Österreicher sind Gamer

5,3 Millionen Österreicher sind Gamer. Dies ergibt eine Studie der GFK gemeinsam mit dem Österreichischen Verband für Unterhaltungssoftware (ÖVUS). 2,6 Millionen davon spielen täglich beziehungsweise fast täglich. 1,4 Millionen mehrmals die Woche und 0,8 Millionen mehrmals im Monat. 2,5 Millionen Österreicher nutzen überhaupt keine Videospiele.

Der durchschnittliche Gamer ist 35 Jahre jung

Das Durchschnittsalter der heimischen Gamer beträgt 35 Jahre. Die meisten Nutzer finden sich in der Altersklasse zehn bis 15 Jahre. Hier spielen rund 90 Prozent regelmäßig. Die Nutzung nimmt im Alter ab: Bei den über 50-Jährigen spielen nur rund 47 Prozent häufig. Bei den 40- bis 49-Jährigen sind es immerhin 59 Prozent. Sechs von zehn Österreichern spielen mindestens einmal im Monat – bei den 30- bis 49-Jährigen ist der größte Zuwachs zu verzeichnen.
Das Smartphone ist die populärste Plattform

Die populärste Plattform in Österreich ist das Smartphone. 3,4 Millionen spielen regelmäßig mit dem Mobiltelefon. Bei der Konsole und dem PC sind es zwei Millionen und am Tablet 1,3 Millionen. Handhelds sind etwas abgeschlagen, nur 0,5 Millionen heimische Gamer spielen mit mobilen Konsolen. Den größten Zuwachs hat übrigens die Konsole zu verzeichnen. 2017 spielten nur 1,5 Millionen Österreicher mit Playstation und Xbox.
Männer spielen in der Woche mehr als Frauen

Es wird in der Alpenrepublik nun auch mehr gespielt. 11,5 Stunden pro Woche wird durchschnittlich für Videospiele aufgewendet. Männer spielen mehr als Frauen: 13,3 Stunden pro Woche wird im Durchschnitt von Gamern und 9,5 Stunden von Gamerinnen gespielt. Den höchsten Zuwachs hat übrigens die Konsole zu verzeichnen, insgesamt verbringen die Österreicherinnen und Österreicher mehr Zeit mit Playstation und Xbox.
Smartphone eher bei Frauen beliebt, Konsole bei Männern

Die GFK hat auch abgeprüft, ob es Unterschiede beim Geschlecht und der jeweiligen Plattform gibt. Gamerinnen nutzen eher das Smartphone oder Tablet und Gamer den PC beziehungsweise die Konsole. Zuletzt hat sich die Studie auch damit auseinandergesetzt, wo Spiele gekauft werden. 45 Prozent der Befragten kaufen ihre Spiele nach wie vor in physischer Form und 40 Prozent vorrangig digital. 14 Prozent gaben hingegen an, dass sie auf eine Mischung setzen.

Österreich bei Nutzung biometrischer Daten im Mittelfeld

Der Einsatz von Biometrie nimmt rasant zu – vom Passfoto beim Grenzübertritt bis zum Netbanking per Fingerabdruck. Das Tech-Portal Comparitech hat nun in 50 Ländern analysiert, welche biometrischen Daten erhoben, wofür diese verwendet und wie sie gespeichert werden. Wenig überraschend ist China jenes Land, das diese Möglichkeiten am extensivsten nutzt. Österreich rangiert im Mittelfeld.

Für die Analyse wurde u.a. bewertet, ob es biometrische Reisepässe gibt, Fingerabdrücke für den Bankzugang genutzt oder Wähler biometrisch erfasst werden, in welchem Ausmaß biometrische Daten gespeichert und Überwachungskamerasysteme mit Gesichtserkennung eingesetzt werden oder welche Rolle biometrische Daten bei der Visa-Vergabe spielen. Je höher die Punktezahl, desto umfassender die biometrische Überwachung im jeweiligen Land.

China führt mit 24 von maximal 25 erreichbaren Punkten das Ranking an, gefolgt von Malaysia und Pakistan (jeweils 21), den USA (20) sowie Indien, Indonesien, den Philippinen und Taiwan (jeweils 19). Am anderen Ende des Spektrums liegen jene Länder, wo Biometrie derzeit noch eine geringe Rolle spielt: Führend sind hier Irland und Portugal (jeweils 11) sowie Zypern, Großbritannien, Rumänien und die Schweiz (jeweils 12).

Österreich wird in dem Ranking – so wie eine große Gruppe anderer Länder wie Dänemark, Niederlande, Polen, Belgien, Spanien oder Norwegen – mit 13 Punkten bewertet und rangiert damit im Mittelfeld.

Wachstum beim Drohnen-Einsatz

Mehr als eine halbe Million Drohnen werden laut Schätzungen von Gartner 2020 weltweit in Unternehmen zum Einsatz kommen. Mit 526.000 Einheiten werde das einem Anstieg von 50 Prozent im Vergleich zu heuer entsprechen, prognostizierten die Marktforscher.

Eine besondere Katalysator-Funktion erwarten die Analysten dabei vom Bausektor. Drohnen würden dabei Aufgaben wie Baustellenvermessung übernehmen oder bei der Planung von Erdarbeiten helfen. „Schätzungen zufolge werden die Auslieferungen allein für diesen Sektor im Jahr 2020 210.000 Drohnen erreichen und sich bis 2023 mehr als verdoppeln“, sagte Gartner-Analystin Kay Sharpington.

Große Fluggeräte

Dabei gehe es nicht um die kompakten Verbraucher-Drohnen, sondern um eher große Fluggeräte, die Kameras mit hoher Bildauflösung und weitere Sensoren tragen können, sagte Sharpington. Ein Bremsklotz bleibe das fehlende Regelwerk zu Flügen über bewohnten Gebieten. Deshalb sei unter anderem mit einem breiteren Einsatz von Lieferdrohnen erst in einigen Jahren zu rechnen. Auf abgegrenztem Gelände wie etwa Baustellen, könnten Drohnen aber bereits mit der heutigen Regulierung gut genutzt werden, betonte die Analystin.

Anstieg bei Polizei, Feuerwehr und Versicherung

In den Geschäftsfeldern von Feuerwehren, Versicherungen und der Polizei-Überwachungsarbeit erwartet Gartner im kommenden Jahr ebenfalls einen deutlichen Anstieg der Nutzung von Drohnen, wenn auch von einem niedrigeren Niveau aus. Für die Überwachung von Bränden werden die Feuerwehren demnach gut 48.000 Drohnen einsetzen.

Im Handel erwartet Gartner, dass Drohnen für die Auslieferung von Waren auch in entlegenen Gebieten immer wichtiger würden, demnach werden 2020 knapp 25.000 der Fluggeräte dafür im Einsatz sein. Einen deutlichen Schub auf dann 122.000 Geräte werde es voraussichtlich erst 2023 geben.

Studie attestiert Anzeigenblättern gute Vermarktungschancen

Der Markt der kostenlosen Anzeigenblätter ist vielschichtig. Wöchentlich erscheinen 880 Print-Titel bundesweit in einer Auflage von mehr als 63 Millionen Exemplaren. Damit decken die im Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) organisierten Mitglieder den größten Teil der Branche ab. Und die Verlage verzeichnen ein gutes Vermarktungsgeschäft.

Die Gratistitel werden nämlich vor allem für Werbetreibende interessanter. Grund: Rund drei Viertel der regelmäßigen Anzeigenblattleser meinen, dass Werbung im kostenlosen Wochenblättern “informativ, nützlich, kaufanregend” sei. Lediglich knapp zehn Prozent der Menschen in Deutschland empfinden Werbung in Anzeigenblättern als überflüssig. Dies ist das Ergebnis einer neuen Best for Planding-Studie (B4P), die vom BVDA in Auftrag gegeben wurde. Am stärksten seien die lokalen Anzeigentitel im traditionellen bürgerlichen Milieu verankert, in dem fast sieben von zehn Menschen regelmäßige Anzeigenblattleser sind, heißt es. Im etablierten Milieu, das in der Oberschicht angesiedelt ist, lesen 58,5 Prozent Anzeigenblätter.

Doch das ist nicht alles: Konkret empfinden 28,4 Prozent der deutschsprachigen Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren Werbung Anzeigenblättern als “kaufanregend”. Deutlich schlechter schneiden laut der Studie Fernsehen (23,4 Prozent) und Radio (11,9 Prozent) ab. Wie die Studie weiter ermittelt hat, kristallisieren sich unter der Leserschaft vor allem mehrere Zielgruppen heraus. Sie sind für die Mediaplanung der Werbetreibenden besonders interessant.

Videokaufmarkt weiter rückläufig

In der Videobranche schreitet der Medienwandel voran: 2018 war der Umsatzanteil des digitalen Marktes erstmals höher als der für physische Produkte. Vor allem durch den Zuwachs bei Streaming-Diensten wie Netflix ist der Home-Entertainment-Markt insgesamt auf einen Gesamtumsatz von rund 2 Mrd Euro gewachsen (+ 11%). Der Videokaufmarkt, das mit 979 Mio Euro umsatzstärkste Einzelsegment, hat dagegen weiter an Umsatz verloren (–13%), wie Marktdaten zeigen, die das GfK Consumer Panel im Auftrag der deutschen Filmförderanstalt (FFA) erhoben hat:

  • Die Umsätze mit physischen Kaufvideos (Video und Blu-ray) sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20% auf rund 783 Mio Euro gesunken (Umsatzanteil: 38% des Gesamtmarktes). Die digitalen Käufe stiegen um 25% auf 197 Mio Euro Umsatz (10% des Gesamtmarktes).
  • Das vorherrschende physische Format bleibt die DVD: Mit rund 41 Mio Stück (–23%) wurden 2018 etwa 480 Mio Euro Umsatz erzielt. Dem stehen rund 21 Mio (–18%) verkaufte Bu-ray gegenüber (303 Mio Euro).
  • Der Durchschnittspreis ist bei DVD und Blu-ray leicht gestiegen, um 2% auf 11,75 Euro (DVD) bzw. 14,12 Euro (Blu-ray), bei digitalen Käufen (EST/ Electronic-Sell-Through) dagegen um 10% auf 8,99 Euro gesunken.
  • Die Zahl der Videokäufer, Ausgaben und Kaufintensität sind rückläufig.
  • Der Vertriebsweg stationärer Buchhandel hat gegenüber dem Vorjahr mit –30% überproportional verloren, kommt aber unverändert auf einen Marktanteil von 3%.
  • Der Umsatz ist von 36 Mio Euro auf 25 Mio Euro zurückgegangen.

Viele Beschäftigte leiden unter Digitalisierung

Zwei von drei Befragten einer Verdi-Umfrage in betroffenen Unternehmen fürchten, dass die Zahl der Arbeitsplätze durch den KI-Einsatz sinken werde. Grundsätzlich habe die Digitalisierung die Qualität der Arbeit eher verschlechtert als verbessert.

Digitalisierung und künstliche Intelligenz haben die Qualität der Arbeit für viele Beschäftigte nach einer Umfrage von Verdi eher verschlechtert als verbessert.
Die Arbeitnehmer leiden demnach vielfach unter einer höheren Arbeitsintensität und geringeren Handlungsspielräumen, wie das „Innovationsbarometer 2019 – Künstliche Intelligenz“ der Gewerkschaft zeigt.

Zwei von drei Befragten in betroffenen Unternehmen fürchten, dass die Zahl der Arbeitsplätze durch den KI-Einsatz sinken werde. Zudem berichten 52 Prozent der Befragten von einer Zunahme der Arbeitsintensität. 42 Prozent der Befragten sehen häufigere Störungen der Arbeitsabläufe.

Jeder Zweite erkennt eine Zunahme der Transparenz des Arbeits- und Leistungsverhaltens der Beschäftigten. 60 Prozent berichten von einer Verringerung der Handlungs- und Entscheidungsspielräume durch künstliche Intelligenz.

Verdi-Vorstandsmitglied Christoph Schmitz forderte: „Digitalisierung und künstliche Intelligenz müssen so gestaltet werden, dass sie den Beschäftigten sowie dem Schutz und dem Ausbau der Arbeitnehmerrechte dienen.“ Betriebliche Mitbestimmungsorgane müssten bei der Einführung von KI-Projekten frühzeitig stärker einbezogen werden.

Smartspeaker: Amazon hängt Google ab

Die beiden aktuellen kompakten Lautsprecher von Amazon und Google sollen die Anschaffung eines Lautsprechers mit Sprachsteuerung möglichst preisgünstig halten und dennoch eine akzeptable Klangqualität liefern. Der Nest Mini läuft mit dem Google Assistant, der Echo Dot mit Uhr arbeitet mit Amazons Alexa. Aufgrund des niedrigen Preises und des kleinen Gehäuses sind hier keine Klangwunder zu erwarten. Aber wer die beiden Geräte vor allem für die Fähigkeiten des jeweiligen digitalen Assistenten nutzt, hat keine Nachteile gegenüber teureren Lautsprechern. Im Test zeigt sich, dass Amazon Google in mehr als einer Disziplin voraus ist.

Rapper Drake ist der meistgehörte Musiker des Jahrzehnts auf Spotify

Drake ist der meistgehörte Spotify-Künstler des ausgehenden Jahrzehnts beziehungsweise der 2010er Jahre. 28 Milliarden Mal wurden die Lieder des 33 Jahre alten kanadischen Rappers auf der Streaming-Plattform gespielt, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten. Ed Sheeran schaffte es laut Spotify-Mitteilung auf Platz zwei. Danach folgen Post Malone, Ariana Grande und Eminem.

Der britische Folkpop-Musiker Sheeran hatte dafür bei den meistgestreamten Songs die Nase vorne. Sein Song „Shape of You“ wurde 2,3 Milliarden Mal gespielt – und damit öfter als „One Dance“ von Drake, Kyla und WizKid.

Webradio: Spotify Nr. 1, Deutschlandfunk mit größtem Zuwachs

Die großen Aufsteiger der ma IP Audio heißen diesmal Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur. Mit 5,26 Mio. und 1,03 Sessions pro Durchschnittsmonat steigerte sich das Duo um 35,9% und 19,2%. Ganz vorn in den Webradio-Charts bleibt SWR3, auf Rang 2 hat Antenne Bayern knapp 1Live überholt. So viele Sessions wie die 60 Top-Radio-Sender generierte Streaming-Gigant Spotify.

Die Nummer 1 des Audio-Streamings bleibt Spotify: Die werberelevanten Nutzer ohne Premium-Account sorgten im dritten Quartal monatlich für 119,30 Mio. Sessions. Das entspricht zwar einem Minus von 1,6%, aber gleichzeitig immer noch der ungefähren gemeinsamen Summe der 60 (!) größten Webradiosender.

Die Nummer 1 der Sender – oder Channels wie es in der ma heißt – bleibt mit 8,63 Mio. Sessions pro Durchschnittsmonat SWR3. Auch hier gingen im Vergleich zum vorigen Quartal Sessions verloren. Zulegen konnte hingegen Antenne Bayern, das mit 7,61 Mio. auch 1Live hauchdünn überholte.

Größter Gewinner des Quartals ist der Deutschlandfunk mit einem Plus von 1,39 Mio. auf nun 5,26 Mio. Sessions. Der Zuwachs beträgt 35,9%. Angesichts der Zahlen anderer Sender ist ein solches Plus erstaunlich, könnte auch technische Gründe haben. Womöglich werden die Zahlen des Deutschlandfunks nun einfach noch kompletter gemessen. Wie auch immer: Der Sender belegt nun Platz 6 des Rankings. Ebenfalls dick im Plus: der Ableger Deutschlandfunk Kultur auf Rang 32.

Die größten prozentualen Verluste gab es im dritten Quartal für N-Joy mit einem Minus von 7,4%, für Radio Paloma mit einem von 5,6% und Radio Hamburg mit einem von 5,2%.

Nachrichten-Podcasts im Aufwind

12.000 neue Nachrichten-Podcasts sollen allein zwischen Januar bis Oktober 2019 weltweit dazu gekommen sein, wie eine Analyse vom Unternehmen Chartable zeigt. Damit ist dieser Bereich in diesem Zeitraum fast um ein Drittel (32 Prozent) gewachsen, heißt es im Bericht des Reuters Institutes.

Gesprächs- und Interviewformate seien dabei das beliebteste Sub-Genre im Nachrichtensektor, neben erzählten Serien und täglichen News-Sendungen. Gleichwohl bilden Formate mit der Zuordnung “News” laut Apple im gesamten Podcast-Kosmos lediglich sechs Prozent (etwa 50.000) der insgesamt knapp 770.000 existierenden Podcasts ab.

Das Forscherduo Nic Newman und Nathan Gallo hat sich diesem Bereich nun in einer groß angelegten Studie genähert und dafür fünf Länder analysiert, in denen allein in den vergangenen 18 Monaten 59 dieser täglichen Nachrichten-Podcasts gestartet wurden.
Dazu zählt beispielsweise das sehr bekannte “The Daily” von der “New York Times”, das mittlerweile ein Millionenpublikum erreicht aber auch Angebote der BBC. Neben den englischsprachigen Märkten in den USA, Großbritannien und Australien wurden zudem Frankreich und Schweden untersucht. Darüber hinaus haben die Forscher knapp 30 Interviews mit Verantwortlichen der Medienhäuser geführt, darunter der “Washington Post”, “The Guardian”, “Les Echos” oder “Dagens Nyheter”, Vertretern von Spotify, Google, unabhängigen Produzenten sowie Werbe- und Podcast-Experten.

Servus TV mit bester Quote – ORF 1 verliert gut zwei Prozentpunkte

Österreichs größere Privatsender feiern im November wieder einmal Höchstwerte: Dietrich Mateschitz‘ Fernsehkanal Servus TV meldet für dieses Monat die besten Quoten seiner Geschichte. Der ORF liegt im November insgesamt 0,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. ORF 1 hat im Gesamtpublikum zwei Prozentpunkte weniger Monatsmarktanteil, in der Zielgruppe unter 50 Jahren 2,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die vier ORF-Fernsehprogramme kommen im November auf 30 Prozent Marktanteil, ein Prozentpunkt weniger als vor einem Jahr. ORF 1 und ORF 2 verlieren 0,9 auf nun 27,4 Prozent im Gesamtpublikum. ORF 2 legte um 1,1 Prozentpunkte auf 20,5 im Gesamtpublikum zu.

ORF 1 gab zwei Prozentpunkte ab und hält nach neun nun bei sieben Prozent im Gesamtpublikum. In der Zielgruppe bis 50 Jahre verlor ORF 1 im Jahresvergleich 2,3 Prozent – auf nun 9,7.

Größter Privatsender für Österreich bleibt ATV mit 4 Prozent Monatsmarktanteil im Gesamtpublikum und 5,4 Prozent beim Publikum unter 50 Jahren. In der Werbezielgruppe steuert die aktuelle Staffel „Bauer sucht Frau“ auf einen neuen Bestwert dieser Kuppelshow zu.

Junge Facebook-User laufen weiterhin zu Instagram und Snapchat

Die jungen User laufen Facebook weiterhin davon. Das berichtet der Marktforscher E-Marketer in einer aktuellen Studie. Die Prognose: bis zum Ende des Jahres wird Facebook einen weiteren Rückgang der Nutzerzahlen verzeichnen, vor allem im Segment der jungen User.

Demnach geht E-Marketer davon aus, dass die Anzahl der monatlich aktiven Nutzer auf Facebook in Deutschland zum Ende des Jahres auf 25,9 Millionen sinken wird. Das wäre ein geringer Rückgang von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereits 2018 musste Facebook in Deutschland einen Rückgang der monatlich aktiven Nutzer um 1,2 Prozent hinnehmen. Die ursprüngliche Prognose von E-Marketer vor ein paar Monaten ging noch davon aus, dass Facebook in diesem Jahr die Nutzerzahlen geringfügig um 0,1 Prozent steigern kann.

Probleme hat Facebook wie schon in den vergangenen Jahren bei der jungen Generation. Den größten Rückgang verzeichnet das soziale Netzwerk dem Artikel zufolge in der Altersgruppe von 12 bis 17 Jahren. Hier hat fast jeder Fünfte die Plattform verlassen. Nur wenig besser sieht es bei den Usern unter 25 Jahren aus: Hier sich knapp jeder Zehnte verabschiedet. E-Marketer geht davon aus, dass dieser Abwanderungstrend in spätestens drei Jahren auch die Altersgruppe der Bis-34-Jährigen erreichen wird.

Parallel dazu wachsen Konkurrenten wie etwa Snapchat, das die Nutzerzahlen in Deutschland in diesem Jahr um 7,5 Prozent steigern kann. Twitter wächst demnach um 4,3 Prozent, Instagram (gehört zu Facebook) kann sogar ein Plus von 10,4 Prozent verzeichnen. Laut E-Marketer werden ab 2020 erstmals mehr Unter-25-Jähre auf Instagram unterwegs sein als auf Facebook.

Roaming: EU-Bürger nutzen ohne Aufschläge zehnmal mehr Datenvolumen

Seit der EU-Gesetzgeber am 15. Juni 2017 die Roaming-Gebühren auf Reisen in andere Staaten der Gemeinschaft oder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) abgeschafft hat, hat sich die Nutzung von Mobilfunk-Datendiensten auf Reisen in der EU durchschnittlich verzehnfacht. Dies geht aus dem ersten umfassenden Evaluierungsbericht zum Roamingmarkt hervor, den die EU-Kommission veröffentlicht hat. Der bisherige Spitzenwert liegt in der Sommerferienzeit 2018, als sich die in der EU Reisenden zwölfmal mehr Datenvolumen genehmigten als vor dem Stichtag.

Im Durchschnitt verbrauchten EU-Bürger unterwegs in anderen Mitgliedsstaaten im dritten Quartal 2018 440 Megabyte an Roamingdaten, während es im Sommer 2016 erst 60 Megabyte waren. Im gleichen Zeitraum war die Zahl der getätigten Roaminganrufe fast dreimal höher als zwei Jahre zuvor. Im vierten Quartal 2018 ist die einschlägige Datennutzung zwar wieder deutlich zurückgegangen, doch die Tendenz gegenüber den Vergleichsquartalen der Jahre zuvor weist ständig weiter nach oben. Die Statistik reicht bislang bis zum ersten Quartal 2019, sodass der Sommer 2019 einen neuen Rekord aufgestellt haben dürfte.

58,4 Prozent mehr Kinderporno-Anzeigen als im Vorjahr

Die Gesetzesbrecher verlagern ihre Aktivitäten zusehends von der Straße in den digitalen Raum. Wie aus dem heurigen Cybercrime-Bericht des Bundeskriminalamts hervorgeht, gab es 2018 in Österreich rund 20.000 Anzeigen wegen Internetkriminalität, im Vorjahr waren es noch circa 17.000. Ein Zuwachs lässt sich vor allem im Bereich des Betrugs beobachten: So gab es mit 13.328 Anzeigen ein Plus von 13,3 Prozent. Dabei versuchen Kriminelle anhand von unterschiedlichsten Methoden ihre Opfer in die Irre zu führen.

Ein großes Thema ist der Bestellbetrug. Mit gefälschten E-Mail-Adressen und mittels Zahlung auf Rechnung bestellen Täter im Internet im Namen fremder Personen. Diese bemerken das oft erst viel später, etwa aufgrund einer Mahnung des jeweiligen Händlers. In einer gemeinsamen Aktion mit 23 Europol-Mitgliedsstaaten gab es 95 Festnahmen, vier davon in Österreich. Durch Ermittlungen erkannte man über 20.000 betrügerische Bestellungen, davon über 2700 in Österreich. Der Gesamtwert liegt bei circa einer Million Euro.

Eine populäre Methode, über die in der Vergangenheit häufig berichtet wurde: Betrüger senden Passwörter beispielsweise per Mail mit, die tatsächlich einmal im Einsatz waren oder sogar noch sind, um Nutzer zu verunsichern, zu erpressen und Lösegeld in Form von Bitcoins zu verlangen. Meistens handelt es sich bei den Kennwörtern um alte Datenlecks. Immer wieder kommen Hacker an Nutzerdaten, weil Datenbanken von Webseiten schlecht abgesichert und die Passwörter unverschlüsselt oder mit veralteter Verschlüsselung gespeichert sind. Diese Leaks sind oft auch Quelle für die E-Mail-Adresse, über die Opfer kontaktiert werden.

Eine weitere Kernaufgabe der Cybercrime-Ermittler ist der Kampf gegen Kindesmissbrauch zur Erstellung pornografischer Inhalte. Im Jahresvergleich von 2017 und 2018 kam es zu einem massiven Anstieg der Anzeigen: So gab es 2018 58,4 Prozent mehr als im Jahr davor. Der Grund dafür liegt laut Bundeskriminalamt darin, dass die großen sozialen Medien aus den USA das Thema ernster nehmen und Vorfälle auch an Behörden melden. Ein großes Problem, das sich gezeigt habe: oft junge Nutzer, die vermeintliche „Spaßvideos“, die kinderpornografische Inhalte zeigen – beispielsweise Minderjährige, die mit Tieren verkehren –, weiterleiten und liken. Auch das ist strafbar.

Quotenplus für ORF 2 und ProSieben

Quotenzuwächse für ORF 2 (plus 0,9 Prozentpunkte auf 20,3 Prozent in der Zielgruppe 12plus) und Servus TV (plus 1,1 Punkte auf 3,8 Prozent) brachte der November, in der ProSiebenSat.1-Puls4-Gruppe liegt ATV mit einem leichten Zuwachs (0,2 Punkte auf 4 Prozent) etwas vor dem Schwesternsender Puls 4 (3,4 Prozent, minus 0,2 Prozentpunkte).

ORF 1 verlor um 1,7 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent. Dort führt man diesen Rückgang auch auf einen Ski-Weltcup-Sonntag weniger im Vergleich zum November 2018 zurück. Die ORF-Gruppe insgesamt kam auf 30,1 Prozent Marktanteil. Servus TV feierte sein Ergebnis als neuen Monatsrekord, den historischen Bestwert habe man am 17. November mit dem Final-Match der ATP-Tour zwischen Dominic Thiem und Stefanos Tsitsipas erzielt (20 Prozent Marktanteil in der Gesamtzielgruppe).

Mit Rekorden rechnet man auch bei ATV, nämlich für den Dauerbrenner „Bauer sucht Frau“. In der werberelevanten Zielgruppe (12 bis 49) zeigten sich ATV (5,4 Prozent) und Puls 4 (4,8 Prozent) ebenfalls überaus zufrieden. Servus TV erzielte dort 3,3 Prozent.

Handyrechnung ist den Österreichern wichtiger als die Miete

Rechnungen von A1, Magenta und Drei werden noch vor der Arztrechnung oder den Kindergarten-Gebühren bezahlt.

Welche offenen Rechnungen werden prioritär bezahlt? Das wollte der Finanzdienstleier Intrum wissen und befragte rund tausend Österreicher. Das Ergebnis: Am meisten fürchten sie die Kälte in den eigenen vier Wänden, dann kommt schon das Horrorszenario „offline“, und weit hinten die Rechnung vom Kindergarten und vom Hort.

Wobei: Hier denken die Befragten auch etwas langfristiger – jeder Dritte geht davon aus, dass er seine Sprösslinge auch noch als Erwachsene finanziell unterstützen muss.

Selbst die Bezahlung der Miete kommt noch hinter den Rechnungen von A1, Magenta, „3“ und Co. Und auch die Ärzte müssen sich hinter den Internetprovidern anstellen.

Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gaben an, im Vorjahr eine oder mehrere ihrer Rechnungen verspätet oder gar nicht bezahlt zu haben. Europaweit liegt hier der Durchschnitt bei 47 Prozent. Beachtlich dabei: 40 Prozent führten den Zahlungsverzug auf mangelnde Liquidität zurück. Gleichzeitig sagten zwei Drittel, dass sie sich jedes Monat Geld auf die Seite legen.

Digitale Produktpiraterie nimmt in der EU deutlich ab

Die digitale Produkt-Piraterie ist in der Europäischen Union einer Studie zufolge deutlich zurückgegangen. Der Zugriff auf raubkopierte Film-, Fernseh- und Musikinhalte im Internet nahm zwischen 2017 und 2018 durchschnittlich um 15,1 Prozent ab, wie aus einem veröffentlichten Bericht der Amtes der EU für geistiges Eigentum (EUIPO) mit Sitz im ostspanischen Alicante hervorgeht.

32 Prozent Rückgang bei Musik

Der rasanteste Rückgang sei beim Konsum raubkopierter Musik registriert worden. Dieser habe sich im genannten Zeitraum um 32 Prozent verringert. Der Konsum raubkopierter Filme sei um 19,2 Prozent zurückgegangen und der Konsum raubkopierter Fernsehinhalte um 7,7 Prozent.

Ungeachtet des Rückgangs streamen nach einer zweiten Studie von EUIPO weiterhin 13,7 Millionen EU-Bürger illegales IPTV (Internet-Protokoll-Fernsehen). Dadurch könnten „die Rechtsverletzer bis zu 941,7 Millionen Euro pro Jahr einnehmen“, heißt es.

IT-Konsolidierung des Bundes: Einsparungen bis zu 46 Millionen

Eine Machbarkeitsstudie zur IT-Konsolidierung des Bundes sieht ein Einsparungspotenzial in Höhe von 32 bis 46 Millionen Euro pro Jahr bei einem jährlichen Gesamtbudget von 561 Millionen.

Die Erhebung nahm den vollen Umfang der gesamten IT-Landschaft im Bund sowie die damit verbundenen Kosten unter die Lupe. Dabei habe sich etwa gezeigt, dass die einzelnen Ressorts unterschiedliche Rechenzentren, Soft- und Hardware sowie Service-Provider nutzen. Die Uneinheitlichkeit der Systeme und Organisationsstrukturen sei zum Teil historisch gewachsen. Hohe Kosten, schwankende Qualität und vor allem geringere Sicherheit seien die Konsequenz.

Um die Dimension greifbar zu machen: Die IT-Landschaft der österreichischen Bundesregierung umfasst 18 Rechenzentren, 678 Serverräume, fast 2.000 standard- und ressortübergreifende Anwendungen plus 1.000 Fachanwendungen. Es existieren laut Erhebung etwa 92.000 Arbeitsplatzrechner, knapp 96.000 Telefone und gut 33.000 Smartphones. In den IT-Organisationen der Zentralstellen der Ressorts arbeiten mehr als 1.700 Mitarbeiter sowie weitere im Bundesrechenzentrum.

Neben der Analyse der IST-Situation wurden auch ein mögliches Zielbild, Potenzialabschätzungen sowie ein potenzieller Umsetzungspfad erstellt. Der Bericht enthalte zudem eine umfassende Handlungsanleitung zur IT-Konsolidierung und biete einen möglichen Umsetzungspfad für die künftige Bundesregierung. Die Empfehlung der Übergangsregierung: eine Konsolidierung sämtlicher Infrastrukturressourcen und Standard- sowie ausgesuchter Fachanwendungen. Etwa brauche es ein E-Mailsystem für alle Mitarbeiter, eine Vereinheitlichung der IT-Arbeitsplätze, Smartphones, Telefone und eine deutliche Reduktion der Rechenzentren und Serverräume.

CH: gibt grünes Licht für 5G

Entwarnung und Klarheit – das bedeutet für die Schweizer Mobilfunkanbieter der Fachbericht der Bafu-Arbeitsgruppe (Bundesamt für Umwelt) zu Risiken und Gefahren der Strahlung. Der Bericht bestätige, dass der Einführung von 5G aus gesundheitlicher Sicht nichts entgegenstehe. Die Ärzte für Umweltschutz lehnen jegliche Erhöhung der Grenzwerte ab.

Ängste

Befürchtungen und Bedenken zu den Risiken des Mobilfunks hätten sich nicht erhärtet. Die Mobilfunkbranche erwarte daher, dass Kantone und Gemeinden Bewilligungsansuchen für den 5G-Ausbau zügig behandeln, schreibt der Verband der Telekommunikationsbranche der Schweiz (Asut).

Zudem sei der Bundesrat gefordert, im Interesse der Schweizer Bevölkerung und Wirtschaft gute Rahmenbedingungen zu schaffen und die regulatorischen Schritte für den notwendigen Ausbau der Mobilfunknetze in die Wege zu leiten.

Der Bafu-Bericht bestätige, dass die bestehenden Netze ihre Kapazitätsgrenzen erreicht hätten. Das übertragene Datenvolumen habe sich in den vergangenen Jahren alle 12 bis 18 Monate verdoppelt. Um einen Datenstau zu vermeiden, brauche es einen Netzausbau zur Kapazitätserweiterung.

Abdeckung

Unter den geltenden Rahmenbedingungen könne der notwendige Ausbau aufgrund fehlender Standorte und der NIS-Regulierung allerdings auch mit 5G nicht bewerkstelligt werden. Dies obwohl 5G die gleiche Datenmenge bei geringerem Energieverbrauch und mit weniger Immissionen übermittle.

Kurze Lebensdauer technischer Geräte oft durch Preisdruck

Kaum ist die Garantie abgelaufen, gibt das Gerät den Geist auf. Zwar gab es in der Vergangenheit Fälle, in denen Hersteller ihren Geräten ein Ablaufdatum einbauten. Doch meist steckt hinter der kurzen Lebensdauer keine böse Absicht, sondern enormer Kostendruck, berichteten jetzt Wissenschafter der Schweizer Materialforschungslabors (Empa).

Hinter der kurzen Lebensdauer steckt manchmal böse Absicht der Hersteller, um den Absatz von Produkten anzukurbeln. Meistens liegt die kurze Lebensdauer allerdings nicht an „geplanter Obsoleszenz“, sondern am enormen Kostendruck und langen Lieferketten, ist Peter Jacob von der Forschungsanstalt Empa überzeugt.

Mit seinem Team geht Jacob Schadensfällen auf den Grund und ermittelt die Ursachen. Keine einfache Aufgabe, da oft Dutzende verschiedene Zulieferer beteiligt sind und verschiedene Faktoren zusammenkommen können. Gerade bei Produkten mit hohen Stückzahlen kann es für kleinere Zulieferfirmen um die Existenz gehen, wenn ein Fehler nachweislich bei ihnen zu finden sei, schrieb die Empa in einer Aussendung am

Ein großes Problem liegt laut Jacob im Preisdruck bei der Herstellung elektronischer Geräte. Aufgrund der engen Kostenvorgaben werden Bauteile oft bis an ihre Grenzen belastet. Weil die Bauteile oft sehr anwendungsspezifisch produziert werden, sind nach wenigen Jahren meist keine Ersatzteile mehr zu haben. Die Reparatur wird unmöglich, das Gerät landet im Elektronikschrott.

Das Empa-Team vom Zentrum für Elektronik und Zuverlässigkeitstechnik stößt aber durchaus auch auf echte Konstruktionsfehler, die allerdings alles andere als einfach auszumachen sind. So sahen sich die Forschenden beispielsweise mit dem Fall eines Fahrzeugtyps konfrontiert, der immer nach rund 10.000 Kilometern in der Werkstatt landete, aber seltsamerweise nur in Ländern ohne Tempolimit. Außerdem trat der Defekt nach der Reparatur nie wieder auf.

Wie Detektive gingen die Experten dem Fall auf den Grund: Ein Teil der Motorsteuerungseinheit zwischen Gummischläuchen war ohne Erdung installiert worden. Bei Geschwindigkeiten über 150 km/h entstanden plötzlich hohe elektrostatische Spannungen am Gehäuse, die bei tieferem Tempo nicht auftraten. Schuld waren der extrem hohe Luftdurchfluss und dessen Verwirbelungen. Ohne Erdung konnte die hohe Spannung nicht abfließen , erreichte die Steuereinheit und zerstörte diese. Nach mehr als 10.000 Kilometern trat das Problem nicht mehr auf, weil sich dann genug Schmutz und Staub auf den Schläuchen angesammelt hatte, dass diese elektrisch leitfähig wurden und als „Erdung“ fungieren.

Samsung entwickelt LEDs mit Lebensdauer von einer Million Stunden

Dem Elektronikriesen Samsung ist ein Durchbruch bei der Entwicklung seiner Bildschirmtechnologien gelungen. Forschern des Konzerns ist es gelungen, die Lebensdauer von lichtabgebenden Dioden (LEDs) dramatisch zu verlängern.

Sie haben ihre Erkenntnisse aus dem Entwicklungsprojekt im Journal „Nature“ veröffentlicht. Dank verschiedener Verbesserungen sollen die Dioden Berechnungen und Tests zufolge künftig eine Betriebsdauer von einer Million Stunden überleben. Umgerechnet sind das rund 114 Jahre.

Die Grundlage dafür bietet eine Überarbeitung des strukturellen Aufbaus. Dieser besteht aus Indiumphosphid, das umweltschonend gewonnen werden kann. Um den „Kern“ der Diode – üblicherweise ein Halbleiterkristall in einer Reflektorwanne – wird eine symmetrische dicke Schicht erzeugt. Das Ligand an der Außenseite wurde verkürzt, um die elektrische Leitfähigkeit zu verbessern.

Der neue Aufbau soll den Energieverlust und die Oxidation des Kerns verringern und dadurch die Lebenszeit der „Quantum Dot“-Diode deutlich anheben.

Die Digital Natives: Streaming und klassisches TV

Für die Studie „Digital Natives 2.0“ wurden im Frühjahr 2019 rund 1600 Digital Natives zwischen 16 und 29 Jahren online zu ihrem Bewegtbildkonsum befragt. Im Fokus standen dabei die Fragen, wie und wieso die jungen Digitalen die vier relevantesten Bewegtbild-Kanäle – lineares TV, Subscription-Video-on-Demand, Mediatheken und illegale Streaming-Portale – nutzen und wie ihre Werbeakzeptanz in den genannten Kanälen aussieht.

Das Kernergebnis der Studie: Digital Natives, die ausschließlich streamen, sind eher die Ausnahme als die Regel. Vielmehr ist eine Multi-Nutzung aller Kanäle typisch für die junge Zielgruppe. So bevorzugen rund 29 Prozent der Befragten – die sogenannten „Bewegtbild-Heavy-User“ einen Mix aus linearem TV und Streaming-Angeboten. Die „Binge-Watcher“ sind dagegen in der Unterzahl: Ein Fünftel der Befragten nutzt lediglich reine SVoD-Angebote wie Netflix und Amazon Prime Video. Auch die TV-Enthusiasten unter den Digital Natives gibt es noch: Immerhin neun Prozent der Befragten konsumieren Bewegtbild ausschließlich über lineares TV. Knapp zwei Drittel (62 Prozent) der Generation Y besitzen ein eigenes TV-Gerät; in der noch jüngeren Generation Z sind es 47 Prozent.

Zudem haben Mediaplus und Facit Research die Studienteilnehmer zu ihrer Einstellung zu Werbung befragt. Knapp die Hälfte der Mitglieder der Generation Z sowie 36 Prozent der Gen Y gibt dabei an, sich während der TV-Programmpausen mit dem Smartphone, Tablet oder Laptop abzulenken und die Werbung weiterlaufen zu lassen. Durch diesen Übergang zur Second-Screen-Nutzung nehmen Digital Natives TV-Werbung also eher hintergründig wahr. Auf einen anderen Kanal zappen in den TV-Werbepausen 17 (Gen Z) beziehungsweise 21 Prozent (Gen Y) der Befragten.

Im Digitalen hängt die Akzeptanz für Werbeinhalte bei den Zielgruppen vor allem davon ab, ob es sich um kostenlosen oder -pflichtigen Content handelt. So findet die Hälfte der Digital Natives Pre-Rolls bei kostenlosem Content – wie etwa auf Youtube – akzeptabel, bei kostenpflichtigen Plattformen jedoch ist die Akzeptanz bezüglich Werbung direkt vor dem Abspielen deutlich geringer (27 Prozent bei der Gen Z und 36 Prozent bei der Gen Y).

Für 35 Prozent der Befragten liegt die Antwort darauf in dem ureigenen Prinzip des klassischen Fernsehens: Sie lassen sich dort gerne unterhalten – sei es durch Nachrichten, Sport oder Entertainment-Formate. Das Motiv „Lean Back“, also das „Sich-Berieseln-lassen“ ist demnach auch unter den 16- bis 29-Jährigen der größte Trigger des linearen TV.

Für die bezahlpflichtigen Streamingdienste spricht dagegen vor allem die bessere Auswahl an Filmen und Serien. So geben 48 Prozent der Befragten aus der Gen Z an, sich wegen des besseren Content-Angebots lieber für Netflix und Co zu entscheiden. Zudem ist es 71 Prozent der Gen Z wichtig, Inhalte auf Streaming-Plattformen anschauen zu können, wann sie möchten. Aber auch die Möglichkeit zum Binge Watching (64 Prozent) und die Unverbindlichkeit ohne Zusatzkosten (57 Prozent) kommen bei den jungen Digitalen aus der Gen Z gut an.

Amazon dominiert Onlinehandel in Österreich

Der US-Internetkonzern Amazon dominiert den Onlinehandel in Österreich. Das geht aus einer Hochrechnung des deutschen Statistikportals Statista hervor, welche das deutsche EHI Retail Institute bekanntgab. Da viele Onlinehändler keine Umsätze auf Länderbasis nennen, beruhen Vergleiche meist auf Schätzungen oder Hochrechnungen.

Statista und EHI schätzen, dass amazon.de in Österreich im Jahr 2018 Umsätze von 719,8 Mio. Euro erzielt hat. Das wäre mehr als doppelt so viel wie Zalando, dessen Österreich-Umsatz bei 341,8 Mio. Euro vermutet wird. Bei Amazon nicht mitgerechnet sind Film- und Musik-Streamingdienste sowie Waren, die Dritthändler auf Amazon anbieten.

Nummer drei in Österreich ist laut EHI und Statista der Versandhändler Unito, dessen Marken Universal und Otto zusammen auf mehr als 200 Mio. Euro Umsatz kommen. Dahinter reihen EHI und Statista MediaMarkt, Shop Apotheke, electronic4you, e-tec.at, H&M und Apple mit je mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Umsätzen.

Demnach haben die untersuchten 250 umsatzstärksten Onlineshops 2018 insgesamt rund 3,2 Mrd. Euro umgesetzt, nach 2,7 Mrd. Euro 2017. Die Hälfte des Gesamtumsatzes entfällt auf die zehn größten Onlinehändler. Generell gilt, je größer der Shop, desto stärker ist auch das Umsatzwachstum.

Österreichern ist Sicherheit beim Smartphone-Kauf besonders wichtig

Die wichtigste Rolle bei der Wahl eines Smartphones spielt demnach nämlich die Sicherheit. 82 Prozent der 500 von Integral Befragten gaben an, dass ihnen dieses Thema „sehr wichtig“ oder „eher wichtig“ sei. Damit liegt dieser Wert noch vor Handlichkeit (76 %), Leistung (62 %) und Preis (63 %). Eine Reihenfolge, die für so manche, die sich mit dem Thema näher beschäftigen, durchaus überraschend sein dürfte. Und tatsächlich zeigt sich bei einem Blick auf die Detailergebnisse, dass diese Reihung der Wertigkeiten eher theoretischer denn praktischer Natur sein dürfte.

So geben etwa zwölf Prozent der Befragten an, dass ihr Smartphone keinerlei Bildschirmsperre aufweist. Weitere 20 Prozent verlassen sich auf ein Muster – ebenfalls eine nur wenig sichere Sperrmethode. Biometrische Authentifizierungsmethoden sind vor allem bei jüngeren Nutzern besonders populär, in der Gruppe von 14 bis 29 Jahren machen diese 64 Prozent aus.

Sorgen

Die meiste Angst haben die Befragten dabei davor, dass ihre Daten für kriminelle Zwecke missbraucht werden. An zweiter Stelle folgt die Verletzung der Privatsphäre vor der unkontrollierten Nutzung der eigenen Daten. Angesichts all der Diskussionen der vergangenen Jahre durchaus überraschend ist hingegen, dass nur acht Prozent der Befragten angeben, dass sie die Sammlung ihrer Daten als größtes Problem ansehen.

Interessant an diesen Ergebnissen ist auch, dass sie deutlich von einer einige Monate zuvor ebenfalls von Sophos in Auftrag gegebenen ähnlichen Studie in Deutschland divergieren. Dort rangiert nämlich das Preis-Leistungs-Verhältnis klar an erster Stelle, während Sicherheit mit 29 Prozent nur auf Platz sieben kommt.

YouTube: Wichtigste Informationsquelle zu politischen Themen

Bei den sozialen Medien führt YouTube als News-Quelle zu politischen Themen (32 Prozent) vor Facebook, Instagram und Twitter. Das zeigt eine Studie der Vodafone Stiftung. Grundsätzlich dominiert Social Media bei der Debatte um das Urheberrecht als Informationsquelle.

Für Jugendliche in Deutschland sind persönliche Gespräche mit Freunden oder Familie als Informationsquelle zu politischen Themen ähnlich wichtig wie Nachrichtenseiten im Internet oder Nachrichten-Apps. Das ergab eine repräsentative Studie der gemeinnützigen Vodafone Stiftung, die in Berlin vorgestellt wurde.

Demnach gaben 69 Prozent der befragten 14- bis 24-Jährigen ihre Familie und Freunde als Informationsquelle an, bei News-Sites und -Apps lag der Wert mit 67 Prozent nur geringfügig niedriger. Danach folgen Fernsehen (58 Prozent) und Radio (42 Prozent). Bei den sozialen Medien führt YouTube die Informationsquellen zu politischen Themen (32 Prozent) vor Facebook, Instagram und Twitter an.

Falschnachrichten für junge Menschen allgegenwärtig

Auf welchen Kanälen sich junge Menschen bewegen, hängt aber maßgeblich vom konkreten Thema ab. Soziale Medien dominierten bei der Debatte um das Urheberrecht als Informationsquelle (52 Prozent). Zum Thema Brexit geben dagegen 70 Prozent klassische Medien (Fernsehen, Radio und Zeitungen) als Informationsquelle an. Soziale Medien wie YouTube, Facebook, Instagram und Twitter landeten hier nur bei 22 Prozent.

Der Studie zufolge sind Falschnachrichten für junge Menschen allgegenwärtig und sorgen für Unsicherheit. Rund zwei Drittel der Befragten (64 Prozent) geben an, mindestens einmal in der Woche mit Falschmeldungen in Kontakt zu kommen. Mehr als 40 Prozent der jungen Menschen fühlen sich allerdings unsicher oder sogar sehr unsicher, Falschmeldungen als solche erkennen zu können.

Unmut äußerten die Jugendlichen in der Umfrage über die Kommunikation von Politikern und Parteien. Insbesondere zu den Themen „Fridays for Future“ und der Reform des Urheberrechts beklagen die Befragten die Verharmlosung oder Leugnung gravierender gesellschaftlicher Herausforderungen wie des Klimawandels sowie die Delegitimierung junger Expertise und jugendlichen Engagements. Drei Viertel der Freitextantworten im Themenbereich „Fridays for Future“ und knapp die Hälfte aller Antworten zum Urheberrecht gehen in diese Richtung.

HP-Umsatz wächst dank stärkerer PC-Nachfrage

Der weltgrößte Computerhersteller HP hat dank eines florierenden PC-Verkaufs mehr umgesetzt. Der Gesamtumsatz stieg geringfügig auf 15,41 Milliarden Dollar (13,98 Mrd. Euro) und lag damit über den Erwartungen der Analysten von 15,25 Milliarden Dollar, wie aus IBES-Daten von Refinitiv hervorgeht. Den Anstieg erreichte das Unternehmen vorwiegend mit dem Verkauf von Notebooks und Laptops.

In der Sparte konnte HP im vierten Quartal den Umsatz um 3,6 Prozent auf 10,43 Milliarden steigern und übertraf damit die Schätzungen der Analysten von 10,29 Milliarden Dollar.

Schwächen im Druckergeschäft drückten jedoch auf den Gewinn: Der Umsatz der Druckersparte ging um 6 Prozent auf 4,98 Milliarden Dollar zurück. Der Nettogewinn fiel im Quartal zum 31. Oktober auf 388 Millionen Dollar von 1,45 Milliarden Dollar im Jahresvergleich.

Vorgeschichte

Hewlett-Packard hatte sich Ende 2015 aufgespalten. Neben HP Inc agiert auch der Bereich Hewlett Packard Enterprise eigenständig, in dem Server- und Speicherdienste gebündelt sind.

Über 240.000 aktive Seller handeln auf Amazon.de

Der US-amerikanische Marktbeobachter Marketplace Pulse hat die aktuell auf den Amazon-Marktplätzen zum Verkauf angebotenen Produkte analysiert und festgestellt: In Europa wächst der Amazon Marketplace weiterhin kräftig.

Fast drei Millionen aktive Seller verkaufen aktuell Produkte auf den 15 Amazon-Marktplätzen weltweit, das entspricht einem Zuwachs von fast 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das hat das US-amerikanische Branchenportal Marketplace Pulse festgestellt. Die mit Abstand meisten Seller handeln auf dem amerikanischen Marktplatz Amazon.com: Über 1,1 Millionen Verkäufer haben hier Produkte gelistet. Allerdings scheint in den USA langsam eine gewisse Sättigung einzusetzen: Obwohl weiterhin eine hohe Fluktuation herrscht und 250.000 Seller neue Accounts auf Amazon.com eröffneten, stieg die Gesamtzahl der Händler nur um 5,1 Prozent; viele Neuankömmlinge ersetzen suspendierte oder ausgeschiedene Händler.

In Europa wachsen die Amazon-Marktplätze dagegen weiterhin kräftig: In Deutschland, Amazons drittgrößtem Markt, zählten die Marktforscher 244.425 aktive Seller, 17,5 Prozent mehr als im Vorjahr. In Frankreich, Italien und Spanien stieg die Zahl der Seller sogar um fast ein Drittel, im größten europäischen Markt Großbritannien um 18,4 Prozent. Hier ist der Einfluss von Amazons Pan-EU-Programm, das Händlern das Listen ihrer Angebote auf anderen europäischen Marktplätzen besonders einfach macht, deutlich zu erkennen.

Internet für Amazonas-Gebiete

Entlegene Regionen des Amazonas in Peru sollen mithilfe von solarbetriebenen Gas-Ballons der Google-Schwesterfirma Loon mit Zugang zum Internet versorgt werden. Dazu arbeitet Loon mit Internet Para Todos Perú (IpT) zusammen, einem neutralen Mobilfunkanbieter für ländliche Infrastruktur, an dem unter anderen der spanische Telekommunikationsanbieter Telefónica und Facebook beteiligt sind.

Mobiles Internet im Regenwald
Selbstfliegende Loon-Ballons der Alphabet-Tochter, die autonom in über 20 Kilometer Höhe ein Breitbandnetz errichten können, sollen zunächst Teile der Regenwald-Region Loreto erschließen. Die Daten werden per LTE-Mobilfunk (4G) übertragen. Loreto, die größte Verwaltungseinheit Perus, ist größtenteils von tropischem Regenwald bedeckt.

Geplant ist, dass den Bewohnern dieser entlegenen Gegend über Dienste von Telefónica mobiles Internet angeboten wird. Im kommenden Jahr soll damit das Einzugsgebiet von rund 200 000 Menschen versorgt werden können. Ein Viertel der dort Lebenden hat laut Loon nicht einmal Zugang zu einem 3G-Netz, außerhalb der besiedelten Gebiete steht vielen überhaupt kein zuverlässiger Mobilfunkdienst zur Verfügung.

Einsatz in Katastrophengebieten
Die Loon-Ballons sind aus einem vor mehreren Jahren gestarteten Projekt der Forschungsabteilung «X» des Google-Mutterkonzerns Alphabet hervorgegangen. Die mit Helium gefüllten Ballons haben nicht nur Mobilfunktechnik an Bord, sondern auch Solarzellen für ihre Stromversorgung. Sie kommunizieren miteinander und bauen über einem Gebiet im Bereich der Stratosphäre autonom ein Netzwerk auf. Eine selbstlernende Google-Software kümmert sich um die Steuerung und sorgt dafür, dass sich die Internet-Ballons selbsttätig auf und ab bewegen können, um ihre Position zu finden und zu justieren. In dieser Höhe wird der Flugverkehr nicht gestört und herrschen kaum Wettereinflüsse.

Peru ist das erste Land in Lateinamerika, das die Helium-Stationen für einen dauerhaften Zugang zum Internet einsetzt. Bisher ist die Technik nur in nichtkommerziellen Projekten zu Praxiseinsätzen gekommen – in Peru etwa in Katastrophengebieten als temporärer Ersatz für Mobilfunkmasten, die von Hochwasser durch El Niño 2017 zerstört wurden. Auch Anfang des Jahres wurden mit Loon-Ballons wieder Notfall-Verbindungen hergestellt, als ein kräftiges Erdbeben den Norden Perus erschütterte.

Zuvor wurden auch etwa in Puerto Rico Ballons der Google-Schwesterfirma in die Luft befördert, nachdem Hurrikans den Inselstaat massiv verwüstet hatten.

Auch in Afrika kommerzieller Dauerbetrieb
Ein erster kommerzieller Testlauf mit Loon-Stationen in 20 Kilometer Höhe über der Erde wurde bereits in Afrika gestartet. Dort wurde im Sommer damit begonnen, auf diese Weise kaum erschlossene Bergregionen Kenyas mit Breitband-Internet über LTE zu versorgen.

In Peru arbeitet Loon bereits seit 2014 mit Telefónica zusammen. Der dortige Mobilfunkbetreiber Internet para Todos Perú wurde im vergangenen Jahr gegründet und treibt den Ausbau mobiler Internetkonnektivität in ländlichen Gebieten zusammen mit Telefónica voran.

Die neuen Pläne sehen vor, dass Loon-Ballons nicht nur für schwer erreichbare Amazonas-Gebiete genutzt werden, sondern auch das terrestrische Netzwerk ergänzen sollen. Bis 2021 sollen mehr als 30 000 Gemeinden vernetzt sein. Der erstmalige Dauerbetrieb der Stratosphärenballons muss jedoch noch vom peruanischen Ministerium für Verkehr und Kommunikation genehmigt werden.

Die Technik scheint ausgereift: Loon hatte im Juli erklärt, dass die mittlerweile völlig automatisiert fliegenden Ballons insgesamt eine Million Stunden in der Luft unterwegs gewesen seien. Dabei seien etwa 40 Millionen Kilometer zurückgelegt worden.

Studie: 12 Thesen zur Zukunft des dualen Mediensystems

Um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird derzeit wieder mal intensiv gerungen. Eine von einigen Ländern befürwortete Reform des Rundfunkbeitrags ist allerdings gescheitert, hier wird also zumindest in den kommenden Jahren noch das aktuelle Modell zum Tragen kommen. Doch unbestritten gibt es zahlreiche Veränderungen auf dem Medienmarkt, die sich auch auf ARD und ZDF im Speziellen und das duale Mediensystem im Allgemeinen auswirken. In einer neuen Studie hat die WIK-Consult GmbH nun zwölf Thesen zur Zukunft des Mediensystems formuliert – und die sind teilweise recht drastisch.

Hier die 12 in der Studie aufgestellten Thesen:

  1. Neue Geschäfts- und Erlösmodelle (auch im nicht-linearen Bereich) bieten Ansatzpunkte, um bestehende regulatorische Eingriffe im dualen Mediensystem zurückzunehmen. Der technische Fortschritt und die Digitalisierung machen ein Marktversagen in der Tendenz eher unwahrscheinlicher.
  2. Eine Finanzierung von Inhalten über Rundfunkbeiträge stellt ökonomisch betrachtet eine Subvention dar. Sie sollte daher auf Leistungen beschränkt werden, die einen Public Value aufweisen und aus sich heraus kommerziell schwer refinanzierbar wären. Dies vermeidet Quersubventionierungen und Wettbewerbsverzerrungen.
  3. Ausgangspunkt für einen nachhaltigen und zukunftsfähigen dualen Rundfunk muss eine Neudefinition des Auftrags des ÖRR sein. Innerhalb des Auftrags sind insbesondere Umfang und Ausgestaltung des Public Value anhand transparenter und nachvollziehbarer Kriterien zu definieren.
  4. Die klare Definition des Auftrags muss anhand strikter Kriterien auch das richtige Maß an Schwerpunkten wie Bildung, Kultur und Information festlegen. Im ÖRR sollten rein kommerzielle Formate vom Umfang her deutlich unter denen mit Public Value liegen und eine eindeutig dienende Funktion innehaben.
  5. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten müssen die Mittel aus den Rundfunkbeiträgen sparsam einsetzen. Ohne das oben vorgeschlagene neue Finanzierungsregime wird dies nicht gelingen. Der sparsame und kosteneffiziente Einsatz von Rundfunkbeiträgen sollte zudem deren Akzeptanz in der Bevölkerung erhöhen.
  6. Ein transparenter und effizienter Mitteleinsatz muss für die Öffentlichkeit nachprüfbar sein. Die Höhe der Beiträge sollte anhand eines transparenten und effizienzorientierten Kostenmaßstabs festgelegt werden.
  7. Eine pauschale Indexierung würde diesem Ansatz entgegenlaufen. Ohne die Prüfung einer bedarfsgerechten Finanzierung droht gerade vor dem Hintergrund der sich im Zuge der Digitalisierung wandelnden Wertschöpfungs- und Erlösstrukturen eine übermäßige Belastung der Beitragszahler und eine Verzerrung des Marktes zulasten privater TV-Sender.
  8. Neue Strukturen für die externe Aufsicht sind zu entwerfen, um ein zukunftsfähiges System zu entwickeln. Die Aufsicht muss unabhängig sein, ihre Entscheidungen gerichtlich überprüfbar. Die heutige KEF könnte in dieser neuen Aufsicht aufgehen.
  9. Im ÖRR müssen die bestehenden Spielräume für Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen besser genutzt werden. Damit müssen keine Qualitätseinschnitte einhergehen, da der ÖRR eine große Anzahl von Programmen mit ähnlichen Inhalten anbietet, die jedoch getrennt voneinander produziert werden und z.T. inhaltlich redundant sind.
  10. Der internationale Vergleich belegt, dass der ÖRR in Deutschland absolut und relativ finanziell gut ausgestattet ist. Dies liegt auch daran, dass dem deutschen ÖRR im Gegensatz zu vielen anderen Mitgliedsstaaten neben den Rundfunkbeiträgen als Finanzierungsquelle auch Einnahmen aus Werbung und Sponsoring zur Verfügung stehen. Diese Konstellation schafft finanzielle Spielräume, um durch ein Werbeverbot für den ÖRR ein Level-Playing-Field im dualen System zu realisieren.
  11. Das duale Mediensystem muss eine Chance auf Fortentwicklung haben. Globale audiovisuelle Plattformen drängen in den Markt. In einigen Bereichen kann dieser zunehmenden Konkurrenz aus dem Internet in einer Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern, die die Attraktivität beim Zuschauer erhöht, die Stirn geboten werden; hierfür müssen bestehende Restriktionen abgebaut werden.
  12. Neue, zukunftsfähige Geschäftsmodelle einer nachhaltig erfolgreichen deutschen Medienlandschaft müssen berücksichtigen, dass nach den Plänen der Bundesregierung ab 2025 ein flächendeckendes Gigabit-Netz verfügbar sein soll, das schnelles synchrones Internet bevölkerungsdeckend bedeutet. Dies schafft ein entsprechend kompetitives Innovationsumfeld für deutsche Medienhäuser – sowohl öffentlich-rechtlich als auch privat – und bietet Potentiale zur Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Produktion bis zur Distribution.

94 Prozent der Internetnutzer shoppen Online

55 Millionen deutsche Bundesbürger kaufen einer Umfrage zufolge inzwischen im Internet ein. Das entspreche 94 Prozent aller Internetnutzer ab 16 Jahren, wie der Digitalverband Bitkom in seiner repräsentativen Befragung von mehr als 1000 Teilnehmern mitteilte. Jeder Dritte kaufe mindestens einmal die Woche im Netz ein. „Online-Shopping ist für viele mittlerweile so alltäglich wie der Gang in ein stationäres Geschäft“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder in Berlin. Auf dem Vormarsch ist besonders der Einkauf per Smartphone: 52 Prozent der Online-Shopper tun dies inzwischen, während es 2014 nur 20 Prozent waren.

Zu den gefragtesten Produkten im Internet gehören den Angaben zufolge Kleidung, Schuhe und Accessoires: 93 Prozent der Online-Shopper geben an, diese Waren zu erwerben. Elektronische Haushaltsgeräte folgen mit 81 Prozent auf dem zweiten Platz, Bücher und Hörbücher (79 Prozent) auf dem dritten Rang. 14 Prozent haben schon einmal ein Auto über das Internet erworben.

Video on Demand löst klassisches Fernsehen nicht ab

Video-on-Demand-Angebote werden das klassische Fernsehen noch lange nicht ablösen. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Fachbereichs Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg und von Mediareports, die im Auftrag der Österreichischen Rundfunksender (ORS) die Entwicklung des Bewegtbilds bis 2030 untersucht haben.

Die Nutzungszahlen weisen zwar einen stetig rückläufigen Trend auf, von einem Verschwinden des klassischen Fernsehens könne aber keine Rede sein, stellt Studienautor Josef Trappel fest. Insgesamt wird die Bewegtbildnutzung pro Person sogar von 241 Minuten auf 262 Minuten täglich steigen, prognostiziert Trappel. Verantwortlich dafür sind allerdings Video-on-Demand-Dienste.

Streaming-Konkurrenz

Die größte Konkurrenz für das klassische Fernsehen sind kostenpflichtige Streamingdienste wie Netflix oder Amazon Video. Laut der Studie wird sich die durchschnittliche Nutzungszeit für nichtlineares Bewegtbild von 47 Minuten auf knapp 87 Minuten erhöhen. Das lineare Fernsehen in Österreich müsse bis 2030 trotzdem „nur relativ geringe Einbußen“ befürchten. Die Nutzung geht bis 2030 von 194 Minuten (2018) auf 176 Minuten zurück.

Positiv auf den klassischen TV-Konsum wirkt sich die demografische Entwicklung aus. Denn bei den über 60-Jährigen bleibt die Nutzungsdauer mit 300 Minuten stabil. Bei den Jüngeren geht sie aber „signifikant zurück“. So wird prognostiziert, dass sich der lineare Fernsehkonsum bei den unter 30-Jährigen um 46 Minuten auf knapp eine Stunde reduzieren könnte. Die 30- bis 59-Jährigen werden nur noch 145 Minuten statt 185 Minuten fernsehen. Im internationalen Vergleich vollziehe sich der Wandel der Fernsehnutzung von linearem Angebot zu On-Demand-Diensten in Österreich allerdings langsamer als in anderen Ländern, heißt es.

Nationale Inhalte

In der Analyse wird außerdem davon ausgegangen, dass ein vielfältiges lineares und kostenloses Angebot ebenso wie das Alleinstellungsmerkmal der österreichischen TV-Sender, nämlich die Produktion und Ausstrahlung nationaler Inhalte, bestehen bleiben. Die Einnahmen der Broadcast-Anbieter werden „bestenfalls stagnieren“.

Onlinehandel wächst auch in diesem Jahr kräftig

Nach der Prognose des IFH werden die Bundesbürger in diesem Jahr rund 68 Milliarden Euro für Einkäufe im Internet ausgeben – knapp neun Prozent mehr als im Vorjahr. Damit fällt der Zuwachs prozentual etwas geringer aus als noch 2018. In absoluten Zahlen verändere sich aber kaum etwas am Wachstumstempo des E-Commerces, betonte das IFH. So stiegen die Online-Umsätze 2017 um 5,5 Milliarden Euro, 2018 um 5,2 Milliarden Euro. Und in diesem Jahr wird von den Experten ein Plus von 5,4 Milliarden Euro erwartet.

Wachstumstreiber sind dabei aktuell vor allem Konsumgüter, aber auch die Bereiche Heimwerker und Garten sowie Wohnen und Einrichten. Auch das Geschäft mit Fahrrädern im Internet floriert mit Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent. Die im E-Commerce bislang dominierenden Bereiche Mode und Elektronik können da aktuell nicht mithalten. Ihr Anteil am Onlinehandel insgesamt sinkt laut IFH.

Finanz-Apps werden weltweit immer beliebter

Geld versenden via PayPal oder Kapital verwalten via N26: Viele Menschen regeln ihre Finanzgeschäfte mittlerweile mit dem Smartphone. Und es werden immer mehr, wie nun eine aktuelle Studie von Adjust und App Annie zeigt. Danach ist die Region Asien/Pazifik weltweit führend in der Nutzung von Finanz-Apps, aber auch in den westlichen Märkten kündigt sich ein Wachstum an.

Kein Wunder, dass weltweit die Downloadzahlen für Finanz-Apps steigen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie von Adjust und App Annie, für die vom 1. Januar bis einschließlich 30. Juni mehr als 90 Apps aus 36 Ländern analysiert wurden. Demnach erweist sich die APAC-Region als Vorreiter: Waren es im Jahr 2014 noch rund 383 Millionen Downloads, konnten im Jahr 2018 bereits 1,84 Milliarden Downloads verzeichnet werden.

Grund für dieses rasante Wachstum sind laut Studienmacher vor allem Alleskönner wie WeChat. Die App des Konzerns Tencent, mit der Nutzer nicht nur ihre Finanzen verwalten, sondern auch Nachrichten schreiben, Videotelefonate durchführen, Taxis bestellen, Jobs suchen und Arzttermine buchen können, ist in den asiatischen Märkten extrem weit verbreitet. WeChat zählt aktuell etwa 1,13 Milliarden monatlich aktive Nutzer weltweit.

Aber auch in Europa und in Nordamerika nimmt die Verbreitung von Finanz-Apps zu, wie aus dem Papier hervorgeht. Die Downloadzahlen sind in diesen Märkten zwar deutlich kleiner als in Asien (etwa 400 Millionen Downloads) – die Studienmacher werten die Dynamik in den Regionen jedoch als „Anfangsphase eines starken Wachstumskurses“. Europa und Nordamerika befänden sich „an der Schwelle exponentiellen Wachstums“.

Nur jeder Dritte regelt sein digitales Erbe

Nur 13 Prozent der Internetnutzer haben ihren digitalen Nachlass vollständig geregelt. Weitere 18 Prozent haben sich zumindest teilweise darum gekümmert. 65 Prozent geben jedoch an, für den Fall ihres Todes in diesem Bereich nicht vorgesorgt zu haben. Das hat eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom ergeben. Immerhin: Das Problembewusstsein steigt. 2017 waren es noch 80 Prozent, die sich nicht um ihren digitalen Nachlass gekümmert haben.

Integral Ad Science übernimmt ADmantX

Integral Ad Science (IAS), ein Technologieanbieter zur Messung von digitaler Werbung mit Hauptsitz in New York, hat den Contextual-Advertising-Anbieter AdmantX erworben. Damit kann IAS künftig digitale Werbeanzeigen mit kontextuell passenden Online-Inhalten zusammenbringen. Die ADmantX-Technologie verfügt über die Fähigkeit, natürliche Sprache zu verstehen (Natural Language Understanding).

US-Tech-Giganten bleiben wertvollste Markenunternehmen der Welt

Apple bleibt das wertvollste Markenunternehmen der Welt mit einem Markenwert von 163,24 Milliarden Euro (+6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr), gefolgt von Google mit 138,78 Milliarden Euro (+16,4 Prozent) und dem Onlinehändler Amazon (111,42 Milliarden Euro/+36,6 Prozent), der Microsoft vom dritten Platz verdrängt. Alibaba erreicht mit 53,73 Milliarden Euro (+19,4 Prozent) erstmals die Top-10.

174 europäische Tech-Start-ups mit Milliarden-Bewertung

Die europäische Start-up-Landschaft hat in diesem Jahr laut einer Studie einen großen Sprung nach vorn gemacht. In europäische Firmen seien gut 34 Milliarden US-Dollar investiert worden, fast 40 Prozent mehr als 2018, berichtete der Risikokapitalgeber Atomico in seinem jährlichen Report „State of European Tech“.

Inzwischen 174 Tech-Firmen seien dabei insgesamt mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet worden. Sie werden auch Unicorns – Einhörner – genannt.

„Europäische Unternehmen haben gezeigt, dass sie ihr Geschäft in großem Maßstab ausbauen können – und dabei auch in der Lage sind, Kapital in Größenordnungen anzulocken, die bisher für das US-Ökosystem typisch waren“, sagte einer der federführenden Autoren der Studie, Tom Wehmeyer. Ein wichtiger Faktor sei dabei, dass daneben auch große Rentenfonds, die gewaltige Vermögen verwalten, schließlich auch in die europäische Tech-Branche investierten.

Rund 40 Prozent der Investments entfielen auf große Finanzierungsrunden mit einem Volumen von mehr als 100 Millionen US-Dollar. Für Deutschland sei es ein Rekordjahr mit einem Investitionsvolumen von knapp sechs Milliarden US-Dollar gewesen.

Microsoft Teams zieht an Slack vorbei

Microsoft Teams wird immer beliebter. Das Collaboration Tool des Software-Riesen aus Redmond hat nun laut eigenen Angaben weltweit 20 Millionen täglich aktive Nutzer. Das entspricht im Vergleich zum Juli eine Zunahme um 54 Prozent.

Damit hat Teams den Erzrivalen Slack deutlich hinter sich gelassen. Letzterer besitzt eigenen Angaben zufolge 12 Millionen aktive Benutzer täglich. Auch hier wächst nach wie vor die Anwenderzahl, allerdings vergleichsweise langsam. Denn zwischen Januar und heute stieg die Nutzerzahl „nur“ um 20 Prozent.

Microsoft Teams hat insofern einen Vorteil, als dass es Teil gewisser Office-365-Lizenzpakete ist. Zudem gibt es – wie bei Slack auch – eine Gratisversion des Dienstes. Unter den Teams-Anwendern finden sich Firmen wie General Electric, SAP, L’Oréal oder Telefónica.

James Spataro, Chef der Office- und Windows-Abteilung von Microsoft, hat im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der jüngsten Nutzerzahlen, erklärt, dass ein gewisser Teil der Zuwächse auf Anwender zurückzuführen sei, die von Slack auf Teams umgestiegen seien.

Gleichzeitig kritisiert Slack die Art und Weise, wie Microsoft seine aktiven Anwender berechnet, und weist darauf hin, dass Teams beispielsweise auch für Audioanrufe verwendet werde.

Darüber hinaus behauptet Slack, dass seine Anwender „engagierter“ seien. In einer Mail an CNBC schreibt ein Firmensprecher, dass man „weiterhin ein unübertroffenes Engagement“ der Nutzer auf der Plattform beobachte. In Zahlen bedeute dies, dass die Slack-Benutzer über fünf Milliarden Mal pro Woche mit der Plattform interagierten, inklusive eine Milliarde Interaktionen über die Smartphone-App.

Volkssport Netflix- und Amazon-Accounts teilen

Der Wettbewerb im Streamingmarkt ist neu entfacht. Neue Anbieter wie Apple und Disney bringen Schwung in den Markt. In Österreich ist der Markt derzeit noch klar verteilt. Amazon Prime Video liegt vor Netflix, wie die Bewegtbildstudie der RTR zeigt. Dazu kommt allerdings, dass Netflix-Accounts gerne geteilt werden. In Deutschland entfallen auf ein Netflix-Abo drei Nutzer, während es bei Amazone Prime Video nur zwei sind, so die Erkenntnisse der Marktbeobachter von Goldmedia. Für Österreich liegen keine Zahlen vor.

Bei Netflix ist es erlaubt, sich den Netflix-Account mit dem Kontoinhaber zu teilen, wenn dieser mit im selben Haushalt lebt. Das bedeutet für Personen, die außerhalb dieses Hauses leben, ist das Teilen des Accounts rechtlich gesehen untersagt. Bei Amazon darf Prime Video nicht von anderen Haushaltsmitgliedern genutzt werden.

Glaubwürdigkeit deutscher Medien ist leicht gesunken

Nur 61 Prozent der Deutschen halten die Informationen in deutschen Medien für glaubwürdig. Das geht aus einer repräsentativen Studie von Infratest dimap im Auftrag des WDR hervor. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert damit um vier Prozentpunkte gesunken. Er liegt allerdings deutlich höher als in den Jahren 2015 und 2016, als sogar lediglich 52 beziehungsweise 57 Prozent der Deutschen die Medien-Informationen als glaubwürdig einschätzten.

Deutliche Unterschiede bestehen zwischen Ost und West: Während im Westen Deutschlands 64 Prozent der Menschen die Informationen in den deutschen Medien für glaubwürdig erachten, sind es im Osten nur 48 Prozent. Dass es politische Vorgaben für die Berichterstattung der Medien gibt, vermuten nach wie vor 38 Prozent der Deutschen. 58 Prozent sehen keinen Einfluss der Politik, das sind fünf Prozentpunkte mehr als noch vor eineinhalb Jahren. Im Osten Deutschlands geht sogar eine leichte Mehrheit von 50 Prozent der Befragten davon aus, dass es Vorgaben von Staat und Regierung gibt. 47 Prozent glauben das nicht.

Die höchste Glaubwürdigkeit wird nach Angaben der Studie den öffentlich-rechtlichen Radiosendern zugeschrieben – hier liegt der Wert bei 78 Prozent. Die Informationen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen liegen bei 74 Prozent und damit auf einem ähnlichen Niveau wie die Tageszeitungen. Die Informationen in sozialen Netzwerken schätzen die Deutschen unterdessen größtenteils als wenig glaubwürdig ein, wobei es zwischen den einzelnen Plattformen durchaus Unterschiede gibt: Während YouTube noch von 19 Prozent der Befragten als glaubwürdig beurteilt wird, fallen Twitter (8 Prozent), Facebook (7 Prozent) und Instagram (4 Prozent) deutlich ab. Aber auch die Boulevardpresse wird mit nur sieben Prozent als wenig glaubwürdig erachtet.

PR-Agenturen rechnen mit mehr Aufträgen

Eine Mitgliederbefragung des Public Relations Verbandes Austria (PRVA) zeigt: Mehr als die Hälfte geht davon aus, dass sich die Aufträge positiv entwickeln werden, 46 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Auftragslage. Auch die Ein-Personen-Unternehmen (EPU), die im PRVA vertreten sind, sehen zu einem Drittel einen Trend nach oben, 58 Prozent gehen zumindest von einer stabilen Auftragslage aus.

200 Personen nahmen an der Umfrage teil, bei dem zudem das Veranstaltungsangebot des Berufsverbands, das von Round-Tables zu spezifischen Kommunikationsthemen bis zum Expertenaustausch bei PRofi-Treffs reicht, als gut beurteilt wurde.

Wie archäologisches Welterbe digital zugänglich wird

Über die Ruinenstadt Palmyra in Syrien wurde in den vergangenen Jahren oft berichtet, nachdem Islamisten dort antike Kulturdenkmäler gesprengt hatten. Archäologen in Berlin machen in einem neuen Open-Source-Informationssystem die Daten über diese und künftig auch andere Ruinenstätten online zugänglich.

Magnetfeldmessungen, Fotodokumentation per Drohne, 3D-Modelle: Längst arbeiten Archäologen mit moderner Technik. Entsprechend halten sie ihre Ergebnisse auch nicht mehr nur als Text und Zeichnungen auf Papier fest, sondern als digitale Daten im Computer. Das bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit den Daten zu arbeiten – vorausgesetzt diese sind entsprechend aufbereitet. Das Team um Benjamin Ducke, Leiter der Wissenschafts-IT am Deutschen Archäologischen Institut (DAI) in Berlin, baut ein System auf, in dem unterschiedlichste Daten über eine antike Stätte zusammengetragen und zugänglich gemacht werden.

„Die Archäologie ist heute vollständig digital, wie jede andere Wissenschaft auch“, erklärt Ducke im Gespräch mit Golem.de. „Wir haben eine Vielfalt von Informationssystemen, denn wir arbeiten mit Kartenmaterial, Luft- und Satellitenbildern und Sensordaten aller Art. Wir haben zum Beispiel eine große Sammlung von Daten in Geoinformationssystemen, digitales Kartenmaterial und Luftbildmaterial, das für uns eine ganz wichtige Arbeitsgrundlage darstellt.“ Diese Daten sollen alle in iDAI.world, die digitale Forschungsdatenplattform des DAI, eingepflegt werden.

„Die Daten erschließen sich auf unterschiedliche Art und Weise“, sagt Ducke – zum Beispiel über eine klassische Katalogsuche. „Wenn man weiß, wo das, was man sucht, liegt, dann geht das über ein Geoinformationssystem auch online. Man sieht alles im kartografischen Zusammenhang und es erschließt sich wesentlich schneller.“ Ziel seien semantische Datenstrukturen, so dass der Wissenschaftler, der sich für ein bestimmtes Gebäude interessiert, über die digitale Karte sehr viel schneller an die gesuchten Informationen gelangt als über eine Bibliotheksrecherche.

In eine digitale Landkarte von Palmyra lassen sich verschiedene Layer einblenden, zum Beispiel eine Satellitenansicht oder die Grundrisse der verschiedenen Gebäude, etwa des gesprengten Tetrapylons oder des Bel-Tempels. Ein Klick darauf bringt den Forscher zu den dazugehörigen Daten: Sachdaten wie Klassifizierungen, Material, Positionsdaten und Datierungen.

Dazu findet er einen reichhaltigen Fundus an Bildern von Palmyra. Im Fall des Tetrapylon sind das beispielsweise aktuelle Satellitenbilder der durcheinander liegenden Trümmer. Das Archiv bietet aber auch Ansichten des prächtigen Bauwerks aus der Zeit vor der Besetzung Palmyras durch den IS – bis zurück ins vergangene Jahrhundert.

Die Bilder müssen aber nicht zweidimensional sein: Ducke zeigt ein digitales 3D-Modell des buddhistischen Klosters Erdene Zuu in Karakorum in der Mongolei, wo DAI-Forscher seit rund 20 Jahren die Hauptstadt von Dschingis Khan ausgraben. Wissenschaftler der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden um Marco Block-Berlitz haben den Tempel mit einer Drohne abgeflogen und fotografiert. Mit Hilfe des Verfahrens Structure from Motion (SfM) wurde aus den zweidimensionalen Bildern ein dreidimensionales Modell des Tempels erstellt. Das ist deutlich weniger aufwendig und günstiger als der Einsatz von Laserscannern.

Archäologen arbeiten mit digitalen 3D-Modellen

„Das ist ein fantastisches neues Dokumentationswerkzeug für die Archäologie. Solche fotobasierten 3D-Modelle sind eine ganz neue Art von Forschungsdaten, die seit einigen Jahren sehr stark produziert werden und für die wir jetzt die Infrastruktur bauen“, sagt Ducke. „Dazu kommen entsprechende, akkurat aufgenommene Forschungsdaten, die Fachwissenschaftlern helfen können zu verstehen, welche archäologischen Befunde sich hier zeigen und wie das zu interpretieren ist. Das Ganze ist dann auch verknüpft, beispielsweise mit weiterem Informationsmaterial, das wir online halten.“

Das können Zeitschriftenaufsätze sein, historische Dokumente, Karten und Zeichnungen, Grabungstagebücher oder wissenschaftliche Korrespondenz. Dieses Material kann, falls es digital vorliegt, direkt aufgerufen werden. Falls das nicht der Fall ist, bekommt der Forscher zumindest eine Signatur, unter der er es in einer der DAI-Bibliotheken oder anderen Bibliotheken findet.

Das Beispielprojekt ist die antike Stadt Palmyra in Syrien. Wegen der schweren Zerstörungen, die Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in den Jahren 2015 bis 2017 dort anrichteten, genießt die Weltkulturerbestätte gerade große Aufmerksamkeit. Zudem ist Palmyra mutmaßlich besser digital aufgearbeitet und erfasst als jede andere Ruinenstadt.

Damit die Daten in das System eingepflegt werden können, müssen sie erst einmal nach Berlin kommen.

Kommunikationsbranche stabil

„Die österreichische Werbekonjunktur ist stabil.“ Diesen Schluss zieht Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), aus den aktuellen Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo). Auch wenn der aktuelle Wifo-Werbeklimaindex für die österreichische Kommunikationsbranche im Oktober 2019 zum ersten Mal in diesem Jahr leicht gesunken sei, liege er deutlich über dem Durchschnittswert der letzten fünf Jahre, so Sery-Froschauer.

Laut Sery-Froschauer sieht sich die Werbe- und Medienbranche vor allem im Bereich IT- und Digital mit einem Mangel an qualifizierten Fachkräften konfrontiert. Für das vierte Quartal 2019 und das erste Halbjahr 2020 gehen Sery-Froschauer und Hölzl von einer stabilen Entwicklung der Werbekonjunktur aus. Erwartet wird, dass die Kommunikationsbranche etwas langsamer wächst als in den letzten Quartalen. „Das steht im Einklang mit der unternehmerischen Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der Werbewirtschaft die auf eine geringer werdende Dynamik hindeutet“, so Hölzl.

Medien sollen Tracking-Erlaubnis bekommen

Im jahrelangen Streit über einen besseren Tracking-Schutz für EU-Bürger könnte es zu harten Verhandlungen zwischen den EU-Mitgliedstaaten und dem Europaparlament kommen. Neuen Vorschlägen der finnischen Ratspräsidentschaft zufolge könnten die im Ministerrat vertretenen EU-Staaten die Pläne von EU-Kommission und Abgeordneten zur E-Privacy-Verordnung deutlich abschwächen. So heißt es in einem aktuellen Verhandlungsvorschlag, dass journalistische Angebote, die teilweise oder komplett durch Werbung finanziert sind, die Daten von Nutzern ohne deren explizite Zustimmung verarbeiten dürfen.

Die Verordnung hatte ursprünglich zum Ziel, den Umgang mit Cookies zu vereinfachen. Nach dem Willen des Europaparlaments sollte der Browser so voreingestellt sein, dass Tracking nur bei gewissen Ausnahmen wie zum Zweck der Reichweitenmessung zulässig ist. Damit Nutzer nicht zum Akzeptieren von Cookies gezwungen werden können, findet sich in einem eigenen Absatz 1a von Artikel 8 des Parlamentsentwurfs ein ausdrückliches Kopplungsverbot.

Da inzwischen Daten- und Verbraucherschützer verstärkt gegen Anbieter vorgehen, die Tools wie Google Analytics ohne Zustimmung der Nutzer verwenden, dürfte der Druck auf die EU-Staaten gestiegen sein, eine solche Praxis über den Weg der E-Privacy-Verordnung wieder zuzulassen. Denn Werbeindustrie und Medien befürchten, dass die Werbeeinnahmen drastisch sinken könnten, wenn die Nutzer nicht mehr getrackt werden wollen und es dadurch schwieriger wird, gezielte Werbung auf Basis des Surfverhaltens und anderer Daten ausspielen zu können.

Die finnische Ratspräsidentschaft schlägt daher eine besondere Ausnahme für Informationsdienste wie journalistische Angebote vor. Bei diesen könne „die Nutzung der Verarbeitungs- und Speichermöglichkeiten von Endgeräten und das Sammeln von Informationen von Endgeräten der Endnutzer erforderlich sein“, wenn die Angebote „ganz oder überwiegend durch Werbung finanziert werden“, heißt es nun in Erwägungsgrund 21. Voraussetzung dafür ist lediglich, dass der Nutzer „klare, präzise und benutzerfreundliche Informationen über die Zwecke von Cookies oder ähnlichen Techniken erhält und diese Verwendung akzeptiert“.

Deutlich ergänzt wird in dem Vorschlag zudem der Artikel 6, der den Providern Vorgaben zur Nutzung von Metadaten und Kommunikationsinhalten macht. So sollen Provider die Metadaten unter bestimmten Bedingungen auch für Zwecke verwenden dürfen, für die sie nicht ursprünglich erhoben wurden. Allerdings sollen diese Daten nur in anonymisierter Form an Dritte weitergegeben werden dürfen. Zudem sollen Kunden die Möglichkeit haben, der Nutzung zu widersprechen. Die E-Privacy-Verordnung soll den Mitgliedstaaten die Möglichkeit offenlassen, für Ermittlungszwecke Daten auf Vorrat zu speichern (Erwägungsgrund 26).

Ein neuer Artikel 6d macht zudem Vorgaben, unter welchen Bedingungen Provider die Inhaltsdaten ihrer Nutzer nach kinderpornografischem Material durchsuchen dürfen. Demnach ist Suche nur erlaubt, wenn es von dem Material Hash-Werte gibt und die Inhalte unmittelbar nach dem Vergleich gelöscht werden, wenn keine Übereinstimmung gefunden wurde.

Neue Formulierungen enthält der Vorschlag für Geräte aus dem Internet der Dinge (IoT). Hier war befürchtet worden, dass die erforderliche Zustimmung für eine Datenverarbeitung die Nutzung von IoT-Geräten wie Sensoren, Thermostaten, Strommessern oder vernetzten Autos erschweren würde. So soll die Zustimmung nicht erforderlich sein, wenn die Datenverarbeitung für die Nutzung des Dienstes erforderlich ist (Erwägungsgrund 21 und 25).

KMUs vernachlässigen Online-Werbung

Laut einer Studie von YouGov im Auftrag von Google ist das die größte Herausforderung (43 Prozent). Als wichtigstes Ziel geben in der Studie 47 Prozent der Befragten an, in den nächsten zwölf Monaten stabiles und beständiges Unternehmenswachstum für ihr Unternehmen an.

Im Zeitalter der Digitalisierung ist dabei eine Webpräsenz ein Muss. Und doch verfügt ein Drittel der KMU bisher über keine eigene Unternehmenswebseite. Fast zwei Drittel (63 Prozent) haben nicht einmal einen Facebook-Auftritt.

Die vernetzten KMUs dagegen nutzen die Möglichkeiten digitaler Werbung bisher nicht optimal aus. So stellt die Studie in Sachen Marketingmöglichkeiten ein eher traditionelles Verhalten fest: Suchmaschinenoptimierung wird nur von knapp einem Viertel der KMUs betrieben (23 Prozent), während Suchmaschinen-Anzeigen nur bei 19 Prozent und Online-Video-Anzeigen nur bei acht Prozent der Unternehmen als Werbemöglichkeiten eingesetzt werden.

Der YouGov-Studie zufolge wünschen sich KMU Werbemöglichkeiten, die „einfach“ (25 Prozent) und „flexibel“ in der Anwendung sind.

Fehlende Zeit und mangelnde Grundlagen

Die Online-Werbenden nutzen ihre Marketing-Maßnahmen vor allem zur Generierung neuer und Bindung bereits bestehender Kundenbeziehungen: 56 Prozent wollen „neue Kunden in das Unternehmen bringen“, „Die Wahrnehmung des Unternehmens erhöhen“ (44 Prozent) und die „Beziehungen mit Bestandskunden verbessern“ (34 Prozent).

„Vielen KMU scheint ein geeigneter Einstieg in die Welt des digitalen Marketings zu fehlen. Fehlende Zeit und mangelnde Grundlagen führen dazu, das Potenzial nicht ausschöpfen zu können“, so Kim Spalding, Product Management Director bei Google. „Wir sehen uns hier in der Verantwortung und wollen gerade Unternehmen mit kleinen Budgets mit kostenlosen Tools weiterhelfen.“

Für Volkszählung werden in Spanien Standorte von Millionen Handys erfasst

In Spanien werden die Standorte von Millionen Handys nachverfolgt. Ziel des begonnen Projekts ist es nach Angaben der Statistikbehörde INE, Daten über die Alltagsmobilität der spanischen Bevölkerung zu gewinnen. An insgesamt acht Tagen erhält INE demnach zu unterschiedlichen Uhrzeiten Zugriff auf die Standorte der Mobiltelefone.

Es handle sich dabei um eine anonyme Zählung. Die Daten sollen für die Volkszählung im Jahr 2021 verwendet werden. So sollen die Standorte an vier weiteren Tagen im November und am Weihnachtstag nachverfolgt werden. Zudem sind zwei weitere Tage im Juli und August geplant.

Die Initiative beruht auf einer Kooperation mit den drei größten nationalen Telefonanbietern Movistar, Orange und Vodafone, die zusammen 78,7 Prozent des spanischen Mobilfunkmarkts abdecken. Für das Vorhaben hat INE den Telefonanbietern fast 500.000 Euro zur Verfügung gestellt.

TikTok filtert offenbar China-kritische Inhalte

Die beliebte chinesische App TikTok hatte vor einem Monat bereits jegliche politische Werbung auf ihrer Plattform verboten. Nun haben Tests ergeben, dass die App anscheinend auch politisch brisante Themen herausfiltert.

Bereits seit einiger Zeit kritisieren Politiker in Deutschland und den USA, dass die junge Zielgruppe politische Inhalte nur stark gefiltert angezeigt bekommt.

Die Redaktion der „Welt am Sonntag“ hatte für ihren Test mehrere Nutzerkonten angelegt und nach aus Sicht der chinesischen Regierung brisanten Stichworten gesucht. Dabei ergaben Suchen zum Beispiel nach der spirituellen Praktik „Falun Gong“ oder nach dem „Tian’anmen-Massaker“ oder „Tian’anmen-Platz“ keine oder nur wenige passende Ergebnisse.

Gegenüber der Zeitung hat die Sprecherin des chinesischen Eigentümers Bytedance die Kritik zurückgewiesen. Die fehlenden Suchergebnisse erklärt das Unternehmen mit dem Konzept der App. Auf TikTok würden die Nutzer größtenteils unterhaltsame Videos hochladen.

Wie schlechte digitale Werbeumfelder die Nutzer beeinflussen

Die Qualität von Werbeumfeldern ist im digitalen Marketing ein heiß diskutiertes Thema. Jetzt dürfte die Studie „Ripple Effect“ des Tech-Dienstleisters Integral Ad Science (IAS) für neuen Gesprächsstoff sorgen.

So geben 83 Prozent der deutschen Verbraucher der Umfrage zufolge an, eine Marke negativer wahrzunehmen, wenn ihre Anzeigen in minderwertiger Werbeumgebung auftauchen. 65 Prozent, also knapp zwei Drittel der Befragten, geben sogar an, die Produkte der betreffenden Marke dann nicht mehr kaufen zu wollen.

Dabei ist das sichere Werbeumfeld den deutschen Verbrauchern sogar noch wichtiger als die persönliche Relevanz der Anzeige. Während 65 Prozent der Befragten Wert auf maßgeschneiderte Anzeigeninhalte legen, ist für 70 Prozent der seriöse Kontext der Anzeige wichtiger. Dieses Ergebnis schlägt sich auch in der Interaktionsrate nieder: In einem qualitativ hochwertigen Werbeumfeld ist das Engagement der Studie zufolge um 50 Prozent höher als in einem als minderwertig empfundenen Kontext. Zudem machen knapp zwei Drittel (65 Prozent) der deutschen Verbraucher die werbenden Marken selbst für das Umfeld einer digitalen Werbeanzeige verantwortlich.

„Die Qualität des Werbeumfelds einer digitalen Anzeige hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie Menschen die Anzeige wahrnehmen“, sagt Oliver Hülse, Managing Director bei IAS. Deshalb appelliert er an die gesamte Branche, sich des Themas Brand Safety und Suitability mit Ernsthaftigkeit anzunehmen: „Werbungtreibende müssen transparent kommunizieren, welche Anforderungen sie an die Brand Suitability haben, Publisher sollten ihrerseits eng mit Marken zusammenarbeiten, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.“

Für die Studie erhob IAS eine allgemeine Bevölkerungsstichprobe aus insgesamt sieben Märkten, darunter Deutschland, die USA, UK und Frankreich. Befragt wurden Frauen und Männer ab einem Alter von 18 Jahren.

Österreich bei Forschung in der Informatik nur Mittelmaß

Österreich ist in der Forschung im Bereich Informatik nur Mittelmaß. Das ist das vorläufige Ergebnis einer bibliometrischen Analyse, die bei einer Tagung des Wissenschaftsrats in Wien präsentiert wurde. Die Forschungsleistung liegt demnach zwar leicht über dem Welt-Durchschnitt, aber zum Teil deutlich unter jener von Benchmark-Ländern wie der Schweiz, den Niederlanden oder Israel.

Für die Erhebung verglich Ed Noyons vom Centre for Science and Technology Studies der Universität Leiden (Niederlande) Faktoren wie die Publikationsleistung oder Zitierungen in diversen Fachzeitschriften. In absoluten Zahlen die meisten Publikationen verzeichnet hierzulande die Technische Universität (TU) Wien, gefolgt von der TU Graz, der Uni Wien, der Uni Linz und der Uni Innsbruck. Die Forscher an letzterer schaffen es dafür im nationalen Vergleich am häufigsten in Top-10-Publikationen bzw. in die am häufigsten zitierten Zeitschriften. Generell schlecht schneidet Österreich in diesem Zusammenhang bei Kooperationen mit der Industrie ab.

Für den stellvertretenden Chef der Hochschul-Sektion im Bildungsministerium, Heribert Wulz, ist die Studie „ein Stück weit ernüchternd“: „Es ist zwar keine Katastrophe, dass sich Österreich im internationalen Schnitt verortet. Aber wenn man Länder heranzieht, mit denen wir uns sonst gerne vergleichen wie etwa die Niederlande, dann sehen wir, dass die sich doch besser darstellen können.“ Das liege etwa daran, dass diese Länder enorm investieren würden.

„Wir haben definitiv den Befund, dass im MINT-Bereich generell bzw. in der Informatik eine Stärkung unbedingt nötig ist“, so Wulz. Das betreffe nicht nur den Forschungsbereich, sondern auch die Lehre. „Wir haben eine sehr große Nachfrage nach Absolventen, die nicht vollständig gedeckt werden kann.“ Daher habe man zuletzt 30 neue Professuren für die Unis im Bereich Informatik in den Leistungsvereinbarungen verankert, die Zahl der Anfänger-Studienplätze von 2.500 auf 2.800 erhöht sowie auch an den Fachhochschulen neue Informatik-Studienplätze finanziert.

Amazon verkauft drei Mal mehr smarte Lautsprecher als Google

Amazons Taktik geht auf, mit möglichst vielen verschiedenen Echo-Geräten immer mehr Käufer zu gewinnen. Marktforscher von Canalys haben eine Studie zu den Verkaufszahlen smarter Lautsprecher auf dem Weltmarkt im dritten Quartal 2019 veröffentlicht, wonach Amazon den Markt weiterhin anführt und seinen Marktanteil weiter steigern konnte. Bei Google verringerte sich nicht nur der Marktanteil, auch die Verkaufszahlen gingen deutlich zurück.

Auf dem Weltmarkt spielen chinesische Anbieter eine große Rolle, die vor allem in ihren Heimatmärkten aktiv sind, aber ihre Produkte nicht weltweit anbieten. Dazu gehören Alibaba, Baidu sowie Xiaomi. Sowohl Alibaba als auch Baidu haben im dritten Quartal 2019 jeweils mehr smarte Lautsprecher verkauft als Google und auch Xiaomi ist nur ganz knapp hinter Google.

Mit 10,4 Millionen verkauften smarten Lautsprechern führt Amazon und erreicht einen Marktanteil von 36,6 Prozent. Damit steigerte Amazon seinen Marktanteil weiter, der noch vor einem Jahr bei 31,9 Prozent lag. Googles Marktanteil betrug vor einem Jahr 29,8 Prozent. Damit lag Google nur knapp hinter Amazon. Ein Jahr später ist Google mit einem Marktanteil von 5,9 Prozent weit abgeschlagen. Amazon verkaufte fast drei Mal so viele smarte Lautsprecher wie Google.

Facebook: 80 Prozent der gelöschten Hassrede durch Software erkannt

Der Einsatz von Software zur Erkennung von Hassrede bei Facebook hat einen neuen Spitzenwert erreicht. Im dritten Quartal wurden 80 Prozent der deswegen gelöschten Inhalte automatisiert vom Online-Netzwerk selbst identifiziert, wie Facebook am Mittwoch berichtete. Im ersten Quartal lag der Wert noch bei 68 Prozent.

Facebook hatte nach Kritik den Einsatz von Software zur Erkennung von Hassrede und Hetze stark ausgebaut. Aus dem halbjährlichen Bericht ging auch hervor, dass Facebook im vergangenen Quartal 1,7 Milliarden gefälschte Accounts löschte. Das waren 500 Millionen weniger als im ersten Quartal – Facebook führt das auf eine bessere Vorsorge zurück, die das Anlegen falscher Accounts verhindere.

Manager übernehmen 80 Prozent der Wiener Agentur GGK Mullenlowe

Die beiden Geschäftsführer der GGK Mullenlowe – Michael Kapfer und Dieter Pivrnec – haben die Mehrheit an der traditionsreichen Wiener Agentur übernommen, die internationale Werbeholding IPG hält nun 20 Prozent an der Agentur und ihren Töchtern FCB Neuwien und McCann in Österreich.

Kapfer und Pivrnec übernehmen je 40 Prozent an der Agentur rückwirkend zum 1. Jänner 2019, teilte die Agentur am Donnerstagabend mit. Seit 2016 hielt laut Firmenbuch die IPG Holding die Anteile. Damals verabschiedete sich Rudi Kobza aus der GGK-Gruppe und gründete seine Agentur Kobza and the Hungry Eyes.

OWA: Heimische Webangebote im Aufwind

Im Oktober lagen die Zugriffe bei fast allen Medien sogar über jenen des September und liegen inzwischen wieder auf „Ibiza-Niveau“, angeführt wie immer von orf.at, das mit 83,6 Millionen Visits die aktuelle Benchmark vorgibt. Rund weitere 20 Millionen Visits steuerte der Rest des ORF-Networks bei, vor allem wohl tvthek.orf.at.

Noch steiler nach oben zeigte die Kurve allerdings bei krone.at, das mit 49,5 Millionen Visits den Abstand zum Branchenprimus erneut verringern konnte und vor allem in Sachen Unique Clients deutlich zulegen konnte. Auf dem dritten Platz liegt standard.at mit nicht ganz 35 Millionen Visits, der dafür mit rund sieben Minuten Usetime pro Seitenaufruf unangefochtener Sieger bei der Verweildauer ist. Auch orf.at und krone.at konnten allerdings ihre Usetime-Werte leicht steigern. Mit einigem Abstand folgt der Rest des Felds.

willhaben verteidigt Spitzenplatz

Oe24.at und kurier.at liegen wie schon die letzten Monate im Hinblick auf die Visits knapp beieinander (oe24.at: 19,6 Millionen / kurier.at: 18 Millionen), mit kleinezeitung.at und 17,3 Millionen dicht darauf. Die Usetime aller drei Medien zeigt sich ungefähr auf Vormonatsniveau, jedoch mit leicht sinkender Tendenz bei kurier.at, das dafür seinen Vorsprung bei den Unique Clients ausbauen konnte.Es folgen heute.at mit 15,9 Millionen und vol.at mit 10,6 Millionen, sowie unter den Nachrichtenangeboten in weiterer Folge meinbezirk.at, tt.com und nachrichten.at.

Bei den Webangeboten ohne Nachrichtenfokus dominiert traditionell willhaben.at mit fast 66 Millionen Visits, gefolgt von GMX, das mit seinen beiden URLs gmx.at und gmx.net auf rund 57 Millionen kommt. Deutlich die Nase vorne hat willhaben.at allerdings bei den Unique Clients mit einem Spitzenwert von fast 8,7 Millionen Usern, wohingegen GMX auf rund 3,8 Millionen kommt. Nach dem ORF-Network insgesamt zweitgrößtes Dachangebot ist allerdings die Styria, die unter dem digital-one-dach, das die Webpräsenzen des Medienhauses eint, 39,9 Millionen Visits und 9,7 Millionen Unique User versammelt. Als Vermarkter bringt es die sd one sogar auf 106 Millionen Visits, was die Spitzenposition nach Goldbach (89 Millionen) und austria.com/plus (32,8 Millionen) bedeutet.

Google sammelt sensible Gesundheitsdaten von Millionen US-Bürgern

Google hat Zugriff auf die Krankendaten von Millionen US-Bürgern aus 21 Bundesstaaten der USA. Wie das Wall Street Journal berichtete, arbeitet der Internet-Riese bereits seit 2018 mit dem zweitgrößten Gesundheitssystem der USA, Asciencion Health Care, zusammen. Die Daten aller Patienten aus ihren 150 Krankenhäusern soll in der Google Cloud gespeichert werden. In den USA ist es erlaubt, Krankendaten mit Business-Partnern zu teilen. Die betroffenen Patienten wurden nicht darüber informiert.

Künstliche Intelligenz

In einer Erklärung schrieb Ascension, die Zusammenarbeit mit Google habe die Modernisierung der Verwaltungssysteme und das Testen von Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zum Ziel. Laut New York Times wurde bereits Software getestet, mit der die Krankendaten eines Patienten nach bestimmten Kategorien gefiltert werden können. Laut Asciension soll so die Sicherheit und der Service für die Patienten verbessert werden.

Zudem werde daran gearbeitet, Künstliche Intelligenz darauf zu trainieren, anhand der Patienten-Daten mögliche Krankheiten vorherzusagen oder sie schneller zu identifizieren. Laut New York Times sollen zudem duzende Google-Angestellte Zugriff auf sensible Patienten-Daten wie Namen, Geburtsdatum, Krankheiten und Behandlungen haben. Asciension schrieb, man halte sich dabei an die US-Gesetze und Datenschutzbestimmungen zur Verwendung von Krankendaten.

Junge sind hochgradig Screen- und Social Media-affin

42 Prozent der nach dem Jahr 2000 geborenen, von den Autoren als „Generation Tech“ bezeichneten Jugendlichen verbringen demnach den Großteil ihrer Freizeit mit „Screen-Aktivitäten“. Informationen über Umwelt- und Gesellschaftsthemen holt man sich oft über Social Media.

Die Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com und der Kreativagentur Kobza And The Hungry Eyes (KTHE) mit dem Titel „Austrian Generation Tech Report 2019“ stützt sich auf insgesamt 2.000 „web-aktive Personen“ aus Österreich zwischen 15 und 49 Jahren. Rund elf Prozent davon waren zum Zeitpunkt der Online-Befragung im besagten Alter zwischen 15 und 19 Jahren.

„40 plus“

Während sich 42 Prozent aus dieser Altersgruppe in ihrer Freizeitgestaltung als äußerst Screen-affin outeten, waren dies in der Gruppe „40 plus“ 18 Prozent. Eine nicht zu vernachlässigende digitale Parallelwelt ist demnach jene der Computerspiele. 45 Prozent der „Generation Tech“ spielen zumindest einmal wöchentlich oder öfter Online- oder Computerspiele. Dabei verweilt man rund 90 Minuten vor dem Tablet, Laptop, Handy oder sonstigen Bildschirmen. 64 Prozent der 15- bis 19-Jährigen sehen über Webplattformen anderen Gamern beim Spielen zu.

Informationen zum derzeit so im Vordergrund stehenden Umweltthema und zu gesellschaftlichen Entwicklungen holt sich rund die Hälfte der Jugendlichen über Social Media-Plattformen, gefolgt von TV-Nachrichten (43 Prozent), Zeitungen (32 Prozent) sowie Youtube (31 Prozent). Für rund drei Viertel aus dieses Altersgruppe ist Social Media ein wichtiges Vehikel zum Lenken ihrer Aufmerksamkeit auf Themen wie Klimawandel, Rassismus oder Gleichberechtigung. Privatheit sucht die „Generation Tech“ dort eher nicht: Fast die Hälfte der privaten Social Media-Accounts sind öffentlich einsehbar. In der Gruppe der über 40-Jährigen ist das nur bei rund einem Drittel so.

Generation Z sieht Amazon zunehmend skeptisch

Der E-Commerce-Riese Amazon sinkt zunehmend in der Gunst der Generation Z. 53 Prozent der 16- bis 24-Jährigen bevorzugen das Einkaufen bei Marken oder Retailern. Zu diesem Ergebnis kommt der „Future Shopper“-Report von Wunderman Thompson.

Junge Webshopper stehen im Gegensatz zu älteren Generationen Amazon besonders skeptisch gegenüber. Denn sie werden am ehesten von ethischen Bedenken und Fragen zum Umweltschutz beeinflusst. Das Konzept von Amazon bekommt erste Risse und Kritik. Zum Beispiel in Form der WACD-Bewegung (What Amazon Can’t Do), die für die Generation Z absolut ein Thema ist.

Dennoch steht Amazon grundsätzlich bei den Webshoppern bei der Produktsuche an erster Stelle. Rund 54 Prozent beginnen die Recherche nach einem bestimmten Artikel auf dem Online-Marktplatz. Aber nur weil die meisten Verbraucher viele ihrer Produktsuchen auf Amazon beginnen, bedeutet das noch lange nicht, dass Händler automatisch alles auf eine einzige Plattform setzen sollten. Suchmaschinen nutzen immer noch 49 Prozent der Befragten. 29 Prozent steuern direkt die Markenwebsites an. Wohingegen nur neun Prozent aller Produktsuchen auf Social Media starten.

Inspiration über soziale Netzwerke

Für Inspiration ziehen die User allerdings soziale Netzwerke immer mehr heran. Fast ein Drittel der Online-Shopper aus der Umfrage findet Inspiration auf Social Media. 2018 waren es noch 23 Prozent. Besonders bei den 14. bis 24-Jährigen (49 Prozent) sind soziale Netzwerke zur Inspiration gefragt. Zudem ist Social Commerce im Kommen und wird zunehmend nativ, so dass Nutzer nicht die Kanäle wechseln müssen, um einen Kauf zu tätigen.

Insgesamt erwarten die Webshopper viel: niedrige Preise, verfügbare Produkte sowie eine schnelle Lieferung. Wo früher das Einkaufen im Netz eine relativ direkte Transaktion war, erwarten die Nutzer heute Kauferlebnisse. Kunden geht es heute nicht mehr nur darum, wo und wie sie einen Einkauf tätigen. Stattdessen sind heute viele Faktoren gleich wichtig: die Lieferung selbst, Retouren, Komfort, Prämien und sogar Umweltschutz. Online-Händler wie Amazon haben im Bereich Service hohe Maßstäbe gesetzt, die sich bei den Verbrauchern etabliert haben. Andere Händler und Marken müssen sich damit auseinandersetzen und versuchen, ein gleichwertiges Service-Level zu bieten.

8 von 10 Unternehmen erwarten von Mitarbeitern allgemeine Digitalkompetenz

So setzt aktuell rund jedes zweite Unternehmen (47 Prozent) mit 100 oder mehr Mitarbeitern Change-Management-Methoden ein, um Strukturen anzupassen und die Belegschaft mitzunehmen. Vor zwei Jahren lag der Anteil gerade einmal bei 36 Prozent. Vor allem Großunternehmen mit 500 oder mehr Mitarbeitern greifen auf Change-Management-Methoden zurück, hier beträgt der Anteil sogar 57 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter 953 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland. Dabei wird der Veränderungsprozess am häufigsten von eigenen Digitalisierungseinheiten oder dem Chief Digital Officer (CDO) verantwortet (35 Prozent). In rund jedem vierten Unternehmen ist dafür die Geschäftsführung bzw. der Vorstand (26 Prozent) oder die interne Unternehmenskommunikation (23 Prozent) zuständig.

Google stellt Ergebnisse seiner Zukunftswerkstatt vor

Seit zehn Monaten bietet Google zusammen mit der Gewerkschaft Verdi sowie den Industrie- und Handelskammern München und Düsseldorf Angebote für die digitale Weiterbildung an. Nun hat der Internet-Riese erste Ergebnisse seiner Zukunftswerkstatt vorgestellt.

„Digitalisierung und Weiterbildung sind zentrale Begriffe in der modernen Arbeitswelt“, sagte Björn Böhning, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales zur Vorstellung in Berlin. Dafür sei ein „gemeinsamer Aufbruch“ erforderlich. Die Zukunftsinitiative von Google sei dafür „ein gutes Beispiel“. Google kenne sich zwar gut mit der Digitalisierung aus, sei aber kein Experte für die Methoden der Weiterbildung, sagte Sabine Frank von Google Deutschland. Deshalb arbeite das Unternehmen mit verschiedenen Partnern wie Fraunhofer, Verdi oder den IHKs zusammen.

Neben der Basisbox ermittelten die Partner auch die Bedarfe in verschiedenen Berufsprofilen etwa aus Handel, Logistik oder Krankenhäusern. Auf dieser Basis sollen nun spezifische Trainingsformate für ausgewählte Berufsprofile erarbeitet werden, die in einer IHK-Zertifikatsprüfung münden sollen. Gefragt seien sowohl niederschwellige Angebote als auch hochwertige Angebote für die weitere Qualifizierung im Beruf, sagte Christoph Schmitz, Vorstandsmitglied von Verdi.

Mehrheit der Österreicher nutzt Internet-Banking

Die Mehrheit der Österreicher regelt Bankgeschäfte inzwischen online. Laut einer BCG-Umfrage unter rund 1.300 Personen in Österreich nutzen 58 Prozent digitale Bankservices, 34 Prozent erledigen ihre Finanzgeschäfte online und in einer Bankfiliale und nur 8 Prozent gehen ausschließlich zur Bank.

Besonders bei der Eröffnung eines Kontos oder bei Geschäften, die Beratung erfordern, gehen die Österreicher noch immer gerne in eine Bankfiliale.

Die Umfrage wurde insgesamt in elf Ländern durchgeführt. Unter diesen ausgewählten Ländern liegt Österreich bei der Nutzung digitaler Bankservices auf Platz drei hinter Belgien und den Niederlanden. Befragt wurden auch Personen aus Deutschland, Großbritannien, Spanien, den USA, Kanada, Brasilien, China und Australien, in Summe wurden 34.400 Menschen befragt.

eSports im Aufwind Österreichs

A1 hat im Rahmen des eSport Summit, der vergangene Woche in der Gösserhalle (Wien) über die Bühne ging, gemeinsam mit dem Forschungs- und Beratungsunternehmen Nielsen Sports die größte österreichische eSports-Studie präsentiert. Laut der Befragung ist das hohe Interesse an eSports in der Gesamtbevölkerung durch das überdurchschnittliche Interesse der 14- bis 24-Jährigen getrieben. Bereits 54 Prozent der Bevölkerung soll mindestens einmal pro Woche ein Computer-Game spielen. Bereits 14 Prozent schaut demnach auch regelmäßig eSports-Angebote.

Mehrheit hält Kryptowährungen derzeit noch nur für ein Spekulationsobjekt

Deutsche sehen gleichermaßen Chancen wie auch Nachteile bei digitalen Währungen wie Bitcoin, Etherum & Co. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Demnach haben zwei Drittel (68 Prozent) bereits von Kryptowährungen gehört oder gelesen, das sind etwas mehr als vor einem Jahr (64 Prozent). Eine deutliche Mehrheit von ihnen (62 Prozent) beklagt, dass Kryptowährungen angesichts von Kursschwankungen nur etwas für Spekulanten seien. Allerdings gibt auch jeweils rund jeder Zweite an, dass Kryptowährungen schnellere (56 Prozent) und billigere (51 Prozent) Geldtransfers ermöglichen sowie das Bezahlen gerade von Kleinstbeträgen im Internet sehr viel einfacher machen werden (49 Prozent).

Dr. Google: Fast die Hälfte der Internetznutzer diagnostiziert sich falsch

Eine Studie von OnePoll, an der 2.000 US-Amerikaner teilgenommen haben, hat ergeben, dass 65 Prozent der Befragten schon einmal das Internet benutzt haben, um eine Selbstdiagnose zu stellen. Die Online-Suche hat allerdings wenig geholfen. Im Gegenteil: Die Besorgnis war bei 74 Prozent der Probanden nach der Recherche noch größer.

Großteil geht zum Arzt

Die meisten Befragten – 51 Prozent – gehen bei Symptomen aber in erster Instanz zum Arzt. Sechs von zehn Personen vermeiden hingegen Arztbesuche, was in erster Linie mit den hohen Kosten in den USA zu tun hat. Fast 40 Prozent sind zudem der Meinung, Ärzte würden ihre Symptome nicht ernst nehmen und ebenfalls fast 40 Prozent hätten keine Zeit für Arztbesuche.

D: IVW Monat “ebay Kleinanzeigen” springt erstmals über die 600-Mio.-Marke, “gutefrage.net” stoppt Abwärtstrend

Der Marktplatz „ebay Kleinanzeigen“ hat im Oktober eine neue Schallmauer durchbrochen: Mit 643,45 Mio. Gesamt-Visits und 614,75 Mio. aus dem Inland übersprang das Angebot erstmals überhaupt die 600-Mio.-Marke.

68,73 Mio. zusätzliche Inlands-Visits verzeichnete “ebay Kleinanzeigen” laut IVW gegenüber dem September. Die Gesamtzahl von 614,75 Mio. Besuchen aus dem Inland ist ein neuer Fabelrekord für den Marktplatz.

Elf weitere Marken gewannen neben “ebay Kleinanzeigen” innerhalb der Top 50 mehr als 10% Visits gegenüber dem September. Darunter findet sich mit “Chefkoch.de”, “TV Spielfilm.de”, “RND”, “Wunderweib”, “Computerbild.de”, “gutefrage.net” und “Promivideo” ein bunter Mix an Themen und Branchen. Erwähnenswert sind dabei vor allem die 101,1%, um die sich “gutefrage.net” steigerte – von 12,99 Mio. Inlands-Visits auf 26,11 Mio. Der Traffic-Absturz der vergangenen Monate – von 50,04 Mio. Inlands-Visits im Januar auf 10,91 Mio. im August ist damit vorerst gestoppt. Schaut man auf Hochrechnungen von SimilarWeb, so konnte “gutefrage.net” insbesondere den Suchmaschinen-Traffic deutlich steigern.

Verlierer gibt es innerhalb der Top 50 nur elf, neben den erwähnten “WetterOnline” und “wetter.com” büßten vor allem auch “Wetter.de, “Transfermarkt.de”, “Tag24” und “TV Now” viele Visits ein.

Nielsen steht vor Zerschlagung: Marktforscher wird in zwei börsennotierte Firmen aufgespalten

Der Marktforscher Nielsen bekommt eine neue Struktur: Das Management plant, das Unternehmen in zwei Bereiche aufzuspalten. Sie sollen anschließend getrennt an die Börse geführt werden. Dies teilte der Konzern heute nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen für Q3 mit. In den beiden Unternehmen sollen jeweils das Global Connect- und das Global Media-Geschäft eingebracht werden. Mit der Aufspaltung entsteht zum einen ein Unternehmen, das sich um Medien- und Werbekunden kümmert, die andere Gesellschaft soll Konsumgüterunternehmen mit Forschungsdaten versorgen. An der Börse sorgte die Meldung für ein Kursfeuerwerk. Die Notierung zog um 5,43 Prozent auf 19,40 Euro an.

Facebook informiert Investoren über Schutzmaßnahmen vor US-Wahl 2020

Mit Blick auf die US-Wahlen im kommenden Jahr hat Facebook seine Investoren über Maßnahmen zum „Schutz des demokratischen Prozesses“ informiert. „Wir haben eine Verantwortung, Missbrauch und Einmischung in Wahlen auf unserer Plattform zu stoppen“, teilte der US-Konzern mit.

Zu den Maßnahmen gehören ein besserer Schutz der Facebook-Konten gewählter Amtsträger und die klare Kennzeichnung, wer für politische Seiten und die Websites staatlicher Medien verantwortlich ist. Außerdem sollen Videos und Artikel, die von unabhängigen Faktenprüfern als „Falschinformation“ eingeordnet wurden, deutlicher gekennzeichnet werden. Die Maßnahmen waren bereits im Oktober von Facebook-Chef Mark Zuckerberg angekündigt worden.

Seit der US-Wahl 2016 stehen die großen Online-Netzwerke unter erheblichem Druck, gegen die massive Verbreitung von inhaltlich falschen sowie manipulativen politischen Botschaften vorzugehen. Laut Erkenntnissen der US-Geheimdienste wurde damals von Russland aus eine intensive Manipulationskampagne zugunsten des späteren Wahlsiegers Donald Trump geführt, für die auch die Online-Netzwerke eingesetzt wurden.

Facebook hat seither eine Reihe von Maßnahmen gegen die Verbreitung von Falschinformationen ergriffen. Erst kürzlich hatte Facebook nach eigenen Angaben eine neue getarnte russische Kampagne auf seinen Plattformen entdeckt und gestoppt, die auf politische Einflussnahme in den USA abzielte.

Twitter denkt über fundamentale Änderungen nach

Twitter könnte in Zukunft den Austausch in seinem Kurznachrichtennetzwerk grundlegend ändern. Twitters Vizepräsident für Design und Forschung, Dantley Davis, veröffentlichte jetzt eine Liste von Funktionen, mit denen er im kommenden Jahr experimentieren wolle. Dazu gehören einige grundlegende Änderungen an der Funktionsweise von Twitter, vor allem das Retweet-Feature und die Kontrolle darüber, wer von wem in die Konversationen auf der Plattform über ein @-Mention einbezogen werden kann.

Davis betont in einem nachfolgenden Tweet, dass es zunächst keine offiziellen Änderungspläne gebe, sondern zu dem jetzigen Zeitpunkt seine in Aussicht gestellten Features lediglich mit den Nutzern diskutiert werden sollen. Priorität sei, den öffentlichen Austausch auf Twitter zu verbessern und auf dem Weg dahin von den Usern Rückmeldung zu erhalten.

Angesichts der Bemühungen von Twitter, Mobbing und Hassreden in seinem Netzwerk einzudämmen, stechen vor allem zwei der von Davis erwähnten Features hervor. Indem die Nutzer die Möglichkeit erhalten, Retweets ihrer Beiträge zu unterdrücken, könnte dazu beigetragen werden, die Verbreitung von Inhalten im gesamten Twitter-Netzwerk zu verhindern. Eine ähnliche Anti-Mobbing-Wirkung hätte auch die Möglichkeit, andere Benutzer daran zu hindern, Dritte ohne deren Erlaubnis in einem Tweet zu erwähnen.

Bisher hatte Twitter der Verbreitung von Hassrede lediglich seinen Algorithmus entgegengesetzt, der beleidigende und belästigende Tweets ausfiltert. In Kürze tritt jedoch bei Twitter eine erste größere Änderung in Kraft: Ab 22. November 2019 sollen auf dem Netzwerk keine politischen Ads mehr eingespielt werden.

PwC wächst schwächer als die Konkurrenz

Deutschlands größte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC bekommt im Beratungsgeschäft die Konjunkturdämpfer dieses Jahres zu spüren. Im Advisory-Segment, dem größten der Gruppe, stieg der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr (bis Ende Juni) nur noch um 5,3 Prozent auf 904 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte das Consultinggeschäft von PwC, das zu den größten in Deutschland zählt, noch um zehn Prozent zugelegt.

Mit Blick auf die geopolitischen Unsicherheiten hätten Unternehmen Projekte verschoben oder gestückelt, erläuterte Deutschlandchef Ulrich Störck. Er zeigte sich dennoch zufrieden mit der Performance. Für jedem Unternehmensbereich von PwC gelte: Man wolle kein Wachstum um jeden Preis, sondern eines, dass profitabel mit hoher Qualität der Services verbunden sei.

In der Advisory-Sparte hat PwC die 2014 übernommene Strategieberatung „Strategy &“, die Begleitung von Firmentransaktionen und die klassische Beratung von Unternehmen bei ihren Prozessen (Operations) gebündelt. Strategy & (früher Booz) kam im abgelaufenen Geschäftsjahr auf einen Umsatz von 218 Millionen Euro.

Das Consultinggeschäft war auch Hauptgrund, warum PwC auch insgesamt etwas schwächer gewachsen ist als die Konkurrenz unter den „Big Four“ der Prüfungsgesellschaften. PwC steigerte die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2018/19 um 5,1 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Der direkte Verfolger EY legte um 7,2 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro zu.

Die Nummer vier, Deloitte, steigerte die Gesamtleistung – auch dank einer florierenden Beratungssparte – um 17 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. In die Gesamtleistung ist auch der Umsatz von Projekten eingerechnet, die im Geschäftsjahr begonnen, aber noch nicht als Umsatz verbucht wurden. KPMG hat noch keine Zahlen vorgelegt.

Software soll Ermittlern das Abhören von Telefonaten erleichtern

Auf der Suche nach Kriminellen könnte ein neues Computerprogramm Ermittlern künftig die Analyse abgehörter Telefonate erleichtern. In einem groß angelegten europäischen Projekt von Forschungseinrichtungen und Ermittlungsbehörden wie Interpol soll bis 2022 eine Software entstehen, die Kriminalisten mit einem Suchbegriff über eine Vielzahl von Telefongesprächen laufen lassen können.

Das Programm solle dann schnell verdächtige Stellen zum Beispiel zum Wort „Sprengstoff“ finden, anstatt dass Ermittler stundenlang Telefonate durchhören müssten, sagte Dietrich Klakow, der als Sprachtechnologe an der Universität des Saarlandes dabei ist.

Berliner Mauer in Augmented Reality erkunden

Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls können Besitzer eines Smartphones oder Tablet-Computers die Berliner Mauer virtuell an ihrem historisch korrekten Ort erkunden. Mit Hilfe von Augmented Reality (AR, erweiterte Realität) werden in der App „MauAR“ rund 160 Kilometer des Mauerverlaufs dargestellt.

iPhone-App zeigt, wie es vor dem Mauerfall aussah

Die Anwendung, die zunächst für das iPad und das iPhone von Apple verfügbar ist, lässt sich in Berlin direkt am ehemaligen Mauerverlauf einsetzen. In diesem Fall zeigt eine integrierte Karte, wo die Mauer genau stand und wie es vor dem Fall der Mauer aussah. Ein 3D-Modell der Maueranlage kann aber auch an jedem Ort außerhalb Berlins auf dem Bildschirm geholt und virtuell begangen werden. Hier visualisiert die App, wie sich die Mauer von einem mit Stacheldraht versehenen einfachen Steinwall zu einem lebensgefährlichen Grenzsperrsystem mit Wachtürmen und „Todesstreifen“ entwickelt hat.

In der App treten auch zwei fiktionale Charaktere auf, ein Junge aus Ost-Berlin und ein Mädchen aus dem Westen der Stadt, die über den Mauerbau und ihre Folgen aus der jeweiligen Perspektive berichten. Zur Festwoche „30 Jahre Friedliche Revolution – Mauerfall“ im Nobember soll die App dann die historischen Geschehnisse aufgreifen und nacherzählen. So sollen die Anwender virtuell an der Massendemonstration vom 4. November 1989 auf dem Berliner Alexanderplatz teilnehmen können. Die Mauer fiel wenige Tage später am 9. November.

Ein Prototyp der App hatte im vergangenen Jahr in der Branche für Aufmerksamkeit gesorgt, als Apple-Chef Tim Cook sich bei einem Berlin-Besuch die Anwendung vorführen ließ.

Mehr als jede zehnte Firma wurde Opfer von Cyber-Angriffen

Mehr als jedes zehnte Unternehmen war einer Umfrage zufolge in den vergangenen zwölf Monaten Opfer eines Cyber-Angriffs. Bei rund zwei Prozent der Befragten war das in dem Zeitraum sogar mehrfach der Fall, wie aus einer Untersuchung des TÜV-Verbands (VdTÜV) hervorgeht. „Die Angriffslage bei den großen Unternehmen ist noch signifikant größer als bei den kleinen“, sagte Verbandspräsident Michael Fübi.

Bei rund einem Drittel der Angriffe habe es sich um sogenannte Phishing-Attacken gehandelt, bei denen etwa Kontonummern, Passwörter oder andere sensible Daten abgeschöpft werden. Jeder fünfte Angriff kam in Form einer Ransomware, die IT-Systeme lahmlegt oder den Zugriff auf wichtige Daten eines Unternehmens verhindert mit dem Ziel, das Unternehmen zu erpressen.

„Es geht darum, dass die Qualität der Cyber-Bedrohungen zugenommen hat“, sagte der Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI), Arne Schönbohm, am Montag bei der Präsentation.

Er erinnerte an die Cyber-Attacke auf Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz und im Saarland im Sommer, bei der das komplette Netzwerk des Krankenhausverbundes von Schadsoftware befallen wurde. Schönbohm erwähnte auch vorinstallierte Schadsoftware auf mehreren Smartphones, die das Unternehmen im Sommer nachgewiesen hatte.

Trotz der wachsenden Gefahren gaben laut Umfrage rund ein Drittel der Unternehmen an, bei der IT-Sicherheit bewusst Risiken in Kauf zu nehmen. Am höchsten sei diese Bereitschaft im produzierenden Gewerbe, heißt es. Im Gesundheitswesen sowie den Branchen Bau, Energie und Verkehr liege die Quote etwas geringer, jedoch gab auch hier jedes vierte Unternehmen an, Risiken in Kauf zu nehmen.