Generation Z kauft wegen Corona mehr online ein

Der Corona-Lockdown hat auch unter der jungen Bevölkerung zu Verhaltensveränderungen geführt. So geben 43 % der „Generation Z“ (18- bis 24-Jährige) an, nun „viel mehr“ online einzukaufen als vorher. Im Vergleich dazu stimmen dem nur 18 % der Über-65-Jährigen zu.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie von Paysafe, die die Veränderungen im Einkaufsverhalten durch die Corona-Krise analysiert. Paysafe ist eine führende spezialisierte Zahlungsplattform und in Wien mit paysafecard (rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) präsent.

Zugleich ist sich diese junge Zielgruppe der Risiken des digitalen Einkaufens und Bezahlens bewusst. Am liebsten wäre es der GenZ, wenn sie Bargeld im Internet verwenden könnte: 40 % wollen keine persönlichen Finanzdaten (wie Kreditkarten- oder Kontonummer) weitergeben, und sogar 43 % erwarten umfassenden Schutz vor Betrugsversuchen und anderen Angriffen. Kein Wunder, dass ein bargeldbasiertes Zahlungsmittel wie Prepaid-Karten bei fast der Hälfte der jungen Konsumenten (48 %) für ein deutlich besseres Sicherheitsgefühl sorgen als andere Zahlungsformen.

Der Hintergrund dafür ist die ungebrochene Bargeld-Affinität, die hierzulande auch für die junge Generation ohne Einschränkung gilt: So stimmten zuletzt 43 % der GenZ der Aussage zu, dass Bargeld gerade in unsicheren Zeiten die verlässlichste Zahlungsmethode darstellt.

Covid-19 sorgt für Digitalisierungsschub

Von Online-Konferenzen bis Homeoffice: Die Covid-19-Pandemie sorgt einer Umfrage zufolge für einen Digitalisierungsschub in der deutschen Wirtschaft. 55 Prozent haben im Laufe der Krise den digitalen Wandel vorangetrieben, geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Ifo-Instituts im Auftrag des Dienstleisters Randstad unter 800 Personalleitern hervor.

31 Prozent führten beispielsweise neue Computerprogramme zur Zusammenarbeit im Betrieb ein. Weitere 36 Prozent intensivierten die Nutzung bereits vorhandener digitaler Instrumente.

Auch nach der Pandemie wollen Unternehmen stärker digitale Werkzeuge einsetzen. 64 Prozent planen, häufiger Online-Konferenzen einzuberufen. 59 Prozent beabsichtigen, Konferenzen nicht mehr unbedingt persönlich zu veranstalten, 61 Prozent werden Dienstreisen dauerhaft einschränken.

Umstieg

Corona sorgt auch für einen Durchbruch für das Home-Office. 73 Prozent der Betriebe, die während Pandemie verstärkt auf das Arbeiten von zu Hause setzten, planen auch in Zukunft mehr davon anzubieten. Die Hälfte der Firmen, die ihr Homeoffice bisher nicht hochgefahren haben, wollen das künftig mehr einräumen. Selbst bei Unternehmen, die befürchten, dass Mitarbeiter im Home-Office weniger produktiv sind, planen 61 Prozent umfangreichere Möglichkeiten der Heimarbeit einzuräumen.

Rekordwert für den „Jedermann“ im ORF

Der Auftaktabend der Salzburger Festspiele 2020 wurde für ORF 2 zum vollen Erfolg. Im Schnitt sahen 411.000 Zuseherinnen und Zuseher die Aufzeichnung der „Jedermann“-Generalprobe ab 21.15 Uhr – Bestwert für eine Salzburg-Produktion im ORF seit 2005, wie der Sender am Sonntag mitteilte. Insgesamt erreichte man damit einen Marktanteil von 19 Prozent bei den Über-Zwölfjährigen.

Beate Thalbergs als Introduktion gezeigte Jubiläumsdoku „Das Große Welttheater – Salzburg und seine Festspiele“ hatte zuvor ab 20.15 Uhr im Schnitt 269.000 Menschen erreicht. Der Marktanteil lag hier bei 13 Prozent. „Hier ist nicht nur eine ganze Stadt Bühne, sondern ein ganzes Land Publikum!“, freute sich ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz in einer Aussendung.

Schule in Mexiko: Unterricht per TV

Eine entsprechende Vereinbarung der Regierung mit vier privaten Sendergruppen wurde in der täglichen Pressekonferenz von Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in Mexiko-Stadt unterschrieben. Für die rund 30 Millionen Schüler des Landes sei es wegen der Coronavirus-Pandemie nicht sicher, zu Beginn des neuen Schuljahres ab dem 24. August in die Klassenzimmer zurückzukehren, sagte Bildungsminister Esteban Moctezuma. Das nordamerikanische Land hat weltweit die drittmeisten Todesfälle nach einer Covid-19-Erkrankung registriert.

In Mexiko haben nach offiziellen Angaben nur 56,4 Prozent der Haushalte Zugang zum Internet, 44,3 Prozent verfügen über einen Computer. Trotz der Armut, in der viele Mexikaner leben, hätten aber 95 Prozent der Haushalte einen Fernseher, sagte Moctezuma. Die Schüler sollen ihm zufolge durch 4550 Sendungen im Fernsehen und 640 im Radio – auch in 20 indigenen Sprachen – Unterricht für alle Stufen erhalten. Die Inhalte würden von der Regierung abgesegnet. Der Unterricht sei verpflichtend, es werde auch Prüfungen geben. Schulbücher sollen kostenlos verteilt werden. Nähere Informationen zu den Formaten der geplanten Sendungen gab es zunächst nicht.

Weihnachtsgeschäft 2020: Konsumenten sehen Werbung als wichtige Inspirationsquelle

Verbraucher starten dieses Jahr besonders früh mit den Weihnachtsplanugen. Als wichtiger Ideengeber bei der Geschenkesuche fungiert dabei Werbung. Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts Censuswide im Auftrag von eBay Advertising. Befragt wurden 2.008 deutsche Konsumenten.

Demnach hat sich jeder dritte Deutsche (33 %) 2020 vorgenommen, wesentlich früher mit dem Einkauf der Weihnachtsgeschenke zu beginnen. Weitere 34 Prozent wollen noch vor Dezember alle Weihnachtseinkäufe bis zum letzten Bogen Geschenkpapier erledigt haben. Knapp jeder Fünfte (16 Prozent) hat sogar schon jetzt die ersten Präsente für den Gabentisch gekauft.

Auf der Suche nach passenden Geschenken empfindet mehr als jeder vierte Deutsche (28 %) vor allem Werbung als wichtige Inspiration. Erwartet werden von Marken insbesondere realitätsnahe (36 %), informative (36 %) und humorvolle (29 %) Werbebotschaften, die dem Konsumenten in der Weihnachtsvorbereitung einen echten Mehrwert bieten.

Weiter zeigt die Studie, dass Covid-19 auch die Weihnachtsplanungen in diesem Jahr nicht unberührt lässt. Die Geschenkeauswahl wird 2020 stark durch die finanzielle (39 %) und wirtschaftliche (29 %) Situation der Konsumenten bestimmt. 30 Prozent der Deutschen planen in diesem Jahr weniger Geld für das Weihnachtsfest ein. Entsprechend durchdacht (49 %), kreativ (35 %) und funktional (34 %) sollen diesmal die Geschenke werden. Im Fokus der Geschenkejagd stehen nicht zuletzt die neuen Hobbies, die Konsumenten während des Lockdowns für sich entdeckt haben (58 %). Dazu gehören u. a. Sport (22 %), Backen (18 %), Gaming (17 %) und Gardening (17 %).

Deutsche Telekom und SAP sollen EU-Corona-Warn-Plattform bauen

Die Kooperation werde zunächst Staaten betreffen, die ähnliche dezentrale Lösungen einsetzen wie Deutschland – dazu gehören etwa die Niederlande, Österreich oder Dänemark.

Telekom und SAP hatten gemeinsam die deutsche Corona-Warn-App entwickelt. Zuletzt gab es Probleme, weil die App teilweise nicht ordnungsgemäß funktioniert hatte – diese sollen aber mittlerweile behoben sein. Bislang können die Apps der EU-Staaten jedoch noch nicht grenzüberschreitend kommunizieren und Warnungen ausgeben.

ORF 1 und ORF 2 legen im Juli zu

Formel 1 aus Spielberg und Bundesliga schoben im Juli die Quoten von ORF 1 an. ORF1 konnte in diesem Monat gegenüber Juli 2019 beim Gesamtpublikum und beim Publikum unter 50 Jahren zulegen. Auch ORF 2 konnte in beiden Zielgruppen im Juli zulegen

Alle vier ORF-Sender kommen nun auf 32 Prozent Marktanteil nach 29,5 im Juli 2019, ORF 1 und ORF 2 steigerten sich gemeinsam von 26,4 auf 28,8 Prozent.

Wolfgang Fellners 2016 gestartetes Oe24 TV konnte seine Marktanteile verdoppeln – von 0,4 auf 0,8 im Gesamtpublikum und 0,9 beim Publikum unter 50.

Infosender Puls 24, im September 2019 gestartet, kommt auf 0,5 beziehungsweise 0,6 Prozent.

Servus TV steigerte sich von 3,1 auf 3,3 Prozent.

Radiotest: ORF dominiert

Insgesamt ist die Tagesreichweite aller erhobenen Radios im Vergleich zur vorjährigen Erhebung mit 76,2 Prozent stabil geblieben (Radiotest 2019/2: 76,9 Prozent). Gleichzeitig ist aber die durchschnittliche Hördauer von 195 auf 200 Minuten gestiegen.

Kalt-warm gibt es für den ORF: Bei den Radios des öffentlich-rechtlichen Rundfunks steigerte sich Ö1 von 9 Prozent signifikant auf 10 Prozent Tagesreichweite (+ 1 Prozentpunkt). Die nationale Reichweite von Ö3 sank hingegen signifikant von 32,9 auf 31,9 Prozent fiel (-1 Prozentpunkt). Damit steht der Sender nicht allein da, mussten sowohl die RMS-Top-Kombi (26,6 Prozent) als auch Kronehit (9,6 Prozent) bei der nationalen Tagesreichweite Federn lassen. Die signifikanten Verluste ändern freilich nichts daran, dass Ö3 weiterhin der meistgehörte Radiosender des Landes bleibt. Selbst die traditionell starken ORF-Regionalsender kommen mit 29,7 Prozent nationaler Tagesreichweite nicht an jene des Erfolgssenders heran. Nur beim Marktanteil muss sich Ö3 (31 Prozent MA) seinen regionalen Schwestern (35 Prozent MA) geschlagen geben.

Stabile Tagesreichweiten in der Altersgruppe 10+ haben die heimischen Radiosender vor allem älteren Semestern zu verdanken, denn die 14- bis 49-Jährigen scheinen etwas weniger radiobegeistert zu sein. Die Tagesreichweite der Radios fiel in dieser Zielgruppe von 72,7 um 2,1 Prozentpunkte signifikant auf 70,6 Prozent. Auch die durchschnittliche Hördauer sank von 179 auf 177 Minuten. Das traf vor allem die Privatsender: Während die Tagesreichweite der ORF-Radios bei den 14- bis 49-Jährigen stabil blieb, verloren die Privatradios insgesamt 1,9 Prozentpunkte, die RMS-Top-Kombi 2,2 Prozentpunkte – mit immer noch 33,5 Prozent Tagesreichweite.

IRT muss schließen

Es ist eine knappe Pressemitteilung, die das Institut für Rundfunktechnik (IRT) verschickte. In vier nüchternen Sätzen wird erklärt, was die rund 100 Angestellten befürchtet haben: Zum Jahresende wird das IRT aufgelöst. In einer weiteren Sondersitzung hätten die Gesellschafter ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutscher Welle, ORF und SRG kein tragfähiges Modell für eine Fortführung des Instituts gefunden.

Das Institut war vor wenigen Jahren von einem Patentrechtsstreit erschüttert worden, der sich als großer Betrugsskandal entpuppte, bei dem es um entgangene Einnahmen von bis zu 200 Millionen Euro geht. Bis heute gilt der Fall als einer der größten Betrugsfälle im System der öffentlich-rechtlichen Medien.

Österreichische Ministerien kommunizieren verständlicher als deutsche

Die Universität Hohenheim und clavis Kommunikationsberatung analysierten die Pressearbeit der österreichischen und deutschen Ministerien auf formale Verständlichkeit und Sprache in der Corona-Zeit.

Was die meisten Presseaussendungen gemeinsam haben: Schachtelsätze mit bis zu 80 Wörtern und sperrige Fachbegriffe wie E-Card-Foto-Registrierungs-Stellen oder Künstler-Sozialversicherungsfonds-Gesetz machen die Texte oft unverständlich. Das ist das Ergebnis einer Analyse von Kommunikationswissenschaftern der Universität Hohenheim in Stuttgart und der clavis Kommunikationsberatung mit Standorten in Wien, Innsbruck und Bregenz.

Mithilfe einer Analyse-Software suchten die Wissenschaftler nach überlangen Sätzen, Fachbegriffen und Fremdwörtern. Anhand dieser und weiterer Merkmale bilden sie den „Hohenheimer Verständlichkeitsindex“ (HIX). Er reicht von 0 (schwer verständlich) bis 20 (leicht verständlich).

Gesundheitsministerium auf Platz eins

Die Pressemitteilungen der deutschen Ministerien kommen im Schnitt auf einen Wert von 7,05 Punkten. Den besten Wert erzielt in Österreich das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (9,75 Punkte). Auf Platz zwei landete das Bundesministerium für Justiz mit 9,45 Punkten. In Deutschland kommunizierte das Bundesfinanzministerium (9,95 Punkte) am verständlichsten.

Die Experten haben außerdem die vier Themengebiete „Gesundheit“, „Arbeit und Wirtschaft“, „Soziales und Alltag“ sowie „Kindergarten, Schule und Uni“ analysiert. Die Pressetexte zum Themenbereich Gesundheit erreichten in Österreich mit 9,45 Punkten den höchsten Wert. Aussendungen zu „Kindergarten, Schule und Uni“ schafften nur 6,65 Punkte. Auch in Deutschland kamen die Gesundheits-Texte auf den besten Wert (8,15 Punkte), ex aequo mit Pressemeldungen zu „Kindergarten, Schule und Uni“. Medieninformationen zum Bereich „Soziales und Alltag“ waren besonders unverständlich formuliert.

US-Genehmigung für Amazons mehr als 3000 Internet-Satelliten

Die Spitze der US-Telekommunikationsaufsicht FCC hat einstimmig Amazons Plan genehmigt, mehr als 3000 Satelliten in einen niedrigen Erdorbit zu platzieren, um abgelegene Orte auf dem Boden einen Internetzugang zu ermöglichen.

Amazons Project Kuiper verfolgt damit das gleiche Ziel wie Starlink des Konkurrenten SpaceX, von dem bereits die ersten Satelliten in der Umlaufbahn sind. Amazon will insgesamt mehr als 10 Milliarden US-Dollar in sein Projekt investieren und verspricht nicht nur „schnelles und zuverlässiges Breitbandinternet in Regionen rund um die Welt“, sondern auch Arbeitsplätze und Infrastruktur in den USA.

Amazon hatte „Project Kuiper“ im Frühjahr 2019 öffentlich vorgestellt und die nötigen Unterlagen bei der FCC (Federal Communications Commission) eingereicht. Es soll Dutzenden Millionen Menschen in aller Welt einen Hochgeschwindigkeits-Zugang zum Internet mit niedrigen Latenzen bieten. Der US-Konzern argumentiert nun auch mit jenen Menschen, die in der Corona-Pandemie ins Homeoffice wechseln mussten und unter langsamem beziehungsweise unzuverlässigem Internet gelitten haben. Das sollen die angebotenen Internetzugänge ändern – zu „einem Preis, der für Verbraucher Sinn ergibt“.

Aus der Genehmigung der FCC geht nun hervor, dass Amazon 784 Satelliten in 28 Ebenen in einer Höhe von 590 Kilometern, 1296 Satelliten in 42 Ebenen in 610 Kilometern Höhe und 1156 Satelliten in 34 Ebenen in 630 Kilometern Höhe platzieren will. Insgesamt sind das 3236 Satelliten. Die Hälfte davon muss bis zum 30. Juli 2026 im Einsatz sein, damit die Genehmigung bestehen bleibt, die restlichen müssen bis zum 30. Juli 2029 folgen. Außerdem muss Amazon noch einen finalen Plan für die Beseitigung inaktiver Satelliten nachreichen, der auch auf Kollisionsrisiken eingeht. Der Konzern plant, Satelliten spätestens 355 Tage nach dem Ende ihrer Aktivität aus dem Orbit zu entfernen und nicht erst 25 Jahre, wie die NASA aktuell fordert.

Bücher und gedruckte Zeitschriften liegen bei Kindern voll im Trend

Mädchen und Jungen zwischen vier und 13 Jahren schätzen Zeitschriften und nutzen mehrmals pro Woche das laufende Fernseh- und Radioprogramm. Das sind zwei Ergebnisse des Kinder Medien Monitor 2020, einer neuen Markt-Media-Studie der Verlage Egmont Ehapa Media GmbH, Gruner + Jahr, Panini Verlags GmbH, Spiegel-Verlag und Zeit Verlag.

Im Rahmen der Studie haben die Macher eine Typologie erstellt, die vier Nutzer-Typen umfasst: Die „Multis“ (19 Prozent der Untersuchten) sind ständig auf sämtlichen Medienplattformen und -kanälen unterwegs und kommunizieren überdurchschnittlich stark über alle verfügbaren Kommunikationskanäle und -Apps. Der Fokus der „Klassischen“ (45 Prozent) liegt beim Medienkonsum ganz klar auf dem laufenden Fernseh- und Radioprogramm, gelesen wird fast ausschließlich von Papier. Auch in der Kommunikation halten sie es gern klassisch. Digitale Kanäle und Apps nutzen sie nur unterdurchschnittlich.

Die zentralen Ergebnisse im Überblick:

  • Beim Medienangebot bevorzugen Kinder die klassischen Wege: Sie nutzen mindestens mehrmals pro Woche das laufende Fernseh- und Radioprogramm und lesen am liebsten von Papier.
  • Lesen hat einen hohen Stellenwert bei der Freizeitgestaltung der vier- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen: 77 Prozent lesen mindestens mehrmals pro Woche Bücher, Zeitschriften, Magazine, Comics, E-Books oder E-Magazines. 4,4 Millionen lesen mindestens eine der ausgewiesenen Zeitschriften.
  • Print genießt auch bei den Eltern das größte Vertrauen. Sie sehen hier den höchsten Nutzen für ihre Kinder. Dabei stellen die Eltern Zeitschriften ein durchweg positives Zeugnis aus. Und: Eltern lesen mit. Die ausgewiesenen Zeitschriften erreichen mindestens auch 5,6 Millionen Elternteile.
  • Kinder sind markenbewusst: 60 Prozent der vier- bis 13-jährigen Mädchen und Jungen ist Marke wichtig bei Kleidung oder Schuhen und 45 Prozent beim Handy oder Smartphone. Viele Markenwünsche der Kinder werden von den Eltern erfüllt.

Werbemarkt soll sich ab 2021 wieder erholen

Die Marktforscher von Zenith haben errechnet, dass die globalen Werbe-Spendings 2020 um 9,1 Prozent unter Vorjahresniveau liegen werden. Damit ist die Reaktion des Marktes vergleichbar mit jener während der Finanzkrise im Jahr 2009, als die globalen Werbe-Spendings 9,5 Prozent zurückgingen.

Immerhin stellt die Zenith-Prognose für 2021 schon wieder Wachstum in Aussicht. Sollen die globalen Werbe-Spendings im kommenden Jahr wieder um 5,8 Prozent ansteigen. Vor allem die verschobene Fußball-Europameisterschaft der UEFA sowie die Olympischen Spielen werden den Werbemarkt wohl ankurbeln. Das Niveau von 2019, als vor der Corona-Pandemie, wird jedoch noch nicht wieder erreicht.

Inwieweit die Corona-Pandemie die Werbemärkte getroffen hat, ist von Region zu Region unterschiedlich. Für die USA wird ein Rückgang von sieben Prozent erwartet, in Asien sowie Zentral- und Osteuropa sollen es jeweils acht Prozent sein. Dagegen fällt der Rückgang in den westeuropäischen Ländern mit 15 Prozent deutlich höher aus. Werbetreibende dort hätten ihre Spendings „aggressiv“ gekürzt, analysierten die Marktforscher. In Lateinamerika wird ein Rückgang von 13 Prozent erwartet, im mittleren Osten und Nordafrika sollen es sogar 20 Prozent sein.

Die Corona-Pandemie hat nicht nur beeinflusst, wie hoch die globalen Werbe-Spendings in diesem Jahr ausfallen, sie beeinflusst auch, wohin sie fließen. So soll der Anteil digitaler Werbeformate 2020 höher ausfallen als bisher erwartet. Noch im Dezember 2019 war Zenith von 49,5 Prozent ausgegangen, jetzt sollen es sogar 51 Prozent sein. Bis 2022 soll der Anteil auf 54,6 Prozent steigen.

Inwieweit sich die einzelnen Märkte 2021 wieder erholen, wird auch unterschiedlich sein. Im Print-Bereich werden die Spendings laut Zenith-Prognose weiter sinken, TV und Radio werden sich wohl um ein bis zwei Prozent erholen, während Out-of-Home um 16 Prozent und Kino um 65 Prozent wächst.

Studie: Jugendliche spielten während des Lockdowns viel länger digital

Kinder und Jugendliche haben während des Corona-Lockdowns einer Studie zufolge 75 Prozent mehr Zeit mit digitalen Spielen verbracht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung zur Mediennutzung der Krankenkasse DAK-Gesundheit zusammen mit Forschern des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die an diesem Mittwoch in Berlin vorgestellt werden soll.

Demnach stieg bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren, die mindestens einmal pro Woche spielen, die Nutzungsdauer von digitalen Spielen auf Tablets, Smartphones, Spielkonsolen oder am PC deutlich an: Während im September vergangenen Jahres die durchschnittliche Spieldauer werktags noch bei 79 Minuten lag, kletterte sie im April – also rund vier Wochen nach Beginn des Corona-Lockdowns – auf 139 Minuten.

„Unsere Studie zeigt, dass wir dringend ein verlässliches und umfassendes Frühwarnsystem gegen Mediensucht brauchen“, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm der Deutschen Presse-Agentur. Es dürfe nicht länger Zufall sein, Betroffene zu erkennen und ihnen Hilfsangebote zu machen. Neben Kindern wurden in der repräsentativen Untersuchung auch Erziehungsberechtigte in den rund 1200 Familien befragt.

Drogenbeauftragte alarmiert

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), sprach angesichts der Zahlen von einem „heftigen Anstieg“, der so nicht weitergehen dürfe. „Was wir brauchen, ist eine bessere Medienkompetenz, gerade bei Kindern und jungen Erwachsenen überall in Deutschland. Sie müssen wissen, wie viel noch „OK“ ist und ab wann es „zu viel“ wird“, sagte Ludwig den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Ein Fünftel der Gen Z verlässt Social Media

Die Gen Z steht Sozialen Medien skeptisch gegenüber, so eine neue Studie der Media-Agentur Dentsu Aegis. Viele haben in den letzten Monaten ihre Accounts gelöscht. Die Gründe: Angst vor Datenmissbrauch und negative Auswirkungen auf Psyche und Gesellschaft.

Im Rahmen einer weltweiten Untersuchung der Media-Agentur Dentsu Aegis wurden auch 5.000 „Zoomer“ befragt, zum Teil auch zur Hochzeit der Corona-Pandemie. Fast ein Fünftel (17 Prozent) gab an, in den letzten zwölf Monaten seine Social-Media-Accounts gelöscht zu haben. Ein Drittel limitiert zumindest die Zeit am Smartphone oder online und 43 Prozent reduzieren die Daten, die sie teilen. Der am häufigsten genannte Grund ist die Sorge um Datenmissbrauch: Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, den Tech-Unternehmen „nicht zu trauen“. 37 Prozent sind zudem überzeugt, dass Social Media einen negativen Einfluss auf die politischen Diskurse ihres Landes hat.

Darüber hinaus sieht die Gen Z auch negative Auswirkungen durch Social-Media-Plattformen auf ihre eigene Psyche und die Gesellschaft, besonders ausgeprägt ist das in Spanien (59 Prozent), Australien (55 Prozent) und Frankreich (53 Prozent). Gleichzeitig zeigen sich die Zoomer aber optimistisch, dass Technologie und Digitalisierung große globale Probleme lösen können. Dafür werden aber auch Unternehmen in die Pflicht genommen: 72 Prozent der jungen Menschen glauben, dass Unternehmen in den nächsten Jahren beweisen müssen, die Technologie zum Wohle der Gesellschaft zu nutzen.

Zu diesen Uhrzeiten werden in Europa Newsletter verschickt

E-Mails spielen in der Kommunikation mit Kundinnen und Kunden eine zentrale Rolle. Zentral beim Erfolg einer Kampagne ist auch die Versandzeit.

Der Newsletter-Anbieter Sendinblue hat für seine Studie 4,4 Milliarden versendete E-Mails untersucht und so die Versand- und Öffnungszeiten in zwölf europäischen Ländern zwischen Jänner und Mai 2020 ermittelt.

Um durchschnittlich 10:12 Uhr öffnen die Schweizer die eingegangenen Mails in ihrem E-Mail-Postfach. Damit sind die Eidgenossen von den 12 verglichenen Nationen die Ersten, die ihre Newsletter lesen. Auch die Italiener und Portugiesen checken vergleichsweise früh ihre E-Mails. Mit einer Öffnungszeit, die im Durchschnitt bei 10:36 Uhr liegt, teilen sie sich den zweiten Platz des Rankings. Den dritten Rang belegen Spanier, die ihre Mails um 11:00 Uhr aufmachen.

Deutsche sowie Briten lesen ihre E-Mails etwas später: Um 11:36 Uhr öffnen sie im Schnitt ihre digitale Post. Damit teilen sich die beiden Nationen den vierten Platz des Rankings. In Österreich werden E-Mails vergleichsweise spät gelesen: Im Durchschnitt lassen wir hierzulande den Tag verstreichen, bis wir um 17:48Uhr unsere Newsletter lesen. Das ist der letzte Platz im Ranking der Versandzeit, ähnlich geduldig sind nur die Niederländerinnen und Niederländer, sie lesen die Newsletter um 16:36 Uhr.

Ähnliches Bild bei den Versandzeiten

Im Vergleich der Versandzeiten sind ebenfalls die Schweizer am frühesten dran. Die dort ansässigen Unternehmen versenden ihre Newsletter im Schnitt um 8:36 Uhr. Den zweiten Platz des Versandzeit-Rankings belegen die Spanier: Hier wird die digitale Post durchschnittlich um 9:48 Uhr verschickt. Etwas später gehen die Newsletter französischer Unternehmen raus, die ihre Aussendungen im Schnitt um 10:36 Uhr verschicken.

Auch beim Versenden sind die österreichischen Unternehmen auf dem letzten Platz, hierzulande werden E-Mail-Kampagnen erst um 18:12 Uhr verschickt. Auf dem vorletzten Platz befindet sich Norwegen, gefolgt von den Niederlanden.

Corona führt zu Anstieg von App-Betrug

Die Corona-Pandemie hat bei mobilen Apps weltweit zu einem Anstieg von Betrug geführt. Weil die Menschen während des Lockdowns zu Hause bleiben mussten, schnellte die Nachfrage nach mobilen Anwendungen in die Höhe. Viele Unternehmen versuchten deshalb, neue Nutzer zum Download ihrer App zu bewegen. Die damit verbundenen Werbemaßnahmen wiederum lockten Betrüger an, die versuchten, sich an diesen Kampagnen zu bereichern. Infolgedessen stieg die Fraud-Rate im März gegenüber Februar weltweit um fast 25 Prozent an.

Dies ist eines der Ergebnisse des Reports „The State of Mobile Ad Fraud – 2020 Edition“, der soeben vom Anbieter AppsFlyer veröffentlicht wurde.

Von dem Corona-Monat März abgesehen zeichnet der Report aber ein eher optimistisches Bild. Eine größere Sensibilität für das Thema sowie stärkere Schutzmaßnahmen hätten zu einem deutlichen Rückgang der Betrugsrate bei der Installation von Apps geführt. Der Schaden liege dennnoch hochgerechnet bei 1,6 Milliarden US-Dollar, so AppsFlyer. Der Betrug auf Android-Systemen ist dabei 4,5 mal höher als bei iOS. In Europa und Deutschland liegt die Fraud-Rate weit unter dem weltweiten Durchschnitt.

Kleine Sender: ZDFinfo und Arte mit Rückenwind, ZDFneo stößt an Grenzen

ZDFneo ist eine der großen Erfolgsgeschichten unter den deutschen Sendern im letzten Jahrzehnt. Noch 2013 lag der Marktanteil bei einem Prozent, nur fünf Jahre später war es mehr als das Dreifache, im Jahresschnitt damals 3,2 Prozent. Hat man in der Vergangenheit immer von den „großen acht Sendern“ sprechen können, so ist das eigentlich längst nicht mehr aktuell, ZDFneo liegt seit 2018 in Sachen Gesamt-Marktanteil vor RTLzwei. Doch inzwischen gilt es auch zu konstatieren: Dem Wachstum, das man weniger kreativen neuen Ideen als der extrem guten Performance alter ZDF-Krimis und alter „Bares für Rares“-Folgen zu verdanken, sind dann doch auch Grenzen gesetzt.

Die Wachstumsgeschichten findet man derzeit anderswo. Etwa beim zweiten ZDF-Ableger ZDFinfo, in den erheblich weniger Geld investiert wird. Auf ihm liegt für gewöhnlich weniger das Augenmerk, doch inzwischen schreibt man auch dort eine erstaunliche Erfolgsgeschichte – und zwar insbesondere auch bei den jüngeren Zuschauern.

Auf Rekordjagd ist auch Kabel Eins Doku, das im Mai und Juni gerade mit 1,2 Prozent neue Bestwerte markierte. Rückenwind verspürt auch Phoenix, das mit seinem Fokus auf aktuelle Berichterstattung aber eine andere Rolle einnimmt.

Zu den Gewinnern der letzten Saison gehört fraglos auch Arte. Der deutsch-französische Kultursender hat ein äußerst erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich. Pendelte der Sender-Marktanteil in den vergangenen Jahren immer um 1,1 Prozent beim Gesamtpublikum, so wurde dieser Wert bislang in allen Monaten 2020 überschritten und lag bei 1,2 bis 1,3 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,8 bis 0,9 Prozent erreicht – auch hier lag jeder Monat damit über dem Jahresschnitt 2019, der 0,7 Prozent betrug. Damit ist Arte zuletzt beim jüngeren Publikum an 3sat vorbeigezogen, das bei 0,7 bis 0,8 Prozent lag und kommt auch beim Gesamtpublikum näher an 3sat ran. Im Juni lagen die beiden Sender hier bereits gleichauf, nachdem 3sat hier hin den letzten Jahren eigentlich stets die Nase vorn hatte. Die 3sat-Quoten entwickeln sich dabei unauffällig und verharren etwa auf dem Niveau der letzten Jahre.

Google baut Seekabel von New York nach Europa

Google wird ein neues Seekabel mit der Bezeichnung Grace Hopper zwischen den USA, Großbritannien und Spanien verlegen lassen. Das gab der Internetkonzern am 28. Juli 2020 bekannt. „Grace Hopper verbindet unsere anderen privaten Seekabel Curie, Dunant und Equiano“, sagte Bikash Koley, Vice President bei Google Global Network. „Mit privaten Seekabeln können wir den zukünftigen Kapazitätsbedarf unserer Kunden und Nutzer auf der ganzen Welt effektiv planen und eine Sicherheitsebene hinzufügen, die über das hinausgeht, was über das öffentliche Internet verfügbar ist.“

Das Kabel wird entlang des Meeresbodens von New York zum Badeort Bude in Großbritannien und nach Bilbao in Spanien verlaufen. Es wird 6.250 Kilometer von den USA nach Großbritannien und 6.300 Kilometer von den USA nach Spanien reichen. Angaben zu den Kosten des Kabels wurden nicht gemacht. „Nach Fertigstellung bietet das Kabel eine Kapazität von circa 340 bis 350 TBit/s“, sagte eine Google-Cloud-Sprecherin Golem.de auf Anfrage.

Das Grace-Hopper-Seekabel wird mit 16 Glasfaserpaaren (32 Glasfasern) ausgestattet sein. Bereits Anfang dieses Jahres wurde ein Vertrag zum Bau des Kabels mit dem in Eatontown im US-Bundesstaat New Jersey ansässigen Seekabelanbieter SubCom unterzeichnet. Das Projekt soll voraussichtlich 2022 abgeschlossen sein. Subcom gehört seit September 2018 dem Finanzinvestor Cerberus. Die Übernahme kostete 325 Millionen US-Dollar.

Sinus-Jugendstudie 2020: Warum der Jugend nicht nach Feiern zumute ist

Zu den Auftraggebern der aktuellen Studie gehören die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), die Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz, die BARMER, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, der Deutsche Fußball-Bund, die Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die Deutschen Sportjugend und die DFL Stiftung.

Zukunftswunsch: Otto-Normalverbraucher

Der Zukunftsoptimismus der 14- bis 17-Jährigen ist gedämpft, und selbst wenn man die Corona-Krise nicht mit in Betracht ziehen würde, so zeigt sich eine zunehmende Ernsthaftigkeit und Besorgnis. Auf den ersten Blick ein recht düsteres Fazit, dass die Herausgeber der Studie hier ziehen. Doch das ist natürlich nicht alles. So fanden die Forscher beispielsweise auch heraus, dass im Allgemeinen keine generelle, allumfassende Unzufriedenheit unter den Jugendlichen herrscht. Die Unzufriedenheit beschränkt sich eher auf ausgewählte Themenbereiche.

Generell sollte zunächst einmal folgendes klargestellt werden: „Wir können nicht von der Jugend als homogene, monolithische Gruppe sprechen,“ so Marc Calmbach, Director Research & Consulting beim SINUS-Institut, in der Pressekonferenz. Trotzdem lassen sich an vielen Stellen Gemeinsamkeiten finden. So kristallisiert sich in der Studie eine universelle Wertegruppen heraus, in der Werte wie Familie, Treue, Leistung und Selbstbestimmung an erster Stelle stehen. Andererseits gibt es aber auch Lebenswelt-spezifische Werte, in denen, je nach Gruppe, Werten wie Besitz und Status, Diversity oder Performing die höchste Bedeutung zukommt.

Das trägt zum (Un-)Wohlsein der Jugend bei

Die Definition der Lebenswelten beruht auf dem SINUS-Lebensweltmodell U18, das Jugendliche in Gruppen wie die Konservativ-Bürgerlichen, Adaptiv-Pragmatischen oder Expeditiven einordnet. Natürlich haben Mitglieder dieser einzelnen Lebenswelten unterschiedliche Meinungen und Wünsche; jedoch stellen die Forscher fest, dass eine bürgerliche Normalbiografie – mit dem starken Wunsch nach Haus und Kindern – größter Zukunftswunsch der meisten befragten Jugendlichen ist. Auch bei der Berufswahl zeigen sie sich bodenständig. Wichtig ist den Jugendlichen hierbei vor allem der Spaß an einer Tätigkeit, ein gutes Verhältnis zu Kollegen sowie eine gute Vereinbarkeit mit dem Privatleben. Das Einkommen ist zwar nicht irrelevant, aber auch nicht alles entscheidend.

Was die Freizeitgestaltung angeht, so nimmt Sport im Leben der Jugendlichen eine Schlüsselrolle ein. Motivationsfaktoren, um Sport zu treiben, sind, etwas für die eigene Gesundheit zu tun, sich Auszupowern oder einfach Spaß zu haben. Das Thema Gesundheit ist ihnen durchaus wichtig – vor allem in Corona-Zeiten, so die Studie, verstärkt sich ihr Eindruck, dass Gesundheit in den eigenen Händen liegt. Abseits des Sports fühlen sich die Befragten am wohlsten, wenn sie ihre Zeit gemeinsam mit Freunden verbringen, aber auch Momente des Alleinseins tragen zu ihrem Wohlbefinden bei. Neben diesen Wohlfühlmomenten gibt es natürlich auch Momente, in denen sich die Jugendlichen sich unwohl fühlen. Zu den auslösenden Faktoren zählen hier Zeitmangel, Erfolgs- und Leistungsdruck und soziale Ängste.

Solidarität trotz Individualisierung

Im Bereich der Politik beschäftigt die Jugend ein Thema ganz besonders: Der Klimawandel. Die Rettung der Welt vor den Folgen des Klimawandels wird als eine der wichtigsten Aufgaben der Politik gesehen. Die Jugendlichen haben zwar großes Interesse am Bereich Klima und Umwelt, fühlen sich aber ohnmächtig und sagen, sie haben keinen Einfluss auf die Politik. Diese stufen sie als von „alten weißen Männern“ dominiert ein und wünschen sich, dass Politik in Zukunft bunter, jünger und trendiger gestaltet wird. Thomas Krüger, Präsident der bpb, mahnte im Rahmen der Pressekonferenz, die Sorgen der Jugend im Bereich der Klimapolitik Ernst zunehmen: „Die Erwachsenen können es sich abschminken, dass das Thema nur eine Eintagsfliege bleibt“.

Zwar assoziierte über die Hälfte der Befragten den Begriff Politik spontan mit negativen Schlagwörtern; Erwachsene sind im Vergleich aber deutlich negativer eingestellt. Und einige Verdienste der Politik werden von den Jugendlichen auch anerkannt, darunter die guten und sicheren Lebensbedingungen in Deutschland sowie die lebendige Demokratie.

Ein gutes Zeugnis stellt Deutschlands Jugend der Politik auch beim Umgang mit der Corona-Pandemie aus: Die Befragten empfinden das Krisenmanagement des Staates als zufriedenstellend und akzeptieren die auferlegten Schutzmaßnahmen weitestgehend, auch wenn einige von ihnen von den Einschränkung der Freizeitangebote genervt sind. Es überwiegt die Solidarität mit älteren Mitbürgern und Risikogruppen, um die sich viele der Jugendlichen zurzeit sorgen. Einzig an der aus Sicht der Befragten verfrühten Wiedereröffnung der Schulen übt die junge Generation Kritik. Allgemein vertraut sie auf den eigenen Pragmatismus und sieht die Krise als temporär an. Die Forscher des Sinus-Instituts beobachten hier einen Bewältigungsoptimismus, der sich durch viele andere Lebensbereiche der Jugendlichen zieht.

„Der jugendliche Zeitgeist ist grün und bewahrend (das heißt konservativ im ursprünglichen Sinne),“ heißt es in der zur Studie erschienenen Pressemitteilung. In anderen Worten: Die Jugend wird ernster, problembewusster und weniger hedonistisch. Das, so das Fazit der Forscher, ist mitunter eine Konsequenz daraus, dass den Jugendlichen die negativen Folgen der Individualisierung – beispielsweise ein abnehmendes Gemeinschaftsgefühl – stärker ins Bewusstsein treten. Dementsprechend sehnen sie sich vermehrt nach Dingen wie Sicherheit, Halt und Geborgenheit.

Amazon: Händler-Umsatzanteil in Deutschland in Coronakrise gestiegen

Händler, die Waren über Amazon verkaufen, haben in der Coronakrise ihren Anteil am Umsatz der Online-Plattform in Deutschland gesteigert. Auf dem bisherigen Höhepunkt der Erkrankungen in den Monaten März bis Mai entfielen auf sie nach Angaben des Konzerns vom Montag 65,1 Prozent der Erlöse bei Amazon.de – im gleichen Zeitraum des Vorjahres seien es 61,2 Prozent gewesen.

In der Krise wurden bei Amazon selbst und bei Händlern, die auf die Logistik des Konzerns zugreifen, zeitweise Haushaltswaren, medizinische Artikel sowie Produkte mit hoher Nachfrage priorisiert. Für Einzelhändler, die ihre stationären Geschäfte schließen mussten, wurden in dieser Zeit Online-Kanäle insgesamt wichtiger.

Verhältnis

Das Verhältnis zwischen Amazon und den auf der Plattform des Konzerns aktiven Händlern geriet immer wieder ins Visier von Wettbewerbshütern. Seit Juli vergangenen Jahres ermittelt die EU-Kommission offiziell zu Vorwürfen, Amazon habe seinen Zugang zu Daten der Händler missbraucht, um Händler in lukrativen Geschäftsbereichen zu verdrängen

Forum Informationsfreiheit fordert Anonymisierungspflicht

Das geplante Informationsfreiheitsgesetz müsse die Anonymisierungspflicht für Akten oder sonstige Dokumente vorsehen. Das wäre ein „Kernaspekt“, hält das Forum für Informationsfreiheit den Städten und Gemeinden entgegen, die gegen Anonymisierungspflichten sind. Ohne diese würde aber der Zugang zu Dokumenten teils verunmöglicht, etwa zu Gutachten, die Kontaktinfos des Verfassers enthalten.

„Akten können so geführt werden, dass eine Anonymisierung nicht nötig ist. Der Druck der Anonymisierungspflicht ist jedoch nötig, damit dies auch wirklich passiert“, meinte Forums-Vorstand Mathias Huter in einer Stellungnahme zu dem am Montag veröffentlichten Forderungskatalog von Städtebund und Gemeindebund zu dem Gesetzesentwurf, den die Ministerinnen Karoline Edtstadler (ÖVP) und Alma Zadic (Grüne) diese Woche in Begutachtung geben wollen.

Unabhängiger Informationsfreiheitsbeauftragter gefordert

Huter bekräftigte auch die Forderung nach einem Informationsfreiheitsbeauftragten. Eine solche unabhängige Kompetenzstelle könnte die Verwaltung auf lokaler und regionaler Ebene bei der Umsetzung der neuen Transparenzbestimmungen unterstützen. „Ohne die entsprechenden Ressourcen lassen sich Transparenz-Regeln nicht so einfach umsetzen“, merkte er an.

WJC warnt vor rechtsextremen Videos auf Internetplattform Tiktok

Auf der Internetplattform Tiktok befinden sich weiterhin rechtsextreme Videos. „Die Videos auf unserer Liste wurden nicht gelöscht“, teilte Maram Stern, geschäftsführender Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), mit. Unter den 77 Videos und vier Sounds auf der Liste befänden sich neben antisemitischen Verschwörungstheorien auch Beiträge, die Holocaust-Opfer verhöhnen.

„Wir machen eine Reise zu einem Ort namens Auschwitz – Zeit zum Duschen, kleine Kinder“, heiße es in einem Song, den die APA am Montagvormittag abrufen konnte. Auch die notorische Roboter-Swastika, deren Original Tiktok bereits gelöscht habe, war in einem Video zu sehen. Ebenso wie das Kurzvideo eines Users, der es offenbar geistreich findet, zu spielen, wie jemand an einem ersten Arbeitstag in einem Weltkriegsmuseum anstelle von Kakao die Asche von Anne Frank in seine Milch schüttet und trinkt.

Es könnte sein, dass Tiktok bereits die in einer Untersuchung des Instituts für Terrorismusbekämpfung (ICT) der Universität Haifa erwähnten Videos entfernt habe, „ohne die weiteren Beispiele von Antisemitismus in Erwägung zu ziehen, die noch zu finden sind“, hieß es seitens des WJC.

Kritik

Die Organisation hatte Beschreibungen der beanstandeten Videos in einem mit Anfang Juli datierten Brief auch an Justizministerin Alma Zadić (Grüne) weitergeleitet. Das Schreiben liegt der APA vor. Der WJC schrieb darin: „Wir sind erschüttert, dass diese Videos ebenfalls in Österreich und der EU für alle, insbesondere minderjährige Nutzer der Tiktok-Plattform abrufbar sind, und halten dies für einen unhaltbaren Zustand. (…) Es ist unsere gemeinsame Pflicht, hiergegen unverzüglich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln vorzugehen.“

Die Internetplattform mit Hauptsitz in China hatte in der Vorwoche in einer Stellungnahme gegenüber der APA erste WJC-Vorwürfe bezüglich der Verbreitung rechtsextremer Videos zurückgewiesen. „Unsere Community-Richtlinien machen deutlich, was auf unserer Plattform akzeptabel ist und was nicht. Wir tolerieren keine Inhalte, die Hassreden enthalten“, hieß es. Dazu würden auch die erwähnten antisemitischen Videos und Sounds zählen, „die wir bereits entfernt haben“, verkündete die Social-Media-Plattform. Außerdem arbeite man kontinuierlich daran, die eigenen Technologien und Richtlinien zu verbessern, um so sicherzustellen, dass Tiktok ein positiver und sicherer Ort bleibe, in dem sich die Nutzer kreativ ausdrücken könnten.

Medienvielfalt Politeinfluss und Konzentration in Österreich

Media Pluralism Monitor 2020 bewertet Österreich vor allem in Sachen Politeinfluss und Medienkonzentration kritisch – hier stufen die Autoren als gefährdet ein. Sie fordern gesetzliche Regelungen für freien Zugang zu Informationen und für Transparenz insbesondere in der digitalen Welt.

Das European University Institute hat die Vergleichsstudie veröffentlicht, die Lage in Österreich haben die Kommunikationswissenschafter Josef Seethaler und Maren Beaufort von der Akademie der Wissenschaften analysiert und bewertet.

Geringes Gefahr sehen Seethaler und Beaufort für den grundlegenden Schutz von Medien und Journalismus. Die Unabhängigkeit der Medienbehörde würdigen sie, allgemeinen Zugang zu Medien und Internet, auch die Branchenstandards und den Schutz von Journalistinnen und Journalisten. Aber auch in dieser Kategorie sehen sie eine erhöhte Gefährdung – für den Schutz der Meinungsfreiheit und mehr noch den Zugang zu Informationen vergeben sie in der Studienterminologie ein „mittleres Risiko“ – Stufe zwei von drei möglichen.

Die Sorge um die Meinungsfreiheit gründete sich einerseits noch auf den Umgang der ÖVP/FPÖ-Koalition mit kritischen Medien, Journalistinnen und Journalisten; andererseits auf mögliche Gefängnisstrafen für üble Nachrede und Beleidigung, insbesondere auch gegenüber öffentlichen Institutionen wie Nationalrat oder Bundesheer.

Ein Informationsfreiheitsgesetz vermissen auch die Autoren dieser Studie, ein Entwurf ist für diesen Sommer angekündigt.

Hohes Risiko: Medienkonzentration

Mittleres Gefährdungsniveau sehen die Autoren des Österreich-Berichts in der Vielfalt des Medienmarkts insgesamt, sie sei „bedroht“, schreiben sie wörtlich.

Auch die Kategorie Politik-Einfluss stufen Seethaler und Beaufort als mittleres Risiko ein, in zwei Unterkategorien die Gefährdung aber als hoch:

Einerseits die Unabhängigkeit in der Kontrolle und der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks andererseits sorgen sich die Autoren um die redaktionelle Unabhängigkeit insgesamt.

Seethaler und Beaufort empfehlen, alle Medien zur Selbstregulierung zu verpflichten mit Regeln für interne Vielfalt, redaktionelle Unabhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Einflüssen, Abstimmungen über Führungskräfte, Qualitätssicherungssysteme und Moderation von Onlineforen.

39 Prozent nutzen Alexa, Google Assistent, Siri und Co

Geräte steuern per Stimme oder Informationen abfragen auf Zuruf – das leisten intelligente Sprachassistenten. Für viele Verbraucher sind Sprachassistenten aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Unabhängig vom Gerät greifen zwei von fünf Internetnutzern (39 Prozent) zumindest hin und wieder auf Alexa, Bixby, Cortana, Google Assistent, Magenta und Siri zurück. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die im Mai 2020 durchgeführt wurde. Danach kommen die smarten Helfer vor allem auf dem Smartphone zum Einsatz. Zwei Drittel der Nutzer von Sprachassistenten (66 Prozent) geben darüber häufig oder sehr häufig Sprachbefehle ein. An zweiter Stelle folgen Tablet-Computer, hier nutzen zwei von fünf Befragten (41 Prozent) die Sprachsteuerung. Über smarte Lautsprecherboxen wie beispielsweise Amazon Echo, Google Home oder Apple HomePod ruft ein Viertel der Nutzer (26 Prozent) häufig Dienste ab, jeder Fünfte (21 Prozent) steuert per Stimme häufig oder sehr häufig den Smart-TV. Wenig verbreitet ist bislang die Sprachsteuerung über eine Smartwatch oder Kopfhörer, jeweils sieben Prozent der Nutzer von Sprachassistenten machen dies öfter. „Intelligente Sprachassistenten entwickeln sich rasant und sind in immer mehr Geräten verfügbar – von der Dunstabzugshaube bis zum Auto“, sagt Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß. „Eine Gerätesteuerung per Stimme wird künftig so selbstverständlich sein wie das Knöpfedrücken oder Wischen auf einem Display.“

Die beliebteste Funktion unter den Sprachbefehlen ist die Musikwiedergabe auf Zuruf. Acht von zehn Nutzern der Assistenten (79 Prozent) spielen per Stimme Musik ab oder hören Radio. Drei Viertel (74 Prozent) steuern über Alexa, Siri & Co. Geräte im Haushalt, etwa die Beleuchtung, die Heizung oder Haushaltsroboter. Auch Informationen werden damit gerne abgerufen: Zwei von fünf (40 Prozent) erfragen die Abfahrtszeiten von öffentlichen Verkehrsmitteln oder lassen sich Verkehrsnachrichten durchgeben (38 Prozent). Ein gutes Drittel (36 Prozent) startet Internetsuchen per Stimme, drei von zehn halten sich so über aktuelle Sportergebnisse (31 Prozent) oder das Wetter (29 Prozent) auf dem Laufenden. Jeder Fünfte (19 Prozent) bestellt jeweils über Sprachassistenten Produkte im Internet oder ruft ein Taxi. 17 Prozent lassen sich von der künstlichen Intelligenz Mails vorlesen, erst wenige (7 Prozent) diktieren ihre Nachrichten per Spracheingabe. Und wer intelligente Sprachassistenten für sich entdeckt hat, findet Gefallen daran. Mehr als jeder zweite Nutzer (56 Prozent) greift täglich darauf zurück, ein weiteres Drittel (32 Prozent) mehrmals pro Woche.

Netflix: Das sind die zehn meistgesehenen Filme aller Zeiten

Das US-Unternehmen hat dem Finanznachrichtendienst Bloomberg erstmals eine Liste über die zehn Filme mit den bislang höchsten Zuschauerzahlen vorgelegt. Demnach sind vor allem Action- und Horrorfilme bei Netflix-Nutzern beliebt.

Actionfilm mit Chris Hemsworth auf Platz 1

An der Spitze findet sich der Action-Thriller „Tyler Rake: Extraction“ mit Chris Hemsworth. Innerhalb von vier Wochen nach dem Start zählte Netflix für diesen Film insgesamt 99 Millionen Zuschauer. Ende Juni 2020 kam Netflix weltweit auf rund 193 Millionen Bezahlabos. Somit hat demnach mehr als die Hälfte der Netflix-Abonnenten den Film gesehen – oder zumindest kurz aufgerufen. Denn Netflix berechnet in der Statistik jeden Zuschauer, auch wenn der jeweilige Inhalt nicht komplett, sondern mindestens zwei Minuten angeschaut wurde.

Talkwalker übernimmt Nielsen Social

Das Unternehmen für Social Listening und Analytics, Talkwalker, gab am 24. Juli die Übernahme von Nielsen Social, einem führenden Softwareanbieter für Social Media Messlösungen und Zielgruppenanalysen, bekannt. Die Nielsen Social Content Ratings-Lösung wird die KI-fähige Konversationslösung von Talkwalker mit zusätzlichen Insights versorgen können.

Eigene Uni für K.I.-Forscher

Der frühere Google-Vorstandschef Eric Schmidt soll der amerikanischen Regierung helfen, Technologie-Talente für staatliche Stellen zu gewinnen. Eine Bundeskommission schlägt Medienberichten zufolge vor, dafür eine eigene Universität zu gründen. Die Ausbildungsstätte soll „US Digital Service Academy“ heißen und würde in direkte Konkurrenz zu etablierten Universitäten wie Stanford – wo die Google-Gründer Brin und Page studiert haben – oder dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) treten.

Ziel sei es, voll akkreditierte Abschlüsse in digitalen Feldern wie Cybersicherheit oder Künstlicher Intelligenz anzubieten und Studentinnen und Studenten für die Beschäftigung im öffentlichen Sektor zu gewinnen. Generell zieht es Absolventen aus dem Tech-Bereich in die Privatwirtschaft, speziell ins Silicon Valley.

Die „National Security Commission on Artificial Intelligence“ (NSCAI), die Schmidt gemeinsam mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Robert O. Work leitet, hatte der amerikanische Kongress 2018 in Folge drastisch gestiegener Investitionen Chinas im Bereich Künstlicher Intelligenz geschaffen. Sie soll die Methoden und Mittel prüfen, „die erforderlich sind, um die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz, Maschinellen Lernens und der damit verbundenen Technologien voranzutreiben“. „Wir befinden uns in einem gewaltigen Rennen um die K.-I.-Vormachtstellung“, sagte Energieminister Rick Perry auf einer NSCAI-Konferenz bereits im Jahr 2019. „Während ich spreche, bemühen sich China und Russland, uns zu überholen.“

Appy: Ein Dorf steigt auf Elektroautos um

Die Bewohner eines kleinen Dorfes in Frankreich sollen vollständig auf Elektroautos umstellen. Renault stellt jedem der 25 Einwohner drei Jahre lang einen Renault Zoe zur Verfügung.

Das Dorf Appy im Departement Ariège liegt im äußersten Süden Frankreichs am Fuß der Pyrenäen. Die Einwohner dürfen die E-Autos beruflich und privat nutzen. Sie bekommen Wallboxen, um die Fahrzeuge laden zu können. Auch eine öffentliche Ladestation wird aufgebaut. Im Gegenzug nehmen die Bürger an einer Studie teil, um die Vor- und Nachteile der Elektromobilität auf dem Land zu ergründen.

Der Renault Zoe Z.E. 50 R110 kommt nach WLTP-Test mit 52-kWh-Akku 395 km weit und ermöglicht so auch Überlandfahrten ohne Nachladen in die größeren und kleineren Gemeinden im Umland.

Renault konnte in Europa trotz Coronakrise mehr Zoes absetzen als im Jahr zuvor. Im ersten Halbjahr 2020 waren es 37.540 Einheiten und damit 50 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2019.

Den Kleinwagen Zoe gibt es bei gemietetem Akku in Deutschland für weniger als 12.000 Euro, wenn der Umweltbonus des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Renaults Anteil und die gesenkte Mehrwertsteuer eingerechnet werden.

Die monatliche Mietrate für den Akku beginnt bei 74 Euro für eine Jahresfahrleistung von 7.500 km. Wer mehr als 7.500 km pro Jahr unterwegs ist, zahlt 124 Euro monatlich. Das Fahrzeug kommt auf 395 km WLTP-Reichweite.

Ghost of Tsushima findet 2,4 Millionen Käufer in drei Tagen

Das am 17. Juli 2020 veröffentlichte Ghost of Tsushima wurde innerhalb von drei Tagen weltweit rund 2,4 Millionen Mal gekauft, schreibt Sony auf Twitter. Demnach ist das Actionspiel die erfolgreichste neue Marke des Publishers auf der Konsole. Der bisherige Spitzenreiter war Horizon Zero Dawn mit 2,6 Millionen verkauften Einheiten – allerdings nicht in drei Tagen, sondern in knapp zwei Wochen.

Die starken Zahlen von Ghost of Tsushima (Test auf Golem.de) könnten vor allem mit dem Erfolg in Japan zusammenhängen. Dort hat Sony in den vergangenen Tagen vor Lieferengpässen bei der Boxed Version gewarnt und darauf hingewiesen, dass es den Titel natürlich auch im Playstation Store zum Download gebe.

Tsushima ist im alten Japan angesiedelt. Die Handlung dreht sich um eine mongolische Invasion und um den heldenhaften Kampf des jungen Samurai Jin. Derartige lokale Bezüge kommen in Japan traditionell sehr gut an – in diesem Fall offensichtlich noch besser als erwartet.

An den Verkaufserfolg des nur wenige Wochen zuvor veröffentlichten The Last of Us 2 kann Ghost of Tsushima aber nicht anknüpfen. Das umstrittene Actionspiel von Naughty Dog wurde nach Angaben von Sony innerhalb von zwei Tagen weltweit mehr als vier Millionen Mal verkauft.

Die von dem Konzern veröffentlichten Zahlen gelten als verlässlich. Sie beziehen sich auf Verkäufe an die Endkundschaft, nicht nur an den Handel. Es liegen keine Informationen über den Anteil der im stationären Handel und im Playstation Store verkauften Exemplare vor.

AGF weist erstmals Sehdauern von Netflix & Co aus

Die AGF Videoforschung erweitert die Reichweitenmessung und erfasst im eigenen Panel die Nutzung von Streaming-Angeboten auf smarten TV-Geräten.

Im ersten, nun vorliegenden Report für den Monat Juni 2020 kommt Netflix bei den ab 14-Jährigen am Smart-TV auf eine durchschnittliche tägliche Sehdauer von 7 Minuten. Mit durchschnittlich 12 Minuten pro Tag erreichen die 14- bis 29-Jährigen die höchste Sehdauer auf Netflix am Big Screen. Amazons Streaming-Dienst Prime Video wurde durchschnittlich 4 Minuten auf dem Big Screen gesehen und YouTube 3 Minuten täglich. Zum Vergleich: Die Nutzung des TV-Contents (linear und non-linear) über alle Endgeräte lag im Juni in dieser Zielgruppe bei durchschnittlich 216 Minuten pro Tag. „Auf den klassischen TV-Content entfällt damit immer noch der mit Abstand größte Teil der Nutzung“, so Kerstin Niederauer-Kopf. Perspektivisch will die AGF auch die Nutzung der Streaming-Dienste auf weiteren, internetfähigen Endgeräten erfassen.

Weltweit nutzen 3,96 Milliarden Menschen Social Media

Aus dem aktuellen Global Statshot-Bericht von Hootsuite und We Are Social geht hervor, dass erstmals mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung soziale Medien nutzt. Somit nutzen mehr als 3,96 Milliarden Menschen heute soziale Medien, dies entspricht rund 51 Prozent der Weltbevölkerung. In den vergangenen 12 Monaten sind die weltweiten Nutzerzahlen um mehr als zehn Prozent gestiegen. Mit mehr als 376 Millionen neuen Nutzern seit Juli 2019 bedeutet dies fast zwölf neue Nutzer pro Sekunde, was darauf hindeutet, dass die Nutzerzahlen heute noch schneller wachsen als zu Beginn des Jahres 2020. Zudem nutzen Menschen weltweit auch eine größere Auswahl an Social-Media-Plattformen als je zuvor. Die neuesten Daten von GlobalWebIndex zeigen, dass der typische Social-Media-Nutzer mittlerweile Mitglied von fast neun verschiedenen Plattformen ist. Dabei dominiert Facebook weiterhin das Ranking der weltweit beliebtesten Social-Media-Plattformen. Die Kernplattform des Unternehmens beansprucht mehr als 2,6 Milliarden aktive Nutzer pro Monat, während zwei Milliarden Menschen die Top-Messenger-Plattform WhatsApp nutzen. Auch Instagram hat in den vergangenen Wochen ein starkes Wachstum verzeichnet, so wird die Plattform nun jeden Monat von mehr als 1,08 Milliarden Menschen genutzt. Dies bedeutet, dass Instagram TikTok in Bezug auf monatlich aktive Benutzer immer noch deutlich voraus ist. Aber auch die Kurzvide-Plattfrom von ByteDance wächst nach wie vor rasant.

ma 2020 Pressemedien II: ‚myself‘, ‚Wiwo‘ und GQ legen deutlich zu

Trotz anhaltender Auflagenverluste bringt die ma Pressemedien noch erstaunlich viele Reichweitengewinner hervor – deutlich mehr als Reichweitenverlierer. Gemessen am Index konnten laut der heute (22.7.2020) erschienenen Mediaanalyse 2020 Pressemedien II die Titel ‚myself‘, ‚Wirtschaftswoche‘ und GQ am stärksten neue Leser gewinnen. ‚myself‘ verzeichnet einen Zuwachst um 130.000 Leser auf nun insgesamt 400.000. Die ‚Wirtschaftswoche‘ erreicht 260.000 zusätzliche Leser und kommt auf insgesamt 960.000. Der Männertitel GQ baut seine Reichweite um 140.000 Leser aus und kann insgesamt 540.000 Leser für sich reklamieren.

Weitere starke Reichweitengewinner sind ‚Barbara‘ (720.000 Leser; +180.000), ‚Glücks Revue‘ (650.000 Leser; +160.000) und ‚Lisa Blumen und Pflanzen‘ (490.000 Leser; +120.000).

Zu den stärksten Verlierern (nach Index) gehören ‚rtv‘ (4,05 Mio. Leser; -900.000), ‚Frau mit Herz‘ (300.000 Leser; -70.000), ‚Lea‘ (350.000 Leser; -80.000), ‚Mini‘ (20.000 Leser; -40.000), ‚Instyle‘ (950.000 Leser; -180.000) und ‚Vogue‘ (820.000 Leser; -150.000).

Reichweitenstärkster Titel der ma 2020 Pressemedien II ist die ‚Bild am Sonntag‘ mit 7,2 Millionen Lesern (+360.000), gefolgt von ‚Prisma‘ (7,07 Mio. Leser; +230.000), ‚Stern‘ (5,51 Mio. Leser; +370.000), ‚TV Movie‘ (5,34 Mio. Leser; +90.000) und ‚Der Spiegel‘ (5,26 Mio. Leser; +600.000).

Corona-Krise: Start-up-Frühfinanzierung im Silicon Valley bricht ein

Im Silicon Valley hat sich seit dem Beginn der Coronapandemie die Gangart verändert. Kapitalgeber in den USA sind nach wie vor risikobereit, aber deutlich zögerlicher, wenn es um Frühfinanzierungen von Start-ups geht. Jungunternehmen aus dem Bereich Gesundheit, Bildung und Logistik konnten sich wenig überraschend als krisenresistent erweisen.

Bei den finanzkräftigen Risikokapitalgebern in den USA ist man nun weitaus vorsichtiger als vor der Coronakrise. Neben den unsicheren makroökonomischen Marktbedingungen muss in der traditionell kontaktintensiven Gründerszene nun das Investorenvertrauen per Videokonferenz gewonnen werden. Zudem ist der Coronaausblick in den USA nach wie vor düster. Die Konsequenz daraus heißt: Weniger Aktivität, denn die Investoren konzentrieren sich vor allem auf das bestehende Portfolio.

„Firmen und Investoren sind sehr stark mit sich selbst beschäftigt“, sagte Georg Fürlinger, Innovationsbeauftragter der Außenwirtschaft Austria in der WKO und Leiter des Open Austria Büros in San Francisco im Gespräch mit der APA. „Die Investoren wollen auf jeden Fall die Schäden minimieren.“

Laut dem Venture-Capital-Spezialisten PitchBook wurden insbesondere die Frühfinanzierungen von Jungunternehmen in den USA stark getroffen. So ging in den USA im zweiten Quartal die Anzahl der Seed-Finanzierungsdeals um mehr als die Hälfte auf 316 zurück. Bei Risikokapital in der Start-up-Frühphase (early-stage Venture Capital) wird auf das Gesamtjahr ein Rückgang von 25 bis 30 Prozent erwartet. Weniger stark betroffen sind unterdessen die späteren Investments (late-stage VC), die sogar leicht zulegen konnten.

Streaming-Plattformen sind schneller gewachsen als Pay-TV

Streaming-Plattformen wie Netflix und Amazon Prime sind die großen Gewinner im deutschen Bezahlfernsehen. Film- und Serien-Abonnements auf Internet-Plattformen zeichneten für den größten Teil der Umsatzzuwächse im vergangenen Jahr – schon vor der Coronakrise – verantwortlich, teilte der deutsche Verband Privater Medien (Vaunet) mit.

Insgesamt erwirtschafteten die Pay-TV- und Streaming-Anbieter 2019 einen Umsatz von 3,9 (2018: 3,5) Milliarden Euro. Während die klassischen Bezahlfernseh-Plattformen wie Sky um 3 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zulegten, verzeichneten Video-Abonnements einen Umsatzsprung um 25 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Generation Z nutzt täglich Bewegtbild

Knapp die Hälfte der Nutzung entfällt bei den 3- bis 13-Jährigen auf TV-Inhalte, bei den 14- bis 17-Jährigen macht Fernsehen mehr als ein Drittel der Bewegtbildnutzung aus. Das sind Ergebnisse der ‚AGF GenZ Videostudie‘, die die Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) im Februar und März 2020 vom Marktforschungsinstitut Kantar hat untersuchen lassen. Über ein modulares Studiendesign mit einer qualitativen Vorstudie und einer großangelegten quantitativen Analyse inklusive Tagesablauf-Befragungen wurde die Bewegtbildnutzung und deren Motive in der Zielgruppe der 3- bis 17-Jährigen erforscht. Mit mehr als 5.100 Fällen ist ‚AGF GenZ‘ eine der umfangreichsten Studien, die in den vergangenen Jahren in Deutschland zu diesem Thema durchgeführt wurde.

Bewegtbild gehört zu den liebsten Beschäftigungen von Kindern und Jugendlichen. Zumindest gelegentlich nutzt so gut wie jedes Kind und jeder Jugendliche Bewegtbild. Dabei steigt der Anteil der Streaming-Nutzung ab 11 Jahren, also ab dem Zeitpunkt, wenn die Kinder in der Regel ihr eigenes Smartphone bekommen und in weiterführende Schulen wechseln. Über 80 Prozent konsumieren dann das lineare Fernsehprogramm in Kombination mit Streaming-Angeboten (VoD). Werden die Jugendlichen älter, steigt der Anteil von „Only-Streaming“ von 10 auf 15 Prozent (14 bis 17 Jahre). Bei den Lieblings-Apps für Videos liegt in allen Alterssegmenten YouTube klar vor Netflix auf Rang 2. Einzige Ausnahme: Bei den 10- bis 13-Jährigen hat sich TikTok bereits auf den 2. Platz vorgeschoben. Im Kindersegment bis 10 Jahre finden sich unter den Top 5 der Plattformen auch die öffentlich-rechtlichen Angebote Kika und „Sendung mit der Maus“.

Musik-Streaming boomt CD lebt weiter

Audio-Streaming bricht Nutzerrekorde im Jahrestakt: Drei von vier deutschen Internetnutzern (76 Prozent) hören zumindest hin und wieder Musik, Podcasts oder Hörspiele per Streaming. Der bisherige Nutzerhöchststand lag im Vorjahr bei 72 Prozent der Onliner. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. In Österreich haben Streaminganbieter die Musikwirtschaft wieder auf Wachstumskurs gebracht. Im vergangenen Jahr wuchs das Segment um 33,5 Prozent auf 68,9 Millionen Euro. Nicht zuletzt deshalb ist der gesamte heimische Musikmarkt 2019 um 8,3 Prozent auf 166 Mio. Euro angewachsen.

Sechs von zehn Onlinern (59 Prozent) nutzen Video-Streaming-Plattformen wie YouTube oder Vimeo, um darüber Musik zu hören. Ähnlich viele (57 Prozent) setzen auf Musik-Streaming-Dienste wie z. B. Spotify oder Apple Music. Zudem hört gut jeder dritte Internetnutzer (36 Prozent) sein Radioprogramm per Stream. Für Künstler sind Musik-Streaming-Dienste unverzichtbar geworden, weil vor allem jüngere Nutzer von überall auf jegliche Titel zugreifen möchten. Doch zwei von fünf Internetnutzern (43 Prozent) laden nach wie vor Musikdateien dauerhaft auf ihre Endgeräte herunter.

Mit der wachsenden Beliebtheit von Audio-Streaming greifen auch mehr Internetnutzer auf Bezahldienste zurück. Jeder Vierte (24 Prozent) nutz kostenpflichtige Streaming-Angebote, im Vorjahr war es noch jeder Fünfte (20 Prozent). Wer Audio-Streaming-Dienste abonniert hat, zahlt dafür durchschnittlich 11 Euro im Monat. Und am häufigsten tragen Abo-Inhaber auch allein die Kosten dafür. Sechs von zehn Abonnenten (59 Prozent) geben dies an. Zwei von fünf (41 Prozent) sagen, dass sie sich die Ausgaben für ein Abonnement mit anderen Nutzern teilen. Und drei von zehn (28 Prozent) nutzen ein Abonnement zusammen mit anderen, müssen sich aber nicht an den Kosten beteiligen.

Beim Streaming werden Inhalte nicht auf die Endgeräte heruntergeladen, sondern nur zwischengespeichert und ohne Wartezeit wiedergegeben. Kostenlose Musik-Streaming-Dienste sind häufig in den Funktionen begrenzt oder spielen zwischen einzelnen Titeln Werbespots ab. Kostenpflichtige Premium-Abos ermöglichen werbefreien und unbegrenzten Zugang zu den Musikarchiven und vollen Funktionsumfang. Um mobiles Datenvolumen zu sparen, wird häufig eine Download-Option angeboten.

Corona-Krise: Österreichs Unternehmen verzeichnen Home-Office-Boom

Die aktuelle Flexible Working Studie von Deloitte, der Universität Wien und der Universität Graz zeigt: Flexibles Arbeiten ist nicht mehr aus den heimischen Unternehmen wegzudenken. Während des Corona-Lockdowns ist die Nutzung von Home Office rasant angestiegen. Mit dem schnellen Umstieg auf flexible Arbeitsweisen hat sich die Verwendung digitaler Kommunikationstools wie Microsoft Teams oder Zoom durchgesetzt. Nun gibt es jedoch Handlungsbedarf: Damit mobiles Arbeiten in den Unternehmen gut funktioniert, braucht es eindeutige Regeln und eine klare Kommunikation für Mitarbeiter und Führungskräfte.

Bislang wurde Home Office in 75 Prozent der österreichischen Unternehmen nur von wenigen Einzelpersonen oder sehr eingeschränkten Zielgruppen genutzt. Das hat sich jetzt schlagartig geändert: Insgesamt geben 90 Prozent der Befragten an, dass während der Shutdown-Phase zumindest die Hälfte der Belegschaft von zu Hause aus gearbeitet hat. In knapp 60 Prozent der Unternehmen arbeiteten sogar nahezu alle Mitarbeiter aus dem Home Office. „Home Office hat durch die Covid-19-Pandemie einen Boom erlebt. 96 Prozent der befragten Unternehmen haben Home Office während des Lockdowns intensiv genutzt. Was vor der Krise oft nur Einzelpersonen vorbehalten war, ist nun eine etablierte Arbeitsweise. Jetzt gilt es aus dem Krisenmodus zu lernen und mobiles Arbeiten nachhaltig zu verankern“, betont Barbara Kellner, Managerin bei Deloitte Österreich.

Rasche Umstellung während Lockdown

Es benötigt meist viel Zeit und Energie, um neue Arbeitsweisen in Unternehmen langfristig zu integrieren. In der Krise war jedoch rasches Handeln gefragt: 82 Prozent der Unternehmen haben innerhalb weniger Tage die technischen Voraussetzungen für nahezu flächendeckendes Home Office geschaffen. Mitarbeiter eigneten sich neue Tools wie MS Teams, Zoom oder Skype schnell und durchwegs gut an – obwohl laut Befragung nur in der Hälfte der Unternehmen klare Qualifizierungsmaßnahmen gesetzt wurden. „Führungskräfte und Teams mussten rasch ihre Arbeitsweise umstellen und neue Tools anwenden. 84 Prozent der Befragten nutzen nun mehr digitale Kommunikationskanäle als zuvor. Virtuelle Meetings richtig einzusetzen und sie effektiv sowie effizient zu gestalten will aber gelernt sein – hier besteht häufig noch Unterstützungsbedarf “, erklärt Barbara Kellner.

2019 waren 249 Millionen Pakete in Österreich unterwegs

Insgesamt 249 Millionen Pakete befanden sich 2019 in Österreich auf dem Postweg – Tendenz steigend. Dies geht aus dem aktuellen RTR Post Monitor Jahresbericht hervor. „Allein im Inland wurden 2019 knapp 159 Millionen Pakete versendet, das sind um über 18 Millionen mehr als 2018. Von Österreich in das Ausland und vom Ausland nach Österreich wurden 2019 knapp 90 Millionen Pakete auf die Reise geschickt, rund eine Million mehr als 2018“, gibt Klaus Steinmaurer, Geschäftsführer der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) für den Fachbereich Telekommunikation und Post, weitere Marktzahlen bekannt. Als Grund nannte er die anhaltend steigende Nutzung von Online-Shopping.

Rechte Gewalt in den Medien

„Ich kann Ihnen nur sagen, dass wir als Zeitung festgestellt haben, wie weit weg wir von Ihnen allen sind eigentlich. Also von Ihnen allen oder von Ihrem Hintergrund. Wir wussten von vielen Opfern überhaupt nicht … wir beherrschen die Sprache nicht“, sagt sie. „Wir reden doch alle perfekt Deutsch“, antwortet er. Sie, das ist Yvonne Backhaus-Arnold, stellvertretende Chefredakteurin des „Hanauer Anzeigers“. Er ist Armin Kurtovic. Sein 22-jähriger Sohn Hamza wurde am 19. Februar ermordet, er ist eines der neun Todesopfer des rassistischen Attentats von Hanau.

Es gibt noch einige andere verstörende und erhellende Momente in diesem knapp 15 Minuten langen Gespräch, das vom heutigen Montag an online zu sehen und nachzulesen ist. Es ist Teil eines Projekts der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München und des in Berlin ansässigen Mediendiensts Integration.

#imgespräch heißt es und dreht, wohl zum ersten Mal, die üblichen Rollen um. Hier sind es nicht Journalistinnen und Journalisten, die die Fragen stellen. Sie selbst stellen sich den Fragen derer, von denen sie sich üblicherweise Informationen holen. Oder die, wie im Falle von Armin Kurtovic, zu wenig gefragt sind. Etwa weil man glaubt, ihre Sprache nicht zu kennen.

Selbst die Seite mit den Bildern der Opfer in der Lokalzeitung sei voller Fehler gewesen, sagt der Vater, das Alter seines ermordeten Sohnes falsch angegeben. Überhaupt sei das ganze Vorgehen falsch: „Ich bin deutscher Staatsbürger und Sie müssen über den Ausländerbeirat an mich herantreten.“

Dass Betroffene, vor allem wenn sie als ethnisch oder sozial „fremd“ gelten, in den Medien oft zu kurz kommen, dass Aussagen von Polizei und Behörden mehr zählen als ihre, ist nicht neu. Spätestens die jahrelange Fehlinterpretation der NSU-Morde, das Ausblenden des rassistischen Hintergrunds, zeigte, welche fatalen Folgen es hat, auf die Perspektive der Betroffenen zu verzichten. Der Mediendienst Integration, eine Informationsplattform zur Einwanderungsgesellschaft für Journalisten, wollte über Webstorys praktische Hilfe bieten. „Wir dachten zunächst an Bildungsaufstieg und Diskriminierung als Themen“, sagt Mehmet Ata, der Leiter des Mediendiensts. Als er das in einem Gespräch mit Henriette Löwisch erwähnte, der Leiterin der DJS, wurde eine Aufgabe für ihre Schülerinnen und Schüler daraus.

„Wir fanden das alle unglaublich spannend“, sagt Berit Dießelkämper, Schülerin der Kompaktklasse der 58. Lehrredaktion an der DJS, die das Projekt stemmte. Aber sie und ihre Kollegen wollten ein anderes, sozusagen das Urthema bearbeiten: rechtsextreme Gewalt. Und nahmen sich dafür die beiden jüngsten Verbrechen vor, Hanau und den Anschlag auf die Synagoge in Halle – der Prozess gegen den Täter beginnt an diesem Dienstag in Magdeburg.

In einem anderthalbstündigen Gespräch mit Martin Machowecz, dem Korrespondenten der „Zeit“ für Ostdeutschland, erläutert Max Privorozki, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Halle, wie er und die Gemeinde den Ansturm nationaler und internationaler Medien seit jenem 9. Oktober erlebten. Er fand sich Medienleuten gegenüber, die nicht einmal so viel Wissen über jüdisches Leben hatten, wie man „auf dem Weg nach Halle nachlesen“ könne, zudem aggressiv vorgetragene Interviewwünsche sogar am Sabbat. Einige Korrespondenten hätten „fast die Türe durchgebrochen, um reinzukommen“. Eine Erfahrung hat er gemacht: dass es ganz wichtig sei, zu wissen, was die Medienleute mit den Aussagen planten.

„Aus den Videos lernt man wirklich viel“, lobt Mediendienst-Chef Ata. Ihnen folgen praktische Tipps, die die Münchner Jungjournalistinnen aus ihren Erfahrungen im Projekt gewonnen, aber auch in Gesprächen mit Expertinnen und Experten zusammengestellt haben.

Zur Recherche heißt es in den Tipps der DJS unter anderem: „Journalist*innen hinterlassen Spuren bei jeder Kontaktaufnahme. Sie überschreiten oft persönliche Grenzen und tun das teilweise unsensibel und rücksichtslos.“ Vermittlung in Anspruch zu nehmen helfe, zum Beispiel die von Opferschutzstellen, Psychologen, Anwältinnen oder Vertrauenspersonen aus den Communitys.

Berit Dießelkämper benennt auch die Grenzen. Es könne dauern, bis Vertrauen da sei. Ob Redaktionen so viel Zeit haben, erst recht in den ersten 48 Stunden nach Verbrechen wie in Hanau und Halle? Man habe Tipps geben wollen und „nicht Kollegen ein gutes Gefühl verschaffen“. Der Einzelfall zähle, auch die Betroffenen seien sehr verschieden: „Manche haben das Bedürfnis zu sprechen, andere brauchen Ruhe und wollen trauern.“

„FAZ“ testet Zustellung ihrer Sonntagszeitung am Samstag

Ein Teil der Abonnenten der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ („FAS“) erhält ab Anfang August in einem Markttest das Blatt bereits am Samstag. Das Pilotprojekt startet in zwei Städten. Dem Vernehmen nach soll es sich um Mannheim und Koblenz handeln.

Ein Grund für den Test sind zunehmende Schwierigkeiten bei der Zustellung am Sonntag. Zudem sollen die Abonnenten am Wochenende mehr Zeit haben, die Zeitung zu lesen. Die Auflage der FAS lag im ersten Quartal nach Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) bei fast 222.000, davon sind gut 151.000 Abos.

Die Zustellung von gedruckten Zeitungen ist in vielen Regionen Deutschlands für die Medienhäuser immer mehr eine finanzielle Belastung. Grund sind insgesamt sinkende Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften, die Zahl der Abonnenten geht zurück. Trotzdem sollen gedruckte Presseprodukte weiterhin bis in jedes Dorf geliefert werden. Zeitungshäuser klagen auch über gestiegene Kosten etwa durch den Mindestlohn für Zusteller.

Die Corona-Krise hat den FAZ-Angaben zufolge im Digitalen positive Effekte gezeigt: Die Zugriffe auf die Webseite erhöhten sich im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 52 Prozent auf 490 Millionen Visits. Das im Herbst 2018 eingeführte Digital-Abo F+, das die Artikel hinter der Bezahlschranke freilegt, hat im ersten Halbjahr einen Anstieg um 78 Prozent auf gut 55.000 Abos verzeichnet.

Hochwertige Digitalinhalte profitieren, traditionelle Medien fallen weiter ab

Nach einem zeitweisen Anstieg während des Lockdowns ist der lineare TV-Konsum wieder zurück auf Vorkrisenniveau – Streaming legt dagegen nachhaltig zu. Auch andere Digitalangbote wie Nachrichten-Websites und Podcasts werden weiterhin verstärkt genutzt. 25 Prozent der Befragten an, dass ihre Zahlungsbereitschaft für digitale Premiuminhalte in der Pandemie gestiegen ist.

In den vergangenen Tagen und Wochen sind die Maßnahmen zur Eindämmung der globalen Covid-19-Pandemie hierzulande deutlich gelockert worden. Wie wirkt sich der Umstand, dass die Menschen mittlerweile auch wieder ins Restaurant oder Kino gehen auf den allgemeinen Medienkonsum aus? Deloitte hat im Rahmen des Media Consumer Survey inzwischen drei repräsentative Umfragen zur Mediennutzung durchgeführt – vor Beginn der Einschränkungen im Februar, währenddessen und nun erneut in den letzten beiden Juniwochen, als weitgehende Lockerungen bereits in Kraft waren.

„Altersübergreifend 52 Prozent der Befragten hatten angegeben, während der Einschränkungen mehr Medien konsumiert zu haben als vorher. Wie erwartet ist der Medienkonsum im Vergleich nun wieder deutlich zurückgegangen. Dennoch kann knapp ein Drittel der Zuwächse durchaus als langfristiger Effekt verbucht werden. Allerdings profitieren nicht alle Medien langfristig“, sagt Klaus Böhm, Leiter des Bereichs Media & Entertainment bei Deloitte.

Zuwächse im Streaming bleiben konstant

Das bemerkenswert starke Comeback des linearen Fernsehens während der Beschränkungen durch die Pandemie konnte sich nicht halten. Nachdem der Anteil der Verbraucher, die täglich fernsehen, im März um 11 Prozent im Vergleich zum Februar gestiegen war und man sogar die schon verloren geglaubte junge Zielgruppe wieder zu festen Sendezeiten vor die Bildschirme locken konnte, ist der lineare TV-Konsum nun wieder fast annähernd deckungsgleich mit der Zeit vor dem Lockdown. Weitgehend unberührt von den Auswirkungen durch Corona ist das lineare Pay-TV geblieben. Weder der Wegfall von Live-Sportübertragungen noch der Neustart der Bundesliga haben sich in der täglichen Nutzung bemerkbar gemacht.

Im Gegensatz zum linearen TV kann das Video-Streaming nachhaltig Zuwächse verzeichnen. Die tägliche Nutzung von Video-on-Demand-Abonnements lag auch Ende Juni noch deutlich über dem Niveau von vor der Krise. Besonders in der Altersgruppe über 35 Jahre ist der Konsum nach dem Peak während der Einschränkungen im März kaum zurückgegangen. Die Mediatheken, die in der Krise enorme Zuwächse hatten, verzeichnen auch nach den Lockerungen noch 20 Prozent mehr tägliche Nutzer als vor den Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19.

Radio strauchelt, Podcasts profitieren

Im Audio-Bereich zeigen sich große Unterschiede zwischen den einzelnen Formaten: Im Februar hörten 57 Prozent der Befragten täglich Radio, während der Einschränkungen gab es nur geringe Zuwächse und Ende Juni schalteten nur noch 54 Prozent jeden Tag das Radio ein. Das Musik-Streaming hat dagegen während den Einschränkungen kaum profitiert, seit den Lockerungen ist die tägliche Nutzerbasis aber um 25 Prozent gestiegen. Als Hintergrund vermutet Deloitte, dass viele Menschen Musikstreaming gern unterwegs, auf dem Weg zur Arbeit oder in Bus und Bahn nutzen.

Podcast-Formate zählen klar zu den Gewinnern der Krise. „Im ‚New Normal‘ hören 23 Prozent der Befragten mehr Podcasts als vor den Einschränkungen – das ist die Hälfte der Nutzerbasis“, sagt Böhm. Das liege auch an den oftmals sehr spezifischen Informationen und Meinungen, zu denen man dadurch einen Zugang finde. „Die Pandemie hat unter anderem dazu geführt, dass beispielsweise medizinisches Expertenwissen plötzlich sehr viele Menschen interessiert hat. Podcasts haben sich dafür als ein geeignetes Format etabliert.“

Digitaler Werbemarkt in Europa schrumpft um 5,5 Prozent

Die Coronakrise setzt die digitale Werbung gehörig unter Druck: Das IAB Europe geht davon aus, dass der europäische Markt in diesem Jahr ein Minus von 5,5 Prozent hinnehmen muss. Im vergangenen Jahr konnte er dagegen noch ein Plus von 12,3 Prozent verbuchen. Allerdings werden die Länder unterschiedlich hart von der Krise getroffen.

Während laut IAB Europe Italien (minus 12,1 Prozent), Großbritannien (minus 11,9 Prozent) und Frankreich (minus 9,4 Prozent) deutliche Einbußen erwarten müssen, werden die deutschen Vermarkter noch ein kleines Plus von 1,5 Prozent verbuchen. „Die gute Nachricht für den gesamten europäischen Markt: Das Plus wird im nächsten Jahr höher ausfallen als das Minus für 2020“, betonte Daniel Knapp, Chief Economist des IAB Europe, bei der Vorstellung der Daten. Um satte 10,5 Prozent soll es 2021 wieder aufwärts gehen.

Das Jahr 2019 ist für die digitale Werbebranche in Europa noch sehr gut gelaufen: Laut der aktuellen Ausgabe des „Adex Benchmark Report“, den das IAB Europe jährlich erstellt, stiegen die Werbeumsätze um 12,3 Prozent auf 64,8 Milliarden Euro. Erstmals macht digitale Werbung damit mehr als 50 Prozent der gesamten Werbeausgaben aus. In die Statistik einbezogen sind die Daten für 28 europäische Länder. Die größten Wachstumsraten weisen Serbien (28,4 Prozent), die Ukraine (28 Prozent), Weißrussland (25,2 Prozent), Kroatien (22,3 Prozent) und die Türkei (19,1 Prozent) auf. Die Daten für den „Adex Benchmark Report 2019“ stammen aus Reportings und Einschätzungen der IAB-Dependancen in den einzelnen Ländern sowie aus Modellings des IAB Europe.

Laut Report zeigt sich die Branche hochdynamisch: Seit 2013 haben sich die Umsätze verdoppelt, im Schnitt stiegen sie seit 2016 jährlich um rund 4 Milliarden Euro. Allerdings hat sich das Wachstum etwas verlangsamt: 2017 und 2018 lag es noch jeweils bei über 13 Prozent. Größter Markt bleibt Großbritannien (8,5 Milliarden Euro) vor Deutschland (3,9 Milliarden Euro), Frankreich (3,3 Milliarden Euro), Russland (2,5 Milliarden Euro) und Italien (2,1 Milliarden Euro).

Audio-Streaming weiter im Aufschwung

Das Audio-Streaming bleibt auf Wachstumskurs, lautet das Fazit einer aktuellen Bitkom-Studie: Demnach hören 75% der Internetnutzer zumindest hin und wieder Musik, Podcasts oder Hörspiele per Streaming, 25% greifen dabei auf Bezahldienste zurück.

Laut der repräsentativen Umfrage, bei der rund 1000 Menschen befragt wurden (darunter 824 Internetnutzer) lag der Anteil der Streaming-Nutzer im Vorjahr bei 72% der Onliner. Weitere Ergebnisse:

  • Sechs von zehn Onlinern (59%) nutzen Video-Streaming-Plattformen wie YouTube oder Vimeo, um darüber Musik zu hören.
  • Ähnlich viele (57%) setzen auf Musik-Streaming-Dienste wie z. B. Spotify, Deezer oder Apple Music.
  • Zudem hört gut jeder dritte Internetnutzer (36%) sein Radioprogramm per Stream.
  • Dabei greifen auch mehr Internetnutzer auf Bezahldienste zurück: Jeder Vierte (24%) nutzt kostenpflichtige Streaming-Angebote, im Vorjahr war es noch jeder Fünfte (20%).
  • Wer Audio-Streaming-Dienste abonniert hat, zahlt dafür durchschnittlich 11 Euro im Monat.

Zum Download-Markt heißt es laut Bitkom-Umfrage: 43% laden nach wie vor Musikdateien dauerhaft auf ihre Endgeräte herunter.

Auch die Hörbuch-Streaming-Portale haben zuletzt ungebrochenes Wachstum gemeldet.

elli academy geht an den Start

Die neu gestartete elli academy bietet Online Aus- und Weiterbildungsprogramm für Programmatic-Advertising-Experten im DACH-Raum, um Fachkräftemangel in der Digitalbranche entgegenzutreten.

Das modulare, dreistufige Kursprogramm findet in Form von praxisorientierten Live-Video-Webinaren in kleinen Lerngruppen mit bis zu 20 Teilnehmern statt. Zu den Lehrinhalten zählen neben der Vermittlung der theoretischen Grundkenntnisse über das programmatische Ökosystem („Schnupperkurs“) auch der Einstieg in Kampagnenplanung und -management mit Aspekten wie Datenschutz, Ad Verification und Optimierung („Grundkurs“) sowie Case-Trainings auf marktgängigen Technologien und Systemen von Demand- und Sell-Side („Expertenkurs“). Wesentlicher Bestandteil des Schulungsprogramms ist dabei auch der intensive Fachaustausch mit den Dozenten aus namhaften Partnerunternehmen, die den Kursteilnehmern exklusive Praxiseinblicke in die Programmatic-Advertising-Welt geben. Im Anschluss an das Weiterbildungsprogramm, haben die qualifizierten Programmatic-Advertising-Talente die Möglichkeit, sich von der elli academy kostenlos beruflich zu coachen und direkt in Unternehmen weitervermitteln zu lassen.

Stripe-Studie sieht 100-Milliarden-Euro-Chance für Europas Online-Wirtschaft

Payment-Plattform Stripe veröffentlichte am 15. Juli eine Studie die zeigt, dass uneinheitliche internationale Regulierung ein Haupthindernis für die Umsetzung des Digitalen Binnenmarkts in Europa darstellt. Online-Unternehmen müssen sich mit immer komplexeren regulatorischen Anforderungen auseinandersetzen. Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut B2B International im Auftrag von Stripe 500 europäische Führungskräfte in international tätigen Online-Unternehmen. Die Auswertung ergab, dass sich nur 33 Prozent der Unternehmen derzeit sicher sind, die gesetzlichen Normen überall einzuhalten. Nur knapp ein Viertel (24 Prozent) ist überzeugt, überhaupt in Gänze zu verstehen, welche Normen das eigene Unternehmen in allen Ländern wirklich betreffen. Europaweit sind knapp drei Viertel (72 Prozent) der befragten Führungskräfte der Meinung, dass das Unternehmenswachstum gebremst werde, weil die Einhaltung aller notwendigen internationalen Vorschriften übermäßig komplex sei. 30 Prozent sprachen von einer „großen Herausforderung“, und 42 Prozent sind der Meinung, dass die Einhaltung der Vorschriften immer schwieriger werde. In Deutschland ist diese Zahl sogar noch größer (82 Prozent). Das wirkt sich auch direkt auf die Ambitionen zu grenzüberschreitendem Handel aus: 41 Prozent der Online-Unternehmen in Europa, die sich derzeit international zurückziehen, tun dies, weil die Komplexität der Vorschriften zugenommen hätten, seit sie in bestimmte Regionen expandiert seien.

Echter digitaler Binnenmarkt kann europäische Technologieunternehmen stärken

„Um das volle Potenzial des digitalen Binnenmarkts freizusetzen, müssen die Themen Compliance und grenzüberschreitendes Steuermanagement für Online-Unternehmen erleichtert werden. Dies ist nicht nur eine Aufgabe für politische Entscheidungsträger, sondern auch Technologieunternehmen sind gefragt“, kommentiert Marcos Raiser do Ó, Head of DACH & CEE bei Stripe, die Studie. Und Tom Wehmeier, Partner und Head of Insights bei Atomico, ergänzt: „Es wurde viel darüber nachgedacht, wie Europa mehr und größere einheimische Technologie-Champions hervorbringen kann. Durch die Quantifizierung der alltäglichen Herausforderungen, denen europäische Technologieunternehmen heute gegenüberstehen, sendet dieser Bericht eine klare und praktisch umsetzbare Botschaft aus: Wir müssen mehr tun, um die versteckten Hindernisse im Alltag abzubauen, die innovative europäische Technologieunternehmen davon abhalten, größere und schnellere Skaleneffekte in der gesamten EU zu erzielen. Die europäische Technologieinnovation blüht bereits von alleine auf, aber oft nicht wegen, sondern trotz der Bedingungen, unter denen sie in ganz Europa tätig sind. Dieser Report zeigt, dass die Chancen für europäische Unternehmen und Verbraucher riesig sind, wenn wir Fortschritte bei der Vereinfachung der Abläufe in einem echten digitalen Binnenmarkt erzielen können.“

Kauf auf Rechnung dominiert beim Einkaufen im Internet

Die Verbraucher in Deutschland kaufen im Internet nach wie vor am liebsten auf Rechnung ein. Fast ein Drittel aller Online-Käufe (32,8 Prozent) wurden 2019 per Rechnung bezahlt, wie das Kölner Handelsforschungsinstitut EHI am Dienstag berichtete. Das seien noch einmal 1,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Ein Grund für den Anstieg sei möglicherweise, dass der US-Internetgigant Amazon für diese Zahlungsart aktiv bei seiner Kundschaft geworben habe.

PayPal und Lastschriftverfahren noch vor der Kreditkarte

Platz zwei im Beliebtheitsranking der Zahlungsarten im Internet belegte PayPal mit 20,2 Prozent – auch das eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Auf dem dritten Platz lag das Lastschriftverfahren. Sein Anteil am Gesamtmarkt sank allerdings um 1,2 Prozentpunkte auf 18,3 Prozent. Nur 10,5 Prozent der Einkäufe wurden mit Kreditkarten bezahlt. Alle anderen Zahlungsarten wie Einkäufe auf Vorkasse, Sofortüberweisungen oder Nachnahme spielten eine untergeordnete Rolle.

D: AWA 2020 bescheinigt den Printmedien Leserverluste

Die jährliche Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) hat für die deutschen Printmedien hauptsächlich schlechte Nachrichten im Gepäck: Die meisten Titel büßten an Reichweite ein, besonders viele Leser verloren u.a. der „Stern“ und die „Bild“.

Nur vier der laut AWA 50 reichweitenstärksten Publikumszeitschriften und Wochenzeitungen gewannen im Vergleich zum Vorjahr Leser hinzu: Das Edeka-Kundenmagazin Mit Liebe, das Programmie TV14, das Apotheken-Gratisheft Baby und Familie, sowie das Supplement Chrismon. Nur einer der vier Titel ist also ein käuflich im Einzelhandel zu erwerbendes Magazin.

Ansonsten gibt es reichlich rote Zahlen: Innerhalb der Top Ten büßten beispielsweise alle zehn Titel Leser ein, für den Stern und die Bild am Sonntag ging es dabei mit 450.000 bzw. 400.000 Lesern pro Ausgabe besonders deutlich nach unten, aber auch Der Spiegel und TV Spielfilm verloren klar.

Nach absoluten Leserzahlen heißen die größten Verlierer aller Magazine Stern, TV Digital, Bild am Sonntag und Focus: Um 380.000 bis 450.000 Leser ging es hier nach unten.

Google übersetzt Text in Hieroglyphen

Dazu startete der Konzern jetzt die Web-App Fabricius. Das digitale Werkzeug soll vor allem Experten beim Entziffern von Hieroglyphen helfen, will aber auch der Allgemeinheit die altertümliche Bildsprache und die alte ägyptische Kultur näher bringen.

So können Nutzer sich im Zeichnen von Hieroglyphen üben und auch selbst Botschaften in der Bildsprache erstellen und diese in Online-Netzwerken teilen. Dabei können sie aus vorgegebenen Phrasen wählen oder auch eigene Sätze eintippen.

„Das gloriose Fest deiner Lieferung“

Nicht jeder Ausdruck in modernen Sprachen habe ein Äquivalent im alten Ägypten, sagt Chance Coughenour, der bei Google Arts & Culture den Bereich der Bewahrung des kulturellen Erbes leitet, bei der Präsentation des Web-Tools. Viele Sätze ließen sich aber dennoch in die alte ägyptische Sprache übertragen. „Happy Birthday“ könne etwa mit „das gloriose Fest deiner Lieferung“ übersetzt werden. Auch der Ausdruck „Hallo“ habe in der alten ägyptischen Sprache keine direkte Entsprechung, ließe sich aber mit „Grüße an dich“ auf den Punkt bringen.

Hieroglyphen seien Emojis nicht unähnlich, meint der Google-Historiker. Sie seien zwar im alten Ägypten ganz anders verwendet worden als die moderne Bildsprache heute. Emojis seien aber dennoch ein guter Ausgangspunkt, um sich den altertümlichen Bildzeichen anzunähern.

Mit den Google-Programmen ließen sich zwar keine automatisierten Übersetzungen erstellen, sie könnten Experten aber unterstützen und ihre Arbeit beschleunigen. Fabricius biete Wissenschaftlern eine Art Wörterbuch für Hieroglyphen. Anhand visueller Ähnlichkeiten könnten sie mithilfe der künstlichen Intelligenz auch schneller identifiziert werden.

Geringere Nachfrage führt zu steigenden Sichtbarkeitsraten von Display-Ads

Die Sichtbarkeit von Display-Anzeigen ist im zweiten Quartal dieses Jahres weiter gestiegen. Das geht aus den Meetrics Viewability Benchmarks hervor. Der Hauptgrund ist die gestiegene Mediennutzung und die gesunkene Nachfrage nach teuren Werbeplätzen.

So stieg die Sichtbarkeit von Display-Anzeigen im vergangenen Quartal in Deutschland von zuvor 60 auf 63 Prozent. Die Viewable Viewtime, also die Zeit, in der eine Anzeige im sichtbaren Bereich des Bildschirms war, stieg von knapp 25 auf 26,3 Sekunden. Die Viewability von Video-Ads blieb mit 93 Prozent (Q1: 92 Prozent) auf hohem Niveau stabil.

Meetrics erklärt den deutlichen Anstieg der Sichtbarkeit bei Display-Ads mit zwei Faktoren, die unmittelbar mit der Coronakrise zusammenhängen: Während die Mediennutzung gestiegen ist, war die Nachfrage nach guten und lange sichtbaren Werbeplätzen rückläufig. „Die zurückliegenden Monate hatten massive Folgen für die Qualität der Werbeausspielungen“ erläutert Philipp von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics. „Die geringere Nachfrage nach Werbeplätzen bei erhöhter Mediennutzung ermöglichte, leichter denn je die Ausspielungsqualität der Werbung zu erhöhen.“

Spotify startet Podcast-Charts

Der Audio-Streaming-Anbieter Spotify startet für seine mobilen Angebote zwei Podcast-Charts: Top und Trending. Nutzer können bei Spotify rund 30.000 deutschsprachige Podcast-Formate hören.

Weltweit stehen sogar über eine Million verschiedener Podcast-Shows zur Verfügung. Trending Podcasts basieren auf den Streamingzahlen der vergangenen sieben Tage. Hörer finden hier tagesaktuell die Trend-Podcasts der Stunde und solche, die auf dem Weg dahin sind. Der Fokus liegt hier auf Neuerscheinungen, die auf Basis von Algorithmen in die Liste integriert werden. Damit sollen auch aufstrebende Podcasts eine Chance haben, in die Charts zu kommen und neue Hörer zu gewinnen.

Podcast-Charts in 26 Märkten

Top-Podcasts enthalten die meist gestreamten Podcasts, basierend auf der Zahl der Hörer der vergangenen 30 Tage. Die Charts stehen tagesaktuell zur Verfügung. Beide Charts sind weltweit ab sofort in 26 Märkten verfügbar. In Deutschland, den USA, Großbritannien, Mexiko, Brasilien, Schweden und Australien sind die Top-Podcasts jeweils auch für Kategorien verfügbar. So können Hörer unter anderem die jeweils beliebtesten Podcasts aus Kategorien wie “Comedy” oder “Gesellschaft & Kultur” entdecken.

Antenne Bayern verliert viele Hörer

Der große Verlierer der aktuellen MA heißt erneut Antenne Bayern. Der langjährige Branchenprimus unter den deutschen Privatsendern muss erneut herbe Verluste einstecken. Pro Stunde hörten an einem Werktag im Schnitt 805.000 Hörer den Sender aus Ismaning – ein Verlust von 91.000 Hörern pro Stunde beziehungsweise 10 Prozent im Vergleich zur vorangegangenen MA Audio 2020 I.

Auffällig ist allerdings, dass alle großen Sender in Bayern und auch bundesweit zahlreiche Hörer verloren haben. Für Bayern 3 weist die MA 86.000 Hörer weniger aus, Bayern 1 verliert 37.000 Hörer. Auch die öffentlich-rechtlichen Dickschiffe SWR 3 (-28 Tsd.) , WDR 2 (-70 Tsd.) und 1Live (-38 Tsd. Hörer) liegen durchweg im Minus. Abgesehen von dem Mantelprogrammanbieter Radio NRW mit glatt 1,5 Millionen Hörern pro Stunde kommt lediglich Bayern 1 noch auf mehr als eine Million Hörer pro Stunde (1,1 Millionen). Auch SWR 3 und WDR 2 rutschen in den sechstelligen Bereich.

Gewonnen haben vor allem kleinere und mittelgroße Sender – allen voran Radio Bob. Der Rocksender setzt sein rasantes Wachstum fort und kommt laut den aktuellen Zahlen jetzt auf knapp 400.000 Hörer pro Stunde (exakt 395 Tsd.) und schiebt sich damit an namhaften Sendern wie HR3 oder R.SH vorbei. Ebenfalls deutlich zulegen konnten Hitradio RTL Sachsen, HR4, die junge MDR-Welle Jump sowie der Ortsrivale Radio PSR. Da gleich mehrere Sender aus Sachsen deutliche Zugewinne verzeichnen konnten, liegt die Vermutung nahe, dass die Verluste der großen bayerischen Sender zumindest im Norden Bayerns zum Teil auf das Konto der ostdeutschen Sender gehen.

Insgesamt bleibt die Radio-Nutzung auf hohem Niveau stabil: 93,4 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren schalten mindestens einmal im Monat das Radio ein, die Hördauer liegt mit 254 Minuten im Schnitt bei mehr als vier Stunden. Online-Radiosender sind vor allem bei jungen Höreren beliebt, hier liegt die Reichweite in einem 4-Wochen-Zeitraum bei 34,5 Prozent. Podcasts wurden von 22,3 Prozent der Befragten schon einmal genutzt, bei den 14- bis 49-Jährigen liegt der Anteil bei 33,5 Prozent.

92 Prozent der Interaktionen mit Chatbots beinhalten Schimpfwörter

Laut Freshworks ist der Einsatz von Bots in der EU seit dem Start des Lockdowns im März um mehr als 80 Prozent gestiegen: Chatbots werden genutzt, um Kundenservice rund um die Uhr anzubieten und Mitarbeiter in diesem Bereich zu entlasten. Möglich wird das durch technisch immer ausgereiftere Lösungen. Das Verhalten von Menschen in Deutschland gegenüber Chatbots unterscheidet sich jedoch von zwischenmenschlichen Interaktionen im Kundenservice, wie eine aktuelle Studie von Freshworks Inc. zeigt. So enthalten laut den Ergebnissen der Umfrage im Schnitt 92 Prozent aller Interaktionen mit Chatbots in Deutschland beleidigende Sprache oder Schimpfwörter. Damit gehören die Deutschen gemäß der befragten Entscheider gemeinsam mit den Niederländern (ebenfalls 92 Prozent) zu den unfreundlichsten Kunden in Europa. Sie liegen deutlich über dem europäischen Durchschnitt: Hier liegt der Prozentsatz bei 83 Prozent der Interaktionen, die Schimpfwörter enthalten.

Etwas freundlicher sind die Deutschen in Kontakt mit Kundenservice-Mitarbeitern, allerdings fallen gemäß der Studie auch hier in 82 Prozent der Fälle Beleidigungen und Schimpfworte. Deutschland liegt damit über dem Durchschnitt von 75 Prozent in den europäischen Ländern, in dem die Befragung durchgeführt wurde. Deutlich höflicher sind hingegen die Briten

Chatbots sind bei peinlichen Themen beliebt

Wenn es um peinliche Fragen geht, sind digitale Gesprächspartner wiederum deutlich beliebter: 27 Prozent der befragten Menschen in Deutschland wenden sich mit Fragen an den Chatbot, bei denen es ihnen peinlich wäre, diese einem persönlichen Berater zu stellen. Dabei liegen sie über dem Durchschnitt: 21 Prozent der Befragten in den erfassten europäischen Ländern wenden sich bei Themen, die ihnen gegenüber Menschen zu unangenehm sind, an Chatbots, in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen sogar 33 Prozent. Gerade jüngeren Menschen, die unangenehme Fragen diskutieren, ist es besonders wichtig, stets eine korrekte Antwort zu bekommen – was derzeit noch die Übergabe an einem menschlichen Mitarbeiter mithilfe der Unterstützung durch künstliche Intelligenz erfordern kann.

691.000 sahen Formel-1-Grand Prix am 12.07. in Spielberg

Mercedes feierte am 12.07. beim Grand Prix der Steiermark dank Lewis Hamilton und Valtteri Bottas den 54. Doppelsieg in der WM-Geschichte. Dem ORF bescherte das Duo einen Quotenerfolg. Durchschnittlich waren 691.000 bei 49 Prozent Marktanteil auf ORF 1 dabei. Das Qualifying am 11. Juli verfolgten 430.000 Formel-1-Fans – das bedeutet die höchste Reichweite für ein Qualifikationstraining seit 2006.

Die Woche davor waren 609.000 Zuschauer dabei.

Der ORF und Servus TV zeigen die Formel 1 künftig halbe-halbe. Die beiden Sender haben sich ab 2021 für drei Jahre die Free-TV-Rechte an der Formel 1 gesichert. Gemäß Vereinbarung wird bis einschließlich 2023 jeweils eine Hälfte der Rennen pro Saison bei Servus TV, die andere live im ORF zu sehen sein.

Online-Buchhandel legt weiter zu

Der Umsatzanteil des Online-Buchhandels in Deutschland hat laut aktuellen Jahresbericht des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels im Jahr 2019 weiter zugelegt und beträgt nun 20 Prozent. Damit hat sich der Internetbuchhandel seit 2008 (10,7 Prozent) beinahe verdoppelt, wie die Grafik von Statista zeigt. 2018 betrug der Umsatzanteil des Online-Buchhandels 19,5 Prozent, 2017 18,8 Prozent und 2016 18,2 Prozent. So stieg der Umsatzanteil über die vergangenen Jahre leicht aber stetig an. Der meiste Umsatz wird nach wie vor im sationären Buchhandel generiert – 2019 waren es 46,2 Prozent. 21,2 Prozent wird über den Direktvertrieb der Verlage generiert und 1,3 Prozent aus dem Versandbuchhandel.

Homeoffice-Boom treibt Kunden in Elektromärkte

Man spart. An Reisen, an Restaurantbesuchen, an Mode. Aber nicht an modernster Technik.

So ist der Umsatz mit sogenannten technischen Gebrauchsgütern hierzulande zwischen Januar und Ende Mai um vier Prozent gestiegen. Die GfK versteht darunter das gesamte Sortiment eines Elektromarktes – vom Smartphone bis zur Mikrowelle. Das Plus ist bemerkenswert. Denn der Zeitraum umfasst jene Phase, in der die Unsicherheit wegen der Coronakrise am größten war.

Die Branche profitierte der GfK zufolge im Frühjahr zunächst massiv davon, dass sich die Leute aus der Not heraus ihr Homeoffice eingerichtet haben. Ein Trend, der anhält: Obwohl viele Arbeitnehmer inzwischen zumindest tageweise wieder in ihre Firmen zurückkehren, seien Notebooks und Büroequipment nach wie vor gefragt, sagt Marktforscher Herzog.

Die GfK wertet die Daten von 400.000 Läden aus der ganzen Welt aus, nur Nordamerika erfassen die Franken nicht. Dabei zeigt sich: PCs und Notebooks sowie Büroequipment sind wegen der Coronakrise auch in Asien oder Lateinamerika sehr gefragt.

Als die Läden geschlossen waren, seien die Online-Umsätze der stationären Händler dreistellig gewachsen, hat die GfK ermittelt. Damit seien die Ladenbesitzer und Ketten vor Ort im Netz dynamischer unterwegs gewesen als reine Internethändler.

Die GfK führt das einerseits darauf zurück, dass viele Kunden ihren Anbietern auch in der Krise treu bleiben wollten. Andererseits hätten viele Filialen Internet-Bestellungen lokal ausliefern können, als Onlineshops mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hatten.

Die GfK rechnet damit, dass sich das Geschäft mit IT fürs Homeoffice in Deutschland auf dem hohen Niveau stabilisiert. Und auch für alle anderen technischen Gebrauchsgüter erwarten die Marktforscher 2020 trotz Wirtschaftskrise zumindest Umsätze auf dem Niveau des Vorjahrs.

2021 könnte dann aber ein schwieriges Jahr werden. Weil dann die Mehrwertsteuer wieder auf das alte Niveau steige, würden die Kunden vermutlich in der Adventszeit in großem Stil einkaufen. „Da wird es noch einmal einen kräftigen Schub geben“, glaubt GfK-Manager Herzog. Der Januar dürfte dann eher ruhig werden in den Läden.

Iphone und Samsung Galaxy bald ohne Ladekabel und Kopfhörer?

Zur Zeit verdichten sich die Hinweise darauf, dass die neuen Generationen der Smartphone-Platzhirsche ohne die sonst obligatorischen Kopfhörer, Ladekabel und Netzteile ausgeliefert werden sollen. Das ist allerdings kein direktes Symptom weiterer Innovation, sondern hat wohl andere Gründe.

Wer sich ein neues Iphone leistet, muss dafür von Jahr zu Jahr tiefer in die Tasche greifen – der Preisanstieg bei den Smartphones des Herstellers aus dem kalifornischen Cupertino ist alles andere als ein Geheimnis: Seit der ersten Generation der Apple-Prestigereihe, die damals den weltweiten Siegeszug der Smartphones einläutete, hat sich der Anschaffungspreis für die telefonierenden Taschencomputer etwa verdoppelt. Dass ein kurzes Ladekabel mit USB-Netzstecker und die hauseigenen Kabel-Headsets des Herstellers den vergangenen Neuauflagen der Iphones stets bei Auslieferung beilagen, ist somit kaum als großherziges Geschenk des Apple-Konzerns an seine treuen Kunden zu verstehen – sondern als Grundzubehör, welches die Käufer der Premium-Smartphones eigentlich im Lieferumfang der Geräte erwarten.

Für ein längeres Ladekabel, das größere 12W-Netzteil für schnelle Akkuladung oder gar die kabellosen Earbuds von Apple muss bei Bedarf dann ohnehin nochmal zusätzlich geblecht werden. Das gilt übrigens für sämtliches Zubehör des Kult-Konzerns: Für ein Bluetooth-Keyboard, mittlerweile längst ohne Apfel-Taste, gehen mittlerweile mindestens 120 Euro über den Ladentisch. Durchaus happig – aber die Kunden machen es nach wie vor brav mit.

5G-Upgrade als Auslöser

Das Tech-Portal „The Verge“ berichtet nun unter Berufung auf diverse ähnlich lautende Medienberichte, dass dem neusten Iphone die gewohnten Zubehörteile nicht mehr beiliegen sollen. Aber nicht etwa, weil die neuen Iphones nun ganz auf den Lightning-Anschluss verzichten würden und nur noch über das Qi-System ohne Stecker geladen werden – tatsächlich soll das Upgrade der Hardware zur 5G-Kompatibilität der Geräte für den Hersteller dermaßen kostenintensiv sein, dass die Zubehörteile schlichtweg aus ökonomischen Gründen aus dem Lieferumfang gestrichen werden.

Gemessen an den Tonnen Elektroschrott, die sich durch die kurzen Erneuerungszyklen im Tech- und Smartphone-Bereich stetig weiter ansammeln, ist die Einsparung der Zubehörteile seitens der Hersteller nicht nur ein negatives Signal – wenngleich die Beweggründe für den entsprechenden Schritt realistisch betrachtet mehr im reinen wirtschaftlichen Eigennutzen der Konzerne zu verorten sind. Nichts desto trotz ist es kaum zu verleugnen, dass viele Apple-Afficionados wohl auf den nächsten Satz Standardzubehör beim Kauf eines Iphones ohne weiteres verzichten könnten – Schubladen-Friedhöfe voller ungenutzter 5W-Netzteile und hoffnungslos verknoteter Kabel-Earbuds sprechen da eine mehr als deutliche Sprache.

Apple mit Augmented-Reality-Brille

Apple soll schon länger an einer Augmented-Reality-Brille arbeiten. Sie soll den Namen „Apple Glass“ tragen. Nun will die Rechercheplattform „The Information“ einige Details zu den Fortschritten bei der Fertigung des Geräts erfahren haben: So soll der Hersteller Foxconn mit der Fertigung der Brillengläser, die semitransparent seien, beauftragt worden sein.

Die Testproduktion ist demnach bereits seit Monaten im Gang. Foxconn sei schon länger damit beschäftigt, die Gläser zu produzieren – und brauche auch noch eine Weile, bis man zu einer Massenproduktion übergehen kann. Deshalb sei eine Veröffentlichung zwischen Mitte 2021 und 2022 zu erwarten, wobei 2022 realistischer sei.

Apple wollte den Bericht nicht kommentieren. Bereits im Mai hatte der bekannte Videblogger und Leaker Jon Prosser angegeben, Details zu dem Gerät erfahren zu haben. Auch er prognostizierte eine Veröffentlichung Ende 2021 oder 2022. Die AR-Brille werde den Namen „Apple Glass“ tragen. Apple plane einen Preis von ungefähr 500 Dollar, für Brillenträger soll es gegen Aufpreis angepasste Gläser geben.

Google will zehn Mrd. Dollar in Indien investieren

Google will in den kommenden fünf bis sieben Jahren zehn Mrd. Dollar (8,87 Mrd. Euro) in Indien investieren. Indien ist als zweitbevölkerungsreichstes Land der Welt einer der größten Wachstumsmärkte des Konzerns. Google geht davon aus, dass dieses Jahr rund die Hälfte der Menschen im Land Zugang zum Internet haben werden.

Das Geld soll unter anderem in den bezahlbaren Zugang zu Informationen, in Unterstützung von Firmen bei der digitalen Transformation sowie in künstliche Intelligenz in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Landwirtschaft fließen, wie aus einer Stellungnahme der Firma von heute hervorgeht.

Interesse am indischen Markt

Neben Google interessieren sich auch andere US-amerikanische Technologiegiganten für den indischen Markt. Dieses Jahr hatte sich Facebook für 5,7 Mrd. Dollar mit knapp zehn Prozent bei Jio Platforms eingekauft, der Tochterfirma eines führenden Mobilfunkanbieters. Ebenfalls dieses Jahr hatte Amazon-Chef Jeff Bezos angekündigt, eine weitere Milliarde Dollar in Indien zu investieren, um kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen.

Medienpräsenz: Kurz vor Anschober und Strache

Das aktuelle APA-Comm-Politikerranking, das monatlich die Berichterstattung aller österreichischen Tageszeitungen analysiert, weist für Juni 2020 Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) als medial präsentesten Politiker des Landes aus.

In einem vom Ibiza-Untersuchungsausschuss geprägten Monat führt Kurz das Ranking mit 1.013 Beiträgen deutlich vor Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Die Grünen, 526 Beiträge) und Heinz-Christian Strache (HC, 507 Beiträge) an. Die Ränge vier und fünf belegen Vizekanzler Werner Kogler (Die Grünen, 407 Beiträge) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP, 381 Beiträge). Damit befinden sich dieselben Akteure auf den ersten fünf Plätzen wie schon im Vormonat, lediglich in veränderter Reihenfolge. Die Plätze sieben und acht belegen mit Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Vizebürgermeisterin Birgit Hebein (Die Grünen) die Regierungsspitzen der Stadt Wien.

Jugendliche informierten sich vor allem im Fernsehen über Themen wie Corona

Nachrichtenkompetenz und digitale Bildung vermittelt der Wiener Verein Digitaler Kompass jungen Menschen. Und der Verein fragt auch ab, woher seine Zielgruppe News erhält. In den vergangenen Wochen jedenfalls am häufigsten über das Fernsehen und bei Eltern, Freundinnen und Freunden oder Lehrkräften. Soziale Medien nennen sie erst nach Online-Nachrichtenseiten sowie Zeitungen und Magazinen.

309 Jugendliche zwischen elf und 20 Jahren in 30 Schulklassen haben im Rahmen des Kompass-Projekts „Debunk the Virus“ Fragen des Vereins online beantwortet, seit 13. Mai und laut Verein noch bis zum Dienstag dieser Woche. „Wir haben mit 30 Schulklassen zusammengearbeitet und darauf geachtet, unterschiedliche Bundesländern und Schultypen abzudecken. Die Grundgesamtheit des Reports ergibt so einen sehr guten Querschnitt der österreichischen Jugend und erlaubt valide Rückschlüsse“, erklärt Tim Dombrowski vom Digitalen Kompass.

Weniger Buchkäufer: Fortgesetzte Erosion

Der Börsenverein hat bei seiner Wirtschaftspressekonferenz auch neue Zahlen aus seiner fortgeschriebenen „Buchkäufer – quo vadis?“-Studie vorgestellt. Diese hatte dem Publikumsmarkt von 2012 bis 2017 einen dramatischen Rückgang von mehr als 6 Mio Buchkäufern bescheinigt.

Auf einen zwischenzeitlichen Zuwachs im Jahr 2018 (+1%) ist 2019 jetzt erneut ein Rückgang erfolgt: Laut den Daten aus dem GfK-Konsumentenpanel kauften nur noch 28,8 Mio Menschen im vergangenen Jahr mindestens ein Buch. Das sind etwa 1 Mio weniger Buchkäufer als noch 2018 (–3,5%).

Dafür ist laut Börsenvereins-Marktforschung im gleichen Zeitraum die Kaufintensität leicht gestiegen: Die verbliebenen Buchkäufer kaufen also mehr Bücher, der Schnitt lag 2019 bei 12,3.

Zur Frankfurter Buchmesse will der Verband die Ergebnisse präsentieren. Das System soll Leser dabei unterstützen, sich besser bei der Buchauswahl zu orientieren und das passende Buch zu finden. Die Systematik soll sowohl in das Vorschausystem VLB-tix überführt werden als auch bei der Ladengestaltung und Warensortierung zum Einsatz kommen. Auf der Messe soll es eine entsprechende Musterbuchhandlung geben.

Unternehmen könnten längerfristig auf Homeoffice setzen

Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (Fraunhofer IAO) und die Deutsche Gesellschaft für Personalführung (DGPF) haben in einer Studie (PDF) zwischen dem 5. und 22. Mai 2020 über 500 Unternehmen über ihre Erfahrungen mit virtuellen Arbeitsformen während der Coronapandemie befragt.

Fast 70 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass die Angestellten in der Coronazeit komplett im Homeoffice arbeiten. 21 Prozent wenden ein 50-50-Modell an, bei dem ein Teil der Beschäftigten im Büro und ein Teil im Homeoffice arbeitet. Laut dem Fraunhofer IAO war der Anteil der Telearbeit vor der Coronakrise deutlich geringer.

Geschäftsreisen wurden seit der Einführung der Corona-Einschränkungen stark zurückgefahren, die Treffen wurden zusammen mit Kundenveranstaltungen virtualisiert. Das gilt auch für Personalprozesse wie etwa Bewerbungsgesprächen. 62 Prozent der Mitarbeitergespräche erfolgten virtuell, beim Kundendialog beträgt der Anteil sogar 72 Prozent.

Schub ohne Coronakrise wohl nicht denkbar

47 Prozent gaben in der Befragung an, dass besonders Führungskräfte ihre Vorbehalte gegenüber Homeoffice abgebaut hätten. Entsprechend ist die Akzeptanz von Telearbeit auch über die Coronakrise hinaus gestiegen: 42 Prozent der Unternehmen gaben der Studie zufolge an, das Homeoffice-Angebot ausweiten zu wollen. 44 Prozent haben dies noch nicht entschieden – das Fraunhofer IAO geht davon aus, dass auch nach dem Ende der Coronakrise mehr als 50 Prozent der Unternehmen beim verstärkten Homeoffice bleiben.

Das Smartphone wird zur Versicherungszentrale

Das Smartphone dürfte sich in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Vertriebskanal für Versicherungen entwickeln.

Zwar haben bislang nur 6 Prozent der Befragten eine Versicherung über ihr Smartphone abgeschlossen, jeder Dritte (33 Prozent) kann es sich aber in Zukunft vorstellen. Das ist das Ergebnis einer Befragung unter 1.004 Personen in Deutschland ab 18 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Unter den 18- bis 29-Jährigen haben 8 Prozent eine Versicherung mit dem Smartphone abgeschlossen, 37 Prozent können es sich vorstellen. Bei den 30- bis 49-Jährigen sagen das sogar 46 Prozent, 5 Prozent haben damit bereits praktische Erfahrungen. „Von Shopping bis Banking, das Smartphone entwickelt sich überall zu einer zentralen Plattform. Dieselbe Entwicklung werden wir auch bei Versicherungsabschlüssen und der Schadensregulierung erleben“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Jeder Vierte (23 Prozent) würde zudem gerne eine App auf dem Smartphone nutzen, die eine Übersicht über alle Versicherungen und die mit ihnen verbundenen Leistungen zeigt. Auch hier spielt das Alter eine entscheidende Rolle. Die Jüngeren im Alter von 18 bis 29 sind besonders interessiert (42 Prozent), bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 27 Prozent, unter den 50- bis 64-Jährigen 22 Prozent und nur die Senioren ab 65 sind mit 9 Prozent etwas zurückhaltender. Fast jeder fünfte Befragte (18 Prozent) würde Versicherungsfälle sogar am liebsten ausschließlich digital mit dem Smartphone abwickeln. Auch hier sind die 18- bis 29-Jährigen mit 30 Prozent besonders Smartphone-affin, während es unter den 30- bis 49-Jährigen (19 Prozent) und 50- bis 64-Jährigen (17 Prozent) etwas weniger sind. Unter den Senioren ab 65 würde immer noch jeder Zehnte (10 Prozent) Schadensfälle gerne exklusiv per Smartphone regeln. „Versicherungen, die heute online Kunden ansprechen wollen, müssen ihre Kunden mindestens ebenso erfolgreich über das Smartphone adressieren können wie über die klassische Website. Das Smartphone bietet für Versicherer ein riesiges Potenzial, das noch längst nicht ausgeschöpft ist. Jetzt heißt es: Produkte und Kundenansprache auch für Smartphones optimieren“, so Berg.

Krisenkompass: Wie die Deutschen mit der Pandemie umgehen – und wie sie konsumieren

In vielen Bereichen geht das Leben wieder seinen gewohnten Gang – dementsprechend macht sich auch langsam aber sicher wieder ein vorsichtiger Optimismus breit. Das bestätigt auch eine neue Studie von Axel Springer und dessen Vermarkter Media Impact. Allerdings gehen die Menschen höchst unterschiedlich mit der Situation um – mit entsprechenden Folgen für ihren Konsum.

Insgesamt schauen die Deutschen laut der Studie „Back to Life – Deutschlands Krisen-Kompass 2020“ optimistisch in die Zukunft: 96 Prozent der Studienteilnehmer – befragt wurden rund 2000 Menschen ab 16 Jahren – zeigten sich zuversichtlich, dass der eigene Haushalt die Corona-Krise gut meistern wird. 87 Prozent finden, dass die Pandemie gezeigt habe, wie wichtig Solidarität und Gemeinschaftssinn sind. Etwa drei Viertel (78 Prozent) haben „eigentlich genauso viel Geld zur freien Verfügung“ wie vor der Pandemie. Etwas jeder Dritte (36 Prozent) sorgt sich aber um die eigene finanzielle Situation, jeder Fünfte (19 Prozent) um den eigenen Arbeitsplatz.

Aus den Antworten der Befragten wurden in der Studie vier verschiedene „Bewältigungstypen“ gebildet, die sich durch ihre Einstellungen und Verhaltensweisen in der Krise unterscheiden:

  • Der Nachdenkliche (31%): Hat viele Gedanken im Kopf, konsumiert mit Bedacht und hat immer die Gemeinschaft im Blick.
  • Der Zuversichtliche (30%): Freut sich, dass der Alltag langsam wieder zurückkehrt, geht schon in Geschäften einkaufen und bereitet sich auf seinen Urlaub vor.
  • Der Zurückgezogen (25%): Meidet weiterhin soziale Kontakte und öffentliche Verkehrsmittel, kauft lieber online ein und hat seine Pläne (wenn vorhanden) abgesagt.
  • Der Indifferente (14%): Lässt sich durch die Corona-Maßnahmen nicht aus seinem gewohnten Rhythmus bringen und hält sich nicht an die bestehenden Regeln. Bestreitet den Alltag wie bisher.

Die vier Typen unterscheiden sich nicht nur in ihrem Umgang mit der Corona-Pandemie, sondern auch in ihren Konsumpräferenzen. So ist der Zuversichtliche offen für neue Produkte und Angebote und hat seinen Konsum auch während der Krise kaum eingeschränkt. Er freut sich, wieder shoppen gehen zu können und plant bereits wieder Reisen. Er hat während der Krise aber auch seinen Lebensstil reflektiert und will künftig nachhaltiger konsumieren.

US-Elitehochschulen halten Wintersemester online ab

Die US-Elite-Universität Harvard wird wegen des Coronavirus im Wintersemester alle Vorlesungen online abhalten. Von den Bachelor-Studierenden, die auf dem Campus wohnen, dürften rund 40 Prozent wieder in die Wohnheime und Burschenschaften einziehen, erklärte die Hochschule im Bostoner Vorort Cambridge. Die sonst üblichen doppelt belegten Zimmer solle es dabei nicht mehr geben.

Auch an der zwischen New York und Philadelphia gelegenen Universität Princeton werde „der meiste Unterricht“ online stattfinden, hieß es. Auch dort soll nur der Hälfte der Bachelor-Studierenden erlaubt werden, wieder in Wohnheime auf dem Campus zu ziehen. Anders als in Europa sind US-Universitäten mit Freizeitangeboten, Partys und einem viel stärker ausgebauten Netz an Wohnheimen oft auch für das Freizeitleben der Studierenden zentral.

Beide Universitäten beabsichtigen jedoch keinen umfangreichen Erlass von Studien- und Kursgebühren. Harvard kündigte kleinere Corona-bedingte Senkungen von Gebühren für Studierende an, die nicht auf dem Campus wohnen. Princeton versprach einen Rabatt von zehn Prozent. An beiden Schulen kostet das Studium jährlich Zehntausende Dollar, eine Modellrechnung in Harvard kommt für Kurs- und Verwaltungsgebühren sowie Miete auf rund 72.000 Dollar (64.148,25 Euro) Kosten im Jahr.

Allerdings gibt es in den USA ein stark ausgebautes Stipendiatensystem und Unterstützung für soziale Härtefälle. Studierende aus Familien mit einem Jahreseinkommen von weniger als 65.000 Dollar müssen beispielsweise in Harvard keine Gebühren bezahlen.

Apple Pay soll künftig QR Codes scannen lassen

Apple will Nutzern von Apple Pay ermöglichen, künftig via QR-Code zu bezahlen. Das verrät die zweite Entwickler-Beta für iOS 14, wie „9to5Mac“ berichtet. Nutzer können Zahlungen tätigen, indem sie QR Codes, aber auch normale Barcodes mit ihrer iPhone-Kamera scannen lassen. In der Beta sei es noch nicht möglich, das Feature auszuprobieren, jedoch ist das Interface bereits zu sehen.

Für Nutzer wird es nebst des Scans von Barcodes auch möglich sein, beispielsweise QR-Codes aus der Wallet App zu scannen. Eine Interaktion mit Programmen von Drittanbietern sei auch bereits im Code erkennbar.

PwC übernimmt Geschäftsbereich „Digitale Beratung“ von point of origin

PwC Österreich hat den Geschäftsbereich „Digitale Beratung“ von point of origin übernommen. Damit erweitern 16 Experten, darunter die Gründer Nicole Prieller und Andreas Hladky als neue Partner, das bereits bestehende Digital Service Angebot von PwC Österreich. „Mit point of origin konnten wir einen ausgezeichneten Fit im Bereich der Digitalberatung erzielen. Durch das Expertenteam, die neu eingebrachten Services und die bestehende Projekt-Pipeline ist eine Erweiterung der Value Chain von PwC Österreich gesichert“, erklärt Roland Schöbel, Advisory Leader bei PwC Österreich. „Die entstehenden Synergien tragen wesentlich dazu bei, unsere Präsenz und Leistungsfähigkeit am österreichischen Markt weiter voranzutreiben.“

Sollen Magazine günstiger werden?

Würden Zeitschriftenleser mehr Titel kaufen, wenn diese billiger wären? Eine aktuelle Umfrage des Online-Kiosk Readly legt das zumindest nahe. Fast die Hälfte der Befragten gab an, sie würden mehr Zeitschriften lesen, wenn diese weniger teuer wären.

Auf der anderen Seite ist den Lesern durchaus bewusst, dass Qualitätsjournalimus seinen Preis hat: Knapp zwei Drittel (63 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass das Kaufen von Zeitschriften eine Möglichkeit ist, Journalismus zu unterstützen. 37 Prozent der Befragten – 80 Prozent Readly-Nutzer und 20 Prozent Nicht-Nutzer – lesen Zeitschriften mittlerweile am liebsten digital, ebensoviele lesen Magazine ebenso gerne digital wie gedruckt.

Für die digitale Nutzung spricht insbesondere der leichtere Transport (79 Prozent), die Möglichkeit, überall lesen zu können (78 Prozent) und die inspirierenden Inhalte (68 Prozent). Die große Auswahl an Titeln ist für 76 Prozent ein Grund für die Nutzung digitaler Magazine. Für 64 Prozent spricht außerdem der Aspekt der Nachhaltigkeit für das digitale Lesen.

Mehr als die Hälfte der Leser nutzt mehrmals pro Woche digitale Zeitschriften, bevorzugt abends. Ein Drittel der befragten Leser nutzt die Readly-App etwas eine halbe Stunde pro Tag. Gelesen wird in erster Linie zuhause (82 Prozent), dort vor allem auf dem Sofa (65 Prozent) sowie im Urlaub und auf Reisen (55 Prozent).

Nichtkommerzieller Rundfunk bietet hohen „Public Value“

Die 17 nichtkommerziellen Radio- und Fernsehsender in Österreich weisen einen hohen gesellschaftlichen Mehrwert auf – von lokaler Information bis Community Building. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie im Auftrag der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR). Wichtig wäre demnach aber bessere öffentliche Finanzierung.

1998 gingen die ersten freien Radios auf Sendung, mehr als zwei Jahrzehnte später kommt die Studie laut einer Presseaussendung zu dem Schluss, dass sich die nichtkommerziellen Radio- und Fernsehsender zu einer eigenständigen Institution entwickelt haben, die von einem gemeinsamen Selbstverständnis getragen wird. Dieser erbrachte „Public Value“ könne weder vom öffentlich-rechtlichen noch dem privat-kommerziellen Rundfunk in dieser Form erbracht werden, heißt es.