Werbemarkt wird 2020 wieder leicht wachsen

Nach Einschätzung von JOM wird der Werbemarkt 2020 ein leichtes Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnen. Das Marktvolumen werde rund 24 Milliarden Euro erreichen. Hauptwachstumstreiber bleiben dabei die digitalen Medien. Die Erlöse der klassischen Medien werden laut den Hamburger Media-Experten dagegen auch im zehnten Jahr in Folge weiter sinken. Vor allem die Erlöse der Printmedien sind weiter rückläufig. Auch die TV-Werbeerlöse werden netto erneut leicht sinken. Für die Gattungen Out-of-Home und Radio sagt JOM dagegen ein leichtes Wachstum voraus. Genaue Zahlen nennt die Agentur für die klassischen Mediengattungen nicht.

Die digitalen Werbeerlöse legen über alle Werbeformen hinweg im kommenden Jahr voraussichtlich um 6 Prozent zu. Die größten Zuwachsraten von 20 bis 30 Prozent entfallen dabei auf mobile Werbeformen und digitale Videowerbung.

Trotz des leichten Wachstums wird der Werbemarkt aber voraussichtlich hinter der Entwicklung der gesamten Wirtschaft zurückbleiben. Diese wird 2020 laut Bundeswirtschaftsministerium bei 1,0 Prozent liegen. Auch von der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Spielen werden für den Werbemarkt voraussichtlich „keine nennenswerten Impulse“ ausgehen. JOM geht eher von einer zeitlichen Verschiebung der Budgets innerhalb des Jahres und nicht von höheren Werbeinvestitionen aus.

Instagram fragt Nutzer ab sofort nach ihrem Alter

Ab sofort wird man bei Instagram nach einem Geburtsdatum gefragt, wenn man ein Konto eröffnet. Nutzer müssen in den meisten Ländern mindestens 13 Jahre alt sein, um sich bei der Plattform anzumelden. Das Geburtsdatum wird anderen Nutzern nicht angezeigt. Instagram will damit dafür sorgen, dass die Plattform eine “altersangemessene Erfahrung” bietet. Kontrolliert wird die Altersangabe allerdings nicht.

Wer sein Instagram-Profil mit Facebook verknüpft hat, bekommt automatisch das bei Facebook angegebene Geburtsdatum auch bei Instagram hinterlegt. Instagram will künftig auf Basis der Altersangabe Nutzerinnen und Nutzern spezielle Infos zu den Konto-Kontrollen und Privatsphäre-Einstellungen zukommen lassen.

Außerdem will die Plattform, dass Nutzer künftig kontrollieren können, wer ihnen private Nachrichten senden kann.

Rabattschlacht am Cyber-Monday sorgte in USA für Rekordumsatz

Die Jagd nach Schnäppchen im Internet hat US-Onlinehändlern am sogenannten „Cyber Monday“ einen Rekordumsatz beschert. Statt ins Einkaufszentrum zu fahren, gaben Kunden in den USA Schätzungen der Marktforscher von Adobe Analytics zufolge am Montag nach Thanksgiving Online-Bestellungen über 9,2 Milliarden Dollar (8,4 Mrd. Euro) auf.

Das waren rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Erstmals seien allein 3 Mrd. Dollar für Smartphones ausgegeben worden, prognostizierten die Experten. Die größten Preisabschläge gab es Adobe zufolge auf Fernseher und Computer. Internethändler hätten heuer zudem mit Gratis-Lieferungen und vorgezogenen Werbeaktionen gepunktet.

Der US-Einzelhandelsverband geht davon, dass rund 69 Millionen Amerikaner das Internet am Montag nach Rabatten durchforstet haben. Auch in den Wochen davor heizten die Händler die Kauflaune bereits mit Werbeangeboten an. Weil die wichtige Einkaufszeit vor Weihnachten in diesem Jahr wegen des späten Thanksgivingtermins etwas kürzer ausfällt, versuchten sie Ware schon im Vorfeld loszuschlagen. Nach Schätzungen der Marktforscher von Adobe, die 80 der 100 größten US-Einzelhändler unter die Lupe nehmen, gaben die Amerikaner im November bei Online-Käufen rund 72 Milliarden Dollar aus.

Dabei profitierten große Firmen mit ihrem breiteren Angebot und Investitionen etwa in Smartphone-Apps stärker als kleinere Anbieter vom Cyber Monday. Marktführer Amazon und Rivalen wie Walmart und Target hatten bereits im Vorfeld beim Lieferservice aufgerüstet. Auch die Abholung von im Internet bestellter Ware in den Läden lief den Beratern von Spieckerman Retail zufolge besser ab. Zu den Kassenschlagern zählte Adobe zufolge Spielzeug rund um den Film „Frozen 2“, die „L.O.L surprise dolls“-Plastikpüppchen und Nintendos Spielkonsole Switch.

ddp Gruppe kauft schwedische Agentur Stella Pictures

Die Pressebildagenturen ddp images und abaca press, Teil der ddp Group mit Sitz in Hamburg, haben Stella Pictures in Stockholm übernommen. Die schwedische Agentur produziert seit 2004 Fotos aus den Bereichen Celebrities, Entertainment, News und Sport. Mit dieser Akquisition baut die ddp Gruppe ihr Bildangebot weiter aus.

Die Übernahme von Stella Pictures erfolgte mit Wirkung zum 27. November 2019. Die aktuelle Bildproduktion ist bereits über ddp images recherchierbar. Das historische Bildarchiv soll im Lauf des Dezembers im Portfolio der neuen Eigentümer zur Verfügung stehen.

Spielwarenbranche rechnet mit starkem Weihnachtsgeschäft

Die Kinder in Deutschland können Weihnachten gelassen entgegen sehen: Wenn die Prognose von Händlern und Herstellern zutrifft, werden sie an Heiligabend reicht beschenkt. „Der andauernde Trend zur Familiengründung und sichere Einkommen lassen Groß und Klein auch 2019 wieder mehr Geld für Spielwaren ausgeben“, sagte Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverbands Spielwaren, in Nürnberg.

Die Händler rechnen damit, dass der Umsatz dieses Jahr um drei Prozent auf 3,4 Milliarden Euro steigen wird. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren die Erlöse um zwei Prozent geklettert. Die im Verband der Spielwarenhersteller vertretenen Produzenten gehen sogar davon aus, dass ihre Erlöse um knapp sechs Prozent wachsen werden.

„Die deutsche Spielwarenindustrie bleibt auf der Überholspur“, betonte Geschäftsführer Ulrich Brobeil. Selbstverständlich ist das Plus nicht. „Kein anderer europäischer Markt wächst so stark“, erläuterte Joachim Stempfle vom Marktforscher NPD Group. „Den Konsumenten geht es im Moment einfach sehr gut“, begründete Brobeil das boomende Geschäft der Branche in Deutschland.

Die Menschen in Deutschland greifen beherzt über das gesamte Sortiment hinweg zu. Klassische Gesellschaftsspiele seien seit fünf Jahren auf einem stabilen Hoch, so Brobeil. Gefragt seien aber auch Holzspielzeug, Puppen, sowie Modellbau und Fahrzeuge.

Es gebe darüber hinaus ein Comeback der Sammelkarten von Pokémon, heißt es beim Handelsverband. Zudem seien Lizenzthemen begehrt, Artikel rund um die Neuauflage des Films „Eisprinzessin“ von Disney, oder zu dem Computerspiel „Fortnite“. Jedes fünfte Produkt im Handel hierzulande basiert auf einer Lizenz.

Marketer wollen Budget im Schnitt um 374.000 Euro erhöhen

Drei Viertel (76 Prozent) der deutschen Werbungtreibende wollen ihre Budgets für das nächste Jahr erhöhen – und zwar um durchschnittlich 374.000 Euro. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Affiliate-Netzwerks Rakuten Marketing unter 600 Marketer im Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland.

Die Gelder kommen dabei vor allem aus dem Fashion-Segment: Mainstream-Mode verzeichnet mit knapp 460.000 Euro den größten Budget-Anstieg, darauf folgt der Einzelhandel mit 409.000 Euro. Dicht dahinter liegt die Finanzbranche mit 406.000 Euro.
Die geringsten Mehrausgaben (153.000 Euro) möchten Marketer in der Reisebranche tätigen. Luxusmode (362.000 Euro) und Unterhaltungselektronik (336.000 Euro) bilden das Mittelfeld der untersuchten Branchen.

Künstliche Intelligenz und andere technische Hilfsmittel und Tools für das Marketing sind dabei mit 52 Prozent die wichtigsten Investitionsfelder für die Befragten.

Im Vergleich dazu sind 38 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass fehlende Technologie für den größten Teil von verschwendetem Budget verantwortlich ist. Es folgen fehlende Daten (35 Prozent) und mangelnde Einblicke in die Performancedes Unternehmens.

Am meisten Geld soll im kommenden Jahr in die Kanäle „Social“ (36 Prozent), „Influencer Marketing“ mit 29 Prozent und „In-App“ mit 28 Prozent fließen.

Traditionelle Kanäle verlieren dagegen an Bedeutung: 34 Prozent der deutschen Marketer denken, dass E-Mail-Marketing zur Verschwendung von Budget führen kann.

Instagram verlangt jetzt Geburtstage von neuen Nutzern

Alters-Check auf Instagram: Die Eingabe des Geburtsdatums wird bei der Installation von Instagram verpflichtend.

Die vor allem bei Jugendlichen beliebte Foto-App Instagram verlangt jetzt die Eingabe des Geburtsdatums von neuen Nutzern. Laut „The Verge“ gilt diese neue Vorgabe bereits seit Mittwoch. Bisher war die Eingabe des Geburtsdatums nicht verpflichtend.

Die Umstellung wird mit „altersgerechten Erlebnissen“ begründet. Jüngere Nutzer könnten etwa mit anderen Default-Einstellungen zur Privatsphäre rechnen, heißt es in dem Bericht, um online sicher zu kommunizieren. Man werde jüngere Nutzer zudem gezielt auf Privatsphäre-Einstellungen hinweisen, heißt es seitens Instagram. Wie bei Facebook ist das Mindestalter für die Instagram-Nutzung bei 13 Jahren.

Wenn mit dem Instagram Account ein Facebook Account verbunden ist, wird ab sofort das Geburtsdatum automatisch hinzufügt, das auf dem Facebook-Profil zu finden ist. Wird das Geburtsdatum auf Facebook geändert, werden die Informationen auf Instagram übernommen. Wenn kein Facebook-Konto vorhanden ist oder beide Accounts nicht verbunden sind, muss das Geburtsdatum direkt auf Instagram hinzugefügt werden.

Das Geburtsdatum wird anderen Nutzern nicht angezeigt, heißt es seitens Instagram. Der Betreiber der Foto-App gibt an, die Eingabe des Geburtsdatums nicht überprüfen zu wollen. Allerdings verfügt Facebook, und Instagram gehört zum Facebook-Imperium, bereits über Gesichtserkennungssoftware, die in der Lage ist, das Alter von Personen relativ gut einzuschätzen. Damit sollten sich Kinder, die sich auf Instagram älter machen, nicht allzu sicher fühlen, wenn sie ihr Geburtsdatum falsch eingeben.

RTL will sein Streamingangebot weiter ausbauen

Bernd Reichart, CEO der Mediengruppe RTL Deutschland, brachte die neue Strategie des TV-Konzerns im November auf einen neuen Begriff: „Wir sind die Main-Streamer“, sagte er bei der Fachkonferenz „Total Video“. Der Unternehmenslenker will den Streaminganbietern Netflix und Amazon Prime nicht kampflos das Feld überlassen, sondern eine eigene Nische in dem wachsenden Markt finden.

Er möchte das massenwirksame, lineare Fernsehen mit dem Streamingangebot in seinem Haus stärker verzahnen. Dafür hat er das Management neu geordnet und eine Doppelspitze installiert. So wird Henning Tewes, 47, als Co-Geschäftsleiter von TV Now das Inhalteangebot der Plattform verantworten.

Er übernimmt die Aufgabe zusätzlich zu seiner Position als Chief Operating Officer, in der er den Programmeinkauf und das Produktionsgeschäft der Mediengruppe RTL sowie der Sender Vox Up, Nitro, RTL Plus und der digitalen Spartenkanäle verantwortet. Künftig wird er sämtliche Inhalte, die für die Mediengruppe relevant sein können, prüfen und die richtigen Verbreitungswege dafür festlegen.

Henning Nieslony, 34, derzeit Bereichsleiter Commercial Management VOD, also für Video-on-Demand, wird zum weiteren Co-Geschäftsleiter von TV Now befördert. Er verantwortet künftig die geschäftliche Seite der Plattform inklusive der Vermarktung an die Endkunden, die Werbepartner und die Distributoren.

Die Kölner TV-Macher setzen vor allem auf lokale Inhalte. Solche Stoffe lassen global agierende Streamingkonzerne meistens links liegen, da sie die Inhalte weltweit verwerten. „Wir kennen die Bedürfnisse unseres Publikums besser als jeder andere“, meinte der ebenfalls verantwortliche Geschäftsführer Jan Wachtel. Der Ausbau des Streamingdienstes ist nötig, denn der TV-Werbemarkt schrumpft. Darüber klagten unisono die deutschen TV-Sender bei der Präsentation der Quartalszahlen im November.

Der schwache Werbemarkt ist eine Folge des veränderten Mediennutzungsverhaltens: Gerade junge Menschen favorisieren Streamingdienste statt des klassischen Fernsehens. RTL baut deshalb TV Now aus. Zu den jüngsten Quartalszahlen Anfang November hatte der TV-Konzern insgesamt 1,4 Millionen Abonnenten bei TV Now und dem niederländischen Pendant Videoland genannt.

ProSiebenSat.1-Chef sieht Zusammenschluss mit Mediaset „sehr skeptisch“

„Ich bin sehr skeptisch, was eine strukturelle Verschmelzung unserer Unternehmen angeht“, sagte ProSiebenSat.1-Chef Max Conze über einen möglichen Zusammenschluss mit Mediaset. Eine Partnerschaft bei Zukunftstechnologien hält er jedoch für sinnvoll.

Die Italiener hatten jüngst ihre Anteile an ProSiebenSat.1 auf 15,1 Prozent erhöht und sind nun der mit Abstand größte Anteilseigner. Auf die Frage, ob der italienische Medienkonzern seinen Anteil weiter aufstocken werde, antwortete Conze: „Das müssen Sie natürlich Mediaset fragen, aber das würde mich nicht überraschen.“

Max Conze machte deutlich, das die Transformation Geld koste und sich kurzfristig auf den Gewinn auswirken wird, letztlich aber „alternativlos“ sei. „Wenn wir an unserer Agenda festhalten, wird sich das auch im Aktienkurs widerspiegeln. Der überwiegende Teil der Investoren, mit denen ich spreche, versteht, was wir tun, und unterstützt uns.“ Für 2020 sei er grundsätzlich zuversichtlich. „Wir sollten in Deutschland vorsichtig sein, dass wir die Krise nicht herbeireden, vieles läuft hier schließlich sehr gut“, sagte Conze.

Frankreich will an Digitalsteuer festhalten

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire hat die französische Digitalsteuer vor der Bekanntgabe möglicher Sanktionen seitens der USA verteidigt.

„Wir werden den Willen, die digitalen Riesen fair zu besteuern, um ein faires Steuersystem des 21. Jahrhunderts zu haben, nie, nie, nie aufgeben“, sagte der Minister dem Sender France Inter. Die US-Handelsvertretung USTR will heute einen Bericht zu Frankreichs Digitalsteuer vorlegen. Dabei sollen auch „alle geplanten Maßnahmen im Rahmen der Untersuchung“ bekannt gegeben werden.

Die französische Digitalsteuer soll vor allem Unternehmen wie Amazon und Facebook treffen. US-Präsident Donald Trump hatte im Sommer mit Strafzöllen auf französische Weine gedroht, sollte Frankreich den nationalen Alleingang gehen. Auf dem G7-Gipfel im August hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dann bekanntgegeben, dass er und Trump ein Abkommen erzielt hätten, das einen direkten Konflikt zwischen den beiden Ländern verhindern soll. Man sehe nun, dass die USA einen Rückzieher machen würden, so Le Maire.

Österreich hat Europas niedrigste Streamingabo-Quote

A1 befragt regelmäßig 2.000 Userinnen und User, analysiert den Markt und die Nutzung von Bandbreite sehr genau. Viel will Matthias Lorenz aus der internen Marktforschung nicht ausplaudern. Aber aus dem Vergleich mit den Daten anderer Telekomgrößen kann er sagen: „In Österreich ist bei Streamingabos noch viel Luft nach oben. Wir haben hier die niedrigste Aboquote in Europa.“ Wer in Österreich mit einem TV-Abomodell starten will, dem wünscht Lorenz „nur alles Gute“. Der ORF hat das ab 2016 mit dem Film- und Serienportal Flimmit kommerziell wenig erfolgreich versucht.

Rund zehn Prozent der österreichischen Haushalte hätten ein Sportstreamingabo. A1 dürfte das mit Sky kalkulieren – rund 400.000 Abos könnte das bedeuten. Die Fiction-Streamingangebote Amazon Prime Video und Netflix dürften darüber liegen und Platz eins an Amazon Prime gehen. Bei dem Kombi-Aboangebot aus Zustellvorteilen und Videoplattform ist allerdings noch schwerer herauszufinden, wie viele den Video-Teil davon nutzen. „Sechsstellig, und das nicht niedrig“, so viel lässt sich A1 dann doch noch zu Streamingabozahlen entlocken.

Netflix reaktiviert gekündigte Konten ohne Erlaubnis der Nutzer

Cyberkriminelle, die Account-Informationen von stillgelegten Netflix-Konten erbeutet haben, können die Accounts offenbar problemlos wieder reaktivieren, auch wenn sie nicht über die Zahlungsdaten der betroffenen Nutzer verfügen.

Der Grund dafür liegt darin, dass Netflix Zahlungsdaten bis zu zehn Monate nach der Kündigung des Kontos speichert. Der Streamingdienst will es so Kunden, die es sich anders überlegt haben, einfacher machen, das Angebot wieder zu nutzen. Das vereinfacht aber auch das Geschäft von Cyberkriminellen. Sie müssen sich nur in das Konto einloggen und können ohne die Eingabe von Zahlungsdaten das Konto wieder aktivieren.

Auf Twitter beklagten sich einige betroffen Nutzer über die laschen Sicherheitsvorkehrungen bei dem Streamingdienst. Im Internet gibt es einen lukrativen Markt für Netflix-Log-ins, die nicht selten für weniger als einen Euro angeboten werden. Die Cyberkriminellen ändern dabei auch die Zugangsdaten und aktivieren teurere Abo-Optionen.

Facebook will Mitnahme von Daten erleichtern

Facebook-Nutzer sollen bald ihre Daten zu anderen Diensten mitnehmen können. Ein erstes Werkzeug soll den Umzug von Fotos und Videos zu Google Fotos ermöglichen, hat das Unternehmen in einem Blogeintrag angekündigt. Laut Steve Satterfield, Director of Privacy and Public Policy bei Facebook, ist das Umzugsprogramm zunächst in Irland im Testeinsatz und soll im ersten Halbjahr 2020 weltweit verfügbar sein.

Das Transferprogramm basiert auf Quellcode des Data Transfer Projects. Diesem Zusammenschluss von Unternehmen gehören auch Apple, Microsoft, Google, Twitter und andere an. Ziel ist es, Nutzern die Datenmitnahme zu anderen Dienstanbietern zu ermöglichen. Das Umzugs-Tool zu Google Fotos soll nur ein Anfang sein. Satterfield hofft auf weitere Partner für den Dienst.

Facebook startet Marktforschungs-App „Viewpoints“

In den USA ist Facebook mit einer neuen Marktforschungs-App an den Start gegangen. Mit Hilfe der Informationen sollen intern die Produkte des US-Giganten, wie Facebook, Instagram, WhatsApp, Portal oder Oculus, verbessert werden. Im Fokus einer ersten Umfrage steht das Thema Wohlbefinden und Social Media. Die Teilnahme an der rund 15-minütigen Befragung wird mit 1000 Punkten belohnt, die über PayPal in Form von 5 Dollar ausgezahlt werden können.

Die App „Research“, Facebooks erster Versuch auf dem Feld der Marktforschung, wurde nach viel Kritik eingestellt – die App hatte Datenschutzbedenken ausgelöst, da sie auch von Minderjährigen genutzt wurde und ebenfalls auf einem Reward System basierte. Zudem verstieß die iPhone-App gegen die Richtlinien von Apple. Diese Probleme sollen nun mit mehr Transparenz vermieden werden. Zum Start gibt es die App nur für US-Bürger über 18 Jahre, 2020 soll sie auch auf andere Länder ausgeweitet werden.

Airbnb hat sein Firmenkundengeschäft verdoppelt

Voreilig, wie Airbnb-Daten nun zeigen. So verdoppelte sich die Anzahl der Unternehmen, die ihre Mitarbeiter über die kalifornische Privatzimmer-Onlineplattform unterbringen, seit Anfang 2018 weltweit auf 500.000. Davon sind mehr als 38.000 in Deutschland. Überraschender noch: Exakt ein Drittel der deutschlandweit Vermittelten stammt heute aus Konzernen mit über 5000 Beschäftigten. Weltweit kletterte ihr Anteil sogar auf 37 Prozent.

Auch bei den Vermietungen geht es insgesamt nach oben: Die Zahl deutscher Geschäftsreisender, die über Airbnb einchecken, sei zuletzt mit einer jährlichen Rate von 32 Prozent gewachsen, bestätigt die SAP-Tochter Concur den unverhofften Boom.

Seit den vergangenen zwölf Monaten konnte Airbnb zahlreiche Großkonzerne wie Siemens und Daimler hinzugewinnen. Genaue Übernachtungszahlen nennt Christian Schwarz Lausten, in Europa verantwortlich für das Businesskunden-Geschäft, zwar nicht. „In den letzten Jahren entscheiden sich aber immer mehr Außendienstmitarbeiter für Airbnb“, sagt er: „Insbesondere in Deutschland, das zu den größten Reisemärkten der Welt zählt.“

So schmücken inzwischen auch große TV-Sender, Versicherer wie Barmer oder die Beratungsfirma Bearing Point die Kundenliste. „Wir arbeiten mit Airbnb hervorragend zusammen“, bestätigt etwa die Reisestelle von Pro Sieben Sat 1 auf Anfrage. Probleme habe es bislang keine gegeben.

Börsengang für 2020 angepeilt

Für den US-Konzern Airbnb sind Geschäftsreisende der wohl wichtigste Hoffnungsträger. Das Geschäftsfeld „Airbnb for Work“ hatte der Wohnungsvermittler aus San Francisco erst 2014 gegründet, um zusätzliches Wachstum anzukurbeln. Im Jahr 2028, so hat Mitbegründer Nathan Blecharczyk das Ziel vorgegeben, sollen eine Milliarde Reisende über die Privatzimmervermittlung buchen – doppelt so viel wie im abgelaufenen Jahr. Der Anteil der Geschäftsreisenden werde künftig annähernd 30 Prozent betragen, kündigte er gegenüber dem Handelsblatt an.

Von der Business-Sparte hängt womöglich auch der Erfolg des Börsengangs ab, den das 2008 gegründete Start-up seit der Ankündigung 2017 mehrfach verschoben hat.

Nun soll es Mitte 2020 so weit sein, wobei jüngste Anteilskäufe die Onlineplattform angeblich mit 46 Milliarden Dollar bewerteten. Anlegern muss Airbnb seither erklären, weshalb die Plattform ähnlich viel wert sein soll wie der weltgrößte Hotelkonzern Marriott, den die Börse derzeit mit 47 Milliarden Dollar handelt. Bei einem Ertrag vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), der 100 Millionen Dollar kaum überschreitet, keineswegs ein leichtes Geschäft.

UFA launcht zwei neue Social-Media-Kanäle

Die Produktionsfirma UFA (RTL Group) richtet ihre digitale Kommunikationsstrategie mit den zwei Social-Media-Kanälen UFA Stories und UFA Production neu aus und bündelt damit alle bisherigen Online-Kanäle ihrer Units UFA Fiction, UFA Serial Drama und UFA Show & FactualL in den beiden Channels.

Frankreich: M6 und TF1 erwerben Fußball-EM-Rechte

Die französische RTL Group-Tochter M6 sowie die Groupe TF1 haben gemeinsam die Übertragungsrechte für die UEFA Euro 2020 erworben. Die Spiele werden vom 12. Juni bis 12. Juli 2020 ausgetragen. Die beiden Medienunternehmen werden in Frankreich die 23 Top-Spiele des Wettbewerbs in Free-to-Air-Exklusivität teilen, inklusive Eröffnungsspiel, 12 Gruppenspiele, Halbfinale und Finale. Die Europameisterschaft findet erstmals in 12 Städten statt: Amsterdam, Baku, Bilbao, Bukarest, Budapest, Kopenhagen, Dublin, Glasgow, London, München, Rom und St. Petersburg.

Nielsen-Anzeigenbilanz: Magazine verlieren brutto 2,8%, “Sport Bild”, “TV Digital” und “Für Sie” 19% bis 29%

Die von Nielsen ausgewerteten rund 410 deutschen Publikumszeitschriften haben in den ersten zehn Monaten des Jahres brutto 2,55 Mrd. Euro mit Anzeigen umgesetzt. Damit lagen sie 2,8% unter dem Vorjahr. Unter den 50 Top-Titeln finden sich immerhin aber auch 19 Gewinner, andere Magazine liegen hingegen massiv unter den Vergleichswerten.

Stärkstes Kauf-Magazin bleibt der “stern”, der trotz Auflagenverlusten laut Nielsen 15,8% beim Brutto-Werbeumsatz hinzu gewann. An dieser Stelle sei nochmal erwähnt, dass die Nielsen-Zahlen keine echten Umsätze sind. Rabatte, Gegengeschäfte, Eigenanzeigen für andere Objekte des Verlags – all das wird von Nielsen als voll bezahlte Werbung gewertet.

Auch die “Bunte” gewann auf Platz 4 Brutto-Umsatz hinzu, ebenso wie die “Bild der Frau” auf Rang 10. Abseits der Top Ten verzeichnen prozentual gesehen “tina”, “Superillu”, “auf einen Blick”, “Harper’s Bazaar” und “Neue Post” die größten Umsatzsprünge.

Die beiden Titel, die innerhalb der Top Ten am deutlichsten Werbeumsatz verloren, sind die “Bild am Sonntag” und der “Focus” mit einem Minus von 17,7% und 17,2%. Abseits der Top Ten finden sich acht weitere Titel, die mehr als 10% eingebüßt haben: “freundin”, “Auto Bild”, “InStyle”, “Landlust”, der Montags-“kicker”, sowie vor allem “TV Digital” und “Für Sie” mit jeweils 19,2%. Deutlichster Verlierer des bisherigen Jahres ist die “Sport Bild”, der sogar 29,2% abhanden gingen.

ARD enthüllt neues Logo

Klare Konturen statt Serifen – mit einer zeitgemäß schnörkellosen Optik präsentiert sich das neue Logo der ARD. Erinnerte der alte Schriftzug noch eher an den schweren Anschlag einer Schreibmaschine, spiegelt das neue Logo mit seiner klaren Linienführung ganz klar die Zukunftspläne der Öffentlich-Rechtlichen wieder: Die digitale Welt ist nun auch im Design maßgeblich für das Auftreten der Rundfunkanstalt.

Indiens Taxi-App Ola greift Uber in London an

Der 34 Jahre alte Chef des indischen Taxi-Start-ups Ola Cabs liefert sich seit Jahren einen erbitterten Kampf mit Uber um die Marktführerschaft in dem 1,3 Milliarden Einwohner großen Land. Nun bringt Aggarwal die Auseinandersetzung mit dem US-Konkurrenten nach Europa – in eine der für Uber wichtigsten Metropolen: London.

Aktuell hat dort die lokale Verkehrsbehörde TfL mitgeteilt, dass sie Ubers Lizenz nach Regelverstößen nicht verlängern will. Nur einen Tag später ließ Aggarwal seine Mitarbeiter verkünden, dass der Start von Ola in London unmittelbar bevorstehe. Während Uber vor einem Rechtsstreit steht, um sein lukrativstes Europageschäft doch noch zu retten, starten die Inder ihre Vorbereitungen, um den begehrten Markt an sich zu reißen.

Ab sofort können sich Fahrer mit Personenbeförderungsschein bei Ola registrieren. In Anspielung auf das drohende Aus von Uber teilte die Firma mit, dass Londons 50.000 lizenzierte Fahrer nun die Sicherheit hätten, ihre Dienste auch in Zukunft weiter anbieten zu können.

In den kommenden Wochen sollen die ersten Londoner Kunden Taxifahrten mit dem indischen Dienst bestellen können. Medienberichten zufolge ist der Betriebsstart für Januar geplant. Der Termin markiert eine Zeitenwende im globalen Wettbewerb der Fahrdienstleister: Bisher machten finanziell gut ausgestattete asiatische Konkurrenten dem globalen Marktführer Uber in erster Linie in ihren Heimatmärkten wie Indien, China und Südostasien zu schaffen. Nun tragen sie den Wettstreit um Passagiere auch in westliche Länder.

Simon Smith, der das internationale Geschäft von Ola verantwortet, inszenierte seinen Arbeitgeber zum Start als eine Art Anti-Uber. „Wir haben eine robuste Mobilitätsplattform für London entwickelt, die sich vollständig an die hohen TfL-Standards hält“, sagte er. Und fügte hinzu, konstruktive Gespräche mit Behördenvertretern geführt zu haben.

Ola will Ubers Fehler vermeiden

Das konnte Uber zuletzt nicht von sich behaupten: Das Unternehmen aus San Francisco war bei den Aufsehern in Ungnade gefallen, weil bei 14.000 Fahrten Personen am Steuer gesessen haben sollen, die dafür keine Berechtigung hatten. Unter anderem wurde beklagt, dass Fahrer, die eigentlich bereits von der App ausgeschlossen wurden, mit anderem Nutzerkonto dennoch weiterarbeiten konnten. Das gefährde die Sicherheit der Passagiere, hieß es bei TfL.

Ola verspricht den Londoner Behörden, solche Fehler nicht zu wiederholen. In einer Aussendung gibt sich das Unternehmen als Musterschüler: Man plane den Einsatz von Gesichtserkennungstechnologie, um Fahrer zu authentifizieren. Eine „Branchenneuheit“ sei das. Zudem sollen die Fotos der Fahrer anhand ihres Führerscheins verifiziert werden.

Weiter verspricht Ola – ohne dazu Details zu nennen – „robuste technologische Systeme“ zu nutzen, die sicherstellen sollen, dass nur Fahrer auf der Plattform arbeiten könnten, die die TfL-Anforderungen erfüllen. Ola sei bekannt dafür, partnerschaftlich mit Regierungen und lokalen Behörden zusammenzuarbeiten, hieß es weiter.

Joyn Plus startet mit Originals und Kampfpreis

Zum 26.11. startet Joyn Plus, der Premiumservice des Streamingdienstes Joyn, den ProSieben.Sat1 und Discovery im Juni in einem 50:50-Joint-Venture ins Leben gerufen haben. Das Abo soll 6,99 pro Monat kosten und liegt damit deutlich unter den Wettbewerbern.

Ein Beispiel: Netflix ist in der Basisversion ohne HD und auf einem Gerät für 7,99 Euro zu haben, in der gleichen Größenordnung liegt das Angebot für Amazon-Prime-User. TV Now, die Streamingplattform der RTL-Gruppe bleibt mit 4,99 Euro zwar deutlich darunter, hat dafür nur das eigene Senderangebot im Köcher. Das erklärte Ziel Joyns war und ist hingegen, alle deutschen Contentanbieter auf der Plattform zu versammeln. Das ist seit dem Launch allerdings nicht ganz gelungen: RTL kocht weiterhin sein eigenes Süppchen und auch Sky hat einer Kooperation derzeit eine deutliche Absage erteilt.

Mit seinem Livestream-Angebot von 60 lokalen Sendern deckt die im Juni als Freeversion gestartete Plattform aber nach eigener Aussage derzeit 67 Prozent des gesamten deutschen Free-TV Marktes ab. Dazu gehören die öffentlich-rechtlichen Angebote von ARD und ZDF, aber auch internationale Sender wie MTV, HGTV (Home and Garden TV) und Nickelodeon. Dazu wirbt Joyn mit seinem Portfolio an On-Demand Content mit Serien, Shows und exklusiven Previews. Das soll auch weiterhin frei verfügbar bleiben. „Wir konzentrieren uns ganz klar auf ein Freemium-Modell. Joyn bietet eine große Auswahl an kostenlosen Inhalten und Live-TV, mit Joyn Plus kommt nun ein kostenpflichtiger Premium Bereich hinzu“, fasst Joyn-Geschäftsführerin Katja Hofem zusammen.

eBay verkauft Ticket-Tochter Stubhub für 4 Mrd. Dollar an Viagogo

Die Online-Handelsplattform eBay verkauft ihre Internet-Ticketbörse Stubhub für 4,05 Mrd. Dollar (3,66 Mrd. Euro) an deren Schweizer Konkurrenten Viagogo. Eine entsprechende Einigung gaben die Unternehmen am Montag bekannt. Der Deal soll bis Ende des ersten Quartals 2020 abgeschlossen werden, muss dafür aber noch von Aufsichtsbehörden genehmigt werden.

Viagogo – der nach eigenen Angaben weltweit führende Online-Ticket-Marktplatz für Sport-, Musik- und Unterhaltungs-Events – will den Kaufpreis komplett bar zahlen.

eBay veräußert den Geschäftsbereich unter dem Druck einflussreicher Hedgefonds, die zur Erhöhung des Aktienwerts schon länger eine Aufspaltung des US-Konzerns forderten. Neben dem Verkauf von Stubhub hatten die Finanzinvestoren Elliott Management und Starboard Value auch auf die Trennung von eBays Classifieds-Sparte gedrängt. Hierzu gehören die deutschen Angebote eBay Kleinanzeigen und mobile.de.

Das kalifornische Unternehmen hatte durch die Trennung von der Ex-Tochter Paypal im Jahr 2015 seinen Wachstumstreiber verloren. eBay kämpft mit der verschärften Konkurrenz im Online-Handel, wo Rivalen wie Amazon oder Alibaba Druck machen. Die Aktien des Konzerns waren in den vergangenen drei Monaten um knapp zehn Prozent gesunken, zuletzt hatte eBay noch einen Börsenwert von knapp 30 Mrd. Dollar. Erlöse durch Spartenverkäufe könnten die Aktionäre bei Laune halten.

Programmatischer Werbemarkt wächst auf über 100 Milliarden Dollar

Im kommenden Jahr sollen bereits rund 69 Prozent der digitalen Werbeinventare programmatisch gehandelt werden, in diesem Jahr liegt der Wert bei 65 Prozent. Das ist das Ergebnis des Programmatic Marketing Forecasts von Zenith. Demnach überschreiten die Investitionen in Programmatic Advertising noch in diesem Jahr die 100-Milliarden-Dollar-Grenze. Für 2020 rechnet Zenith sogar mit einem Anstieg auf 127 Milliarden Dollar.

Allerdings wächst die Disziplin nicht mehr so stark wie noch 2018. Damals wuchs programmatische Werbung noch um 35 Prozent, 2019 lag das Wachstum nur noch bei 22 Prozent. Im kommenden Jahr wird das Wachstum auf 19 Prozent und 2021 auf 16 Prozent geschätzt.

Eine der größten Herausforderungen für die Branche besteht deshalb laut Zenith darin, neue Technologien und Verfahren zu entwickeln, die das Bedürfnis der Verbraucher nach Privatsphäre besser mit den Vorteilen von Targeting und Personalisierung in Einklang bringen. „Das fortschreitende Verschwinden des Cookies bedeutet, dass die Branche die Umsetzung von Targeting und Personalisierung überdenken muss“, sagt Matt James, Zeniths Global Brand President. „Hochwertige First-Party-Daten sind für den Erfolg des programmatischen Marketings wichtiger denn je.“

UEFA will Champions League selbst ausstrahlen

Aktuell erst hat die UEFA mit dem britischen Anbieter BT Sport eine Einigung erzielt: Satte 400 Millionen Pfund sollen für die Übertragungsrechte für die Champions League auf der Insel bis 2024 fließen.

Sollten Bieter an anderen europäischen Märkten jedoch keine zufrieden stellenden Summen ins Spiel bringen, erwägt der Verband jedoch, die Übertragung der Spiele selbst in die Hand zu nehmen.

Damit könnte der hochklassige Wettbewerb und Publikumsmagnet in den entsprechenden Ländern tatsächlich aus dem linearen Fernsehen verschwinden. Die Spiele würden dann über den bereits seit einem halben Jahr existierenden Streaming-Service UEFA TV zu beziehen sein.

Rebellion übernimmt Spielentwickler The Bitmap Brothers

Der britische Spielentwickler und Publisher Rebellion übernimmt seinen bisherigen Konkurrenten The Bitmap Brothers. Bestandteil des Gesamtpakets sind auch die Rechte an vielen Klassikern der Spielegeschichte, die The Bitmap Brothers in den 80er und vor allem 90er Jahren produziert hatte.

Darunter befinden sich Speedball, Cadaver, The Chaos Engine und Z. Rebellion will auf Basis der Klassiker neue Games für unterschiedliche Plattformen entwickeln. Finanzielle Details zu der Transaktion liegen nicht vor.

Mit der Übernahme setzt Rebellion seinen Expansionskurs fort. Erst Mitte November 2019 hatte das 1991 von den Brüdern Jason und Chris Kingsley in Oxford gegründete Unternehmen einen Ableger für Brettspiele vorgestellt. Das Studio ist vor allem für die Serie Snipe Elite bekannt. Die nächste geplante Veröffentlichung ist das Actionspiel Zombie Army 4 Dead Army, das am 4. Februar 2020 erscheinen soll.

The Bitmap Brothers wurde 1987 von Mike Montgomery, Eric Matthews und Steve Kelly nahe London gegründet. Eine Zeit lang galt das Studio als Kult, weil es mit seinen primär für Amiga und Atari ST produzierten Programmen neue Maßstäbe in Sachen Grafik und Gameplay gleichzeitig setzen konnte. Die Spiele waren innovativ – und teils extrem herausfordernd, wodurch sie vor allem bei Hardcoregamern sehr beliebt waren.

Der letzte sehr große Erfolg für The Bitmap Brothers war das Echtzeit-Strategiespiel Z, das 1996 für Windows-PC auf den Markt kam. In den vergangenen Jahren hat das Studio teils Remakes seiner Klassiker neu veröffentlicht sowie über Kickstarter Geld mit einem Artbook verdient.

Check24 droht Schlappe im Streit um Jubiläumsdeals

Dem Online-Makler Check24 droht in seinem Dauerstreit mit Versicherungsvertretern eine neuerliche Niederlage vor Gericht. Das Unternehmen könnte nach Einschätzung des Landgerichts München mit „Jubiläumsdeals“ im vergangenen Jahr gegen das Rabattverbot beim Verkauf von Versicherungen verstoßen haben. Das Gericht sehe den Sachverhalt „eher kritisch“, sagte die Vorsitzende Richterin Isolde Hannamann bei der mündlichen Verhandlung am Dienstag. Kläger ist der Bundesverband der Versicherungskaufleute (BVK), der 40 000 Versicherungsvertreter repräsentiert.

Das Urteil soll am 4. Februar verkündet werden. Der rechtliche Hintergrund: Beim Verkauf von Versicherungen sind Rabatte gesetzlich verboten, damit die Bürger sich nicht unnötige Policen aufschwatzen lassen. „Nach dem Gesetzestext könnte einiges dafür sprechen, dass wir hier einen Verstoß gegen das Verbot von Sondervergütungen haben“, sagte Hannamann.

Check 24 hatte vor einem Jahr Verbrauchern mit Kundenkonto bei dem Online-Unternehmen den Abschluss einer Versicherung mit „Jubiläumsdeals“ versüßt. Check24 argumentiert, dass die Deals eine Belohnung für das Kundenkonto waren und für alle verkauften Produkte galten, nicht nur für Versicherungspolicen. Außerdem wurden die Gutschriften von der Check 24 Muttergesellschaft gezahlt, nicht von den Tochterfirmen, die die Versicherungen verkaufen.

Die Anwälte von Check 24 argumentierten, das sei kein Verstoß gegen das Gesetz. Werbung „mit Versprechen eines Dritten“ – in diesem Fall also der Check 24-Muttergesellschaft – sei von dem Verbot nicht erfasst.

Disneys Eiskönigin 2 bricht Kino-Kassenrekorde

Sechs Jahre nach Disneys Kinokassen-Triumph mit „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ stellt die Fortsetzung des Animations-Hits neue Rekorde auf. „Die Eiskönigin 2“ spielte am Wochenende weltweit rund 358 Millionen Dollar ein, das beste Debüt für einen animierten Film aller Zeiten.

„Frozen II“, so der Originaltitel, übertrumpfte damit das Debüt von „Der König der Löwen“ und von „Toy Story 4“ in diesem Jahr. „Das weltweite Phänomen ist nun der #1-Film in der Welt“, hieß es am Montag auf Disneys Twitter-Seite.

In den USA und Kanada übertrumpfte Teil 2 mit Einnahmen in Höhe von 130 Millionen Dollar binnen drei Tagen seinen Vorgänger aus dem Jahr 2013 fast ums Doppelte. „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ hatte damals nach und nach weltweit rund 1,29 Milliarden Dollar eingespielt und damit lange Zeit auf dem Spitzenplatz der Animations-Charts gethront. Erst in diesem Jahr kletterte die Disney-Neuverfilmung „Der König der Löwen“ mit 1,6 Milliarden Dollar auf den ersten Rang.

Erster Marvel-Comic für Rekordsumme versteigert

Der allererste Comic des berühmten US-Verlags Marvel ist am 21.11. für 1,26 Millionen Dollar (gut 1 Mio. Euro) versteigert worden. Dies sei der weltweit höchste Preis, der je bei einer Auktion für ein Marvel-Comic gezahlt wurde. Dies teilte ein Sprecher des Auktionshauses Heritage Auctions mit. Es handle sich um die erste Ausgabe der 1939 ins Leben gerufenen Comicreihe von Timely Comics.

Das Heft sei der „Grossvater aller Marvel-Comics“, sagte Ed Jaster vom Auktionshaus Heritage Auctions. „Amazing Fantasy“, die Ausgabe, in der erstmals Spiderman auftauchte, erzielte bei einer Auktion 2011 den Preis von 1,1 Mio. Dollar. Der teuerste jemals versteigerte Comic ist die erste Ausgabe der „Action Comics“ von 1938. Das Heft, in dem Superman seinen ersten Auftritt hat, wurde 2014 für 3,2 Mio. Dollar verkauft.

Das nunmehr versteigerte Heft Marvel Comics #1 sei in sehr gutem Zustand und habe bei seinem Erscheinen 1939 gerade einmal zehn Cent gekostet. Auf dem Cover mit einer feuerroten Figur werden Charaktere wie die menschliche Fackel, Sub-Mariner, der Engel und KA-Zar genannt. Nach Angaben von Heritage Auctions wurde das Heft damals von einem Postboten, der alle Erstausgaben von Comic-Heften sammelte, an einem Kiosk im US-Staat Pennsylvania erworben. Der Marvel-Verlag hatte in den 60er Jahren gemeinsam mit dem Zeichner Stan Lee das Superhelden-Genre revolutioniert. Viele der Figuren wie X-Men, Hulk oder Black Panther dominierten jahrelang die Kino-Leinwände.

Digitale Außenwerbung erreicht drei Viertel der Bevölkerung

Wo klassische Medien immer mehr Reichweite verlieren, springt Digital-Out-of-home (DOOH) als Massenmedium ein. Die digitalen Monitore erreichen inzwischen drei Viertel der Bevölkerung. Das ist das Ergebnis der Studie „Public & Private Screens 2019/2020“, die das Digital Media Institute soeben veröffentlicht hat.

So erzielt DOOH in der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahren eine wöchentliche Nettoreichweite von 73 Prozent – das sind 24 Prozent mehr als noch vor drei Jahren, als die letzte Erhebung des DMI erschienen ist. Eine noch größere Steigerung konnten die DOOH-Medien bei den Werbeträgerkontakten hinlegen: Diese haben seit der letzten Untersuchung um 87 Prozent zugelegt – von 469 Millionen in 2016/2017 auf nun 880 Millionen Bruttokontakte in der Woche.

„Werbungtreibende erreichen also nicht nur mehr Menschen innerhalb einer Woche, sie sprechen sie auch an einer wesentlich größeren Auswahl an Touchpoints an und somit deutlich häufiger als noch 2016“, erklärt Frank Goldberg, Geschäftsführer des DMI, den überproportionalen Zuwachs bei den Bruttokontakten.

Doch nicht nur die Reichweite, auch die Erinnerung der Konsumenten an die digitalen Screens durch die Konsumenten steigt über alle Touchpoints hinweg an – und das, obwohl sich die eigentliche Nutzung der Umfelder im Vergleich zu der letzten Untersuchung kaum verändert hat. Demnach erzielen die Screens an den unterschiedlichen Standorten eine durchschnittliche Bekanntheit von 62 Prozent. Drei Prozentpunkte mehr als 2016.

Kärntner Medienverlag insolvent

Über das Vermögen der CK Medienverlag GmbH ist ein Konkursverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet worden. Wie der KSV 1870 in einer Aussendung mitteilte, belaufen sich die Aktiva auf 77.000 Euro, die Passiva auf 320.000 Euro. Demnach sind vier Dienstnehmer und 15 Gläubiger sind betroffen.

Gegenstand des Unternehmens war die Produktion von Zeitschriften, Magazinen und Drucksorten sowie Medienberatung. Als Gründe für die Insolvenz werden ein „Ausfall von Kunden, die Einstellung von bei der Schuldnerin hergestellten Produkten, vermehrte Budgetkürzungen, ein spürbarer Brancheneinbruch und Marktübersättigung“ genannt.

Ob die „Kärntnerin“, das bekannteste Magazin des Unternehmens, weitergeführt wird, war vorerst unklar.

Dessous-Marke Victoria’s Secret streicht Modenschau 2019

Die US-Dessous-Marke Victoria’s Secret will ihre berühmte Modenschau in diesem Jahr streichen. Die Show kämpft demnach seit Jahren mit sinkenden Zuschauerzahlen, 2018 hätten diese einen Tiefpunkt erreicht.

Erstmals war die Schau, bei der Frauen in High-Heels, glitzernder Unterwäsche und riesigen Flügeln über den Laufsteg ziehen, 1995 ausgestrahlt worden. In den Vorjahren fand das Mode-Event im November/Dezember statt. Victoria’s Secret habe zuletzt Kunden an die Konkurrenz verloren, hieß es beim US-Fernsehsender CNN. Die Dessous-Schau war häufig als sexistisch und anti-feministisch bezeichnet worden.

Die Marke kämpfe darüber hinaus mit den Nachwehen des Epstein-Skandals. Demnach hatte der Gründer des Mutterkonzerns enge Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter und Multimillionär Jeffrey Epstein, der sich im August in der Haft das Leben nahm.

Funke erwirbt Passion 4 Gästezimmer komplett

Funke Digital hat nun 100 Prozent der Anteile an der Passion 4 Gästezimmer GmbH übernommen. Das Berliner Unternehmen betreibt mit Monteurzimmer.de und Pension.de zwei Portale zur Vermittlung von temporären Unterkünften wie Ferienwohnungen oder Pensionen. Die bisherigen Miteigner Christoph Jost und Tim Keding ziehen sich aus dem Unternehmen zurück. Mit der Komplettübernahme durch Funke Digital folgt auch ein Wechsel an der Firmenspitze: Zum 1. Dezember 2019 übernimmt Victoria Tschirch die Geschäftsführung.

2016 hatte Funke sich erstmals an Passion 4 Gästezimmer beteiligt. „Unsere Investmentstrategie wird mit der Akquise der Passion 4 Gästezimmer GmbH weiter konsequent umgesetzt. Das Geschäftsmodell ist nachhaltig und das gesamte Team hat uns überzeugt“, sagt Herby Marchetti, Leiter des Beteiligungsgeschäfts bei Funke Digital. „Mit Victoria Tschirch an der Spitze haben wir die ideale Besetzung für unsere Wachstumspläne gefunden. Sie kennt das Gründungsteam bereits seit vielen Jahren und hat bereits bewiesen, dass sie ein ganz besonderes Gespür für die Positionierung und Skalierung digitaler Geschäftsmodelle hat.“

Neues Pokémon trotz Fanprotest erfolgreich

Rund eine Woche nach der Veröffentlichung Mitte November 2019 hat Pokémon Schwert und Schild weltweit rund sechs Millionen Käufer gefunden. In den USA konnte Nintendo von dem nur für Switch erhältlichen Programm rund zwei Millionen Exemplare absetzen. Nach Angaben des Publishers ist Schwert und Schild für den genannten Zeitraum das bislang umsatzstärkste Pokémon und eines der meistverkaufen Spiele für die Nintendo Switch.

Für Deutschland liegen keine absoluten Zahlen vor, allerdings hat Schwert und Schild auf Anhieb den Sprung auf den ersten Platz der Switch-Verkaufscharts von GfK Entertainment geschafft. Wie schon frühere Pokémon handelt es sich eigentlich um zwei Programme, eben Schwert und Schild, die aber meist zusammen für rund 100 Euro gekauft werden. Kleine Unterschiede gibt es bei den jeweils enthaltenen Legendären und normalen Taschenmonstern sowie bei den Trainern.

Im Vorfeld der Veröffentlichung hatten Teile der Community in Foren und im sozialen Netz zum Boykott aufgerufen und dem Entwicklerstudio Game Freak sogar die Verbreitung von Lügen vorgeworfen, der Hashtag #GameFreakLied schaffte es zeitweise recht weit nach oben in den Trends auf Twitter. Im Kern ging es darum, dass einige Fans sich hintergangen fühlten, weil Game Freak bei einer Reihe von Pokémon einfach die Daten aus früheren Spielen übernommen haben soll, statt sie neu zu entwerfen.

Außerdem war und ist ein Teil der Community sauer, weil der Pokédex viel weniger Monster enthält als frühere Spiele und weil Publikumslieblinge wie Schiggy und Bisasam gar nicht enthalten sind; bei Fans hieß diese Kürzung Dexit, in Anspielung an den Brexit.

Insgesamt gibt es lediglich 435 Sammelkreatueren statt der eigentlich erwarteten über 900. Die Entwickler haben die niedrige Zahl unter anderem damit begründet, dass dadurch die Balance des Kampfsystems erheblich vereinfacht werde.

„Minecraft Earth“ nun auch in Österreich gestartet

Minecraft Earth ist nun auch in Österreich als Early-Access-Game gestartet. Das Spiel ist im Grunde eine AR-Ausgabe des populären Klötzchen-Spiels von Mojang. Dabei soll auch der Sammeltrieb von Spielern angesprochen werden. So geht es darum, Ressourcen zu sammeln und diese für den Bau zu verwenden. Kämpfe und Herausforderungen stehen ebenso zur Verfügung.

Minecraft Earth ist für iOS und Android kostenlos verfügbar. Die Entwickler haben versprochen, dass das Spiel ständig verbessert wird und auch weitere Länder bedient werden sollen. Ende des Jahres soll das Game dann global erhältlich ein. Zur Verwendung benötigt man einen Microsoft-Account.

Brave-Browser will Nutzer fürs Werbungschauen belohnen

Seit kurzem kämpft ein weiterer Browser offiziell um Marktanteile. Der Brave-Browser wirbt – ähnlich wie Firefox – damit, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen und die allgegenwärtige Überwachung im Netz zu bekämpfen. Der Chef der Firma hinter Brave, Brendan Eich, kann dazu eine gute Geschichte erzählen. Eich war es, der 1994 im Dienst des Browserherstellers Netscape die Programmiersprache Javascript schrieb – und damit zumindest Mitverantwortung trägt für den aktuellen Zustand der Internet-Werbebranche und das allgegenwärtige Tracking durch Cookies, die via Javascript im Browser abgelegt werden. Eich tut seitdem gewissermaßen Buße, zunächst als Mitgründer und bis 2014 CEO des Firefox-Entwicklers Mozilla, seit 2015 als Chef von Brave-Software.

Der Brave-Browser hat einen eingebauten Werbeblocker, er unterbindet standardmäßig Anzeigen, die auf Tracking durch Dritte basieren. Außerdem verbindet sich der Browser automatisch mit dem sicheren https-Protokoll, wann immer das möglich ist. Solche Funktionen bieten auch Firefox oder Chrome, allerdings nur über Erweiterungen. Auch Apples Browser Safari blockiert Tracker von Drittanbietern.

Neu bei Brave ist dagegen die Alternative, die sich Brendan Eich und sein CTO Brian Bondy für die Finanzierung von Inhalten im Netz überlegt haben: Brave soll eine Werbeplattform werden, auf der die Daten für personalisierte Werbung immer verschlüsselt auf den Geräten der Nutzer lagern, und nicht – wie heute üblich – mit einer undurchschaubaren Masse an Werbepartnern geteilt werden. An mit dem Brave-Browser ausgespielten Anzeigen sollen zudem nicht nur die Webseitenbetreiber verdienen, auch Kunden sammeln mit dem Anschauen von Anzeigen Geld in Form der Kryptowährung BAT – und können diese dann über eine Art Trinkgeld-Button wieder an ihre Lieblingswebseiten verteilen. Das klingt ein bisschen kompliziert. Glücklicherweise ist Brave so gebaut, dass niemand aktiv in diesen Prozess eingreifen muss, wenn er oder sie das nicht möchte.

PayPal kauft Rabattplattform Honey

Der Online-Zahlungsabwickler Paypal erweitert mit dem Zukauf der Bonusplattform Honey Science sein Angebot. Für rund 4 Milliarden Dollar übernimmt PayPal den Anbieter für Gutscheincodes und will damit den Nutzern ermöglichen, einfacher Rabatte für Konsumenten anzubieten.

PayPal und sein mobiler Bezahldienst Venmo verfügen über mehr als 275 Millionen aktive Verbraucherkonten. Der Deal soll 2020 abgeschlossen werden und den bereinigten Gewinn von PayPal im Jahr 2021 erhöhen. Honey werde als Marke bestehen bleiben und seinen Hauptsitz in Angeles, Kalifornien, behalten.

Google schränkt Wahlwerbung deutlich ein

Nach dem Stopp politischer Anzeigen bei Twitter schränkt auch Google die Möglichkeiten zur gezielten Platzierung von Wahlwerbung ein. Einzelne Nutzergruppen sollen damit nur noch nach drei Merkmalen angesprochen werden können: Alter, Geschlecht und Postleitzahl. Nicht mehr möglich sein wird es, Werbung nach Kriterien wie politischer Zugehörigkeit oder bisheriger Wahlaktivität zu schalten. In den USA gibt es einen „Public Voter Record“, in dem ersichtlich ist, an welchen Wahlen man teilgenommen hat und bei welcher Partei man Mitglied ist.

Zugleich bleibe es aber weiterhin möglich, die Anzeigen zu einzelnen Suchwörtern wie zum Beispiel „Wirtschaft“ zu schalten, wie Google in einem Blogeintrag erklärte. In einem weiteren wichtigen Schritt betonte Google, dass falsche Angaben in jeglicher Werbung gegen die Regeln der Plattform verstoßen – auch wenn es um Politik geht. Das betreffe zum Beispiel auch manipulierte Medien wie Videos.

Facebook hatte in den USA zuletzt heftige Diskussionen mit der Ankündigung ausgelöst, auch nachweislich falsche Beiträge von Politikern auf der Plattform zu lassen, um sich nicht in den politischen Prozess einzumischen. Botschaften von Politikern werden auch nicht den unabhängigen Factchecking-Partnern des Online-Netzwerks vorgelegt.

Google erklärte, der Internet-Konzern gehe davon aus, nur in seltenen Fällen bei politischer Werbung eingreifen zu müssen – „aber wir werden das bei klaren Verstößen weiterhin tun“. Twitter wird unterdessen ab Donnerstag unterdessen gar keine politischen Botschaften mehr als Werbung verbreiten lassen. Reichweite dafür müsse verdient und nicht erkauft werden, erklärte Twitter-Chef Jack Dorsey zur Begründung.

Google startet Spiele-Streamingdienst Stadia

Spielen ohne Konsole und auf jedem verfügbaren Bildschirm: Mit seinem neuen Spiele-Streamingdienst Stadia schürt der US-Technologiekonzern Google hohe Erwartungen in der Gamerszene. Mit dem Start von Stadia am Dienstag ist das Angebot in 14 Ländern in Europa und Nordamerika zu haben, dann gibt es auch das Abo Stadia pro für 9,99 Euro im Monat.

Ein kostenloses Angebot soll 2020 hinzukommen – dann allerdings mit Abstrichen bei Qualität und Technik. Google wirbt damit, dass Spieler mit Stadia keine Konsolen mehr brauchen, sondern sich die Spiele direkt streamen können.

Das Abo enthält einige wenige kostenlose Spiele und den Zugang zu allen anderen kostenpflichtigen Angeboten. Am Anfang bietet Stadia 22 Titel an, darunter Assassin’s Creed Odyssey, Red Dead Redemption 2 und Tomb Raider, bis zum Jahresende sollen es rund 30 Spiele sein. Auch eigene Produktionen sind geplant.

Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt Reisebüros von Thomas Cook

Galeria Karstadt Kaufhof profitiert von der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook. So übernimmt das Handelsunternehmen 106 Reisebüros der Marke „Thomas Cook“ und die Online-Plattform von Thomas Cook in Deutschland. Das gab das Unternehmen nach einer Einigung mit dem Insolvenzverwalter der Thomas Cook-Gruppe bekannt.

Ein Großteil der Arbeitsplätze in den Thomas Cook-Reisebüros könne dadurch erhalten bleiben, teilte Galeria Karstadt Kaufhof mit. Der endgültige Erwerb steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörde sowie des Gläubigerausschusses von Thomas Cook.

Galeria Karstadt Kaufhof hat heute schon Reisegeschäft, jedoch in geringerem Umfang. Es umfasst bislang 78 Reisebüros in Warenhäusern sowie weitere 22 innerstädtische Reisebüros. Durch die Übernahme der Bereiche von Thomas Cook erhält das Unternehmen die E-Commerce-Plattform und eine für das Reisegeschäft maßgeschneiderte IT sowie entsprechende Kundendaten. Auch die Arbeitsplätze des E-Commerce-Teams können dadurch erhalten werden.

„Mit der künftig noch weitergehenden Verknüpfung von Online- und Offline-Fähigkeiten im Reisegeschäft schaffen wir den Sprung zum Omnichannel-Reiseanbieter und setzen auch in diesem Geschäftsfeld unsere Cross-Channel Strategie konsequent um“, erklärt Stephan Fanderl, CEO von Galeria Karstadt Kaufhof.

Einen ähnlichen Deal haben die Insolvenzverwalter von Thomas Cook bereits für das Geschäft in Großbritannien abgeschlossen. Dort wird die unabhängige Kette Hays Travel 555 Reisebüros und bis zu 2500 Mitarbeiter der Gruppe übernehmen.

Mit dem Verkauf an Galeria Karstadt Kaufhof ist aber nur ein Teil des Reisegeschäfts der deutschen Thomas-Cook-Gruppe gerettet. So gibt es 1344 deutsche Reisebüros der Konzernmarken „Thomas Cook“, „Neckermann“ und „Holiday Land“, von denen aber nur 250 dem insolventen Konzern selbst gehören. Der übergroße Rest untersteht selbstständigen Inhabern, die sich per Franchisevertrag an Thomas Cook in Oberursel gebunden haben. Deren Zukunft ist offen.

Galeria Karstadt Kaufhof hatte bereits im August angekündigt, dass es den Bereich Touristik ausbauen wird – unter anderem durch zusätzliche Reisebüros. Deswegen hatte das Unternehmen die Geschäftsleitung des Reisebereichs mit dem erfahrenen Touristiker Rolf-Dieter Maltzahn verstärkt. Er kam vom Reiseunternehmen DER Touristik. Dort verantwortete er unter anderem die Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen, eine Erfahrung, die ihm jetzt bei der Integration von Thomas Cook behilflich sein kann.

„Sin City“ soll in Serie gehen

Legendary Television möchte eine Prequel zur Graphic Novel drehen. Über die Anzahl der Folgen oder den Ausstrahlungspartner wurden noch keine Angaben gemacht.

Einem Bericht von „Deadline.com“ nach ist noch nicht klar, ob Frank Miller und Robert Rodriguez als Produzenten auftreten oder Regie führen. Beide hatten schon bei der Kino-Verfilmung der Comics zusammengearbeitet. Damals hatte Rodriguez Miller als Co-Regisseur ins Boot geholt.

Die Comicverfilmungen „Sin City“ und „Sin City 2: A Dame to kill for“ kamen 2005 und 2014 in die Kinos und waren vor allem eins: nicht jugendfrei.

D: Ärzte fordern umfassendes Tabakwerbeverbot

Die Ärzte in Deutschland dringen zum Schutz der Gesundheit auf umfassende Werbeverbote fürs Rauchen. „Die langwierige Diskussion um die Plakatwerbung ist trostlos“, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, der Deutschen Presse-Agentur. „Es ist unverständlich, dass wir das Werbeverbot als letztes Land in der EU immer noch nicht vollständig durchgesetzt haben.“ Die Ärzteschaft sei ganz klar für ein generelles Tabakwerbeverbot, und zwar auch für elektronische Zigaretten. „Da kann man der Industrie nicht entgegenkommen. Rauchen ist schädlich, Punkt.“

Verboten ist Tabakwerbung etwa schon in Radio und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften. In der vorigen Wahlperiode war ein Anlauf zur Ausweitung gescheitert. Die Zigarettenbranche argumentiert unter anderem, ein vollständiges Verbot wäre ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Werbefreiheit. Maßgebend für den Rauchbeginn von Minderjährigen sei das Rauchverhalten in Freundeskreis und Familie.

Neue OZ – Zeitungsgruppe Südwest-Niedersachsen wächst um zahlreiche Titel

Die Vermarktungsgemeinschaft Neue OZ – Zeitungsgruppe Südwest-Niedersachsen bekommt Zuwachs. Als neue Kooperationspartner kommen am 1. Januar 2020 die ZGO Zeitungsgruppe Ostfriesland (Leer), SKN Druck und Verlag (Norden) sowie Hermann Imsiecke Druck und Verlag in (Cloppenburg) hinzu.

Dazu gehören die Zeitungstitel: “Ostfriesen Zeitung”, “General-Anzeiger”, “Ostfriesische Nachrichten”, “Ostfriesischer Kurier”, “Norderneyer Badezeitung” und “Münsterländische Tageszeitung”.

Damit erweitert die Zeitungsgruppe Südwest-Niedersachsen ihre verkaufte Auflage von 256.825 auf 337.767 Exemplare und ist damit die zweitgrößte Vermarktungsgemeinschaft in Nielsen I. Gemessen an den Leserzahlen der MA 2019 ist die Zeitungsgruppe im bundesweiten Ranking von Platz 21 auf Platz 11 geklettert.

Amazon plant erstmals größeren Supermarkt ohne Kassen

Der US-Online-Händler Amazon will seine Technologie zum Einkaufen ohne Kassen auch in größeren Supermärkten sowie temporären Pop-Up-Stores einsetzen. Erste Läden dieser Kategorien könnten Anfang 2020 bekanntgegeben werden.

Die Technologie, bei der Kameras und anderen Sensoren registrieren, welche Artikel ein Kunde aus dem Regal nimmt, könne unter Lizenz auch an andere Einzelhändler angeboten werden.

Aus den Läden geht man einfach raus, die mitgenommenen Artikel werden kurz darauf abgerechnet. Der Konzern eröffnete bisher knapp zwei Dutzend solcher Geschäfte in den USA unter der Marke „Amazon Go“. Sie haben meist das Format eines größeren Tankstellen-Shops. Früheren Berichten zufolge war es zunächst eine Herausforderung für das System, eine größere Zahl von Leuten im Blick zu behalten. Nun werde das System in einer rund 960 Quadratmeter großen Supermarkt-Fläche in Seattle getestet.

TikTok öffnet sich für Social Commerce

TikTok wagt einen Schritt in Richtung Social Commerce. Wie Techcrunch berichtet, ermöglichst es die Videoclip-App testweise ausgewählten Usern, Links zu E-Commerce-Websites zu ihrer Profilbiographie hinzuzufügen. Und für Creator gibt es die Möglichkeit, ihre Zuschauer zu Shopping-Seiten weiterzuleiten.

Insofern TikTok die neuen Features seinen über eine Milliarde Nutzern zur Verfügung stellen will, könnte die App vor allem für Influencer weiter an Attraktivität gewinnen. Denn so würden sich weitaus mehr Verdienstmöglichkeiten ergeben.

Österreichs TV-Vermarkter beklagen medialen „Streaming-Hype“

Einen medialen „Streaming-Hype“ beklagen die österreichischen TV-Vermarkter. Vereint in der „Gattungsinitiative“ Screenforce Austria wollen sie den Österreichern – und vor allem den österreichischen Werbekunden – klar machen, dass traditionelles Fernsehen noch lange nicht ausgedient hat.

Als Beleg verweist Screenforce etwa auf die jährliche Bewegtbildstudie, wonach die TV-Nutzungszeit in Österreich steige, auf zuletzt (2018) 180 Minuten im Jahr. Dass die Jungen dem linearen Fernsehen abhandenkämen, sei auch nicht richtig: 61 Prozent der Fernsehzeit bei den 14- bis 29-Jährigen entfalle auf klassische TV-Angebote. YouTube lukriert laut Zinggl 12 Prozent der Videonutzung. „Wer in Österreich von einem Rückgang des linearen TV-Konsums schreibt, hat entweder Eigeninteressen oder sich nicht gut genug informiert“, übte sich Zinggl in Medienschelte.

Außerdem, so warnt Screenforce, werde mit dem Vormarsch von „Subscription Video on Demand“, also schlicht Streaming-Abos, das Bewegtbild immer teurer für den Endkonsumenten. „Bewegtbild war frei – man hat den Fernseher aufgedreht und alles sehen können, was man wollte.“ Würden aber heute US-User alles in Anspruch nehmen, was der Markt so hergibt, käme das auf 89 Dollar im Monat. „Wer soll das alles zahlen?“ Ein weiteres Argument: Wenn es darum geht, welche Sendungen Gesprächsthema sind, haben lineare Klassiker wie „Ich bin ein Star…“ oder die „Germany’s Next Topmodel“ immer noch die Nase vorn, so die „Talk of Town“-Studie von IP Österreich aus dem Sommer.

Twitter begrenzt gezielte Verbreitung von Tweets zu sozialen Themen

Twitter schränkt ein, wie feinmaschig einzelne Nutzergruppen gezielt mit Botschaften zu sozialen Themen angesprochen werden können. Künftig wird es nicht mehr möglich sein, Tweets, in denen es zum Beispiel um soziale Gerechtigkeit oder Umweltschutz geht, als Werbung Nutzern in bestimmten Postleitzahl-Bereichen anzeigen zu lassen. Bei der Auswahl der Ziel-Kategorien wird man nicht mehr Begriffe wie „Konservative“ oder „Liberale“ verwenden können, wie Twitter ankündigte.

Die neuen Maßnahmen gehören zur Umsetzung des ankündigten Verbots, politische Botschaften als Werbung zu verbreiten. Mit diesen Ergänzungen will Twitter ein Jahr vor der Präsidentenwahl in den USA mögliche Schlupflöcher schließen.

Im US-Wahlkampf 2016 ging es in einem großen Teil der von Russland aus gesteuerten Einfluss-Kampagnen darum, die Spannungen in der amerikanischen Bevölkerung zu vertiefen. Deshalb wurden Botschaften zu Themen wie Rassismus, soziale Gerechtigkeit, Flüchtlingspolitik oder Impfungen als Werbung an bestimmte Nutzergruppen ausgespielt. Mit einer feinmaschigen Platzierung nach Postleitzahl kann man oft zum Beispiel bestimmte soziale oder ethnische Gruppen erreichen.

„Wir glauben, dass Reichweite für politische Botschaften verdient werden muss, statt erkauft zu werden“, begründete Twitter-Chef Jack Dorsey den weltweiten Stopp von politischer Werbung Ende Oktober. Die neue Regelung soll vom 22. November an greifen.

UK-Markt: BT Sport sichert Champions League-Rechte bis 2023/2024

Gewinner des Bieterwettstreits um die Übertragungen der europäischen Fußball-Wettbewerbe ist der Sender BT Sport.

Demnach hat der Pay-TV-Anbieter, Teil des Kommunikationsunternehmens British Telekom, die Übertragungsrechte der Champions League, der Europa League und der neuen Europa Conference League erworben und setzte sich damit gegen die Konkurrenten Sky und DAZN durchgesetzt.

Der Deal umfasst insgesamt 420 Spiele und gilt für die Saisons 2021/2022 bis 2023/2024. Laut des Online-Portals lässt sich das Unternehmen die Spiele jeweils 400 Millionen Pfund (467 Millionen Euro) pro Saison kosten.

Amazons Cloud-Sparte eröffnet einen Marktplatz für Daten

Die Datensätze stammen aus verschiedenen Sektoren. Darunter Daten aus dem Finanzsektor, dem Gesundheitswesen, dem Wetter- oder dem Navigationsbereich. Preise und Dauer eines Daten-Abonnements legen die Anbieter fest. Wer beispielsweise täglich aktualisierte Besucherdaten zu allen US-amerikanischen McDonald’s-Filialen von Foursquare haben will, der zahlt dafür 90.000 US-Dollar jährlich.

Kostenpflichtige Abonnements werden den Datennutzern direkt von AWS in Rechnung gestellt. Anbieter können ihre Datensätze auch in Form von kostenlosen, zeitlich begrenzten Probe-Abonnements verfügbar machen. Außerdem sollen sie maßgeschneiderte Angebote an ausgewählte AWS-Kunden anbieten können.

Darüber hinaus können die Anbieter optional auch jeden potenziellen Einsatz ihrer Daten durch interessierte Unternehmen manuell prüfen. Das kann sich für Firmen rentieren, die beispielsweise die Nutzung ihrer Daten in Produkten verhindern wollen, die mit den eigenen Dienstleistungen in Konkurrenz stehen. Grundsätzlich nicht erlaubt auf der Plattform sind Datensätze, die personenbezogene Daten enthalten.

Telekom startet nächste Werbekampagne für MagentaTV

Die Deutsche Telekom hat eine neue Werbekampagne gestartet, um auf die neuen Funktionen und Inhalte von MagentaTV aufmerksam zu machen. Christian Ulmen und Fahri Yardim sind dann auch wieder mit dabei – sie bekommen sogar Unterstützung.

Im Fokus der neuen Spots stehen die kostenfreie Megathek, das noch recht neue MagentaTV Netflix-Angebot sowie der TV-Stick. Zu sehen sind in der Kampagne erneut Christian Ulmen und Fahri Yardim, mit ihnen wirbt die Telekom nun schon seit einiger Zeit. Doch sie sind in der neuesten Werbe-Offensive nicht allein. Mit dabei ist auch Schauspieler Frederick Lau, der sich bei Ulmen und Yardim quasi um einen Job bewirbt, um künftig MagentaTV zu bewerben. Das macht er so gut, dass die beiden Schauspieler Angst bekommen, er könne sie ersetzen – und ihm deshalb absagen.

V-Anbieter BT sticht Sky und DAZN bei Rechtevergabe aus

Der Telefon-, Internet- und Pay-TV-Anbieter British Telekom sicherte sich für drei weitere Spielzeiten die Übertragungsrechte an der Champions League, der Europa League und der neuen Europa Conference League für den britischen Markt. Das Unternehmen zahlt nach eigenen Angaben 400 Millionen Pfund (467 Millionen Euro) pro Saison.

BT Sport zeigt seit 2015 die Europapokalwettbewerbe in Großbritannien und überträgt nun von 2021/2022 bis 2023/2024 die Rekordzahl von 420 Spielen exklusiv im Pay-TV und über eine eigene App. Der derzeit noch laufende Vertrag mit der UEFA umfasst 394 Millionen Pfund. Zum Vergleich: Das jährliche Volumen des bis 2021 laufenden Sky/DAZN-Kontraktes für Deutschland wird auf 200 Millionen Euro geschätzt. Derzeit läuft die neue Ausschreibung für den deutschen Markt.

Die Endspiele der drei Wettbewerbe werden nach BT-Angaben in Großbritannien frei übertragen. Das wird ab der Saison 2021/2022 auch in Deutschland so sein.

Tausende gehackte Disney+-Accounts werden in Foren verkauft

Ein Disney+-Account ist zurzeit offenbar ein beliebtes Gut. Tausende Zugangsdaten werden bereits in Foren gehandelt. Zwischen drei und elf Euro werden von den Kriminellen für die gehackten Konten verlangt. In den sozialen Netzwerken beschweren sich User darüber, dass ihre Accounts geknackt wurden und die Eindringlinge das Passwort änderten, sodass nicht mehr auf Konto zugegriffen werden kann.

Woher die Hacker die Zugangsdaten haben, ist aktuell unklar. Möglicherweise stammen diese aus Datenlecks von anderen Services oder wurden durch Schadsoftware beziehungsweise Phishing abgegriffen. Ein Hack von Disney+ selbst, ist höchst unwahrscheinlich, wie ZDNET feststellt. Der Konzern selbst, wollte die Problematik nicht weiter kommentieren.

Disney+ ist vorerst nur in den USA, Kanada und den Niederlanden verfügbar. In dem europäischen Land wurde der Streamingdienst auch vorab getestet. Mittlerweile soll Disney+ mehr als zehn Millionen Kunden aufweisen. Das Service tritt auch zu einem Kampfpreis an: So werden nur 6,99 Dollar pro Monat verlangt. Bei Netflix zahlt man einen Euro mehr. Im ersten Halbjahr 2020 soll der Dienst in weiteren Ländern in Westeuropa ausgerollt werden – ob Österreich darunter ist, ist noch unklar.

Alibaba will mit Börsengang in Hongkong 12,6 Mrd. Euro einnehmen

Der chinesische Online-Riese Alibaba will bei seinem Börsengang in Hongkong umgerechnet bis zu 12,6 Mrd. Euro einnehmen. Der Konzern teilte am Freitag mit, er biete bis zu 575 Millionen Aktien zu je 188 Hongkong-Dollar (21,8 Euro) an. Das könnte bis zu 13,8 Mrd. US-Dollar (12,6 Mrd. Euro) in seine Kassen spülen.

Im Vorfeld war mit deutlich mehr gerechnet worden. Noch am Mittwoch etwa hatte die „South China Morning Post“, die zu Alibaba gehört, von einem Ziel bis zu 15 Mrd. Dollar berichtet.

Der Börsengang in Hongkong wird Alibabas zweiter: Der Konzern ist bereits in New York gelistet. Eigentlich wollte Alibaba schon im Sommer an die Hongkonger Börse gehen, sah dann aber angesichts der Proteste in Hongkong und des Handelskonflikts mit den USA zunächst davon ab.

D: Zeitungsverlage bekommen 40 Millionen Euro für die Zustellung

Zeitungsverlage in Deutschland werden voraussichtlich eine staatliche Förderung für ihre Zustellkosten bekommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestags beschloss am Donnerstag einen Antrag der Koalitionsfraktionen Union und SPD zur Unterstützung der Zustellung von Abonnementzeitungen und Anzeigenblättern in Höhe von 40 Millionen Euro für das Jahr 2020. Allerdings sollen die Ausgaben bis zur Vorlage eines Gesamtkonzepts durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gesperrt bleiben. Dieses soll eine Förderung zeitlich begrenzt auf fünf Jahre beinhalten. Der Zeitungsverlegerverband BDZV sieht nach dem Beschluss Verbesserungsbedarf.

Hintergrund der staatlichen Hilfen sind auch rückläufige Auflagenzahlen von Tageszeitungen in Deutschland und der digitale Wandel. Die Lieferung gedruckter Zeitungen muss weiterhin bis in die hintersten Winkeln Deutschlands funktionieren. Verlage beklagen gestiegene Kosten. Dies auch wegen Veränderungen in den Verlagsstrukturen durch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns für Zeitungszusteller, der seit 2018 gilt.

Im aktuellen Branchenbericht des BDZV ist von jährlichen Mehrkosten für die Verlage von rund 400 Millionen Euro die Rede. Rund 100 000 Zusteller – überwiegend angestellt als geringfügig Beschäftigte – bringen demnach jeden Tag mehr als 10 Millionen Zeitungen zu den Lesern. Insgesamt wurden in Deutschland im zweiten Quartal 2019 täglich 13,52 Millionen Tageszeitungsexemplare verkauft.

Anfang November hatten sich auch die Zeitschriftenverleger mit der Forderung nach Hilfestellung bei der Postzustellung ihrer Magazine an den Bund gewandt. Hintergrund sind Preiserhöhungen.

SevenOne Media splittet Werbeblöcke in zwei Teile

SevenOne Media testet auf ProSieben im neuen Jahr zielgruppenaffine Tarife. Dafür führt der Vermarkter zwischen Februar und April 2020 sogenannte „Twin Breaks“ in allen Zeitschienen beim Sender ein. Dabei splittet man die vorhandenen Werbeblöcke in zwei Teile auf. Im ersten laufen die klassischen Spots verschiedener Kunden, der andere ist für Kunden reserviert, die überwiegend für Frauen bzw. Haushaltsführende Zielgruppen planen.

Im zweiten Block, wo die Werbung für die haushaltsführenden Personen zu sehen sein wird, sollen die Spots laut SevenOne Media auch günstiger sein als im klassischen Werbeblock. Die für die „Twin-Breaks“ in Frage kommenden Produkte werden nach Nielsen-Kategorien definiert. Man wolle mit dem neuen Preismodell-Test der „differenzierten Zuschauerstruktur von ProSieben“ ein „differenziertes Pricing“ gegenüberstellen, heißt es von SevenOne.

Instagram blendet Likes jetzt weltweit aus

Gestern (14.11.2019) hat Instagram seinen Test global ausgerollt, bei dem für einen Teil der Community die Anzahl von Likes nicht mehr sichtbar sind. „Wir wollen, dass Instagram ein Ort ist, an dem sich Menschen wohlfühlen und frei ausdrücken können. Dazu gehört auch, den Menschen zu helfen, sich auf die Fotos und Videos zu konzentrieren, die sie teilen, und nicht darauf, wie viele Likes sie dafür bekommen“, lautet die Begründung.

Nutzer, die Teil des Tests sind, sehen nicht mehr die Gesamtzahl der Likes und Views von Fotos und Videos anderer in ihrem Feed. Nur die Likes für die eigenen Beiträge bleiben für sie sichtbar. Auch sehen andere Instagram-Nutzer nicht mehr, wie viele Likes und Views die Beiträge der Test-Teilnehmer bekommen haben.

Online-Preisvergleicher Modina will Fashion-Kunden ansprechen

Mehr Informationen zu den einzelnen Produkten sowie ­innovative Features für die Nutzer: Mit diesen Alleinstellungsmerkmalen will sich die neue, ganz auf Modeartikel ­fokussierte Preisvergleichs-Website Modina.de vom Wettbewerb differenzieren.

Das Portal ging im Mai 2019 online und kann nach Angabe von Gründer Marius Rupp seitdem jeden Monat steigende

„Unsere Partner-Shops wie Amazon, Otto, Galeria und AsosAsos sind direkt seit Start mit uns gegangen und unterstützen die Idee eines reinen Preisvergleichs für Mode, so gut sie können. Aktuell haben wir über 150 Online Shops als Partner bei uns angemeldet.“

Ströer mit Wachstum

Der Kölner Werbekonzern Ströer hat seinen Umsatz in den ersten drei Quartalen 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7 Prozent von 1,11 Millionen Euro auf 1,19 Milliarden Euro erhöht. Das organische Umsatzwachstum lag bei 7,3 Prozent. Das adjusted Ebitda stieg ebenfalls um 7 Prozent von 364 Millionen Euro auf 389 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis verbesserte sich um rund 6 Prozent von 119 Millionen Euro auf 126 Millionen Euro.

Die Umsatzerlöse des Segments OOH Media legten in den ersten drei Quartalen 2019 um 7 Prozent von 461 Millionen Euro auf 495 Millionen Euro zu. Das adjusted Ebitda des Bereichs konnte im selben Zeitraum um 5 Prozent von 213 Millionen Euro auf 224 Millionen Euro erhöht werden. Die Ebitda-Marge lag bei 45,2 Prozent (Vj.: 46,1 Prozent).

Die Segmente Digital OOH und Content stiegen von Januar bis September 2019 um knapp 8 Prozent auf 400 Millionen Euro. Das adjusted Ebitda kletterte um 12 Prozent von 122 Millionen Euro auf 136 Millionen Euro. Hierzu trugen im Wesentlichen Public Video und Statista bei. Die Ebitda-Marge erhöhte sich von 30,9 auf 34,1 Prozent.

Amazon wagt den Angriff auf Aldi und Lidl

Sechs verschiedene Sorten Wein bietet Amazon künftig unter der Eigenmarke „Compass Road“ an. Die klassischen Rebsorten sind dabei, vom Riesling über Chardonnay bis zum Merlot. Als „einfache, aber dennoch wohlschmeckende Weine“, preist das Unternehmen sie mit leichtem Understatement an.

Doch hinter dem Angebot verbirgt sich eine Kampfansage. Nicht nur, dass die Flaschen im Sechserpack für 19,99 Euro verkauft werden. Der US-Gigant lässt auch keinen Zweifel daran, dass dies erst der Anfang ist. „Das Angebot wird im Laufe der Zeit erweitert“, teilt er mit. Und er bezeichnet „Compass Road“ als neue Wein- und Spirituosenmarke. Vertrieben werden die Marken auf dem eigenen Marktplatz.

Im Oktober erst hatte Amazon zusätzlich die Marke „Tovess“ für Spirituosen lanciert. Aktuell verkauft er einen Premium Gin für 24,99 Euro unter diesem Namen, der in alten Kupferkesseln in Birmingham destilliert wird. Beim edel gestalteten Etikett in Gold und Grün dürfte kaum ein Kunde an eine billige Eigenmarke denken.

Mit der neuen Lebensmittel-Offensive dürfte Amazon immer stärker zum Konkurrenten von Aldi und Lidl werden. Denn das Geschäftsmodell der Discounter basiert darauf, preiswerte Eigenmarken mit hoher Qualität als Alternative zu Markenartikeln zu bieten. Dieses Geschäft könnte Amazon mit dem E-Commerce und neuen Läden in die Zange nehmen.

Rewe-Chef Lionel Souque beschreibt Amazon nicht zu Unrecht gerne als „Kampfmaschine“. Denn während sich Amazon mit dem Versenden von Lebensmitteln speziell in Deutschland immer noch schwer tut, hat es sich in vielen Ländern schon eine Marktmacht aufgebaut – und setzt jetzt zur nächsten großen Offensive an.

So hat das Unternehmen in den USA im vergangenen Jahr mit Lebensmitteln im Netz bereits 8,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt, wie der Marktforscher Edge by Ascential berechnet hat. Das ist mehr als die sechs größten klassischen Einzelhändler gemeinsam über ihre Webshops verkauften.

In Deutschland sieht Marktforscher LZ Retailytics Amazon unter den Händlern mit einem Gesamtumsatz von 15 Milliarden Euro schon auf Platz fünf – vor Metro. Noch sind dafür im großen Maß Non-Food-Waren und Drogerieartikel verantwortlich. Doch der Lebensmittelverkauf wächst mit zweistelligen Wachstumsraten.

Der Schlüssel zum Lebensmittelmarkt, insbesondere im preiswerteren Segment, sind dabei genau die Eigenmarken. „Durch die Nutzung von Eigenmarken kann Amazon sich im Sortiment differenzieren, Kunden stärker an sich binden und die Marke emotionaler aufladen“, erklärt Thomas Täuber, Geschäftsführer der Managementberatung Accenture.

Doch das Wichtigste: Sie erlaubten einen attraktiven Preis und stärkten zugleich die Marge – was gerade bei den zu erwartenden Investitionen von Vorteil sei. Und genau dieses Segment baut der Angreifer jetzt massiv aus. So bietet Amazon in Deutschland unter der Marke Whole Foods bereits Trockenfrüchte und Nüsse an, die Marke Happy Belly steht ebenfalls für Nüsse, aber auch für Kaffee und Kekse.

Cleverdigital von Funke wird zum Full-Service-Dienstleister

Cleverdigital von Funke wird künftig als Full-Service-Dienstleister im Online-Marketing auftreten. Im Fokus stehen dabei kleine und mittlere Unternehmen, wie das Medienhaus mitteilte.

Das 15-köpfige Team um Leiterin Bettina Buschmeyer bietet neben der Konzeption und Erstellung von Websites künftig auch individuelle Shop-Lösungen, umfassende Online-Marketing Kampagnen und Social Media Maßnahmen an.

A1, „3“ und Magenta stürzen sich mit Flattarifen ins Weihnachtsgeschäft

Die heimischen Mobilfunker stürzen sich in das Weihnachtsgeschäft. Nach A1 haben nun auch „3“ und Magenta (T-Mobile) ihre Angebote vorgestellt. Bei setzen auf niedrige Tarife, um Diskonter auf Abstand und Kunden halten zu können. Wie auch der Marktführer A1 setzen „3“ und Magenta auf Flattarife, also Angebote mit unlimitierte Minuten, SMS und Daten. Bei „3“ kostet der Tarif „Star Sim Unlimited“ ab 43,50 Euro. Magenta bietet nun auch „Mobile“-Tarife ab 24,99 Euro bis 31. März des kommenden Jahres mit unlimitierten Daten an. Bei A1 kostet ein vergleichbares Angebot 64,90 Euro.

Disney+ gewinnt über 101 Mio. Abonnenten – Prognose vor Launch

Die fünf größten globalen Streaming-Dienste werden bis 2025 insgesamt 529 Mio. Abonnenten haben. Das berichtet Broadband TV News“ unter Berufung auf Digital TV Research. Demnach werden die Streaming-Dienste zwischen 2019 und 2025 257 Mio. Abonnenten hinzugewinnen, was in etwa einer Verdopplung der Zahl entspricht.

Ein Grund für die steigende Zahl sind die neuen Plattformen Disney+, Apple TV+ und HBO Max, die in den nächsten Monaten auf den Markt kommen. Disney+, das diese Woche bereits in den USA, Kanada und den Niederlanden an den Start geht, ist der große Sieger in der Prognose: Über 101 Mio. zahlende User soll der Streaming-Dienst in sechs Jahren haben.

Auch Netflix wächst weiter, um 70 Mio. Abonnenten, und bleibt mit über 235,5 Mio. zahlenden Usern der größte Anbieter. Auf dem heimischen Markt in den USA ist für Netflix jedoch nicht mehr viel zu holen – dort wächst der Streaming-Dienst nur noch um sechs Mio. Abonnenten. Der internationale Markt wird immer bedeutender.

Facebook Pay kommt für Messenger, Instagram und WhatsApp

Hat Facebook bereits die Nase voll von seiner Kryptowährung Libra? Zumindest scheint das Timing sehr passend zu sein: Wenige Wochen, nachdem große Partner von Libra ausgestiegen sind, wird ein neuer Bezahldienst vorgestellt – bei dem die Partner dabei sind, die das Libra-Projekt verlassen haben.

Facebook Pay setzt nicht auf Kryptowährungen oder andere Tokens. Es dient primär dazu, um in Apps des Facebook-Konzerns direkt zu bezahlen, ohne dazu die Apps oder Websites anderer Dienste nutzen zu müssen. Es wird direkt in die Apps des Facebook-Konzern integriert und keine Extra-App.

Alibaba erzielt neuen Verkaufsrekord beim Singles‘ Day

Diese Vermarktungsmethode nimmt einen immer größeren Stellenwert am weltweit umsatzstärksten Tag im Online-Einzelhandel ein, dem sogenannten „Singles‘ Day“ am 11. November. Auch am 11.11. konnte Alibaba einen neuen Verkaufsrekord aufstellen: Insgesamt verkaufte der Onlinehändler während des 24-stündigen Shopping-Marathons Waren im Wert von 268 Milliarden Yuan, also umgerechnet 34,71 Milliarden Euro.

Bereits weniger als zwei Minuten nach Beginn der Online-Schnäppchenjagd hatten Kunden Produkte im Gesamtwert von einer Milliarde Dollar bestellt. Wer besonders beliebte Sonderangebote ergattern wollte, musste innerhalb von Sekunden nach Mitternacht den Kauf tätigen. Es gab bis zu 544.000 Bestellungen pro Sekunde, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete.

„Wir haben auch heute großartige Resultate erzielt“, sagt Chris Tung, Leiter der Marketing-Abteilung von Alibaba, dem Handelsblatt. Trotz eines Wirtschaftswachstums von durchschnittlich 6,2 Prozent in den ersten drei Quartalen in China sei der Einzelhandel mit 8,2 Prozent robust geblieben.

SZ führt neue digitale Abo-Struktur ein

Die Süddeutsche Zeitung will ihr Digitalgeschäft weiter ausbauen und führt neue Digital-Abos ein. Zusätzlich zu dem bisherigen Abo, das Zugriff auf alle digitalen Angebote der Zeitung ermöglicht, gibt es ab sofort zwei günstigere Varianten.

Die neue Angebotsstruktur ist laut Verlag das Ergebnis umfangreicher Tests. Die Abos und Preise wurden in den vergangenen Monaten in verschiedenen Testmärkten und Zielgruppen überprüft. Die neuen Abos sollen für ein weiteres Wachstum der digitalen Erlöse sorgen. „Unsere neuen Abos stellen dafür die Grundlage dar. Für einen attraktiven Einstiegspreis bekommt man bei der SZ das inhaltlich umfangreichste digitale Angebot für Qualitätsjournalismus in Deutschland“, erklärt Johannes Hauner, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Süddeutsche Zeitung Digitale Medien. „Mit den neuen Abos möchten wir möglichst viele Leserinnen und Leser überzeugen, die uns schätzen, für die unser bisheriges Angebot aber noch nicht flexibel genug war.“

Sky prüft Entschädigung nach Ausfall der Streamingdienste

Bis in die zweite Halbzeit hinein kämpfte Sky am vergangenen Wochenende mit einem Ausfall seiner Streamingdienste. Wer das Bundesliga-Topspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund über Sky Ticket, Sky Go oder die Sky-Q-App für Smartphones sehen wollte, bekam in aller Regel nur eine Fehlermeldung angezeigt – und nicht die Live-Übertragung aus München.

Jetzt können Fußballfans aber zumindest auf eine Entschädigung hoffen. „Wir prüfen dies zurzeit und werden die betroffenen Kunden hierzu schnellstmöglich informieren“, erklärte Sky-Sprecher Moritz Wetter am Montag auf Nachfrage des Medienmagazins DWDL.de. Zu Details der möglichen Entschädigung war zunächst nichts zu erfahren.

Schon im vergangenen Jahr hatte sich der Sender bei Sky-Ticket-Kunden, die von den technischen Problemen während eines Champions-League-Spiel des FC Bayern betroffen waren, mit einem sogenannten Supersport-Monatsticket entschuldigt – sofern man die betroffenen Nutzer denn identifizieren konnte.

30 Milliarden Euro für Sportsponsoring

So geben Unternehmen weltweit 30,87 Milliarden Dollar für Sportsponsoring aus, wobei das meiste Geld an Ligen und Teams geht. Doch nur sieben Prozent davon fließen laut Statista in den Frauensport. Dieser befindet sich nach Meinung der Forscher deshalb in einem „Teufelskreis“: Da das Geld fehlt, könnten Ligen und Verbände auch nicht investieren, um die Aufmerksamkeit für den Frauensport zu erhöhen. Doch ohne Aufmerksamkeit werden auch die Sponsoren kaum willens sein, mehr Geld in Frauenfußball und Co. zu stecken.

Wie ungleich die Kräfte verteilt sind, wurde erst dieses Jahr durch die Debatte um gleiche Bezahlung für Männer und Frauen im Sport deutlich. Besonders die amerikanische Frauenfußball-Nationalmannschaft sorgte hier für ein Ausrufezeichen: Die Spielerinnen hatten im Frühjahr ihren eigenen Verband verklagt, weil der die männlichen Profis deutlich besser bezahlt. Und das, obwohl die Frauen wesentlich erfolgreicher spielen.

Einige Sponsoren haben die Problematik allerdings erkannt – und versuchen gegenzusteuern. Beispiel Adidas: Der DFB-Ausrüster hätte den deutschen Fußball-Frauen im Falle eines Titelgewinns bei der Weltmeisterschaft 2019 die gleiche Summe gezahlt wie den Männern.

Alibabas Börsenpläne werden konkreter

Der chinesische Internet-Riese Alibaba kommt Insidern zufolge mit seinem geplanten Börsengang in Hongkong voran. Anfang kommender Woche sei eine Anhörung vor der möglichen Notierung in der Finanzmetropole geplant, bei dem Alibaba nun bis zu 15 Milliarden US-Dollar (rund 13,6 Millionen Euro) erlösen wolle. Es wäre der größte Börsengang in Hongkong seit dem Jahr 2010.

Alibaba bereitet derzeit eine Anhörung vor, wie sie für das Listing an der Hongkonger Börse vorgeschrieben sind. Das Unternehmen wollte diese Informationen auf Nachfrage nicht kommentieren.

Der zweite Börsengang des Amazon-Rivalen, der bereits in den USA an der New Yorker Börse gelistet ist, wäre für die Hongkong Stock Exchange eine Genugtuung, nachdem der Börsenbetreiber bereits zahlreiche namhafte Technologiekonzerne aus China an US-Rivalen verloren hatte. Alibaba ist an der Börse so viel wert wie kein anderes Unternehmen in Asien.

Der Online-Händler Alibaba hatte den Sprung auf Hongkongs Börsenparkett Insidern zufolge bereits für den Sommer im Auge gehabt. Doch dann brachen in der asiatischen Großstadt heftige politische Proteste und Unruhen aus. Zudem drückte der Handelskrieg zwischen den USA und China auf die Stimmung am Markt. Am Donnerstag einigten sich Washington und Peking nun auf eine schrittweise Reduzierung der gegenseitig erhobenen Strafzölle.

„Viva la Vulva“ ist Europas beste Werbung des Jahres

Der Art Directors Club of Europe (ADCoE) hat die beste Werbung des Kontinents ausgezeichnet: Die britische Agentur AMVBBDO bekam dieses Wochenende den Grand Prix mit ihrer Kampagne „Viva la Vulva“ für den Hygiene- und Gesundheitskonzern Essity Bodyform/Libresse. Je einmal europäisches Silber ging an Sagmeister & Walsh mit dem Jahresbericht für Zumtobel und Serviceplan Austria mit Tipp 3.

Wilkommen im Land der freien Medien, Trump und Putin!

Erstmals hat der Art Directors Club of Europe einen Europäischen Stern vergeben, eine Art Grand Prix für europäische Werte und soziale Anliegen. Die Auszeichnung ging an TBWA/Helsinki mit der Kampagne „Land der freien Medien“ für die Zeitung „Helsingin Sanomat“. Sie begrüßte Donald Trump und Wladimir Putin zum Treffen des US- und des russischen Präsidenten im Juli mit Plakaten, die sie im „Land der freien Medien“ willkommen hießen und an ihren Umgang mit Medien erinnerten.

12 Milliarden Dollar in einer Stunde – Umsatzrekord am Single’s Day

Der chinesische Amazon-Rivale Alibaba hat zum Start seines weltgrößten Online-Schnäppchen-Events einen neuen Umsatzrekord erzielt. In der ersten Stunde des „Single’s Day“ seien 84 Milliarden Yuan (12 Milliarden Dollar) erlöst worden, 22 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Konzern am Sonntag mit. Dabei würden mehr als 200.000 Marken an dem Event teilnehmen und die Zahl der Online-Kunden werde mit rund 500 Millionen wohl um rund 100 Millionen höher als vor Jahresfrist liegen.

2018 hatte Alibaba bei der mit dem „Black Friday“ oder „Cyber Monday“ vergleichbaren Aktion binnen 24 Stunden insgesamt rund 30 Milliarden Dollar umgesetzt. Das war zwar ein Plus von 27 Prozent zum Vorjahr, aber gleichwohl der prozentual geringste Anstieg in der zehnjährigen Geschichte des „Single’s Day“. Nach neun Stunden stand 2019 am frühen Morgen deutscher Zeit ein Plus von 25 Prozent – bis dahin waren 23 Milliarden Dollar umgesetzt worden.

Alibaba dominiert zwar den Markt, hat aber im Rivalen Konkurrenz. Zudem wird der Wettbewerber Pinduoduo beliebter, der Kunden in weniger wohlhabenden Städten Chinas umwirbt.