Michael Höfler übernimmt Konzernkommunikation in der A1 Telekom Austria Group

Mit Mitte August übernahm Michael Höfler (38) die Leitung der Konzernkommunikation in der A1 Telekom Austria Group. Er verantwortet damit die Bereiche externe Kommunikation und Corporate Social Responsibility. Höfler startete seine Karriere beim Pleon Publico, ehe er 2011 die „pantarhei corporate advisors“ gründete. Bis zum Verkauf seiner Anteile Anfang 2018 leitete er die Unternehmensberatung für Kommunikation als Geschäftsführer.

Neue Uber-Chefin in Großbritannien soll Lizenz sichern

Der Fahrdienstvermittler hat kurz vor Ablauf seiner Betriebslizenz in London eine neue Firmenleitung in Großbritannien gefunden. Die ehemalige Europa-Chefin des Finanzdienstleisters Square, Melinda Roylett, übernimmt ab sofort das Ruder bei Uber auf der Insel.

Sie folgt Tom Elvidge im Amt, der Anfang des Jahres zum Büroflächen-Vermieter WeWork wechselte. Roylett muss nun vor allem die Neuvergabe der Geschäftslizenz des Taxi-Rivalen für London verhandeln. 2017 hatte London die Erneuerung der Lizenz verweigert und eine bessere Überprüfung der Uber-Fahrer gefordert.

Im Sommer 2018 hatte ein Gericht Uber dann die Geschäftsausübung in London für 15 Monate bewilligt. Die Lizenz endet aber am 25. September.

Elisabeth Stratka wird Ö1-Ressortleiterin „Feature & Feuilleton“

Elisabeth Stratka wird neue Leiterin des Ö1-Ressorts „Feature & Feuilleton“. Stratka tritt diese Funktion, in die sie von von ORF-Radiodirektorin Monika Eigensperger bestellt wurde, mit 1. September an.

Stratka, geboren 1967 in Klosterneuburg, studierte Germanistik und Kunstgeschichte und begann 1991 ihre journalistische Karriere im ORF in der Abteilung „Literatur und Feature“. 1999 wurde die mehrfach ausgezeichnete Journalistin Co-Producerin der beiden Ö1-Sendereihen „Hörbilder“ und „Hörbilder Spezial“. Seit 2006 fungiert sie als deren Producerin.

Stratka war von 2011 bis 2014 Chairwoman des „Ake Blomström Memorial Prize“ zur Förderung junger europäischer Radiotalente. Sie war an der Entwicklung des Multimedia- und Social Media Projekts #HowtobeAustrian beteiligt, für das Ö1 den Österreichischen Radiopreis in Silber in der Kategorie „Beste Innovation“ erhalten hat.

Diese Bücher gehen ins Rennen um den Deutschen Buchpreis

Die Anwärter für den 15. Deutschen Buchpreis stehen fest. Die Jurymitglieder haben aus 203 Titeln, die zwischen Oktober 2017 und dem 17. September 2019 (Bekanntgabe der Shortlist) erschienen sind oder noch erscheinen, die 20 nominierten für die diesjährige Longlist ausgewählt.

  • Nora Bossong, Schutzzone (Suhrkamp, September 2019)
  • Jan Peter Bremer, Der junge Doktorand (Berlin Verlag, September 2019)
  • Raphaela Edelbauer, Das flüssige Land (Klett-Cotta, August 2019)
  • Andrea Grill, Cherubino (Paul Zsolnay, Juli 2019)
  • Karen Köhler, Miroloi (Carl Hanser, August 2019)
  • Miku Sophie Kühmel, Kintsugi (S. Fischer, August 2019)
  • Angela Lehner, Vater unser (Hanser Berlin, Februar 2019)
  • Emanuel Maeß, Gelenke des Lichts (Wallstein, Februar 2019)
  • Alexander Osang, Die Leben der Elena Silber (S. Fischer, August 2019)
  • Katerina Poladjan, Hier sind Löwen (S. Fischer, Juni 2019)
  • Lola Randl, Der Große Garten (Matthes & Seitz Berlin, März 2019)
  • Tonio Schachinger, Nicht wie ihr (Kremayr & Scheriau, September 2019)
  • Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H. Beck, Juli 2019)
  • Eva Schmidt, Die untalentierte Lügnerin (Jung und Jung, März 2019)
  • Saša Stanišić, Herkunft (Luchterhand, März 2019)
  • Marlene Streeruwitz, Flammenwand. (S. Fischer, Mai 2019)
  • Jackie Thomae, Brüder (Hanser Berlin, August 2019)
  • Ulrich Woelk, Der Sommer meiner Mutter (C.H. Beck, Januar 2019)
  • Norbert Zähringer, Wo wir waren (Rowohlt, März 2019)
  • Tom Zürcher, Mobbing Dick (Salis, März 2019)

Der Gewinner erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro, die 5 weiteren Shortlist-Kandidaten jeweils 2.500 Euro.

Ehemaliger „w&v“-Chef Kalka heuert bei Schoesslers an

Jochen Kalka wird zum 1. September 2019 neues Mitglied der Geschäftsleitung der Berliner Kommunikationsagentur Schoesslers an der Seite von Agenturgründerin Julia Schössler und COO Tim Brandt. Künftig steht nun also ein Trio an der Spitze des Unternehmens. Kalka kommt vom Süddeutschen Verlag, wo er fast 20 Jahre lang als Chefredakteur verschiedener Branchentitel tätig war – zuletzt seit 2006 an der Spitze von „Werben & Verkaufen“. Schoesslers gehört mehrheitlich zur Vogel Communications Group.

Bettina Steinke wird Vize-Chefredakteurin von “Der Westen”, “Thüringen24” und “News38”

Die Funke Mediengruppe befördert Bettina Steinke von der stellvertretenden Redaktionsleiterin zur Vize-Chefredakteurin von „Der Westen“, „Thüringen24“ und „News38“. Sie wird damit künftig den zentralen Newsdesk der Reichweitenportale in Essen in den Bereichen News, Sport und Regionales leiten. Ihr besonderer Fokus liegt im Ausbau des Ruhrgebiet-Online-Magazins „Der Westen“.

Steinke ist 2018 von Burda Forward zur Funke Mediengruppe gekommen. Bereits während ihres Volontariats bei den bayerischen Nachrichtenportalen von OVB24 war sie CvD und leitende Social Media Managerin, anschließend Social Editor und Engagement-CvD bei der deutschen Ausgabe der HuffPost.

Petra Gramel übernimmt ‚Kurier‘-Marketingleitung

Gramel bringe langjährige Expertise auf Unternehmensseite in Österreich und international mit, so Kurier-Medienhaus-Geschäftsführer Thomas Kralinger: „Ihre breiten Produktmarketing-Kenntnisse außerhalb der Medienbranche werden unser Haus sicherlich bereichern“. Gramel selbst wolle nun die Dachmarke noch bekannter machen, die Profile der Submarken schärfen sowie die Zielgruppen noch genauer ansprechen.

Twitter und Facebook decken großangelegte Kampagne aus China auf

Twitter hat nach eigenen Angaben eine großangelegte Kampagne aus China aufgedeckt, die die Proteste in Hongkong diskreditieren sollte. Der Kurznachrichtendienst machte 936 Accounts aus, über die koordiniert “politischer Streit in Hongkong gesät werden sollte”. Zusätzlich sei ein Netzwerk aus rund 200.000 Accounts gesperrt worden, bevor es nennenswerte Aktivität entwickeln konnte, teilte Twitter am Montag mit.

Facebook entfernte mit ähnlicher Begründung fünf Accounts, sieben Seiten und drei Gruppen. Mindestens einer der Seiten seien rund 15.500 Facebook-Profile gefolgt. Beide Dienste zeigten Beispiele von Beiträgen, in denen die Demonstranten in Hongkong zum Beispiel als gewalttätig dargestellt wurden.

Viacom streamt Inhalte künftig auch ins Auto

Viacom wird sein Programm in Zukunft auch in Entertainment-Systemen von Autos bereitstellen. Im Rahmen einer Kooperation mit Access und dessen Twine4Car-System werden MTV, Comedy Central und Nick den Autoherstellern zur Verfügung stehen.

Die Vereinbarung ist die erste ihrer Art für Viacom. Die über Twine4Car verfügbaren Kanäle sind identisch mit den linearen Viacom-Kanälen im deutschen Free-TV. Dazu gehören Nickelodeon-Inhalte wie die lokale Produktion “Spotlight”, “SpongeBob Schwammkopf” und internationale Events wie die “Kids’ Choice Awards”. Auf MTV können sich die Mitfahrer die neuesten Episoden von “YO! MTV RAPS”, “Just Tattoo of Us” und die “MTV EMAs” ansehen, während auf Comedy Central lokale Stand-up Shows wie “Standup 3000”, Sitcoms wie “Modern Family” oder auch “South Park” warten.

Otto: „Wir vernichten kaum Retouren“

Otto sieht bei sich kein Problem mit der Vernichtung von Rücksendungen. „Die Vernichtung betrifft bei uns nur Sachen, bei denen jeder auf den ersten Blick sagen würde: Ok, das ist wirklich Schrott“, sagte Otto-Vorstand Marc Opelt dem Tagesspiegel. Der Anteil der zu zerstörenden Retouren liege „im Promillebereich“.

„Das sind ein paar Tausend Stück im Jahr“, räumte er ein. „Wenn man allerdings weiß, dass wir allein in unserem Lager in Haldensleben pro Tag 120.000 Pakete verschicken, relativiert sich diese Zahl.“ Folglich gebe es in dem Unternehmen „keinen Handlungsbedarf“.

Otto möchte perspektivisch auch Artikel aus Supermärkten und Drogerien am selben Tag liefern. „Wir wollen auch Dinge des täglichen Bedarfs anbieten“, kündigte Opelt an. „Genauso arbeiten wir an der Umsetzung von Same-Day-Delivery-Services.“ Hintergrund ist eine Kooperation mit dem Shopping-Mall-Betreiber ECE, die Otto jüngst abgeschlossen hat. Damit sollen Händler aus den Einkaufscentern ihre Waren über Otto.de verkaufen können, perspektivisch sogar Lebensmittel.

Otto habe das generelle Problem, dass die Kunden nicht bereit seien, den echten Preis für die Logistik zu zahlen. In diesem Teil des Systems sei nicht ausreichend Geld, um es zufriedenstellend zu gestalten. „Und ja, das könnte auch dazu führen, dass Haustürzustellung irgendwann teurer wird“, sagte Opelt dem Tagesspiegel.

Frauennetzwerk Medien präsentiert Liste mit Politik-Expertinnen

Das Frauennetzwerk Medien präsentiert eine Liste mit mehr als 20 Politik-Expertinnen. „Es gibt enorm viele Frauen mit politischer Expertise, trotzdem sind ihre männlichen Kollegen in den Medien viel häufiger vertreten. Das wollen wir ändern“, sagt Martina Madner, stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien. „Außerdem nimmt die Liste auch manchen Journalistinnen und Journalisten die Ausrede weg, dass Männer angeblich einfacher zu finden und kontaktieren sind“, heißt es dazu in einer Aussendung.

Auf der Listen finden sich Politikwissenschaftlerinnen, Kommunikationswissenschaftlerinnen und Meinungsforscherinnen, aber auch Soziologinnen, Juristinnen, Frauen, die sich beruflich mit Online-Kommunikation auseinandersetzen und andere, „also Frauen mit ausgezeichneter Expertise, die bei Fragen während eines Wahlkampfs profunde Auskunft geben können“, sagt Wachter. Sofern die Expertinnen auch parteipolitisch aktiv sind oder waren, oder auch für Parteien arbeiten, ist das vermerkt. Wachter: „Wir wollen das transparent halten.“

Gamescom eröffnet mit Abendshow

Die weltgrößte Computerspielmesse Gamescom startet mit einer festlichen Gala. Bei der sogenannten Opening Night Live soll es Weltpremieren von Spielen großer Hersteller geben, die in den kommenden Monaten in den Handel kommen.

Rund 1500 Gäste werden erwartet. Danach geht es am Dienstag mit einem Tag für Presse und Fachleute weiter, bevor am Mittwoch die Türen geöffnet werden für das breite Publikum – bis zum Wochenende dürften wieder Hunderttausende Besucher kommen. Es ist die elfte Ausgabe der Messe, die 2009 erstmals in Köln war.

Am 20.08. wird in diesem Jahr der für die Games-Branche zuständige Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) erwartet. Spannend dürfte werden, was Scheuer im Gepäck haben wird. Denn die zugesicherte Förderung der Branche ist im aktuellen Bundeshaushalt 2020 nicht mehr berücksichtigt, was zu erheblicher Irritation geführt hatte.

Bertelsmann Content Alliance schafft ‚Ambassador‘-Posten

Um bei der Vielzahl an Themen in den einzelnen Unternehmen eine direkte Kommunikation und Orientierung zu schaffen, hat die ‚Content Alliance‘ jetzt in den einzelnen Sparten eine neue Funktion geschaffen. So wurde bei der Mediengruppe RTL Deutschland, der UFA, RTL Radio Deutschland, der Verlagsgruppe Random House, Gruner + Jahr und BMG jeweils ein sogenannter ‚Content Ambassador‘ verankert. Die Content Ambassadors sollen „als Botschafter, als Beschleuniger, auch als ‚Pfadfinder‘ helfen, Projekte und Ideen der Bertelsmann Content Alliance voranzubringen und dazu die richtigen Menschen zusammenbringen“.

Zu den neuen Content Ambassadors gehören Julia Reuter (Mediengruppe RTL Deutschland, Geschäftsführerin Strategie, Personal & Kultur), Anja Kaeumle (UFA, Director PR & Marketing), Marc Haberland (RTL Radio Center Berlin, Geschäftsführer Programm), Matthias Aichele (Verlagsgruppe Random House, Vice President Business & Digital Development), Bettina Breitling (Verlagsgruppe Random House, Leitung Lizenzen, Sondergeschäft, Referenten-Agentur), Hans-Peter Junker (G+J, ‚View‘-Chefredakteur und stellvertretender ‚Gala‘-Chefredakteur), Dominique Kulling (BMG, EVP Continental Europe Repertoire & Marketing) und Mirijam Trunk (Geschäftsführerin Audio Alliance).

Ulrike Leibfried wird Geschäftsführerin von UFA Fiction

Ulrike Leibfried wird neue Geschäftsführerin bei UFA Fiction, das oberste Führungsteam der Produktionsfirma besteht damit künftig aus vier Personen. Bei der einzigen Frau in der Geschäftsführung laufen alle Projektentwicklungen zusammen. Was ihre Ziele sind…

Die Geschäftsführung von UFA Fiction bestand bislang aus drei Personen. Benjamin Benedict, Markus Brunnemann und Sebastian Werninger hatten das Sagen, ihre Verantwortungsbereiche verschoben sich je nach Projekten. Nun rückt auch Ulrike Leibfried in die Geschäftsführung der Produktionsfirma auf. Anders als ihre Kollegen wird sie projektübergreifend arbeiten und das gesamte strategische Development verantworten. Damit bündelt UFA Fiction auch die gesamten Projektentwicklungen bei Leibfried. Geschehen soll das in enger Zusammenarbeit mit Benedict und Thomas Laue, Chefdramaturg der UFA.

Drew Barrymore arbeitet an neuer Daytime-Talkshow

Der Sprung von der zuletzt bekannt gewordenen Rolle der Nana Spier in der Serie „Santa Clarita Diet“ auf Netflix zu einer eigenen Talkshow scheint für US-Schauspielerin Drew Barrymore nicht mehr weit.

Sollte es Barrymore gelingen, im Fernsehen – vor allem in Kooperation mit CBS – Fuß zu fassen, könnte dies einen weiteren großen Namen auf dem gerade wachsenden Markt der Daytime-(Talk-)Shows bedeuten. Somit würde der Name ihrer Show neben Giganten der CBS-Welt wie „Dr. Phil“, „Rachael Ray“ und „The Doctors“ stehen.

Ex-Top-Manager Middelhoff im Ruin

Der ehemalige Topmanager Thomas Middelhoff stellt sein neues Buch vor. Es trägt den Namen „Schuldig“. Vorab stellt der wegen Untreue und Steuerhinterziehung verurteilte in einem Interview klar, dass der Buchtitel lediglich auf seine moralische „Schuld“ abzielt.

Er glaube nach wie vor, „dass das juristische Urteil ein fragwürdiges ist“, sagte Middelhoff der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS). „Das sehen auch viele Anwälte, Richter und andere Experten so.“ Er sei unabhängig vom Urteil „auf jeden Fall schuldig, weil ich in Teilen meinen Charakter verloren und gegen die Wertmaßstäbe der Gesellschaft verstoßen habe.“

Middelhoff war einst einer der Top-Manager in Deutschland. Von 1998 bis 2002 war er Chef des Medienkonzerns Bertelsmann. 2005 hatte er die Führung des angeschlagenen Karstadt-Quelle-Konzerns übernommen. Er startete ein umfangreiches Umbau- und Kostensenkungsprogramm. Der Konzern wurde in Arcandor umbenannt.

2009 wurde Middelhoff an der Firmenspitze abgelöst, wenig später musste Arcandor Insolvenz anmelden. „Fachlich haben sich alle strategischen Entscheidungen bei Arcandor und Karstadt­Quelle als die richtigen erwiesen“, behauptet Middelhoff im FAS-Interview.

Vor knapp fünf Jahren wurde er wegen Untreue in 27 Fällen und Steuerhinterziehung in drei Fällen zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Dabei ging es unter anderem um Charterflüge, die er aus Sicht des Gerichts zu Unrecht über die Firma abgerechnet hatte. Middelhoff hatte die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. 2017 kam er vorzeitig frei.

Im vergangenen Jahr wurde erneut ein Ermittlungsverfahren gegen Middelhoff eingeleitet. Dabei soll es um den Vorwurf gehen, der ehemalige Top-Manager habe vor seiner Privatinsolvenz Geld verschoben. Dagegen wehrt sich Middelhoff in der FAS: „Nicht einmal einen Cent habe ich zurückgelegt.“

Er lebe von Pensionsansprüchen, vor allem aus seiner Zeit bei Bertelsmann. „Ich bin 66 Jahre alt und bekomme von diesen Bezügen den mir zustehenden pfändungsfreien Teil.“ Die Einnahmen aus seinen Büchern würden in die Insolvenzmasse fließen.

MDR steht in der Kritik und sagt Podiumsdiskussion ab

Der MDR hat für eine geplante Podiumsdiskussion auch einen Neonazi eingeladen, daraufhin hagelte es Kritik. Als der Sender bei seiner Entscheidung blieb, sagten zwei andere Teilnehmer ab, die Debatte wurde daraufhin abgeblasen. Nun gibt’s eine Notlösung.

In den vergangenen Tagen hat sich der MDR viel Kritik anhören müssen. Der Sender plante eigentlich für eine Podiumsdiskussion zur Doku „Chemnitz – Ein Jahr danach“, die bald zu sehen sein wird. Eingeladen hatte man mit Arthur Österle auch einen bekennenden Neonazi und AfD-Politiker. Das sorgte von Anfang an für heftige Kritik, sowohl in sozialen Netzwerken als auch etwa vom Internationalen Auschwitz Komitee oder innerhalb der ARD selbst.

Stattdessen soll es eine Gesprächsrunde mit den Machern des Films sowie den Programmverantwortlichen geben. Zur Begründung heißt es vom MDR, die gewollte Konstellation der Runde sei nach den Absagen „nicht mehr sinnvoll umsetzbar“.

Redesign bei Super RTL

Je nach Uhrzeit ist der Familiensender Super RTL ein Kanal mit sehr unterschiedlichen Zielgruppen. Tagsüber will man jüngere Zuschauer anlocken – da laufen in erster Linie Trickfilme. Ab 20.15 Uhr wollen die Kölner vor allem erwachsene Frauen ansprechen, dann strahlen sie Serien wie „On the Case – Unter Mordverdacht“ oder „Dr. House“ aus.

Seit 14. August trennt Super RTL diese beiden Gesichter des Senders stärker voneinander. Von 20.15 Uhr an werden fortan Abends kräftige Farben im Logo und in den Trailern vor der Werbung eingesetzt. Die Programm-Schwerpunkte True Crime, Serien und Spielfilme sollen dadurch stärker betont werden.

US-Handelsstreit lässt Huawei-Absätze in Europa einbrechen

Während Samsung und der chinesische Konkurrent Xiaomi laut Marktforschungsunternehmen Canalys jeweils wachsen konnten, konnte Huawei im zweiten Quartal nur noch 8,5 Millionen Smartphones verkaufen. Im Vorjahr waren es noch 10,1 Millionen von April bis Juni. Der Markanteil in Europa ist in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr von 22,4 Prozent auf 18,8 Prozent gesunken.

Handelsstreit verunsichert

Als Hauptgrund dafür gilt freilich der Handelsstreit zwischen China und den USA. US-Präsident Donald Trump hatte Huawei auf eine Schwarze Liste gesetzt. Der Vorwurf lautet, dass die chinesische Regierung zu viel Einfluss auf das Unternehmen habe. Handfeste Beweise für Spionage konnten die Amerikaner aber bisher nicht auf den Tisch legen.

„Die Marke Huawei hat außerhalb Chinas Schaden genommen, und es wird Zeit und Geld kosten, das zu reparieren“, sagt Analyst Ben Stanton laut „Heise“. Vor allem die Europäer sind verunsichert, weil noch immer unklar ist, ob Huawei-Smartphones auch zukünftig etwa mit dem Betriebssystem Android planen können oder auf ein eigenes umsteigen müssen.

Mitarbeiter eingeschworen

Es ist davon auszugehen, dass sich diese Unsicherheit auch weiterhin auf die Verkaufszahlen ausdrücken wird. Denn Netzbetreiber entscheiden Monate im Voraus, welche Geräte sie anbieten. Sie könnten jetzt erstmal die weitere Entwicklung abwarten.

Scout24 erwägt Verkauf oder Abspaltung von AutoScout24

Der neue Scout24-Chef Tobias Hartmann kann sich für die Autohandels-Plattform AutoScout24 neben einem Verkauf auch eine separate Börsennotiz vorstellen. Er werde alle Optionen für die kleinere der beiden Sparten prüfen, sagte Hartmann. „Dazu könnte ein Verkauf ebenso wie ein Spin-off gehören.“

Eilig habe er es damit angesichts des kräftigen Wachstums nicht. „AutoScout24 hat schließlich kein Verderblichkeitsdatum.“ Zuletzt hatte Scout24 auch Chancen auf Zukäufe für die Sparte ausgelotet, doch um einen möglichen Verkauf des Konkurrenten mobile.de durch Ebay ist es ruhig geworden. „Was Zukäufe angeht, gibt es im Markt derzeit nicht vieles, was wirklich passt“, sagte Hartmann.

Erste Ergebnisse der Überprüfung sollen am 26. November auf einem Kapitalmarkttag vorgestellt werden. Der Scout24-Chef geht damit auf den aktivistischen Investor Elliott zu, der eine Trennung von AutoScout24 und einen großen Aktienrückkauf gefordert hatte. „Unsere Vorstellungen und die unserer Investoren liegen nicht weit auseinander“, sagte Hartmann. „Der Vorstand geht mit einer klaren Strategie und großer Offenheit an das Geschäft heran.“

ORF startet Neubau am Küniglberg

Am ORF-Standort Küniglberg haben am 12.08. offiziell die Bauarbeiten für den neuen „Mediencampus“ begonnen. Bis Ende 2021 sollen hier alle ORF-Sender eine gemeinsame Heimat finden, Herzstück wird ein gemeinsamer, multimedialer Newsroom.

Gebaut wird auf dem Areal im 13. Wiener Gemeindebezirk schon länger, bisher wurde allerdings vorhandene Bausubstanz renoviert. Nun geht es daran, alte Lager- und Werkstatthallen abzureißen und den neuen Campus zu errichten. Bis dahin war es „ein nicht ganz einfacher Weg“, blickte Wrabetz am Montag zurück: Die ursprünglichen Planungen scheiterten an nötigen Widmungen, nun wird ein „Plan B“ umgesetzt. Das parallele Renovieren und neu Bauen mache das Unterfangen auch nicht weniger komplex. Den Kostenrahmen von 300 Millionen Euro halte man ein, betonte er, und Anrainer-Bedenken seien ausgeräumt.

Ö3 und der neue Newsroom werden in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht, für Ö1 wird ein eigenes Haus errichtet. FM4 soll bereits „gegen Jahresende“ nach Hietzing übersiedeln, der Sender wird in einem bereits bestehenden Bauteil logieren.

Marlies Raich wird zur TV-Moderatorin

Die Pinzgauerin führt erstmals durch eine ORF-Sendung.

Fernseherfahrung hat Marlies Raich bereits: Seit Ende ihrer aktiven Karriere steht sie immer wieder bei Ski-Weltcuprennen vor der ORF-Kamera. Doch nun wagt die 38-Jährige den nächsten Schritt: Am 18. September (21.05 Uhr) wird Raich erstmals durch eine Ausgabe der ORF-III-Reihe „Land der Berge“ führen. Im Mittelpunkt steht das Gasteinertal – mit all seinen Facetten: Marlies Raich lädt etwa zum Wandern, Paragleiten oder Mountainbiken.

Samsung besiegelt Ende von Bixby

Erstmals bringt Samsung zwei Modelle des Galaxy Note 10 auf den Markt. Die Plus-Version ist mit dem 4300-mAh-Akku, einem 12 Gigabyte großen Arbeitsspeicher und dem verbauten hauseigenen Exynos-Prozessor 9825 (2 x 2,7 + 2 x 2,4 + 4 x 1,9 GHz) der wahre Nachfolger des Note 9. Mit einem internen Speicher von wahlweise 256 oder 512 Gigabyte sollte es auch kaum zu Platzproblemen kommen. Und wenn doch, bietet das Note 10+ noch einen MicroSD-Slot.

Bye-bye, Bixby. Der proprietäre und von Nutzern immer kritisierte Bixby–Button ist weg. An dieser ist jetzt der Power-Button gewandert, der zum Multifunktionsknopf mutiert ist. Über die Einstellungen kann dieser mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden. Somit ist die rechte Seite des Gehäuses komplett ohne Tasten. Linkshänder wird es freuen.
Der eliminierte Bixby-Button bedeutet aber nicht auch das Ende des smarten Assistenten. Dieser ist nach wie vor am Gerät installiert, kann sich aber leicht in den Hintergrund drängen.

Beim „Notch“, der Kameraaussparung im Display, hat sich Samsung für eine Neupositionierung entschieden. Statt rechts ist dieser nun mittig platziert. Beide Modelle bieten eine Auflösung von zehn Megapixel.

Auch hier findet sich der Unterschied zwischen Note 10 und Note 10+ in der Hauptkamera. Beim großen Modell teilen sich vier Kameras die Aufgaben: Ultraweitwinkel (16 MP mit F2.2 und einem Winkel von 123 Grad), einem Weitwinkel (12 MP 2PD AF F1.5/2.4 OIS), einem Teleobjektiv (12 MP F2.1 OIS) und einer Tiefenkamera. Letztere kommt bei Augmented-Reality-Funktionen und der Gestensteuerung zum Einsatz.

Dabei geht es nicht nur um Gesichtserkennung, sondern auch um erweiterte Funktionen des S Pen. Schon beim Galaxy Note 9 lag der Fokus auf der Weiterentwicklung des Stifts. Seitdem kann der Stift als Klicker bei Präsentationen und als Auslöser für die Kamera fungieren. Mit Kreisbewegungen und Auf- und Abwärtsbewegungen kann zwischen Front- und Hauptkamera gewechselt und gezoomt werden. In der Theorie, denn in ersten Tests war es mehr ein Herumfuchteln als ein zielgerichtetes Steuern.

Alexa wird deutlich häufiger als Siri & Co. genutzt

Verbraucher zeigten sich demnach bei der Nutzung von Alexa & Co. noch zurückhaltend. In den letzten vier Wochen hätten nur 26 Prozent der Deutschen einen Sprachassistenten genutzt. Amazons Alexa sticht im Feld der Sprachassistenten vor der Konkurrenz von Google, Apple und Microsoft heraus. Nach Angaben der Forscher werde Alexa am intensivsten genutzt. Fast die Hälfte der befragten Nutzer würden Alexa mindestens einmal am Tag verwenden. Siri und der Google Assistant würden deutlich weniger genutzt.

Fragen nach dem Wetter und Abspielen von Musik

72 Prozent der Nutzer von Sprachassistenten würden nach Informationen zum Wetter, Sport oder Berühmtheiten suchen. Auch Erinnerungen oder Termine würden häufiger per Sprachbefehl eingerichtet. Überproportional häufig werde zudem Alexa für das Abspielen von Musik eingesetzt. Immerhin 21 Prozent der Alexa-Nutzer hätten über die Sprachassistentin schon einmal ein Produkt im Internet bestellt.

Nicht alle Sprachassistenten werden trotz Verfügbarkeit auch genutzt

Die Studie zeige aber auch, dass die tatsächliche Nutzung der theoretischen Verfügbarkeit der Sprachassistenten noch hinterherhinkt. Cortana sei beispielsweise von fast 60 Prozent der deutschen Konsumenten nutzbar, etwa dank Integration in Windows. Doch tatsächlich werde Cortana nur von vier Prozent der Deutschen genutzt. Die sogenannte Take-Up-Rate liege damit lediglich bei sieben Prozent. Bei Alexa sei die theoretische Nutzerbasis deutlich kleiner, die Take-Up-Rate dagegen sehr hoch. Dabei helfen unter anderem die smarten Echo-Lautsprecher, die sich per Sprachsteuerung nutzen lassen.

Rund jeder fünfte Deutsche, der einmal einen der Sprachassistenten ausprobiert habe, hat die Nutzung wieder eingestellt. 32 Prozent der Befragten gaben die schlechte Erkennung der Sprachbefehle als Grund an. 23 Prozent empfangen das Sprechen mit einer Maschine als unangenehm.

‚Musikexpress‘ feiert 50. Geburtstag

Das Musikmagazin ‚Musikexpress‘ feiert seinen 50. Geburtstag mit einer Jubiläumsausgabe und einem Konzert. Im Jubiheft, das am Mittwoch, 14. August 2019, erscheint, blickt die Zeitschrift aus dem Hause Axel Springer (Berlin) in einer 70-seitigen Sonderstrecke auf 50 Jahre Popgeschichte, kulturelle Phänomene und deren identitätsstiftende Wirkung zurück. Dabei hat jeder Redakteur im Archiv die Ausgaben seiner Lieblingsdekade durchsucht, um herauszufinden: Was war wichtig, was war unterhaltsam? Welche Band war am häufigsten auf dem Magazin-Cover? Wem hielten die Leser am längsten die Treue?

Das Jubiläumsjahr wird darüber hinaus in der Max-Schmeling-Halle in Berlin gefeiert: ‚Musikexpress wird 50 – Das Festival‘ findet am 13. August in statt – mit der australischen Psychedelic-Rockband Tame Impala, dem Neo-Soul-Musiker Blood Orange und den Experimental-Rockern Yeasayer. Die Tickets kosten ab 49,45 Euro.

Curt Faudon gestorben

Der österreichische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Curt Faudon ist tot. Der Filmemacher, der jahrelang seinen Lebensmittelpunkt in New York hatte, ist am 25. Juli im Alter von 70 Jahren in seiner Geburtsstadt Graz verstorben. Neben Dokumentarfilmen für den ORF drehte Faudon auch mit Schauspielern wie Tobias Moretti, Heino Ferch oder Ken Duken.

Ins Bild gerückt hat Faudon zudem die Wiener Sängerknaben, mit denen Filme wie „Silk Road“ oder „Good Shepherds“ entstanden sind. Für Letzteren begab sich Faudon mit den Sängerknaben über mehrere Jahre hinweg auf die Spuren des Hirtentums, als prominente Sprecherin konnte Jane Goodall gewonnen werden. Ins Thrillermetier wagte er sich mit „Tödlicher Umweg“, aber auch die Natur war dem Regisseur ein Anliegen: So drehte er mehrere „Universum“-Folgen und beschäftigte sich in seinen Arbeiten nicht zuletzt mit Umweltverschmutzung und Klimawandel.

Tania Reichert-Facilides ist Interimsgeschäftsführerin

Der bisherige Geschäftsführer, Christian Rönsch, verlässt das Unternehmen “auf eigenen Wunsch”, wie es in einer Mitteilung heißt. Rönsch sagt zu seinem Abschied: “Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, mich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.”

Seine Interims-Nachfolgerin führte von 1994 bis 2010 die Geschäfte der Universum Film und baute dort neben dem Kernbereich Home Entertainment den Filmverleih, die digitale Distribution sowie das Koproduktionsgeschäft auf. Vor acht Jahren gründete Reichert-Facilides die Freebird Pictures.

Sky will in Zukunft auch Entertainment-Dokumentationen produzieren

Sky will in Zukunft vermehrt eigene Entertainment-Dokumentationen ausstrahlen. Den Auftakt macht ein Film über die „Fantastischen Vier“.

Er trägt den Namen “Wer 4 Sind” und wird anlässlich des 30. Jubiläums der Band ausgestrahlt.

Darüber hinaus will Sky auch andere Entertainment-Dokus in sein Portfolio aufnehmen. Dazu zählt etwa eine mehrteilige Langzeit-Dokumentation über prominente Frauen, die Einblicke in ihr Leben geben.

HBO verliert Macher von „Game of Thrones“

Die Macher der Erfolgsserie „Game of Thrones“ David Benioff und Dan Weiss wechseln nach mehr als zehn Jahren vom Sender HBO zur Streamingplattform Netflix. Benioff und Weiss hätten einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie sich auf mehrere Jahre zum Schreiben von Drehbüchern sowie zur Produktion und Regie von Serien und Filmen auf Netflix verpflichten, teilte der Streamingdienst mit.

„Wir sind hocherfreut, die meisterhaften Geschichtenerzähler David Benioff und Dan Weiss bei Netflix begrüßen zu dürfen“, sagte der für die Inhalte auf dem Dienst zuständige Netflix-Vertreter Ted Sarandos. Zur Summe, für die die Streamingplattform die Filmemacher von HBO abgeworben hat, gab es keine Angaben. Medien in Hollywood hatten von einem „Vertrag in neunstelliger Höhe“ berichtet.

In der Vergangenheit hat Netflix mehr als 100 Millionen Dollar für die Übernahme erfolgreicher Produzenten bezahlt – etwa an Ryan Murphy („Glee“) oder Shonda Rhimes („Grey’s Anatomy“).

Straßenzeitung „Augustin“ erhält Renner-Preis der Stadt Wien

Der Verein „Augustin“, der die gleichnamige Straßenzeitung herausgibt, ist einer der heurigen Gewinner des Dr.-Karl-Renner Preises der Stadt Wien. Die mit jeweils 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird alle drei Jahre verliehen. Die Überreichung ist für den Herbst anberaumt.

Mit dem Renner-Preis werden Persönlichkeiten, die „hervorragende Verdienste um Wien und Österreich im kulturellen, sozialen oder wirtschaftlichen Bereich“ erworben haben, geehrt, wie es in der Aussendung hieß. Ausgezeichnet werden heuer neben dem Obdachlosenprojekt auch die „Schwarze Frauen Community“ und die von heimischen Filmemachern gestartete Aktion „#Klappe Auf“.

ECE und Otto vernetzen Einkaufswelten

Der Hamburger Online-Händler Otto erweitert seinen Plattformgedanken um Produkte und Marken aus dem stationären Handel – und ist in diesem Punkt seinem Kontrahenten Amazon voraus. In Zusammenarbeit mit dem Shopping-Mall-Betreiber ECE, der auch eine Konzernschwester ist, will Otto die Vorteile des stationären und des Online-Geschäfts verbinden.

Ab sofort sollen lokale Sortimente von Handelsunternehmen und Markenartiklern online auf Otto.de eingebunden werden. Kunden können dann die neuesten Sneaker online reservieren und stationär abholen oder die neue Spielekonsole online bestellen und von einem lokalen Partner vor Ort taggleich nach Hause liefern lassen.

Zwei Marktführer im Online-Geschäft und im stationären Geschäft kommen hier zusammen“, sagt ECE-Chef Alexander Otto. „Und sowas gibt es bislang nicht in Deutschland“. Die Dimension des Projekts lässt sich auch beziffern: 1,6 Millionen Online Visits pro Monat treffen auf 4,2 Millionen Kunden in 200 Centern, wobei zugegebenermaßen nur 90 davon in Deutschland liegen.

Dass es ein spannender Ansatz ist, das Online-Sortiment um stationäre Sortimente zu ergänzen, hat auch Zalando schon vor Jahren entdeckt. Doch während sich die Berliner den Zugang zu jedem Retailer einzeln erarbeiten müssen, hat Otto die Kontakte durch die ECE quasi schon im Haus.

Dass es so lange dauerte, bis dieser Schatz geborgen wurde, liegt an der Technik. „Uns fehlte für eine werthaltige Zusammenarbeit lange die technische Basis“, erklärt Alexander Will, Geschäftsführer der Stocksquare GmbH, einem neuen gemeinsamen Joint Venture von Otto und der ECE, das die Vernetzung der beiden Einkaufswelten vorantreiben soll. „Die Verbindung stationärer Angebote von Händlern in unseren ECE-Centern mit Otto.de setzt voraus, dass die Produktdaten der Händler digital verfügbar und aufbereitet sind. Als wir unser Digital-Mall-Projekt gestartet haben, war dies für viele Händler noch Neuland. Wir haben da echte Pionierarbeit geleistet.“ Mittlerweile könnten viele Händler aber die Voraussetzungen erfüllen.

Technische Grundlage für das Projekt ist die „Digital Mall“, mit der das ECE seit einiger Zeit die lokalen Produktverfügbarkeiten aus den Websites und Apps der Center anzeigt.

DAZN mit neuem Marketingchef für die DACH-Region

Philip Tutmann hat bei dem Streaming-Anbieter den Posten des Vice President Marketing übernommen und ist damit für sämtliche Marketingaktivitäten des Unternehmens in den DACH-Märkten Deutschand, Österreich und Schweiz zuständig.

Tutmann, von dem es kein Pressebild gibt, bringt reichlich Erfahrung für seine Aufgabe mit. Vor seinem Einstieg bei DAZN im Juni 2016 hatte der Manager rund viereinhalb Jahre im Marketing von Bwin gearbeitet. Zuvor hatte er rund vier Jahre lang bei der Agentur Weirather-Wenzel & Partner gewirkt.

Hoffmann und Campe X holt Chris Höfner als neue Content-Chefin

Hoffmann und Campe X gewinnt eine neue Content-Chefin: Chris Höfner wird die Agentur verstärken. Die 42-Jährige kommt von KNSKB+ und wird zusammen mit Anja Weddig, neue COO, das Management Board des Unternehmens komplettieren.

In ihrer vorherigen Position trug Höfner die Gesamtverantwortung für alle redaktionellen und crossmedialen Agenturleistungen. Davor baute sie als Geschäftsführerin Tempus Corporate die Content-Marketing-Agentur des Zeit-Verlages mit auf. Vorher leitete sie die Onlineredaktion bei Gruner + Jahr Corporate Editors (heute Territory). Sie ist zudem Vorstandsmitglied im Content Marketing Forum (CMF).

Sylvia Steinitz verlässt „Carpe diem“

Die Zusammenarbeit hielt nur eine Ausgabe: Sylvia Steinitz und Red Bull gehen in Zukunft getrennte Wege. Steinitz gibt die redaktionelle Führung von „Carpe Diem“ ab.

Am 6. Juni erschien die erste Ausgabe des Printmagazins „Carpe Diem“, redaktionell geführt von Steinitz, die für das Projekt vom deutschen „Stern“ zu Red Bull wechselte.

Türkisches Gericht ordnet Sperrung oppositioneller Webseiten an

Ein türkisches Gericht hat die Sperrung von mehr als 130 Internetseiten angeordnet – darunter Twitter- und Instagram-Konten sowie Facebook-Seiten von oppositionellen Politikern, Künstlern und Medien. Die Entscheidung war demnach auf Antrag der Gendarmerie-Hauptdirektion schon Mitte Juli gefallen. Die Gendarmerie ist in der Türkei eine paramilitärische Organisation. Die große oppositionelle Nachrichtenwebseite Bianet, die ebenfalls gesperrt werden soll, hatte das Gerichtsdokument am 06.08. veröffentlicht. Die aufgelisteten Seiten waren zunächst noch zugänglich. Bianet hat Einspruch gegen die Entscheidung eingelegt.

Willkürlich und gefährlich

Reporter ohne Grenzen twitterte, die Entscheidung nehme „unabhängige Berichterstattung“ ins Visier und sei willkürlich und gefährlich. Die Organisation rief die türkische Telekommunikationsbehörde dazu auf, die Entscheidung nicht umzusetzen.

Betroffen sind außerdem beispielsweise die Abgeordnete der prokurdischen Oppositionspartei HDP, Oya Ersoy, die linke Band Grup Yorum, die sich als „revolutionär“ bezeichnet, und Webseiten im Zusammenhang mit den regierungskritischen Gezi-Protesten von 2013.

„Simpsons“-Komponist verklagt Fox

Alf Clausen hat sich beim Medienunternehmen Fox verdient gemacht: Kompositionen für 565 Folgen der Serie, zwei Emmy Awards und 21 weitere Nominierungen. Vor zwei Jahren entließ ihn Fox – offiziell hieß es, man wolle eine neue musikalische Richtung einschlagen, Medien spekulierten allerdings auch über finanzielle Gründe. Jetzt zieht Clausen gegen den Sender vor Gericht. Die Kündigung sei unrechtmäßig gewesen.

Nach einem Bericht des Online-Portals Deadline.com richtet sich die Klage auch gegen das Produktionsunternehmen Gracie Films des „Simpsons“-Miterfinders James L. Brooks und gegen Disney. Der Konzern hatte Anfang des Jahres große Teile von 21st Century Fox aufgekauft.

Clausen beruft sich auf Diskriminierung. Einerseits wegen seines Alters – zum Zeitpunkt der Entlassung war er 76 Jahre alt. Andererseits wegen einer nicht näher konkretisierten „perceived disability“, einer laut Clausen seitens seines ehemaligen Arbeitgebers unterstellten Beeinträchtigung, aufgrund derer er benachteiligt worden sei. Beide Diskriminierungsformen sind laut dem Equality Act in den USA verboten – aber dennoch weit verbreitet, vor allem in der Film- und Fernsehbranche.

Digitalchef Johannes Vogel verlässt die „Süddeutsche“

Vogel kam 2001 als Leiter IT-Strategie/Herstellung und Geschäftsführer der SZ-Druckvorstufe GmbH zu „SZ“, 2006 übernahm er auch die SZ Kunden-Service-Center GmbH und wurde stellvertretender Gesamtanzeigenleiter. Ab 2011 übernahm er als Geschäftsführer die Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH. In seine Verantwortung fielen beispielsweise die Einführung der SZ Digital-App, diverse Relaunches der SZ-Websites sowie die Einführung des Bezahlmodells SZ Plus.

Neben dem bisher schon u.a. für die SZDM tätigen Geschäftsführer Stefan Hilscher, wird zusätzlich Jens Kessler, CTO der SWMH, in die Geschäftsführung der SZDM eintreten. Das operative Geschäft führen Chefredakteurin Julia Bönisch und die Mitglieder der Geschäftsleitung, Johannes Hauner, Leiter Markt und Produkt, sowie Ingolf Sander, Leiter IT.

Ibiza-Detektiv verklagt „Die Zeit“ nach Berichterstattung über ihn

Das Ibiza-Video ist ein Stück Zeitgeschichte: Es hat dazu beigetragen, die politische Karrieren des langjährigen FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache und des FPÖ-Klubobmanns Johann Gudenus – zumindest vorerst – zu beenden und eine Regierung zu sprengen. Doch über die Hintermänner der, je nach Blickwinkel, „Videofalle“ beziehungsweise „investigativen Aufnahmen“ ist auch zwei Monate nach der Veröffentlichung des Clips nur wenig bekannt.

Einer der Beteiligten, ein Münchner Detektiv namens J. H., bestreitet nun auch die wenigen Details, die Medien über ihn herausgefunden haben – und will den Großteil der Berichterstattung gerichtlich verbieten lassen.

Er möchte über den prominenten Medienanwalt Johnny Eisenberg, der die taz mitgegründet hat und für seinen Umgangston gefürchtet ist, eine einstweilige Verfügung gegen die deutsche Wochenzeitung Die Zeit erwirken. H. stößt sich an einem Artikel, der am 4. Juli erschienen ist.

Die Zeit hatte darin die Hintermänner des Ibiza-Videos beschrieben, etwa den Wiener Anwalt R. M., der seine Beteiligung an dem im Sommer 2017 aufgenommenen Clip bereits öffentlich eingestanden hat.
FBI-Agent oder nicht?

Auch über H., der im Video den Mittelsmann zwischen Gudenus und einer vermeintlichen russischen Oligarchennichte gibt, wurden einige Details verbreitet. Der Detektiv, der in München lebt, aber auch eine Adresse in Wien hat, soll von seinem einstigen Arbeitgeber als FBI-Detektiv bezeichnet worden sein.

Außerdem wurde berichtet, dass gegen H. ermittelt wird und er bereits im Zusammenhang mit Suchtgift mit der Justiz in Berührung kam. H. wird in der Zeit über einen Mittelsmann damit zitiert, dass er und R. M. mit dem Video dokumentieren wollten, „wie gefährlich die FPÖ sei“. All das bestreitet der Detektiv über seinen Anwalt, H. will nie mit Mittelsmännern eine Antwort an die Zeit übermittelt haben. Der liegt jedoch eine eidesstattliche Erklärung des angeblichen Mittelsmanns dazu vor.

Dieser argumentiert unter anderem damit, dass die Aufzeichnung von Gesprächen nach spanischem Recht keine Straftat sei, wenn H. selbst als Aufzeichnender daran beteiligt war.
Rachegelüste?

Gleichzeitig betont H.s Anwalt, dass sich H. zum Vorwurf, am Ibiza-Video beteiligt gewesen zu sein, nicht erkläre, weil „die faschistischen Kreise um Strache auf Rache sinnen“.

H.s Anwalt bestreitet auch, dass dieser je für das FBI tätig gewesen sei. Auch die Berichterstattung im Zusammenhang mit Suchtgift wird bemängelt und darauf hingewiesen, dass H. jedenfalls nicht wegen Drogenhandels verurteilt wurde.

Die Zeit stützt sich in ihrem Bericht, der vom mehrfach ausgezeichneten Investigativ-Ressortleiter Holger Stark verfasst wurde, auf eine Vielzahl von Quellen. So gehe H.s Tätigkeit für das FBI aus einem Anbot einer Sicherheitsfirma hervor, für die H. früher gearbeitet habe.

Sandra Rehm übernimmt Geschäftsführung von HSE24

Ab dem 1. Oktober 2019 hat HSE24 wieder einen CEO: Sandra Rehm übernimmt dann den Vorsitz der Geschäftsführung des Unternehmens. Der Posten war seit Februar vakant, weil Sonja Piller, die nur zwei Jahre zuvor die Nachfolge von Richard Reitzner angetreten hatte, ihren Vertrag nicht verlängerte. Sie berät das Unternehmen als Mitglied des Beirats allerdings noch im Bereich internationales Merchandising. In der Zwischenzeit wurde das Unternehmen von den beiden verbliebenen Vorstandsmitgliedern Jan Schulze (CMO) und Ralph Brugger (CFO) geführt.

„Stern“ schenkt Bayerischer Staatsbibliothek sein Fotoarchiv

15 Millionen Bilder, Dias, Negative und Abzüge wurden nach München verfrachtet.

Das Magazin „Stern“ hat der Bayerischen Staatsbibliothek sein analoges Fotoarchiv geschenkt. Rund 15 Millionen Bilder, Dias, Negative und Abzüge wurden in den vergangenen Wochen in acht Lastwagenladungen vom Sitz des „Sterns“ in Hamburg nach München gebracht.

„Damit ist die Bildsammlung der Staatsbibliothek mal schnell auf das Siebenfache angestiegen“, sagte der bayerische Kunstminister Bernd Sibler am Dienstag in München. Die Bilder der „Stern“-Fotografen von 1948 bis 2001 seien 15 Millionen Momentaufnahmen aus mehr als 50 Jahren Weltgeschichte. Er freue sich, dass der Verlag „dieses kollektive Gedächtnis in die besten Hände gegeben hat“.

Tim Jung wird Geschäftsführer bei Hoffmann und Campe

Tim Jung wird zum 1. Oktober Geschäftsführer bei Hoffmann und Campe. Er übernimmt fortan die wirtschaftliche und programmatische Verantwortung für den Verlag. Die Geschäftsleitung, bestehend aus Birgit Schmitz für das Programm und Stefanie Folle für den kaufmännischen Bereich und den Vertrieb, wird an ihn berichten.

Tim Jung hat seit 2013 die Verlage Atrium, den Atrium Kinderbuchverlag sowie seit 2018 den Arche Literatur Verlag geführt. In der Pressemitteilung wird hervorgehoben, dass er bei Atrium “ein erfolgreiches Krimisegment mit internationalen Bestsellerautoren aufgebaut” hat.

Vor allem hat er Erich Kästner mit der Veröffentlichung des “Blauen Buchs”, dem geheimen Kriegstagebuch des Schriftstellers, und einer neuen Edition des Gesamtwerks wieder in den Kanon der erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftsteller zurückgeholt.

Ex-Voest-Chef Eder übernimmt Vorsitz von Infineon-Aufsichtsrat

Wolfgang Eder, 15 Jahre lang Chef des Linzer Stahlkonzerns voestalpine, hat nach seinem Rückzug im Juli eine neue Topposition inne: Er wurde zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats beim deutschen Technologiekonzern Infineon bestellt, wie das Münchner Unternehmen am Dienstag mitteilte. Eder (67) folgt auf Eckart Sünner (75), der den Vorsitz im Februar 2018 übernommen hatte.

Kritik

Eder war im vergangenen Jahr in das Gremium gewählt worden, schon damals mit der Perspektive, „mittelfristig“ an die Spitze des Aufsichtsrats zu rücken. Das hatte Kritik ausgelöst, weil der Österreicher auch im Voest-Aufsichtsrat sitzt und in zwei Jahren dessen Vorsitz übernehmen soll. Zwei Unternehmen dieser Größe verantwortlich zu beaufsichtigen, sei Ämterhäufung, hatten Aktionärsberater und Fondsmanager kritisiert.

Axel Bojanowski neuer Chefredakteur von “Bild der Wissenschaft” und “Natur”

Die Konradin-Wissenstitel „Bild der Wissenschaft“ und „Natur“ bekommen einen neuen Chefredakteur. Im Oktober übernimmt der ehemalige „Spiegel Online“-Journalist Axel Bojanowski die Chefredaktion. Der ehemalige Chef Christoph Fasel hatte im Juli angekündigt, die Blätter zu verlassen. Als Interims-Chefredakteur unterstützte er den Verlag zwei Jahre lang.

Rechtliche Schritte gegen „Recherche-Institut“ Zoom eingeleitet

Gegen die Website zoom.institute wurde wegen Verletzung der Offenlegungspflichten Anzeige erstattet sowie ein Antrag auf Entschädigung und Urteilsveröffentlichung wegen übler Nachrede eingebracht.

Im Juli sorgte die bislang unbekannte Onlineplattform zoom.institute mit einem Bericht über das „Bro-Netzwerk“ von ÖVP-Chef Sebastian Kurz und Gastronom Martin Ho für Aufmerksamkeit. Hinter der Website steckt laut eigenen Angaben der frühere Greenpeace-Aktivist und Ex-Politikmitarbeiter Florian Schweitzer.

Die Kanzlei Korn Rechtsanwälte OG hat gegen Schweitzer Anzeige wegen Verletzung der Offenlegungspflichten erstattet. Auf der Website fehlten gesetzlich notwendige Angaben darüber, wer sie inhaltlich gestaltet hat und dafür verantwortlich ist. Darüber hinaus wurde beim Landesgericht für Strafsachen in Wien ein Antrag auf Entschädigung und Urteilsveröffentlichung wegen übler Nachrede für Martin Ho eingebracht.

Intersport schwenkt beim Onlinegeschäft radikal um

Der Händlerverbund schwenkt radikal um. Erstmals unterstützt Intersport die Ladenbesitzer aktiv, um ihre Turnschuhe, Shirts und Shorts über die großen Plattformen im Netz anzubieten. „Der Druck im Handel ist weltweit spürbar. Deshalb müssen wir Lösungen präsentieren“, sagt Markus Gunnesch, Leiter Unternehmensstrategie von Intersport.

Zwei Initiativen startet die Verbundgruppe in diesen Tagen. Mit „Budget Sport“ führt das Hauptquartier eine neue Marke ein. Unter diesem Label können die Händler jetzt Restposten bei Amazon verkaufen. „Es geht darum, ganz gezielt Altware abzusetzen“, erklärt Gunnesch. Dazu gibt Intersport den Geschäftsinhabern technische und werbliche Unterstützung.

Darüber hinaus kooperiert die Genossenschaft mit Sportmarken24. Das Wiesbadener Start-up ermöglicht Händlern, mit minimalem Aufwand ihre gesamten Bestände auf den führenden Internetmarktplätzen zu präsentieren. Bisher hat Intersport sich darauf beschränkt, seine Händler an den eigenen Internetshop anzubinden. Der kommt aber lange nicht auf die Reichweite von Amazon.

Die Zeit drängt. In der Genossenschaft haben sich selbstständige Sporthändler mit knapp 1500 Läden aus ganz Deutschland zusammengeschlossen. Mancher Kaufmann verdient kaum noch etwas. Wie dramatisch die Lage ist, zeigt sich in diesen Tagen bei der insolventen Sportkette Voswinkel, einer Tochter von Intersport. Die Geschäftsinhaber betreiben ihre Läden in eigener Regie, Voswinkel gehört direkt der Zentrale.

Voswinkel wird bis Ende Oktober 21 Filialen schließen, fast jedes dritte Geschäft. Zudem werden das Warenverteilzentrum in Bochum und die Zentrale in Dortmund verkleinert. 275 Arbeitsplätze sind betroffen, gut ein Fünftel der Belegschaft. Voswinkel begründete die Schieflage damit, dass weniger Kunden in die Geschäfte kommen und die Umsätze geschrumpft seien.

Die Pleite von Voswinkel sorgte bundesweit für Aufsehen. Wenn hingegen einzelne Intersport-Händler für immer zusperren, fällt das allenfalls im engeren Umkreis auf. Dabei haben viele von ihnen Probleme. So ist der Umsatz des Verbunds vergangenes Jahr in Deutschland um drei Prozent auf 2,85 Milliarden Euro gesunken.

Im Frühjahr 2018 musste der langjährige Chef Kim Roether gehen. Ihm folgte im Herbst der ehemalige Unternehmensberater Alexander von Preen. „Die Entwicklung zeigt, wie herausfordernd die Situation für unsere Händler am Markt gerade ist“, sagte der Manager zu Jahresbeginn auf der Sportmesse Ispo.

Die Internetoffensive muss schnell anschlagen, betont Manager Gunnesch: „Im November ziehen wir Bilanz, wenn die Händler zu uns nach Heilbronn kommen.“ Falls es gut läuft, sorgen die Internetumsätze dafür, dass die Händler ihre Shops modernisieren können und damit den Kundenschwund stoppen.

Bei aller Veränderung, eins habe sich nicht geändert, meint Gunnesch: „Das übergeordnete Ziel ist es, das Kerngeschäft zu stärken: die Läden vor Ort.“

Beförderung von Rafael Buschmann zum “Spiegel”-Investigativ-Chef stockt

Rafael Buschmann sollte beim „Spiegel“ die Leitung des Investigativ-Teams übernehmen. Für Unruhe sorgten allerdings Zweifel an einer Enthüllungsgeschichte des Journalisten aus dem Jahr 2014. Nun scheint sich die Beförderung des „Football Leaks“-Autor vorerst zu verzögern.

Mittlerweile gibt es massive Zweifel an einer Enthüllungsgeschichte Buschmanns aus dem Jahr 2014 über angeblich manipulierte Spiele bei der Fußball-WM in Brasilien. Die Story beruhte offenbar auf einem Chat Buschmanns mit dem berüchtigten Matchfixer Wilson Raj Perumal, der laut dem “Spiegel”-Artikel “Faule Äpfel” Ergebnisse korrekt vorhergesagt haben soll.

Zahlreiche Indizien – darunter die Aussage eines ehemaligen Facebook-Mitarbeiters – legen jedoch nahe, dass der Chat zwischen Buschmann und Perumal erst nach den betreffenden Spielen stattfand, was der Geschichte ihre Substanz nehmen würde.

Der “Spiegel” widersprach den Vorwürfen:

“Rafael Buschmann hat vor der Veröffentlichung des Artikels ‘Faule Äpfel’ seine nach wie vor gültige Beleglage mit Unterlagen und Zeugen sowohl der Ressortleitung, Dokumentation und Rechtsabteilung offengelegt, und es wurde dann im Einverständnis mit der Chefredaktion entschieden, diesen Beitrag so wie geschehen zu veröffentlichen. Auf dieser Basis wurde die Abmahnung von Herrn Perumal auch zurückgewiesen, er hat dann keine weiteren Ansprüche verfolgt oder geltend gemacht.”

D. A. Pennebaker ist tot

Der US-amerikanische Dokumentarfilmer D. A. Pennebaker ist tot. Er starb im Alter von 94 Jahren.

Pennebaker zählte in den Sechzigerjahren zu den Pionieren des „Direct Cinema“. Die Arbeiten der neuen Filmstilisten waren geprägt von Authentizität und Alltagsdarstellungen. Durch den Einsatz einer 16-mm-Handkamera, die Pennebaker entwickelte, gelang ihnen eine größere Nähe zum Objekt. Seine Filme seien „de facto Home Movies, sagte Pennebaker 2008.

Pennebaker beschäftigte sich vorrangig mit Themen der Rock- und Popmusik. So porträtierte er in „Don’t Look Back“ (1967) den Musiker Bob Dylan auf dessen Großbritannien-Tournee im Jahr 1965. Der Konzertfilm „Monterey Pop“ spiegelte das legendäre Festival im kalifornischen Monterey im Jahr 1967 wider, bei dem unter anderem Janis Joplin und Jimi Hendrix auftraten.

In dem Dokumentarfilm „The War Room“ befasste sich Pennebaker mit dem US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf von Bill Clinton im Jahr 1992. Pennebaker arbeitete seit 1977 oft mit der Dokumentarfilmerin Chris Hegedus zusammen, mit der er seit 1982 verheiratet war.

Richard Schmitt wechselt zu oe24.at

Richard Schmitt, der in den vergangenen Jahren als Chefredakteur das Onlineportal krone.at aufgebaut hat, wechselt mit 1. September als neuer Chefredakteur zu oe24.at und oe24-tv. Schmitt. Er soll dort „die Marktoffensive der oe24-Gruppe verstärken“, heißt es.

Niki Fellner, Chefredakteur der Mediengruppe Österreich und oe24-Geschäftsführer: „Die Verpflichtung von Richard Schmitt ist ein wichtiger Schritt in der neuen Marktoffensive der oe24-Gruppe. Wir wollen in den nächsten zwei Jahren sowohl in Print – in der verbreiteten Auflage – als auch online – in den Visit- und User-Zahlen – zum Marktführer werden.“

Jeff Bezos verkauft Amazon-Aktien im Wert von 1,8 Milliarden Dollar

Der reichste Mann der Welt hat offenbar innerhalb von nur drei Tagen Amazon-Papiere im Volumen von 1,8 Milliarden US-Dollar abgestoßen.

In der Vergangenheit hatte Bezos bereits Amazon-Anteile im großen Stil verkauft: So veräußerte der US-Unternehmer im Mai und November 2017 Papiere im Gesamtwert von 1,7 Milliarden Dollar. Zuletzt soll Bezos Amazon-Anteile im Oktober verkauft haben. Der jüngste Verkauf Ende Juli war laut dem Medium der größte.

Berichten zufolge verfolgt der Milliardär den Plan, sich jährlich von Aktien im Wert von einer Milliarde Dollar zu trennen, um sein Raumfahrtunternehmen Blue Origin zu finanzieren. Ob der jüngste Aktienverkauf diesem Zweck dient, ist unklar. Ein Sprecher des Online-Händlers ließ die entsprechende Nachfrage von „Forbes“ unkommentiert.

Gemessen am Börsenschlusskurs vom Mittwoch beträgt das Gesamtvermögen des Amazon-Gründers laut „Forbes“ derzeit 115 Milliarden Dollar. Damit führt er weiterhin mit Abstand die Liste der reichsten Menschen der Welt an.

Platz zwei in der Reichenliste des US-Magazins belegt Microsoft-Gründer Bill Gates mit einem geschätzten Vermögen von 96,5 Milliarden Dollar, gefolgt von Star-Investor Warren Buffett (82,5 Milliarden Dollar) und dem französischen Luxusunternehmer Bernard Arnault (76 Milliarden Dollar). Erst kürzlich machte der Chef des Luxus-Konglomerats LVMH Gates den zweiten Rang streitig.

Bei der US-Börsenaufsicht im April eingereichte Papiere zeigen, dass Bezos seiner Ex-Ehefrau MacKenzie ein Viertel seiner Anteile an Amazon überschrieben hat – insgesamt also 19,7 Millionen Aktien. Aus den Unterlagen geht hervor, dass der 55-Jährige aber weiterhin Stimmrechtskontrolle über die Anteile haben wird.

Die Anteile von MacKenzie Bezos sind 36,8 Milliarden Dollar wert. Damit ist sie derzeit die drittreichste Frau der Welt. Im Mai kündigte Bezos‘ Ex-Frau an, mehr als die Hälfte des Geldes spenden zu wollen, das ihr durch die Scheidung zukommt.

Die 49-Jährige hat sich ebenso wie Buffett und Gates der Organisation „The Giving Pledge“ angeschlossen, deren Mitglieder sich dazu verpflichten, mindestens 50 Prozent ihres Vermögens zu Lebzeiten oder im Testament guten Zwecken zur Verfügung zu stellen.

TMG-Chef Herbert Kloiber jun. verlässt das Medienunternehmen

Die Tele München Gruppe (TMG) verlierte ihren langjährigen Chef Herbert Kloiber jun. Dieser verabschiedet sich im Zuge des neu gegründeten Medienunternehmens um CEO Fred Kogel und Investor KKR, wie der Konzern mitteilte. Es sei der ideale Zeitpunkt, sich beruflich neu zu orientieren, so Kloiber jun.

Herbert Kloiber jun. wird das neu gegründete Medienunternehmen, das aus der Tele München Gruppe, Universum Film, i&u TV und Wiedemann & Berg Film hervorgeht, zum 1. August verlassen. Dies passiere auf “auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen”, wird in der Mitteilung betont.

Zu viele Absagen – Woodstock-Revival fällt aus

Über Wochen hatten immer neue Absagen die Spekulationen lauter werden lassen, jetzt wird es offiziell. Die geplante Neuauflage zum 50. Jubiläum des legendären Woodstock-Festivals ist rund zwei Wochen vor dem geplanten Beginn abgesagt worden.

„Wir sind traurig, dass eine Reihe von unvorhergesehenen Rückschlägen es unmöglich gemacht hat, das Festival aufzuziehen, das wir uns vorgestellt hatten – mit dem großartigen Line-Up, das wir gebucht hatten, und dem sozialen Engagement, das wir vorhergesehen hatten“, sagte Organisator Michael Lang, der das Original-Festival 1969 mit auf die Beine gestellt hatte, laut Mitteilung, aus der zahlreiche US-Medien am 31. Juli zitierten.

Zum Original-Woodstock-Festival mit Musikstars wie Jimi Hendrix und Janis Joplin waren zwischen dem 15. und 18. August 1969 etwa 400.000 Menschen nach Bethel im US-Bundesstaat New York gekommen. Es gilt bis heute als Höhepunkt der Hippie-Bewegung in den USA.

Apple ist wieder eine Billion Dollar wert

Techkonzern Apple ist an der Börse wieder mehr wert als eine Billion Dollar (knapp 897 Mrd. Euro). Anleger an der Wall Street deckten sich, nach den besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen, am 31. Juli mit Aktien ein und trieben den Kurs des US-Konzerns vorbörslich um 4,2 Prozent auf 217 Dollar.

Dadurch stieg der Börsenwert des iPhone-Herstellers wieder knapp über die Billionengrenze. Allerdings ist ihm der IT-Konzern Microsoft bei der Marktkapitalisierung immer noch einen Schritt voraus.

Apple erzielte im vergangenen Quartal mehr Umsatz und Gewinn als erwartet. Zwar gingen die iPhone-Erlöse zurück, dafür liefen die Geschäfte mit anderen Geräten und Dienstleistungen wie dem Musikstreaming deutlich besser. Vor allem in China. Die Service-Sparte will Cook ausbauen, um den Konzern unabhängiger zu machen vom iPhone. So soll in den kommenden Monaten ein Streamingdienst für selbst produzierte Filme und Serien dazukommen. Außerdem will Apple im Herbst eine eigene Kreditkarte auf den Markt bringen.

„SZ“-Journalist David Denk wechselt zu zero one film

Der langjährige Medienjournalist David Denk wechselt die Seiten und fängt bereits im August bei der Berliner Produktionsfirma zero one film an. Dort soll er künftig neue Formate recherchieren und entwickeln.

Die „Süddeutsche Zeitung“ verliert einen ihrer profiliertesten Journalisten. David Denk, seit 2014 bei der Zeitung für die Medienseite im Einsatz, verlässt die Tageszeitung und wechselt komplett die Seiten. Statt einen neuen Job im Journalismus heuert Denk am 1. August bei der Berliner Produktionsfirma zero one film an. Dort soll er Fiction- und Doku-Projekte recherchieren und entwickeln sowie Kontakte zu Filmemachern der jüngeren Generation knüpfen und pflegen.

Verbot von Böhmermanns „Schmähkritik“ bleibt bestehen

Das Verbot von größeren Teilen des Gedichtes „Schmähkritik“ des TV-Satirikers Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan bleibt bestehen. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe wies in einem am Mittwoch veröffentlichten Beschluss eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision zurück. Damit ist das Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Hamburg rechtskräftig. Dort hatten die Richter im Mai vergangenen Jahres entschieden, dass bestimmte, herabsetzende Passagen über Erdogan nicht wiederholt werden dürften und rechtswidrig seien.

Richard Schmitt verlässt Kronen Zeitung

Langjähriger Online-Chef verlässt größte Tageszeitung.

„Guten Morgen. Tschüss, große alte Dame – es waren schöne, spannende Tage mit einem tollen Team. Und ich wünsch für die Zukunft nur das Allerbeste.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich Richard Schmitt am 31. Juli per Tweet von der Kronen Zeitung. Schmitt baute das erfolgreiche Webangebot krone.at jahrelang auf, musste aber bereits per 1. Juli diesen Jahres die Chefredaktion abgeben, das Portals wurde Print-Chefredakteur Klaus Herrmann unterstellt. Medial wurden Ungereimtheiten mit Herrmann kolportiert, auch seine Nennung durch Heinz-Christian Strache im Ibiza-Video wird immer wieder in Zusammenhang mit der jetzigen Entwicklung gebracht. Strache hatte Schmitt als positive Ausnahme unter Journalisten genannt.

Datenklau in USA aufgeklärt: Hackerin festgenommen

Eine Hackerin hat Kreditkartendaten von gut 100 Millionen Kunden der US-Bank Capital One gestohlen. Die inzwischen von der Bundespolizei FBI festgenommene Frau verschaffte sich Zugang zu den Daten von Kreditkartenanträgen und existierenden Kreditkarten, wie die Bank am Montagabend (Ortszeit) mitteilte. Demnach waren in den USA Daten von rund 100 Millionen Menschen betroffen, zudem von sechs Millionen Kunden in Kanada. Es seien aber keine Kreditkartennummern oder persönliche Log-in-Daten ausgespäht worden, hieß es weiter.

Nach bisherigen Erkenntnissen sei es unwahrscheinlich, dass die Hackerin die erbeuteten Daten weiterverbreitet oder betrügerisch eingesetzt habe, erklärte Capital One. Die Daten aus den Jahren 2005 bis 2019 umfassten unter anderem die Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Geburtsdaten von Kreditkartenkunden und Antragstellern. Zum Teil seien auch Informationen zur Kreditwürdigkeit, dem Verfügungslimit der Karten und Transaktionen in den Besitz der Hackerin gekommen, hieß es weiter.

Ein externer Spezialist für IT-Sicherheit hatte die Bank demnach am 17. Juli auf eine Schwachstelle in ihrem System hingewiesen. Zwei Tage später habe die Bank den groß angelegten Daten-Diebstahl festgestellt. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg handelte es sich bei der Schwachstelle um eine falsch konfigurierte Firewall – „eines der grundlegendsten digitalen Sicherheitswerkzeuge“. Die Panne werde Capital One im Lauf des Jahres etwa 100 bis 150 Millionen Dollar (bis zu 135 Mio Euro) kosten, vor allem für Rechtskosten, Benachrichtigungen von Kunden und Umstellung der Technik.

Neuer Ö1 Boss: Wissenschaftschef Bernhofer

Wissenschaftschef Martin Bernhofer ist neuer Senderchef von Ö1 – jedenfalls interimistisch bis Ende August. Radiodirektorin Monika Eigensperger hat die vorläufige Bestellung intern kommuniziert.

Interimistische Bestellungen sind im ORF häufig ein Signal auch für die definitive Besetzung. Ö1-Chef Peter Klein, der offiziell seinen letzten Arbeitstag vor der Pension hat, war über Jahre interimistischer Sendermanager, bevor er auch definitiv bestellt wurde: 2014 wurde Klein vorläufig bestellt, erst Ende September 2017 definitiv.

Um die Funktion des Ö1-Chef haben sich 13 Menschen beworben, bis auf eine Bewerberin alle aus dem ORF. Als Favoriten galten nach dem internen Hearing Wissenschaftschef Bernhofer sowie Kulturchefin Silvia Lahner und der stellvertretende Ö3-Senderchef Albert Malli.

Amabrush-Konkurs: Gläubigern droht Totalausfall

Im Konkurs des Zahnbürsten-Start-ups Amabrush droht den Gläubigern ein Totalausfall ihrer Forderungen, wie der Gläubigerschutzverband KSV 1870 berichtete. Am 30. Juli findet am Handelsgericht Wien die Berichts- und Prüfungstagsatzung statt. Bis heute wurden Forderungen in Höhe von circa 800.000 Euro angemeldet.

Das Unternehmen sprach im Antrag auf Insolvenzeröffnung von Passiva in Höhe von etwa 4,5 Millionen Euro. Die Erklärung für die große Differenz liegt laut KSV 1870 darin, dass die meisten der rund 21.000 Crowdfunder und rund 8.000 Webshop-Käufer offenbar ihre Forderungen aufgrund wirtschaftlicher Aussichtslosigkeit nicht im Insolvenzverfahren angemeldet haben. Die Forderungen würden meist zwischen 100 und 200 Euro liegen.

Ende

Amabrush wollte eine innovative elektrische Zahnbürste entwickeln und verkaufen und stellte dazu eine Crowdfunding-Kampagne auf. In einem Webshop konnten Interessenten Vorbestellungen machen.

Reichart übernimmt Vorstandsvorsitz bei RTL-Stiftung

Bernd Reichart ist nun auch Vorstandsvorsitzender der Stiftung RTL – Wir helfen Kindern. Die Mitgliederversammlung hat den CEO der Mediengruppe RTL Deutschland mit sofortiger Wirkung ins Amt berufen. Er folgt damit auch hier auf Anke Schäferkordt, die die Mediengruppe Ende vergangenen Jahres überraschend verlassen hatte.

„Tag für Tag stehen wir über die Vielzahl unserer Angebote mit nahezu allen Menschen in Deutschland in Kontakt. Diese privilegierte Position wollen wir auch weiterhin nutzen, um Kindern in Not nachhaltig zu helfen. Mit großem Engagement und aus voller Überzeugung“, sagte Reichart, der sich bereits seit 2013 in der Mitgliederversammlung engagiert.

Eine seiner ersten Amtshandlungen war die Übergabe der Spenden an Vertreter von insgesamt 57 unterschiedlichen Kinderhilfsorganisationen – gemeinsam mit Charity-Gesamtleiter Wolfram Kons. „Uns ist der enge Kontakt zu den Menschen, die jeden Tag mit bedürftigen Kindern arbeiten, sehr wichtig“, so Kons über den persönlichen Austausch mit Kooperationspartnern im Kölner Sendezentrum.

“Spiegel” verliert seinen Social-Media-Verantwortlichen Torsten Beeck

Der „Spiegel“ verliert seinen Head of Platform Partnerships & Engagement: Torsten Beeck verlässt nach fünf Jahren das Hamburger Medienunternehmen. Er werde nach einer kurzen Pause im August zu einem anderen Unternehmen wechseln, erklärt Beeck auf Facebook ohne konkret zu werden.

Seit 2007 war Beeck in verschiedenen redaktionellen Teams tätig – lange Zeit etwa bei Axel Springer. Dort war er unter anderem leitender Redakteur der “Computer Bild” sowie später bei der “Bild” Head of Social Media & Community. Beeck sammelte zudem Erfahrungen bei Gruner + Jahr (u.a. dem “Stern”) und der “Süddeutschen Zeitung”.

Herzogin Meghan gestaltet September-Ausgabe der britischen Vogue

Herzogin Meghan, Ehefrau von Prinz Harry, hat für die britische Modezeitschrift Vogue als Gast-Chefredakteurin gewirkt – und rückt in der September-Ausgabe 15 Frauen und deren bahnbrechendes Wirken in den Blick. Klimaaktivistin Greta Thunberg, Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern und US-Schauspielerin Jane Fonda gehören zu den weiblichen Persönlichkeiten, die unter dem Titel „Forces of Change“ (etwa: Kräfte des Wandels) auf dem Cover zu sehen sind.

Das Magazin-Titelblatt ist in 16 Felder aufgeteilt. 15 von ihnen zeigen jeweils eine der Frauen. Das 16. ziert den Angaben zufolge ein Spiegel. Damit solle sich die Betrachterin der Ausgabe selbst als Teil dieses illustren Frauen-Kollektivs sehen. Die britische September-Vogue kommt am 2. August an die Kiosks und ist vorher im Download erhältlich.

Die September-Ausgabe des Magazins von Condé Nast gilt als die wichtigste des Jahres, weil sie ausführliche Berichte über die Herbst- und Wintermode für die kommende Saison enthält. In der Nummer seien auch Meghans „offenes Gespräch“ mit der früheren US-First Lady Michelle Obama und Prinz Harrys Interview mit der Primatenforscherin Jane Goodall zu finden.

Smartes Leben im Mittelpunkt von „IFA Next“

Smarte Städte, die Zukunft der Mobilität, Künstliche Intelligenz, Robotik und Virtuelle Realität – diese und viele weitere Themen stehen im Mittelpunkt von „IFA Next“, der Innovationsplattform der IFA.

Zukunftstechnik aus Japan soll in diesem Jahr ein besonderer „IFA Next“-Schwerpunkt sein: Als Global Innovation Partner präsentiert sich die Hightech-Nation mit Startups, Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen.

Auch der Markt der Smartphones scheint gesättigt. Hier sinkt die Zahl 2019 der verkauften Geräte nach gfu-Angaben sogar leicht auf 1,4 Milliarden Stück. Weil der Durchschnittpreis zulegt, steigt der Jahresumsatz von 458 Milliarden Euro (2018) auf 460 Milliarden Euro. Kräftigt wächst dagegen das Segment der vernetzten Lautsprecher um 28 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Der Umsatz mit größeren Haushaltsgeräten zieht dagegen nur leicht um 2,8 Prozent auf 183 Milliarden Euro an. Besser schlagen sich kleinere Haushaltsgeräte wie Kaffeemaschinen oder Mixer mit einem Plus von 7,4 Prozent auf 84 Milliarden Euro.

Uber streicht 400 Stellen in der Marketing-Abteilung

Dara Khosrowshahi treibt die Umstrukturierungen beim Fahrdienstleister Uber weiter voran. Nachdem der CEO im vergangenen Monat bereits die Abgänge von Ubers Krisenmanager Barney Harford und Marketingvorständin Rebecca Messina verkündete, trennt sich das Unternehmen nun offenbar von 400 seiner 1200 Mitarbeiter der Marketing-Abteilung. Das berichtet die New York Times.

Jill Hazelbaker, die die Leitung der Marketing-Abteilung nach der Entlassung Messinas übernommen hatte, teilte den Mitarbeitern laut dem Bericht per E-Mail am Montag mit, dass die Entlassungen stattgefunden hätten, weil das Team zu groß und die Entscheidungsstrukturen unklar seien.

Zudem sollen die regionalen Marketing-Teams von Uber auf der ganzen Welt gebündelt werden – darunter die Standorte in den USA, Kanada, Lateinamerika und dem Mittleren Osten. Das Marketing-Team ist zuständig für Werbeaktionen und -kampagnen sowie den Auftritt in den sozialen Netzwerken.

Der Fahrdienstleister kämpft derzeit vor allem mit der mageren Performance seiner Aktie seit dem Börsengang im Mai und den Zweifeln, dass das Unternehmen jemals profitabel werden kann.

Kogel holt Bernhard zu Castell in die Konzernführung

Das neue, noch immer namenlose Unternehmen unter der Führung von Fred Kogel nimmt auch personell Formen an. Bernhard zu Castell, der vorerst Geschäftsführer von Universum Film bleibt, übernimmt die Gesamtverantwortung für den Bereich Distribution.

Bernhard zu Castell wird Chief Distribution Officer im neuen, noch namenlosen Konzern, der aus der Tele München Gruppe, Universum Film, i&u TV und Wiedemann & Berg Film hervorgeht. In dieser Funktion übernimmt der 47-Jährige die Gesamtverantwortung für den Bereich Distribution und ist zugleich Teil der Konzernführung, der darüber hinaus aus CEO Fred Kogel, Markus Frerker und Joachim Scheuenpflug besteht.

Personelle Veränderungen gibt es derweil bei Concorde Home Entertainment. Wie offiziell bestätigt wurde, wird Geschäftsführer Michael Ivert das Unternehmen zum 31. Juli verlassen. „Nach rund 20 Jahren habe ich mich dazu entschlossen, mich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Mein Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Geschäftspartnern für die gute Zusammenarbeit, ihre Unterstützung und Loyalität“, sagte Ivert. Fred Kogel und Markus Freker werden seine Aufgaben vorerst übernehmen.

US-Teenager gewinnt erste „Fortnite“-WM und drei Millionen Dollar

Der 16-jährige US-Amerikaner Kyle Giersdorf ist erster Einzelweltmeister im Videospiel „Fortnite“ und hat damit drei Millionen Dollar eingeheimst. Der Teenager mit dem Spielernamen Bugha gewann 28.07. die erste „Fortnite“-WM in New York in der Kategorie Einzelspieler. „Das ist wahnsinnig“, sagte der frischgebackene Millionär, nachdem er sich in sechs Spielen durchgesetzt hatte.

17-jähriger Österreicher gewann Duo-Wettbewerb

Am Samstag hatte der 17-jährige Österreicher David „Aqua“ W. den Duo-Wettbewerb der „Fortnite“-Weltmeisterschaft gewonnen. Er hatte sich mit seinem norwegischen Teamkameraden „Nyhrox“ drei Millionen Dollar (2,7 Millionen Euro) Preisgeld geteilt.

Der Spieleentwickler Epic Games hat sich die erste Weltmeisterschaft des Shooter-Spiels 100 Millionen Dollar kosten lassen. Das Turnier wurde im New Yorker Arthur-Ashe-Stadion ausgetragen, in dem jedes Jahr das Tennisturnier US Open stattfinden.