ORF-Publikumsrat fordert mehr Programm für Kinder

Das Angebot für Kinder soll etwa. um Kinder-Nachrichten, Programmangebote für Kinder/Jugendliche ab 12 Jahren sowie ein Kinderprogramm-Archiv in der ORF-TVthek erweitert werden. Weitere programmrelevante Forderungen sind ausgewiesene Service-Informationen für Eltern, Kinder und Jugendliche (zum Beispiel Bildung und Ausbildung, Wohnen, Finanzen); Programmangebote, die reale Lebenswelten von Familien, Kindern und Jugendlichen abbilden und reflektieren; eine bessere zeitliche Lage von Programmangeboten für Kinder und Jugendliche; eine zügige Umsetzung des Kids-Screen im Rahmen der ORF-Player-Strategie sowie die Mobilisierung von Partnern insbesondere aus Forschungsförderungseinrichtungen und Wirtschaft zur Finanzierung einer Forschungssendung für Kinder und Jugendliche.

Norbert Steger gibt vorübergehend Vorsitz des ORF-Stiftungsrats ab

Der 75-jährige Anwalt und frühere Vizekanzler und FPÖ-Chef erklärte , er pausiere wegen einer schweren Operation für die nächsten „Wochen oder Monate“, sein Vize Franz Medwenitsch (ÖVP) leitet das wichtigste ORF-Gremium, das die ORF-Führung bestellt und absetzen kann und Budget, Programmschema und grundlegende Unternehmensfragen bestimmt.

Seit 2018 ist die ÖVP mit 15 von 35 Mandaten die größte Fraktion im Stiftungsrat, die FPÖ ist mit acht Mandaten Nummer zwei.

Die nächste Bundesregierung kann ihre neun ORF-Räte auswechseln, die Parlamentsparteien bestimmen zusammen sechs Mandate im ORF-Rat. Steger sitzt auf dem FPÖ-Parteimandat.

Ein für 2019 geplantes neues ORF-Gesetz ist wie berichtet mit dem Regierungsende vorerst vertagt. Und mit ihm ein Vorstand statt des Alleingeschäftsführers Alexander Wrabetz, er ist noch bis Ende 2021 bestellt. Vertagt ist damit auch der FPÖ-Wunsch, die Rundfunkgebühren abzuschaffen und den ORF aus dem Staatsbudget zu finanzieren.

ARD hebt Talkshows ins Erste

Lange hatte sich die ARD bemüht, ihre Talkshow-Formate in den dritten Programmen abzubauen, nun aber will die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt diese künftig auf der großen Bühne präsentieren: Wie die ARD mitteilte, will sie Talkshows der Landesrundfunkanstalten wie die „NDR Talk Show“, den „Kölner Treff“ (WDR), „3nach9“ (Radio Bremen) und eine neue Talkshow des RBB aus Berlin von Herbst an immer dienstags am späteren Abend im Ersten zeigen. Genauere Sendezeiten sind noch nicht bekannt.

Die Gesprächsrunden der Moderatoren Judith Rakers und Giovanni di Lorenzo („3nach9“), Barbara Schöneberger und Hubertus Meyer-Burckhardt („NDR Talk Show“) sowie Bettina Böttinger („Kölner Treff“) sollen dann unter dem gemeinsamen Label „Talk am Dienstag“ im Ersten ihre Premiere feiern. Hinzu kommt das Moderatorinnen-Duo Eva-Maria Lemke und Jessy Wellmer mit einer neuen Talksendung aus der Hauptstadt, deren Titel noch nicht verraten wird. Während die von Radio Bremen und dem NDR produzierten Sendungen am Freitagabend schlicht wiederholt werden, wollen der WDR und RBB am gewohnten Sendeplatz jeweils noch einmal exklusiv nachlegen.

„Willkommen beim Privatfernsehen“: ProSieben startet Podcast

An welchen Sendungen wird hinter den Kulissen gearbeitet? Wie gehen Menschen, die in der Medienwelt arbeiten, privat damit um? Diese Fragen werden Tabea Werner und Kevin Körber im neuen ProSieben Podcast beantworten.

In „Willkommen beim Privatfernsehen“ plaudern die zwei über Anekdoten, Insiderwissen und neue ProSieben-Sendungen. In der Auftakt-Folge sprechen Tabea und Kevin beispielsweise passend zur Premiere von „Joko & Klaas gegen ProSieben“ unter anderem über ein Tattoo der beiden Moderatoren. Darüber hinaus verspricht ProSieben, Details über die Sendung „The Masked Singer“ preis zu geben.

‚Zeit Doctor‘ wurde inhaltlich überarbeitet

‚Zeit Doctor‘, das Gesundheitsmagazin der ‚Zeit‘, schärft sein inhaltliches Konzept. Das Heft, das viermal jährlich der Hamburger Wochenzeitung beiliegt, wurde jetzt in vier Säulen untergliedert. Der Verlag eräutert: „1. ‚Das tut mir gut‘ gibt Inspiration für eine kluge Lebensführung, 2. ‚Jetzt versteh ich das‘ macht Medizin verständlich, 3. ‚Ich steh das durch‘ lässt Menschen sprechen, die schwere Krisen erleben, und 4. ‚Was hilft mir wirklich?‘ stellt Wissen über Therapien zusammen.“

3sat fusioniert Website und Mediathek zu neuem Online-Angebot

Ab sofort bietet 3sat einen neuen Onlineauftritt an: Unter 3sat.de sind jetzt die Angebote der bisherigen Website und 3sat-Mediathek in einem gemeinsamen bewegtbildbasierten Angebot, das auch das Angebot einer App für Android und iOS sowie das Angebot von HbbTV umfasst. Firmieren wird das neue Angebot unter dem schon vorher für die Video-Hälfte der Internetpräsenz verwendeten Namen 3sat-Mediathek.

Die schon zuvor begonnene Fokussierung auf Bewegtbild hat das Programmportal 3sat.de und die bisherige 3sat-Mediathek immer enger zusammengeführt. Die Fusion beider Portale im neuen 3sat-Design ist also ein logischer nächster Schritt. Zum Einstieg bietet die Homepage in Zukunft dem User drei Aufmacher mit Highlights des 3sat-Programms mit einem direkten Link auf die Streams.

CH Media stellt 45-köpfige Zentralredaktion neu auf

CH Media, das Joint Venture zwischen den AZ Medien und den NZZ-Regionalmedien, hat die Zusammensetzung der 45-köpfigen Zentralredaktion bestimmt. Rund zwei Drittel der Journalistinnen und Journalisten stammen von den AZ Medien.

Der Zusammenschluss der überregionalen Redaktionen von „St. Galler Tagblatt“, „Luzerner Zeitung“ und „Aargauer Zeitung“ führte laut Angaben von CH Media zu fünf Kündigungen. Die betroffenen Mitarbeitenden wurden entsprechend informiert. Es kommt ein Sozialplan zur Anwendung.

Zentralredaktion in Aarau
CH Media zieht die Journalistinnen und Journalisten, die sich mit nationalen und internationalen Inhalten befassen, auf den Sommer in einer Zentralredaktion in Aarau zusammen. Die Zeitungen und Onlineportale von CH Media werden dann aus einem zentralen Newsroom mit Nachrichten, Hintergründen, Analysen und Kommentaren versorgt.

Chefredaktor der Zentralredaktion ist Patrik Müller. Stellvertretende Chefredaktoren werden die beiden bisherigen Mantel-Leiter der „Luzerner Zeitung“ und der „Aargauer Zeitung“, Roman Schenkel und Raffael Schuppisser.

Die Leitung der Bundeshausredaktion in Bern verbleibt bei Anna Wanner und Doris Kleck. Die Leitung der Wirtschaftsredaktion übernimmt neu Andreas Möckli. Katja Fischer de Santi und Sabine Kuster übernehmen gemeinsam die Teamleitung des Ressorts Gesellschaft/Leben/Wissen, Stephan Künzli jene der Kultur. Etienne Wuillemin leitet das zentrale Sportressort, Samuel Schumacher wird Chef des Ausland-Ressorts.

Starke Quoten für ORF-Sondersendungen

Die aktuelle Regierungskrise hat dem ORF auch am gestrigen Montag Millionenreichweiten beschert: An der Spitze der mehrstündigen Sondersendung steht die „ZIB 1“ mit bis zu 1,5 Millionen Zusehern, was einem Marktanteil von 56 Prozent entspricht, wie der Sender mitteilte. Den „Report spezial“ um 21 Uhr verfolgten rund 1,26 Millionen Seher (39 Prozent Marktanteil).

Auch die „ZIB spezial“ um 20.15 Uhr kam mit 1,18 Millionen Sehern über die Millionen-Marke, die „ZIB 2“ um 22 Uhr verfolgten 1,24 Mio. Seher, den „Runden Tisch“ um 22.25 Uhr sahen 937.000 Menschen. Ebenfalls stark bilanzierten die „ZIB spezial“-Ausgaben am Vormittag (bis zu 543.000 Seher) und am Nachmittag (bis zu 593.000 Seher). Den weitesten Seherkreis im Laufe des Tages beziffert der ORF mit 3,6 Millionen Sehern, was 48 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung ab 12 Jahren entspreche.

Zeit legt Regeln für Autoren fest

Die Zeit und Zeit Online haben Standards und Regeln festgelegt, an die sich alle ihre Autorinnen und Autoren halten müssen. Sie sind unter der Überschrift “Was ist in journalistischen Beiträgen erlaubt, was nicht?” im Zeit Online-Blog “Glashaus” veröffentlicht worden.

Darin heißt es zum Beispiel, Autoren dürften dramaturgische Mittel benutzen, um die Wirklichkeit in Szene zu setzen, nicht aber, um die Darstellung der Wirklichkeit zu verfremden. Auch dürfe keine Augenzeugenschaft vorgespiegelt werden: “Schilderungen und Erlebnisse, die aus zweiter Hand stammen, weil unser Autor nicht persönlich dabei war, sind als solche zu kennzeichnen”, heißt es in dem Blogbeitrag.

Erzählerischen Möglichkeiten sollen erlaubt bleiben

“Wir wollen einem Reporter keinesfalls verbieten, seine erzählerischen Möglichkeiten auszuspielen, aber es muss Grenzen geben für das, was die Beschreibung der Wirklichkeit betrifft”, sagte Stefan Willeke, Mitglied der Chefredaktion der Zeit und Leiter der Kommission, die nach dem Relotius-Fälschungsfall untersuchen sollte, welche Konsequenzen beim Zeitverlag daraus zu ziehen seien.

BumerangTV: Neuer internationaler Gratis-Streamingdienst startet

Das Start-up BumerangTV feiert Deutschland-Premiere. Die kostenlose Streamingplattform zeigt ab sofort bekannte TV-Produktionen aus der Türkei und Spanien in Originalsprache und deutscher Synchronisierung.

Serien wie die bekannte türkische TV-Produktion „Das Osmanische Imperium“ können dank BumerangTV jetzt auch in Deutschland gestreamt werden. Der Streamingdienst versorgt seine Nutzer auch in der Bundesrepublik, in der Schweiz und Österreich ab sofort mit fremdsprachigen Serien.

Die kostenlose Video-on-Demand-Plattform zeigt „Das Osmanische Imperium“ auch auf Deutsch. Die 307-teilige Serie mit vier Staffeln erzählt die Geschichte des Sultans Süleyman I. im 16. Jahrhundert. Dieser gilt als einer der bedeutendsten Osmanenherrscher. Neben historischen Ereignissen dreht sich die Serie um Liebe, Leidenschaft, Intrigen, Machtkämpfe und den Mysterien des Harems, kündigt bumerangTV an.

Ibiza-Video: ZDF schließt Beteiligung Böhmermanns aus

Das heimlich aufgenommenes Video hat eine Regierungskrise ausgelöst, auch die Rolle von Jan Böhmermann war zuletzt unklar. Nun hat das ZDF versichert, dass der Satiriker nichts mit der Entstehung des Videos zu tun hatte. Jan Böhmermann machte bereits im April eindeutige Anspielungen – er kannte das Video schon vorher.

Zuletzt mehrten sich die Spekulationen, Böhmermann könne doch irgendwie hinter dem Ibiza-Video stecken. Er postete er bei Twitter den Link zu einer Homepage, die einen Countdown zeigt. Dieser Countdown endet am 15.05. um 20:15 Uhr. Im Quelltext der Seite findet sich auch das Wort „Ibiza“.

Was genau Böhmermann plant, ist unklar. Durch das Dementi des ZDF ist nun aber wenigstens klar, dass der Satiriker nicht hinter dem Video steht. Dass seine Rolle dennoch unklar bleibt, ist auch auf seine Kommunikationsstrategie zurückzuführen.

Sat.1-Factualchef wird Chefredakteur bei Filmreif TV

Die auf Factual-Formate spezialisierte Produktionsfirma Filmreif TV holt den bisherigen Sat.1-Factualchef Martin Spieker an Bord. Er löst Regina Milde ab, die seit der Unternehmensgründung dabei ist und weiter der Geschäftsleitung angehört.

Seit 1993 agiert die Hamburger Produktionsfirma auf dem Fernsehmarkt – von Anfang an mit dabei ist Regina Milde, die bislang die Chefredaktion des Unternehmens innehatte. Diese Aufgabe übernimmt ab dem 1. Juni Martin Spieker, der zuletzt als Senior Vice President Factual für die Factual-Formate von Sat.1 und Sat.1 Gold verantwortlich zeichnete. Dazu zählen neben dem „Frühstücksfernsehen“ und der „Akte“ unter anderem „Plötzlich arm, plötzlich reich“, „Lenßen Live“ und „Endlich Feierabend“.

CH: Neuer Verein will sich für mehr Medienvielfalt einsetzen

Ein neugegründeter Verein „Pro Idée Suisse“ will die Medienvielfalt von Bern aus in der Schweiz fördern und sich gegen die zunehmende Zentralisierung der Medien in Zürich zur Wehr setzen. Ein prominent besetztes Unterstützungskomitee hilft.

Das Motto des neuen Vereins: Einsatz für eine vielfältige Schweizer Medienlandschaft und einen Service Public, welcher dem Föderalismus des Landes Rechnung trägt.

Al-Jazeera suspendiert Mitarbeiter wegen Holocaust-Beitrag

Der arabische Nachrichtenkanal Al-Jazeera hat wegen eines umstrittenen Videos über den Holocaust zwei Mitarbeiter suspendiert. Der Sender distanziere sich von dem „anstößigen Inhalt“ und werde derartiges Material auf seinen Plattformen nicht tolerieren, erklärte der Chef der Digital-Abteilung, Yaser Bishr.

Das Video und alle dazugehörigen Internet-Einträge seien gelöscht worden. Das Video war auf der Plattform AJ+ verbreitet worden und hatte in den sozialen Medien empörte Reaktionen vorgerufen. Zahlreiche Nutzer warfen dem in Katar ansässigen Sender Antisemitismus vor.

Auch das israelische Außenministerium verurteilte das Video auf Twitter. „Dieses den Holocaust verleugnende Video hätte überhaupt nicht produziert werden dürfen“, schrieb ein Ministeriumssprecher auf Twitter. „Gut, dass es gelöscht wurde.“

„Der Name der Rose“: Nächste Sky-Eventserie startet

Am 24. Mai kehrt ein Klassiker zurück: „Der Name der Rose“. Umberto Ecos Werk ist weltweit als Buch oder Kinofilm bekannt; schon bald reiht sich eventuell in der Aufzählung auch noch eine Serie ein. Sky 1 zeigt in acht Episoden Geschichten aus dem bekannten mittelalterlichen Benediktinerkloster in Italien.

Die deutsch-italienische TV-Adaption der Tele München Gruppe hat satte 26 Millionen Euro Produktionskosten verschlungen. Ein Teil des Geldes ist jetzt sicherlich auf dem Konto von Schauspieler John Turturro („Transformers“, „The Night of“, „The Big Lebowski“), der für „Der Name der Rose“ in die Rolle des Franziskanermönch William von Baskerville schlüpft.

DAB Plus in Großbritannien auf dem Vormarsch

56,4 Prozent beträgt mittlerweile der Anteil von digitalem Hören am Radiokonsum in Großbritannien. Die Zahlen beruhen auf einer offiziellen Umfrage des von BBC und den britischen Privatradios gemeinsam betriebenen Marktforschungsinstituts Rajar.

Das Ergebnis zeigt den stärksten Anstieg am gesamten Radiokonsum seit Beginn der Erhebungen, heißt es. Der Digitalradio-Anteil auf der Insel um ganze 5,5 Prozentpunkte gewachsen: Mehr als zwei Drittel davon (71,6 Prozent) entfallen auf DAB Plus.

„Kommersant“: nach Oligarchen-Einfluss ohne Innenpolitik-Redaktion

Der Druck auf russische Medien steigt: Nachdem der Oligarch und Alleinaktionär der führenden Moskauer Tageszeitung „Kommersant“, Alischer Usmanow, die Entlassung zweier prominenter Journalisten durchsetzte, die korrekt über die mögliche Ablöse von Senatspräsidentin Walentina Matwijenko berichtet hatten, hat nahezu die gesamte Innenpolitikredaktion der Zeitung ihre Kündigung eingereicht.

Die aktuellen Kündigungen, die die Zeitung in ihre wahrscheinlich tiefste Krise seit der Gründung des Verlagshauses im Jahr 1989 stürzen könnten, künden gleichzeitig von einem immer größer werdenden Druck auf Journalisten in Russland. 2011 war der legendäre und kürzlich verstorbene Chefredakteur des Wochenmagazins „Kommersant-Wlast“ Maksim Kowalski auf Initiative von Alischer Usmanow wegen eines Fotos entlassen worden, in dem der damalige russische Premierminister Wladimir Putin derb auf einem Wahlzettel zum Teufel gewünscht wurde. Nunmehr reicht, so die verbreitete Einschätzung in Moskau, der Wunsch einer realpolitisch nicht sonderlich mächtigen Präsidentin des Föderationsrates, über deren Karriereaussichten Journalisten korrekt berichtet hatten.

Amazon Prime Video produziert Sport-Dokuserie über Borussia Dortmund

Amazon hat eine Sport-Dokuserie über die Saison 2018/2019 von Borussia Dortmund angekündigt. Alle vier Folgen der noch unbetitelten Reihe sollen vor dem Start der neuen Bundesligasaison ab dem 9.August 2019 exklusiv auf Amazon Prime Video zur Verfügung stehen.

Der Streamingdienst stellt die Eigenproduktion, die sich derzeit noch in der Entwicklung befindet, in über 200 Ländern und Territorien zum Abruf bereit. Hinter dem Projekt steht der preisgekrönte Filmemacher Aljoscha Pause, der sich bereits für die Dokumentationen ‚Being Mario Götze‘ und ‚Tom Meets Zizou: Kein Sommermärchen‘ verantwortlich zeichnete.

Kleine Zeitung startet mit E-Mail-Magazin ein neues redaktionelles Angebot für Wien

In Newsletter-Form produziert ein neu zusammengestelltes Redaktionsteam drei Ausgaben des E-Mail-Magazins pro Woche inklusive Podcast-Serien, die inhaltlich an wien.memo andocken.

Die Kleine Zeitung startet mit wien.memo ein neues redaktionelles Angebot, das sich an Wiener und alle, die es nie werden wollten, richtet. Zum Start gibt es zudem den Grätzlcast, eine Podcast-Serie in der prominente (Wahl-)Wiener vom Leben in ihrem Bezirk sowie von ihren Lieblingsecken erzählen. Dem E-Mail-Magazin und der Podcast-Serie liegen eine gemeinsame Idee zugrunde: Beiden Formaten können konsumiert werden, wann, wo und wie man möchte. Auf dem Handy, am Tablet, am Laptop und sogar auf der Smartwatch. Und auf den individuell bevorzugten Plattformen: per Mail, auf iTunes, Spotify oder Google Podcasts.

DuMont startet Paid Content für Kölner Zeitungstitel

Die Kölner DuMont Mediengruppe führt auf den Websites des ‚Kölner Stadt-Anzeigers‘ und der ‚Kölnischen Rundschau‘ kostenpflichtige Inhalte ein.

So soll ein Großteil der Inhalte weiterhin kostenfrei verfügbar sein, nur bestimmte Beiträge verpflichten zur Registrierung oder zum Digital-Abo. Das digitale Bezahlmodell bedeutet für DuMont Neuland. Erfahrungen hat das Medienhaus hingegen mit Registrierungen gemacht. Beim ‚Köner Stadtanzeiger‘ wurden bereits über 100.000 Registrierungen generiert, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilt. Über alle Titel von DuMont Rheinland sind es demnach 190.000 Registrierungen.

LYX.audio: Bastei Lübbe gründet neues Audiolabel

Das Bastei Lübbe-Imprint Lyx bekommt ein eigenes Hörbuchlabel. Bei LYX.audio sollen ausgewählte Hörbücher aus dem Verlagsprogramm erscheinen. Das erste Hörbuch-Programm startet im Sommer 2019 mit etwa 40 Titeln. Als Sprecher wurde u.a. Milena Karas, Nicolás Artajo, Leonie Landa und Max Felder verpflichtet. Künftig sollen dann etwa 20 Titel pro Halbjahr erscheinen.

LYX.audio ist neben Lübbe Audio und HarperCollins bei Lübbe Audio das dritte Hörbuchlabel von Bastei Lübbe und wird wie die anderen Labels von Marc Sieper geleitet.

Bedey Media kauft CharlesVerlag

Bedey Media hat einen weiteren Kleinverlag gekauft: Seit Anfang Mai ist der Frankfurter CharlesVerlag neu im Portfolio der Hamburger Gruppe.

In dem 2015 gegründeten CharlesVerlag erscheinen vor allem Bücher von Frankfurter Autoren mit regionalem Bezug. Autoren sind u.a. Sibylle Nicolai, Daniel Holbe sowie Henni Nachtsheim und Gerd Knebel, bekannt als Comedy-Duo „Badesalz“. „Mit den bekannten Autoren des CharlesVerlags und dem bunten Mix an belletristischen Titeln wird unser Verlagsprogramm noch vielfältiger“, sagt Verleger Björn Bedey, der auch als Sprecher der IG Unabhängige Verlage des Börsenvereins aktiv ist.

Mit der Übernahme des CharlesVerlags gehören jetzt fünf Belletristik-Imprints zum Bedey-Media-Portfolio. Zuletzt wurden im Januar der Dryas Verlag (Krimis, Fantasy, Romance) und im April der Verlag Edition Krimi übernommen.

2,1 Millionen sahen Neuwahl-Rede von Kanzler Kurz im ORF

2,122 Millionen Menschen verfolgten am 18.5. die live im ORF übertragene Rede von Bundeskanzler Sebastian Kurz, in der er das Ende dieser Koalition mit der FPÖ und Neuwahlen ankündigte. Die „Zeit im Bild“ mit der Kanzler-Rede hatte im Schnitt fast 1,9 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.

Als Heinz-Christian Strache zuvor seinen Rücktritt als Vizekanzler und als FPÖ-Chef bekanntgab, schauten im ORF bis zu 911.000 Menschen zu.

Die „ZiB Spezial“ ab 20.14 mit der Erklärung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen verfolgten im Schnitt 1,4 Millionen Menschen, den anschließenden „Runden Tisch“ 1,09 Millionen.

Die vielen Sendungsteile des Song Contest verfolgten am Samstagabend 400.000 bis 627.000 Menschen im Schnitt.

Fachmedien 2018: Auflagen sinken

Zum zweiten Mal in Folge sinken die Bruttowerbeeinnahmen der Top-150-Fachmedien, die HORIZONT exklusiv ermittelt. 2018 spülte Werbung rund 600 Millionen Euro in deren Kassen, das sind 2,6 Prozent weniger als 2017. Doch die Entwicklung innerhalb der 150 größten Titel verläuft uneinheitlich – es gibt Gewinner und Verlierer. Die Reihenfolge der Top-5-Titel bleibt indes unverändert.

Mit dem Deutschen Ärzteblatt und der Lebensmittel Zeitung (LZ) stehen – trotz leichter Verluste – wie in den Vorjahren zwei Titel unangefochten an der Spitze. Hinter der zweitplatzierten LZ mit 38,9 Millionen Euro Bruttowerbeumsatz folgen mit TextilWirtschaft und Horizont zwei weitere Titel aus der dfv Mediengruppe. Beide erzielen jeweils 15,9 Millionen Euro mit Werbung. Das Frankfurter B-to-B-Medienhaus stellt allein 15 der 150 größten Fachmedientitel sowie mit 122,1 Millionen Euro ein Fünftel des im Ranking ermittelten Umsatzes. Dahinter rangieren die Südwestdeutsche Medienholding (16 Titel, 54,99 Millionen Euro) und WEKA (12 Titel, 51,41 Millionen Euro).

ZDFneo kündigt neue eigenproduzierte Crime-Serie an

ZDFneo investiert weiter in eigene Serien. Das nächste Projekt trägt den Titel ‚Dunkelstadt‘ und wird seit Anfang Mai 2019 in Antwerpen und Umgebung produziert wird. Die Krimiserie dreht sich um eine Privatdetektivin, die ihr Talent für „Social Engineering“, der zwischenmenschliche Beeinflussung, dazu einsetzt, um Personen Informationen zu entlocken oder in ihnen bestimmte Verhaltensweisen auszulösen.

Wie der Spartensender mitteilt, bedient sich ‚Dunkelstadt“ an den Erzählweisen und Ästhetik des Film Noir. Hinter dem Format steht die Produktionsfirmen Zeitsprung Pictures GmbH und AT-Production aus Belgien im Auftrag von ZDFneo.

Lyrik-Boom in Großbritannien

Lyrik legt zu: In Großbritannien steigen die Umsätze mit Gedichtbänden zweistellig. Der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr stieg um zwölf Prozent”.

Die derzeit beim britischen Publikum erfolgreichste Dichterin ist die Instagram-Größe Rupi Kaur, die ihre Werke in dem sozialen Netzwerk einem Millionenpublikum präsentiert und mittlerweile zwei Bücher veröffentlicht hat. Kaurs Werke sind in deutscher Ausgabe bei Lago („milk and honey – milch und honig”) und Fischer Sauerländer („Die Blüten der Sonne”) erschienen.

G+J will „Stern Crime“ erneut ins Fernsehen bringen

Seit 2015 bringt der Hamburger Verlag Gruner + Jahr (G+J) das Crime-Magazin „Stern Crime“ heraus – und der Erfolg der Macher ist durchaus beachtlich. Pro Ausgabe verkauft man rund 80.000 Exemplare – und nun will man diesen Erfolg offenbar ausweiten. Wie das Branchenmagazin „new business“ berichtet, plant G+J rund um sein Magazin eine neue TV-Sendung, in der es um reale Verbrechen gehen soll.

Kooperieren wird man dabei mit der UFA. Sowohl die Produktionsfirma als auch der Verlag gehören zu Bertelsmann. Gegenüber „new business“ bestätigt eine Verlagssprecherin die Planungen, nennt aber keine weiteren Details: „Gemeinsam mit der UFA plant ‚Stern Crime‘ eine Fernsehsendung.“ Weitere Informationen will man noch nicht verraten. Unklar ist auch, bei welchem Sender das Format laufen soll.

Novellierung des KommAustria-Gesetzes: mehr Geld für Privat-TV und Radio

Der Nationalrat hat mit der Änderung des KommAustria-Gesetzes Privat-Fernsehen und -Radio die Fördermittel um jährlich fünf Millionen Euro auf 20 Millionen Euro aufgestockt.

Die Gesetzesänderung beschert dem Privatrundfunk rund fünf Millionen Euro mehr im Fördertopf, insgesamt aufgestockt auf 20 Millionen Euro. Für die Erhöhung des Förderfonds stimmten im Nationalrat neben den Koalitionsparteien auch SPÖ und NEOS. Ablehnend äußerte sich die Parlamentsfraktion Jetzt: Sie kritisierte – ähnlich wie die Sozialdemokraten – etwa, dass die nicht-kommerziellen Anbieter nicht berücksichtigt wurden und nach wie vor offen bleibe, was die Bundesregierung im Hinblick auf den ORF plane.

Die Subventionen sollen dazu dienen, Programmvielfalt sicherzustellen und hochwertige Inhalte, insbesondere im Informations-, Kultur- und Bildungsbereich zu unterstützen. Zudem sollen künftig ausdrücklich auch TV-Formate, die Medienkompetenz fördern, mehr Fördermittel kommen. Mit einem ÖVP-FPÖ-Abänderungsantrag soll darüber hinaus auch die Durchführung von Ausbildungsprojekten sichergestellt werden.

ProSiebenSat.1 fordert Fonds in Höhe von 50 bis 100 Mio. Euro

ProSiebenSat.1-Vorstand Conrad Albert fordert mal wieder Geld vom Staat. Er bringt die Idee ins Spiel, dass sich Privatsender mit Publib-Value-Formaten für eine staatliche Förderung bewerben könnten. Die ProSiebenSat.1-Sender setzen aktuell einen inhaltlichen Schwerpunkt zur Europawahl.

Es ist nicht das erste Mal, das Albert einen solchen Vorstoß macht. Bereits 2017 forderte er, dass “in dem Maße, in dem wir – die privaten TV-Vollprogramme – die Grundversorgung vor allem in jungen Segmenten de facto mitübernehmen”, diese Inhalte aus öffentlichen Mitteln finanziert oder mitfinanziert werden sollten. Er wünschte sich deshalb einen “Systemwechsel, damit die öffentliche Finanzierung sich nicht länger an der Institution fest macht, sondern am Inhalt”. Bislang fanden diese Forderungen in der Politik allerdings keinen großen Nachhall.

Bertelsmann steigert Umsatz im ersten Quartal

Die Bertelsmann-Gruppe startet mit einem Umsatzplus ins neue Jahr. Der Umsatz erhöhte sich auf 4,21 Milliarden Euro, den höchsten Wert seit 2008. Dies gab das Gütersloher Unternehmen am Donnerstag bekannt. Einen wichtigen Anteil daran hat die RTL Group.

Ein wichtiger Baustein aus Sicht der Bertelsmann-Gruppe ist die Mediengruppe RTL: Hier profitiert man unter anderem von der Tochter Fremantle mit Produktionen wie etwa der zweiten Staffel von “American Gods”. Der Umsatz der RTL Group stieg im ersten Quartal um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal auf 1,5 Milliarden Euro. Im klassischen TV-Werbegeschäft musste die Bertelsmann-Tochter hingegen einen Rückgang hinnehmen. Die Erlöse sanken im Kerngeschäft um zwei Prozent auf 1,08 Milliarden Euro.

Die Digitalerlöse gingen um 15,8 Prozent auf 220 Millionen Euro nach oben (1. Quartal 2018: 190 Mio. Euro). Zudem entwickelten sich die Streaming-Plattformen TV Now in Deutschland und Videoland in den Niederlanden positiv. Insgesamt stieg die Zahl der Abonnenten um 59 Prozent auf 1,15 Millionen im Vergleich zu Ende März 2018.

Bernd Hirsch, Finanzvorstand von Bertelsmann, nannte die kommenden Ziele: “Für das Gesamtjahr rechnen wir unverändert mit einem höheren Umsatz sowie einer weiterhin hohen operativen Profitabilität. Unser Konzernergebnis soll erneut die Milliardenmarke übersteigen.”

Zum Bertelsmann-Konzern zählen neben der Sendergruppe RTL Group unter anderem die Töchter Penguin Random House (Buchverlag), Gruner + Jahr (Zeitschriften), BMG (Musikrechte) sowie Arvato (Dienstleistungen). Eigentümer sind Stiftungen, darunter die Bertelsmann-Stiftung.

Facebook verschärft Einschränkungen für Livestreams

Zwei Monate nach dem Facebook-Livestream des Angriffs auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch hat das Online-Netzwerk neue Einschränkungen für die Plattform angekündigt.

Als Beispiel für einen schwerwiegenden Regelverstoß nannte Facebook die Weiterleitung eines Links zu einer Mitteilung einer Terrorgruppe ohne Einordnung. Als ein Beispiel-Zeitraum für eine Sperrung wurden 30 Tage angegeben. Als weitere Einschränkung sei geplant, dass von der Live-Plattform ausgeschlossene Nutzer unter anderem auch keine Anzeigen bei Facebook schalten können.

Außerdem will Facebook in einem 7,5 Millionen Dollar teuren Forschungsprojekt gemeinsam mit Wissenschaftlern die Bilderkennung in Videoaufnahmen verbessern. Die Algorithmen von Facebook hatten zum Teil Probleme, von Nutzern neu hochgeladene Kopien des Christchurch-Videos zu entdecken, wenn sie etwas verändert worden waren.

Wikipedia blockiert: China sperrt Online-Enzyklopädie

Vor dem dreißigsten Jahrestag des Pekinger Tiananmen-Massakers haben chinesische Zensoren die Online-Enzyklopädie Wikipedia komplett gesperrt. Die Website war am Mittwoch in China nicht abrufbar. Die Sperre in sämtlichen Sprachen sei schon Ende April erfolgt, bestätigte Wikipedia laut BBC-Angaben. Zuvor waren in China bereits Artikel auf Chinesisch gesperrt.

Die Regierung in Peking kontrolliert das chinesische Internet mit zunehmender Härte. Gesperrt ist etwa die Suchmaschine Google. Auch soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Youtube und Whatsapp sind geblockt; ebenso Nachrichtenseiten der „New York Times“, des „Wall Street Journal“ und aus Sicht der Zensoren politisch heikle oder chinakritische Websites. Wer die Blockaden umgehen will, braucht einen VPN-Tunnel (Virtual Private Network), der den Zugriff auf die Seiten über die Knotenpunkte in anderen Ländern lenkt.

Vor allem vor wichtigen politischen Ereignissen oder für die Regierung heiklen Gedenktagen gehen die Behörden jedoch stärker gegen solche geschützten Verbindungen vor, indem sie diese massiv stören. In drei Wochen jährt sich zum 30. Mal das Tiananmen-Massaker. Im Frühjahr 1989 hatten sich auf dem Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen-Platz) über Wochen hinweg Demonstranten versammelt und politische Reformen gefordert. In der Nacht zum 4. Juni 1989 rollten Panzer an. Soldaten eröffneten das Feuer auf die Demonstranten. Bis heute verschweigt Chinas Regierung die wahre Zahl der Opfer. Es dürften jedoch mehrere hundert Tote gewesen sein. Tausende Demonstranten landeten in Gefängnissen oder Arbeitslagern.

Disney übernimmt Kontrolle über Videodienst Hulu

Disney übernimmt die Kontrolle beim US-Videodienst Hulu und wird damit zu einem stärkeren Player im Streaming-Geschäft. Disney bekommt ab sofort die operative Führung bei Hulu und hat die Option, dem verbliebenen Partner NBCUniversal aus dem Comcast-Konzern dessen Anteil von rund einem Drittel in einigen Jahren abzukaufen.

Hulu war ursprünglich als Gemeinschaftsplattform der großen amerikanischen TV-Senderketten an den Start gegangen. Mit der jüngsten Übernahme des Fox-Fernsehgeschäfts bekam Disney bereits eine Mehrheitsbeteiligung an dem Dienst – und das machte eine Neuordnung letztlich unumgänglich. Die Eigentumsverhältnisse hatten sich zuletzt weiter bereinigt als Hulu den Anteil des Telekom-Konzerns AT&T zurückkaufte – damit sind jetzt nur noch Disney und Comcast die beiden Anteilseigner. Hulu ist bisher nur in den USA aktiv.

Disney kann den Comcast-Anteil ab Jänner 2024 zurückkaufen. Für die Preisberechnung garantiert Disney dabei eine Gesamtbewertung von Hulu von mindestens 27,5 Mrd. Dollar (24,5 Mrd. Euro). Da auch vereinbart wurde, dass der Anteil von Comcast in dieser Zeit nicht unter 21 Prozent fällt, stehen dem Kabel-Konzern damit garantierte 5,8 Mrd. Dollar zu.

Digitales Wirtschaftsportal Quartz setzt nun auch auf Paid Content

Vor rund sieben Jahren ist Quartz an den Start gegangen. Nun haben die Verantwortlichen angekündigt, erstmals eine Paywall einzuführen. Per Mitgliedschaft bekommen die Leser künftig für 14,99 US-Dollar monatlich exklusive Inhalte.

Die digitale Nachrichtenseite Quartz hat nun entschieden, einen Teil ihrer eigens produzierten Online-Angebote hinter eine “Metered Paywall” zu stellen, die dann nur noch Abonnenten zugänglich sind. Laut Ankündigung soll nach einer auf jeden Leser angepassten Artikelanzahl ein Werbebanner kommen, der auf die Quartz-Mitgliedschaft hinweist. Ob es sich dabei um zehn oder 15 Artikel handelt, hängt dabei sowohl von persönlichen Präferenzen der Nutzer als auch der Wahrscheinlichkeit ab, überhaupt Abonnent zu werden. Die E-Mail-Newsletter und die Apps bleiben weiterhin kostenfrei.

Keine Paywall zu haben, war ursprünglich Teil der Strategie, wie Verleger und CEO Jay Lauf 2013 gegenüber dem Guardian sagte. Mobile-first und frei zugängliche Inhalte waren die Devise, auch um möglichst schnell ein großes Publikum zu erreichen. Der Erfolg gab den Machern zunächst recht. Im September 2017 teilte der Medienkonzern in eigener Sache mit, dass man über die diversen Kanäle monatlich 100 Millionen Nutzer erreiche. Mittlerweile arbeiten über 100 Angestellte im Newsroom.

US-Bildungsriesen Cengage und McGraw-Hill fusionieren

Im weiterhin schwächelnden US-Bildungsmarkt haben zwei der größten Wettbewerber die Konsequenzen gezogen und sich zusammengetan: Aus der Fusion von McGraw-Hill Education und Cengage entsteht der zweitgrößte Bildungskonzern Nordamerikas mit einem kumulierten Umsatz von 3,16 Mrd Dollar. Sobald der Deal rechtskräftig ist, was spätestens Anfang 2020 der Fall sein soll, tritt das neue Unternehmen als McGraw-Hill an.

Twitter sperrt Zeitung aus

Fragt man Anbieter sozialer Medien, ob sie wohl so eine Art Verleger sind, ist die Antwort stets dieselbe: natürlich nicht, denn Facebook und Twitter wählten ja keine Inhalte aus, sondern böten nur eine Plattform an. Dass sie doch eine Art Superverleger sein können, zeigte Twitter am Montag: Der Dienst sperrte das Konto der „Jüdischen Allgemeinen“. Hintergrund sind verschärfte Regeln gegen Wahlfälschung, die sich Twitter kürzlich aufgegeben hatte.

„@JuedischeOnline“ hatte am Sonntag folgenden Text getwittert: „Warum Israels Botschafter Jeremy Issacharoff auf Gespräche und Treffen mit der AfD verzichtet“, begleitet von Hashtags und der Erwähnung des israelischen Botschaftaccounts. „Du darfst keine Inhalte veröffentlichen, in denen falsche Informationen zu Wahlen oder zur Wahlregistrierung bereitgestellt werden“, beschied Twitter daraufhin und verkündete, die Funktionen des Accounts seien zwölf Stunden lang eingeschränkt. Es ist eine Art digitales Lock-in, betroffene Nutzer können zwar lesen, aber nichts schreiben oder kommentieren.

Amazon Prime Video bringt neue Star Trek-Serie nach Deutschland

Der Streaming-Anbieter Amazon Prime Video hat sich von dem US-Network CBS die Rechte an der noch unbetitelte Star Trek-Serie über Jean-Luc Picard in über 200 Ländern und Gebieten gesichert.

In der neuen Star Trek-Serie kehrt Sir Patrick Stewart in seiner Rolle des ehrwürdigen Kommandanten Jean-Luc Picard zurück, den er in ‚Raumschiff Enterprise – Das nächste Jahrhundert‘ in sieben Staffeln verkörperte. Die Serie folgt dem ikonischen Charakter im nächsten Kapitel seines Lebens.

‚Tagesspiegel‘ macht seinen Newsletter kostenpflichtig

Der ‚Checkpoint‘-Newsletter von ‚Tagesspiegel‘-Chefredakteur Lorenz Maroldt erscheint ab sofort als kostenpflichtiges Abonnement von Montag bis Samstag ab 6 Uhr. Als ‚Checkpoint‘-Kurzstrecke wird es allerdings weiterhin eine kostenlose gekürzte Fassung des Newsletters geben, die über die wichtigsten Nachrichten des Tages informiert. Der ‚Checkpoint‘-Newsletter hat aktuell über 97.000 Abonnenten.

Zahlende Abonnenten erhalten den ‚Checkpoint‘-Newsletter zukünftig mit exklusiven Nachrichten, dem beliebten Comic ‚Berliner Schnuppen‘ sowie ab sofort mit einer zusätzlichen Samstagsausgabe mit Kultur- und Freizeittipps.

Netflix gibt ersten deutschen Film in Auftrag

Netflix hat seinen ersten Film in Deutschland in Auftrag gegeben. Die Liebeskomödie „Isi & Ossi“ wird derzeit in Berlin und Baden-Württemberg gedreht und soll Anfang 2020 Premiere feiern. Produziert wird der Film von X Filme Creative Pool.

Im Mittelpunkt der „Young-Adult-Liebeskomödie“ (Netflix) stehen die Milliardärstochter Isi aus dem schicken Heidelberg und der mittellose Boxer Ossi aus dem benachbarten Mannheim. Beide wollen den anderen eigentlich nur ausnutzen: Ossi will dem reichen Töchterchen das Geld für seinen ersten Profikampf aus der Tasche ziehen und Isi will mit der Beziehung ihre Eltern provozieren, damit diese ihr die ersehnte Ausbildung in New York finanzieren. Doch die kalkulierte Beziehung stürzt die beiden in ein Gefühlschaos, das ihr Leben auf den Kopf stellt.

„Kleine Zeitung“ mit „Memo“ in Wien

„Wien.Memo“ nennt die Bundesländerzeitung der Styria ihren Newsletter für „Wienerinnen und solche, die es nie werden wollten. Der Newsletter ist dreimal wöchentlich angekündigt, dazu gibt es mehrere Podcast-Formate.

Gegen die „Kleine“ als Zeitungsausgabe für Wien sprach in den internen Überlegungen und Tests etwa auch, dass selbst die Steirerinnen und Steirer, Kärntnerinnen und Kärntner in Wien Inhalte aus der Heimat wollen, wenn sie zur „Kleinen“ greifen.

EU-Finanzspritzen für Euronews sollen besser geprüft werden

Die meisten EU-Bürger hätten keinen Zugang zu dem zwischen 2014 und 2018 mit knapp 25 Millionen Euro jährlich geförderten Sender, erklärte der Rechnungshof. Zudem gebe es Schwachstellen bei der Überprüfung, wie das Geld eingesetzt wird.

Euronews wurde 1993 von zehn öffentlich-rechtlichen Sendern gegründet, um die europäische Identität und Integration zu stärken. Inzwischen gehört der Sender nach Angaben des Rechnungshofs zu 60 Prozent der Gesellschaft Media Globe Networks und zu 25 Prozent dem Sender NBC News.

Die EU-Kommission habe von 2014 bis 2018 Verträge über insgesamt 122 Millionen Euro mit Euronews geschlossen, im Durchschnitt jährlich 24,5 Millionen Euro. „Die EU stellt einem größtenteils in Privatbesitz befindlichen Fernsehsender eine Haupteinnahmequelle bereit“, erklärte Rechnungsprüfer Mihails Kozlovs.

Die EU-Kommission sei gehalten, jährlich zu überprüfen, ob Euronews seine Verpflichtungen zur redaktionellen Unabhängigkeit und seines europäischen Blickwinkels nachkomme. „Wir haben jedoch keine formelle Verknüpfung dieser Verpflichtungen mit den Kriterien für die jährliche Gewährung von Finanzhilfen festgestellt“, monierte Kozlovs.

Netflix kauft StoryBots

Der Streamingdienst will sich damit mehr für Bildungsprogramme für Kinder im Vorschulalter engagieren. Es ist bereits der dritte Deal dieser Art. Nachdem Netflix 2017 den von Mark Millar gegründeten Comicverlag Millarworld kaufte und im vergangenen Jahr rund 30 Millionen US-Dollar für die ABQ Studios zahlte, geht das Unternehmen jetzt einen Deal mit den Brüdern Gregg und Evan Spiridellis ein.

Im Rahmen dieser Abmachungen wollen Netflix und die Brüder Spiridellis mehr StoryBots-Programme produzieren, einschließlich Serien- und Kurzform-Specials. Sie planen darüber hinaus, in neue Bereiche zu expandieren.

Netflix startete 2016 die Animationsserie „Ask the StoryBots“, die verschiedene Formate verwendet – einschließlich 3D, 2D, Ton, Stop-Motion und Live-Action -, um klassische Kinderfragen wie „Warum ist der Himmel blau?“ zu beantworten.

Wird ORF-Gesetz an neue ARD- und ZDF-Regeln angelehnt?

Am 1. Mai ist der Startschuss für den neuen Rundfunkstaatsvertrag in Deutschland gefallen. Dieser bestimmt, dass ARD und ZDF ihren Schwerpunkt in den eigenen Online-Angeboten auf Bewegtbild und Ton legen müssen. Er sichert den öffentlich-rechtlichen Sendern in der Bundesrepublik aber auch zu, Video- und Audiobeiträge länger als sieben Tage zum Abruf anbieten zu können und eigene Formate für Facebook, Youtube und andere Plattformen zu produzieren. Ziehen die Österreicher jetzt nach?

Nun könnte ein Entwurf zum ORF-Gesetz ähnlich zum deutschen Gesetz ausfallen. Für den ORF gilt die Sieben-Tage-Regel noch, in der Diskussion stehe dem Artikel nach nun jedoch ein Limit von 30 Tagen, heißt es. Durch die Änderung könnten Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen damit länger als bisher abgerufen werden. Der Gedanke dahinter: Einem veränderten Fernsehverhalten Rechnung tragen.

Darüber hinaus darf der ORF bisher keine Videoformate für das Internet produzieren. Aus diesem Grund wird beispielsweise das für Handys gedachte „ZiB 100“ zunächst auf ORF 3 ausgestrahlt. Eine Vielzahl von Marken der Sendeanstalt sind auf sozialen Medien nicht mehr zu finden, da der ORF diese in letzter Zeit stark reduziert hat.

Mit dem Entwurf zum neuen ORF-Gesetz ist nach der EU-Wahl zu rechnen.

Sporttotal.tv wird in Samsungs Smart TVs integriert

Zum Start der Saison 2019/2020 wird die Sport-Streaming- und Video-on-Demand-Plattform Sporttotal.tv ihre Inhalte auf Smart TVs von Samsung übertragen und steuert künftig alle Amateursport-Inhalte bei. Dafür sorgt die neue Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen.

Neben Amateurfußball beginnend bei den Regionalligen gehören auch Feldhockey, Basketball, Eishockey, Futsal oder Spiele der Volleyball-Bundesliga der Damen und Herren zu den Sportarten, in der Samsung Sportworld von Anfang an übertragen werden. Zugleich wird Samsung Smart TV-Partner von Sporttotal.tv.

Sendung „Diagonal“ wird 35

Am 19. Mai 1984 ist die erste Ausgabe von Diagonal – Radio für Zeitgenossen in Ö1 auf Sendung gegangen. 35 Jahre später, im Mai 2019, können die Radiomacher eine Bilanz vorweisen, die sich hören lassen kann: 1600 zweistündige Sendungen haben sie geschrieben und produziert, rund 3200 Radiostunden oder 140 ganze Tage – prall gefüllt mit Personen- und Themensendungen, Magazinen und Stadtporträts, in denen Memphis, Nairobi und Rio de Janeiro dieselbe liebevolle Aufmerksamkeit gewidmet wurde wie Ottakring und Entenhausen.

Ein Grund mehr, all jenen, die dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Österreich aus fadenscheinigen politischen Gründen den Garaus machen wollen, Widerstand entgegenzusetzen.

Klambt stellt die erst kürzlich erworbene Zeitschrift ‚Dr. Wimmer‘ ein

Die Mediengruppe Klambt aus Speyer nimmt das Magazin ‚Dr. Wimmer‘ nach vier Ausgaben wieder vom Markt. Klambt hatte den Titel erst im September 2018 gemeinsamen mit fünf weiteren Zeitschriften vom Hamburger Jahreszeiten-Verlag erworben. Das Heft ist am 14. November 2018 mit der Heftnummer 4/2018 letztmalig erschienen.

Die erste Ausgabe von ‚Dr. Wimmer‘ kam im Frühjahr 2018 in einer Auflage von 100.000 Exemplaren zum Preis von 4,5 Euro auf den Markt. Der Jahreszeiten Verlag hatte für das vierteljährliche Magazin eine Kooperation mit dem TV-Arzt Dr. Johannes Wimmer (NDR) vereinbart.

Vox pilotiert demnächst ein neues Musikformat

Gerade erst ist die neue Staffel von „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ bei Vox gestartet. Nun ist bekannt geworden, dass der Sender Anfang Juni das nächste Musikformat pilotiert. Am 5. Juni werden Teile der neuen Sendung, die noch keinen Namen hat, im Berliner Club Bricks aufgezeichnet. Sonderlich viele Informationen gibt es bislang allerdings noch nicht. Der Ticketseite lässt sich entnehmen, dass es um einen der „größten und bekanntesten Sänger Deutschlands“ gehen soll.

Dieser Sänger schreibt und performt ein Lied für „einen ganz besonderen Menschen“. Weitere Informationen, etwa wer die Pilot-Ausgabe moderiert, steht derzeit noch nicht. „Wir arbeiten gerade an einer Idee für eine neue Musik-Doku, in der ein bekannter Ausnahmesänger einen Menschen mit einer ganz besonderen Geschichte trifft, um ihm ein außergewöhnliches Geschenk zu machen: ein Lied über ihn und sein Leben. Dafür begleitet er den Menschen in seinem Alltag und führt intensive Gespräche. Wie sich schließlich die Melodie seines Lebens anhört, erfährt er am Ende der Folge.“ Dann werde der Song vor Publikum performt.

Böhmermann: Prominente Autoren kritisieren ORF-Distanzierung scharf

Prominente Autoren rund um Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek haben an der Distanzierung des ORF von den Äußerungen Jan Böhmermanns scharfe Kritik geübt. Auch distanzieren sich die Autoren in einem Schreiben von „Selbstzensur“ und bestehen auf der „Mündigkeit des Publikums“.

„Wir distanzieren uns von der Distanzierung des ORF von den Äußerungen Jan Böhmermanns in seinem Interview mit dem ORF in der Sendung ‚Kulturmontag‘ am 6.5.2019 anlässlich seiner Ausstellung im Grazer Künstlerhaus“, heißt es in der Erklärung. „Wir distanzieren uns von der Bevormundung des Kulturpublikums durch den ORF, der meint, ihm erklären zu müssen, wie es die Äußerungen Böhmermanns zu verstehen hätte.“

Unterzeichnet wurde das Schreiben neben Jelinek von den Autoren Gerhard Ruiss, Gerhard Zeillinger, Eva Menasse, Kathrin Röggla, Doron Rabinovici und Marlene Streeruwitz. Bezug genommen wurde auch auf Anzeigen gegen Böhmermann durch die Wiener Anwaltskanzlei von Wolfgang List, der eine Herabwürdigung des Staates gegeben sah.

NBC setzt 2019/20 auf Stabilität statt große Ambitionen

In Zeiten gewaltiger Umwälzungen, denen sich die TV-Branche gegenüber sieht, wollen die neuen NBC-Chefs ihr Network vor allem als Stabilitäts-Anker positionieren. Etwas Bewegung gibt’s im Comedy-Bereich – doch ein nächster großer Serien-Hit ist kaum auszumachen.

In diesen Zeiten also will NBC so etwas wie der Fels in der Brandung sein – gerade auch für Werbekunden, die vom Erfolg von Netflix oder Prime Video ja wenig haben, weil dort gar keine klassische Werbung läuft. Und auf den erste Blick schrieb NBC seine Erfolgsgeschichte der letzte Jahre ja tatsächlich erneut fort. Mit ziemlicher Sicherheit verteidigt man die Marktführung in der Zielgruppe der 18- bis 49-Jährigen und muss sich beim Gesamtpublikum nur CBS geschlagen geben. Mit „Manifest“ und „New Amsterdam“ kamen die in der Zielgruppe quotenstärksten Dramaserien-Neustarts von NBC. Mit „This is us“ läuft die allgemein bei den 18- bis 49-Jährigen erfolgreichste Network-Serie bei NBC – die man im Überschwang nun gleich auf einen Schlag um drei (!!) weitere Staffeln verlängerte.

Mehr Bewegung ist im Comedy-Bereich drin, der von Telegdy und Cheeks als „Herzstück von NBC“ bezeichnet wurde. Wenn das so ist, dann leidet NBC aber an Herzschwäche – denn in den vergangenen Jahren feierte man zwar durchaus manchen Kritiker-Erfolg und heimste auch für die Rettung von „Brooklyn Nine-Nine“ Lob der Fans ein – doch große Quotenerfolge wollten sich nicht einstellen, vor allem was die klassische Ausstrahlung angeht. Daher fällt diesmal auch auf, dass man den Blick stärker als in den letzten Jahren wieder über den Tellerrand des eigenen Produktionsstudios hinaus richtete und auch mal wieder anderswo einkaufte. In Zeiten der „Vertical Integration“ war das zuletzt ja allgemein aus der Mode gekommen. Nun darf aber immerhin Sony die Sitcom „Indebted“ produzieren, wo „Die Nanny“ Fran Drescher ihr Seriencomeback feiert (was allerdings erst zur Mid-Season kommt), von 20th Century Fox (also letztlich Disney) stammt „Perfect Harmony“, eine Chor-Comedy. Sie soll gemeinsam mit „Sunnyside“ mit Kal Penn als abgestürztem Ex-Politiker, der nun eine Gruppe von Idealisten zur amerikanischen Staatsbürgerschaft verhelfen soll, sowie den etablierten Serien „Superstore“ und „The Good Place“ den weiterhin zweistündigen Comedy-Block am Donnerstagabend stärken.

Disney mit Gewinnsprung zu Jahresbeginn

Der Unterhaltungs-Gigant Disney bleibt auf der Erfolgsspur. Jüngst erst hat der Konzern mit „Avengers: Endgame“ einen riesigen Kinohit gelandet. In den drei Monaten bis Ende März stiegen die Erlöse verglichen mit dem Vorjahreswert um knapp drei Prozent auf 14,9 Milliarden Dollar (13,3 Mrd Euro), wie der Konzern nach US-Börsenschluss mitteilte. Dabei profitierte der Umsatz bereits von der Übernahme großer Teile des Rivalen 21st Century Fox, die sich zum Quartalsende erstmals in der Bilanz bemerkbar machte.

Vor allem aber konnte sich Disney abermals auf sein florierendes Geschäft mit Themenparks und Resorts verlassen. Die Kabelsparte mit dem angeschlagenen Sportsender ESPN und die Filmstudios warfen hingegen deutlich weniger Geld ab. Insgesamt steigerte Disney den Gewinn dennoch um über 85 Prozent auf 5,5 Milliarden Dollar. Allerdings ist der Vergleich wegen hoher Sonderfaktoren aufgrund der Fox-Übernahme verzerrt. Das bereinigte Ergebnis je Aktie sank um 13 Prozent auf 1,61 Dollar, übertraf damit jedoch die Markterwartungen.

Die Zukunft sieht Vorstandschef Bob Iger verstärkt im boomenden Streaming-Geschäft, wo sein Unternehmen mit dem Online-Service Disney+ auf dem US-Markt ab November Jagd auf Branchenführer Netflix machen will. Den jüngsten „Avengers“-Film können Disney+-Kunden ab 11. Dezember im Internet sehen, wie Iger verriet.

Mitgründer: Facebook muss zerschlagen werden

Der Mitgründer von Facebook, Chris Hughes, hat sich für eine Aufspaltung des Konzerns ausgesprochen. „In den USA gibt es die Tradition, Monopole einzuschränken, egal wie gut es das Management meint. „Die Macht von Mark (Zuckerberg) ist beispiellos und ‚un-amerikanisch'“, schrieb Hughes. Facebook ist mit über zwei Milliarden Nutzern das weltgrößte soziale Netzwerk. Zu dem Unternehmen gehören auch die Plattformen Whatsapp und Instagram, die jeweils von einer Milliarde Menschen genutzt werden.

Hughes, sein damaliger Mitbewohner Zuckerberg und Dustin Moskovitz gründeten Facebook 2004 in Harvard. Bereits drei Jahre später verließ Hughes das Unternehmen und erklärte, er habe in dieser Zeit eine halbe Milliarde Dollar verdient. „Mark ist eine gute, eine nette Person. Aber es ärgert mich, dass er bei seinem Streben nach Wachstum Sicherheit und Höflichkeit für mehr Clicks aufgegeben hat“, schrieb er in dem Artikel. Er sehe die Gefahr, dass Zuckerberg um sich nur Menschen geschart habe, die seine Ziele ebenfalls verfolgten und ihm nicht widersprächen. Facebook war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

SP-Dreyer befürwortet öffentlich-rechtlichen Newskanal

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), die zugleich Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder ist, hat sich für einen öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender ausgesprochen. Ein solcher Kanal sei „herzlich willkommen“, sagte sie. „Wir haben mit Phoenix, ZDFinfo und Tagesschau 24 öffentlich-rechtliche Informationssender, die aber nicht auf Breaking News ausgerichtet sind“, so Dreyer.

In diesem Zusammenhang verwies die Ministerpräsidentin darauf, dass die Medienpolitik derzeit über eine Flexibilisierung der Beauftragung von ARD und ZDF diskutiere. Dabei gehe es um „mehr Entscheidungsfreiheit“ bei der Erfüllung des Auftrags. „Ich kann mir vorstellen, dass wir uns darauf verständigen, dass die großen Programme im Staatsvertrag klar abgebildet sind und man den Sendern die Möglichkeit gibt, über die Sparten flexibler zu entscheiden“, sagte Dreyer gegenüber epd.

Nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame hatte sich bereits der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für einen öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender starkgemacht. Bislang ist ein solcher Kanal von der Politik jedoch nicht beauftragt worden. Der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm hatte nach der öffentlich geäußerten Kritik an der Berichterstattung von ARD und ZDF über das Feuer den Ball zurück an die Politik gespielt und gesagt, dass ein solcher Sender „Sache des Gesetzgebers“ sei.

„Natürlich hätten wir im Prinzip die Kraft und die Erklärkompetenz“, sagte Wilhelm. „Ein Wunsch des Publikums und auch vieler Kritiker, die auf uns blicken, wäre, dass wir in unserem Kernbereich der Informationen ein hohes Maß an Freiheit und Gestaltungsmöglichkeiten bekommen.“ Allerdings räumte der BR-Intendant mit Blick auf private Nachrichtenangebote ein, dass dieses Thema ein „wahres Minenfeld“ sei. Was er meint: Den Privatsendern wäre ein öffentlich-rechtlicher Newskanal ganz sicher ein Dorn im Auge.

Deutsche Welle unter Fälscher-Attacke

Eine Falschmeldung des russischen Staatssenders RT sorgt bei der Deutschen Welle für Empörung: In einem Artikel auf der russischsprachigen Internetseite des Senders hieß es, die westlichen Medien Voice of America, Radio Liberty und die Deutsche Welle (DW) hätten ein Video verbreitet, in dem angebliche Mitarbeiter des Flughafens Scheremetjewo lachen, während sie den Absturz des Suchoi Superjets 100 am 5. Mai auf ihren Bildschirmen verfolgen. Das Flugzeug war nach einem Blitzeinschlag notgelandet und in Flammen aufgegangen; 41 Menschen starben. Der Artikel insinuierte damit, dass sich westliche Medien über die Tragödie lustig machen und sie nutzen, um Fake News zu verbreiten.

Das Video ist offenbar gefälscht. Wie im Artikel von RT ausgeführt wird, habe eine Untersuchung des Flughafens ergeben, dass die lachenden Menschen keine Fluglotsen sind, wie im Untertitel des Clips behauptet wird. Trotzdem sei das Video mehr als sechstausendmal publiziert worden und habe auf allen sozialen Medien 7,5 Millionen Aufrufe gehabt. Im Artikel hieß es: „Den Analytikern zufolge sind an der aktiven Verbreitung des gefälschten Videos Anhänger von Petro Poroschenko, von Aleksej Nawalny, Radio Liberty, Voice of America und die Deutsche Welle beteiligt.“

Doch nicht nur das Video ist falsch – auch die RT-Geschichte über seine Verbreitung stimmt nicht. Im Rahmen der Programmbeobachtung sei den russischsprachigen Kollegen der Artikel aufgefallen, sagte der Sprecher der Deutschen Welle, Christoph Jumpelt. Die DW habe das Video nirgendwo verbreitet. Im Artikel sind überdies keine Links zu den vermeintlichen Berichterstattungen zu finden. Jumpelt forderte RT zu einer Richtigstellung auf.

RT reagierte nicht auf die Beschwerde der Deutschen Welle. Ivan Rodionov, der Chefredakteur von RT Deutsch, teilte auf Anfrage dieser Zeitung mit: „Die Deutsche Welle wurde von RT Deutsch im Zusammenhang mit dem Flugzeugabsturz nie erwähnt“. Man habe in keinem Artikel behauptet, dass die Deutsche Welle das Video verbreitet habe. Rodionov verwies auf das Mutterunternehmen RT. Auf unsere Anfrage dort teilte der Sender mit, dass die Informationen von einem unabhängigen Forschungsinstitut gekommen seien. RT habe später einige „Ungereimtheiten“ gefunden und daher den Artikel angepasst.

Das bedeutet: Einige Stunden nach der Mitteilung der Deutschen Welle nahm RT die betreffende Passage kommentarlos aus dem Artikel und ließ darunter wissen: „Korrektur: In einer früheren Version des Artikels stand, dass das Video mit der Reaktion der ,Sheremetjewo-Mitarbeiter‘ von der Deutschen Welle, Voice of America und Radio Liberty verbreitet worden ist. Das ist nicht so.“ Darunter weist RT gesondert darauf hin, dass Radio Liberty und Voice of America ausländische Agenten seien. Die Stellen, in denen ukrainische Blogger der Verbreitung bezichtigt werden, blieben im Artikel.

Das Eingeständnis der Falschdarstellung ist ein Erfolg für die Deutsche Welle. Doch der Fall ist nur ein weiteres Beispiel russischer Propaganda gegen westliche Medien, die sukzessive diskreditiert werden sollen. Es ist nicht leicht, den Überblick zu behalten: ein falsches Video, das in einer angeblich falschen Berichterstattung auftaucht, die gar nicht stattgefunden hat. Was bei russischen Lesern hängenbleiben kann, sind Zweifel an den ausländischen Medien. Wobei besonders perfide erscheint, ein Flugzeugunglück, bei dem 41 Menschen starben, für eine solche Aktion zu nutzen.

taz kündigt fünf neue Podcasts an

Das Podcast-Portfolio der Tageszeitung wird um fünf weitere Produktionen ergänzt. Dies ist das Ergebnis eines internen Wettbewerbs, der zunächst in zwölf Pilotepisoden mündete. Auch für die finalen fünf Podcasts wird es zunächst eine Testphase geben, ehe die „taz“ noch einmal eine Auswertung startet. Die Veröffentlichung soll demnächst starten, die erste Auskopplung „Angriff auf Europa“ ging bereits online.

„Immer mehr Menschen hören Podcasts – zuhause, auf dem Weg zur Arbeit oder auf Reisen. Klar, dass die taz als wichtige publizistische Stimme da nicht fehlen darf“, sagt taz-Redakteurin Anne Fromm, die Anfang 2019 den Podcast-Ausbau in Angriff nahm. „Mit unseren Podcasts wollen wir die Themen hörbar machen, bei denen die taz schon immer genauer hinschaut: rechte Netzwerke, soziale Bewegungen und eine vielfältige Gesellschaft. Wir stärken damit unseren Journalismus und bringen ihn in für uns neuer Form ins Netz.“

Burda bringt zwei neue ‚Freizeit Revue‘-Line-Extensions in den Handel

Kurz nach der Veröffentlichung der royalen britischen Babyfotos von Archie Harrison Mountbatten-Windsor bringt Burdas ‚Freizeit Revue‘ am Samstag (11. Mai 2019) das Sonderheft ‚Freizeit Revue Royal‘ in den Handel. Die Geburt von Meghans und Harrys Sohn mit den „ersten Bildern“ der Familie ist hier auf 20 Seiten das Highlight-Thema.

‚Freizeit Revue Royal‘ widmet sich auf insgesamt 84 Seiten aber auch anderen Royals aus europäischen Königshäusern, wie Königin Máxima der Niederlande, Königin Letizia von Spanien, oder den Kronprinzessinnen Mary von Dänemark und Mette-Marit von Norwegen. Hinzu kommen Rätsel auf 24 Seiten und Reisetipps auf 8 Seiten. ‚Freizeit Revue Royal‘ ist als Line-Extension angelegt und soll künftig bis zu viermal pro Jahr erscheinen. Die Druckauflage der Erstausgabe liegt bei 190.000, der Copypreis beträgt 1,95 Euro. Redaktionell verantwortet wird das Heft von Tessy Pavelková, Chefredakteurin Strategische Entwicklung BurdaLife.

Crime+Investigation verrät erste Programmdetails

In München stellten Geschäftsführung und Programmdirektion erste Programmdetails des neuen Senders vor. Mit dabei hatten sie eine deutsche Eigenproduktion und ein US-Erfolgsformat. Crime+Investigation ersetzt zum 29. Juni A&E.

Wie kann es anders sein, sind unter den präsentierten Inhalten zahlreiche exklusive Crime-Formate. Beispielsweise die von Emanuel Rotstein für Crime + Investigation eigenproduzierte Dokumentation mit dem Arbeitstitel „The Invisible Line – Die Geschichte der Welle“. Diese wird derzeit an Originalschauplätzen in den USA gedreht wird. Auch das US-Erfolgsformat „Live PD“, das einen authentischen Einblick in die Polizeiarbeit in amerikanischen Großstädten ermöglicht, wird bei dem neuen Sender zu sehen sein.

Später bot es den Stoff für Morton Rhues weltberühmten Roman „Die Welle“, der millionenfach verkauft und in vielen Ländern zur Pflichtlektüre in Schulen wurde.

Wie Dr. Andreas Weinek, Geschäftsführer A+E Networks Germany, und Emanuel Rotstein, Director Programming, bekanntgaben wird der Sender, der bis Ende Juni noch A&E heißt, auch hierzulande auf ein breites Spektrum internationaler wie lokaler Crime-Formate setzen – ausschließlich nichtfiktionaler Natur, darunter eigenproduzierte Dokumentationen. Das Programm wird weit über 300 TV-Premieren im Jahr umfassen und besteht aus bis zu 80 Prozent eigenproduzierten Formaten des US-Mutterhauses A+E Networks.

Axel Springer hat weniger verdient

Der Konzernumsatz der Axel Springer SE ist im ersten Quartal mit 771,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht gesunken (Vj.: EUR 773,5 Mio.). Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 167 Millionen Euro, ein Rückgang um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Erfreulich: Zum operativen Gewinn trugen die Digitalaktivitäten 86,6 Prozent bei. Organisch legte das EBITDA um 4,1 Prozent zu.

Das bereinigte Konzernergebnis liegt bei 75 Millionen Euro, 7,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Das berichtete Konzernergebnis sank vor allem aufgrund von Sondereffekten um über ein Drittel auf 55,4 Millionen Euro. Dazu zählen unter anderem Beteiligungsbewertungen sowie Effekte aus langfristigen aktienbasierten Vergütungsprogrammen. Zudem war im Vorjahr ein deutlicher Einmaleffekt aus der Übertragung des Berliner Axel-Springer-Hochhauses an den Axel Springer Pensionstreuhandverein enthalten.

Das Segment Classifieds Media steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 8,5 Prozent auf 314,8 Mio. Euro (Vj.: 290,2 Mio. Euro). Das Wachstum wurde sowohl durch eine operative Verbesserung insbesondere bei den Job-Classifieds als auch durch Konsolidierungseffekte aus der Einbeziehung von Logic-Immo und Universum getrieben. Gegenläufig schlugen sich Effekte aus dem Verkauf von casamundo ab Oktober 2018 im Bereich Generalisten/Sonstige nieder. Organisch, also ohne Konsolidierungs- und Währungseffekte, stieg der Segmentumsatz um 7,3 Prozent.

Das bereinigte EBITDA der Classifieds Media verbesserte sich trotz negativer Konsolidierungseffekte leicht um 0,5 Prozent auf 113,2 Mio. Euro (Vj.: EUR 112,6 Mio.). Organisch lag der Zuwachs bei 6,2 Prozent. Der guten operativen Entwicklung des Segments standen saisonale Auswirkungen bei Universum sowie Anlaufverluste bei den Hybrid-Makler-Aktivitäten gegenüber. Die EBITDA-Rendite lag aufgrund selektiver Investitionen in Marketing, Produkt und Technologie im Jobs- sowie im Immobilienbereich bei 36,0 Prozent (Vj.: 38,8 Prozent). Das bereinigte Segment-EBIT verminderte sich im ersten Quartal um 3,5 Prozent auf 91,0 Mio. Euro (Vj.: 94,3 Mio. Euro), organisch nahm es jedoch um 3,8 Prozent zu.

Im Segment News Media zeigten Bild digital national und die Marken Insider, Upday sowie eMarketer laut Springer international eine starke Entwicklung. Der Anteil der digitalen Angebote an den Segmenterlösen stieg auf 41,7 Prozent (Vj.: 36,5 Prozent). Trotz einer positiven Entwicklung der digitalen News-Angebote blieb der Segmentumsatz mit 341,2 Mio. Euro um 2,9 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück (Vj.: 351,5 Mio. Euro). Organisch verminderte sich der Umsatz des Segments um 1,6 Prozent. Das bereinigte Segment-EBITDA lag mit 46,7 Mio. Euro um 5,4 Prozent unter dem Vergleichsquartal (Vj.: 49,4 Mio. Euro). Das bereinigte EBIT ging auf 30,0 Mio. Euro zurück (Vj.: 33,1 Mio. Euro).

ORF distanziert sich noch in Sendung von Böhmermann-Aussagen

Obwohl der ORF Jan Böhmermann zum „Kulturmontag“-Interview einlädt, distanziert sich der Sender noch im laufenden Programm von den provokanten Äußerungen des deutschen TV-Manns.

Jan Böhmermann ist bekannt für seine angriffslustigen Bemerkungen zum politischen Geschehen. Das weiß man auch beim ORF, wo man den Entertainer zum „Kulturmontag“-Interview eingeladen hat. Der Sender hat jedoch direkt im Anschluss von dessen Äußerungen in der Sendung Abstand genommen.

Der ORF distanziere sich von seinen „provokanten und politischen Aussagen“. Jan Böhmermann sagte in dem Interview unter anderem es sei „nicht normal, dass das Land von einem 32-jährigen Versicherungsvertreter geführt wird“.

Das „Kulturmontag“-Interview beendete Moderatorin Clarissa Stadler einordnend mit den Worten, dass Satire alles dürfe und der öffentliche Rundfunk künstlerische Meinung wiedergebe. Der ORF ist wahrscheinlich auch durch die Anfeindungen der Koalitionspartei FPÖ stark sensibilisiert, wenn es um Kritik an Politikern geht.

Gabor Steingart gewinnt Axel Springer als Partner

Gabor Steingart hat erste Details zu seinem neuen Medienunternehmen bekannt gegeben: Die Firma hört auf den Namen Media Pioneer Publishing. Axel Springer steigt mit 36 Prozent bei dem Unternehmen ein, das wie angekündigt auf Werbeeinnahmen verzichten will und stattdessen auf die Beteiligung seiner Leser und Nutzer setzt. Auch personell hat Steingart einige Überraschungen parat. CEO von Media Pioneer wird Ingo Rieper, Chefredakteur Michael Bröcker, der jüngst seinen Abschied von der Rheinischen Post verkündet hat. Hauptsitz des Unternehmens wird ein Schiff.

Zusammen mit Ingo Rieper, zuletzt Finanzchef der Handelsblatt-Gruppe, gründet Steingart die Media Pioneer Publishing Gmbh, in der die publizistischen Aktivitäten rund um sein bekanntes Morning Briefing gebündelt werden.

Axel Springer beteiligt sich als strategischer Partner mit 36 Prozent an Media Pioneer und bringt laut Pressemitteilung „seine publizistische Erfahrung in der Entwicklung erfolgreicher digitaler Geschäftsmodelle“ ein und und wird das Unternehmen beim Ausbau von Reichweite, Technologie und relevanten journalistischen Konzepten unterstützen. Max Franke, 33, wechselt von Axel Springer zu Media Pioneer und koordiniert als Chief Operating Officer die Zusammenarbeit der beiden Medienhäuser.

FPÖ-Mitarbeiter trennten sich von Anteilen an „Info-Direkt“

Zwei Mitarbeiter der FPÖ in Oberösterreich – einer arbeitet in der Landespartei, der andere im Büro eines Linzer Stadtpolitikers – haben sich von ihren Anteilen am umstrittenen rechten Magazin „Info-Direkt“ getrennt.

„Info-Direkt“ war zuletzt in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt, weil es Identitären-Chef Martin Sellner verteidigt hatte. FPÖ-Landesobmann Landeshauptmannstellvertreter Manfred Haimbuchner hatte zuletzt die Abgabe der Beteiligung empfohlen.

Zeit Online: Leonie Seifert leitet neues übergreifendes Ressort „Magazine“

Zeit Online fasst seine digitalen Magazine zu einem übergreifenden Ressort zusammen: „Arbeit“, „Zeitmagazin Online“, „Zeit Campus Online“, „Entdecken“ und „Die Antwort“ werden in Zukunft von einem gemeinsamen Team betreut. Die Leitung übernimmt Leonie Seifert, die bereits das Magazin „Arbeit“ verantwortet hat. Stellvertretende Ressortleiterin wird Carmen Böker, bislang Redakteurin bei Zeitmagazin Online.

Filmfonds Wien resümiert zum Förderjahr 2018

Der Filmfonds Wien unterstützte im Jahr 2018 mit über 10,8 Millionen Euro Fördermitteln insgesamt 125 Projekte aus den Bereichen Kinofilm, Fernsehproduktion, Verwertung und Struktur. Allein für die Herstellungsförderung von 56 Kino- und Fernsehproduktionen wurden Mittel von 9,2 Millionen Euro zugesagt. Über 1,6 Millionen Euro flossen in die Entwicklung und Vermarktung von Projekten sowie Maßnahmen zur Stärkung des Film- und Medienstandortes Wien.

„2018 war ein herausragendes Jahr. Jeder vierte geförderte Kinofilm verzeichnete mehr als 50.000 Besuche, darunter Dokumentarfilm und Drama ebenso wie Komödie und Familienfilm. Die erfreuliche Bilanz zeigt, wie stark und breitgefächert das Publikumsinteresse an heimischen Produktionen ist“, resümiert Gerlinde Seitner, Geschäftsführerin des Filmfonds Wien.

„Meedia“ und Georg Altrogge gehen getrennte Wege

Georg Altrogge, der „Meedia“ 2007 mit aus der Taufe gehoben und mit einer kurzen Unterbrechung seither auch geführt hat, ist nicht länger Geschäftsführer des Portals, das unlängst von Medien-Unternehmer Timo Busch übernommen wurde.

Jetzt nimmt er Abschied von „Meedia“. Schon im vergangenen Monat legte Georg Altrogge seine Kündigung vor und informierte das Team des Mediendienstes über seinen Abgang. Der neue Eigentümer von „Meedia“, Medienunternehmer Timo Busch, hat ihn inzwischen auch als Geschäftsführer abberufen. Chefredakteur ist Altrogge laut Impressum noch. Aber das Ende einer Ära zeichnet sich ab, was Fragen nach dem künftigen Kurs des Angebots aufwirft.

Im Februar diesen Jahres hatte sich die Handelsblatt Media Group unter Berufung auf eine Fokussierung auf wirtschaftlichen Sachverstand von „Meedia“ getrennt und es an Timo Busch verkauft. Der Kölner Medienunternehmer hatte 2014 bereits die Münchener Entertainment Media von Gruner+Jahr übernommen, die u.a. den Fachtitel „Blickpunkt:Film“ verantworten. Um das defizitäre Angebot von „Meedia“ auf einen wirtschaftlichen Kurs zu bringen, waren Änderungen wohl zu erwarten. Fraglich bleibt weiterhin, ob der Standort Hamburg erhalten bleibt. Mehrere namhafte Autoren, inklusive Co-Chefredakteur Stefan Winterbauer, arbeiteten ohnehin nicht in Hamburg und in München existiert die Infrastruktur der Busch Entertainment Media.

Joyn: VoD-Angebot von P7S1 und Discovery kommt im Juni

Ein Jahr nach der Ankündigung, gemeinsam einen Streaming-Dienst für den deutschen Markt entwicklen zu wollen, soll es nun losgehen: Im Juni starten ProSiebenSat.1 und Discovery das Angebot namens Joyn, was das bisherige 7TV ablöst. Die neue Wortmarke setzt sich aus Joy und Join zusammen und „vereint damit den Kern der Plattform“, so die stolzen Eltern in ihrer Pressemitteilung. Neben Livestreams von über 50 Fernsehsendern soll die Plattform ein umfangreiches On-Demand-Angebot an eigenproduzierten Serien, Shows und exklusiven Previews bieten. Zahlreiche Titel werden bereits sieben Tage vor TV-Ausstrahlung sowie 30 Tage im Catch up abrufbar sein, wie üblich über Apps für Smartphones, Tablets, im Web und auf Smart TV.

Was überrascht: Es wird ein Launch auf Raten. Vorerst sind das SVoD-Portal Maxdome sowie der Eurosport Player gar nicht integriert. Genau diese Kombination aus diversen Angeboten war mit Spannung erwartet worden. Jetzt ist Joyn zunächst einmal ein Rebranding des bisherigen 7TV-Angebots. „Bis zum Winter“, so die Ankündigung, kommen kontinuierlich neue Features und Inhalte hinzu, unter anderem die Inhalte von Maxdome und der Eurosport Player.

„Die Zeit“ fusioniert Politik-Ressort mit Hauptstadtbüro

„Die Zeit“ setzt den Umbau ihrer Ressorts fort hat jetzt die Fusion des Politik-Ressorts mit dem Hauptstadtbüro in Aussicht gestellt. Im September sollen diese zu einem übergreifenden Großressort „Politik“ zusammengeführt werden. Allerdings sollen die beiden Standorte weiterhin erhalten bleiben. Geplant ist jedoch, dass die Redakteurinnen und Redakteure des Politik-Teils in Hamburg und die Berliner Korrespondenten gemeinsam agieren.

Durch den Schritt soll auch die Zusammenarbeit mit der in Berlin beheimateten Redaktion von „Zeit Online“ gestärkt werden, heißt es. Auf DWDL.de-Nachfrage betonte eine „Zeit“-Sprecherin, dass mit der Fusion keine Stellenstreichungen einhergehen werden. Geleitet wird das neue Ressort vom bisherigen Co-Politikchef Heinrich Wefing (Foto), dem bisherigen Co-Ressortleiter des Hauptstadtbüros, Marc Brost und von Elisabeth Raether, bisher stellvertretende Leiterin des Politikteils. Der stellvertretende Chefredakteur Bernd Ulrich, der bisher auch dem Politik-Ressort vorstand, übernimmt in Zukunft weitere Aufgaben in der Chefredaktion.

„Österreich“ erneut wegen Berichten über Rafreider verurteilt

Für die Berichterstattung über Ermittlungen gegen den ORF-Moderator Roman Rafreider ist die Mediengruppe Österreich am Landesgericht Wien zu einer Entschädigungszahlung in der Höhe von 12.000 Euro verurteilt worden. Bei den Meldungen in den Gratisausgaben der Zeitung sowie online wurde laut Richter Stefan Apostol der höchstpersönliche Lebensbereich verletzt.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Rechtsvertreter der Mediengruppe meldete volle Berufung an. „Dann werden wir schauen, was das Oberlandesgericht dazu sagt“, meinte Apostol. Dieses wurde von der Mediengruppe bereits im Februar nach einer ersten Verurteilung in dieser Causa angerufen. Rafreider war wie auch beim ersten Verfahren nicht persönlich vor Gericht erschienen.

Der Vertreter der Mediengruppe argumentierte vergeblich, Rafreider sei in der Causa selbst an die Öffentlichkeit gegangen. Damit bezog er sich auf eine Aussendung, in der der Moderator alle Vorwürfe zurückgewiesen und um Achtung seines Privatlebens und jenes seiner Ex-Freundin gebeten hatte. „Wenn jemand sagt, ‚das stimm nicht‘ und um Wahrung seines höchstpersönlichen Lebensbereichs ersucht, ist das kein Heraustreten an die Öffentlichkeit“, stellte Apostol in seiner Urteilsbegründung klar.

22 Bond-Filme im Juni bei TV Now

Ab 1. Juni sind 22 James Bond Filme Deutschland-exklusiv für einen Streaming-Dienst bei TV Now abrufbar. Dazu gibt es auch noch die Doku „Becoming James Bond“ über den in Vergessenheit geratenen einmaligen Bond-Darsteller George Lazenby.

Sean Connery, Pierce Brosnan und Daniel Craig sind nicht zu letzt durch ihren Verkörperungen des 007-Agenten weltbekannt geworden. George Lazenby ist dagegen kaum jemandem ein Begriff. Nach seiner Rolle in „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ 1969 schlug er weitere Angebote aus, denn der australische Automechaniker hatte keine Lust mehr auf den Rummel. In dem Dokumentarfilm „Becoming Bond – Die Rolle meines Lebens“ erzählt Lazenby seine skurrile Lebensgeschichte, die mit Hilfe einer brillanten fiktionalen Neuinszenierung zum Leben erwacht.

Der Film mit dem australischen Aushilfs-Bond ist natürlich auch Teil des TV-Now-Angebots. Von den insgesamt 24 bisher veröffentlichten Streifen fehlen mit „Skyfall“ und „Spectre“ lediglich die beiden neuesten Teile mit Daniel Craig.