Netflix eröffnet deutsche Niederlassung

Weil der Streaming-Riese immer mehr deutsche Eigenproduktionen im Repertoire hat, wird das für die Bundesrepublik zuständige Netflix-Team bald nach Deutschland umziehen.

Noch diesen Monat startet nach „Dark“ und „Dogs of Berlin“ mit „How to Sell Drugs Online (Fast)“ die nächste Netflix-Eigenproduktion aus Deutschland. Außerdem werden derzeit mit „Betonrausch“, „Isi & Ossi“ und „Freaks“ drei Netflix-Filme in der Bundesrepublik und zwei Miniserien produziert. Grund genug für den Streamingdienst, einen Standort in Berlin zu eröffnen.

Nun soll das Deutschland-Team, das bisher von Amsterdam aus arbeitet, im Herbst in die Hauptstadt des Nachbarlandes umziehen. Damit zieht Deutschland mit Großbritannien, Spanien und Frankreich gleich, die zuvor ein eigenes Netflix-Büro bekommen haben.

In Berlin beheimatet sind dann die Netflix-Teams für Produktionsmanagement, Marketing und PR, sowie die Verantwortlichen für die Eigen- und Koproduktionen und den Lizenzeinkauf. Zuvor müsse man aber erst noch eine geeignete Location finden.

Redakteure von ARD & ZDF kooperieren mit ORF-Kollegen

Die Redakteure von ARD, ZDF und Deutschlandradio suchen den Schulterschluss mit ihren Kollegen in Österreich. Deshalb haben die Redakteursvertreter nun auf einer gemeinsamen Sitzung beim Deutschlandfunk entschieden, ab sofort mit dem ORF-Redakteursrat zu kooperieren. „Gerade der Ibiza-Skandal rund um den österreichischen Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache und die Angriffe auf den Journalismus zeigen deutlich, wie wichtig es ist, sich gemeinsam gegen populistische Attacken zu wehren“, sagt Redakteurs-Sprecherin Gabriela Mirkovic.

Telekom baut Vorstand um – Personalchefin gewinnt an Macht

Elf Jahre nach dem Spitzelskandal schafft die Deutsche Telekom den eigens geschaffenen Vorstandsposten Datenschutz, Recht und Compliance ab. Diese Aufgaben übernimmt zum Beginn des kommenden Jahres die Personalvorständin Birgit Bohle, wie der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns beschloss.

Die 46-Jährige war erst Anfang 2019 von der Deutschen Bahn zur Telekom gewechselt. Dort hatte sie zuletzt als Vorstandsvorsitzende die DB Fernverkehr AG geleitet. Die ausgebildete Betriebswirtin arbeitete nach verschiedenen Positionen in der Industrie bei der Unternehmensberatung McKinsey, bevor sie 2007 als Managerin zur Bahn wechselte.

Die Telekom hatte das Vorstandsressort Datenschutz, Recht und Compliance im Oktober 2008 als Reaktion auf die Spitzelaffäre gegründet. Telekom-Mitarbeiter hatten Journalisten, Aufsichtsräte und eigene Kollegen ausgespäht. Heute gebe es einen sorgsamen Umgang mit Datenschutz. Große Rechtsstreitigkeiten seien beigelegt, teilte Aufsichtsratsvorsitzender Ulrich Lehner mit. „Diese Erfolge ermöglichen es uns nun, das Ressort neu zu organisieren.“

Der bisherige Compliance-Vorstand Thomas Kremer geht Ende März 2020 in Rente. Die operative Verantwortung für Datenschutz, Recht und Compliance bleibt bei der Leiterin der Rechtsabteilung, Claudia Junker.

Schriftstellerin Judith Kerr ist tot

Die deutsch-britische Schriftstellerin, die in Deutschland vor allem für den Jugendbuchklassiker „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ bekannt ist, ist nach kurzer Krankheit gestorben.

Kerr wurde in Berlin geboren, aber ihre Familie verließ Deutschland 1933, um dem Aufstieg des Nationalsozialismus zu entkommen. Über die Schweiz und Frankreich kam sie schließlich nach London. Als Kinderbuchautorin schrieb und gestaltete bis ins hohe Alter. „Sie hörte nie auf zu arbeiten”, so ihr Verlag.

Ihr wohl berühmtestes Werk aber bleibt „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ über die neun Jahre alte Anna, die 1933 auf der Flucht vor den Nazis aus Berlin alles zurücklassen muss. Das Jugendbuch, dem zwei weitere Bände („Warten bis der Frieden kommt”, „Eine Art Familientreffen”) folgten und das zur Schullektüre wurde, kommt am Jahresende auch als Literaturverfilmung in die Kinos.

Anneliese Ringhofer ist neue Chefredakteurin des dm-Magazins active beauty

Anneliese Ringhofer leitet seit Anfang Mai gemeinsam mit Peter Mosser das Kundenmagazin, welches bereits mit dem Galaxy Award (New York) und Best-of-Content-Marketing-Award (München) ausgezeichnet wurde. Die Styria Content Creation publiziert das Magazin zehn Mal jährlich für dm drogerie markt Österreich mit einer Auflage von eine Million Stück pro Ausgabe, 80 Prozent davon gehen per personalisiertem Versand an österreichische Haushalte und Abokunden.

Frankfurter Buchmesse organisiert Hörbuch-Bereich neu

Die Frankfurter Buchmesse (16. bis 20. Oktober) stellt in diesem Jahr ihren Hörbuch-Bereich neu auf: Unter dem Namen „Frankfurt Audio“ werden die Organisatoren ein neues Areal einrichten, das als „internationaler Marktplatz für Audio-Inhalte“ beworben wird.

Integraler Bestandteil des neuen Areals in Halle 3.1. ist der Gemeinschaftsstand der Hörbuch-Verlage, der bereits ausgebucht ist. Daher hat die Messe erweitert: Angrenzend können noch Flächen gebucht werden.
Platz für zusätzliche Aussteller hat sie auch mit der „Audio Business Launch“ geschaffen: Der rund 60 qm große Bereich wird als Alternative angeboten für Aussteller, die keine Produkte präsentieren möchten.
Als Fachkonferenz ist voraussichtlich für den 17. Oktober (14–17 Uhr) der „Frankfurt Audio Summit“ auf der „Audio Stage“ angesetzt.

VORmagazin bekommt neue operative Leitung

Viele Neubesetzungen beim Wiener VORmagazin: Nach dem Abgang von Chefredakteur Christoph Langecker übernehmen nun Daniel Stocker, der seit Jänner 2019 zurück im echo medienhaus ist, und Martin Scheiber, der seit einigen Jahren dort als Chef vom Marketing tätig ist, gemeinsam die die operative Gesamtverantwortung. Ursula Scheidl verantwortet als Herausgeberin die Blattlinie, die redaktionelle Leitung liegt bei Andreas Cavar als Chefredakteur. Die Gesamtleitung der Grafik übernimmt Alice Brzobohaty.

Tagesspiegel benennt nach Belästigungsvorwürfen Ombudsfrau

Nach Vorwürfen von sexueller Belästigung und unangemessenem Verhalten gegenüber Kolleginnen hat der Tagesspiegel einen Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung freigestellt. Außerdem benannte die in Berlin erscheinende Zeitung eine Ombudsfrau. Diese soll die Geschehnisse aufarbeiten und auch künftig als zusätzliche Ansprechpartnerin allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stehen, wie der Tagesspiegel mitteilte.

WDR-Intendant Buhrow wirbt für europäische Digitalplattform

„Das ist eine große Vision, und sie ist größer als der öffentlich-rechtliche Rundfunk“, sagte er bei den Medientagen Mitteldeutschland in Leipzig. Es handele sich um ein gesellschaftliches Projekt mit dem Ziel, dass es eine europäische Alternative gebe, wo man nicht den kommerziell gesteuerten Algorithmen der US-Internetriesen ausgeliefert sei. Potenzielle Partner könnten neben allen Qualitätsmedien auch Universitäten und Kulturinstitute mit ihren vielfältigen Inhalten sein, skizzierte er die Idee des ARD-Vorsitzenden Ulrich Wilhelm.

Auch Medienpolitiker Rainer Robra, Chef der Staatskanzlei von Sachsen-Anhalt, kann der Idee viel abgewinnen. Angesichts der Marktmacht der anderen Plattformen außerhalb Europas sei es wichtig, darüber nachzudenken. Finanziert werden könnte ein solches Projekt beispielsweise durch die Milliarden-Bußgelder, die die Europäische Union gegen die US-Giganten verhängt habe.

Professor Christoph Neuberger von der Ludwig-Maximilians-Universität in München warf die Frage auf, was der Auftrag eines solchen europäischen Projekts wäre: „Allein mit einer Super-Mediathek ist da noch keine Lösung gefunden“, sagte der Kommunikationswissenschaftler. Nötig sei eine moderierte Plattformen, wo die europäischen Themen diskutiert würden.

Bei den Medientage Mitteldeutschland diskutieren seit Dienstag Intendanten, Entwickler, Chefredakteure, Hochschulprofessoren, Politiker, Unternehmer und Regulierer über medienpolitische Fragen und technologische Trends.

Heidi Klum verlängert: Sechs weitere Jahre bei Modelshow GNTM

Heidi Klum hat ihren Vertrag verlängert: Sie werde weitere sechs Jahre „Germany’s next Topmodel“ (GNTM) präsentieren, sagte Klum. Damit mache sie dann die 20 Jahre voll – als Gesicht und gestrenge Zeremonienmeisterin der Casting-Show.

Als Überraschung werde es beim Finale „vielleicht eine Hochzeit geben“, sagte Klum. Wer in der Live-Show heiraten wird, verriet sie aber nicht.

Klum und Tokio-Hotel-Gitarrist Tom Kaulitz (29) haben im Dezember ihre Verlobung bekanntgegeben. Auf die Frage, welcher Hochzeitsort ihr besser gefalle, Capri oder Düsseldorf, sagte sie: „Ich finde, Düsseldorf ist geil.“ Zu den Gerüchten über ihre eigene Hochzeitsfeier, die angeblich auf der italienischen Insel Capri stattfinden soll, sagte sie: „Ich wusste nie, dass es zugesagt war.“

600 Mitarbeiter arbeiten an der Live-Show. 90 Tonnen Material wurden in den Düsseldorfer ISS Dome geschafft. 9.000 Zuschauer werden das ausverkaufte Spektakel live vor Ort verfolgen. Welcher weibliche Weltstar einen Überraschungsauftritt hat, verriet Klum noch nicht.

Netflix dreht Serie nach Deborah Feldmans „Unorthodox“

Netflix plant eine vierteilige Serie auf der Grundlage von Deborah Feldmans Erfolgsroman „Unorthodox“ mit Shira Haas in der Hauptrolle. Weitere Rollen übernehmen Jeff Wilbusch und Amit Rahav, Regie führt Maria Schrader („Vor der Morgenröte“, „Liebesleben“). Die Dreharbeiten in Berlin haben bereits begonnen, wie der Streamingdienst mitteilte.

In dem 2012 veröffentlichten Bestseller der 32-jährigen Autorin aus einer jüdischen Familie im New Yorker Stadtteil Williamsburg geht es um eine junge Frau, die vor einer arrangierten Ehe aus New York nach Berlin flieht, um sich auf die Suche nach ihrer Identität zu machen. „Ich bin mehr als glücklich darüber, ein Teil dieser einzigartigen, wunderschön geschriebenen TV-Serie über eine starke Frau zu sein, die gegen alle Widerstände ihre eigene Stimme finden muss“, zitiert Netflix seine Hauptdarstellerin.

ORF: Lahnsteiner leitet „ZiB“-Chronik, Battisti Wirtschaft

Im ORF sind zwei neue Ressortleiterinnen für die „Zeit im Bild“-Redaktion bestellt worden. Claudia Lahnsteiner wird Chronik-Chefin, Barbara Battisti leitet künftig die Wirtschaft.

Lahnsteiner war bisher Büroleiterin von Programmdirektorin Kathrin Zechner. Battisti war zuletzt interimistische Ressortleiterin der ORF-Radio-Wirtschaftsredaktion. Sie tritt die Nachfolge von Christoph Varga an, der im Vorjahr die Sendungsverantwortung der „ZIB 2“ übernahm.

„Strolz trifft Nonne“: Sendung auf Puls 4

Puls 4 wagt sich mit Ex-Politiker Matthias Strolz auf neues TV-Terrain: Der ehemalige Neos-Chef tritt in Dialog mit besonderen Menschen unseres Landes zu Themen, die jeden Bürger beschäftigen. Am 4. Juni um 21.50 Uhr trifft Strolz auf Puls 4 eine Nonne.

Um das Klosterleben kennenzulernen, zieht Strolz für zwei Tage ins Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern in Zams (Tirol). Hier lebt seit 14 Jahren Schwester Barbara, tätig ist sie als Leiterin der Seelsorge im benachbarten Krankenhaus St. Vinzenz. Strolz heftet sich für 48 Stunden an die Fersen der Klosterschwester und erkundet ihr Denken und Tun, ihre Hoffnungen und Zweifel, ihre Alltagsroutinen und Leidenschaften.

Sie sprechen über das Leben, den Tod, über Sex und über schwere Versäumnisse des Papstes. Sie treffen homosexuelle „Nonnen“ und sie gehen Zumba-Tanzen. „Es ist eine Erkundung- und Erforschungsreise, aber mit Humor.“ Schließlich müsse es auch unterhalten, so Strolz.

Michaela Berger übernimmt Leitung der Konzernkommunikation bei Raiffeisen NÖ-Wien

Zuletzt leitete Berger die Unternehmenskommunikation der HYPO NOE. Bereits vor ihrem Wechsel in den Bankensektor war die 38-Jährige über elf Jahre im Bereich Kommunikation und PR tätig, wie als Sprecherin im Bundesministerium für Landwirtschaft sowie vier Jahre als Pressesprecherin im Finanzministerium, unter anderem verantwortlich für Kapitalmarkt- und Beteiligungskommunikation.

Vorgängerin Michaela Stefan tritt nach 17 Jahren als Pressesprecherin für die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien ihre Pension an.

Tanja Sourek verlässt A1

Tanja Sourek, langjährige Bereichsleiterin Marketing Communications bei A1, hat sich entschlossen, das Unternehmen auf eigenen Wunsch zu verlassen. Sie verantwortete von 2007 bis 2016 das gesamte Brand Management, klassische Werbung, Mediaplanung, Online-Kommunikation, Direct Marketing, Sponsoring, Events und Promotions von A1. 2012 wurde sie als Marketerin des Jahres ausgezeichnet.

Neue B2B-Digitalmesse in Hannover

Nach dem Aus für die Cebit wird es im kommenden Jahr einen neue Digital-Messe in Hannover geben. Im März 2020 geht die TWENTY2X in der niedersächsischen Hauptstadt an den Start. Im Fokus stehen dort IT-Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten in den unterschiedlichen Geschäftsprozessen zur Digitalisierung des Mittelstands. Es geht um Anwendungsszenarien, die bei Entscheidern und IT-Verantwortlichen auf der Agenda stehen, um die Zukunftsfähigkeit und Sicherheit des jeweiligen Unternehmens zu gewährleisten.

Die TWENTY2X wird an drei Tagen, von Dienstag, 17., bis Donnerstag, 19. März in den Hallen 7 und 8 sowie im Convention Center ausgerichtet. Partner der B2B-Messe mit begleitendem Kongress sind der Bundesverband IT-Mittelstand BITMi, der Verband der Internetwirtschaft eco, der IT-Anwenderverband VOICE und der Bundesverband Deutsche Startups BVDS.

Formel-1-Weltmeister Rosberg investiert in E-Scooter-Unternehmen

Nico Rosberg ist neuer Investor bei Tier Mobility. Das Start-up betreibt in 20 Städten in zehn Ländern ein Verleihgeschäft für den neuen Mobilitätstrend E-Scooter und will in Kürze seinen Service auch in Deutschland anbieten.

„E-Mobilität wird ein wesentlicher Faktor des anhaltenden Wandels im Verkehrssektor werde“, sagte Rosberg. Der 33-Jährige hatte zuvor bereits in die Formula E, einer Rennsportserie des Automobilverbands FIA speziell für Elektroautos, investiert und ist Gründer des Nachhaltigkeitsfestivals „Celebrate Change“.

„Ich bin beeindruckt von der nachhaltigen Vision und Innovationskraft von Tier Mobility und fest davon überzeugt, dass das Unternehmen einer der Gewinner der E-Mobilitätsbranche sein wird“, ergänzte Rosberg. Über die Summe des Investments wurde Stillschweigen vereinbart.

Die bekanntesten Twitch-Streamer verdienen 50.000 Dollar pro Stunde

Die bekanntesten Twitch-Streamer bekommen mehr als 50.000 Dollar pro Stunde, wenn sie ein neues Game spielen. Manche Streamer sollen gar mehr als 50.000 Dollar stündlich erhalten. Besonders spendabel sind Activision-Blizzard, Take-Two, Ubisoft und Electronic Arts, die bei einem Launch eines neuen Spiels viel Geld in die Hand nehmen.

Zum Start des Battle-Royale-Games Apex Legends wurde etwa vollständig auf die Vermarktung mit Streamern gesetzt. So soll EA eine Million Dollar für einen Tweet und mehrstündigen Stream an Tyler „Ninja“ Blevins gezahlt haben.

Für Spielehersteller soll sich das hohe Investment sehr wohl lohnen. Der Werbeeffekt sei viel größer als etwa durch traditionelle Werbung.

Eva Padberg wird Sendergesicht von Home & Garden TV

Etwas mehr als zwei Wochen vor dem Sendestart von Home & Garden TV hat Discovery Model und Moderatorin Eva Padberg als neues Gesicht des Free-TV-Senders vorgestellt. Im Rahmen einer Kampagne soll Padberg in On-Air-Trailern zu sehen sein, die dem Publikum den Sender vorstellen. Perspektivisch könnte sie auch abseits der Trailer in Erscheinung treten.

Für das kommende Jahr seien erste Eigenproduktionen für HGTV geplant, heißt es von Discovery. „Derzeit werden viele Konzepte geprüft und wir sind offen für spannende Projekte – im Online- wie auch On Air-Bereich. Hier möchten wir dann auch Eva Padberg integrieren, damit sie ihre Leidenschaft und ihre eigenen Interior-Tipps und Tricks bei HGTV an die Zuschauer weitergeben kann“, erklärte eine Sprecherin auf DWDL.de-Nachfrage.

Niederlande gewinnen den ESC

Der Niederländer Duncan Laurence hat mit der Ballade „Arcade“ den Eurovision Song Contest in Tel Aviv gewonnen. Nach der Vergabe der Jury-Punkte hatte zunächst noch der Schwede John Lundvik mit „Too Late For Love“ vorne gelegen. Ihn, die nordmazedonische Vertreterin Tamara Todevska mit ihrem Song „Proud“ sowie den späteren Gewinner trennten zur Halbzeit gerade mal acht Punkte. Am Ende erhielt Duncan Laurence, der von Beginn als Top-Favorit galt, 492 Punkte. Der ESC dürfte damit im kommenden Jahr in Amsterdam ausgetragen werden. Die meisten Stimmen der Publikumsabstimmung erhielt übrigens nicht der Niederländer, sondern die norwegische Band Keeiino.

Für Gesprächsstoff sorgte der Eurovision Song Contest aber auch abseits des eigentlichen Wettbewerbs. Superstar Madonna verblüffte in der Halbzeit-Show mit erstaunlich schrägen Tönen und während der Punktevergabe brachte die isländische Band Hatari einen Großteil des Hallen-Publikums gegen sich auf, weil diese Banner in den Farben der palästinensischen Flagge in die Kamera hielten.

So viel verdienen die Top-Manager deutscher Medienkonzerne

Wer verdient wieviel? Seit jeher interessiert sich die Arbeitswelt dafür, ob der Kollege etwa mehr oder weniger verdient als man selbst. Bei Unternehmensvorständen heißt die Frage hingegen: Wer verdient am meisten? Markus Wiegand von Kress hat sich nun durch die aktuellen Geschäftsberichte der deutschen Medienkonzerne gearbeitet. Eine Erkenntnis: Medienhäuser verfahren mal mehr, mal weniger transparent mit den Gehältern ihrer Top-Manager.

So verdiente Max Conze als CEO von ProSiebenSat.1 im vergangenen Jahr 5,5 Millionen Euro. Das Fixgehalt lag demnach bei 905.000 Euro. Bei Conze, so heißt es in dem Medienbericht, gab es zudem einen sogenannten Sign-on-Bonus in Höhe von 3 Millionen Euro. Dabei handelt es sich um eine Art Bonus, den besonders nachgefragte Leute verlangen können. Conze hatte erst zum 1. Juni 2018 den Posten als Vorstandsvorsitzender von P7S1 von Vorgänger Thomas Ebeling übernommen, der laut Geschäftsbericht eine Abfindung von 7,1 Millionen Euro erhalten haben soll. Zuvor war Conze sieben Jahre lang als CEO beim britischen Technologieunternehmen Dyson tätig.

Ebenfalls einsehbar ist das Gehalt von Udo Müller. Der CEO von Ströer erhielt im vergangenen Jahr 3,57 Millionen Euro, wovon 1,65 Millionen fix waren. Undurchsichtiger wird es bei Medienunternehmen wie Axel Springer und Bertelsmann: Die Berliner weisen in ihrem Bericht nur die Gesamtbezüge für den fünfköpfigen Vorstand um CEO Mathias Döpfneraus. Diese liegen bei 21,4 Millionen Euro – ohne Vorsorgeleistungen von 1,4 Millionen. Hinzu kommen Aktienoptionsprogramme, darunter eines im Wert von 29,2 Millionen Euro, deren Auszahlung jedoch nur bei Erreichen gewisser Schwellenwerte erfolgt.

Wiegand wiederum schätzt auf Grundlage von Gehaltsstudien für MDax-Unternehmen, dass Döpfners Gehalt bei etwa 7,63 Millionen Euro liegen müsste. Ähnliches gilt für Bertelsmann: Der fünfköpfige Vorstand verdiente insgesamt 32,7 Millionen Euro. Thomas Rabe, dem CEO des Gütersloher Medienkonzerns, dürften etwa 12 Millionen Euro zustehen.

„Game of Thrones“ Serienableger geplant

Acht Jahre lang hatte „GoT“ Fans auf der ganzen Welt gefesselt. Allein in Amerika erreichte die Serie laut dem US-Sender HBO pro Folge rund 43 Millionen Menschen.

Die Fans können aber nach dem Abschied von „GoT“ auf weitere Fantasy-Geschichten hoffen, die an die Kultserie anknüpfen. HBO hat bereits einen Ableger geplant, der tausende Jahre vor den Ereignissen bei „GoT“ spielt – ebenfalls auf dem fiktiven Kontinent Westeros. Wann die Serie um Hollywood-Star Naomi Watts (50, „King Kong“) zu sehen sein wird, ist aber noch unklar.

Streaming-Gigant Netflix hat sich die Rechte an der Buchreihe «Die Chroniken von Narnia» gesichert, Konkurrent Amazon Prime verspricht eine „Herr-der-Ringe“-Serie. Außerdem könnte es serielle Neuauflagen von „Avatar“ und „Conan, der Barbar“ geben.

Vaunet kritisiert Vodafone-Zusagen bei Unitymedia-Übernahme

Anlässlich seiner am 17.5. bei der EU-Kommission eingereichten Stellungnahme zu dem Zusammenschlussvorhaben von Vodafone und Unitymedia kritisierte der Verband Privater Medien (Vaunet), dass die von Vodafone der EU-Kommission vorgeschlagenen Maßnahmen, um eine Genehmigung der Übernahme von Unitymedia zu erreichen, das Thema verfehlen würden.

Vodafone hatte erstens eine Open-Access-Vereinbarung vorgeschlagen, die es der Telefónica Deutschland ermöglichen soll, eigene Broadband-Produkte im Netz der Vodafone anzubieten. Zweitens will sich Vodafone verpflichten, ausreichende Übertragungskapazitäten für OTT-Angebote der TV-Sender vorzuhalten und die Verbreitung von Inhalten der Sender über das Internet nicht einzuschränken.

„Angesichts der differenzierten Debatte und entsprechender Kritik von Wettbewerbern und Betroffenen an dem Zusammenschlussvorhaben können diese holzschnittartigen Vorschläge nur erstaunen,“ erklärte Harald Flemming, Geschäftsführer des Vaunet. „Dies umso mehr, weil die angebotenen Zusagen überwiegend das widerspiegeln, wozu Vodafone auf Grund geltender Gesetze bereits verpflichtet ist. So ist etwa die Öffnung des Breitbandzugangs zu gleichwertigen, nicht-diskriminierenden Bedingungen bereits im Telekommunikationsrecht festgeschrieben.“ Die Wahrung von Netzneutralität müsse auch ohne Zusage selbstverständlich sein.

Da das zusammengeschlossene Unternehmen rund 80 Prozent der Kabelanschlüsse in Deutschland bündeln wird, befürchtet der Vaunet, dass es Vodafone zukünftig leichtfallen dürfte, die Bedingungen für die Auffindbarkeit von Inhalten und die kommerziellen Bedingungen für Pay-TV und Free-TV zu diktieren.

Der Vaunet kritisiert zudem, dass Vodafone es sich zu leicht macht, wenn das Unternehmen einfach Zusagen aus dem niederländischen Zusammenschlussvorhaben von Ziggo und Liberty Global sinngemäß übernimmt. Der dortige Markt und damit die Ausgangslage lassen sich mit den Gegebenheiten in Deutschland nicht vergleichen. Für den sehr spezifischen deutschen Markt müssten daher regional zugeschnittene Zusagen gegeben werden. Auch deshalb können die der EU-Kommission vorgelegten Zusagen die Bedenken der privaten Medienanbieter in Deutschland nicht auszuräumen.

Apple feiert neue Bühne im Apple Park mit Auftritt von Lady Gaga

Die neu eröffnete Bühne wurde gleich mit einem Auftritt der Popsängerin Lady Gaga eingeweiht. Die Bühne ist in Regenbogenfarben geziert. Auch Treppen wurden so eingefärbt, sowie Kaffeebecher und kleine Geschenke für Mitarbeiter.

Tim Cook bestätigte im späteren Verlauf des Tages die Veranstaltung. Das Event gilt als Tribut für den verstorbenen Apple-Chef Steve Jobs. Apple Park, das Hauptquartier des Unternehmens, wird bereits seit 2017 von rund 12.000 Mitarbeitern genutzt. Es gilt als das letzte große Projekt von Steve Jobs, wie „WinFuture“ berichtet. Es kostete insgesamt fünf Milliarden US-Dollar und ist 13 Hektar groß.

Polit-Journal nennt Bundeskanzler Kurz einen „Spieler“

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat es mit seinem während des EU-Wahlkampfes geäußerten Vorwurf der Überregulierung innerhalb der Europäischen Union auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe des Magazins „Politico“ geschafft. Unter dem Titel „The Gambler“ (Der Spieler) fasst das in Brüssel ansässige Polit-Journal die jüngsten Standpunkte des Kanzlers zusammen.

Darunter findet sich auch seine viel diskutierte Aussage über unnötige EU-Vorgaben für die Zubereitung von Schnitzel und Pommes. Dass Kurz den Schutz des Wiener Schnitzels betont, anstatt die ökologischen Auswirkungen der Fleischproduktion zu erwähnen, ist laut dem Magazin aber nicht der Hauptkritikpunkt, sondern die Entscheidung, mit den Rechtspopulisten eine Koalition zu bilden, anstatt sie zu isolieren. „Kurz spielt eine einzigartige Rolle auf dem Kontinent, indem er gleichzeitig die Spaltung der Union bei Themen wie Migration und Populismus verkörpert, die zu Europas Polarisierung führt, und es auch bewerkstelligt, diese zu überbrücken.“

Landeshauptleute: Bekenntnis zu gebührenfinanziertem ORF

Die Regierungschefs der Bundesländer haben bei der Landeshauptleutekonferenz in Kärnten ein Bekenntnis zu einem gebührenfinanzierten ORF abgegeben.

„Wir sehen auch, dass manche Gefahren, wie ein Weggehen von der Gebührenfinanzierung, nicht mehr aktuell sind“, sagte Landeshauptmann Kaiser.

Wie aus dem Kreis der Landeshauptleute verlautbart wurde, gebe es aktuell keine Vorhaben der Bundesregierung, die Gebührenfinanzierung einzustellen. Mikl-Leitner erklärte, es sei „wichtig und richtig, einen öffentlichen Rundfunk zu haben, der unabhängig ist – und das kann nur durch Gebührenfinanzierung gewährleistet werden.“ Auch die Regionalisierung der Berichterstattung werde immer wichtiger.

Apples Einzelhandelschefin wechselt zu Airbnb

Apples Einzelhandelschefin Angela Ahrendts stößt als neues Vorstandsmitglied zum Unterkünftevermittler.

Sie prägte die Ästhetik der mehr als 500 Apple-Läden in 25 Ländern und seiner 70.000 Mitarbeiter. Nun wechselt Apples frühere Einzelhandelschefin Angela Ahrendts in die Führung von Airbnb. Die 58-Jährige wird als drittes konzernunabhängiges Vorstandsmitglied agieren, teilte Airbnb am Donnerstag mit, neben Ken Chenault, dem Ex-CEO von American Express, und Ann Mather, die auch im Aufsichtsrat von Netflix und Alphabet sitzt.

Ahrendts hatte den iPhone-Konzern im April verlassen, wo sie fünf Jahre lang die globale Verkaufsstrategie über die digitalen und analogen Kanäle vorantrieb.

Airbnb-Chef Chesky will eine „Ende-zu-Ende”-Reiseplattform entwickeln. Ahrendts Erfahrung mit dem Design von Verkaufskanälen, dem Kundengeschäft und Technologieplattformen dürfte da hilfreich sein. Vor ihrer Zeit bei Apple leitete Ahrendts fast neun Jahre lang das britische Luxus-Label Burberry als CEO.

Bei Apple zählte die Managerin mit einem Gesamtgehalt von 26,5 Millionen Dollar im Jahr 2018 zu den höchstbezahltesten Mitarbeitern in Cupertino. Die 58-Jährige verdiente mehr als Tim Cook, der in der gleichen Zeit 15,7 Millionen Dollar einstrich.

Gerichtserfolg: Stefan Raab darf verkaufen

Brainpool-Gründer Jörg Grabosch zog seinen Antrag auf Erlassung einer einstweiligen Verfügung am Mittwoch zurück. Zuvor hatte ihm das Oberlandesgericht Köln deutlich gemacht, dass es keine rechtlichen Bedenken gegen den Verkauf der Raab-Anteile sieht.

Raab hielt bisher 12,5 Prozent von Brainpoool. Mit seinen Anteilen besitzt Banijay die Mehrheit an Brainpool: 62,5 Prozent.

Brainpool produziert heute Formate wie „Luke! Die Woche und ich“, „Pussy Terror TV“ und „Pastewka“. Derzeitiger Brainpool-Chef ist Marcus Wolter.

I. M. Pei ist tot

I. M. Pei galt als einer der bedeutendsten Architekten der Gegenwart. Er hat unter anderem den Ostflügel der National Gallery of Art in Washington entworfen, die Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland – und die Glaspyramide am Louvre in Paris.

Der 21 Meter hohe Glasbau, über den Besucher in die bombastische Kunstsammlung eintauchen, ist zusammen mit der Mona Lisa und der Venus von Milo zu einem der wichtigsten Gründe geworden, warum Millionen Besucher pro Jahr zum Louvre strömen. Wegen seiner raffinierten Lichtführung in den darunter liegenden Museumstrakt wurde Pei als „Meister des Lichts“ bekannt.

FPÖ muss dem ORF-„Report“-Chef eine Entschädigung zahlen

Der freiheitliche Parlamentsklub ist am Landesgericht für Strafsachen Wien wegen übler Nachrede zu einer Geldstrafe von 3500 Euro und der Urteilsveröffentlichung verurteilt worden. Der Sendungsverantwortliche der ORF-Sendung „Report“, Wolfgang Wagner, hatte den Parlamentsklub geklagt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da die FPÖ Berufung angemeldet hat.

„Es ist ein Sieg des Journalismus“, zeigte sich Wagners Anwalt Gottfried Korn im Anschluss an die Verhandlung. Er betonte, dass es seinem Mandanten nicht um das Geld gehe – er werde es im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung der Caritas spenden.

Andrea Hodoschek erhielt Horst-Knapp-Preis 2018

Der von der UniCredit Bank Austria gestiftete Horst-Knapp-Preis 2018 geht an die Wirtschaftsjournalistin Andrea Hodoschek. Die für herausragende Leistungen ausgezeichnete Redakteurin, die seit 1981 für die Tageszeitung „Kurier“ arbeitet, sei „eine Vollblutjournalistin“, wie Bank-Austria-Vorständin Doris Tomanek bei der Verleihung betonte.

Auch der Kolumnist und Autor Georg Diez verlässt den Spiegel

Nach dem Kolumnisten Jan Fleischhauer verliert der Spiegel einen weiteren namhaften Autoren: Georg Diez wird Ende September den Verlag verlassen, wie der Spiegel auf Nachfrage bestätigte. Neun Jahre lang war er für das Medienhaus tätig und schrieb bis zum vergangenen Jahr unter anderem die Kolumne „Der Kritiker“ auf Spiegel Online. Nun wird er sich eigenen Projekten widmen.

Auf Twitter gab Diez zudem bekannt, dass er abseits der eigenen Projekte nach der Zeit beim Spiegel dem Journalismus treu bleiben werde. Unter anderem schreibe er für die taz und für Magazine wie dem WWW-Magazin, ein Online-Portal, das unter anderem vom Familienministerium gefördert wird.

Bernhard Bahners wird Digitalchef bei Madsack

Aufstieg bei der Madsack Mediengruppe: Bernhard Bahners ist ab sofort neuer Digitalchef des Verlags, er firmiert als Chief Digital Officer. „Bernhard Bahners ist ein durch und durch digital denkender Medienmanager. Die sehr erfolgreiche Entwicklung von Radio.net zu einer internationalen Plattform ist eng mit seinem Namen verbunden“, sagt Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe.

In seiner neuen Funktion als Chief Digital Officer soll Bahners unter anderem die digitale Vermarktung der Medienmarken ausbauen und das Angebot an innovativen Bezahlangeboten für digitale journalistische Inhalte weiter entwickeln. „Mit seiner Expertise werden wir die Transformation unserer nationalen und regionalen Medienmarken weiter gezielt vorantreiben“, so Düffert.

Schäuble rügt Nachrichtenproduktion durch Parteien

Das Nachrichtengeschäft sollten Parteien und Verbände den Medien überlassen, sagt Schäuble – und kritisiert, soziale Netzwerke verstärkten unsinnige Äußerungen.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) kritisiert Versuche von Parteien und Unternehmen, die Aufgaben von Medien zu übernehmen. Er sei skeptisch, „wenn Parteien, Ministerien, Verbände oder Unternehmen Nachrichten selbst produzieren wollen, das ist Aufgabe der Medien. Übrigens auch, die Nachrichten einzuordnen“, sagte Schäuble der „Welt“. Es brauche gerade heute verantwortliche politische Führung, und diese Führung brauche auch die Gabe zur

In einer Welt, in der man „an der Überfülle von Informationen fast schon leidet“, sei das Gesetz der Knappheit ein hohes Gut. „Gilt es nicht, beginnt ein Wettbewerb um Informationen, die sensationell sein müssen, damit sie überhaupt noch zur Kenntnis genommen werden.“ Am Ende werde es immer aufgeregter und zugleich monotoner zugehen. In den sozialen Netzwerken „wird noch die unsinnigste Meinungsäußerung über die Maßen verstärkt“, so Schäuble.
Mehrere Parteien und Ministerien steuern ihre Kommunikation über Newsrooms. Ziel ist es, Bürger, Anhänger oder potenzielle Wähler direkt zu erreichen, insbesondere über soziale Medien.

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) monierte zuletzt: „Pressestellen verbreiten selbstproduzierte Inhalte über die sozialen Netzwerke, in denen Minister grinsend Hände schütteln und Vorzeigeprojekte besuchen“, sagte DJV-Chef Frank Überall der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ . Zugleich würden die Pressestellen „zunehmend ihrer Auskunftspflicht nicht nachkommen“, und Anfragen von Journalisten versandeten oder würden nur ungenügend beantwortet.

Martin Gradl wird Content Director bei Super RTL

Super RTL macht Martin Gradl zum Content Director, der 47-Jährige arbeitet schon seit fast 20 Jahren für die Mediengruppe RTL. Nun soll er dabei helfen, den zuletzt begonnen Entwicklungsprozess des Kindersenders fortzuführen. Er folgt auf Programmdirektor Carsten Göttel.

Gradl tritt damit die Nachfolge von Carsten Göttel an, der den Sender im Herbst des vergangenen Jahres überraschend nach mehr als 20 Jahren verlassen hatte. Göttel firmierte damals als Programmdirektor, dass Gradl nun Content Director ist, soll den erweiterten Aufgabenbereich widerspiegeln. Gradl arbeitet bereits seit 19 Jahren in unterschiedlichen Funktionen in der Mediengruppe RTL, derzeit als Leiter des Bereichs News bei infoNetwork.

Franz Renkin wird Gesamtanzeigenleiter der „Kronen Zeitung“

Mit 20. Mai 2019 übernimmt Franz Renkin die Gesamtanzeigenleitung der „Kronen Zeitung“ und verantwortet die Print- und crossmediale Vermarktung der Tageszeitung. Renkin berichtet in dieser Funktion an MediaPrint-Geschäftsführerin Monika Fuhrheer.

Renkin war zuletzt Commercial Director des Red Bull Media House leitete er zuletzt den Anzeigenverkauf aller nationalen und internationalen Produkte.

Nächster Wechsel in der Geschäftsführung von Sport1

Sport1 verliert mit Stephan Katzmann den nächsten hochrangigen Mitarbeiter, einen Nachfolger für den kaufmännischen Geschäftsführer gibt es bereits. Auch in den Reihen hinter Katzmann kommt es erneut zu Veränderungen.

So wird mit Stephan Katzmann der kaufmännische Geschäftsführer das Unternehmen verlassen. Er geht bereits Ende Mai. Die Trennung erfolge „im besten gegenseitigen Einvernehmen“ und auf eigenen Wunsch von Katzmann, heißt es von Sport1. Katzmann war nicht nur kaufmännischer Geschäftsführer bei Sport1, sondern in gleicher Position bei Sport1 Media, der Magic Sports Media GmbH, der Match IQ GmbH, der Plazamedia GmbH und der Leitmotif Creators GmbH tätig.

Bei der Suche nach einem Nachfolger ist man in den eigenen Reihen fündig geworden. Katzmanns Aufgaben werden ab dem 1. Juni von Christian Barth übernommen.

Doch Katzmann ist nicht die einzige Personalie aus Ismaning. Wie Sport1 nun auch bestätigt hat, wird mit Jonas Beck ein weiterer Mitarbeiter aus der mittleren Führungsebene das Unternehmen verlassen. Er war zuletzt Head of Video beim Sender und hat damit einen der strategisch sehr wichtigen Bereiche geleitet. Wer Beck nachfolgt, ist derzeit noch nicht bekannt.

DJV fordert Stechuhr auch für Redaktionen

Arbeitgeber müssen die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter systematisch erfassen. Das entschied der Europäische Gerichtshof. Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf die Arbeit von Redaktionen haben. In den meisten Verlagen gilt für redaktionelle Mitarbeiter Vertrauensarbeitszeit – doch dies könnte in Zukunft nicht mehr ausreichen. Der Deutsche Journalistenverband erneuerte bereits seine Forderung nach der Einführung digitaler Zeiterfassungssysteme.

Im deutschen Arbeitszeitgesetz ist nach Gewerkschaftsangaben bisher nur vorgeschrieben, dass Überstunden nach den üblichen acht Stunden Regelarbeitszeit registriert werden. Gewerkschafter monieren schon lange, dass dies eigentlich nur möglich sei, wenn auch die reguläre Arbeitszeit aufgezeichnet wird.

Der Deutsche Journalistenverband DJV erneuerte nach dem Urteil seine Forderung nach der Einführung von Zeiterfassungssystemen. „Der Betriebsrat kann schon jetzt eine Erfassung der Arbeitszeiten durchsetzen, aber nur ein digitales System wäre für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen praktikabel“, erklärt Gerda Theile, DJV-Referentin für Tarife und Betriebsräte. Ein Recht auf die Einführung digitaler Arbeitszeiterfassungssysteme bestehe indes nicht. „Vereinbarungen über die Arbeitszeit und damit verbundene Tariflöhne werden schnell unterlaufen, wenn die Arbeitszeit selbst nicht dokumentiert wird“, erklärte Theile.

Verlegerin Friede Springer für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Ein Preis für ein Lebenswerk ist eine zweischneidige Sache. Friede Springer, die beim „European Publishing Congress“, also der Versammlung der europäischen Medienelite, den Preis für ihr Lebenswerk erhielt, wird den Gedanken kaum verdrängt haben: Wann ist ein Lebenswerk zu Ende? Wer den Preis zu jung bekommt, hat noch endlos Zeit, den Erfolgen allerhand hinzuzufügen. Oder bedeutet „Lebenswerk“, dass die Arbeit und die Siege ein für alle Mal abgeschlossen sind?

Friede Springer machte an diesem Abend in Wien keine Anstalten, solche Gedanken zu befeuern. Sie saß im riesigen neogotischen Prunksaal des Wiener Rathauses, als würden sie die historistische Pracht der Spitzbogengewölbe und die Statuen alter Habsburger bis hin zu Prinz Eugen nicht im geringsten beeindrucken. Was bedeuten 1000 Jahre toter Geschichte, wenn es um die lebendige Gegenwart geht? Oder gar um die Zukunft?

In der Tat befasste sich der Kongress von Europas Medienmachern in schwierigen Zeiten mit den Entfesselungstricks der Branche. Wie können Schweizer Redaktionen mit langen Reportagen via Crowdfunding ohne Werbung Texte an die Leute bringen? Wie schaffen es norwegische Verlage, mit coolem Layout und geduldiger Recherche vor Ort, die Marktführerschaft zu behaupten? Wie viele Klicks generieren neue Podcasts aus London oder Amsterdam? Um Fragen wie die Zukunft der gedruckten Zeitung, um Bezahlmodelle für Zeitungen im Internet oder einen digitalen Lokaljournalismus drehte sich die große Konferenz in Wien. Und die Grande Dame der europäischen Publizistik schaute sich den stimmungsvollen Almabtrieb der Branche mit freundlicher Diskretion an.

Friede Springer hat in diesem Gewerbe schon allzu viel erlebt, um sich noch aus der Ruhe bringen zu lassen. Ihr Lebenswerk? Fast schon ungläubig brachte es ihr Laudator, der „Tagesspiegel“-Herausgeber Sebastian Turner immer neu auf den Punkt: Die frühere Erzieherin der Kinder Axel Springers habe sich ihr späteres Leben im Verlagsbetrieb eigentlich immer mit demselben Problem herumgeschlagen. Nämlich verzogenen Jungs Manieren beizubringen. Zuerst hatte sie sich mit dem übergroßen Ego Hamburger Bürgerskinder abzurackern, danach ganz artverwandt mit den Beratern und Managern „in Jacken mit Goldknöpfen“, die nach dem Tod ihres Mannes Axel das zu verwalten vorgaben, was die Wiener eine Schlamastik nennen: das Chaos nach dem vorzeitigen Tod des unvorbereiteten Firmengründers.

Vorsitzender der Journalistengewerkschaft bestätigt

Eike Kullmann ist als Vorsitzender der Journalistengewerkschaft bestätigt worden. Die von ihm angeführte fraktionsübergreifende Namensliste wurde bei einer Online-Wahl mit 94 Prozent gewählt, gab die GPA-djp in einer Aussendung am Montag bekannt.

Der 56-jährige Kullmann ist Ressortleiter Weltspiegel bei den „Oberösterreichischen Nachrichten“. Er wurde bereits im Vorjahr vom Präsidium der Journalistengewerkschaft zum Nachfolger des langjährigen Vorsitzenden Franz C. Bauer gewählt und nun durch die Urwahl bestätigt. Als Herausforderungen bzw. Aufgaben für die neue Funktionsperiode nannte er unter anderem bessere arbeits- und sozialrechtliche Absicherungen in Form von Kollektivverträgen in den Bereichen Regionalmedien, Privat-TV und Privatradio sowie die Auswirkungen der Digitalisierung. Die konstituierende Sitzung des neuen Präsidiums findet am 15. Mai statt.

Eva-Maria Schmidt wird stellvertretende Chefredakteurin von Horizont

Eva-Maria Schmidt wird ab 1. Juni 2019 stellvertretende Chefredakteurin der Horizont Medien. Sie gehört der Redaktion seit dem Jahr 2000 an, seit 2004 leitete sie verschiedene Ressorts der Fachzeitung für Marketing, Agenturen und Medien aus der dfv Mediengruppe. Unter anderem war sie für Horizont Online und Karriere zuständig, zuletzt hat sie als Projektleiterin die Expansion von Horizont in der Schweiz vorangetrieben.

In der Chefredaktion von Horizont wird Eva-Maria Schmidt die Herstellung der wöchentlichen Printausgabe verantworten und darüber hinaus weitere operative Funktionen in der Redaktionsleitung übernehmen.

Vier internationale Medienpreise für die SN

Die „Salzburger Nachrichten“ wurden auch beim diesjährigen European Publishing Congress mehrfach ausgezeichnet. Mit drei „Awards of Excellence“ wurden mehrere Seiten sowie neue Kategorien prämiert, die eine internationale Jury als besonders innovativ und vorbildlich erachtet. Konkret traf das für eine Visualisierung des Klimawandels im Lokalteil zu (Bild oben). Oder für die Schwerpunkte „Die verkorkste Republik“, „Briefe ans Christkind“ und „Die Welt von gestern“, welche im Wochenende“ erschienen und grafisch von Philipp Lublasser gestaltet wurden.

Die SN erhielten aber auch einen Digital Publishing Award für die „Stories“, die täglich für die Social-Media-Plattform Instagram produziert werden. Der Digital Publishing Award wurde zum ersten Mal vergeben.

Lizz Görgl ist der neue „Dancing Star“

Die drei verbliebenen Paare lieferten nicht nur dem Motto „Großes Kino“ getreu eine überzeugende Show ab, letztlich setzte sich auch eine Ex-Skirennläuferin durch: Elisabeth „Lizz“ Görgl und Profitänzer Thomas Kraml hatten somit allen Grund zum Strahlen.

Im Moment des Triumphs wandte sich Görgl auch sofort an ihren Partner: „Thomas, das ist für dich. Du hast dir das so verdient!“ Für sie selbst seien die vergangenen Wochen „eine coole Reise“ gewesen, wie Görgl schon im Laufe der Finalsendung betonte. „Ich habe so viele Sachen gelernt.“ Kraml habe ihr „eine neue Welt“ gezeigt. „Mein Traum war es immer zu tanzen und auf einer Bühne zu stehen. Das habe ich hier machen dürfen.“ Nicht nur das: Mit ihren Leistungen haben sich Görgl und Kraml schon früh zu Favoriten aufgeschwungen.

ORF-Produktion zu bestem Dialekt-Hörspiel ausgezeichnet

Das Hörspiel „Märzengrund“ von Autor Felix Mitterer, in Österreich im Vorjahr schon als Ö1-„Hörspiel des Jahres“ ausgezeichnet, hat bei den Zonser Hörspieltagen nun auch überregionale Ehren erhalten und wurde als bestes regionalsprachiges Hörspiel im D-A-CH-Raum ausgezeichnet.

Die Zonser Hörspieltage sind eine ebenso kleine wie feine und von Experten beachtete Radio-Institution, die heuer bereits zum 25. Mal stattfand. Sie widmet sich Hörspielproduktionen, die mit Mundart oder regionalen Varianten der deutschen Sprache arbeiten. Dieses Jahr zeichnete die Jury aus Vertretern der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD, ORF, SRF und anderen Medienfachleuten das vom ORF-Landesstudio Tirol produzierte Hörspiel „Märzengrund“ mit dem „Zonser Hörspielpreis“ aus.

Gunnar Cynybulk verlässt Ullstein

Nach knapp eineinhalb Jahren verlässt Verleger Gunnar Cynybulk den Ullstein Verlag im Sommer 2019. Er hatte die verlegerische Geschäftsführung im Oktober 2017 von Siv Bublitz übernommen.

Cynybulks Nachfolgerin wird Barbara Laugwitz, seit Anfang des Jahres als Verlagsdirektorin/Chief Publishing Officer bei Ullstein. Laugwitz war vor ihrer Zeit bei Rowohlt, wo sie bie Ende August 2018 Verlegerin war, bereits bei Ullstein tätig (zuletzt als leitende Lektorin Taschenbuch Sachbuch). 2005 wechselte sie dann zu Rowohlt, wo sie zunächst als Sachbuch-Programmleiterin beim Rowohlt Taschenbuch Verlag arbeitete. 2014 hatte sie Alexander Fest an der Verlagsspitze abgelöst. 2018 war sie im Unfrieden und begleitet von einer heftigen Mediendebatte bei Rowohlt ausgeschieden, nachdem die Rowohlt-Mutter Holtzbrinck Florian Illies als verlegerischen Geschäftsführer eingesetzt hatte.

Deniz Yücel erhebt Foltervorwürfe gegen Erdoğan

Der Korrespondent der deutschen Tageszeitung „Die Welt“, Deniz Yücel, ist während seiner Haftzeit in der Türkei eigenen Angaben zufolge gefoltert worden. Yücel machte dafür in einer Aussage vor dem Amtsgericht in Berlin den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan verantwortlich.

In der schriftlichen Fassung der Aussage, die der Deutschen Presseagentur vorliegt und über die zunächst die „Welt“ berichtete, erwähnt Yücel Schläge, Tritte, Erniedrigungen und Drohungen durch Vollzugsbeamte in seinen ersten Tagen im Hochsicherheitsgefängnis Silivri bei Istanbul. Gegen Yücel läuft in der Türkei ein Prozess, ihm wird unter anderem „Propaganda für eine Terrororganisation“ vorgeworfen. Das Gericht in der Türkei hatte zugestimmt, dass Yücel im Rahmen der Rechtshilfe vor einem Richter in Deutschland aussagen kann.

Der heute 45-jährige Journalist war im Februar 2017 in der Türkei verhaftet worden und kam ein Jahr später frei.

 

„Die Lochis“ geben Karriere-Ende als Youtube-Stars bekannt

Die Teenie-Popstars und Zwillinge Roman und Heiko Lochmann (19), besser bekannt als „Die Lochis“, beenden ihre Karriere als Youtube-Stars und wollen neue Wege gehen. Nach rund acht Jahren, in denen sie auf der Plattform Youtube eine große Fan-Gemeinde (2,6 Millionen Abonnenten) gewannen, schließen sie dort ihren Kanal.

Wie sie am 11.05. in einer Mitteilung über ihr Management und in einem Video an ihre Fans erklärten, wollen sie künftig noch intensiver den Fokus auf Musik legen. Aber auch als Entertainer werde man beide weiterhin erleben.

Elmar und Fritz Wepper erhalten Bayerischen Fernsehpreis

Die Brüder Elmar und Fritz Wepper werden am 24. Mai mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Konkret erhalten sie den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten, das hat CSU-Chef Markus Söder nun angekündigt. „Fritz und Elmar Wepper stehen seit über 60 Jahren für den deutschen Film wie kein anderes Brüderpaar“, so Söder. „Viele von uns sind mit den Krimiserien ‘Der Kommissar’, ‘Derrick’ und ‘Polizeiinspektion 1’ aufgewachsen, die heute Kultstatus haben.“

Doch auch abseits des Krimi-Genres sind die Geschwister unterwegs, etwa in der ARD-Serie „Um Himmels Willen“ und Doris Dörries Film „Kirschblüten – Hanami“. „Bei ihren Auftritten haben Fritz und Elmar Wepper immer wieder ihrer bayerischen Heimat ein liebevolles Denkmal gesetzt. Als authentische Botschafter Bayerns sind sie ihren Wurzeln immer treu verbunden und verkörpern die enorme Bandbreite unseres Freistaats“, so Söder.

Michael Walchhofer wird ORF-Publikumsrat

Der Pongauer zieht auf Vorschlag des Österreichischen Skiverbands für den Bereich Sport in das Gremium ein. Der ÖSV-Vizepräsident folgt auf Rainer Rößlhuber, der Kabinettchef im Finanzministerium wurde.

Der ORF-Publikumsrat dient vorrangig dazu, die Interessen der Hörer und Zuschauer zu wahren. Die 35 Mitglieder setzen sich aus Vertretern von Gewerkschaft, Kirchen, Sportverbänden etc. zusammen. Sechs Vertreter des Publikumsrates werden in den Stiftungsrat entsandt, das höchste ORF-Aufsichtsgremium.

Sigi Maurer zu Kommunikatorin des Jahres gekürt

Die grüne Ex-Abgeordnete Sigi Maurer wurde vom Public Relations Verband Austria auf Basis eines Publikum-Votings mit dem Titel „Kommunikatorin des Jahres“ ausgezeichnet – für ihren Kampf gegen Hass im Netz sowie ihre Mithilfe bei der Gründung eines Rechtshilfefonds für Betroffene.

Sandra Konstatzky, Leiterin der Gleichbehandlungsanwaltschaft, betonte in ihrer Laudatio, dass Sigi Maurer ihre individuelle Betroffenheit auf die strukturelle Ebene gehoben und damit das gesamtgesellschaftliche Problem aufgezeigt habe: „Das bedeutet eine Stärkung der Frauen, sich nicht aus der Öffentlichkeit verdrängen zu lassen, sondern gemeinsam gegen Diskriminierung und Belästigung vorzugehen.“ Maurer nahm den Preis auch im Namen der Antidiskriminierungsstelle Zara entgegen, mit der sie den Rechtshilfefonds gegründet hat.

Hochner-Preis 2019 geht an Redaktion des ORF-„Report“

Der Robert-Hochner Preis 2019 geht an die Redaktion des ORF-Politikmagazins „Report“, teilte die Jury mit. Die TV-Sendung stehe für „Unabhängigkeit, Fairness und kritisches Hinterfragen komplexer politischer Vorgänge“. Damit arbeite das zehnköpfige Team im Sinne des verstorbenen ZiB 2-Moderators Hochner, in dessen Gedenken die Auszeichnung verliehen wird.

„Courage, soziale Verantwortung und kritische Haltung gegenüber Machthabern aller Art wird beim ORF-‚Report‘, gepaart mit hoher journalistischer Qualität praktiziert“, erklärte die Jury.

Der Hochner-Preis wird heuer zum fünfzehnten Mal vergeben. Auslober ist die Journalistengewerkschaft, Sponsor des mit 7.500 Euro dotierten Preises ist der Verbund. Die Überreichung durch Bundespräsident Alexander Van der Bellen findet am 23. Mai statt, zugleich mit dem Vorhofer-Preis, der dieses Jahr an SN-Chefredakteur Manfred Perterer geht.

BBC feuert Radiomoderator wegen Baby Sussex

Nach einem provokanten Tweet zum Baby von Prinz Harry (34) und Herzogin Meghan (37) hat die BBC einen ihrer Radiomoderatoren entlassen.

Danny Baker hatte im Kurznachrichtendienst Twitter ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Paares gepostet, das einen kleinen Schimpansen mit Mantel und Hut eine Treppe hinabführt. Dazu hatte er geschrieben: „Royal Baby verlässt das Krankenhaus“. Das Foto und der Satz wurden von vielen als rassistische Anspielung auf die afro-amerikanischen Wurzeln von Meghan gedeutet. Baker bestritt das, gab aber zu, einen „enormen Fehler“ begangen zu haben. Den Tweet löschte er später.

„Edition F“ verliert Chefredakteurin

Teresa Bücker, Chefredakteurin beim Online-Magazin Edition F, wird das Medium verlassen. Das wurde in einem Text zum fünfjährigen Bestehen bekanntgegeben.

Über das Magazin hinaus ist Teresa Bücker als feministische Aktivistin und Speakerin bekannt. 2016 initiierte sie zusammen mit Aktivistinnen wie Kübra Gümüşay und Anne Wizorek „#ausnahmslos“. Die Kampagne kritisierte Verschärfungen des Aufenthaltsgesetzes im Zuge der Sexualstrafrechtsreform nach den Vorfällen sexualisierter Gewalt in der Silvesternacht 2015/2016 in Köln.

Edition F wurde 2014 von Susann Hoffmann und Nora-Vanessa Wohlert gegründet, als eine Plattform, die Frauen Inspiration und Information für ihre Karriere, aber auch für Lifestyle-Themen wie Mode bietet. 2017 hat Edition F den ersten Platz in der Kategorie „Entrepreneur“ beim Award „Journalisten des Jahres“ gewonnen.

Teresa Bückers Abschied von Edition F kommt überraschend und fällt in eine ohnehin schwierige Zeit für das feministische Online-Magazin. Ende März wurde bekannt, dass Edition F ihre Online-Akademie, die „Female Future Force“ einstellen muss. Bei dem Programm gaben namhafte Coaches in Webinaren Tipps für den Beruf und das Leben.

Facebook siedelt Whatsapp-Bezahldienst in London an

Facebook will von London aus den geplanten Whatsapp-Bezahldienst steuern. Die Wahl für den Sitz des geplanten Angebots sei auf die britische Hauptstadt gefallen. Demnach sollen dafür 100 Mitarbeiter eingestellt werden.

Der Großteil der Experten werde in London selbst rekrutiert, auch in der irischen Hauptstadt Dublin solle es aber Neueinstellungen für den Whatsapp-Bezahldienst geben, berichtete die „FT“. Whatsapp teilte mit, das Unternehmen freue sich darauf, mit einigen der „besten Technikexperten“ zusammenzuarbeiten, um seinen Nutzern Bezahldienste anbieten zu können.

Der US-Konzern dürfte London wegen seiner Attraktivität für Firmen der Finanztechnologie als Sitz des Angebots gewählt haben, aber auch, weil Whatsapp in Großbritannien deutlich populärer ist als in den USA. Für die britische Hauptstadt ist die Ansiedlung wegen der Unsicherheit rund um den Brexit ebenfalls eine gute Nachricht.

Johan F. Hartle ist neuer Rektor der Akademie der bildenden Künste

Johan Frederik Hartle (42) wird ab Herbst neuer Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien. Der Universitätsrat der Akademie hat am Dienstag den derzeitigen kommissarischen Rektor der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe aus einem Dreiervorschlag des Senats zum Nachfolger von Eva Blimlinger bestellt.

Hartle wird sein Amt nach positivem Abschluss der Vertragsverhandlungen am 1. Oktober dieses Jahres für vier Jahre antreten. Geboren am 17. Juni 1976 in Hannover, schloss er an der Universität Frankfurt ein Masterstudium in Philosophie und Politikwissenschaft ab und promovierte 2005 in Philosophie an der Universität Münster zum Thema „Der geöffnete Raum. Zur Politik der ästhetischen Form“. Als Postdoc war er u.a. an der Hebrew University in Jerusalem und der Universita Roma Tre tätig.

Er hatte eine Gastprofessur an der Kunstakademie Münster inne, war Assistenzprofessor für Kunst und Kulturphilosophie an der Universität von Amsterdam, ist seit 2011 außerordentlicher Professor für Ästhetik an der China Academy of Intermedia Art in Hangzhou und zudem assoziiertes Mitglied am Institute for the Humanities der Simon Fraser University in Vancouver (Kanada). 2017 wurde er zum ordentlichen Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe berufen, die er seit Anfang April 2018 als kommissarischer Rektor leitet.

Kurz vor Börsengang: Uber-Fahrer in den USA streiken

Kurz vor dem Börsengang von Uber haben in den USA tausende Fahrer des Dienstes gestreikt. In mehreren Großstädten schalteten Fahrer von Uber sowie von Lyft und anderen ähnlichen Diensten am Mittwoch die Apps ab, über welche die Fahrten vermittelt werden. Sie wollen an den Einnahmen höher beteiligt werden und fordern mehr Jobsicherheit. Die Streiks wurden von Demonstrationen begleitet.

Die Gewerkschaft New York Taxi Workers Alliance teilte mit, dass ihrem Streikaufruf allein in New York schätzungsweise 10.000 Fahrer nachgekommen seien. Rund hundert Menschen demonstrierten vor einem Gebäude im Stadtteil Queens, in dem Büros von Uber und Lyft untergebracht sind. „Harte Arbeit = Faire Bezahlung“ stand als Forderung auf einigen der Schilder. Eine andere Gruppe versammelte sich vor dem Börsengebäude in der Wall Street.

Vorhofer-Preis 2019 geht an „SN“-Chefredakteur Manfred Perterer

Der Chefredakteur der „Salzburger Nachrichten“, Manfred Perterer, erhält heuer den renommierten Kurt-Vorhofer-Preis für Printjournalisten. Er vereine in seiner Arbeit „stilistische Brillanz, soziale Verantwortung und eine grundsätzliche Skepsis gegenüber Machthabern aller Art“. Die Auszeichnung wird am 23. Mai verliehen.

Im Vorjahr erhielt Ernst Sittinger von der „Kleinen“ den Preis. Die Verleihung findet am 23. Mai in der Präsidentschaftskanzlei statt, gemeinsam mit dem Robert-Hochner-Preis, dessen heuriger Träger noch nicht bekannt ist.

Ehemaliger 7TV-Geschäftsführer geht zu BurdaStudios

Nach seinem Rückzug aus der 7TV-Geschäftsführung heuert Alexander von Woikowsky bei BurdaStudios Pictures an, wo er fortan als Managing Director tätig ist. Darüber hinaus erhält die Geschäftsführung von BurdaStudios Verstärkung.

Gerade erst haben ProSiebenSat.1 und Discovery den 7TV-Nachfolger Joyn vorgestellt, ist jetzt auch klar, wohin es den ehemaligen Co-Geschäftsführer Alexander von Woikowsky zieht. Wie jetzt bekannt wurde, ist er seit Anfang Mai bei BurdaStudios Pictures in der neu geschaffenen Position des Managing Director an Bord. Das Unternehmen zeichnet für „Focus TV“ und BonGusto verantwortlich. Alexander von Woikowsky arbeitete seit 2012 bei ProSiebenSat.1 und führte 7TV bis Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit Alexander Vassilev.

Fortan gehört Nina Zimmermann als Chief Product Officer der Geschäftsführung des Unternehmens an. Auf ihre bisherige Position als Manging Director bei BurdaStudios Publishing, das etwa für „Bunte.de“ verantwortlich zeichnet, rückt Alexander Kipp auf. Er arbeitet seit September 2016 für BurdaStudios und wird auch in der neuen Position seinen Schwerpunkt in den Bereichen Analytics und Audience Development beibehalten und die Steuerung alle Vermarktungsrelevanten Themen dazu übernehmen.

Xing steigert Umsatz und Gewinn deutlich

Das Karrierenetzwerk Xing profitiert weiterhin stark von der Suche der Unternehmen nach Fachkräften. In den ersten drei Monaten des Jahres konnte Xing seinen Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Die Erlöse legten um 18 Prozent auf 62,6 Millionen Euro zu, wie das Jobportal mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte um ein Fünftel auf 17,7 Millionen Euro.

„Der Geschäftsbereich B2B E-Recruiting, der Personalabteilungen bei der Suche nach Fachkräften hilft, war erneut stärkster Umsatztreiber“, sagte Konzernchef Thomas Vollmoeller. Der Umsatz zog in diesem Bereich um fast ein Drittel auf 31 Millionen Euro an. Xing habe Ende des ersten Quartals 15,9 Millionen Mitglieder verzeichnet. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen von Januar bis März 8,9 Millionen Euro.

Anfang April hat Xing das Stellenportal für IT-Fachkräfte Honeypot für einen Kaufpreis von 22 Millionen Euro übernommen. Beim Erreichen bestimmter Ziele könnten zudem zusätzlich bis zu 35 Millionen Euro anfallen. Anders als üblich bewerben sich bei dieser Plattform Firmen bei potenziellen Mitarbeitern. In der zweiten Jahreshälfte will Xing seinen Namen in New Work ändern. Die Hauptversammlung Anfang Juni muss der Umbenennung aber noch zustimmen.

Siemens bleibt auf moderatem Wachstumskurs

Konzernchef Joe Kaeser hat zum Kapitalmarkttag die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 vorgelegt. Der Technologiekonzern geht in guter Verfassung in den weiteren radikalen Umbau. Hier die wichtigsten Fakten:

Der Umsatz des Konzerns stieg im zweiten Quartal um vergleichbar zwei Prozent auf 20,9 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte etwas stärker um vergleichbar vier Prozent auf 23,6 Milliarden Euro zu. Zum Vergleich: Der Schweizer Konkurrent ABB hatte die Erlöse im ersten Kalenderquartal um vergleichbar vier Prozent auf gut 6,8 Milliarden Dollar gesteigert. Der angeschlagene US-Rivale General Electric musste zum Start ins neue Jahr einen Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 27,3 Milliarden Dollar hinnehmen.

Auch beim operativen Ergebnis im industriellen Geschäft machte Siemens kleine Fortschritte. Es verbesserte sich um sieben Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Das entsprach einer leicht verbesserten Umsatzrendite von 11,4 Prozent.

Der Gewinn nach Steuern sank leicht auf 1,9 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum hatten Veräußerungsgewinne das Ergebnis aufpoliert. Bei ABB wurde das bereinigte operative Ergebnis um zwei Prozent auf 766 Millionen Euro gesteigert. Währungsbereinigt betrug das Plus bei den Schweizern zehn Prozent. GE musste einen Rückgang des angepassten operativen Gewinns um 14 Prozent auf 2,2 Milliarden Dollar hinnehmen. Der Gewinn aus fortgeführtem Geschäft verdreifachte sich auf gut eine Milliarde Dollar.

FDP-Forderung: Internet-Freiheit ins Grundgesetz schreiben

Passend und pünktlich zum 70-jährigen Jubiläum der Verfassungsschrift fordert die FDP im Bundestag, die Freiheit des Internets ins Grundgesetz aufzunehmen.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer, Marco Buschmann, schlägt dazu eine Ergänzung des Artikels 5 vor, der die Meinungs- und Pressefreiheit garantiert. „Der Text des Grundgesetzes kennt Rundfunk, Film und Presse, aber kein Internet“, sagte der Liberale dem „Spiegel“. „Das muss sich ändern.“ Das Grundgesetz wird in diesem Monat 70 Jahre alt.

Buschmann argumentierte, eine solche Verfassungsänderung würde der Bedeutung des World Wide Webs für den freien Informations- und Meinungsaustausch Rechnung tragen. „Auch für die Grenzen der Überwachung der Internetkommunikation oder des Surfverhaltens, sei es durch Staaten oder Facebook & Co., wäre die Internetfreiheit ein klarer Orientierungspunkt, der über das Post- und Fernmeldegeheimnis hinausgeht“, sagte der FDP-Politiker.

„Kress“-Chefredakteur wird Pressesprecher bei der CDU

Medienjournalist Bülend Ürük geht in die Politik und wird stellvertretender Pressesprecher bei der CDU. Das hat die Partei auf Anfrage von DWDL.de bestätigt, zuerst hatte die „Bild“ über den Wechsel berichtet. Ürük hat seinen neuen Job bereits Anfang des Monats in Berlin angetreten. Geholt wurde Ürük offenbar von Generalsekretär Paul Ziemiak, dessen Sprecher er laut „Bild“ und dpa auch werden soll. Von der CDU heißt es offiziell, Ürük sei Vize-Sprecher und nicht der Sprecher des Generalsekretärs.

Tochter von Ex-Google-CEO wird Medienunternehmerin

Sophie Schmidt hat sich viel vorgenommen. Die Tochter von Ex-Google-Chef Eric Schmidt plant ein eigenes Tech-Magazin – und will darin die „komplexen Auswirkungen technologischer Innovationen auf Weltregionen jenseits des Westens“ untersuchen.

Die Nonprofit-Webseite soll Ende des Jahres in New York an den Start gehen. Derzeit stehe Schmidt, 32, in Kontakt mit führenden Köpfen von „New York Times“, „Vanity Fair“ und „Wired“, um die inhaltliche Ausrichtung festzulegen. Zugleich heuerte sie die renommierte Medienberaterin Amy O’Leary an, die ihr beim Aufbau der Redaktion helfen soll.

Kritiker bezweifeln mit Verweis auf ihren machtvollen Vater die Unabhängigkeit des Projekts: Der 64-jährige Eric Schmidt, der von 2001 bis 2011 Google-Chef war, besitzt 14 Milliarden Dollar, ist bestens vernetzt und gibt gerade erst seinen Posten im Verwaltungsrat des Unternehmens ab.

Angeblich erhält Sophie Schmidt jedoch für ihr Start-up kein Geld von Google und will in jedem Fall kritisch über die aggressiven Strategien der Internet-Konzerne in Entwicklungsländern berichten. Schmidt, die in Harvard und Stanford studierte, arbeitete unter anderem in Dubai, Südafrika und China. Zuletzt war sie als Kommunikationsmanagerin für Uber in Großbritannien aktiv.

Jill Hazelbaker, globale Kommunikationschefin von Uber, schwärmt: „Sophie ist extrem intelligent und arbeitet unglaublich hart.“ Längst sei sie auch beruflich aus dem Schatten ihres Vaters getreten. „In ihrem 300-köpfigen Team wussten die meisten gar nicht, wessen Tochter sie eigentlich ist.“

Random House verkündet die Nachfolger der aufgerückten Führungskräfte

Nachdem CEO Thomas Rathnow im Februar im Zuge einer Umstrukturierung Ruth Schwede zur Gesamtvertriebsleiterin und Thomas Weigelt zum Gesamtmarketingleiter der Verlagsgruppe Random House befördert hat, gibt das Unternehmen jetzt deren Nachfolge bekannt:

Ruth Schwedes bisherige Position als Vertriebsleitung Nichtbuchhändlerische Vertriebswege besetzt seit Anfang Mai Thomas Nestmeyer. Der 54-Jährige leitete zuletzt über 10 Jahre das Key Account- und das Außendienst-Team der Nichtbuchhändlerischen Vertriebswege.

Die Leitung Produktvermarktung im Verlegerbereich Goldmann/btb übernimmt zum 4. März Andrea Fraas von Thomas Weigelt. Die 42-jährige gelernte Buchhändlerin ist seit 2009 für Random House tätig, zuletzt als Produktmanagerin für die Vertriebseinheit Goldmann.

Maria Jelenko-Benedikt wird RMA-Chefredakteurin

Maria Jelenko-Benedikt steht den Regionalmedien Austria (RMA) ab September als neue Chefredakteurin vor: In dieser Funktion werde sie sowohl das Österreich-Ressort verantworten und zusammen mit den Chefredakteuren der RMA-Gesellschaften in den Bundesländern die redaktionelle Strategie weiterentwickeln als auch einen starken Fokus auf Weiterentwicklung und Ausbau des digitalen Angebots legen, hieß es in einer Aussendung.

Jelenko-Benedikt arbeitete nach ihrem Studium der Politikwissenschaften und Publizistik als freie Journalistin beim „Wirtschaftsblatt“ und im Pressebereich für diverse Kunst- und Kulturbetriebe. Anfangs als CvD, dann als Online-Chefredakteurin verantwortete sie bei der „Kronen Zeitung“ ab 1997 das Portal krone.at, bevor sie ab 2005 als Online-Chefredakteurin den Launch von oe.24.at vorbereitete und das Portal schließlich leitete.