Alphabet-Chef Page tritt zurück – Google-Chef übernimmt

Google-Chef Sundar Pichai übernimmt nach dem Rückzug nun auch die Führung beim Mutterkonzern Alphabet. Unternehmensgründer Larry Page tritt als Vorstandschef beim US-Internetriesen Alphabet zurück. Zum Nachfolger wurde Sundar Pichai ernannt, der bisher die Tochter Google führt.

Zudem gab der US-Online-Gigant bekannt, dass sich auch Mitgründer Sergey Brin aus dem Management zurückziehen wird. Page und Brin sollen jedoch ihre Posten im Verwaltungsrat behalten, der dem Vorstand übergeordnet ist.

G+J und RTL veranstalten kommendes Jahr Journalismus-Festival unter dem Titel “Tag der Wahrheit”

Am 25. April 2020 laden die beiden Bertelsmann-Töchter Gruner + Jahr und die Mediengruppe RTL Deutschland zu einem „Festival des Journalismus“ nach Hamburg. Unter dem Titel „Tag der Wahrheit“ sollen u.a. Politiker, Schriftsteller, Journalisten, Blogger und Wissenschaftler über Themen des Zeitgeschehens und die Rolle des Journalismus debattieren. Am Abend verleiht der „stern“ den Nannen-Preis.

Julia Jäkel, CEO von Gruner + Jahr: “Journalismus ist für unsere Gesellschaft wichtiger denn je.

MDR trennt sich von Uwe Steimle

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) trennt sich von dem Schauspieler und Kabarettisten Uwe Steimle. Grund seien wiederholte öffentliche Vorwürfe gegen den Sender, teilte MDR-Programmdirektor Wolf-Dieter Jacobi mit. Die MDR-Sendung „Steimles Welt“, die vier Mal im Jahr ausgestrahlt wird, werde daher im Jahr 2020 nicht fortgesetzt.

Steimle habe wiederholt die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks infrage gestellt, so Jacobi. In einem Interview mit der „Jungen Freiheit“ habe der 56-Jährige dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk 2018 „mangelnde Staatsferne“ vorgeworfen. „Der MDR hat schon damals öffentlich klargestellt, dass diese Aussage für ihn nicht akzeptabel ist“, teilte Jacobi mit. Nach neuerlichen Vorwürfen gegen den MDR wegen mangelnder Loyalität dem Kabarettisten gegenüber sei „nun der Punkt erreicht, der eine weitere Zusammenarbeit für uns unmöglich macht“.

In einem Interview mit der Thüringer Allgemeinen vom 16. November hatte sich Steimle „entsetzt und traurig“ darüber gezeigt, dass sich der MDR nicht schützend vor ihn stellt. Der Sender entgegnete in einer Mitteilung vom Mittwoch, dass er „trotz inhaltlich durchaus fragwürdiger Äußerungen“ Steimles an ihm festgehalten habe. Nach dem erneuten Vorwurf sehe der Sender jedoch keine Basis mehr für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Götz Trillhaas neuer Snapchat-Deutschlandchef

Snapchat hat einen Nachfolger für Marianne Bullwinkel gefunden: Götz Trillhaas wird ab Januar als Managing Director die Aktivitäten von Snap in Deutschland, Österreich und der Schweiz leiten. Das teilt das Unternehmen heute mit. Seine Vorgängerin Bullwinkel war zum 1. Oktober als Sprecherin der Geschäftsführung zum Radio-Vermarkter RMS gewechselt.

Trillhaas war zuvor 14 Jahre lang bei Google tätig, wo er die Rolle des Country Director in Mittel- und Osteuropa inne hatte und für die Entwicklung des Werbegeschäfts in neuen Märkten in CEE verantwortlich war. „Seine unternehmerische Denkweise, gepaart mit seiner Fähigkeit, florierende Teamstrukturen aufzubauen, machen ihn zur richtigen Person, um unser regionales Geschäft auf die nächste Stufe zu heben“, kommentiert Ed Couchman, Managing Director UK & DACH, die neue Personalie.

Deborah Gottlieb steigt zur Chefredakteurin des Gourmet-Titels auf

Beim Gourmet- und Restaurantführer „Der Feinschmecker“ bahnt sich ein Führungswechsel an: Die langjährige Chefredakteurin Madeleine Jakits übergibt im Januar 2020 die Chefredaktion des zum Jahreszeitenverlag (Jalag) gehörenden Magazins an ihre Stellvertreterin Deborah Gottlieb. Jakits hatte das Magazin mehr als 22 Jahre als Chefredakteurin verantwortet.

Jakits soll dem Hamburger Jalag und dem “Feinschmecker” als Herausgeberin “eng verbunden bleiben”. Das teilt die Ganske Verlagsgruppe mit. Jakits gehört der “Feinschmecker”-Redaktion seit mehr als dreißig Jahren an. So wechselte sie 1988 als Redakteurin aus dem Foodressort der “Brigitte” in gleicher Funktion zum Gourmet-Magazin aus dem Jalag.

Merger roundup: Zwei neue Medienriesen in den USA

Zuerst kaufte die Nexstar Media Group Mitte September 2019 die Tribune Media Company für 4,1 Milliarden Dollar, der US-weit größte Verbund von TV-Sendestationen entstand (mehr als 200 „TV stations“). Dazu CEO Perry Sook: „Nexstar Media Group is now the nation’s leading creator and distributor of local news, entertainment, sports, lifestyle and network programming through its broadcast and digital media platforms.” Ein takeover, der erst nach den nach Einschreiten der Kontrollbehörden geplatzten Verhandlungen zu einer Tribune-Übernahme durch die Sinclair Broadcast Group (nahe Baltimore, auf Platz 71 im Medienkonzern-Ranking 2019) vier Monate zuvor möglich wurde.

Die Tribune Media Company, zur Information, ist nicht zu verwechseln mit Tribune Publishing, dem nach einem „spin-out“/Firmensplit im August 2014 eigenständigen Print-Konzern (Chicago Tribune, New York Daily News, The Baltimore Sun), zwischen 2016 und 2018 umbenannt in Tronc, Inc.

Die zweite Großfusion. Nach Zustimmung der Aktionäre am 14. November 2019 steht fest: „New Media kauft Gannett. Ein Nachrichten-Gigant entsteht.“ Gannett (McLean, Virginia), mit einem Umsatz von 2,9 Mrd. $ auf Platz 71 im IfM-Ranking 2018, ist der US-weit größte Zeitungskonzern (gemessen an der täglichen Auflage) und veröffentlicht mit dem Verlagsflaggschiff USA Today eine der drei auflagenstärksten Tageszeitungen der USA (knapp 790.000 Print, 500.000 digital, Stand Februar 2019), zusammen mit dem Wall Street Journal und der New York Times. USA Today: Das Blatt, das im September 2016 erstmals von der traditionellen Redaktionslinie abwich (bis dahin galt: strikte Neutralität in Präsidentschaftswahlkämpfen) und den republikanischen Kandidat Trump für „unfit for the presidency“ erklärte. Weitere Gannett assets: über 100 Lokalzeitungen und rund 1.000 Wochenblätter in den USA, sowie die britische Newsquest Media Group (300 regionale Tages- und Wochenpublikationen). Die New Media Investment Group wiederum ist Eigentümer von GateHouse Media (Perinton, New York), Herausgeber von Dutzenden regionaler und lokaler Tageszeitungen und zahlreichen Wochenzeitungen.

Consolidating to survive. Die beiden Verlage fusionieren jetzt unter dem Namen „Gannett Co., Inc.“ zum US-Marktführer bei Lokalnachrichten mit einem Portfolio von 260 Tageszeitungen und Hunderten Wochenzeitungen. 1,13 Milliarden US-Dollar kostete New Media das Geschäft, New Media-Aktionäre sollen nach Abschluss der Transaktion Ende 2019 50,5% am neuen Unternehmen halten. Michael Reed, Chef von New Media, wird CEO, Gannett-Chef Paul Bascobert wird Operativ-Chef. Das Management der dann „landesweit führenden Print- und Digital-Nachrichtenorganisation“ erwartet Synergieeffekte von bis zu 300 Millionen Dollar pro Jahr, Gewerkschaften prognostizieren Stellenabbau und die Schließung von Zeitungen.

Böhmermann will Ibiza-Affäre verfilmen

Der Satiriker Jan Böhmermann arbeitet an einer Verfilmung der Ibiza-Affäre, die in Österreich im Mai zum Ende der rechtskonservativen Regierung geführt hat. Die Produktion habe bereits im November begonnen. Böhmermann werde das Projekt gemeinsam mit dem österreichischen Regisseur David Schalko (46, „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“) umsetzen.

Das Ibiza-Video hatte im Mai ein politisches Erdbeben in Österreich ausgelöst. Die heimlich erstellten Aufnahmen aus dem Sommer 2017 zeigen den damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, der im Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte anfällig für Korruption wirkt. Strache musste nach der Veröffentlichung des Videos als Parteichef und Vizekanzler zurücktreten, die Regierungskoalition von konservativer ÖVP und rechter FPÖ zerbrach. Gegen Strache wird inzwischen ermittelt, weil er sich Parteigelder in die eigene Tasche gesteckt haben könnte. Der 50-Jährige weist die Vorwürfe zurück.

„In Österreich verdichtet sich aufs Komischste, was sich auch in vielen anderen liberalen Gesellschaften in Europa und der Welt vollzieht. Ibiza ist eine irre Parabel auf Politik in Zeiten des politischen Verfalls“, so Böhmermann. „Als Radikaldemokrat und Verehrer Österreichs halte ich es für meine heilige Pflicht, dass David und ich uns jetzt – Zack, zack, zack! – daran machen, Ibiza international zu erzählen und für die Nachwelt zu konservieren.“

Ursula Arnold ist Media-Persönlichkeit des Jahres

Das österreichische Forum Mediaplanung (FMP) hat Mediapersönlichkeiten des Jahres ausgezeichnet, gewählt von den Mitgliedern des Branchenverbands. Der Titel geht heuer an Mindshare-Chefin Ursula Arnold.

Newcomerin des Jahres ist Danira Suljkanovic vom Radiovermarkter RMS. Und die Branchengemeinde hat auch wieder ein „Media-Unwort“ des Jahres gefunden: „Influencer“.

Neue Chefredakteurin bei der Deutschen Welle

Seit Oktober 2017 ist Manuela Kasper-Claridge stellvertretende Chefredakteurin der Deutschen Welle und Leiterin der Abteilung Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt. Als Projektleiterin war sie an Wandlungsprozessen beteiligt, die die DW im digitalen Zeitalter zukunftsfähig machen sollen. Laut DW-Intendant Peter Limbourg ist es Kasper-Claridges Auftrag, auch weiterhin den digitalen Wandel der DW voranzutreiben und einen Schwerpunkt auf mehr On-Demand-Angebote zu setzen. Kasper-Claridge freue sich auf die Herausforderung, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. „Die kulturelle Vielfalt ist unsere programmliche Stärke. Und die werden wir mit herausragenden journalistischen Angeboten weiter ausspielen.“

Deutscher Reporterpreis für die Ibiza-Aufdecker

Die Journalisten vom „Spiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“, die die Ibiza-Affäre aufgedeckt haben, wurden mit dem Deutschen Reporterpreis ausgezeichnet. Sie hatten am 17. Mai das 2017 heimlich auf Ibiza aufgenommene Lockvogel-Video mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Klubobmann Johann Gudenus veröffentlicht, das die türkis-blaue Regierung zu Platzen brachte und die Neuwahl auslöste.

Jens-Peter Gaul ist neuer Vorsitzender des Medienbeirats der Mediengruppe RTL

Der Medienbeirat der Mediengruppe RTL Deutschland hat am 28. November in Berlin Jens-Peter Gaul zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Der amtierende Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz folgt in seiner neuen Funktion auf Professor Christian Höppner, der nach acht Jahren als Vorsitzender aus dem Medienbeirat ausscheidet, da seine Benennung durch den Deutschen Kulturrat endet.

Der Medienbeirat der Mediengruppe RTL versteht sich als Beratungs- und Diskussionsgremium, das sich mit dem Management über aktuelle Fragen der Programm- und Inhalteentwicklung ebenso wie über die Medienordnung und -politik austauscht.

Frances Evans übernimmt Marketing beim Wort & Bild Verlag

Die 50-Jährige ist seit über 23 Jahren im internationalen Verlagsmanagement tätig. Zuletzt war sie als Vorstand und Geschäftsführerin bei der Media Group Medweth tätig, wo sie schwerpunktmäßig für die Transformation der Geschäftsmodelle und den Ausbau bestehender Printformate zuständig war.

Die gebürtige Britin sagt, dass sie seit jeher einen starken Fokus auf kundenorientierte und markenbezogene Funktionen habe. In ihrer Karriere betreute sie zudem Bereiche wie das internationale Anzeigenmanagement, das Lizenzgeschäft und auch Marktforschungsprojekte.

Catherin Anne Hiller wechselt als Leiterin Strategic Marketing zu Funke

Die Bauer Media Group verliert Catherin Anne Hiller. Die Forschungs- und Beratungschefin übernimmt einen ähnlichen Posten beim Wettbewerber Funke. Dem soll sie dabei helfen, zu einem „datenzentrierten Unternehmen“ zu werden.

Bei Funke wird Hiller als Leiterin Strategic Marketing firmieren. Diesen Posten hat Andreas Schoo, Sprecher der Geschäftsführung, eigens für sie neu geschaffen. Man kennt und schätzt sich von früher: Schoo, damals noch bei Bauer, hatte Hiller vor sieben Jahren ins Haus geholt – nun folgt sie ihm zu Funke, wo sie direkt an ihn und die Geschäftsführung berichtet. Dort soll die gebürtige Waliserin „den Weg zu einem datenzentrierten Unternehmen und einer neuen Form der Customer Centricity über die verschiedenen Geschäftsbereiche und Medienkanäle mitgestalten“, so Funke. Der hohe Innovations- und Wettbewerbsdruck erfordere „eine neue Form der Integration von Daten-, Analyse- und Insight-Strukturen“.

Gottschalk hört mit Radio-Show auf

Thomas Gottschalk (69) hört überraschend aus gesundheitlichen Gründen mit seiner Radio-Show auf Bayern 1 auf.

Er werde „zu gegebener Zeit wieder in diesem Haus auftreten und tanzen“, sagte Gottschalk in der Sendung: „Aber jetzt gehen wir es mal ein bisschen langsamer an.“

Er habe den Sender darüber informiert, dass er seine monatliche Sendung „aus persönlichen Gründen“ vom kommenden Jahr an nicht mehr moderieren werde, teilte der Bayerische Rundfunk in München mit. Auf Twitter schrieb Bayern 1: „Die Gesundheit fordert mehr Ruhe.“

Fernsehsender ersetzt Boris Johnson durch Eisskulptur

Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich der Teilnahme an einem Einzelinterview und an einer TV-Debatte gegen seinen Hauptrivalen Jeremy Corbyn verweigert. Bei der Debatte mit dem Thema Klimawandel am 28.11. platzierte der Sender Channel 4 daraufhin Eisskulpturen in der Form der Erde auf Podien, wo Johnson und der Brexit-Party-Chef Nigel Farage stehen sollten, der sich ebenfalls weigerte, teilzunehmen.

Telefonica plant umfassenden Umbau

Der spanische Telekommunikationskonzern Telefonica plant einen umfassenden Umbau. Es sei eine Abspaltung der Geschäfte im spanischsprachigen Teil Lateinamerikas vorgesehen.

Das Unternehmen wolle sich zudem auf die Kernmärkte Spanien, Großbritannien, Brasilien und Deutschland konzentrieren. Mit den Maßnahmen sollen bis 2022 mehr als zwei Milliarden Euro an zusätzlichen Umsätzen generiert werden.

Martin Kubesch ist neuer Falstaff-Chefredakteur

Kubesch war zuvor Chefredakteur der Kurier freizeit und wurde Anfang diesen Jahres durch Marlene Auer ersetzt, die wiederum bis 2015 Chefredakteurin des Falstaff war. Außerdem fungierte er als stellvertretender Chefredakteur von News, arbeitete an der Entwicklung von Woman und leitete die Abteilung für Sonderprodukte bei Heute.

Hugendubel bewirtschaftet Buchflächen bei Kaufhof

Bis Ende 2020 soll das Shop-in-Shop-Konzept von Hugendubel auch auf die Galeria-Kaufhof-Filialen ausgerollt werden. Mit fast 180 Filialen wird sich die Hugendubel-Präsenz im Warenhausmarkt dann mehr als verdoppeln:

  • Hugendubel übernimmt Einkauf, Logistik und Warenpräsentation.
  • Der Verkauf erfolgt durch Galeria Karstadt Kaufhof.
  • Auf den 30 bis 50 qm großen Flächen soll es neben Bestsellern und Reiseliteratur eine „breite Auswahl” an Belletristik, Sachbüchern und Ratgebern geben.
  • Ein Kinderbuchsortiment soll in den Spielwarenabteilungen angeboten werden.

„Wir freuen uns sehr über den Ausbau unserer Zusammenarbeit”, sagt Maximilian Hugendubel, geschäftsführender Gesellschafter von Hugendubel. Das bisherige Konzept habe sich für beide Seiten als Erfolg erwiesen. Hugendubel bestückt bei Karstadt derzeit 70 kleine Shops in der Größenordnung von etwa 30 qm, hinzu kommen knapp 10 ebenfalls von Hugendubel bewirtschaftete größere Karstadt-Buchflächen.

Karstadt hatte die eigenen Buchabteilungen bereits vor Jahren sukzessive aufgelöst und Flächen für Buchangebote an Weltbild beziehungsweise die damals von Weltbild und Hugendubel betriebene DBH abgegeben. Nach der Weltbild-Pleite (2014) und Entflechtung der DBH ist Hugendubel jetzt der Buchanbieter in Karstadt-Häusern.

Nicole Basel wird “Impulse” Chefredakteurin

Digitalchefin Nicole Basel, 39, folgt zum Jahreswechsel als Chefredakteurin des Unternehmermagazins „Impulse“ auf Antonia Götsch, 41. Ihr Stellvertreter Jonas Hetzer, 48, leitet neben seinen Aufgaben in der Chefredaktion künftig die Produktentwicklung und soll neue digitale Angebote vorantreiben.

Zum Führungsteam gehören neben der Chefredaktion Verlagsleiterin Laura Blindow mit ihrem Stellvertreter Broder-Buch-Winkel und Marketingleiterin Monira Mansour sowie Textchef Andreas Kurz, Chefin vom Dienst Eva Weikert, Online-Chefin vom Dienst Angelika Unger und Art Directorin Kathrin Sander.

Anga verpasst sich neuen Namen

Aus Kabelnetzbetreibern werden Breitband-Unternehmen – weil das Fernsehen über das TV-Kabel immer nebensächlicher wird und Daten auch über Glasfaser fließen, hat sich die „Anga Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.“ einen neuen Namen verpasst.

Die neue Bezeichnung lautet nun „ANGA Der Breitbandverband e.V.“, wie der Verein am Mittwoch bekannt gab. Damit trage man der stetig gewachsenen Vielfalt seiner über 200 Mitgliedsunternehmen und der Diversifizierung ihrer Produkte und Technologien Rechnung, heißt es in einer Mitteilung.

Xerox bereitet feindliches Übernahmeangebot für HP vor

Der Drucker- und Kopierer-Hersteller Xerox schaltet bei seiner angestrebten Übernahme des größeren Rivalen HP auf Angriff. Der US-Konzern bestätigte am Dienstag, seine über 30 Milliarden Dollar (27,25 Mrd. Euro) schwere Kaufofferte direkt den HP-Aktionären unterbreiten zu wollen. Zuvor war Xerox beim HP-Verwaltungsrat abgeblitzt.

So hatte das umworbene Unternehmen es zudem abgelehnt, Xerox Einblick in seine Bücher zu gewähren und so den Weg für weitere Verhandlungen erschwert. Für diesen Fall hatte Xerox bereits vergangene Woche gedroht, ein feindliches Übernahmeangebot in Erwägung zu ziehen.

HP hatte das Angebot von Xerox als zu niedrig und nicht im besten Interesse der HP-Aktionäre abgelehnt. Laut US-Medien bot Xerox 22 Dollar pro HP-Aktie, womit sich eine aktuelle Gesamtbewertung von über 33 Milliarden Dollar ergeben würde. Eine Fusion könnte den Hardware-Dinos, die mit dem Branchenwandel ringen, frischen Schwung verleihen und die Kosten senken. Der Übernahmeplan ließ aufhorchen, weil Xerox gemessen am Börsenwert viel kleiner als HP ist. HP zeigte sich besorgt, dass der Deal mit Krediten finanziert werden sollte, was die Schulden des gemeinsamen Unternehmens stark erhöhen würde.

Scout24 prüft Ausstieg bei Autoscout24

Der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 zieht einen Verkauf oder eine Abspaltung des Autoportals Autoscout24 nun offiziell in Betracht. Die strategische Überprüfung dieser möglichen Optionen sei im Gange, teilte das Unternehmen im Rahmen seines Kapitalmarkttags mit.

Für das kommende Geschäftsjahr peilt Scout24 zunächst ein Erlösplus von acht bis elf Prozent an. Im Jahr 2021 wird dann ein Wachstum im niedrigen mittleren Zehnerprozentbereich und im Jahr 2022 ein Wachstum im mittleren Zehnerprozentbereich angestrebt. Die operative Marge (Ebitda) soll gleichzeitig im nächsten Jahr auf bis zu 56 Prozent und im Jahr 2022 auf bis zu 58 Prozent steigen. 2018 hatte der Konzern hier einen Wert von 54,8 Prozent erzielt.

Mitte August hatte Scout24 mitgeteilt, „strategische Alternativen“ für Autoscout24 zu prüfen. Damit gab das Unternehmen offensichtlich dem Druck des aktivistischen Aktionärs Elliott nach. Der hatte zuvor gefordert, das Portal für Autohandel zu verkaufen, damit sich Scout besser auf seine Immobiliensparte mit dem Portal Immobilienscout24 konzentrieren könne.

In diesem Geschäft arbeitet Scout24 deutlich profitabler als in der Autosparte. Das soll auch künftig so bleiben: Die operative Marge dürfte 2020 demnach mit bis zu 65 Prozent um 18 Prozentpunkte höher ausfallen als die von Autoscout24. In den Jahren bis 2022 soll sich dieser Abstand nur geringfügig schmälern.

Schweizer Medienhaus Tamedia wird zur TX Group

Der Umbau des Schweizer Medienhauses Tamedia, das in Österreich ein Viertel an der Tageszeitung „Heute“ und die Mehrheit an deren Onlineauftritt hält, schreitet voran. Im Rahmen der Schaffung einer dezentralen Organisationsstruktur rund um vier neue Geschäftseinheiten ändert das Unternehmen auch seinen Namen. Anfang 2020 werde aus Tamedia die TX Group, teilte der Konzern mit.

Die neue TX Group solle ein Netzwerk von Medien und Plattformen bilden, die „Information, Orientierung, Unterhaltung sowie Services anbieten“, hieß es. Der neue Name soll zum Ausdruck bringen, dass sich das Unternehmen in den letzten Jahren immer stärker von seinem angestammten Geschäft im Zeitungswesen hin zu einem digitalen Konzern entwickelt habe.

Der Name TX gehe auf den jährlichen „Technology Exchange“ zurück, hieß es. An diesem 2015 erstmals durchgeführten internen Anlass hätten im vergangenen Juni 600 Mitarbeitende aus den Bereichen Technologie, Marketing und Produkt teilgenommen. So sei die Marke TX entstanden. Der Name Tamedia wird aber nicht ganz verschwinden. Die Geschäftseinheit Bezahlmedien wird ab 2020 diesen Namen tragen.

Ex-Landesdirektor Brunhofer und ORF und einigen sich

Die Causa Roland Brunhofer ist beigelegt. So haben sich der frühere Salzburger ORF-Landesdirektor, der nach seiner erfolglosen Bewerbung als steirischer Landesdirektor mehrfach gerichtlich gegen den ORF vorgegangen war, mit seinem Arbeitgeber geeinigt.

Er soll zumindest bis Ende 2021 weiter für den ORF tätig sein und die Leitung der „Innovations- und Regionalisierungsprojekte“ übernehmen.

G+J findet neue Chefs für „Geo“-Titel und P.M.-Gruppe

Jens Schröder und Markus Wolff übernehmen ab dem kommenden Jahr die Chefredaktion der „Geo“-Titel sowie der P.M.-Gruppe, das hat G+J jetzt bekanntgegeben. Die Wissensmagazine erhalten damit eine gemeinsame Chefredaktion. Schröder ist bereits seit 2018 Chefredakteur in der P.M.-Gruppe. Wolff leitet neben „Walden“ seit Anfang dieses Jahres auch die Redaktionen von „Geo Saison“ und „Geo Special“.

Schröder und Wolff, die auch langjährige „Geo“-Reporter waren, folgen auf Christoph Kucklick, der im Januar die Leitung der Henri-Nannen-Schule übernehmen wird, und Michael Schaper, der in den Ruhestand geht.

Roger Federer steigt bei Schweizer Sportmarke On ein

Es ist der Schulterschluss zwischen einem der weltweit einflussreichsten Athleten und einer der am schnellsten wachsenden Marken in der Geschichte von Sportschuhen: Das Schweizer Start-up On und Tennis-Ikone Roger Federer kündigen eine einzigartige unternehmerische Zusammenarbeit an.

Freilich ist die Karriere des 20-fachen Grand-Slam-Gewinners noch nicht zu Ende, doch der 38-jährige Ausnahmesportler arbeitet schon an seinem Leben nach dem Tennis: Nicht als Werbeträger, sondern als neuer Miteigentümer der Laufschuhmarke wird er künftig vor allem in der Produktentwicklung und beim Marketing mitarbeiten.

Der Ausrüstervertrag des ehemaligen Nike-Athleten soll weit über seine aktive Sportlerkarriere hinausgehen und satte 300 Millionen Dollar wert sein. Das Männermagazin „GQ“ zählt Federer, der außerdem mit Vouge-Chefredakteurin Anna Wintour befreundet ist, zu den dreißig bestgekleideten Männern der Welt.

Die Schweizer Firma On ist ein Phänomen: Das Start-up hat es in wenigen Jahren geschafft, den höchst umkämpften Laufschuhmarkt aufzumischen, und dabei den Sportschuhmarkt in neun Jahren im Sturm erobert. Das gelang mit einem Modell, das eine Sohle aus zerschnittenen Gartenschläuchen hatte. Schätzungen taxieren den gesamten Umsatz inzwischen auf deutlich mehr als 100 Millionen Euro.

Die neue Partnerschaft geht jedoch noch einen Schritt weiter. „Ich freue mich, Teil des On-Teams zu werden und die Zukunft einer globalen Sportmarke mit zu prägen“, sagt er. Angaben zur konkreten Höhe der Beteiligung gibt es bisher nicht. Federer, der mit einem von „Forbes“ geschätzten Vermögen von rund 670 Millionen Franken zu den 300 reichsten Menschen der Schweiz zählt, verrät allerdings, dass er bereits gemeinsam mit dem Team an neuen Produkten arbeitet und diese im Jahr 2020 fertig entwickeln und lancieren möchte.

Presseclub Concordia sucht neue Preisträger

Die mit je 4000 Euro dotierten Auszeichnungen werden in den beiden Kategorien Presse- und Informationsfreiheit sowie Demokratie und Menschenrechte vergeben. Die eingereichten Arbeiten für letztere sollten „müssen in Österreich erschienen sein oder einen engen Bezug zu Österreich haben“, die Pressefreiheits-Preis ist nicht auf Österreich beschränkt. Eingereicht werden können journalistische Arbeiten, die 2019 in einem periodischen Printmedium, in Fernsehen, Radio oder online erschienen sind.

Nürnberger Spielwarenmesse baut wieder Sonderfläche für Buchhändler

Die Nürnberger Spielwarenmesse stellt auch im kommenden Jahr (29. Januar bis 2. Februar 2020) wieder ein Info-Programm für Buchhändler zusammen. Auf der Sonderfläche „Toys meet Books” (200 qm) sollen Buchhändler Tipps und Inspiration für Spielwaren-Zusatzsortimente bekommen.

Die Sonderschau „Toys meet Books” ist eine Kooperation mit der Frankfurter Buchmesse und dem Börsenverein und soll Buchhändler an das Zusatzsortiment heranzuführen. Spiele und Spielwaren gelten als naheliegende wie lohnende Sortimentsergänzung für den Buchhandel, der von neuen Zielgruppen profitieren kann – auch weil Spielwarenfachgeschäfte in den Innenstädten immer seltener werden.

Klaus Dutzler wird neuer Leiter von ORF-Magazin „Am Schauplatz“

Die neue Leitung des ORF-Magazins „Am Schauplatz“ steht fest: Klaus Dutzler fungiert ab 1. Jänner 2020 als neuer Sendungsverantwortlicher des Reportageformats. Er folgt in dieser Funktion auf Heidi Lackner, die den ORF nach 20 Jahren verlässt und nach neun Jahren als „Am Schauplatz“-Leiterin freischaffende Künstlerin wird.

Der gebürtige Oberösterreicher Dutzler, Jahrgang 1967, arbeitete zwischen 1994 und 2003 als Innenpolitik-Redakteur bei den Nachrichtenmagazinen „Profil“ und „Format“. Danach wechselte er in den ORF, zunächst in die Redaktion des Innenpolitikmagazins „Report“. Seit 2013 gestaltet er Reportagen für „Am Schauplatz“. Von 2017 bis 2018 bzw. von Jänner bis Juli 2019 fungierte er als stellvertretender Sendungsverantwortlicher des Reportageformats.

Vaunet verliert Geschäftsführer Harald Flemming

An der Spitze des Vaunet kommt es zu Veränderungen: Geschäftsführer Harald Flemming hört als eben solcher Anfang des kommenden Jahres auf, es übernehmen dann Daniela Beaujean und Frank Giersberg in einer neuen Doppelspitze. Flemming will sich laut Vaunet beruflich neu orientieren, im Sommer 2020 wird er den Verband nach Auslaufen seines Vertrags endgültig verlassen. Flemming leitete den Vaunet seit Juli 2017.

Beaujean ist seit 2014 Mitglied der Geschäftsleitung für den Bereich „Recht und Regulierung“ und verantwortet damit die Schwerpunkte Medienrecht und -regulierung sowohl auf nationaler als auch europäischer Ebene. Als Justiziarin ist sie für sämtliche Rechtsangelegenheiten des Verbandes zuständig. Giersberg arbeitet bereits seit 2004 in verschiedenen Funktionen für den Verband, seit 2014 als Mitglied der Geschäftsleitung.

EU-Parlament wählt neuen Datenschutzbeauftragten

Der Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres hat den polnischen Juristen Wojciech Wiewiórowski zum neuen Datenschutzbeauftragten des EU-Parlaments gewählt. Er ist damit für die Einhaltung des Datenschutzes – entsprechend der DSGVO – der gesamten EU-Verwaltung zuständig und berät zugleich die EU-Organe und Einrichtungen in allen Belangen rund um den Datenschutz sowie bei der Gesetzgebung. Auch die Bearbeitung von Beschwerden und Untersuchungen hinsichtlich möglicher Verstöße obliegt ihm.

Wiewiórowski will laut einer veröffentlichten Stellungnahme, eine „intelligente, innovative öffentliche Verwaltung“ aufbauen. „Ich sehe mich beruflich und auch als Vater zweier junger Töchter, die zur ‚Generation Z, der Digital Natives‘ des 21. Jahrhunderts gehören, dem Ziel verpflichtet, dass die Digitalisierung von Gesellschaft und Wirtschaft zum Wohl aller und insbesondere der künftigen Generationen verläuft.“

Neue Richtlinien in der Strafverfolgung

Als Europäischer Datenschutzbeauftrager (EDSB) wolle er sich „nicht nur mit künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge befassen, sondern auch darlegen können, welche Rolle die Privatsphäre im Zeitalter der Quantencomputer, des Transhumanismus, der Mensch-Computer-Interaktion und der allgegenwärtigen Speicherung von Daten spielt“.

Als wichtigen Punkt nennt der neue Amtsträger auch, neue Richtlinien zum Datenschutz im Rahmen der Strafverfolgung entwickeln zu wollen. Bisher sei der EDSB hier nur begrenzt tätig gewesen. Im Bereich Justiz und Inneres würden die meisten operativen personenbezogenen Daten von den nationalen Behörden erhoben.

Ove Saffe vor Absprung: Funke lockt Nachfolger

Die Gesellschafter der Funke Mediengruppe suchen nach einem Ersatz für den scheidenden Zeitungschef Ove Saffe.

Den Gesellschaftern der Funke Mediengruppe schwebt bei dem Chefposten wohl eine weitere Eigenschaft vor. Der größte deutsche Regionalzeitungsverlag wünscht sich einen charismatischen Verlegertypen, heißt es aus Branchenkreisen. Er soll eine Zukunftsvision mitbringen, um den Mitarbeitern des Essener Konzerns eine neue Aufbruchstimmung zu vermitteln. Favorisiert wird dabei wohl auch eine Persönlichkeit, die über gute Drähte in die Politik verfügt. Dabei werden Erinnerungen an den ehemaligen WAZ-Chef Bodo Hombach wach. Der frühere Wirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen hatte zehn Jahren lang die Geschicke des Essener Zeitungshauses gelenkt.

Frank Elstner wechselt mit YouTube-Talk zu Netflix

Mit 77 Jahren heuert Frank Elstner bei Netflix an: Für den Streamingdienst wird er künftig seine Talkshow „Wetten, das war’s?“ präsentieren, die im Frühjahr bei YouTube gestartet ist. Das Geheimnis lüftete Klaas Heufer-Umlauf in seiner Late-Night.

Ein Stück weit erinnert Elstners Engagement an David Letterman, der nach dem Ende seiner Late-Night-Show ebenfalls bei Netflix anheuerte und auf der Streaming-Plattform seither prominente Gäste zum Eins-zu-Eins-Gespräche lädt. Unter dem Titel „My Next Guest Needs No Introduction“ hat Netflix inzwischen zwei Staffeln ausgestrahlt.

„Wetten, das war’s?“, produziert von Elstners Sohn Thomas, war Ende April zunächst auf YouTube gestartet und brachte es dort seither auf hunderttausende Abrufe. Seither sprach Elstner unter anderem mit Jan Böhmermann, Helene Fischer und Herbert Grönemeyer. Für die Moderation des Talks war er vor wenigen Wochen sogar mit dem Goldene Kamera Digital Award als „bester Newcomer“ ausgezeichnet worden.

Luxuskonzern LVMH kauft Juwelier Tiffany für fast 15 Milliarden Euro

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH will den US-Juwelier Tiffany für 14,7 Milliarden Euro (16,2 Milliarden US-Dollar) kaufen. Das bedeute einen Preis in Höhe von 135 US-Dollar je Aktie, wie LVMH mitteilte.

Es gebe eine endgültige Vereinbarung für die Übernahme, die Aktionäre von Tiffany müssten allerdings noch zustimmen. Die Übernahme soll Mitte kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Ende Oktober waren Gespräche zwischen LVMH und dem auch durch einen Hollywood-Film bekannten Juwelier öffentlich geworden. Damals war in Medien von einem Gebot von 120 Dollar je Aktie die Rede gewesen, das die Franzosen erst in der vergangenen Woche laut Insidern auf 130 Dollar erhöht hatten.

Für LVMH ist die Übernahme von Tiffany nach früheren Angaben die bisher größte. Der vor 182 Jahren gegründete Juwelier ist weltweit bekannt für seine türkisfarbenen Kartons und seine Rolle im Hollywoodfilm „Frühstück bei Tiffany’s“.

LVMH gehören bereits 75 Marken, darunter Christian Dior, Fendi, Givenchy und der Uhrenhersteller Tag Heuer. Der Kauf von Tiffany würde LVMH breiter in den Vereinigten Staaten aufstellen und dessen Angebot beim hochwertigen Schmuck erweitern.

Tiffany-Chef Alessandro Bogliolo versucht, jüngere Käufer mit moderneren Ansätzen für Schmuck zu gewinnen. In diesem Jahr brachte der Konzern eine Kollektion für Männer heraus. Außerdem hat er seine Werbung beispielsweise mehr auf gleichgeschlechtliche Paare ausgerichtet.

„ORF nachlese“ feiert 40-jähriges Jubiläum

Seit 40 Jahren spricht die nachlese mit ihrem Fokus auf Service- und Alltagsthemen ein breites Publikum an. Mit einer monatlichen Auflage von 89.000 Exemplaren,15.800 Abonnentinnen und Abonnenten sowie einer Reichweite von 5,4 Prozent zählt sie zu den erfolgreichsten Monatsmagazinen in Österreich. 404.000 Menschen informieren sich laut Media-Analyse monatlich über Inhalte, die sich weiterhin – den gesetzlichen Vorgaben entsprechend – ausschließlich als begleitende Inhalte zu den TV- und Radio-Programmen des ORF verstehen.

CEO Carsten Schmidt verlässt Sky Deutschland

Carsten Schmidt hat sich entschieden, zum 31. Dezember seine Aufgabe als Vorsitzender der Geschäftsführung zu beenden. Schmidt bleibe dem Unternehmen 2020 aber weiterhin als Senior Advisor erhalten.

Neuer CEO wird Devesh Raj, der seit Sommer 2019 als Sky COO Continental Europe sowie interimistisch als Chief Commercial Officer bei Sky Deutschland fungiert. Schmidt und Raj würden „auch in den nächsten Monaten weiterhin sehr eng zusammenarbeiten und den optimalen Übergang sicherstellen“, heißt es seitens Sky.

Schmidt war seit über 20 Jahren ausschließlich in führenden Positionen, darunter in den letzten viereinhalb Jahren als CEO, für Sky Deutschland tätig. In seine Zeit als Chef fielen unter anderem der Senderstart von Sky Sport News HD, die Einführung von Produkten wie Sky Q und die Produktion von Sky-Originals wie „Das Boot“ und „Babylon Berlin“.

Raj war vor seiner Zeit bei Sky fünf Jahre lang als Senior Vice President Strategic and Financial Planning bei Comcast NBC Universal in den USA tätig. Davor war er 14 Jahre bei der Boston Consulting Group in New York Senior Partner und Managing Director und leitete deren Telekommunikations-, Medien- und Technologie-Unit in Nordamerika.

Ohne Behandlung könnte Julian Assange im Gefängnis sterben

Mehr als 60 Ärzte haben eine dringende medizinische Behandlung von Wikileaks-Gründer Julian Assange gefordert. Der 48-Jährige, der derzeit in Großbritannien im Gefängnis sitzt, müsse eilig in einem Krankenhaus untersucht und behandelt werden, sonst könne er in Haft sterben, heißt es in einem Brief an die britische Innenministerin Priti Patel.

Sowohl die körperliche als auch die psychische Verfassung Assanges müsse von Experten überprüft werden, hieß es weiter. Im Gefängnis habe sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechtert.

Seit April sitzt Assange im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten Londons, nachdem ihm das Asyl in der ecuadorianischen Botschaft entzogen worden war. Er hatte sich dort jahrelang verschanzt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort wurde wegen Vergewaltigung gegen ihn ermittelt. Die schwedische Staatsanwaltschaft hat inzwischen die Ermittlungen eingestellt.

Greta Thunberg wird BBC-Chefin für einen Tag

Die Umweltaktivistin Greta Thunberg darf für einen Tag Chefin beim britischen Sender BBC sein. Die 16-Jährige ist eine von fünf Personen, die zwischen dem 26. Dezember und Silvesterabend für das Radio 4-Programm verantwortlich sind. Greta hat dafür bereits Berichte aus der Antarktis und Sambia sowie ein Interview mit dem Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, in Auftrag gegeben.

Bambis für Frank Elstner und Friedensnobelpreisträgerin Murad

Fernseh-Legende Frank Elstner, Hollywoodstar Naomi Watts und die belgische Königin Mathilde sind in Baden-Baden mit dem Medienpreis Bambi ausgezeichnet worden. Gastgeber Hubert Burda Media verlieh die goldenen Rehkitze am Donnerstagabend zum ersten Mal in Baden-Baden, insgesamt war es bereits die 71. Ausgabe der Bambi-Gala.

Die Komödie „Das perfekte Geheimnis“ ist als bester nationaler Film ausgezeichnet worden. Filmproduzentin Lena Schömann und die Schauspieler Florian David Fitz, Jessica Schwarz, Elyas M’Barek und Jella Haase nahmen den Preis auf der Bühne im Festspielhaus in Baden-Baden entgegen. Zuvor wurde bereits die Schauspielerin Luise Heyer in der Kategorie Schauspielerin National mit einem Bambi geehrt – unter anderem für ihre Rolle in der Tragikomödie „Der Junge muss an die frische Luft“.

Elstner bekam den Preis für sein Lebenswerk – überreicht von seinem Nachfolger bei „Wetten, dass..?“, Entertainer Thomas Gottschalk.

Den Ehrenpreis der Jury bekamen gleich drei Schauspielerinnen: Uschi Glas, Gaby Dohm und Michaela May wurden gemeinschaftlich ausgezeichnet.

Die Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad, die durch IS-Terroristen 18 Familienmitglieder verlor und als Sexsklavin verkauft wurde, bekam den Bambi in der Kategorie Mut. Der größte Preis, den sie bekommen könne, wäre, wenn der IS endlich besiegt und die Täter endlich vor Gericht gestellt würden – „für die furchtbaren Dinge, die sie getan haben“, sagte Murad.

Der sogenannte Millennium-Bambi ging in diesem Jahr an Europa. Entgegengenommen wurde der Preis von Erasmus-Studenten aus verschiedenen EU-Ländern. „Lange lebe Europa“, rief die gewählte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die die Laudatio hielt. „Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann können wir wahre Wunder vollbringen.“

RTLzwei verliert Matthias Walter

Konstanze Beyer wird neue Chefredakteurin bei RTLzwei. Wie der Privatsender mitteilte, wird sie den Posten zum 1. April 2020 übernehmen und damit die Nachfolge von Matthias Walter antreten, der das Unternehmen im Gegenzug verlassen wird. Walter geht demnach „auf eigenen Wunsch“ und will sich neuen Herausforderungen stellen, wie es in einer Mitteilung heißt. Vor seiner Zeit bei RTLzwei war Walter Chef vom Dienst der Redaktion von „RTL aktuell“. Wohin es ihn nun ziehen wird, ist noch nicht bekannt.

Walters Nachfolgerin Konstanze Beyer leitet seit Februar 2016 die Abteilung „Wissen und Dokumentation“ und soll dies auch weiterhin tun. Vor ihrer Tätigkeit bei RTLzwei arbeitete sie für „Welt der Wunder“, ServusTV und StoryHouse Productions. „Mit der Etablierung der Sozial-Dokumentationen und der Einführung des Dokumentations-Labels ‚Trotz dem Leben‘ hat Konstanze Beyer bewiesen, dass gesellschaftlich relevante Dokumentationen in der Primetime sehr erfolgreich sein können“, sagte Tom Zwiessler und äußerte die Hoffnung nach „neuen publizistischen Impulse“.

“Berliner Zeitung”-Verleger Friedrich lässt Aufsichtsratsposten bei Centogene ruhen

Nach Bekanntwerden der Stasi-Kontakte von Holger Friedrich lässt der Berliner Verleger seinen Posten im Aufsichtsrat beim Biotech-Unternehmen Centogene vorübergehend ruhen. Er wolle als Aufsichtsratsmitglied pausieren, „bis die vollständigen Unterlagen der Stasi-Unterlagenbehörde vorliegen und von Experten ausgewertet wurden“.

Er selbst erklärte, er habe eine handschriftliche Verpflichtungserklärung bei der Stasi aus einer Notsituation nach einer Verhaftung heraus verfasst, um einer befürchteten Gefängnisstrafe zu entgehen. Er sei “nicht aktiv” für die Staatssicherheit tätig gewesen.

In die Schlagzeilen geriet neben der IM-Vergangenheit Friedrichs auch seine Verbindung zum ostdeutschen Unternehmen Centogene. Das Magazin “Der Spiegel” griff einen Artikel der “Berliner Zeitung” über diese Firma kritisch auf, weil Friedrich im Aufsichtsrat sitzt und laut US-Börsenaufsicht im Juni über ein in Berlin ansässiges Unternehmen 3,27 Prozent hielt – was nicht im Artikel seines eigenen Blattes stand.

Die “Berliner Zeitung” erklärte daraufhin, dass Friedrich dem Herausgeber und der Chefredaktion den Hinweis gegeben habe, dass Centogene Weltmarktführer in der gentechnischen Analyse sei und dessen Börsengang ein Anlass zur Berichterstattung sein könnte. “Weder der Chefredaktion noch den beiden Wissenschaftsredakteuren war zu diesem Zeitpunkt bewusst, dass Holger Friedrich an dem Unternehmen beteiligt ist. Wäre das anders gewesen, hätte die Redaktion diese Information in den Artikel mit aufgenommen”, hieß es.

Samsung steigt bei UPDAY ein

Die Nachrichten-App “Upday” bekommt einen neuen Gesellschafter. Der koreanische Konzern Samsung hat eine Minderheitsbeteiligung an der Samas up-day Investment GmbH erworben, in der “Upday” gebündelt ist. Der Berliner Medienkonzern Axel Springer bleibt mehrheitlich bei der News-App engagiert und will zusammen mit dem koreanischen Konzern die Expansion des Angebots vorantreiben, das ausschließlich auf Samsung-Geräten läuft. Das Bundeskartellamt hat den Einstieg vom Samsung freigegeben.

Aufgebaut hatte die “Upday”-Redaktion der frühere “Welt”-Chefredakteur Jan-Eric Peters. Er hatte sich im April bei “Upday” zurückgezogen, um sich bis Juni 2020 eine Auszeit zu gönnen. Ob er in seine alte Position zurückkehrt, ist unklar.

Unterdessen treibt “Upday”-CEO Peter Würtenberger den weiteren Ausbau der Marke voran. Der Manager ist außerdem dabei, die neue News Marke “Earli” zu etablieren. Damit will sich Springer im Zuge der angestrebten weltweiten Marktführerschaft im digitalen Journalismus ein zweites Standbein in dem Geschäftsfeld verschaffen, um mit diesem Angebot auch die restliche Android-Welt, außerhalb von Samsung, zu erobern.

Konkurrenz für Spotify: Amazon weitete kostenloses Musikstreaming aus

Amazon hat sein kostenloses Musikangebot ausgeweitet. Nutzer können nun eine Auswahl an Playlists und Radiosender mit Werbung hören, auch wenn sie weder Prime-Kunden sind noch Amazon Music Unlimited abonniert haben. Das war zuvor nur über die Echo-Lautsprecher möglich. Das Unternehmen macht damit Spotify und Apple Music stärkere Konkurrenz.

Das kostenlose Musikstreaming steht damit nun auch über die Amazon-Music-App für iOS und Android zur Verfügung. Amazon spricht von „Top-Playlists und Tausenden Radiosendern“, die in diesem Angebot inkludiert sind. Um darauf zugreifen zu können, müssen die jeweils aktuellsten Apps für iOS und Android installiert sein.

Amazon bietet nun drei Streaming-Optionen an. Neben dem werbegestützten Angebot gibt es Prime Music und Music Unlimited. Prime Music ist werbefrei, bietet aber nur Zugriff auf zwei Millionen Songs. Bei Music Unlimited haben Nutzer Zugriff auf 50 Millionen Lieder.

Schwedische Justiz lässt Vergewaltigungsvorwürfe gegen Assange fallen

Die schwedische Justiz hat das Ermittlungsverfahren gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen mutmaßlicher Vergewaltigung eingestellt. Die Angaben der Klägerseite seien zwar glaubwürdig und zuverlässig, sagte die stellvertretende leitende Staatsanwältin Eva-Marie Persson. Aber nach fast einem Jahrzehnt erinnerten sich die Zeugen nicht mehr genau. Nach einer umfassenden Prüfung sei sie zu der Auffassung gelangt, dass die Beweismittel als Basis für eine Anklage nicht ausreichten. Die Ermittlungen würden daher nicht fortgeführt. Gegen diese Entscheidung könne allerdings Widerspruch eingelegt werden.

Assange, der derzeit in Großbritannien im Gefängnis sitzt, war vorgeworfen worden, im August 2010 eine Schwedin vergewaltigt zu haben. Der heute 48-Jährige hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen 2017 ursprünglich eingestellt, weil es ihr nicht gelungen war, Assange ausführlich zu verhören. Die Schuldfrage blieb aber ungeklärt. Mitte Mai hat die schwedischen Behörde ihre Voruntersuchungen gegen Assange wiederaufgenommen.

Ein weiterer Auslieferungsantrag ist noch offen: In den USA ist der Wikileaks-Gründer weiters wegen der Veröffentlichung geheimer Dokumente und Verstößen gegen das Anti-Spionage-Gesetz angeklagt. Derzeit läuft das Auslieferungsverfahren dazu in Großbritannien. Im Falle eines Schuldspruchs in allen 18 Anklagepunkten in den USA droht ihm dort lebenslange Haft.

Random House startet „Battle of Books“

Random House bittet seine Autoren zum Duell: Mit dem neuen Unterhaltungsformat „Battle of Books“ will die Verlagsgruppe ihre Autoren und deren Bücher sichtbarer machen. Den Auftakt machen in dieser Woche die beiden Spannungsautoren Bernhard Aichner (aktuelles Buch: „Der Fund“, btb) und Andreas Gruber (aktuelles Buch: „Todesmal“, Goldmann).

Die Details zum „Battle of Books“:

Bei dem Online-Format treten zwei Autoren aus demselben Genre gegeneinander an.

In jeweils drei Spielen müssen sie zeigen, wie gut sie sich selbst, ihre Kontrahenten und ihr Genre kennen.

Eingebunden werden sollen auch Bookstagramer sowie die Zuschauer, die mitraten und ihren Favoriten durch Publikums-Joker aktiv unterstützen können.

Der Livestream wird auf der konzerneigenen Plattform Litlounge.tv gezeigt, auf der seit 2012 Livewebinare veranstaltet werden.

Die erste Folge mit Aichner und Gruber läuft am Donnerstag, 21.11., von 20.15 bis 21.15 Uhr unter www.litlounge.tv/battleofbooks.

Jahresabschluss von Wirecard von Prüfern nicht bestätigt

Die Bilanzierungspraktiken des deutschen Zahlungsdienstleisters Wirecard Chart zeigen stehen seit Monaten in der Kritik. Im Zuge von Untersuchungen musste das Unternehmen im Frühjahr einräumen, dass Geschäfte in Singapur falsch verbucht wurden. Nun wird bekannt: Die dortige Tochterfirma hat für die Jahresbilanz 2017 auch kein Testat erhalten.

Dokumente seien wegen der Einschränkungen durch Ermittlungen in Singapur teilweise nicht zugänglich gewesen, teilte Wirecard mit.

Seit geraumer Zeit veröffentlicht die „Financial Times“ kritische Berichte rund um den deutschen Finanzkonzern, die immer wieder Kursstürze der Aktie auslösten. Im Zuge von Untersuchungen musste Wirecard im Frühjahr einräumen, dass einige Geschäfte in Singapur falsch verbucht wurden. Der Umfang sei aber geringer als von der Zeitung berichtet, hieß es dazu von Wirecard. Systematische Luftbuchungen habe es nicht gegeben.

Wirecard und die deutsche Finanzaufsicht Bafin gehen dem Verdacht nach, dass auf fallende Kurse setzende Spekulanten von den Kursstürzen profitiert hätten. Die BaFin hat wegen möglicher Marktmanipulation Anzeige bei der Staatsanwaltschaft München erstattet – und auch gegen „FT“-Journalisten. Die Zeitung weist die Vorwürfe zurück.

Online-Geschäft von Ikea Deutschland wächst kräftig

Der Möbelhändler Ikea profitiert von der anhaltenden Kauflaune der Verbraucher in Deutschland. Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2019 (31. August) um 5,5 Prozent auf 5,23 Milliarden Euro und damit schneller als im Jahr zuvor, teilte das Unternehmen mit.

Weltweit hatte der in Schweden gegründete Möbelriese den Erlös um 5,0 Prozent auf rund 36,7 Milliarden Euro gesteigert, wie der Ikea-Mutterkonzern Ingka bereits mitgeteilt hatte.

Zwar hat sich die Konjunktur in Deutschland deutlich abgekühlt. Die Verbraucher sind wegen der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt aber weiter in Konsumlaune. Besonders kräftig wuchs bei Ikea Deutschland der Online-Umsatz. Er legte um 33,2 Prozent auf 494 Millionen Euro zu. Der Anteil an den gesamten Erlösen stieg dadurch um zwei Prozentpunkte auf 9,4 Prozent.

Deutschland ist der größte europäische Einzelmarkt von Ikea. Gut 50 Millionen Kunden kauften in einem der unverändert 53 Möbelhäuser in Deutschland ein, das waren 5,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Sie gaben aber im Schnitt 99,97 Euro aus und damit 11,2 Prozent mehr. Zusätzlich shoppten drei Millionen Menschen (plus 50,3 Prozent) online für durchschnittlich 163,64 Euro (minus 12 Prozent). Diese Entwicklung zeigt nach Einschätzung Balslev die „unangefochtene Bedeutung“ der Einrichtungshäuser.

Geschäftsmann in Malta festgenommen

Die maltesische Polizei hat Yorgen Fenech in Zusammenhang mit einer Untersuchung über den Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia verhaftet, sagten zwei Quellen. Fenech ist einer der prominentesten Unternehmer des Landes.

Fenech wurde festgehalten, nachdem die Polizei seine Luxusjacht Gio vor der Mittelmeerinsel abgefangen hatte, sagten mit der Causa vertraute Quellen. Die Jacht verließ kurz vor Tagesanbruch den Hafen von Portomaso, acht Kilometer nördlich von Valletta. Die Polizei fing das Schiff ab und zwang es, in den Hafen zurückzukehren. Videos zeigten, wie Sicherheitskräfte die Jacht durchsuchten.

Fenechs Verhaftung erfolgte einen Tag nach dem Angebot der Regierung, einem kürzlich festgenommenen Mittelsmann im Fall des Mordes an Caruana Galizia im Jahr 2017 zu begnadigen, wenn er einen rechtsverbindlichen Beweis dafür liefert, wer hinter dem Mord steckt. Fenech ist Direktor und Miteigentümer einer Unternehmensgruppe, die 2013 eine große Energiekonzession des maltesischen Staates für den Bau eines Gaskraftwerks auf der Insel erhielt.

Im Februar 2017, acht Monate bevor sie bei einer Autobombe starb, schrieb Caruana Galizia in ihrem Blog über eine mysteriöse Firma in Dubai namens 17 Black Limited und behauptete, sie sei mit maltesischen Politikern verbunden, ohne Beweise zu veröffentlichen. Sie konnte nicht herausfinden, wer die Firma besaß. Eine Untersuchung der Nachrichtenagentur Reuters ergab später, dass Fenech der Eigentümer war.

Brigitte Huber wird auch Chefin von Gala – mit RTL-Moderatorin Bella Lesnik im Team

Das Führungspersonalkosten-sparende Modell der Multi-Chefposten greift auch bei Gruner + Jahrs Peoplemagazin Gala weiter um sich – jetzt inklusive Zusammenspiel mit der großen Konzernschwester RTL. Besonders eng wird es künftig auf der Visitenkarte und im Kalender von Brigitte-Chefredakteurin Brigitte Huber: Sie übernimmt nun auch noch den Wochentitel Gala.

Brigitte Huber, bisher schon Chefredakteurin der Brigitte-Gruppe (inkl. Barbara und Guido), übernimmt diesen Posten zum 1. Dezember zusätzlich bei Gala. Huber sei „eine der erfahrensten und erfolgreichsten Chefredakteurinnen und gleichzeitig eine starke Führungspersönlichkeit. Ich bin sicher, dass sie auch die Aufgaben bei Gala mit Bravour meistern wird“, sagt Gala-Publisher Iliane Weiß. Sie sollte es wissen – auch sie ist längst für sämtliche Frauen- und Modetitel von G+J (kaufmännisch) multi-verantwortlich.

Sven Fischer wird neuer CEO der Westermann Gruppe

CEO Ralf Halfbrodt (56) verlässt nach sechs Jahren die Westermann Gruppe auf eigenen Wunsch. Sein Nachfolger wird Sven Fischer (47), der den Posten zum 1. Januar 2020 übernimmt.

Fischer kommt von der Madsack Gruppe, einem der großen deutschen Regionalzeitungsverlage, wo er zuletzt als CFO tätig war. Zuvor arbeitete er auch schon einmal beim Westermann-Mutterkonzern Medien Union. Deren Verleger Thomas Schaub sagt: „Die Medien Union verbindet eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Sven Fischer. Ich freue mich daher sehr, dass wir ihn für diese Position in der Westermann Gruppe gewinnen konnten.“

Westermann ist neben Klett und Cornelsen eine der drei großen deutschsprachigen Bildungsverlagsgruppen. Zur Gruppe gehört auch der Kinderbuchverlag Arena.

Birgit Schrowange übergibt “Extra”-Moderation an Nazan Eckes

Eien Ära geht zu Ende: Birgit Schrowange beendet ihre Arbeit als Moderatorin des RTL-Magazins „Extra“ und reicht den Job Ende des Jahres an Nazan Eckes weiter. In Schrowanges letzter Sendung am 23. Dezember wird Nazan Eckes bereits Gast sein und ihre Kollegin verabschieden.

“Extra” ist für RTL auch mehr als 25 Jahre nach der Premiere am 13. Oktober 1994 noch ein beachtlicher Erfolg: Allein die drei bisherigen Sendungen im November erzielten Marktanteile von 18,9%, 18,7% und 19,0% bei den 14- bis 49-Jährigen und hielten das Niveau des vorher ausgestrahlten “Bauer sucht Frau” fast komplett.

TV-Moderator Walter Freiwald mit 65 Jahren gestorben

Er galt als Ikone des Privatfernsehens, nun ist Walter Freiwald im Alter von 65 Jahren gestorben. Der TV-Moderator erlag bereits am vergangenen Samstag seinem Krebsleiden, wie seine Familie über Freiwalds Accounts in den sozialen Netzwerken bestätigte. „Am 16.11.2019 hat er den Kampf gegen den Krebs verloren. Sein Lebenswerk als Moderator und Entertainer, wie auch als liebender Ehemann und Familienvater bleibt unvergessen“, heißt es dort.

Freiwald hatte seine Krankheit erst wenige Tage zuvor öffentlich gemacht. Er werde „diese Krankheit nicht überleben“, schrieb der Moderator Anfang November bei Twitter und Facebook. „Der Krebs ist ein Arschloch und wird mich töten.“ Und: „Ich liebe meine Frau und meine Kinder.“ Kurz darauf bedanke sich Freiwald für die Reaktionen und das Mitgefühl. Seine letzten Worte: „Vergesst mich nicht. Ihr tut mir gut.“

Gustav Peichl verstorben

Der Architekt und Karikaturist bezeichnete sich selbst als Doppelgänger. Während er in den Medien als Ironimus auftrat, prägte er die österreichische Baukultur des 20. Jahrhunderts wie kein anderer.

Peichl, der am 18. März 1928 in Wien geboren wurde, die Bundesgewerbeschule in Wien-Mödling besuchte und zu Beginn als technischer Zeichner im Stadtbauamt in Mährisch-Trübau (heute Moravská Třebová) arbeitete, prägte die Architektur der Sechziger- und Siebzigerjahre wie kein anderer. Während seine Lehrer und Wegbegleiter wie etwa Clemens Holzmeister, Roland Rainer, Hans Hollein, Wilhelm Holzbauer und der Künstler Walter Pichler dem Großen, dem Futuristischen, dem Megalomanischen frönten, interessierte sich Peichl stets für den kleinen Maßstab, scheute sich nicht davor zurück, klein zu sein und winzige Türen und Fenster in seine Bauten zu setzen.

Während eine kleine Volksschule am Wienerberg aufgrund ihrer ungewöhnlichen Hauptfassade von den Schülern den Spitznamen „Fledermausschule“ verpasst bekam, lag dem Grundriss des neuen Messegebäudes im Wiener Prater ein langgestrecktes Chamäleon zugrunde. Der niedrige, gedrungene Turm mit Zipfelmütze daneben ist jedem Wiener ein Begriff. Es folgten der Zubau zum Frankfurter Städel-Museum (1991), die Bundeskunsthalle in Bonn (1992), der Wiener Millennium-Tower (1999, in Kooperation mit Boris Podrecca und Rudolf Weber), das Probengebäude der Münchner Kammerspiele (2001), das Karikaturmuseum Krems (2001) sowie ein paar wenige Wohn- und Bürobauten in Wien und Berlin, die jedoch längst nicht mehr die hohe Qualität von Peichls Frühwerk erreichten.

Mehr als auf die Architektur, scheint es, konzentrierte sich Peichl zuweilen auf das Zeichnen, auf das karikierende Kommentieren der Landes- und Bundespolitik. Als Ironimus fertigte er viele Jahrzehnte lang Karikaturen für die „Presse“ und die „Süddeutsche Zeitung“ an – oft täglich. „Er hat uns Innenpolitikjournalisten eigentlich überflüssig gemacht“, sagte „Presse“-Chefredakteur Rainer Nowak einmal in einer Laudatio. „Wenn man seine gezeichneten Bilder betrachtet, versteht man die Geschichte dazu.“ Unvergessen seine Karikaturen zu Sinowatz, Waldheim und Kirchschläger, zu Schüssel, Klima und Vranitzky, die er mit Liebe auf die Schaufel nahm.

„Ich bin ein zeichnender Journalist. Bei mir kommt alles direkt vom Hirn über die Hand in die Zeichnung“, so Peichl, der bis zuletzt die Arbeit am Computer verweigerte und sich selbst als Doppelgänger zwischen Bauen und Zeichnen bezeichnete. „Die Karikaturen waren ein Hobby, und erst im Laufe der Zeit ist das Hobby zum Zweitberuf geworden. Und der Peichl zum Ironimus.“

Wire verlegt Hauptsitz in die USA

In den sozialen Medien ist eine Diskussion um den Messenger Wire entbrannt, nachdem bekannt wurde, dass die Mutterfirma Wire Group Holdings Inc. seit Juli ihren Sitz in Dover in den USA hat. Deren Tochterfirma, die Wire Swiss GmbH, entwickelt den Messenger. In den sozialen Medien wird ein leichterer Zugriff durch US-Behörden befürchtet, doch Wire gibt in einem Blogbeitrag Entwarnung: Es handele sich nicht um einen Eigentümerwechsel, vielmehr sei der Sitz der Holding von Luxemburg in die USA verlegt worden, um leichter an finanzielle Mittel gelangen zu können. Diese würden benötigt, um das Wachstum fortzusetzen, erklärte das Unternehmen.

Das Unternehmen sei weder verkauft noch seien die Eigentümerstrukturen verändert worden, erklärte Wire. Es seien lediglich neue Investoren mit an Bord.

Die Nachrichten der Kunden werden ohnehin mit einer Verschlüsselung auf Basis des Signal-Protokolls verschlüsselt, das auch bei den Messengern Signal, Whatsapp und Matrix/Riot zum Einsatz kommt. Allerdings speichert Wire laut eigenen Angaben eine Datenbank mit einer „Klartextspeicherung von Threads zwischen Nutzern“ auf dem Server. „Damit können wir eine bessere User Experience sicherstellen, wenn mehrere Endgeräte genutzt werden – etwa, um Gesprächsverläufe mit anderen Endgeräten zu synchronisieren“, erklärte Wire.

Wie bei Whatsapp oder Signal, deren Hauptsitze sich ebenfalls in den USA befinden, können die Behörden mit den verschlüsselten Inhalten der Konversationen ohnehin nichts anfangen. Einzig die gespeicherten Metadaten können von Behörden abgefragt werden, welche im Falle der Datenbank von Wire oder der Auswertung der Metadaten von Whatsapp durch Facebook deutlich umfangreicher sein dürften als bei Signal, die sich einer Reduktion der Metadaten verschrieben haben.

In der EU wird bereits seit geraumer Zeit an der E-Evidence-Richtlinie gearbeitet, deren Ziel eine einfachere und schnellere Datenabfrage bei Unternehmen durch Behörden anderer Länder ist. Datenschützer kritisieren die Pläne als grundrechtsgefährdend. Auch die Bundesregierung warnt intern vor den Gefahren für Presse- und Meinungsfreiheit.

Wegen Hassnachrichten: Umstrittene Lehrer-Bewertungsapp ist offline

Die Lehrerbewertungs-App „Lernsieg“ hat in den letzten Tagen für allerlei Aufregung gesorgt. Nun ist sie offline. Als Grund wird angegeben, dass der 18-jährige Erfinder Benjamin Hadrigan am Wochenende zahlreiche Hassnachrichten erhalten hätte und dem nun entgegengesteuert würde. Auch die Website wurde vorerst offline genommen.

Seit Freitag konnten Schülerinnen und Schüler ihr Lehrpersonal in Kategorien wie Unterricht, Fairness oder Pünktlichkeit mit einem („Nicht genügend“) bis fünf Sternen („Sehr gut“) bewerten. Auch für die gesamte Schule konnten Noten vergeben werden. Die App war bereits tausendfach heruntergeladen und installiert worden. Allerdings hagelte es in Onlineforen Kritik, zudem gab es im Play-Store von Google und im App-Store von Apple kritische Kommentare – darunter auch von Lehrerinnen und Lehrern.

Springer-Chef Döpfner will Stellenabbau bei der “Welt” mit Turbo-Prämie beschleunigen

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner steht vor einem Kraftakt. Er will bei der wichtigen Sparte News Media National Stellen streichen, zu der die „Bild“ und „Welt“ zählen. Jetzt plant der Verlag, „Welt“-Redakteure mit finanziellen Anreizen zum freiwilligen Ausscheiden zu bewegen. Doch das Turbo-Programm stößt auf Kritik.

“Es ist eine Mogelpackung, da die Mitarbeiter beim Rationalierungsschutzabkommen mit dem Arbeitgeber eine individuelle Abfindung aushandeln können, die höher als die jetzt offerierte Prämie liegen könnte“, erklärt ein Springer-Mitarbeiter. Kritik gibt es auch an einem weiteren Passus im derzeitigen Freiwilligen-Angebot. So müssen die Mitarbeiter die Abfindung zeitanteilig zurückzahlen, falls sie im Springer-Konzern innerhalb von zwei Jahren einen neuen Job finden.

Ralf Baumann wird CEO von Axel Springers Aviv Group

Axel Springer hat die letzten Aufgaben des scheidenden Vorstandsmitglieds Andreas Wiele verteilt. So wird der bisherige Steptstone-Chef Ralf Baumann CEO der Aviv-Group, in der Springer sein digitales Kleinanzeigengeschäft mit Ausnahme der Stellenanzeigen gebündelt hat. Neuer CEO von Stepstone wird wie bereits bekannt Sebastian Dettmers.

Auf Konzernebene wird Andreas Wiele bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand von Axel Springer im Mai 2020 weiterhin das Segment Classifieds Media leiten und gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Jan Bayer sowie Stephanie Caspar den Übergang der Aufgaben vorbereiten. Ralf Baumann wird, neben seiner Tätigkeit als CEO der Aviv Group, auch StepStone weiterhin als Mitglied des Aufsichtsrats zur Verfügung stehen.

Apples Chip-Chefarchitekt gründet CPU-Startup

Geballte Kompetenz: Drei ehemalige sehr hochrangige Apple- und Google-Ingenieure haben Nuvia geschaffen. Das Startup will einen Datacenter-Chip entwickeln; das Geld kommt unter anderem von Dell.

Geschaffen wurde das Startup erst Anfang 2019, in der ersten Finanzierungsrunde gab es 53 Millionen US-Dollar von der Capricorn Investment Group, von Dell Technologies Capital, von Mayfield, von WRVI Capital und von Nepenthe LLC. Laut Williams III werde ein Sprung nach vorne bei der Compute-Performance und der Energie-Effizienz benötigt, weshalb der Zeitpunkt gekommen sei, ein neues Silizium-Design-Modell zu erschaffen.

Erfahrung hat er genug: Gerard Williams III zeichnete von 2009 bis 2019 bei Apple für alle CPU-Entwicklungen als Senior Direct for Platform Architecture verantwortlich, er entwarf die Kern-Designs vom A7 (Cyclone) bis zum A13 (Lightning) und von dem kommenden A14. Zuvor war er Fellow bei ARM – die höchste Position, die ein Ingenieur erreichen kann. Manu Gulati wiederum war 2009 bis 2017 ein SoC Microarchitect bei Apple und danach Lead SoC Architect bei Google, auch bei Broadcom arbeitete er führend. John Bruno war lange ein ASIC-Designer bei Ati/AMD, dann viele Jahre bei Apple ein System Architect und zuletzt in gleicher Rolle bei Google.

Chefredakteur Olaf Zapke verlässt Reuters Deutschland und Österreich

Der Chefredakteur von Reuters für Deutschland, die Schweiz, Österreich und den Balkan, Olaf Zapke, verlässt das Unternehmen. Der 50-Jährige ist seit 2001 für die Nachrichtenagentur tätig. Nach einem Nachfolger werde in den nächsten Wochen gesucht.

Der 50-jährige Zapke kam im Jahr 2001 zu Reuters, davor war er für die Deutsche Presse Agentur tätig. Bei Reuters übernahm er seither mehrere Positionen. Seit Ende 2010 ist er Chefredakteur für die Bereiche Deutschland, Schweiz, Österreich und Balkan. Außerdem ist er zusätzlich seit 2018 Geschäftsführer von Thomson Reuters Germany.

Madsack: Adrian Schimpf folgt Sven Fischer als CFO

Neuer Herr der Zahlen in Hannover: Finanzchef Sven Fischer verlässt die Madsack Mediengruppe, nach Verlagsangaben auf eigenen Wunsch. Als Nachfolger steigt der bisherige Personalchef Adrian Schimpf auf. Als neues Mitglied der Konzerngeschäftsführung und CFO wird der 50-jährige „sehr geschätzte Kollege“ (Madsack-CEO Thomas Düffert) ab Januar 2020 die Sparten Finanzen, Personal und Recht sowie das Immobilienmanagement übernehmen.

Bislang wirkt Schimpf als Leiter Personal und Recht für die Mediengruppe in Hannover. Neuer Leiter des Bereichs Finanzen wird zum Jahreswechsel Jakob Mies, der dann direkt an Schimpf berichten wird.

Dem scheidenden Sven Fischer dankt Düffert für „wichtige Impulse bei der Entwicklung unseres Konzerns“ und dessen „erfolgreiche Arbeit“. Kenner des Hauses wollen indes von schon seit längerem schwelenden Differenzen mit Düffert wissen. Dritter Kopf in Madsacks Geschäftsführung ist und bleibt Christoph Rüth als COO.

G+J Serien-Gründer Michael Schaper geht in Ruhestand

Michael Schaper, 63, verlässt Gruner + Jahr zum Jahresende und geht in Ruhestand. Schaper war einer der erfolgreichsten Gründer von Wissenschafts- Magazinen und hat mit Titeln wie „Geo Epoche“, „Geo Wissen“, „Geo kompakt“ und zahlreichen Line Extensions maßgeblich zum anhaltenden Erfolg der „Geo“-Gruppe beigetragen.

Über die Nachfolge an der Spitze der Magazine vom 1. Januar 2020 an will Gruner + Jahr demnächst informieren.

Karl Acham erhielt den Kardinal-Innitzer-Preis 2019

Der Kardinal-Innitzer-Preis 2019 geht an den Soziologen, Philosophen und Wissenschaftshistoriker Karl Acham. Kardinal Christoph Schönborn hat den 80-jährigen emeritierten Professor für Soziologische Theorie am Samstag im Rahmen eines Festakts im Wiener Erzbischöflichen Palais für sein wissenschaftliches Lebenswerk ausgezeichnet. Der Ressortleiter Wissenschaft des STANDARD, Peter Illetschko, erhielt den Würdigungspreis für wissenschaftliche fundierte Publizistik.

Der Würdigungspreis im Bereich Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften ging an den Wirtschafts- und Sozialhistoriker Ernst Bruckmüller. Der Astrophysiker Wolfgang Baumjohann wurde im Bereich Naturwissenschaften/Medizin ausgezeichnet. Zudem wurden acht Förderpreise an junge österreichische Wissenschafter vergeben.

Führungswechsel bei T-Mobile US

Die auf einen Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Sprint zusteuernde Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US bekommt einen neuen Chef. Mike Sievert solle zum 1. Mai 2020 als Nachfolger von John Legere an die Spitze des US-Unternehmen wechseln, teilte die Deutsche Telekom am Montag mit. Legere, der T-Mobile US auf die Erfolgsspur geführt hatte, bleibe aber Mitglied des Board of Directors.

Legere wolle sich in seinen letzten Monaten an der Spitze von T-Mobile US auf den Abschluss Sprint-Transaktion konzentrieren.

Durch den Zusammenschluss soll ein Konzern entstehen, der auf rund 130 Millionen Kunden und einen Jahresumsatz von rund 76 Mrd. Dollar (69 Mrd. Euro) kommt. Höttges hatte für die Fusion als großen Wurf geworben.

Wettbewerbsbehörden RTR und BWB starten Kooperation

Die Telekom-Regulierungsbehörde RTR und die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) wollen künftig verstärkt zusammenarbeiten, um sich gemeinsam für die rasanten Entwicklungen im Internet zu wappnen. „Alles, was Plattformen betrifft, ist ein Themenbereich, der relativ schwer zu bearbeiten ist“, aber bearbeitet werden müsse. „Gemeinsam sind wir sicher stärker“, sagte RTR-Chef Klaus M. Steinmaurer.

RTR und BWB wollen nun ein Monitoringsystem für digitale Plattformen entwickeln. „Uns ein Bild von der Lage zu verschaffen und auf einer gesicherten Datengrundlage zu thematisieren ist vorrangiges Ziel“, erklärte der RTR-Geschäftsführer. Denn: „Die WhatsApps dieser Welt mischen den Telekommarkt auf.“ Anbieter wie dieser sollen „in die Regulierung aufgenommen werden“, sich also an dieselben Vorschriften halten müssen wie die etablierten, damit für fairen Wettbewerb gesorgt ist. Dieser Ungleichbehandlung wollen RTR und BWB nun jedenfalls den Kampf ansagen.

Beide Behörden seien Wettbewerbsbehörden – die BWB im Bereich Wettbewerbsrecht, die RTR im Bereich Telekommunikation. „Wie können wir mit unseren beschränkten Ressourcen wirklich gut mehr machen und eine bessere Lösung für die Zukunft finden“, umriss Steinmaurer die Zielrichtung der Kooperation.

RTR und BWB haben bereits eine gemeinsame Taskforce eingerichtet, um sich den neuen Marktstrukturen zu stellen. „Disruptive Technologien erfordern schnelles Handeln und einheitliche Lösungen für die Märkte“, so BWB-Chef Theodor Thanner. Als „disruptiv“ bezeichnete Steinmaurer Dienstleistungen, die „meist schlecht, aber möglichst billig“ sind und bei den Leuten gut ankommen“. „Daneben steht der andere (Anbieter, Anm.), der komplett den Regularien unterliegt.“

ORF feiert 10 Jahre TVthek

Am 16. November 2009 startete die ORF-TVthek ihren Online-Betrieb und ist trotz großer Konkurrenz durch Mediatheken und internationale Streaming-Plattformen erfolgreich beim Publikum. Das Angebot des ORF erreicht derzeit 1,7 Mio. Userinnen und User pro Monat.

Inzwischen sind mehr als 220 Sendungen und damit 38 Prozent des gesamten linearen TV-Angebots des ORF regelmäßig als Video-on-Demand verfügbar. Das Angebot umfasst Sendungen von ORF 1, ORF 2, ORF III und ORF SPORT +, die nach der TV-Ausstrahlung für sieben Tage on demand verfügbar sind. Abrufbar sind alle Eigen-, Auftrags- und Koproduktionen des ORF, für die der ORF die Onlinerechte hält, sowie hochwertige Kaufproduktionen. Alle Genres von Magazin-, Informations-, Regional-, Kultur-, Sport-, Service-, Religions-, Dokumentations- sowie Unterhaltungssendungen bis zu Sendungen des Kinderprogramms, Filme und Serien sind vertreten.

Auch das Live-Stream-Angebot wurde seit 2009 schrittweise ausgebaut. Es umfasste im ersten Halbjahr 2019 insgesamt bereits 76 Prozent der vier ORF-TV-Programme (interne Auswertung). Es werden auch europäische und internationale Kino- und Fernsehfilme sowie zahlreiche Serien in das Live-Stream-Angebot der ORF-TVthek integriert.

Hinzu kommen 33 zeit- und kulturhistorische Videoarchive mit insgesamt 3.300 Videos im Rahmen der Aktion „ORF-TVthek goes school“, die wertvolle ORF-Archivschätze themenbezogen und auch speziell für den Unterricht geeignet online bereitstellt.

Die ORF-TVthek ist online, mobil und am TV-Gerät nutzbar: Es stehen Apps für iPhones und iPads, Android-Betriebssysteme, Windows-8- und Windows-10-PCs und -Tablets zur Verfügung, womit die ORF-TVthek für alle gängigen Smartphones und Tablets via App nutzbar ist. Es gibt außerdem eine App für die Spielkonsole Xbox One.

Darüber hinaus wird die ORF-TVthek auch am TV-Großformat bzw. Smart-TV angeboten: Inzwischen ist sie sowohl für A1-TV- als auch UPC-Digitalkunden verfügbar, und kann via Samsung-, LG-, Panasonic-Smart-TVs und zahlreichen weiteren Smart-TV-Modellen sowie auch über Apple-TV, AndroidTV, Chromecast und Amazon Fire TV Stick genutzt werden. Sie wird darüber hinaus via HbbTV (ORF-Smart-Portal für HbbTV-taugliche Geräte, diverse Kabelnetze) bereitgestellt.

Offener Brief gegen Handke-„Hetze“

Medien würden „Anti-Handke-Propaganda“ und „Hetze“ betreiben, kritisiert ein Offener Brief. Autoren und Literaturwissenschaftler unterstellen Zeitungen einen „Willen zur Illiberalität“.

Ein unter anderem von österreichischen Autoren und Literaturwissenschaftlern unterschriebener Offener Brief kritisiert die Berichterstattung zu Peter Handke: Die Kritik sei zur „Anti-Handke-Propaganda“ verkommen, „mediale Hetze“ werde betrieben, heißt es darin. „Es ist bestürzend, welcher Hass sich über einen Autor und sein Lebenswerk ergießt, der konsequent und radikal ohne erkennbaren Vorteil für sich selbst, vielmehr sogar noch zum eigenen Schaden, die Autonomie seiner schriftstellerischen Existenz gegen die an ihn und alle anderen SchriftstellerInnen gerichteten Erwartungshaltungen behauptet“, so ein Passus.

Zu den Initiatoren gehören unter anderem die Autoren Doron Rabinovici und Daniel Wisser. Besonders erwähnt werden Artikel über Handkes jugoslawischen Pass, weil die „insgesamt“ die Möglichkeit einer Ausbürgerung „nahe“ lege: Man will offenbar Handke mit aller Gewalt zu einem ,serbischen Staatsbürger‘ oder ihn staatenlos machen.“ Und: „Wir haben uns in der Vergangenheit nicht mit unseren ausgebürgerten Kolleginnen und Kollegen in anderen Ländern solidarisiert, um jetzt eine angezettelte Ausbürgerungsdebatte um Peter Handke bei uns stillschweigend zu übergehen.“

Was man damit erreichen will? „Wir fordern alle an der Debatte Beteiligten dringend dazu auf, sich an den unmittelbar auf Handke zutreffenden Fakten zu orientieren, anstatt über den Umweg einer Debatte über Peter Handke die versäumte Auseinandersetzung mit einem außerhalb der betroffenen Länder ansonsten ganz und gar verdrängten Kapitel jüngerer europäischer Geschichte nachzuholen. Der Wille zur Illiberalität selbst bei sich für liberal haltenden Medien ist nur noch erschreckend.“

Zum Hintergrund: Der nunmehrige Literaturnobelpreisträger ließ sich 1999 vom Milosevic-Regime einen jugoslawischen Pass ausstellen. Darin wurde die Nationalität des Autors als „Jugoslawisch“ angegeben. Der Fund verursachte einige Aufregung. Vor allem, weil er Konsequenzen für Handkes österreichische Staatsbürgerschaft haben könnte. Die Inhalte des Offenen Briefes waren zuvor schon auf Twitter publiziert (und auch kritisiert) worden. Besonders wurde dabei eine Redakteurin des „Standard“ angegriffen.

Ungar-Preise verliehen

Der Hauptpreis in der Kategorie Print ging an Laura Fischer für ihre Reportage „Alinas Verwandlung“ im Monatsmagazin Datum.

Den Hauptpreis in der Kategorie Fernsehen bekamen Sonja Hochecker und Andrea Poschmaier für ihre Thema-Reportage „Odyssee durch Europa – Afghanen zwischen Asyl und Abschiebung“.

Für ihren Beitrag „Ich kann Ungerechtigkeiten nicht leiden“ auf Radio Klassik Stephansdom erhielt Gerlinde Petrić-Wallner den Hörfunk-Hauptpreis.

Olivera Stajić erhielt den Hauptpreis in der Kategorie Online für ihre wöchentliche Kolumne Gemišt. Kim Son Hoang und Bianca Blei bekamen den Anerkennungspreis in der Kategorie Print.

Mediengruppe Oberfranken führt sechs Firmen zu einem Marketing-Dienstleister zusammen

Die Mediengruppe Oberfranken aus Bamberg führt sechs Unternehmen unter der Marke mgo360 zusammen. Dazu gehören die Digitalagentur Edelweiss72, die Werbeagentur Hochvier, die Druckereien Baumann Druck, creo Druck & Medienservice sowie das Druckzentrum Oberfranken und der Anzeigenproduzent P&H.

Unter dem Claim „Neues Marketing“ versteht sich mgo360 als Komplettdienstleister für alle Marketingkanäle. Das Portfolio umfasst klassische Kampagnen, Online-Projekte wie Portale, Intranets, Webshops, Apps und Business-Intelligence-Applikationen, Augmented Reality, Sprachassistenten sowie den Druck von Beilagen und Mailings. Außerdem bietet das Unternehmen auch SEO- und SEM-Marketing sowie Social-Media-Konzepte an.