Österreich ist Bargeld-Nation Nummer eins

Nur jeder zehnte Österreicher könnte einer bargeldlosen Zukunft etwas abgewinnen. Das zeigt eine internationale Studie der ING Österreich, die in 13 Ländern Europas sowie den USA und Australien knapp 15.000 Personen, davon 1.000 in Österreich, ab 18 Jahren befragt hat. Im Europaschnitt möchte jeder Fünfte auf Bargeld verzichten.

Innerhalb Österreichs sind es vor allem die Steirer, die definitiv nicht auf Bargeld verzichten wollen, denn nur sieben Prozent könnten oder wollten auf Bargeld verzichten, gefolgt von den Salzburgern mit acht Prozent und den Niederösterreichern mit zehn Prozent. Auch die jüngeren Österreicher können sich für eine bargeldlose Zukunft nicht erwärmen. In der Gruppe der 18 bis 34-Jährigen meinten nur 17 Prozent sinngemäß „cashless is beautiful“, so die Studie. Damit liegt diese Gruppe deutlich unter dem allgemeinen Europaschnitt von 22 Prozent. Bereits zum dritten Mal in Folge seit 2017 wurden auch typische Bezahlgewohnheiten abgefragt. Die Ergebnisse zeigen, beispielsweise in der Gastronomie oder bei der Personenbeförderung, dass der Einsatz und die Bedeutung von Bargeld „konstant hoch“ sind.

„Aus der Marktforschung wissen wir, dass die Österreicher mobiles Banking stark nutzen. Das ersetzt aber nur physische Bankfilialen, nicht den Gang zum Bankomaten. Und die Kunden wollen selbst entscheiden, wie sie bezahlen“, sagt Andras Hamori, Head of Retail bei der ING in Österreich.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist die Tatsache, dass „dennoch auch neue Bezahlformen“ wachsen: „Besonders das kontaktlose Zahlen mit NFC boomt“, beobachteten die Experten der ING.

Frauen in Medien-Führungspositionen: Nur der “stern” über 50-Prozent-Marke

50 Prozent der Führungspositionen in deutschen Leitmedien sollen mit Frauen besetzt sein. Der Verein ProQuote Medien fordert dies seit einigen Jahren und erhebt seit 2012 den sogenannten Frauenmachtanteil in journalistischen Führungspositionen.

Nun hat der Verein seine aktuelle Auszählung für Print- und Onlinemedien veröffentlicht. Das Ergebnis: Lediglich die Printredaktion vom “stern” knackt derzeit die 50-Prozent-Marke und kommt auf 52,5 Prozent (ein Plus von 7,8 Prozentpunkten im Vergleich zum Januar 2019). Die Zeitschrift aus dem Verlagshaus Gruner+Jahr besetzt die Leitungsfunktionen beim “stern” mit Doppelspitzen aus je einer Frau und einem Mann, erklärt ProQuote Medien das gute Ergebnis.

Bei den anderen deutschen Leitmedien sieht es beim Blick in die Printredaktionen teils deutlich schlechter aus. Beim zweitplatzierten “Spiegel” ist der Frauenmachtanteil nur leicht gestiegen, auf aktuell 38,9 Prozent – ein Plus von 1,6 Prozentpunkten im Vergleich zur Zählung von Januar 2019. Einen Zuwachs von 6,2 Prozentpunkten verzeichnet die “Süddeutsche Zeitung” (32,6 Prozent). Den vierten Rang belegt die “Zeit” (28,4 Prozent), die in früheren Jahren weit besser abgeschnitten hat, kürzlich jedoch wieder unter die 30-Prozent-Marke fiel. Noch vor rund anderthalb Jahren lag das Hamburger Blatt bei knapp über 37 Prozent.

Blickt man in die Online-Redaktionen scheint dies bereits besser zu gelingen als bei den Printkollegen: “Focus Online” zum Beispiel belegt dort Platz 4 mit einer Quote von 32,3 Prozent. Auch bei dieser Zählung steht “stern.de” ganz oben mit einem Anteil von 40,7 Prozent. Das G+J-Medium hatte in der Vergangenheit bereits bessere Werte. Im Januar 2018 waren es 52,4 Prozent. In der aktuellen Rangliste folgen “Zeit Online” (37,7 Prozent) und “Sueddeutsche.de” (34,6).

Die wenigsten Frauen in Führungspositionen finden sich nach wie vor bei “faz.net” (16,1 Prozent), allerdings mit einer leichten Steigerung zum Januar um 3,2 Prozentpunkte und den Axel-Springer-Medien “Bild.de” (24,5) und “Welt.de” (25). Allerdings zeigt die Entwicklung auch bei diesen beiden Online-Medien seit der letzten Erhebung nach oben.

US- und UK-Teens wollen YouTuber werden und chinesische Kinder Astronauten

Was ist eigentlich der Traumberuf von Teens aus den USA, Großbritannien und China? Eine Umfrage zeigt ziemliche Unterschiede zwischen den Ländern im Westen und dem Reich der Mitte auf. 3.000 Kinder zwischen 9 und 12 konnten fünf Berufe auswählen, die sie am meisten interessierten und sowohl in Großbritannien als auch in den USA gaben die meisten Teens an, dass sie YouTuber werden wollen.

Chinesische Kids wollen ins All

Ein ganz anderes Bild ergibt sich hingegen in China. Dort gaben die meisten Teens an, dass sie lieber Astronaut werden wollen. Einigkeit herrscht zumeist beim zweitgenannten Job, nämlich Lehrer. In UK und den USA ist an dritter Stelle Profisportler zu finden und auf dem vierten Platz Musiker. In China ist dies umgekehrt. Nur elf Prozent der Teens in den USA und Großbritannien wollen Astronauten werden, 18 Prozent in China wollen hingegen YouTuber werden.

Apple-Fans zweifeln am iPhone

Wechsel

Eine aktuelle Untersuchung liefert nun schlechte Nachrichten für Apple: Laut den Zahlen von BankMyCell geht die Loyalität von Apple-Kunden in den USA ebenfalls spürbar zurück, heißt es in einem Bericht von CNET. So hätten in den vergangenen Monaten 26 Prozent aller, die ein iPhone X eingetauscht haben, auf ein Gerät eines Konkurrenten gewechselt – also eines mit Android. Und zwar vor allem zu einem bestimmten Hersteller: 18 Prozent haben sich danach ein Samsung-Gerät zugelegt. Zum Vergleich: Von allen ehemaligen Galaxy S9-Besitzern sind nur 7,7 Prozent in Richtung iPhone abgewandert.

Damit erreiche Apple derzeit so schlechte Loyalitätswerte, wie noch nie zuvor, behauptet BankMyCell. Den Höchstwert hatte der iPhone-Hersteller demnach 2017 mit 92 Prozent erreicht. Das Unternehmen ermittelt diese Daten seit 2011. Grundlage der aktuellen Untersuchung sind 38.000 Personen, die in den vergangenen Monaten bei BankMyCell ihr Gerät gegen ein neueres eingetauscht haben.

Relationen

Auch andere Quellen zeigen, dass der Marktanteil des iPhones derzeit schrumpft. Laut den aktuellsten Zahlen von Kantar kommt das iPhone in den USA aktuell auf einen Marktanteil von 36 Prozent – das ist ein Minus von 2,4 Prozentpunkten im Jahresvergleich. Dies in einem generell schrumpfenden Markt, so gehen die Marktforscher von Gartner davon aus, dass die weltweiten Smartphone-Verkäufe heuer um 3,8 Prozent zurückgehen werden.

Mechanische Tastatur passt Tastendruckpunkte den Nutzern an

Der Peripheriehersteller Input Club finanziert derzeit auf Kickstarter die mechanische Tastatur Keystone. Dabei handelt es sich um eine Tastatur in voller Größe mit Nummernblock, die magnetische Hall-Effekt-Schalter einsetzt. Es gibt auch eine kompakte Version ohne Nummernblock, die Keystone TKL. Die Schalter können verschiedene Stufen von Druckpunkten erkennen, womit sich analoge Signale simulieren lassen.

So sollen Nutzer etwa die Größe des Stiftes in Adobe Photoshop mit einer Taste stufenlos ändern können. Auch Mehrfachbelegungen von Tasten wären möglich. Als Beispiel nennt der Hersteller die Ausgabe eines Großbuchstabens bei starkem Druck und eines Kleinbuchstabens bei leichtem Druck auf die Tasten.

Die verwendeten Schalter lassen sich in die Keystone einsetzen und austauschen. Es soll Schalter mit linearem Schaltweg (Red Slider), mit leichtem taktilen Feedback (Tan Slider) und mit Klickgeräusch (Blue Slider) geben. Die Farbgebung orientiert sich offensichtlich an Cherry-MX-Schaltern, die in vielen Tastaturen Verwendung finden. Die einzelnen Tasten können zudem mit Makros versehen und individuell beleuchtet werden.

Studie: Personalisierung auf dem Holzweg

Personalisierte Customer Experience ist das Gebot der Stunde. Verstanden haben es laut einer neuen Studie der Boston Consulting Group aber nur die wenigsten richtig. Um die Höhe der investierten Summen geht es dabei nur am Rande.

Dass Personalisierung zu den derzeit heißesten Marketing-Trends gehört, darf als Gemeinplatz gelten. Geht es allerdings nach einer großen Studie der Boston Consulting Group (BCG) in den USA im Auftrag von Google, haben nur die wenigsten der untersuchten Handelsunternehmen den Trend wirklich verstanden: Kein einziges der 26 im Detail untersuchten Unternehmen (302 befragte Marketer, 38 Tiefeninterviews, 3.144 befragte Kunden) schaffte es in Sachen Personalisierung in die Top-Klasse. Das liegt laut der Erhebung vor allem an einem grundsätzlichen Missverständnis zwischen Unternehmen und Kunden.

Fast alle untersuchten Unternehmen stärken die Personalisierung ihrer Customer Journey demnach nach dem „Gießkannenprinzip“. Dem hält die Untersuchung entgegen: „Erfolg bedeutet nicht zwingend, dass man eine singuläre Erfahrung für jeden einzelnen Kunden an jedem Punkt des Wegs entwickelt – ein Vorhaben, das auch sehr kostspielig sein kann. Vielmehr sollte das Ziel sein, die Technologie zu nützen, um kritische Touchpoints so zu personalisieren, dass sie für Kunden und Händler den meisten Mehrwert hat.“

110 Prozent mehr Chancen

Für die Wirksamkeit von Personalisierung liefert die Untersuchung indes Belege: Die Wahrscheinlichkeit, dass zusätzlich zum geplanten Kauf auch Produkte gewählt werden, die man nicht auf dem Radar hatte, ist demnach bei – sinnvoller – Personalisierung um 110 Prozent höher; die Wahrscheinlichkeit, dass mehr ausgegeben wird als geplant, um 40 Prozent, und die Weiterempfehlungsrate um 20 Prozent. Investitionen in Personalisierung sind laut den blanken Fakten dabei ein nicht zu verachtender Faktor: Während die untersuchten Unternehmen im Durchschnitt 0,7 Prozent ihres Gesamtumsatzes in Maßnahmen zur Personalisierung investieren, liegt der Wert bei den „best of class“-Unternehmen bei 0,9 Prozent.

Halbe Sachen zu machen lohnt sich laut der Studie jedenfalls nicht: Bemerkenswerterweise schneiden Unternehmen, deren Personalisierungsmaßnahmen auf etwa durchschnittlichem Niveau liegen, bei Umsatz und Attraktivität für Kunden sogar schlechter ab als jene, die keinerlei Anstrengungen in Richtung Personalisierung unternehmen. Wie die Studie außerdem zeigte, übertrumpfen bei den Resultaten teils auch Start-Ups ohne große Marketingbudgets bei erfolgreicher Personalisierung unternehmerische Riesen wie etwa Telcos.

Chrome: Für gefundene Sicherheitslücken gibt es jetzt dreimal so viel Geld

Es ist ein bewährtes System: Über sogenannte „Bug Bounties“ bringt Google Sicherheitsforscher dazu, neu entdeckte Lücken vorab zu melden. Das ermöglicht dem Softwarehersteller Updates zeitgerecht vorzubereiten, die Forscher erhalten im Gegenzug eine Belohnung. Und die dabei gebotenen Prämien erhöht das Unternehmen nun signifkant.
Viel Geld

Bis zu 150.000 US-Dollar können Sicherheitsforscher künftig für Lücken im Chrome-Browser oder beim Betriebssystem Chrome OS einstreichen. Damit wurde das bisherige Maximum verdreifacht. Auch bei den Einzelbeträgen wurde nachgelegt: Eine Sicherheitslücke, die den Ausbruch aus der Sandbox von Browser oder Betriebssystem erlaubt, ist nun 30.000 US-Dollar wert, so die Entdecker passenden „Proof of Concept“-Code liefern können.

Digitale Werbung wird in qualitativ hochwertigen Umfeldern positiver wahrgenommen

Dass die digitale Umfeld-Vermarktung trotz der weit verbreiteten Daten-Gläubigkeit nicht ausgedient hat, zeigt nun eine aktuelle Studie von Integral Ad Science (IAS). Demnach werden inhaltlich identische Anzeigen in einem qualitativ hochwertigen Kontext um 74 Prozent positiver bewertet als in einem Werbeumfeld von niedriger Qualität.

Außerdem stellt die ‚Halo-Effekt‘-Studie fest, dass Anzeigen in einem qualitativ hochwertigen Kontext bis zu 20 Prozent mehr Engagement hervorrufen und bis zu 30 Prozent häufiger erinnert werden als Anzeigen, die in einem Umfeld von niedriger Qualität ausgespielt werden.

„Die Qualität des Werbeumfelds einer Anzeige hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie Menschen die Anzeige wahrnehmen“, so Tony Marlow, Chief Marketing Officer bei IAS. „Menschen reagieren auf den gesamten Kontext einer Werbung und nicht nur auf eine einzelne Komponente. Das erzeugt einen sehr starken und positiven Halo-Effekt für Anzeigen, die in hochwertigen Umfeldern gesehen werden.“

„Avengers: Endgame“ erfolgreichster Film aller Zeiten

Der Superhelden-Film steht nun laut vorläufigen Zahlen der Branchenseite Box Office Mojo bei 2,7902 Milliarden Dollar (2,484 Milliaren Euro) weltweitem Einspiel und hat damit die alte Bestmarke von „Avatar“ in Höhe von 2,7897 Milliarden Dollar überboten.

Allerdings sind diese Zahlen des vor zehn Jahren erschienenen bisherigen Spitzenreiters nicht an die Inflation oder steigende Preise für Kinotickets angepasst. Insgesamt besitze Disney die Rechte an sieben der zehn kommerziell erfolgreichsten Filme der Geschichte, berichtet „Variety“. In Nordamerika bleibt „Avengers: Endgame“ mit etwa 855 Millionen Dollar hinter „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ und knapp 937 Millionen Dollar nur auf dem zweiten Rang der erfolgreichsten Filme aller Zeiten.

Rechnet man historische Daten hoch auf heutige Preisniveaus, dann ist immer noch der erstmals 1939 veröffentlichte „Vom Winde verweht“ der Spitzenreiter in den USA und Kanada. Dessen damals und bei einigen Wiederaufführungen dort eingenommene rund 200 Millionen Dollar entsprächen laut Box Office Mojo zu heutigen Preisen rund 1,8 Milliarden Dollar.

IVW: “Bild”, “Welt” und “BamS” im freien Fall, “SZ”, “taz” und “Zeit” weitgehend stabil

Die Nummer 1 der deutschen Tageszeitungen bleibt natürlich weiterhin Springers “Bild”. Erneut ging dem Blatt aber eine sechsstellige Zahl an Käufern gegenüber dem Vorjahr abhanden, die verkaufte Auflage liegt in den beiden wichtigen IVW-Kategorien Abo und Einzelverkauf nun noch bei 1,305 Mio. – 9,9% weniger als ein Jahr zuvor. Sogar um 14,2% nach unten ging es für die “Welt”, die nur noch 71.779 Abos und Einzelverkäufe erreicht. Auch die kleinste überregionale Tageszeitung, das “Neue Deutschland” verlor prozentual gesehen auf diesem Niveau: 13,5% auf nun 19.732 Stück.

Recht stabil sehen hingegen die Zahlen der “Süddeutschen Zeitung” und der “taz” aus, die jeweils 1,3% unter dem Vergleichszeitraum liegen. Insbesondere bei der “SZ” hat das auch mit der Zahl der ePaper-Abos bzw. SZ-Plus-Kunden zu tun. Die stieg von 43.225 auf 52.581 und glich damit fallende Papier-Verkäufe weitgehend aus. Bei 2,4% und 2,6% liegt das Minus der “F.A.Z.” und des “Handelsblatts”.

Etwas deutlicher im Minus liegen die beiden Sonntagszeitungen “Welt am Sonntag” und “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung”.

D-IVW: TV-Programmies verlieren hunderttausende Käufer

Einer der großen Verlierer der neuesten Auflagen-Bilanz der IVW ist das Segment der Programmzeitschriften.

Das Feld der größten Auflagen-Verlierer im Vergleich zum Vorjahr führen vier 14-tägliche Programmzeitschriften an: TV Direkt büßte 126.427 Abos und Einzelverkäufe ein, TV Digital 100.419, TV 14 genau 79.259 und TV Movie 68.288. Zusammen verabschiedeten sich also allein diese vier Titel von fast 375.000 Abonnenten und Einzelkäufern. Insgesamt büßte das Segment der Programmzeitschriften laut IVW im Vergleich zum Vorjahr 413.355 verkaufte Exemplare ein, fiel damit unter die 12-Mio.-Marke.

Prozentual gesehen deutlich im Minus liegen diesmal innerhalb der Verlierer-Flop-Ten das Kinder-Magazin “Lego Ninjago”, “Glamour”, “Jolie” und “Liebes Land”, sie büßten zwischen 24,1% und 54,4% ein.

Handelsverband: Amazon Prime deckt in Österreich die Hälfte aller Haushalte ab

Bereits 450.000 Österreicher verwenden Alexa, 30.000 kaufen damit ein. Im Zuge des zweitägigen Amazon Prime Day 2019 äußert der Handelsverband hinsichtlich der Amazon-Nutzung und -Angebote Bedenken.

Obwohl Prime-Abonnenten heute tatsächlich durch die Rabattaktionen Geld sparen können, versucht Amazon mit diversen Methoden, wie etwa künstlich erzeugter Knappheit, den Kunden unter Druck zu setzen und innerhalb der zwei Tage zum Kaufabschluss zu bringen. Zudem seien viele der beworbenen Rabatte in der Realität weit weniger großzügig, als von Amazon suggeriert wird, da die Sonderpreise mit den unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller und nicht den aktuellen Marktpreisen verglichen werden.

In Deutschland ist Amazon laut einer aktuellen Studie des IFH nicht mehr weit davon entfernt, die Hälfte der rund 41 Millionen Haushalte mit einem Amazon-Prime-Abo zu versorgen. „In Österreich gehen wir davon aus, dass knapp die Hälfte der Haushalte bereits über ein Amazon Prime Abo verfügen. Diese Prime-Kunden sind für den restlichen Handel, und damit für die heimische Wertschöpfung, weitgehend verloren, da sie fast nur noch bei Amazon einkaufen“, erklärt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

Mittlerweile nutzen 450.000 Österreicher internetbasierte persönliche Assistenten wie Amazon Echo oder Google Home, im Vorjahr lag die Zahl noch bei unter 200.000. Mehr als 30.000 heimische Konsumenten haben bereits via Alexa & Co. Produkte bestellt. Damit hat sich die Zahl der Voice-Shopper seit 2018 verdoppelt. Laut Handelsverband werden die Konsumentenschutzbestimmungen bei Bestellungen via Alexa in Österreich jedoch nicht eingehalten.

Österreich ist in Europa Entwicklungsland bei Glasfaser-Versorgung

In Österreich lag der Versorgungsgrad mit Glasfaseranschlüssen bei stationärem Breitband laut OECD im Dezember 2018 bei 2,5 Prozent. Damit ist Österreich im Europavergleich ein Glasfaser-Entwicklungsland. Darunter liegt noch Griechenland mit 0,16 Prozent, Großbritannien mit 1,9 Prozent, Deutschland findet sich bei 3,2 Prozent. Der Durchschnitt aller OECD-Länder lag laut der Studie bei 26,04 Prozent. An der Spitze befinden sich etwa Südkorea mit 80,4 Prozent, Japan mit 78,27 Prozent, Schweden mit 66,9 Prozent und Spanien mit 57,5 Prozent.

Mehrere Gründe

Als Erklärung für die schlechte Platzierung nannte die RTR bereits im vergangenen Jahr mehrere Gründe: So seien die Kosten für die Verlegung hierzulande vergleichsweise hoch, während die Zahlungsbereitschaft für höhere Bandbreiten eher gering sei. Im Vergleich zu Staaten wie Spanien fehle es an Leerrohren. Vor diesem Hintergrund sei ein schrittweiser Ersatz des Kupfernetzes durch Glasfaser zuerst zum Hauptverteiler, dann weiter zum Kabelverzweiger und teilweise bis zu den Häusern, eher wirtschaftlich vertretbar.

Hoher mobiler Datenverbrauch

Eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Statistik der OECD attestiert Österreich – wohl auch vor diesem Hintergrund – den zweitgrößten mobilen Datenverbrauch monatlich von allen OECD-Ländern. So würden Österreicher im Monat durchschnittlich 16,4 Gigabyte an Daten verbrauchen und werden somit nur von Finnen überholt, die bei 19,4 Gigabyte liegen. US-Amerikaner verbrauchen zum Beispiel hingegen monatlich nur 5,4 Gigabyte, Deutsche 2,55 Gigabyte, Slowaken nur rund einen Gigabyte.

Seit 2008 wurde fast jeder zweite Arbeitsplatz in US-Zeitungsredaktionen eingespart

Seit 2008 wurde in den USA fast jeder zweite Job in Zeitungsredaktionen abgebaut. 2008 waren rund 71.000 Mitarbeiter in Zeitungs-Newsrooms beschäftigt, 2018 waren es 37.900. Das bedeutet ein Minus von 47 Prozent, rechnet das Pew Research Center in seiner aktuellen „State of the News Media“-Studie vor.

Die Zahl der Newsroom-Mitarbeiter bei Digital-Only-Sites nahm innerhalb dieser zehn Jahre um 82 Prozent zu, von 7.400 (2008) auf 13.500 (2018).

Das Pew Research Center analysierte auch die Mitarbeiterzahl in den Newsrooms über alle Mediengattungen (Zeitungen, Radio, TV-Stationen und weitere Informationsplattformen) hinweg. Das Ergebnis: Von 2008 bis 2018 wurde jeder vierte Arbeitsplatz eingespart. 2008 waren in den USA in diesem Bereich noch 114.000 Mitarbeiter beschäftigt, 2018 waren es 86.000.

Untersuchung bestätigt rot-weiß-rote Besonderheiten bei Social Media

Eine Studie des Marketing-Professors Markus Holzweber bestätigt, dass Social Media in Österreich teils ganz andere Nutzungsprofile aufweisen als etwa in den USA. Zudem stellt sie neue Denkansätze zu nachhaltigem Social-Media-Marketing in den Fokus.

Eine Studie des Marketing-Professors Markus Holzweber bestätigt, dass Social Media in Österreich teils ganz andere Nutzungsprofile aufweisen als etwa in den USA. Zudem stellt sie neue Denkansätze zu nachhaltigem Social-Media-Marketing in den Fokus.

Unter dem Titel „Spotlight: Social Media Konsum“ hat sich Holzweber, für die Marketing-Ausbildung an der FH Kufstein verantwortlich, eingehend mit eigenen Erhebungen über den Social-Media-Konsum in Österreich beschäftigt. Augenfällig sind dabei aus seiner Sicht vor allem Unterschiede in der Nutzung nach Altersgruppen: Während etwa in den USA Facebook mit 68 Prozent Nutzern zwischen 18 und 25 Jahren auch in der jungen Zielgruppe das (nach YouTube) zweitbeliebteste Social-Media-Angebot ist, schafft es die Plattform in Österreich laut Holzwebers eigenen Erhebungen (905 Fragebögen, Rücklaufquote von 35,5 Prozent) nicht einmal unter die Top Drei. Hierzulande punktet neben WhatsApp und YouTube vor allem Instagram mit 80 Prozent Nutzern in der jungen Zielgruppe.

Bemerkenswert sind darüber hinaus aber die Holzweber erhobenen Resultate zur Intensität der Nutzung der bevorzugten Social-Media-Plattformen. Die gängige Annahme, dass die Nutzungsintensität mit steigendem Alter kontinuierlich abnimmt, wird dabei Lügen gestraft. Vielmehr wird die stellenweise auch in anderen Studien zu verortende „Social-Media-Lücke“ in der Altersgruppe etwa ab 30 Jahren deutlich unterstrichen: Laut Holzwebers Erhebungen liegen sie etwa bei der Nutzung von Instagram mit nicht einmal 50 Prozent weit hinter den über 41-Jährigen. Auch auf Facebook sind sie demnach die inaktivste Gruppe, sogar noch hinter den 18- bis 25-Jährigen.

Zuerst die Nutzung, dann das Vertrauen

Die Überraschungen hinsichtlich der Altersstruktur setzen sich jedoch quer über die Bandbreite fort: Als „hidden champions“ der Social Media entpuppen sich dabei etwa die 36- bis 40-Jährigen, die laut den Zahlen etwa auch auf Instagram eine noch weit höhere Nutzungsintensität als die 18- bis 25-Jährigen aufweisen. Als aktivste Snapchat-User wiederum entpuppen sich demnach zudem nicht die Jüngsten, sondern mit der Altersgruppe 41+ die ältesten. Als Grund sieht Holzweber geringere Plattform-Loyalität bei Jüngeren, die laut seinen Schlussfolgerungen wiederum direkt mit der Nutzungsintensität zusammenhängt. In anderen Worten: Nicht das hohe Vertrauen in eine Plattform schafft hohe Nutzungsintensität, sondern umgekehrt entsteht Vertrauen in eine Plattform – und damit Loyalität zu ihr – gerade erst durch hohe Nutzungsintensität.

Die Schlussfolgerung für Marketer muss laut Holzweber daher lauten, dass Social-Media-Plattformen und -Marketingmaßnahmen auf möglichst hohe Nutzungsintensität ausgerichtet sein müssen, damit sie durch damit zugleich steigende Loyalität gegen Abwanderung abgesichert sind. Auch in dieser Hinsicht sind laut der Untersuchung große Unterschiede zu den USA auszumachen: Während dort vor allem jüngere an Social Media hängen, können in Österreich laut eigenen Angaben zwar 68,6 Prozent der Jungen, aber nur 33,3 Prozent der Älteren „mit Leichtigkeit“ auf Social Media verzichten. „Marketer sind angehalten, die Bindungskraft ihrer User zu protegieren“, postuliert Holzweber, und meint damit vor allem die Social-Media-Plattform selbst. Nur wenn User langfristig und „elastisch“ in der Community gehalten werden könnten, sei auch Treue und Loyalität zu dort präsenten Marken möglich.

FaceApp soll von FBI überprüft werden

Jung und schön sein, und wenn schon nicht das, dann zumindest jung und schön wirken. Das ist ein wesentliches äußeres Merkmal von Pop- und Hollywoodstars. Derzeit wird es um überraschend viele Falten erweitert. Grund für die schnelle Alterung ist Face App, die Anwendungssoftware erlebt – zwei Jahre nach ihrem Start – ein Popularitätshoch. Der AI-gesteuerte Bildbearbeiter des russischen Unternehmens Wireless Lab steht zur Zeit auf Platz eins der Download-Charts von Googles Play Store und Apples App Store. Einige Funktionen können kostenlos genutzt werden, für die werbefreie Pro-Version verlangen die Betreiber einmalig 44 Euro oder 20 Euro im Jahresabo.

Grund für den Hype ist die Altersfunktion, mit der das Gesicht einer Person bearbeitet wird, um es älter oder jünger erscheinen zu lassen. Kanye West, Sam Smith, The Jonas Brothers, Rihanna, Iggy Azalea und andere haben ihre Senioren-Bilder bereits veröffentlicht. Sportstars wie Lindsey Vonn oder der österreichische Skifahrer Marcel Hirscher zogen nach. Tausende (Unprominente) folgen ihnen. Stichwort: #AgeChallenge.

Mit der plötzlichen Popularität kommen aber auch neue Fragen zum Datenschutz auf. Die Aufnahmen werden nämlich nicht lokal bearbeitet, sondern auf die Server des Herstellers Wireless Lab mit Sitz in Sankt Petersburg geladen. Außer einer Postanschrift und einer Mail-Adresse ist nicht viel über das Unternehmen herauszufinden. Die Datenschutzrichtlinien von Face App in der Standardausgabe gibt Wireless Lab jedenfalls viel Spielraum.

FBI will Face App untersuchen

Der Fraktionschef der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, hat die Bundespolizei FBI unterdessen zu einer Untersuchung von FaceApp aufgefordert. Sie könne wegen ihres Umgangs mit persönlichen Daten ein nationales Sicherheitsrisiko sowie eine Gefahr für Millionen US-Bürger darstellen, schrieb Schumer auf Twitter.

„Es wäre zutiefst beunruhigend, wenn die sensiblen persönlichen Informationen von US-Bürgern einer feindlichen ausländischen Macht zur Verfügung gestellt würden, die aktiv an Cyber-Angriffen gegen die Vereinigten Staaten beteiligt ist“, schrieb Schumer. Das FBI müsse deshalb untersuchen, ob Daten von US-Bürgern in die Hände der russischen Regierung oder ihr nahe stehenden Stellen gelangten.

Galileo: Rückschlag für Europas Satelliten

Die Geschichte des europäischen Satellitennavigationsprogramms Galileo ist eine von Streits, Ärger, politischem Hickhack, finanziellen Engpässen und unglaublich vielen Verschiebungen. Und trotzdem haben es die Europäer geschafft: Im Oktober 2011 gingen die ersten zwei Galileo-Satelliten ins Weltall, und fünf Jahre später konnte das von der Weltraumagentur ESA und der EU entwickelte System den Betrieb aufnehmen. Aber nun ist die Geschichte um eine unangenehme Facette reicher: Denn Galileo ist, im datentechnischen Sinne, abgestürzt. Seit dem Wochenende funktioniert das Satellitenprogramm nur noch im Notprogramm. Eine Störung hat das System erst einmal lahmgelegt.

Die Galileo-Services sollen so schnell wie möglich wiederhergestellt werden, heißt es auf der Homepage der zuständigen europäischen Agentur GSA. Ein Team von Experten aus Industrie, der europäischen Weltraumagentur und der europäischen Kommission arbeite an der Wiederherstellung. Die zuständige Agentur hatte bereits zuvor vor Störungen gewarnt, wenig später teilte sie mit, dass das System komplett ausgefallen sei und die Signale der Navigationssatelliten bis auf Weiteres nicht verwendet werden könnten. Eine genaue Ursache wurde nicht bekannt gegeben, es dürfte sich aber um eine Panne in einem der zentralen Computerprogramme handeln. Das Problem liege in der Infrastruktur am Boden, nicht bei den Satelliten im Weltall, teilte die zuständige Agentur mit. Der Such- und Rettungsdienst, mit dem Menschen in Notlagen aufgespürt werden können, sei nicht betroffen.

Noch in der Ausbauphase

Galileo ist für die EU ein absolutes Prestigeprojekt. Ins Leben gerufen wurde das Satellitensystem vor etwa 20 Jahren, um unabhängig vom amerikanischen GPS zu werden. Großer Unterschied: Das US-Satellitensystem ist militärischer Natur, aber für die zivile Nutzung freigegeben. Das europäische Pendant, das man auf dem Alten Kontinent für das fortschrittlichere hält, dient nur der zivilen Nutzung. Bis jetzt wurden 26 Galileo-Satelliten in die Umlaufbahn gebracht, bis Ende 2020 sollen es 30 und das Projekt damit finalisiert sein. Die Verwaltung ist in Prag ansässig.

Galileo sendet wie GPS Signale, mit denen unter anderem Navigationssysteme im Auto und auf Smartphones gefüttert werden. Außerdem stellt Galileo mit seinem Uhrensignal einen hochpräzisen Zeitdienst zur Verfügung, der mit seiner Synchronisation Stromnetze, Telekommunikationsdienste oder den Zahlungsverkehr der Banken aufrechterhält. Es gebe durch die Panne eine Verschlechterung der Dienste auf allen Galileo-Satelliten. Kunden, die trotzdem Geräte benutzen, die ihre Position mittels Galileo-Satelliten errechnen, würden das „auf eigenes Risiko tun“, warnte die Agentur.

Da sich Galileo noch in der Ausbauphase befindet, hält sich der Schaden in Grenzen. Zumindest private Nutzer dürften die Folgen des Systemausfalls kaum spüren: Der zuständigen Behörde zufolge wechsle ihr Smartphone automatisch zu einem anderen Navigationssystem. Für Europäer ist vor allem das amerikanische GPS relevant, in manchen Fällen auch das russische Glonass-System.

Für die EU ist die Störung dennoch ein Rückschlag – schließlich rühmten sich die Europäer seit Beginn der Planung damit, dass Galileo robuster, präziser und verlässlicher sein werde als das amerikanische System. So kann Galileo laut Angaben der Betreiber Standorte auf eine Genauigkeit von bis zu 30 Zentimeter erfassen, bei GPS sollen es etwa fünf Meter sein. Bereits im Jänner 2017 gab es eine gröbere Panne, als die Atomuhren an Bord mehrerer Satelliten ausgefallen waren. Die Zeitmessung musste von Reserveuhren übernommen werden.

Start zehn Jahre zu spät

Eigentlich hätte Galileo schon zehn Jahre früher an den Start gehen und deutlich billiger hätte das Projekt auch sein sollen: Ursprünglich waren dafür bis zu 2,9 Milliarden Euro eingeplant. Nun sind bis 2020 7,2 Milliarden Euro für den Aufbau plus drei weitere Milliarden für den Betrieb budgetiert. Mit Galileo will Europa seine Abhängigkeit vom amerikanischen GPS beenden. Die Amerikaner hatten jahrelang versucht, Galileo zu stoppen: Drei Jahre lang stritten die EU und die USA über das Projekt. Aber Europa wollte sein eigenes ziviles Navigationssystem. Und das ist heute so gut wie fertig. Galileo soll aber auch in Zukunft gemeinsam mit dem US-System GPS laufen, hieß es vor einigen Jahren seitens der EU. Wenn es denn dann wieder läuft.

Videostreaming ist so beliebt wie nie

Immer mehr Internetnutzer in Deutschland schauen sich einer Umfrage zufolge online Videos an. 79 Prozent der Befragten streamen zumindest hin und wieder kurze Clips, Serien oder Filme – im Vorjahr lag der Anteil noch bei 76 Prozent. Zwei Drittel (65 Prozent) von ihnen nutzt mindestens mehrmals in der Woche Streaming-Angebote, wie eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research unter mehr als 800 Internetnutzern zeigt.

Am populärsten sind Videoportale wie Youtube und Vimeo sowie Online-Mediatheken der TV-Sender (je 65 Prozent). Zwei von fünf Streamern (42 Prozent) nutzen On-Demand-Dienste wie Netflix, Amazon Prime oder Maxdome. Über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter streamen 28 Prozent Videos, etwas weniger verbreitet (20 Prozent) sind spezielle Sport-Streamingdienste wie Dazn und Eurosport Player.

Am häufigsten werden die Internet-Videos über Fernseher oder Smartphones konsumiert. Dahinter folgen Laptops und Tablets und mit etwas mehr Abstand Desktop-PCs.

Schwieriger Kampf gegen gefälschte Online-Bewertungen

Fake oder echt? Gefälschte Online-Bewertungen sind nach Ansicht von Verbraucherschützern für Kunden kaum zu erkennen.

Auch die Fälscher arbeiteten sehr viel professioneller und agierten nicht mehr aus dem Hinterzimmer. „Wenn wir davor warnen, wie gefälschte Bewertungen erkennbar sind, wird darauf natürlich auch reagiert und diese Fehler werden dann künftig ausgemerzt“, sagte Halm bei einer Gesprächsrunde mit Vertretern großer Bewertungsportale wie Jameda, Holidaycheck oder Kununu.

Das Bedürfnis, sich im Dschungel der unzähligen Angebote für Urlaube, Waren oder Dienstleistungen zurechtzufinden, ist nach Beobachtung der Experten groß. „Mittlerweile wird keine Entscheidung mehr getroffen, ohne sich mit den Erfahrungen anderer Kunden auseinanderzusetzen“, meinte Georg Ziegler vom Urlaubsbewertungsportal Holidaycheck.

Die Verbraucherzentrale Bayern zitierte eine Umfrage: Kommentare anderer Kunden waren demnach beim Kauf von Waren die wichtigste Orientierungshilfe nach dem Preis.

Ein Chip im Kopf als Intelligenzbeschleuniger

Die geheimnisumwitterte kalifornische Jungfirma Neuralink hat erstmals umfassend über ihr Projekt einer Gehirn-Computer-Verbindung informiert. Bereits im nächsten Jahr sollen Versuche am Menschen stattfinden.

Wichtigste Neuigkeit: Neuralink ist bei der Entwicklung eines Brain-Computer-Interface schon weit vorangekommen; die Firma will bereits im kommenden Jahr im Rahmen von klinischen Tests ein Hirnimplantat am Menschen ausprobieren. Neuralink beschäftigt knapp hundert Mitarbeiter, sucht nun aber weitere Fachkräfte. Deshalb sieht sich die Firma gezwungen, das Gespräch mit der Öffentlichkeit zu suchen.

Eine Nähmaschine für die Hirnchirurgie

Neuralink hat eine Operationsmethode entwickelt, um ein Stück Mikroelektronik auf schonende Art und Weise in ein menschliches Gehirn einzusetzen. Dabei kommt ein Roboter zum Einsatz. Diese automatisierte Vorgehensweise ist notwendig, weil die Elektroden so fein sind, dass ein Chirurg sie nicht handhaben könnte. Wie eine Nähmaschine soll der Roboter unter der Schädeldecke Drähte verlegen, die feiner sind als ein menschliches Haar. Der Roboter ist dabei in der Lage, Blutgefäße zu erkennen und sie bei der Platzierung der Elektroden zu schonen.

Die Mikroelektronik ist offenbar fähig, die Kommunikation der Gehirnzellen zu dekodieren und auch zu beeinflussen. Die Signale der Elektroden werden von einem wenige Millimeter großen Chip ausgewertet, der in die Knochen des Schädels integriert wird. Von hier aus führen feine Drähte unter der Kopfhaut zu einem kleinen Gerät hinter dem Ohr. Es enthält die Stromversorgung und einen Sender/Empfänger, der die Verbindung mit einem Smartphone herstellen kann.

Neuralink hat laut eigenen Angaben die Mikroelektronik bereits im Tierversuch getestet. Neben Ratten wurde auch ein Affe operiert. Nun stehen Tests an Menschen bevor. Die Elektronik soll im Gehirn von Menschen Behinderungen oder Krankheiten lindern, für die es keine andere Therapie gibt. Die Forscher glauben, dass der Chip beispielsweise Lähmungen oder Beeinträchtigungen der Sinnesorgane überwinden könne.

Wettkampf zwischen Mensch und Maschine

In Zukunft, so stellt Elon Musk sich das vor, sollen auch gesunde Menschen von einem Neuralink-Chip profitieren. So wie man sich heute kurzentschlossen die Augen lasern lasse, werde man sich künftig unter die Neuralink-Nähmaschine legen, um sich die Schädeldecke löchern zu lassen. Das werde im Rahmen eines kurzen Eingriffs mit lokaler Betäubung möglich sein.

Warum sollte man das tun? Um mit der künstlichen Intelligenz mithalten zu können, so Musk. Denn selbst wenn die künstlich intelligenten Systeme der Zukunft gutmütig seien, wären sie den Menschen doch weit überlegen. Um mithalten zu können, wären die Menschen auf einen Chip im Kopf angewiesen. Das Brain-Computer-Interface sei für das Überleben der menschlichen Zivilisation von Bedeutung.

45 Prozent österreichischer Journalisten sehen Pressefreiheit in Gefahr

Alarmierende Zahlen zeigt das aktuelle Journalistenbarometer über das Verhältnis von Politik und Medien: So sehen 45 Prozent der österreichischen Journalisten die Pressefreiheit in Gefahr. In Deutschland stimmen 35 Prozent, in der Schweiz nur 16 Prozent dieser Aussage zu. Seitens der Bevölkerung sorgen sich 25 Prozent um die Pressefreiheit, geht aus der gemeinsam von Ecker & Partner und Marketagent.com umgesetzten Studie hervor. Rund 500 Journalisten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz sowie 1.000 Österreicher wurden für das Journalistenbarometer einige Wochen nach der Ibiza-Affäre befragt.

In Sachen Unabhängigkeit der Medien gab fast jeder zweite österreichische Journalist an, allein im letzten Halbjahr persönlich von einer externen oder internen Intervention betroffen gewesen zu sein. 78 Prozent berichten über schlechtere Arbeitsbedingungen.

Nur 30 Prozent der heimischen Journalisten sind laut dem Journalistenbarometer überhaupt der Meinung, frei von Interventionen arbeiten zu können. In Deutschland sind es immerhin 36 Prozent, in der Schweiz sogar 43 Prozent.

Hinsichtlich der Rolle der Medien hat die österreichische Bevölkerung klare Vorlieben: Information (70 Prozent), gefolgt von Unterhaltung (53 Prozent), Meinungsbildung (52 Prozent) sowie Kritik und Kontrolle (51 Prozent) haben einen hohen persönlichen Stellenwert. Fragt man österreichische Journalisten, welche Funktionen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben, liegt Unterhaltung mit 70 Prozent klar auf Platz eins, Information findet sich mit 37 Prozent an letzter Stelle.

Smartphones bleiben beliebteste Spiele-Plattform

18,6 Millionen Menschen nutzen ihr Smartphone zum Spielen. Das gab „Game“, der Verband der deutschen Games-Branche auf Basis von Daten des Marktforschungsunternehmens GfK bekannt.

Die Zahl der Spieler auf dem Smartphone erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 400.000, noch stärker ist jedoch die Zahl der Spieler von Spielekonsolen gewachsen. Hier spielten 700.000 Menschen mehr als im Vorjahr (16,7 Millionen).

Der PC hat als Spieleplattform hingegen deutlich eingebüßt. Mit 13,4 Millionen Gamern landet er auf dem dritten Platz der meistgenutzten Spiele-Plattformen in Deutschland und hat im Vergleich zum Vorjahr 3,9 Millionen Spieler verloren.

Mit 10,9 Millionen Spielern haben auch 600.000 Spieler weniger das Tablet zum Spielen genutzt. Insgesamt spielen über 34 Millionen Deutsche Computer- und Videospiele.

US-Studie: Jeder zweite Smartphone-Anruf wird nicht abgehoben

Wenn eine unbekannte Telefonnummer am Display auftaucht, lässt man sich entweder überraschen oder hebt nicht ab. Smartphone-Nutzer wählen zunehmend letztere Option. Eine Studie des US-Software-Unternehmens Hiya hat nun ergeben, dass von allen erhaltenen Anrufen in den USA nur noch etwa 48 Prozent beantwortet werden. Also wird weniger als jeder zweite Anruf entgegengenommen. Hauptgrund dafür sei, dass viele Konsumenten von sogenannten Robocalls genervt sind.

Diese computer-basierten Anrufe werden etwa im Zuge von Politikkampagnen oder im Telemarketing-Bereich eingesetzt, um vorher aufgenommene Botschaften an den Konsument zu bringen. Und sie haben in den letzten Jahren zugenommen. Im ersten Halbjahr 2019 mussten sich Kunden mit 25 Milliarden Spam-Anrufen herumschlagen. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2018 waren es insgesamt nur 26 Milliarden Spam-Anrufe.

Österreich ist ein Land der „Cybermachos“

Eine gewagte These stellt der Antivirenhersteller Kaspersky auf: Österreich ist im deutschsprachigen Raum das Land mit den meisten „Cybermachos“. Grundlage für diese Behauptung ist eine international durchgeführte Umfrage (PDF) unter dem Titel „Kannst du mal kurz…?“.

Laut dieser trauen sich die Männer zwischen Eisenstadt und Bregenz verhältnismäßig am meisten zu, wenn es um Technikkompetenz geht. Und sie bitten ihre Partnerin analog dazu am seltensten um Hilfe, wenn es um IT-Probleme, wie etwa die Einrichtung eines neuen Geräts geht.

Zu den Zahlen: 83,8 Prozent der befragten österreichischen Männer schätzten ihre Technologiekenntnisse als „gut“ ein – zehn Prozent mehr als in Deutschland. Ähnlich selbstbewusst geben sich die Schweizer mit 82,4 Prozent. Bei den Frauen lag der Anteil durch die Bank niedriger. 59,3 Prozent der Österreicherinnen, 61,8 Prozent der Schweizerinnen und 52,6 Prozent der Deutschen haben diese positive Einschätzung ihrer IT-Skills.

Hingegen sagten nur 7,6 Prozent der österreichischen Männer, dass sie bei Problemen mit Technik schon einmal ihre Partnerin konsultiert haben. Die Frauen in der Donaurepublik hingegen wandten sich zu 47,1 Prozent bereits an ihren Partner. Das ist in allen drei Ländern der größte Abstand zwischen den Geschlechtern.

In der Schweiz erkundigten sich schon 13,9 Prozent der Männer bei ihren Frauen und Freundinnen um IT-Hilfestellung, 44,4 Prozent waren es bei den Frauen. Die geringste Diskrepanz findet man in Deutschland. 16,3 Prozent der Männer, 38,6 Prozent der Frauen baten jeweils schon mindestens einmal den Partner um Tech-Support.

Programmkinos haben dieses Jahr wieder mehr Besucher

Im ersten Halbjahr seien rund 7,2 Millionen Kinobesuche registriert worden – rund zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte der Verband AG Kino – Gilde deutscher Filmkunsttheater unter Berufung auf den Analysedienst Comscore mit.

Viele Besucher sahen das Oscar-prämierte Drama „Green Book“: Der Film über einen schwarzen Pianisten in den 1960ern schaffte es auf den ersten Platz der Arthouse-Charts. Danach folgten die Tragikomödie „Der Junge muss an die frische Luft“ über die Kindheit von Hape Kerkeling und die französische Komödie „Monsier Claude 2“. Die Statistik zählt Arthouse-Kinos, aber zum Beispiel keine Multiplexe.

Aus Sicht von Verbandschef Christian Bräuer kommen zu viele neue Filme auf den Markt – im ersten Halbjahr hätten die Kinos aus rund 400 Neuproduktionen wählen können. Viele davon erreichten aber „keine nennenswerte Sichtbarkeit“.

Datenmissbrauch, Cyber-Crime, Überwachung: Die größten digitalen Ängste

Eine Studie hat die digitalen Ängste der Deutschen ermittelt. Dabei zeigt sich: Hierzulande treibt die Menschen vor allem die Sorge um die eigenen Daten um. Eher gelassen sind die Deutschen in Bezug auf Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung der Arbeitswelt.

In der Studie von iBusiness und Appinio wurden insgesamt 55 Ängste im Zusammenhang mit der Digitalisierung abgefragt. Dabei zeigte sich, dass die Deutschen insgesamt relativ ängstlich sind. Auf einer Skala von 1 („Habe keine Angst“) bis 6 („Habe sehr große Angst“) lag der Durchschnittswert bei allen abgefragten Bereichen bei einer glatten 4.

Am meisten Angst haben die Deutschen vor dem Missbrauch der eigenen Daten (4,7 Punkte). Außerdem fürchten die Menschen mehr Überwachung der Bürger, die unnötige Speicherung personenbezogener Daten, eine „totale Überwachung“ und einen Kontrollverlust über die eigenen Daten. Insgesamt drehen sich fünf der zehn größten digitalen Ängste um die eigenen Daten.

Daneben fürchten viele Menschen auch um die Sicherheit im Netz. Auf Platz 2 steht die Sorge vor steigender Kriminalität im Internet, außerdem haben viele Deutsche Angst vor terroristischen Cyber-Attacken, Spionage aus dem Ausland und einer wachsenden Macht von Kriminellen. Als einziges gesellschaftliches Thema findet sich in den Top Ten die Angst vor Fake News wieder.

Die Top 10 der digitalen Ängste der Deutschen

1. Meine Daten werden missbraucht (4,70; Daten)

2. Kriminalität im Internet steigt (4,68; Sicherheit)

3. Bürger werden mehr überwacht (4,58; Daten)

4. Terroristische Cyber-Attacken (4,54; Sicherheit)

5. Gesellschaft verlernt, Fakten zu akzeptieren durch Fake-News (4,54; Gesellschaft)

6. Spionage aus dem Ausland wird leichter (4,53; Sicherheit)

7. Personenbezogene Daten werden unnötig gespeichert (4,52; Daten)

8. Totale Überwachung (4,47; Daten)

9. Bürger erleiden Kontrollverlust über eigene Daten (4,46; Daten)

10. Kriminelle kriegen mehr Macht (4,46; Sicherheit)

Faxgerät, Walkman, Diskette & Co. vielen Jugendlichen unbekannt

Smartphone und Internet statt Wählscheibentelefon und Faxgerät: Vielen Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren sind wichtige Technologien und Geräte aus vergangenen Jahrzehnten schon längst kein Begriff mehr. In einer Umfrage von Bitkom Research wusste in dieser Altersgruppe fast niemand, was ein Pager ist (88 Prozent), also ein Funkempfänger für kurze Meldungen oder Personenrufe.

Die meisten hatten auch noch nie von der Mini-Disc gehört (75 Prozent), die ab den 1990er Jahren als digitales Speichermedium im Privatbereich die Audio-Kassette ablösen sollte. Apropos Kassette: In der Umfrage wusste knapp jeder zweite Jugendliche (49 Prozent) auch mit dem Walkman so gar nichts anzufangen. Noch schlechter sieht es bei der Diskette (56 Prozent) aus. Immerhin rund jeder Dritte wusste, was Telefone mit Wählscheibe (32 Prozent) und Faxgeräte (28 Prozent) sind. Unter den 10- bis 11-Jährigen ist das Faxgerät, der in Deutschland erfundene Meilenstein in der Bürokommunikation, gerade einmal der Hälfte bekannt. Am Telefon befragt wurden 915 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren.

„Ein Faxgerät kennen die meisten Kinder und Jugendlichen nur noch aus Filmen“, sagt Bitkom-Expertin Marie Anne Nietan. „Digitale Technologien haben viele über lange Zeit genutzte elektronische Geräte im Büro oder heimischen Wohnzimmer in nur wenigen Jahren ersetzt.“

“Blick”-Gruppe seft Software zur Themenfindung ein

In der Schweizer „Blick“-Gruppe unterstützen Computer-Programme seit kurzem die Redakteure bei der Themenwahl. Umfangreiche Daten sollen den Journalisten zu mehr Relevanz verhelfen. Das Programm trägt bereits erste Früchte. Und für die Zukunft ist noch mehr Automatisierung geplant.

Seit Anfang Mai hat die Schweizer “Blick”-Gruppe (Ringier-Verlag) einen neuen Begleiter. “Apollo” heißt er und nimmt den Blattmachern die Arbeit ab. Aus unterschiedlichen Datenquellen gespeist, zeigt das Analyse-Tool jedem Journalisten, wie seine Artikel gelesen wurden. Darauf aufbauend trifft er redaktionelle Entscheidungen. Das soll nicht nur dem Leser zu Gute kommen, sondern auch der Reichweite.

Die Daten zu den Artikeln kann jeder Journalist auf einem persönlichen Dashbord einsehen. Sie stammen von Google Analystics, aber auch Sherlock, dem Ringier-internen Datentool, sowie von Ad-Servern. Jeder Redakteur erhält Pageviews, Lesedauer, Visits, aber auch die Zahl der Bilder, Links und Videos in einem Artikel. Auch der Weg eines Artikels auf der Frontseite werde dargestellt. Künftig folgen zudem Informationen wie Shares, Anzahl der Kommentare, Trafficquellen und soziodemographische Daten zum Publikum.

In Zukunft soll die zunächst interne Änderung auch für den Leser sichtbar werden: im Rahmen einer “smarten Frontpage”. Bei anderen Medienhäusern bereits gängig, testet “Blick” im ersten Schritt verschiedene Kombinationen von Headlines und Teaser-Bildern. Im automatischen Betrieb gewinnt dann diejenige Kombination, die am besten abschneidet. Später wird das Medienhaus auch die Artikelauswahl automatisieren. Ein Teil der Seite wird weiterhin von einem Blattmacher bestimmt, der andere dynamisch. Je besser das Verhältnis zwischen Sehern und Lesern einer Story, desto prominenter wird sie angezeigt.

Zudem will die “Blick”-Gruppe laut Peter Wälty Lesersegmente erstellen. Sie basieren “einerseits auf Lese-Interessen, andererseits auf Kategorien wie Loyalität, Engagement sowie der Menge an konsumierten Inhalten”. Auch danach wird sich Apollo richten und Artikel persönlich ausspielen.

Fast die Hälfte lehnt mobiles Bezahlen ab

Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone oder der Kreditkarte, die an der Kasse kurz ans Lesegerät gehalten wird, wird in Deutschland immer beliebter. Nach der veröffentlichten Postbank-Studie „Die digitalen Deutschen 2019“ nutzen mittlerweile 33 Prozent der Verbraucher die Möglichkeit zum kontaktlosen Begleichen der Rechnung. Vor einem Jahr waren es erst 20 Prozent. Auf Bargeld wollen die meisten Bundesbürger aber dennoch nicht verzichten.

Nach wie vor scheiden sich allerdings beim Thema mobiles Bezahlen die Geister. Immerhin 47 Prozent (Vorjahr: 61 Prozent) lehnen es weiterhin ab. Hauptgrund dafür ist der Umfrage zufolge die Sorge, dass die zum Bezahlen genutzte Karte oder das Smartphone gestohlen werden könnten.

Ohnehin ist den Verbrauchern das Bargeld immer noch lieb und teuer. Nur 26 Prozent der Befragten würden es begrüßen, wenn es gar keine Münzen und Scheine mehr gäbe. Jeder zweite fände das „gar nicht gut“. Allerdings wächst die Zahl der Bargeld-Gegner vor allem unter den jüngeren Verbrauchern.

Umfrage: Jeder Zweite nutzt Internet für Behördenkontakte

Für den Kontakt mit Behörden und öffentlichen Einrichtungen nutzt die Hälfte der Menschen in Deutschland inzwischen das Internet. Vor zehn Jahren habe dieser Anteil noch bei 39 Prozent gelegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mit. Im europäischen Vergleich gehört Deutschland allerdings zu den Schlusslichtern, wie vor wenigen Wochen die EU-Kommission ermittelte.

Vor allem für die allgemeine Suche nach Informationen wurden demnach laut Destatis im Jahr 2018 die Websites und Apps der Behörden genutzt (49 Prozent). Dazu reichte allerdings schon, die Seiten auf der Suche nach Kontaktdaten aufzurufen. Dagegen luden lediglich 30 Prozent Formulare online herunter, und nur 16 Prozent sandten ausgefüllte Formulare übers Netz zurück. Als Gründe ermittelte Destatis nicht nur Sicherheitsbedenken, sondern auch das schlichte Fehlen solcher Angebote.

Mitte Juni hatte die EU-Kommission in einer Untersuchung die Verfügbarkeit und Nutzung von E-Government-Angeboten in den Ländern ermittelt. Danach würde nicht einmal jeder zweite Internet-Nutzer (43 Prozent) hierzulande Formen des E-Government nutzen, der Durchschnitt liege bei 64 Prozent. Im Ranking landete Deutschland auf Platz 26 unter den 28 EU-Staaten.

Politische Anstrengungen, die digitalen Angebote von Behörden und öffentlichen Einrichtungen weiter auszubauen, gibt es allerdings. Nach dem 2017 verabschiedeten Online-Zugangsgesetz sollen Bürger und Unternehmen bis spätestens 2022 ihre Anliegen bei der Verwaltung online erledigen können.

Experten erwarten sich einen weiteren Schub durch Apples iPhone. Mit der der nächsten Version des Betriebssystems (iOS 13) soll es auch auf iPhones möglich sein, den elektronischen Personalausweis über die Ausweis-App des Bundes direkt zur Identifikation zu nutzen. Für Android gibt es die erforderliche App bereits seit zwei Jahren.

Mindshare MindMinutes: Apps als Triebfeder für die 24/7-Nutzung

Noch vor dem Schlafengehen checkt ein Viertel der 15- bis 59-Jährigen nochmal das Smartphone. Eine schnelle Datenverbindung, immer größerer Speicher und entsprechende Apps ermöglichen es den Nutzern, rund um die Uhr online zu sein und Online-Dienste zu nutzen, von der Kommunikation über die Informationssuche bis hin zu Shopping und Unterhaltung.

Die aktuellen MindMinutes Momentaufnahmen von Mindshare hat zum Thema App-Nutzung 254 Österreicher im Alter von 15 bis 59 Jahre online befragt. Die Hälfte der Befragten hat durchschnittlich mindestens zehn Apps auf dem Smartphone installiert. Die Zahl hat sich im Vergleich zur letzten Erhebung kaum verändert.

Brauchen wir ein Gesetz für Zugriff auf Smart-Home-Geräte?

Ein Zugriff der Sicherheitsbehörden auf Daten von Smart-Home-Geräten ist nach Einschätzung der Bundesregierung auch ohne eine gesetzliche Neuregelung möglich. Das Bundesinnenministerium führt in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion aus, dass „die Bundesregierung nicht die Auffassung vertritt, dass es sich bei den in Rede stehenden vernetzten Geräten um eine neue Geräteklasse handele, die vom bestehenden Rechtsrahmen nicht umfasst sei“. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber sieht das anders. Er sprach in diesem Zusammenhang unlängst von einer „verfassungsrechtlich bedenklichen Kompetenzerweiterung“.

Unter Smart-Home-Geräten versteht man etwa den Amazon-Lautsprecher Echo mit dem Sprachassistenten Alexa, aber auch Luftsensoren, Bewegungsmelder oder Überwachungskameras, die Informationen versenden.

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, ist die Bundesregierung der Ansicht, dass für den Zugriff auf vernetzte Geräte nicht die Voraussetzungen gelten, die für die Anordnung einer akustischen Wohnraumüberwachung – den sogenannten großen Lauschangriff – notwendig sind. Vielmehr vertritt die Regierung die Auffassung, dass hier die etwas weniger hohen Hürden für die Online-Durchsuchung zur Anwendung kommen. Darunter versteht man den Eingriff in einen Computer oder ein anderes informationstechnisches System ohne Wissen des Betroffenen.

Zwar ist in beiden Fällen ein richterlicher Beschluss notwendig. Und es wird vorausgesetzt, dass es sich um Ermittlungen zu einer besonders schweren Straftat handelt. Bei der akustischen Wohnraumüberwachung kommt jedoch noch hinzu, dass sie nur dann erlaubt ist, wenn „auf Grund tatsächlicher Anhaltspunkte anzunehmen ist, dass durch die Überwachung Äußerungen des Beschuldigten erfasst werden, die für die Erforschung des Sachverhalts oder die Ermittlung des Aufenthaltsortes eines Mitbeschuldigten von Bedeutung sind“.

Trend: Musikstreams für die Masse – CD und Vinyl für Sammler

Warm klingende Vinylplatte oder knisterfreie CD? Diese von Musikern und Fans ideologisch aufgeladene Frage nach dem optimalen Sound-Genuss hat nun auch die Kundschaft in Deutschland eindeutig beantwortet – zugunsten des nüchtern-pragmatischen digitalen Audiostreamings.

Nach den Halbjahreszahlen des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) vom 11.07. lässt die Branche ihre fast 20 Jahre währende Krise hinter sich, weil die Menschen ihre Lieblingsmusik auch hierzulande immer weniger auf Tonträgern kaufen, sondern über Plattformen wie Spotify, Amazon, Apple Music, Tidal oder Deezer. Die Gewohnheiten beim Musikkonsum ändern sich radikal, wie auch eine derzeit laufende Nutzerstudie zeigt.

Gingen die Gesamtumsätze nach Verbandsberechnung 2017 und 2018 noch leicht zurück, so läuft es dieses Jahr bisher wieder rund. Bei 783,2 Millionen Euro Umsatz in den ersten sechs Monaten verzeichnete die Musikbranche ein Plus von knapp 60 Millionen Euro (7,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – die höchste Wachstumsrate seit 1993. Zum Vergleich: Zwischen 1998 und 2012 hatten sich die Umsätze fast halbiert.

Weder Compact-Discs mit zuletzt nur noch 28,2 Prozent Marktanteil (nach 36,4 Prozent im Gesamtjahr 2018) oder Vinyl-Schallplatten mit gleichbleibend 4,4 Prozent Marktanteil sind Antreiber des Trends – sondern das bei vielen Musikpuristen verpönte Audiostreaming. Es legte im ersten Halbjahr 2019 um satte 27,7 Prozent zu und hat nun 56,4 Prozent Marktanteil (Gesamtjahr 2018: 46,4). Der Digital-Umsatz insgesamt – inklusive vor allem der Musik-Downloads – hatte einen Anteil von zwei Dritteln des gesamten Kuchens (2018: 56,7 Prozent).

Letztlich sei es aber nur eine Frage der Zeit gewesen, betont Drücke: „Wann bekommt der Nutzer Appetit auf diese neue Welt des Streamings?“ Die 2018 gestartete, auf drei Jahre angelegte Untersuchung „Zur Zukunft der Musik“ der Universität Hamburg mit 5140 Befragten zeigt: Jeder zweite Musikkonsument in Deutschland nutzt inzwischen Streaming-Angebote.

Deutschland – der viertgrößte Musikmarkt der Welt, eine Branche mit rund 20 000 Beschäftigten – verabschiedet sich von den klassischen Tonträgern gleichwohl weniger radikal als andere Länder. „Der Markt ist hier ein bisschen anders, die CD ist weiterhin gefragt“, erklärt Verbandschef Drücke. Seit dem „Napster-Schock“ mit Musik-Tauschbörsen und massenhaft privat gebrannten CDs war die Nachfrage abgestürzt. Im ersten Halbjahr 2019 stabilisierte sie sich nun etwas, aber immer noch mit deutlichem Minus (28,2 Prozent, nach 36,4 Prozent 2018).

Youtube führt fünfstufige Kanalmitgliedschaften ein

Auf einer Tagung im kalifornischen Anaheim hat Youtube eine Reihe von neuen Monetarisierungsmöglichkeiten für reichenweitenstarke Streamer vorgestellt. Die langfristig vermutlich am deutlichsten spürbare Neuerung sind mehrstufige kostenpflichtige Mitgliedschaften in Kanälen. Einfache Abos für rund 5 US-Dollar gibt es schon etwas länger – Mitglieder bekommen etwa einen Exklusivzugriff auf bestimmte Inhalte und Bereiche.

Ab sofort können diese Mitgliedschaften in fünf Stufen angelegt werden – wer mehr bezahlt, bekommt dann auch mehr. Für die Influencer kann sich das offenbar lohnen: Beim Test mit dem React-Kanal von Fine Brothers Entertainment haben sich die die Aboumsätze nach Einführung von zwei zusätzlichen Mitgliedsstufen versechsfacht.

Eine weitere neue Funktion, die allerdings erst in den kommenden Monaten verfügbar sein wird, sind sogenannte Super Stickers. Diese ergänzen den Super Chat – was schlicht kostenpflichtige, farblich hervorgehobene Beiträge im Begleitchat etwa von Übertragungen sind.

Die Super Sticker sind animierte Bilder, die noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollen. Sie werden in Themenpaketen angeboten, geplant sind unter anderem Gaming, Musik und Fashion.

Für viele Influencer habe sich der Super Chat bereits zu einem wichtigen Umsatzbringer entwickelt, schreibt Youtube in seinem Blog. Für rund 20.000 Kanäle sei es mittlerweile die bedeutendste Einnahmequelle – über 65 Prozent mehr als vor einem Jahr. Einige Streamer sollen mit dem bezahlten Chat mehr als 400 US-Dollar pro Minute verdienen.

Außerdem baut Youtube den bislang nur in den USA verfügbaren Merchandising-Shop Teespring aus. Das ist ein Dienstleister, der im Auftrag von Streamern eine Reihe von Artikeln entwirft, produziert und verkauft – etwa T-Shirts und Kaffeetassen. Die Streamer müssen sich nur um die Art und das Design der Artikel kümmern, den Rest übernimmt weitgehend Teespring. Das Ganze läuft offenbar so gut, dass fünf weitere Zulieferer dazukommen, darunter Crowdmade, DFTBA und Fanjoy. Wann das Angebot in anderen Ländern startet, ist derzeit nicht bekannt.

Shoelace: Google versucht sich wieder an einem sozialen Netzwerk

Während man mit Orkut regional über einige Jahre hinweg durchaus erfolgreich war, fiel die Hype-Phase rund um Google+ eher kurz aus. Vor einigen Monaten wurde der Dienst dann endgültig abgedreht. Nun versucht sich das Unternehmen an neuen Konzepten in diesem Bereich.

Unter dem Namen Shoelace arbeitet Google derzeit an einem neuen sozialen Netzwerk. Entwickelt von Googles internem Startup-Inkubator Area 120 soll dabei aber kein direkter Facebook-Konkurrent entstehen. Stattdessen will man sich auf hyperlokale Inhalte konzentrieren, es geht also darum, Personen im direkten räumlichen Umfeld anhand ihrer Interessen zusammenzubringen.

Auf der Webseite nennt man einige Beispiele hierfür: Shoelace könnte etwa dazu dienen, gemeinsame Spaziergänge mit anderen Hundebesitzern oder spontane Fußballspiele zu organisieren. Auch spontane Verabredungen zu einer gemeinsamen Runde durch ein Museum oder auf ein Glas Wein lassen sich mit der App organisieren.

Für europäische Nutzer bleibt all dies bisher aber ohnehin noch blanke Theorie: Shoelace ist derzeit ausschließlich in New York City verfügbar. Dort arbeitet Google gezielt mit einzelnen Communities zusammen, um Erfahrungen zu sammeln. Zudem benötigen Interessenten noch einen Einladung. Falls sie auch diese Hürde nehmen, ist die zugehörige App für Android und iOS erhältlich.

Streamer werden offener für Werbung

Einer Umfrage des Technologie-Unternehmens The Trade Desk zufolge können sich immer mehr Deutsche Werbung bei Netflix, Amazon Prime Video und Co vorstellen – unter gewissen Voraussetzungen

Laut der Umfrage, für die The Trade Desk knapp 1000 deutsche Verbraucher befragt hat, zeigen Abonnenten von Streamingdiensten eine höhere Werbeakzeptanz, wenn sie dafür im Gegenzug in den Genuss günstigerer oder gar kostenfreier Inhalte kommen. Zudem geben 70 Prozent der Teilnehmer an, dass sie Werbeanzeigen und -spots im Umfeld von Streamingdiensten akzeptieren, wenn sie danach eine gesamte Episode ohne weitere Unterbrechung schauen können.

Laut der Umfrage haben die allermeisten Nutzer nur ein einziges Abonnement eines Streaminganbieters abgeschlossen. Von denjenigen, die mindestens ein Abo abgeschlossen haben, gaben 35 Prozent der Befragten an, ihren Streaming-Konsum in Zukunft erhöhen zu wollen. Knapp ein Viertel der Befragten besitzt dagegen gar kein Streaming-Abo.

Schließlich zeigt die Umfrage auch, dass TV-Geräte in deutschen Haushalten bereits größtenteils mit dem Internet verbunden sind. Nur 15 Prozent der Befragten geben an, dass sie ihr Fernsehprogramm ausschließlich über Antenne beziehen. Zudem konsumierten 70 Prozent der Teilnehmer Inhalte aus Mediatheken und von VoD-Diensten lieber über einen großen Screen als über ihr Smartphone oder Tablet – eine durchaus überraschende Erkenntnis im „Mobile-First“-Zeitalter.

ma 2019 Audio II: Audiomarkt verzeichnet Hörerzuwachs

Der Werbefunk verzeichnet laut ma 2019 Audio II 22,05 Millionen Hörer pro Durchschnittsstunde (Mo-Fr, 6-18 Uhr). Gegenüber der vorangegangenen Mediaanalyse (ma 2019 Audio I) entspricht das einem Plus von 918.000 Hörern bzw. 4,3 Prozent. Der Vermarkter RMS konnte seine Reichweite um 5,6 Prozent auf 10,11 Millionen Hörer ausbauen, AS&S Radio baute seine Hörerschaft um 2,8 Prozent auf 11,6 Millionen aus.

radio NRW bleibt trotz leichter Rückgänge mit 1,59 Millionen Hörern die Nummer eins auf dem Audiomarkt. Die Nummer 2, Bayern 1, legt zwar deutlich zu (+ 85.000 Hörer bzw. + 8,3 %), bleibt mit 1.1 Millionen Hörern aber deutlich hinter dem Platzhirschen zurück.

Neben Bayern 1, das die größten Hörerzuwächse verzeichnet, gehören WDR 2 mit + 46.000 Hörer (+4,4 %; gesamt: 1,1 Mio.), R.SH Radio Schleswig-Holstein mit +45.000 Hörer (+19,1 %; gesamt: 280.000) und Rock Antenne mit + 44.000 Hörer (+24,9 %; gesamt: 221.000) zu den größten Gewinnern.

Audiostreaming beschert Musikbranche Wachstum

Wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mitteilte, nahm die Branche auf dem weltweit viertgrößten Musikmarkt in den ersten sechs Monaten vor allem durch Audiostreaming, CDs, Downloads und Vinyl insgesamt 783,2 Millionen Euro ein. Das waren 7,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum (725,9 Millionen Euro Umsatz).

Zwischen 1998 und 2012 hatten sich die Umsätze der deutschen Musikindustrie fast halbiert. Die höchste Wachstumsrate seit 1993 sei nun vor allem dem Audiostreaming zu verdanken, das um 27,7 Prozent zulegte und bei 56,4 Prozent Marktanteil liegt. Daneben habe sich die CD mit einer gegenüber dem Vorjahreszeitraum halbierten Rückgangsrate von minus 11,7 Prozent „leicht stabilisiert“, während Vinyl nach einer kleinen Delle wieder Zuwächse verzeichnete (plus 7,4 Prozent). Downloads wurden deutlich weniger nachgefragt (minus 16,3 Prozent).

Insgesamt wuchs das Digitalgeschäft – vorrangig Streams und Downloads – in den ersten sechs Monaten des Jahres um 21,1 Prozent auf einen Anteil am Umsatz von 66 Prozent (Gesamtjahr 2018: 56,7 %). CDs haben noch 28,2 Prozent Marktanteil (2018: 36,4 Prozent), Vinyl-Platten weiterhin 4,4 Prozent.

Beim Fernsehen Sprache lernen: Österreichische App soll Integration fördern

Im Rahmen eines Integrationsprogramms kooperiert das Land Oberösterreich mit dem österreichischen Startup Unternehmen uugot.it. Mit einer App sollen Sprachlernprozesse beim Fernsehen unterstützt werden. Im Fokus des Programms stehen zurzeit Migranten mit tschetschenischer Herkunft und russischer Muttersprache, so der oberösterreichische Landesrat Rudi Anschober.

Mit Untertiteln Sprachen lernen – darauf baut die App uugot.it des gleichnamingen österreichischen Startups. Die App ermöglicht es Nutzern TV-Sendungen mit Untertiteln in ihrer Originalsprache auf Smartphone und Tabletts zu streamen. In Österreich bedeutet das, dass Programme wie der ORF mit deutschen Untertitel versehen werden. Die Untertitel sind dabei interaktiv – sollte ein Wort nicht verstanden werden, können Nutzer auf den jeweiligen Begriff klicken, um ihn in der eigenen Sprache übersetzt zu bekommen.

Audio Ma: Bayern 1 legt zu, SWR 3 fällt zurück

Die Zahlen der neuesten Audio-MA 2019/II fallen für die Radio-Branche insgesamt sehr positiv aus. Demnach konnte der Werbefunk im Ganzen seine Hörerzahl in der Durchschnittsstunde (Mo-Fr, 6-18 Uhr – das ist für alle weiteren Angaben auf dieser Seite die Grundlage, sofern nicht anders angegeben) um 918.000 oder 4,3 Prozent steigern. Reichweitenstärkster Vermarkter bleibt dabei zwar ARD Sales & Services mit 11,6 Millionen Hörern in der Durchschnittsstunde, hier fiel das Reichweitenwachstum mit +2,8 Prozent aber unterdurchschnittlich hoch aus. Konkurrent RMS legte hingegen um 5,6 Prozent auf 10,1 Millionen Hörer zu. Die kleineren Vermarkter Studio Gong (+16,9 Prozent) und Energy (+11,5 Prozent) verzeichneten noch deutlicheres Wachstum.

Auch wenn man auf die einzelnen Sender blickt, dann findet man in der Top20-Liste überwiegend grüne Zahlen. Ganz vorne rangiert weiter das Lokalsender-Konglomerat Radio NRW, das mit knapp unter 1,6 Millionen Hörern allerdings einen minimalen Reichweitenverlust hinnehmen musste. Bayern 1 legte hingegen massiv um 8,3 Prozent zu und ist mit knapp über 1,1 Millionen Hörern nun stärkster Einzelsender. Bei der letzten Audio-MA hatte noch SWR 3 diesen Platz inne, da der Sender aber 3,6 Prozent Reichweite verlor, zogen auch noch WDR 2 und Antenne Bayern vorbei und verwiesen SWR 3 auf Rang 5. Die fünf genannten Sender bilden auch die Gruppe der Hörer-Millionäre, dahinter folgt Bayern 3 dann schon mit deutlichem Rückstand: 868.000 Hörer wurden hier gezählt, der Rückstand auf den privaten Konkurrenten Antenne Bayern wurde somit nur minimal kleiner.

Trump und der Brexit lassen globale IT-Ausgabe stagnieren

Die globalen IT-Ausgaben für Hardware und Software werden für 2019 bei rund 3,74 Billionen Euro liegen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem minimalen Anstieg von gerade einmal 0,6 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Analystenhaus Gartner in seiner „IT Spending Forecast“.

Den Grund für die Stagnation sehen die Experten in der aktuell schwierigen Wirtschaftslage. Rezessionsbefürchtungen aber auch der anstehende Brexit, sowie Handelskriege und Zölle verunsichern die Käufer. John-David Lovelock, Research Vice President bei Gartner, merkt allerdings auch an, dass sich die Wachstumsraten auf Länderebene deutlich unterscheiden.

Besonders die in einem Handelskrieg verstrickten Kontrahenten USA und China könnten mit verhältnismäßig hohen Wachstumsraten rechnen. Laut Gartner werden die IT-Ausgaben in Nordamerika dieses Jahr voraussichtlich um 3,7 Prozent und in China um 2,8 Prozent ansteigen.

Anbietern aus der IT-Branche rät Lovelock, sich auf den anstehenden Rückgang vorzubereiten. Die Unternehmen sollten mit einem Produktmix und angepassten Betriebsmodell planen, um ihr Produktportfolio im tatsächlichen Falle eines Rückgangs auch weiterhin optimal zu positionieren, so der Gartner-Experte.

Am härtesten wird es der Prognose zufolge den Markt für Endverbraucher-Geräte treffen. Es gäbe kaum noch „neue“ Käufer in diesem Segment. Der Markt werde vielmehr von Replacements und Upgrades beherrscht, so Lovelock. Dank einer immer weiter zunehmenden Anbindung an die Cloud verlängert sich die Lebensdauer der bereits verkauften Geräte zusätzlich. Entsprechend sinkt der Umsatz in diesem Bereich in 2019 um 4,3 Prozent auf 282 Milliarden US-Dollar.

Auf der anderen Seite der Skala sieht Gartner den Markt für Unternehmenssoftware. Hier erwarten die Experten für 2019 das stärkste Wachstum um 9 Prozent auf 467 Milliarden US-Dollar. Vergangenes Jahr lag der Umsatz noch bei 419 Milliarden US-Dollar.

Google gestaltet seine News-Anzeige neu

Google kündigt jetzt eine Überarbeitung des News Tab in seiner Web-Suche an. Im neuen Look soll die Nachrichtenabteilung schlichter erscheinen, während die Publisher stärker hervorgehoben werden.

Schon in Kürze will Google den „Nachrichten“-Tab so aktualisieren, dass Publisher stärker hevorgehoben werden als die Schlagzeilen. Das geht aus einer Vorschau hervor, die das Unternehmen jetzt für die Desktop-Version seiner Suchmaschine getweetet hat. Mit der jüngsten Änderung kommt Google erneut den Bedürfnissen der Nachrichten-Publisher entgegen – und versucht auch damit, den Fake News etwas entgegen zu setzen.

In Zukunft werden die bekanntesten Nachrichtenquellen deutlich oberhalb der Suchergebnisse hervorgehoben. Die unübersichtliche Link-Liste mit Nachrichtenüberschriften dagegen soll der Vergangenheit angehören. Stattdessen ähnelt der optimierte News-Tab nun dem Kartenformat der Google-News-Hauptseite oder den Google News auf dem Smartphone.

Anstatt mehrere ähnliche Nachrichtenthemen innerhalb einer Karte zusammenzufassen, scheint jeder Artikel in einer eigenen Karte dargestellt zu werden. Das führt dazu, dass pro Seite weniger Links hervorgehoben werden können. Die Betonung liegt stattdessen auf einzelnen Artikeln.

Laut Google sollen in der aktualisierten Registerkarte „News“ nicht nur die Namen der Nachrichtenquellen stärker hervorgehoben, sondern auch die Artikel übersichtlicher dargestellt werden.
Das Redesign soll bereits in den nächsten Wochen ausgerollt werden.

Künstliche Intelligenz erreicht die Wohnzimmer

In erster Linie werden entsprechende Lösungen zwar derzeit für Mobilität und Verkehr genutzt, ergab eine repräsentative Studie, die die Branchengesellschaft gfu im Vorfeld der IFA in Berlin in Auftrag gegeben hat. Aber auch in den für die Messe relevanten Branchen nehme KI eine zunehmend wichtige Rolle ein, betonte die gfu.

So nutzen bereits 80 Prozent der Befragten KI zur Verkehrsleitung oder planen den Einsatz, wie die Umfrage unter 2 000 Haushalten in Deutschland ergab. Inzwischen steuern jedoch auch bereits 68 Prozent ihre smarten Unterhaltungsgeräte per Sprache. 63 Prozent verwenden entsprechende Lösungen für die Live-Übersetzung. Und Haushaltsgeräte steuern 57 Prozent der Befragten per Sprache mit Hilfe von KI.

Generation Z kauft Influencern nach

Was die österreichische Generation Z, also junge Menschen im Alter von 15 bis 22 Jahren, bewegt, wie sie einkauft, und welche Faktoren ihr Einkaufsverhalten bestimmen, hat der Handelsverband gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut MindTake Research und der Preisvergleichsplattform idealo eruiert.

„Mehr als die Hälfte der Befragten hat bereits zumindest einmal ein Produkt gekauft, weil es von einem Online-Promi beworben wurde. Immerhin acht Prozent haben auch schon mal direkt auf der Website eines Influencers geshoppt“, bestätigt Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Als ausschlaggebende Kriterien hierfür werden eine überzeugende Produktpräsentation (82 Prozent), Inspiration (76 Prozent) sowie Vertrauen (71 Prozent) genannt. Trotz der Vielfalt am Markt spielen Whats App (92,3 Prozent), Instagram (84,0 Prozent) und YouTube (80,2 Prozent) im Social Media Ranking der Generation Z in einer eigenen Liga.

Junge Österreicher shoppen am liebsten im Shopping Center

Bei den beliebtesten Einkaufsarten belegt überraschenderweise nicht der eCommerce Platz eins. Stattdessen hat das Shopping Center deutlich die Nase vorne. Mehr als ein Viertel der Generation Z kauft am liebsten im Einkaufszentrum. Die Gründe dafür: verbesserte Erlebnis- und Unterhaltungsprogramme, der verstärkte Einsatz von Gamification-Elementen sowie ein breites Gastronomie-Angebot. Rund ein Fünftel bevorzugt Onlineshopping. Platz drei belegt die klassische Einkaufsstraße mit 13 Prozent.

Geht es um die gezielte Informationssuche vor dem Kauf eines Produktes, vertrauen die heimischen Teenager insbesondere auf Online-Suchmaschinen wie Google. Empfehlungen von Freunden und Bekannten spielen ebenfalls eine große Rolle. Beliebt sind auch Preisvergleichsplattformen, die von mehr als einem Viertel der Generation Z genutzt werden. Sprachassistenten wie Amazon Alexa dürften hingegen noch ein Nischenthema sein – lediglich fünf Prozent der jungen Österreicher nutzen Smart Assistants als Informationsquelle für den Einkauf. „47 Prozent der Generation Z greift mobil – also via Smartphone – auf Vergleichsplattformen wie idealo.at zu. Zudem stammt mehr als ein Viertel des gesamten österreichischen idealo-App-Traffics von Kunden, die 24 Jahre oder jünger sind. Entsprechend hat die Mobile Optimierung und die Weiterentwicklung unserer App hohe Priorität“, erläutert Veronika Bahr, Country Managerin von idealo Österreich.

Expressversand auf dem Vormarsch

Neben Sneakern sucht die junge Generation auf idealo vor allem nach Elektronikartikeln. Dabei stehen Smartphones mit deutlichem Abstand auf Platz eins der beliebtesten Produktkategorien. Die Generationen Z shoppt hierzulande am liebsten abends zwischen 20 und 21 Uhr auf idealo.at. Und: Der österreichische Nachwuchs ist auch bereit, für eine schnelle Lieferung zu bezahlen. Fast ein Drittel der jüngeren Generation bis 22 Jahre nutzt den Expressversand häufig, während es etwa bei den 45- bis 54-Jährigen nur 13 Prozent und bei den 55- bis 65-Jährigen sogar nur sechs Prozent sind.

Bereits drei von vier Österreichern setzen auf Mobile Banking

Eine von der ING Austria in Auftrag gegebene Studie verleiht dem durchschnittlichen Österreicher den Status „Heavy User“, wenn es um die Smartphonedichte (92 Prozent) sowie die Akzeptanz von Mobile Banking geht.

Während die Nutzung des Smartphones für Bankingzwecke vergangenes Jahr noch bei 63 Prozent und 2014 bei 43 Prozent lag, sind heute bereits 75 Prozent der Meinung, alles Notwendige via digitalem Banking erledigen zu können.

„Das Smartphone macht mir das persönliche Finanzmanagement einfacher“, meinen 57 Prozent der Österreicher diesbezüglich. Am häufigsten (53 Prozent) wird das Endgerät zum Überprüfen des Kontostandes verwendet.

Die „ING International Survey“ wurde in 13 Ländern Europas durchgeführt. In Österreich wurden rund 1.000 Personen befragt.

Whatsapp läuft Facebook den Rang ab

Auf fast jedem Handydisplay flimmern Youtubeclips. 74 Prozent der deutschen Internetuser nutzen das Videoportal. Damit liegt Youtube noch vor Whatsapp. Facebook hingegen verliert mehr und mehr an Bedeutung. Das geht aus dem Social-Media-Atlas der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna hervor.

Doch nach Youtube ist nun auch Whatsapp an dem Social Network vorbeigezogen. Auf Facebook sind aktuell nur noch 69 Prozent der deutschen Internet-Nutzer unterwegs. Damit setzt sich ein Trend fort. Vor allem Teenager haben Facebook den Rücken gekehrt, Zuspruch erhielt das Freunde-Netzwerk zuletzt vor allem durch ältere User.

Für Sorgenfalten dürfte der Trend beim Branchenriesen aber nicht sorgen. Der vom Hause Zuckerberg aufgekaufte Messenger-Dienst Whatsapp kommt bei 71 Prozent der Onliner zum Einsatz. Damit sichert sich Whatsapp den zweiten Platz unter den Social-Media-Kanälen mit den meisten Nutzern und tauscht mit der hausinternen Konkurrenz den Platz. Spitzenreiter bleibt Youtube, das noch drei Prozentpunkte vor Whatsapp liegt.

Andere Dienste reichen aktuell nicht an die Popularität des Spitzentrios heran. Instagram (37 Prozent), Internet-Foren (33 Prozent) sowie die Online-Pinnwand Pinterest (30 Prozent) werden von weit weniger als der Hälfte der Netzgemeinde genutzt. Zumindest mehr als jeder fünfte Onliner nutzt Blogs (28 Prozent), den Kurznachrichtendienst Twitter (25 Prozent) und das Berufsnetzwerk Xing (24 Prozent). Es folgen Snapchat mit 18 Prozent, sowie der Xing-Konkurrent LinkedIn und der Schulfreundefinder Stayfriends (jeweils 17 Prozent).

Auch regional lässt sich die Republik in Social-Media-Muffel und Digital Natives unterteilen. In Nordrhein-Westfalen erfreuen sich Social-Media-Dienste der größten Beliebtheit: 91 Prozent der Onliner ab 16 Jahren nutzen im bevölkerungsreichsten Bundesland Social Media. Bei Schlusslicht Sachsen-Anhalt sind hingegen nur 72 Prozent im Web 2.0 unterwegs.

Für den aktuellen Social-Media-Atlas wurden 3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentative Internetnutzer ab 16 Jahren in Form eines Online-Panels zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Die Umfrage wurde im Dezember 2018 durchgeführt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet.

Studie: Mehr als 1000 Android-Apps sammeln unerlaubt Daten

Im Zuge der Studie wurden 88.113 Apps aus dem US-Angebot des Google Play Store geprüft. Davon griffen insgesamt 1325 Apps auf Daten zu, für die sie keinerlei Berechtigung hatten, unter anderem Standort und Daten, die das Gerät und den Nutzer eindeutig identifizierbar machten.

Die Studie, die bereits Ende Juni auf der Fachkonferenz PrivacyCon präsentiert wurde, übt heftige Kritik an der Vorgehensweise der App-Entwickler. „Grundsätzlich haben Konsumenten nur sehr wenige Möglichkeiten und Ansätze, um ihre Daten zu schützen und bewusste Entscheidungen darüber zu treffen“, so Serge Egelman, einer der Studienautoren. „Wenn App-Entwickler das System einfach umgehen können, dann macht es auch keinen Sinn, nach Erlaubnis zu fragen.“

Die Studienautoren haben Google über die entdeckten Schlupflöcher bereits vergangenen September informiert. Der US-Konzern versprach, diese in der kommenden Android-Version Q zu stopfen. Unter anderem werden Apps Fotos und WLAN-Daten nicht mehr nutzen können, um ohne ausdrückliche Erlaubnis den Standort zu bestimmen. Derartiges Verhalten wies unter anderem die beliebte Foto-App Shutterfly auf, die laut Play Store mehr als fünf Millionen Mal heruntergeladen wurde.

Diese durchsuchte Fotos nach Standortdaten, auch wenn der Nutzer der App diese Berechtigung verweigerte. Das US-Unternehmen dementiert dieses Vorgehen. Man habe diese Daten lediglich gesammelt, „um das Nutzererlebnis mit Funktionen wie Kategorisierung und personalisierten Produktempfehlungen zu verbessern“, wie es auch in der Datenschutzrichtlinie vermerkt sei. Auch die Studienautoren räumen ein, dass das Sammeln der Daten nicht in böser Absicht erfolgt sein muss. „Andererseits lässt ein Fall, in dem eine App Code enthält, um Daten mit Berechtigung zu sammeln, aber auch Code für Umwege beinhaltet, keine einfachen Ausreden zu.“

Gutachten: Alexa birgt Risiken für Kinder

„Alexa, bist du gefährlich für Kinder?“ Die Antwort lautet: ja. Das sagen jedenfalls die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestags. Einem Gutachten zufolge birgt Amazons Sprachassistent Risiken für Minderjährige und unbeteiligte Besucher.

Die Experten kritisieren, dass Kinder persönliche Informationen preisgeben oder mit ihrer Stimme Inhalte abrufen könnten, die für Minderjährige nicht geeignet sind. Außerdem könne Alexa Daten von Menschen sammeln, die sich dessen nicht bewusst sind: Wer in einem Haus mit einem smarten Lautsprecher zu Gast sei, wisse nicht unbedingt, dass eine Software Umgebungsgeräusche aufzeichne.

In dem Gutachten bescheinigen die Wissenschaftliche Dienste Amazon, dass es der Pflicht zur Informationsvermittlung bei der Datenerhebung ausreichend nachkomme. Mit Blick auf die USA sei allerdings unklar, „zu welchen weiteren Zwecken Amazon seine Daten zukünftig nutzen könnte“. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass Kriminelle Zugriff auf die Daten in der Amazon Cloud erlangen könnten. Dort seien viele Informationen gespeichert, sodass ein Hack „die Nutzer von Alexa besonders sensibel treffen“ könne. In der Vergangenheit gab es aber keine Hinweise auf Sicherheitslücken bei Amazon.

Das Bundesinnenministerium fühlt sich in der Sache nicht zuständig. „Die Nutzung der Sprachassistenten betrifft Datenverarbeitungen durch nichtöffentliche Stellen“, sagte ein Sprecher. Dafür lasse die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU den nationalen Gesetzgebern so gut wie keinen Regelungsspielraum.

„Wir müssen darauf dringen, dass die Einwilligungserklärung für den Nutzer auf die Gefahren und Möglichkeiten hinweist, die mit der Übertragung und Nutzung der Daten sowie der Daten von Dritten, die sich zufällig im Raum befinden, hinweist“, sagte der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Uwe Kamann. Dies müsse detailliert erfolgen, „und nicht, indem man nur einmal ein Häkchen für alles setzt“. Kamann hatte die Wissenschaftlichen Dienste explizit nach Alexa gefragt. Dieses Problem treffe aber nicht nur Amazon: „Bei allen sprachbasierten Aufzeichnungssystemen gibt es diesen kritischen Punkt.“

Die Echo-Geräte von Amazon übertragen die Aufzeichnung erst dann auf die Amazon-Server, wenn der Nutzer ein Aktivierungswort ausspricht. Zur Auswahl stehen „Alexa“, „Computer“, „Echo“ oder „Amazon“. Digitale Sprachassistenten wie Alexa, Siri von Apple oder der Google Assistant können Fragen beantworten, bestimmte Musik abspielen, Lebensmittel bestellen und andere Aufgaben erledigen. Sie eignen sich auch, um das Smart Home zu steuern.

IVW-Monat Juni: Joyn startet stärker als Vorgänger 7TV jemals war

Das Trommeln für die neue Streaming-Plattform Joyn hat sich ausgezahlt: Mit 4,03 Mio. Inlands-Visits hat das Angebot laut IVW im Juni so gute Zahlen erreicht, wie es der Vorgänger 7TV nie geschafft hat – und das, obwohl die Plattform ja erst seit dem 18. Juni Joyn heißt. Bis zum Erreichen des RTL-Konkurrenten TV Now ist es allerdings noch ein langer Weg: Dort gab es im Mai 15,82 Mio. Inlands-Visits. Ganz vorn im IVW-Ranking weiterhin: ebay Kleinanzeigen vor Bild und T-Online.

An der Spitze des IVW-Rankings bleiben unterdessen ebay Kleinanzeigen, Bild und T-Online, die aber alle Visits gegenüber dem Mai verloren: 8,1%, 8,1% und 5,9%. Auf den Rängen 4 und 5 hingegen wuchsen die Zahlen von WetterOnline und wetter.com um massive 29,4% und 22,4% – eine Entwicklung, die für Sommermonate aber völlig normal ist. Wird das Wetter schöner, steigen die Zugriffe auf Wetterberichte. Das zeigt sich auf bei Wetter.de auf Platz 23, dem Weather Channel auf 37, sowie bei Kachelmannwetter.com, das mit inzwischen 6,76 Mio. Inlands-Visits allmählich an die Tür der IVW-Top-100 anklopft und sich gegenüber dem Mai um satte 71,1% steigerte.

Deutlich im Minus befanden sich im Juni hingegen der kicker, der nach dem Ende der Fußball-Saisons deutliche 31,1% verlor, sowie Merkur.de, das um 29,3% nach unten fiel. Auch hier dürfte der Fußball eine Rolle bei der Negativ-Entwicklung gespielt haben.

YouTube ist beliebtestes soziales Medium in Deutschland

Fast drei Viertel der deutschen Internetnutzer (74 %) sind regelmäßig auf YouTube unterwegs. Damit ist das Google-Videoportal das zweite Mal in Folge der beliebtester Social-Media-Dienst in Deutschland. Das ergab der Social-Media-Atlas der Unternehmensberatung Faktenkontor, Hamburg, und des Marktforschungs-unternehmens Toluna, Frankfurt am Main. Für die Untersuchung wurden im Dezember 2018 insgesamt 3.500 deutsche Internetnutzer ab 16 Jahren befragt wurden.

Laut der Studie büßt Facebook (69 %) einen weiteren Platz ein und rutscht vom zweiten auf den dritten Rang ab. Das Freunde-Netzwerk wird dabei von einem Angebot aus den eigenen Reihen überholt: Der von Marc Zuckerberg aufgekaufte Messenger-Dienst WhatsApp kommt bei 71 Prozent der Onliner zum Einsatz. Mit deutlichem Abstand folgen Instagram (37 %), Internet-Foren (33 %) sowie die Online-Pinnwand Pinterest (30 %).

Ebenfalls beliebt sind Blogs (28 %), der Kurznachrichtendienst Twitter (25 %) und das Berufsnetzwerk Xing (24 %). Snapchat verwenden 18 Prozent, den Xing-Konkurrenten LinkedIn und den Schulfreunde-Netzwerk Stayfriends jeweils 17 Prozent.

Regional betrachtet erfreuen sich die sozialen Medien in Nordrhein-Westfalen der größten Beliebtheit: 91 Prozent der User im bevölkerungsreichsten Bundesland nutzen Social Media. Anders sieht es die Situation in Sachsen-Anhalt aus: Hier surfen nur 72 Prozent im Web 2.0.

Amazon will mit Satelliten globale Breitbandversorgung gewährleisten

Amazon treibt sein „Project Kuiper“, das Internet für jedermann bieten soll, weiter voran. Der E-Commerce-Riese hat bei der Federal Communications Commission (FCC) die Genehmigung für seinen Breitbandsatellitenbetrieb beantragt. Dabei verweist Amazon unter anderem auf mögliche Synergien mit Amazon Web Services, berichtet GeekWire.

Im April wurden zum ersten Mal Amazons Pläne bekannt, mehr als 3.200 Satelliten in eine erdnahe Umlaufbahn bringen zu wollen, um damit eine globale Breitbandversorgung zu gewährleisten. Die aktuellen Einreichungen bei der FCC zeigen nun, dass das Projekt aus 3.236 Satelliten in 98 Orbitalflugzeugen in Höhen zwischen 590 und 630 Kilometern bestehen soll. „Das Kuiper-System wird satellitengestützte Breitbandkommunikationsdienste für mehrere zehn Millionen unversorgte und unterversorgte Verbraucher und Unternehmen in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt bereitstellen“, heißt es in dem Antrag.

Kuiper Systems soll dafür die Expertise des Technologiekonzerns aus Seattle bei der Bereitstellung von Verbraucherdienstleistungen sowie die bodenbasierte Infrastruktur, die für Amazon Web Services aufgebaut wurde, nutzen. „Amazon verfügt über eine globale terrestrische Netzwerk- und Recheninfrastruktur, die für das Kuiper-System erforderlich ist, einschließlich interkontinentaler Glasfaserverbindungen, Rechenzentren, Edge-Compute-Fähigkeiten und der Tools, Techniken und des Know-hows für den sicheren und effizienten Datentransport“, so Amazon.

Milliarden Menschen ohne Breitbandzugang

Zudem führt Kuiper Systems in den Anmeldungen Studien an, die darlegen, dass 3,8 Milliarden Menschen weltweit keinen zuverlässigen Breitbanddienst haben und dass 21,3 Millionen Amerikaner keinen Zugang zu festem Breitband haben.

Facebooks Libra soll auch ein dezentrales Identitätssystem enthalten

Mit seinem Konzept für eine neue digitale Währung namens Libra hat Facebook Ende Juni für Aufsehen gesorgt. Doch die Pläne dahinter reichen noch weiter: In der umfangreichen Dokumentation erklärt das Unternehmen, eines der Ziele der Libra Association sei, „einen offenen Identitätsstandard zu entwickeln und zu fördern“. Eine „dezentralisierte und portable digitale Identität“ sei eine Grundvoraussetzung für finanzielle Inklusion und Wettbewerb. Doch ähnlich wie bei Libra als Währung melden Kritiker Zweifel daran an, wie weit die behauptete Dezentralisierung wirklich geht, berichtet Technology Review online in „Die radikale Idee für digitale Identität hinter Libra“.

Theoretisch würde ein dezentralisiertes System zur Identifizierung für Internet-Nutzer bedeuten, dass sie sich nicht mehr auf die Login-Möglichkeiten von Facebook oder Google verlassen müssten, sondern sie selbst besitzen und kontrollieren. Dadurch könnten diese Informationen besser vor Hackern und Dieben geschützt sein, weil sie nicht auf den Servern von Unternehmen lägen. Dieses Konzept ist so etwas wie der Heilige Gral in der Welt der Internet-Technik, und Entwickler arbeiten seit Jahren daran. Große Unternehmen wie Microsoft oder IBM beschäftigen sich seit einiger Zeit ebenso mit dezentralisierten Identitätsanwendungen wie eine Reihe von Start-ups.

Disney wird den Streaming-Markt erschüttern

Mit seinen exklusiven Inhalten setzte der US-Dienst ein Zeichen, dass die Konkurrenz nicht mehr lang übersehen konnte. Inhalte wurden immer wichtiger, die Jagd nach Alleinstellungsmerkmalen begann.

Reine Abspielplattformen wie Watchever blieben zunehmend auf der Strecke. HBO und Starz sind zum Beispiel längst ins Geschäft eingestiegen, Comcast und Warner sind nur zwei weitere Anbieter, die bald nachziehen wollen. Und Disney.

Am 12. November soll Disney + in den USA an den Start gehen. Einen deutschen Termin gibt es zwar noch nicht, doch es wird sicher nicht lange dauern, bis der neue Dienst mit der Expansion beginnt. Und der könnte die ganze Branche zum Beben bringen, denn Disney + bringt eine Schlagkraft mit, die bisher kein VoD-Anbieter hatte: Ein Image, riesige Fangemeinden und einen ganzen Sack voll Titel, die sich schon allein durch ihren Namen verkaufen. Quasi all das, was sich Netflix mit Serien wie „House of Cards“ oder „Orange is the new black“ in den letzten Jahren mühsam aufgebaut hat und woran Konkurrent Amazon noch immer arbeitet. Der Online-Händler konnte zwar schon einige Erfolge verbuchen, der große Knaller im Portfolio fehlt aber noch. Die geplante „Herr der Ring“-Serie soll diese Lücke füllen, aber auch die wird sich erst noch beweisen müssen.

Über all das muss sich Disney keine Gedanken machen. Neben den berühmten Zeichentrickfilmen und den Realverfilmungen, die vor einigen Jahren angelaufen sind und demnächst um „König der Löwen“ und „Mulan“ ergänzt werden, kommen große Franchise wie „Star Wars“ und das Marvel-Universum dazu. Neben den mehr als 20 Superhelden-Filmen gibt es bereits jetzt einige Serien-Ableger, die sich bei Disney noch weiter vermehren sollen.

Weitere namhafte Inhalte kommen vom Unterhaltungskonzern 21st Century Fox, an dem Disney erst vor einigen Monaten für satte 71 Milliarden Dollar große Teile übernommen hat. Die „X-Men“, die bunte Welt aus „Avatar“ oder auch die Kultserie „Die Simpsons“ werden damit wohl – samt aller noch folgender Fortsetzungen – über kurz oder lang Teil von Disney + werden.

Disney betritt damit den internationalen Streaming-Markt mit einer Schlagkraft, die eigentlich kein Konkurrent aufbringen kann. Hinzu kommt ein zweites wichtiges Argument: der Preis. Mit gerade mal 6,99 Dollar pro Monat hat Disney einen echten Kampfpreis ausgerufen, der um ganze zwei Dollar unter dem von Platzhirsch Netflix liegt.

So sollen alle zwischen 2016 und 2018 veröffentlichten Filme ab 2026 wieder bei Netflix verfügbar werden. Zudem werden auch noch einige populäre Serien wie „Greys Anatomy“ länger als 2019 bei Netflix bleiben, um die geschlossenen Lizenz-Verträge zu erfüllen.

Streit um geplantes Gesetz gegen Kriminalität im Darknet

Die Organisation Reporter ohne Grenzen befürchtet eine Beschränkung von Enthüllungsplattformen wie Wikileaks durch das geplante IT-Sicherheitsgesetz. Die Pläne würden lediglich zu einer Kriminalisierung des Einsatzes für Anonymität im Netz führen, teilte die Organisation mit.

Kernpunkt des Streits ist der Betrieb von Servern, die den Zugang zum Darknet ermöglichen. In diesem Netz können sich Internetnutzer fast komplett anonym bewegen. Das sind zum einen Anwender, die viel Wert auf Privatsphäre legen – aber auch Kriminelle. Um in das Darknet zu gelangen, benötigt man die Software „Tor“. Damit werden Daten zwischen „Tor“-Servern verschlüsselt weitergeleitet. Jeder Server kennt so nur seinen Vorgänger und seinen Nachfolger, aber nicht die gesamte Kette. Damit wird der Nutzer getarnt.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte, Ziel sei es nicht, die „Tor“-Software oder andere Anonymisierungsdienste zu verbieten.

Der Bundesregierung gehe es nicht darum, das anonyme Surfen zu unterbinden, sondern die Betreiber illegaler Handelsplattformen im Darknet zu stoppen. Der Sprecher sagte: „Es bestehen derzeit erhebliche Stafbarkeitslücken. Denn der Betrieb von Underground-Economy-Verkaufsplattformen selbst ist nach derzeitiger Gesetzeslage nicht hinreichend strafbewehrt.“ Das müsse sich ändern.

Audio-Streaming wächst ungebrochen

Audio-Streaming ist immer noch ein Wachstumsgeschäft und beliebter denn je: Sieben von zehn deutschen Internetnutzern (72 Prozent) hören zumindest hin und wieder Musik per Streaming. Im Vorjahr waren es 69 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Danach setzt mehr als die Hälfte (55 Prozent) auf Musik-Streaming-Dienste wie z. B. Spotify, Deezer oder Apple Music. In Österreich sind die Zahlen ähnlich.

Ähnlich viele (53 Prozent) streamen Musikvideos über Plattformen wie YouTube oder Vimeo. Zudem hört jeder dritte Internetnutzer (33 Prozent) sein Radioprogramm per Stream. Zum Vergleich: Nur noch zwei von fünf Internetnutzern (38 Prozent) laden Musikdateien dauerhaft auf ihre Endgeräte herunter.

Dabei sind Musiktitel mit weitem Abstand die beliebtesten Inhalte auf Streaming-Plattformen. Nahezu alle Streaming-Nutzer (98 Prozent) hören auf diese Weise Musik. Jeder Fünfte (21 Prozent) hört zudem Podcasts, 14 Prozent auch Hörspiele oder Hörbücher. Wer einmal auf den Geschmack gekommen ist, nutzt seinen Streaming-Dienst regelmäßig.

Fast jeder Zweite geht mit Alexa ins Bett

Smarte Lautsprechersysteme gehören ohne Zweifel zu den Lieblings-Gadgets der Deutschen. Bereits 2018 hat sich die Anzahl der Nutzer in Deutschland auf 8,6 Millionen verdoppelt. Tendenz weiter steigend. Eine aktuelle Studie der Berliner Agentur Beyto legt nun offen, wie genau Speaker wie Amazon Echo, Google Home und Apple Homepod genutzt werden – und wo.

Für ihre Studie hat die Digitalagentur Beyto von Ende März bis Mitte April 2019 insgesamt 1.500 Deutsche ab 18 Jahren befragt. Davon gaben 933 Teilnehmer an, mindestens einen sprachgesteuerten Assistenten zu besitzen. Diese Personengruppe wurde dann im Hinblick auf verschiedene Nutzungsmuster eingehender befragt.

Die Studie zeigt, dass Amazon längst nicht nur den deutschen Handel beherrscht. Auch im Smart-Speaker-Markt hat der Konzern die Konkurrenz teils meilenweit abgehängt. Der Mini-Speaker Amazon Echo Dot ist mit einem Anteil von 55,7 Prozent die klare Nummer 1. Auch den großen Bruder Amazon Echo hat fast jeder zweite Smart-Speaker-Nutzer im Einsatz. Der Amazon Echo Show kommt immerhin auf einen Anteil von 9,1 Prozent, wobei Mehrfachnennungen erlaubt waren. Unter dem Strich besitzen drei Viertel der Befragten mindestens ein Smart-Speaker-Modell von Amazon. Google gelingt mit dem Home Mini (19,7 Prozent) ein Achtungserfolg. Apple dagegen läuft dem Marktführer meilenweit hinterher. Nur 4,8 Prozent der Nutzer haben einen Homepod zuhause stehen.

Für ihre Besitzer sind Smart Speaker deutlich mehr als ein schickes Accessoire. Satte 82 Prozent der Befragten geben an, die sprachgesteuerte Assistenz täglich einzusetzen. Diese hohe Nutzungsintensität findet offenbar in mehr als einem Raum statt – denn über 60 Prozent der Befragten besitzen mindestens zwei Smart Speaker, jeder fünfte Nutzer sogar vier und mehr Geräte.

Quelle: Beyto / Frage: Welche(n) Smart Speaker benutzen Sie? (Mehrfachantworten waren möglich) via Horizont.net

Downloads der Quiz-App HQ Trivia brechen im 1. Halbjahr 2019 ein

Seit 2017 ist die Quiz-App HQ Trivia auf dem Markt und seitdem auf einem Höhenflug. Dieser scheint sich im Jahr 2019 jedoch nicht fortzusetzen. Zum einen sind die Download-Zahlen massiv eingebrochen und zum anderen soll es Ärger zwischen der Belegschaft und Chef Rus Yusupov geben.

Die mobile Quiz-App HQ Trivia stehen schwierige Zeiten bevor: So liegen die Download-Zahlen im ersten Halbjahr 2019 mehr als 90 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums. Dies zeigt eine Auswertung der Firma Sensor Tower. Zwischen Januar und Juni dieses Jahres waren es laut Auswertung 827.000 Downloads, im gleichen Zeitraum 2018 waren es 10,2 Millionen.

HQ Trivia hatte Ende 2018 den plötzlichen Tod von Mitgründer Colin Kroll zu verkraften. Seitdem hat Rus Yusupov, ebenfalls Mitgründer der App, die Leitung des Unternehmens übernommen, was zu Problemen mit den Mitarbeitern geführt haben soll. Ein Großteil des Teams soll einen Brief vorbereitet haben, der das Gremium um die Absetzung von Yusupov bitten sollte.

Über ein Drittel der Gewerbegebiete ohne schnelles Internet

Das gehe aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor. Demnach gelten von bundesweit 62 074 Gewerbegebieten 21 745 und damit 35 Prozent als unterversorgt.

Die maximale Internetgeschwindigkeit ist hier schlechter als 50 Mbit/s. Besonders betroffen seien Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, wo jeweils etwa 57 Prozent der Gewerbegebiete als unterversorgt gelten.

Apple plant faltbares iPad für 2020

Dieser lässt sich in der Mitte auf ein kompakteres Format zusammenklappen. Details zur Funktion sind bislang eher spärlich gesät, das faltbare Tablet soll jedoch über ein 5G-Modem verfügen und insbesondere Microsofts Surface-Geräte unter Druck setzen. Zudem soll ein leistungsfähiger Chip aus der hauseigenen A-Reihe verbaut werden.

Unklar ist auch, inwieweit Apple die Probleme gelöst hat, mit denen andere Hersteller noch kämpfen. Samsung musste den Start seines faltbaren Smartphones Galaxy Fold auf unbestimmte Zeit verschieben, weil durch einen Konstruktionsfehler Fremdkörper in das Smartphone gelangen und den Bildschirm beschädigen konnten. Ebendas passierte vielen Testern, die plötzlich über einen defekten Bildschirm klagten. Auch Huawei verschob zuletzt den Marktstart seines faltbaren Smartphones Mate X.

Statussymbol: Musik-Streaming löst Kopfhörer-Boom aus

Ob nur unterwegs, beim Sport oder als modisches Accessoire: Kopfhörer sind aus dem Alltag in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Sieben von zehn Bundesbürgern ab 16 Jahren (71 Prozent) besitzen Kopfhörer, um etwa Musik zu hören. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des deutschen Digitalverbands Bitkom. „Die Kombination aus einer hohen Smartphone-Verbreitung und wachsenden Streaming-Angeboten hat einen Kopfhörer-Boom ausgelöst“, sagt Bitkom-Experte Sebastian Klöß. „Waren Kopfhörer früher reine Gebrauchsgegenstände, sind sie inzwischen Teil der Popkultur.“

Am weitesten verbreitet sind Ohrhörer, die in der Ohrmuschel oder dem Gehörgang sitzen und per Kabel verbunden werden. 73 Prozent der Besitzer haben solch ein Modell. Mit Abstand (28 Prozent) folgen Bügelkopfhörer, die über der Ohrmuschel getragen und per Kabel angeschlossen werden. Kabellose Bügelkopfhörer finden sich bei 13 Prozent der Kopfhörerbesitzer. Gut jeder fünfte Besitzer (22 Prozent) nennt kabellose Ohrhörer sein Eigen, von denen wiederum gut die Hälfte (54 Prozent) sogenannte True-Wireless-Kopfhörer hat. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus separaten Ohrhörern für jedes Ohr bestehen, die nicht per Kabel verbunden sind. Bei den meisten sind die Kopfhörer regelmäßig im Einsatz. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) nutzt seine Kopfhörer mindestens mehrmals pro Woche, darunter zwei von fünf (38 Prozent) sogar täglich. Mehr als jeder Fünfte (23 Prozent) sagt hingegen: Ich nutze meine Kopfhörer nie.

Ein Kopfhörer hat für viele Nutzer darüber hinaus praktische Nebeneffekte. Fast die Hälfte (47 Prozent) gibt an, dass sie die Geräte nutzt, um die eigene Umwelt auszublenden. Das kann mitunter auch problematisch sein. Denn 43 Prozent bestätigen, dass sie dadurch schon einmal in eine gefährliche Situation geraten sind. Zwei von fünf (42 Prozent) setzen die Kopfhörer auch auf, um den Mitmenschen zu signalisieren, nicht gestört werden zu wollen. Jeder Fünfte (21 Prozent) nutzt sie, um auf der Arbeit nicht abgelenkt zu werden. Und für ebenso viele sind Kopfhörer (21 Prozent) ein modisches Accessoire. 9 Prozent finden sogar, dass Kopfhörer ein Statussymbol sind.

Huawei-Forschungszentrum in Österreich?

Der 5G-Ausbau in Österreich, der die heimische Telekombranche Schätzungen zufolge rund drei Milliarden Euro kosten soll, erweckt auch international Begehrlichkeiten. Der chinesische IT-Konzern Huawei signalisiert jedenfalls Interesse. Angeblich eröffnet das Unternehmen im Oktober ein Forschungszentrum in Wien.

Eine offizielle Bestätigung seitens des Konzerns liegt den Angaben zufolge nicht vor. Vergangenen September habe der amtierende Huawei-Chef Guo Ping aber im Zuge seines Besuchs beim damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz bereits angekündigt, die Zusammenarbeit mit Österreich im Bereich Forschung und Entwicklung zu forcieren.

Am 19. September wird Huawei-Vorstand ChaoBin Yang, der im Konzern für den Mobilfunkstandard 5G verantwortlich ist, die Eröffnungsrede der heurigen Digitalkonferenz „Darwin’s Circle“ im Haus der Industrie in Wien halten. Zielgruppe der Veranstaltung sind heimische Führungskräfte, die sich mit internationalen Technologie-Größen über die Möglichkeiten der Digitalisierung austauschen.

Die teilstaatliche Telekom Austria hat sich bereits für den finnischen Netzwerkausrüster Nokia als 5G-Partner entschieden. Mitbewerber Drei habe noch keine Entscheidung getroffen und wolle niemanden ausschließen. Mauern hochzuziehen sei sicher der falsche Weg, so Drei-Chef Jan Trionow. „Ohne chinesische Hardware, ohne amerikanische Software können wir im großen Konzert nicht mitspielen.“ Bei 4G kooperiere Drei mit dem chinesischen Huawei-Konkurrenten ZTE, der auch 5G-Partner werden könnte.

Der Anbieter Magenta (vormals T-Mobile) hat sich ebenfalls noch nicht entschieden, setzt aber auf mehrere Hersteller. Die Beschaffungsstrategie werde derzeit neu bewertet, daher könne man keine Aussagen treffen, wo im Netz welche Bauteile von welchem Hersteller genutzt würden, so Magenta-Chef Andreas Bierwirth. Grundsätzlich verfolge das Unternehmen eine „Multi-Vendor“-Strategie.

Wachstum der Werbeinvestitionen in soziale Medien hat sich halbiert

Das Wachstum der Werbeinvestitionen in die großen sozialen Netzwerke hat sich im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. Das geht aus dem Global Ad Trend Report des britischen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens WARC hervor.

So stiegen die Werbeeinnahmen der sechs größten sozialen Netzwerke – berücksichtigt wurden die Unternehmen Facebook, Pinterest, Snap, Twitter sowie die chinesischen Internetkonzerne Tencent (WeChat) und Weibo – im 1. Quartal 2019 um 26,2 Prozent auf 17,9 Milliarden US-Dollar. Damit übertrumpfen Facebook & Co zwar nach wie vor alle anderen Medien, vor einem Jahr lag das Wachstum im ersten Quartal allerdings noch bei 51,6 Prozent. Innerhalb eines Jahres hat sich das Wachstum also halbiert.

Audio-Streaming wächst weiter

Sieben von zehn Internetnutzern (72 %) hören zumindest hin und wieder Musik per Online-Streaming. Im Vorjahr waren es 69 Prozent. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) nutzen dafür Musik-Streaming-Dienste wie z. B. Spotify, Deezer oder Apple Music.

Ähnlich viele (53 %) streamen Musikvideos über Plattformen wie YouTube oder Vimeo. Zudem hört jeder dritte Internetnutzer (33 %) sein Radioprogramm per Stream. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Dabei sind Musiktitel mit weitem Abstand die beliebtesten Inhalte auf Streaming-Plattformen. Nahezu alle Streaming-Nutzer (98 %) hören auf diese Weise Musik. Jeder Fünfte (21 %) hört zudem Podcasts, 14 Prozent auch Hörspiele oder Hörbücher.

Zwei Drittel der Nutzer (65 %) streamen täglich Audio-Inhalte. Darin enthalten sind 26 Prozent, die sogar mehrfach täglich bzw. dauerhaft per Stream hören. Weitere 15 Prozent tun dies mehrmals pro Woche.

Gesundheits-Apps: Beliebtheit steigt, Datenschutzsorgen bleiben

Fitnessarmbänder und Gesundheits-Apps werden nach Angaben einer von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Auftrag gegebenen Umfrage immer beliebter. Die vom Sozialforschungsinstitut Forsa durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass dabei mit 59 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten Datenschutzbedenken hat.

32 Prozent der Umfrageteilnehmer zwischen 18 und 50 Jahren benutzen nach eigenen Angaben Fitness-Armbänder oder Apps zum Aufzeichnen von Gesundheitsdaten. 2015 hatten in einer Befragung noch 14 Prozent angegeben, solche digitalen Angebote in Anspruch zu nehmen.

KKH-Vorstandschef Wolfgang Matz sagte, dass die Datenschutzbedenken der Befragten nicht unbegründet seien. Große Konzerne verfügten über umfangreiche, nicht kontrollierbare gesundheitsbezogene Datensammlungen. Es sei wichtig, die sensiblen Gesundheitsdaten vor Unternehmen zu schützen, die solche Daten für ihre gewinnorientierten Interessen nutzen könnten.

Laut Umfrage tracken 94 Prozent der Befragten hauptsächlich ihre Bewegung wie beispielsweise die Schrittzahlen. Daten zum Puls zeichnen etwa 47 Prozent auf, den Schlaf tracken 36 Prozent. Als Grund für die Aufzeichnung nennen 72 Prozent der Umfrageteilnehmer die eigene Kontrolle. Eine gesündere Lebensweise versprechen sich dadurch 51 Prozent, 47 Prozent würden dies lediglich „aus Spaß“ tun. Das Gesundheits-Tracking auf Empfehlung eines Arztes nannten vier Prozent als Grund.

Britische Wettbewerbshüter prüfen Einstieg von Amazon bei Deliveroo

Die britische Wettbewerbsbehörde nimmt den Einstieg von Amazon beim Essenslieferdienst Deliveroo unter die Lupe. Die Wettbewerbshüter erließen einen Vollstreckungsbescheid gegen beide Firmen, um ein weiteres Voranschreiten der Kooperation vorläufig zu unterbinden. Die Behörde verschafft sich damit Zeit, in der sie den Einstieg prüfen und über die Einleitung einer Untersuchung entscheiden kann.

Deliveroo erklärte, die beiden Unternehmen hätten eng mit den Wettbewerbshütern zusammengearbeitet, um deren Zustimmung zu erhalten. Amazon äußerte sich zunächst nicht.

Nach Angaben von Deliveroo hat der US-Technologiekonzern die jüngste, 575 Millionen Dollar schwere Finanzierungsrunde angeführt, mit deren Hilfe der britische Lieferdienst in Technik und den Ausbau des Geschäfts investieren will.

Medien: Forscher empfehlen das Spotify-Prinzip

Gut drei Viertel der Bevölkerung hätten eine ausgeprägte Gratis-Mentalität mit Blick auf journalistische Angebote im Netz, ergab eine repräsentative Befragung von gut 6000 Internetnutzern. „Die Zahlen lassen sich nicht beschönigen“, sagte Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW. Die Motivation der Online-Community, für digitalen Journalismus zu zahlen, sei gering.

Für Wirtschaft, Politik und Wissenschaft bestehe eine höhere Zahlungsbereitschaft als für Sport und Kultur. Für persönlich relevante, nutzwertige Themen sei sie besonders hoch.

Die Befragten hätten angegeben, bereit zu sein, für ein Plattform-Modell zu bezahlen, bei dem die journalistischen Inhalte personalisiert und kuratiert sind. Wichtig sei ein ansprechendes Gesamtangebot – mit personalisierten Inhalten, unkomplizierten Vertragsbedingungen und guter Betreuung.

Der raue Ton und die unsachlichen Debatten auf News-Seiten stießen viele Nutzer dagegen ab. Werbung sollte personalisiert sein, außerdem sollte eine werbefreie Variante angeboten werden. „Leser sind bereit, für Werbefreiheit zu zahlen“, hieß es.

Wachstum der Werbeinvestitionen in soziale Medien hat sich halbiert

Ist die große Party bald zu Ende? Das Wachstum der Werbeinvestitionen in die großen sozialen Netzwerke hat sich im ersten Quartal deutlich abgeschwächt. Das geht aus dem Global Ad Trend Report des britischen Marktforschungs- und Beratungsunternehmens WARC hervor.

Laut der Analyse stiegen die Werbeeinnahmen der sechs größten sozialen Netzwerke – berücksichtigt wurden die Unternehmen Facebook, Pinterest, Snap, Twitter sowie die chinesischen Internetkonzerne Tencent (WeChat) und Weibo – im 1. Quartal 2019 um 26,2 Prozent auf 17,9 Milliarden US-Dollar. Damit übertrumpfen Facebook & Co zwar nach wie vor alle anderen Medien, vor einem Jahr lag das Wachstum im ersten Quartal allerdings noch bei 51,6 Prozent. Innerhalb eines Jahres hat sich das Wachstum also halbiert.

Die Experten von Warc haben dafür mehrere Gründe ausgemacht. Zum einen ist das Nutzerwachstum der großen Netzwerke in den wichtigsten Märkten wie Nordamerika und Europa ins Stocken geraten. In Europa stagniert das Nutzerwachstum von Facebook inklusive WhatsApp und Instagram, Snapchat hat sogar Nutzer verloren. Auch die Nutzungsdauer der sozialen Medien stagniert (Nordamerika) oder ist sogar rückläufig (Europa). In Asien verbringen die Nutzer zwar mehr Zeit mit den sozialen Netzwerken, allerdings können die Nutzer dort nicht im gleichen Maße monetarisiert werden.

Österreichische Banken auf Cyberattacken „im Großen und Ganzen“ gut vorbereitet

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) haben heuer in einem allerersten Cyber-Stresstest zehn Kreditinstitute auf ihre Widerstandsfähigkeit gegen Bedrohungen aus dem Internet getestet, wie die Institutionen am Montag mitteilten. Dabei hätten die Banken gezeigt, dass sie „im Großen und Ganzen“ gut auf Cyberattacken vorbereitet seien, so FMA-Vorstand Helmut Ettl.

Bei dem durchgeführten Planspiel, bei dem insgesamt 170 Hackerangriffe verschiedener Natur simuliert wurden, habe der Fokus auf dem „Faktor Mensch“ gelegen. Denn rund zwei Drittel der Cyber-Schäden würden „durch Fehlverhalten von Mitarbeitern verursacht oder zumindest begünstigt“, hieß es in der gemeinsamen Aussendung der FMA und der OeNB. Die Bandbreite der Attacken reichte von Lösegeld-Erpressungen über Lahmlegung von Websites und Bankomaten bis hin zu Shitstorms in Social Media.

Amazon: Kunden würden für die Nutzung sogar zahlen

Einer Studie des Handelsforschungsinstituts IFH zufolge, dominiert Amazon mittlerweile den deutschen Handel und ist für viele Shopper nicht mehr wegzudenken: 94 Prozent aller deutschen Onlineshopper kaufen über amazon.de ein, rund 17,3 Millionen sind Amazon-Prime-Kunden – mehr als jeder Dritte.

„Für immer mehr Menschen ist Amazon die erste Anlaufstelle beim Einkaufen“, beobachtet Eva Stüber, E-Commerce-Expertin und Mitglied der Geschäftsleitung des IFH. In den USA nutzt Untersuchungen zufolge mehr als die Hälfte der Menschen bei der Produktsuche im Netz nicht mehr Suchmaschinen wie Google, sondern direkt die Suchmaske von Amazon. In Deutschland dürfte der Anteil nicht viel geringer sein.

„Gatekeeper“ nennen Experten diesen Effekt – „Torwächter“. Die Folge: Was nicht auf Amazon zu finden ist, existiert für viele Konsumenten schlicht nicht mehr.

Restlicher Handel hilflos gegen Amazons Macht
Wie selbstverständlich der Kauf über Amazon bereits geworden ist, belegt die IFH-Umfrage ganz drastisch. Auf die Frage, was sie bereit wären zu zahlen, nur um weiterhin die Plattform nutzen zu können, nannten Kunden im Schnitt eine Bandbreite für eine monatliche Gebühr von sieben bis elf Euro. Prime-Kunden, die mehr als 50 Prozent ihrer Einkäufe über Amazon erledigen, hielten sogar eine Gebühr von zwölf Euro für noch vertretbar. Offenbar sind viele geradezu abhängig von Amazon: „Die Tatsache, dass die Kunden sogar bereit wären, Geld dafür zu bezahlen, dass sie über Amazon einkaufen können, zeigt, wie unverzichtbar die Plattform für viele schon geworden ist“, sagt Expertin Stüber.

„Dadurch, dass Amazon das Einkaufen so leicht macht, kaufen viele Kunden Dinge, die sie sonst vielleicht nicht gekauft hätten“, sagt Stüber. Auch das belegt die Studie: Auf die Frage, was sie tun würden, wenn es Amazon nicht mehr gäbe, antworten zehn Prozent der Kunden, sie würden deutlich weniger kaufen.

Der restliche Handel steht zunehmend hilflos vor dieser „Kampfmaschine“, wie sie Rewe-Chef Lionel Souque einmal treffend genannt hat. Und das liegt zu einem großen Teil am Dienst Prime, den viele zunächst nur wegen des Video-Streamings abonnieren. „Amazon hat es aber in den vergangenen Jahren erfolgreich geschafft, diese Kunden zu deutlich mehr Käufen zu animieren“, so Stüber. Es zeige sich, dass Prime-Kunden nicht nur einen überdurchschnittlichen Umsatz machen, sie machen auch einen hohen Anteil ihrer Gesamtkäufe über die Plattform. „Damit schneidet Amazon immer mehr anderen Händlern den direkten Kontakt zu den Kunden ab“, warnt die Expertin.

Um den Anschluss nicht zu verlieren, hat der größte Konkurrent Ebay vor drei Jahren den Dienst Ebay Plus gestartet, der den Mitgliedern ebenfalls neben anderen Vorteilen schnelle und kostenlose Lieferung verspricht. Doch die Standards, die Amazon gerade bei der Lieferung gesetzt hat, sind hoch. „Das ist für viele unserer kleinen und mittelgroßen Händler schwierig zu realisieren“, räumt Ebay-Deutschlandchef Eben Sermon ein. Deshalb baut Ebay jetzt zusammen mit der Spedition Fiege eine eigene Logistikkette auf – einen Service, den Amazon schon längst hat.

„Die Art und Weise, wie der Onlinehandel heute betrieben wird, ist durch Amazon geprägt worden. Von der Gestaltung der Webpage über das Warenangebot, die Preisgestaltung, den Marketplace, die Logistik bis hin zum Amazon Web-Services – die Schlagzahl wird von diesem Unternehmen vorgegeben“, sagt Lutz Anderie von der Frankfurt University of Applied Sciences. Das Wettbewerbsumfeld im deutschen Onlinehandel sei knallhart. „Amazon hat seit dem Eintritt in den deutschen Markt durch Disruption tradierte Marktteilnehmer wie Quelle, Neckermann und ProMarkt weggefegt“, so Branchenkenner Anderie.

So sind Experten skeptisch, ob selbst die Nummer zwei im deutschen Onlinehandel auf Dauer mit Amazon mithalten kann. „Ebay hat noch alle Chancen, aber das Unternehmen muss jetzt handeln“, warnt Mathias Gehrckens, E-Commerce-Experte der Strategieberatung Accenture. „Wenn es sich nicht verändert, ist das ein Sterben auf Raten.“

Im verzweifelten Versuch, Schritt zu halten, ahmen immer mehr Onlineshops das erfolgreiche Marktplatzmodell von Amazon nach. So öffnen beispielsweise Otto, Zalando oder Douglas ihre Plattformen für Dritthändler, um auf diese Weise das Angebot zu vergrößern und für Kunden attraktiver zu sein. Otto etwa will bis 2020 rund 3000 externe Händler auf seine Plattform bringen.

Denn auch bei Amazon zeigt sich: Der Konzern hat zwar mit seiner Plattform die perfekte Verkaufsumgebung geschaffen, aber das Wachstum bringen hauptsächlich die Dritthändler. So ist nach Berechnungen des IFH der Umsatz der Händler auf dem Amazon-Marketplace im vergangenen Jahr um 18,2 Prozent gewachsen – doppelt so schnell wie der deutsche Onlinehandel. Der Eigenhandel von Amazon hat dagegen nur um 2,2 Prozent zugelegt.