ÖWA: Weniger Zugriffszahlen zum Jahresende

Im Vergleich zum Vormonat klickten sich die Österreicherinnen und Österreicher im Dezember etwas seltener durch die heimischen Onlineportale, so zumindest die Ergebnisse der aktuellen ÖWA. Das ORF.at Network bleibt mit rund 15 Millionen Unique Clients unangefochten an der Spitze, büßt dennoch fast eine Millionen Unique Clients ein. Das derStandard.at Network und die Kurier Online-Medien tauschen ihre Stockerlplätze, liefern sich aber auch im Dezember ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen, beide aber auch mit acht beziehungsweise neun Prozent weniger Unique Clients als noch im November. Ähnlich schaut es bei dem Heute.at-Dachangebot und dem styria digital one Dachangebot aus, wobei heute.at im Vergleichzeitraum kaum Verluste schreibt. Krone.at musste rund 21 Prozent Einbußen hinnehmen. Einzig die Regionalmedien Austria Digital und das Red Bull Media House konnten laut ÖWA, wenn auch nur im geringen Bereich, zulegen. Mit 3,7 Millionen Unique Clients schafft es das Red Bull Media House auch nur knapp vor dem VGN Digital Dachangebot mit 3,6 Millionen in die Dezember-Top-Ten.

Filmwirtschaft: Heimischer Marktanteil 2019 gesunken

Mit 13,7 Millionen Kinokartenkäufern ist 2019 ein sattes Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem schwachen Jahr 2018 verzeichnet worden, geht aus dem aktuellen, zum 16. Mal veröffentlichten Filmwirtschaftsbericht 2020 hervor, der das Jahr 2019 betrachtet.

Einen Rekordwert gab es bei der Zahl der gezeigten Filme, die auf 488 kletterte. In der Gesamtbetrachtung war die computeranimierte Neuverfilmung „Der König der Löwen“ mit knapp 840.000 Besuchen dabei die klare Nummer eins des Kinojahres 2019. Auf Platz zwei folgte die Animationsfortsetzung „Die Eiskönigin 2“ (rund 624.000 Besuche), während „Avengers: Endgame“ das Führungstrio mit gut 611.000 Besuchern komplettiert.

Dominanz von US-Filmen

Betrachtet man die Gruppe der 438 erstaufgeführten Filme 2019, kamen US-Produktionen mit 155 Werken auf 35,4 Prozent des gesamten Angebots – konnten dabei aber einen Marktanteil bei den Besuchen von 76,4 Prozent (nach 75 Prozent 2018) erreichen. Die europäische Konkurrenz kam mit 254 Filmen zwar auf einen Rekordwert (58 Prozent des Angebots), allerdings nur auf einen Marktanteil von 23 Prozent.

Kein gutes Jahre für österreichische Filme

Ein gutes Jahr für den heimischen Film war 2019 dabei nicht. Hatten österreichische Filmproduktionen 2018 noch einen Marktanteil von 6,2 Prozent verbucht, waren es 2019 nur 3,3 Prozent. Der meistgesehene österreichische Film war die Stipsits-Komödie „Love Machine“ mit über 140.000 Besuchen.

Auf den Plätzen folgten die Udo-Jürgens-Musicalverfilmung „Ich war noch niemals in New York“ (46.000 Besuche) und Erwin Wagenhofers Dokumentarfilm „But Beautiful“ (gut 42.300 Besuche). Insgesamt zogen die 51 österreichische Neuproduktionen (inklusive der Koproduktionen) 452.636 Menschen in die Kinosäle.

Steigerung bei Video-on-Demand

Allerdings belässt es der Filmwirtschaftsbericht nicht bei der Kinobranche mit ihren 142 Kinos und 569 Sälen, sondern blickt auch auf den wachsenden Streaming- und Video-on-Demand-Markt (VOD).

Demnach hat sich die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer von VOD-Diensten von 2018 auf 2019 um 100.000 auf 2,6 Millionen gesteigert. An der Spitze der Plattform lag dabei YouTube, das seine Reichweite im Jahresvergleich von 70,7 Prozent auf 71,1 Prozent steigerte, gefolgt von Amazon Prime, das einen noch stärkeren Zuwachs von 29,9 Prozent auf 32,5 Prozent lukrierte, und Netflix mit 26,5 Prozent Reichweite (nach 21,3 Prozent im Jahr 2018).

Besonders spannend dürfte angesichts der Umwälzungen nun der Filmwirtschaftsbericht werden, der die Zahlen des Jahres 2020 betrachtet. „Wir leben nahezu in einer neuen Zeitrechnung. (…) Die Langzeitfolgen davon sind nicht absehbar“, schreibt Roland Teichmann als Direktor des Österreichischen Filminstituts im Vorwort zum aktuellen Bericht.

Klar sei jedenfalls, dass der Bedarf an Inhalten steige. Und es zeige sich, dass sich die österreichische Filmwirtschaft behaupten könne: So würden hier 2.534 Unternehmen mit knapp 8.200 Beschäftigten Erlöse und Erträge von 1,38 Mrd. Euro erwirtschaften.

Deutschland: Leser zahlen für Paid Content über 700 Millionen Euro jährlich

Die Paid Content-Umsätze deutscher Pressemedien mit digitalem Publikumsjournalismus sind in den vergangenen zwölf Monaten um ein Drittel gewachsen. Auf dem aktuellen Niveau erzielen deutsche Publisher mit ihren E-Paper, Paywall- und App-Angeboten jährlich mehr als 700 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Das ist das Ergebnis der jüngsten Markteinschätzung von pv digest.

Plus 33 Prozent zum Vorjahr entsprechen einem Umsatzwachstum von 176 Millionen Euro. Dieser Zuwachs beruht vor allem auf Mengensteigerungen. 2020 haben einige Titel, die vorher noch ausschließlich gratis nutzbare Websites betrieben hatten, eine Paywall eingerichtet. Die Absatzmengen für reine E-Paper-Abos und auch für zusätzlich zu einem Printabo verkaufte E-Paper sind gestiegen. Und branchenweit dürfte sich die Anzahl der Abos für den Zugriff auf Inhalte hinter einer Web-Paywall mehr als verdoppelt haben – nicht zuletzt dank des vielfach thematisierten ‚Corona-Booms‘. Von jährlich 702 Millionen Euro Umsatz mit Paid Content-Angeboten entfällt nach wir vor weniger als ein Drittel auf Angebote von Zeitschriftenverlagen bzw. zeitschriftenähnlichen, das heißt nicht tagesaktuellen Digital-only-Angeboten. Immerhin ist dieser Anteil aber um zwei Prozent-Punkte gewachsen. Ein knappes Fünftel der Gesamtsumme resultiert aus den Bezahlangeboten der überregionalen Tageszeitungen außer „Bild“. „Bild“ allein dürfte mittlerweile über 40 Millionen Euro jährlichen Endkundenumsatz mit seinen digitalen Bezahlangeboten erwirtschaften, rund sechs Prozent des gesamten Paid Content-Umsatzes in Deutschland. Der Anteil von Bild an den gesamten Paid Content-Umsätzen hat sich damit nicht verändert.

Hans-Bredow-Institut richtet Observatorium zur Beobachtung von Online-Kommunikation ein

Die privaten globalen Online-Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. prägen inzwischen die öffentliche Meinung teilweise weitaus stärker als die Medien, die den journalistischen Regeln genügen. Die damit verbundene Problematik will das Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) mit Sitz in Hamburg nun international stärker ins Visier nehmen.

In diesem Sinne richtet das HBI ein Observatorium zur Beobachtung privater Rechtssetzung (Private Ordering Observatory) ein, das in Kooperation mit Forscher*innen aus aller Welt die Normen und Praktiken privater Online-Plattformen untersuchen soll.

Wichtige Entwicklungen für die Digitalwerbung 2021

Das Jahr 2021 startete zwar nicht mit einem Knall, Böllerverbot sei Dank, dennoch zeichnen sich in der Digitalwerbung einige spannende Entwicklungen ab, vor allem mit Blick auf Technologie. Sieben davon wollen wir im Folgenden kurz skizzieren. Zugegeben – die meisten davon sind nicht neu und tauchten in der einen oder anderen Liste bereits als Hype auf. Doch gerade nach dem Abflachen des Hypes lohnt sich ein genauerer Blick auf die weitere Entwicklung.

Die Digitalisierung des TV schreitet weiter voran

Das Fernsehen und mit ihm die Werbung darin verändern sich derzeit grundlegend. Zum einen verlagert sich der TV-Konsum zunehmend ins Digitale, was dazu führt, dass Werbetreibende mit ihren Botschaften neue Wege gehen müssen, um ihre Zielgruppen zu erreichen – falls das überhaupt noch möglich ist angesichts von Plattformen wie Netflix. Zum anderen wird Advertising-Technologie entwickelt, um eine Brücke von der Werbung im linearen Fernsehen zur digitalen Welt und deren Möglichkeiten zu schlagen.

Out-of-Home und Audio (Radio) werden zunehmend “programmatisiert”

Die Digitalisierung erfasste in den vergangenen Jahren neben dem TV auch weitere traditionelle Kanäle wie Außenwerbung und Radio. Die technologische Innovation sorgt weiterhin dafür, dass eben diese programmatisch buchbar werden. In Kombination mit den richtigen Datenquellen entstehen so interessante Einsatzmöglichkeiten für Advertiser. 2021 werden diese weiter ausgebaut.

Advertiser loten Retail Media aus und mehr Angebotsvielfalt entsteht

Retail Media wächst und Advertiser werden 2021 verstärkt testen, ob sie Inventar auf E-Commerce-Plattformen – und vor allem deren Daten – sinnvoll für ihre Kampagnen einsetzen können. Die Frage ist, ob sich Retail Media auch lohnt, wenn es nicht nur darum geht, dass ein Händler seine Produkte auf Amazon bewirbt. Das Retail-Media-Geschäft wird hierzulande von Amazon, Ebay, Otto und Zalando dominiert, doch auch kleinere Händler versuchen mittlerweile Werbetreibenden ihr Potenzial aufzuzeigen.

Verstärkter Einsatz von Dynamic Creative Optimization

DCO ist im Grunde genommen ein alter Hut, doch war der Einsatz in der Breite eher auf Retargeting beschränkt. Abseits davon ergeben sich jedoch weitere spannende Einsatzmöglichkeiten für dynamische Werbemittel, die ausgelotet werden wollen.

Blockchain in der Advertising-Praxis

Das Werbeökosystem pocht schon seit jeher auf Transparenz und fordert sie auch dieses Jahr wieder ein. Dabei geht es unter anderem um die Qualität von Media und das Thema Sicherheit, sodass wir technologische Weiterentwicklungen auf diesen Gebieten sehen werden.

Targeting und Tracking ohne Third-Party-Cookies

Die Datenschutzbestimmungen, die anhand der DSGVO und künftig auch der E-Privacy durchgesetzt werden, sorgten in den vergangenen zwei Jahren bereits für allerhand Bewegung in der Adtech-Szene. Einerseits erlebt das Kontext-Targeting eine Renaissance, andererseits suchen Advertiser zunehmend nach alternativen Datenquellen, die nicht personenbezogen sind. An dieser Stelle werden wir mehr Kreativität sehen.

Consent-First-Marketing auf Markenseite

In diesem Atemzug müssen die Marken ihre Systeme neu ausrichten, was in vielen Fällen sicherlich bereits geschehen ist. Dabei geht es jedoch nicht nur um die Erhebung des Consents, um personenbezogene Werbung ausspielen zu können, sondern auch darum, die vorhandenen Systeme entsprechend miteinander zu verbinden, damit die Einwilligungen vernünftig kommuniziert werden können. Der Consent muss also sowohl effektiv erhoben als auch richtig abgebildet und gemanagt werden.

Bonus

Dürfen auf keiner Liste fehlen: Mobile und Video. Beide Punkte sollten mittlerweile selbstverständlich sein, denn die Nutzung von mobilen Geräten und die Nachfrage nach Bewegtbild steigt konsequent. Insbesondere die Kombination wird die Werbeindustrie und deren Tech-Sparte weiter beschäftigen.

Online-Handel trotz Paket-Booms mit sinkendem Retouren-Anteil

Nach einer Umfrage der Universität Bamberg unter 103 Online-Händlern in Deutschland wurden allein von März bis August vergangenen Jahres 17,4 Prozent mehr Sendungen als im Vorjahreszeitraum verschickt. Für das ganze Jahr rechnen die Forscher mit einem Zuwachs von mehr als 25 Prozent. „So bitter es ist, Corona war ein Glücksfall für mein (…) Unternehmen“, wird ein Händler in der Studie zitiert.

Obwohl deutlich mehr Pakete versendet wurden, kamen verhältnismäßig wenig wieder zurück. Die Retouren-Quote bei den befragten Händler reduzierte sich im selben Zeitraum von 17,8 auf 15,9 Prozent.

Zahl der Paket-Retouren bleibt dennoch hoch

Die Zahl der Paket-Retouren bleibt dennoch hoch und fiel angesichts des Corona-Paket-Booms in absoluten Zahlen auch höher aus als im Vorjahr. 315 Millionen Pakete seien nach einer ersten Schätzung in Deutschland 2020 zurückgeschickt worden. Im Jahr 2019 waren es nach Angaben der Wissenschaftler 301 Millionen Pakete.

Bei dem Versandhändler Otto gingen nach eigenen Angaben 2020 im Vergleich zum Vorjahr 30 Prozent mehr Bestellungen ein, während die Retouren um fünf Prozent sanken. Statt das kleine Schwarze für die (abgesagte) Party zu kaufen, bestellten die Kunden lieber Hanteln, erzählt ein Sprecher des Unternehmens. Der Verkauf von Heim- und Kraftsportartikel sei um 200 Prozent gestiegen, bei Bart- und Haarschneidern um 300 Prozent. Aber Retouren? „Nur sehr selten.“

Winterware stapelt sich in Geschäften

Auch viele geschlossene Modeläden hätten überlegt, ihre Ware in der Pandemie zu versenden, berichtet Axel Augustin vom Handelsverband Textil. „Aber so viel Ware lässt sich nicht online verkaufen. Die Logistik hat momentan gar keine Kapazitäten dafür.“ Bei wechselndem Sortiment und günstigen Artikeln lohne sich der Versand auch kaum.

Deshalb stapelt sich die Winterware nun in Geschäften – und verliert mit jedem Schließtag an Wert. „Wenn alle Läden in unserer Branche dicht sind, bleiben zehn Millionen Teile täglich liegen“, rechnet Augustin vor. Schon im Frühjahr seien bis zu 300 Millionen Artikel in den Modegeschäften geblieben. Bis Ende Januar werde sich wieder „eine riesige Lawine von einer halben Milliarde unverkaufter Modeartikel auftürmen“, warnen die Handelsverbände Textil, Schuhe und Lederwaren.

Viele Kunden bleiben den Online-Händlern erhalten, glauben auch die Bamberger Forscher. Wenn sie aber wieder weniger nach Bedarf und mehr nach Lust und Laune im Netz einkaufen, könnten auch die Retouren wieder zunehmen.

Auch in den USA ist die Menge an Retouren ein Problem. Um diese einzudämmen, versuchen sich große US-Retailer wie Amazon, Walmart und Target derzeit an einem besonderen Retouren-Modell.

Facebook-Ads für Marken weniger relevant als angenommen

Um Facebook zu einem härteren Vorgehen gegen Hass und Hetze auf der Plattform zu zwingen, zogen Unternehmen weltweit ihre Werbeschaltungen im Juli 2020 zeitweise zurück. Wie sehr der Boykott den Unternehmen selbst geschadet hat, hat nun das Marktforschungsunternehmen Forrester Research in einer Studie erhoben, indem es die Umsatzzahlen aus dem dritten und dem zweiten Quartal verglich. Bei lediglich sieben von 43 erhobenen Konzernen sind die Einnahmen tatsächlich zurückgegangen. Woraus das Forscherteam schließt: Facebook-Werbung sei doch nicht so entscheidend für den Verkaufserfolg wie vielleicht angenommen.

Genaue Zahlen seien allerdings schwer auszumachen, da auch die Wirtschaftskrise durch die Corona-Pandemie mitzudenken sei. Und nur wirklich wenige Unternehmen seien „mutig genug“ gewesen, Facebook- und Google-Ads komplett und langfristig abzudrehen, weswegen sie auch selbst nicht sagen beziehungsweise wissen könnten, welche Rolle die Werbeschaltungen tatsächlich für ihr Geschäft spielen, erklärt Forrester-Vizepräsidentin Sucharita Kodali. Aber da keine enormen negativen Trends in den Umsätzen beobachtbar gewesen seien, ginge sie allgemein savon aus, dass Facebook-Ads nur einen limitierten Einfluss auf eine Kaufentscheidung hätten. Auch Facebook selbst sollte der Boykott nicht wirklich geschmerzt haben: Im Juli, zum Höhepunkt der Aktion, stiegen die Werbeumsätze um rund zehn Prozent an, heißt es im Quartalsbericht. 2019 verzeichnete Facebook einen Jahresumsatz von etwa 70 Milliarden US-Dollar.

Google fördert Corona Projekte mit 2,5 Millionen Euro

Google hat ein finanzielles Förderprogramm aufgelegt, um Faktencheckprojekte zum Thema Covid-19 zu unterstützen. Das kündigte der Internetkonzern in einem Blogeintrag an.

Der offene Fonds der Google News Initiative (GNI) gegen Desinformationen im Zusammenhang mit Coronaimpfungen hat ein Volumen von über drei Millionen US-Dollar (2,5 Millionen Euro). „Während die Verbreitung von Falschinformationen zu Covid-19 ein globales Problem war und ist, werden Fehlinformationen auch verwendet, um bestimmte Gruppen anzusprechen“, heißt es in der Erklärung. Einige Studien deuteten darauf hin, dass sich das Publikum, das auf Fehlinformationen stoße, und diejenigen, die nach Fakten suchten, nicht unbedingt überschneiden würden. Aus diesem Grund nehme der offene Fonds Anträge von Projekten entgegen, die darauf abzielten, das Publikum für Faktenchecks zu erweitern und insbesondere diejenigen zu erreichen, die ansonsten überproportional von Fehlinformationen betroffen seien.

Der Fonds wird nach Angaben von Google weltweit angeboten und steht für Nachrichtenorganisationen jeder Größe offen. „Bewerber sollten über nachweisbare Kompetenzen im Bereich Faktencheck sowie der Entlarvung von Desinformationen verfügen oder mit einer Organisation mit entsprechender Qualifikation zusammenarbeiten.“

Google werde bei der Auswahl kollaborative Projekte bevorzugen, die mit einem interdisziplinären Team und klaren Kriterien zur Erfolgsmessung arbeiteten. „Beispiele für Erfolg versprechende Bewerbungen sind die Partnerschaft eines bestehenden Faktencheckprojekts mit einem Medienunternehmen, das einen Zugang zu einer bestimmten Community etabliert hat.“ Als weiteres Beispiel nannte das Unternehmen „eine kollaborative Technologieplattform für Journalisten und Ärzte, um gemeinsam Falschinformationen zu identifizieren und Faktenchecks dazu zu veröffentlichen“. Ein globales Team von Googlern werde die Anträge überprüfen.

Buchmarkt mit Minus von 4,4 Prozent

Der Österreichische Buchmarkt bilanziert das abgelaufene Jahr 2020 mit einem Umsatzminus von 4,4 Prozent. Noch dramatischer ist laut den heute bekannt gegebenen Zahlen des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels (HVB) die Lage im stationären Buchhandel, wo ein Umsatzrückgang von 12,8 Prozent zu verzeichnen ist. Zum Vergleich: In Deutschland schloss der stationäre Buchhandel das Jahr mit einem Minus von 8,7 Prozent ab.

Den stärksten Rückgang aller Warengruppen verzeichnet das Segment Reise mit einem Minus von 36 Prozent. Positiv schließt nur das Kinder- und Jugendbuch (plus 2,9 Prozent) ab. „Erster und zweiter Lockdown haben deutliche Spuren hinterlassen“, resümiert man im Hauptverband: Inklusive E-Commerce- und Online-Bereich betrage der Umsatzverlust im März 24,3 Prozent, im April gar 31,8 Prozent. Der November-Lockdown – wiederum über alle Verkaufskanäle gemessen – habe sich mit einem Minus von 15,3 Prozent zu Buche geschlagen.

Deutlich positive Bilanzen wurden dagegen im Juni (14,4 Prozent Plus), September (plus 7,9) und Oktober (plus 3,6) verzeichnet. Auch der vergangene Dezember konnte mit einem leichten Umsatzplus von 0,6 Prozent abschließen.

Medientrends 2021: Mehr digitale Abo-Modelle

Nach dem Schock durch Covid-19 wird 2021 ein Jahr profunden und rapiden digitalen Wandels. Das ist einer der Schlüsse, zu denen das Reuters Institute in seinen „Journalism, Media, and Technology Trends and Predictions 2021“ kommt, für die 234 Medienmacher und Manager aus 43 Ländern befragt wurden. Lockdowns und andere Maßnahmen hätten alte Gewohnheiten durchbrochen und neue geschaffen, aber erst in diesem Jahr würden wir entdecken, wie fundamental diese Veränderungen gewesen seien.

So gaben 76 Prozent der Befragten an, dass Covid-19 ihre Pläne für einen digitalen Wandel beschleunigt hätten. Gleich viele erachten das Vorantreiben von Digital-Abos als wichtig, noch vor der Werbung. 2018 verhielt es sich noch umgekehrt.

Eine klare Mehrheit von 73 Prozent der Befragten zeigte sich zuversichtlich, was die Aussichten für das eigene Unternehmen betrifft. Deutlich weniger, nämlich 53 Prozent, sind hinsichtlich der Zukunft des Journalismus zuversichtlich. Sorgen bereiten wachsende Desinformation, Angriffe auf Journalisten und die Nachhaltigkeit von kleineren und lokalen Publikationen.

Gestiegenes Vertrauen in Regierungen

Etwas gestiegen ist das Vertrauen in die Unterstützung von Regierungen. Mehr als ein Drittel (36 Prozent) gaben an, dass politische Interventionen hilfreich sein könnten. Das sind doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. Was die Verteilung von Förderungen betrifft, spricht sich fast die Hälfte (48 Prozent) dafür aus, dass nur eine kleine Anzahl von Qualitätsmedien Geld bekommen sollte. Ein Drittel (32 Prozent) bevorzugt hingegen ein System, dass auf die Zahlen des Mediengebrauchs setzt und mehr Verlagen zugute kommt.

Zwar kommen traditionelle Vorstellungen wie die Unparteilichkeit und Objektivität von Medien in Zeiten politischer Polarisierung immer mehr unter Druck. Eine große Mehrheit von 88 Prozent ist dennoch der Ansicht, dass Unparteilichkeit wichtiger denn je ist. Gleichzeitig stimmt fast die Hälfte (48 Prozent) darin überein, dass es einige politische und soziale Fragen gibt, bei denen es keinen Sinn ergibt, neutral zu sein.

732.000 Zuschauer beim Staffelauftakt der ORF-„Vorstadtweiber“

Die neue Staffel der „Vorstadtweiber“ im ORF. Durchschnittlich waren beim Staffelauftakt um 20.15 Uhr in ORF 1 732.000 Zuschauer dabei, der Markanteil liegt im Gesamtpublikum bei 21 Prozent. In der Gruppe der 12- bis 29-Jährigen kommt die erste Folge laut ORF auf einen Marktanteil von 35 Prozent.

Die zehn Folgen der vierten Staffel schafften 2019 im Schnitt 574.000 Zuseher, die dritte Staffel verfolgten noch 793.000 Zuseher, 2016 schauten durchschnittlich 782.000 zu, 2015 waren noch 858.000 Zuschauer dabei.

Lernplattformen: Scoyo setzt auf Gamification

Lernplattformen dürften in Logdown-Zeiten viel Zuspruch bei Eltern und Schülern bekommen. Der Anbieter Scoyo aus Hamburg hat sein Angebot nun komplett überarbeitet. Ab sofort präsentiert sich die Plattform in einem komplett neuen Gewand, mit einem neuen Logo sowie inhaltlichen Neuerungen. Das Angebot für die Klassen 1-7 lässt sich sowohl am Computer als auch parallel dazu in der erstmals verfügbaren Scoyo-App am Smartphone oder Tablet nutzen.

Visuell erinnert Scoyo nun an ein modernes Computerspiel und hat auch die Bedienung in diese Richtung entwickelt Während bislang mit kleinen Lerngeschichten für die unterschiedlichen Altersstufen gearbeitet wurde, steht beim neuen Angebot ein Gamification-Ansatz im Mittelpunkt. Unterschiedliche Spiel- und Quizformate, die in Zusammenarbeit mit Pädagogen und Spiele-Experten entwickelt wurden, vermitteln den Lernstoff der Klassen 1-7 auf spielerische Weise. Außerdem verfügt die Plattform über ein Belohnungssystem für gelöste Aufgaben. Dies geschieht u.a. in Form von virtuellen Münzen, die in einem Prämienshop gegen unterschiedliche Belohnungen wie Avatare, ausdruckbare Bastelbögen und später gegen Kino- und Geschenkgutscheine eingetauscht werden können. Wie bisher lernen Kinder in einer sicheren Lernumgebung ohne Werbung oder In-App-Käufen.

Wie Carlsen mit mehr Manga-Erotik wachsen will

Im April bekommt der Manga-Markt Zuwachs durch einen neuen Player. Mit dem Imprint Hayabusa (jap. für „Wanderfalke“) verbreitert Carlsen, mit 40% Anteil bereits eindeutiger Marktführer im Wachstumssegment Manga, weiter sein Portfolio. Das 1. Halbjahresprogramm umfasst 30 Titel.

Aufgebaut wird Hayabusa von Jonas Blaumann, der nach Jahren als Programmleiter bei Egmont Manga im Herbst 2019 zu Carlsen zurückgekehrt war und jetzt auch dort ein eigenes Programm verantwortet und sich als privater Vogelkundler auch das Programm-Label ausgedacht hat. Hayabusa wendet sich vor allem an ältere Mädchen und junge Frauen, die bisher bei Carlsen noch nicht so stark im Fokus waren – wohl aber u.a. beim aufstrebenden und dynamisch wachsenden Wettbewerber Altraverse vonJoachim Kaps

Dem will Carlsen jetzt offenbar mit Hayabusa Paroli bieten. Dabei habe man, so Blaumann, mit einem ganz neuen Imprint größere Freiheiten, „andere Dinge auszuprobieren und programmatische Ergänzungen zu schaffen, ohne das etablierte Erfolgsmodell von Carlsen Manga zu verändern“.

Dazu werden die Genres Comedy, Romance und Boys Love bespielt. Gerade im Bereich des erotischen Boys-Love-Genre wird es aber auch um eine Gratwanderung bei der Programmpolitik gehen. Denn wie Blaumann betont, hatten in diesem Segment „die erfolgreichsten Titel der letzten Jahre fast alle ein härteres Niveau“. Deshalb werden viele Hayabusa-Titel auch eine explizite Empfehlung ab 18 Jahren erhalten und eingeschweißt in den Handel geliefert werden.

Zwar wächst der Manga-Markt, aber eine Herausforderung ist absehbar: Mit künftig in Summe mehr als 100 Manga-Novitäten pro Monat dürften die Verlage Probleme haben, alle Titel im Handel adäquat zu präsentieren.

Bose stellt neuartige Kopfhörer-Technologie vor

Die Bose Sport Open Earbuds sind weder In- noch Over-Ear-Kopfhörer. Sie sind vielleicht so klein wie Stöpsel-, funktionieren aber eher wie Muschel-Modelle, ohne jedoch das Ohr abzudecken. Dabei kommt die sogenannte Open-Audio-Technologie zum Einsatz, die Bose bereits bei der Audio-Sonnenbrille Frames Verwendung fand.

Die Sport Open Earbuds hängen an Bügeln vor der Ohrmuschel. Sie verdecken diese nicht, noch werden sie in den Gehörgang gesteckt. Der Sound gelangt bei dem Open-Audio-System durch Richt-Lautsprecher ins Ohr. Auf diese Weise soll die Umwelt von lauten Tönen verschont bleiben, während der Nutzer trotzdem weiter Geräusche aus seiner Umgebung vernehmen kann. In den relativ kleinen Geräten ist zudem eine Mikrofon-Art verbaut, die die Stimme von Wind und andere Interferenzen isoliert. Somit soll auch angenehmes Telefonieren möglich sein. Zur Verbindung mit dem jeweiligen Abspielgerät benutzen die Bose Sport Open Earbuds Bluetooth 5.1 Antennen.

Den Sport-Zusatz im Namen trägt das Modell, weil die Bügel nach Bose-Angaben selbst bei Aktivitäten wie dem Joggen oder Fahrradfahren sicheren Halt versprechen. Die Kopfhörer wiegen je 14 Gramm und sind inklusive „Aufhängung“ 4,8 Zentimeter lang und 5,5 Zentimeter hoch. Die Akkulaufzeit wird mit 8 Stunden angegeben.

Demenz-Früherkennung: Apple Watch soll abnehmende Denkleistung erfassen

Eine Studie will klären, ob sich Smartwatch und Smartphone zur Überwachung der Gedächtnisleistung einsetzen lassen: Der Biotech-Konzern Biogen hat in Zusammenarbeit mit Apple eine breit angelegte Studie zur Erfassung „digitaler Biomarker“ aufgelegt, die eine möglichst frühzeitige Erkennung einer abnehmenden Denkleistung ermöglichen soll, speziell wolle man so leichte kognitive Beeinträchtigung (Mild Cognitive Impairment – MCI) ermitteln.

Demenz-Prävention als Ziel

Eine abnehmende Denkleistung könne ein erstes Zeichen für Demenz und neurodegenerative Erkrankungen wie die Alzheimer-Krankheit sein, wie der Biotech-Konzern mitteilte. Eine frühe Erkennung gestützt durch Geräte wie Apple Watch und iPhone ermögliche eine schnellere Diagnose und ein zeitiges Gegensteuern und könne damit letztlich auch eine Entlastung von Gesundheitssystemen darstellen.

Eine abnehmende Gedächtnisleistung betreffe rund 15 bis 20 Prozent aller Personen über 65 Jahre, merkt Biogen an, die Symptome seien gewöhnlich aber subtil und würden teils erst nach Jahren diagnostiziert.

Die auf mehrere Jahre angelegte Beobachtungsstudie soll im weiteren Verlauf des Jahres 2021 gestartet werden – per App. Apple-Nutzer können sich bei Interesse zu einer Teilnahme anmelden, alle Altersgruppen sind zugelassen, so Biogen, vermutlich aber nur Nutzer in den USA.

Google und Boehringer arbeiten in Pharmaforschung zusammen

Der rheinland-pfälzische Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und Google wollen bei der Suche nach neuen Anwendungsmöglichkeiten von superschnellen Quantencomputern für die Entwicklung von Medikamenten zusammenarbeiten.

Die Partnerschaft solle die Erfahrungen von Boehringer Ingelheim (BI) im Bereich Wirkstoffdesign in der Pharmazie mit den technischen Möglichkeiten von Google als einem der führenden Entwickler von Quantencomputern verbinden, teilten die beiden Unternehmen mit.

„Auch wenn Quantum Computing eine vergleichsweise neue Technologie ist, sind wir überzeugt, dass wir mit ihrer Hilfe zukünftig noch mehr Menschen und Tiere mit innovativen und bahnbrechenden Medikamenten versorgen können“, sagte BI-Finanzvorstand Michael Schmelmer. Heutige Computer könnten nicht viele der komplexen Herausforderungen meistern, die grundlegend für die frühen Phasen pharmazeutischer Forschung und Entwicklung sind, darunter insbesondere Simulationen und Analysen von für den Krankheitsmechanismus relevanten Molekülen.

Quantencomputer dagegen hätten das Potenzial, viel größere Moleküle als derzeit möglichst genau zu simulieren und zu vergleichen. Dadurch ergäben sich neue Möglichkeiten für pharmazeutische Innovationen und Therapien.

Musikstreaming erfolgreicher als CDs, Vinyl und Downloads zusammen

Laut Sonderauswertung des Marktforschungsinstituts GfK Entertainment und des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) wurden 2020 hierzulande mehr als 139 Milliarden Musik-Streams verzeichnet.

Das seien fast ein Drittel mehr als 2019 (107 Milliarden) und drei Viertel mehr als 2018 (79,5 Milliarden), berichtete der BVMI am Freitag. Vor einem Jahr hatte der Verband zu den Jahreszahlen 2019 mitgeteilt, Streaming über Plattformen wie Spotify, Amazon, Apple Music, Tidal oder Deezer habe mit 55 Prozent Anteil am Gesamtumsatz der Branche CDs, Downloads und Vinyl weit hinter sich gelassen.

BVMI-Vorstandschef Florian Drücke sagte nun, dies sei „eine Dynamik, die wir seit mehreren Jahren sehen, auch in der Zeit vor der Pandemie. Musik wird inzwischen zu erheblichen Teilen online gehört, was sich entsprechend auch im Marktmix widerspiegelt.“ So hätten in den ersten sechs Monaten 2020 rund zwei Drittel des Umsatzes aus Audiostreaming-Einnahmen bestanden. Zusammen mit Downloads und Videostreaming „wurden insgesamt drei Viertel des Umsatzes online erwirtschaftet“.

Rund 70 Prozent der Gaming-Umsätze durch mobile Anwendungen erwirtschaftet

Im Jahr 2025 könnte der weltweit erzielte Umsatz mit Games auf 195,3 Milliarden Euro angestiegen sein. Noch 2018 waren es 85,6 Milliarden Euro. Dies käme einem Anstieg in Höhe von 128 Prozent gleich. Dies geht aus einem aktuellen Artikel von kryptoszene.de hervor. Dabei sorgen insbesondere mobile Anwendungen für hohe Umsätze. Hierzu zählen unter anderem Spiele auf Smartphones und Tablets. In den kommenden fünf Jahren soll der Anteil der Nutzer solcher Spiele von 1,65 auf 2,22 Milliarden nach oben klettern. Bereits heute greift mehr als jeder vierte Weltbürger auf das Angebot solcher mobilen Games zurück.

Gaming-Markt im Wandel

Im vergangenen Corona-Krisenjahr erzielten Spiele-Schmieden Rekorderlöse. Von den Umsätzen wurden 185 Milliarden und somit über 90 Prozent mit digitalen Verkäufen eingenommen. Hierbei handelt es sich größtenteils um Mikrotransaktionen und Ingame-Käufe. Die Branchenplattform „Gamesindustry“ berichtete ebenfalls.

E-Commerce-Penetrationsrate liegt in Österreich bei 69 Prozent

Rund 84 Prozent der Briten haben innerhalb der letzten zwölf Monate online ein Produkt erworben. Das ist das Ergebnis einer Schätzung des Statista Digital Market Outlook 2020. Kein anderes untersuchtes Land kann eine derartig hohe E-Commerce-Penetrationsrate vorweisen. Die USA kommen auf etwa 77 Prozent, in Deutschland haben schätzungsweise knapp drei Viertel der Einwohner im vergangenen Jahr online eingekauft. Vergleichsweise gering sind die Penetrationsraten zum Beispiel in der Türkei und Russland – hier haben nur 43 bis 44 Prozent über das Internet Waren bestellt. Gerade durch die Corona-Pandemie ist der Online-Handel in den Fokus gerückt und konnte einen deutlichen Umsatz anstieg verbuchen. Nicht zuletzt Amazon profitierte von der Krise und verzeichnete ein Rekord-Jahr. Durch die langen Ladenschließungen sind viele Unternehmen gezwungen vom stationären zum Online-Handel zu wechseln. Langfristig werden die E-Commerce-Penetrationsraten in den von umfassenden Restriktionen betroffenen Ländern wohl weiterhin ansteigen.

Österreicher unterschätzen Maßnahmen für Cloud-Schutz

Neue Umfrageergebnisse des IT-Sicherheits-Anbieters Trend Micro bestätigen, dass die Covid-19-Pandemie die digitale Transformation für 80 Prozent der Unternehmen in Österreich (88 Prozent weltweit) beschleunigt hat. Die zunehmende Verbreitung der Cloud kann jedoch dazu führen, dass Geschäftsdaten unsicher werden. Im Auftrag von Trend Micro befragte Sapio Research im Oktober 2020 insgesamt 2.565 Entscheidungsträger in 28 Ländern, davon 90 in Österreich, aus verschiedenen Branchen und von Unternehmen aller Größenordnungen mit Schwerpunkt auf Großunternehmen.

Die Umfrage unter IT-Entscheidern bestätigt, dass ein einfaches Missverständnis zu schwerwiegenden Sicherheitsfolgen führen kann. Während die Cloud-Infrastruktur an sich sicher ist, sind die Kunden für den Schutz ihrer eigenen Daten selbst verantwortlich – dies sei die Grundlage des Modells der geteilten Verantwortung („Shared Responsibility“) in der Cloud.

‚Kein einmaliger Prozess‘

88 Prozent (92 Prozent weltweit) der Befragten geben an, dass sie sich ihrer Verantwortung für die Sicherheit in der Cloud bewusst sind. Doch fast alle (96 Prozent in Österreich, 97 Prozent weltweit) glauben auch, dass ihr Cloud-Service-Provider (CSP) einen ausreichenden Schutz für ihre Daten bietet. Es sei zwar ein positives Zeichen, dass die Mehrheit der Unternehmen in die Cloud gehe, sagt Richard Werner, Business Consultant bei Trend Micro. Jedoch sei die Einführung der Cloud kein einmaliger Prozess. „Sie erfordert vielmehr kontinuierliches Management und strategische Konfiguration, um die besten Sicherheitsentscheidungen für ein Unternehmen zu treffen.“

Von den befragten Unternehmen weltweit verwenden nur 55 Prozent zusätzliche Tools von Drittanbietern, um ihre Cloud-Umgebungen zu sichern. Dies deutet darauf hin, dass es erhebliche Deckungslücken geben könnte und bestätigt, dass das Modell der gemeinsamen Verantwortung nicht verstanden wird. Frühere Forschungen von Trend Micro ergaben bereits, dass Fehlkonfigurationen aktuell das größte Risiko für Cloud-Umgebungen sind. Dazu komme es vor allem, wenn Unternehmen ihren Teil des Modells der geteilten Verantwortung unterschätzen.

Handelsblatt ist in Zitate-Ranking das Wirtschaftsmedium Nummer eins

Auch 2020 war das Handelsblatt wieder das Wirtschaftsmedium in Deutschland, dessen Texte am häufigsten von anderen Medien zitiert wurden – vor der britischen „Financial Times“ und den US-Publikationen „Wall Street Journal“ und „Forbes“ sowie der ebenfalls zur Verlagsgruppe Handelsblatt gehörenden „Wirtschaftswoche“.

Das geht aus der jährlichen Auswertung von Media Tenor hervor. Der Abstand zur Konkurrenz vergrößerte sich beim Vergleich der Wirtschaftstitel sogar deutlich. Im Gesamtranking aller Medien lag das Handelsblatt erneut auf Platz vier hinter „Spiegel“, „New York Times“ und „Bild“.

Drei Viertel der Unternehmen trotz Corona optimistisch ins neue Jahr gestartet

Corona, Kurzarbeit, Umsatzrückgänge: Das vergangene Jahr hatte für die heimische Wirtschaft so manche unliebsame Entwicklung parat. Ungeachtet dessen wird das Jahr 2020 von 60 Prozent der befragten Betriebe grundsätzlich positiv bewertet. Darüber hinaus starten rund drei Viertel der Unternehmen mit einer positiven Erwartungshaltung ins neue Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt der „Austrian Business QuickCheck“, den der KSV1870 (Kreditschutzverband) zum Ende des zweiten Lockdowns im Dezember 2020 durchgeführt hat. Weiters rechnet mehr als ein Viertel der Befragten mit einer Entspannung der wirtschaftlichen Lage frühestens im dritten Quartal 2021 – ebenso viele erwarten diese für 2022. Als größte Sorge wird weiterhin die „Unsicherheit, wann die Covid-19-Krise endet“ gesehen. Die Corona-Krise hat in Österreich nicht nur zu dramatischen Umsatzeinbußen geführt, sondern sie macht eine klare Zukunftsprognose nach wie vor äußerst schwierig. Während 60 Prozent der Befragten das vergangene Jahr trotz wenig erfreulicher Begleitumstände insgesamt positiv bewertet haben, sehen es 40 Prozent deutlich negativer, 13 Prozent davon „sehr negativ“. Zudem zeigen die Ergebnisse der KSV1870-Umfrage, dass die wirtschaftlichen Konsequenzen der ersten beiden Lockdowns für rund ein Drittel der Unternehmen gleich negativ ausgefallen sind. Für ein Viertel fiel der zweite Lockdown weniger dramatisch aus als der erste, während Lockdown I und II für 17 Prozent der Betriebe keine finanziellen Auswirkungen zur Folge hatten. Acht Prozent berichten, dass sich die beiden Lockdowns durchaus positiv auf ihre Finanzen ausgewirkt haben.

2021: Unternehmen erwarten Entspannung im dritten Quartal

Trotz der Ereignisse im vergangen Jahr bewertet die heimische Wirtschaft die eigene Stimmungslage in Richtung 2021 mehrheitlich (75 Prozent) positiv. „Das Glas wird seitens der heimischen Wirtschaft weiterhin als halbvoll betrachtet. Diese Herangehensweise müssen sich die Betriebe beibehalten, um 2021 wieder voll durchstarten zu können“, erklärt Ricardo-José Vybiral, CEO der KSV1870 Holding. Etwas mehr als die Hälfte geht von einer Entspannung der wirtschaftlichen Situation im Laufe des Jahres aus – 27 Prozent erwarten diese jedoch frühestens im dritten Quartal 2021. Weitere 27 Prozent richten ihren Blick hoffnungsvoll ins Jahr 2022, während 11 Prozent davon überzeugt sind, dass es frühestens 2025 zu einer wirtschaftlichen Entspannung kommen wird.

Top-3-Sorgen: Ende der Krise, Covid-19-Ansteckung und „Wie geht es weiter?“

Der KSV1870 hat im Rahmen des „Austrian Busines QuickCheck“ auch gefragt, welche die aktuell größten Sorgen aus Unternehmenssicht sind. Wie schon in den vergangenen Monaten dreht sich nach wie vor alles um die Frage, wann die Corona-Krise endet: Für 52 Prozent ist diese Unsicherheit die aktuell größte Sorge. Dahinter folgen mit 40 Prozent die Gefahr einer Covid-19-Infektion der Mitarbeiter und die Ungewissheit, wie es nach der Pandemie aus betriebs- und volkswirtschaftlicher Sicht weitergeht (38 Prozent). Darüber hinaus sorgen der Zahlungsverzug von Kunden (32 Prozent) und der Umstand, dass Mitarbeiter (wieder) in Kurzarbeit geschickt werden müssen (25 Prozent) für gehöriges Kopfzerbrechen.

Der Top-Technologietrend 2021 wird „Extended Reality“

Da „jede Krise auch eine neue Chance bietet“, fasst die von Trendforscher Nick Sohnemann gegründete Hamburger Innovationsagentur Future Candy am Ende des Jahres die relevantesten Technologietrends für 2021 zusammen.

Top-Technologietrend 1: Extended Reality (XR)

Extended Reality (XR) verbindet Virtual and Augmented Reality (VR/AR). Laut Future Candy wird es eine deutliche Zunahme von XR-Nutzung in öffentlichen Bereichen geben. Besonders in der Medizin und Bildung wird diese Technik stärker eingesetzt werden, um potentielle Risiken durch Ansteckung zu reduzieren. Auch im Home Office ermöglicht diese Technologie eine neue, interaktive Meetingkultur. Unterstützung gibt es dabei auch durch eine neue Hardware: 2021 werden sich AR-Brillen in eine neue Designrichtung bewegen. Das Smartphone wird das zentrale Gerät zur Nutzung von AR und XR. Diese Entwicklung bringt eine starke Kostenreduzierung mit sich und rückt das Smartphone weiter in den Fokus. Hardwareanbieter und Netzbetreiber werden in großem Umfang in den AR-Brillenmarkt einsteigen. Die neue 5G-Netzwerkumgebung wird unter anderem die Abstimmung von 5G-Smartphones und AR-Brillen ermöglichen und letztere in die Lage versetzen, AR-Anwendungen umso einfacher auszuführen.

Top-Technologietrend 2: 5G und Enhanced Connectivity

5G ist eine der wichtigsten technologischen Veränderungen der nächsten Zeit. 2020 hat deutlich gezeigt, wie unabdingbar ein stabiles Internet für unsere Arbeitswelt ist. Fakt ist aber auch, dass hinter der neuen Schlüsseltechnologie mehr steckt als nur eine neues Netz für Telefon und Internet.

Top-Technologietrend 3: Vehicle Automation, Drohnen und Robotics

Autonomes Fahren wird immer weiter vorangetrieben. Vor allem in der Logistik und im öffentlichen Personenverkehr überzeugt die große Effizienz im Bereich Kostenreduzierung. Erste autonome Fahrzeug sind dort bereits in Betrieb. Aber auch Drohnen sind heute aus der Logistik nicht mehr wegzudenken. Bei der Abgabe lebenswichtiger Medikamente und Nahrungsmittel werden sie zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Serviceroboter sind unter anderem verstärkt in der Pflege im Einsatz. Auch im Handel oder in der Gastronomie lassen sich die neuen Service-Technologien effizient und ohne Infektionsrisiko einsetzen.

Top-Technologietrend 4: New Work Culture

Dieses Innovationsthema ist seit diesem Jahr nicht mehr wegzudenken. In 2021 werden die Learnings umgesetzt und die neue Arbeitskultur 5.0 weiter etabliert. Jedes Unternehmen ist gefragt, eigene Strategien für eine konkurrenzfähige Zukunft zu entwickeln. Dazu braucht es leistungsbereite und kreative Mitarbeiter. New Work Culture ist hier der Schlüssel.

Top-Technologietrend 5: Neo-Ökologie als Megatrend

Viele Dinge in der aktuellen Tech-Welt sind nicht nachhaltig. Hier gilt folgender Grundsatz: Wenn ich etwas nicht für immer machen kann, ist es nicht nachhaltig. Leider ist das die Regel bei vielen Technologien. Sie verbrauchen zu viele Ressourcen und sind oft nicht komplett recyclefähig – oder es gibt kaum eine Möglichkeit, sie zu recyceln. Dieses wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Technologie wird nachhaltig. „Ökonomie + Ökologie + Ethik“: Das ist unsere Zukunft. Kreislaufwirtschaft und echte Nachhaltigkeit rücken in den Fokus. Was es genau bedeutet, ein Unternehmen sozial zu machen und wie man als Unternehmen Maßnahmen ergreifen kann, die sich positiv auf die Umwelt auswirken können, bespricht CEO Nick Sohnemann im Future Candy Innovations-Podcast.
Detaillierte Reports von Future Candy zu den einzelnen Top-Trends, die im Jahr 2021 zu erwarten sind, stehen hier zum Download bereit.

Digital Detox: Jeder Zehnte will 2021 auf digitale Medien verzichten

Für 2021 wollen wie im letzten Jahr auch rund 11 Prozent der Bundesbürger in Deutschland Digital Detox üben und auf digitale Medien verzichten. Das hat eine repräsentative Umfrage des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) ergeben. Dabei dürfte die Umsetzung erneut schwerfallen. Denn im Corona-Jahr 2020 hatten 42 Prozent der Befragten versucht, zeitweise komplett offline zu sein, es aber nicht durchgehalten.

Schwieriger Verzicht

Der Umfrage von Bitkom Research zufolge haben 4 Prozent der Befragten regelmäßig ein paar Stunden auf die Nutzung von digitalen Medien und Kommunikation wie E-Mail, soziale Netzwerke und Smartphone verzichtet. 10 Prozent haben einen oder sogar mehrere Tage Verzicht geübt. Rund 28 Prozent hätten jedoch vorzeitig abgebrochen. Somit haben sich zwar 29 Millionen Menschen in Deutschland einen Digital Detox vorgenommen, 19 Millionen hätten dies aber nicht geschafft. 2019 habe dies noch anders ausgesehen, heißt es vom Bitkom: Damals hatten sich 32 Millionen an digitaler Enthaltsamkeit versucht und 17 Millionen von ihnen es nicht durchgehalten.

„Das Jahr 2020 war wegen der Corona-Pandemie durch viele Einschränkungen geprägt. Mithilfe digitaler Medien konnten die Menschen Kontakt zu Freunden halten und beruflich aktiv bleiben. Umso schwerer fällt es vielen offenbar, auch nur für kurze Zeit auf digitale Medien zu verzichten“, interpretiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder das Umfrageergebnis.

Von den Befragten wollen nun 11 Prozent in 2021 zumindest zeitweise auf digitale Geräte verzichten. Rund 40 Prozent schließen einen solchen Verzicht aber kategorisch aus. 2019 waren es lediglich 35 Prozent.

Für die repräsentative Umfrage der Bitkom Research im Auftrag der Bitkom wurden im November 2020 insgesamt 1002 Menschen in Deutschland über 16 Jahre telefonisch befragt.

Covid-19: Datenanalyse belegt große Wirksamkeit von Schulschließungen

Ein Ende Dezember in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlichtes Paper könnte die aktuelle Diskussion um Schulschließungen in Deutschland durch Fakten untermauern: Ein internationales Team um Jan M. Brauner, Sören Mindermann und Mrinank Sharma von der University of Oxford hat aus dem zeitlichen Verlauf gemeldeter Infektionen und Sterbedaten die relative Wirksamkeit verschiedener Anti-Corona-Maßnahmen berechnet. Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Schließung von Schulen und Universitäten und die Beschränkung von Treffen auf maximal 10 Personen den größten Effekt auf die Weiterverbreitung der Virus haben. Die Schließung von nicht unbedingt nötigen Geschäften, Restaurants und Kneipen hat dagegen nur einen mittelgroßen Einfluss, Ausgangssperren zeigen nur einen geringen Effekt.

„Wenn Sie das Geschehen simulieren, müssen Sie relativ viele Annahmen treffen“, sagt Jan Brauner, einer der drei Hauptautoren der Studie. „Unser Ansatz ist dagegen rein datengetrieben“. Dabei nutzten die Forscher Infektionsdaten aus 41 Ländern – hauptsächlich in Europa – zwischen dem 20. Januar 2020 und dem 30. Mai 2020. Kern der Methode ist ein hierarchisches Bayes-Modell. Zunächst berechnetet die Wissenschaftler aus der Zahl der gemeldeten Corona-Toten und der Zahl der gemeldeten Infektionen den Verlauf der tatsächlich infizierten.

Aus dem Vergleich zwischen dem daraus hochgerechneten weiteren Verlauf der Infektions- und Sterbezahlen mit den tatsächlichen Daten konnten die Forscher dann die reale Reproduktionszahl und damit die relative Wirksamkeit der Anti-Corona-Maßnahmen berechnen. Da der Verlauf der Maßnahmen in den einzelnen Ländern unterschiedlich war, konnten die Forscher so auch Aussagen über die relative Wirksamkeit einzelner Maßnahmen treffen.

Insgesamt sieben Maßnahmen ordneten die Forscher dann in drei Wirkungsbereiche (hoch, mittel und gering) ein. Die Schließung von Schulen und Universitäten und die Beschränkung von Treffen auf maximal 10 Personen kann demnach die Reproduktionszahl des Virus – also die mittlere Zahl an Menschen, die ein Infizierter ansteckt – um jeweils bis zu 40 Prozent reduzieren. Die Schließung von nicht unbedingt nötigen Geschäften, Restaurants und Kneipen um 25 Prozent. Zusätzliche Ausgangssperren zeigen nur einen geringen Effekt von maximal zehn Prozent.

Die Aggregation und Konsolidierung der Daten hat allerdings auch Nachteile. „Die Aussagen zu den Maßnahmen sind recht allgemein“, sagt Brauner, „aber dennoch kann man klare Trends erkennen“. Um daraus konkrete Empfehlungen für die Politik ableiten zu können, müsse man den Kontext in den einzelnen Ländern berücksichtigen – wie etwa die Altersstruktur. Zudem empfehle es sich „so viele Fakten wie möglich zurate zu ziehen“, also auch Daten aus Simulationen und epidemiologische Untersuchungen.

1,65 Milliarden Menschen spielen Mobile-Games

Immer mehr Weltbürger greifen auf das Angebot mobiler Games zurück, wie aus einem aktuellen Beitrag von Kryptoszene.de hervorgeht. Demnach sind es vor allem mobile Anwendungen, wie Spiele auf Smartphones und Tablets, die für hohe Umsätze sorgen. In den kommenden fünf Jahren soll die Anzahl der Nutzer hier von 1,65 auf 2,22 Milliarden anwachsen.

Rund 70 Prozent der Umsätze im Gaming-Sektor werden mit mobilen Anwendungen erwirtschaftet. Bis zum Jahr 2025 soll der Anteil auf rund 73 Prozent ansteigen. Börsennotierte Spieleentwickler profitieren demnach von dem Aufschwung und zählen zu den größten Profiteuren.

Im Jahr 2025 könnte der weltweit erzielte Umsatz mit Games auf 195,3 Milliarden Euro angestiegen sein. Noch 2018 waren es 85,6 Milliarden Euro, was einem Anstieg in Höhe von 128 Prozent gleichkäme.

D: TV-Sehdauer stieg 2020 um knapp zehn Minuten

72 Prozent der Deutschen über 14 Jahren haben im vergangenen Jahr im Schnitt pro Tag einen Fernsehsender eingeschaltet, das waren 3,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Und sie ließen ihn auch länger laufen: Die durchschnittliche Sehdauer zog im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn auf 220 Minuten pro Tag an. Zurückzuführen ist das vor allem auf das deutlich erhöhte Informationsbedürfnis während der Corona-Pandemie – insbesondere während der Lockdowns im Frühjahr und gegen Ende des Jahres. 2019 hatte die Sehdauer allerdings auch so niedrig gelegen wie seit 2008 nicht mehr, generell lag der Wert damit auch 2020 im gleichen Bereich wie schon seit vielen Jahren: Seit 2004 pendelt die Sehdauer zwischen 207 und 225 Minuten.

Dabei sind es weiterhin vor allem die älteren Zuschauer, die die durchschnittliche Sehdauer auf den enormen Wert von 3 Stunden und 40 Minuten nach oben treiben, bei den 14- bis 49-Jährigen – auf die vor allem die privaten Sender schielen, waren es „nur“ 2 Stunden und 17 Minuten im Schnitt. Damit wurde allerdings auch dort zumindest der deutliche Abwärtstrend der letzten Jahren weitgehend gestoppt und das Vorjahresniveau weitgehend erreicht. Von einer generellen Trendwende kann man allerdings nicht ausgehen, zu Verdanken ist das vor allem der höheren TV-Nutzung im Frühjahr, schon im derzeitigen Lockdown ist dieser Effekt weniger stark ausgeprägt, dazwischen lag er dementsprechend deutlicher unter den Vorjahreswerten.

Die AGF hat nun auch Daten veröffentlicht, wie viele Menschen die Bundeskanzlerin im Frühjahr mit ihrer Corona-Fernsehansprache über alle von der AGF erfassten Angebote und Endgeräte erreicht hat: 36,38 Millionen waren es demnach. Auch die Neujahrsansprache der Kanzlerin konnte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf 15,40 Millionen steigern. Zum Vergleich: Die kumulierte Nettoreichweite betrug im Jahr 2019 für Zuschauer gesamt 10,146 Millionen über verschiedene öffentlich-rechtliche Sender – ein Zuwachs von über 50 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen sogar von rund 70 Prozent.

Verivox: Datenvolumen in Handytarifen deutlich höher als der Verbrauch

Die Handytarife in Deutschland warten mit immer mehr Highspeed-Datenvolumen auf. Laut einer Analyse der Tarifexperten von Verivox bietet ein Mobilfunktarif der Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland im Schnitt jeden Monat 23 Gigabyte (GB) schnelles Datenvolumen. Tatsächlich genutzt werde von den Kunden aber nur knapp ein Achtel des Datenvolumens. Angebot und Nachfrage bei der mobilen Internetnutzung klaffe immer weiter auseinander.

Laut Verivox verbrauche ein Mobilfunkkunde beim mobilen Surfen im Schnitt rund drei GB Datenvolumen pro Monat. Bei den Netzbetreibern finden sich Tarife mit Datenvolumen zwischen 2 GB bis zu 120 GB. Daneben stehen auch Tarife mit unbegrenztem Datenvolumen zur Wahl. Zum Vergleich: 2019 war das in den Datentarifen enthaltene Datenvolumen rund fünfmal so hoch wie der durchschnittliche Verbrauch eines Kunden.

Besonders spendabel beim Datenvolumen zeige sich Telefónica Deutschland (O2). Während die Telekom im Schnitt 17 GB und Vodafone 14 GB Datenvolumen bieten, wartet Telefónica im O2-Netz mit 38 GB Datenvolumen auf. „Das größere Datenkontingent erklärt sich mit einem tatsächlich höheren mobilen Verbrauch der O2-Kunden“, sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. Die meist jüngeren O2-Kunden würden seltener stationäre Internetanschlüsse nutzen. Für diese Zielgruppe sei das mobile Datenvolumen des Handytarifs daher wichtiger.

Und welche Kosten entstehen den Kunden der Netzbetreiber pro GB Datenvolumen? Auch dies hat Verivox ermittelt. Durchschnittlich würden 1,93 Euro pro GB anfallen. Mit Blick auf die Netzbetreiber gibt es dabei deutliche Kostenunterschiede. Bei Vodafone fallen Kosten von 2,64 Euro je Gigabyte an, bei der Telekom seien es 2,47 Euro. Deutlich günstiger ist es bei Telefónica Deutschland mit lediglich 69 Cent pro GB.

Kontaktloses Bezahlen wird immer mehr zum Alltag

Immer mehr Verbraucher und Verbraucherinnen setzen beim Bezahlen ihr Smartphone oder eine Smartwatch ein. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor. Im Zuge der Corona-Pandemie versuchen ohnehin viele Kunden, Zahlungen mit Bargeld zu vermeiden. Über drei Viertel der Befragten (79 Prozent) gaben an, lieber mit einer Karte, einem Smartphone oder einer Smartwatch zu bezahlen. Seit Mai ist dieser Wert noch einmal leicht um fünf Prozentpunkte gestiegen.

Girocard oder Kreditkarte bei kontaktlosem Bezahlen noch vor Smartphones

Die Mehrzahl der kontaktlosen Bezahlvorgänge wird demnach mit einer Girocard oder einer Kreditkarte erledigt. Aber bereits vier von zehn Befragten (39 Prozent) haben im Zeitraum von September bis November 2020 mindestens einmal mit dem Smartphone oder der Smartwatch bezahlt. Von ihnen nutzen drei Prozent Smartphone oder Smartwatch mehrmals täglich, fünf Prozent täglich, elf Prozent mehrmals die Woche und zwölf Prozent zumindest einmal die Woche zum Bezahlen.

NFC-Chip zum kontaktlosen Bezahlen erforderlich

Kontaktloses Bezahlen ist mit allen Girocards, Debit- und Kreditkarten möglich, die einen NFC-Chip besitzen. Außerdem kann mit einem Smartphone oder einer Smartwatch mit Diensten wie Apple Pay und Google Pay oder Banken-Apps kontaktlos Geld übertragen werden. Der Kunde muss dafür Karte oder Gerät nah an die Kontaktstelle des Kassenterminals halten. Das Bezahlen mit dem Mobilgerät hatte zuletzt mit der Unterstützung von Apple Pay durch die Sparkassen in Deutschland noch mal einen großen Schub erhalten.

Nach Angaben der Sparkassen-Finanzgruppe waren im November 65 Prozent der Girocard-Zahlungen von Sparkassen-Kunden kontaktlos. Im Januar 2020 habe der Wert nur bei 46 Prozent gelegen. „Gemessen am Umsatz wurden 55 Prozent des Gesamtumsatzes kontaktlos bezahlt. Das ist ebenfalls ein neuer Höchstwert“, sagte ein Sprecher.

‚Tagesschau‘ erzielt 2020 neuen Reichweitenrekord

Die 20-Uhr-‚Tagesschau‘ bleibt mit täglich 11,78 Millionen Zuschauern im Jahr 2020 die reichweitenstärkste TV-Nachrichtensendung in Deutschland. Das ARD-Flaggschiff erreichte damit den höchsten Wert seit Beginn der Quotenmessung. Das teilte die ARD auf Basis von Zahlen der AGF Videoforschung mit.

Demnach sahen durchschnittlich 5,97 Millionen Zuschauer ab drei Jahren die Sendung allabendlich im Ersten. Weitere 5,8 Millionen Zuschauer verfolgten die ‚Tagesschau‘ in den Dritten oder einem anderen Programm. Das entspricht insgesamt einem Plus von 1,98 Millionen Zuschauer. Allein im Ersten stieg die Zuschauerzahl im Vergleich zum Vorjahr um 710.000 Zuschauer. Nicht enthalten in der Gesamtzahl sind Abrufe über Mediatheken, tagesschau.de, die tagesschau-App und Social-Media-Plattformen.

Hinter dem Nachrichten-Format platziert sich das ZDF-Pendant ‚heute‘, das auf einen durchschnittlichen Jahreswert von insgesamt 4,64 Millionen Zuschauern kommt. ‚RTL aktuell‘ sahen im Schnitt 3,23 Millionen Menschen täglich. Dahinter folgen die ‚Sat.1 Nachrichten‘ mit 1,22 Millionen und die ‚Pro7 Newstime‘ mit 0,64 Millionen Zuschauern.

Auch in der jüngeren Altersgruppe setzte sich die ‚Tagesschau‘ an die Spitze der meistgesehenen Fernseh-Nachrichtensendungen. Bei den 14- bis 29-Jährigen schalteten täglich 425.000 Zuschauer das News-Format ein. Damit lag es auch bei den jungen Erwachsenen vor ‚RTL aktuell‘ mit 199.000 Zuschauer. Die ‚Pro7 Newstime‘ erreichte in dieser Zielgruppe 140.000 Zuseher, die ‚Sat.1 Nachrichten‘ versammelten 132.000 Menschen vor dem Fernseher und die 19 Uhr-Ausgabe der ‚heute‘-Nachrichten verzeichnete 102.000 Zuschauer unter 30 Jahren.

Unternehmen wollen 2021 verstärkt auf Cloud-Technologien setzen

Jedes Jahr analysiert das Beratungsunternehmen Deloitte, mit welchen großen Entwicklungen in naher Zukunft gerechnet werden kann. Laut aktueller Trendanalyse werden sich in der Telekommunikations-, Technologie- und Medienbranche 2021 folgenden Themen durchsetzen.

Trend 1: Cloud-Technologien sind weiter auf dem Vormarsch

Der Cloud-Computing-Markt boomt schon seit einigen Jahren. 2020 ist der Markt besonders schnell gewachsen, da zahlreiche Unternehmen innerhalb kürzester Zeit auf Cloud-Technologien umgestiegen sind. Diese erhöhte Nachfrage kann vor allem auf die COVID-19-Krise und die damit einhergehenden Maßnahmen wie verstärktes Remote Working zurückgeführt werden. Cloud-Computing-Anbieter haben in den letzten Monaten von diesem steigenden Interesse profitiert.

„Die Nachfrage nach flexiblen Cloud-Dienstleistungen wird 2021 nicht nachlassen – ganz im Gegenteil. Cloud-Computing könnte für viele Unternehmen zukünftig die bedeutendste Technologie im Bereich der Digitalisierung werden. Durch Cloud-Lösungen kann nicht nur Geld gespart werden, die Unternehmen können damit gleichzeitig auch agiler werden“, erklärt Nikola Süssl, Partner bei Deloitte Österreich.

Trend 2: Intelligent Edge verzeichnet starkes Wachstum

Alternativ zur Cloud-Technologie setzen bereits einige der weltweit größten Technologie- und Kommunikationsunternehmen auf Intelligent Edge. Darunter versteht man eine wachsende Anzahl drahtlos vernetzter Systeme und Geräte zur Datensammlung. Zukünftig wird das Interesse an dieser innovativen Technologie, die auch auf Künstliche Intelligenz zurückgreift, nicht abflachen. Deloitte rechnet damit, dass der globale Markt für Intelligent Edge im neuen Jahr rund 12 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und somit eine Wachstumsrate von 35 Prozent verzeichnen wird.

„Intelligent Edge hat seinen Boom vor allem Cloud-Anbietern, Telekommunikationsunternehmen und deren expandierenden 5G-Netzen zu verdanken. Die Technologie wird sich im kommenden Jahr massiv weiterentwickeln“, betont Nikola Süssl.

Trend 3: Mobilfunkstandard 5G ist trotz Skepsis im Kommen

Rund 36 Prozent der Österreicher verbinden den neuen Mobilfunkstandard 5G mit Gesundheitsrisiken. Im internationalen Vergleich liegt die Alpenrepublik mit diesem Prozentsatz auf Platz 1 der Länder, die dem neuen Netz skeptisch gegenüberstehen. Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass 5G gesundheitliche Probleme hervorruft, ist der Prozentsatz an 5G-Gegnern in Österreich noch immer erstaunlich hoch.

„Es braucht hierzulande nun dringend gute Aufklärungsarbeit. Zuerst muss das Unbehagen der Österreicher hinsichtlich des neuen Mobilfunknetzes verstanden werden. Darauf aufbauend kann der Bevölkerung dann schrittweise die nach wissenschaftlichen Maßstäben unbegründete Angst genommen werden. Es ist wichtig, damit rasch zu beginnen – denn 2021 wird die Verbreitung von 5G an Fahrt aufnehmen“, so der Deloitte Experte.

Trend 4: Virtuelle Arztbesuche etablieren sich

COVID-19 hat nicht nur neue Technologien befeuert, sondern auch die Art und Weise verändert, wie Ärzte weltweit ihre Patienten empfangen und beraten. Aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen im Kampf gegen die Pandemie hat die Zahl der Ärzte, die über Videochats ihre Hilfe anbieten, kontinuierlich zugenommen. Trotz anfänglicher Skepsis wurden die Online-Sprechstunden nach Klärung regulatorischer Rahmenbedingungen sehr gut angenommen. Selbst Patienten im Alter von über 65 Jahren haben sich in den letzten Monaten häufiger mit Videoanruf-Apps auseinandergesetzt. Dadurch ist das Verständnis für diese Technologien auch bei älteren Menschen gestiegen.

„Die Corona-Krise hat dem Konzept der Online-Arztpraxen erst den Anstoß gegeben. Während 2019 geschätzt nur 1 Prozent der weltweiten Bevölkerung virtuell einen Arzt aufgesucht hat, wird der Prozentsatz im kommenden Jahr laut Prognose auf 5 Prozentansteigen. Damit werden solche virtuellen Arztbesuche immer salonfähiger“, so Nikola Süssl.

ZDF baut Führung 2020 weiter aus, Private verlieren an Boden

Seit 2012 ist das ZDF nun schon Marktführer unter den TV-Sendern, daran hat sich auch im Jahr 2020 nichts geändert, ganz im Gegenteil: Die Mainzer konnten ihren Vorsprung nochmal weiter ausbauen. Während Das Erste seinen Marktanteil lediglich stabil hielt, legte das ZDF um 0,6 Prozentpunkte auf nun 13,6 Prozent Marktanteil zu – und das, obwohl die eigentlich für dieses Jahr eingeplanten Sport-Großereignisse Olympia und Fußball-EM ja bekanntlich gar nicht stattfanden. Das bringt auch den netten Nebeneffekt mit, dass man nun 2021 auf diese Quoten-Highlights bauen kann.

Wie sehr das ZDF dem Trend zur Fragmentierung, den ansonsten alle großen Sender in den letzten Jahren zu spüren bekamen, trotzt, zeigt der Blick auf die Langzeit-Entwicklung: Seit dem Jahrtausendwechsel gab es nur zwei Jahre, in denen das ZDF einen noch höheren Marktanteil als 2020 erzielte. Geholfen hat dabei in diesem Jahr natürlich unter anderem das große Interese an der Corona-Berichterstattung. Die Nachrichten und Sondersendungen waren insbesondere im Frühjahr und Herbst stark überdurchschnittlich gefragt, mit Markus Lanz bot man die verlässlichste Aufbereitung in Talk-Form am späten Abend und hielt so stets bis in die Nacht die Quoten auf hohem Niveau, während bei anderen Sendern das Programm schon früher ausplätschert – auch das ist ein Grund für das sehr hohe Marktanteils-Niveau des Senders.

In der Corona-Krise fanden zudem auch viele jüngere Zuschauer zu den Öffentlich-Rechtlichen zurück, zumindest im Info-Bereich. Dort legte das ZDF überdurchschnittlich stark um 0,8 Prozentpunkte auf nun 6,4 Prozent Marktanteil zu. Geholfen hat dabei auch die enorme Stärke der „heute-show“, die mit dem „ZDF Magazin Royale“ nun einen beim jungen Publikum ähnlich starken Begleiter zur Seite bekam. Trotzdem hat das ZDF allgemein weiterhin so seine Probleme, Zuschauer unter 50 Jahren mit seinem linearen Programm zu erreichen, in dieser Rangliste liegt der Sender weiterhin nur auf Rang 6. Entscheidender ist hier aber die Entwicklung der ZDFmediathek – und hier zog die Nutzung dieses Jahr nach ZDF-Angaben sogar um 50 Prozent an.

Ähnlich wie das ZDF profitierte auch Das Erste im Jahr 2020 vor allem vom hohen Informations-Bedürfnis in Sachen Corona, die insbesondere im Frühjahr und gegen Ende des Jahres während der Hoch-Phase der Infektionszahlen und Einschränkungen sehr gut liefen. Anders als das ZDF konnte Das Erste seinen Jahres-Marktanteil trotzdem nicht steigern und verharrte bei 11,3 Prozent beim Gesamtpublikum, also dem historischen Tiefstwert, den der Sender auch schon 2019 und 2017 erreicht hatte. Positiv ausgedrückt heißt das aber auch, dass der jahrzehntelange Abwärtstrend inzwischen von einer recht stabilen Phase abgelöst wurde.

10-Jahres-Studie: Gewalthaltige Computerspiele machen nicht aggressiver

Die Medien- und Familienforscherin Sarah Coyne von der Brigham Young University in Idaho und die Psychologin Laura Stockdale von der Loyola University Chicago betitelten ihre Untersuchung „Aufwachsen mit Grand Theft Auto“ (GTA), da die analysierten Teenager unter anderem das gleichnamige Action- und Shooter-Game spielten. Dabei fanden sie zunächst heraus, dass Jungen gewalttätige Videospiele stärker bevorzugten als Mädchen.

Vier Prozent der Teilnehmer hatten von Anfang an ein Faible für hohe Gewalt und spielten schon in einem frühen Alter im großen Stil gewalthaltige Videospiele. 23 Prozent hatten zum Studienbeginn eine „moderate“ Affinität für GTA & Co. Die größte Gruppe mit einer Quote von 73 Prozent präferierte Games mit niedrigem oder keinem Gewaltgrad.

Die Gruppen mit hoher anfänglicher Gewaltbevorzugung und ihr moderates Pendant zeigten laut den Resultaten ein kurvenförmiges Muster des gewalthaltigen Videospiels im Zeitverlauf. Die Fraktion mit der anfänglichen Abneigung gegen Gewalt legte ihre Scheu vor gewalthaltigen Videospiel mit den Jahren etwas ab. Die Gruppen mit hoher und moderater anfänglicher Gewalttätigkeit waren mit größerer Wahrscheinlichkeit männlich, in der ersteren waren zudem tendenziell mehr depressive Jugendliche dabei als in den Vergleichseinheiten.

Insgesamt fanden die Forscherinnen bis zum Ende der Untersuchung keinen Unterschied im prosozialen Verhalten zwischen allen drei Gruppen. Personen in der moderaten Gruppe zeigten zwar in der letzten Welle das höchste Niveau an aggressivem Verhalten. Insgesamt ließen sich indes auch nach vielen Jahren keine Korrelation zwischen gewalthaltigem Videospielen und verstärkter Aggressivität feststellen.

Kein Einfluss auf gewalttätiges Verhalten

Die Gewalttätigkeit von Computerspielen bewertete das Duo anhand der Kriterien und Alterseinstufungen der US-Organisation Common Sense Media, die hierzulande in etwa mit der Selbstkontrollinstanz für Unterhaltungssoftware USK vergleichbar ist. Die Teilnehmer stufte es anhand verschiedener Verhaltensmerkmale wie Aggression, depressiver Symptome, Angstzustände und dem allgemeinen Sozialverhalten ein.

Die seit Jahren geführte Debatte über einen möglichen Zusammenhang zwischen Gewalt in der Offline-Welt und in Computerspielen hatte hierzulande unter anderem das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) 2018 bereichert. „Der in der Öffentlichkeit oft angeführte negative Einfluss von Gewalt-Videospielen auf das Verhalten der Spieler“ ließ sich auch laut der damals publizierten Studie wissenschaftlich nicht nachweisen. Für die Analyse beobachteten die Forscher hier die Probanden aber „nur“ zwei Monate lang.

Bis zu 1,265 Millionen Zuseher sahen Neujahrskonzert im ORF

Auch wenn das Publikum im Saal fehlte – bei der ORF-Übertragung fand das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Riccardo Muti am Neujahrstag den gewohnten Zuspruch. Bis zu 1,265 Millionen Zuseher verfolgten die ORF-Übertragung des Klassikevents, das in diesem Jahr in insgesamt 92 Ländern gezeigt wurde. Der Marktanteil im (reichweitenstärkeren) zweiten Konzertteil erreichte laut ORF-Aussendung 54 Prozent bei durchschnittlich 1,196 Millionen Sehern.

Den von Felix Breisach gestalteten Pausenfilm mit dem Titel „Happy Birthday, Burgenland! 1921-2021“ verfolgten im Schnitt 1,157 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 58 Prozent entspricht. Für ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz habe das „in vielerlei Hinsicht einzigartige“ Neujahrskonzert 2021 gezeigt, „zu welchen Glanzleistungen Künstlerinnen und Künstler in schwierigsten Zeiten fähig sind und wie wichtig ihre Kunst gerade jetzt für die Menschen ist.“

Ein Vergleich zeigt, dass heuer sogar mehr Zuschauer dabei waren als in den Jahren davor: Bis zu 1,234 Millionen Klassikfreunde sahen das Neujahrskonzertdebüt von Andris Nelsons im Jahr 2020. Bei Christian Thielemanns Einsatz 2019 waren es 1,076 Millionen gewesen.

D: Nachrichtensender und Dritte im Corona-Jahr auf dem Vormarsch

Auch im Seuchenjahr 2020 gab es Gewinner – und beim Blick auf die TV-Quoten gehören ganz eindeutig die Nachrichtensender dazu. Mit ihrer umfangreichen Berichterstattung zur Corona-Krise, aber auch anderen Ereignissen wie der Präsidentschaftswahl in den USA ist es sowohl ntv als auch Welt gelungen, ihre Quoten auf neue Rekordwerte zu steigern. Am besten gelang das ntv: Um einen halben Prozentpunkt steigerten sich die Kölner, die damit bei den 14- bis 49-Jährigen auf 1,4 Prozent Marktanteil kamen. Welt konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent verbessern.

Ihre stärksten Monate hatten beide Sender übrigens zu unterschiedlichen Phasen des Jahres. Während ntv am stärksten im März war und den Marktanteil in diesem Monat auf herausragende 2,1 Prozent in der Zielgruppe steigerte, brach Welt im November die eigenen Rekorde und erzielte 1,7 Prozent. Beachtlich sind die Erfolge beider Sender auch deshalb, weil sie vor allem mit klassischem Nachrichtenfernsehen eingefahren wurden – mit den Krisen des Jahres ging eine massive Ausweitung der Live-Berichterstattung einher, sodass Dokus und Reportagen zurückgedrängt wurden. Welt aber auch damit erfolgreich und sammelte mit seinem Ableger N24 Doku weitere 0,4 Prozent Marktanteil ein.

Nicht so stark wie für ntv und Welt ging es 2020 für Phoenix nach oben, doch mit einem Marktanteil von 0,8 Prozent war der öffentlich-rechtliche Sender bei den 14- bis 49-Jährigen zumindest so erfolgreich wie seit drei Jahren nicht mehr. Beim Gesamtpublikum reihte sich Phoenix mit 1,1 Prozent zwischen ntv und Welt ein. Um jeweils 0,1 Prozentpunkte steigerte sich zudem Tagesschau 24, das nun immerhin 0,4 Prozent Marktanteil schaffte. Zu den Gewinnern des Jahres kann sich aber auch ZDFinfo zählen, das auch ohne Tagesaktualität so erfolgreich war wie nie: Um weitere 0,2 Prozentpunkte steigerte sich der Sender bei den 14- bis 49-Jährigen – auf tolle 1,7 Prozent. Im Juli und August hatte es zeitweise sogar zwei Prozent gereicht.

Kindersender tun sich schwerer

Im Bereich der Kindersender hat Super RTL seine Marktführerschaft auch 2020 behaupten können. Zusammen mit dem Timeshift-Ableger Toggo Plus verzeichnete Super RTL im Schnitt einen Marktanteil von 20,7 Prozent in der Kernzielgruppe der 3- bis 13-Jährigen. Allerdings bedeutete das gegenüber dem Vorjahr ein Minus von fast einem Prozentpunkt und den schwächsten Wert seit 2016. In ähnlicher Höhe verlor auch der öffentlich-rechtliche Kika, der mit 16,8 Prozent Marktanteil so schwach war wie seit 14 Jahren nicht mehr. Man muss mittlerweile schon mehr als zwei Jahre zurückgehen, um einen Monat zu finden, den der Kika mit über 20 Prozent Marktanteil abschloss.

Einen echten Gewinner im Kindersegment gibt es nicht, denn der Disney Channel konnte seinen Aufwärtstrend in den vergangenen zwölf Monaten nicht fortsetzen. Mit im Schnitt 12,6 Prozent lag der Sender bei den 3- bis 13-Jährigen einen halben Prozentpunkt unter dem Wert von 2019. Besonders bitter lief es im Dezember mit gerade mal 8,5 Prozent – das war der erste einstellige Monatsmarktanteil für den Disney Channel seit eineinhalb Jahren. Noch härter traf es zum Jahresausklang allerdings den Konkurrenten Nickelodeon, der sogar auf miserable 4,7 Prozent abstürzte. Im Jahresschnitt blieb der Sender mit 6,4 Prozent immerhin stabil. Vor fünf Jahren hatte Nick jedoch noch bei mehr als neun Prozent gelegen, 2014 landete man zuletzt vor dem Disney Channel.

Blickt man auf die 14- bis 49-Jährigen, dann gehörte Super RTL auch hier zu den größten kleinen Sendern. Auf durchschnittlich 1,9 Prozent Marktanteil brachte es der Sender in der klassischen Zielgruppe, weitere 0,3 Prozentpunkte sammelte Toggo Plus ein. Der Disney Channel blieb auch hier mit 1,2 Prozent auf Abstand zu den Kölnern. Vor einem Jahr hatte es noch für 0,2 Prozentpunkte mehr gereicht. Und der Trend zeigte zuletzt nach unten: In den letzten drei Monaten dres Jahres musste sich Disney mit nur noch jeweils 1,0 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen begnügne.

Dritte legen zu, MDR so stark wie noch nie

Zum Abschluss noch einmal ein Blick auf echte Gewinner: Die Dritten Programme waren 2020 nämlich so gefragt wie seit 16 Jahren nicht mehr. Zusammen kamen die Sender bundesweit auf einen Marktanteil von 13,7 Prozent, was 0,4 Prozentpunkte mehr sind als 2019. Der Erfolg hängt nicht zuletzt mit steigenden Quoten der Regionalmagazine zusammen: Ob „Lokalzeit“ oder „Hessenschau“ – fast überall wurden neue Rekorde aufgestellt, was vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht sonderlich überrascht. Am beliebtesten war dabei das MDR Fernsehen, das mit einem durchschnittlichen Marktanteil von genau 10,0 Prozent so gefragt war wie noch nie. Das waren noch einmal 0,2 Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr.

Den zweiten Rang unter den Dritten belegt das NDR Fernsehen, das auf 8,0 Prozent im Norden kam und sich auf den besten Jahreswert seit 2014 verbesserte. Zugleich behauptete das „Nordmagazin“ aus Mecklenburg-Vorpommern seine Spitzenposition unter den Regionalmagazinen: Die tägliche Sendung verzeichnete 2020 im Vorabendprogramm einen durchschnittlichen Marktanteil von 33,6 Prozent. Insgesamt schalteten täglich im Norden 1,36 Millionen im Schnitt die 30-minütigen Landesprogramme im NDR Fernsehen ein, 220.000 mehr als im Jahr zuvor.

Als größter Gewinner unter den Dritten tat sich jedoch das WDR Fernsehen hervor, das seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr um einen ganzen Prozentpunkt steigerte und im Schnitt in Nordrhein-Westfalen auf 7,7 Prozent Marktanteil kam – am BR kam der West-Sender damit aber nicht vorbei. Bundesweit lag der WDR mit 2,5 Prozent Marktanteil hinter dem NDR Fernsehen, das es hier sogar auf 2,7 Prozent brachte. Allerdings spricht der WDR ein jüngeres Publikum an als die Kollegen aus dem Norden: Bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte der WDR im Schnitt einen überzeugenden Marktanteil von 1,3 Prozent.

Neujahrsgrüße per Videoanruf auf dem Vormarsch

So wollen 70 Prozent der Umfrageteilnehmer Videoanrufe per Zoom, Skype & Co. nutzen. Im Vorjahr hatten dies lediglich 20 Prozent geplant. Nach wie vor vorne liege allerdings der klassische Telefonanruf: 96 Prozent der Befragten wünschen per Telefon „Ein frohes neues Jahr“. Das sind sogar acht Prozent mehr als im Vorjahr. „In diesem Jahr haben viele Menschen Videotelefonie als neuen Kommunikationskanal für sich entdeckt. Videoanrufe spielen mittlerweile eine ähnlich große Rolle wie herkömmliche Anrufe über das Telefon“, sagt Dr. Sebastian Klöß, Referent für Consumer Technology beim Bitkom.

46 Prozent und somit fast jeder Zweite versende seine Neujahrsgrüße über Messengerdienste wie WhatsApp oder Telegram. Ganz klassisch halten es rund ein Drittel (34 Prozent) der Umfrageteilnehmer: Sie verschicken handschriftliche Grüße per Postkarte oder Brief. Etwas weniger (32 Prozent) wollen Neujahrsgrüße über soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram oder TikTok versenden. Bei jüngeren Nutzern im Alter von 16 bis 29 Jahren liege der Anteil bei 46 Prozent, bei den 30- bis 49-Jährigen bei 39 Prozent sowie bei den 50- bis 64-Jährigen bei 35 Prozent. Unter den befragten Senioren ab 65 Jahren wollen lediglich 13 Prozent die sozialen Netzwerke für Neujahrsgrüße verwenden.

Die Bedeutung der E-Mail nimmt für das Versenden von Neujahrsgrüßen weiter ab: Bei diesem Jahreswechsel wollen lediglich 18 Prozent entsprechende Mails versenden, im Vorjahr waren es noch 25 Prozent. Auch der Bedeutungsverlust der SMS hält an: Zum Start in das neue Jahr 2021 planen lediglich 19 Prozent das Versenden von Neujahrsgrüßen per SMS, das sind fünf Prozent weniger als noch 2019. Komplett auf das Verschicken von Neujahrsgrüßen verzichten wollen zwei Prozent der Bundesbürger.

Dating-Apps zerstören die Romantik nicht

Digital oder offline: Eine Genfer Studie zeigt, dass Paare unabhängig von der Art ihres Kennenlernens ihre Beziehung als gleichermaßen gut empfinden. Jedoch hegen Nutzerinnen und Nutzer von Dating-Apps stärker den Wunsch nach langfristigen Beziehungen.

Mit einem Wisch nach rechts oder links entscheiden Liebeshungrige bei Apps wie Tinder, Lovoo oder Bumble, ob sie jemanden treffen wollen oder nicht. Doch suchen Benutzerinnen und Benutzer der Apps überhaupt feste Partnerschaften, oder sind sie eher an flüchtigen Kontakten interessiert? Diesen Fragen ging Gina Potarca von der Universität Genf nach, um Vorurteile zu überprüfen. Denn viele würden behaupten, Dating-Apps hätten einen negativen Einfluss auf die Qualität von Beziehungen, sagte sie laut einer Mitteilung der Uni Genf. Das Argument: Die Apps würden Menschen unfähig machen, ihre Energie in den Aufbau einer Beziehung mit nur einem Partner zu stecken. Warum sich auch langfristig binden, wenn hinter dem nächsten Swipe jemand besseres warten könnte?

Zusammenziehen

Die Soziologin nutzte für ihre im Fachmagazin „Plos One“ erschienene Studie eine Familienbefragung des Schweizer Bundesamts für Statistik (BFS) aus dem Jahr 2018. Daraus wählte sie 3.235 Erwachsene, die in einer Beziehung waren und ihren Partner in den vergangenen zehn Jahren kennengelernt hatten.

Demnach sehnten sich Paare, die sich über eine Dating-App kennengelernt hatten, mehr danach, mit ihrem Partner zusammenzuleben. Ob lang- oder kurzfristig, zeigte die Studie zwar nicht. Aber einige der Paare sähen das Zusammenleben wahrscheinlich als eine Probezeit vor der Ehe, so Potarca. Außerdem äußerten die Frauen der App-Gruppe öfters den Wunsch, in naher Zukunft eine Familie gründen zu wollen.

Katar steigt mit 125 Millionen Dollar bei Siemens-Joint-Venture Fluence ein

Das Siemens-Joint-Venture Fluence sieht sich als weltweit führenden Anbieter von großen Batteriespeicher-Lösungen. Nun steigt nach Informationen des Handelsblatts Katar mit einem 125 Millionen-Dollar-Investment bei dem Gemeinschaftsunternehmen ein, das Siemens gemeinsam mit dem US-Versorger AES betreibt.

Die Qatar Investment Authority (QIA) übernimmt im Rahmen der Kapitalerhöhung etwa zwölf Prozent der Anteile. Fluence wird dadurch mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet. Siemens und AES wollen mit je 44 Prozent der Anteile langfristig Gesellschafter bleiben.

Energiespeicherung sei ein Schlüsselelement der Energiewende, sagte Siemens-Vorstand Matthias Rebellius, der die Sparte Smart Infrastructure führt. Siemens habe das Geschäft als signifikantes, langfristiges Wachstumsfeld definiert. Das Investment von QIA werde Fluence in einem dynamisch wachsenden Markt voranbringen.

Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung durch den Einstieg Katars sollen neue Produkte entwickelt und neue Märkte weltweit erobert werden. Die Herausforderung des Klimawandels könne nur bewältigt werden, wenn die Kräfte von Ingenieuren und Investoren in der ganzen Welt gebündelt würden, sagte Fluence-CEO Manuel Perez Dubuc.

Fluence dürfte den Umsatz laut AES-CEO Andrés Gluski in diesem Jahr auf 500 Millionen Dollar verfünffachen. Damit sei das Unternehmen Marktführer in seinem Segment. Zu den aktuellen Projekten gehört zum Beispiel ein 112 Megawatt-Speicher neben einem Solarpark in Chile.

Pilotanlage in Chile mit Porsche

Das Gemeinschaftsunternehmen plant derzeit zudem, die größte Batterie der Welt in Australien zu bauen. Das Projekt sieht die Installation von zwei Lithium-Ionen-Batterien mit einer Leistung von jeweils 250 Megawatt vor, die in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales gebaut werden.

Im Moment hält Tesla den Rekord. Elon Musk ließ ebenfalls in Australien die mit 150 Megawatt Leistung bislang größte Batterie der Welt bauen. Energiespeicher wie die von Fluence und Tesla sollen an Netzknotenpunkten überschüssigen Strom aufnehmen und später wieder abgeben können, um damit die Schwankungen bei erneuerbaren Energien auszugleichen und bestehende Leitungen besser auszunutzen.

Eine ähnliche Funktion – überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien zu speichern – kann auch Wasserstoff übernehmen. Hier baut Siemens Energy gerade in Chile mit Porsche eine Pilotanlage.

Ikea plant Open-Source-Abteilung

Für seine Digitalsparte baut der Möbelhaus-Konzern Ikea ein sogenanntes Open Source Program Office (OSPO) auf und sucht dafür einen Service Manager. Das geht aus einer Stellenausschreibung des Unternehmens hervor. Ein OSPO dient üblicherweise dazu, alle Anstrengungen eines Unternehmens in Bezug auf Open-Source-Software zentral zu koordinieren und Aufgaben zu bündeln. Das umfasst etwa Entscheidungen zu eingesetzter Software, Support-Verträge mit Unternehmen, Lizenzen und Urheberrecht.

Die Notwendigkeit eines OSPO ergibt sich inzwischen aus der Komplexität der Fragen im Zusammenhang mit Open-Source-Software und dem breiten Open-Source-Einsatz in allen Bereichen der IT. Innerhalb der Linux Foundation tauschen sich mittlerweile eine Vielzahl großer IT-Unternehmen dazu in der Todo-Group aus und entwickeln ein gemeinsames Vorgehen zu zentralen Fragen. Für Ikea bedeutet der Schritt vor allem eine Professionalisierung seiner konzernweiten IT.

Hauptaufgabe der neuen Position wird wohl zunächst der Aufbau des OSPO mit einem dazugehörigen Team werden, hinzu kommt die Harmonisierung innerhalb des Unternehmens in Bezug auf die Open-Source-Nutzung und der Anstoß neuer Initiativen. Ikea sucht für die Stelle explizit einen „neugierigen Open-Source-Rebell“, der das sogenannte Inner-Source-Konzept im Unternehmen etabliert und ein Open-Source-Ökosystem im Unternehmen aufbaut.

„Horizon Europe“ – 95 Milliarden Euro in weltweit größtes Forschungsprogramm

Am 1. Jänner startet das neue EU-Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“. Mit einem Budget von 95,5 Mrd. Euro für die Jahre 2021-2027 gilt es als weltweit größtes Forschungsprogramm. Die Mittelausstattung liegt Experten zufolge rund 25 bis 30 Prozent über jener des Vorläuferprogramms. „Horizon Europe“ wartet mit Neuerungen wie „Missionen“ oder dem „Europäischen Innovationsrat“ sowie einer Neuausrichtung der europäischen FTI-Partnerschaften auf.

Forschung, Technologie und Innovation (FTI) seien nicht nur „zentral, damit wir so gut wie möglich durch und gestärkt aus der Corona-Krise heraus kommen, sie sind auch unerlässlich bei der Gestaltung der großen Herausforderungen, die in ‚Horizon Europe‘ mit sogenannten ‚Clustern‘ und ‚Missionen‘ konkret adressiert werden“, erklärte Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP). Die Geschäftsführerin der Forschungsförderungsgesellschaft FFG, Henrietta Egerth, sieht im Budget für das Forschungsrahmenprogramm „ein sehr starkes Signal, über das wir uns sehr freuen – es hat ja nicht immer danach ausgeschaut“, verwies sie gegenüber der APA auf den langwierigen Budgetierungsprozess.

Ursprünglich hatte die Europäische Kommission 100 Mrd. Euro vorgeschlagen und das Europäische Parlament 120 Mrd. Euro dafür gefordert. Doch zwischenzeitlich drohte in den Diskussionen um den EU-Haushalt für die Jahre 2021-2027 ein deutlicher Rückgang der Mittel für das Forschungsprogramm – rein nominell sogar unter das Budget des auslaufenden 8. Forschungsrahmenprogramms „Horizon 2020“, das mit rund 75 Mrd. Euro ausgestattet war.

Wie schon „Horizon 2020“ ruht auch „Horizon Europe“ auf drei Säulen. In der Säule I sollen unter dem Titel „Exzellente und offene Wissenschaft“ insgesamt 25 Mrd. Euro (26 Prozent der Gesamtmittel) zur Verfügung gestellt werden. Das Gros davon ist mit 16 Mrd. Euro für den Europäischen Forschungsrat (ERC) vorgesehen, der „sicherstellt, dass die besten, kreativsten und manchmal auch im guten Sinn die verrücktesten Köpfe die Grenze des Wissens immer weiter nach außen schieben und ihre exzellenten Ideen und Forschungsprojekte gefördert werden“, so Faßmann.

ARD Mediathek ist das reichweitenstärkste Streaming-Portal der deutschen TV-Sender

Im Schnitt 10,65 Millionen Zuschauer*innen im Monat erreichte die ARD-Mediathek von Januar bis November 2020. Damit verzeichnet sie die größte Reichweite aller Steaming-Portale der TV-Sender in Deutschland.

Mit rund 36 Millionen Abrufen ist die Krimi-Serie ‚Tatort‘ auch 2020 der Hit. Die Top-Tatorte: Der Jubiläums-„Tatort: In der Familie (1)“ (WDR)/1,13 Millionen, „Limbus“ (WDR)/1,13 Millionen und „Du allein“ (SWR)/1,09 Millionen Video-Abrufe.

Jeder vierte Euro wurde rund um Weihnachten online umgesetzt

Das Weihnachtsgeschäft ist in diesem Jahr Corona-bedingt noch stärker als sonst online gelaufen. Rund jeder vierte Euro wurde nach bevh-Schätzung rund um Weihnachten online umgesetzt. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des bevh.

Unverändert geblieben ist indes der Wunsch, die Geschenke für die Liebsten persönlich zu veredeln. Obwohl viele Online Shops einen Geschenkeservice anbieten, bei dem die Ware direkt aus dem Shop verpackt und mit Grüßen vom Schenkenden an die zu Beschenkenden geschickt werden kann, nutzte diesen Service nur gut jeder fünfte Online-Kunde.

„Online Shopper lassen es sich nicht nehmen, ihre im Internet gekauften Geschenke noch individuell zusammenzustellen, zu verpacken und mit selbstgeschriebenen Grüßen zu verschicken – dies haben schon die Schlangen vor den Post- und Paketannahmestellen vor Weihnachten gezeigt. So hat auch der Rekordumsatz im Online-Handel zu diesem Weihnachtsfest ein sehr persönliches Gesicht“, kommentiert Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh.

TV-Empfang: Kabel ist am teuersten

Zwischen vier Empfangswegen können Fernsehzuschauer in Deutschland wählen – der teuerste ist laut einer Verivox-Studie der Weg übers Kabelnetz. Neben den klassischen Empfangswegen Kabel, Satellit und Antenne ist Fernsehen auch online möglich – entweder über DSL-Anbieter oder direkt übers „offene“ Internet. Diese so genannte Over-the-Top-Nutzung funktioniert mit jedem Internetanbieter. „Inzwischen bietet auch die Telekom TV-Tarifmodelle ohne Kopplung an einen Internetvertrag an“, sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. „Der Markt für Online-TV-Plattformen wie Zattoo, Waipu oder Joyn steht gerade erst am Anfang. Weitere Anbieter werden nachziehen.“

Über alle Übertragungswege hinweg kosten die TV-Pakete mit HD-Nutzung und Privatsendern maximal 15 Euro im Monat. Die DSL-Anbieter verlangen zwischen 10 und 15 Euro. Die Online-Plattformen Zattoo oder Waipu rufen zwischen 10 Euro und 14 Euro im Monat auf. „Mit diesen Paketkosten bleibt das Fernsehen konkurrenzfähig zum Preismodell von Streamingdiensten wie Netflix oder Disney+“, sagt Theumer. Eine Internetverbindung ist Voraussetzung für alle genannten Dienste. Die Inhalte sind meist auf mehreren Geräten gleichzeitig abspielbar und können auch unterwegs angeschaut werden. Der Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro fällt beim Online-TV ebenso an wie bei allen anderen Empfangswegen.

Kabel-TV mit den höchsten Fixkosten

Wer Kabelfernsehen schaut, zahlt gegenüber den anderen Empfangsarten fast immer drauf. Grund: die monatlichen Fixkosten für den Kabelanschluss. Bei Vodafone (ehemals Kabel Deutschland und Unitymedia) fallen dafür 14,99 Euro im Monat an, beim Anbieter Pyur im Schnitt 10 Euro. Fernsehpakete müssen jeweils zusätzlich bezahlt werden. Das günstigste Inklusivpaket mit Kabelanschluss kostet 20 Euro im Monat; TV-Pakete über andere Übertragungswege sind oft für weniger als 10 Euro zu haben.

Satellit mit den meisten Sendern

Wer über Antenne oder Satellit fernsieht, zahlt 6,99 Euro bzw. 5,75 Euro im Monat. Die höchste Senderzahl bietet der Sat-Zugang, die geringste die Nutzung über Antenne. Alle Empfangsarten ermöglichen (je nach eingesetztem Receiver) Aufnahme-, Replay- oder Stopp-Funktionen.

Nach wie vor empfangen knapp 90 Prozent der deutschen Haushalte Fernsehen zu etwa gleichen Teilen entweder über Kabel oder Satellit. Rund 9 Prozent rufen das TV-Signal über ihren Internetanbieter ab, knapp 2 Prozent nutzen Fernsehen über eine Online-Plattform. Beide Gruppen wachsen; rückläufig hingegen ist der Empfang über Antenne (6 Prozent). Noch 16 Prozent der TV-Haushalte schauen ausschließlich über den veralteten SD-Standard fern, 84 Prozent empfangen HD-Inhalte (alle Zahlen aus 2019).

Online-TV wächst, Antennenfernsehen rückläufig

Verbraucher haben nicht immer eine Wahlmöglichkeit: „Viele Mieter sind an einen Kabelanschluss gebunden und können diesen nicht separat kündigen“, sagt Jens-Uwe Theumer. „Um andere Übertragungswege zu nutzen, müssen sie doppelt zahlen. Inzwischen sind viele TV-Angebote monatlich kündbar und können unabhängig vom Internetanbieter abgeschlossen werden. Beides gilt sogar für Angebote der Telekom – nicht jedoch für einen Kabelanschluss. Hier wäre mehr Flexibilität dringend geboten.“

Ransomware wird 2021 noch gefährlicher

Ein Unternehmen, das Opfer eines Ransomware-Angriffs wird, ist schnell nicht mehr in der Lage, seine Geschäfte zu führen, weil Cyber-Kriminelle das Netzwerk mit Malware verschlüsseln und damit funktionsunfähig machen.

Die Hacker sperren solche Netzwerke aus einem einfachen Grund: Es ist der schnellste und einfachste Weg, Geld zu erpressen und es ist unwahrscheinlich, dass sie erwischt werden. Die Angreifer fordern eine Lösegeldzahlung im Austausch für den Entschlüsselungsschlüssel für die Dateien.

Im Laufe des Jahres 2020 sind die Erpressungsforderungen gestiegen, wobei Ransomware-Banden nun regelmäßig Millionen von Dollar in Bitcoin von den Opfern fordern. Die bedauerliche Realität ist, dass Ransomware weiterhin erfolgreich ist, weil eine beträchtliche Anzahl von Opfern den Erpressungsforderungen der Kriminellen nachgibt, indem sie das Lösegeld bezahlen.

„Aus der Perspektive eines finanziell motivierten Kriminellen bleibt Ransomware die lukrativste Art von Cyberangriff, vor allem wenn die Opfer hochwertige Unternehmen sind. Ende 2020 intensivieren Cyber-Kriminelle ihre Angriffe, um ihre finanziellen Gewinne zu maximieren und die Chancen zu erhöhen, bezahlt zu werden“, sagt Anna Chung, Cybersecurity Threat Research Analyst für Unit 42 bei Palo Alto Networks.

Ransomware-Angriffe sind mächtiger und lukrativer als je zuvor – in einem solchen Ausmaß, dass fortgeschrittene cyberkriminelle Gruppen dazu übergegangen sind, sie gegenüber ihren traditionellen Formen der Kriminalität einzusetzen – und es ist sehr wahrscheinlich, dass sie im Jahr 2021 noch mehr überhand nehmen.

Einen Vorgeschmack auf das Ausmaß der weitreichenden Störungen, die verursacht werden können, sahen wir, als Cyber-Kriminelle den Smartwatch- und Wearable-Hersteller Garmin mit Ransomware angriffen. Der Angriff führte dazu, dass Anwender auf der ganzen Welt tagelang keinen Zugriff auf die Dienste des Unternehmens hatten.

Wenn sich Kriminelle Zugang zu Cloud-Diensten verschaffen könnten, die von mehreren Unternehmen genutzt werden, und diese verschlüsseln, würde dies zu weitreichenden Unterbrechungen bei vielen Unternehmen auf einmal führen. Und es ist durchaus möglich, dass Ransomware-Banden in diesem Szenario zweistellige Millionenbeträge an Erpressungsgeldern fordern würden.

Die zerstörerische Natur von Ransomware könnte auch von Hacking-Aktivitäten ausgenutzt werden, die nicht nur durch Geld motiviert sind. Das erste Beispiel hierfür war 2017, als NotPetya Netzwerke Schäden in Milliardenhöhe verursachte. Während der Angriff so gestaltet war, dass er wie Ransomware aussah, war die Malware in Wirklichkeit auf reine Zerstörung ausgelegt, da es nicht einmal eine Möglichkeit gab, die Lösegeldforderung zu bezahlen.

Unternehmen sollten sich auch auf eine Ransomware-Attacke vorbereiten und durchspielen, was passieren könnte, wenn sie Opfer einer Ransomware-Attacke werden. Regelmäßig Backups des Netzwerks zu erstellen und diese offline zu speichern, bedeutet, dass es im schlimmsten Fall möglich ist, es von einem relativ aktuellen Punkt aus wiederherzustellen – und zwar ohne den Forderungen der Cyberkriminellen nachzugeben.

Setzen Sie auf das Air Gap, also die physische Trennung von Netzwerk und Backup. Ein Magnetband, das im Panzerschrank lagert, ist vor Hackern sicher. Und zahlen Sie auf keinen Fall Lösegeld. Denn wenn Hacker-Banden kein Geld mehr mit Ransomware verdienen, haben sie letztlich auch kein Interesse mehr, Kampagne zu fahren.

Streaming 2020: Die zehn beliebtesten Filme und Serien des Jahres

Das Jahr 2020 war wegen der Corona-Pandemie auch ein Streaming-Jahr. Kinos, Clubs, Restauranst & Co. waren über lange Zeiträume geschlossen. Unterhaltung bot sich unter anderem zuhause durch Nutzung von Streaming-Diensten wie Netflix, Prime Video, Joyn, Disney+ und weiteren Anbietern. Der internationale Streaming-Guide JustWatch hat Streaming-Charts mit den Top 10 der beliebtesten Filme und Serien im Jahr 2020 zusammengestellt. Das Ranking basiere auf dem JustWatch Popularitätswert.

Streaming-Charts: Die „Top 10“-Filme 2020

  1. Parasite
  2. Joker
  3. Knives Out
  4. John Wick
  5. John Wick: Kapitel 3 – Parabellum
  6. 1917
  7. The Gentlemen
  8. Harry Potter und der Stein der Weisen
  9. Contagion
  10. Once Upon a Time in Hollywood

Streaming-Charts: Die „Top 10“-Serien 2020

  1. Das Damengambit
  2. Grey’s Anatomy
  3. Outlander
  4. Suits
  5. Ricky and Morty
  6. Ratched
  7. The Boys
  8. The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd
  9. The Mandalorian
  10. The Walking Dead

Instagram-Sucht im Gehirnscan sichtbar

Unter Psychologen und Psychiatern war lange Zeit Konsens, nur im Zusammenhang mit Substanzen wie Alkohol oder anderen Drogen von Suchterkrankungen zu sprechen. Die erste offizielle Ausnahme machten US-Psychiater, als sie 2013 Glücksspielsucht („gambling disorder“ in ihrem Diagnosehandbuch beschrieben. Begründet wurde das damit, dass Glücksspiel bei den Betroffenen ähnlich wie eine von außen zugeführte Substanz bei Drogenabhängigen das Belohnungssystem im Gehirn aktiviere.

2019 nahm die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Computerspielsucht („gaming disorder“ in ihr Diagnosehandbuch auf. Die zehnte Auflage des ICD (International Classification of Diseases) mit dem neuen Störungsbild soll ab 2022 in den Mitgliedsstaaten erscheinen. Kritische Stimmen bezeichnen diesen Schritt als übereilt.

Nun veröffentlichte ein Team um die Radiologin Nisha Syed Nasser von der Putra-Universität im malaysischen Serdang Hinweise auf eine Instagram-Sucht. Mit dem Kernspintomographen untersuchten die Mediziner die Gehirnaktivierung von Studierenden mit problematischem Instagram-Verhalten. Für die Untersuchung machten rund 1000 junge Erwachsene Angaben zu ihrem Online-Verhalten und beantworteten zwölf Fragen wie „Wie oft passiert es Ihnen, dass Sie länger auf Instagram bleiben, als Sie wollen?“. Die Studierenden gewichteten dabei ihre jeweilige Einschätzung von 1 bis 5. Wer insgesamt mehr als die Hälfte der erreichbaren Punkte erzielte, galt als gefährdet.

Schutz von geistigem Eigentum: EU startet 20-Millionen-Hilfe

Das Programm erstreckt sich auf Marken- und Geschmacksmusteranmeldungen und Vorabdiagnosen von Rechten des geistigen Eigentums.

Ende Dezember eine Finanzhilfe im Umfang von 20 Millionen Euro eingerichtet („Ideas Powered for Business SME Fund“), die kleinen und mittleren Unternehmen in der Europäischen Union helfen soll, Rechte des geistigen Eigentums zu erlangen und zu ihrem Vorteil zu nutzen. Das Programm mit sogenannten IP-Vouchers für KMU erstreckt sich auf Marken- und Geschmacksmusteranmeldungen und Vorabdiagnosen von Rechten des geistigen Eigentums (IP Scan).

Die Einführung in der gesamten EU erfolgt ab dem 11. Jänner 2021 in fünf separaten Finanzierungszeitfenstern. Kofinanziert wird die Unterstützung von der Europäischen Kommission und dem Amt der EU für geistiges Eigentum (EUIPO), die in Zusammenarbeit mit den nationalen und regionalen Ämtern für geistiges Eigentum in der EU durchgeführt wird.

Kleine und mittlere Unternehmen (EU-KMU) machen rund zwei Drittel der Gesamtbeschäftigung und 99 % aller Unternehmen in der EU aus. Wenngleich nur neun Prozent aller KMU in der EU Rechte des geistigen Eigentums besitzen, erzielen diejenigen, die ihre Rechte des geistigen Eigentums eingetragen haben, nach Recherchen des EUIPO fast ein Drittel mehr Einnahmen pro Mitarbeiter als KMU, die keine derartigen eingetragenen Rechte haben.

Games-Markt: 2020 beschert der Branche Rekordjahr und Milliardenumsätze

Digitale Spiele konnten alleine im November 2020 weltweit rund 11,5 Milliarden Dollar (9,4 Milliarden Euro) umsetzen. Das bedeutet ein Plus von 15 % im Vergleich zum November des Vorjahres. Der PC konnte dabei mit einem Anstieg von 22 % am stärksten punkten, wohl auch wegen dem Erscheinen der neuesten Erweiterung von World of Warcraft. Im Bereich Konsolen hätte man wohl noch mehr zulegen können, wäre die Playstation 5 und die Xbox Series X in größeren Mengen verfügbar gewesen.

Die stärksten Titel im November waren etwa Call of Duty: Black Ops Cold War, das zum Start 5,7 Millionen Stück verkaufen konnte. Assassin’s Creed Valhalla konnte zumindest 1,7 Millionen Stück absetzen, was rund 50 % mehr bedeutet, als der ohnehin schon starke Vorgänger Odyssey. Nicht in der Rechnung findet sich Cyberpunk 2077, das erst am 10. Dezember erschien und seitdem bereits 13 Millionen Mal verkauft wurde.

Antreiber: In-Game-Käufe

In-Game-Käufe oder sogenannte Mikrotransaktionen sind mitterweile ein starker Faktor am Spielemarkt geworden. Ein sehr anschauliches Beispiel ist der Branchenriese Electronic Arts. Dieser hat für das 3. Quartal 2020 angegeben, dass man durch den Verkauf von Spielen rund 282 Millionen Dollar (231 Mio. Euro) verdiente. Im Vergleich dazu, wurden 1,2 Milliarden Dollar (949 Mio. Euro) mit Käufen umgesetzt, die in Spielen wie FIFA oder Madden durchgeführt wurden. Etwa Kartenpakete für einen bestimmten Spiel-Modus. Ähnlich erfolgreich lief es 2020 bei Konkurrent Take-Two Interactive. Dank GTA Online und Red Dead Online konnten allein im ersten Quartal 2020 729 Millionen Dollar (598 Mio. Euro) verdient werden – etwa die Hälfte durch den Verkauf von Spielwährung und Extras in den beiden Spielen. Man sieht, dass der Verkauf von Spielen nur noch einen Teil des Umsatz-Kuchens ausmacht. Ein großer Anteil wird dann verdient, wenn der Kunde mehr Zeit mit dem Spiel verbringt.

Heimischer Markt

In Österreich sehen die Zahlen laut WKO ebenfalls zufriedenstellend aus. 24,1 Millionen Euro Umsatz konnten 2020 generiert werden. Mitverantwortlich dafür sind auch die 90 heimischen Entwicklerstudios mit insgesamt 474 Arbeitsplätzen. Auch zählen hier natürlich die Verkäufe von internationalen Blockbustern mit, sofern sie vom heimischen Handel an den Kunden gebracht werden. Laut einer 2019 durchgeführten Studie von A1 spielen in Österreich 54% der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche ein Computerspiel. Nach dem Pandemie-Jahr könnte dieser Wert mittlerweile höher sein.

Der Top-Technologietrend 2021 wird „Extended Reality“

Die Innovationsagentur Future Candy mit Headquarter in Hamburg hat die Top-5-Technologie-Trends für das kommende Jahr 2021 zusammengefasst. Die Corona-Pandemie hat vieles verändert und so auch die technischen Möglichkeiten.

Da „jede Krise auch eine neue Chance bietet“, fasst die von Trendforscher Nick Sohnemann gegründete Hamburger Innovationsagentur Future Candy am Ende des Jahres die relevantesten Technologietrends für 2021 zusammen.

Top-Technologietrend 1: Extended Reality (XR)

Extended Reality (XR) verbindet Virtual and Augmented Reality (VR/AR). Laut Future Candy wird es eine deutliche Zunahme von XR-Nutzung in öffentlichen Bereichen geben. Besonders in der Medizin und Bildung wird diese Technik stärker eingesetzt werden, um potentielle Risiken durch Ansteckung zu reduzieren. Auch im Home Office ermöglicht diese Technologie eine neue, interaktive Meetingkultur. Unterstützung gibt es dabei auch durch eine neue Hardware: 2021 werden sich AR-Brillen in eine neue Designrichtung bewegen. Das Smartphone wird das zentrale Gerät zur Nutzung von AR und XR. Diese Entwicklung bringt eine starke Kostenreduzierung mit sich und rückt das Smartphone weiter in den Fokus. Hardwareanbieter und Netzbetreiber werden in großem Umfang in den AR-Brillenmarkt einsteigen. Die neue 5G-Netzwerkumgebung wird unter anderem die Abstimmung von 5G-Smartphones und AR-Brillen ermöglichen und letztere in die Lage versetzen, AR-Anwendungen umso einfacher auszuführen.

Top-Technologietrend 2: 5G und Enhanced Connectivity

5G ist eine der wichtigsten technologischen Veränderungen der nächsten Zeit. 2020 hat deutlich gezeigt, wie unabdingbar ein stabiles Internet für unsere Arbeitswelt ist. Fakt ist aber auch, dass hinter der neuen Schlüsseltechnologie mehr steckt als nur eine neues Netz für Telefon und Internet.

Top-Technologietrend 3: Vehicle Automation, Drohnen und Robotics

Autonomes Fahren wird immer weiter vorangetrieben. Vor allem in der Logistik und im öffentlichen Personenverkehr überzeugt die große Effizienz im Bereich Kostenreduzierung. Erste autonome Fahrzeug sind dort bereits in Betrieb. Aber auch Drohnen sind heute aus der Logistik nicht mehr wegzudenken. Bei der Abgabe lebenswichtiger Medikamente und Nahrungsmittel werden sie zukünftig eine immer größere Rolle spielen. Serviceroboter sind unter anderem verstärkt in der Pflege im Einsatz. Auch im Handel oder in der Gastronomie lassen sich die neuen Service-Technologien effizient und ohne Infektionsrisiko einsetzen.

Top-Technologietrend 4: New Work Culture

Dieses Innovationsthema ist seit diesem Jahr nicht mehr wegzudenken. In 2021 werden die Learnings umgesetzt und die neue Arbeitskultur 5.0 weiter etabliert. Jedes Unternehmen ist gefragt, eigene Strategien für eine konkurrenzfähige Zukunft zu entwickeln. Dazu braucht es leistungsbereite und kreative Mitarbeiter. New Work Culture ist hier der Schlüssel.

Top-Technologietrend 5: Neo-Ökologie als Megatrend

Viele Dinge in der aktuellen Tech-Welt sind nicht nachhaltig. Hier gilt folgender Grundsatz: Wenn ich etwas nicht für immer machen kann, ist es nicht nachhaltig. Leider ist das die Regel bei vielen Technologien. Sie verbrauchen zu viele Ressourcen und sind oft nicht komplett recyclefähig – oder es gibt kaum eine Möglichkeit, sie zu recyceln. Dieses wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Technologie wird nachhaltig. „Ökonomie + Ökologie + Ethik“: Das ist unsere Zukunft. Kreislaufwirtschaft und echte Nachhaltigkeit rücken in den Fokus. Was es genau bedeutet, ein Unternehmen sozial zu machen und wie man als Unternehmen Maßnahmen ergreifen kann, die sich positiv auf die Umwelt auswirken können, bespricht CEO Nick Sohnemann im Future Candy Innovations-Podcast.

Mediatek wird zum größten Chiphersteller für Smartphones

Mediatek ist zum ersten Mal der weltweit größte Chiphersteller für Smartphones, verkündet Counterpoint Research. Mit einem Marktanteil von 31 Prozent löst man Qualcomm (29 Prozent) in dieser Position ab. Das ist einem starken Plus bei Mediatek von sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr zu verdanken, während Qualcomm im gleichen Zeitraum ein Minus von zwei Prozentpunkten verzeichnen muss.

Eng ist das Rennen um die dritte Position, finden sich hier doch gleich drei Unternehmen bei jeweils 12 Prozent – wenn auch aus unterschiedlichen Richtungen kommend. Während Apple seit dem Vorjahr leicht zugelegt hat, stagniert die Huawei-Tochter Hisilicon, Samsung verliert sogar deutlich (-4). Der einzige sonst noch irgendwie nennenswerte Mitbewerber ist das Unternehmen Unisoc, das immerhin auf vier Prozent Marktanteil (+1) kommt.

Spurensuche

Bei Counterpoint sieht man mehrere Faktoren verantwortlich für die aktuellen Umschichtungen. Einerseits eine sehr starke Position im Preissegment der Smartphones zwischen 100 und 250 US-Dollar und damit auch in Wachstumsmärkten wie Lateinamerika. Andererseits setzen wichtige Hersteller wie Xiaomi immer stärker auf MediaTek-Chips. Dabei profitiert Xiaomi auch vom US-Bann gegen Huawei und damit indirekt Hisilicon. Dessen Lieferprobleme haben übrigens auch Qualcomm im dritten Quartal einen neuen Absatzschub verpasst.

Online-Handel: Deutlicher Geschlechter-Unterschied bei Retouren

Beim Rückversand bestellter Ware zeigt sich ein deutlicher Geschlechterunterschied. Zwar schicken Frauen wie Männer in erster Linie Bekleidung und Schuhe zurück, allerdings entfallen bei Frauen darauf vier von fünf Retouren, bei Männern ist es ein Drittel. Bei letzteren stehen Unterhaltungsartikel an zweiter Stelle der Retourware, bei Frauen sind es Sport- und Freizeitartikel, geht aus einer Umfrage der Wirtschaftskammer hervor.

Defekt

Interessant ist auch – hier nicht nach Geschlechtern aufgeschlüsselt – dass immerhin 20 Prozent der Gründe für Retouren darauf entfallen, dass die Kunden gleich mehrere Varianten zur Auswahl bestellt haben. Bei immerhin der gleichen Anzahl war die gelieferte Ware defekt. Vier von zehn Befragten gaben an, dass sie nur in Onlineshops bezahlen, die einen kostenlosen Rückversand anbieten.

Österreich im Plus, Schweizer Buchhandel im Minus

Während das (gute) Buch-Weihnachtsgeschäft in Deutschland durch den Lockdown seit 16. Dezember massiv ausgebremst worden ist, sind die Ladengeschäfte und damit auch die Buchhandlungen in Österreich und der Schweiz weiterhin geöffnet.
In Österreich, wo die Geschäfte nach einem Lockdown seit 7. Dezember wieder öffnen durften, zeichnet sich ein Weihnachtsgeschäft über Vorjahresniveau ab:

  • Der stationäre Buchhandel Österreichs hat in der 50. Kalenderwoche 8% mehr umgesetzt als im Vorjahr, in der Kalenderwoche 51, also zwischen 3. und 4. Advent, betrug das Umsatzplus gegenüber der Vergleichswoche 2019 gut 1%.
  • Der Gesamtmarkt inklusive des Online-Handels hat in der 50. Kalenderwoche um knapp 10% zugelegt und in der 51. Kalenderwoche um 8%.

Damit wird der aufgelaufenen Rückstand aus den vorangegangenen Ladenschließungen reduziert. Hinzu kommt allerdings die Perspektive, dass unmittelbar nach Weihnachten ein dritter Lockdown beginnt, der sich bis weit in den Januar ziehen wird.

In der Schweiz sind wegen hoher Infektionszahlen zwar ebenfalls Einschränkungen geplant, der Einzelhandel soll aber weiter geöffnet bleiben. Der Buchhandel profitiert davon aber nicht, die Umsätze bleiben wie schon im November und auch in der 50. Kalenderwoche unter Vorjahr:

  • Der stationäre Buchhandel bleibt sogar 19% unter der Vergleichswoche des Vorjahrs.
  • Der Gesamtmarkt inklusive Online-Handel liegt 12% unter Vorjahr.

US-Einzelhandel mit drei Prozent plus im Weihnachtsgeschäft

In den USA hat der Einzelhandel trotz der Coronakrise einer Studie zufolge ein Umsatzplus im Weihnachtsgeschäft erzielt. Eine am 26.12. vorgelegte Erhebung des Kreditkartenanbieters Mastercard ergab einen Anstieg von drei Prozent – insbesondere dank der boomenden Onlineverkäufe. Allerdings begann das Weihnachtsgeschäft in der weltgrößten Volkswirtschaft heuer schon mehrere Wochen früher, am 11. Oktober.

Plus 49 Prozent bei E-Commerce

Die E-Commerce-Umsätze schossen den Daten zufolge um 49 Prozent in die Höhe. Damit trug der Onlinehandel nahezu ein Fünftel zum Weihnachtsgeschäft bei. Der Trend zum digitalen Einkauf werde sich auch 2021 verstärken, sagte Sadove. Dazu würden sich auch kleinere Einzelhändler entsprechend ausrüsten.

Die Erhebung „Mastercard SpendingPulse“ stützt sich auf die Umsätze, die über das Zahlungsnetzwerk des Konzerns erfasst werden. Was die Bargeld-Käufe betrifft, greifen die Experten auf Schätzungen zurück. Autokäufe werden nicht erfasst.

Besonders gefragt waren heuer laut Statistik Angebote zur Wohnungseinrichtung. Hier gingen die Erlöse um mehr als 16 Prozent nach oben. Im Bereich elektronische Geräte und Haushaltsgeräte gab es ein Plus von sechs Prozent. Die Zuwächse rühren auch daher, dass viele Konsumenten im Coronajahr weniger Geld für Restaurantbesuche, Reisen und Freizeitaktivitäten ausgaben.

68 Prozent wollen Weihnachtsgrüße per Video versenden

Um trotz der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie Kontakt zu Familie und Freunden zu halten, setzen viele Menschen in der Weihnachtszeit auf Video-Telefonie: Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) wollen an Heiligabend und in den Tagen davor ihre Weihnachtsgrüße per Zoom, Skype oder Facetime überbringen, so das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es demnach sogar 82 Prozent und 78 Prozent bei den 30- bis 49-Jährigen. Auch 71 Prozent der 50- bis 64-Jährigen richten Weihnachtsgrüße in diesem Jahr per Videocall aus – und immerhin 43 Prozent der Generation 65 plus.

Diejenigen, die an Heiligabend und in der Adventszeit Video-Anrufe tätigen, wollen laut Befragung auf diesem Wege vor allem mit Freunden und Bekannten sprechen (60 Prozent). 88 Prozent der Senioren über 65 Jahren, die Videotelefonie an den Weihnachtstagen nutzen, rufen so ihre Kinder an – und 75 Prozent ihre Enkelkinder. Jüngere zwischen 16- und 29 Jahren nutzen Videoanrufe für den Kontakt mit Großeltern (82 Prozent), Eltern (69 Prozent) oder mit Freunden und Bekannten (63 Prozent). Jeder Vierte aus dieser Altersgruppe (26 Prozent) hält über die Feiertage auch mit seinem Partner bzw. seiner Partnerin per Videotelefonie den Kontakt.

Klassische Telefongespräche auf Platz 1

Video-Anrufe sind damit in diesem Jahr wichtiger als Textnachrichten per Whatsapp oder SMS, die insgesamt 57 Prozent an Weihnachten verschicken wollen. 27 Prozent schreiben auch Weihnachts-E-Mails, 25 Prozent posten Texte oder Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Fast ebenso viele (22 Prozent) veröffentlichen auch Videos in sozialen Netzwerken. Auf klassische Weihnachtspost in Form von Briefen oder Postkarten wollen 57 Prozent nicht verzichten. An der Spitze steht jedoch das klassische Telefongespräch: 96 Prozent werden in der Vorweihnachtszeit und an Heiligabend Freunde und Familie anrufen, um ihre Grüße zu übermitteln.

Trotz Pandemie steigt die Zahl der Börsengänge weltweit

Trotz der Corona-Krise haben in diesem Jahr einer Studie zufolge weltweit mehr Unternehmen den Gang an den Aktienmarkt gewagt als 2019. Die Zahl der Börsengänge stieg um 15 Prozent auf 1322, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Beratungs- und Prüfungsunternehmens EY hervorgeht. Das weltweite Emissionsvolumen kletterte um 26 Prozent auf 263 Milliarden Dollar und damit auf den höchsten Wert seit 2010. Allerdings trauten sich lediglich 12 deutsche Firmen aufs Börsenparkett.

Viel Geld im Markt

„Auf den ersten Blick erscheint es widersinnig, dass in einem so schwierigen Jahr wie 2020 Börsengänge derartig boomen“, sagte EY-Experte Martin Steinbach. Ein wichtiger Treiber sei aber weiterhin die „enorm hohe Liquidität, die im Markt ist und nach Anlagemöglichkeiten sucht.“ Die Pandemie führte zudem zu einem Digitalisierungsschub, von dem gerade Börsengänge von Technologieunternehmen profitiert hätten.

Den Angaben zufolge entfielen 33 Prozent der weltweiten Emissionserlöse auf Börsengänge von Technologieunternehmen, die 24 Prozent aller Transaktionen ausmachten. An zweiter Stelle standen IPOs (Initial Public Offering – Erstangebot von Aktien) von Unternehmen aus dem Gesundheitssektor.

Aufbruchstimmung herrschte vor allem in den USA und China. Das Emissionsvolumen in den Vereinigten Staaten stieg um 69 Prozent auf 86 Milliarden Dollar. Die Zahl der Transaktionen kletterte um 32 Prozent auf 222. China – einschließlich Hongkong – verzeichnete ein Wachstum des Emissionsvolumens um 51 Prozent auf 116 Milliarden Dollar, die Zahl der Börsengänge legte um 41 Prozent auf 514 zu. Weltweit größter Börsengang war demnach der des chinesischen Chip-Herstellers Semiconductor Manufacturing International mit 7,6 Milliarden Dollar. Das Unternehmen steckt inzwischen in Schwierigkeiten.

Flight Simulator: Mehr als zwei Millionen Piloten

Mehr als zwei Millionen Spieler haben mindestens einmal einen Flug im Flight Simulator absolviert, seit das Programm am 18. August 2020 für Windows-PC veröffentlicht wurde.

Insgesamt sollen rund 50 Millionen Flüge mit einer Gesamtstrecke von 80,5 Milliarden Kilometern durchgeführt worden sein. Das soll rund 19 Rundflügen auf einer Strecke um Erde und Sonne entsprechen.

Die Spieler haben rund 72 Prozent der Erdoberfläche überflogen, schreibt Microsoft außerdem im Firmenblog. Das beliebteste Ziel war laut Hersteller die Stadt New York.

Rund 4.300 Piloten unternahmen den Angaben zufolge eine Stippvisite zu Microsoft, rund 7.000 zum eigentlichen Entwicklerstudio Asobo mit Sitz im südfranzösischen Bordeaux.

Microsoft schreibt, der Flight Simulator sei der bislang erfolgreichste Titel in der Geschichte des Spieleabos Xbox Game Pass. Im Sommer 2021 soll eine Umsetzung für Xbox Series X/S folgen. Auf der Xbox One (X) erscheint die Simulation also nicht.

Für 2021 kündigt Microsoft außerdem drei große Updates an, ohne ins Detail zu gehen. Unklar ist, ob das Unternehmen auch die schon halb bestätigte (kostenpflichtige) Erweiterung mit Helikoptern und speziellen Hubschrauberlandeplätzen meint, für die es noch keinen Termin gibt.

Bei der PC-Fassung stehen in den kommenden Wochen weitere Aktualisierungen auf dem Flugplan. Am 22. Dezember 2020 erscheint die Unterstützung für Virtual-Reality-Brillen. VR soll auf nahezu allen gängigen Headsets von Valve, HTC und Oculus funktionieren.

Home-Office und Co könnten bis zu 2,8 Prozent Treibhausgas einsparen

Durch verstärktes Home-Office, Tele-Conferencing und Online-Shopping könnten kurzfristig bis zu 2,8 Prozent der verkehrsbedingten Treibhausgase eingespart werden. Zu diesem Ergebnis kamen Experten des Umweltbundesamts im Rahmen des Projekts PoviMob gemeinsam mit Motiv- und Mobilitätsforschern. Dabei wurden potenzielle Effekte von virtueller Mobilität auf das tatsächliche Verkehrsaufkommen untersucht.

Die Digitalisierung ermöglicht Mobilität im virtuellen Raum und unterstützt damit die Einsparung von Verkehr sowohl auf der Straße, als auch auf der Schiene oder in der Luft. „Diese virtuelle Mobilität ersetzt schon heute zahlreiche physische Wege und wird in den kommenden Jahren mehr oder weniger alle Lebensbereiche durchdringen. Durch die Covid-Pandemie im Jahr 2020 wurde die Tendenz zu Home-Office, Tele-Conferencing oder Online-Shopping deutlich beschleunigt“, hieß es in einer Aussendung.

Der Verkehrssektor ist einer der Hauptverursacher von Treibhausgas-Emissionen in Österreich – nach wie vor mit steigendem Trend. Die Projekt-Ergebnisse zeigten, dass in der virtuellen Mobilität ein beachtliches Potenzial liegt. Aufbauend auf Befragungen von Experten und Umfragen in der Bevölkerung im Herbst 2019 und im April 2020 wurden Berechnungen für verstärktes Home-Office, Tele-Conferencing und Online-Shopping durchgeführt. Mit den Maßnahmen ist demnach eine Reduktion des Verkehrsaufkommens und damit eine Emissionsreduktion im Ausmaß von bis zu 2,8 Prozent der gesamten verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen, oder 630 Kilotonnen CO2-Äquivalenten, für das Jahr 2030 möglich.

Der größte Anteil an diesem Potenzial liegt in einer intensiveren Nutzung von Home-Office (ca. 60 Prozent der Reduktion). Zusätzlich zu diesem Potenzial können weitere 480 Kilotonnen CO2-Äquivalente eingespart werden, wenn internationale Geschäftsreisen durch Tele-Conferencing ersetzt werden.

Apple peilt selbstfahrendes Auto angeblich für 2024 an

Teile des Autos dürften dabei von Zulieferern kommen, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen. Dazu gehörten die Lidar-Sensoren, mit denen das Auto sich ein Bild von der Umgebung mache. Ein Insider sprach zudem von einem einzigartigen Design des Akkus.

Dafür prüfe der iPhone-Hersteller auch den Einsatz von Lithium-Eisenphosphat (LFP). „Das ist wie das erste Mal, als man ein iPhone sah“, sagte die Person zu dem neuartigen Akku. Der Konzern bezog zu den Angaben keine Stellung. Apple hatte 2014 mit Projekt Titan mit dem Bau von Fahrzeugen begonnen.

Microsoft will künftig eigene Computerchips bauen – Schlag für Intel

Nach Apple will laut Insidern auch der Software-Riese Microsoft unabhängiger vom Chiphersteller Intel werden. Der größte Software-Konzern der Welt nutze Technologie des Chip-Designers Arm für die Arbeit an einem Prozessor für Server in Datenzentren, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete.

Zudem arbeite Microsoft an einem anderen Chip, der in einigen seiner „Surface“-Tablets verbaut werden könnte. Das sei aber weniger wahrscheinlich als ein Server-Prozessor, hieß es weiter.

Die Aktien von Intel brachen auf die Nachricht hin ein und verloren bis zum US-Börsenschluss 6,3 Prozent. Die Papiere von Microsoft machten einen Teil ihrer Verlust wett und gingen mit einem Minus von 0,4 Prozent ins Wochenende.

Bereits der iPhone- und Computer Konzern Apple ersetzt seit neuestem in seinen Macs Intel-Chips durch eigene Prozessoren. Auch andere Unternehmen arbeiten an der Verringerung der Abhängigkeit von dem Chip-Urgestein. So forscht auch Amazon an eigenen Chips.

Journalismus: Gut ausgebildet, schlecht bezahlt, prekär beschäftigt

Für das globale Forschungsprojekt Media for Democracy Monitor 2020 untersuchten Kommunikationswissenschaftler unter dem Dach der Euromedia Research Group im ersten Halbjahr 2020 den journalistischen Berufsstand in 18 Ländern. Das Ergebnis: Journalistinnen und Journalisten sind gut ausgebildet, dennoch in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt, und auch der Zeit- und Gelddruck in den Redaktionen macht sich bemerkbar.

So arbeiten rund 41 Prozent der heimischen Journalisten seit mehr als 15 Jahre für dasselbe Medienunternehmen, 36 Prozent immerhin zwischen fünf und zehn Jahren. Zudem hat fast jeder Zweite in der heimischen Branche einen akademischen Abschluss, vor zehn Jahren waren das gerademal 34 Prozent. Gleichzeitig hat nur ein Drittel davon gezielt Kommunikationswissenschaften oder Journalismus studiert; ein beliebtes Fach unter Journalisten ist beispielsweise Politikwissenschaft. Und dennoch: 49 Prozent der Befragten geben an, gar nicht bis teilweise mit ihrem Workload zufrieden zu sein.

Studie: E-Sportler sind fitter als der Durchschnitt

E-Sportler rauchen und trinken weniger, und sind öfters normalgewichtig als die Allgemeinbevölkerung.

So zeigt eine neue Studie jedoch, dass professionelle Gamer nicht zwangsläufig weniger fit sind – ganz im Gegenteil.

Durchgeführt wurde die Studie von der Queensland University of Technology in Australien und dem Institut für Psychologie der schwedischen Umeå Universität. Im Zuge der Untersuchung wurden Daten von 1400 E-Sportlerinnen und Sportlern aus 65 Ländern herangezogen, wobei die Hälfte der Probanden aus den USA oder Australien stammen. Verarbeitet wurde der Body Mass Index (BMI) und Angaben aus einer Online-Befragung zum Lebensstil der Athleten.

Die Analyse der erhobenen Daten widerlegt die stereotypische Einschätzung. Demnach ist es bei E-Sportlern um neun bis 21 Prozent wahrscheinlicher, ein gesünderes Gewicht zu messen, als bei der durchschnittlichen Population.

Auch die Lebensgewohnheiten erweisen sich als gesünder. Etwa ist der Konsum von Nikotin und Alkohol unter E-Sportlern geringer als die des Durchschnitts. Nur 0,5 Prozent der befragten Athleten nehmen täglich Alkohol zu sich. Verglichen mit der Allgemeinbevölkerung sind das um 7,8 Prozent weniger. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich unter E-Sportlern Raucher befinden, ist um 18,7 Prozent geringer als der Durchschnitt.

Top-Rank-Gamer körperlich aktiver

Eine weitere, interessante Erkenntnis ist, dass die körperliche Aktivität der Athleten mit dem Können steigt. Die erfolgreichsten 10-Prozent der Spieler waren demnach deutlich aktiver als die restlichen Teilnehmer. Die Studie geht davon aus, dass körperliche Bewegung als Ergänzung des Trainings herangezogen wird und die Verbesserung der körperlichen Fitness die Fähigkeiten im Spiel beeinflusst. Michael Trotter, Leiter der Studie, sieht die Einbindung von körperlichen Aktivitäten als Schlüsselfunktion für bessere Performance: „Als Teil ihres Trainingsprogramms verbringen Top-E-Sport-Athleten mehr als eine Stunde pro Tag mit körperlicher Betätigung als Strategie zur Verbesserung des Gameplays und zur Stressbewältigung“.

Zukunft des TV liegt im Streaming

So untersuchte das Marktforschungsunternehmen Audienceproject in einer Online-Umfrage den aktuellen Status von TV sowie Streaming, und inwieweit die Corona-Krise das Konsumverhalten diesbezüglich verändert hat. Dazu wurden Ende 2020 über 7.000 Teilnehmer in den Nordischen Ländern, den USA, Großbritannien und Deutschland befragt.

Es zeigt sich, dass das klassische TV leicht an Bedeutung verliert. 79 Prozent geben an, dass sie lineares TV konsumieren, 2019 waren dies noch 80 Prozent, 2018 noch 83 Prozent. Hauptsächlich schauen die deutschen Teilnehmer Nachrichten und Dokumentationen über das lineare Fernsehen.

Während der Unterschied zu 2019 nicht besonders stark ausfällt, erscheint dies langfristig jedoch anders. Lediglich 52 Prozent der in Deutschland befragten glaubt, dass sie in fünf Jahren noch lineares TV schauen werden.
Die Deutschen sind von TV-Werbung genervt

Ein möglicher Grund, warum die TV-Audience in Zukunft schrumpfen wird, kann auch darin liegen, dass TV-Werbung die Zuschauer nervt oder sie diese als für sich irrelevant betrachten. Die Umfrage zeigt, dass 72 Prozent hierzulande TV als unwichtig ansehen, ein enorm großer Anteil also. Gleichzeitig sind drei Viertel der Meinung, dass sie die gleichen TV-Spots viel zu häufig sehen und dadurch genervt sind.

Lineares TV wird durch Streaming ersetzt

Die Deutschen prophezeien dem klassischen TV also einen schleichenden Untergang und das aktuelle Jahr hat dies wahrscheinlich sogar beschleunigt. Über ein Fünftel der Befragten geben an, dass sie 2020 weniger traditionelles TV geschaut und stattdessen deutlich mehr gestreamt haben. Lineares TV wird also durch Streaming zunehmend ersetzt – und dieser Bereich wächst immer stärker. Auf einer wöchentlichen Basis streamen mittlerweile 56 Prozent der in Deutschland befragten, 2019 waren dies noch 43 Prozent. 15 Prozent schauen mittlerweile überhaupt kein lineares TV mehr und streamen nur noch.

Diese Entwicklung zeigt sich auch in der aktuellen Studie der AGF Videoforschung. Die Plattformstudie wird zweimal im Jahr in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Kantar erhoben und kann deshalb auch äußerst gut Trends veranschaulichen. Befragt wurde hier die deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren in TV-Haushalten. Die Stichprobe beläuft sich auf über 2.400 Probanden.
Es zeigt sich, dass die Video-on-Demand-Nutzung (VoD) im Corona-Jahr weiter angestiegen ist. Hier geben bereits 42 Prozent der Befragten an, in den letzten drei Monaten Inhalte auf VoD-Diensten gesehen zu haben. Dies sind knapp 6 Prozentpunkte mehr als noch bei der Erhebung im Frühling.

Podcasts: Zahlungsbereitschaft bleibt gering

Was wollen Podcast-Hörer wirklich? Und sind sie bereit für Audio-Produkte Geld auszugeben? Diesen Fragen ist Next Media Hamburg, die Standortinitiative der Hamburger Medien- und Digitalwirtschaft, auf den Grund gegangen. Demnach wünscht sich die Mehrheit (54 %) der über 2.500 befragten Podcast-Hörer mehr Funktionen von den Anbietern der Audio-Formate – allen voran eine (bessere) Aufteilung in Kapitel (25 %), automatisierte Skripts (19,5 %), mit denen das Gesagte nachgelesen werden kann, gefolgt von einer besseren Verschlagwortung der Inhalte (18,3 %).

Auch zusätzliche Informationen zum Thema der Sendung sowie das Markieren und Speichern von Highlights werden von 15,9 Prozent beziehungsweise 13,4 Prozent der Podcast-Hörer vermisst. Persönliche Highlights mit Freunden teilen zu können, wünschen sich 11,6 Prozent der Befragten, während jeder Zehnte (10,1 %) mehr Infos über die Podcaster erhalten möchte. Weitere 7,7 Prozent sprechen sich darüber hinaus für automatisierte Übersetzungen aus.

Die Zahlungsbereitschaft für Audio-Produkte ist dabei noch eher gering: Knapp jeder Dritte kann sich vorstellen, 2021 für Musikstreaming (29,5 %) und Hörbücher (28,3 %) Geld auszugeben. Bei Podcasts ist die Zahlungsbreitschaft allerdings nur bei jedem Achten (12,1 %) vorhanden. Jeder zweite Befragte (45,3 %) kann sich gar nicht vorstellen, im nächsten Jahr für ein Audio-Produkt Geld auszugeben.

Deterministic Networking (DetNet) nimmt Gestalt an

Die 2015 gegründete IETF Deterministic Networking Working Group (DetNet) hat mit Freigabe der RFC für „Data Plane Framework“ (8938) und „Data Plane: IP“ (8939) wesentliche Teile ihrer Arbeit fertiggestellt. Damit sollen IP-Netze echtzeitfähig werden, indem Verzögerungen (Latency, Delays), Schwankungen (Jitter) und Paketverluste minimiert und die Verfügbarkeit erhöht wird.

Vor den RFCs 8938 und 8939 hatte die DetNet schon die Systemarchitektur (RFC 8655) sowie Use Cases (RFC 8578) veröffentlicht. Neben der Übertragung von Audio- und Videostreams nennt die IETF als Einsatzszenarien industrielle Anwendungen, Gebäudeautomatisierung, Anbindung von Mobilfunk-Basisstationen und Machine to Machine (M2M) Kommunikation.

DetNet ergänzt die Entwicklungen der IEEE-Arbeitsgruppe Time-Sensitive Networking (TSN). Während TSN auf Layer 2 die zeitkritische Übertragung für Ethernet definiert, befasst sich DetNet mit der Paketweiterleitung auf Layer 3. Damit liegt das Einsatzgebiet von TSN im LAN, das für DetNet hauptsächlich im WAN. Als Data Planes sind MPLS und IP vorgesehen. Die Funktionalität wird in zwei Schichten unterteilt: Der Service Sublayer ist für Schutz und Wiederherstellung der Services zuständig, während der Forwarding Sublayer die Verkehrssteuerung (Traffic Engineering) und Überlastkontrolle enthält.

Weitere Dokumente befinden sich noch im Draft-Stadium. Aufgrund der größeren Ausdehnung und zahlreicher Schnittstellen im WAN sind gegenüber TSN zusätzliche Sicherheitsfunktionen (Security Considerations) nötig. Das Configuration YANG Model befasst sich mit der automatisierten Konfiguration von DetNet Netzen.

Unzufriedenheit mit Paketdiensten wird größer

Pakete werden immer wichtiger für die Menschen, besonders in Corona-Zeiten. Doch die Zustellung sorgt manchmal auch für Ärger, zeigt die Beschwerdestatistik.

Ob beschädigte Pakete, falsch eingeworfene Briefe oder zu kurze Öffnungszeiten von Postfilialen: Die Arbeit der Postdienstleister hat auch dieses Jahr wieder für Ärger gesorgt. Bis Mitte Dezember seien 17.930 Beschwerdeschreiben eingegangen, teilte die Bundesnetzagentur mit. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 17.167. Der Anstieg der kritischen Wortmeldungen war mit 4 Prozent relativ gering. 2018 hatte es eine Verdopplung gegeben, 2019 lag der Zuwachs bei 44 Prozent.

Bei der Interpretation der Statistik sollte aber nicht außer Acht gelassen werden, dass die Zahl der rund 18.000 Beschwerden im Verhältnis zum Gesamtaufkommen gering ist; 2019 wurden in Deutschland rund drei Milliarden Pakete und 14 Milliarden Briefe verschickt. Hierauf weist auch die Bundesnetzagentur hin.

Teletest wies ab 2015 zu hohe TV-Reichweiten aus

Die Arbeitsgemeinschaft Teletest (AGTT), die tägliche Zahlen über die Fernsehnutzung in Österreich veröffentlicht, meldet einen Fehler in ihren Erhebungen. Offenbar wurden jahrelang zu hohe Reichweiten ausgewiesen, wie das Unternehmen in einer Aussendung bekennt.

Der Fehler sei 2015 passiert, als in Mehrpersonenhaushalten neue Messgeräte eingesetzt wurden. Dabei wurden offenbar in bestimmten Konstellationen die Nutzungszeiten von gleichzeitig fernsehenden Familienmitgliedern falsch zugeordnet. Für den gesamten Markt – weitgehend gleich verteilt über alle Sender – seien demnach zu hohe Reichweiten ausgewiesen worden.

Die Durchführung des Teletests wickelt GfK Austria im Auftrag der AGTT ab und hat diese über den Fehler informiert.

Marktanteilsdaten seien kaum betroffen, teilt die AGTT mit: „Die konkreten Auswirkungen bis November 2019 sind nicht mehr reproduzierbar; in den ersten Jahren (etwa bis 2017) sind die Abweichungen aber jedenfalls vernachlässigbar. Der über den Zeitverlauf ansteigende Fehler wirkt sich je nach Zielgruppe unterschiedlich aus; im Schnitt liegen die Abweichungen aber auch im Jahr 2020 unter fünf Prozent.“

Trotz Fehlers signifikante Reichweitensteigerung

Der bisher kommunizierte – auch pandemiebedingte – Anstieg der Fernsehnutzung müsse somit geringfügig korrigiert werden, sei aber weiterhin signifikant.

Den Fehler sieht die AGTT „ausschließlich im Bereich der GfK Austria“, weshalb das Marktforschungsinstitut „mit einer umfassenden Aufarbeitung und Richtigstellung der Daten beauftragt“ wurde. Immerhin: Die für Dezember 2020 veröffentlichten Daten seien korrekt.

Die AGTT verspricht, die übrigen Daten 2020 für den Markt nachzuliefern, soweit dies möglich ist, um verlässliche Daten zu liefern. Parallel dazu sei ein externer und unabhängiger Auditor mit der Überprüfung der betroffenen Daten beauftragt worden. Die endgültigen Daten für 2020 werden nach Vorliegen des Ergebnisses veröffentlicht.

WhatsApp dominiert bei Instant Messaging in Österreich

Textnachrichten, Links und Fotos werden zunehmend über Messenger verschickt. Ein Online-Nutzer verbringt mit WhatsApp im Schnitt zehnmal mehr Zeit als mit dem nächstgrößten Wettbewerber. Gemessen an der Reichweite in Österreich liegt die Konzernschwester Facebook Messenger auf Platz zwei, von geringerer Bedeutung sind bei uns Snapchat, Skype, iMessage und Telegram,“ erklärt Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachnereich Telekommunikation und Post.

Mit einer Reichweite von 77 Prozent liegt WhatsApp dominant in Front. Die Daten beziehen sich übrigens auf die „Online-Bevölkerung“, also Personen, die mit ihrem PC oder Handy zumindest gelegentlich das Internet nutzen – und sei es nur, um zu kommunizieren.

Noch deutlicher fällt die Analyse aus, wenn man die tatsächliche Nutzungsdauer je Nutzer untersucht. Hier kommt WhatsApp mit 300 Minuten pro Monat auf über 80 Prozent Marktanteil. Zieht man für den Schnitt nur die WhatsApp-User heran, erhöht sich dieser Wert sogar auf 400 Minuten. Bei der Aufschlüsselung nach Altersgruppen zeigt sich, dass WhatsApp altersübergreifend genutzt wird.

Facebook will KI Nachrichten zusammenfassen lassen

Facebook soll seinen Mitarbeitern gesagt haben, man entwickle ein Tool, das Nachrichten zusammenfasst. Nutzer müssten dann nicht mehr ganze Artikel lesen. Auch plane man, laut eines Artikels von Buzzfeed, einen Sensor, der Gedanken lesen kann und diese in Handlungen umwandelt.

Die Ankündigung und erste Vorführungen soll es bei einer Jahresabschluss-Veranstaltung des sozialen Netzwerks gegeben haben. Buzzfeed hat eine Audioversion der Konferenz bekommen. Demnach glaubt man bei Facebook vor allem daran, dass Künstliche Intelligenz alles richten kann, allen vorweg die Probleme mit Hasskommentaren und Falschinformationen. In dem Bericht wird ein ehemaliger Mitarbeiter zitiert, der in seinem Abschiedsbrief geschrieben haben soll, die Vision sei, den menschlichen Diskurs durch perfekte, faire und omnipräsente Roboter zu ersetzen, die Mark Zuckerberg gehören.

Künstliche Intelligenz soll dann auch Artikel zusammenfassen. Das System hat Facebook „TLDR“ getauft, eine Abkürzung, die für „Too Long Didn’t Read“ steht. Möglich sind zudem Sprachausgaben und eine Antwortfunktion. Das US-Magazin zitiert dazu einen Moderator des New York Public Radio (WNYC): „Manchmal fühlt es sich so an, als ob jemand im Facebook Hauptquartier sitzt, dessen Job es ist, neue Wege zu entwickeln, wie man jegliche Intelligenz in Amerika zerstören kann.“

Facebook hat 2019 das Startup CTRL übernommen, das sich mit neuronalen Interfaces beschäftigt. Nun geht es konkret um die Entwicklung eines neuronalen Sensors, der Befehle erkennt und ausführen kann. Dazu könnte laut Facebooks Chief Technologie Officer Mike Schroepfer auch das Tippen gehören, dann bräuchte man also weder Inhalte selbst lesen noch schreiben können. „Wir alle haben das Privileg, die Zukunft sehen zu können, weil wir sie gestalten“, soll er auf der Aufnahme sagen.

Netflix experimentiert mit Audio-only-Modus

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie es sich wohl anfühlt, Serien wie „Das Damengambit“ oder „Das letzte Wort“ nur zu hören und nicht zu sehen? Eine Antwort darauf könnte Netflix schon bald geben: Zunächst sollen Nutzerinnen und Nutzern mobiler Android-Geräte die Möglichkeit bekommen, Videos zu deaktivieren und ausschließlich die Audiospur zu nutzen – damit würde Netflix letztlich ein Podcast-ähnliches Erlebnis bieten.

Unklar ist, wie viele Netflix-Abonnenten an dieser Funktion interessiert sind – der Test soll nun erste Antworten darauf geben. Erste Screenshots der neuen Funktion wurden bereits bei „Android Police“ veröffentlicht. Es ist davon auszugehen, dass die Funktion bei vielen Kunden in den nächsten Wochen freigeschaltet wird.

Immer mehr junge Leute nutzen Internet und Computerspiele exzessiv

Exzessive Mediennutzung nimmt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach Beobachtung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) weiter zu. Der Anteil junger Leute mit einer problematischen Internet- und Computerspielnutzung sei von 2015 bis 2019 nochmals gestiegen, teilte die Behörde am Dienstag in Köln mit. Das gehe aus Ergebnissen der Drogenaffinitätsstudie 2019 der BZgA hervor.

Die Studienmacher verwendeten eine Skala auf Grundlage mehrerer Fragen, um Probleme bei der Nutzung von Internet und Computerspielen zu erfassen. Beispiele für solche Probleme sind Kontrollverlust (man verbringt mehr Zeit im Internet als beabsichtigt) und Entzugssymptome (man fühlt sich unruhig oder gereizt, wenn man das Internet nicht nutzen kann).

Bei den Jugendlichen (12- bis 17-Jährige) hat sich der Anteil derer mit einer problematischen Internet- und Computerspielnutzung demnach in den Jahren 2015 bis 2019 von 21,7 auf 30,4 Prozent erhöht und bei den jungen Erwachsenen (18- bis 25-Jährige) von 15,2 auf 23,0 Prozent. Auch der Anteil derer, die nicht nur eine problematische Nutzung, sondern sogar eine Störung aufweisen, stieg der Studie zufolge: bei den Jugendlichen von 5,7 auf 7,6 Prozent und bei den jungen Erwachsenen von 2,6 auf 4,1 Prozent.

Anstiege waren bereits von 2011 auf 2015 beobachtet worden. Die Drogenaffinitätsstudie, deren Schwerpunkte Rauchen, Alkohol und illegale Drogen sind, untersucht seit 2011 auch computerspiel- und internetbezogene Störungen.

Bis zu 23,6 Stunden pro Woche für Internet und Computerspiele

Im Schnitt nutzen 12- bis 17-Jährige demnach inzwischen 22,8 Stunden pro Woche Computerspiele und Internet und 18- bis 25-Jährige 23,6 Stunden pro Woche – und zwar rein privat, also nicht für Schule, Studium oder Arbeit. Da die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bereits im Jahr 2019 befragt wurden, können mit den Ergebnissen keine Aussagen zur Corona-Krise im Jahr 2020 getroffen werden.