Microsoft will Nuance für 16 Milliarden US-Dollar kaufen

Microsoft ist in fortgeschrittenen Verhandlungen, um den Experten für Spracherkennung und künstliche Intelligenz, Nuance Communications, für rund 16 Milliarden US-Dollar zu kaufen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise. Eine Vereinbarung könnte bereits in dieser Woche bekanntgegeben werden.

Der verhandelte Preis würde Nuance mit etwa 56 US-Dollar pro Aktie bewerten, sagte einer der Insider laut Bloomberg, doch die Bedingungen könnten sich noch ändern. Die Gespräche zwischen Nuance aus Burlington im US-Bundesstaat Massachusetts und Microsoft dauerten an, könnten aber noch ohne Ergebnis abgebrochen werden. Der Preis wäre ein 23-prozentiger Aufschlag zum Kurs am Handelstag.

Ein Kauf von Nuance wäre die zweitgrößte Akquisition von Microsoft in der Unternehmensgeschichte, nur die 24-Milliarden-Dollar-Übernahme des Jobnetzwerkes LinkedIn im Jahr 2016 war noch kostspieliger.

Nuance arbeitet mit seiner Spracherkennung und dialogorientierten KI seit längerer Zeit eng mit Microsoft zusammen. Im Oktober 2019 gaben Nuance und Microsoft bekannt, dass sie in der Gesundheitsversorgung kooperierten. Gemeinsam wollten die Unternehmen die Verbreitung von Ambient Clinical Intelligence (ACI)-Technologien beschleunigen, damit die klinische Dokumentation sich selbst schreibe. Spracherkennungs- und Prozesssoftware wie die Plattform Dragon Medical und spezielle Hardware für Ambient Sensing von Nuance sollten mit Microsofts Azure, Azure AI und Project Empower MD Intelligent Scribe Service zusammenarbeiten.

D: Vertrauen in Medien deutlich gestiegen

Das Vertrauen in die Medien ist in Deutschland im Pandemiejahr 2020 deutlich gestiegen. Das geht aus der Langzeitstudie Medienvertrauen des Instituts für Publizistik der Universität Mainz und des Instituts für Sozialwissenschaften der Universität Düsseldorf hervor. 56 Prozent der Befragten gaben demnach im November und Dezember 2020 an, voll und ganz beziehungsweise eher Medien zu vertrauen, wenn es um Sachverhalte wie Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren oder politische Skandale geht.

In den vergangenen Ausgaben hatte sich der Wert zwischen 28 und 44 Prozent bewegt. 2019 etwa waren es nur 43 Prozent gewesen, 2015 sogar nur 28 Prozent. 16 Prozent der Deutschen sagten im Jahr 2020, man könne den Medien „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“ vertrauen, 28 Prozent äußerten sich ambivalent („teils, teils“).

Auch ist der Anteil der Befragten gesunken, die den Medien extrem kritisch gegenüberstehen. 11 Prozent haben der Aussage zugestimmt, dass die Bevölkerung von den Medien systematisch belogen werde. In den Vorjahren lag die Zustimmung zwischen 13 und 19 Prozent. Auch weisen zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger den Vorwurf der „Lügenpresse“ zurück. Das ist der bisher höchste gemessene Wert in der Langzeitstudie.

Nachhaltiges Vertrauenswachstum?

In der Corona-Krise sei der Informations- und Orientierungsbedarf in der Bevölkerung offenbar mit wachsendem Vertrauen in die Medien einhergegangen, heißt es in der Studie. Es müsse sich allerdings erst noch zeigen, ob das „Vertrauensplus“ auch nachhaltig wirkt. Es sei möglich, dass sich die Stimmung in den darauffolgenden Wochen erneut verändert habe, parallel zur wachsenden Unzufriedenheit mit dem politischen Krisenmanagement.

Weniger Menschen sahen 2020 zudem eine Zusammenarbeit von Medien und Politik. 15 Prozent stimmten der Aussage zu, dass beide Instanzen zusammenarbeiten, um die Meinung der Bevölkerung zu „manipulieren“. 2019 waren es 23 Prozent. Die etablierten Medien berichten nach Meinung von 63 Prozent der Befragten zudem vertrauenswürdig über das Coronavirus. 12 Prozent schätzen die Berichterstattung als nicht vertrauenswürdig ein, 23 Prozent äußerten sich ambivalent.
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk als am zuverlässigsten eingeschätzt

Deutlich wird durch die Studie allerdings ein Überdruss am Pandemiethema: 40 Prozent der Befragten halten die Berichterstattung für zu viel. 34 Prozent teilen den Eindruck nicht, 25 Prozent beziehen hier keine klare Position.

Unter den unterschiedlichen Medien ist das Vertrauen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit 70 Prozent am größten. In den Vorjahren lag es zwischen 65 und 72 Prozent. Danach folgen Regionalzeitungen mit etwa zwei Dritteln der Befragten im Gegensatz zu 63 bis 65 Prozent in den Vorjahren. Überregionalen Tageszeitungen vertrauen 56 Prozent (Vorjahre: 49 bis 55 Prozent).

Das private Fernsehen mit 23 Prozent und Boulevardzeitungen mit 7 Prozent werden auch in der Krise nicht als besonders vertrauenswürdige Medien wahrgenommen. Nur fünf Prozent der Befragten vertrauen Social-Media-Angeboten. Alternative Nachrichtenseiten halten 14 Prozent der Bürgerinnen und Bürger für vertrauenswürdige Nachrichtenquellen. In den Vorjahren waren es 12 bis 14 Prozent.

Die Langzeitstudie Medienvertrauen war 2018 erstmals erfasst worden. Sie ist repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Befragt wurden 1.207 Bürgerinnen und Bürger.

In Corona-Zeiten mehr Gaming und Social-Media-Nutzung

Kinder und Jugendliche verbringen in Corona-Zeiten im Schnitt deutlich mehr Zeit am Handy, am Computer oder an der Spielkonsole. Das zeigen Ergebnisse einer Forsa-Befragung im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf (UKE). Für die Studie, wurden 1200 Elternteile und jeweils ein zugehöriges Kind im Alter von 10 bis 18 Jahren zur Mediennutzung befragt – jeweils im September 2019, im April 2020 und im November 2020. Eine abschließende Befragungswelle ist in diesem Frühjahr geplant. Die Ergebnisse werden im Sommer erwartet.

Die Kinder und Jugendlichen verbrachten demnach vor Corona an Wochentagen knapp zwei Stunden auf Instagram, Snapchat, TikTok oder anderen Plattformen. Das erhöhte sich während des ersten Lockdowns mit geschlossenen Schulen im April 2020 auf mehr als drei Stunden täglich. Im Herbst, als Schulen dann zwar größtenteils offen, aber das Freizeitangebot weiterhin stark eingeschränkt war, sank die Nutzung wieder auf knapp zweieinhalb Stunden täglich, lag aber immer noch deutlich über dem Vor-Corona-Niveau.

Computer- oder Online-Spiele

Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei Spielen: Vor Corona waren die befragten Kinder und Jugendlichen an Wochentagen durchschnittlich eine Stunde und 23 Minuten lang mit Computer- oder Online-Spielen beschäftigt, im April 2020 während des ersten Lockdowns erhöhte sich die Nutzung stark auf zwei Stunden und zwölf Minuten am Tag. Im November 2020 waren es immer noch fast zwei Stunden täglich.

D2C wird bei Kunden immer beliebter

Direct-to-Consumer ist, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie, in der Mitte des Marktes angekommen. Mehr als 20.000 D2C-Marken soll es bereits weltweit geben – Tendenz: stark steigend. Das Marktforschungsinstitut IFH Köln und das Beratungsunternehmen KPMG haben im Zuge des Consumer Barometers 2021 Kunden nach ihren Motiven für die Kaufentscheidung direkt beim Hersteller gefragt. Die Studie wurde unter 500 Konsumenten durchgeführt.

26 Prozent wollen Hersteller bewusst unterstützen

Als direkte Vorteilen des Direktkaufs wurde zum einen die Gewissheit genannt, keine Produktfälschung zu kaufen, zum anderen die bessere Beratungs- und Servicequalität. Während 52 Prozent als Grund angaben, dass die gewünschte Ware nur beim Hersteller verfügbar war, sehen 42 Prozent der Befragten entscheidende Vorteile, wenn sie direkt beim Hersteller kaufen – und 26 Prozent wollen diesen bewusst unterstützen.

Die am stärksten direkt nachgefragten Produkte stammten aus den Branchen Textilien und Schuhe (38 Prozent) sowie Lebensmittel (27 Prozent). Der Großteil der Befragten (87 Prozent) sehen einen Online Shop als geeigneten Kanal für Hersteller zur Ansprache von bestehenden und potenziellen Kunden. 37 Prozent – vor allem die Gruppe der 18- bis 29-Jährigen und die Smart Natives – befürworten dagegen einen Social-Media-Kanal als Kommunikationstool der Hersteller.

„Die Presse“ gründet neue Digital-Unit

In der neu geschaffenen Abteilung „Digitales Produktmanagement“ arbeitet ab sofort ein 12-köpfiges Team an der digitalen Weiterentwicklung der Tageszeitung „Die Presse“. Stefan Körner leitet die neue Unit, Sarah Weishäupl verantwortet als Head of Product Management die inhaltliche Leitung. Die neue Unit soll unter anderem digitale Lösungen und Features für Kunden planen, konzeptionieren und kalkulieren.

Jeder Zehnte stimmt Corona-Verschwörungsmythen stark zu

In einer Umfrage der Universität Basel haben zehn Prozent der Befragten mindestens einer Corona-Verschwörungsaussage stark zugestimmt.

Die Corona-Pandemie hat Verschwörungstheorien hervorgebracht, die sich übers Internet rasend schnell verbreiten. Tatsächlich zeigt die Geschichte, dass Verschwörungstheorien oft in Krisenzeiten gedeihen. Diese sind mit Überzeugungen verbunden, dass geheime Mächte oder bestimmte Gruppen auf ein schädliches Ziel hin zusammenarbeiten.

Die Basler Psychologinnen Sarah Kuhn und Thea Zander-Schellenberg untersuchten nun mit Kollegen in einer anonymisierten Online-Umfrage, wie stark Menschen aus der deutschsprachigen Schweiz und Deutschland Coronavirus-Verschwörungstheorien zustimmen und wie das mit Denkverzerrungen zusammenhängt. Von den Ergebnissen der Studie, an der 1.600 Personen teilnahmen, berichten sie im Fachmagazin „Psychological Medicine“.

Auf einer Skala mussten die Teilnehmenden der Studie angeben, wie stark sie jeweils den 49 präsentierten Verschwörungstheorien zustimmten. Dazu gehörten skurrile Aussagen wie „Das Coronavirus ist eine Biowaffe, die von China entwickelt wurde, um den Westen zu zerstören“, „Antikörpertests sind ein Komplott, um unsere DNA zu sammeln“ oder „Der tatsächliche Grund für den Lockdown liegt darin, eine Massenüberwachung durchzusetzen“. Demnach stimmten durchschnittlich knapp zehn Prozent der Befragten mindestens einer Verschwörungsaussage zu, 20 Prozent wenig oder mäßig und etwa 70 Prozent gar nicht.

Die Psychologinnen und Psychologen ermittelten ebenfalls die psychologische Befindlichkeit der Befragten sowie deren Alter, Geschlecht und politische Einstellung. So zeigte sich, dass die den Verschwörungstheorien zustimmenden Menschen im Durchschnitt jünger und gestresster waren sowie über Paranoia-ähnliche Erfahrungen berichteten. Sie wiesen außerdem eine politisch extremere Haltung und ein geringeres Bildungsniveau auf.

Auch in den Denkprozessen der Teilnehmenden zeigten sich Unterschiede. Die Gruppe, die sich mit einer Verschwörungstheorie eher anfreunden konnte, traf Schlussfolgerungen vorschneller und unter größerer Unsicherheit. Informationen, die ihre Meinung widerlegten, schenkten sie zudem weniger Beachtung.

Internet Ombudsstelle: 6.534 Beschwerden aus Österreich

Home-Office, Online-Shopping oder Essen via Smartphone bestellen: In Zeiten von Covid-19 hat die Nutzung digitaler Medien stark zugenommen. Der steigende Internetkonsum bringt aber auch Probleme mit sich. Das spiegelt sich deutlich im Jahresbericht der Internet Ombudsstelle wider: 2020 hat die unabhängige österreichische Streitschlichtungs- und Beratungsstelle in Summe 6.543 Beschwerden (+ 37,4 Prozent zum Vorjahr) und 5.526 Anfragen bearbeitet.

Violative View Rate: YouTube führt neuen Messwert ein

Vor drei Jahren führte YouTube den Bericht zu den YouTube-Community-Richtlinien ein. Dieser enthält Informationen zu Inhalten, die aufgrund von Richtlinienverstößen auf YoutTube entfernt wurden. Seit der Einführung des Berichts wurden nach eigenen Angaben bereits mehr als 83 Millionen Videos und 7 Milliarden Kommentare aufgrund von Verstößen gegen die Community-Richtlinien entfernt. Jetzt fügt die Video-Plattform dem Bericht einen neuen Messwert hinzu.

Diesen bezeichnet YouTube als VVR – Violative View Rate. Er gibt an, wie hoch der prozentuale Anteil von Aufrufen nicht richtlinienkonformer Inhalte auf YouTube ist.

Laut YouTube ist er der wichtigste Messwert dafür, wie gut das Unternehmen seiner Verantwortung zum Schutz der YouTube-Community nachkommt. Seit 2017 sei die VVR um mehr als 70 Prozent zurückgegangen und liegt aktuell bei 0,16 bis 0,18 Prozent. Das bedeutet, dass auf 10.000 Aufrufe 16 bis 18 Inhalte kommen, die nicht richtlinienkonform sind.

Zukünftig werden in einem separaten Abschnitt im oben genannten Bericht zu den YouTube-Community-Richtlinien Verlaufsdaten und Daten aus dem vierten Quartal 2020 (Oktober bis Dezember) zur VVR genannt. Darüber hinaus sind dort Details zur Methodik zu finden. Die Daten werden vierteljährlich aktualisiert.

Studie entschlüsselt digitale Mediastrategie österreichischer Werbetreibender

Im Rahmen der von MOMENTUM Wien initiierten Studie wurde Auftraggeberseiten zur Aussteuerung ihrer digitalen Mediastrategie befragt. Ergebnisse zeigen, dass 2021 Werbeinvestments in Video Ads, Social Media, Paid Search & Integrated Content um +20 Prozent erhöht wurden.

Die Ergebnisse der 225 persönlichen und Computer Assisted Web Interviews (CAWI) zeigen auf, in welche digitalen Medienkanäle werbetreibende Unternehmen 2020 ihr Werbegeld investiert haben und inwiefern diese Akzentuierungen 2021 noch weiter verstärkt werden. „Wir verstehen die Media-Mix-Benchmark-Studie als relevante Entscheidungshilfe für die Mediastrategie heimischer Werbetreibender“, erklären Bernd Platzer und Maximilian Mondel, die beiden Co-Founder von MOMENTUM: „Die Media-Mix-Benchmark-Studie soll Entscheidungsträgern aus Marketing und Werbung aufzeigen, welche digitalen Medienkanäle für werbetreibende Unternehmen aus Österreich im Vorjahr im Trend waren und heuer im Trend sind.“

84,9 Prozent der befragten Marketing- und Werbeverantwortlichen gehen davon aus, dass der Media-Mix heimischer Unternehmen im Jahr 2020 digitaler wurde. 7,1 Prozent glauben, dass sich die Aufteilung von Online und Offline im Media-Mix in Österreich von 2019 auf 2020 kaum verändert hat. Aber nur 2,7 Prozent der Befragten meinen, dass 2020 im Vergleich zu 2019 stärker in klassische Offline-Medien wie TV, Radio, Print oder Out of Home investiert wurde.

Zu den Veränderungen im Media-Mix im eigenen Unternehmen befragt, geben 75 Prozent der Marketer und Werber zu Protokoll, dass im ersten Jahr der Corona-Pandemie ein Shift in Richtung digitale Medienkanäle vollzogen wurde und nur 0,9 Prozent, dass 2020 im Gegensatz zu 2019 die klassischen Medienkanäle akzentuiert wurden.

Zu den klaren Gewinnern unter den digitalen Medienkanälen zählten 2020 Social Media Advertising (+35 Prozent), Video Advertising (+34 Prozent), Paid Search (+32 Prozent) und Connected TV (+30 Prozent) sowie In-Game-Advertising (+28 Prozent). Aber auch in SEO (+23 Prozent), Digital Audio (+21 Prozent), Mobile Advertising (+18 Prozent), Classifieds/Rubrikenmärkte (+17 Prozent), Newsletter Advertising (+16 Prozent), E-Mail Marketing (+15 Prozent), Native Advertising (+14 Prozent), und Integrated Content (+14 Prozent) wurde 2020 von heimischen Marketern und Werbern mehr Geld gesteckt. Im einstelligen Prozentbereich stiegen die Werbeinvestments der Werbetreibenden im Vorjahr im Display Advertising (+ 7 Prozent) und im Affiliate Marketing (+ 8 Prozent).

2021: Video, Social, SEA, Integrated Content & Digital Audio legen weiter zu

Im laufenden Jahr werden Österreichs Werbetreibende laut Media-Mix-Benchmark-Studie in die eine oder andere Werbeform noch mehr investieren als 2020. Den Werbeformen Social Media Advertising, Video Advertising, Paid Search, Connected TV und Digital Audio stehen heuer – auf das Gesamtjahr 2021 gesehen – zusätzliche Werbeinvestments von rund 20 bis 30 Prozent ins Haus. Und auch fast alle anderen digitalen Werbeformen werden sich über ein Werbeplus für 2021 freuen dürfen – wenn auch in unterschiedlicher Ausprägung.

Teilweise gänzlich unterschiedliche digitale Mediastrategien fördern die drei Spezialauswertungen im Rahmen der Media-Mix-Benchmark-Studie für die Branchen Banken/Versicherungen, Handel sowie Verkehr/Transport/Logistik für die Jahre 2020 und 2021 zutage: Banken und Versicherungen setzen 2021 zunehmend auf Video Advertising (+20 Prozent) sowie Mobile Advertising, Social Media und Paid Search. Der Handel gedenkt, Video Advertising (+53 Prozent) und Display Advertising (+33 Prozent) im Media-Mix stark aufzuwerten. Und Unternehmen im Bereich Verkehr/Transport/Logistik suchen 2021 ihr Werbe-Heil verstärkt in Display Advertising, Mobile Advertising und Newsletter Advertising (jeweils +20 Prozent).

App Store: US-Nutzer geben durchschnittlich 116 Euro im Jahr aus

Besitzer von iPhones lassen nicht nur für ihre Hardware einiges Geld bei Apple, sondern auch für Einkäufe im iOS App Store. Laut einer aktuellen Untersuchung des App-Analyse-Unternehmens SensorTower, dessen SDK in diversen bekannten Anwendungen steckt, werden in Apples wichtigstem Markt, den USA, im Durchschnitt 138 US-Dollar im Jahr ausgegeben. Das entspricht rund 116 Euro. Die Summe fällt demnach sowohl für Bezahl-Apps als auch In-App-Käufe an, zu diesen gehören auch Abos. Die Summe soll sich 2020, dem ersten Corona-Jahr, nochmals deutlich erhöht haben – um 38 Prozent, meint SensorTower.

Wo das Geld hinfließt

Am stärksten prozentual zugelegt beim Umsatz haben bei den In-App-Einkäufen die Kategorie Foto & Video (plus 56 Prozent), Spiele (plus 43 Prozent), Soziale Medien (plus 41 Prozent), Unterhaltungs-Apps (plus 26 Prozent) und Lifestyle-Programme (plus 14 Prozent).

Aufgerechnet gaben Nutzer im Jahr im Durchschnitt an Spielen 15,50 Dollar für Puzzle-Games wie „Candy Crush Saga“ aus, nächstgrößte Kategorie waren „Casino“-Titel (13,10 Dollar) und Strategie-Spiele (12,30 Dollar). Der enorme Anstieg dürfte sich 2021 allerdings nicht fortsetzen, doch SensorTower sagt weiterhin ein „stabiles Plus“ voraus. Zum Vergleich: 2019 waren die App-Store-Einnahmen pro Nutzer um 27 Prozent auf 100 Dollar im Jahr angewachsen.

Google legt extrem effizienten Sprachcodec offen

Google hat den auf KI-Technik und Machine-Learning aufbauenden Sprachcodec Lyra als Open Source veröffentlicht. Den Lyra-Codec selbst hatte das Unternehmen bereits im Februar dieses Jahres vorgestellt und diesen als „revolutionären neuen Audio-Codec“ beschrieben, mit dem sich qualitativ hochwertige Anrufe umsetzen lassen sollen. Tatsächlich ermöglicht Lyra eine Kodierung von Sprache noch mit 3 kbit/s.

Der als Open-Source-Software verfügbare Code zur Nutzung enthält die notwendigen Werkzeuge, um selbst Sprache mit Lyra zu kodieren sowie zu dekodieren. Der Code ist dabei für 64-Bit-ARM-Plattformen optimiert, also etwa Smartphones. Außerdem wird zur Entwicklung Linux genutzt. Das Team von Lyra hofft aber auch, den Codec künftig plattformübergreifend umsetzen zu können.

Der Code ist in C++ geschrieben und nutzt sowohl Googles Build-Tool Bazel als auch die eigene C++-Bibliothek Abseil. Die Kern-API ermöglicht das En- und Decoding ganzer Dateien oder als Pakete. Darüber hinaus bietet Google auch Filter und diverse Transformationsfunktionen zur Signalverarbeitung.

Es gibt auch eine Beispiel-App, die die Nutzung zusammen mit dem Android-NDK demonstriert. Das Team weist außerdem darauf hin, dass ein kleiner Teil des Codes für mathematische Funktionen derzeit noch nicht frei verfügbar ist. Diese Bibliothek soll ebenfalls als Open Source nachgeliefert werden. Der restliche Open-Source-Code findet sich auf Github.

Verbraucherverhalten: Covid-19 beflügelt E-Commerce

Corona hat dem E-Commerce einen deutlichen Schub verliehen. In Deutschland kaufen derzeit 87 Prozent aller Verbraucher regelmäßig online ein. Das zeigt eine repräsentative Verivox-Umfrage. Dafür hat die Innofact AG im März 2021 insgesamt 1.015 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren online befragt. Etwa die Hälfte der Befragten (47 %) ordert dabei mindestens einmal im Monat Waren über das Internet, weitere 37 Prozent sogar wöchentlich. Verstärkt wird die digitale Shoppinglust durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zwei von drei Befragten kaufen heute viel (24 %) oder etwas häufiger (41 %) im Internet ein als vor dem Ausbruch der Pandemie. Bei einem knappen Drittel der Befragten (32 %) blieb die Häufigkeit von Online-Einkäufen unverändert. Nur drei Prozent bestellen heute seltener im Internet als vor Corona.

Zum Bezahlen im Internet stehen Verbrauchern viele verschiedene Verfahren zur Verfügung. Mit Abstand am beliebtesten sind Online-Bezahldienstleister wie PayPal oder Sofortüberweisung. Wenn sie die freie Auswahl haben, würden 47 Prozent der Befragten einen Einkauf von 50 Euro über einen Online-Bezahldienst wie PayPal und Co. begleichen. Deutlich weniger bevorzugen andere Bezahloptionen wie den Kauf auf Rechnung (23 %), Kreditkarte (14 %) oder Lastschrift (8 %).

GoDaddy-Studie: Kleine Unternehmen wünschen sich Unterstützung beim Aufbau ihrer Online-Präsenz

Laut einer Umfrage des Website-Anbieters GoDaddy herrscht bei Kleinunternehmern in Deutschland Unterstützungsbedarf in Sachen Digitalisierung. Für einen Großteil sei es eine Herausforderung, digitale Lösungen zu etablieren und ihre technische Expertise auszubauen.

Eine internationale Studie des Website- und Domain-Anbieters GoDaddy zeigt, dass Kleinunternehmer in Deutschland Unterstützung bei der Digitalisierung ihres Unternehmens benötigen. In der Umfrage geben 85 Prozent der Befragten, die bereits eine Website besitzen, an, dass diese ein wichtiger Schlüsselfaktor für den Erfolg ihres Unternehmens sei. Gleichzeitig sehen wiederum knapp 60 Prozent eine Herausforderung für ihr Unternehmen darin, digitale Lösungen zu etablieren und ihre technische Expertise auszubauen.

Welche Bedeutung die Digitalisierung für den Unternehmenserfolg hat, zeigen die Umfrageergebnisse mit Bezug auf die Auswirkungen der Vertriebskanäle. Für den Großteil der deutschen Befragten (63 Prozent) ist die Unternehmenswebsite der meistgenutzte Vertriebskanal. Danach folgen Social-Media-Kanäle (36 Prozent).

„Wenn wir kleine Unternehmen dabei unterstützen, unabhängiger zu werden, indem wir ihnen eine eigene, selbstbestimmte Online-Präsenz ermöglichen, können wir gleichzeitig Deutschland dabei helfen, wirtschaftlich erfolgreicher zu werden“, so Paul Ashcroft, Senior Director Europe von GoDaddy. „Allerdings sollte dabei das Digitale nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen als nötig. Digitalisierung darf keine Wachstumshürde sein. Deshalb unterstützen wir deutsche Gründer*innen und kleine Unternehmen auf ihrem Weg zu einer professionellen Online-Präsenz mit unseren Tools, unseren Lösungen sowie unserer Kundenbetreuung. Damit möchten wir zeigen, wie einfach es heutzutage ist, digital erfolgreich zu werden.“

Die europaweite Umfrage wurde von dem Marktforschungsunternehmen Kantar durchgeführt. Dafür wurden insgesamt 5.104 Menschen interviewt, wovon 1.201 Teilnehmer in Deutschland leben.

Chatkontakt erzeugt mehr Nähe als ein Videocall

In Pandemie-Zeiten ersetzt die digitale Kommunikation einen großen Teil der sonst selbstverständlichen persönlichen Kontakte. Wie können Menschen sich dabei trotz Distanz verbunden fühlen? Das war eine der Fragestellungen, der Sozialpsychologen von der Universität Duisburg-Essen nachgegangen sind. Außerdem wollten die Wissenschaftler herausfinden, welche Art der digitalen Kommunikation am ehesten dabei hilft, strikte Corona-Bestimmungen und Kontaktbeschränkungen zu befolgen.

Obwohl Videoanrufe das Gegenüber zeigen und mehrere Sinne ansprechen, sind sie nicht immer der beste Weg, um in Kontakt zu bleiben – so lautet das Fazit der Wissenschaftler um Studienleiterin Nicole Krämer, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Duisburg-Essen. „Wir haben herausgefunden, dass das Verschicken von kleinen Nachrichten über Messenger – das können Texte sein oder Videos – besser hilft, um in Kontakt zu bleiben, als Videokonferenzen“, sagte sie gegenüber der dpa. „So eine schnell verschickte Textnachricht kann eher dazu führen, dass man das Gefühl hat, ‚andere sind mir nahe‘“, so Krämer.

Videoanrufe seien aufwendiger zu planen und daher seltener. Für das Gefühl „andere Leute sind da, die mit mir verbunden sind“ genüge es, über den Tag verteilt etwas von den Menschen zu hören. Außerdem zeige die Studie auf Basis mehrerer Online-Befragungen, dass Videoanrufe es den Menschen nicht unbedingt leichter machten, strikte Corona-Auflagen einzuhalten, sagt Krämer: „Da sind alle Nachrichten, die über Messenger kommen, offensichtlich hilfreicher, um die Leute bei der Stange zu halten.“ Das könne daran liegen, dass die Nutzung audiovisueller Kanäle die Sehnsucht nach persönlichem Kontakt verstärkt und den Impuls „ich will raus“ erzeugt.

Der Text der Studie, die auf Basis mehrerer Online-Befragungen während des ersten Lockdowns 2020 durchgeführt wurde, stehen auf Englisch unter dem Titel „Putting the social back into physical distancing: The role of digital connections in a pandemic crisis” als PDF zum Download zur Verfügung.

Umfrage: Potenzial zum bargeldlosen Bezahlen noch nicht ausgeschöpft

Sechs von zehn Menschen in Deutschland würden einer Umfrage zufolge grundsätzlich häufiger mit Karte oder Smartphone bezahlen – allerdings gibt es eine Reihe von Hemmnissen. Beim Bäcker oder Metzger, im Taxi oder im Nahverkehr, aber auch in mancher Gaststätte sind Verbraucher nach eigener Erfahrung noch auf Bargeld angewiesen. 26 Prozent der mehr als 2000 vom Meinungsforschungsinstitut YouGov befragten Erwachsenen gaben an, sie würden Karte und Smartphone häufiger zum Bezahlen nutzen, „wenn es mehr Möglichkeiten gäbe“. 14 Prozent würde diesen Weg stärker nutzen, wenn sie gleichzeitig an der Kasse Bargeld abheben könnten.
Geeignete Kartenterminals noch nicht flächendeckend vorhanden

„Unter Pandemiebedingungen wird aus Gründen der Hygiene beziehungsweise des Gesundheitsschutzes das Vermeiden von Barzahlungen empfohlen. Hier bietet die Schaffung einer möglichst flächendeckenden Infrastruktur mit kontaktlosfähigen Kartenterminals ein erhebliches Potenzial“, kommentierte Jürgen Wache vom Genossenschaftsverband die Ergebnisse der Erhebung, die im Auftrag der Volks- und Raiffeisenbanken im Verband durchgeführt wurde.

Der Verband mit Sitz in Neu-Isenburg vertritt Institute in allen Bundesländern mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg. Wache ist Sprecher des Vorstands der Hannoverschen Volksbank und leitet im Genossenschaftsverband den Arbeitsausschuss Markt und Produkte.

Pandemie beschleunigt Digitalisierung der Branche

Beim kontaktlosen Verfahren muss die Bezahlkarte nicht in ein Gerät eingeschoben werden. Die Daten werden verschlüsselt mit dem Terminal an der Kasse ausgetauscht, wenn die Karte vor das Lesegerät gehalten wird. Bei geringen Beträgen ist nicht einmal die Eingabe der Geheimnummer (PIN) nötig. Die Deutsche Kreditwirtschaft hatte während der Pandemie das Limit für die Kartenzahlung ohne PIN-Eingabe im Handel von 25 auf 50 Euro pro Nutzung verdoppelt.

Die Pandemie hat in der gesamten Branche den Trend zur Digitalisierung beschleunigt, viele Institute dünnen ihr Filialnetz weiter aus. In der Umfrage gab ein Fünftel (22 Prozent) der Befragten an, seit Beginn der Pandemie im März 2020 seltener in einer Bankfiliale gewesen zu sein, um Bankgeschäfte mit einem persönlichen Ansprechpartner zu erledigen. Gut ein Drittel (36 Prozent) der Befragten waren mindestens genauso häufig in der Filiale wie in Vor-Corona-Zeiten.
Offen für elektronische Bankdienste

Insgesamt zeigen die Umfrageteilnehmer überwiegend Offenheit für elektronische Zugangswege zur Bank: 55 Prozent können sich vorstellen, einfache Serviceleistungen wie Freistellungs- oder Daueraufträge telefonisch zu erledigen, 29 Prozent sehen das anders. 49 Prozent würden sich zum Beispiel per Video-Chat zu Altersvorsorge oder Finanzierungen beraten lassen, ein Drittel ist da zurückhaltend.

Amazon heuert Twittertrolle an

Amazon beschäftigt verdeckt Trolle, die auf Twitter das Unternehmen gegen Kritik an den Arbeitsbedingungen in den Lagerhäusern verteidigen.

Amazon steht in der Kritik, weil die Arbeitsbedingungen für Lagerarbeiter umstritten sind und das Unternehmen die Gründung von Gewerkschaften verhindern will. Mit einer umstrittenen Taktik schlägt die Firma jetzt zurück.

Das Magazin „The Intercept“ hat interne Dokumente aufgespürt, nach denen Amazon unter dem Codenamen „Veritas“ eine Spezialtruppe als „Botschafter“ ausgebildet hat, die gezielt gegen Kritik am Unternehmen und an CEO Jeff Bezos als Person vorgehen soll.

Diese Amazon-Botschafter zogen diese Woche die Aufmerksamkeit auf sich, als sie auf eine Welle von Online-Kritik für die Behandlung von Arbeitern durch das Unternehmen anlässlich einer Gewerkschaftsaktion in einem Amazon-Lagerhaus in Bessemer, Alabama, reagierten.

Zu den Grundsätzen des Veritas-Programms gehört das Versprechen, keine irreführenen oder falschen Botschaften anzubieten, stattdessen werden die Botschafter aufgefordert, „die Wahrheit zu sagen“. Es gibt jedoch einige Themen, die sie nicht ansprechen dürfen. Das Dokument weist die Mitarbeiter an, nicht auf „Kontakte über das Recht, sich gewerkschaftlich zu organisieren“ zu antworten – einer von nur drei Fällen, in denen ihnen gesagt wird, sie sollen nicht antworten. Ein Beispiel zum Ignorieren wird gegeben: „@Amazon lassen Sie Ihre FC-Mitarbeiter sich gewerkschaftlich organisieren, wenn Sie nichts zu verbergen haben.“

Im März legen ORF 1, Servus TV, ATV und Oe24 TV zu

Die ORF-Sendergruppe hat im März leicht an Marktanteil verloren. Sie erzielte 35,7 Prozent, was einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damals dominierte erstmals die Coronaberichterstattung. ORF 2 verzeichnete einen Rückgang von 3,9 Prozentpunkten auf 22,2 Prozent in der Gesamtzielgruppe. ORF 1 legte von 7,1 Prozent auf 10,7 Prozent zu.

Stärkster heimischer Privatsender bei den Zusehern ab 12 Jahren war Servus TV mit 3,5 Prozent Marktanteil (plus 0,2 Prozentpunkte). Auch in der Kernzielgruppe legte der Privatsender leicht zu (2,6 Prozent, plus 0,3 Prozentpunkte). Das Formel 1-Debüt von Servus TV in Bahrain sahen im Schnitt 639.000 Personen. Dabei wurde ein Marktanteil von 35 Prozent erreicht – der Höchstwert für den Privatsender im heurigen März.

Puls 4 verlor sowohl in der Gesamtzielgruppe (3,2 Prozent Marktanteil) als auch in der Kernzielgruppe (4,9 Prozent Marktanteil) 0,3 Prozentpunkte. Dennoch bleibt Puls 4 mit Shows wie zuletzt „The Masked Singer Austria“ bei den 12- bis 49-Jährigen stärkster Privatsender. ATV näherte sich mit 4,6 Prozent Marktanteil in der Kernzielgruppe (plus 0,8 Prozent) an. Der Sender verzeichnete den stärksten März seit Jahren.

Der Nachrichtensender oe24.tv legte bei den Über-12-Jährigen auf 1,2 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte) und in der Kernzielgruppe auf 1,6 Prozent (plus 0,3 Prozentpunkte) zu. Am 23. März feierte der Sender der Mediengruppe Familie Fellner mit 3,7 Prozent (12-49) bzw. 2,6 Prozent (12+) Marktanteil den besten Tag seit Bestehen.

Die Marktanteile von Puls 24 sind mit 0,7 Prozent (12+) bzw. 1,0 Prozent (12-49) weitgehend stabil. Die ProSiebenSat.1Puls4-Gruppe kam mit ihren vier Österreichsendern (ATV, ATV 2, Puls 4, Puls 24) in der Gesamtzielgruppe auf 8 Prozent Marktanteil (minus 0,3 Prozentpunkte). Bei den 12- bis 49-Jährigen, auf denen der Fokus der Gruppe liegt, steigerte man sich auf 12 Prozent Marktanteil (plus 0,4 Prozent).

Durch Pandemie deutlich mehr Laptops im Einsatz

Ausgelöst durch die Coronapandemie werden in Zukunft nach Einschätzung von Marktforschern deutlich mehr Laptop-Computer im Einsatz sein als bisher. In diesem Jahr werde die Zahl der weltweit genutzten Notebooks von 796 Millionen auf 866 Millionen steigen, prognostizierte die Analysefirma Gartner. Für 2022 rechnen die Marktforscher mit einem weiteren Zuwachs auf 929 Millionen Geräte.

Dabei geht es um mehr als nur den Austausch existierender Tisch-Rechner durch mobile Computer. Die Zahl der eingesetzten Desktops sinkt zwar – aber nicht so schnell wie zusätzliche Notebooks dazukommen. In diesem Jahr werde die Zahl der Desktop-Computer von 522 auf 495 Millionen sinken und 2022 auf 470 Millionen, lautet die Gartner-Prognose.

Mit dem Arbeiten und Lernen von zuhause seit Beginn der Coronakrise hätten viel mehr Menschen als bisher Computer gebraucht, sagte Gartner-Analyst Ranjit Atwal. Und die Erkenntnis, dass viele bisherige Arbeitsmodelle veraltet waren, werde die Laptop-Nachfrage weiter stärken.

Desktops nicht am Aussterben

Zugleich sei auch der Desktop-PC noch lange nicht am Ende: In manchen Bereichen werde man – zum Beispiel bei einem höheren Leistungsbedarf – weiterhin auf sie zurückgreifen. Es gebe auch regionale Unterschiede: So seien Tischrechner zum Beispiel in China und Deutschland mehr gefragt als in anderen Ländern.

Slowenischer Nachrichtenagentur STA droht Insolvenz

Der slowenischen Nachrichtenagentur STA droht wegen der eingestellten staatlichen Finanzierung die Insolvenz. Aufsichtsratschef Mladen Tercelj warnte, dass die Nachrichtenagentur wenige Wochen vor ihrem 30. Jubiläum zahlungsunfähig werden könnte. Die STA feiert im Juni ihr 30-jähriges Bestehen.

Der Aufsichtsrat rief deswegen die slowenische Regierung auf, umgehend die ausstehenden Verbindlichkeiten gegenüber der STA zu begleichen. Die Regierung, die die öffentlichen Dienstleistungen der Nachrichtenagentur finanziert, lag am heutigen Donnerstag mit der Zahlung bereits 33 Tage im Verzug. Dies geht aus einem Zähler hervor, der auf der STA-Internetseite läuft.

Die STA ist im Rahmen ihres öffentliches Dienstes gesetzlich verpflichtet, über wichtige Ereignisse im Land zu berichten, wofür sie aus dem Staatsbudget finanziert wird. Das bringt der Agentur jährlich rund zwei Mio. Euro ein und macht die Hälfte ihres Gesamtumsatzes aus. Heuer hat die STA vom Staat dafür noch kein Geld erhalten, obwohl sie ihre Verpflichtungen ununterbrochen erfüllt. Der Aufsichtsrat stellte laut Medien fest, dass keine der möglichen Maßnahmen den Ausfall von Staatsmitteln ersetzen könne.

Das Presseamt der Regierung (UKOM) begründet die Ablehnung der Zahlungen damit, dass es für 2021 keinen Vertrag mit der STA gäbe. Allerdings wurde die Regierung mit einem der Corona-Gesetzespakete explizit zur Finanzierung von den öffentlichen Dienstleistungen der STA auch ohne einen Vertrag verpflichtet.

90 Beschäftigte

Die Regierung halte sich nicht an ihr eigenes Gesetz, das vom Parlament verabschiedet wurde, kritisierte Tercelj. Deswegen sei in der Nachrichtenagentur „die Existenz von 90 Beschäftigten und ihren Familien gefährdet“, mahnte er. „Die Aussetzung der Finanzierung ohne nachgewiesenes Fehlverhalten ist inakzeptabel und verstößt gegen die Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit“, betonte er.

In Hinblick auf den Zankapfel in dem Finanzierungsstreit verwies Trercelj darauf hin, dass der Regierung in ihrer Rolle als STA-Gründer und Alleineigentümer alle gewünschten Dokumente und Informationen zu Verfügung stehen würden. Seines Wissens nach habe aber UKOM, das bisher die Dokumente verlangt habe, dafür keine Autorisierung der Regierung. Das Presseamt forderte von der STA diverse Unterlagen über ihre Geschäftstätigkeit, darunter Kundenverträge sowie eine Liste mit den Gehältern aller Mitarbeiter.

United Internet Media: E-Mail-Nutzung in Österreich steigt weiter an

Im Jahr 2020 gab die Corona-Krise den digitalen Kanälen einen zusätzlichen Schub. Die Kommunikation per E-Mail zwischen Kunden und Unternehmen legte um mehr als ein Drittel zu. Ein deutliches Plus verzeichnete auch der Austausch mit Ausbildungsstätten und Behörden. Das ergibt die Studie „E-Mail-Nutzung in Österreich 2020“ von United Internet Media und dem Marktforschungsinstitut mindtake aus Wien.

Die Studienergebnisse belegen einen Anstieg der E-Mail-Nutzung über alle Altersklassen hinweg. Besonders stark fällt dieser bei den jungen Nutzern aus: Mehr als ein Drittel (37 Prozent) der befragten 15-24-Jährigen schrieb 2020 mehr E-Mails als im Vorjahr, über die Hälfte (55 Prozent) las zudem vermehrt elektronische Post. Allen voran legte die Kommunikation mit Unternehmen, Ausbildungsstätten und Behörden deutlich zu. So geben 36 Prozent der Befragten an, dass sie im Rahmen eines Kaufprozesses mehr als zuvor über E-Mail mit Unternehmen kommunizieren. Die eigene Ausbildungsstätte (30 Prozent) und Behörden (28 Prozent) werden ebenfalls zunehmend über das digitale Postfach kontaktiert. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der jungen Onliner zwischen 15 und 24 Jahren kommuniziert deutlich mehr mit der Ausbildungsstätte.

Als hauptsächliche E-Mail-Adresse nutzen 29 Prozent der österreichischen Onliner GMX. Damit legt GMX im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent zu. „Dieser Zuwachs belegt erneut die steigende Relevanz von E-Mail-Kommunikation. Mit der Einführung des Intelligenten Postfachs und neuen smarten Services baut GMX seine führende Position als österreichische Kommunikationsplattform weiter aus“, sagt Phillip Pelz, Head of Sales Austria von United Internet Media.

Lockdown belastet Einzelhandel – Internethandel profitiert

Der Corona-Lockdown hat dem Einzelhandel in auch im Februar zu schaffen gemacht.
Zwar stiegen die Umsätze gegenüber Januar bereinigt um Preiserhöhungen (real) um 1,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Nominal gab es den vorläufigen Daten zufolge ein Plus von 1,3 Prozent. Gegenüber Februar 2020, dem Monat vor dem Lockdown in Deutschland, sank der Umsatz allerdings um real 9,0 Prozent und nominal 7,7 Prozent.

Online- und Versandhandel setzte 34,1 Prozent mehr um

Besonders hart trafen die Beschränkungen auch im Februar den Textilhandel, die Erlöse brachen real um 73,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ein. Möbelhändler und Heimwerkermärkte verzeichneten ebenfalls einen deutlichen Umsatzrückgang (34,1 Prozent). Der Online- und Versandhandel profitierte dagegen von den Geschäftsschließungen und setzte 34,1 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor.

Youtube blendet testweise negative Bewertungen aus

Youtube testet aktuell eine Version seiner Plattform ohne „Gefällt mir nicht“-Anzeige. Dabei wird die Schaltfläche nicht gänzlich abgeschaffen, öffentlich einsehbar ist die Zahl der Dislikes aber bei dem Versuch nicht mehr. Stattdessen können nur noch die Kanalbetreiber selbst sehen, wievielen Nutzern ihr Video nicht gefallen hat. Auch sollen sie weiterhin ein Faktor in dem Empfehlungsalgorithmus der Plattform spielen, kündigt die Firma in einem Blogeintrag ein. Bei der Initiative handle es sich vorerst um ein Experiment.

Wie „Winfuture“ berichtet, hatten sich Kanalbetreiber über Dislike-Kampagnen beschwert. Dabei werden Videos nicht aufgrund ihres Inhalts negativ bewertet, sondern um einen Youtuber generell anzugreifen – häufig angestachelt wurde Dritte. Dadurch entstehen innerhalb kürzester Zeit viele unfaire Bewertungen.

Ältere spenden eher als Jüngere, keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern

Das Talk Online Panel hat für m.core die Umfrage-Teilnehmenden nach ihrem Spendenverhalten befragt, und wollten wissen, welches Kommunikationsmittel wohltätige Organisationen verwenden sollten, um mit ihnen in Kontakt zu treten, wofür und auch wie oft pro Jahr gespendet wird.

23 Prozent der Befragten spenden vier Mal pro Jahr

Auf die Frage, wie oft Herr oder Frau Österreich im Jahr spenden, antworteten 23 Prozent mit vier Mal, 21 Prozent sogar fünf Mal pro Jahr. 14 Prozent der Befragten gaben an, drei Mal jährlich zu spenden, 13 Prozent spenden immerhin zwei Mal im Jahr, während zwölf Prozent nur ein Mal oder gar nicht spenden. 9 Prozent bzw. 8 Prozent spenden sechs Mal im Jahr bzw. sieben Mal oder noch öfter.

Am meisten wird für den Gesundheitsbereich gespendet

Laut der aktuellen Umfrage wird – vermutlich auch aufgrund der derzeitigen Corona-Krise – spenden mehr als ein Drittel der Befragten für den Gesundheitsbereich, 31 Prozent spenden, um Armut zu bekämpfen. 28 Prozent der Befragten spenden für die Umwelt und immerhin 19 Prozent möchten sich mit ihrer Spende für Menschenrechte einsetzen.

Die überwiegende Mehrheit will per E-Mail kontaktiert werden

Auf die Frage, wie Herr oder Frau Österreich von Wohltätigkeitsorganisationen kontaktiert werden wollen, antworteten 57 Prozent mit „E-Mail“. Immerhin 45 Prozent sind der Meinung, dass sie per Post zum Spenden gebracht werden wollen. 34 Prozent der Befragten, hauptsächlich die jüngeren Generationen, wollen am liebsten über Social Media zum Spenden animiert werden bzw. empfinden dies als die effektivste Ansprechform. Nur 12 Prozent wollen per Telefon zum Spenden gebracht werden, wobei bei den Jüngeren hier sogar 30 Prozent per Telefon kontaktiert werden wollen.
Ebenfalls interessante Ergebnisse der aktuellen Umfrage sind zum Beispiel, dass 44 Prozent der Teilnehmer glaubten, dass sie häufiger spenden als andere Personen ihres Geschlechts und Alters. 28 Prozent glauben, dass Sie seltener spenden. Aus der Umfrage ist ebenfalls herauszulesen, dass ältere Menschen eher spenden als Jüngere, zwischen den Geschlechtern gibt es aber keine Unterschiede.

Netflix-Ranking: Peru streamt am meisten

Streaming-Angebote und Entertainment-Pakete boomen im Zuge der Corona-Krise. Anbieter Netflix hat seine eigenen Prognosen im vergangenen Jahr übertroffen und konnte am Ende des vierten Quartals fast 204 Millionen Abonnenten zählen, der Umsatz ist auf rund 21 Milliarden Euro geklettert. Eine Studie von Comparitech untersucht, welche Länder wie viel Zeit mit dem Netflixen verbringen.

Netflix wird in Südamerika am meisten genutzt

Laut Studie haben Netflix-Nutzer weltweit den Streamingdienst im Schnitt seit Vertragsabschluss 47 Tage lang genutzt, 8 Tage davon um Filme und 42 Tage um Serien zu streamen. An der absoluten Spitze des Rankings stehen die Peruaner mit 115.300 Minuten (ca. 80 Tage) Nutzungszeit seit der Eröffnung ihrer Accounts. Insgesamt belegen Länder Südamerikas die ersten drei Plätze des Vergleichs.

Europäer verbringen weniger Zeit mit dem Streamen

Die Europäer verbringen laut Studie am wenigsten Zeit mit den Serien und Filmen des Streaming-Anbieters. Auf dem letzten Platz findet sich die Slowakei, deren Einwohner mit rund 24 Tagen Nutzungsdauer im Schnitt 65 Prozent weniger Zeit in das Netflixen investiert haben als die Peruaner. Weiter vorn unter den Ländern Europas platzieren sich Norwegen (52 Tage), Schweden (51 Tage) und Rumänien (50 Tage). Mit rund 46 Tagen durchschnittlicher Nutzung sind die Deutschen vergleichsweise träge beim Streamen von Netflix-Inhalten.

Österreich sieht per Satellit. Plus bei IPTV

Satellitenfernsehen ist mit einem Marktanteil von 54 Prozent der bevorzugte TV-Empfangsweg in Österreich. Ende 2020 gab es hierzulande 1,95 Millionen Satellitenhaushalte – ein leichter Rückgang gegenüber 2,09 Millionen Haushalten im Jahr 2019. Kabelfernsehen lag mit 1,10 Millionen Haushalten und einem Marktanteil von 30 Prozent erneut auf dem zweiten Platz, wobei auch hier ein leichter Rückgang verglichen mit 1,11 Millionen Haushalten im Jahr 2019 zu verzeichnen war. Dies geht aus dem jährlichen TV-Monitor hervor, den das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des Satellitenbetreiber Astra durchführt.

Eine Steigerung, nämlich von 390.000 im Jahr 2019 auf 410.000 Haushalte im Jahr 2020, verzeichnete Internet Protocol Television (IPTV). Auf den terrestrischen Empfang setzten 160.000 Haushalte, verglichen mit 170.000 Haushalten im 2019.

3,18 Millionen der insgesamt 3,62 Millionen österreichischen TV-Haushalte empfangen ihr TV-Programm bereits in HD-Qualität. Dies entspricht einem Anteil von 86 Prozent. Damit blieben 2020 rund 440.000 TV-Haushalte in Österreich nach wie vor ohne HD-Empfang, verglichen 550.000 im Jahr 2019.

TikTok beeinflusst Kaufentscheidungen stärker als Instagram

Soziale Netzwerke wie TikTok, Instagram und Co. verändern das Einkaufsverhalten immer mehr. Das britische Preisvergleichsportal Uswitch hat eine Umfrage unter 4.380 Online-Käufern in Vereinigten Königreich durchgeführt, die den Einfluss dieser Online-Trends aufzeigt.

TikTok ist größte Inspirationsquelle

Laut der Studie machen 61 Prozent der Befragten ihre Einkäufe von aktuellen Trends abhängig – dabei ist für den Großteil (41 Prozent) TikTok die erste Anlaufstelle, gefolgt von Instagram (27 Prozent), Pinterest (18 Prozent) und YouTube (8 Prozent). Facebook scheint auf der Suche nach den neusten Trends inzwischen unbeliebt zu sein und belegt mit zwei Prozent den letzten Platz.

Auch in Sachen Inspiration haben die TikToker die Nase vorn: Während 37 Prozent der Befragten angaben, sich von TikTok-Influencern inspirieren zu lassen, bevorzugen 25 Prozent den Content von Instagram. Dabei kommen Ads und Sponsored Posts bei den Followern gut an: 55 Prozent wurden dadurch zu einem Kauf angeregt.

Digitalbranche rechnet mit Umsatzwachsum durch Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz ist eine der zentralen Entwicklungen in der Technologiebranche. Für einen Großteil der Unternehmen in der digitalen Wirtschaft spielt KI eine wichtige Rolle. Das geht aus einer Umfrage des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft BVDW hervor. Zwei Drittel rechnen mit einem Umsatzwachstum durch die Technologie. Skeptisch sind die Experten, welche Rolle Deutschland in diesem Bereich spielen kann.

Die Bedeutung von KI für die Branche steht außer Frage: Insgesamt 78 Prozent der vom BVDW befragten Experten gab an, dass Künstliche Intelligenz wichtig oder eher wichtig für das eigene Geschäftsmodell ist. Rund zwei Drittel (59 Prozent) der Experten rechnen mit einem Umsatzwachstum durch KI.

Noch skeptisch sind die Befragten bei der praktischen Anwendbarkeit von KI: Mehr als die Hälfte der Digitalexperten (52 Prozent) geht davon aus, dass ihre Unternehmen nicht in der Lage sind, das Potenzial von KI voll auszuschöpfen. „Das ist nicht zwangsläufig auf Pessimismus zurückzuführen – in vielen Bereichen lässt sich gegenwärtig aber nur schwer voraussagen, welchen Nutzen KI haben wird“, folgert Wahl. Dass die Experten einen Nutzen sehen, zeigten die Ergebnisse wiederum sehr deutlich, so der BVDW-Präsident.

Bei der Frage nach dem Einfluss von KI auf die Zahl der Arbeitsplätze rechnen die meisten Befragten mit einer neutralen Bilanz: 63 Prozent glauben, dass bestimmte Abeitsplätze wegfallen, dafür aber andere entstehen. 24 Prozent Prozent der Experten rechnen damit, dass vor allem neue Arbeitsplätze enstehen. „Wie sich das tatsächlich entwickeln wird, dürfte auch von der Rolle der Deutschen Wirtschaft und ihrer regulatorischen Rahmenbedingungen im internationalen Wettbewerb abhängen“, erklärt BVDW-Präsident Wahl. „Der Unterschied wird darin liegen, ob wir die Entwicklung treiben und gestalten oder nur mitlaufen.“ Für die Studie wurden 289 Experten aus BVDW-Mitgliedsunternehmen befragt.

Xiaomi bringt faltbares Smartphone mit flüssiger Kameralinse

Der chinesische Hersteller Xiaomi hat sein erstes Smartphone mit faltbarem Display vorgestellt. Das Mix Fold folgt dem Designprinzip von Samsungs Galaxy Z Fold 2: Auf der Außenseite ist ein 6,52 Zoll großes Display verbaut, innen ein 8,01 Zoll großer Bildschirm. Bei beiden handelt es sich um AMOLED-Panel.

Der große Bildschirm hat eine Auflösung von 2.480 x 1.860 Pixeln. Die maximale Helligkeit liegt bei 600 cd/m², das Display unterstützt HDR10+ und eine Bildrate von 60 Hz. Das Außendisplay hingegen unterstützt 90 Hz.

Wie beim Galaxy Z Fold 2 wird das Smartphone in der Mitte zusammengeklappt, die beiden Hälften liegen mit einem kleinen Spalt am Gelenk zusammen. Bei der Präsentation ist zu erkennen gewesen, dass sich in der Mitte des innen liegenden Bildschirms ein deutlicher Falz befindet. Das Scharnier soll Xiaomi zufolge für 200.000 Faltvorgänge ausreichen.
Außendisplay ermöglich schnelle Nutzung ohne Aufklappen

Dank des außen liegenden Displays lässt sich das Mix Fold auch verwenden, ohne es aufzuklappen. Der Innenbildschirm soll dank hinter dem Display-Panel angebrachten Stahlplatten stabiler sein als bei anderen Herstellern.

Aufgeklappt ändert sich die Benutzeroberfläche des innen liegenden Bildschirms von klassischem Android hin zu einer Ansicht, die mehr an eine Desktop-Oberfläche erinnern. Es gibt ein Startmenü, zudem lassen sich Apps in einzelnen Fenstern verwenden. Eine Swipe-Geste mit drei Fingern ruft den Desktop auf.

Fortnite vielfach Grund für Scheidungen

Der beliebte Online-Shooter „Fortnite: Battle Royale“ bringt Fremde übers Internet zusammen und scheint Vertraute voneinander zu trennen. Diese Phänomene drogenähnlicher Qualitäten von Online-Spielen trifft bei weitem nicht nur Teenager.

Die britische Website divorce online hat einen Blog-Beitrag veröffentlicht, der seit Januar 200 Scheidungsgesuche aufführt, die Fortnite und weitere Online-Spiele als Scheidungsgrund nennen. Das entspricht ungefähr fünf Prozent aller eingereichter Scheidungsfälle. Insgesamt hat divorce online seit Januar 2018 bisher 4665 Fälle bearbeitet.

Online-Spiele, soziale Netzwerke, Pornowebseiten und andere digitale Medien werden zu einem wachsenden Problemfaktor für Beziehungen in Industrienationen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte im Juni Spielesucht als bedenklich für die Gesundheit ein, wenn sie über mehrere Monate anhält.

Spielesucht kann laut WHO zu geringerer körperlicher Betätigung, ungesunder Ernährung und verminderter Seh- sowie Hörfähigkeit, Schlafstörungen, aggressivem Verhalten und Depressionen führen. Das wirkt sich auch auf die Beziehung aus.

Geld dürfte ebenfalls eine Rolle spielen, denn über Mikrotransaktionen verdienen viele Hersteller von Online-Spielen ein Vermögen. Epic Games soll mit Mikrotransaktionen innerhalb von Fortnite monatlich 300 Millionen US-Dollar umsetzen.

70-Millionen-Euro-Investment für Nachhilfeplattform Go Student

Das im Jahr 2016 von Felix Ohswald (CEO) und Gregor Müller (COO) in Wien gegründete Start-up Go Student vermittelt Schüler und Nachhilfelehrer auf einer virtuellen Plattform miteinander, sodass diese ihre Nachhilfestunden auf Computern, Handys oder Tablet-PCs abhalten. Besonders in Zeiten von Pandemie und Homeschooling bekommt der Anbieter starken Zulauf – was nun wiederum neue Investoren ins Boot lockte.

So gibt Go Student nun bekannt, unter der Führung des neuen Investors Coatue zusammen mit den bestehenden Partnern Left Lane Capital und DN Capital eine weitere Investmentrunde abgeschlossen zu haben. Mit einem Gesamtinvestment von 70 Millionen Euro ist Go Student somit laut Eigenangabe innerhalb Europas das am besten finanzierte Start-up im Bildungsbereich. Im Vorjahr hatten die Wiener bereits ein Gesamtinvestment in Höhe von 13,3 Millionen Euro erhalten.

Das Start-up wird das frische Kapital nutzen, um die Präsenz in Märkten wie Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien und Irland zu stärken. In der ersten Hälfte des Jahres 2021 sollen unter anderem die Türkei und Griechenland folgen.

Bis Ende des Jahres will das Unternehmen in mindestens 15 europäischen Ländern aktiv sein sowie das Team auf über 800 Mitarbeiter und mehr als 10.000 Tutoren ausbauen. In den vergangenen Monaten war die Zahl der Mitarbeiter auf über 300 erhöht worden, in diversen europäischen Großstädten wurden neue Standorte eröffnet.

Netflix will bis Ende 2022 klimaneutral arbeiten

Das Thema Klimaschutz wird überall auf der Welt wichtiger, auch die Medienbranche ist da keine Ausnahme. Jetzt hat Netflix angekündigt, bis Ende des kommenden Jahres völlig klimaneutral arbeiten zu wollen. So will man bereits ab diesem Jahr den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid verringern sowie die anfallende Mengen speichern und entfernen. Ab Ende 2022 will man dann das Ziel von Null Emissionen netto erreichen. Um das alles zu schaffen, hat man mit Wissenschaftlern ein dreistufiges Programm entwickelt.

Konkret geht es in einem ersten Schritt um die Reduktion von Emissionen. Dabei will man sich an dem Ziel des Pariser Übereinkommens, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, orientieren. In einem zweiten Schritt wird Netflix bis Ende des laufenden Jahres interne Emissionen, die nicht vermeidbar sind, „vollständig neutralisieren“. Dies geschiehe durch Investitionen in Projekte, die verhindern, dass Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre gelangt. Außerdem wolle man damit beginnen, gefährdete Naturschutzgebiete wie tropische Wälder zu erhalten, da diese für das Erreichen der globalen Klimaziele entscheidend seien.

Im dritten und letzten Schritt geht es um die Entfernung von Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre. So will man bis zum Jahresende 2022 in die Regeneration wichtiger natürlicher Ökosysteme investieren, um das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Bei diesen Projekten handelt es sich etwa um die Wiederherstellung von Grünflächen, Mangroven und Böden.

Umfrage: KI macht US-Amerikanern Angst

Laut einer aktuellen Umfrage herrscht in den USA ein wachsendes Misstrauen gegenüber neuer Technik, wobei besonders die Künstliche Intelligenz (KI) schlecht abschneidet. Das geht aus einer Umfrage des Content-Services-Anbieters Hyland hervor.

Fast drei Viertel (71 Prozent) der Teilnehmer an der Umfrage gaben an, dass ihre Techniknutzung während der Pandemie zugenommen hat — und 44 Prozent sagten, dass sie deutlich gestiegen sei. Der Hauptgrund dafür liegt aber nicht im Homeoffice, sondern getrieben ist die erhöhte Nutzung vor allem davon, sich die Zeit zu vertreiben (37 Prozent). Für immerhin 34 Prozent gab die Telearbeit den Ausschlag für die erhöhte Nutzung und 29 Prozent den Online-Einkauf zum Beispiel von Lebensmitteln.

Sorge vor Gesichtserkennung

Soziale Medien führen die Liste der am wenigsten vertrauenswürdigen technischen Entwicklungen an. Jeder Fünfte (20 %) hat überhaupt kein Vertrauen, und 32 % haben nur sehr geringes Vertrauen. Bei der künstlichen Intelligenz haben 41% wenig oder kein Vertrauen. Fast jeder Fünfte (18 %) hat keinerlei Vertrauen in Chatbots, und 24 % haben nur sehr begrenztes Vertrauen. Bei smarten Lautsprechern haben 15 % überhaupt kein Vertrauen, 24 % haben sehr begrenztes Vertrauen. Mehr als die Hälfte (57 %) befürchtet, dass sie durch KI in der Zukunft Schaden erleiden werde. Und 51 Prozent befürchten das bei sozialen Medien.

Mehr als jeder Dritte (36 %) hat diese Angst bei der Gesichtserkennung. Diese ist besonders ausgeprägt bei 18-24-Jährigen von denen fast die Hälfte mangelndes Vertrauen angaben, während nur 27 % der Befragten über 56 Jahre Sorgen hinsichtlich von Gesichtserkennungs-Software äußerte.

Die Social Media Nutzerzahlen steigen rasant

Social Media sind einer der Profiteure des Corona-Logdown. Die Zahl der Social-Media-Nutzer ist im Zeitraum von Oktober 2019 bis Oktober 2020 weltweit um 490 Millionen angestiegen. Das heißt, dass mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung Facebook & Co nutzen – in Zahlen ergibt das 4,41 Milliarden aktive User. Im Durchschnitt hat ein Mensch 8,5 Social Media Accounts und verweilt darin 144 Minuten pro Tag und somit 876 Stunden im Jahr. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie von Adenion aus Grevenbroich.

Die reichweitenstärkste Plattform ist erwartungsgemäß Facebook mit weltweit 2,8 Milliarden monatlichen Nutzern, gefolgt von Instagram mit 1,2 Milliarden. LinkedIn hat 740 Millionen, VK.com 593 Millionen und Telegram 500 Millionen Nutzer. Darauf folgen Pinterest mit 459 Millionen Nutzern, Reddit mit 430 Millionen und Twitter mit 353 Millionen Nutzern. Xing hat in Deutschland, Österreich und der Schweiz 19 Millionen aktive Nutzer.

In Deutschland liegt Facebook mit 32 Millionen monatlichen Nutzern vorne, gefolgt von Instagram mit 21 Millionen. Xing hat in Deutschland 16 Millionen aktive Nutzer, Pinterest 13 Millionen und Reddit 12,9 Millionen Nutzer. Darauf folgen Twitter mit 12 Millionen und Telegram mit 7,8 Millionen Nutzern. LinkedIn hat im DACH-Raum 16 Millionen Nutzer, Zahlen für Deutschland allein liegen nicht vor.

Deutsche Fußball Liga sucht Investoren für Auslandsvermarktung

Die Deutsche Fußball Liga hat einen Prozess für den möglichen Einstieg von Investoren in der Auslandsvermarktung gestartet. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete, schickte die DFL potenziellen Geldgebern Informationspakete über eine Beteiligung. Die 36 Proficlubs sollen demnach in einer außerordentlichen Sitzung der Mitgliederversammlung im Sommer über die Angebote möglicher Bewerber urteilen.

RTL: Gottschalk beschert „DSDS“ Staffelrekord

Ob das Dieter Bohlen ärgern wird? Der Pop-Titan hatte sich vergangene Woche krank gemeldet. Somit wird das „Deutschland sucht den Superstar“-Urgestein in diesem Jahr sowohl das Halbfinale als auch das Finale verpassen und damit seine letzten Auftritte in der Casting-Show. Ab kommendem Jahr setzt RTL auf eine komplett neue Jury und somit nicht mehr auf Bohlen. An diesem und dem kommenden Wochenende ist nun Thomas Gottschalk der Ersatz für Bohlen. Das Resultat: Die Zielgruppen-Quote der Sendung war so hoch wie noch nie in dieser Staffel. Gemessen wurden 19,2 Prozent Marktanteil bei den Umworbenen, 4,3 Prozentpunkte mehr als sieben Tage zuvor.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass das Halbfinale diesmal auch deutlich länger war als die Ausgaben zuvor. Erst um kurz vor Mitternacht endete die Übertragung, eine Woche zuvor war schon gegen 23:20 Uhr Schluss. Das treibt die Quote tendenziell nach oben; allein durch diesen Faktor lassen sich die immensen Gewinne aber nicht erklären, zumal auch die Reichweite klar ins Plus drehte. Nach etwas weniger als drei Millionen Zuschauern sieben Tage zuvor, sahen das Halbfinale nun 3,23 Millionen Menschen. Für „DSDS“ war es die beste Sehbeteiligung seit dem 20. Februar 2021.

In der klassischen Zielgruppe fiel die Quote auf 11,9 Prozent, rund 250.000 Umworbene sahen nachts noch zu. Insgesamt belief sich die gemessene Reichweite des Formats auf etwa 460.000 Zuschauer. Immerhin lag RTL zu dieser Zeit deutlich vor Sat.1: Hugo Egon Balders „Genial Daneben“ kam ab ein Uhr nachts nämlich nicht über 4,1 Prozent Marktanteil hinaus. Auf 4,3 Prozent war ab 23 Uhr eine Wiederholung der Show „United Voices“ gekommen – das Format war somit also ein schlechtes Anschlussprogramm der Primetime-Sendung „The Voice Kids“: Die Casting-Show machte auch an diesem Samstagabend wieder eine gute Figur, sie bescherte Sat.1 zehneinhalb Prozent Marktanteil bei den Werberelevanten und insgesamt 2,02 Millionen Zuschauer.

Media Analyse 2020: 4,4 Milllionen Österreicher lesen Tageszeitungen

Die Zahlen auf nationaler Ebene sehen – bei 4,392 Millionen Tageszeitungs-Lesern insgesamt – jedenfalls wieder die „Kronen Zeitung“ klar in Front. Österreichs größte Tageszeitung kommt in der MA 2020 auf 1,885 Millionen Leser oder exakt 25 Prozent Reichweite, gefolgt von der „Kleinen Zeitung“ (Gesamtausgabe) mit 10,2 Prozent Reichweite oder 772.000 Lesern. Auf Rang drei findet sich die Gratis-Tageszeitung „Heute“ mit 714.000 Lesern oder 9,5 Prozent. Die Kombi „Österreich“/“OE24“ zählt 564.000 Leser bei 7,5 Prozent Reichweite.

Das Match „Presse“ gegen „Standard“ am „Qualitätsmarkt“ endet auch im vergangenen Jahr zugunsten des „Standard“. 526.000 Leser gegenüber 323.000 auf Seiten der „Presse“. Bemerkenswert: Der „Kurier“ liegt hinter dem „Standard“: 509.000 Leser und 6,7 Prozent Reichweite, allerdings innerhalb der Schwankungsbreite.

Bei den Illustrierten/Magazinen (wöchentlich) kommt die „Ganze Woche“ auf 715.000 Leser und 9,5 Prozent Reichweite, „TV-Media“ aus der Verlagsgruppe News und stärkster Titel dort hält nun bei 511.000 Lesern und 6,8 Prozent. Nur mehr 190.000 Leser hat „News“ (2,5 Prozent). Das Nachrichtenmagazin „profil“ kommt aktuell auf 279.000 Leser (3,7 Prozent).

Am reichweitenstärksten in Österreichs Printmedienlandschaft ist der Verbund der Regionalmedien Austria (RMA) mit 44,3 Prozent Reichweite und 3,336 Millionen Lesern, gefolgt von der „Sonntags Krone“ (2,31 Millionen und 30,6 Prozent) und „Auto Touring“ vom ÖAMTC mit 2,048 Millionen Lesern und 27,2 Prozent Reichweite.

Jeder Vierte will das neue digitale Konsumverhalten künftig beibehalten

Der E-Commerce hat im Corona-Jahr 2020 nahezu alle Teile der Gesellschaft erreicht: Zwischen 96 und 98 Prozent der Österreicher, Deutschen und Schweizer haben im Vorjahr online eingekauft – so das zentrale Ergebnis des ersten DACH E-Commerce Reports von Kantar Sifo im Auftrag des europäischen Zahlungsdienstleisters Nets. 38 Prozent der Verbraucher haben seit Beginn der Pandemie häufiger online eingekauft als zuvor. Zwar geben insbesondere ältere Menschen an, nach der Pandemie wieder zu ihrem gewohnten Einkaufsverhalten zurückkehren zu wollen, aber jeder Vierte plant, sein in der Krise erlerntes oder adaptiertes Konsumverhalten auch danach beizubehalten.

Payment: E-Wallet, Kreditkarte & Kauf auf Rechnung in Österreich am beliebtesten

Spannend: Die Österreicher zahlen am liebsten per E-Wallet (z.B. PayPal), Kreditkarte oder auf Rechnung (je rund ein Viertel der Befragten), während der Deutschen liebstes Zahlungsmittel mit Abstand die E-Wallet ist und die Schweizer die Kreditkarte bevorzugen. Doch nicht immer wird die gewünschte Bezahloption auch im Webshop angeboten, was zu Kaufabbrüchen führen kann: 12 Prozent der Österreicher haben schon einmal einen Kauf abgebrochen, weil die gewünschte Zahlungsart nicht verfügbar war, in Deutschland geben dies sogar 20 Prozent der Befragten an.

„Der Online-Handel ist im Corona-Jahr 2020 mit 17,4 Prozent so stark gewachsen wie nie zuvor. Mittlerweile shoppen alle Altersklassen im Internet, das wird auch nach der Krise so bleiben. Im Payment-Bereich haben insbesondere E-Wallets massiv von der Pandemie profitiert, wie die neue E-Commerce Studie von Nets belegt. Der Trend zum regionalen Einkauf hält ebenfalls an – eine große Chance für die 14.000 heimischen Webshops, mit österreichischer Qualität zu überzeugen“, fasst Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will die Studienergebnisse zusammen.

Österreicher besonders loyal

Danach gefragt, warum Konsumenten abseits von Lieferzeit-, Retouren- und Zoll-Bedenken nicht im Ausland online shoppen, zeigen sich 27 Prozent der Österreicher loyal und entscheiden sich bewusst für heimische Online-Shops, um das eigene Land zu unterstützen.

„Aus diesem Grund, und auch weil vielen Konsumenten schlicht nicht bewusst ist, ob sie bei einem österreichischen oder internationalen Händler einkaufen, haben wir das Siegel ‚Österreichischer Händler‘ breitflächig etabliert“, erklärt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes. Es kennzeichnet heimische Händler als Maßnahme gegen Kaufkraftabfluss sowie für mehr Transparenz im E-Commerce.

Jeder dritte Österreicher schaut Fernsehen über das Internet

Jeder dritte Internetnutzer in Österreich gibt an, bereits das Internet als TV-Empfangsweg zu nutzen, wie eine Umfrage von Kantar im Auftrag der Zattoo Euorpa AG durchgeführt wurde, zeigt. 1.008 Internetnutzern zwischen 16 und 69 Jahren in Österreich wurden dafür befragt. Bereits seit 2015 führen Kantar und Zattoo diese Umfrage auch in Deutschland und der Schweiz durch. Zattoo wollte herausfinden über welche Empfangswege die Internetnutzer in Österreich ihr Fernsehprogramm schauen. Dabei zeigte sich, dass bereits 37 Prozent aller Onliner das Internet als TV-Empfangsweg nutzen, also über IPTV- oder TV-Streaming-Anbieter. Am meisten genutzt wird der Empfang via Satellit. Mit 48 Prozent bezieht fast die Hälfte ihr Fernsehprogramm über diesen Empfangsweg. 33 Prozent nutzen Kabel als TV-Empfangsweg, weitere 8 Prozent DVB-T. Da in einigen Haushalten mehr als ein Empfangsweg für das Fernsehen genutzt wird, waren bei dieser Fragestellung Mehrfachantworten möglich.

Jeder Vierte nutzt online überhaupt keine TV-Streaming-Angebote. Dabei können sich bereits 50 Prozent aller Internetnutzer in Österreich vorstellen, zukünftig TV-Angebote ausschließlich über das Internet zu nutzen. 3 Prozent tun dieses bereits.

Streaming-Nutzer in Österreich schauen am liebsten YouTube

Das beliebteste TV-Angebot im Internet ist für die österreichischen Streaming-Nutzer YouTube mit 69 Prozent. Rund die Hälfte der Befragten (51 Prozent) nutzt die Mediatheken der Sender. Hier wiederum wird vor allem die ORF-TVthek mit 87 Prozent von der Mehrheit genutzt. Dahinter folgen die Mediatheken von ZDF (37 Prozent), ServusTV (31 Prozent) sowie ARD (27 Prozent). Rund ein Drittel der Streaming-Nutzer (31 Prozent) nutzt Video-on-Demand Angebote. Am beliebtesten ist hier das Angebot von Amazon Prime Video mit 77 Prozent, gefolgt von Netflix mit 66 Prozent. Bereits jeder fünfte Streaming-Nutzer (22 Prozent) schaut Live-TV über das Internet.

Corona-Pandemie: Roaming-Datenvolumen 2020 deutlich gesunken

Durch Reiseeinschränkungen und andere Maßnahmen in der Corona-Pandemie ist das Roaming-Datenvolumen deutlich gesunken. Der im EU-Ausland generierte Datenverkehr, der auf das Konto von Nutzern mit deutschen Handyverträgen geht, sackte im Jahr 2020 um 11 Prozent auf 88,3 Millionen Gigabyte ab. Das geht aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht, die der dpa vorliegen. Ein Jahr zuvor lag die Zunahme noch bei rund 50 Prozent – damals zückten immer mehr Reisende im europäischen Ausland bedenkenlos ihr Smartphone, weil sie dank EU-Regeln keine Extrakosten fürchten müssen.

Der Grund: Es gab viel weniger Reisende als zuvor. Die Anzahl der im EU-Ausland abgehenden Verbindungsminuten ging um ein Viertel zurück auf 2,9 Milliarden. Die Zahl der versendeten SMS brach sogar um die Hälfte ein auf 110 Millionen. Wegen des Trends zu Chat-Apps und anderen Digitalanwendungen sinkt das Interesse an der SMS-Kommunikation schon seit Jahren, Corona hat den Trend nun beschleunigt – 2019 hatte das Minus bei den Kurzmitteilungen nur bei einem Fünftel gelegen.

Amazon Games eröffnet neues Entwicklerstudio in Montreal

Amazon mischt noch nicht sehr lange in der Gamingbranche mit, den ersten Rückschlag musste der Konzern mit dem gescheiterten Shooter Crucible aber bereits einstecken. Nun versucht man mit Amazon Games einen neuen Anlauf und eröffnet in der kanadischen Stadt Montreal ein neues Studio, das an der Entwicklung eines Multiplayer-Shooters und am Aufbau einer komplett neuen Marke arbeitet.

Mit an Bord sind laut dem Unternehmen unter anderem Branchenveteranen, die in der Vergangenheit an erfolgreichen Spielen wie Rainbow Six: Siege gearbeitet haben und nun von Amazon abgeworben werden konnten. Mit der Neugründung will Amazon Games offenbar das eigene Engagement im Videospielbereich untermauern, Spielern sollen hochwertige Erfahrungen geliefert werden, berichtet „Play3“.

Studie zur Medienkompetenz: Digitale Bildungslücken

Eine Studie zeigt, wie schlecht Menschen mit Nachrichten und Informationen im Internet umgehen können. Dabei ist auch der Bildungsgrad entscheidend.

Die Mehrheit der Internetnutzer verfügt zwar über Grundkenntnisse im Umgang mit digitalen Medien, schneidet aber sonst mittelmäßig bis schlecht in der Mediennutzung ab. Das ergab eine Studie der Nichtregierungsorganisation Stiftung Neue Verantwortung, die es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe macht, zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragen unabhängig zu arbeiten.

Deutschlandweit wurden 4194 Internetnutzer über 18 Jahren befragt. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer konnte richtig einschätzen, ob eine Quelle vertrauenswürdig ist. 56 Prozent der Befragten fiel es schwer, Information und Werbung (trotz Kennzeichnung) richtig voneinander zu trennen. Zudem konnte ein Drittel der Befragten nicht zwischen einem Kommentar und einem tatsachenorientierten Bericht unterscheiden. Auch stimmten 25 Prozent der Befragten der Aussage zu, „dass Medien und Politik Hand in Hand arbeiten, um die Meinung der Bevölkerung zu manipulieren“.

Dabei spielen auch das Alter und der Bildungsgrad eine Rolle: So verfügen vor allem Menschen unter 40 mit einem niedrigen Bildungsabschluss über eine schlechtere Medienkompetenz.

Mehr als ein Drittel kauft nun häufiger online ein

Die Coronakrise hat dem Onlinehandel einen Boom gebracht. Mehr als ein Drittel der Österreicher kauft seit Beginn der Pandemie häufiger online ein als zuvor, geht aus einer Befragung von Kantar Sifo im Auftrag des Zahlungsdienstleisters Nets hervor. Auch in Deutschland und der Schweiz shoppen 30 bis 40 Prozent der Menschen nun öfter im Internet.

Allerdings will gut die Hälfte der Befragten in allen drei Ländern nach der Pandemie zu ihrem vorherigen Einkaufsverhalten zurückkehren. Ein Viertel glaubt, an den neuen Gewohnheiten festzuhalten, auch wenn die Viruskrise wieder vorbei ist.

Bekleidung wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz am häufigsten im Internet gekauft, gefolgt von Lebensmitteln und Alkohol. „Ob das nur der Sorge vor einer Ansteckung im Supermarkt geschuldet war, oder ob die Menschen auch langfristig entsprechend häufig Lebensmittel im Netz einkaufen werden, bleibt abzuwarten“, so die Studienautoren.

Online-Dienstleistungen wie Streaming-Angebote für Musik, Filme, Serien und Hörbücher haben in der Coronakrise weiter stark zugelegt. Gefragt sind auch Online-Wetten und Online-Gaming.

Deutsche und Österreicher kaufen am häufigsten in deutschen Online-Shops ein, Schweizer in Schweizer Online-Shops. Die Österreicher bezahlen ihre Onlinekäufe am liebsten mit der Kreditkarte 49 Prozent, per E-Wallet wie PayPal oder auf Rechnung je 35 Prozent, während der Deutschen liebstes Zahlungsmittel die E-Wallet ist und die Schweizer die Kreditkarte haushoch bevorzugen. Die Umfrage wurde im Zeitraum September bis Dezember 2020 unter fast 4.000 Personen durchgeführt.

Werbemarkt für Telekommunikation soll um 4,5 Prozent jährlich wachsen

Die Agentur Zenith prognostiziert, dass die globale Telekommunikationswerbung bis 2023 mit einer durchschnittlichen Rate von 4,5 Prozent pro Jahr wachsen wird. Dieser Werbemarkt erholt sich damit von einem Rückgang um 8,7 Prozent im Jahr 2020, so der am Montag veröffentlichte Zenith-Report „Business Intelligence – Telecommunications“. Die Ausgaben für Telekommunikationswerbung in zwölf Schlüsselmärkten werden demnach von 17,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf 18,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 anwachsen. 2022 wird wieder das Niveau vor der Pandemie von 19,5 Mrd. US-Dollar erreicht sein.

Die Smartphone-Verkäufe sollen in diesem Jahr wieder anziehen, sobald die Konsumenten mehr Vertrauen in ihre Zukunft haben. Die Konsumenten seien laut Zenith zunehmend bereit, Handys unabhängig von ihren Netzbetreibern zu finanzieren und zu kaufen, was Herstellern und Einzelhändlern einen größeren Anreiz gibt, die Geräte selbst zu bewerben. In der Zwischenzeit würden die Telekommunikations-Provider versuchen, ihre Investitionen in 5G-Lizenzen und -Infrastruktur durch neue Dienste und teurere Datenpakete wieder zu amortisieren. All diese Trends würden in den nächsten drei Jahren zu einem gesunden Wachstum des Telekommunikationswerbemarktes beitragen. Zenith prognostiziert, dass die Werbeausgaben für Telekommunikation im Jahr 2021 um 4,7 Prozent, im Jahr 2022 um 4,4 Prozent und im Jahr 2023 um 4,3 Prozent wachsen werden.

Mastercard-Studie: 96 Prozent nutzen Bankomatkarte in Österreich zum Bezahlen

Im vergangenen Jahr hat sich das Zahlungsverhalten der Österreicher im stationären Handel grundlegend geändert. Vor allem bargeldlose Alternativen entsprechen dabei dem aktuellen Bedürfnis nach schnellerem und vor allem kontaktlosem Bezahlen. Absoluter Liebling ist dabei die Bankomatkarte (auch Debitkarte genannt), 96 Prozent der Österreicher nutzen sie. So die Ergebnisse einer aktuellen Gallup-Studie im Auftrag von Mastercard Österreich.

Knapp die Hälfte der Befragten gab an, während des vergangenen Jahres häufiger bargeldlos bezahlt zu haben. 60 Prozent davon wollen dieses Verhalten künftig beibehalten, bei den unter 30-Jährigen sind es sogar 66 Prozent. Die österreichischste aller Bezahlkarten, die Bankomatkarte, erfreut sich beim Bezahlen ohne Bargeld anhaltender Bekanntheit (99 Prozent) und Beliebtheit, denn immerhin 65 Prozent bezahlen nun mehrmals wöchentlich mit ihr, im Vergleich zu 59 Prozent im 1. Quartal 2020. Besonders geschätzt wird die Bankomatkarte von 18- bis 30-Jährigen, bereits 77 Prozent von diesen nutzen sie mehrmals pro Woche. Bei den bis 50-Jährigen sind es 71 Prozent, über 50-Jährige nutzen 53 Prozent die Bankomatkarte mehrmals wöchentlich.

Auch die Möglichkeit, die Bankomatkarte zu digitalisieren, beispielsweise am Handy, hat im letzten Jahr einen Bekanntheitsschub auf 60 Prozent erlebt. Mittlerweile können fast alle der in Österreich ausgegeben Bankomatkarten am Smartphone digitalisiert werden. Dieser Trend spiegelt sich auch im Zahlverhalten wider: Rund 19 Prozent der Österreicher nutzen Funktionen wie Apple Pay bereits. Insgesamt hat das kontaktlose Bezahlen – egal ob mit Plastikkarte oder digitalisiert auf Smartphone oder Wearable – an Beliebtheit gewonnen. Von 53 Prozent der Befragten wird die NFC-Technologie als sehr positiv bewertet (im Vergleich zu 44 Prozent im Vorjahr). Deutlich dazu beigetragen hat die im März 2020 durchgeführte Erhöhung des Betrags ohne PIN-Eingabe bei kontaktloser Bezahlung auf 50 Euro.

Ransomware: Schadenssummen steigen

Die Unit 42 Cybersecurity-Forscher von Palo Alto Networks analysierten im „Ransomware Threat Report 2021″ Ransomware-Angriffe und fanden heraus, dass das durchschnittliche bezahlte Lösegeld von 115.123 US-Dollar im Jahr 2019 auf 312.493 US-Dollar im Jahr 2020 gestiegen ist. Das entspricht einem Anstieg von 171 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus verdoppelte sich das höchste gezahlte Lösegeld von fünf Millionen US-Dollar (2019) auf zehn Millionen US-Dollar (2020). In der Zwischenzeit werden die Cyberkriminellen immer gieriger. Von 2015 bis 2019 lag die höchste Ransomware-Forderung bei 15 Millionen US-Dollar, im Jahr 2020 stieg sie auf 30 Millionen US-Dollar.

Ransomware-Betreiber nutzten die Pandemie, um Organisationen auszuspionieren – insbesondere das Gesundheitswesen, das im Jahr 2020 am häufigsten Ziel von Ransomware war. Sie wussten, dass Organisationen im Gesundheitswesen ihren Betrieb aufrechterhalten mussten, um COVID-19-Patienten zu behandeln und Leben zu retten. Kliniken konnten es sich nicht leisten, auf ihre Systeme zu verzichten, und waren eher bereit, Lösegeld zu zahlen.

Ransomware ist nach wie vor ein effektives Werkzeug für Cyberkriminelle, da viele Organisationen schlecht auf die Bedrohung vorbereitet sind, was viele Opfer dazu veranlasst, Erpressungsforderungen nachzugeben und ein Bitcoin-Lösegeld zu zahlen, in der Hoffnung, dass sie den erforderlichen Entschlüsselungsschlüssel erhalten, um ihr Netzwerk wiederherzustellen.

Der anhaltende Erfolg von Angriffen hat dazu geführt, dass einige Ransomware-Banden extrem dreist mit ihren Forderungen werden – und das zahlt sich aus. Vor 2020 lag die höchste Lösegeldforderung, die an Cyber-Kriminelle gezahlt wurde, bei 5 Millionen US-Dollar. Im letzten Jahr hat sich dieser Wert verdoppelt, wobei die Daten in dem Bericht darauf hindeuten, dass ein Opfer nach einem Ransomware-Angriff ein Lösegeld von 10 Millionen US-Dollar an Cyber-Kriminelle gezahlt hat.

Die höchste Lösegeldforderung im Jahr 2020 lag bei 30 Millionen US-Dollar – doppelt so viel wie die höchste Forderung von 15 Millionen US-Dollar in den Vorjahren.

277.000 sahen Staffel-Finale von „The Masked Singer Austria“

Mit der Enttarnung von Siegerin Sandra Pires als „Babyelefant“ ging am Montagabend die zweite Staffel von „The Masked Singer Austria“ auf Puls 4 zu Ende. Im Schnitt 277.000 Zuschauer verfolgten laut dem Sender das Staffel-Finale. Das entspricht 12,4 Prozent Marktanteil (E12-49).

Die gesamte zweite Staffel von „The Masked Singer Austria“ erreichte laut Puls 4 durchschnittlich 10,4 Prozent Marktanteil (E12-49) mit 236.000 Zuschauern (E12+). Gegenüber der ersten Staffel bedeute dies ein Plus von 13 Prozent.

Globaler Musikmarkt wuchs 2020 zum sechsten Mal in Folge

Der weltweite Musikmarkt ist in der Coronapandemie im Vorjahr zum sechsten Mal in Folge gewachsen. Insgesamt gab es ein Plus von 7,4 Prozent, wie der internationale Fachverband IFPI am Dienstag in einer Online-Pressekonferenz mitteilte. Im abgelaufenen Jahr wurden 21,6 Mrd. US-Dollar (18,11 Mrd. Euro) umgesetzt. Hauptverantwortlich dafür war laut dem „Global Music Report“ die Streamingbranche.

Das Segment der bezahlten Streamingabos konnte um 18,5 Prozent mehr Umsatz lukrieren als noch 2019. Mit Ende 2020 listet die IFPI 443 Millionen zahlende Abonnenten von Diensten wie Spotify und Co. Rechnet man zu diesem Bereich noch die werbefinanzierte Streamingnutzung hinzu, ergibt sich ein Plus von 19,9 Prozent auf 13,4 Mrd. US-Dollar, womit beinahe zwei Drittel aller Umsätze der Musikwirtschaft aus diesem Feld stammen.

Demgegenüber stand ein erneuter Abfall der physischen Tonträger, mit denen 4,7 Prozent weniger Umsatz generiert wurde. Eine direkte Auswirkung der Coronakrise zeigt sich wiederum im Bereich der Performancerechte, die ebenfalls einen Umsatzrückgang verzeichneten (minus 10,1 Prozent). 2019 waren weltweit 20,2 Mrd. Euro am Musikmarkt umgesetzt worden, Streaming war damals bereits für 56,1 Prozent dieser Umsätze verantwortlich.

Sieht man sich die verschiedenen Regionen an, dann ist die positive Entwicklung annähernd gleichmäßig verteilt: In Lateinamerika wächst laut IFPI der Musikmarkt am schnellsten, im Vorjahr war es ein Plus von 15,9 Prozent, wobei Streaming mit einem Anteil von 84,1 Prozent extrem dominant ist. Auch Asien gehe in eine vielversprechende Richtung, mit der Ausnahme von Japan, wo es zu einem Rückgang von 2,1 Prozent gekommen sei. Erstmals war in dieser Region der Welt, in der üblicherweise physische Tonträger sehr beliebt sind, auch der Digitalsektor für mehr als die Hälfte der Umsätze verantwortlich.

Erstmals ausgewiesen wurde im Report heuer der Markt in Afrika und dem Nahen Osten, den die an der Präsentation teilnehmenden Vertreter der Plattenfirmen unisono als Zukunftsversprechen bezeichneten. Der Zuwachs belief sich hier auf 8,4 Prozent, wenngleich von einem niedrigen Niveau. Ein dezentes Plus konnte für Europa konstatiert werden, wo die Umsätze um 3,5 Prozent nach oben gingen – ein Umstand, der allen voran dem Streamingwachstum von 20,7 Prozent zu verdanken ist. Im Gleichschritt mit dem globalen Trend präsentierten sich wiederum die USA und Kanada mit einer gemeinsamen Zuwachsrate von 7,4 Prozent.

Internet-Datenvolumen steigt rasant

Das genutzte Datenvolumen im Internet ist weiter nach oben geschnellt. Im Jahr 2020 lag es bei schätzungsweise 76 Milliarden GByte und damit 16 Milliarden höher als 2019, wie aus Zahlen der Bundesnetzagentur hervorgeht, die der dpa vorliegen. Es geht hierbei um das Festnetz-Internet, also die Anschlüsse daheim oder im Büro.

Pro Anschluss kamen rechnerisch etwa 175 GByte pro Monat zusammen, ein Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 142 GByte. Die Bonner Behörde begründete die Entwicklung mit der Coronapandemie, wodurch sich das Nutzungsverhalten geändert habe – die Menschen sind mehr daheim und surfen im Netz. Zudem würden mehr Filme oder Serien über Streamingabos geschaut, auch weil es an Ausgehmöglichkeiten mangelt.

Allerdings geht der Trend schon seit einigen Jahren nach oben – 2018 lag der Zuwachs beim Datenvolumen mit etwa 30 Prozent sogar höher als 2019 (plus 27 Prozent). Ein Blick zurück, um den rasanten Anstieg zu verdeutlichen: 2015 nutzten die Bundesbürger im Schnitt noch nicht mal ein Viertel des Datenvolumens, das sie heute verbrauchen.

Filme und Serien werden verstärkt in hoher Auflösung geschaut

Auch weil die Internet-Anwendungen datenintensiver werden, steigt die Nachfrage – Filme und Serien werden in besonders hoher Auflösung angeschaut und Online-Computerspiele brauchen mehr Bandbreite. Generell würden die Menschen das Internet mehr nutzen als früher.

Auch im mobilen Internet – also über Smartphones oder Tablets mit SIM-Karten – ist das Datenvolumen nach oben geschnellt. Waren es 2019 nach Angaben der Bundesnetzagentur noch 2,76 Milliarden GByte, so stieg die Nutzung 2020 auf 3,97 Milliarden GByte. Die Zuwachsrate war mit 38 Prozent deutlich höher als in den Vorjahren.
Datenvolumen in Smartphone-Tarifen hat sich erhöht

Auch diese Entwicklung wird zum Teil mit der Sondersituation durch die Coronapandemie begründet. Zum einen sind die Menschen weniger auf Reisen gewesen. Andererseits haben viele durch die Arbeit im Homeoffice oft keinen Weg zur Arbeit mehr, auf dem mobile Datennutzung benötigt wird.

Allerdings werde vermehrt ein Smartphone-Tarif in den eigenen vier Wänden genutzt, auch weil ungedrosselte Datenvolumen in vielen Smartphone-Verträgen ohne Aufpreis aufgestockt wurden. So mancher spart sich den Festnetzanschluss dann gleich und nutzt im Homeoffice mehr mobiles Datenvolumen, weil die Internetnutzung für die Arbeit via Mobilfunk erledigt wird.

Drei Viertel der Jüngeren lesen Zeitung – vor allem digital

Früher raschelten morgens in Bus und Bahn noch etliche Menschen mit der Zeitung, mittlerweile schauen die meisten lieber auf ihr Smartphone. Die Reichweite der Zeitungen ist aber nach wie vor hoch – weil viele Leser die Zeitung mittlerweile digital nutzen. Das geht aus der neuen Ausgabe der ZMG-Studie „Zeitungsqualitäten 2021“ hervor.

Demnach kommen die Zeitungen in Deutschland aktuell immer noch auf eine wöchentliche Reichweite von 84,6 Prozent, wenn man die Reichweiten der gedruckten und der digitalen Ausgaben zusammenzählt.

Das sagen die deutschen Verlage zu ihrer Teilnahme bei Facebook News

Im Mai startet Facebook News in Deutschland – bei dem eigenen Nachrichtenangebot sind hierzulande über 100 Medienmarken dabei. MEEDIA hat bei den deutschen Verlagen nach den Details zu der Kooperation gefragt. Interessant sind auch die Antworten der Verlage, die nicht an Bord sind.

Eine Milliarde US-Dollar will Facebook in den Journalismus investieren, nicht allein am Standort Deutschland, weltweit, über den Zeitraum von drei Jahren. Aber allein hierzulande sind über 100 Medienmarken an der Partnerschaft beteiligt. Anfang März hatte Facebook verkündet, wer in Deutschland beim News-Angebot des größten sozialen Netzwerks der Welt mit an Bord sein wird. „Zeit“, „Spiegel“, „FAZ“, „Handelsblatt“, „Taz“, die Magazine von Gruner & Jahr und Condé Nast sind demnach genauso vertreten wie Regionaltitel von Funke, Ippen oder DDV und Special-Interest-Angebote von Heise, Motor Presse Stuttgart oder dem Spektrum-Verlag. (Die genaue Auflistung aller Verlage finden sie am Ende des Beitrags sowie in diesem Überblicksartikel zusammen mit allen Details zur Funktionsweise von Facebook News) MEEDIA wollte Details zu der Kooperation mit Facebook wissen und hat bei den teilnehmenden Verlagen nachgehakt, aber auch bei Verlagen die aktuell explizit nicht in der Partnerschaft genannt sind, dabei handelt es sich unter anderem um die Südwestdeutsche Medien Holding, Burda und Axel Springer.

Die teilnehmenden Verlage haben folgende Fragen von MEEDIA erhalten:

Wieso nehmen Sie an dem Programm Teil?

Zahlt Facebook eine Lizenzgebühr für die verwendete Beiträge oder gibt es eine Pauschale?

Auf welche Dauer ist die Facebook-News-Partnerschaft angelegt?

Wie groß ist der Aufwand der Redaktion?

Wie viel verdient der Verlag an der Partnerschaft?

Was sagt Sie zu dem Vorwurf, dass eine Teilnahme an Programmen von Google und Facebook zu einer Entwertung journalistischer Inhalte führt? Und stimmt es, dass die Artikel nicht lizenziert werden, sondern eine pauschale Summer gezahlt wird?

Was sagt Sie zu dem Vorwurf, dass eine Teilnahme an den Partner-Programmen von Google und Facebook die Position der Verlage in Deutschland gegenüber Plattformen wie Google und Facebook schwächt?

Die Antworten zu den Fragen im Einzelnen:

„Wir haben eine hohe organische Reichweite und sind damit unabhängig von Angeboten wie Facebook News. 60 Prozent unserer Leser kommen direkt über ihren Browser auf mopo.de, sagt Geschäftsführer Arist von Harpe.

Wieso nehmen Sie an dem Programm Facebook News teil?

Bei der Antwort auf diese Frage sind sich die Verlage weitgehend einig: Man habe im Vorfeld bereits mit Facebook für die eigenen Medienmarken gearbeitet und wolle jetzt „Facebook News nutzen, um die Leser auch auf diesem Kanal zu erreichen“, sagt etwa Arist von Harpe. Der Geschäftsführer der „Hamburger Morgenpost“ erhofft sich außerdem einen weiteren Effekt von dem Angebot, und zwar „eine stärkere Stimme für den echten Journalismus und weniger Verbreitung von Fake News und Hatespeech.“ Genauso sieht man das beim „Tagesspiegel“ wie auch beim Zeit-Verlag, neben der Steigerung der Reichweite wird ein mit der Partnerschaft eine „Stärkung qualitätsjournalistischer Inhalte auf Facebook“ verbunden, erfährt man aus Hamburg.

Mehr Details liefert die „Taz“. Dort verspricht man sich „weiter steigende Zugriffe und eine bessere Wahrnehmbarkeit im Wettbewerb mit anderen Medien“, sagt Aline Lüllmann. Zudem spricht die Verlagsgeschäftsführerin von einer klaren „wirtschaftlichen Entscheidung.“ Man sei zwar in der Lage die sinkende verkaufte Printauflage durch den „Verkauf unserer digitalen Angebote (App) und freiwilligen Zahlungen für ‚taz zahl ich‘ zu ersetzen, aber es ist nicht sicher, ob diese Erträge für die dauerhafte Finanzierung des taz-Journalismus ausreichen werden.“ Facebook News sei da eine weitere Finanzierungsquellen. „Dabei wird der weit überwiegende Teil unserer Finanzierung auch zukünftig von unseren Leser*innen kommen und keine Abhängigkeit von den großen Monopolisten der digitalen Welt darstellen“, stellt Lüllmann klar. Auch bei der „FAZ“ erwarte man „zusätzlichen Traffic auf ‚faz.net‘, da nur Teasertexte von Facebook ausgespielt werden“.

Beim Spiegel-Verlag wird in der Kooperation eine Möglichkeit für Leser gesehen, „sich mit der Marke vertraut zu machen und, in letzter Konsequenz, an unser Abo-Produkt ‚Spiegel+‘ heranzuführen.“ Einen ähnlichen Blickwinkel liefert die Heise Gruppe. Falko Ossmann, CDO im Verlag, wiederholt das Statement aus der Facebook-Pressemitteilung. Demnach zeige man sich wie üblich gespannt, wie die Fachinhalte von „C’t“ und „Heise online“ bei Facebook News genutzt werden. Er ergänzt aber, dass nicht die Lizenzzahlung für den Content im Vordergrund stünden: „Es geht uns darum, das Potenzial der sozialen Medien für unsere Premium-Bezahlprodukte auszubauen und stärker zu nutzen.“ Die Kooperation solle helfen, um mehr über das „Conversion-Verhalten der Facebook-User zu lernen“. Im Fokus steht also auch hier die Erschließung neuer Zielgruppen, vor allem mit Blick auf die „Premium-Produkte wie Heise+, Heise Security Pro und die Heise Academy“, so Ossmann.

Auch bei Funke zeigt man sich überzeugt „noch mehr (potenzielle) Nutzerinnen und Nutzer zu erreichen, diese stärker an uns binden und ggf. höhere Erlöse durch den Verkauf von Digital-Abos erzielen zu können“. Bei der Handelsblatt Media Group sieht man einen klaren Vorteil in der Kooperation: Nicht nur Google, Facebook und Co. profitierten von den neuen Inhalten, sie „bringen uns umgekehrt auch viel Reichweite und damit potenzielle neue Leser*innen und Kund*innen.“

DDV Sachsen, der Verlag betreibt „saechsische.de“ und das Portal „Tag24“, sieht das Ziel in der Partnerschaft darin, „die eigenen Plattformen zu stärken“. Man wolle aber gleichzeitig neue Zielgruppen erschließen.“ Zielgruppen, die auch für die regionalen Inhalte zahlen. Der Verlag spricht davon, dass man via Facebook Links in das DDV-Angebot zur Verfügung stelle, „wo wir unsere eigene Paywall betreiben“.

Paid oder Free? Das entscheidet das Medium

Nach Informationen von Facebook können die Verlage und Medienhäuser selbst entscheiden, ob sie die User auf freie, Paid- oder Freemium-Artikel schicken. Facebook stellt nur den Link und die Vorschau zur Verfügung. Hier geht das Netzwerk einen anderen Weg als Google. Dort zahlt man die Inhalte unabhängig von einer Paywall, auch Paid-Artikel werden dem Leser kostenlos zur Verfügung gestellt. Bei Ippen Digital, unter anderem mit dem „Münchner Merkur“ vertreten, ist man interessiert an innovativen Lösungen, „um die Inhalte aus dem Ippen.Media Netzwerk userorientiert zu distribuieren.“ Die Mediengruppe Oberfranken, zu der unter anderem „inFranken.de“ gehört, gibt sich bescheiden als „recht kleiner Player“ im Kontext von Facebook News. Man probiere sich erst einmal aus. Beim nachhaltigkeitsorientierten Medium „Utopia“ sieht man ebenso die Chance, „noch mehr Menschen zu erreichen und zu inspirieren – vor allem die, die uns noch nicht kennen.“

Süddeutsche, Burda, Axel Springer – Das sagen die Verlage, die nicht bei Facebook News teilnehmen:

Auch wenn die Liste der teilnehmenden Verlage und Medienmarken nciht gerade kurz ausfällt, so fehlen doch ein paar Größen aus der Branche. Aber wie Facebook Anfang März verkündete, „werden bei der Einführung von Facebook News in Deutschland im Laufe des Jahres weitere Partner bekannt geben“. Man ist also im Gespräch mit anderen Verlagen und Medienmarken. Aktuell fehlen zum Beispiel die Digitalangebote der öffentlich-rechtlichen Sender wie „tagesschau.de“, auch Ströer ist nicht an Bord. Wer ebenso nicht in der Liste auftaucht, ist die „Süddeutsche Zeitung“, beziehungsweise der Mutterkonzern Südwestdeutsche Medienholding (SWMH). Axel Springer ist aktuell nicht vertreten, genauso wie Burda. Bei diesen drei hat MEEDIA noch einmal nachgehakt.

Burda in Verhandlung, Springer über Umwege an Bord

Bei der SWMH fiel die Antwort eindeutig aus, auch auf Nachfragen teilte man nur mit, dass man sich nicht mitteilen wolle. Ob also Gespräche geführt werden oder eine Kooperation sogar kategorisch abgelehnt wird, das lässt sich an der Stelle nicht sagen. Zumindest ist die SWMH auch nicht im Konkurrenzangebot von Google vertreten.

Anders sieht es bei Burda aus. Der Verlag ist bei der Alphabet-Tochter mit an Bord, und zwar mit dem Angebot von „Focus Online“. Bei Facebook nimmt man eine andere Haltung ein. Burda-Chef Paul-Bernhard Kallen ließ sich jüngst erst in der „Süddeutschen“ mit dem Satz zitieren: „Von den sozialen Medien kann eine große Gefahr ausgehen.“ In Zusammenhang mit Facebook und Google sprach er davon, dass die monopolistischen US-Internetkonzerne inzwischen so groß und mächtig seien wie Staaten: „Verhandelt wird nicht mehr mit anderen Unternehmen oder Verlagen, sondern mit Staaten – und auch nicht auf Augenhöhe. Der Druck ist groß.“ Verzichtet man bei Burda aus diesem Grund auf eine Partnerschaft mit Facebook im News-Bereich? So ist es dann wieder auch nicht. Auf Nachfrage erhält MEEDIA die Bestätigung, dass Burda mit Facebook bezüglich des News-Programms in Kontakt stehe, aber derzeit noch ergebnisoffen.

Bei Axel Springer scheint die Position klarer: Zwar war, wie Jesper Doub mitteilte, das gemeinsame Gespräch von Facebook-CEO Mark Zuckerberg und Springer-Chef Mathias Döpfner im April 2019 ausschlaggebend für das News-Programm. Für Springer und seine Medienmarken wie „Bild“ und „Welt“ schien das Angebot aber trotzdem nicht ausreichend. Gegenüber der „dpa“ erklärte ein Sprecher, ohne Facebook und Google zu nennen: „Wir halten die Versuche einiger Plattformen für problematisch, einerseits selbst zu Nachrichten-Medien zu werden und andererseits einige zuliefernde Verlage mit unangemessen niedrigen Vergütungen abzuspeisen. Wir setzen auf ein europäisches Copyright, das transparent alle Verlage an einer angemessenen Vergütung teilhaben lässt.“

Axel Springer kooperierte mit Facebook als Dienstleister für das Newsangebot

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass der Konzern an anderer Stelle bei Facebook News vertreten ist. Nämlich als Dienstleister über Upday. Die Aggregatar-Lösung spielt ähnlich wie Facebook News Nachrichten aus, nur ausschließlich auf Samsung-Galaxy-Geräten. Im Vereinigten Königreich ist Springer via Upday eine Partnerschaft mit Facebook eingegangen.

Der Konzernsprecher dazu: „Im Rahmen der Kooperation mit Facebook News in UK ist Upday Dienstleister, der die Kuration von Artikeln übernimmt.“ Einen Widerspruch zur ablehnenden Haltung auf der inhaltlichen Ebene sieht man bei Springer in dieser Praxis nicht. „Eine solche Kooperation unterscheidet sich grundsätzlich von Vereinbarungen, bei der einer Plattform eigene journalistische Inhalte zur Nutzung überlassen werden.“ Die Rückfrage, ob Axel Springer auch in Deutschland für diesen Service im Austausch sei, bejahte man aus dem Konzern: „Wir sind mit Facebook dazu im Gespräch.“

Fazit: Reichweite, Abos und Daten als treibende Faktoren

Wirft man einen Blick auf die Antworten aus den Verlagen, so ergibt sich ein klares Bild: Die Teilnehmenden wollen grundsätzlich in den Bereichen Traffic und Vergütung wachsen. Genau diese Möglichkeit bietet Facebook News. Schließlich handelt es sich um einen neuen, zusätzlichen Vertriebskanal für die eigenen Inhalte, der auch neue Leser binden könnte, vor allem zahlende. Denn ob die teilnehmenden Verlage auch noch auf eigenen Paid-Content verlinken, bleibt ihnen überlassen. Ein weiteres Plus.

Darüber hinaus unterscheidet sich die Beweggründe: bei der „Taz“ etwa spricht man von einer wirtschaftlichen Entscheidung, beim „Spiegel“ davon, weitere Plus-Abos zu generieren, beim Heise-Verlag will man ein tieferes Verständnis für die Conversion-Mechanismen gewinnen. Auch weitere Daten über das User-Verhalten sind ein Gewinn. Neben den rein monetären Gründen wird auch immer wieder ins Feld geführt, dass eine Teilnahme auch eine Stärkung des Qualitätsjournalismus sei.

Tatsächlich könnte der Mix aus Algorithmus-basiertem und kuratiertem Angebot auf Facebook News dazu führen, dass die Sichtbarkeit seriöser Angebote erhöht wird. Nach jahrelangen Debatten zur Verantwortung von Facebook bei Themen wie Fakenews und Hatespeech, handelt das Netzwerk inzwischen konsequenter, vor allem weil der öffentliche Druck aus Gesellschaft und Politik wächst. Das zeigt auch ein Blick auf die Zahlen: Aktuell macht der Anteil von Nachrichten-Inhalten bei Facebook global gerade einmal vier Prozent aus. Auch wenn Jesper Doub von Facebook gegenüber MEEDIA erklärt, dass circa 20 Prozent der User grundsätzliches Interesse an News hätten, so zeigt sich klar: Das Netzwerk ist alles andere als angewiesen auf den Content. Ein größeres Interesse könnten Facebook wie auch Google mit der globalen Journalismusförderung hingegen daran haben, die Bestrebungen zu zerstreuen, gegen die Monopolstellung der Tech-Konzerne in den USA und der EU vorzugehen.

Nutzung von digitalem Banking steigt in Pandemie kräftig

Digitales Banking hat in der Corona-Pandemie einen Schub bekommen. Im vergangenen Jahr haben in Deutschland drei Millionen mehr Menschen als im Vorjahr Bankgeschäfte über das Internet oder eine Banking-App getätigt, zeigt eine Studie der Direktbank ING Deutschland und der Beratungsfirma Barkow Consulting. Die Zahl der Nutzer wuchs von 43,8 Millionen auf 46,8 Millionen. Digitales Banking habe den Höhepunkt in Deutschland aber noch lange nicht erreicht, heißt es in dem Papier.

In der Pandemie waren einige Bankfilialen zeitweise geschlossen und wurden danach aus Spargründen nicht mehr eröffnet. Viele Menschen hätten im anhaltenden Trend zu Online-Banking und weniger Filialen gemerkt, dass sich Bankgeschäfte auch im Internet erledigen ließen, sagte ein ING-Sprecher. Für die Studie wurden Daten des Statistischen Bundesamts und der europäischen Statistikbehörde Eurostat analysiert.

Die Nutzungsrate von digitalem Banking stieg demnach gemessen am Vorjahr ungewöhnlich kräftig um vier Prozentpunkte auf 65 Prozent – das heißt, fast zwei Drittel der Menschen nutzten das Internet inklusive Apps für Bankgeschäfte mindestens einmal binnen drei Monaten. Im europäischen Vergleich landete Deutschland aber nur auf Rang 15. In Dänemark dagegen lag die Nutzungsrate 2020 bei 94 Prozent. Unterstelle man für Deutschland dieselbe Rate, ergebe sich ein Potenzial von weiteren 20,8 Millionen Menschen, schreiben die Autoren

Google, Facebook und Amazon saugen inzwischen mehr als die Hälfte aller US-Werbedollars auf

Die totale Big Tech-Dominanz auf dem US-Werbemarkt hat in der Pandemie weiter an Dynamik gewonnen. Wie die Media-Agenturgruppe GroupM vorrechnet, haben die drei wertvollsten Internetkonzerne der Welt auf dem wichtigsten Werbemarkt erstmals mehr als die Hälfte aller Anzeigenumsätze eingefahren. Digital reißen Google, Facebook und Amazon noch weitaus mehr Werbedollars an sich.

In Dollar und Cent ist die Dominanz der wertvollsten Internetkonzerne der Welt vor allem auf dem Werbemarkt zu beobachten. Was die jüngsten Geschäftsbilanzen bereits angedeutet haben, hat Marktforscher Group M in einer Untersuchung für das „Wall Street Journal“ am Wochenende bestätigt: Nie war die Ausbreitung von Google, Facebook und Amazon auf dem amerikanischen Werbemarkt größer als Ende 2020.

90 Prozent aller Online-Werbedollars landen in den USA bei Google, Facebook oder Amazon

Wie GroupM vorrechnet, haben die drei Internetgiganten per Ende 2020 erstmals mehr als die Hälfte aller Werbeausgaben auf dem Heimatmarkt aufgesogen. Dabei entfallen 67,2 Milliarden Dollar auf Google, 35,2 Milliarden Dollar auf Facebook und immerhin auch schon 14,6 Milliarden Dollar auf den E-Commerce-Riesen Amazon, für den Werbeeinnahmen zum Nebengeschäft zählen.

Während das Internetdreigestirn damit allein in den USA Werbeerlöse von 117 Milliarden einfuhr, gingen an alle anderen Unternehmen lediglich noch 115 Milliarden Dollar an Werbemitteln. Im Digitalbereich sieht das Kräfteverhältnis entsprechend noch weitaus dramatischer aus: Auf Google, Facebook und Amazon entfielen in den USA nach 80 Prozent im Vorjahr 2020 nunmehr bereits 90 Prozent aller mit Online-Anzeigen generierten Umsätze.

Die enorme Machtkonzentration der drei wertvollsten Internetkonzerne dokumentiert nachhaltig, dass es für Verlage immer schwerer wird Anzeigenbuchungen an Land zu ziehen, weil die großen Etats direkt an die Internet-Giganten gehen.

Print ist Zeitungsfeeling, E-Paper besonders flexibel

Gut jeder dritte Zeitungsleser (37%) nutzt E-Paper, von den 14- bis 29-Jährigen tun es sogar 57 Prozent. Vor allem für junge Leute ist die Zeitung zunehmend digital. Zwar sagen auch sie – wie die Mehrheit der Bevölkerung –, dass die Printausgabe eher das richtige Zeitungsgefühl vermittele. Aber jenseits dieser emotionalen Kategorie zählen für die nachwachsende Generation stärker die Vorzüge der digitalen Lektüre. Vor allem die flexible und jederzeitige Verfügbarkeit spricht für das digitale Produkt. „Das kann ich besser lesen, wann und wo ich will“, attestieren 67 Prozent aller unter 30-Jährigen dem E-Paper.

Mit diesen und vielen weiteren Fakten zur Zeitung zeigt die neue ZMG-Studie „Zeitungsqualitäten 2021“ aktuelle Entwicklungslinien. Die zunehmende Beliebtheit des E-Papers ist eine davon. Die Studie zeigt aber auch: Zeitunglesen ist stark mit Gewohnheiten verbunden. Leserinnen und Leser der gedruckten Ausgabe sehen im Printprodukt ganz überwiegend Vorteile: Für 89 Prozent ist sie das richtige Zeitungsfeeling, 82 Prozent finden sich in der Printausgabe besser zurecht als im E-Paper und 74 Prozent sagen, man kann interessante Seiten oder Beiträge gedruckt besser aufheben.

Wer dagegen E-Paper schon nutzt, kommt auch prima damit zurecht und weiß dessen flexibles Handling zu schätzen. Die gedruckte Zeitung hat für digitale Leserinnen und Leser kaum noch eindeutige Vorteile. In ihren Augen ist das E-Paper einfacher zu bekommen und lässt sich lesen, wann und wo immer man möchte (jeweils 76%), interessante Beiträge lassen sich besser aufheben (58%) und mehr als die Hälfte (54%) findet sich in der elektronischen Ausgabe besser zurecht.

Weitere Ergebnisse der Studie: Mit der wöchentlichen Reichweite von 84,6 Prozent (59,7 Millionen Leserinnen und Leser) erreichen die Zeitungen gedruckt oder digital alle Bevölkerungsgruppen – auch drei Viertel der unter 30-Jährigen (76%). Sie sind im Lokalen das stärkste Medium und sie sind das glaubwürdigste: Auch junge Leute vertrauen bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten der Zeitung. Zeitung genießt täglich 39 Minuten höchste Aufmerksamkeit, was auf ihre Werbung einzahlt. Für acht von zehn Deutschen (81%) sind Zeitungsanzeigen glaubwürdig und zuverlässig und die werbenden Unternehmen seriös (76%). 47 Prozent würden Anzeigen und Prospekte in der Zeitung vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe.

Resilienzstudie: Entscheider schätzen Produktivität im Homeoffice höher ein

Viele Führungskräfte aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung im Großraum Köln haben ihre Haltung zum mobilen Arbeiten mit den Erfahrungen während der Corona-Pandemie geändert. Schätzten vor der Krise 16 Prozent der Macher die Produktivität im Homeoffice als schlechter ein als beim Schaffen im Büro vor Ort und nur elf Prozent als höher, liegt das Verhältnis inzwischen bei 13 zu 23 Prozent. Das ist ein Plus von zwölf Prozentpunkten bei denen, die das Arbeiten von zuhause aus oder unterwegs für produktiver halten.

Die Zahlen stammen aus einer Studie zur digitalen Resilienz, die das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) gemeinsam mit dem TÜV Rheinland und der deutschen ICT + Medienakademie in den vergangenen Wochen durchführte und dafür rund 100 „Top-Entscheider“ wie Vorstände, Geschäftsführer, Amtsleiter und Kommunalpolitiker befragte. Beauftragt hatte die Analyse das German ICT & Media Institute (GIMI) unterstützt von der Kölner Wirtschaftsförderungsgesellschaft und dem eco-Verband der Internetwirtschaft.

Zunehmend würden neben Audio- und Videokonferenzen auch Messenger-Dienste und soziale Medien eingesetzt. Diejenigen, die auf solche Kanäle setzten, hielten sich auch für produktiver. Die Telefon- und E-Mail-Nutzung sei gleichgeblieben. Insgesamt mache sich die Zunahme der Kontaktkanäle als Stress bemerkbar, obwohl sich die Anzahl der Kommunikationspartner während der Pandemie fast halbiert habe.

Kein Flurfunk, mehr Eigenverantwortung

„Der Flurfunk fällt weg“, erläuterte der Informatiker. Auch die gegenseitige Hilfestellung und die soziale Kommunikation in der Arbeitsgruppe litten: „Es reicht nicht, Laptops zu verteilen.“ Auch die Teamfähigkeit spiele eine große Rolle, sonst „saufen alle ab in der Kommunikation“. Die Vereinbarkeit des Berufs mit Familie und Privatleben sei im Homeoffice nur für 18 Prozent ein Problem, der Großteil sehe hier Vorteile. Das „Küchentisch-Dilemma“ könnte sich aber verspätet noch auswirken, wenn viele Mitarbeiter „nach drei Jahren mit Rückenproblemen kommen“.

„Die Eigenverantwortung erhält eine größere Bedeutung“, führte Prinz aus. Führungskräfte verlangten eine stärkere Ergebnisorientierung. Dass die Kontrolle weniger kleinteilig ausfalle, könne zu einer größeren Motivation von Mitarbeitern führen. Genutzt werden sollten neue Möglichkeiten der Prozessorganisation wie digitale Arbeits- und Lernkonzepte, um die „Ideen-Pipeline“ zu fördern. Akquise und Vertrieb müssten stärker aufs Internet verlagert werden. Das Thema IT-Sicherheit werde meist ernst genommen, aber einige Mitarbeiter fühlten sich damit noch alleingelassen.

Wo der Podcast-Werbemarkt 2021 steht

Werbung in Podcasts erfreut sich wachsender Beliebtheit. Doch ihre Vermarktung läuft noch nicht ganz rund. Eine Bestandsaufnahme darüber, wo der Audio-Werbemarkt 2021 steht.

Alle reden über Podcasts und immer mehr hören sie auch. Schließlich gelten die Audio-Angebote auf Abruf als willkommene Abwechslung zur Flut der TV-Kanäle und Online-Videos, auch wenn sie selbst inzwischen zu einem gigantischen Strom angeschwollen sind. So zählte Spotify im 4. Quartal 2020 bereits über 2,2 Millionen Podcasts auf seiner Plattform. Davon waren rund 50000 deutschsprachig – 25-mal so viele wie im Jahr 2018. Und von den 345 Millionen aktiven Spotify-Nutzern haben im 4. Quartal 25 Prozent Podcasts gehört, 3 Prozentpunkte mehr als im Vorquartal. Ein Medium, das so kräftig wächst, weckt auch das Interesse von Kunden und Agenturen. Anja Stockhausen, Managing Director bei Publicis Media, erinnert der „momentane Hype“ um die Audio-on-Demand-Formate sogar an die „Einführung des Radios vor nicht ganz hundert Jahren, als sich alle Familienmitglieder um das erste mediale Lagerfeuer versammelten“.

Coronakrise macht Amazon zum Top-Modehändler in den USA

Dickes Umsatzplus: Laut einer Analyse des Finanzdienstleisters Wells Fargo ist der E-Commerce-Riese Amazon in den USA durch die Coronakrise zum führenden Mode-Händler geworden.

Online-Shopping hat durch den coronabedingten Lockdown einen erneuten Boom erfahren. Eine aktuelle Analyse des Finanzdienstleisters Wells Fargo zeigt, dass das vor allem Amazon ein dickes Umsatzplus im Fashion-Segment beschert hat. Der Online-Marktplatz ist in den USA – sowohl online als auch stationär – mittlerweile der führende Mode-Händler.
Amazon hält zwölf Prozent am US-Modemarkt

Die Experten schätzen, dass der Umsatz mit Kleidung, Schuhen und Accessoires von Amazon und seinen Marktplatzhändlern 2020 um 15 Prozent auf 41 Milliarden US-Dollar gestiegen ist. Das entspräche einem Anteil von elf bis zwölf Prozent am gesamten US-Modemarkt sowie etwa einem Drittel des Online-Modemarktes in den USA.

„Vor allem traditionelle Einzelhändler hatten im Jahr 2020 inmitten der Pandemie mächtig zu kämpfen, aber die Kanalverschiebung zum E-Commerce wurde dramatisch beschleunigt (zum Vorteil von Amazon)“, heißt es in dem Bericht. Mit diesem Ergebnis lässt Amazon auch Konkurrenten wie Walmart und Target hinter sich.

Kann der E-Commerce-Riese diesen Erfolg künftig noch steigern? Laut den Analysten wird der Umsatz in diesem Bereich tendenziell stagnieren, da man davon ausgehen kann, dass der stationäre Handel durch die Impfungen wieder in Fahrt kommt.

Bain & Company sagt Übernahmeschlacht im Streaming-Markt voraus

Aus einer Auswertung von Bain & Company geht hervor, dass sich das globale M&A-Geschäft 2020 von dem tiefen Einbruch zu Jahresbeginn recht schnell wieder erholt hat. Für dieses und die kommenden Jahre sagt die Unternehmensberatung einen weiteren Anstieg voraus – im Medien-Business betrifft das vor allem den Streaming-Markt.

Insgesamt 28.500 Übernahmen im Wert von 2,8 Billionen US-Dollar hat es branchenübergreifend laut Bain & Company im vergangenen Jahr weltweit gegeben.

Ads Safety Report: Google blockiert und löscht Milliarden Anzeigen

Ein Mal im Jahr veröffentlicht Google seinen Ads Safety Report. Darin enthalten sind Werbeanzeigen, die wegen des Verstoßes gegen die Richtlinien blockiert und/oder gelöscht wurden, also der „böswilligen oder kriminellen Nutzung“ der Werbeplattformen. In diesem Jahr sei der Report umfassender als je zuvor, teilte das Unternehmen mit.

Insgesamt seien 3,1 Milliarden Anzeigen blockiert oder entfernt worden, hieß es von Google weiter, 6,4 Milliarden Anzeigen wurden eingeschränkt. 1,3 Milliarden Publisher-Seiten hat Google entfernt und zudem auf mehr als 1,6 Millionen Seiten die Anzeigenschaltung wegen schwerwiegender Verstöße gestoppt.

Google hat außerdem mehr als 40 neue Richtlinien für Werbetreibende und Publisher eingeführt. Seit vergangenem Frühjahr etwa werden Werbetreibende verifiziert, zu Anzeigen gehört auch die Veröffentlichung des Namens und Standorts des Werbetreibenden. „2020 wurden unsere Richtlinien und ihre Durchsetzungen auf die Probe gestellt“, schreibt Google in einem Blogbeitrag mit Bezug auf die Corona-Pandemie, aber auch „Wahlen auf der ganzen Welt und den andauernden Kampf gegen Betrügerinnen und Betrüger, die nach neuen Wegen suchen, um Menschen online auszunutzen.“
Eingeschränkte Sichtbarkeiten und Cloaking-Maßnahmen

Die Durchsetzung der Richtlinien sei kein „One-size-fits-all-Prinzip“. Deshalb gäbe man erstmals Informationen zur eingeschränkten Sichtbarkeit preis – was ein zentraler Bestandteil der Gesamtstrategie sei. „Die Einschränkung von Anzeigen ermöglicht es uns, unseren Ansatz auf der Grundlage geografischer Gegebenheiten, lokaler Gesetze und unserer Zertifizierungsprogramme anzupassen.“

Bei Covid-19 greifen die Richtlinien für sensible Ereignisse. Dadurch verhindere man etwa Preistreiberei und Werbung für falsche Heilmittel.

Künstliche Intelligenz rückt der Callcenter-Industrie zu Leibe

Die Coronavirus-Pandemie hat in einigen Branchen zu einem plötzlichen Schub an lange verabsäumter Digitalisierung geführt. Für viele Menschen ist das eigene Zuhause zumindest teilweise zum Arbeitsplatz geworden. Homeoffice lautet das Stichwort.

Diese Entwicklung hat auch vor der Callcenter-Industrie nicht haltgemacht. Sie ist in einigen Ländern, insbesondere in Südostasien, ein extrem wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zahlreiche westliche Firmen haben Teile ihres Kundendienstes in den vergangenen Jahrzehnten in die Region verlagert. Allein auf den Philippinen trägt die Branche mit 26 Milliarden Dollar neun Prozent zum jährlichen Wirtschaftsaufkommen bei (Stand 2019).

Doch, so berichtet Bloomberg, könnte es nach der Pandemie für sie noch schlimmer kommen. Die Entwicklung künstlicher Intelligenz macht immer größere Fortschritte. Sie kann immer mehr Aufgaben übernehmen, die derzeit noch von Callcenter-Mitarbeitern erledigt werden.

Laut Sitel, einem amerikanischen Callcenterbetreiber mit über 20.000 Mitarbeitern auf den Philippinen, nutzt fast ein Viertel seiner Kunden mittlerweile KI-gestützte Chatbots. Der Anteil könnte bis Ende 2021 auf 35 Prozent ansteigen. Das wäre mehr als eine Verdreifachung gegenüber der Zeit vor der Pandemie.

Seit 2019 hat Sitel seinen Mitarbeiterstand nicht mehr erhöht. Digitalisierungsprojekte, die normalerweise über ein halbes Jahrzehnt umgesetzt werden, seien teilweise binnen Monaten durchgeführt worden. Bevor das Sars-CoV-2-Virus auftauchte, rechnete der philippinische IT-Wirtschaftsverband noch damit, dass bis Ende 2022 fast 1,6 Millionen Menschen Vollzeitjobs in Callcentern haben könnten.

Diesen Ausblick hat man mittlerweile drastisch nach unten korrigiert und geht von bestenfalls leichtem Wachstum von 1,3 auf 1,4 Millionen aus. Die asiatische Entwicklungsbank rechnet vor, dass KI und andere Technologien bis 2030 bis zu 286.000 Philippiner aus der Branche drängen könnten.

Bei der Philippine Software Industry Association versucht man zu beruhigen. Künstliche Intelligenz sei längst noch nicht so weit, kompliziertere Anfragen befriedigend abarbeiten zu können. Chatbots seien die niedrigste Form der Entwicklung. Von Erfindungen, die in der Lage seien, die komplette Branche umzukrempeln, sei man noch weit entfernt.

Arthur Nowak, Chef des amerikanischen Outsourcing-Spezialisten Ttec auf den Philippinen, sieht zudem Chancen in der Transformation. Denn um neue KI-Systeme zu schaffen und am Laufen zu halten, brauche man ebenfalls Personal.

eBay Recommerce Report: Handel mit gebrauchter Ware boomt

Nachhaltiger Konsum ist auch auf eBay angesagt: 79 Prozent der privaten Käufer kauften im vergangenen Jahr über den Online-Marktplatz gebrauchte Produkte. Vor allem Technik-Artikel sind beliebt.

Auch im Netz wird Second-Hand-Shopping immer beliebter: Der Online-Marktplatz eBay hat erstmals den internationalen „Recommerce Report“ veröffentlicht, der den Trend zu nachhaltigem Konsum belegt. Für die Studie wurden 4.330 private Verkäuferinnen und Verkäufer bei eBay in den USA, Großbritannien, Kanada, Deutschland und Frankreich befragt.

Ein Drittel der Verkäuferinnen und Verkäufer gab an, dass neben geringerer Kosten vor allem Nachhaltigkeit und Umweltvorteile ein zusätzlicher Antrieb sind. Besonders in Deutschland hat dies einen großen Einfluss: 39 Prozent der Befragten verkaufen gebrauchte Artikel wegen der positiven Umweltauswirkungen.

Auch auf Käuferseite steigt das Interesse an gebrauchten Produkten bei eBay deutlich an. So kauften 79 Prozent der Befragten in Deutschland im vergangenen Jahr gebrauchte Artikel auf dem Online-Marktplatz. Der Report zeigt auch demografische Unterschiede: Vor allem die Generation Z zeigt sich als Vorreiter – 81 Prozent der 16- bis 24-Jährigen gaben an, dass sie im vergangenen Jahr häufiger gebrauchte Artikel kauften als zuvor.

Zu den beliebtesten gebrauchten Artikel gehören Handys, Computer und Videokonsolen. Dies geht aus aktuellen Daten der International Data Corporation (IDC)2 hervor, die prognostizieren, dass der Absatz von gebrauchten Smartphones knapp 333 Millionen Einheiten im Jahr 2023 erreichen wird – eine jährliche Wachstumsrate von fast 14 Prozent von 2018 bis 2023.

#Covid19: Pfizer & Co. bewegen das Social Web

Ein Jahr nach dem Ausbruch der Covid19-Krise in Österreich sind die Impfstoffe der führenden Pharmaunternehmen in aller Munde, speziell auch in den sozialen Medien. Dies haben sich die Social Media-Marktforscher von BuzzValue zum Anlass genommen, um die Social Media-Auftritte der internationalen Pharmakonzerne während der Krise genau unter die Lupe zu nehmen.

Interaktionen steigen rasant an

Mit insgesamt über 1,7 Millionen Interaktionen sind die User auf den Social Media-Seiten der Pharmaunternehmen äußerst aktiv. Dabei generiert der amerikanische Pharmakonzern Pfizer mit knapp 700.000 Likes, Shares und Kommentaren in den vergangenen zwölf Monaten mit Abstand die meiste Interaktion. Auf dem zweiten Platz im Ranking folgt bereits der russische Impfstoff Sputnik V mit 428.670 Interaktionen, der erst seit Mitte August über eine eigene Social Media-Präsenz verfügt. Auch Johnson & Johnson kann 378.450 Interaktionen generieren. Überraschend gewinnen Moderna (179.520 Interaktionen) und AstraZeneca (45.120 Interaktionen) auf ihren Social Media-Seiten bisher deutlich weniger Aufmerksamkeit.

„Speziell seit Ankündigung der ersten wirksamen Impfstoffe Anfang November gewinnen Pfizer, Sputnik V & Co im Social Web deutlich an Aufmerksamkeit. Alleine der Tweet von Pfizer über ihre ersten Erfolge der Impfstoffwirkung hat über 55.000 Interaktionen ausgelöst“, erläutert Markus Zimmer, Social Media-Experte und Geschäftsführer von BuzzValue.

Großes öffentliches Interesse

Das große Interesse spiegelt sich auch in den rasant steigenden Fanzahlen auf den Social Media-Seiten der Pharmakonzerne wider. Im vergangenen Jahr haben alleine die Top 5 über 800.000 neue Follower dazugewonnen. Dabei verzeichnen Pfizer (+297.970 Fans), Sputnik V (+294.470 Fans) und AstraZeneca (+109.690 Fans) das größte Fan-Wachstum. Johnson & Johnson hat im vergangenen Jahr 93.410 Social Media-Fans dazugewonnen. Auch jene Pharmakonzerne die an weiteren Impfstoffen arbeiten (u.a. CureVac, Sanofi & GSK) gewinnen bereits zahlreiche Fans auf ihren Seiten dazu.

„Einige Impfstoffhersteller führen neben ihrem globalen Social Media-Auftritt auch nationale Seiten, um die Länder einzeln über den Status Quo der Impfungen in ihrer Region aufzuklären. In Österreich setzt hier bisher vor allem Pfizer ein positives Beispiel“, ergänzt Zimmer.

Aktive Kommunikation als Erfolgsfaktor

Am aktivsten nutzt bisher Pfizer mit 1.636 eigenen Social Media-Postings in den vergangenen zwölf Monaten die Möglichkeit zur aktiven Kommunikation. Aber auch Johnson & Johnson (1.244 Posts) sowie ihre Pharmasparte Janssen (1.059 Posts) veröffentlichen täglich mehrere Beiträge auf Facebook, Twitter und Co. AstraZeneca (758 Posts), Sputnik V (448 Posts) sowie Moderna (339 Posts) sind im Vergleich deutlich zurückhaltender. Von den insgesamt rund 5.000 Postings der internationalen Pharmakonzerne bezieht sich etwa ein Drittel der Beiträge auf Covid-19.

Sicherheitsleck in WordPress-Plugins gefährdet Millionen Webseiten

Sicherheitsforscher von Wordfence haben in zwei populären Erweiterungen für das Contentmanagement-System WordPress problematische Sicherheitslecks entdeckt. Betroffen sind Elementor, ein Werkzeug für einfachere Seitengestaltung, sowie WP Super Cache, das die Ladezeiten für Besucher von Webauftritten verbessern soll.

Code lässt sich einschmuggeln

Aufgrund fehlender, serverseitiger Validierung von HTML-Tags seitens des Elementor-Editors können Angreifer mit Berechtigung für das Anlegen von Beitragen Javascript-Code an selbige anhängen. Werden diese dann vor der Freischaltung von Nutzern mit Autoren- oder Administratoren-Berechtigung zwecks Prüfung gesichtet, so wird der eingefügte Code in ihren Browsern und mit ihren Rechten ausgeführt.

Auf diesem Wege ließe sich etwa unbemerkt ein weiteres Adminkonto für bösartige Zwecke anlegen oder ein Backdoor installieren, um die Kontrolle über die Seite zu übernehmen.

Das bedeutet ein Risiko für zahlreiche Webseiten. Alleine Elementor soll auf sieben Millionen Auftritten in Verwendung sein. WP Super Cache kommt demnach auf zwei Millionen Installationen.

Die Entwickler der Plugins haben mittlerweile Updates veröffentlicht, mit denen die Lücken beseitigt wurden. Wer die Erweiterungen im Einsatz hat, sollte also sicher stellen, die aktuellsten Ausgaben – Elementor 3.1.4 und WP Super Cache 1.7.2 – zu verwenden.

Click & Meet: Die vermeintliche Rettung des Handels erweist sich als teure Illusion

Click & Meet, also das individuelle Shopping mit Terminvereinbarung, war dem Handel von der Politik als Perspektive aus der Existenzangst präsentiert worden, als erster Schritt einer Lockerung des Lockdowns. Doch diese Hoffnung trügt. Nach einer guten Woche zeigt sich in der Praxis: Ein Rettungsanker ist Click & Meet für den Handel nicht – und selbst für Geschäfte, die es weiter anbieten dürfen, rechnet es sich finanziell meist nicht.

„Die zaghaften Öffnungsperspektiven bieten Händlern keinen Ausweg aus ihrer Existenznot. Sie sind ein Verlustgeschäft“, sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland. Nach einer Händlerumfrage lagen die Umsätze im Innenstadthandel in der vergangenen Woche trotz Click & Meet rund 30 Prozent unter der Vorjahreswoche. Und im März 2020 hatte der Umsatz pandemiebedingt auch schon unter dem normalen Niveau gelegen.

Das Problem: Das Terminshopping gut zu organisieren ist nicht nur viel Arbeit, es fallen in der Regel auf einen Schlag wieder die vollen Kosten an. Die können aber nur zum kleinen Teil durch Umsätze ausgeglichen werden.

„Click & Meet ist für uns nicht wirtschaftlich“, sagt Martin Kerner vom Outdoor-Shop Basislager in Karlsruhe. „Der Aufwand, im Vorfeld alles zu planen, sich Gedanken dazu zu machen und einzurichten, war erheblich, und zusätzlich auch mit Kosten verbunden.“

Kunden sind eher zurückhaltend

Die Resonanz sei eher bescheiden. In der ersten Woche seien meist mehr Verkäufer im Laden gewesen als Kunden.

Das deckt sich mit Umfrageergebnissen. So haben in einer YouGov-Umfrage in der vergangenen Woche 58 Prozent der Befragten angegeben, dass sie sich aktuell nicht vorstellen können, mit vorher vereinbartem Termin einkaufen zu gehen.

Das Personal entsprechend zu reduzieren ist jedoch für die meisten Händler keine Option. „Da wir für verschiedene Warengruppen spezialisierte Verkäufer haben, müssen eben auch einige da sein, um alles abzudecken“, sagt Kerner.

Auch Planbarkeit gibt es nicht. 40 Prozent aller Termine würden spontan an der Tür vereinbart. Das Problem: Allein dafür sei ein Mitarbeiter nötig, der bezahlt werden muss.

Auch Fachleute sind skeptisch. „Aus meiner Sicht stellt das seitens der Politik als Heilsbringer für den Handel gepriesene Click & Meet generell keine Erleichterung dar“, sagt Matthias Schu, Handelsexperte an der Hochschule Luzern. Es rechne sich höchstens für Händler mit beratungsintensiven Sortimenten mit hohen Gewinnmargen, wie beispielsweise Juweliere, Anbieter von Designermode, Fahrradhändler oder Optiker. „Alle anderen zahlen eher drauf.“
„Die Variante, mit einer Handvoll Leuten das Onlinegeschäft zu machen, und der Rest ist in Kurzarbeit, wäre wirtschaftlich besser für uns“, bestätigt Outdoor-Händler Kerner. Er traue sich aber auch nicht, den Laden einfach zuzulassen. „Wir fürchten, die Botschaft wäre für viele, die haben es wohl nicht nötig“, beschreibt er das Dilemma vieler Händler.

Neuer Investitionsrekord bei Kryptowährungen

Investoren haben zum Jahresauftakt einer Erhebung zufolge so viel Geld in Kryptowährungen gesteckt wie noch nie. Dank des wachsenden Interesses institutioneller Anleger sei der Mittelzufluss im ersten Quartal 2021 auf 4,2 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) gestiegen von 3,9 Milliarden im vorangegangenen Vierteljahr, teilte der Vermögensverwalter Coinshares mit. Im gesamten Jahr 2020 seien 6,7 Milliarden Dollar in Cyberdevisen geflossen.

Den Löwenanteil des Geldes – 3,3 Milliarden Dollar – steckten Investoren im ersten Quartal in Bitcoin, hieß es. Auf Platz zwei landete zweitwichtigste Cyberdevise Ethereum mit 731 Millionen Dollar. Das verwaltete Vermögen von Kryptowährungsfonds summiere sich inzwischen auf 55,8 Milliarden Dollar. Nur ein Bruchteil davon stecke in aktiv gemanagten Fonds.

Patentanmeldungen auf hohem Niveau

Die Zahl der Patentanmeldungen österreichischer Unternehmen beim Europäischen Patentamt (EPA) ist 2020 leicht gesunken, ist aber trotz Pandemie über dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre gelegen. Gemessen an der Bevölkerungszahl bleibt Österreich mit 260 Patenten pro Million Einwohner global auf Rang sieben.

Konkret gingen im Vorjahr 2.303 Anmeldungen aus Österreich beim EPA ein, um 1,8 Prozent weniger als im Rekordjahr 2019, gab das Patentamt bekannt. In Summe wurden im Vorjahr 180.250 Patentanmeldungen beim EPA in München eingereicht, das lag nur geringfügig (minus 0,7 Prozent) unter der Rekordmarke von 2019.

Starke Zuwächse wurden in den Technologiefeldern „Arzneimittel“ (plus 10,2 Prozent gegenüber 2019) und „Biotechnologie“ (plus 6,3 Prozent) verzeichnet. Die meisten Anmeldungen gab es im Bereich „Medizintechnik“ (14.295 Anmeldungen, plus 2,6 Prozent), gefolgt von „Digitaler Kommunikation“ (plus ein Prozent) und „Computertechnik“ (plus 1,9 Prozent). Rückgänge gab es dagegen vor allem im Transport-Segment (minus 5,5 Prozent) und der Messtechnik (minus 5,2 Prozent).

Spitzenreiter USA

Weiterhin unangefochten liegen die USA mit 44.293 beim EPA angemeldeten Patenten an der Spitze aller Länder. Allerdings ging diese Zahl gegenüber 2019 um 4,1 Prozent zurück. Ebenfalls Rückgange verzeichneten die Zweit- und Drittplatzierten, Deutschland (25.954 Anmeldungen, minus drei Prozent) und Japan (21.841, minus 1,1 Prozent). Dagegen kam China auf ein rasantes Wachstum von 9,9 Prozent, das Land liegt mit 13.432 Patentanmeldungen auf Rang vier.

Gewichtet man nach der Bevölkerungszahl führt die Schweiz mit 966 Patentanmeldungen pro Million Einwohner die Statistik an. Es folgen Schweden (434), Dänemark (410), die Niederlande (369) Finnland (340) und Deutschland (324) vor Österreich (260). Die EU-27 liegen mit jeweils 146 Anmeldungen pro Million Einwohner vor den USA mit 133.

Fast jeder zweite Beitrag in Wirtschaftsressorts hatte Corona-Bezug

Die Corona-Pandemie prägt die Berichterstattung der österreichischen Tageszeitungen. Von 16. März 2020 bis 10. März dieses Jahres wiesen 46 Prozent aller Beiträge in Wirtschaftsressorts einen Bezug zu dem Thema auf. In Politikressorts hatten rund vier von zehn Artikel (42 Prozent) eine Verbindung zu Corona. Das ergab eine Analyse des Medienbeobachters und PR-Dienstleister APA-Comm, der die fünf beitragsstärksten Ressorts von 15 österreichischen Tageszeitungen auswertete.

In den heimischen Kulturressorts drehte sich in etwa jeder dritte Artikel um die Gesundheitskrise. Knapp dahinter folgen Chronik-Ressorts mit 30 Prozent. Im Sport wurde mit 24 Prozent der Beiträge am verhältnismäßig seltensten ein Bezug zur Corona-Pandemie hergestellt.

Die ausgewerteten Fachgebiete weisen über das Jahr gesehen teils erhebliche Unterschiede auf. In Sportressorts standen zu Beginn des ersten Lockdowns noch knapp 60 Prozent der Artikel im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Aktuell sind es dagegen nur noch 12 Prozent. Die absoluten Monatsrekorde erzielten Politikressorts im März und April 2020: Das Thema Corona war hier in der Berichterstattung mit Anteilen von 73 bzw. 70 Prozent vertreten. Besonders stabil erwiesen sich dagegen die heimischen Kulturressorts, was laut Manuel Kerzner, Medienanalyst bei APA-Comm, ein Zeichen für durchgehend hohe Anspannung in diesem Bereich ist.

Rückschlag für Microsofts Quantencomputing-Pläne

2018 veröffentlichten ein Team von Wissenschaftlern von Microsoft Quanten-Labor in Delft ein Paper mit einer kleinen Sensation: Sie hatten nach eigenen Angaben erstmals so genannte Majorana-Zustände in Festkörpern nachgewiesen. Die Quasi-Teilchen sollten, so die Pläne von Microsoft, sehr viel robustere Qubits ermöglichen als in herkömmlicher Quanten-Hardware.

Nun jedoch musste dieses Paper zurückgezogen werden, da die Autoren einräumen mussten, ihre ursprüngliche Datenanalyse sei „unzureichend wissenschaftlich fundiert“. Ihnen wird vorgeworfen, lediglich ausgewählte Ergebnisse übernommen zu haben, die zu ihrer Hypothese passten, unpassende Messergebnisse aber verschwiegen zu haben.

Der Rückzug des Paper ist ein herber Rückschlag für diese Forschung, muss aber noch nicht das komplette Aus bedeuten. Denn zum einen wird das Paper formal lediglich von unabhängigen Experten überprüft. Zum anderen hat das Microsoft-Team um Leo Kouwenhovens nur einen von mehreren möglichen Ansätzen untersucht, Majorana-Fermionen zu erzeugen: Die Forscher nutzten dafür Nanodrähte, mit Schichten aus Halbleitermaterial und supraleitenden Schichten. Es gibt jedoch noch mehrere andere Ansätze dafür, die auch von anderen Forschungsgruppen verfolgt werden. Im Blog des Quantencomputer-Experten Scott Aaronson diskutiert die Community denn auch heftig über den Stand dieser Forschung.

Zudem setzt Microsoft in Sachen Quantencomputing nicht nur auf die Entwicklung eigener Hardware. Mit Azure Quantum beispielsweise hat das Unternehmen eine Cloud-Lösung in der Pipeline, mit der Kunden auf ganz verschiedene Quantenrechner zugreifen und die praktische Entwicklung von Quantensoftware proben können. Da mit IBM, Google und Amazon fast alle großen IT-Unternehmen auf diesem Gebiet aktiv sind, ist ein kompletter Rückzug von Microsoft eher unwahrscheinlich.

Europarat besorgt über Beschneidung der Medienfreiheit in Polen

Der Europarat hat sich besorgt über zwei polnische Gesetzesvorlagen geäußert, welche die Freiheit „unabhängiger Medien ersticken“ könnten. Die Menschenrechtsbeauftragte des Europarats, Dunja Mijatovic, richtete ein entsprechendes Schreiben an den polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki.

Die erste Gesetzesvorlage sieht vor, dass ein Teil der Werbe-Einnahmen von einer neuen Steuer erfasst werden soll, die unter anderem zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorgesehen ist. Die zweite Gesetzesvorlage zielt nach Angaben der rechtsnationalen polnischen Regierung darauf ab, die Meinungsfreiheit in Online-Netzwerken zu verteidigen.

Die beiden Vorlagen könnten „die Freiheit der Medien und den Pluralismus nachhaltig beeinträchtigen“, heißt es in einem Schreiben Mijatovics. Im Februar hatten die unabhängigen polnischen Medien ihre Inhalte für 24 Stunden gesperrt, um gegen das Gesetz zu Besteuerung der Werbeeinnahmen zu protestieren.

Überarbeitung zugesichert

Die vorgesehene Besteuerung könne dazu führen, dass die unabhängigen Medien erstickt würden und dass die Freiheit jedes einzelnen eingeschränkt werde, den Inhalt auszuwählen, der ihn interessiere, schrieb Mijatovic. Es sei jedoch unzulässig, einen gesellschaftlichen Bereich zum Schweigen zu bringen, der für das mediale und pluralistische Umfeld wesentlich sei. Die polnische Regierung sicherte zu, die Gesetzesvorlage zu überarbeiten.