Mehr als die Hälfte möchte keine Newsletter im Messenger

Während Facebook in vielen Ländern mit stagnierenden Nutzungszahlen zu kämpfen hat, erfreut sich seine Messenger-Tochter enormer Beliebtheit: Mehr als die Hälfte der Deutschennutzt mehrmals täglich einen Messenger-Dienst wie WhatsApp (56 Prozent). 70 Prozent der Deutschen nutzen den grünen Messenger zumindest regelmäßig. Die Angst vor weiteren Datenskandalen lässt Nutzer bevorzugt nicht-öffentlich kommunizieren.

Etliche deutsche Medien haben den Trend erkannt und bieten mittlerweile Newsletter über den Messengerdienst an. Etwa die Süddeutsche Zeitung, bento oder die Augsburger Allgemeine, aber auch Bravo, Gala und die Cosmopolitan.

Doch eine aktuelle repräsentative YouGov-Umfrage kommt zu dem Ergebnis: Mehr als die Hälfte der Deutschen ist skeptisch, wenn es um das Empfangen von Angeboten oder Informationen von Unternehmen, Medien oder Blogs über Messenger Dienste geht und möchte solche Informationen nicht erhalten (58 %).

Obwohl es knapp einem Viertel der Umfrageteilnehmer wichtig ist, Push-Nachrichten mit neuen Meldungen direkt auf das Smartphone-Display zu erhalten (24 %), legen lediglich sechs Prozent Wert auf die Möglichkeit, „Newsletter“ von Unternehmen, Medien oder Blogs zu abonnieren und so aktuelle Informationen zu erhalten.

Wer sich für Push-Benachrichtigungen von Unternehmen dennoch erwärmen kann, wünscht sich diese laut Umfrage am ehesten in Form von Angeboten von Restaurants, Cafés oder Bars (12 %). Aber auch Angebote von Online-Shops (11 %) und Aktionen vom stationären Handel vor Ort wie zum Beispiel für Möbel, Blumen oder Dekorationsartikel wecken bei den Nutzern Interesse (8 %).

Immerhin: Für Push-Nachrichten von Medien, Blogs und Newsportalen zeigen sich 12 Prozent bereit. Ein Grund für die noch extrem geringe Akzeptanz von Unternehmensmeldungen bei WhatsApp dürfte die Tatsache sein, dass der Dienst bislang vor allem als Messenger für private Kommunikation wahrgenommen wird – und nicht als Social Network.

Online-Hassreport Österreich: 1960 Hasspostings 2018/19 gemeldet

Österreichweit wurden von März 2018 bis März 2019 exakt 1.960 Hasspostings der Antidiskriminierungsstelle Steiermark gemeldet. Das bedeutet ein Plus von 61 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. 1.005 der gemeldeten Beiträge wurden verfolgt oder angezeigt. 299 Postings waren NS- und antisemitische Parolen, so Leiterin Daniela Grabovac.

Grabovac sprach bei der Bilanz von „Zwei Jahre BanHate-App“ – mittels welcher Hasspostings gemeldet werden können – über „viel Unerwartetes. Wir dachten aber nicht, dass Antisemitismus und Holocaustleugnung in dieser Breite vorhanden sind.“ In den zwei Jahren seit Einführung der App habe man 3.838 Meldungen von Hasspostings aus ganz Österreich erhalten. 1.966 davon wurden weiter verfolgt. 87,8 Prozent davon seien auf Facebook, 5,8 Prozent auf Online-Medien veröffentlicht worden. 3,9 Prozent wurden auf Google, 2,5 Prozent auf Medien wie Instagram oder Youtube abgegeben. Nutzer der BanHate-App seien derzeit 2.297 Personen. Die Daten würden am Server gut geschützt und doppelt verschlüsselt, sagte Grabovac.

Erschreckend sei, dass viele Holocaustleugner so raffiniert formulierten, dass jemand mit der Materie nicht Vertrauter dies auch glauben könnte. Grabovac nannte einige der Postings: „Das Rote Kreuz würde angeblich die Zahl von sechs Millionen ermordeten Juden als Schwindel bezeichnen, oder: „Stolpersteine seien eine Verschandelung“. Ein Beitrag zeigte einen Gasthausraum, versehen mit dem Kommentar: „kauf bloß nicht beim Juden“.

Bandbreiten-Weltrangliste: Österreich weit weg von der Spitze

Die größten Datenmengen können im Schnitt User in Singapur durch ihre Leitungen schaufeln, sie kmmen durchschnittlich auf 197,5 Mbit/s. Ihnen folgt die chinesische Sonderverwaltungszone Hongkong mit knapp 173 Mbit/s. Platz 3 erreicht Südkorea mit 144,8 Mbit/s. Danach reihen sich erstmals zwei europäische Staaten ein. Im Schnitt 130,4 Mbit/s beträgt die Festnetzbandbreite in Rumänien. 128 Mbit/s sind es im Kleinstaat Andorra.

Es folgen eine Reihe weiterer Staaten, vor allem aus Europa und Asien, ehe Österreich in der Liste aufscheint. Die Alpenrepbulik rangiert – zum Vormonat unverändert – auf Platz 57. Mit 39,2 Mbit/s liegt man knapp hinter dem Kosovo (39,6 Mbit/s) und vor Uruguay (38,4 Mbit/s). Damit liuegt man auch unter dem globalen Schnitt, der aktuell mit 58,7 Mbit/s angegeben wird.

Besser sieht die Situation bei mobilem Internet aus. Hier platziert man sich mit einem Schnitt von 43,70 Mbit/s an 26. Stelle, fast gleichauf mit Finnland und knapp vor Taiwan. Die schnellste Verbindung über das Mobilfunknetz erhält man demnach momentan in Norwegen (65,3 Mbit/s), Kanada (64,4 Mbit/s) und Südkorea (63,8 Mbit/s). Die Top 5 werden von den Niederlanden (61,8 Mbit/s) und Katar (59,9 Mbit/s) vervollständigt.

Ende 2017 kam die österreichische Telekombehörde RTR zum Ergebnis, dass der Bandbreitenschnitt (Median) in Österreich bei 18 Mbit/s liegt, wobei hier sowohl mobile, als auch festnetzgebundene Anschlüsse berücksichtigt sind. Mobiles Internet hat hierzulande das Festnetz bereits überholt, was den durchschnittlichen Datendurchsatz betrifft.

Amazon-Armband soll menschliche Gefühle lesen können

Amazon entwickelt laut ein Armband mit seiner Assistenzsoftware Alexa, das Emotionen von Nutzern erkennen und auf sie eingehen kann. Während noch unklar sei, ob das Gerät tatsächlich auf den Markt kommen solle, habe der Online-Händler noch zuletzt daran gearbeitet.

Demnach sei die Idee, aus der Stimme den Gemütszustand von Nutzern herauszuhören. Ein bereits vergangenes Jahr veröffentlichtes Amazon-Patent beschrieb zum Beispiel eine Situation, in der eine Frau Alexa sagt, sie sei hungrig und und dabei hustet und schnieft. Die Software schließt daraus, dass die Nutzerin erkältet sei und schlägt ihr ein Rezept für Hühnersuppe vor.

D: Bundeskartallamt nimmt Bewertungsportale unter die Lupe

Das Bundeskartellamt in Bonn hat eine Sektoruntersuchung zu Nutzerbewertungen im Internet eingeleitet. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „Nutzerbewertungen sind neben dem Preis das wichtigste Entscheidungskriterium für Verbraucher beim Online-Kauf. Auch bei der Wahl eines Arztes, Handwerkers oder Restaurants vertrauen viele Verbraucher auf Bewertungen anderer Nutzer im Internet. Es gibt Hinweise, dass Nutzerbewertungen nicht selten gefälscht oder manipuliert sind. Vorrangiges Ziel unserer Sektoruntersuchung ist es deshalb herauszufinden, welche Bewertungssysteme dafür besonders anfällig sind und inwieweit hier ggfs. Verbraucherrechtsverstöße vorliegen.“

Untersuchungen und Medienberichte weisen laut Mundt immer wieder darauf hin, dass Nutzerbewertungen im Internet in vielen Fällen nicht authentisch sind, weil sie z.B. von einem Computer generiert wurden oder weil der Bewertende eine Gegenleistung erhalten hat, ohne dass dies transparent gemacht wird. Wenn Verbraucher aufgrund nicht-authentischer Bewertungen zu falschen geschäftlichen Entscheidungen verleitet werden, könne dies einen Verbraucherrechtsverstoß darstellen.

„Dossier“ sammelt für zweite Printausgabe zum Thema Korruption

Das Rechercheprojekt „Dossier“ sammelt Geld für seine zweite Printausgabe. Thema wird Korruption in Österreich, teilte Chefredakteur Florian Skrabal mit. Nun startete die Crowdfunding-Kampagne dafür. Bis 27. Juni will man 60.000 Euro sammeln.

„Wer zahlt, schafft an. Wie korrupt ist Österreich?“ wird der Titel des zweiten „Dossier“-Hefts. Anlass sind „die aktuellen Ereignisse“ rund um das Ibiza-Video, erklärte Skrabal. „Korruption in all ihren Facetten“ will das „Dossier“-Team durchleuchten, „alte und neue Skandale, von Glock zu Novomativ zu Raiffeisen, den politischen Parteien, gleich welcher Farbe und vieles mehr“ recherchieren und all das auf 100 werbefreien Seiten aufbereiten.

TV-Werbeumsätze sind erstmals seit zehn Jahren gesunken

Nun ist es amtlich: TV hat das Jahr 2018 erstmals seit 2008 mit einem Minus abgeschlossen. Der Nettowerbeumsatz sank um 1,2 Prozent auf rund 4,54 Milliarden Euro. Die größte klassische Gattung leidet unter der gedämpften konjunkturellen Stimmung. „Natürlich hätten wir gern mehr gehabt. Aber TV entwickelt sich besser als der Markt“, kommentiert Martin Krapf, Geschäftsführer der Gattungsinitiative Screenforce, die Ergebnisse.

Entsprechend ist der Verlust an Nettowerbeumsatz mit einem Plus des Marktanteils einhergegangen. Er stieg von 28,3 auf 28,7 Prozent. Für 2019 erwartet der Rundfunkverband Vaunet mehr als 29 Prozent für TV – allerdings weiterhin gemessen an der ZAW-Werbestatistik, die große Blöcke wie Search mit über 3,5 Milliarden Euro ausblendet.

Für 2019 geht Vaunet von einer Stagnation des TV-Nettowerbeumsatzes für Fernsehen aus. Für Instreamwerbung bleibt der Ausblick jedoch deutlich positiv. Rund 123 Millionen Euro sollen zusätzlich in Onlinevideowerbung fließen – ein Plus von circa 20 Prozent auf dann rund 0,72 Milliarden Euro. Krapf geht davon aus, dass die TV-Häuser davon überproportional profitieren werden: „Es wird zu einem Shift in broadcaster-driven Umfelder kommen.“ Werbungtreibende würden die Wirkung von Werbung auf großen Plattformen zunehmend in Frage stellen.

Radio ist 2018 ebenfalls weniger stark gewachsen, als erwartet. Das Plus lag – trotz des Audiohypes – nur bei 0,6 Prozent. Damit kam die Gattung auf insgesamt 789 Millionen Euro. 2019 soll es allerdings deutlich nach vorn gehen. Der Verband prognostiziert ein Wachstum von 2 Prozent. Ebenfalls stark wachsen soll Instream-Audiowerbung. Die Werbeumsätze werden um circa 35 Prozent auf 60 Millionen Euro zulegen. „Wir spüren überall den Rückenwind, den wir schon letztes Jahr hatten“, sagt Matthias Wahl, Vorsitzender der Geschäftsführung des Audiovermarkters RMS.

Studie: Jeder Dritte will lieber ein Konto bei Google als bei einer Bank

Die Treue zur eigenen Hausbank bröckelt im Zuge der Digitalisierung laut einer aktuellen Studie – und das dürfte für viele Geldinstitute zu einem verschärften Wettbewerb führen. Habe noch vor einem Jahr gerade einmal jeder dritte Bundesbürger (34 Prozent) schon einmal sein Stamm-Giro-Konto gewechselt, sei der Anteil inzwischen auf 41 Prozent gestiegen, ergab eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

67 Prozent der Kunden seien heute digitale Angebote wie Online Banking oder Banking-Apps wichtig bei der Auswahl ihrer Bank, vor einem Jahr waren es noch 57 Prozent. Viele, schnell zu erreichende Filialen (57 Prozent) oder eine bekannte Marke (56 Prozent) sind demnach Faktoren, die bei Kunden bereits weniger ins Gewicht fallen.

„Für Banken und Sparkassen bedeuten die Digitalisierung der Finanzbranche und das veränderte Kundenverhalten einen grundlegenden Umbruch“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Etablierten Anbietern wie auch Digitalunternehmen eröffne dies riesige Chancen.

So kann sich der Bitkom-Umfrage zufolge bereits fast jeder Dritte (29 Prozent) vorstellen, ein Konto statt bei einer Bank bei einem Digitalunternehmen wie Google, Apple oder AmazonNatürliche Verlinkung zu eröffnen – sofern es solche Angebote geben sollte.

Erstmals setzt der Studie zufolge mehr als die Hälfte der Online-Banking-Nutzer (52 Prozent) das Smartphone für Bankgeschäfte ein, 2018 waren es noch 44 Prozent. Am häufigsten werden jedoch weiterhin das Notebook (81 Prozent) und der Desktop-PC (56 Prozent) genutzt.

Auch wenn sich das Online Banking bei einer großen Mehrheit der Bevölkerung etabliert habe (70 Prozent), bleibe die Altersgruppe ab 65 Jahre weiterhin zurückhaltend, lediglich 21 Prozent der Senioren nutzen demnach diesen Weg für ihre Bankgeschäfte.

Zu den wichtigsten Dingen zählen für Kunden bei der Auswahl einer Bank allerdings die Höhe der Kontoführungsgebühren (95 Prozent), die Höhe der Einlagensicherung (94 Prozent) sowie wie viele Geldautomaten für das kostenlose Abheben zur Verfügung stehen (95 Prozent).

Twitter verdrängt traditionelle Partei-Pressearbeit

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Medienforschern der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) für die Schlussphase des Nationalrats-Wahlkampfs 2017. Dabei verlor die „klassische“ Pressearbeit an Relevanz, während die Twitteraktivität massiv anstieg.

Betrachtet wurden dabei die sechs Wochen vor dem Wahltermin, in denen die große Gruppe der Unentschlossenen ihre Wahlentscheidung trifft.

Die versuchte Themensetzung verlagerte sich von klassischer PR-Arbeit wie Presseaussendungen und Pressekonferenzen zum Teil auf Twitter. Setzte in den sechs Wochen vor früheren Nationalratswahlen jede Parlamentspartei durchschnittlich rund 450 Presseaussendungen ab, waren es im Wahlkampf 2017 nur mehr rund halb so viele. Besonders massiv reduzierte die ÖVP: Sie kam sogar nur mehr auf ein Drittel der Aussendungen vergangener Wahlkämpfe.

Im gleichen Zeitraum stieg laut Studie aber die Twitteraktivität der Parteien: Führend dabei waren die Neos mit 3.200 Tweets, die ÖVP kam auf 2.000, die Grünen auf 1.600, die SPÖ auf 1.500, die Liste Pilz auf 700 und die FPÖ abgeschlagen auf knapp 100.

Gleichzeitig würden die Studienergebnisse aber zeigen, dass auch die Macht der Regierungsparteien begrenzt sei: Die Politik passe sich an die Medien an – diese seit rund 30 Jahren beobachtete Entwicklung setze sich auch auf Social Media fort. Gleiches gelte für die zunehmende Personalisierung: „Spitzenkandidat/innen erhalten insbesondere dann mediale Aufmerksamkeit, wenn sie jene Themen aufgreifen, die zuerst von den Medien selbst vorgegeben wurden.“

Verbraucher nutzen lieber WLAN als mobiles Netz

Das Kommunikationsunternehmen Ruckus Networks wollte wissen, wie es um WLAN und dessen Nutzung steht. Dafür hat das Unternehmen 5.000 Verbraucher in Großbritannien, Frankreich und Deutschland befragt. Das Ergebnis: Eine Umfrage, die deutlich macht, wie und warum Verbraucher in verschiedenen Situationen online gehen.In Deutschland hat sich dabei beispielsweise ergeben, dass die Hälfte der Nutzer eine relativ geringe Datenmenge zur Verfügung hat: Bis zu fünf Gigabyte mobiles Datenvolumen pro Monat. Vor allem Zuhause (74 Prozent) oder im Hotel (53 Prozent) nutzen die Befragten daher lieber WLAN als das Mobilfunknetz, um online zu gehen.

Nichtsdestotrotz, ist das das Potenzial von WLAN laut Ruckus Networks noch nicht ausgeschöpft. So geben über 40 Prozent der Umfrageteilnehmer an, noch nie mit ihrem Smartphone am Flughafen online gewesen zu sein. Gleiches gilt für 61 Prozent im Sportstadium. Für Betreiber und Netzwerkunternehmen besteht so die Möglichkeit und Herausforderung, die Konnektivität unterwegs zu fördern und an Orten, in denen eine überdurchschnittliche Anzahl von Befragten noch nie online war, mehr und bessere WLAN-Verbindung anzubieten.

Click and Collect wird für den Einzelhandel immer wichtiger

„Click & Collect“ gewinne „immer mehr an Bedeutung für den Einzelhandel“, heißt es in einer kürzlich veröffentlichten Studie des E-Commerce-Verbandes BEVH und des Marktforschungsunternehmens Creditreform Boniversum.

Das Selbstabholen der Ware ist demnach für die Kunden vor allem interessant, weil sie dabei Versandkosten sparen und den Zeitpunkt der Abholung selbst wählen können. Auch die Möglichkeit, Produkte bei Nichtgefallen gleich im Laden zu lassen, findenSo berechnen Sie jetzt Ihr individuelles SEO Budget viele Verbraucher attraktiv.

Online-Handel kannibalisiert die deutschen Einkaufsstraßen

Der Online-Handel boomt, die Einkaufsstraßen darben: Denn immer mehr Verbraucher sparen sich den Weg in die Innenstädte und geben ihr Geld lieber im Internet aus. Besonders der Modehandel, die Elektronikanbieter und die Einrichtungshäuser in den Einkaufsstraßen und Shopping-Centern leiden unter der Abwanderung der Kunden, wie aus dem am Montag veröffentlichten „Online-Monitor 2019“ des Handelsverbands Deutschland hervorgeht.

„In den Branchen Fashion, Consumer Electronics und Wohnen kannibalisiert der Online-Handel zunehmend den stationären Handel offline“, heißt es in der Studie. Beispiel Mode: Im vergangenen Jahr gaben die Deutschen im Internet rund 13,2 Mrd. Euro für Kleider, Jeans, Schuhe und Accessoires aus. Das war eine Milliarde Euro mehr als im Vorjahr. Und der Zuwachs ging eindeutig zu Lasten der stationären Händler. Denn bei ihnen fehlten am Ende im Jahresvergleich rund 1,1 Mrd. Euro in der Kassa – ein Umsatzrückgang von 3,1 Prozent.

Noch schlimmer war die Situation im stationären Elektrohandel – wo die Umsätze sogar um 4,3 Prozent zurückgingen. Nach Umsatz gerechnet werden inzwischen laut HDE fast ein Drittel der Einkäufe von Elektrogeräten (31 Prozent) und mehr als ein Viertel aller Modeeinkäufe (27,7 Prozent) online erledigt – mit steigender Tendenz.

Und der Online-Handel ist dabei, weitere Branchen zu erobern. So mussten die stationären Wohn- und Einrichtungshäuser 2018 Umsatzeinbußen von rund 1,4 Mrd. Euro hinnehmen – ein Rückgang um 4,3 Prozent. Gewinner war auch hier die Online-Konkurrenz, die sich über ein Umsatzplus von 10 Prozent freuen konnte.

Der Siegeszug des Online-Handels spiegelt sich auch in der generellen Einstellung der Verbraucher zum E-Commerce. Sagte 2012 noch gut jeder zweite Verbraucher, er kaufe „nicht gern im Internet ein“, so hat sich das Bild inzwischen völlig gewandelt.

Nicht einmal mehr jeder Vierte (23 Prozent) bevorzugt aktuell auf jeden Fall klassische Geschäfte. Dagegen hat sich die Zahl der begeisterten Online-Shopper fast verdreifacht. Immerhin 28 Prozent der Befragten bekennen aktuell: „Ich kaufe am liebsten im Internet ein.“

Content-Bericht der Landesmedienanstalten veröffentlicht

Wie sieht es in der Praxis mit dem Public Value von Medienangeboten aus? Stellen Formate wie GNTM oder DSDS einen Wert für die Gesellschaft dar? Und anhand welcher Kriterien ist dieser konkret nachweisbar? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Autorinnen und Autoren im druckfrischen Content-Bericht und liefern vielseitige Antworten.

Im Bericht wird zunächst auf die letzten 20 Jahre der privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehvollprogramme zurückgeblickt, um anschließend den Nutzen dieser Programmdaten für die Diskussion um den Public Value von Medien herauszustellen. Im nachfolgenden Diskurs-Kapitel handeln fünf Autorinnen und Autoren Streit- und Standpunkte zum Thema Public Value unter verschiedenen Blickwinkeln aus. Dabei geht es für Thomas Lückerath, Daniel Rosemann, Claus Grewenig, Dr. Susanne Pfab und Dr. René Grossenbacher in erster Linie darum, welche Medienangebote und -inhalte öffentlichen Wert bieten, wie dieser überprüft werden kann und worin er überhaupt besteht. Vorgestellt werden außerdem die Ergebnisse des aktuellen Monitorings zu Barrierefreiheit im privaten Fernsehen, die zeigen, dass insbesondere beliebte Formate wie Shows, Soaps und Sportübertragungen Zuschauern mit Beeinträchtigungen zugänglich gemacht werden.

„Hongmeng“ statt Android: Huaweis heikler „Plan B“

Ein eigenes Betriebssystem für Smartphones: Zu einem solchen Schritt sieht sich der chinesische Telekommunikationsriese Huawei nach dem Technologiebann durch die US-Regierung von Präsident Donald Trump genötigt. Diesen „Plan B“ hat Huawei zwar tatsächlich in der Schublade. Doch Experten zufolge lauern dabei Risiken.

Bereits seit 2012 arbeitet der in Shenzhen ansässige Konzern Medienberichten zufolge an einem eigenen Betriebssystem, das durch die erzwungene Abkapselung von Googles allgegenwärtigem Android-Kosmos nun schlagartig Brisanz bekommt. Auch wenn Huawei die Existenz dieses Betriebssystems durchaus einräumt, blieben Details zu der Plattform bisher im Dunkeln.

„Hongmeng“ statt Android

Das System mit dem Namen „Hongmeng“ werde derzeit getestet und werde „schrittweise“ Android ersetzen, berichtete am Montag die chinesische Staatszeitung „Global Times“. Dabei berief sich die Zeitung wiederum auf andere chinesische Medien – ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Dass Huawei ein eigenes Betriebssystem vorbereitet, hatte Konzernmanager Richard Yu indes bereits im März der „Welt“ gesagt. „Sollte es einmal dazu kommen, dass wir diese Systeme nicht mehr nutzen können, wären wir also gewappnet“, sagte er der Zeitung. „Das ist unser Plan B.“

Achillesferse

„Aber wir bevorzugen natürlich die Zusammenarbeit mit den Ökosystemen von Google und Microsoft“, fügte der Leiter der Konzernsparte für das Konsumentengeschäft zugleich hinzu. Genau diese Zusammenarbeit steht trotz der zuletzt von Washington eingeräumten dreimonatigen Schonfrist nun in Frage, nachdem das US-Handelsministerium Huawei samt seiner Tochterfirmen auf eine schwarze Liste setzte.

Denn US-Firmen dürfen an die Unternehmen auf dieser Liste nur mit behördlicher Erlaubnis Technologieprodukte verkaufen. Das zwingt Huawei einerseits, sich von US-Technik zu emanzipieren, trifft aber zugleich die Achillesferse des Konzerns.

Große Herausforderung

Zwar betont der chinesische Konzern stets, bei der Netzwerktechnik für den neuen 5G-Mobilfunkstandard könne die Welt wegen des technologischen Vorsprungs nicht auf Huawei-Ausrüstung verzichten.

Doch an einem Smartphone-Betriebssystem sind bereits andere Technologiegiganten krachend gescheitert – denn die Plattformen müssen zugleich Nutzer und App-Entwickler überzeugen. Experten betonten, dass die rein technische Entwicklung nur einen Teil der Herausforderung ausmacht. Sich eine kritische Nutzermasse zu sichern und das Vertrauen der wichtigen App-Entwickler in die Plattform zu festigen, könne Jahre dauern.

Botlab – die neue Blockchain

Die Stärke großer Internetplattformen beruht auf der Menge der Daten über ihre Nutzer. Wer sich bei Google, Facebook und Amazon einloggt, der stellt gewissermaßen einen Blankoscheck über die Nutzung seiner Daten aus, die dann werbevermarktet werden – und damit letztlich zum Aufbau von mächtigen Datensilos beitragen.

Dieser Mechanismus ist einer wachsenden Menge von Nutzern bewusst, doch an ihrem Verhalten im Netz ändert das bisher wenig. Denn die Daten sammelnden Anwendungen sind häufig praktisch oder mindestens unterhaltsam.

Eine Berliner Firma will nun dazu beitragen, die Macht der Datenmonopole zu schwächen und das klassische Log-in, also die Anmeldung durch Eingabe eines Nutzernamens und Passworts, überflüssig zu machen. Denn Log-ins, sagt Ingo Rübe, Gründer und CEO der Botlabs, „führen letztlich zu Monopolen, die Innovationen verhindern“.

Plattformen kontrollieren die Wertschöpfung
Die Dominanz einiger weniger Log-in-Plattformen führe nicht nur zu deren wirtschaftlicher Macht, sondern verursache ebenso Sicherheitsrisiken – zuletzt wurden einige Datenlecks bekannt, bei denen Hacker Millionen Passwörter von Internetfirmen absaugten.

Die Ist-Situation: Plattformen wie Google, Facebook und Amazon, auch neue Dienstleister wie AirBnB und Uber, kontrollieren die Verbindungen zwischen Anbietern und Nutzern, beziehungsweise stellen diese überhaupt erst her. Die Werte werden entsprechend dann auch bei diesen Unternehmen angesammelt. Diese arbeiten daran, Monopole aufzubauen und Wettbewerber über ihre Marktmacht zu verdrängen.

Wie soll es anders gehen? Die 2018 gegründete Firma Botlabs will mittels der Blockchain-Technologie das Ausstellen und Vorzeigen von Dokumenten ermöglichen, ganz nach dem Vorbild aus der realen Welt. Über das von der Firma entwickelte „Kilt Protocol“ können sich Personen, Unternehmen und letztlich sogar Geräte von einem Aussteller ein Dokument über eine bestimmte Eigenschaft ausstellen lassen – ihre Identität, ihre Fahrerlaubnis, etc.

Dieses Dokument aber wird nicht beim Aussteller gespeichert, sondern direkt beim Nutzer und zusätzlich eine Prüfsumme des Dokuments auf der Blockchain hinterlegt. Die Blockchain ist eine dezentrale digitale Datei, auf die Informationen geschrieben werden können, die sich nicht mehr löschen lassen und damit eindeutig identifizier- und überprüfbar sind.

Prinzip aus der analogen Welt
Was bedeutet, dass ein Nutzer anstelle seines Passworts jederzeit sein jeweiliges Dokument senden kann, dessen Gültigkeit von dem jeweiligen Empfänger auf der Blockchain überprüft werden kann. Das Besondere daran ist, dass die Prüfung eines bestimmten Dokuments vollständig vom ursprünglichen Aussteller desselben entkoppelt ist, der weder tätig werden muss noch Kenntnis von diesem Vorgang erhält.

Wie in der analogen Welt, in der die ausstellende Führerscheinbehörde in der Regel nicht erfährt, dass eine Person die Karte gerade vorgezeigt hat, beispielsweise um sich auszuweisen. Die Währung, auf der das Prinzip aufbaut, heißt Vertrauen.
Die Macher des Kilt Protocol werben mit „vollständiger Datensouveränität“ – nur der Eigentümer der Daten bestimme, welche Daten er zugänglich mache. Es gehe darum, dem Verlust des Vertrauens ins Netz entgegenzuwirken, sagt Botlabs-Gründer Rübe: „Das Netz steht an einer neuen Stunde null.“ Will heißen: Die Datenskandale und die damit einhergehende regelmäßige Missachtung der Rechte von Nutzern führen unweigerlich zu alternativen Modellen, wie Menschen sich im Internet bewegen und wie sie dort mit ihren Daten umgehen können.

Mit der Herausforderung, den Log-in-Giganten wettbewerbsfähige Alternativen entgegenzusetzen, beschäftigt sich beispielsweise auch die Firma Verimi, die eine Plattform zur Verifizierung von Identitäten aufbaut, an der neben Unternehmen wie der Allianz, der Deutschen Bank und der Telekom auch die Axel Springer SE beteiligt ist.

Verlage als Miteigentümer
Der Informatiker Ingo Rübe sagt, der Ansatz seines Unternehmens funktioniere unabhängig von Branchen, biete sich beispielsweise für Banken und Verwaltungen an, könne aber auch für ganz andere Anwendungen genutzt werden.

Als Miteigentümer von Botlabs sind die Verlage Burda Media aus München und Ringier aus Zürich an Bord – gerade Verlage erlebten in den vergangenen Jahren, wie Plattformen die Verbindungen zwischen Nutzern, Inhalteanbietern und Werbekunden übernahmen. Diese Zentralisierung von Macht soll nach der Vorstellung von Rübe wieder aufgelöst werden.

Die Nutzung des Internetprotokolls Kilt, an dem die Firma eineinhalb Jahre gearbeitet hat, ist kostenlos, denn es soll sich möglichst zu einem Standard entwickeln, der von vielen Menschen, Unternehmen und Organisationen genutzt wird. Verdienen will Botlabs mit Dienstleistungen und der Ausgabe einer eigenen Kryptowährung, dem Kilt Coin, mit dem Transaktionskosten wie das Ausstellen eines Dokuments bezahlt werden müssen.

Die Voraussetzung für die Massenadaption solcher Protokolle werden aber die ganz konkreten Anwendungsfälle sein, die es einmal geben wird. Ohne unmittelbar praktikablen Nutzen ist die Blockchain letztlich wertlos.

Bildschirme aus dem Drucker

Die japanische Joled arbeitet seit 2015 an der Entwicklung eines Verfahrens, das die Herstellung von Oled-Displays stark verbilligen soll. Nun hat das Unternehmen auf einer Branchenveranstaltung im Silicon Valley mehrere Bildschirme gezeigt, die mit dem neuartigen Druckverfahren hergestellt worden sind. Sie können Inhalte in hoher 4K-Auflösung darstellen. Bestimmt sind die neuartigen Oled-Displays nicht für Smartphones oder grossformatige Fernseher, sondern für hochwertige Computer-Monitore mittlerer Grösse oder für den Einsatz in Fahrzeugen.

Joled hat ein Druckverfahren entwickelt, bei dem die Oled-Pixel auf Glassubstrate aufgedruckt werden. Die Drucktechnik gilt als kostengünstige Alternative zum herkömmlichen Verfahren zur Oled-Herstellung auf Basis von Gasphasenabscheidung und soll Oled-Displays zum Durchbruch im Massenmarkt verhelfen.

Oled-Displays benötigen anders als LCD-Bildschirme keine Hintergrundbeleuchtung, denn die organischen Leuchtdioden emittieren selbst Licht. Dies ermöglicht nicht nur besonders flache und leichte, sondern auch flexible Bildschirme. Auch das ist mit der Drucktechnik machbar, wie Joled mit einem zur Säule gerolltem Bildschirm mit 204 dpi demonstriert.

Joled ist 2015 gegründet worden, um die Entwicklung von Produktionsverfahren auf Basis von Drucktechnik voranzutreiben. Entstanden ist das Unternehmen aus dem Zusammenschluss der Oled-Abteilungen der japanischen Elektronikriesen Sony und Panasonic sowie dem Joint-Venture-Unternehmen Japan Display, einem Gemeinschaftsunternehmen von Sony, Toshiba und Hitachi für Flüssigkristallbildschirme (LCD).

Digitalstudie: Berliner sind Spitzenreiter beim Surfen

Die „digitalen Deutschen“ sind inzwischen bereits 49,9 Stunden pro Woche im Schnitt online, fast vier Stunden mehr als noch im vergangenen Jahr. In Berlin surfen die Bürger nochmals 13 Stunden mehr – damit erreicht die Hauptstadt den Spitzenplatz im Bundesländer-Ranking. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2019.

Bei der Internetnutzung zeigt sich noch immer eine Kluft zwischen Jüngeren und Älteren: Die unter 40-Jährigen, die so genannten Digital Natives, sind pro Woche etwa 65 Stunden online. Ältere Bundesbürger bringen es auf im Schnitt knapp 43 Stunden.

Smartphone überholt alle anderen Geräte
Zum Surfen nutzen die Deutschen am meisten ihr Smartphone (76 Prozent). Es ist erstmals seit der ersten Auflage der Studie im Jahr 2015 das Gerät Nummer eins, um im Netz unterwegs zu sein. Der Laptop belegt altersübergreifend Platz zwei mit 72 Prozent Nutzung. Weiter auf dem Vormarsch ist das Tablet, das von 46 Prozent der Deutschen (Vorjahr 42 Prozent) verwendet wird. Ein kleines Revival erlebt der Desktop-PC: Nachdem der stationäre Computer mit Monitor und Maus in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgedrängt wurde, stieg die Nutzung in diesem Jahr erstmals wieder auf 58 Prozent (Vorjahr 54 Prozent).

Sprachassistenten und Wearables auf dem Vormarsch
Vor allem die Nutzung von Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant sowie von Wearables wie Smartwatches zum Surfen hat spürbar zugenommen. Zehn Prozent der Deutschen (Vorjahr: fünf Prozent) sprechen mit Alexa oder Siri. Sechs Prozent (Vorjahr: vier Prozent) haben Wearables für sich entdeckt. Die Deutschen widmen sich diesen Geräten im Schnitt jeweils rund eine Wochenstunde mehr als im vergangenen Jahr. Intelligente Sprachassistenten sind wöchentlich im Schnitt 1,7 Stunden im Einsatz, Smartwatches und Fitness-Tracker werden 1,8 Stunden pro Woche genutzt. Die unter 40-Jährigen kommen im Schnitt bereits auf gut drei Wochenstunden mit ihrer Smartwatch und 2,7 Wochenstunden für die Nutzung von Alexa und Co. Die Smartphone-Nutzung nach Stunden ist gleich geblieben.

Surfer-Hotspot Berlin
Die Berliner sind mit großem Abstand Spitzenreiter, wenn es ums Surfen geht. 62,9 Stunden verbringen die Hauptstädter pro Woche durchschnittlich im Netz, und damit 6,5 Stunden mehr als noch im Vorjahr. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Niedersachsen (55,2 Stunden) und Mecklenburg-Vorpommern (53,4 Stunden). Auch das Schlusslicht kommt aus dem Norden der Republik: In Schleswig-Holstein surfen die Menschen im Schnitt 39,8 Stunden pro Woche.

Musikstreaming explodiert in Österreich: Plus von 40 Prozent

Die Streaming-Anbieter sorgen für Wachstum in der Branche. Die zeigt sich auch in den Geschäftszahlen, so wurden im vergangenen Jahr 153,3 Millionen Euro von der heimischen Musikindustrie erwirtschaftete, ein Plus von 5,5 Prozent gegenüber 2017. Verantwortlich für dieses Wachstum sind Anbieter wie Spotify, die einen Zuwachs von 58,3 Prozent auf 51,6 Millionen Euro verbuchten.

Auch in den ersten Monaten dieses Jahres boomt Musik-Streaming. Und wie. „Die Umsätze mit Musikstreaming-Abos entwickeln sich weiterhin positiv, im ersten Quartal gab es ein Wachstum von rund 40 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr“, sagt Thomas Böhm vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI). Den Markt teilen sich Spotify, Amazon, Apple und Deezer auf.

Im Jahr 2018 brach hingegen der Umsatz mit CDs um 17,3 Prozent auf 43,4 Millionen Euro ein. Vor allem Fans von Klassik, Volksmusik, Schlager und Heavy Metal greifen weiterhin gerne zu physischen Tonträgern. Zusätzlich verweigern sich ältere Nutzer mit Vorliebe für Volksmusik und Schlager Streamingdiensten, während junge Nutzer eher zu Streaminganbietern greifen.

Weltweit haben Abos für Streaming-Dienste dem Musikmarkt das stärkste Wachstum seit Jahrzehnten beschert. Der globale Umsatz der Musikindustrie stieg im vergangenen Jahr um 9,7 Prozent auf 19,1 Milliarden Dollar-. Es war der größte Zuwachs seit Beginn der Datenerhebung 1997.

Google zeichnet Einkäufe mittels Gmail auf

Google speichert über Jahre hinweg Bestellungen von Nutzern und zeigt diese auf einer Unterseite in den Google-Einstellungen an. Wie CNBC entdeckt hat, werden auf dieser Seite Bestellungen aufgeführt, die bis ins Jahr 2012 zurückgehen. Dabei listet Google auch Käufe auf, die nicht über das Unternehmen selbst erfolgt sind.

Basis für die Einträge ist das Gmail-Postfach des Nutzers: Die Einträge auf der Käufe-Seite werden mit Hilfe von Informationen aus E-Mails generiert, in denen Details oder Rechnungen zu den gekauften Dingen enthalten sind. Solange eine derartige E-Mail nicht gelöscht wird, finden sich die Informationen auf der Seite; das betrifft auch Nachrichten, die archiviert wurden.

So lässt sich auf der Käufe-Seite des Autors dieses Textes ein Eintrag vom November 2012 zu verschiedenen Hundespielzeugen finden. Die dazugehörige E-Mail wurde vor Jahren archiviert, allerdings nicht gelöscht.

Daten sollen nicht von Google verwendet werden

Wie CNBC von Google erfahren hat, sollen die Daten nicht dazu verwendet werden, Werbung auf den Nutzer zuzuschneiden. Auch sollen sie nicht an Dritte verkauft werden. Offenbar soll die Übersicht nur dem Nutzer als Information über getätigte Käufe dienen.

Problematisch ist, dass sich das Tracking nicht ohne weiteres abschalten lässt. Anders als von Google auf seinen Hilfeseiten erklärt, konnten wir in den Google-Einstellungen keinen Punkt finden, über den wir die Auflistung der Käufe hätten abstellen können. Offenbar lässt sich das Tracking nur verhindern, indem wir die Aufzeichnung sämtlicher Web-Aktivitäten ausschalten. Dann würden wir allerdings unter anderem auch keine passenden Suchvorschläge oder Vorschläge bereits besuchter Webseiten mehr erhalten.

Auch löschen lässt sich der Kaufverlauf nicht so einfach: Es gibt keine entsprechende Option auf der Seite oder in den Einstellungen. Stattdessen können wir uns bei jedem Eintrag, der auf einer E-Mail basiert, die Ursprungsnachricht in Gmail anzeigen. Löschen wir diese, verschwindet der Eintrag. Bei Hunderten aufgelisteten Einkäufen ist das ein äußerst mühsames Unterfangen.

Jeder zweite Deutsche für Lieferung von Einkäufen per Drohnen

Amazon, DHL und weitere Unternehmen testen bereits seit längerer Zeit die Lieferung per Drohnen. Eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag des Bitkom-Verbands zeigt nun, dass bei den Bundesbürgern durchaus Interesse an Drohnen-Lieferungen besteht. Jeder Zweite würde sich beispielsweise Medikamente und Einkäufe per Drohne liefern lassen.

Drohnen für Lieferung von leichten und eiligen Produkten

Die eilige Medikamentenlieferung an abgelegene Orte würden 57 Prozent der Befragten nutzen. 49 Prozent würde sich Drohnen für die Lieferung von Einkäufen wünschen. „Warenlieferungen per Drohne wurden bis vor kurzem noch von Vielen als schlechter Scherz abgetan. Mittlerweile wird an entsprechenden Zukunftslösungen geforscht und gefeilt“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Allerdings gebe es Einschränkungen: „Logistikdrohnen werden auch in Zukunft keinen Kühlschrank liefern und sind sicher nicht für jede Ware die Lieferlösung schlechthin. Für kleine, leichte und besonders eilige Produkte müsste sich aber aus rein technischer Sicht schon heute kein Transporter oder Vieltonner mehr durch die verstopften Straßen der Innenstädte quälen.“

„Nicht alles, was technisch geht, ist auch erlaubt“

Ihre Drohne für Fotografie- und Videoaufnahmen von Landschaft und Natur nutzen würden 48 Prozent der Befragten. Drohnen als Spielzeug verwenden würden 27 Prozent der Bundesbürger. An einer Erkundung der Nachbarschaft mit Drohnen zeigten 24 Prozent der Umfrageteilnehmer Interesse. Sportliche Drohnen-Rennen fliegen würde jeden Fünften (21 Prozent) reizen.

„Luftaufnahmen waren noch nie so günstig und einfach zu bekommen. Sein Interesse an Nachbars Haus sollte man im Griff haben. Selbstverständlich ist verboten, bei den Nachbarn übers Grundstück zu fliegen oder aus der Höhe Aufnahmen vom Garten oder gar den Innenräumen zu machen. Nicht alles, was technisch geht, ist auch erlaubt“, so Rohleder.

Denn es gibt bei der Nutzung von Drohnen einige Regeln zu beachten:

Für alle Flugmodelle und unbemannte Luftfahrsysteme ab einer Startmasse von mehr als 250 Gramm besteht eine Kennzeichnungspflicht, um im Schadensfall den Halter schnell ermitteln zu können.
Für den Betrieb von Drohnen ab 2 Kilogramm ist ein Kenntnisnachweis erforderlich.

Wettbewerbs-Ermittlungen gegen Google in Italien wegen Karten-App

Italienische Wettbewerbshüter ermitteln gegen Google, weil der Konzern eine Karten-App des Energieversorgers Enel nicht in die zur Nutzung in Fahrzeugen gedachte Plattform Android Auto aufgenommen hat. Die Kartellbehörde AGCM geht deswegen dem Verdacht des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung zu Gunsten von Googles eigener Karten-App nach.

Die Anwendung „Enel X Recharge“ zeigt Fahrern von Elektroautos Ladestationen in der Nähe an.

Google erklärte bei Android Auto stehe die Sicherheit im Mittelpunkt, um Ablenkungen für den Fahrer zu minimieren. Der Konzern prüfe die Beschwerde.

Android Auto und Apples ähnliche iPhone-Software Carplay dienen vor allem dazu, Smartphones besser mit der Infotainment-Anlage im Auto zu verbinden und Apps über sie nutzbar zu machen.

Alle Open-Access-Bücher an einem Ort bündeln

Bessere Infrastrukturen für das freie Publizieren: Der Open-Access-Dienstleister Knowledge Unlatched gründet zusammen mit Partnern die Open Research Library – mit dem Ziel, sämtliche Open-Access-Buchinhalte an einem Ort zu bündeln.

Knowledge Unlatched rechnet mit weltweit rund 15.000 bis 20.000 Büchern, die bislang Open Access (OA) veröffentlicht wurden, jedes Jahr kommen rund 4.000 weitere hinzu. Bislang sind die Titel (in verschiedenen Versionen) auf zahlreichen Verlags- und Vertriebswebsites und ohne einheitliche Suchmöglichkeiten abgelegt.

Das soll die Open Research Library ändern und in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit Verlagen und Bibliotheken weltweit alle OA-Bücher zusammenführen. Dabei sei man offen für alle Anbieter und Nutzer von qualitätsgesicherten Forschungsinhalten, heißt es von Knowledge Unlatched. Weitere Details:

Alle Buchinhalte sollen unter einer Such- und Hosting-Schnittstelle gebündelt werden.
Es soll sichergestellt werden, dass entsprechende Katalogdaten den Bibliothekssystemen zur Verfügung stehen.
Das Hosting der Buchinhalte ist kostenlos.
Zur Finanzierung der laufenden technischen Kosten will Knowledge Unlatched ein Partnerprojekt initiieren.

„Es ist uns wichtig, eine moderne Infrastruktur mit möglichst vielen verschiedenen Gleichgesinnten zu schaffen, die es den Forschern erleichtert, relevante Inhalte zu finden und
zu nutzen”, sagt Knowledge Unlatched-Geschäftsführer Sven Fund. Als Infrastrukturpartner, die unterschiedliche Dienste und Services in das Projekt einbringen, werden genannt: BiblioLabs, das nordamerikanische Konsortium LYRASIS, EBSCO, ProQuest, das Internet Archive, Google (indexing in Google Scholar), Digital Public Library of America, OCLC, Researcher App sowie zahlreiche Verlage.

Fernsehen bleibt Lieblingsmedium der Kinder

Medien spielen für Kinder eine entscheidende Rolle und werden insgesamt 125 Minuten pro Tag genutzt. Je nach Anlass greifen die Kleinen dabei auf unterschiedliche Geräte zurück.

Eine repräsentative Tagebuchstudie von Acht- bis 13-Jährigen zeigt: Ihnen stehen unter der Woche – nach Schule und regelmäßigen Aktivitäten wie z.B. Sporttraining – im Durchschnitt mehr als acht Stunden Freizeit zur Verfügung, die sie auf vielfältige Art und Weise nutzen.

Das Fernsehen ist mit einer Reichweite von 93 Prozent innerhalb des dreitägigen Befragungszeitraums, demnach noch immer das Lieblingsmedium der Kinder und kommt auf eine durchschnittliche Nutzung von 66 Minuten pro Tag. Damit liegt es deutlich vor dem Lesen (75 Prozent) und Hören (71 Prozent).

Auch das Smartphone wird erwartungsgemäß besonders gern verwendet (31 Minuten pro Tag) und kann gegenüber der letzten Befragung von 2014 die deutlichsten Zuwächse in Reichweite und Nutzungsdauer vorweisen. Über alle Bildschirme hinweg stehen vor allem Videos hoch im Kurs. Social Media spielt für die meisten Kinder hingegen noch eine untergeordnete Rolle.

Microsoft und Sony arbeiten gemeinsam an Game-Streaming-Dienst

Die Hersteller der beiden konkurrierenden Spielekonsolen Xbox und PlayStation, Microsoft und Sony, bündeln ihre Kräfte in einer strategischen Partnerschaft. Die Zusammenarbeit erstrecke sich vom Streamen von Spielen und Inhalten über neue Bildsensoren bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI).

Die Vereinbarung stärkt vor allem das Microsoft-Cloud-Geschäft Azure für Internet-basierte Anwendungen, weil Sony darüber Spiele und Medien-Inhalte per Streaming an die Kunden bringen will. Der Sony-Konzern, der auch im großen Stil Zulieferer von Kamera-Chips für Handys ist, könnte zudem mit Microsoft und dessen hauseigener KI neue Bildsensoren entwickeln.

Sony-Chef Kenichiro Yoshida erklärte, beide Unternehmen arbeiteten zwar bereits seit Jahren in verschiedenen Bereichen zusammen, seien aber eben auch Rivalen. Die nun vereinbarte gemeinsame Entwicklung neuer Cloud-Anwendungen werde das Geschäft mit interaktiven Inhalten voranbringen.

Die Kooperation stärkt Sony und Microsoft vor allem in ihrem Konkurrenzkampf mit Amazon. Das als Internet-Händler groß gewordene Unternehmen ist Marktführer im Cloud-Geschäft und auch am Spiele-Markt aktiv. 2014 hat Amazon Twitch übernommen, das Live-Streaming-Videoportal, das vorrangig zur Übertragung von Videospielen genutzt wird.

Mit der neuen Strategie wollen sich Microsoft und Sony auch gegen Google wappnen. Der Internetriese hat erst vor einigen Wochen seinen eigenen Game-Streaming-Dienst Stadia angekündigt, bei dem ein hardwareunabhängiges Spieleerlebnis in 4K möglich ist.

Netflix & Co. verbessern Englischkenntnisse von Kindern

Schüler können dank Pay-TV- und Streaming-Anbietern wie Netflix oder Amazon Prime viele Filme und Serien in englischsprachiger Originalfassung anschauen – und damit nebenbei ihre Englischkenntnisse aufbessern. Nach einer Studie von Mindline Media und dem Sender Cartoon Network und Boomerang schauen 42 Prozent der Kinder in Haushalten mit einem Abo für einen Pay-TV- oder Streaming-Dienst regelmässig Inhalte in englischer Sprache.

72 Prozent der Kinder gaben an, Sendungen gerne auf Englisch anzuschauen. Befragt wurden Eltern und jeweils ein Kind im Alter zwischen sechs und vierzehn Jahren von rund tausend Familien in Deutschland.

Auf Englisch fernsehen

26 Prozent der befragten Schüler sind der Ansicht, sie könnten ein Gespräch auf Englisch führen. Unter Kindern, die kein Bezahl-TV oder Streaming-Angebot nutzen, gaben nur 17 Prozent an, sich auf Englisch unterhalten zu können.

Schon in früheren Studien wurde gezeigt, dass Bürger in Ländern, in denen englischsprachige Sendungen selten in die Muttersprache synchronisiert werden, besser Englisch sprechen und verstehen.

In Ländern wie etwa den Niederlanden, Schweden oder Dänemark werden amerikanische oder angelsächsische Produktionen vorwiegend untertitelt statt synchronisiert. Dadurch können viele Bewohner dort besser auf Englisch kommunizieren als in Ländern, in denen im Fernsehen synchronisierte Sendungen laufen. Das hat eine Untersuchung der City University of London, Yale University und Universitat Pompeu Fabra in Barcelona ergeben.

Eine frühere Untersuchung von Forschern des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen hat ausserdem gezeigt, dass der Lerneffekt beim Fernsehen in der Fremdsprache am grössten ist, wenn der fremdsprachige Untertitel eingeblendet wird und nicht Muttersprache.

Im Zweikanalton bieten auch Fernsehsender im Free-TV vereinzelt die Wahl zwischen deutscher oder englischer Tonspur.

Laut dem Bundesamt für Statistik verbringen in der Deutschschweiz Kinder im Alter von 3 bis 15 Jahren im Durchschnitt rund 48 Minuten täglich vor dem Fernseher; in der französischen Schweiz sind es im Schnitt 59 Minuten und in der italienischen 74 Minuten.

Smart Speaker boomen: Massive Umsatzsteigerung erwartet

Der Trend zu den intelligenten Lautsprechern zeige sich einerseits schon zur IFA 2019, die sowohl im Bereich der Consumer Electronics, als auch bei den Home Appliances viele Produktneuheiten verspricht, welche immer umfangreicher per Sprache bedienbar sind. Zum zweiten lässt sich die steigende Bedeutung der Sprachsteuerung bei der klassischen Anwendung, den sogenannten Smart Speakern sehen. Diese Produktkategorie hat den Siegeszug von „Alexa“, „Siri“, „Bixby“ und Co. eingeläutet und weist in der Prognose für 2019 sowohl bei den Umsatzzahlen, als auch bei der verkauften Stückzahl jeweils eine deutliche Steigerung auf.

Einer aktuellen Prognose Futuresource Consulting zufolge werden Smart Speaker im Jahr 2019 weltweit einen Umsatz von mehr als 4,5 Milliarden Euro generieren, meldete am Donnerstag die GFU Consumer & Home Electronics GmbH. Dies bedeutet ein Wachstum von 28 Prozent im Vergleich zu 2018 (3,6 Mrd. Euro). Bei der weltweit verkauften Stückzahl zeigt sich dabei ein noch deutlicheres Wachstum: 2019 werden 75 Millionen Geräte verkauft werden (2018: 53 Mio. Stück), ein Plus von 41 Prozent.

Ein genauerer Blick auf die verschiedenen Weltregionen zeigt dabei sehr unterschiedliche Verkaufszahlen* der Smart Speaker: So wird 2019 in den USA der größte Umsatz mit mehr als 2,6 Milliarden Euro erwartet, gefolgt von Europa (939 Millionen Euro) und Asien/Pazifik (934 Millionen Euro). Im Rest der Welt wiederum haben Smart Speaker noch keine derart große Bedeutung: In den übrigen Regionen zusammen werden 2019 nur 75 Millionen Euro Umsatz erreicht werden.

Bei der verkauften Stückzahl* liegen folgerichtig ebenfalls die USA mit 41 Millionen Geräten an der Spitze. In Asien werden 23 Millionen Stück erwartet, während für Europa nur 10 Millionen Geräte prognostiziert werden. Eine gänzlich andere Verteilung ergibt sich dagegen beim Durchschnittspreis*: In Europa sind Smart Speaker mit Abstand am teuersten, hier kostet ein Gerät im Schnitt 94 Euro, während in Asien nur 41 Euro erreicht werden. In den USA kostet ein Smart Speaker im Schnitt immerhin 64 Euro.

Studie: Deutsche sehen in Fake-News Gefahr für Europawahl

71 Prozent sehen laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) eine Gefahr im Vorfeld der Europawahl durch „Fake News“. 50 Prozent schätzen die Gefahr als „eher hoch“ ein, 21 Prozent sogar als „sehr hoch“. Für die repräsentative Studie wurden 1000 Bundesbürger befragt.

Beim Umgang mit Falschnachrichten zeigen sich viele Menschen unsicher: 44 Prozent der Befragten meinten, sie könnten Fake News wahrscheinlich nicht sicher erkennen und seien dadurch in ihrer Wahlentscheidung beeinflussbar. Bei der Bekämpfung der Falschnachrichten begrüßen die Befragten vor allem eine Löschungspflicht für Plattformbetreiber wie Facebook und Twitter (69 Prozent). Als geeignete Mittel werden auch eine Aufklärung der Bürger (68 Prozent) sowie eine Verpflichtung der Medien zur Identifikationen und Richtigstellung von Falschinformationen (61 Prozent) gesehen. Ein Verbot für Social-Media-Nutzer, anonym aufzutreten, wird dagegen nur von 37 Prozent unterstützt.

PwC verweist in der Studie auf die Anstrengungen, die Facebook, Twitter und andere Plattformen unternommen haben, um die Verbreitung von Falschnachrichten einzudämmen. Im Vorfeld der Europawahl hatten sich die Technologiekonzerne auf einen freiwilligen Verhaltenskodex geeignet. Er sieht vor, Verbreitern von Falschinformationen Werbeeinnahmen zu entziehen. Außerdem soll politische Werbung klar gekennzeichnet werden.

Karl Kraus‘ „Fackel“: Edition nun in vollem Umfang online

Die von Karl Kraus von 1899 bis 1936 herausgegebene Zeitschrift „Die Fackel“ ist ab sofort in vollem Umfang online zugänglich. Die seit 2007 lediglich für registrierte Nutzer einsehbare Edition wurde nun „open access“ verfügbar gemacht, gab die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) bekannt.

Dank eines erneuerten Betriebssystems erlaube nunmehr eine schnellere Suchmaschine den Zugriff auf die 37 Bände, 922 Nummern und mehr als 22.500 Seiten der „Fackel“. Das Projekt ist Teil der Arbeitsstelle „Österreichische Corpora und Editionen“ (ACE) der ÖAW.

Amazon meldet 34 Millionen Fire TV Stick-Nutzer

Das Rezept für die Nutzung von Streaming-Diensten wie Netflix oder Amazon Prime ist einfach. Nutzer müssen dafür den Stick in den HDMI-Eingang des TVs stecken, ihn mit dem WLAN verbinden – danach können Inhalte vom Smartphone und Tablet auf den großen Bildschirm übertragen werden. Besonders populär ist mittlerweile der Fire TV Stick von Amazon. Das Unternehmen vermeldete nun 34 Millionen monatliche Nutzer des Geräts. Im Jänner waren es noch 30 Millionen Stück.

Neben Netflix und Amazon Prime Video sollen in den kommenden Monaten auch Youtube genutzt werden. Auch die kommenden Streamingangebote von Disney und Apple sollen via Fire TV gesehen werden können.

Bitkom: Hälfte der Industrieunternehmen plant mit 5G

Jedes zweite Unternehmen in Deutschland hält die Verfügbarkeit der schnellen Mobilfunkgeneration 5G für wichtig. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Dabei setzen größere Unternehmen mit 2000 Mitarbeitern und mehr mit 66 Prozent Zustimmung stärker auf 5G als kleinere Unternehmen mit 50 bis 99 Mitarbeitern (41 Prozent).

Auffallend gering ist das Interesse der Unternehmen, selbst ein 5G-Netz zu betreiben, obwohl bei der aktuellen Vergabe von 5G-Frequenzen ein Viertel des Spektrums für diesen Zweck reserviert wurde. „Wenn kaum ein Unternehmen davon Gebrauch machen will, liegen diese Frequenzblöcke ungenutzt brach“, kritisierte Bitkom-Präsident Achim Berg. Der Studie zufolge planen nur drei Prozent konkret eine eigenständige Versorgung, weitere drei Prozent diskutieren immerhin die Beantragung lokal nutzbarer Frequenzen.

Die Unternehmen, die sich bereits mit 5G beschäftigen, haben der Studie zufolge unterschiedliche Anwendungsszenarien im Blick. Mehr als die Hälfte will 5G für die vernetzte Produktion einsetzen. Jedes zweite dieser Unternehmen (50 Prozent) plant damit Assistenzsysteme wie Augmented Reality und Virtual Reality, ebenso viele (49 Prozent) wollen die Echtzeit-Kommunikation zwischen Maschinen über 5G ermöglichen. Zwei von fünf (39 Prozent) sehen 5G für autonome Fahrzeuge und Transportsysteme vor. Fast jedes dritte Unternehmen (31 Prozent), das sich mit 5G beschäftigt, will mobile Roboter einsetzen.

Unternehmen, für die 5G aktuell kein Thema ist, wollen vor allem andere Technologien nutzen. 69 Prozent von ihnen planen mit WLAN statt mit 5G. Mehr als die Hälfte der 5G ablehnenden Unternehmen (57 Prozent) sieht im neuen Mobilfunkstandard keinen Mehrwert, ein Drittel (32 Prozent) hat dafür kein Budget. 18 Prozent der Unternehmen erklärt, die 5G-Technologie gefährde die Gesundheit.

Wiener Unternehmen mit Internetverbindung nur mäßig zufrieden

Zu langsam und störungsanfällig: Wiens Unternehmen sind mit der Leistung ihrer Internetverbindung nur mäßig zufrieden. Das hat eine Umfrage der Wiener Wirtschaftskammer ergeben. Häufiger als in anderen Bezirken treten Probleme in Hietzing, Simmering, Döbling und Liesing auf. Die Kammer fordert nun, den Breitbandausbau in der Stadt voranzutreiben, denn die Zukunft werde immer digitaler.

„Fast 40 Prozent der Unternehmen Wiens sind mit der Leistung ihrer Internetverbindung wenig oder gar nicht zufrieden. Ich muss ehrlich sagen, in dieser Höhe haben wir das nicht erwartet“, sagte Martin Heimhilcher, Obmann der Spare Information und Consulting, bei der Präsentation der Ergebnisse. Nur 23 Prozent der Befragten gaben an, mit der Leistung des Internets sehr zufrieden zu sein.

Hauptkritikpunkte der Befragten waren dabei die mangelnde Geschwindigkeit der Verbindung (57 Prozent) und die Häufigkeit der Störungen (29 Prozent). 27 Prozent der Unternehmen hätten vier Mal pro Jahr oder öfter eine Störung mit der Internet-Verbindung, 16 Prozent sogar mehr als zehn Mal. Zudem gaben 61 Prozent der Befragten an, vier Mal oder öfter den Eindruck gehabt zu haben, dass die Internet-Verbindung zu langsam war oder eine Anwendung wegen einer Internetgeschwindigkeit nicht funktionierte.

Ein Leben ohne Mobiltelefon? Nicht mehr vorstellbar

Das mobile Datenvolumen in Österreich ist auch 2018 massiv gestiegen. Nach einer Milliarde Gigabyte (GB) 2017 waren es vergangenes Jahr bereits 1,6 Mrd. GB. „Es vergeht kein Jahr ohne Datenrekord“, sagte Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) in einer Pressekonferenz. Zum Vergleich: 2015 waren es erst 319 Millionen GB.

Stark zugenommen hat auch die Zahl der SIM-Karten. Ende 2018 gab es 17,2 Mio. aktive SIM-Karten in Österreich, das ist ein Plus von fast 20 Prozent gegenüber den 14,4 Mio. SIM-Karten Ende 2017. Das beim FEEI angesiedelte Forum Mobilkommunikation (FMK) begründete den Anstieg damit, dass immer mehr SIM-Karten in Alarmanlagen, Heizungssteuerungen, Stromzählern, aber auch in Autos verbaut werden. Dieser Bereich, wo Geräte untereinander kommunizieren (M2M), gilt auch als Wachstumstreiber für die nächste Mobilfunkgeneration 5G.

Bei den Gesprächsminuten zeigte sich, dass 2018 wieder mehr telefoniert wurde. Mit 22,3 Mrd. Minuten stieg das Aufkommen wieder fast auf das Niveau von 2013. 2014 und 2015 als Messengerdienste wie Whatsapp populär wurden, war die Zahl der Gesprächsminuten leicht gesunken.

Laut einer vom FMK beauftragen Umfrage nutzen die meisten Österreicher ihr Handy für SMS, Whatsapp, Fotos, Wecker, E-Mail und Kalender sowie zur Navigation. Jeder zehnte der 500 von Makam Research befragten Teilnehmer gab an, das Handy nur zum Telefonieren zu nützen. Der Telefonumfrage zufolge können sich 84 Prozent der Österreicher kein Leben ohne Mobiltelefon vorstellen. 63 Prozent schalten das Handy nie aus. Eine Mehrheit von 36 Prozent findet, das Kinder im Alter von zehn Jahren ihr erstes Handy bekommen sollten.

FMK-Präsident und „Drei“-Technikchef Matthias Baldermann sagte, die steigenden Zahlen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Mobilfunkgeschäft faktisch auf der Stelle tritt. Das starke Wachstum beim Datenvolumen ohne steigende Erlöse sei mit Blick auf die Investitionen ins Netz auf Dauer nicht nachhaltig.

Die Branche hofft, durch 5G zusätzliche Umsätze in neuen Geschäftsbereichen machen zu können. Die Wirtschaftskraft werde aus neuen 5G-Anwendungen kommen, weil das Spielfeld viel größer werde. Der neue Mobilfunkstandard sei ein „Quantensprung“, so Baldermann. Österreich habe dank der Netzqualität gute Chancen, bei 5G zu den Vorreitern in Europa zu gehören.

Google schreibt 10 Millionen Euro für Sicherheit und gegen Hass aus

Google schreibt einen Fonds in der Höhe von 10 Millionen Euro für die Forschung zu Sicherheitsthemen aus. Die Initiative ist dabei speziell für europäische Teilnehmer gedacht. Google spricht in einer Pressemitteilung davon, dass man sich gezielt an Non-Profit-Organisationen oder auch Forscher aus dem akademischen Bereich oder Universitäten richtet.

Jedes einzelne Projekt könne dabei bis zu einer Millionen Euro erhalten. Als finanzierungswürdige Beispiele verweist man etwa auf Initiativen, die an neuen Methoden gegen Hass im Netz arbeiten. Generell könne es aber auch um Projekte gehen, die Menschen offline sicherer machen sollen. Google sieht das Ganze als Erweiterung eigener Aktivitäten. Schon bisher arbeite man mit dem Institute for Strategic Dialogue (ISD) um genau solche Probleme anzugehen. Dies habe sich bisher aber auf Großbritannien beschränkt, nun sollen diese Aktivitäten auf ganz Europa ausgedehnt werden.

Whatsapp-Sicherheitslücke von Spyware-Firma ausgenutzt

Das jüngste Update von Whatsapp schließt eine gefährliche Sicherheitslücke. Diese wurde angeblich von der israelischen Firma NSO Group genutzt, um das Telefon eines Rechtsanwalts anzugreifen und diesen auszuspionieren.

Der Anwalt, dessen Name nicht genannt wird, war selbst an Klagen gegen das Unternehmen beteiligt. Er hatte sich an die Organisation Citizen Lab gewandt, die daraufhin auf seinem Telefon eine Spyware fand, die schon früher von der NSO Group verwendet wurde. Der Whatsapp-Betreiber Facebook hatte zeitgleich in seinen Netzen ungewöhnliche Aktivitäten beobachtet und dabei die Sicherheitslücke identifiziert.

So wurde dieselbe Sicherheitslücke auch genutzt, um einen saudi-arabischen Dissidenten in Kanada, eine Person aus Qatar und eine Gruppe von Journalisten und Aktivisten aus Mexiko anzugreifen. Die Firma NSO Group behauptet regelmäßig, dass sie ihre Software nur an Regierungen verkauft und dabei auch ethische Kriterien berücksichtigt. Zum aktuellen Vorfall sagte NSO, dass man alle seriösen Vorwürfe von Missbrauch seiner Technologie untersuchen werde.

In der Kritik stand NSO schon häufiger. So hat die Organisation etwa die Spyware Pegasus entwickelt, mit der das Telefon des Menschenrechtsaktivisten Ahmed Mansoor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen wurde. Dieser Vorfall wurde ebenfalls von Citizen Lab untersucht.

Deutsche telefonieren erstmals mehr mobil als vom Festnetz

Rund 119 Milliarden abgehende Gesprächsminuten zählte die Behörde für 2018 im Mobilfunk. Im Festnetz gab es nur noch 107 Milliarden Gesprächsminuten. Zum Vergleich: Vier Jahre zuvor hatten die Menschen in Deutschland noch mehr als 150 Milliarden Minuten von festen Anschlüssen telefoniert.

Seit dem Wegfall der Roaminggebühren in der EU greifen auch Urlauber häufiger zum Smartphone für den Anruf in der Heimat. Das mit deutschen Mobilfunkverträgen im Ausland genutzte Datenvolumen stieg 2018 auf rund 66,4 Millionen Gigabyte, das ist fast doppelt so viel wie 2017.

Bei Telefonaten aus dem EU-Ausland betrug das Plus 14 Prozent auf etwa 2,9 Milliarden Gesprächsminuten, wie es im Jahresbericht der Bundesnetzagentur heißt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Roaminggebühren, die Telefonieren und Surfen im Internet teuer gemacht hatten, waren zum 15. Juni 2017 entfallen.

Durchschnittlich bloß noch fünf SMS im Monat

Nachrichten per SMS werden in Zeiten von WhatsApp und anderen Messengerdiensten deutlich weniger verschickt. Im Durchschnitt sind es pro SIM-Karte nur noch fünf Kurzmitteilungen im Monat. Insgesamt tippten die Handybesitzer im vergangenen Jahr 8,9 Milliarden Mitteilungen, fast 14 Prozent weniger als 2017. Auf dem Höhepunkt der SMS-Ära im Jahr 2012 waren es noch fast 60 Milliarden.

ÖWA April: Wettbewerb verschärft sich

Die April-Werte der ÖWA setzen die Entwicklung der Vormonate fort: Die heimischen News-Angebote sind wieder ein Stück näher zueinander gerückt. Bei tendenziell leichtem Schwächeln der Zugriffe konnte derstandard.at jedoch krone.at im Hinblick auf Unique User überrunden und ist in dieser Hinsicht nun das zweitstärkste Nachrichtenangebot des Landes.

Dem flächendeckenden April-Trend zu leicht sinkenden Zugriffen entkommt allerdings auch die News-Webpräsenz des ORF nicht: Die aktuelle österreichische Benchmark für monatliche Visits liegt demnach nun bei 60,7 Millionen Visits (nach 70,1 Millionen im März) sowie 8,0 Millionen Unique Clients (9,0 Millionen im März). Sinkende Visit-Zahlen, an denen regelmäßig auch Feiertage – diesmal konkret die Osterferien – ihren Anteil haben, mussten allerdings auch Visits-Zweitplatzierter krone.at, kurier.at, oe24.at, kleinezeitung.at, heute.at und vol.at verzeichnen.

Die Visits bei oe24.at sanken jedoch in stärkerem Maß als bei kurier.at, womit diese beiden Websites nun de facto auf Platz vier gleichauf liegen. Einzig derstandard.at blieb unter den größeren News-Websites mit einem monatlichen Minus von nur rund einer Million Visits relativ stabil, was dazu führt, dass sich der Abstand zu krone.at und orf.at relativ betrachtet verringert hat. Noch deutlicher wird das bei einem Blick auf die Unique Clients. Hier konnte derstandard.at aktuell krone.at überrunden und liegt nun mit 5,1 Millionen auf Platz zwei unter allen heimischen Nachrichten-Websites.

Ranking auf Vermarkterseite hält eisern
Die leicht sinkenden Zahlen der Unique Clients für krone.at setzen die Webpräsenz der Zeitung nun in unmittelbarer Nachbarschaft zu kurier.at, der die Client-Zahlen annähernd halten konnte. Oe24.at., das sich über Monate hinweg ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit kurier.at lieferte, ließ dieses Monat ein wenig aus und verlor bei Unique Clients deutlich. Einen leichten Abwärtstrend mussten allerdings auch bei den Unique Clients die meisten anderen Web-Medienangebote hinnehmen. Betrachtet man die Verweildauer auf den Sites, führt weiterhin derstandard mit einigem Abstand vor orf.at und vol.at und definiert hier mit 7 Minuten 23 Sekunden die österreichweite Benchmark.

Einen Parallellauf wie schon während der letzten Monate absolvieren die beiden größten Angebote abseits von Nachrichteninhalten: Willhaben.at liegt mit aktuell 57,5 Millionen Visits vor gmx.at (52,9 Millionen) an der Spitze. Unverändert groß ist allerdings der Abstand zwischen den beiden Sites, wenn es um die Unique Clients geht: Willhaben.at hat 7,0 Millionen auf seiner Seite, gmx.at liegt mit 3,6 Millionen ungefähr bei der Hälfte. Im Rennen der Vermarktungsgemeinschaften ist das Ranking ebenfalls gleich geblieben: Styria Digital One erreicht dabei 91,3 Millionen Visits (14,0 Millionen Unique Clients), Goldbach Audience 64,6 Millionen (8,9 Millionen UC) und austria.com/plus 28,4 Millionen (6,9 Millionen UC).

„Avengers: Endgame“ dominiert weiter die Kinocharts

Die Superhelden von „Avengers: Endgame“ dominieren weiter Nordamerikas Kinocharts. In seiner dritten Woche spielte der Film an den Kinokassen in den USA und Kanada rund 63 Millionen US-Dollar ein (etwa 56 Millionen Euro) und hielt damit den Spitzenplatz. Weltweit sind es inzwischen rund 2,5 Milliarden Dollar.

Damit liegt „Avengers: Endgame“ weiter auf dem zweiten Platz der bislang umsatzstärksten Filme hinter James Camerons „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ aus dem Jahr 2009, der mit 2,79 Milliarden US-Dollar ganz oben steht. Den Blockbuster „Titanic“ von 1997 hat „Avengers: Endgame“ aber bereits hinter sich gelassen.

Auf dem zweiten Rang in Nordamerikas Kinocharts stieg am Wochenende ein weiterer Fantasy-Abenteuerfilm neu ein: „Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu“ spielte 58 Millionen Dollar ein. Dahinter landete mit der Komödie „Glam Girls – Hinreißend verdorben“, die rund 13,5 Millionen Dollar einspielte, ein weiterer Neueinsteiger. Anne Hathaway und Rebel Wilson spielen die Hauptrollen. Alle drei bestplatzierten Filme in Nordamerika sind auch bereits in den deutschen Kinos zu sehen.

Der Thriller „The Intruder“ mit Dennis Quaid als Bösewicht spielte 6,6 Millionen Dollar ein und landete auf dem vierten Platz. „Long Shot“ mit Charlize Theron und Seth Rogen kam auf rund 6,1 Millionen Dollar und den fünften Platz.

Online-Shopping-Boom im Ramadan

Shoppen beim Fasten: Während des islamischen Fastenmonats Ramadan steigen die Umsätze der Onlinehändler stark an. Die Handelsplattformen kämpfen um die Kunden.

Seit Anfang der Woche läuft der islamische Fastenmonat Ramadan – und die Onlinehändler am Golf reiben sich die Hände. Vor allem in der kommenden zweiten Woche des Fastenmonats wird mit einem sehr starken Anstieg des Onlinehandels gerechnet.

2018 stieg der Onlinehandel in den Kernmärkten am Golf – Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate – um 106 Prozent gegenüber „normalen“ Wochen. Das ergab eine Auswertung des Onlinemarketing-Dienstleisters Criteo. Zum Eid al-Fitr hin, dem Fest des Fastenbrechens am Ende des Ramadan, auch bekannt als Zuckerfest, flachen demnach die Onlineverkäufe auf Zuwachsraten von um die 50 Prozent ab.

Allerdings, auch das hat die Auswertung der Internet-Käufe ergeben, steigen in diesem Zeitraum die Online-Flugbuchungen stark an. 63 Prozent mehr Flüge werden direkt nach dem Zuckerfest gebucht. Zuvor lässt sich ein starker Anstieg der Besuche auf Reiseplattformen beobachten.

Etwa 60 Prozent aller Onlinekunden am Golf kaufen während des Ramadan Geschenke für Freunde und Familie. In anderen großen muslimisch geprägten Ländern wie Indonesien oder der Türkei ist laut einer Analyse von Criteo von 2017 vor allem die dritte Ramadan-Woche besonders konsum-stark.

Auch Kleidungsverkäufe steigen im Ramadan stark an: Laut Google um 15 Prozent in den Geschäften und um 35 Prozent Onlinehandel. Bei Reisen lag der Anstieg der Verkäufe im Ramadan und direkt nach dem Fastenmonat bei 30 Prozent. Elektronik-Onlineverkäufe legten um 24 Prozent zu, der Smartphone-Absatz via Internet um 17 Prozent.

E-Commerce ist am Golf ein kräftig wachsendes Geschäft: Laut dem Kreditkartenkonzern Visa sind in den arabischen Staaten und in Nordafrika 2018 die Umsätze von Onlinehändlern um 44 Prozent gestiegen. Der Einzelhandel insgesamt – stationär und online – wird laut einer Prognose von Alpen Capital in den Golfstaaten allein von 253 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2018 auf 308 Milliarden US-Dollar 2023 wachsen. Am stärksten soll dabei das Wachstum in den Vereinigten Arabischen Emiraten sein.

Huawei: Leistbare 5G-Smartphones kommen Ende 2020

Die ersten günstigen 5G-Smartphones werden erst Ende 2020 auf den Markt kommen. Das sagte Yang Chaobin, verantwortlich für 5G-Consumer-Produkte bei Huawei. Ihm zufolge werden bis zum Ende des kommenden Jahres bereits Geräte für 1000 Yuan – umgerechnet rund 130 Euro – auf dem Markt erhältlich sein. Das soll deutlich schneller als bei der Vorgängergeneration sein. Bei 4G dauerte es vier Jahre von der Inbetriebnahme des ersten Netzes bis derart günstige Geräte für den neuen Mobilfunkstandard verfügbar waren.

Derzeit wurden lediglich relativ kostspielige 5G-Geräte angekündigt. In der Schweiz, wo seit kurzem ein 5G-Netz verfügbar ist, verkaufen Huawei (Mate 20 X 5G) und Oppo (Reno 5G) ihre Modelle für knapp 1000 Schweizer Franken (880 Euro), das derzeit günstigste Gerät kommt von Xiaomi (Mi Mix 3 5G), das 850 Schweizer Franken (750 Euro) kostet. Der Europa-Preis für die 5G-Variante von Samsungs Galaxy S10 ist vorerst noch nicht bekannt, in Südkorea wird es für knapp 1200 Euro angeboten.

Analyse zu Paywalls: USA voran

Wie es mit der Verbreitung aussieht und welche Unterschiede in Europa aber auch den USA zu finden sind, haben sich Medienwissenschaftler in einer Studie angesehen. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.

Die Bezahlmodelle haben die Wissenschaftler drei Kategorien zugeordnet: Dazu zählen harte Paywalls, bei denen es keine Inhalte kostenlos gibt, “Freemium”-Modelle mit einer Mischung aus kostenlosen und kostenpflichtigen Angeboten und “Metered”-Paywalls, wo der Nutzer eine bestimmte Anzahl an Artikeln im Monat frei erhält, ehe die Bezahlschranke aktiv wird.

Zunächst einmal stellt die Studie fest, dass mittlerweile 69 Prozent der Tageszeitungen eines von drei Bezahlmodellen implementiert haben. Im Vergleich zu 2017 ist das eine kleine Steigerung von 4,5 Prozentpunkten. Harte Paywalls sind dagegen sehr selten und machen lediglich drei Prozent aus. Über alle Typen hinweg haben in Finnland, Frankreich, Deutschland und Italien keine der untersuchten Nachrichtenseite darauf gesetzt. In Polen tun es aber die Gazeta Podatkowa und Gazeta Polska, in Großbritannien nutzen The Times und die Financial Times die harte Schranke und in den USA hat sich das Wall Street Journal dafür entschieden. Es ist kein Zufall, dass es sich dabei häufig um Wirtschaftspublikationen handelt.

Unter den Wochenzeitungen und Nachrichtenmagazinen arbeiten 52 Prozent mit einem Paid-Content-Modell. “Freemium” wird dann allerdings präferiert, gefolgt von “Metered” und harten Bezahlschranken. Die originären TV-Sender und Rundfunkangebote bleiben – wie bereits 2017 festgestellt – kostenlos. Dies gilt in Deutschland sowohl für ARD und ZDF als auch für Anbieter wie RTL, ProSieben und Sat.1.

Lediglich zwei rein digitale Medien operieren mit einer Paywall, stellt die Studie fest: Mediapart aus Frankreich nutzt eine harte Paywall für die Nutzer elf Euro im Monat zahlen, The Independent aus Großbritannien hat dagegen ein Freemium-Modell für rund sechs Pfund. 94 Prozent der untersuchten Medien bieten ihre Inhalte kostenlos an. In Deutschland sind das t-online.de, heftig.de, news.de., Buzzfeed und die deutsche Ausgabe der Huffington Post, deren Aus Anfang des Jahres bekannt wurde.

it Blick auf die monatlichen Abopreise zeigt sich, dass Nutzer im Durchschnitt 14,09 Euro zahlen müssen – Rabatte wurden nicht berücksichtigt. Die Preisspanne bewegt sich dabei allerdings von zwei Euro im Monat bei der Gazeta Polska bis 41,50 Euro, die Leser für die Financial Times hinlegen müssen. In Deutschland ist der Durchschnittspreis auf 14,51 Euro im Monat gesunken (2017: 17,46 Euro). Für “Freemium”-Angebote sind es 13,46 Euro. Dort liegen die FAZ (19,80 Euro), SZ (36,99) und der Spiegel (19,99) über dem Schnitt. Die Welt (9,99 Euro), Bild (7,99), Augsburger Allgemeine (9,99), HAZ (6,99), Thüringer Allgemeine (7,99), Westfälische Nachrichten (9,90) und Zeit (5,00) sind teils deutlich drunter. “Metered”-Paywalls sind im Durchschnitt bei 19,75 Euro (harte Paywalls gibt es keine). Zum Vergleich: Das Standard-Abo von Netflix kostet derzeit 7,99 Euro.

Insgesamt zeigen die Zahlen, so die Deutung der Forscher, dass die Nachrichtenorganisationen mehr und mehr auf eine Vielzahl an Einnahmequellen setzen. Manche Branchen sind dabei scheinbar etwas stärker unter Druck als andere. Regionale Nachrichtenangebote der sieben untersuchten Ländern bieten nur noch zu 27 Prozent die Inhalte kostenfrei an. Vor zwei Jahren lag der Wert bei 36 Prozent. Über alle Bereiche hinweg bieten noch immer 53 Prozent der Medien ihre digitalen Inhalte ohne jegliche Paid-Content-Strategie an.

Ausnahmen gibt es natürlich: zum Beispiel die taz und der Guardian, die ihre Inhalte frei anbieten, allerdings auf Spenden- und Mitgliedsmodelle zur Monetarisierung setzen. Das englische Traditionsblatt hatte erst Anfang Mai verkündet, nach 21 Jahren erstmals wieder in den schwarzen Zahlen zu sein und dass allein im Jahr 2018 rund eine Millionen Leser eine regelmäßige oder einmalige Spende gegeben hätten. Bis 2022 wolle das Medienhaus nun auf zwei Millionen Unterstützer kommen.

“Paywalls are likely here to stay”, schreiben die Autoren. Aufgrund sinkender Werbeeinnahmen wird es ohne Bezahlmodell nicht mehr gehen. Der vor zwei Jahren festgestellte Trend habe sich in allen Ländern bestätigt, unabhängig wie schnell die Verbreitung im Einzelnen voranschreitet. Die Befürchtungen, dass die Paywalls den Zugang zu hochwertigen Informationen einschränken – mit allen damit einhergehenden Auswirkungen auf die Demokratie – scheinen vorerst überwunden zu sein. Harte Bezahlschranken sind selbst bei Zeitungen äußerst selten und ein Großteil der Nachrichtenportale ist weiter frei zugänglich, wie die Zahlen zeigen.

Besonders interessant wird aus Sicht des Duos die Entwicklung der rein digitalen Newsmedien, die mehrheitlich auf freien Zugang setzen. Da stelle sich aufgrund der aktuellen Entwicklungen die Frage, wie lange dieser Trend anhalte und wann es einen Wandel hin zu Paywalls gebe. Dass Nutzer aller Zielgruppen mehr und mehr dazu bereit sind für qualitativ hochwertige Digitalmedien zu zahlen, belegten wissenschaftliche Studien.

Deutsche wollen werbefinanziertes Gratis-Netflix

Deutsche haben nichts gegen werbefinanzierte Video-On-Demand-Angebote. Das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Studie. Das Hamburger Marktforschungsinstitut Splendid Research hat 1.221 Deutsche zwischen 15 und 69 Jahren zu dem Thema befragt.

Zwar ist demnach lineares Fernsehen nach wie vor das am häufigsten konsumierte Medium, Video-On-Demand-Angebote sind jedoch dicht auf den Fersen. 70 Prozent der Befragten gaben an, täglich oder mehrfach pro Woche ein Fernsehprogramm einzuschalten. Drei von zehn nutzen derweil Video-On-Demand derart intensiv.

Immerhin ziehen bereits bereits 54 Prozent der Bürger VOD dem linearen Fernsehen grundsätzlich vor. Als Grund dafür geben 80 Prozent die inhaltliche und zeitliche Flexibilität der eigenen Programmgestaltung an. Zahlen wollen dafür allerdings die wenigsten: Laut der Studie finden 52 Prozent der Deutschen die aktuell übliche Monatsgebühr von zehn Euro für die Nutzung werbefreier Anbieter zu hoch. Die Mehrheit würde bei gleichwertigen Inhalten einen kostenlosen Anbieter mit Werbung einem Abo-Modell vorziehen, heißt es.

„Diese Erkenntnisse lassen auf ein bisher ungehobenes Potenzial werbefinanzierter VOD-Plattformen schließen. Mit diesen Modellen könnte das Tor zum Massenmarkt endgültig aufgestoßen werden“, schlussfolgert Patrick Teubenbacher, Studienleiter von Splendid Research. Immerhin käme ein werbefinanziertes Gratis-Netflix für drei Viertel der aktuellen Nutzer in Frage.

Studie: Pixel 3 und Android 9 sicherer als iPhones

In der aktuellsten Ausgabe der Gartner-Sicherheitsstudie schneidet Android 9 hervorragend ab. In 26 von 30 Kategorien erhält das Betriebssystem von Google Bestnoten. Noch besser schneidet Android 9 am Pixel 3 ab, wo sich dieser Wert auf 27 steigert. Den selben Wert erreichen sonst nur noch das Android-basierte Knox 3.2 von Samsung sowie Googles zweites Betriebssystem Chrome OS.

Überraschend ist dabei vor allem das Abschneiden von Apples iOS: Die getestet Version 12.1.3 erhält nämlich „nur“ in 18 Kategorien die Klassifizierung „stark“. Windows 10 liegt mit 20 Bestwerten etwas darüber, das in seiner Funktionalität beschränkte „Windows 10 in S Mode“ erhöht diesen Wert auf 26.

Fachverlage wachsen dank digitaler Medien

Die deutschen Fachverlage haben die Herausforderungen der Digitalisierung erfolgreich angenommen: Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz der deutschen Fachmedienhäuser um 1,1 Prozent auf insgesamt 7,73 Milliarden Euro. Dabei wurden die rückläufigen Printerlöse durch digitale Geschäfte kompensiert. Das geht aus der Fachpresse-Statistik 2018 hervor.

Allerdings können sich auch die Fachmedien dem allgemeinen Trend nicht entziehen: Die Printerlöse sanken im Jahr 2018 um 2,5 Prozent auf 4,15 Milliarden Euro. Vor allem die Werbeerlöse stehen unter Druck: Diese gingen um 54 Millionen Euro zurück, die Umsätze mit Fachbüchern sanken um 39 Millionen Euro und die Vertriebserlöse schrumpften um 18 Millionen Euro. Werbeerlöse steuerten 40,5 Prozent zu den gesamten Printerlösen bei, Vertriebserlöse 38,8 Prozent.

Mit einem Umsatzanteil von 33,1 Prozent sind die digitalen Erlöse mittlerweile das zweitwichtigste Standbein der Fachmedienhäuser. Insgesamt erzielten diese im vergangenen Jahr digitale Umsätze in Höhe von 2,56 Milliarden Euro – ein Wachstum um 6,1 Prozent. Bemerkenswert: Direkte Vertriebserlöse sind mit 57,5 Prozent hier die Haupterlösquelle, Werbeeinnahmen tragen 39,9 Prozent zu den digitalen Erlösen bei. Das Veranstaltungsgeschäft der Fachmedien wuchs branchenweit um knapp 5 Prozent auf 610 Millionen Euro, mit Dienstleistungen erlöste die Fachpresse 260 Millionen Euro (+5,8 Prozent).

Ressourcenbedarf: Musik-Streaming ist schlecht fürs Klima

Die Gruppe um den Musikwissenschaftler Matt Brennan von der University of Glasgow, der mit Kollegen an der Universität Oslo zusammengearbeitet hat, beschäftigte sich in ihrer Studie mit den ökonomischen Auswirkungen des modernen Tonträgervertriebs. Musik ist, sind sich die Forscher einig, deutlich günstiger geworden, seitdem man sie im Abo frei Haus erhält.

Sonderlich ökologisch ist das aber nicht. Kyle Devine, Juniorprofessor für Musik in der norwegischen Hauptstadt, meint zwar, dass der Niedergang von CD und Schallplatte den Plastikmüll durch die Musikindustrie reduziert hat. „Aus der Perspektive der CO2-Emissionen hat der Umstieg auf das Streaming zu mit dem Internet verbundenen Geräten jedoch für einen signifikant höheren Ausstoß geführt.“ Diese Einschätzung bezieht er auf die gesamte Musikgeschichte.

Grund dafür ist die für das Streaming notwendige Infrastruktur – angefangen bei den Servern der Musikfirmen, den Netzbetreibern bis hin zum Endkundengerät. Dazu haben Brennan & Co. errechnet, dass Speicherung und Verarbeitung digitaler Musik „enorme Leistungs- und Energieressourcen“ frisst. Dazu haben sie die für die Herstellung von Tonträgern notwendige Kunststoffproduktion in Klimagaseinheiten umgerechnet und mit den Streaminganforderungen verglichen. Ergebnis: Der CO2-Ausstoß liegt deutlich über dem aus früheren Zeiten – und zwar sogar verglichen mit den Boomphasen des Vinyl- und CD-Verkaufs.

IVW-Monat April: kicker und Wetter-Angebote wachsen gegen den Trend

Der Verlierer des IVW-Monats April heißt gutefrage.net. Mit einem Minus von 43,8% fällt die Frage-und-Antwort-Community auf 19,1 Mio. Inlands-Visits und einen Tiefststand seit dem IVW-Eintritt vor fast zehn Jahren. Zulegen konnten trotz Feiertagen und kürzerem Monat gegenüber dem März u.a. der kicker und die Wetter-Anbieter. Ganz vorn bleibt souverän ebay Kleinanzeigen.

521,5 Mio. Visits erzielte der Marktplatz ebay Kleinanzeigen im April innerhalb Deutschlands. Das entspricht zwar einem Minus von 6,5%, doch durch die Oster-Feiertage und den um einen Tag kürzeren Monat entspricht der Rückgang in etwa dem Normalniveau aller der IVW angeschlossenen Websites und Apps. Zudem hat ebay Kleinanzeigen seinen Vorsprung auf die Nummer 2, Bild, sogar noch ausgebaut, denn Bild gehört mit einem Verlust von 12,0% zu den größeren Verlierern des Monats. Mehr zu den IVW-Entwicklungen in der News-Branche lesen Sie im Übrigen an dieser Stelle.

Mehr als 10% büßten innerhalb der Top 50 neben Bild auch noch die News-Marken DuMont Newsnet, Zeit Online und tz ein, zudem die Technik-Angebote Chip Online und Computerbild.de. Größter Verlierer des Monats ist aber wie angedeutet gutefrage.net. Die Plattform büßte satte 43,8% ihrer März-Inlands-Visits ein, verlor sowohl mit der herkömmlichen, als auch mit der mobilen Website deutlich.

Gegen den Trend gewachsen sind innerhalb der Top Ten der kicker, sowie WetterOnline und wetter.com. Die Wetter-Anbieter legen im Frühjahr und Sommer ja grundsätzlich zu, dem kicker half die Spannung in vielen Fußball-Ligen. Abseits der Top Ten gewann auf den ersten Blick vor allem das Redaktionsnetzwerk Deutschland massiv hinzu: Es verzeichnet ein Plus von 21,6%. Auf den zweiten Blick wird aber deutlich, dass es nur dadurch zustande gekommen ist, weil Madsack nun auch seine Marke Sportbuzzer im Rahmen der RND-Zahlen ausweist. Wären RND und Sportbuzzer auch im März schon gemeinsam gemessen worden, hätte das Duo im April wie der Großteil der anderen Marken verloren.

Neu in der Top 50 dabei ist die Hörzu-App, die allerdings im kommenden Monat schon wieder heraus fallen wird. Der Grund: Sie wird zusammen mit der Hörzu-Website und anderen Marken wie Klack, On Air, TV Digital und TVdirekt seit dem 1. Mai als “Funke Next Level TV” ausgewiesen. Ein weiteres Vermarktungskonglomerat, das die Zahlen einzelner Marken verwässert.

Sky zieht in den sozialen Netzwerken wieder an Bild vorbei

Sky Sport steht im Social-Media-Ranking von Storyclash wieder an der Spitze. Der Pay-TV-Sender profitierte dabei allerdings auch von einer Delle bei Bild, die im April in den sozialen Medien etwas schwächelte. Größter Gewinner im April war RTL.de. Die Website baute die Interaktionen um ein Drittel aus und kletterte damit auf Rang 5.

Der größte Gewinner im April war indes RTL.de. Die neue Strategie des Portals, sich vor allem auf bunte Nachrichten und Bewegtbild zu konzentrieren, trägt offensichtlich langsam Früchte: Im April explodierten die Interaktionen auf den Social-Media-Kanälen des Portals um 34 Prozent auf rund 5,5 Millionen. Damit machte das Portal im Social-Media-Ranking fünf Plätze gut.

Die erfolgreichsten Beiträge kamen allesamt von der Satireseite „Der Postillon“. Spitzenreiter mit fast 120.000 Interaktionen war der Post „Nach Brutalo-Foul: Wird Coman je wieder spielen können?“. Allerdings schafften es im April neben Spaß-Posts und Boulevardthemen tatsächlich auch einmal „ernsthafte“ Nachrichten in das Ranking der erfolgreichsten Posts. So wurden die Eilmeldungen von Spiegel Online und Focus Online zum Brand der Kathedrale Notre-Dame ebenfalls sehr oft geteilt und kommentiert.

Googles Android-Zahlen besser als erwartet

Android 9 „Pie“ befindet sich aktuell auf 10,4 Prozent aller derzeit genutzten Geräte mit Googles Betriebssystem. Das mag zunächst nicht sonderlich beeindruckend klingen, im Vergleich zum Vorjahr ist dies aber ein deutlicher Fortschritt. Anfang Mai 2018 lag das damals aktuelle Android 8 erst bei 5,7 Prozent. Dies spricht dafür, dass die Dritthersteller flotter bei der Auslieferung neuer Android-Generationen geworden sind.

Die am stärksten verbreitete Android-Generation ist derzeit Android 8 „Oreo“, die auf 28,3 Prozent aller Smartphones zu finden ist. Android 7 „Nougat“ liegt bei 19,2 Prozent gefolgt von Android 6 „Marshmallow“ mit 16,9 Prozent. Hartnäckig hält sich das mittlerweile fast sechs Jahre alte Android 4.4 „KitKat“, das auf 6,9 Prozent aller Geräte zu finden ist. Im Vergleich zur letzten Messung vergangenen Oktober ist das nur ein Minus von 0,7 Prozentpunkten.

Soziale Medien: Einfluss auf Lebenszufriedenheit von Jugendlichen gering

Wissenschaftler der Universitäten Hohenheim und Oxford haben für die Studie „Understanding Society“ Angaben von Jugendlichen über acht Jahre hinweg ausgewertet. Das Ergebnis veröffentlichten die Forscher nun im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America“. In die Analyse ging die Befragung von 5492 Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren ein. Den Autoren zufolge liegt der Einfluss von Sozialen Medien auf deren Lebenszufriedenheit bei weniger als einem Prozent.

Geringer Einfluss

Es gebe nur eine „ganz schwache Wechselwirkung“ zwischen dem Konsum von Social Media und der Lebenszufriedenheit, heißt es von Tobias Dienlin, Kommunikationswissenschaftler an der Uni Hohenheim. Bei zunehmendem Konsum reduziere sich Lebenszufriedenheit geringfügig. Gleichzeitig steige bei sinkender Zufriedenheit in geringem Maße der Konsum von Facebook & Co. „Die Effekte scheinen dabei für Mädchen etwas ausgeprägter zu sein als für Jungen“, heißt es.

Acht Jahre lang hatten Jugendliche regelmäßig angegeben, wie viele Stunden sie an einem Schultag mit Sozialen Medien verbrachten und wie hoch die aktuelle Lebenszufriedenheit war. Diese bewerteten sie auf einer siebenstufigen Skala mit Smileys. Verschiedene Bereiche wie etwa die Zufriedenheit mit Freundschaften, Aussehen oder der familiären Situation wurden zusätzlich unterschieden. Die seit Jahren geführte Diskussion darüber, ob soziale Medien Suchtverhalten und Unzufriedenheit fördern, ist damit nun um eine Studie reicher.

„Bislang wird die aktuelle Debatte meist durch Studien mit geringer Aussagekraft bestimmt. Die Studie ist deshalb ein wichtiger Schritt, um Technikfolgen für das Wohlergehen von Heranwachsenden zu bestimmten“, so die Bewertung von Andrew Przybylski, Director of Research am Oxford Internet Institute.

Ausgaben für Streamingdienste steigen bis 2021 um fast ein Viertel

Das geht aus einer aktuellen Prognose von McKinsey hervor, die beim OMR Festival präsentiert wird.

Laut der Prognose wachsen die direkten Verbraucherausgaben für Video-Content in Deutschland bis 2021 auf über 16 Milliarden Dollar. Der Löwenanteil entfällt mit rund 8,1 Milliarden Dollar zwar auf traditionelles Pay-TV – McKinsey prognosiziert Sky & Co für 2017 bis 2021 ein Wachstum von 5 Prozent – über die höchsten Zuwachsraten können sich allerdings OTT-Angebote freuen. Diese legen im gleichen Zeitraum um sage und schreiben 24 Prozent auf einen Gesamtumsatz von rund 2,4 Milliarden Dollar zu. Der klassische Home-Videomarkt, also der Verkauf von DVDs und Blu Ray Discs, schrumpft dagegen um 13 Prozent auf 673 Millionen Dollar. Auch die Ausgaben für Kino (+2 Prozent) und Videospiele (+8 Prozent) legen weiter zu. Im Bereich Gaming wird das Wachstum vor allem durch Spiele für Smartphones befeuert.

Insgesamt legen die direkten Verbraucherausgaben für Videoinhalte inklusive Videospiele laut der Analyse von McKinsey bis 2021 auf rund 16 Milliarden Dollar zu. „Die Menschen geben mehr Geld für Video aus als jemals zuvor“, sagt Adam Bird, Leiter des Bereichs Consumer Tech und Media Practice von McKinsey. Auch die Zeit, die Menschen mit der Nutzung von Medien verbringen, wachse nach wie vor.

Die sich ändernde Mediennutzung hat auch Folgen für die Werbeausgaben: Der Trend zu digitalen Medien, vor allem zu mobilen Kanälen, hält weiter an. Bis 2021 steigen die Investitionen in digitale Werbung auf rund 12,2 Milliarden Dollar. Starkes Wachstum erwarten die Unternehmensberater auch für Werbung in Videospielen, wenngleich auf einer vergleichweise kleinen Basis: Die Umsätze in diesem Bereich legen im Zeitraum von 2017 bis 2021 um 14 Prozent auf 248 Millionen Dollar zu. Für die klassischen Gattungen Out-of-Home und TV prognostiziert McKinsey jeweils ein Wachstum der Werbeerlöse um 3 Prozent.

OMR-Gründer Philipp Westermeyer zeigt sich in Bezug auf die Werbeumsätze der klassischen Medien ebenfalls optimistisch: „Digitale Plattformen sind zum Teil so teuer geworden, dass klassische Medien etwas überraschend wieder interessanter werden.“ Reichweitenstarke digitale Werbeflächen seien durch die Vergabe nach dem Auktionsprinzip mittlerweile vergleichsweise teuer geworden.

Die zentralen Erkenntnisse aus der McKinsey-Prognose werden am 8. Mai von McKinsey-Manager Adam Bird und OMR-Mastermind Philipp Westermeyer beim OMR Festivals präsentiert.

Österreicher holen beim mobilen Zahlen langsam auf

Österreicher lieben traditionell ihr Bargeld und sind bei Zahlungen im Internet sowie am Handy eher zurückhaltend. Inzwischen setze sich das mobile Zahlen aber doch langsam durch, schreibt die Beratungsfirma PwC unter Berufung auf ihre Umfrage „Mobile Payment Report 2019“. Demnach zahlt fast die Hälfte der unter 30-Jährigen bzw. ein Drittel aller Österreicher zumindest fallweise via Handy.

Wie auch in Deutschland und der Schweiz wird in Österreich an ehesten beim Kauf von Kleidung, Schuhen und Accessoires per Smartphone gezahlt. Auch das Überweisen von Geldbeträgen an andere Personen ist beliebt. Bahntickets sowie Rechnungen in Restaurants, Bars und Hotels dürften bald folgen.

Die Österreicher sind nicht nur skeptisch in Bezug auf die künftige Nutzung von mobilen Bezahldiensten, sie misstrauen auch den Technologieriesen: weniger als die Hälfte (44 Prozent) möchte, dass Google, Amazon, Facebook und Apple eigene Zahlungsdienste entwickeln. Nur wenige würden diesen Firmen gerne persönliche Daten anvertrauen. Das größte Vertrauen unter den vier Firmen genießt Amazon bei den Österreichern.

Facebook will stärker in Künstliche Intelligenz investieren

Im Kampf gegen Probleme wie Hate-Speech und Gewalt-Videos sieht Facebook die Lösung in Künstlicher Intelligenz. Wie der Konzern auf seiner hauseigenen Entwicklerkonferenz F8 erklärte, wolle man in Zukunft stärker in solche Technologien investieren, um Vorfälle wie den Live-Stream des Attentäters in Neuseeland zu vermeiden. Doch die Herausforderungen sind enorm.

In seiner Eröffnungsrede erklärte Technologiechef Mike Schroepfer, dass Facebooks KI bereits alle auf den hauseigenen Plattformen veröffentlichten Inhalte, die gegen die Richtlinien verstoßen, vollautomatisch analysiere und in den meisten Fällen auch hohe Erfolgsraten habe. Bei Hatespeech und Belästigungen arbeite die Software allerdings noch nicht so gut wie erhofft. Die mit Abstand häufigsten Richtlinienverstöße werden durch Fake-Accounts und Spam ausgelöst, Gewalt und Hate Speech kommen vergleichsweise selten vor.

Ziel sei es, Inhalte künftig mit so wenig menschlicher Überprüfung wie möglich zu verstehen. Dafür hat das soziale Netzwerk beispielsweise eine allgemein gültige, digitale Sprache entwickelt (Natural Language Processing (NLP)), die schädliche Inhalte übersetzt, damit sie in mehreren Sprachen erfasst werden können. Außerdem verwendet Facebook einen neuen Ansatz zur Objekterkennung namens Panoptic FPN. Damit erkennt die Technologie nicht mehr nur Personen oder Gegenstände, sondern etwa auch Gebäude im Hintergrund und erfasst so besser den Kontext eines Fotos.

Die KI wird auch eingesetzt, um automatisiert festzustellen, was in Videos zu sehen ist und was nicht. Die Genauigkeit der Erkennung habe der Konzern um mehr als fünf Prozent gegenüber dem aktuellen Stand der Technik gesteigert. „Als wir diese Technik für Instagram angewendet haben, konnte die KI 80 Prozent mehr schädliche Inhalte proaktiv identifizieren“, teilt Facebook mit.

Zuvor hatte Facebook am ersten Tag der F8 weitere weitreichende Veränderungen präsentiert und dabei einen starken Fokus auf das Thema Privatsphäre gelegt. So wird das Unternehmen auch seinen Chatdienst Messenger auf Komplett-Verschlüsselung umstellen. WhatsApp, der andere Chatdienst von Facebook, hat bereits seit langem die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, bei der grundsätzlich nur Absender und Empfänger die Inhalte sehen können. Facebook-Chef Mark Zuckerberg versprach nach den Daten-Skandalen der vergangenen Monate, den Schutz der Privatsphäre in den Mittelpunkt des Online-Netzwerks zu stellen: „Die Zukunft ist privat“.

Das Online-Netzwerk will unterdessen sein Videotelefonie-Gerät Portal nach dem Start in den USA auch international auf den Markt bringen. Im Juni soll Kanada den Anfang machen, Europa folge im späteren Jahresverlauf – einzelne Länder nennt Facebook dabei vorerst nicht. Für Portal soll auch eine Videochat-App für Smartphones kommen, die die Reichweite der Plattform erweitern wird.

Erstmals mehr Karten- als Bar-Zahlungen

Zum ersten Mal zahlen mehr Deutsche mit der Plastikkarte als mit Bargeld. Insgesamt wurden 209 Milliarden Euro per Giro- und Kreditkarte ausgegeben.

Wie unter anderem „Spiegel Online“ berichtet ist das eine Premiere. Zuvor griffen mehr Menschen auf Scheine und Münzen zurück als auf Giro- und Kreditkarte. Der Studie zufolge zahlten Verbraucher 2018 bei ihren Einkäufen gut 209 Milliarden Euro per Karte. 2017 waren es 12,4 Milliarden Euro weniger. So stieg der Umsatzanteil der Karten auf 48,6 Prozent. Der Rest sind beispielsweise Gutscheine und Rechnungen.

Bargeld hingegen verzeichnet hingegen einen Umsatzanteil von 48,3 Prozent, denn bar wurden Rechnungen in Höhe von rund 208 Milliarden Euro bezahlt. 2017 waren noch rund 50 Prozent aller Umsätze in bar bezahlt worden. Laut EHI sind aber bei kleinen Summen Scheine und Münzen nach wie vor erste Wahl.

Liste verbotener Bücher online

Zwei Jahre nach der Documenta 14 in Kassel ist eine durch die Kunstausstellung initiierte Liste von 120.000 verbotenen Büchern online gegangen. Bei der sogenannten Kasseler Liste handele es sich um „das weltweit größte Verzeichnis“ dieser Art, sagte ein Sprecher der Universität Kassel.

Entstanden ist es durch den „Parthenon der Bücher“ der argentinischen Künstlerin Marta Minujín. Sie hatte auf der Documenta einen Tempelnachbau aus 67.000 Büchern errichten lassen, um ein Zeichen gegen Zensur zu setzen.

Erlaubt waren dabei Bücher aus allen Ländern und Zeiten, die mindestens einmal auf einem Index standen. Bei der Verifizierung des Verbots griff Minujín auf eine Liste zurück, die zuvor Germanisten der Universität Kassel erstellt hatten. „Diese Liste ist inzwischen auf 120.000 Titel erweitert und ab sofort abrufbar unter www.kasselerliste.com“, erklärte ein Unisprecher. Auf der Liste finden sich neben Klassikern auch Kinder- und Märchenbücher.

D: Nur jede dritte Schule hat ordentliches Internet

Nur in rund jeder dritten Schule (36 Prozent) gibt es nach einer neuen Umfrage unter Schulleitungen in allen Klassen- und Fachräumen Zugang zu schnellem Internet und WLAN. 63 Prozent der befragten Schulleitungen gaben hingegen an, dass Internet nicht in dem Umfang verfügbar sei.

Das zeigt eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE). Nur jede dritte Schulleitung sagt zudem, dass es mindestens einen Klassensatz an digitalen Endgeräten wie Tablets für die Schülerinnen und Schüler gibt. An 19 Prozent der Schulen verfügen alle Lehrer über einen dienstlichen PC. Derzeit laufen in den Ländern die Vorbereitungen für eine schrittweise flächendeckende Digitalisierung der Schulen mit Milliardenhilfe des Bundes im Rahmen des Digitalpakts Schule.

5G-Smartphones: Verbraucher haben hohe Erwartungen

Noch gibt es erst wenige 5G-Smartphones, doch laut einer Studie von Ericsson erwarten Verbraucher viel von solchen Mobiltelefonen. 5G werde zudem den Datenverbrauch rasant erhöhen, auch die mobile Nutzung von Videos werde weiter zunehmen.

Stockholm – Verbraucher haben laut einer Studie hohe Erwartungen am künftige Smartphones mit superschnellem 5G-Datenfunk. So gingen 41 Prozent von der Möglichkeit aus, Video in extrem hoher 8K-Auflösung aufnehmen zu können und knapp ein Drittel erwartet faltbare Displays, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Netzausrüsters Ericsson ergab. Zugleich rechne rund die Hälfte der Befragten damit, dass zum Jahr 2025 es zwar weiterhin Smartphones geben werde, man aber verstärkt AR-Brillen tragen werde, bei denen dem Nutzer zusätzliche Inhalte in reale Umgebungen eingeblendet werden können.

Die Verbraucher erwarten auch, dass sie mit 5G-Geschwindigkeiten viel mehr Datenvolumen verbrauchen werden. So gehe jeder Fünfte davon aus, dass er pro Monat um die 200 Gigabyte an Daten über das 5G-Netz abrufen oder schicken werde – zehn Mal mehr als aktuell. Dabei geht es unter anderem darum, sich verstärkt Videoinhalte auch unterwegs anzusehen. Im Schnitt rechnen die Befragten damit, dass sie pro Woche um die 9 Stunden Videos über das Mobilfunk-Netz schauen werden statt bisher 6,5 Stunden.

Rekord für Superhelden-Finale „Avengers: Endgame“

Der Film habe bislang etwa 39,63 Millionen Euro eingespielt und damit bereits jetzt den Gesamtumsatz von „Avengers: Infinity War“ von 37,79 Millionen Euro übertroffen. Gemessen daran sei „Avengers: Endgame „nach nur 11 Tagen der stärkste Superheldenfilm“ bislang, hieß es weiter in der Mitteilung des Verleihs Disney. Damit sei das Finale der „Avengers“-Reihe „die klare Nummer 1“ in den deutschen Kinos.

„Avengers: Endgame“ ist ein etwa drei Stunden langes Superheldenepos. Zu den Darstellern gehören etwa Chris Evans, Scarlett Johansson, Brie Larson und Chris Hemsworth. Die verbliebenen Avengers (auf Deutsch etwa: „die Rächer“) rüsten sich für eine allerletzte Schlacht, das große „Endgame“. Comic-Anhänger weltweit hatten auf das Finale gewartet.

So nutzen Medienunternehmen Facebook als Distributionsplattform

Für Medienunternehmen ist Facebook zu einer der wichtigsten Distributionsplattformen für ihre Inhalte geworden. Am häufigsten posten Medienunternehmen Links und URLs. Darauf entfallen 77 Prozent der Posts. Bilder enthalten 12 Prozent der Posts, Videos 11 Prozent. Das geht aus einer Untersuchung des Social-Media-Spezialisten Quintly hervor, der sich angesehen hat, wie Medienunternehmen auf der ganzen Welt Facebook 2018 eingesetzt haben.

Insgesamt hat Quintly 34 Millionen Posts von 4600 Profilen analysiert, darunter CNN International, Netflix, The Guardian und National Geographic, ARD, ZDF, Spiegel Online, Deutsche Welle und Bild. Am stärksten vertreten waren Medienmarken mit 1 bis 10 Millionen Facebook-Fans (32,3 Prozent), mit 100.000 bis 1 Million Fans (26,6 Prozent) sowie mit 10.000 bis 100.000 Fans (20,6 Prozent).

Wie stark sich die Medienunternehmen auf Facebook engagieren, hängt auch mit ihrer Größe zusammen. Mit durchschnittlich rund 210 Posts im Monat sind Unternehmen mit einer bis 10 Millionen Fans am aktivsten. Signifikant weniger aktiv sind Firmen mit unter 100.000 Fans. Je mehr Facebook-Fans eine Medienmarke hat, um so diverser wird der Content, den sie veröffentlicht. Spielen Videos bei Profilen mit 0 bis 1000 Fans kaum eine Rolle, machen sie bei Firmen mit über 10 Millionen Fans schon fast 20 Prozent der Posts aus. Auf der anderen Seite sinkt die Anzahl der Posts mit Bildern, je mehr Fans die Marke hat: Bei Medienmarken mit 0 bis 1000 Fans stellen Bilder 26 Prozent der Posts, bei Marken mit über 10 Millionen Fans gerade mal 10 Prozent.

Tendenziell sind die Facebook-Fans wieder aktiver geworden. Nachdem die Interaktionsraten in den ersten acht Monaten 2018 fast durchgängig sanken, sind sie seit September 2018 wieder gestiegen.

Bei der Länge der Posts gibt es eine klare Präferenz, Nachrichten mit 51 bis 150 Buchstaben abzusetzen. Sie machen mit 46,4 Prozent fast die Hälfte aller Posts aus. An 2. Stelle kommen Posts mit 151 bis 300 Buchstaben, auf Platz 3 stehen Posts mit einem bis 50 Buchstaben.

Insgesamt sind 77,5 Prozent aller Posts, die von Medienunternehmen veröffentlicht wurden, länger als 50 Buchstaben. Posts ohne Überschrift oder mit 0 bis 50 Buchstaben erzeugen Engagement-Werte von 33 bis 55 Prozent – abhängig von der Anzahl der Fans. So sind die Raten bei großen Accounts deutlich höher als bei kleinen. Bei kleinen Accounts funktionieren dafür längere Posts mit 151 bis 300 Buchstaben besonders gut.

Likes sind dabei nicht mehr das alleinige Maß der Dinge. Seit 2016 können die User mit verschiedenen Emojis, die bei Facebook „Reactions“ heißen, zeigen, wie sie die Posts finden. Der Großteil sind mit 81 Prozent zwar immer noch Likes, aber andere Reactions sind auf dem Vormarsch: Auf Love entfielen 7 Prozent, auf Haha 6 Prozent.

Werbung ist die häufigste Negativ-Erfahrung beim Online-Shopping

Unerwünschte Werbung nach einem Kauf im Internet ist die häufigste Negativ-Erfahrung beim Online-Shopping. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des deutschen Digitalverbands Bitkom unter 1.054 Online-Einkäufern ergeben.

Vier von zehn Online-Käufern (42 Prozent) haben schon häufig ungebetene Werbung eines Online-Shops erhalten, 38 Prozent erlebten das bislang nur selten, 18 Prozent noch nie. Weitere unangenehme Erlebnisse folgen mit klarem Abstand: So haben nur 18 Prozent schon häufig erlebt, dass die Ware verspätet geliefert wurde, 67 Prozent passierte dies selten, 14 Prozent noch nie.

Lediglich jeder Zehnte (10 Prozent) gibt an, dass die gelieferte Ware aus seiner Sicht schon häufig nicht der Beschreibung entsprach. Auch Probleme wie nicht gelieferte Ware (6 Prozent), beschädigte Ware (5 Prozent), krimineller Betrug beim Online-Shopping – etwa durch Produktfälschungen (4 Prozent) – oder missbrauchte Bezahldaten (3 Prozent) werden nur von sehr wenigen Befragten als häufig eingestuft.

„Game of Thrones“ war die meistgestreamte Serie im April

Wer bei „Game of Thrones“ am Ende auf dem Eisernen Thron sitzen wird, ist noch nicht bekannt – im Ranking der meistgesehenen Streamingserien steht die monumentale HBO-Serie im April aber wenig überraschend bereits ganz oben und verdrängt „Riverdale“ von der Spitze. Auch bei den Filmen gibt es einen neuen Spitzenreiter.

Der Hype um die finale Staffel von „Game of Thrones“ ist enorm. Im April erzielte die Fantasyserie über alle Streaming-Plattformen hinweg insgesamt 18,5 Millionen Abrufe und setzt sich damit an die Spitze des Rankings der meistgestreamten Serien in Deutschland. Dabei gehen allerdings „nur“ 10,3 Millionen Abrufe auf die drei bislang verfügbaren Folgen der achten Staffel. Viele Fans haben das große Finale offensichtlich zum Anlass genommen, um sich auch die alten Folgen noch einmal anzusehen.

„Riverdale“, im März noch auf Platz 1 im Serien-Ranking, muss sich mit 16,5 Millionen Views mit Platz 2 zufrieden geben, den dritten Platz sichert sich mit 12,9 Millionen Abrufen „The Walking Dead“. Mit 10 Millionen Abrufen schafft auch die neue Prime-Video-Serie „Hanna“ auf Anhieb den Sprung in die Top Ten.

Auch bei den Filmen gibt es in den Top Ten viel Bewegung. Die im April veröffentlichte Komödie „The Perfect Date“ von Netflix reichten 2,76 Millionen Abrufen für Platz 1.

Deutsche Telekom und Flugsicherung steigen ins Drohnengeschäft ein

Die Deutsche Telekom AG und die Deutsche Flugsicherung (DFS) steigen gemeinsam in das Geschäft mit Flugdrohnen ein. Beide Unternehmen bestätigten am Freitag die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens „Droniq“ mit Sitz in Frankfurt am Main, an dem die DFS die Mehrheit hält. Grundlage des Geschäftsmodells ist die Ausstattung der unbemannten Flugkörper mit Mobilfunk-SIM-Karten und einem GPS-System. Das deutsche Bundeskartellamt hat das Joint Venture genehmigt.

Die Drohnen werden mit dem neuen System für die Fluglotsen ortbar, aus der Ferne lenkbar und können in Echtzeit Daten mit der Basis-Station austauschen. Damit seien nun auch Langstreckenflüge für Geschäftskunden genehmigungsfähig, bestätigte ein Telekom-Sprecher. Bisher sind Drohnenflüge nur in Sichtweite des Piloten erlaubt.

Ziel sei der Aufbau einer digitalen Plattform für die gesamte unbemannte Luftfahrt, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Details sollen Ende Mai von den Konzernchefs Timotheus Höttges und Klaus-Dieter Scheurle in Frankfurt vorgestellt werden. Eine spätere Expansion ins europäische Ausland ist geplant.

Puls 4 auf Alltime-High

Puls 4 schafft im April 2019 einen neuen Rekord von 5, 2 Prozent im Schnitt (E12-49). In der Zielgruppe E 12+ steigert sich der Sender auf 3,5 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Am 28. Jänner 2008 ging Puls 4 mit den Puls 4 News um 18:00 Uhr das erste Mal auf Sendung. Seither matcht sich der Sender insbesondere mit dem ORF vor allem in der Vorabend-Zeit um die Gunst der Zuschauer. Ende August 2009 sicherte sich Puls 4 die Free-TV-Exklusivrechte der UEFA Europa League für drei Jahre. Dabei wurde seit 17. September 2009 immer donnerstags ein Fußballspiel live übertragen, während die drei anderen Spiele der österreichischen Klubs live auf der Österreich-Tochter von Sky Deutschland im Pay-TV zu sehen sind. Bei der ersten Liveübertragung erzielte der Sender einen Marktanteil von 25,1 Prozent. Kein privater TV-Sender hatte in Österreich je mit einem Programm eine höhere Reichweite erzielt.

ZDF verliert deutliche Marktanteile, kabel eins auf 47-Monats-Hoch

Mit 12,8% fiel das ZDF im April auf den schwächsten Monats-Marktanteil seit Oktober 2017 zurück. Im Vergleich zum März ging es um 0,5 Zähler hinab, im Vergleich zum aktuellen 12-Monats-Durchschnitt um einen ganzen Punkt. Dennoch baute das ZDF seinen Vorsprung gegenüber dem Vormonat sogar noch aus, denn Das Erste büßte sogar 0,6 Marktanteilspunkte ein. Der Abstand zum 12-Monats-Normalniveau hingegen ist nicht so groß. 0,2 Zähler gegenüber dem März verloren haben zudem noch RTL und das WDR Fernsehen.

Zu den Gewinnern im Gesamtpublikum zählen vor allem Sat.1 und RTL II. Die beiden Sender gewannen 0,3 und 0,4 Zähler hinzu. Sat.1 steigerte sich mit 6,2% auf den besten Monatswert seit Oktober, RTL II mit 3,2% auf den besten seit Dezember. Für Sat.1 sind die 6,2% allerdings nur aktueller Durchschnitt, während RTL II 0,2 Punkte über seinem 12-Monats-Normalniveau liegt. Das haben zudem auch Vox, kabel eins, Sat.1 Gold und Nitro geschafft.


Bei den Sendungen dominierten im April wieder Krimis und Fußballspiele: Mit 9,67 Mio. Sehern die Nummer 1 des Monats war der “Tatort: Das Nest” vom vergangenen Sonntag, mehr als 8 Mio. Zuschauer erreichten das DFB-Pokal-Halbfinale Bremen-München, sowie zwei weitere “Tatorte”. Sehr oft vertreten in der Top 20 zudem: “Tagesschau”- und “Tagesthemen”-Ausgaben.

Online-Reichweiten: IVW kündigt tägliche Ausweisung an

Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) mit Sitz in Berlin veröffentlicht seit 3. Mai 2019 erstmals die Nutzungsdaten für digitale Werbeträger auf Basis einzelner Kalendertage. Die tagesbasierten Nutzungsdaten werden jeweils zwei Tage nach ihrer Erhebung durch die INFOnline GmbH, dem Messdienstleister der IVW-Mitglieder, und ihrer Prüfung durch die IVW unter http://ausweisung.ivw-online.de/ bereitgestellt.

Für jedes Digital-Angebot weist die IVW in der neuen täglichen Ausweisung kalendertagbezogen die „Visits gesamt“ und „Page Impressions gesamt“ sowie deren Differenzierung nach Kanal (Online Visits gesamt, Mobile Visits gesamt, Connected TV Visits gesamt, Online PIs gesamt, Mobile PIs gesamt, Connected TV PIs gesamt) aus. Außerdem liefert die IVW die Aufschlüsselung dieser Daten nach In- und Ausland. Die Veröffentlichung findet ausschließlich als Download statt – sowohl für einzelne Tage (zip-Datei) als auch kumuliert über einen frei wählbaren Zeitraum (csv-Datei).

Google-Nutzer können Such-, Web- und Ortsdaten künftig automatisch löschen lassen

Google gibt Nutzern erstmals die Möglichkeit, gespeicherte Daten zu Suchanfragen sowie zu besuchten Websites und Orten nach einer bestimmten Zeit automatisch löschen zu lassen. Der Zeitraum kann auf 3 oder 18 Monate eingestellt werden, wie Google mitteilte. Ältere Daten werden dann fortlaufend gelöscht. Alternativ können Nutzer die Informationen auch wie bisher unbefristet in ihrem Profil lassen und manuell löschen – oder der Datensammlung ganz widersprechen.

Spotify hat erstmals 100 Millionen Premium-Nutzer

Der Musik-Streamingdienst Spotify hat im ersten Quartal seinen Umsatz deutlich erhöht und damit die Markterwartungen übertroffen. Die Erlöse seien von 1,14 Mrd. Euro auf 1,51 Mrd. Euro gestiegen. Analysten hatten mit 1,47 Mrd. gerechnet.

Spotify profitierte von einer gestiegenen Zahl von Abonnenten im Premium-Bereich, die den Großteil der Einnahmen ausmachen. Ihre Zahl kletterte um rund ein Drittel, erstmals knackte man die Marke von 100 Millionen Nutzern. In Summe zählt Spotify weltweit 217 Millionen monatlich aktive Nutzer.

Größter Konkurrent ist Apple Music, das zuletzt Spotify in den USA überholen konnte. Dort verzeichnete man 28 Millionen Abonnenten, wohingegen Spotify lediglich auf 26 Millionen Premium-Nutzer kam. Weltweit liegt Apple Music mit 50 Millionen Abonnenten aber weiterhin zurück.

Studie: Hohe Zufriedenheit mit dem ORF Teletext

84 Prozent der täglichen Nutzerinnen und Nutzer sind sehr oder eher zufrieden mit dem ORF Teletext, so das Ergebnis einer vom ORF beauftragten „Integral“-Umfrage. Besonders geschätzt werden demnach die einfache Bedienbarkeit, Aktualität, Nützlichkeit und Informationsgehalt des Mediums.

Thomas Prantner, stv. ORF-Direktor für Technik, Online und neue Medien: „Die neue Umfrage zeigt eindeutig, wie wichtig der ORF Teletext nach wie vor ist, und dass er als jahrzehntelang bewährtes Informationsmedium weiterhin stark beim Publikum punktet. Die sehr positiven Werte für die Website und App belegen darüber hinaus, dass es hervorragend gelungen ist, den ORF Teletext auch ins digitale Zeitalter zu transportieren.“

Laut der im Auftrag des ORF von Integral im März 2019 durchgeführten repräsentativen Umfrage sind insgesamt 84 Prozent der täglichen ORF Teletext-Nutzerinnen und -Nutzer mit dem Teletext sehr/eher zufrieden. Das ergibt einen Mittelwert von 1,7 auf der fünfteiligen Schulnotenskala (1= sehr zufrieden, 5=überhaupt nicht zufrieden) und zeige, wie positiv das Medium auch nach beinahe vier Jahrzehnten seines Bestehens von seinen Leserinnen und Lesern weiterhin bewertet wird.

Auch die Eigenschaften des ORF Teletext werden durchwegs außerordentlich hoch eingeschätzt: 96 Prozent der täglichen Nutzerinnen und Nutzer empfinden ihn als „einfach zu bedienen“, 91 Prozent als „aktuell“, 88 Prozent als „nützlich“, 87 Prozent als „informativ“ sowie „übersichtlich“, 85 Prozent als „kompakt“ und 82 Prozent als „schnell“. Die Studie zeigt außerdem die große Bedeutung des Mediums für sein Publikum: Mehr als drei Viertel (78 Prozent) der täglichen Leserinnen und Leser empfinden den ORF Teletext als „wichtig für mich“, sogar noch mehr, 84 Prozent, würden ihn vermissen.

Nicht nur die Integral-Umfrage, sondern auch interne Statistiken bestätigen, dass der ORF Teletext verstärkt auf unterschiedlichen Plattformen und Geräten gelesen wird. So erzielten teletext.ORF.at und die ORF Teletext-App im 1. Quartal 2019 im Monatsdurchschnitt 3,97 Mio. Abrufe, die App wurde inzwischen knapp 150.000-mal runtergeladen.

Immer mehr Online-Käufe werden vom Zoll gestoppt

Für immer mehr Online-Shopper, die besonders günstige Waren außerhalb der EU bestellt haben, endet der Online-Kauf beim Zollamt. Allein in Berlin Schöneberg war 2018 für mehr als 90.000 Paketsendungen, die außerhalb der EU aufgegeben wurden, Endstation – sie waren nicht richtig deklariert. Die Zahl der vom Zoll gestoppten Sendungen hat sich in den letzten Jahren immer weiter erhöht. Das haben Recherchen des rbb-Verbrauchermagazins SUPER.MARKT ergeben.

Oft ärgern sich Kunden, wenn Waren, die sie außerhalb der EU in einem Onlineshop bestellt haben, durch zusätzliche Zollabgaben zum teuren und lästigen Einkauf werden. Denn durch die zusätzlichen Kosten ist das vermeintliche Schnäppchen meist gar keines mehr, und dann muss man auch noch die Zoll-Formulare ausfüllen.

Probleme bereiten etwa viele Produkte aus Fernost, die keine CE-Kennzeichnung haben. Damit ist eben nicht klar, ob sie den Anforderungen der EU an entsprechende Produkte genügen. Darüber hinaus habe der Artenschmuggel extrem zugenommen, sagt Claudia Rossow-Scholl. „Die Krokodilledertasche, die früher über Flughäfen eingeschmuggelt wurde, wird heute über den Online-Handel bestellt.“

Der Großteil der Online-Shopper bestellt die Waren im Glauben, sie von einem einheimischen Lieferanten zu bekommen. „Viele Kunden stellen erst im Nachhinein fest, dass ihr Produkt eigentlich aus Asien oder aus anderen Drittländern außerhalb der EU kommt“, sagt Claudia Rossow-Scholl, stellvertretende Pressesprecherin des Hauptzollamts Berlin gegenüber SUPER.MARKT. Das könne durchaus auch bei großen Anbietern wie Amazon passieren.

Mehr als 70 Prozent der deutschen Online-Shopper ordern heute bereits im Ausland, wobei jeder Vierte das erst im Nachhinein bemerkt. Über die Hälfte dieser im Internet bestellten Waren kommt aus China.

Auch Werbeverweigerer mögen Werbung

Die Nutzer von Adblockern nehmen Werbung fast genauso offen und positiv wahr wie User, die ohne Werbestopper surfen. Und auch Anzeigenausspielungen auf eigentlich geblockter Reichweite wirken positiv auf das Image der werbenden Marke. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Adtech-Dienstleisters und Vermarkters Addefend und der Marktforschungsplattform Appinio.

Deren Kernaussage lautet: Wenn Werbekunden sogenanntes Adblock Advertising betreiben, also Reichweite über Dienstleister wie Addefend buchen, dann habe dies keinen signifikanten Sondereinfluss auf die Markenwahrnehmung. „Die Einstellung von Adblocker-Nutzern und -Nicht-Nutzern gegenüber werbenden Marken und ihr Eindruck von ihnen sind durchweg positiv“, so die Studie. Die zuletzt gesehene Werbung habe zudem einen positiven Einfluss auf das Image der Marke.

Doch wollen Adblocker-Nutzer nicht lieber gar keine Werbung sehen? „Unsere Erfahrung der letzten Jahre und die Performance auf unserer Reichweite sprechen eine andere Sprache“, sagt Dominik Reisig, Gründer und CEO von Addefend. Mit der Studie wollen die Hamburger nachweisen, „dass unaufdringliche Werbeanzeigen von guter Qualität auch Nutzer von Adblockern überzeugen und keine negativen Auswirkungen für Werbungtreibende haben“, oft eben sogar positive.

Umfrage: Streaming ersetzt traditionelles Fernsehen

Immer mehr Menschen nutzen an Stelle von traditionellem Fernsehen Video-Streaming: im vergangenen Jahr laut Statista auf der ganzen Welt mehr als 1,02 Milliarden. Bis 2023 soll dieser Wert auf 1,24 Milliarden steigen. Das spiegelt auch die Umfrage der Berliner-Firma Simon-Kucher&Partners wieder – im Länderdurchschnitt stimmten knapp 75 Prozent der Streaming-affinen Befragten der Aussage zu, dass Streaming bei ihnen traditionelles Fernsehen ersetzt.

Befragt wurden nicht nur deutsche Film- und Serienliebhaber. Sondern auch die Ausländischen. Im März und April 2019 wurde in neun Ländern (Australien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Mexiko, Singapur, UK, USA) de Studie durchgeführt.

Im Großteil der teilnehmenden Länder stimmten mit weit mehr als 60 Prozent der Streaming-affinen Befragten der Aussage „Traditionelles Fernsehen ist für mich nicht relevant“ zu. Schlusslichter mit 46, 57 bzw. 58 Prozent waren Australien, Frankreich und Deutschland.

Mapp übernimmt Webtrekk

Der Berliner Anbieter von Customer Intelligence und Marketing Analytics geht zu 100 Prozent an Mapp, einen amerikanischen Marketing-Technologie-Dienstleister. Der Kaufpreis ist unbekannt, der Abschluss der Übernahme ist für das zweite Quartal geplant.

Künftig werden dann die Angebote von Mapp und Webtrekk zu einem integrierten Angebot zusammengeführt. Gemeinsam will man eine neue Marketing-Plattform schaffen, die eine „ganzheitliche Customer Experience“ bietet.

Als Basis für diese Enterprise Marketing Cloud dienen Analytics- und Personalisierungslösungen. So sollen Werbungtreibende ihre Kundendaten zentral zusammenführen, das Kundenverhalten mittels Machine Learning analysieren und Kunden kanalübergreifend durch maßgeschneiderte Inhalte ansprechen können.

Webtrekk wird auch künftig von seinem Berliner Hauptsitz aus agieren, auch, um die Präsenz von Mapp auf dem deutschen Markt auszubauen.

Mapp ist ein Unternehmen mit Sitz in San Diego, das 2016 aus der ehemaligen Teradata Marketing Cloud hervorging. Vor drei Jahren verkaufte Teradata seine Geschäftszweig Marketing Applications an den Finanzinvestor Marlin Equity Partners. Das Team wagte einen Neustart in neuer Zusammensetzung und mit neuem Namen: Mapp. Das Unternehmen besteht aus den Firmen, die Teradata seit 2012 in diesem Bereich aufgekauft hatte.