtstage.

Integriert werden Daten von Polizei-, Grenz- und Migrationsbehörden, konkret aus dem Schengen-Informationssystem Eurodac und dem Visa-Informationssystem, dem System zur Speicherung von Daten von Ein- und Ausreisenden in die Union (EES), von straffällig gewordenen Menschen aus Drittstaaten (ECRIS-TCN) sowie dem Europäischen Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS).

Begründet wird der Schritt damit, dass die Datenbank die Zusammenarbeit der Behörden im Rahmen der Strafverfolgung sowie Asyl und Migration verbessern soll. Versprochen wurden dabei strikte Regeln hinsichtlich des Datenzugriffs und der Wahrung der Privatsphäre.

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