Die Auflagen-Bilanz der Tages- und Wochenzeitungen: “Bild” und “Welt” verlieren erneut mehr als 10%, “Die Zeit” legt dank massivem Digital-Plus zu

Die Quartalsbilanz der überregionalen Zeitungen fällt gewohnt durchmischt aus: Während Springers „Bild“, „Welt“ und „Bild am Sonntag“ erneut mehr als 10% der Abos und Einzelverkäufe im Vergleich zum Vorjahr verlieren – und das „Neue Deutschland“ sogar mehr als 15% -, kamen „Handelsblatt“, „taz“ und „Die Zeit“ glimpflich davon. „Die Zeit“ liegt sogar über Vorjahr – dank deutlich gesteigerter ePaper-Abos.

“Bild” bleibt laut Axel Springer “die mit Abstand größte Tageszeitung und das mit Abstand größte Einzelverkaufsmedium Europas”. Allerdings schrumpfen die Zahlen des Boulevard-Giganten weiterhin fast ungebremst. Mit 1,18 Mio. per Abo und Einzelverkauf abgesetzten Exemplaren ging es im vierten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,2% nach unten. Zwar wurden damals noch die “Fußball Bild”-Verkäufe mitgezählt, doch diese Zahl dürfte kaum ins Gewicht fallen. Ab dem ersten Quartal entfüllt dieser Sondereffekt dann auch, denn “Fußball Bild” wurde ja Ende 2018 eingestellt.

Bei den seriöseren überregionalen Tageszeitungen ging es für Marktführer “Süddeutsche Zeitung” deutlicher nach unten als zuletzt: Das Minus betrug im vierten Quartal 4,4%, da half auch das Plus bei den ePaper-Abos (56.011 statt 47.689) nicht. Die “Frankfurter Allgemeine” verlor 3,5%, das “Handelsblatt” 1,1% und die “Welt” massive 12,4%. Die “taz” hingegen büßte verhaltenere 1,0% ein, rückt damit immer näher an die “Welt” heran.

Die halbwegs positive Bilanz des “Handelsblattes” hat erneut mit deutlichen ePaper-Zuwächsen zu tun.

Bei den Sonntags- und Wochenzeitungen liegt die “Bild am Sonntag” bei einem Minus von mehr als 10%, bleibt aber noch die klare Nummer 1. Dahinter gewann “Die Zeit” sogar 0,4% im Vergleich zum vierten Quartal 2018 dazu. Der Grund auch hier: Die Digital-Kundschaft: Aus 55.701 wurden 76.146 ePaper-Abonnenten bzw. Z+-Kunden. Ein Zuwachs, der das Minus bei den Papier-Abos und im Einzelverkauf mehr als ausgleichen konnte.

“Welt am Sonntag” und “Franklfurter Allgemeine Sonntagszeitung” büßten unterdessen deutliche 5,5% und 7,7% ein, bei den kleineren Wochen-Titeln kam “Das Parlament” mit einem Minus von 1,0% glimpflich davon, ebenso wie die “Junge Freiheit” und “der Freitag” mit 2,0% und 2,1%.

Österreicher kaufen online kaum bei heimischen Onlineshops

Die Österreicher kaufen gerne und viel online ein, allerdings nicht bei heimischen Onlineshops. Nur rund 8 Prozent aller Onlineumsätze fließen rein österreichischen Onlineshops zu, ermittelte RegioData. Mehr als die Hälfte (64 Prozent) geht ins Ausland zu Amazon, Zalando & Co. Allein Amazon heimst 11,3 Prozent aller Onlineumsätze ein.

Ein nicht unerheblicher Anteil von 28 Prozent fließt Firmen zu, die zwar eine Österreich-Niederlassung haben, aber in ausländischer Hand sind – wie etwa Eduscho, Media Markt, Otto oder Obi. Die Gesamtzahl aller Onlineumsätze in Österreich wird mit 8,02 Mrd. Euro (inklusive Umsatzsteuer) beziffert. Dienstleistungen wie Online-Reisebüros oder Essenszustellungen sind nicht mitberechnet.

Der erste rein österreichische Onlineanbieter mit Unternehmenszentrale in Österreich befindet sich im Ranking von RegioData mit dem Elektronikhändler e-tec electronic erst auf Platz 7.

Amazon will Kreditkartendaten mit der Handfläche verknüpfen

Amazon will das Bezahlen drastisch vereinfachen. Künftig sollen Kunden durch Scannen ihrer Handfläche bezahlen können. Dazu wird die eigene Handfläche mit der eigenen Kreditkarte verknüpft. Nach einem Bericht des Wall Street Journals sollen die Pläne noch in einem frühen Stadium sein. Amazon hat vor, entsprechende Bezahlterminals in Fast-Food-Restaurants und Kaffeehausketten aufzustellen, damit die Kunden möglichst schnell bezahlen können.

Ende 2019 wurde bekannt, dass Amazon einen Patentantrag für ein solches Bezahlterminal eingereicht hat. Der Patentantrag enthält eine Schemazeichnung, in der zu sehen ist, wie eine Person an einem Handscanner vorbeiläuft, der im Eingangsbereich eines Einkaufsladen stehen könnte.

Bisher wurde erwartet, dass die Technik vor allem in den Amazon-Go-Supermärkten verwendet werden soll. Diese Supermärkte verzichten auf klassische Kassen, der Kunde wird dabei im Laden mit Kameras und Sensoren beobachtet. Was er in seinen reellen Einkaufskorb legt, wird von seinem Amazon-Konto abgebucht, sobald er den Laden verlässt. Der Kunde wird beim Betreten über eine Smartphone-App anhand seines Amazon-Kontos identifiziert.

Die neuen Informationen legen nahe, dass Amazon seine Bezahlterminal mit Handbezahlung auch in anderen Läden aufstellen will. Derzeit sollen Verhandlungen mit den Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard laufen. Mit Visa soll es bereits erste Tests geben, es geht darum, dass eine Kreditkarte der Handfläche des Kunden zugewiesen wird. Mit Mastercard sollen noch Gespräche laufen, hier sei man noch nicht weitergekommen.

Falls der Plan von Amazon aufgeht, würde das Unternehmen ein Anbieter von Bezahlterminals werden, die dann in etlichen Ladengeschäften stehen und genutzt würden. Amazon wollte die Angaben dem Wall Street Journal nicht bestätigen. Derzeit ist noch nicht bekannt, wann solche Bezahlterminals in Betrieb gehen könnten.

Studie zur Mediennutzung: Generation Z ist konservativer als ihr Ruf

Klassische Medien wie TV, Radio, Zeitschriften und Zeitungen sind für Jugendliche nach wie vor sehr relevant. Insbesondere das Fernsehen steht bei der Generation Z noch hoch im Kurs. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage von Readly, dem Anbieter einer digitalen Magazin-Flatrate.

Von allen sozialen Medien verbringen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Generation Z (ab 1995 Geborene) ihre Zeit am liebsten mit Instagram, Facebook. Ingesamt zwei Stunden sechs Minuten pro Tag verbringen die Befragten in den sozialen Netzwerken. Das macht rund 41 % ihrer täglichen Mediennutzungszeit aus.

Demgegenüber stehen jedoch drei Stunden, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchschnittlich pro Tag mit den klassischen Medien verbringen. Den Hauptanteil dieser Zeit nimmt mit einer Stunde und 42 Minuten das Fernsehen ein. Auf die Radionutzung entfallen 42 Minuten, und 36 Minuten werden für Zeitschriften und Zeitungen genutzt.

In der Studie wurde die Mediennutzung von 2.040 Deutschen erhoben und weiterhin untersucht, welche Auswirkungen Social Media auf das Selbstwertgefühl haben und inwiefern die Nutzung die Beziehungen zu Familie, Freunden und Partnern beeinflusst.

Tesla unterschreibt Kaufvertrag für Gigafactory

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat den Kaufvertrag für den Bau einer Autofabrik in Brandenburg unterschrieben. Damit solle das gut 300 Hektar große Grundstück in der Gemeinde Grünheide südöstlich von Berlin für 41 Millionen Euro den Besitzer wechseln. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa bestätigte die Staatskanzlei in Potsdam den Bericht. Zuvor hatte der Finanzausschuss des Brandenburger Landtags bereits dem Verkauf zugestimmt. Unterdessen regt sich bei einigen Anwohnern Widerstand gegen den Fabrikbau.

Hinter den Protesten gegen den Bau der sogenannten Gigafactory stehen unter anderem Befürchtungen, dass die hohe Entnahme von Grund- oder Leitungswasser langfristig die Wasserversorgung in der ohnehin trockenen Region beeinträchtigen könnte. „Tesla oder Trinkwasser“, hieß es auf Transparenten bei einer Demonstration gegen die Fabrik. Der Polizei zufolge waren 200 Demonstranten gekommen.

Demo und Gegen-Demo

So stören sich die Demonstranten nicht generell an der Ansiedlung, die mehrere Tausend Arbeitsplätze schaffen soll. Vielmehr seien sie dagegen, dass Bau und Genehmigung „zu schnell durchgepeitscht“ werden sollen. Der Tagesspiegel zitiert einen Demonstranten mit den Worten: “ Fakt ist, dass ein Teil des Geländes, wo die Fabrik stehen soll, ausgewiesenes Trinkwasserschutzgebiet ist. Und dass gerade erst eine neue Trinkwasserschutzverordnung dafür erlassen wurde. Danach dürfte dort nicht einmal ein Gülle-Behälter stehen.“ Auf einem anderen Transparent hieß es jedoch deutlicher: „Keine Mörder-Fabrik in Grünheide! Wasser, Wald & Luft sind wichtiger als Autos!“.

Allerdings gab es auch eine Gegenkundgebung von Befürwortern der Ansiedlung. Dem Aufruf waren laut Tagesspiegel mehrere Dutzend Bewohner Grünheides gefolgt, darunter auch eine Gruppe junger Menschen, die sich „Grünheide for future“ nenne. Laut Berliner Zeitung hat sich jedoch schon eine Gruppe mit dem Namen 3G gegründet, was für „Grünheide gegen Gigafactory“ stehe.

Cable-Haunt-Lücke soll Millionen Kabel-Modems weltweit gefährden

Offensichtlich sind weltweit Millionen Kabel-Modems über eine Sicherheitslücke angreifbar. Die Entdecker haben die Lücke „Cable Haunt“ getauft. Der Beschreibung der dänischen Sicherheitsforscher zufolge könnten Angreifer in vielen Fällen Attacken aus der Ferne und ohne Authentifizierung starten. Ist das erfolgreich, könnten sie Geräte nach der Ausführung von Schadcode übernehmen.

Die Sicherheitsforscher vermuten, dass allein in Europa rund 200 Millionen Geräte bedroht sind. Die Zahl scheint etwas hochgegriffen zu sein: Laut dem Onlineportal Statista gab es in Europa 2018 etwas mehr als 220 Millionen Privathaushalte, davon geht aber der Großteil bestimmt nicht über Kabel ins Internet. Bislang haben sie eigenen Angaben zufolge keine Beweise für eine Ausnutzung der Lücke entdeckt.

Betroffen sind Kabel-Modems mit einem Broadcom-Chip. Konkret ist der Spektrumanalysator das Einfallstor. Dieser lauscht auf einem WebSocket. Aufgrund eines unzureichenden Schutzes kann man über einen Webbrowser via JavaScript darauf zugreifen. Das gelingt in vielen Fällen ohne Anmeldung oder mit Standard-Log-in-Daten, führen die Sicherheitsforscher auf einer Website zur Schwachstelle aus.

Gefährliche Auswirkungen

Gelingt der Zugriff, könnten Angreifer die Sicherheitslücke (CVE-2019-19494) ausnutzen, um einen Speicherfehler (buffer overflow) auszulösen. Klappt das, müssten Angreifer noch präparierte Anfragen abschicken, um eigene Befehle auszuführen.

Anschließend könnten sie den Sicherheitsforschern zufolge mit dem Gerät tun und lassen, was sie wollen. So könnten sie sich beispielsweise als Man-in-the-Middle in Verbindungen einklinken und diese belauschen. Außerdem ist das Flashen einer manipulierten Firmware vorstellbar oder Geräte landen in einem Botnetz.

Mixer legt wesentlich stärker zu als Twitch

Wenn es um das Übertragen von Videostreams mit Computerspielen geht, ist das zu Amazon gehörende Twitch immer noch klarer Marktführer. Und es hat 2019 weiter zugelegt: Die Anzahl der geschauten Stunden stieg von 8,72 Milliarden im Jahr 2018 auf 9,77 Milliarden im Jahr 2019 – ein Plus von rund 12 Prozent. Das ist wesentlich mehr als bei der Konkurrenz.

Allerdings: Der zu Microsoft gehörende Konkurrent Mixer konnte im gleichen Zeitraum stärker wachsen. Die Anzahl der geschauten Stunden hat sich von 161 Millionen auf auf 357 Millionen mehr als verdoppelt. Das haben die Marktforschungsunternehmen Streamlabs und Newzoo gemeinsam ermittelt.

Youtube Gaming kommt auf rund 2,88 Milliarden Stunden. Ein Jahresvergleich ist laut den Marktforschern aber nicht möglich, weil es eine Änderung bei der Erfassung der Daten gab. 2018 wurden lediglich die 100 größten Kanäle im Bereich des Spielestreaming verfolgt, 2019 dann alle.

Bei Facebook Gaming war es demnach nicht möglich, die Anzahl der Stunden zu messen, während derer Zuschauer einem Influencer beim Spielen zugeschauten. Die Anzahl der Streams stieg von Anfang bis Ende 2019 um 400 Prozent auf rund 2,5 Millionen, die Zahl der übertragenen Stunden um 275 Prozent auf rund 1,65 Millionen – aber wie viele Personen sich das dann tatsächlich angeschaut haben, ist nicht bekannt.

Streamlabs und Newzoo erklären den starken Anstieg von Mixer vor allem damit, dass der Dienst einige bekannte Streamer mit Millionen von Fans von Twitch abgeworben habe. Den Anfang machte Tyler „Ninja“ Blevins, der Anfang August 2019 für vermutlich viele Millionen US-Dollar den Sender gewechselt und einen langfristigen Vertrag bei Microsoft unterschrieben hat.

Ö1 startet Initiative „Reparatur der Zukunft“

Gesucht sind dabei Ideen, die „Impulse zur Veränderung setzen und die Zukunft im Jetzt reparieren wollen“. Ab 20. Jänner können Projekte eingereicht werden. In kurzen Videoclips sollen Teilnehmer dabei erzählen, „was neu und anders gemacht wird, von innovativen Ideen zu Lösungen für aktuelle Probleme: Klimaschutz, Armutsbekämpfung, Business-Ideen, Gesprächsrunden, Podcasts und Blogs, Energiewende, Sharing-Initiativen, Forschungsprojekte, digitale Apps, Lifestyle und Fashion, Bildung, Events, Ernährung, soziale Innovationen und vieles mehr“.

Wer ein Mentoring bekommt, entscheidet eine Jury. 20 Projekte werden ausgewählt, die im Herbst zum „Markt der Zukunft“, einem mehrtägigen Innovationsfestival im Rahmen des Grazer Kulturjahres 2020, eingeladen werden. Ö1 will dabei als Drehscheibe fungieren, um junge Ideengeber mit Veranstaltungen wie dem Europäischen Forum Alpbach zu vernetzen oder jungen Kreativen auf Festivals eine Bühne zu geben.

US-Firma sammelte Milliarden Fotos für Gesichtsdatenbank

Eine obskure US-Firma hat laut einem Bericht der New York Times rund drei Milliarden Bilder von Menschen aus dem Internet zusammengestellt, um eine umfassende Datenbank zur Gesichtserkennung zu entwickeln. Im vergangenen Jahr sei der Zugang dazu mehr als 600 Behörden als Service angeboten worden, schrieb die Zeitung unter Berufung auf das Unternehmen namens Clearview. Angaben dazu, welche Behörden das waren, macht Clearview nicht. Auf ihrer Website lässt die Firma allerdings auf die Aufklärung von Sexualverbrechen spezialisierte kanadische Ermittler lobend zu Wort kommen.

Für die Datenbank seien öffentlich zugängliche Bilder bei Plattformen wie Facebook und YouTube oder dem US-Bezahlservice Venmo eingesaugt worden, hieß es. Eine Sammlung in dieser Dimension würde bisher bekanntgewordene Datenbanken zur Gesichtserkennung übertreffen. In den USA etwa prüfen die Behörden die Identität der Einreisenden per Gesichtserkennung – greifen dabei aber auf die Bilder zurück, die speziell dazu aufgenommen wurden.

Die Firma Clearview

Die zuvor praktisch unbekannte Firma Clearview trat erst durch die Recherchen der New York Times an die Öffentlichkeit. Ein früherer Geldgeber war US-Milliardär Peter Thiel. Der Paypal-Mitgründer und Facebook-Investor ist für seine libertären Ansichten und als einer der wenigen erklärten Unterstützer von Präsident Donald Trump im Silicon Valley bekannt. Sein Sprecher sagte der Zeitung, Thiel habe Clearview im Jahr 2017 mit 200.000 Dollar unterstützt und dafür einen Anteil bekommen. Er sei ansonsten nicht beteiligt.

Gründer von Clearview ist der 31 Jahre alte Hoan Ton-That, der aus Australien in die USA kam. Zuvor hatte er einige wenig erfolgreiche Geschäftsideen gehabt, wie etwa eine App, mit der sich Nutzer auf ihren Fotos Trumps charakteristische Frisur verpassen konnten. Er habe zwischenzeitlich an eine Karriere als Model gedacht, dann aber beschlossen, ins Geschäft mit der Gesichtserkennung einzusteigen, sagte er.

Per App steuerbar: Telekom zeigt beheizbare Kleidung

Gemeinsam mit AlphaTauri und Schoeller hat die Deutsche Telekom die „Heatable Capsule Collection“ aufgelegt. Das Besondere: Der Wärmegrad der Kleidungsstücke kann via App individuell angepasst werden.

Erst vor wenigen Wochen hatte die Deutsche Telekom Website Optimierung mit ihrer Bluetooth-Unterwäsche einen Ausflug in die Fashion-Welt unternommen – wenn auch mit einem Augenzwinkern. Jetzt geht der Bonner TK-Konzern mit einem weiteren – und durchaus ernster gemeinten – Mode-Projekt an den Start, das gemeinsam mit der Modemarke AlphaTauri und dem Textilhersteller Schoeller realisiert wurde.

Die „Heatable Capsule Collection“ umfasst zunächst eine Jacke und eine Weste, deren Wärmegrad individuell den Außentemperaturen angepasst werden kann. Bei der Entwicklung steuerte die Deutsche Telekom Website Optimierung die technologische Komponente bei, AlphaTauri hingegen designte die Kollektion und Schoeller zeichnete für die eingesetzte Heiztechnologie, die verwendeten Textilien sowie die elektronischen Komponenten verantwortlich.

Steuerung via App

Die Kleidungsstücke können über eine App gesteuert werden, die von der Deutschen Telekom programmiert wurde. Mit dieser lässt sich konkret die Temperatur im Bereich der Taschen und der Nieren gezielt regulieren. Die individuelle Wohlfühltemperatur kann bei Jacke und Weste dabei über zwei Heizstufen eingestellt werden.

Dies geschieht mit Hilfe der integrierten Powerbank, die man beispielsweise auch zum Laden des eigenen Smartphones verwenden kann. Über Schoellers E-Soft-Shell Heiztechnologie sei die Heizfunktion vollständig textil integriert und möglichst nah am Körper des Trägers lokalisiert, wie die Telekom betonte. Darüber hinaus ermögliche die eingebaute Sensorik die Temperaturmessung des Mikroklimas im Inneren der Jacke.

„Auf dem Weg zur Digital-Lifestyle-Marke“

Die Kollektion für Männer und Frauen richtet sich an eine „Lifestyle- und Technologie-orientierte Zielgruppe“. Sie soll saisonübergreifend für alle kühleren Wetterlagen geeignet sein – beispielsweise auf Reisen, beim Wandern oder beim Sport. Erhältlich ist die High-Tech-Kleidung online bei AlphaTauri und der Telekom sowie in AlphaTauri-Stores und bei ausgewählten Retailern. Sowohl Jacke als auch Weste sind in zwei Farben sowie Größen von S bis XXL für Männer und XS bis XL für Frauen erhältlich. Die Kosten liegen bei 699,90 Euro für die Jacke beziehungsweise 399,90 Euro für die Weste.

Sichtbarkeit von Display-Werbung sinkt deutlich

Die erhöhte Nachfrage nach Werbeinventar im vierten Quartal 2019 ist auf Kosten der Sichtbarkeit gegangen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse im aktuellen „Viewability Benchmarks“-Report, den das Unternehmen Meetrics regelmäßig veröffentlicht. Demnach war in diesem Zeitraum nur etwas mehr als jede zweite Display-Werbung hierzulande wirklich für den Nutzer sichtbar.

Die Sichtbarkeit von Video-Werbung ist dagegen im gleichen Zeitraum leicht gestiegen – von 91 Prozent im dritten Quartal 2019 auf nun 92 Prozent. Damit bestätigt die Sichtbarkeitsrate von Video-Werbung weiterhin ihre positive Entwicklung. Auch die sogenannte Viewable Viewtime, also die Zeit, in der das Werbemittel angeschaut werden kann, stieg von zuletzt 18,2 Sekunden auf jetzt 20,2 Sekunden.

Nutzer sind im Schnitt 3,7 Stunden am Smartphone

Die Menschen verbringen immer mehr Zeit an ihren Smartphones und nutzen diese zunehmend nicht mehr nur zur Kommunikation und Unterhaltung sondern für Einkäufe und Bankgeschäfte. Nach Berechnung der Analyse-Plattform „App Annie“ verbrachte der durchschnittliche Nutzer im vergangenen Jahr 3,7 Stunden täglich an seinem Smartphone. 2018 waren es noch drei Stunden gewesen.

Weltweit luden sich die Nutzer im vergangenen Jahr insgesamt 204 Milliarden Apps herunter und gaben dafür 120 Milliarden Dollar aus – mehr als doppelt soviel wie die 101 Milliarden im Jahr zuvor. Die meiste Zeit verbrachten die Menschen in sozialen Netzwerken, beim Video-Streamen, Spielen und Online-Shoppen. Einen Durchbruch erlebten weltweit Finanz-Apps. Deren Nutzung verdoppelte sich von 2017 bis 2019.

TikTok-Video löst bei Kindern Hysterie um dritten Weltkrieg aus

Die 18-Jährige Laura Sophie wollte ihre 2,2 Millionen Follower auf der chinesischen Video-Plattform TikTok darüber aufklären, was im aktuellen Konflikt zwischen der USA und dem Iran passieren könnte:

“Sobald die USA anfangen zu kämpfen, treten Deutschland und Frankreich auch mit ein. Das sind alles Länder der Nato.” Weiter fährt sie in dem einminütigen Clip fort: “Der Iran verfügt über extrem viele Atombomben und gefährliche Waffen. Wenn da eine hochgeht, sind wir alle futsch.”

Video auf TikTok befeuert #WWIII-Hashtag

Was wohl gut gemeint war, löste viel Verunsicherung bei ihrer jungen Zielgruppe aus. Sie verbreitete dabei schlicht falsche Informationen, denn der Iran besitzt keine Atomwaffen. Des weiteren ist die Nato ein Verteidigungs- und kein Angriffsbündnis. Laura Sophie hat das Video mittlerweile gelöscht, doch es taucht immer wieder in andere Kanälen auf und sorgt für Diskurs auf Schulhöfen und weiter im Internet.

Denn in anderen sozialen Medien wie Twitter verbreitete sich der #WWIII-Hashtag schnell und ungefiltert. Laut der “Berliner Morgenpost” war gar die Webseite der US-Behörde Selective Service zeitweise nicht mehr aufrufbar. Dort finden sich Informationen, welche Wehrpflichtigen bei einem Verteidigungsfall eingezogen werden.

Der Kinderschutzbund mahnt deswegen im Beitrag der “Berliner Morgenpost” Eltern vor den geteilten Inhalten auf TikTok. Auch das Gespräch mit den Eltern sei nötig, um den Ängsten der Kinder nachzukommen.

TikTok ist auf dem Vormasch

Inzwischen gibt es 5,5 Millionen TikTok-Nutzer in Deutschland, welche meist jüngeren Alters sind. Und die Nutzerzahl wächst. Den Marktspezialisten SensorTower zufolge wurde im vierten Quartal 2019 keine App für iPhone und iPad weltweit so häufig herunterladen wie TikTok. Erst dahinter folgen YouTube, Instagram, WhatsApp und Facebook.

Erstes Jahr mit Zuwachs bei PC-Absatz seit 2011

Das Ende der Unterstützung des Betriebssystems Windows 7 hat dem PC-Markt im vergangenen Jahr den ersten Absatz-Zuwachs seit 2011 beschert.

In den kommenden Monaten werde der Trend zunächst weitergehen, weil viele Unternehmen vor allem in Asien noch auf das neuere Windows 10 umsteigen müssten, prognostizierte Analystin Mikako Kitagawa vom IT-Marktforscher Gartner am Dienstag. Auf längere Sicht von 12 bis 18 Monaten müssten sich die Anbieter aber auf eine auslaufenden Upgrade-Welle einstellen, warnte ihr Kollege Ryan Reith von der Analysefirma IDC.

ÖWA: ORF und Krone on TOP

Bei der Verweildauer liegt das orf.at-Netzwerk mit diversen Seiten wie orf.at, oe1.orf.at oder oe3.orf.at mit 10.366.494 Stunden weiter an der Spitze der österreichischen Nachrichtenangebote, gefolgt von krone.at mit 3.844.507 Stunden. Das Dachangebot der Styria Digital One erreicht im Dezember eine Verweildauer von 1.984.713 Stunden. Das oe24.at-Netzwerk kommt mit Seiten wie wetter.at auf 1.198.373 Stunden und Kurier Online auf 1.143.952 Stunden.

Die Verweildauer ergibt sich aus der Multiplikation der durchschnittlichen Use-Time mit der Zahl der Visits im jeweiligen Zeitraum.

Aktuell werden bei der ÖWA 158 Online-Angebote und fünf Vermarktungsgemeinschaften gelistet. Bei der Browserverteilung erreicht Chrome 41,5 Prozent. Safari ist mit 20,3 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Firefox mit 10,8 Prozent.

Konsumenten verlassen sich bei Online-Käufen auf Bewertungen

Bewertungen anderer Kunden sind für viele eine wichtige Entscheidungshilfe beim Online-Shopping: Mehr als jeder zweite Online-Shopper (56 Prozent) gibt in einer aktuellen Studie des Branchenverbands Bitkom an, sich bei der Kaufentscheidung von Kundenbewertungen beeinflussen zu lassen. Bei Frauen ist dieses Verhalten dabei noch etwas ausgeprägter als bei Männern: 62 Prozent der weiblichen Käufer setzen auf Bewertungen, bei den männlichen sind es immerhin noch 50 Prozent.

Vor allem den Jüngeren ist die Meinung anderer Käufer wichtig: 66 Prozent der 16- bis 29-Jährigen und 61 Prozent der 30- bis 49-Jährigen geben an, Online-Bewertungen vor dem Kauf zu lesen. Bei den 50- bis 64-Jährigen sind es 49 Prozent und bei den über 65-Jährigen 39 Prozent.

„Unabhängige Bewertungen können eine gute Entscheidungshilfe vor einem Online-Kauf sein“, sagt Rebekka Weiß, Leiterin Vertrauen & SicherheitJetzt informieren beim Bitkom. „Dabei gilt bei Dienstleistungen wie bei Waren: Sicherheit und Vertrauen sind für die Kunden von Online-Shops essenziell und Bewertungen tragen maßgeblich zum Vertrauen in den Onlinehandel bei. Davon profitieren auch die Händler: Wer viele gute unabhängige Bewertungen erhält, kann damit die Qualität seiner Ware oder Dienstleistung nachweisen und macht sich so für zukünftige Kunden attraktiv.“

Preisvergleichsseiten als Entscheidungshilfen

Weitere wichtige Entscheidungshilfen sind für Online-Shopper auch Preisvergleichsseiten: 48 Prozent geben an, diese generell vor dem Kauf zu nutzen. 41 Prozent setzen auf Tipps, die ihnen Freunde oder Verwandte gegeben haben, 36 Prozent greifen auf Testberichte in TV, Online- oder Printmedien zurück. Lediglich jeder Vierte (24 Prozent) nutzt die Webseiten der jeweiligen Händler als Entscheidungshilfe.

BGH-Urteil Yelp darf sein Bewertungssystem weiter nutzen

Das Portal Yelp darf seine in Sternen ausgedrückte Gesamtbewertung von Unternehmen auf eine automatisierte Auswahl bestimmter Bewertungen stützen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) im Streit zwischen einer Betreiberin mehrerer Fitnessstudios im Raum München und der Internetfirma. Die Sport-Unternehmerin Renate Holland hielt eines ihrer Studios aufgrund von Yelps Bewertungssystem für zu schlecht bewertet. Mit seiner Entscheidung hob der VI. Zivilsenat ein anders lautendes Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) München auf.

Nach Überzeugung des BGH-Senats überwiegen die rechtlich geschützten Interessen der Klägerin nicht die schutzwürdigen Belange von Yelp. Einstufungen von Bewertungen in „empfohlen“ und „nicht empfohlen“, wie es sie bei Yelp gibt, seien durch die Berufs- und Meinungsfreiheit geschützt. „Ein Gewerbetreibender muss Kritik an seinen Leistungen und die öffentliche Erörterung geäußerter Kritik grundsätzlich hinnehmen“, sagte der Vorsitzende Richter Stephan Seiters. (Az. VI ZR 495/18 u.a.).

In einer Zusammenfassung der Entscheidung heißt es, die von der Klägerin angegriffene Darstellung der Bewertungen durch Yelp erwecke Nutzern gegenüber nicht den Eindruck, „dass es sich bei dem angezeigten Bewertungsdurchschnitt um das Ergebnis der Auswertung aller für das Fitness-Studio abgegebenen Beiträge handele und dass der danebenstehende Text deren Anzahl wiedergebe“. Vielmehr seien „unvoreingenommene und verständige Nutzer“ in der Lage zu erkennen, aus wie vielen Beiträgen sich die gezeigte Durchschnittsbewertungen zusammensetzen und dass diese nur aus sogenannten „empfohlenen“ Beiträgen berechnet werden.

Musik- und Superheldenfilme dominieren Video-Jahrescharts 2019

Nicht nur im Kino und bei den Oscars waren die Musikfilme „A Star Is Born“ und „Bohemian Rhapsody“ ein voller Erfolg. Das Liebesdrama mit Lady Gaga und Bradley Cooper und das Biopic über Queen-Legende Freddie Mercury setzten sich auch an die Spitze der deutschen Video-Jahrescharts, wie GfK Entertainment ermittelt hat. Während „A Star Is Born“ auf Rang drei der DVD-Hitliste für 2019 landet, punktet „Bohemian Rhapsody“ als meistverkaufte Film-DVD und dritterfolgreichste Blu-ray gleich doppelt.

Wer gedacht hatte, dass das „Harry Potter“-Franchise nach den Heiligtümern des Todes ausgezaubert hat, dürfte sich mittlerweile eines Besseren belehrt fühlen. „Grindelwalds Verbrechen“, Teil zwei der Spin-off-Reihe „Phantastische Tierwesen“, erobert sowohl bei den DVD- als auch Blu-ray-Verkäufen den zweiten Platz.

Ansonsten setzen Blu-ray-Fans vor allem auf Superhelden-Action: „Avengers: Endgame“ kapert die Spitze, „Aquaman“ schwimmt an die vierte Stelle und „Venom“ lässt sich auf Position fünf nieder.

Bundesliga: Amazon soll mit künstlicher Intelligenz Tore vorhersagen

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) wird ab dem Rückrundenstart der Bundesliga-Saison 2019/2020 die Dienste von Amazons gefragter Web-Plattform Amazon Web Services (AWS) nutzen. Die Sparte des weltgrößten Online-Händlers, die Cloud-Services an Firmen verkauft, soll vor allem während eines Live-Spiels detaillierte Informationen zum Spielgeschehen liefern, wie die DFL am Montag mitteilte.

Mittels maschinellem Lernen werde die Technologie bald in der Lage sein, Echtzeit-Vorhersagen über die Torerzielung zu machen, hieß es. Auch Torchancen und das taktische Verhalten der Mannschaften werde die Plattform in Echtzeit erkennen können. Als Arbeitsmaterial dienen ihr Live-Daten und historische Daten aus über 10.000 Bundesliga-Spielen.

Grundlage des Dienstes sei eine cloudbasierte Statistik-Plattform, die den Nutzern geräteübergreifend zusätzliche Daten und Visualisierungen zu jedem Spiel bereitstellen werde. Geplant sei außerdem ein Dienst, der – in Echtzeit und individualisiert – in der Lage sein soll, Empfehlungen anzuzeigen, etwa personalisiertes Videomaterial oder Suchergebnisse, die auf Lieblingsclubs, -spielern oder -begegnungen basieren.

Firefox lässt Nutzer Sprachsteuerung testen

Für Firefox ist unter dem Namen Voice ab sofort ein Add-On zur Sprachsteuerung verfügbar, zunächst allerdings nur für den Desktop-Browser und in einer beta-Version. Mozilla möchte „mutige“ Nutzer die Funktion testen lassen, bevor sie im Major-Release veröffentlicht wird. Installiert man den Sprachassistenten, fordert Mozilla dazu auf, noch niemandem von der Funktion zu berichten. Nunja.

Arbeit an Spracherkennung

Firefox experimentiert schon länger mit Sprachsteuerung. „Testpiloten“ konnten bereits Voice-Fill ausprobieren, damit ließen sich etwa Google und DuckDuckGo ansprechen. Das Experimentier-Programm, an dem man teilnehmen konnte, hat Firefox allerdings vergangenes Jahr beendet. Unter Common Voice und DeepSpeech arbeitet Mozilla an einer Spracherkennung, mehr als 1300 Stunden transkribierter Audiodateien enthält die frei verfügbare Sammlung. Mit ihr sollen Spracherkennungssysteme – auch von anderen Diensten – trainiert werden können.

Deutsche Medien berichten überdurchschnittlich viel über Migration

In deutschen Medien wird überdurchschnittlich viel über Migration und Flucht berichtet. Das ergibt eine Studie der TU Dortmund und der Otto-Brenner-Stiftung. Laut der Studie bestehen einerseits deutliche Unterschiede zwischen Ost- und Westeuropa, wobei im Osten insgesamt kritischer über Einwanderung berichtet werde. Andererseits markiere aber auch die politische Ausrichtung der Medien relevante Unterschiede: Linke und liberale Medien thematisieren die Situation von Migranten deutlich häufiger als rechte und konservative Zeitungen und Online-Nachrichtenportale.

Für die Studie mit dem Titel „Stumme Migranten, laute Politik, gespaltene Medien“ haben Forscher vom Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus der TU Dortmund – unterstützt von einem internationalen Forschungskonsortium – erstmals die Berichterstattung in 16 europäischen Ländern und den USA zu den Themen Flucht und Migration. Ausgewertet wurden Berichte zwischen August 2015 und März 2018.

Den Studienautoren Susanne Fengler und Marcus Kreutler zufolge sticht die Berichterstattung in Deutschland in mehreren Punkten heraus. In keinem anderen Land – außer Ungarn – wird so viel über Migration berichtet. Die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichten in sechs Untersuchungswochen zwischen 2015 und 2018 mehr als 1000 Beiträge zum Thema. In vielen osteuropäischen Ländern seien im gleichen Zeitraum kaum mehr als 100 Artikel erschienen.

Zudem spielen sich für Deutschland Migration und Flucht hauptsächlich im eigenen Land ab. Im Gegensatz dazu sind Migrationsthemen in den meisten anderen EU-Staaten Auslandsthemen: Es geht um Ereignisse fernab von zu Hause, jenseits der eigenen Grenzen. „Dass Migration und Flucht meist als Themen der ‚Anderen‘ und nicht als Sache des eigenen Landes dargestellt werden, kann ein Grund sein, weshalb eine Lösung der Asyl- und Einwanderungsfragen auf europäischer Ebene nicht vorankommt“, sagt Jupp Legrand, Geschäftsführer der Otto-Brenner-Stiftung.

Kritisch sieht Legrand auch, dass die Hauptbetroffenen der Migrationsberichterstattung, Migranten und Geflüchtete selbst, meist lediglich eine „Statistenrolle“ innehaben. Nur in einem Viertel der Berichte seien sie die zentralen Akteure, hauptsächlich träten sie als große und anonyme Gruppe auf. Als Individuen erkennbar seien Migranten und Flüchtlinge in nur acht Prozent der Berichte. „Wie viele andere Studien stellen auch wir einen starken Fokus auf Regierungen als Hauptakteure in der Berichterstattung fest“, merkt Legrand an und fährt fort. Es sei fraglich, inwiefern die Medien so den berufsethischen Anspruch, eine ‚Stimme für die Stimmlosen‘ zu sein, erfüllen können.“

Hermes: Mengenstärkstes Weihnachten der Firmengeschichte

Fast 85 Millionen Pakete hat Hermes im November und Dezember vergangenen Jahres transportiert. In den Spitzenwochen waren es dem Logistiker nach fünf Prozent mehr Pakete als 2018. Damit sei 2019 das mengenstärkste Weihnachtsgeschäft der Unternehmensgeschichte gewesen. Über 91 Prozent der Sendungen konnten zudem im ersten Zustellversuch abgegeben werden.

„Auf Basis präziser Mengenprognosen ließen sich zusätzliche Kapazitäten frühzeitig planen. Gleichzeitig haben unsere neuen Standorte, moderne Technik und die Digitalisierung insbesondere im Bereich der Letzten Meile dazu beigetragen, die enormen Sendungsvolumen abzuwickeln“, erklärt Marco Schlüter, Chief Operations Officer von HermesSponsored Post Germany.

Smarte Tools

So hätten vor Weihnachten mehr als eine halbe Million Touren bewältigt werden können – im November und Dezember waren es täglich durchschnittlich 11.000 Touren. Zum Einsatz kamen dazu Tools wie eine volldigitale Tourenplanung für die Paketzustellung. Die intelligente SoftwareJetzt informieren passt die Zustellreihenfolge und Routenführung anhand der aktuellen Verkehrslage während der Fahrt kontinuierlich an.

Vorbei ist das Weihnachtsgeschäft für Paketdienste wie HermesSponsored Post indes noch nicht: Bis Mitte Januar bleibt es bei einem erhöhten Sendungsniveau, etwa durch Retouren, aber auch durch das Einlösen von Gutscheinen und Geldgeschenken.

Vor dem Hintergrund stetig steigender Paketmengen und dem Kundenbedürfnis nach hoher Flexibilität im Alltag, gewinnen zudem Alternativen zur klassischen Haustürzustellung zunehmend an Bedeutung.

Künstliche Intelligenz soll Wettervorhersagen schneller und besser machen

Die Berechnung von Wettervorhersagen ist eine äußerst komplexe und zeitaufwändige Angelegenheit. Doch das könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Google-Forscher erläutern in einem Blogposting, wie künftig Prognosen dank Künstlicher Intelligenz nicht nur flotter sondern auch genauer werden sollen.

Klassische Wettervorhersagen brauchen oft mehrere Stunden, da dabei eine riesige Fülle an Daten verarbeitet wird. So sammelt etwa die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) 100 Terabyte an Daten pro Tag. Mit einer numerischen Methode der Auswertung dauert so eine Berechnung dann an die sechs Stunden. Die Konsequenz ist, dass das erhaltene Wissen nicht nur bereits veraltet ist – immerhin fehlen die Daten der vergangenen Stunden – die Zahl der Vorhersagen, die auf diesem Weg pro Tag erstellt werden kann, ist begrenzt.

Maschinenlernen

Die Google-Lösung wählt hingegen einen ganz anderen Ansatz, für den man erheblich weniger Daten benötigt. Eine neuronales Netzwerk lernt anhand von Radardaten, wie Wetter funktioniert. Die KI behandelt das Thema also als eine Art fortgeschrittenes Bilderkennungsproblem. Trainiert wurden die neuronalen Netze mit zwischen den Jahren 2017 und 2019 von der NOAA gesammelten Daten.

Paid-Content-Umsätze der deutschen Verlage steigen auf über eine halbe Milliarde Euro

Die Umsätze der deutschen Verlage mit Paid Content sind im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Laut einer Schätzung des Branchendienstes PV Digest haben die Erlöse aus dem Vertrieb digitaler Inhalte im vergangenen Jahr die Marke von 500 Millionen Euro durchbrochen.

Nach der Schätzung erzielten die deutschen Verlage mit Paid Content Umsätze in Höhe von insgesamt 527 Millionen Euro – im Vergleich zum Vorjahr stiegen die digitalen Vertriebserlöse damit um ein Drittel. Berücksichtigt wurden Zeitungs- und Zeitschriftenverlage (Publikums- und Special-Interest-Zeitschriften).

Das größte Stück vom gesamten Kuchen sichern sich dabei die regionalen Tageszeitungen, auf die 39 Prozent der Paid-Content-Erlöse entfallen. Die Zeitschriften bauen ihren Anteil um 4 Prozentpunkte auf 26 Prozent aus, die überregionalen Tageszeitungen kommen auf 20 Prozent. Die Bild erreicht 6 Prozent am gesamten Markt für Verlags-Paid-Content.

Die Zahlen machen deutlich, dass die Paid-Content-Bemühungen der deutschen Verlage erste Früchte tragen. So haben mittlerweile fast alle deutschen Tageszeitungen und viele Zeitschriften Bezahlschranken auf ihren Websites eingeführt.

„ZiB 2 am Sonntag“ brachte ORF 194.000 Zuschauer mehr

Sonntagabend um zehn vor zehn geht die „ZiB 2 am Sonntag“ mit Martin Thür in ihr zweites Jahr on air, der ORF feierte Sonntagfrüh die Quoten im ersten Jahr. Und gleich auch die Zuschauerzahlen und Marktanteile anderer Neuerungen von ORF 2, die 2019 on air gingen.

Die sechste Ausgabe der „ZiB 2“ am Sonntag brachte laut ORF auf dem Sendeplatz 194.000 Zuschauerinnen und Zuschauer mehr als die herkömmliche Zehn-Minuten-„ZiB“, die davor lief und der Beginn von „Im Zentrum“. Im Schnitt hatte die „ZiB 2“ am Sonntag im ersten Jahr 610.000 Zuschauer. Der Marktanteil beim Gesamtpublikum ab zwölf Jahren stieg laut ORF um sieben Prozentpunkte auf 21 Prozent.

Claudia Reiterers Sonntagsdebatte rückte für Thürs „ZiB 2“ auf 22.10 Uhr. Und profitierte laut ORF quotentechnisch 2019 mit 70.000 Zuschauerinnen und Zuschauern mehr als 2018 und rund drei Prozent mehr Marktanteil.

Die doch recht aufregende innenpolitischen Entwicklungen des Jahres – Ibiza, Regierungsende, Neuwahlen – könnten dazu freilich zumindest so wesentlich beigetragen haben. Sie haben jedenfalls dazu beigetragen, dass ORF-Neuzugang Martin Thür nicht ganz soviel Aufmerksamkeit zuteil wurde: Tobias Pötzelsberger Live-Performance in der Dauernachrichtensendung zu Ibiza am 18. Mai bescherten dem jungen Kollegen gleich die „Sommergespräche“, den Titel des „Journalisten des Jahres“ und sehr begeisterte insbesondere bürgerliche Stiftungsräte.

Stadia mit erschreckend niedrigen Spielerzahlen

Google hat bislang keine Zahlen zu Stadia kommuniziert. Nun zeigt Bungies Loot-Shooter „Destiny 2“, wie wenige Nutzer die Plattform tatsächlich aufweist. Deren Zahl hat sich seit dem Launch sogar halbiert.

Destiny 2 ist für Stadia-Pro-Abonnenten kostenlos. Im November nutzten noch rund 19.000 User dieses Angebot. Mittlerweile sind es nur mehr knappe 8.000. Zum Vergleich: Auf der Playstation 4 sind es immerhin 435.000 Nutzer, auf dem PC gar 437.000 User. Die Xbox-Community kommt auf rund 313.000 Spieler. Zwar hat der Loot-Shooter auf allen Plattformen an Relevanz verloren – ein derartiger Verlust wie bei Stadia ist aber sonst nirgends zu beobachten.

Google selbst hat bislang keine Zahlen zu Stadia kommuniziert. Seit dem Start des Dienstes ist es ruhig um die Plattform geworden. In 14 Ländern ist der Service bereits gestartet – Österreich ist bislang nicht darunter.

Wie es mit Stadia weitergeht, lässt Google offen – in den nächsten Jahren will Google aber ordentlich Geld in die Hand nehmen. Das Portfolio des Dienstes wird nach und nach erweitert. Kürzlich wurden etwa der Farming Simulator 2019, Rise of the Tomb Raider und Thumper hinzugefügt. In welchen Ländern der Cloudgaming-Dienst als Nächstes startet und weitere Ziele oder Vorhaben lässt Google aber vorerst offen.

Reuters-Ausblick auf 2020: Mehr Podcasts und Bezahlschranken

Neues Jahr, neuer Reuters-Bericht: Wie jedes Jahr hat auch im Jänner 2020 das Reuters Institut für Journalismus-Studien in Oxfort eine Umfrage von 233 Medienmanager aus 32 Ländern veröffentlicht, um ein Stimmungsbild für das kommende Jahr zu geben.

Lesereinnahmen werden wichtigste Einkunftsquelle

Ein Thema wird demnach auch 2020 die Medien beschäftigen. 50 Prozent der Befragten gaben demnach nämlich an, dass Lesereinkünfte die wichtigste Einnahmequelle für ihr Unternehmen sein werden. Demgegenüber glaubten nur 14 Prozent, dass Werbung künftig die wichtigste Einnahmequelle darstellen wird.

Mehr Kino-Besucher in 2019 – weniger bei deutschen Filmen

Nach einem schwachen Vorjahr stiegen die Besucherzahlen um 15 Prozent auf knapp 110 Millionen, wie der Verband HDF Kino am Freitag mitteilte. Der Umsatz legte entsprechend auf 964 Millionen Euro zu. „Für unsere Kinos liegt ein solides Kinojahr hinter uns“, sagte die Vorstandsvorsitzende Christine Berg. HDF Kino vertritt 600 Unternehmen, die zusammen 80 Prozent der Leinwände in Deutschland bespielen. Kassenschlager waren demnach Filme wie „Die Eiskönigin 2“, „Joker“ und „Das perfekte Geheimnis“.

Aus deutscher Produktion stachen „Der Junge muss an die frische Luft“ und „Der Fall Collini“ hervor. Insgesamt zogen deutsche Filme aber nur knapp 22 Millionen Zuschauer an. Hier seien nicht alle Erwartungen erfüllt worden, sagte Berg. Das Ziel liege bei bis zu 35 Millionen.

Im vergangenen Herbst gab es nach HDF-Angaben in Deutschland 4.889 Kinoleinwände bei gut 1.000 Betreibern. Umsatz- und Besucherzahlen blieben 2019 knapp unter den Werten von 2017.

Jeder Fünfte hat Betrug beim Online-Shopping erlebt

Den meisten (21 Prozent) ist dies allerdings bislang nur selten passiert – lediglich 2 Prozent geben an, bereits häufig einem Betrüger beim Online-Shopping aufgesessen zu sein. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.024 Online-Shoppern ab 16 Jahren in Deutschland. Demnach geben außerdem 13 Prozent an, ihre Bezahldaten seien im Anschluss an einen Online-Kauf schon einmal missbraucht worden: 10 Prozent ist dies aber erst selten passiert und nur 3 Prozent häufig.

US-gefördertes Handy kommt mit Malware aus China

Das chinesische Billig-Smartphone UMX U683CL von Unimax Communications kommt bereits mit Malware in den Handel, die sich nicht entfernen lässt. Verkauft wird dieses Modell von Assurance Wireless, einer Tochterfirma des US-Mobilfunkers Sprint. Assurance Wireless ist ein Angebot an arme US-Amerikaner, das über einen Fonds der Regulierungsbehörde FCC subventioniert wird. Für diese Kunden ist es finanziell eine besondere Belastung, sich ein neues Handy kaufen zu müssen.

Den Übelstand publik gemacht hat die Sicherheitsfirma Malwarebytes. Sie hat gleich zwei verdächtige Programme gefunden, von denen eines nach einigen Tagen glatt einen Trojaner nachgeladen hat. Wer ein UMX U863CL hat, sollte es entsorgen.

Dessen Programm „Wireless Updater“ ist der einzige Weg, das Betriebssystem (Android 8.1) zu aktualisieren. Leider installiert Wireless Updater heimlich und ohne Nachfrage neue Software. Malwarebytes bezeichnet dieses riskante Programm als Android/PUP.Riskware.Autoins.Fota.fbcvd. Demnach stammt es von Adups, einer chinesischen Firma, die dafür bekannt sei, Nutzerdaten zu sammeln, Hintertüren für mobile Geräte zu installieren und eben Autoinstaller zu vertreiben.

Viele kleine Sender feiern neue Rekorde, während die Großen verlieren

Die Fragmentierung der Fernsehlandschaft hinterlässt auch in der Jahresbilanz der Sender Spuren: Während sich die meisten großen Sender schwertun, ihre Flughöhe im Zuschauermarkt zu halten, können viele Nischensender weiter zulegen. Die große Ausnahme war im vergangenen Jahr RTL: Der langjährige Marktführer baute seinen Marktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen um 0,7 Prozentpunkte auf 12,1 Prozent aus.

Allerdings war RTL im Vorjahr auch der Sender, der unter anderem wegen der Fußball-Weltmeisterschaft die höchsten Verluste verzeichnet hatte. Vergangenes Jahr profitierten die Kölner selbst von König Fußball, da RTL die Qualifikationsspiele für die Europameisterschaft und diverse Spiele der Europa League ausstrahlen konnte. Pro Sieben konnte seinen Marktanteil 2019 im Vergleich zum Vorjahr minimal auf 9,6 Prozent ausbauen – unter anderem dank des Riesenerfolgs von „The Masked Singer“. Man darf gespannt sein, wie sich in diesem Jahr das Auslaufen des Zugpferds „The Big Bang Theory“ auf die Marktanteile auswirkt. Bei Sat 1 setzte sich der langjährige Abwärtstrend fort, auch wenn es in der 2. Jahreshälfte ein wenig besser lief. Unter dem Strich steht allerdings ein Minus um 0,3 Punkte auf 7,8 Prozent Marktanteil.

Vox konnte seinen Marktanteil nach einem schwachen Start im Jahresverlauf leicht ausbauen und beendet das Jahr mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 7,1 Prozent (plus 0,2 Punkte). Kabel Eins zieht mit 5,2 Prozent (plus 0,2 Punkte) an RTL Zwei vorbei, der auf 5,0 Prozent Marktanteil kommt. Der Sender leidet unter den ersten Verschleißerscheinungen seiner Zugpferde am Vorabend. Im Gesamtpublikum kann das ZDF mit 13,0 Prozent Marktanteil seine Führungsposition trotz Verlusten verteidigen, Das Erste erreichte im Jahresschnitt 11,9 Prozent Marktanteil, RTL 8,4 Prozent.

Zugewinne verzeichneten 2019 vor allem Nischensender: So erzielten Nitro, Pro Sieben Maxx und ZDF Info neue Rekordwerte. Auch die Kindersender Super RTL und der Disney Channel sowie RTL Plus, TLC, Servus TV und MTV konnten zulegen. Die von Sky Media vermarkteten Sender erzielten zusammen 4,1 Prozent Marktanteil.

DuMont übernimmt Seminaranbieter bav

Reguvis, der Fachmedienbereich von DuMont im Geschäftsfeld Business Information, übernimmt die bav (Bremer Außenwirtschafts- und Verkehrsseminare GmbH). Der Seminaranbieter ist auf die Themen Zoll, Außenwirtschaft und Steuer spezialisiert. Reguvis bietet Fachinformationen im Bereich Außenwirtschaft.

IVW-Monat Dezember

„TV Spielfilm“ erzielte dabei mit 73,0 Mio. Inlands-Visits einen neuen Rekord, „Chefkoch.de“ steigerte sich mit 94,3 Mio. auf den besten Wert seit 12 Monaten.

Vorn bleibt im IVW-Ranking “ebay Kleinanzeigen”. Der Marktplatz verlor zwar gegenüber dem November 6,6% der Inlands-Visits, führt mit 564,7 Mio. aber weiterhin deutlich vor “Bild” und “t-online.de”. Der Dezember hat “ebay Kleinanzeigen” also keinen Visits-Zuwachs beschert, im Januar wird es der Erfahrung nach aber deutlich nach oben gehen – vielleicht will der eine oder andere dann auch ungeliebte Weihnachtsgeschenke wieder los werden.

Gewinner finden sich innerhalb der Top Ten nur zwei: “Focus Online” und “wetter.com”, für den Rest ging es wegen der vielen Feiertage nach unten – allerdings nicht in dramatischem Maße. Richtig große Gewinner finden sich direkt hinter der Top Ten auf den Plätzen 11 und 13: “Chefkoch.de” und “TV Spielfilm” steigerten sich jeweils um etwa 20% und mit 94,3 Mio. bzw. 73,0 Mio. Inlands-Visits auf rekordverdächtige Zahlen. “TV Spielfilm” war tatsächlich noch nie so stark wie im Dezember 2019, “Chefkoch.de” zuletzt im Dezember 2018.

Nutzer gaben zu Weihnachten 1,4 Milliarden Dollar im App Store aus

2019 hat Apple seine Services um mehrere Dienste erweitert. Hinzugekommen sind etwa das Streaming-Angebot Apple TV+ oder der Spieledienst Arcade. Für das Unternehmen am wichtigsten ist und bleibt im Services-Bereich aber der App Store. Mit ihm schaffte Apple nun auch einen neuen Rekordumsatz. Zwischen dem 24. und 31. Dezember nahm das Unternehmen 1,42 Milliarden Dollar darüber ein.

Der Umsatz in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester ist damit um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, wie Apple nun bekannt gab. Am 1. Jänner kamen nochmals Umsätze in Höhe von 386 Millionen Dollar hinzu. Laut dem Unternehmen handelt es sich damit um einen neuen Tagesumsatzrekord.

Apple hat den Marktplatz für Apps im Jahr 2008 gestartet. Pro Woche weist der App Store 500 Millionen Benutzer auf. Seit dem Start hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 155 Milliarden Dollar an Entwickler darüber ausgeschüttet. Apple weist darauf hin, dass ein Viertel der Einnahmen alleine aus 2019 stammen.

Volkswagen übernimmt Diconium komplett

Ende 2018 war Volkswagen mit 49 Prozent bei Diconium eingestiegen. Nun schlüpft der Stuttgarter Digitaldienstleister komplett unter das Dach des Automobilkonzerns. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Kartellbehörden wird VW nun auch die verbleibenden Anteile an dem 1995 gegründeten Spezialisten für digitale Geschäftsmodelle übernehmen. Zu den finanziellen Details des Deals äußert sich Volkswagen nicht. „Dazu wurde Stillschweigen vereinbart“, sagte ein Sprecher.

Mit dem vollständigen Erwerb von Diconium wollen die Wolfsburger ihre Fähigkeiten in der Entwicklung digitaler Vetriebslösungen stärken und der Agentur eine stärkere Gestaltungsrolle bei der Softwareentwicklung im VW-Konzern ermöglichen. Geplant ist unter anderem der Aufbau einer globalen Online-Vertriebsplattform, über die Kunden aller Konzernmarken künftig digitale Dienste und On-Demand-Funktionen für ihr vollvernetztes Fahrzeug einkaufen und verwalten können. Diconium soll sein Know-how hierzu in die Car-Software-Organisation im Volkswagen Konzern einbringen, die markenübergreifend Fahrzeug-Software, digitale Ökosysteme und kundennahe Funktionen im Handel entwickelt.

1,1 Millionen sahen Vierschanzentournee-Finale

Zwar lief es für Österreichs Skispringer ohne Podestplatz bei der der 68. Vierschanzentournee nicht wie gewünscht. Freuen darf sich aber zumindest der ORF, brachte der Abschlussbewerb in Bischofshofen doch Top-Quoten: Durchschnittlich 1,133 Millionen verfolgten das Finale am Montag auf ORF 1. Der Marktanteil betrug 42 Prozent.

Bischofshofen war damit das meistgesehene Skispringen im ORF seit 2015, so der Sender in einer Aussendung.

Festnetz ade: Smartphones bei Senioren voll im Trend

Zu entsprechenden Ergebnisse kommt die Studie „Smart im Alltag 2019“, die für die emporia Telecom zusammen mit der Deutschen Seniorenliga rund 500 Bundesbürger über 60 Jahren befragt hat.

„Die Vorteile der digitalen Vernetzung werden immer öfter auch von der älteren Generation regelmäßig genutzt. Von der schnellen Sprachnotiz an Freunde über Statusmeldungen im Urlaub bis zur Gruppennachricht an die Familie wird die komplette Bandbreite moderner Kommunikations-Möglichkeiten genutzt“, sagt Eveline Pupeter, Eigentümerin und Geschäftsführerin des österreichischen Seniorenhandy-Herstellers emporia. Das Smartphone habe damit auch in der Ü-60-Gruppe seinen Exotenstatus verloren und sich im Alltag etabliert.

Die Kommunikation mit Freunden und Familie per Smartphone ist für 83 Prozent der in der Studie befragten Senioren einfacher geworden. „Mit den mobilen Alleskönnern ist die kabelgebundene Abhängigkeit des Festnetztelefons überwunden. Gerade im Alter nutzen immer mehr Menschen ihre Zeit für die schönen Dinge des Lebens und verreisen. Jetzt können sie auch aus fernen Urlaubszielen problemlos Fotos verschicken und sich regelmäßig in der Heimat melden“, weiß Pupeter.

Die Handhabung der Smartphones stellt auch Einsteiger im fortgeschrittenen Alter nicht mehr vor große Hürden, sofern das passende Gerät ausgewählt wurde. „Gute Seniorenhandys überzeugen mit einer besonders deutlichen Akustikqualität, leicht lesbaren Symbolen und sind besonders benutzerfreundlich“, erklärt Pupeter. Gleichzeitig dürften aber auch die optischen und technischen Aspekte nicht vernachlässigt werden: „Auch wenn das Handy an die Anforderungen der älteren Generation angepasst ist, sollte es modern aussehen und regelmäßige Software-Updates erhalten, damit die Sicherheit gewährleistet ist.“

Die meisten Senioren sind mittlerweile so überzeugt von den neuen digitalen Helfern, dass die traditionellen Kommunikationsmittel langsam aussortiert werden. Mehr als jeder Siebte sagt sogar, dass er eher auf das klassische Festnetztelefon verzichten könnte als auf das Smartphone. „Hilfreiche Apps werden nicht allein von jüngeren Menschen genutzt“, hat Pupeter erkannt: „86 Prozent der Senioren mit Smartphone informieren sich online zum Beispiel regelmäßig über das Wetter, aber auch E-Mail, Navigationsdienste und Fahrplanauskünfte sind sehr gefragt.“

Neuer Mobilprozessor von Intel soll Spiele und Künstliche Intelligenz beschleunigen

Intel hat auf der Technikmesse seinen kommenden Mobilprozessor „Tiger Lake“ und einen neuen Grafikchip DG1 vorgestellt.

„Tiger Lake“ soll mit der deutlich schnelleren Grafikeinheit Xe vor allem Anwendungen zur Künstlichen Intelligenz beschleunigen und die Videoverarbeitung verbessern.

Konzernchef Bob Swan sagte, die bei Intel entwickelten „Athena“-Vorgaben für Notebooks würden mittlerweile von über 50 PC-Herstellern unterstützt, darunter auch die Marktführer Lenovo, HP und Dell. Laptops, die auf dem „Athena-Project“ aufsetzen, sollen unter anderem durch eine besonders lange Akkulaufzeit und ein schnelles Aufwachen aus dem Ruhezustand überzeugen. Außerdem solle es Modelle geben, die nicht nur über WLAN drahtlos online gebracht werden können, sondern auch über Mobilfunkchips mit LTE und 5G.

Zu dem neuen Grafikchip DG1 nannte Intel keine konkreten Performance-Daten. Immerhin lief während einer Demo das aufwendige Computerspiel „Destiny 2“ ruckelfrei. Der Prozessor soll im Laufe des Jahres 2020 erscheinen.

Tuvalu erzielt mit .tv ein Zwölftel des Nationaleinkommens

Der kleine Inselstaat Tuvalu im Pazifischen Ozean erzielt ein Zwölftel seines jährlichen Bruttonationaleinkommens (BNE) aus der Lizenzierung seiner Top-Level-Domain .tv über das in Virginia ansässige Unternehmen Verisign. Im Jahr 2021, wenn Tuvalus Vertrag mit Verisign ausläuft, wird dieser Prozentsatz zudem deutlich ansteigen, da die Regierung bessere Kondition anstrebt.

Tuvalu liegt aus US-Sicht auf halber Strecke zwischen Hawaii und Australien und besteht aus einer Kette von Korallenatollen und Riffinseln mit einer Bevölkerung von rund 11.000 Einwohnern. „.tv hat ein gewisses, sicheres Einkommen beschert“, sagte Seve Paeniu, Finanzminister von Tuvalu. „Das ermöglicht es der Regierung, für ihre Bürger wesentliche Dienstleistungen zu erbringen, indem sie Schul- und Bildungsmaßnahmen für die Kinder organisiert, unseren Bürgern medizinische Leistungen bietet und auch die wirtschaftliche Grundinfrastruktur und Dienstleistungen für die Gemeinden verbessert.“

Die Weltbank stuft Tuvalu als Volkswirtschaft mit mittlerem Einkommen ein, deren Lizenzgebühren an territorialen Fischereirechten im Jahr 2018 mit geschätzten 19 Millionen US-Dollar den größten Anteil am Bruttonationaleinkommen ausmachten.

Im Rahmen des aktuellen Vertrags, der 2011 unterzeichnet wurde, zahlt Verisign an Tuvalu rund 5 Millionen US-Dollar pro Jahr für das Recht, .tv zu verwalten. Für eine Nation, deren Jahreseinkommen in der Regel bei 60 Millionen US-Dollar liegt, ist dies ein erheblicher Anteil. Große Kunden von Verisign sind Plattformen für Livestreaming von Videospielen wie Twitch.

Nur wenige Einwohner Tuvalus können aber auf die unter .tv bereitgestellten Streamingdienste zugreifen. Das dortige Internet ist auf eine Satellitenverbindung mit geringer Kapazität beschränkt. Durch einen Weltbankzuschuss ist die Installation eines Seekabels für Tuvalu geplant, um die Qualität der Internetverbindung des Landes drastisch zu verbessern. „Tuvalu ist eines der am schlechtesten angebundenen Länder der Welt mit kostenintensiven und eingeschränkten Internetdiensten“, erklärte die Weltbank im Januar 2019.

Streaming sorgt für 80 Prozent des Musik-Umsatzes in den USA

Abos für Streaming-Dienste bestimmen den US-Musikmarkt. Apple Music, Spotify und andere Anbieter dominieren 80 Prozent des US-amerikanischen Musikmarktes. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres gab es in den USA 61 Millionen Abos, 2010 waren es noch 1,5 Millionen.

Zuvor hatte die Branche durch die Ausbreitung von Musikpiraterie und den Rückgang der CD-Verkäufe deutliche Umsatzrückgänge verzeichnet. Die Streaming-Abos brachten aber die Wende. Auch in Österreich. Streaming ist 2018 mit einem kräftigen Plus von 58,3 Prozent auf 51,5 Millionen Euro Umsatz der Wachstumsmotor am österreichischen Musikmarkt, der in diesem Jahr 153,3 Millionen Euro erwirtschaftete.

Deutsche Post manipuliert Mitarbeiterbefragung

Die Deutsche Post hat 2019 bei ihrer jährlichen Mitarbeiterbefragungen die Antworten manipuliert, um bessere Ergebnisse zu erzielen. So füllte beispielsweise in Bremen eine leitende Angestellte Fragebögen von dauerhaft erkrankten Beschäftigten selbst aus. Bundesweit wurde bei fast 1.000 Antwortbögen getrickst.

Die Deutsche Post verzeichnet seit Jahren immer bessere Ergebnisse bei ihrer Mitarbeiterbefragung und rühmt sich entsprechend, einer der besten Arbeitergeber zu sein. In Deutschland beschäftigt der ehemalige Staatskonzern, der am 1. Januar 2020 sein 25-jähriges Jubiläum feierte, 180.000 Menschen. Weltweit sind es rund 550.000.

Fortnite setzte im 2019 1,8 Milliarden Dollar um

Das Battle-Royal-Spiel Fortnite konnte mit digitalen Transaktionen im 2019 Jahr 1,8 Milliarden Dollar umsetzen und erwies sich damit als das Videospiel mit den höchsten Digitalumsätzen. Das geht aus Zahlen hervor, die das Marktforschungsunternehmen Superdata vor kurzem veröffentlichte.

Hinter Fortnite folgen bei den Free-to-Play-Titeln Dungeon Fighter Online (1,6 Mrd. Dollar) und League of Legends (1,5 Mrd. Dollar) auf den Plätzen. Pokemon Go setzte immerhin noch 1,48 Mrd. Dollar um und landete auf Platz 6. Free-to-Play-Spiele waren laut Superdata für 80 Prozent der digitalen Umsätze bei Videospielen verantwortlich. Dazu trugen vor allem mobile Anwendungen bei.

Insgesamt wurden mit Spielen Digitalumsätze von 120,1 Milliarden Dollar erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von 4 Prozent.

ORF verliert Marktanteile

Trotz Ibiza-Video, Nationalratswahl, EU-Wahl, Ski-WM und EM-Qualifikation des Nationalteams gelang es dem ORF 2019 nicht, den Abwärtstrend bei den Marktanteilen zu stoppen.

ORF 1 und ORF 2 liegen 2019 bei 29,3 Prozent, 2018 waren es noch 30,2 Prozent. Für die gesamte Sendergruppe inklusive ORF Sport plus und ORF 3 meldet das Unternehmen einen Jahresmarktanteil von 31,8 Prozent. 2018 waren es 32,9 Prozent.

ORF 1 hält bei 9,1 Prozent Marktanteil (2018: 10,9) bei den Zuschauern ab zwölf Jahren, beim Publikum zwischen 12 und 49 liegt der Wert bei 11,2 Prozent. Eine minimale Steigerung gelang ORF 2 im abgelaufenen nachrichtenstarken Jahr: 19,8 Prozent Marktanteil übertrafen die 19,3 Prozent des Vorjahres.

Meistgesehene Sendung 2019 war die „Zeit im Bild 1“ vom 18. Mai mit 1,922 Millionen Zuschauer*innen und 67 Prozent Marktanteil. Rang zwei nimmt der zweite Durchgang des Herrenslaloms von Schladming am 29. Jänner ein: 1,805 Millionen schauten zu (50 Prozent). „Bundesland heute“ am 29. September kommt mit 1,792 Millionen Zuschauern (57 Prozent) auf den dritten Platz.

Im Dezember erreichte die ORF-Sendergruppe einen Marktanteil von 32,3 Prozent. ORF 1 kam dabei auf 10,9 Prozent, ORF 2 auf 18,5 Prozent. ORF 1 und ORF 2 lagen insgesamt bei 29,3 Prozent MA.

Bei den Privaten erzielen Sender der ProSiebenSat1Puls4ATV-Gruppe Steigerungen. ATV schafft 2019 3,5 Prozent (plus 0,2 Prozentpunkte), Schwestersender Puls4 kommt auf 3,4 Prozent nach 3,3 Prozent im Vorjahr. In der jüngeren Zielgruppe hält ATV 4,8 Prozent, Puls 4 4,9 Prozent. In dieser Kategorie sei es das erfolgreichste Jahr in der Sendergeschichte, teilte das Unternehmen mit. Auch ATV 2 habe mit 1,4 Prozent (12–49) das stärkste Jahr seit seiner Gründung hingelegt. Erstmals die Drei-Prozent-Marke erreicht hat Servus TV.

Das waren 2019 in Österreich die beliebtesten Netflix-Serien

Erstmals zeigt Netflix, welche Serien, Filme und Dokus in Österreich im vergangenen Jahr am häufigsten gestreamt wurden.

Auf dem deutschsprachigem Twitter-Account hat der Videostreamingdienst eine Liste veröffentlicht, die zeigt, welche Filme und Serien in Österreich im vergangenen Jahr besonders gut angekommen sind.

„Die Listen basieren auf der Anzahl der Accounts, die mindestens zwei Minuten einer Serie, eines Films oder eines Specials innerhalb der ersten 28 Tage auf Netflix im Jahr 2019 gesehen haben“, schreibt Netflix.

Top 10 aus allen Kategorien

  1. The Witcher
  2. Murder Mystery
  3. 6 Underground
  4. Haus des Geldes Teil 3
  5. Isn’t It Romantic
  6. Sex Education
  7. Triple Frontier
  8. The Irishman
  9. The Perfect Date
  10. Jumanji: Willkommen im Dschungel

Galileo: Immer mehr Smartphones unterstützen Galileo

Bis vor ein paar Jahren verliessen sich die Ortungsempfänger im Handy dabei nur auf die Signale des amerikanischen GPS-Systems. Schon seit einiger Zeit verstehen Smartphones auch die Daten der russischen GLONASS- und der chinesischen Baidou-Ortungssatelliten. Immer mehr Smartphones empfangen jetzt aber auch die Navigationssignale des europäischen Galileo-Systems. Das soll die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Ortung deutlich verbessern.

26 Galileo-Satelliten

Derzeit befinden sich 26 Galileo-Satelliten in der Umlaufbahn, mit denen die Positionsbestimmung rund um den Globus möglich ist. 24 Satelliten sind für eine weltweite Abdeckung erforderlich. 2020 folgen daher noch einmal Galileo-Satelliten hinterher, auch, um welche im Falle eines Ausfalls in Reserve zu haben.

Doch auch schon jetzt liefert Galileo ein besseres Ortungserlebnis auf dem Smartphone. Da die vier weltweit agierenden Satellitennavigationssysteme nach dem gleichen Funktionsprinzip arbeiten und sich die Betreiber entsprechend verständigt haben, sind sie untereinander kompatibel. Smartphones können also, sofern sie technisch dafür ausgerüstet sind, Ortungssignale empfangen, unabhängig ob es ein Galileo-, GPS-, GLONASS- oder Baidou-Satellit ist, und daraus die aktuelle Position errechnen. Denn: je mehr Satelliten zur Ortung zur Verfügung stehen, umso genauer wird es. Mindestens 4 Satelliten sollten es sein, gute Ergebnisse liefern aber erst 6 oder mehr.

Galileo ergänzt also die Abdeckung mit Satelliten zur weltweiten Navigation noch einmal deutlich. Je nach Standort befinden sich in der Regel zwischen 10 und bis zu 20 Satelliten über dem Smartphone im All. Diese Vielzahl ermöglicht eine schnelle Berechnung der Position, denn nicht alle Satelliten haben immer direkten Sichtkontakt zum Smartphone und liefern nur ungenaue Daten. Von welchen Satelliten ein Smartphone an seinem Standort gerade Ortungssignale empfangen kann, zeigt auf dem iPhone zum Beispiel die kostenlose App GPS Plan bzw. für Android die App GPSTest.

Spekulationen über Spiele-MacBook von Apple

Für Spielerechner ist Apple bislang nicht bekannt – und auch im Konsolenbereich tummelt sich der Konzern seit fast 25 Jahren nicht mehr. Dennoch kommen aus Asien nun Gerüchte, der iPhone-Konzern könne einen dedizierten Gaming-Mac planen. Nun ist zur Entwicklerkonferenz WWDC im Sommer 2020 die Ankündigung eines High-End-Spielerechners geplant. Dies könne entweder ein MacBook Pro oder ein iMac Pro sein, hieß es.

Spielen als Geschäftsmodell

Die Maschine wird explizit als „E-Sports-PC“ bezeichnet, für den bis zu 5000 US-Dollar zu zahlen wären. Bislang hat Apple im Gaming-Umfeld keine Anstalten gemacht, sich den E-Sportlern zu widmen – die setzen üblicherweise auf Windows-PCs oder Konsolen.

Allerdings hat Apple mit seinem Gaming-Abo-Dienst Apple Arcade mittlerweile das Zocken als neues Cloud-Geschäftsmodell für sich entdeckt. Der Service erlaubt für ein Monatsabo von 5 Euro den Zugriff auf zahlreiche Spieletitel, die allesamt ohne Reklame und In-App-Verkäufe auskommen.

Exklusive Titel für Apple Arcade

Apple Arcade wird als Multiplattform-Dienst angeboten. Es läuft auf iPhone und iPad genauso wie auf Apple TV und Mac – manche Titel werden allerdings nicht für alle Geräte offeriert. Apple investierte Millionen in Apple Arcade, unter anderem werden von dem Konzern Spiele in ihrer Entwicklung finanziert. Das sorgt dann für diverse Exklusivtitel – wobei Apple damit meint, dass die Games nicht für Android erhältlich sind.

Klassik Stiftung Weimar soll digitale Forschungsplattform bekommen

Über eine digitale Plattform sollen künftig Sammlungen, Archive und mehr der Klassik Stiftung Weimar zusammengeführt und für die Allgemeinheit nutzbar gemacht werden. Ein solcher virtueller Forschungsraum könne auch ein Pionierfall in Deutschland sein, sagte die Präsidentin, Ulrike Lorenz.

„Ich stelle mir das als eine Art Raum vor, wo das alles hineinfließt und dann der Benutzer – das kann sowohl der Laie als auch der Forscher sein – durch Fragestellungen sich eine Sammlung temporär zusammensucht“, erklärte Lorenz. Ziel sei es, dass die Nutzer daraus Erkenntnisse für sich und die Forschung ziehen könnten. „Aber auch das Vergnügen soll nicht zu kurz kommen – gerade für die Laien“, betonte Lorenz. Die Plattform sei als ein Zusammenschluss der unterschiedlichen Gedächtnisinstitutionen innerhalb der Stiftung – Archiv, Bibliothek und Museum – gedacht. Einen konkreten Zeitplan nannte Lorenz nicht. Mit Start ins neue Jahr wolle die Stiftung intensiv an dieser sammlungs- und direktionsübergreifenden virtuellen Zusammenwirkung arbeiten.

Die Stiftung gilt nach der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als eine der größten Kulturstiftungen Deutschlands. Sie beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter und betreut mehr als 20 Museen.

Europas Start-up-Szene holt langsam auf

Das abgelaufene Jahr 2019 war ein Jahr der Einhörner: So nennt die Szene groß gewordene Start-ups, die in Finanzierungsrunden mit über einer Milliarde Dollar bewertet worden sind. Angaben dazu, wie viele es davon weltweit gibt, variieren je nach Untersuchung – schließlich gibt es keine eindeutige Definition für Start-ups, und nicht jede Bewertung basiert auf nachvollziehbaren und öffentlichen Daten. Klar ist jedoch: 2019 sind viele neue Einhörner dazugekommen – auch in Deutschland.

Laut den Daten des Analysediensts CB Insights gibt es in Deutschland inzwischen genau ein Dutzend Einhörner. Davon sind fünf im abgelaufenen Jahr neu dazugekommen: Die Onlinebank N26, der Busdienst Flix Mobility, die Fintechs Wefox und Deposit Solutions sowie der Reise-Event-Vermittler Getyourguide haben die Bewertungsschwelle von einer Milliarde Dollar überschritten.

Damit zieht Deutschland mit dem Hightech-Land Südkorea gleich. In Europa hat nur Großbritannien mit 22 Einhörnern mehr zu bieten. Weit vorn liegen jedoch die USA und China mit 200 beziehungsweise 99 – allerdings schwächte sich in beiden Länder das Wachstum ab.

Für den Rückstand Europas gibt es mehrere Gründe: Europäische Start-ups sind allgemein niedriger bewertet als ihre Pendants in den USA und China. Das liegt zum einen an den kleineren nationalen Märkten, die einen schnellen Aufstieg schwieriger machen. Zum anderen zieht Europa weniger Kapital an, sodass die Bewertung in Finanzierungsrunden weniger schnell steigt.

Social-Media-Auftritte kommen auf den Prüfstand

Der baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragte Stefan Brink zieht sich vom Kurznachrichtendienst Twitter zurück. So sagte Brink, er werde seinen Account mit rund 5.400 Followern zum 31. Januar 2020 löschen. Mit seiner Tätigkeit als Datenschützer sei das Twittern nicht mehr zu vereinbaren, da der Dienst Nutzerdaten sammle und zu Nutzerprofilen für Werbezwecke verarbeite. Brink hatte seine Entscheidung am 30. Dezember 2019 zunächst auf Twitter angekündigt.

Hintergrund ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) zu Facebook, die inzwischen vom Bundesverwaltungsgericht auf deutsches Recht angewandt wurde. Demnach tragen auch Nutzer von sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter eine Mitverantwortung dafür, wie mit den Daten umgegangen wird. Sie sind nämlich mit ihrer Seite oder ihrem Account eine Art Türöffner für die Datensammelei der Konzerne.

Abstinenz für alle Behörden und Firmen?

Laut Brink sei nach den Urteilen eine Abstinenz von sozialen Netzwerken nicht nur für ihn als Datenschutzbeauftragten zwingend, „sondern für alle Behörden und auch Privatunternehmen, die soziale Medien nutzen“. Für Privatpersonen gilt hier die Datenschutzgrundverordnung nach Auffassung von Brink nicht. Er werde daher in diesem Jahr Gespräche zunächst mit Behörden, vor allem Ministerien, und dann auch mit Unternehmen führen. Diese könnten dazu führen, „dass wir möglicherweise von unseren Aufsichtsbefugnissen Gebrauch machen und anordnen, dass zum Beispiel Behörden soziale Medien verlassen.“

Brink will die Kommunikation mit Internetnutzern nun über andere Kanäle führen, beispielsweise über nicht gewerbliche und dezentral organisierte Netzwerke wie Mastodon. Der Abschied von Twitter „tut schon weh“, sagte Brink der dpa, „aber wir müssen versuchen, eine rechtmäßige Alternative aufzubauen.“

Die Aufsichtsbehörden müssten Nutzer nicht zur Verantwortung ziehen, wenn die von ihnen verwendeten Dienste wie Twitter und Facebook keine für die Nutzer intransparenten Reichweite-Analysewerkzeuge beinhalten würden. Die zuständige Datenschutz-Aufsichtsbehörde in Irland weigert sich jedoch seit zwei Jahren, das Thema mit Twitter und Facebook direkt zu klären. Unterstützt wird die irische Behörde in ihrem Kurs vor allem von den Aufsichtsbehörden in kleinen europäischen Staaten wie Luxemburg oder Malta, die so eine Einmischung großer Staaten in ihre Datengeschäftsmärkte verhindern wollen. Da im Ausschuss jede Behörde über eine Stimme verfügt, können die kleinen Staaten auf diese Weise die großen Staaten wie Frankreich und Deutschland überstimmen, die einen klaren Kurs wünschen.

Samsung will echten randlosen Fernseher zeigen

Die Elektronikmesse Consumer Electronics Show 2020 in Las Vegas wird für Samsung wohl ein spannendes Event: Das Unternehmen will komplett randlose Fernseher bauen und auf der Messe im Januar vorstellen. Das berichtet das koreanische Branchenmagazin Thelec mit Bezug auf Aussagen des Unternehmens selbst. „Im Unterschied zu anderen sogenannten randlosen Produkten, die in Wirklichkeit immer noch Ränder aufweisen, hat dieses Produkt tatsächlich keinen Rand“, sagt ein Entwickler des Projekts.

Um dies zu erreichen, führt Samsung das Panel und die rückseitige Schale mit der Schaltelektronik enger zusammen. Das Design soll vorerst für 65 Zoll große Panels kommen. Es ist wahrscheinlich, dass der Hersteller weiterhin QLED-Panels benutzt, die auf LC- statt auf OLED-Technik setzen. Partner im Herstellungsprozess sind die Unternehmen Shinsegye Engineering und Taehwa Precision. Die Produktion soll bereits im Februar 2020 beginnen.

Samsung gibt an, dass es bereits wohl einige Kritiker der Technik in der eigenen Displayabteilung gibt: Randlose Panels seien schlecht für die Stabilität des Fernsehers und könnten die Wahrscheinlichkeit eines Schadens erhöhen. Auch ist die unkonventionelle Fertigungsmethode wohl für die Reparierbarkeit des Panels ein Nachteil. In den Displayrändern wird oft auch die Schaltelektronik für das Display untergebracht. Diese muss entweder hinter dem Panel oder in einer separaten Box untergebracht werden. Ein ähnliches Konzept hat bereits LG mit seinem 55-Zoll-Signature-OLED-TV im Angebot.

28,48 Millionen GB: 1.800 Jahre HD-Videostreams zu Silvester erwartet

Videos haben die SMS bei Neujahrs-Grüßen abgelöst. Das Forum Mobilkommunikation (FMK) rechnet damit, dass zum Jahreswechsel 2019 rund 1.800 Jahre HD-Videostreams versendet werden.

Gegenüber dem Vorjahr dürften 60 Prozent mehr Daten übertragen werden. In der Stunde um den Jahreswechsel sollen es bis zu 28,48 Millionen GB werden. Zwar könnten die aktuellen 4G-Netze in Österreich diese Spitzenlast noch tragen, angesichts der Entwicklung würden sie aber in den kommenden Jahre ihre Kapazitätsgrenzen erreichen, so das FMK. Daher sei ein rascher Ausbau von 5G notwendig.

In Österreich ist 5G bisher nur an wenigen Standorten verfügbar. 2020 findet die zweite Frequenz-Versteigerung statt, mit einer flächendeckenden Verfügbarkeit ist erst bis Ende 2023 zu rechnen.

Deutlicher Anstieg bei Cyberkriminalität

Im Bereich der Cyberkriminalität hat es 2019 einen signifikanten Anstieg der Fallzahlen gegeben. Das geht aus der vorläufigen Kriminalstatistik hervor. Bei schweren Formen wie Hacking und dem Zerstören von Datensätzen liegen die Zuwächse bei über 50 Prozent, bei Fake Shops sind Zuwächse von mehr als 100 Prozent zu verzeichnen, gab der Chef des Bundeskriminalamts, Franz Lang, am Freitag bekannt.

Wie Lang machen es Konsumenten den Kriminellen oft leicht, indem sie veraltete Computersysteme nutzen, diese nicht schützen, keine Back-ups erstellen und grundsätzlich ein geringes Risikobewusstsein an den Tag legen. Auch immer mehr Unternehmen sind von Computerkriminalität betroffen – einer Studie zufolge sind 80 Prozent der heimischen Klein- und Mittelbetriebe bereits Ziel einer Cyber-Attacke geworden.

Im Supermarkt mit virtuellem Handschlag bezahlen

Amazon will den Einkauf im Supermarkt noch stärker automatisieren. Mit seinen Amazon-Go-Märkten wurde der Automatisierungsgrad bereits stark vorangetrieben, aber das ist noch nicht das Ende. Durch das Magazin Recode wurde ein Patentantrag Amazons bekannt, der ein neuartiges Verfahren für eine biometrische Erkennung beschreibt.

Laut dem Patenantrag mit der Nummer 20190392189 arbeitet Amazon daran, Kunden mittels der Beschaffenheit ihrer Hände zu erkennen. So wäre es möglich, dass der Kunde durch seine Hand eindeutig identifiziert wird und so etwa in einem Amazon-Go-Laden einkaufen könnte. Bisher muss sich der Kunde beim Betreten einer Go-Filiale mit einer passenden Smartphone-App autorisieren.

Der Patentantrag enthält eine Schemazeichnung, in der zu sehen ist, wie eine Person an einem Handscanner vorbeiläuft, der im Eingangsbereich eines Amazon-Go-Ladens stehen könnte. Der Käufer müsste also kein Smartphone mehr zur Autorisierung aus der Tasche ziehen. Die eingelesene Hand würde im Amazon-Konto hinterlegt, um so den Kunden zu identifizieren.

Der Amazon-Patenantrag beschreibt, dass das Verfahren Falten und Fältchen sowie tiefere Strukturen in der Hand analysiert, aber auch tiefere Strukturen berücksichtigt. Dazu sollen Venen, Knochen und Weichgewebe zählen. Anhand dieser Merkmale soll es möglich sein, gezielt einen Kunden zu identifizieren. Das aufgenommene Foto werde mit einer Datenbank abgeglichen, in der die Hand-Scans der Amazon-Kunden hinterlegt sind.

„Game of Thrones“ führt wieder die Piratencharts an

„Game of Thrones“ ist die Serie, die 2018 am meisten durch Torrents heruntergeladen wurde. Millionenfach luden auch heuer Nutzer pro Woche neue Folgen des Kulthits herunter. Dieser ist so populär, dass die Besuche auf Piraterieseiten zu den Zeiten der Ausstrahlung auffällig in die Höhe geschnellt sind.

Ebenfalls bei Piraten populär war die Miniserie „Chernobyl“, für die es kommendes Jahr keine Fortsetzung geben wird. Zudem luden Nutzer vielfach Inhalte der Comedy-Serie „Big Bang Theory“ herunter. An fünfter Stelle findet sich die kanadisch-irische Produktion „Vikings“. Eine Auflistung:

  1. Game of Thrones
  2. Chernobyl
  3. The Mandalorian
  4. The Big Bang Theory
  5. Vikings
  6. The Walking Dead
  7. The Flash
  8. Rick and Morty
  9. Supergirl
  10. Arrow

Hacker decken Verbindungen von Spionage-Software zu Münchner Unternehmen auf

Da stand plötzlich dieser Begriff: „s1ms“. Und zwar genau an der Stelle im Programmcode, die dafür da ist, SMS-Nachrichten auszuforschen. Der Begriff könnte für „simsen“ stehen, das „i“ wäre in der Hackersprache szenetypisch durch eine „1“ ersetzt worden. „Simsen“ ist nur in Deutschland für das Schreiben von SMS gebräuchlich. Dieses Wort in dem Programmiercode deutet auf deutschsprachige Urheber hin, so das Urteil zweier Sicherheitsforscher. Sie haben 28 mächtige Überwachungsprogramme analysiert – und neben dem Begriff „s1ms“ weitere Hinweise gefunden, dass die digitalen Werkzeuge von einem Münchner Hersteller stammen könnten, der bereits in der Kritik steht: von Finfisher.

Monatelang haben die Sicherheitsforscher Linus Neumann und Thorsten Schröder Schadsoftware wie „Adalet“, „Pyaw App“ oder „Jhanuk“ analysiert, die Namen tauchen im Programmcode auf. Die beiden Experten vom Chaos Computer Club (CCC) waren auf der Suche nach potenziellen Beweisen, dass die Programme von Finfisher entwickelt wurden. Die Firma ist einer der bekanntesten deutschen Hersteller von Spionagesoftware. Wer solche Programme auf die Smartphones seiner Opfer einschleust, kann Telefonate abhören, Chat-Nachrichten mitlesen und Fotos oder andere gespeicherte Dateien sehen. All die intimen Dinge liegen den digitalen Überwachern dann offen. Sie können live zuschauen.

Alle 28 getesteten Anwendungen weisen laut der Analyse von Neumann und Schröder so große technische Übereinstimmungen auf, „dass diese demselben Hersteller zugeordnet werden können.“ Das steht in ihrem Gutachten. „Es bettet sich ein in eine Entwicklungslinie, die an mehreren Stellen Finfisher eindeutig zuzuordnen ist“, sagt Schröder. Man könne eine Art Evolution der Finspy-Software über die Jahre beobachten. „Das macht es schwer vorstellbar, dass hier unterschiedliche Teams am Werk waren.“

Finspy ist der Name unter dem Finfisher seine Software vermarktet. Finfisher erklärt auf seiner Website, ausschließlich mit „Strafverfolgungsbehörden und Geheimdiensten zusammenzuarbeiten“. Man wolle helfen, organisiertes Verbrechen und Terrorismus zu bekämpfen. Die Sicherheitsforscher vermuten aufgrund ihrer technischen Indizien, dass die 28 Anwendungen Teil der Finspy-Produkte seien.

Wer hinter solchen Anwendungen steckt, ist oft nur extrem kompliziert zu beweisen. Die sogenannte Attribution – die Zurückverfolgung eines digitalen Einbruchs zum Täter – zählt zu den schwierigsten Disziplinen in der IT-Sicherheitsforschung. Unternehmen, die Spionagesoftware entwickeln, schreiben ihre Programme oft so, dass die wahre Urheberschaft verschleiert wird. Weder die Hersteller noch die Käufer solcher Software haben ein Interesse daran, dass ihre Arbeit öffentlich nachvollziehbar wird – vor allem wenn ihre Programme in repressiven Ländern gegen Dissidenten eingesetzt würden.

Apples iPhone XR verkauft sich von allen Smartphones am besten

Das iPhone XR scheint für Apple weiterhin ein voller Erfolg sein. Laut aktuellen Zahlen von Counterpoint Research ist es seit Ende 2018 in jedem Quartal das am meisten verkaufte Smartphone und machte im dritten Quartal 2019 über ein Viertel von Apples gesamten Verkäufen aus.

Das iPhone XR kommt damit auf einen Marktanteil von drei Prozent im dritten Quartal 2019. Direkt danach folgt mit 2,6 Prozent das Samsung Galaxy A10. Auch auf dem dritten Platz landet ein Samsung-Smartphone – und zwar das Galaxy A50 (1,9 Prozent Marktanteil). Auf den weiteren Plätzen: Oppo A9, Apple iPhone 11, Oppo A5s, Samsung Galaxy A20, Oppo A5, Xiaomi Redmi 7A und Huawei P30.

Bemerkenswert ist, dass sich kein Flaggschiff-Smartphone von Samsung unter den Top 10 befindet. Den Grund orten die Marktforscher darin, dass viele Feature von Premium-Smartphones rasch in grünstigeren Mittelklasse-Modellen landen. Diese verkaufen sich dann besser.

Der hierzulande eher weniger bekannte Hersteller Oppo verdankt seine guten Verkaufszahlen vor allem dem Heimatmarkt in China. Auf dem Huawei P30 auf dem zehnten Platz sind noch Google-Dienste installiert, neuere Smartphones dürften es in den kommenden Quartalen aber aufgrund des US-Embargos gegen den Hersteller nicht mehr in die Top-10-Liste schaffen, vermuten die Analysten von Counterpoint Research. Die guten Verkaufszahlen des Xiaomi Redmi 7A sind laut den Analysten vor allem auf die hohe Nachfrage in Indien zurückzuführen.

Bitcoin-Kurs hat sich 2019 fast verdoppelt

Das Jahr 2019 ist für Bitcoin-Anleger trotz der Kursrückgänge ab dem Sommer unterm Strich versöhnlich ausgegangen. Die Cyberwährung kostete am Montag mit 7.551 Dollar (6.770,38 Euro) zeitweise 3,9 Prozent mehr als am Vortag und fast doppelt so viel wie noch Ende 2018. Der Bitcoin-Kurs sackte im Jahr 2018 um 75 Prozent ab.

Insgesamt stieg die zusammengerechnete Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen im zu Ende gehenden Jahr laut dem Branchendienst CoinMarketCap.com auf knapp 200 Mrd. Dollar von knapp 130 Mrd. Dollar vor Jahresfrist.

Breitband-Jahr 2019: Gigabit-Internet auf dem Vormarsch

Bis Ende 2019 soll die Zahl der Breitband-Anschlüsse in Deutschland laut einer Marktstudie des Branchenverbandes VATM auf 35,2 Millionen gestiegen sein. Das wäre ein Plus von rund einer Million gegenüber dem Vorjahr. Die Deutsche Telekom kam im Sommer 2019 mit rund 13,6 Millionen Breitband-Kunden auf einen Marktanteil von 39,4 Prozent und bleibt der größte Breitband-Anbieter in Deutschland. Vodafone liegt mit 6,9 Millionen Breitband-Kunden und einem Anteil von 19,9 Prozent deutlich abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Das ändert auch nicht die Übernahme von Unitymedia: Der Kölner Kabelnetzbetreiber verfügte Mitte 2019 über 3,7 Millionen Breitband-Kunden und einen Breitband-Marktanteil von 10,7 Prozent. Auf 1&1 entfielen 4,3 Millionen Breitband-Kunden (12,3 Prozent Marktanteil), für Telefónica Deutschland nennt die Studie 2,2 Millionen Breitband-Kunden und 6,4 Prozent Marktanteil.

VDSL mit bis zu 250 Mbit/s 2019 an vielen Orten verfügbar

Im Sommer 2018 war bei der Deutschen Telekom der Start von VDSL mit der Turbo-Technologie Super-Vectoring erfolgt. Die Download-Geschwindigkeiten von VDSL-Anschlüssen lassen sich dadurch auf bis zu 250 Mbit/s beschleunigen. Im Dezember 2019 bietet die Telekom nach eigenen Angaben Downloadraten von bis zu 250 Mbit/s bereits für rund 30 Millionen Haushalte an. Über angemietete Telekom-Leitungen realisieren auch Vodafone, 1&1 sowie O2 Doppel-Flats für Internet und Telefonie mit Surfspeed von bis zu 250 Mbit/s. Der Einstieg ist für Neukunden im Rahmen von Aktionen eine Zeit lang bereits für rund 20 Euro pro Monat möglich.

Gigabit-Speed bei Unitymedia und Vodafone

Wer noch schneller im Internet surfen möchte, konnte in diesem Jahr immer häufiger auch Internet mit Gigabit-Tempo buchen. Eine solche Geschwindigkeit halten nicht nur Glasfaseranbieter wie die Deutsche Glasfaser bereit, sondern in großer Zahl vor allem die Kabelnetzbetreiber Vodafone, Unitymedia und PŸUR. Vodafone und Unitymedia zusammen können im Dezember 2019 Gigabit-Internet für bundesweit 11,3 Millionen Haushalte anbieten. Der Großteil der Gigabit-Städte entfällt dabei auf das Verbreitungsgebiet von Vodafone in 13 Bundesländern, Unitymedia bietet Gigabit-Geschwindigkeit bislang in sieben Gigabit Citys an, PŸUR etwa im Großraum Berlin. Bis 2022 will Vodafone die Verfügbarkeit von Gigabit-Internetanschlüssen für 25 Millionen Haushalte in Deutschland ermöglichen.

71 Prozent der Berufstätigen sind im Weihnachtsurlaub erreichbar

Viele Berufstätige schalten auch in den Weihnachtsferien nicht völlig vom Job ab. So sagen 71 Prozent der Berufstätigen, die Weihnachten, zwischen den Jahren und Neujahr Urlaub haben, dass sie in dieser Zeit trotzdem dienstlich erreichbar sind.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.003 Bundesbürgern ab 16 Jahren, darunter 430 Berufstätige, die Urlaub haben. Demnach ist die Mehrheit vor allem telefonisch erreichbar (71 Prozent), 63 Prozent per Kurznachricht wie SMS oder Whatsapp. Mehr als jeder Zweite (55 Prozent) checkt außerdem seine beruflichen E-Mails. 2018 bewegte sich die Zahl derjenigen, die im Weihnachtsurlaub dienstlich erreichbar sind, mit 71 Prozent auf dem gleichen Niveau.

Vodafone: Datennutzung im Mobilfunk- und Kabelnetz 2019 stark gestiegen

Am vorletzten Tag des Jahres 2019 zieht der Mobilfunknetz- und Kabelnetzbetreiber Vodafone Deutschland (Angebote von Vodafone) eine Bilanz. Nie sei mehr gesurft worden als in diesem Jahr. Der Datenhunger sei nicht nur im Kabelnetz, sondern auch im Mobilfunknetz gewachsen. 2019 seien mobil fast 40 Prozent mehr Daten übertragen worden als im Vorjahr. Insgesamt seien in den letzten zwölf Monaten mehr als 770 Millionen Gigabyte Daten über das Vodafone-Mobilfunknetz geflossen.

2,2 Millionen GB Daten werden täglich über Vodafone-Mobilfunknetz übertragen

Diese Datenmenge bedeute rechnerisch pro Tag eine Datenmenge von 2,2 Millionen GB, die dank Streaming, Surfen und Messenger über das Mobilfunknetz geschickt werde. Um dieses Datenvolumen einordnen zu können: Das Streamen einer Netflix-Serie brauche laut Vodafone pro Folge etwa ein GB Daten. Das an einem durchschnittlichen Tag im Jahr 2019 im Vodafone-Mobilfunknetz verbrauchte Datenvolumen reiche aus, um per Smartphone umgerechnet fast 90.000 Jahre ununterbrochen Netflix-Serien zu schauen.

Im bevölkerungsreichten Bundesland Nordrhein-Westfalen sei der mobile Datenverbrauch am höchsten gewesen. Vodafone-Kunden hätten dort 134 Millionen GB Daten verbraucht. Im Stadtstaat Hamburg waren es lediglich 20 Millionen GB, in Thüringen 24 Millionen GB und in der Hauptstadt Berlin 35 Millionen GB.

Texterkennung soll künftig auch krumme Texte lesen können

Amazon entwickelt derzeit eine Methode, mit der Machine-Learning-Software Text auch dann erkennt, wenn er nicht gerade angeordnet ist. Bisher ist genau diese Voraussetzung für eine Limitation von Optical Character Recognition (OCR), also das Erkennen von Text durch aufgenommenes Bild- und Videomaterial. Die Forscher beschreiben ihre Arbeit in einem wissenschaftlichen Papier, das auf Arxiv.org (PDF) angeschaut werden kann.

Amazons neues System rahmt dafür erkannten Text zunächst in virtuelle Röhren ein, die sich der Textausrichtung anpassen. Der Mittelpunkt des Textes ist dabei das Zentrum des Zylinders. Damit ist es möglich, beispielsweise Schrift zu erkennen, die in einem Kreis um ein Schild herum angeordnet ist. Auch asymmetrische Schriftzüge, die nicht horizontal stehen, sind damit erkennbar. Die virtuellen Rahmen können einem OCR-Algorithmus als zusätzliche Parameter übergeben werden. Dieser kann sich an den Linien der Röhre orientieren und weiß damit, an welcher Stelle des Bildes Text erwartet wird.

Kontakte in sozialen Netzwerken noch lange keine echten Freunde

Virtuelle Freunde statt „echte“ Menschen?

Ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland hat keine freundschaftlichen Kontakte in sozialen Netzwerken. Das geht aus einer repräsentativen Yougov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor.

15 Prozent sagten demnach, sie haben dort nur einen Kontakt bis 15 freundschaftliche Kontakte, 19 Prozent sprachen von elf bis 50 Freunden, 9 Prozent von 51 bis 100 Freunden, 7 Prozent von 101 bis 150 und immerhin 11 Prozent von mehr als 200 Freunden. Der Rest machte keine Angabe.

Je älter die Befragten waren, desto mehr von ihnen haben keine Freunde bei Facebook, Instagram und Co. So sagten dies 35 Prozent der Menschen über 55, 30 Prozent der 45- bis 54-Jährigen, 17 Prozent der 35- bis 44-Jährigen, 12 Prozent der 25- bis 34-Jährigen und nur 9 Prozent der jungen Leute zwischen 18 und 24 Jahren.

In der anderen Extremgruppe, also bei den Leuten mit mehr als 200 freundschaftlichen Kontakten im Netz, nimmt der Anteil von Jung nach Alt dagegen ab. So sagte ein Fünftel der 18- bis 24-Jährigen, mehr als 200 Freunde zu haben in sozialen Netzwerken, während es bei den 45- bis 54-Jährigen nur 10 Prozent sind und bei den Menschen über 55 Jahre sogar nur 5 Prozent.

Digitalisierung sorgt für weniger Altpapier und mehr Karton-Müll

Der Trend hin zu digitalen Medien und dem Einkauf im Internet sorgt bei der Altstoff Recycling Austria (ARA) heuer für weniger Altpapier, dafür für mehr Kartons. Während die Menge des weggeworfenen Papiers heuer um 0,7 Prozent auf 639.800 Tonnen sank, gab es bei den Leichtverpackungen einen Anstieg um ein Prozent auf 177.200 Tonnen.

Die gesamte Abfallmenge, die heuer getrennt gesammelt wird, beläuft sich auf 1,09 Mio. Tonnen, ein Zuwachs von 0,6 Prozent, teilte die ARA am Donnerstag in einer Aussendung mit. Bei Metallverpackungen wurde mit 30.000 Tonnen ein Plus von 2,7 Prozent verzeichnet. Bei Glas lag der Zuwachs bei 3,5 Prozent im Vergleich zu 2018. Insgesamt werden heuer nach ARA-Schätzung 245.000 Tonnen Glas gesammelt.

Deutsche Unternehmen verlieren den Anschluss: US-Firmen on Top

Welches Unternehmen ist das wertvollste der Welt? Um diesen Titel rangelten dieses Jahr zunächst drei IT-Giganten: Apple, Amazon und Microsoft. Kurz vor Jahresschluss liegt der iPhone-Riese Apple mit einer Marktkapitalisierung von 1,12 Billionen Euro knapp vor Microsoft. Der Konzern aus Seattle kommt auf 1,07 Billionen. Doch der Börsengang von Saudi Aramco hat im Dezember auch die Champions League der Weltbörsen neu gemischt.

Der saudische Staat brachte zwar nur 1,5 Prozent der Aktien des weltweit größten Ölförderers an die Finanzmärkte. Aber damit ist der Gesamtkonzern nunmehr 1,7 Billionen Euro wert – und schoss quasi von null auf Platz eins. So kostbar war noch nie zuvor ein einzelnes Unternehmen. Der Ölriese ist nach Handelsblatt-Berechnungen fast so viel wert wie alle 759 börsennotierten deutschen Konzerne zusammen, die auf insgesamt 1,9 Billionen Euro kommen.

In der Breite dominieren aber weiter US-Unternehmen das Ranking: 56 von 100 Unternehmen kommen von dort. „Mit digitalen Geschäftsmodellen haben vor allem US-Unternehmen den Nerv der Zeit getroffen“, urteilt Hubert Barth, Deutschlandchef der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY: „Mit ihren Dienstleistungen und Produkten revolutionieren sie ganze Branchen und erzielen enorme Gewinne.“

Deutschlands Unternehmen verlieren generell an Gewicht in der Welt: Nur noch SAP auf Rang 49 und Siemens auf 98 schaffen es im Jahr 2019 in die Top 100. Vor einem Jahr waren es immerhin noch drei, weil auch der Versicherer Allianz dazugehörte. Ganz anders sah die Welt vor rund zwei Jahrzehnten aus, als Konzerne wie Daimler nach der Fusion mit Chrysler („Hochzeit im Himmel“) und die Deutsche Bank, Bayer, BASF und sogar die Deutsche Telekom zur Weltspitze zählten.

Doch viele Spitzenkonzerne bewiesen in den vergangenen Jahren ein falsches Gespür für die richtigen Investitionen. Daimler kaufte einen maroden amerikanischen Autobauer und verwässerte so seine Premiummarke mit dem Stern. Bayer handelte sich mit Monsanto einen Saatguthersteller ein, bei dem sich schon vor dem 50-Milliarden-Euro-Kauf Schadensersatzklagen abgezeichnet hatten. Die Deutsche Bank griff mit Bankers Trust in den USA komplett daneben und hätte in den vergangenen zehn Jahren besser mehr Geld dafür ausgeben sollen, ihre veralteten IT-Strukturen zu modernisieren.

Dass es auch besser geht, zumindest aus Sicht der Aktionäre, zeigen die Amerikaner eindrucksvoll. Linde-Praxair schafft als ehemals deutsches Unternehmen den Sprung in die Top 100. Seit dem Vollzug der Fusion mit dem amerikanischen Wettbewerber vor etwas mehr als einem Jahr ist der Kurs um 35 Prozent gestiegen – nachdem er bereits in den Monaten nach Ankündigung des Zusammenschlusses kräftig in die Höhe geschossen war. Ohne das hohe Börsengewicht der Amerikaner hätte es Linde nie auf die Liste der 100 wertvollsten Unternehmen geschafft.

Zwei Besonderheiten treiben den Linde-Praxair-Kurs nach oben: Der Hersteller von Industriegasen hat seit der Fusion nur noch drei große Wettbewerber: neben Air Liquide in Frankreich Air Gas und Air Products in den USA. Solch komfortable oligarchische Strukturen ermöglichen es, hohe Preise im Weltmarkt durchzusetzen. Das beschert verlässliche, stetig steigende Gewinne und Renditen – was Anleger mit steigenden Kursen honorieren.

Darüber hinaus verknappt Linde drastisch das Aktienangebot, seitdem die Amerikaner das Sagen haben. Das Unternehmen kauft innerhalb von nur zwei Jahren für umgerechnet über fünf Milliarden Euro eigene Aktien, das sind 15 Prozent – und vernichtet sie. Noch nie hat ein deutscher Konzern dafür so viel Geld ausgegeben.

Große Konzerne treiben die Kurse

In Deutschland wäre das unzulässig, hier liegt die Höchstgrenze bei zehn Prozent innerhalb von fünf Jahren. Möglich ist ein so großes Anlegerprogramm nur durch die Verlegung des Konzernsitzes ins irische Dublin. Vom deutschen Traditionskonzern Linde, dessen Emblem und Schriftzug mit dem markanten L immer noch in fast jeder Stadt leuchten, ist wenig geblieben – doch den Aktionären dürfte es egal sein.

Twitter-Lücke entlarvt 17 Millionen Handynummern

Mit einem einfachen Trick hat der Sicherheitsforscher Ibrahim Balic 17 Millionen Telefonnummern von Twitter-Usern ausfindig machen können. Die Schwachstelle betrifft die Android App. Um an die Telefonnummern zu gelangen, nutzte Balic die Upload-Funktion von Kontakten über die App.

Wer eine Telefonnummer hochlädt, bekommt User-Informationen von Twitter zurück. Daher erzeugte Balic zwei Milliarden Telefonnummern und lud diese über die Android-App hoch. 17 Millionen Twitter-User wurden auf diese Weise über die App einer bestimmten Nummer zugeordnet. So konnte Balic auch an private Handynummern von hochrangigen Politikern gelangen.

Twitter teilte mit, man arbeite daran, dass der Fehler nicht mehr ausgenutzt werden kann und habe die Accounts gesperrt, mit denen die Daten gesammelt wurden. Balic zufolge funktionierte die Schwachstelle über die Upload-Funktion im Web nicht. Über die Android-App konnte er die Lücke zudem nur ausnutzen, weil er die generierten Telefonnummern in gemischter Reihenfolge hochlud.

Generation Z verbringt mehr Zeit mit Social Media als mit Fernsehen

So verbringen die Jahrgänge ab 1996 im Schnitt über 2 Stunden pro Tag (126 Minuten) auf Plattformen wie Facebook, Instagram und Twitter und damit mehr Zeit als vor dem Fernseher (102 Minuten). Millenials (geb. 1981-1995) sind rund anderthalb Stunden am Tag in sozialen Medien unterwegs, die Generation X (geb. 1966-1980) nutzt Facebook & Co. etwa eine Stunde täglich. Außer in der Generation Z entfällt der Löwenanteil der Mediennutzung nach wie vor auf das klassische Fernsehen. Die Nutzung von Printmedien steigt mit zunehmenden Alter, Radio wird mit Ausnahme der jüngeren Zielgruppen von allen Jahrgängen ähnlich intensiv genutzt.

Readly wollte von den rund 2000 Befragten außerdem wissen, wie sich die Social-Media-Nutzung auf ihr Befinden auswirkt. Dabei halten sich positive und negative Auswirkungen in etwa die Waage: Jeder vierte denkt oft, dass er seine Zeit verschwendet hat, nachdem er soziale Medien genutzt hat. Etwa ebenso viele (24 Prozent) fühlen sich danach aber auch entspannter. Auch das bekannte Phänomen, dass Nutzer nach dem Betrachten von Urlaubs- und Partyfotos denken, andere hätten mehr Spaß im Leben, hat sich bestätigt: Jeder fünfte denkt nach dem Scrollen durch die Timeline, dass andere Leute mehr Spaß im Leben haben. Genauso viele fühlen sich aber auch glücklicher und ruhiger, nachdem sie bei Facebook und Instagram unterwegs waren.

Einen ähnlichen Effekt hat allerdings auch eine Social-Media-Pause, die laut Readly bereits 60 Prozent der Befragten schon einmal gemacht haben. Vor allem Männer fühlen sich nach einer Facebook-Auszeit zufriedener, glücklicher und attraktiver.

Binge-Watching außer Mode?

Einer Analyse zufolge hält das Zappen vermehrt Einzug in die Streamingwelt. Binge-Watching gerät hingegen immer mehr außer Mode. Die Anbieter reagieren.

Das sogenannte Binge-Watching ist nach einer Analyse der Medienwissenschaftlerin Dr. Mareike Jenner vor allem aufgrund von einer immer größer werdenden Vielfalt auf dem Streamingmarkt nicht mehr angesagt.

Vielmehr tendieren die Online-Nutzer dank der mittlerweile größeren Auswahl eher zum Inhalte-Hopping – man könnte auch sagen, dass das Zappen wieder Einzug hält.

In Jenners Untersuchung kommt auch ein Regisseur in Diensten von Netflix zu Wort, der offenbart, dass der Begriff „Binge-Watching“ bei der Vermarktung von Serien nicht mehr verwendet werden soll. Während sich Netflix bis auf PR-Maßnahmen noch nicht viel mehr hat einfallen lassen, ist das im November gestartete Disney+ bereits einen Schritt weiter.

Der neue Streamingdienst bietet die meisten neuen Folgen lediglich im Abstand von einer Woche an. Staffelweise kann eine Serie so erst nach Abschluss der Laufzeit geschaut werden.

Zahl der Beschwerden zu Paketen nimmt enorm zu

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, hat sich für eine Bestrafung von Post- und Paketdiensten bei schlechter Leistung ausgesprochen. Göring-Eckardt sagte: „Wenn immer mehr Pakete nicht ankommen oder Sendungen mit großen Verspätungen zugestellt werden, muss das Konsequenzen für die Paketdienste haben“.

Die Bundesnetzagentur habe nicht die nötigen Mittel, Druck auf DHL, Hermes und andere Dienste auszuüben. Göring-Eckardt betonte: „Wir Grünen wollen, dass sie endlich auch spürbare Bußgelder gegen Konzerne verhängen kann, wenn die gegen das Postgesetz verstoßen.“

Die Zahl der Beschwerden über nicht- oder zu spät zugesandte Postsendungen nahm in den vergangenen Jahren enorm zu. 2018 verdoppelten sich die Beschwerden gegenüber dem Vorjahr. Laut Bundesnetzagentur erreichten den Verbraucherservice der Post in dem Jahr 12.615 Beschwerden. 2017 waren es nur 6.100. Bis Ende September dieses Jahres gingen insgesamt 12.950 Beschwerden ein. Vor allem klagten die Kunden über Briefsendungen (etwa 50 Prozent), danach erst kritisierten sie verspätete oder verschwundene Paketsendungen (circa ein Drittel).

„Jedes verschwundene oder beschädigte Paket ist eines zu viel. Um dies abzustellen, arbeiten unsere Mitgliedsunternehmen ständig an Optimierungen“, sagte Marten Bosselmann, Vorsitzender des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK).

Ein Sprecher der Deutschen Post relativierte im Gespräch Zahlen der Bundesnetzagentur: „Bezogen auf das Vorjahr (2018) sprechen wir bei den Zahlen der Bundesnetzagentur von lediglich einer Beschwerde auf 1,7 Millionen beförderte Sendungen, was uns trotzdem nicht zufriedenstellen kann und woran wir arbeiten. Es ist jedoch auch eine Tatsache, dass die Bundesnetzagentur als Beschwerdestelle in den letzten beiden Jahren deutlich bekannter geworden ist.“ Der Post-Sprecher sagte weiter, die bei seinem Unternehmen direkt eingegangenen Reklamationen seien rückläufig.

Greenpeace-Enthüllung: Amazon zerstört systematisch Neuwaren

Das Amazon-Logistikzentrum im niedersächsischen Winsen an der Luhe schickt wöchentlich 29 Kubikmeter Lagerbestände zur Verschrottung – das entspricht einer kompletten LKW-Ladung. Dabei sind die Artikel neuwertig und noch originalverpackt, wie kürzlich eine Recherche von Greenpeace ergab. Der Organisation liegen Fotos und interne Dokumente vor, die eine Vielzahl an Produkten zeigen und deren Abholung durch eine Entsorgungsfirma belegen. Bei den Produkten handele es sich unter anderem um Tonerkartuschen, originalverpackte Decken und Bücher. Es seien Artikel aus dem Lagerbestand von Drittanbietern und würden zerstört, um die Kosten für Lager oder Rücksendung zu vermeiden.

Da die Abläufe bei Amazon stark standardisiert sind, sei davon auszugehen, dass der Online-Anbieter nicht nur in Winsen, sondern ganz Deutschland Neuware vernichte. Andernorts könnte die Anzahl sogar noch höher sein, wenn man die Retour-Sendungen bedenkt, die in Winsen nicht anfallen. Es könne sich also um Millionen von Artikeln handeln, die Amazon regelmäßig zerstört. Zwar erklärt Amazon öffentlich, die Menge der von ihnen entsorgten Produkte sei extrem klein, und verschrottet würde meist nur aus hygienischen Gründen oder aufgrund von Beschädigungen – doch konkrete Zahlen nennt das Unternehmen nicht und die Greenpeace-Recherche lässt andere Schlüsse zu.

„Amazon gibt sich nach außen gerne einen grünen Anstrich. Hier sehen wir die hässliche Realität eines Geschäftsmodells, das keinerlei Rücksicht auf die Ressourcen nimmt, solange es dem Profit dient“, sagt Viola Wohlgemuth, Konsum-Expertin von Greenpeace. Die Organisation fordert Amazon auf, die Vernichtung jeglicher Neuwaren sofort zu beenden. Die Politik wiederum solle das Spenden der Ware steuerlich begünstigen. Denn bisher fällt bei der Spende solcher Artikel Mehrwertsteuer an – was einen Anreiz zur Vernichtung schafft.