Apple steckte sechs Milliarden Dollar in Streaming-Inhalte

Apple hat bereits sechs Milliarden Dollar in Inhalte für seinen Videostreaming-Dienst gesteckt und peilt zum Start im Herbst eine Preismarke von knapp zehn Dollar pro Monat an. Damit wäre das Angebot mit dem Namen Apple TV+ vergleichsweise teuer gemessen am zunächst relativ schmalen Exklusiv-Angebot im Vergleich zu ähnlich teuren Rivalen wie Netflix. Der Unterhaltungsriese Disney+ setzte den Preis dagegen mit rund sieben Dollar deutlich niedriger an.

Disney+ soll in den USA und einigen anderen Ländern im November an den Start gehen, bis dahin wolle auch Apple seinen Streaming-Service verfügbar machen, berichtete der Finanzdienst Bloomberg in der Nacht zum Dienstag. Apple habe allein mehrere hundert Millionen Dollar in eine Serie mit den Hollywood-Stars Reese Witherspoon und Jennifer Anniston über eine Rivalität im Frühstücksfernsehen gesteckt, schrieb die „Financial Times“ unter Berufung auf informierte Personen. Damit sei das Budget pro Folge höher als bei der jüngst ausgelaufenen Hit-Serie „Game of Thrones“ des Bezahlsenders HBO.

Apple schwenkt derzeit sein Geschäft um: Der Konzern will mehr Geld mit Abo-Diensten einnehmen und sich unabhängiger vom iPhone, seinem mit Abstand wichtigsten Geldbringer, machen. Zu den neuen Angeboten gehört auch ein Abo-Angebot mit exklusiven Spielen mit dem Namen Apple Arcade.

Ausstieg von G+J bei der Motor-Presse perfekt

Die Veräußerung der Mehrheitsbeteiligung des Hamburger Verlags Gruner + Jahr an der Stuttgarter Motor-Presse ist unter Dach und Fach. Die österreichische Kartellbehörde hat dem Deal jetzt zugestimmt.

Die Anteile von 40,1 Prozent hielten die Gründer. Dazu gehören die Familie Pietsch mit 25,1 Prozent sowie Hermann Dietrich-Troeltsch mit 15 Prozent.

Mit der Verkauf der Mehrheitsanteils hatte sich der G+J-Mann Nils Oberschelp aus der Geschäftsführung des Stuttgarter Verlagshauses zurückgezogen. Über eine Neubesetzung des Postens wollte der Verlag “zeitnah informieren”.

Angeblich soll der neue Herr des weit verzweigten Stuttgarter Medienhauses aus dem engen geschäftlichen Umfeld der Gründerfamilie stammen. Denn die Familie Pietsch verfügt über ein umfangreiches Medienreich. Dazu zählen unter anderem auch die Paul Pietsch Verlage. Das Unternehmen vereint hier unter anderem den Motorbuch Verlag und die Verlage Pietsch, Müller Rüschlikon und transpress sowie den Schweizer Partnerverlag Bucheli. Gegründet wurde der Verlag 1962 von dem Rennfahrer Paul Pietsch. Zu den Personalspekulationen will sich ein Sprecher der Motor-Presse Stuttgart nicht äußern. Er betont auf MEEDIA-Anfrage, dass hierüber noch keine Entscheidung gefallen sei.

NZZ schwächelt

Dank einer stark positiven Wertschriftenperformance fällt das Finanzergebnis deutlich über dem Vorjahr aus. Der Steueraufwand liegt wegen der Konsolidierungsänderung unter dem Vorjahr. Das Gruppenergebnis ging um 16,9% zurück auf 9,4 Mio. CHF. Die Umsatzrendite nahm gegenüber dem Vorjahr von 5,6% auf 8,5% zu. Die Bilanzsumme hat sich im ersten Semester um 4,1% auf CHF 334,9 Mio. reduziert. Die Eigenkapitalquote steigt im Vergleich zum Jahresbeginn um 1,1 Prozentpunkte auf 76,7% leicht an und widerspiegelt die gesunde Finanzsituation der NZZ-Mediengruppe.

G+J stellt die “View”-Fotocommunity ein

Gruner + Jahr zieht nach vierzehn Jahren bei der beim „stern“ angedockten „View“-Fotocommunity den Stecker. Grund ist die Dominanz durch US-Tech-Plattformen wie Instagram und Pinterest, die das Teilen von Fotos auf Smartphones, Tablets & Co. für die breite Masse alltäglich machen. Von der Schließung ist das Print-Magazin „View“ nicht betroffen.

Grund hierfür ist vor allem die Dominanz durch US-Plattformen wie Instagram und Pinterest, die sich vor allem bei Jugendlichen zunehmender Beliebtheit erfreuen. Dadurch geriet die “View”-Fotocommunity in den vergangenen Jahren immer mehr ins Hintertreffen.

funk startet Format über werdende Mütter

Schwanger sein und Kinder bekommen ist nicht leicht, das weiß auch funk. Um werdenden Müttern eine mediale Anlaufstelle zu bieten, um potenzielle Fragen und Bedenken zu klären, wird dementsprechend ein Schwangerschaftsformat gestartet. „Babystories“ startet am Montag, den 19. August, auf YouTube, Instagram und funk.net und soll echte Erlebnisse, Herausforderungen in der Schwangerschaft und ungeschönte Geschichten von Müttern für Mütter, werdende Mamas und solchen, die es werden wollen zeigen. Neue Videos gibt es immer montags und donnerstags um 11 Uhr.

„Radio Revolution“ bei FFH: Mit FFH+ Musikprogramm selber wählen

Sechs Monate hat das Digital-Team in Bad Vilbel laut FFH diese „Radio-Revolution“ ausgetüftelt: Ein Sender – in vier musikalischen Variationen: FFH+ 80er, FFH+ 90er, FFH+ Charts und FFH+ Rock. In jeder Sendestunde werden mehrere Titel durch Songs aus der bevorzugten Musikrichtung ersetzt.

Digital-Chef Roger Hofmann: „So können wir mehr Lieblingsmusik unserer Hörer spielen, ohne dass sie etwas von den Inhalten des FFH-Programms verpassen.“

Überall, wo man jetzt schon FFH online hört, sind auch die neuen FFH+ Kanäle zu finden: In den FFH-Apps, auf der FFH-Webseite, im FFH-Alexa-Skill, aber auch auf allen Smart-Speakern oder Musikanlagen wie Sonos oder Bose.

FFH-Geschäftsführer Marco Maier: „Die neuen FFH+ Programme enthalten alles, was unsere Hörer an FFH lieben: Unsere Moderatoren, Nachrichten aus allen hessischen Regionen, das Wetter von Dr. Martin Gudd, Comedy, Interviews, Beiträge – eben das komplette FFH-Programm. Wir fügen nur mehr von den Lieblingshits der Hörer hinzu. So kann jeder seinen persönlichen Musikmix wählen.“

Für die FFH+ Kanäle hat das Digital-Team von FFH die selbst entwickelte Software Webradio Composer (WRC) erweitert. Sie analysiere den Sendeplan und erkenne alle Stellen in der Stundenuhr an denen das Ersetzen von einem oder mehreren Musiktiteln sinnvoll ist.

Der Webradio Composer erstelle nun nach den Planungsregeln der Musikredaktion eine Ersatz-Playlist aus Musik-Titeln, Jingles und weiteren Elementen. Dabei werde der Musiklaufplan des Liveprogramms aus Vergangenheit und Zukunft berücksichtigt.

Die Kern-Komponente sei schließlich der Simulcast-Replacer. Er synchronisiere sich auf das FFH-Programm und ersetze an den vorgesehenen Stellen im Livestream die Musiktitel mit der Playlist aus dem Composer.

Disney+ kommt zunächst nicht für Amazon-Geräte

Disney hat eine Liste kompatibler Geräte für seinen kommenden Streamingdienst Disney+ veröffentlicht. Dieser soll auf Android- und iOS-Geräten, dem Apple TV, Android TV, Googles Chromecast, Desktop-Browsern, der Playstation 4, Roku-Streaming-Geräten, dem Roku TV und der Xbox One laufen. Das meldet unter anderem The Verge.

Interessant ist, dass Disney zumindest zum jetzigen Zeitpunkt offenbar keine Disney+-App für Amazon-Geräte wie den Fire TV, den Fire TV Stick oder die Fire-Tablets plant. Dies dürfte mit der Konkurrenz zusammenhängen, in der Disney zu Amazon, einem der beiden größten Streaming-Unternehmen, steht. Denkbar ist natürlich, dass sich Disney und Amazon bis zum Start von Disney+ noch einigen werden.

Zudem sind die ersten Länder bekanntgegeben worden, in denen Disney+ verfügbar sein wird. In den USA soll der Streamingdienst am 12. November 2019 für einen Preis von 7 US-Dollar im Monat oder 70 US-Dollar im Jahr starten; am gleichen Tag soll er auch in Kanada und in den Niederlanden verfügbar sein. In den Niederlanden soll der monatliche Preis wie bereits bekannt bei 7 Euro liegen, der Jahrespreis soll 70 Euro betragen.

RTL holt sich Unterstützung für Social-Media-Auftritt von TV Now

RTL will seinen Streamingdienst TV Now künftig noch stärker über soziale Netzwerke vermarkten – und holt sich zwei Moderatoren ins Team. Eric Schroth („DSDS-Anmeldeboy“) und Social-Media-Redakteur Cornelius Strittmatter werden in Zukunft die Kanäle von TV Now betreuen.

Die beiden Moderatoren sollen auf Instagram und Facebook die Gesichter des Streaming-Dienstes werden. Dabei begleiten sie die Fans in Stories, Live-Videos und den Feeds.

Jede Woche rückt dabei ein anderes Thema in den Fokus, das die beiden mit der Community besprechen und so den Streaming-Dienst bewerben sollen. Denn neben Fun-Facts und persönlichen Eindrücken geben sie auch Streaming-Tipps. Besuch bekommt das “Stream Team” genannte Duo außerdem von Promis der unterschiedlichen Formate und von Verantwortlichen hinter den Kulissen.

DuMont startet deutsch-norwegisches Leseprojekt

Norwegens Gastlandauftritt bei der Frankfurter Buchmesse rückt näher und die Marketing-Maschinerie nimmt Fahrt auf. Der DuMont Buchverlag hat für seinen Herbst-Spitzentitel „Durch die Nacht” von Stig Sæterbakken jetzt ein deutsch-norwegisches Leseprojekt lanciert.

„Durch die Nacht” (Original: „Gjennom natten”, deutsche Übersetzung: Karl-Ludwig Wetzig) soll in deutsch-norwegischen Tandems gelesen werden.

Das Leseprojekt läuft unter dem Stichwort #ThePassionWeShare.

Unterstützt wird die Akion vom norwegischen Verlag Cappelen Damm, der auch die norwegischen Exemplare des Romans an die Projektleser verschicken wird. Der 2012 gestorbene Sæterbakken zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren Norwegens. In „Durch die Nacht” erzählt er, wie ein trauernder Vater versucht, den Selbstmord seines Sohnes zu verarbeiten.

Getrieben von Netflix: US-Medien bündeln ihre Kräfte

CMS und Viacom fusionieren. Der Zusammenschluss ist nur ein Beispiel dafür, dass traditionelle Firmen gemeinsame Sache machen, um gegen Streaming-Riesen zu bestehen.

Die US-Medienlandschaft ändert sich rasant. Die Wiedervereinigung der beiden Medienunternehmen CBS und Viacom ist nur das jüngste Beispiel. Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat der Telekom-Konzern AT&T den Medienriesen Time Warner für 80 Milliarden Dollar übernommen, und Walt Disney hat sich das Unterhaltungsgeschäft von Rupert Murdochs 21st Century Fox für 71 Milliarden Dollar einverleibt.

Die traditionellen Unternehmen bündeln ihre Kräfte. Damit reagieren sie auf die aktuellen Trends: den Erfolg der neuen Streaming-Dienste wie Netflix, Hulu oder auch Amazon Prime und darauf, dass immer mehr Menschen ihr Kabel-Abos kündigen.

CBSViacom noch zu klein

Das Beispiel von CBS und Viacom zeigt, wie stark sich die Medienlandschaft innerhalb kurzer Zeit verändert hat: Noch im Jahr 2006 haben die Aufsichtsbehörden dafür gesorgt, dass die Mutter National Amusements das Geschäft von Viacom und CBS getrennt voneinander führt.

Zu groß war die Angst vor der Marktmacht des damals größten Medienunternehmens der USA: Es dominierte den Markt mit Kabelfernsehen, mit dem Filmstudio Paramount, mit MTV und mit zahlreichen erfolgreichen Fernsehshows und Sendern. Netflix dagegen verschickte damals noch DVDs per Post an seine Kunden.

Heute – gerade einmal dreizehn Jahre später – wird CBSViacom auch nach der Fusion nur ein Zwerg gegenüber der Konkurrenz sein: Der Börsenwert von CBS und Viacom erreicht zusammen nicht einmal 30 Milliarden Dollar.

Zum Vergleich: Netflix kommt auf 130 Milliarden Dollar. Der Telekommunikations- und Fernsehanbieter Comcast ist an der Börse mehr als 190 Milliarden Dollar wert, Walt Disney 240 Milliarden Dollar und AT&T sogar 250 Milliarden Dollar.

Die Großen tun sich nicht nur zusammen. Sie bringen eigene Streaming-Angebote auf den Markt, mit denen Kunden sich die verschiedenen Angebote über das Internet anschauen können – wann und wo sie wollen.

Analyst Bryan Kraft von der Deutschen Bank weist darauf hin, dass die Medienbranche derzeit immer globaler wird und von sehr großen Konzernen dominiert wird, deren Börsenbewertung jenseits der 100 Milliarden Dollar liege. „Auch wenn größer nicht immer besser“ sei, könne CBS und Viacom von der Zusammenlegung profitieren.

Das gelte für Investitionen in Sportrechte ebenso wie für Technologie und Inhalte. Außerdem könne ein großer Konzern bessere Talente anlocken und auf dem Werbemarkt besser punkten, schreibt Kraft in seiner Studie.

Etwas kritischer sieht Todd Juenger, Analyst bei Bernstein Research, die jüngste Fusion. Er wirft den beiden Unternehmen vor, Disney kopieren zu wollen: „Wir glauben, dass es nicht zu weit hergeholt ist, zu sagen, dass CBSViacom, wie viele andere, die Marktreaktion auf die Disney-Pläne gesehen und gesagt haben: ‚Lass uns das auch machen‘“, kritisiert er den Zusammenschluss. Er glaubt, dass auch das kombinierte Unternehmen noch nicht groß genug ist.

Konsolidierung geht weiter

Tatsächlich rechnen viele Beobachter damit, dass die Konsolidierung weitergeht. Als mögliche Übernahmekandidaten gelten Sony Pictures Entertainment, Discovery Communications, Lions Gate und Imagination Entertainment. Sony Pictures hat unter anderem Erfolgsserien wie Breaking Bad produziert. Aber die japanische Mutter hat bisher kein Interesse gezeigt zu verkaufen.

Discovery Communications ist an der Börse mit rund 15 Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen mit den TV-Sendern Food Network, Animal Planet und Discovery Chanel hatte zuletzt mit sinkenden Abonnentenzahlen zu kämpfen. Aber auch Discovery teilte in diesem Jahr mit, dass es nicht zum Verkauf stehe.

Lions Gate gilt ebenfalls als interessanter Anbieter von Inhalten. Das Studio hat unter anderem Hunger Games und Mad Men produziert. Seit einiger Zeit blieben aber Erfolgsserien aus. Jüngst hat das Management angekündigt, seine Inhalte stärker auf dem eigenen Streaming-Dienst Starzplay zu verbreiten.

Diese Pläne kamen bei den Investoren aber nicht sonderlich gut an. Sie trauen dem kleinen Spieler aus Santa Monica nicht zu, gegen die Großen bestehen zu können. Schließlich wird der Streaming-Markt immer voller.

Im kommenden Jahr wollen auch Disney, AT&T, Apple und NBC Universal mit eigenen Streaming-Diensten Kunden locken. Nach Medienberichten hatte auch CBS über einen möglichen Kauf von Lions Gate verhandelt.

Deutsche-Bank-Analyst Kraft ist überzeugt, dass CBS weiter Ausschau hält: „Wir schätzen keineswegs, dass CBS nicht weitere mögliche Akquisitionen jenseits von Viacom auslotet“, schreibt er.

Andere Analysten glauben, dass ViacomCBS, wie das neue Unternehmen heißen soll, auch selbst zum Übernahmeziel werden könnte. Als möglicher Interessent gilt Amazon. Der Onlinehändler ist mit Prime Video längst auch als Streaming-Unternehmen unterwegs. Amazon könnte Interesse an den vielen Filmrechten haben, die Paramount und CBS Studios besitzen.

Zuletzt hat Amazon auch verstärkt versucht, in das Geschäft mit Sportübertragungen einzusteigen. Dort hätte CBS die Rechte an der National Football League (NFL) und an den NCAA-Basketball-Spielen zu bieten.

„Amazon fehlt eine Inhalte-Bibliothek, eine Sportinfrastruktur und eine beständige Pipeline an neuen Serien“, kommentiert Analyst Michael Nathanson von Moffett Nathanson. Eine Übernahme von ViacomCBS durch Amazon wäre daher seiner Ansicht nach sinnvoll. Dann muss nur noch Shari Redstone zustimmen – und die hat bekanntlich ihren eigenen Kopf.

Mehr: Hohe Investitionen in digitale Infrastrukturen und Plattformen belasten Walt Disney. Doch der Konzern sieht sich auf dem richtigen Weg in die Zukunft des Fernsehens.

Spotify startet eigene Plattform für Podcaster

Spotify zündet in seiner großen Podcast-Offensive die nächste Stufe: Die im Oktober ins Leben gerufene Plattform „Spotify for Podcasters“ hat die Beta-Phase beendet und ist nun offiziell in Betrieb genommen worden, wie der Musikstreamingdienst mitteilt. Mit der eigenen Plattform will das schwedische Unternehmen seinen Podcastern unter anderem detaillierte Zielgruppendaten an die Hand geben.

Seitdem die Plattform im Oktober 2018 in die Beta-Phase ging, haben sich laut Spotify mehr als 100.000 Podcaster aus 167 Ländern angemeldet. Das Interesse der Podcast-Gemeinschaft an detaillierten Reichweiten- und Performance-Kennziffern war also offenbar groß. Nachdem Spotify in den vergangenen Monaten das Feedback der Podcaster eingesammelt hat, hat man sich nun dazu entschlossen, die Plattform offiziell in Betrieb zu nehmen.

In diesem Jahr hat Spotify zum großen Angriff in dem Segment geblasen. Das schwedische Unternehmen hat etwa sein Angebot an Audio-Eigenproduktionen massiv ausgebaut. Im Frühjahr wurden die drei Spezialisten Gimlet, Parcast und Anchor für insgesamt rund 400 Millionen US-Dollar übernommen, um den Nutzern noch mehr und noch bessere Podcasts anbieten zu können. Vor allem die Akquisition von Gimlet, das sich zum „HBO der Audio-Szene“ aufschwingen will, gilt als Coup.

Youtube stockt Vorteile für Premium-User auf

Wer viele YouTube-Videos konsumiert, bekommt auch einiges an Werbung zu sehen – es sei denn, er verfügt über einen bezahlten Premium-Account der Google-Adoptivtochter.

Da bei der großen Auswahl an Anbietern im Video-On-Demand-Sektor sich das Bezahl-Paket von YouTube bisher aber vergleichbar schleppend verkaufte, wird die Liste der Premium-Goodies nun um ein paar Punkte erweitert. Der vielleicht aufsehenerregendste: Abgesehen von der werbefreien Nutzung können Nutzer mit Premium-Privilegien zukünftig YouTube Originals ab dem Veröffentlichungszeitpunkt der ersten Folge „bingen“.

Das bedeutet: Alle Episoden der angebrochenen Staffel stehen vom ersten Moment an zur Verfügung – damit der geneigte User sich eine fesselnde Serie in einer schlaflosen Nacht in voller verfügbarer Länge und lückenlos zu Gemüte führen kann. Die neuen Konditionen für zahlende Kundschaft treten bei YouTube am 24. September 2019 in Kraft und ermöglichen es Premium-Usern ebenfalls, Serienfolgen herunterzuladen und dann offline anzusehen. User mit gewöhnlichen Kostenlos-Accounts müssen sowohl bei Serien den Veröffentlichungsrhythmus der Serien abwarten und können diese nicht werbefrei oder offline ansehen.

„Der Schwarze Kanal“ sendet wieder

Der „Schwarze Kanal“ aus dem DDR-Fernsehen ist wieder auf Sendung. Die linke Tageszeitung „Junge Welt“ veröffentlicht auf ihrer Internetseite zunächst monatlich eine Weiterentwicklung des Formats. Langfristig sei eine wöchentliche Ausgabe geplant, teilte die Zeitung mit. Bereits seit 2004 gibt es das Format in den Wochenendausgaben der „Jungen Welt“ als gedruckte Medienkritik. Es soll nun auch als Video und Podcast auf der Internetseite der Zeitung, auf YouTube und in den sozialen Medien zur Verfügung gestellt werden.

Laut einer Pressemitteilung hatte Márta Rafael, Ehefrau des im Jahr 2001 verstorbenen Journalisten Karl-Eduard von Schnitzler, der „Jungen Welt“ gestattet, unter dem Titel „Schwarzer Kanal“ die Tradition aufklärerischer Medienkritik im Geiste ihres Mannes fortzusetzen. Dies habe Zeitung stets als Auftrag verstanden. Auch die Verfügbarmachung in Audio- und Videoformaten sieht die „Junge Welt“ in diesem Sinne: „Ich werde meine Arbeit als Kommunist und Journalist für die einzige Alternative zum unmenschlichen Kapitalismus fortsetzen. Als Waffe im Klassenkampf (…) Auf Wiederschauen“, hatte Karl-Eduard von Schnitzler im letzten ausgestrahlten „Schwarzen Kanal“ des DDR-Fernsehens am 30.10.1989 gesagt. Seine „ideologische Auseinandersetzung mit dem BRD-Kapitalismus“ hatte Karl-Eduard von Schnitzler seit 1960 geführt. Die mehr als 1500 Folgen in strikter Treue zur SED-Führung liefen immer montagabends.

Gruner + Jahr stoppt Höhle der Löwen

Zum Start der Vox-Sendung „Die Höhle des Löwen“ brachte Gruner + Jahr 2018 das gleichnamige Gründermagazin heraus. Jetzt will der Verlag die Zeitschrift aus wirtschaftlichen Gründen nicht weiterführen. Für die Bertelsmann Content Allianz ist dies ein Rückschlag. Sie hatte mit dem Projekt noch vor Kurzem für die Inhalte-Allianz getrommelt.

Die Löwen sind wieder los. Am 3. September beginnt die 6. Staffel der Start-up-Sendung “Die Höhle der Löwen” (“DHDL”) auf Vox. Erneut kämpfen hoffnungsfrohe Gründer um das Geld der Investoren. Wieder dabei ist eine Jury, die hochkarätig aus Wirtschaftsgrößen besetzt ist. Dazu gehören der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyer sowie der frühere Fernsehmanager Georg Kofler.

Dass die Vermarktung des Heftes Probleme bereitete, soll dem Vernehmen nach auch an Sony gelegen haben. Denn die “DHDL”-Sendung ist ein Ableger der Sendung “Dragons’ Den”, ein Konzept, das weltweit von Sony Pictures Television produziert und vermarktet wird. Für Gruner + Jahr kommt das Ende des gedruckten Heftes höchst ungelegen. Als Teil der Bertelsmann Content Allianz sollte G+J-Produktchef Stefan Schäfer, der seit einigen Monaten auch für die Inhalte & Marken bei der Sendergruppe RTL verantwortlich ist, gerade solche unternehmensübergreifenden Projekte fördern. So hatten die Gütersloher mit dem Gründermagazin für den Aufbau der Inhalte-Allianz noch vor einem halben Jahr kräftig getrommelt.

TV-Netzwerk Globo investiert 50 Millionen Dollar in Studio

Keinerlei Zugeständnisse an US-amerikanische Streaming-Giganten wie Netflix und Amazon will die größte Produktionsfirma Lateinamerikas machen: Das brasilianische TV-Netzwerk Globo hat 50 Millionen Dollar in neues Produktionsstudio investiert.

„Wir werden unsere Inhalte nicht an Netflix und Amazon verkaufen“, wird Globo-CEO Jorge Nóbrega zitiert. Mit den eigenen Produktionen soll dem rasanten Wachstum der internationalen Streaming-Riesen Einhalt geboten werden. Brasilien ist für Netflix nach dem United Kingdom bereits der zweitwichtigste Markt außerhalb der USA.

Der neue Studiokomplex umfasst drei Gebäude. In jedes von ihnen würde laut dem Bericht eine Boeing 737 passen. Bei den meisten Shows, die darin produziert werden sollen, handelt es sich um die nach wie vor in Brasilien populären „Telenovelas“.

Globo betreibt in Brasilien eine eigene Streaming-Plattform unter dem Namen GloboPlay. Eine Gratisversion inkludiert Werbung, die werbefreie Variante kostet rund 5 Dollar im Monat.

Ö3 baut am Nachmittag und Abend um, neue Sendungen ab Mitte September

Ö3 plant etliche Neuerungen in seinem Nachmittags- und Abendprogramm, die mit 16. September in Kraft treten sollen. Einen Relaunch will das Senderchef Georg Spatt aber nicht nennen, „auch nicht Komplettumbau“. Aber es werde „in Teilen des Programms eine relativ große Weiterentwicklung“ geben – mit einigen neuen Sendungen.

Ö3 gehe es „unverändert gut“ und lege ein „starkes Jahr 2019“ hin, betont Spatt. Das habe auch der jüngste Radiotest wieder bestätigt. Gerade der rechte Zeitpunkt aber nach Ansicht des langjährigen Senderchefs, „sich ein paar Dinge anzuschauen, die nicht kurzfristig, sondern mittel- und langfristig wirken sollen“. Erklärte Ziele dabei: auf aktuelle Medientrends zu reagieren und den Hörern mehr Abwechslung zu bieten, dabei aber „selbstverständlich immer verlässlich Ö3 zu bleiben und unseren Auftrag und Erfolg nicht zu gefährden. Es wird kein ’neues Ö3′.“ Ö3 arbeite vielmehr permanent an Veränderungen, das werde manchmal weniger spürbar, diesmal eben etwas stärker.

So soll der Ö3-Nachmittag künftig „in kürzeren Sendungseinheiten mit stärker profilierten Anmutungen“ gestaltet werden: „Weiter mit einem unbestreitbaren Ö3-‚Look and Feel'“, aber mit dem Anspruch, dem Hörer „eine bessere Hilfe für die Strukturierung des eigenen Nachmittags“ zu geben. Anstelle der bisherigen Flächen („Ö3-Musikshow“ von 13 bis 16 Uhr, „Ö3-Drivetime-Show“ von 16 bis 19 Uhr) kommen Montag bis Donnerstag drei neue Sendungen („Die Sheyda und die Hits“, „Willkommen in der Hillerei“ und „24 Stunden – 24 Antworten“).

Am Abend – bisher bestritten von den „Ö3 Greatest Hits“ und „Ö3 Nu Stuff“ – wird eine neue „Ö3-Hauptabendshow“ von 18 bis 22 Uhr etabliert. Diesen Arbeitstitel will Spatt „mit einem Augenzwinkern“ verstanden haben. Er sei aber überzeugt, dass es sich lohne, für diese Zeitzone eine „sehr gut gemachte, vollwertige Radiosendung, eine infolastige Entertainmentshow“ zu produzieren. Von 22 Uhr bis Mitternacht sind je nach Wochentag unterschiedliche Sendungen geplant. Der montägliche „Treffpunkt Österreich“ bleibt erhalten und rutscht nur etwas nach hinten. Völlig neu und ein „Labor“ werden soll der „Treffpunkt Podcast“: „Die erste österreichische Radiosendung zu diesem Thema“, erklärt Spatt. Ebenfalls neu: der „Treffpunkt Liebe usw.“. Darin solle es um „Vergnügen, Freude und Spaß am Sex bis hin zu Aufklärung und die immer gleich bleibenden Fragen jeder Generation“ gehen.

Viele der neuen Sendungsnamen sind noch Arbeitstitel, für Freitag und Samstag plant man etwas so Neues, dass Spatt noch gar nicht darüber reden will – zu hören sein soll es ab Oktober, nach der Nationalratswahl. „Musiklastig“ werde es jedenfalls werden. Die Verkaufscharts („Ö3 Austria Top 40“) übersiedeln vom Freitagabend auf einen Sendeplatz am Sonntagnachmittag.

Axel Springer verdient im ersten Halbjahr weniger

Der Medienkonzern Axel Springer hat im ersten Halbjahr weniger verdient, unter anderem aufgrund von Investitionen in die Digitalisierung und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Übernahmeangebot der Beteiligungsgesellschaft KKR. Unter dem Strich verringerte sich der auf die Aktionäre der Gesellschaft entfallende Gewinn im Zeitraum Januar bis Juni von 169,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 115,2 Millionen Euro.

Der konzernweite Umsatz ging gleichermaßen von 1,56 Milliarden Euro im Vorjahr auf 1,53 Milliarden Euro zurück. Aus eigener Kraft, also bereinigt um Währungseffekte und Zu- sowie Verkäufe, ist der Umsatz allerdings leicht um ein Prozent gestiegen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank um 2,7 Prozent auf 344,8 Millionen Euro. An der im Juni gesenkten Jahresprognose hält das Management um Konzernchef Mathias Döpfner fest: Demnach soll der Umsatz weiterhin im niedrigen einstelligen Prozentbereich sinken, beim bereinigten Ebitda wird ein Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet. Beim operativen Ergebnis rechnet Springer mit einem Rückgang im hohen einstelligen Prozentbereich.

Der Medienkonzern hatte seine Jahresziele zuletzt aufgrund einer allgemein schwächeren wirtschaftlichen Entwicklung, aber auch wegen der in Frankreich verabschiedeten Digitalsteuer gesenkt.

Neuer Joker „Switch“ in nächster Staffel der ORF-„Millionenshow“

Kandidaten können eine Frage tauschen, ersetzt „Zweite Chance“-Joker – Neue Ausgaben ab 16. September

Die ORF-„Millionenshow“ wartet in der kommenden Saison mit einem neuen Joker auf. Mit „Switch“ erhalten die Kandidaten die Möglichkeit, eine Frage, die sie nicht beantworten können, zu tauschen, gab der ORF in einer Aussendung am Dienstag bekannt. Die neue Staffel startet am 16. September in ORF 2.

„Switch“ ersetzt den „Zweite Chance“-Joker. Die Kandidaten müssen sich zu Beginn zwischen zwei Spielvarianten entscheiden: Gespielt wird dann entweder mit drei Jokern (Publikum, 50:50 und Telefon) und zwei Sicherheitsstufen (bei 500 und bei 15.000 Euro) oder mit vier Jokern (zusätzlich „Switch“), aber dafür ohne 15.000-Euro-Sicherheitsstufe, wurde in der Aussendung geschildert.

Spotify hebt eigene Podcast-Plattform aus der Beta-Phase

Das Portal „Spotify for Podcasters“ hat seine Beta-Phase beendet. Der Streaming-Anbieter gibt damit nun offiziell den Startschuss für die Analyse-Plattform. Podcaster erhalten darüber zahlreiche Daten des Publikums und können auch extern gehostete Podcasts bei Spotify einpflegen.

Über 100.000 Podcaster haben sich übers Jahr hinweg bereits für die Beta-Phase von “Spotify for Podcasters” angemeldet, teilt das schwedische Unternehmen am Dienstag mit. Nun will Spotify auch den Rest der 450.000 Shows der Plattform erreichen und hat dazu sein Podcast-Portal aus der Beta-Phase gehoben.

Mit der Plattform will der Streaming-Dienst den Audio-Publishern mehr Informationen über die Zuhörerschaft bereitstellen. Sie erhalten unter anderem Auskunft über das Alter, Geschlecht, die Herkunft und den Musikgeschmack der Zuhörer. Zudem können sie einsehen, wie lange das Publikum eine Podcast-Folge im Schnitt gehört hat und wie stark die Zuhörerschaft wächst. Das entsprechende Dashbord ist bislang nur in englischer Sprache, aber global verfügbar.

Bastei Lübbe sieht sich „wieder auf Kurs“

Die Bastei Lübbe AG mit Sitz in Köln erzielte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 (1. April bis 30. Juni 2019) einen Umsatz von 21,2 Mio. Euro (Vorjahr 20,8 Mio. Euro). Das Konzernergebnis vor Zinsen und Ertragsteuer (EBIT) verbesserte sich auf 1,5 Mio. Euro verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von -1,4 Mio. Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich auf 7,0 % (Vorjahr: -6,8 %).

„Die Konzentration auf das Kerngeschäft und die angepasste Kostenstruktur haben unseren Verlag wieder auf Kurs gebracht, unsere Maßnahmen fangen an, sich auszuzahlen“, erläutert Carel Halff, Vorstandsvorsitzender der Bastei Lübbe AG. Umsatztreiber im ersten Quartal war vor allem das Segment ‚Buch‘. Hier stieg der Umsatz von 15,6 Mio. Euro auf 16,7 Mio. im Vergleich zum Vorjahresquartal.

CBS und Viacom einigen sich auf Fusion

Die US-Firmen CBS und Viacom schließen sich zu einem großen Medienunternehmen zusammen, das künftig die Produktion von Kinofilmen und Serien sowie Kabelfernsehen aus einer Hand anbieten wird. Die Fusion wird über einen Aktientausch durchgeführt, teilten die beiden Unternehmen mit. Das Resultat sei eines „der führenden Unternehmen der Unterhaltungsindustrie“ mit einem Umsatz von zusammengerechnet mehr als 28 Milliarden US-Dollar.

Zu Viacom gehören unter anderem das Kinostudio Paramount Pictures und die Fernsehsender MTV, Nickelodeon, BET und Comedy Central. Zu CBS gehören zahlreiche Fernsehsender, der Verleger Simon & Schuster sowie der erfolgreiche Pay-TV-Sender Showtime. Das fusionierte Unternehmen werde „eine der wenigen Firmen mit der Breite und Tiefe an Inhalten und Reichweite sein, um die Zukunft der Industrie mitzugestalten“, erklärte Viacom-Chef Bob Bakish, der auch das neue Unternehmen führen wird. Der bisherige Interimschef von CBS, Joe Ianniello, werde den CBS-Unternehmensteil weiter führen, hieß es.

Die Familie des Medienmoguls Sumner Redstone ist an beiden Unternehmen beteiligt. Seine Tochter Shari Redstone werde die Chefin des Verwaltungsrates der neuen Firma sein, hieß es.

Die Fusion ist gewissermaßen eine Rolle rückwärts: Die beiden Firmen waren bis zu einem Split im Jahr 2006 ein Unternehmen gewesen. Seither hatte sich CBS jedoch zunehmend erfolgreich am Markt positioniert, während das Internet Vicacoms Geschäften zusetzte.

ARD-Programmdirektor: keine Nachfolge-Serie für die „Lindenstraße“

Wenn die „Lindenstraße“ im kommenden Jahr ausläuft, wird es laut ARD-Programmdirektor Volker Herres keine neue Serie auf dem Sendeplatz im Ersten geben. „Klar ist, dass es kein fiktionales Nachfolgeprojekt geben wird“, sagte er. „Das hat auch finanzielle Gründe, denn die freiwerdenden Mittel sind bereits für andere notleidende Projekte vorgesehen.“ Der Programmablauf am Sonntagabend werde mit „vertrauten Formaten“ umgestaltet. Was konkret damit gemeint ist, ließ Herres offen.

Der Abschied vom Dauerbrenner sei nicht einfach gewesen, sagte Herres in dem Interview. „Die Entscheidung, eine Sendung wie die „Lindenstraße“ zu beenden, trifft man nicht leichtfertig, denn man verärgert eine treue Fangemeinde – was ich auf vielen Wegen sehr stark zu spüren bekomme.“ Die letzte Folge soll im März 2020 gezeigt werden. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD hatte sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrags entschieden.

Herres sagte, dass auch die Serie „Weissensee“ nach vier Staffeln keine weitere Fortsetzung bekommen soll. „Die Serie lebte von den letzten Stunden und Wochen der DDR. Dieser große Bogen ist so weit nach der Wende auserzählt.“

ZDF produziert erstmals zusammen mit Netflix

Netflix ist mit mehr als 151 Millionen zahlenden Mitgliedern in über 190 Ländern der größte Internet-Entertainment-Dienst weltweit. Das ZDF ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt, die über den Rundfunkbeitrag finanziert wird. Passt das zusammen, produktionsmäßig? Oder zugespitzt formuliert: Können Rundfunkbeiträge einen privaten Streamingdienst mit-finanzieren?

Die Frage liegt nah’: Vor ein paar Tagen haben in Berlin die Dreharbeiten zu einer Superheldinnengeschichte mit dem Titel „Freaks“ begonnen – der ersten gemeinsamen Spielfilm-Koproduktion von ZDF/Das kleine Fernsehspiel mit Netflix.

Inhalt: Eine junge gestresste Vorstadtmutter setzt heimlich ihre verordneten Psychopharmaka ab und entdeckt, dass sie übernatürliche Fähigkeiten entwickelt. In den Hauptrollen: Cornelia Gröschel, Tim Oliver Schultz und Wotan Wilke Möhring. Regie führt Felix Binder, das Buch schrieb Marc O. Seng, produziert wird von Maren Lüthje und Florian Schneider, heißt es in der Pressemeldung.

Spannende Zeiten, sicher. Schon die ARD und Sky haben bei der Serie „Babylon Berlin“ zusammen gearbeitet, was auch zu Diskussionen über die Verwendung von öffentlich-rechtlichen Geldern und dem Nutzen für den Pay-TV-Sender geführt hat (die ARD trug den Löwenanteil der Produktion). Netflix betont nun die „partnerschaftliche Zusammenarbeit“ mit dem ZDF, so Kai Finke, Director Content Acquisitions and Co-Productions Dach bei Netflix. „Wir freuen uns darauf, diesen ungewöhnlichen Film mit seiner tollen Besetzung im nächsten Jahr exklusiv herausbringen zu können.“

Offiziell zu hören ist das nicht, aber „exklusiv“ kann nur bedeuten: Netflix kommt mit „Freaks“ zuerst auf den Markt.

Britische Werbeaufsicht verbietet TV-Spots von VW und Philadelphia

Volkswagen und Mondelez (Philadelphia) sind die ersten Unternehmen, die von einer neuen Werberegelung in Großbritannien betroffen sind. Die nationale Werbeaufsicht, Advertising Standards Authority (ASA), hat je einen Werbespot verboten, weil Geschlechterklischees bedient würden. Beide Marken wehren sich gegen die Vorwürfe.

Die ASA hatte ihren Vorstoß im Jahr 2017 damit begründet, dass stereotype Sichtweisen auf Geschlechterrollen insbesondere für die Selbstwahrnehmung von Kindern negative Folgen hätten. In den Richtlinien heißt es: “Anzeigen, die stereotype Rollen oder Merkmale von Männern und Frauen direkt gegenüberstellen, müssen mit Sorgfalt behandelt werden.” Mit der nun geltenden Regelung müssen die Sender die beanstandeten Spots aus dem Programm nehmen; den Unternehmen drohen aber keine zusätzliche Sanktionen, beispielsweise in Form einer Geldstrafe.

Nun hat es die ersten beiden Unternehmen getroffen, unter anderem Volkswagen mit einem Spot für den E-Golf. Die Kritik daran stieß sich an der Rollenverteilung der Geschlechter, denn die Männer trumpfen in dem Clip als Abenteurer und Pioniere auf, während die Frau zum Schluss als Mutter mit Kinderwagen auf einer Parkbank gezeigt wird. Bei der ASA reichten drei Personen Beschwerde gegen den Spot ein.

ÖVP will „Ö-Player“ mit ORF-Inhalten

Das ORF-Gesetz sehe momentan zahlreiche Einschränkungen vor, die den ORF daran hindern würden, die eigenen Inhalte zeitgemäß und flexibel online zur Verfügung zu stellen. So dürften zum Beispiel die mit öffentlichen Mitteln produzierten Inhalte nur sieben Tage in der ORF-TVthek online verfügbar sein. Die ÖVP möchte das nun ändern – und so auch den modernen Konsumgewohnheiten Rechnung tragen: In Analogie zu Online-Streaming-Diensten wie YouTube soll es künftig einen „Ö-Player“ geben. Eine Onlineplattform, auf der alle relevanten medialen Inhalte flexibel und ohne Beschränkung zugänglich sein sollen.

„Wir wollen das ORF-Gesetz in der nächsten Legislaturperiode dahingehend abändern. Um fairen Wettbewerb in der Medienlandschaft sicherzustellen, muss dieser Ö-Player aber nicht nur dem ORF, sondern auch allen anderen österreichischen Medienunternehmen offenstehen, die die Plattform sowohl mitnutzen als auch von Beginn an mitgestalten können“, heißt es seitens der ÖVP. Auch solle der wirtschaftliche Erfolg des Ö-Players allen teilnehmenden Medienunternehmen zugutekommen. Eine Kooperation von Öffentlichen und Privaten also – im Sinn einer gemeinsamen Vermarktungsplattform.

Russische Medienaufseher: Youtube soll Videos über Proteste löschen

Nach den Protesten und Massenfestnahmen in Moskau haben die russischen Medienaufseher den Internetriesen Google aufgefordert, Videos von nicht genehmigten Protesten auf seiner Plattform Youtube zu löschen. In einem Schreiben wird das Unternehmen aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen, mit denen verhindert werden solle, dass für nicht zugelassene Proteste geworben werde, teilte die Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor mit.

Hunderte Personen verhaftet

Auf Youtube sind viele Videos veröffentlicht worden, die das teils harte Durchgreifen der Polizei bei Festnahmen zeigen. Allein in den vergangenen drei Wochenenden wurden mehr als 2000 Menschen in der russischen Hauptstadt festgenommen.

Es gibt auch Videos bei Youtube von der Demonstration am vergangenen Samstag, zu der nach Schätzungen der Organisatoren mehr als 50.000 Menschen gekommen waren. Diese Kundgebung hatten die Behörden im Gegensatz zu den Protesten an den Wochenenden davor genehmigt.

Bundesweites Fellner-Radio startet am 26. Oktober

Neben aktuellen Hits wird der Radiosender laut Aussendung verstärkt den „Sound deines Lebens“ – somit auch Songs aus den 80er-, 90er- und 2000er-Jahren – präsentieren.

Wolfgang Fellner zum neuen Radio der Fellner-Gruppe: „Wir wollen bewusst ein erwachsenes Radioformat gestalten, das neben einem sehr breiten und abwechslungsreichen Musik-Angebot auch das beste News-Service aller privaten Radios – von ‚Breaking News‘ bis zu sehr ausführlichen regionalen News – bieten wird. Wann immer in Österreich etwas Spannendes passiert, wird es sofort live auf ‚Radio Austria‘ zu hören sein“.

Burdas ‚My life‘ startet Senioren-Titel

Burda startet im Januar 2020 eine weitere Line-Extension seiner Apothekenzeitschrift ‚My life‘. Der neue ‚Senioren-Ratgeber‘ wird ab kommenden Jahr monatlich erscheinen. Im Oktober 2019 erweitern bereits das Kinderheft ‚Platsch‘ und das Spezialmagazin ‚Gut leben mit Diabetes‘ das ‚My life‘-Portfolio. Bereits auf dem Markt sind neben dem Haupttitel eine TV-Ausgabe und das ‚My life Rätselheft‘.

‚My life‘ ist einer der Bausteine der Initiative ‚Zukunftspakt Apotheke‘ der Apotheker-Genossenschaft Noweda, Essen, und Hubert Burda Media, Offenburg, zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken in Deutschland. Das neue Apotheken-Kundenmagazin ist seit Anfang April 2019 auf dem Markt und hat eine Auflage von 1,15 Millionen Exemplaren (IVW).

Dokumentarfilm über TV-Kultserie „Baywatch“ geplant

Die TV-Serie „Baywatch“, die in den 1990er-Jahren für Furore gesorgt hat, wird Stoff für einen Dokumentarfilm. Die Regisseure Matthew Felker und Brian Corso haben für „Baywatch: The Documentary“ die einstigen Hauptdarsteller David Hasselhoff, Nicole Eggert, David Chokachi und Alexandra Paul für Interviews gewinnen können. Die Produzenten bemühten sich auch noch um Pamela Anderson, Carmen Electra und Michael Bergin.

Die Doku soll hinter die Kulissen der Kultserie schauen. „Wir wollen den Zuschauern zeigen, wie sie ein ganzes Jahrzehnt prägte“, sagte Felker in einer Mitteilung. „Baywatch“ sei heute etwa mit dem Einfluss der Kardashians in der Popkultur vergleichbar, erklärte der Regisseur.

Russlands Abwege – DW protesiert

Deutsche Welle kontert Kritik.

Die Deutsche Welle (DW) hat Vorwürfe des russischen Außenministeriums zurückgewiesen, der Sender habe mit seiner Berichterstattung über die Massenproteste in Moskau versucht, sich in innere Angelegenheiten Russlands einzumischen. „Dieser Vorwurf ist abwegig“, sagte der Intendant des Senders, Peter Limbourg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Sein Sender habe über die Demonstrationen lediglich berichtet. Die Deutsche Welle rufe grundsätzlich nicht zur Teilnahme an Demonstrationen auf. „Wenn die russische Regierung uns unterstellt, wir seien Teilnehmer einer Demonstration, und daher sei die Verhaftung eines

Hintergrund ist die kurzzeitige Festnahme eines DW-Korrespondenten bei nicht erlaubten Protesten in Moskau am 27. Juli. Daraufhin hatte der Sender eine Protestnote an das russische Außenministerium geschickt. Das Ministerium betonte in einer Antwort jedoch, dass der Sender zur Protestteilnahme aufgerufen habe und der Mitarbeiter „selbst aktiver Teilnehmer der rechtswidrigen Handlungen“ gewesen sei. Der Sender wies dies vehement zurück. Am Donnerstag teilte das Außenministerium mit, die russische Seite behalte sich im Falle einer Wiederholung das Recht vor, mit den geltenden nationalen Gesetzen zu reagieren. Das Ministerium habe dies der Geschäftsträgerin der Deutschen Botschaft, Beate Grzeski, bei einem Treffen mitgeteilt. Bei nicht erlaubten Aktionen für faire und freie Wahlen zum Moskauer Stadtparlament am 8. September waren an den beiden vergangenen Wochenenden insgesamt mehr als 2000 Menschen vorübergehend festgenommen worden. Die brutale Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten hatte international Kritik ausgelöst.

Droege übernimmt Gärtner Pötschke

Der Weltbild-Eigner Droege Group will den Versandhändler Gärtner Pötschke kaufen. Profitieren soll davon Weltbild, das mit Saatgut, Blumenzwiebeln und Co. die neu entdeckte Begeisterung der Verbraucher für Natur und Garten noch stärker bedienen will.

Gärtner Pötschke wurde 1912 gegründet und und ist spezialisiert auf den Versand von Pflanzen, Saatgut, Blumenzwiebeln sowie weiteren Produkten rund um Natur und Garten. Zuletzt setzte das Unternehmen in Deutschland etwa 40 Millionen Euro um (2018). Im Frühjahr 2019 wurde ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, weil die Vorfinanzierung des (umsatzstarken) Frühjahrsgeschäfts nicht rechtzeitig gesichert werden konnte.

Für die Droege Group ist Gärtner Pötschke ein strategischer Zukauf:

  • Stärkung des E-Commerce-Geschäfts
  • Stärkung des Natur-und-Garten-Portfolios der Weltbild Gruppe.

Heißt konkret: Droege hat den „Megatrend All Nature” ausgemacht und will von dem zunehmenden ökologischen Bewusstsein, der Gartenbegeisterung und dem damit eng verbundenen Wunsch nach Entschleunigung der Verbraucher profitieren. Deshalb seien in dem Bereich auch weitere Zukäufe geplant.

DJV kritisiert geplantes Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm von Springer

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner will nach dem geglückten Einstieg des US-Finanzinvestors KKR ein neues Beteiligungsprogramm für die weltweit mehr als 16.000 Beschäftigten aufsetzen. Die Maßnahme stößt beim Deutschen Journalistenverband (DJV) auf Kritik.

Der Deutschen Journalistenverband (DJV) kritisiert das Vorhaben scharf. Er bezeichnet die angekündigte Maßnahme als “eine Beruhigungspille für verunsicherte Beschäftigte”. Für die Journalistengewerkschaft sei nicht klar, wie das “funktionieren soll, wenn der Konzern nicht mehr an der Börse notiert ist”. So erwägt KKR nach bisherigem Stand, Springer vom Aktienparkett zu nehmen. “Wenn Springer keine börsennotierte Aktiengesellschaft mehr ist, können den Mitarbeitern auch keine Anteilsscheine angeboten werden”, erklärt der DJV.

Selma Stern wechselt zum “Business Insider” nach New York

Selma Stern, die Ideengeberin für Springers Magazin-Projekt „Bild Politik“, zieht es in die USA. Wie die Journalistin auf Twitter bekannt gab, werde sie dort den „Business Insider“ unterstützen. Über die Zukunft des Magazins ist derweil noch nichts entschieden.

Stern, die zusammen mit “Bild”-Politik Chef Nikolaus Blome die Testphase von “Bild Politik” leitete, wird damit wohl nicht weiter für das Magazin arbeiten. Sie geht für Springer nach New York, um dort das Bezahlangebot “Business Insider Prime” zu leiten.

Springer-CEO Döpfner will neues Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm aufsetzen

Dem US-Finanzinvestor KKR haben die Anteilseigner des Berliner Medienhauses Axel Springer mehr als 27 Prozent angedient. Darunter sind wohl auch viele Mitarbeiter, die im Rahmen des Beteiligungsprogramms Springer-Aktien hielten. Jetzt plant Vorstandschef Mathias Döpfner, ein neues Programm aufzulegen.

Mitarbeiterkapitalbeteiligungen sind Bestandteil vieler börsennotierter Aktiengesellschaften. Auch der Berliner Medienkonzern Axel Springer hat seit Jahren ein solches Beteiligungsprogramm für seine Belegschaft aufgelegt. Mit dem Einstieg des neuen Großaktionärs KKR, der den “Bild”-Herausgeber durch Zukäufe zum Weltmarktführer im digitalen Rubrikengeschäft und digitalen Journalismus machen soll, soll ein neues Mitarbeiter-Beteiligungsprogramm aufgesetzt werden. Wie dies aussieht, ist noch offen.

Springer-Chef Mathias Döpfner plant deshalb, ein neues Beteiligungsprogramm für die Belegschaft aufzusetzen. “Uns ist bei Axel Springer immer wichtig gewesen, dass möglichst alle Mitarbeiter profitieren, wenn wir als Unternehmen erfolgreich sind. Um unsere gemeinsamen Wachstumsziele auch künftig fest zu verankern, möchten wir ein neues Mitarbeiter-Beteiligungsprogramms einführen. In den kommenden Monaten werden wir ein solches Programm entwickeln und aus rechtlicher Sicht prüfen”, erklärt eine Springer-Sprecherin.

Barnes & Noble-Übernahme in trockenen Tüchern

Barnes & Noble meldet Vollzug: Der größte stationäre US-Buchhändler befindet sich jetzt offiziell in Besitz des Finanzinvestors Elliott Advisors, der Fantasie für den stationären Buchhandel entwickelt hat und das Unternehmen zu alter Stärke zurückführen will.

Diese Personalentscheidung war für Elliott durchaus naheliegend: Der Investor hat 2018 bereits Waterstones übernommen und ist dort offensichtlich mit Daunts Arbeit mehr als zufrieden, sodass er ihm jetzt auch Barnes & Noble anvertraut:

  • Beide Ketten werden von Daunt als CEO geführt, sollen aber unabhängig voneinander operieren.
  • Daunt siedelt von London nach New York über.

Daunt hatte im Sommer 2011 seine eigene kleine Buchkette Daunt Books in die Hände der Mitarbeiter übergeben, um den damaligen Fast-Bankrotteur Waterstones wieder auf Spur zu bringen. Inzwischen ist der britische Buchfilialist wieder mindestens so stark wie zu seinen besten Zeiten. Das will Daunt auch in den USA schaffen – mit einem ähnlichen Konzept wie bei Waterstones und den von ihm bevorzugten „altmodischen buchhändlerischen Tugenden“.

Facebook führt separaten Bereich für Medieninhalte ein

Facebook will einen eigenen Bereich für Medieninhalte einrichten. Er solle bis Ende des Jahres starten, sagte eine Sprecherin.

Facebook biete Medienunternehmen bis zu drei Millionen Dollar pro Jahr dafür an, in dem neuen Bereich Schlagzeilen und Auszüge aus Artikeln zu platzieren. Unter den angesprochenen Medien seien die „Washington Post“, der Finanzdienst Bloomberg und die „Wall Street Journal“-Mutter Dow Jones.

Facebook schwankte im Umgang mit Medieninhalten in den vergangenen Jahren hin und her. Zunächst wurde das Online-Netzwerk zu einer immer wichtigeren Plattform für Medienunternehmen, um Nutzer zu erreichen. Doch dann wurde Facebook im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 für die massenhafte Verbreitung gefälschter Nachrichten missbraucht – und setzte neue Prioritäten. Anfang 2018 kündigte Zuckerberg an, Beiträge von Familie und Freunden sollen im Newsfeed der Nutzer mehr Gewicht als Medieninhalte erhalten. Die Idee eines abgetrennten Bereichs für Medieninhalte – diesen Weg geht unter anderem der Konkurrent Snapchat – lehnte Facebook damals noch ab.

Facebook und Google sind besonders stark im Geschäft mit Online-Werbung – und bei ihnen landen auch Anzeigenerlöse, die früher an Medienunternehmen gingen.

kronehit launcht Smart App

Unlimitierte Skips, also weiterschalten, so oft der Nutzer will, versprechen die Macher. Außerdem bietet die App Zugang zur kronehit Winzone, wo Aktionen und Gewinnspiele angeboten werden. Auch mit dem Sender-eigenen Podcast-Angebot will man die Nutzer begeistern.

DuMont übernimmt ZAK

Reguvis, der Fachmedienbereich des Bundesanzeiger Verlags (gehört zu DuMont Business Information) übernimmt die ZAK (Zoll- und Außenwirtschafts-Kolleg GmbH) mit Sitz in Köln rückwirkend zum 1. Januar 2019. Die Aus- und Weiterbildungsinstitution bietet Seminare und Veranstaltungen in den Bereichen Zoll, Außenwirtschaft und Steuer an.

Das Unternehmen ZAK wurde 1986 gegründet und ist laut DuMont einer der größten Anbieter im Markt. Es sei geplant, das Seminarangebot von ZAK weiterzuführen und zukünftig auszubauen, heißt es von Seiten DuMonts.

Servus TV produziert Trödelshow „Bares für Rares Österreich“

ServusTV hat exklusiv von ZDF Enterprises die Lizenz für die Trödelshow „Bares für Rares“ erworben und bringt nun die Österreich-Version des Formates ins Fernsehen. Moderator von „Bares für Rares Österreich“ wird Roland Gruschka sein, den die Servus TV-Zuseher aus der Sendung „Gruschkas Kunst- und Trödeltouren“ kennen.

Horst Lichter sowie bekannte und beliebte Händler der deutschen Variante sollen in Gastauftritten ebenfalls zu sehen sein, kündigt der Sender an. Die Dreharbeiten starten im Oktober, die Ausstrahlung ist für Ende des Jahres geplant.

„Diese Sendung hätte hierzulande jeder gern im Programm. Es ist großartig, dass Servus TV die Möglichkeit hat, ‚Bares für Rares Österreich‘ umzusetzen. Die deutsche Version ist Kult und auch in Österreich sehr beliebt. Jetzt wollen wir mit ‚Bares für Rares Österreich‘ noch eins drauf setzen“, sagt Servus TV-Chef Ferdinand Wegscheider.

Felix Neureuther wird ARD-Experte

Neureuther, der nach der vergangenen Saison seine Karriere als Skirennfahrer beendete, wird Experte bei den alpinen Ski-Übertragungen der ARD, wie der Sender am Donnerstag bekanntgab. „Ich kenne keine Sportart, in der es so viele gute Typen gibt wie im alpinen Skisport“, wird Neureuther in der Mitteilung zitiert.

Disney mit Gewinneinbruch trotz „Avengers“-Erfolgs

Mit den „Avengers“-Superhelden lieferte der Entertainment-Gigant Walt Disney im April den bislang erfolgreichsten Film der Kinogeschichte. Dennoch liefen die Geschäfte zuletzt schlechter als erwartet.

Verglichen mit dem Vorjahreswert brach der Gewinn um fast 40 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) ein, wie der Konzern mitteilte. Auch die Erlöse blieben trotz eines – auch dank Zukäufen – sehr starken Anstiegs um fast ein Drittel auf 20,2 Milliarden Dollar unter den Prognosen. Anleger reagierten enttäuscht und ließen die Aktie nachbörslich zeitweise um knapp sechs Prozent fallen. Seit Jahresbeginn war der Kurs aber auch schon um 29 Prozent gestiegen.

Belastet wurde die Bilanz von Sonderkosten durch die Integration zugekaufter Geschäfte von 21st Century Fox und hohen Investitionen in den Auf- und Ausbau von Streaming-Diensten wie Disney+ und Hulu sowie der Online-Version des kriselnden Sportsenders ESPN. Insgesamt kletterten die Ausgaben um 55 Prozent auf 17,5 Milliarden Dollar.

Verlagshaus von USA Today fusioniert mit New Media Investment Group

Mega-Deal in der US-Medienbranche: Die New Media Investment Group soll die Mehrheit am Verlagshaus Gannett („USA Today“) übernehmen. Die Unternehmen gaben bekannt, sich auf einen Kaufpreis von 12,06 Dollar pro Aktie geeinigt zu haben.

Damit wird Gannett bei der Transaktion mit rund 1,4 Milliarden Dollar (1,3 Mrd Euro) bewertet. New Media will in bar und mit eigenen Aktien zahlen. Mit der Fusion bündeln die beiden an den Auflagen gemessen größten Herausgeber von US-Tageszeitungen ihre Kräfte.

New Media ist mit 154 Tagespublikationen einer der größten Verleger von regionalen Print und Online-Medien in den USA. Zu Gannett gehören neben USA Today mehr als 100 lokale Medienmarken, die Digital-Marketing-Dienstleister ReachLocal, WordStream und SweetIQ sowie das im Vereinigten Königreich beheimatete Medienhaus Newsquest. Durch die Fusion entsteht ein Medienunternehmen mit 263 Medien, die in 47 US-Staaten und Guam täglich publizieren und gemeinsam mit USA Today jeden Monat laut Comscore 145 Millionen Unique Visitor erreichen.

Durch den Zusammenschluss sollen die jährlichen Kosten um bis zu 300 Millionen Dollar reduziert werden, zugleich soll der digitale Wandel bei den Titeln der Medienunternehmen beschleunigt werden.

Pro Sieben mit weniger Gewinn

Der Medienkonzern leidet unter sinkenden Werbeerlösen. Dennoch investiert die Senderkette in lokale Inhalte.

Bei der Fernsehgruppe Pro Sieben Sat 1 drücken die geplanten Investitionen ins TV-Geschäft im zweiten Quartal auf den Gewinn. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) sank zwischen April und Juni binnen Jahresfrist um 18 Prozent auf 213 Millionen Euro.

Das Management begründete dies mit den angekündigten Ausgaben in Programminhalte, digitale Plattformen und Werbetechnologien, aber auch mit geringeren Werbeeinnahmen. Vorstandschef Max Conze sprach von wichtigen Investitionen in die Zukunft des Konzerns. „Wir sind überzeugt, dass sich das auszahlen wird und wir mit unserer Strategie, auf lokale Inhalte und digitale Verbreitung zu setzen, auf dem richtigen Weg sind.“

Während der Konzernumsatz um vier Prozent auf 947 Millionen Euro zulegte, sank der für die Dividende maßgebliche bereinigte Überschuss wie geplant um 38 Prozent auf 85 Millionen Euro. Trotz des schwächer als erwarteten TV-Werbemarktes hält Pro Sieben Sat 1 nach den ersten sechs Monaten an den Geschäftszielen für 2019 fest.

Demnach sollen die Erlöse im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen und die Umsatzrendite (bereinigte Ebitda-Marge) auf 22 bis 25 Prozent sinken.

Zum Start der eigenen Videoplattform Joyn im Juni zeigte sich Conze zuversichtlich. „Wir haben hier inzwischen bereits über 3,8 Millionenmonatliche Nutzer über alle Geräte – das ist viermal so viel wie beim Vorgänger7TV.“ Der Hoffnungsträger soll Livestreams von über 50 TV-Sendern bündeln und eigenproduzierte Serien, Shows und exklusive Inhalte bieten, um die Abwanderung junger Zuschauer zu den Videodiensten von Netflix und Amazon zu bremsen. Zunächst will ProSiebenSat.1 Nutzer nur mit einem werbefinanzierten Gratis-Angebot ködern.

Gemeinsame Elefantenrunde von Servus TV, Puls 4 und ATV am 22. September

Am 22. September erwartet die Zuseher auf den drei größten Privatsendern Österreichs erneut eine Live-Konfrontation der Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl 2019.

Als Interviewer fungieren Michael Fleischhacker für Servus TV, Corinna Milborn für Puls 4 und Meinrad Knapp für ATV. Die drei Moderatoren werden die Elefantenrunde, in der Sebastian Kurz (ÖVP), Pamela Rendi-Wagner (SPÖ), Norbert Hofer (FPÖ), Beate Meinl-Reisinger (Neos), Peter Pilz (Liste Jetzt) und Werner Kogler (Die Grünen) aufeinandertreffen, abwechselnd für jeweils 30 Minuten leiten.

„New York Times“ ändert Trump-Überschrift nach massiven Protesten

Die „New York Times“ hat die Titelzeile ihrer Aufmachergeschichte für den 6. August in einer zweiten Auflage geändert. Im Original las sich die Überschrift zu Donald Trumps Reaktion auf die Massaker in Texas und Ohio so: „Trump mahnt zu Einheit gegen Rassismus“ („Trump urges unity vs. racism“). Diese Zeile hatte für erhebliche Proteste gesorgt.

Als einer der Ersten veröffentlichte der bekannte Statistik-Journalist Nate Silver einen Preview des Titelblatts bei Twitter mit dem Kommentar „Ich glaube nicht, dass ich das so formulieren würde“. Sein Beitrag wurde massiv weiterverbreitet.

Die Kritik: Auch wenn die Zeile strenggenommen korrekt sei, verkenne oder verharmlose sie den Kontext der Aussagen des Präsidenten. Schließlich habe dieser sich in der Vergangenheit immer wieder rassistisch geäußert, etwa in seinen Attacken gegen Einwanderer aus Mexiko („Vergewaltiger“), vier weibliche Kongressabgeordnete („warum gehen sie nicht zurück“) oder den vornehmlich von Afroamerikanern bewohnten Ort Baltimore („von Ratten befallenes Drecksloch“).

In diesem Zusammenhang seien seine Aussagen über die Todesschüsse nicht so einfach für bare Münze zu nehmen, so die Kritik. Zudem habe Trump in seinem Statement ausgiebig auf die mutmaßliche Geisteskrankheit der Mörder hingewiesen und die Tragweite der Ereignisse so weiter relativiert. Bei Twitter kündigten manche Nutzer an, ihr Abo der Zeitung zu kündigen.

Disney schnürt ein vergünstigtes Streamingpaket

Zum Start von Disney+ am 12. November 2019 will das US-Filmstudio mit einem günstigen Kombipaket aus drei Streamingdiensten schnell neue Kunden gewinnen. Neben dem neuen Disney+ haben Kunden Zugriff auf die Inhalte von ESPN+ sowie Hulu. Das gab Disney-CEO Bob Iger in einem Investoren-Call bekannt, wie mehrere US-Medien berichten, darunter Ars Technica und The Verge.

Das Drei-Streaming-Abo will das Filmstudio zum Preis von 12,99 US-Dollar in den USA anbieten. Sowohl ESPN+ als auch Hulu gibt es nicht in Deutschland. Bei einer Einzelbuchung würden die drei Abos 17,97 US-Dollar monatlich kosten. Den Preis für das Dreier-Abo dürfte Disney nicht zufällig gewählt haben – er entspricht dem Preis für das Netflix-Standardabo.

Mit diesem Schritt will Disney schnell neue Kunden gewinnen: Diese sollen möglichst viele Inhalte zu einem günstigen Preis erhalten. Bereits der Preis für das normale Disney+-Abo ist deutlich günstiger als das preisgünstigste Netflix-Abo und kostet auch weniger als Amazons Prime-Video-Abo bei monatlicher Buchung.

Das Netflix-Standardabo ist das mittlere Abo des Streaminganbieters, bei dem der Kunde für 12,99 US-Dollar monatlich parallel zwei Streams sowie alle Inhalte in Full-HD-Auflösung erhält. Das Basisabo von Netflix ermöglicht es Kunden nur, alle Inhalte in SD-Auflösung anzuschauen, und der Dienst kann nicht parallel auf einem weiteren Gerät genutzt werden.

Weder Hulu noch ESPN+ sind derzeit in Deutschland verfügbar, so dass unklar ist, ob es ein vergleichbares Paketangebot zur Markteinführung von Disney+ hierzulande geben wird. Zunächst stellte der Disney-CEO das Paketangebot exklusiv für den US-Markt vor. Einzeln wird Disney+ für 6,99 Euro im Monat angeboten. Kunden sollen Zugriff auf ungefähr 7.500 Fernsehserienepisoden und mehr als 500 Filme haben.

Murdoch-Sohn übernimmt Mehrheit von De Niros „Tribeca Enterprises“

Er sucht seinen eigenen Weg. James Murdoch, 45 Jahre alt und Sohn des US-Medienunternehmers Rupert Murdoch, übernimmt mit seiner Investmentfirma Lupa Systems jetzt die Mehrheit an „Tribeca Enterprises“ – der Firma des Hollywood-Stars Robert De Niro.

Der jüngste Deal des Juniors ist politisch durchaus pikant. Schließlich kauft sich der zweitgeborene Sohn des Trump-Unterstützers Rupert Murdoch damit ausgerechnet bei einem offenen Kritiker des US-Präsidenten ein. Doch James Murdoch war schon immer das liberale Gesicht im Reich seines Vaters.

Erst vor kurzem hatte der das komplette Unterhaltungsgeschäft seines Medienkonzerns 21st Century Fox für 71 Milliarden Dollar an Disney verkauft. Den übrig gebliebenen Rumpf mit dem Nachrichtengeschäft von „Fox News“ leitet James‘ älterer Bruder Lachlan Murdoch. Dem Junior wurden zunächst Chancen als neuer Disney-CEO eingeräumt. Doch daraus ist nichts geworden.

Deutsche Welle wirft Russland „Methode eines Polizeistaates“ vor

Die Deutsche Welle (DW) – der Auslandsrundfunksender der Bundesrepublik – hat Russland nach der Festnahme eines ihrer Reporter die „Methode eines Polizeistaats“ vorgeworfen.

„Wenn man Journalisten, die über eine Demonstration berichten, pauschal zu Teilnehmern erklärt und sie dann auch noch verhaftet, ist das nicht nur ein eklatanter Verstoß gegen die Pressefreiheit, sondern auch die Methode eines Polizeistaates“, sagte DW-Intendant Peter Limbourg einer Mitteilung zufolge am Montag. Ein DW-Korrespondent war bei nicht erlaubten Protesten in Moskau am 27. Juli kurzzeitig festgenommen worden.

Bei nicht erlaubten Aktionen für faire und freie Wahlen zum Moskauer Stadtparlament am 8. September waren am vergangenen Samstag und in der Woche davor insgesamt mehr als 2000 Menschen vorübergehend festgenommen worden. Die brutale Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten hatte international Kritik ausgelöst. Auch russische Menschenrechtler warfen der Polizei schwere Verstöße vor.

Netflix: In Polen die Streaming-Nummer 1

Nach den Ergebnissen einer von PMR durchgeführten und von Wirtualne Media herausgegebenen Untersuchungen erzielt das Unternehmen außerdem die höchsten Einnahmen, da es die höchsten Preise verlangt. Das berichtet „Broadband TV News“.

Der polnische Markt für Pay-TV- und Internet-Videoinhalte hatte im Jahr 2018 einen Wert von 6,95 Mrd. PLN (1,61 Mrd. EUR), 3,9% mehr als im Vorjahr. Das war vor VOD zu verdanken, was rund 12% des gesamten Marktes ausmachte und ein Umsatzwachstum von 25% verzeichnete.

Insgesamt haben 2,7 Millionen Zuschauer 2018 854 Millionen PLN gezahlt, um On-Demand-Inhalte anzusehen.

2018 gab es in Polen insgesamt 9,4 Millionen VoD-Nutzer, von denen 55% auf AVOD / TVOD und 45% auf kostenpflichtige VoD-Dienste zugegriffen haben.

Fast die Hälfte (46%) der VoD-Nutzer schauten sich Dienste über die Kanäle der Betreiber an, hauptsächlich HBO GO.

Bezeichnenderweise zeigt die Untersuchung auch, dass die Mehrheit der Befragten (70,9%) ihren Pay-TV-Dienst nicht zugunsten eines On-Demand-Dienstes einstellen würde.

Für den Zeitraum 2019-24 wird ein jährliches Umsatzwachstum von 7,8% für SVOD-Dienstleistungen prognostiziert.

Axel Springer SE: KKR ist am Ziel und steigt ein

Der US-Investor KKR hat die erste Hürde genommen. Bis zum Ende der Annahme-Frist am 2. August 2019 sind KKR mehr als 20 Prozent der Springer-Aktien angedient worden. Auch in den kommenden 14 Tagen können KKR noch Aktien angeboten werden – und müssen gemäß § 16 Wertpapier-Erwerbs- und Übernahme-Gesetz (WpÜG) noch zum Preis von 63 Euro pro Stück von KKR gekauft werden.

Der Vorsitzende des Vorstandes der Axel Springer SE Dr. Mathias Döpfner: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für unsere geplante strategische Partnerschaft mit KKR. Wir werden so zusätzliche Chancen nutzen können und unsere Wachstums- und Investitionsstrategie beschleunigen.“

Im Namen von KKR erklärt die zur Agentur-Holding WPP gehörende Agentur Hering Schuppener Consulting mit Sitz in Frankfurt, dass das Ergebnis des freiwilligen öffentlichen Übernahme-Angebots voraussichtlich am 7. August 2019 bekannt gegeben wird.

Mediaset vs. ProSiebenSat.1: Berlosconi hat Hunger auf mehr

Mediaset baut zurzeit in in den Niederlanden eine neue Dachgesellschaft mit Namen Media For Europe (MFE) auf. Wenn es nach dem Medienkozern des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi geht, soll darunter auch ProSiebenSat.1 schlüpfen. Dazu hatte Mediaset-Chef Pier Silvio Berlusconi, der Sohn von Silvio Berlusconi, weiter Druck auf die Unterföhringer ausgeübt.

ProSiebenSat.1 reagiert auf diesen “Druck” aus Italien verhalten. Eine Sprecherin des Konzerns führt, aus, dass man sich auf die aktuelle, eher punktuelle Zusammenarbeit konzentrieren wollen. Dazu gehört vor allem das Online-Videoportal Joyn. Der neue Vorstandschef von ProSiebenSat.1, Conze, hat zudem immer betont, dass man unabhängig bleiben wolle.

Aktuell hält Mediaset 9,6 Prozent der Anteile an ProSiebenSat.1. Nun wird spekuliert, dass die Italiener ihren Anteil auf 25 Prozent erhöhen werden, indem sie einen weiteren Investor ins Boot holen. Damit hätten sie eine Sperrminorität. Außerdem wird befürchtet, dass wenn Mediaset seine Anteile erhöht, es auf einer Zerschlagung des Unternehmens besteht. Das würde wahrscheinlich auf eine Abtrennung der Internetaktivitäten (Parship, Verivox) hinauslaufen.

Zwar ist Mediaset ertragsschwächer als ProSiebenSat.1 und macht weniger Umsatz, aber die Deutschen haben ein großes Problem: ihre Aktie ist auf Talfahrt und damit ein echtes Schnäppchen. War sie 2015 noch mehr als 50 Euro wert, liegt sie jetzt bei 12 Euro und tendiert gerade Richtung 10 Euro. Das konnte auch der neue Vorstandschef Conze nicht ändern, weshalb unter anderem die Unzufriedenheit mit seinem Führungsstil wächst.

Burda übernimmt Netdoktor.de

Das Portal informiert über Krankheiten, Symptome, Medikamente, Behandlungsmethoden und Laborwerte. „Alle Inhalte werden von Ärzten, Biologen und Fachjournalisten erstellt“, teilte Burda am Montag weiter mit.

Mit 21 Millionen Besuchern im Monat sei Netdoktor.de heute „das digitale Gesundheitsangebot im deutschsprachigen Raum schlechthin“ – vor Apotheken-Umschau.de und Onmeda.de, sagte BurdaLife-Geschäftsführer Kay Labinsky.

Burda-Vorstand Philipp Welte sagte, die Gesundheitsbranche stehe durch die Digitalisierung vor einem Umbruch. Mit Netdoktor „bauen wir unsere Kompetenz auf diesem Gebiet weiter aus“.

Fred Kogel und KKR schließen Umstrukturierung des Geschäftsbereichs Lizenzierung ab

Hinter den Kulissen des neu gegründeten, namenlosen Medienunternehmens um CEO Fred Kogel und Finanzinvestor KKR tut sich einiges: Nach zwei Personalien im Laufe der Woche gibt es nun Neuigkeiten im Bereich Licensing.

Erst vor einigen Tagen wurde die Personalien um Bernhard zu Castell und Herbert Kloiber jun. bekannt. Nun gibt es weitere Entwicklungen im Lizenzhandelsgeschäft, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Dieser Bereich wurde nun neu strukturiert. CEO Fred Kogel sagt dazu: “Mit der Schaffung des Bereichs Licensing als Ergänzung zu den Säulen Produktion und Distribution haben wir einen wichtigen Meilenstein bei unserer Neustrukturierung erreicht.”

In Personalunion: Kogel CEO und Leiter Licensing

Durch die Umstrukturierung kommt es zu einigen Veränderungen im Verantwortungsbereich: Kogel wird künftig zusätzlich zu seiner Tätigkeit als CEO den Bereich Licensing leiten. An ihn soll Alexander Janssen, Senior Vice President Acquisitions, berichten, der den Filmeinkauf gemeinsam mi Kogel leiten wird. Er verantwortete diesen Bereich bislang als Head of International Acquisitions für Universum Film. Den Bereich nationale und internationale Ko-Finanzierungen und Ko-Produktionen übernimmt Cosima von Spreti als Head of Co-Finance and Co-Production.

Das Einkaufsteam wird durch Thomas Augsberger unterstützt, der schon seit vielen Jahren mit seinem Unternehmen Eden Rock Media in Los Angeles die Tele München Gruppe bei der Akquisition von Kinofilmen und der Entwicklung von Film- und Serien-Koproduktionen begleitet.

Portugals Fußball-Verband startet eigenen TV-Kanal

Fußball-Europameister Portugal hat einen eigenen TV-Kanal gestartet. „Canal 11“ ging am 01.08. genau um 11.11 Uhr erstmals auf Sendung.

Der Sender hat seinen Sitz direkt in der hochmodernen „Cidade do Futebol“ (Fußball-Stadt) in der Nähe von Lissabon, dem Sitz des Verbandes. FPF-Präsident Fernando Gomes sprach von einem „Pionier- und Exzellenzprojekt“ mit dem Ziel, „den Fußball zu fördern und weiterzuentwickeln und herausragende Inhalte anzubieten“.

Verbreitet wird der kostenlos empfangbare Kanal nach eigenen Angaben derzeit im Kabel in HDTV über die nationalen Betreiber MEO, NOS und Vodafone. Ein verschlüsseltes Sat-Signal, welches als Zuspielung für die Kabelnetze dient, konnte die DF-Redaktion bisher nur verschlüsselt über 30º West, 12437 horizontal, 27500, 3/4 ausfindig machen.

Trotz schlechter Quoten: „Gottschalk liest?“ soll 2020 weitergehen

Thomas Gottschalks Literatursendung soll trotz niedriger Einschaltquoten im kommenden Jahr weitergehen. Für 2020 seien weitere Ausgaben von „Gottschalk liest?“ im BR Fernsehen geplant, teilte der Bayerische Rundfunk in München auf Anfrage mit. Und das, obwohl nach Senderangaben nur noch 73.000 Menschen in Bayern und 125.000 in Deutschland die zweite Folge im Juni sehen wollten.

Bei der ersten Ausgabe im März hatten deutschlandweit noch 470.000 Zuschauer eingeschaltet, 290.000 davon in Bayern. Kurz zuvor waren Gottschalks Trennung von seiner Frau Thea und seine neue Beziehung bekannt geworden.

Die Zuschauerquote der zweiten Folge lag dann drei Monate später nur noch bei 2,3 Prozent und damit nach BR-Angaben „im Rahmen jener Werte, die auch Literatursendungen in anderen Dritten Programmen verzeichnen“. Bei der Ausstrahlung der ersten Sendung hatte sie in Bayern noch einen Marktanteil von 8,6 Prozent erreicht, was damals einer Verdopplung auf dem Sendeplatz entsprach. Schon nach der ersten Ausgabe wurde Gottschalk für seinen Interviewstil kritisiert. Zuschauer warfen ihm in sozialen Medien unter anderem vor, schlecht auf die Gespräche mit den Schriftstellern vorbereitet gewesen zu sein.

Axel-Springer-Tochter will französisches Immobilienportal kaufen

Die Axel-Springer-Tochtergesellschaft AVIV Group hat eine Optionsvereinbarung zum Kauf des französischen Unternehmens MeilleursAgents unterzeichnet. Dies gaben die Berliner am Donnerstag bekannt. Demnach wurde den Gesellschaftern der Falguière Conseil SAS (MeilleursAgents) eine sogenannte Put-Option eingeräumt, auf deren Grundlage die AVIV Group vereinbart hat, “nach Ausübung der Option durch die Gesellschafter 100 Prozent des Unternehmens zu erwerben.” Der Kaufpreis beläuft sich laut Pressemitteilung auf 200 Millionen Euro.

MeilleursAgents, 2008 in Paris gegründet, betreibt das gleichnamige Portal, über das Immobilienbesitzer in Frankreich ihr Eigentum kostenlos innerhalb weniger Minuten online bewerten lassen und, wenn sie es möchten, auch verkaufen können. Als weiteres Feature können die Besitzer dort mit dem passenden Immobilienmakler Kontakt aufnehmen. Die Seite hatte im Mai 2019 1,8 Millionen Unique Visitors, wie Axel Springer erwähnt.

ÖVP-Chef Kurz hält an Bundesliga-Free-TV-Plänen fest

Das bereits in der Regierung unter Sebastian Kurz und Heinz-Christian Strache verfolgte Ziel, mehr Bundesliga-Fußball ins Free-TV zu bringen, wird von der ÖVP nun im Wahlkampf weiter verfolgt.

Kurz erklärte: „Die Liste braucht eine Überarbeitung, damit wir in Zukunft wieder die wichtigsten Spiele der Fußball-Bundesliga frei sehen können.“ Den Plänen zufolge soll die Saisoneröffnung auf jeden Fall zu diesen Spielen gehören aber auch für den Meister „entscheidende“ Partien. Genauer definiert wurde dies jedoch nicht.

Die aktuelle Liste ist eine Verordnung der Bundesregierung über „Ereignisse von gesellschaftlicher Bedeutung“, die in Free-TV-Sendern zu sehen sein müssen. Derzeit umfasst diese Liste etwa Olympische Spiele, Eröffnung, Halbfinale und Finalspiel von Fußball-WM und -EM sowie Spiele der Nationalmannschaft bei diesen Großturniere und das Finale des österreichischen Fußballcups, Alpine und Nordische Ski-WM, Neujahrskonzert und Opernball.

Aktuell zeigt die österreichische Bundesliga bereits vier Spiele pro Jahr im Free-TV und zwar über den Partner A1.tv, alle anderen Live-Spiele sind im Pay-TV auf Sky zu sehen. Zudem hat Sky die PlayOff-Spiele um den letzten europäischen Startplatz ebenfalls frei empfangbar übertragen. Die aktuelle Rechteperiode geht bis 2021/22. Der ORF hat keine Live-Spiele mehr und zeigt jeden Samstag und Sonntag die Highlights der Bundesliga.

Thomson Reuters hebt nach starkem Quartal Jahresziele an

Der Daten- und Nachrichtenanbieter Thomson Reuters hat nach einem kräftigen Umsatzplus im zweiten Quartal seine Ziele angehoben. Im vergangenen Jahresviertel setzte Thomson Reuters 1,42 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro) um, ein Plus von 9 Prozent. Treiber waren Zahlungen des Finanzdatenanbieters Refinitiv für den Nachrichtendienst. Das organische Umsatzplus lag bei 4 Prozent.

Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) von Thomson Reuters kletterte um 2 Prozent auf 355 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

D: Geplanter Medienstaatsvertrag in der Kritik

Nach dem Entwurf sollen künftig solche Mediendienste auf allen Plattformen – linear wie auf Abruf – bevorzugt auffindbar sein, die nach Auffassung der Bundesländer besonders wichtig sind. Nach Ansicht der Wirtschaft zementiere diese Regelung existierende Marktpositionen; neue Anbieter, Start-ups und Nischendienste hätten dabei das Nachsehen. Zu den Kritikern gehören der Verband der Kabelnetzbetreiber ANGA, der Digitalverband Bitkom, der Verband der Internetwirtschaft eco sowie der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ZVEI.

Außerdem sieht der Entwurf Einschränkungen bei der Mediennutzung vor. Nutzer können künftig keine generelle Einwilligung mehr erteilen, im laufenden Programm über passende Angebote und Programme informiert zu werden. Überblendungen und Skalierungen stehen vielmehr unter dem Erlaubnisvorbehalt der TV-Sender und können nur noch im Einzelfall durch den Nutzer veranlasst werden.

Funktionen wie Bild-in-Bild oder Split-Screen, bei denen der Nutzer zwei Programme gleichzeitig ansehen kann, sollen ohne Erlaubnis der beteiligten Sender gar nicht mehr zulässig sein. „Der derzeitige Entwurf des Medienstaatsvertrags geht an den bestehenden Nutzergewohnheiten vorbei. Innovative Medienplattformen sind gerade deshalb so erfolgreich, weil sie das Nutzererlebnis radikal in den Mittelpunkt stellen. Der aktuelle Entwurf des Medienstaatsvertrags führt zur Bevormundung der Verbraucher“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

Brigitte bringt Psychologiemagazin heraus

Promis oder Experten haben sich als Zugpferde für Zeitschriften bewährt. Vor allem Gruner + Jahr hat nach dem Erfolg von Barbara eine ganze Reihe weiterer Titel mit prominenter Unterstützung auf den Markt gebracht – zuletzt „Wohllebens Welt“ mit dem Bestsellerautor und Förster Peter Wohlleben und „Guido“ mit Modedesigner Guido Maria Kretschmer. Nun folgt ein Psychologieableger von Brigitte.

Aushängeschild der Line-Extension des Frauenmagazins ist die Bestsellerautorin Stefanie Stahl („Das Kind in Dir muss Heimat finden“), laut Gruner + Jahr „Deutschlands bekannteste Psychotherapeutin“.

Gruner + Jahr startet neues Personality-Magazin

Im November 2019 bringt die Frauenzeitschrift ‚Brigitte‘ von Gruner + Jahr (Hamburg) mit der Psychotherapeutin und Bestsellerautorin Stefanie Stahl (‚Das Kind in dir muss Heimat finden‘) eine neue Line-Extension zum Thema Psychologie auf den Markt. Das Magazin richtet sich an Frauen ab 30 Jahren, die an ihrer persönlichen Weiterentwicklung interessiert sind. Stefanie Stahl widmet sich in der Zeitschrift aktuellen gesellschaftlichen und psychologischen Fragestellungen. Das Themenspektrum reicht von persönlichen Coachings über Familie und Partnerschaft bis hin zu Gesundheit und Stil.

Presse – Verbändebündnis kritisiert Regelung

Die vom Bundeskabinett beschlossene Neuregelung, E-Books und digitale Zeitungen und Magazinen mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz zu versehen, stößt auf ein geteiltes Echo. Der Grund: die reduzierte Mehrwertsteuer gilt nicht, wenn dieselbe Publikation nicht einzeln, sondern gemeinsam mit weiteren Publikationen in gebündelter Form aus einer Datenbank heraus angeboten wird. Das haben jetzt der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels moniert.

Kai Diekmann kritisiert „Meinungs-Einheitsbrei“

Der frühere Bild-Chefredakteur Kai Diekmann geht im Rückblick auch kritisch mit dem Journalismus um. „Es gibt manchmal einen Meinungs-Einheitsbrei in den deutschen Medien, der ist nur schwer zu ertragen. Und immer, wenn wir uns dessen überführt fühlen, geißeln wir uns – um danach genauso weiterzumachen“, sagte Diekmann (55).

Er nannte den Umgang mit US-Präsident Donald Trump als Beispiel. „Ich bin kein Trump-Fan, aber dass es den deutschen Medien so schwer fällt, ihn einfach nüchtern zu betrachten, verstehe ich nicht“, sagte Diekmann. „Erst haben wir nicht geglaubt, dass er Kandidat wird. Dann nicht, dass er Präsident wird. Und dann dachten wir, dass er ganz schnell scheitert“, sagte er. „Weil sich die meisten Journalisten von Anfang an ihre ganz klare Meinung zu Trump gebildet haben, „Trump-Bashing“ ja auch so wundervoll gut ankommt und einfach ist, kommen die meisten gar nicht mehr dazu, den Grund seines Wahlerfolges zu verstehen. Und das ist gefährlich.“

Diekmann sieht eine „mediale Arroganz“. „Das Schlimme an den Populisten ist ja: Sie stellen die richtigen Fragen, mit denen wir uns nicht mehr beschäftigen, weil sie in unserem Alltag nicht vorkommen. Und da haben wir uns von unseren Usern und Lesern zu weit entfernt.“

Bonnier und Holtzbrinck stellen den B+H Buchvertrieb ein

Die beiden Verlagsgruppen Bonnier und Holtzbrinck lösen ihre gemeinsame Firma für den Nebenmarktvertrieb auf. Die B+H Buchvertriebsgesellschaft habe die Erwartungen nicht erfüllt, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschafter: „Wir haben seinerzeit B+H aus der Taufe gehoben, um in unserem sich schnell verändernden Markt etwas Neues auszuprobieren. Da wir mit den Aktivitäten nicht den erwünschten Effekt erzielen konnten, haben wir gemeinsam entschieden, das B+H-Modell zum Ende des Jahres auslaufen lassen.“

Bastei Lübbe will Eichborn-Belletristikprogramm ausbauen

Bastei Lübbe will das Programm des 2011 übernommenen Eichborn-Verlags aufstocken und holt sich dazu personelle Verstärkung: Das Kölner Unternehmen stellt ein neues Team auf unter der Führung von Programmleiter Dominique Pleimling. Neben Friederike Achilles als neuer Lektorin unterstützt ab August 2019 auch Uwe Kalkowski als Produktmanager das literarische Imprint:

  • Achilles arbeitete in den letzten Jahren als Übersetzerin (u.a. Dolly Alderton) und freie Lektorin.
  • Kalkowski kommt vom RWS Verlag, in dem er zuvor als Marketingleiter tätig war, ist gelernter Buchhändler und vielen bereits als Blogger (Kaffeehaussitzer) und Jurymitglied des Deutschen Buchpreises 2018 bekannt. Er soll seine Erfahrungen zukünftig für die Vermarktung der Eichborn-Stoffe einsetzen.

 

Readly hat keine Tageszeitungen mehr im Angebot

Über Readly lassen sich seit 01.08. keine Tageszeitungen mehr lesen. Im März hatte die Flatrate ihr Portfolio um „Bild“, „Welt“, „Welt Kompakt“ und „B.Z.“ erweitert, seit dem 1. August aber sind diese Titel nicht mehr verfügbar. Auch ältere Ausgaben der vier Zeitungen lassen sich über Readly nicht mehr abrufen. Weiter zugänglich sind derzeit lediglich die Sonntagsausgaben der Titel.

Das aus Schweden stammende Readly ist primär eine Zeitschriften-Flatrate. Für einen Monatspreis von 9,99 Euro können Nutzer digitale Varianten von zahlreichen Zeitschriften wie „SportBild“, „Rolling Stone“ und „Cosmopolitan“ abrufen, auch viele Hefte aus dem Ausland sind verfügbar. Magazine sind der Schwerpunkt von Readly, die App aber gliedert sich in „Magazine“ und „Zeitungen“.

Genaue Nutzerzahlen nennt Readly nicht. In einer Pressemitteilung des Dienstes hieß es kürzlich aber, im zweiten Quartal 2018 seien in Deutschland 8,8 Millionen via Readly „bezahlt gelesene Magazinausgaben“ gezählt worden.

Betriebsrat bei Axel Springer befürchtet Einschnitte durch US-Investor KKR

Der Betriebsrat von Axel Springer sorgt sich, das der US-Finanzinvestor KKR bei einer erfolgreichen Übernahme seine bisherigen strategischen Pläne für Axel Springer ändern könnte. Denn das Angebot von KKR enthält eine Klausel, die den Investor aus New York einen solchen Schritt erlaubt. Die Arbeitnehmervertreter fordern deshalb eine konzernweite Regelung, um die Arbeitsplätze abzusichern.

Am 02.08 endet das Übernahmeangebot des US-Finanzinvestors KKR für das Berliner Medienhaus Axel Springer. Erst im Laufe der nächsten Woche weiß der Investor aus Manhatten, ob er sein Ziel erreicht hat. Dem Vernehmen nach könnte dies Dienstag oder Mittwoch sein. Ein KKR-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. KRR strebt mindestens 20 Prozent an Springer an. Erreicht hatte das Unternehmen aus New York am Donnerstag 15,45 Prozent.

Sollte den Amerikanern der Deal glücken, könnten Axel Springer tiefe Einschnitte drohen. Davor warnt zumindest der Konzernbetriebsrat in einer Stellungnahme, wie jetzt bekannt wurde. Denn für die Arbeitnehmervertreter ist das vorliegende Angebot, den Berliner Medienkonzern im digitale Rubrikengeschäft und digitalen Journalismus zum Weltmarktführer auszubauen, eine “Momentaufnahme”. So weist der Betriebsrat auf eine Klausel im Übernahmeangebot vom KKR hin, die die bisherigen Versprechen des US-Investors obsolet machen könnten. “Es ist möglich, dass die Bieterin ihre in dieser Angebotsunterlagen geäußerten Absichten und Einschätzungen nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage ändert”, heißt es dort.