D: Werbeumsätze der Medien steigen wieder

So langsam scheint sich der deutsche Werbemarkt wieder zu erholen. Nachdem die Brutto-Investitionen in Werbung im ersten Halbjahr 2019 meist stagnierten, deutet sich im Juli eine leichte Trendwende an. Immerhin bedeuten Werbeausgaben in Höhe von knapp 2,1 Milliarden Euro brutto gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von stattlichen 6,9 Prozent. Bislang hatte der „Peak“ bei 2,7 Prozent im April gelegen. Auch für das gesamte Jahr weist Nielsen unter dem Strich ein Plus von knapp einem Prozent auf 16,9 Milliarden Euro aus. Die unterschiedlichen Mediengattungen können allerdings längst nicht alle von dem Mini-Aufschwung profitieren.

Out-of-Home

Wenn eine Gattung in diesem Jahr einen Lauf hat, dann ist das Out-of-Home. Allein im Juli flossen 181 Millionen Euro in Außenwerbung – gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein sattes Plus in Höhe von 19,8 Prozent. Dass es sich nicht um einen kurzfristigen Aufschwung der Außenwerbung handelt, zeigt der Blick aufs Gesamtjahr. Brutto-Investitionen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro bedeuten ein Wachstum von 10 Prozent. Treiber ist dabei vor allem Digital Out of Home.

Digital

Noch deutlich im Plus ist auch Digital. Laut Nielsen, das das von Google beherrschte Search-Marketing sowie Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram und Twitter in seiner Auswertung gar nicht berücksichtigt, sind in diesem Jahr bereits 1,96 Milliarden Euro in Onlinewerbung geflossen. Das ist ein Plus von 6,5 Prozent gegenüber Vorjahr. Das deutliche Wachstum haben die Online-Vermarkter allerdings vor allem den ersten fünf Monaten des Jahres zu verdanken. In der Zeit von Januar bis Mai investierten die Werbungtreibenden durchweg mehr Geld in digitale Werbung als im Vorjahr. Im Juni gingen die Spendings allerdings deutlich runter – sogar unter die Werte des Vorjahres. Im Juli setzte sich der Sinkflug zwar fort, allerdings nicht so stark wie vor einem Jahr, sodass Nielsen im Jahresvergleich für den Juli mit Spendings in Höhe von 233 Millionen Euro ein kleines Plus in Höhe von 0,9 Prozent ausweist.

Radio

Zu den Gewinnern gehört auch Radio. Allein im Juli steigerte die Gattung ihre Werbeumsätze um 6,2 Prozent auf 137 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr steht ein Plus von 1,6 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro in der Bilanz.

Die Brutto-Werbeumsätze der Mediengattungen von Januar bis Juli 2019:

TV

Wieder im Plus sind auch die TV-Vermarkter. Waren die Umsätze zwischen Februar und Mai jeweils noch unter denen des Vorjahres geblieben, sind sie seit Juni wieder über den Strich gerutscht. Besonders schön liest sich aus Sicht der Vermarkter die Bilanz für den Juli. In diesem Monat flossen brutto 928 Millionen Euro in TV-Werbung. Das sind 11,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Aber auch mit der Bilanz für das Gesamtjahr dürften die Vermarkter inzwischen wieder halbwegs zufrieden sein. Bislang haben die Unternehmen brutto fast 7,9 Milliarden Euro in TV-Spots investiert. Das ist immerhin ein Mini-Wachstum von 0,1 Prozent.

Kino

Die stärksten Verluste muss die Gattung Kino hinnehmen. Im Juli gaben die Unternehmen nur 8,5 Millionen Euro aus, um auf den großen Leinwänden der Republik zu werben – damit ist der Gattung binnen eines Jahres eine glatte Million an Werbeeinnahmen flöten gegangen. Fast genauso schlimm liest sich die Bilanz für die ersten sieben Monate. 63,7 Millionen Euro bedeuten gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 3,9 Prozent.

Der Anteil der Mediengattungen an den Werbeinvestitionen in Deutschland:

Print

Nicht viel besser ergeht es derzeit den Verlagen. Im April und Mai keimte noch etwas Hoffnung auf, als die Werbeeinnahmen kurzzeitig über die des Vorjahres kletterten. Doch seit Juni geht es unter dem Strich wieder bergab. Zwar können die Zeitungen im Juli ihre Werbeeinnahmen minimal um 0,2 Prozent auf 356 Millionen Euro steigern. Da jedoch die Publikumszeitschriften im Juli ein Minus von 1,4 Prozent auf 219 Millionen Euro hinnehmen mussten, geht die Gattungskurve eben doch weiter nach unten. Das gilt auch fürs Gesamtjahr. Mit Werbeeinnahmen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro liegen die Zeitungen mit 1,5 Prozent im Minus, die Publikumstitel müssen sogar ein Minus in Höhe von 3,1 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro schlucken. Bei den Fachzeitschriften gehen die Werbeerlöse ebenfalls nach unten – und zwar um 3,4 Prozent auf knapp 213 Millionen Euro.

E-Sports: Umsätze werden sich bis 2023 mehr als verdoppeln

So hat E-Sports im vergangenen Jahr weltweit 667 Millionen Euro umgesetzt. Deutschland liegt im internationalen Vergleich mit 62,5 Millionen Euro auf dem 4. Platz. Die Erlöse könnten sich weltweit bis zum Jahr 2023 auf 1,5 Milliarden Euro ungefähr verdreifachen und in Deutschland auf fast 144 Millionen Euro steigen, was mehr als eine Verdoppelung bedeuten würde, davon werden 60,9 Millionen Euro ins Sponsoring fließen.

Für die kommenden vier Jahre rechnet PwC in Deutschland mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für den Umsatz von E-Sports-Medienrechten von 19,3 Prozent. Damit werden die Umsätze von 18,2 Millionen Euro in 2019 auf 31,6 Millionen Euro in 2023 anwachsen.

Laut einer Prognose von Newzoo werden 2019 die E-Sports-Zuschauerzahlen von 335 Millionen Zuschauern weltweit um mehr als 100 Millionen auf 454 Millionen Zuschauer ansteigen. Aufgrund des enormen Wachstumspotenzials wird zudem erwartet, dass im Jahr 2021 die Zuschauerzahlen im E-Sports die der National Basketball Association (NBA) in den USA deutlich übertreffen werden und kompetitives Gaming folglich zur zweitbeliebtesten Sportart des Landes nach der National Football League (NFL) aufsteigt.

Alibaba kauft E-Commerce-Unternehmen Kaola

Alibaba will offenbar sein Retail-Portfolio weiter ausbauen. In diesem Zuge bietet die Alibaba-Gruppe nach Medieninformationen zwei Milliarden US-Dollar in bar für die Übernahme des chinesischen E-Commerce-Unternehmens Kaola. Das berichtet Reuters. Kaola gehört bisher zu dem chinesischen Online-Gaming-Unternehmen NetEase und ist auf den VerkaufSponsored Post von Bekleidung, Haushaltsgeräten und anderen Produkten spezialisiert, vor allem im Bereich Import.

Eine offizielle Bestätigung der Übernahmeabsichten gab es von Alibaba oder NetEase bisher nicht. Der Zeitpunkt wäre für eine Akquisition allerdings günstig: Alibabas aktueller Finanzbericht fiel besser aus als erwartet. Neben Alibaba soll auch der chinesische Arm von Amazon an einer Übernahme von Kaola interessiert gewesen sein.

Sony kauft Insomniac Games

Während der Gamescom 2019 hat Sony die Übernahme des bislang unabhängigen Entwicklerstudios Insomniac Games bekanntgegeben. Das aus dem kalifornischen Burbank stammende Unternehmen beschäftigt rund 300 Mitarbeiter, es ist seit Jahren eng mit Sony und der Playstation-Plattform verbunden.

Insomniac wird als Teil der Sony Worldwide Studios weiterarbeiten. Bislang gehören unter anderem Naughty Dog (Uncharted), Guerrilla Games (Horizon) und Polyphony Digital (Gran Turismo) zu dem Verbund. „Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit Insomniac Games zusammen und freuen uns, sie offiziell in der Worldwide-Studios-Familie begrüßen zu dürfen“, sagte Shawn Layden, Chef der Sony Worldwide Studios. Informationen zu den finanziellen Details der Akquisition liegen nicht vor.

Insomniac Games wurde 1994 unter dem Namen Xtreme Software von Ted Price gegründet, der das Unternehmen immer noch leitet; die Umfirmierung erfolgte 1995. Das zuletzt veröffentlichte Spiel ist das 2018 exklusiv für die Playstation 4 erschienene Marvel’s Spider-Man (Test auf Golem.de), in dem Spieler als Superheld Peter Parker in Manhattan gegen allerlei Schurken kämpfen. Gerüchten zufolge entsteht derzeit ein Nachfolger – falls das stimmt, dürfte dieser für die nächste Playstation erscheinen.

ekannt wurde Insomniac Games vor allem durch Serien wie Spyro the Dragon (ab 1998) und Ratchet & Clank (ab 2002). Die meisten Spiele produzierte das Studio für die Playstation-Plattform, zwischendurch arbeitete es aber auch auf anderer Hardware. Ein Titel erschien sogar im Auftrag von Microsoft für die Xbox One und für Windows-PC: das 2014 veröffentlichte, allerdings nur mittelmäßige Actionspiel Sunset Overdrive.

News Tab: Facebook will sogar echte Journalisten einstellen

Dass Facebook einen neuen Bereich für Medien-Inhalte starten will, den so genannten News Tab, ist schon länger bekannt.

Facebook hat das News-Tab-Modell bereits verschiedenen Publishern vorgestellt. Das Netzwerk ist dabei sogar bereit, manchen Publishern signifikante Lizenz-Gebühren für das Bereitstellen von hochwertigen Inhalten zu bezahlen. Der Betrag reiche bis zu drei Millionen Dollar im Jahr. Zu den angesprochenen Medienpartnern zählen “ABC News”, “Bloomberg”, “Dow Jones” und “The Washington Post”.

Laut Facebook soll eine Testversion des News Tab noch vor Ende des Jahres online gehen.

Motor Presse Stuttgart führt Bezahlmodell ein

Der Verlag Motor Presse Stuttgart führt auf seinen Websites Paid Content ein. Den Anfang macht das Onlineangebot des Automagazins Auto Motor und Sport. Dabei setzt die Motor Presse auf das mittlerweile weit verbreitete Freemium-Modell.

Rund 15 Prozent der Inhalte sollen laut Verlag künftig hinter der Bezahlschranke verschwinden. Ähnlich wie bei Spiegel Online, Zeit Online oder FAZ.net werden kostenpflichtige Inhalte mit einem + gekennzeichnet. Nach der Anmeldung können Nutzer zunächst 30 Tage lang kostenlos auf die Premiuminhalte zugreifen, danach kostet ams+ 9,90 Euro im Monat.

Das Abo gilt für alle Digitalprodukte von Auto, Motor und Sport und ist monatlich kündbar. Abonnenten der gedruckten Ausgabe und des E-Paper bekommen einen Gutschein, der sechs Monate freien Zugriff auf ams+ ermöglicht.

Nach einer Testphase soll das Modell auf weitere Marken der Motor Presse übertragen werden.

Ford kündigt Einstieg in virtuellen Motorsport an

Ford steigt erstmals mit eigenen nationalen E-Sport-Teams in den virtuellen Motorsport ein und bietet den besten Online-Fahrern die Chance, in einem von fünf so genannten Fordzilla-Teams in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien auf Bestzeitjagd zu gehen. Darüber hinaus steigen die jeweils schnellsten Fahrer jeder Fordzilla-Mannschaft in den Europäischen Ford Fahrerkader auf. Das gab das Unternehmen am Vorabend der diesjährigen Gamescom, der europäischen Leitmesse für digitale Spielkultur bekannt. Die Messe findet vom 20. bis 24. August in Köln statt.

Die Fordzilla-Teams werden unter anderem beim preisgekrönten Rennspiel Forza Motorsport 7 an den Start gehen, entwickelt von den Turn 10 Studios der Microsoft Game Studios. Die Forza-Serie ist die meistverkaufte Rennsportreihe dieser Konsolengeneration und verfügt über eine der größten Rennsport-Communities der Welt. Millionen von Menschen geben jeden Monat in einem der Forza-Spiele Gas – rund eine Million Spieler wählen dabei Fahrzeuge von Ford.

„Ford verfügt über eine einzigartige Motorsporthistorie. Jetzt ist es an der Zeit, dieses Know-how in die Welt des E-Sports zu übertragen und die Phantasie einer neuen Generation von virtuellen Rennfahrern zu beflügeln“, erläutert Roelant de Waard, als Vizepräsident von Ford Europa zuständig für Marketing, Sales und Service.

7Sports baut E-Sports-Engagement aus

7Sports, die Sport-Unit von ProSiebenSat.1, hat sich die Lizenzrechte an ‚Counter Strike: Global Offensive Major‘ gesichert. Das E-Sports-Event des Veranstalters StarLadder findet vom 5. bis 8. September 2019 in Berlin statt und zählt zu den weltweit bedeutendsten E-Sports-Games. Das Finale überträgt der Pay-TV-Sender ProSieben Fun live im Fernsehen.

Vorstandsmitglied Stephanie Caspar kauft Springer-Anteile

Von den Verleger-Enkeln bis zu den Mitarbeitern – immer mehr Aktionäre der Berliner Axel Springer SE verkaufen ihre Anteile an den US-Finanzinvestor KKR. Stephanie Caspar, Vorstandsmitglied für Technologie und Daten bei dem Berliner Medienkonzern, hat dagegen jetzt Aktien ihres Arbeitgebers erworben. Ob die ehemalige „Welt“-Managerin die Anteile bei einem von KKR geplanten Rückzug von der Börse wieder verkaufen muss, ist völlig unklar.

PwC: E-Sport mit kräftigem Umsatzzuwachs

So stieg der Umsatz in Deutschland 2018 auf 62,5 Millionen Euro, ein Plus von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Beratungsgesellschaft Deloitte errechnete im Auftrag des Branchenverbands Game zuletzt sogar 70 Millionen Euro.

Neben Einkünften über den Verkauf von Tickets und Medienrechten sei vor allem das Sponsoring ein kräftiger Impulsgeber, der aktuell und in den kommenden Jahren für rund 40 Prozent des Gesamtumsatzes sorgen dürfte, hieß es bei PwC. Hier allein erwartet das Beratungshaus im Jahr 2023 einen Umsatz von 60,9 Millionen Euro. Sponsoring bleibe damit „die wichtigste Erlösquelle im E-Sport“, sagte Werner Ballhaus von PwC.

Gemessen am Umsatz liegt der deutsche E-Sport-Markt im globalen Vergleich demnach auf dem vierten Platz hinter den USA (191 Mio Euro), Südkorea (158 Mio Euro) und China (130 Mio Euro). In Europa liegt die Branche in Deutschland dagegen mit Abstand vorn. In Großbritannien wurden 2018 insgesamt 24 Millionen Euro umgesetzt, in Frankreich 21 Millionen und in Spanien 7 Millionen Euro.

Immer mehr würden sich auch klassische Unternehmen etwa durch Sponsoring, Marketing oder Investitionen in der Branche engagieren, ermittelte PwC. Wer möglichst früh in die noch junge Branche eintrete, habe gute Chanchen, sich als führender Player zu positionieren, schätzt Ballhaus. Fußball-Bundesligavereine hingegen hielten sich noch zurück. Dies habe eine im Mai 2019 durchgeführten Befragen unter Clubs der 1. und 2. Bundesliga ergeben.

Vom Deutschen Olympischen Sportbund DOSB ist E-Sport bislang noch nicht als offizielle Sportart anerkannt. Zuletzt hatte die Weltmeisterschaft beim Spiel „Fortnite“ für Schlagzeilen gesorgt: Der Sieger strich ein Rekord-Preisgeld von rund 30 Millionen Dollar ein.

Beim „eWorld Cup“ des Fußballspiel-Simulators FIFA erhielt der Champion immerhin noch rund 250 000 Dollar.

Facebook eröffnet Pop-up-Cafés, um über Privatsphäre aufzuklären

Facebook eröffnet zwischen 28. August und 5. September fünf Pop-up-Cafés in Großbritannien, wo Gästen kostenloser Kaffee und Hilfe in Bezug auf die Privatsphären-Einstellungen auf der Plattform angeboten wird.

Falls sich das jemand nicht entgehen lassen will: Das erste Café öffnet am 28. August für einen Tag in The Attendant Café auf der Great Eastern Street.

Der Grund für die Eröffnung sei eine Umfrage, die besagt, dass über ein Viertel der britischen Facebook-Nutzer (27 Prozent) nicht wüssten, wie sie ihre Privatsphären-Einstellungen richtig anpassen.

Sky ermöglicht Abruf von Einzelspielen

Sky erweitert mit Beginn der neuen Bundesliga-Saison offenbar seine Angebotspalette. So will der Pay-TV-Anbieter künftig auch den Abruf einzelner Spiele ermöglichen. Bislang bietet Sky neben klassischen Abos lediglich Tagestickets für die Bundesliga an.

Mit einem Pay-per-View-Angebot für einzelne Spiele könnte Sky neue Kunden erreichen, für die der Abschluss eines Abos bislang nicht in Frage kam. Der Schwerpunkt der Vermarktung liegt aber weiterhin auf den Pay-TV-Paketen.

Unterdessen kann Sky zum Start der neuen Bundesliga-Saison gute Zahlen verkünden. Die Live-Umfelder sind laut Sky Media um 11 Prozent besser ausgelastet als im Vorjahr, bei den Sonderwerbeformen liegt der Vermarkter sogar 27 Prozent im Plus. Zu den wichtigsten Kunden gehören die Wettanbieter Tipico und Bwin sowie Krombacher. Tipico tritt ab sofort als Titelsponsor des Topspiels der Woche am Samstagabend auf. Krombacher bleibt Co-Sponsor der Samstagskonferenz und des Topspiels der Woche. Bwin ist weiterhin Titelsponsor des Formats „Alle Spiele, alle Tore – die Bwin Highlight-Show“, das im Anschluss an die Live-Spiele ausgestrahlt wird. Neuer Co-Sponsor des Topspiels der Woche ist außerdem Procter & Gamble mit der Marke Gillette.

Die Deutsche Vermögensberatung bleibt im Rahmen eines umfassenden Sponsoringspaktes Titelsponsor der Halbzeitanalyse. Als neuer Co-Sponsor am Bundesliga-Sonntag ist Storck mit der Marke Knoppers NussRiegel dazu gekommen.

Geschenk-Karten und Voucher: Oakley Capital übernimmt Mehrheit an Seven Miles

Die Private Equity-Gesellschaft Oakley Capital mit Stammsitz in London will die Mehrheit an der Sven Miles GmbH in Düsseldorf übernehmen. Über 27 Millionen Euro blättert Oakley Capital für die 2014 gegründete Gutschein-Start-Up-Company auf den Tisch. Seven Miles bietet Wunsch-Gutscheine bzw. Geschenk-Karten an, die Verbraucher bei einem Anbieter ihrer Wahl einlösen können. Zu den Voucher-Partnern von Seven Miles gehören über 500 Unternehmen, darunter Ikea, Zalando, H&M, Apple oder Amazon. Darüber hinaus bietet Seven Miles für Arbeitgeber steuer-optimierte Geschenk-Karten (Wert 44 Euro) an, die diese an ihre Beschäftigten weitergeben.

Die von Valentin Schütt und Tom Schröder gegründete Seven Miles GmbH rechnet für 2019 mit einem Umsatz-Volumen von mehr als 100 Millionen Euro.

Sky Media meldet hohe Werbeauslastung zum Bundesliga-Start

Der Sky-Vermarkter Sky Media, Unterföhring, geht zuversichtlich in die am Wochenende beginnende neue Fußball Bundesliga-Saison. Die Nachfrage bei den Werbepartnern sei wieder „sehr hoch“, heißt es, der erste Spieltag „noch stärker gebucht als in der Vorsaison“. Der Vermarkter verzeichnet für das Start-Wochenende „eine um 11 Prozent stärkere Werbeauslastung und ein Plus von 27 Prozent bei den Sonderwerbeformen“.

Sport- und Vermarktungschef Jacques Raynaud von Sky Deutschland sagt: „Die Fußball-Bundesliga ist der stärkste Content auf dem deutschen Werbemarkt und die Nachfrage unserer Kunden nach diesem einzigartigen Produkt ist ununterbrochen hoch. Neue Impulse erwarten wir durch Augmented Reality und Social Media.“

Junge Menschen stehen Amazon skeptisch gegenüber

Auch wenn der Versand-Riese aus Seattle den Onlinehandel weitgehend dominiert, offenbart nun eine Studie, dass junge Menschen dort weniger gerne bestellen – auch aus ethischen Gründen.

Fast egal, was her muss: Für notorische Online-Shopper führt der erste Weg im Browserfenster meist zu Amazon. Zu umfangreich die Auswahl, zu bequem die Bestell- und Lieferbedingungen – der Einlauf ist oft mit wenigen Klicks besiegelt und bezahlt. Dann bleibt nur noch das Warten auf das Läuten des Paketboten.

Nun belegt der „Future Shopper“-Report der Agentur Wunderman Thompson, dass der große Versandhändler trotz seiner weltweiten Ausbreitung und riesigen Warenauswahl nicht alle Zielgruppen restlos von sich überzeugen kann: Insbesondere die jungen Menschen zwischen 16 und 24, Teil der sogenannten „Generation Z“, stehen dem Handelsriesen zunehmend kritisch gegenüber. Unter den 15.000 Befragten der Studie ergab sich in der entsprechenden Altersgruppe ein unübersehbarer Trend hin zum ethischen Konsum – nicht unbedingt ein Steckenpferd von Amazon.

So sind die regelmäßigen Schlagzeilen um die Personalpolitik, Steuertricks und Datenschutzpannen des Konzerns nicht zwingend eine Motivation für eine Kundengruppe, die ihre Kaufenscheidungen auch an der ethischen Ausrichtung von Händlern und Marken festmacht. Bei den jungen Käufern gaben zumindest fast 20 Prozent an, entsprechend vorzugehen – und Amazon daher eher zu meiden.

Auto1 prüft Übernahme von Autoscout24

Auto1 und Permira sprechen mit Beratern, um potenzielle Angebote für Autoscout24 auszuloten. Die Überlegungen befinden sich in einem frühen Stadium, und die Unternehmen hätten keine endgültigen Entscheidungen über die Abgabe von Angeboten getroffen, sagten die informierten Personen.

Auto1, das über eine bestehende Plattform für den Verkauf von Autos verfügt, kann möglicherweise Synergien mit seinem aktuellen Produkt nutzen, um einen höheren Preis als Buyout-Unternehmen anzubieten.

Einige potenzielle Bieter könnten Angebote in Höhe von etwa zwei Milliarden Euro in Betracht ziehen, sagten Insider, die baten nicht namentlich genannt zu werden, da die Überlegungen nicht öffentlich seien. Analysten von Barclays und Goldman Sachs haben den Wert auf 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro geschätzt.

Scout24 sagte Anfang dieser Woche, dass es Optionen für die Einheit prüfe, einschließlich eines Verkaufs oder einer Abspaltung. Der aktivistische Investor Elliott Management hat gefordert, dass das Unternehmen zweigeteilt wird, um sich stärker auf das Immobiliengeschäft zu konzentrieren. Das Unternehmen hat angekündigt, die Investoren an einem Kapitalmarkttag im November über die weitere Entwicklung von Autoscout24 zu informieren.

Vertreter von Scout24 und Auto1 lehnten einen Kommentar ab. Permira war für einen Kommentar nicht zu erreichen.

Zooplus erneut im Verlust

Der deutsche Online-Tierbedarfshändler Zooplus hat im ersten Halbjahr erneut rote Zahlen eingefahren. Nach einem Minus von 6,6 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum bezifferte sich der Verlust aufgrund hoher Abschreibungen diesmal auf 7,1 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug im ersten Halbjahr immerhin 4,5 Mio. Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Minus von 5 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte. Laut Zooplus hätten sich weitere Einsparungen vor allem in der Logistik sowie IT und Administration positiv ausgewirkt.

Futter und Streu als Umsatztreiber

Umsatztreiber zwischen Jänner und Juni war einmal mehr das Geschäft mit Eigenmarken für Futter und Streu. Auch das Neukundengeschäft stieg an. Zwar legte Zooplus bei den Erlösen um 13 Prozent auf 727 Mio. Euro zu, der Anstieg des Umsatzes fiel aber niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres aus.

Zooplus ist laut eigenen Angaben Europas führender Internethändler für Heimtierbedarf, das Geschäftsmodell wurde bisher in 30 europäischen Ländern eingeführt. Das Unternehmen bietet unter anderem Tierfutter, Zubehör und Spielzeug an.

Hellofresh ist erstmals profitabel

Der Kochboxenversender Hellofresh hat erstmals seit seiner Gründung im Jahr 2011 ein Quartal mit einem operativen Gewinn abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, hat es im zweiten Quartal einen bereinigten Vorsteuergewinn (Ebitda) von 18,3 Millionen Euro erzielt. Im vergleichbaren Vorjahresquartal war noch ein Verlust von 3,9 Millionen Euro angefallen.

Das Unternehmen hat damit nicht nur die Erwartungen der Analysten, sondern auch seine eigenen Prognosen übertroffen. „Wegen des starken ersten Halbjahrs verengen wir unsere bisherige Prognose auf den oberen Bereich“, sagte Hellofresh-Chef Dominik Richter am Dienstag in einer Telefonkonferenz.

Er erwartet nun für das Gesamtjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 28 bis 30 Prozent. Vorher hatten die Erwartung bei 25 bis 30 Prozent gelegen. Die Ebitda-Marge sieht er jetzt im Korridor von minus ein bis plus ein Prozent.

Durch das profitable zweite Quartal ist Hellofresh mit dem wichtigsten Konkurrenten Blue Apron gleichgezogen, der schon vor einer Woche ein positives bereinigtes Ebitda für das zweite Quartal vorgelegt hatte. Der Gewinn lag beim US-Unternehmen bei 4,5 Millionen Dollar, umgerechnet etwa 4 Millionen Euro. Das war eine Steigerung um 22 Millionen Dollar zum vergleichbaren Vorjahresquartal.

Walmart profitiert vom starken Online-Wachstum

Der US-Handelsriese Walmart hat dank florierender Geschäfte seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Walmart rechnet für die zwölf Monate bis Ende Januar 2020 nun im Vergleich zum Vorjahr im besten Fall mit einen leichten Anstieg des um Sondereffekte bereinigten Gewinns je Aktie, wie die Supermarktkette am Donnerstag in Bentonville im US-Bundesstaat Arkansas mitteilte. Auch ein leichter Rückgang sei noch möglich. Bisher war der Konzern in jedem Fall mit einem Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich ausgegangen.

Auch beim Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis und beim operativen Gewinn will Walmart nun besser abschneiden als bislang erwartet. Unternehmenschef Doug McMillon zeigte sich mit dem zweiten Quartal entsprechend zufrieden. Walmart gewinne Marktanteile, sagte er.

Anleger reagierten begeistert auf die Nachrichten. Die Walmart-Aktie legte in New York vorbörslich um über 7 Prozent zu und notierte bei rund 113 US-Dollar.

Scout24 steigert Umsatz und Gewinn

Der Onlinemarktplatz-Betreiber Scout24 hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr vor allem dank der Portale Auto24 und Immobilienscout24 gesteigert. Die Erlöse verbesserten sich in den ersten sechs Monaten um fast ein Fünftel auf rund 300 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit wuchs um 10,9 Prozent auf 154 Millionen Euro. Das auf die Aktionäre der Muttergesellschaft entfallende Konzernergebnis betrug 52 Millionen Euro. 66,4 Millionen Euro waren es noch ein Jahr zuvor.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Vorstand. Der Umsatz soll 2019 um 15 bis 17 Prozent zulegen.

Deliveroo zieht sich aus Deutschland zurück

Bereits am 17.08. stellt der britische Anbieter sein Geschäft komplett ein. Das kündigte Deliveroo in einer kurzen Mitteilung an.

Dabei hatte Deliveroo erst im Mai stolze 575 Millionen Dollar bei Amazon eingesammelt, nachdem Uber als potenzieller Käufer abgesprungen war.

Es ist der dritte Strategieschwenk innerhalb der vergangenen Monate: 2018 hatte sich das Unternehmen bereits aus zehn deutschen Städten zurückgezogen und sich auf fünf Metropolen wie Berlin und Hamburg beschränkt. Offenbar sollten damit in der Phase der Investorensuche Verluste begrenzt werden.

Zum Einstieg von Amazon kündigte der erst im März 2019 angetretene neue Deutschland-Chef Marcus Ross an, Deliveroo werde im dritten Quartal 2019 bereits wieder neue deutsche Städte aufnehmen und das Geschäft ausweiten. Stattdessen muss Ross das Deutschland-Geschäft innerhalb einer Woche abwickeln. Offizielle Begründung: Deliveroo wolle das Wachstum in anderen europäischen Ländern und Asien beschleunigen.

„Die Entscheidung wurde nicht leichtfertig getroffen. Wir werden unsere internen Diskussionen nicht in die Öffentlichkeit tragen, aber die Entscheidung basiert auf der Grundlage, dass Deliveroo seine Ressourcen und Investments dort einsetzt, wo das Unternehmen das größte Wachstumspotenzial erwartet“, sagte ein Sprecher. Offenbar rechnet sich die Deliveroo-Spitze in London weniger Chancen aus, in Deutschland ein profitables Business aufzubauen.

Klarer Marktführer ist Takeaway mit der deutschen Marke Lieferando. Die Niederländer übernahmen für gut eine Milliarde Euro im April 2019 das Deutschlandgeschäft des Berliner Konkurrenten Delivery Hero, der seitdem nur noch im Ausland tätig ist. Für Takeaway bedeutet das gewaltige Größenvorteile – und das Ende teurer Werbeschlachten.

Damit wird immer deutlicher, welche Anbieter in welchen Ländern ihre Stärken haben: Deliveroo ist etwa in UK stark, Takeaway in West- und Mitteleuropa, Delivery Hero versucht sich in den Schwellenländern. Dazu kommen regionale Konkurrenten vor allem von Mobilitätsanbietern: etwa Uber in Nordamerika und Grab in Südostasien.

Takeaway hat zudem gerade angekündigt, für fünf Milliarden Dollar den Konkurrenten Just Eat schlucken zu wollen. Deliveroo und Uber dagegen sollen sich laut Medienberichten für eine Übernahme des spanischen Lieferdienstes Glovo interessieren, der vor allem in Schwellenländern aktiv ist. Er liefert neben Speisen auch Medikamente aus.

Medienanstalt lässt Spiele-App „Coin Master“ prüfen

Die App, die von Promis wie Dieter Bohlen und Daniela Katzenberger beworben werde, könnte nach Ansicht von Jugendschützern als Einstiegsdroge in die Welt des Glücksspiels wirken. Solche Apps orientierten sich vom Spielprinzip her an klassischen Slot-Automaten – auch wenn keine realen Geldgewinne erzielt werden könnten. Die Landesmedienanstalt betonte aber auf dpa-Anfrage, ihr gehe es bei der Prüfung weniger um den Inhalt, als um die Werbung für die App.

Werbung dürfe sich nicht direkt an Kinder richten, sagte ein Sprecher der Landesmedienanstalt in Düsseldorf. Die Kommission für Jugendmedienschutz solle überprüfen, ob hier möglicherweise ein Verstoß vorliege. Prüfkriterien könnten etwa sein, wie die Werbung aufgemacht sei und wann und wo sie gezeigt werde. Vor allem dürfe es keine Kaufappelle geben – weder für die App noch in der Spiele-App selbst.

Disneys Star-Wars-Park läuft nicht

Disneys Themenpark Star Wars: Galaxy’s Edge Land innerhalb des Disneylands bei Los Angeles soll Probleme mit zu niedrigen Besucherzahlen haben. Wie Fox Business unter Bezugnahme auf Mitarbeiter des Parks berichtet, soll die Wartezeit an der Hauptattraktion Millenium Falcon: Smugglers Run anstatt der erwarteten zwei Stunden nur eine Stunde oder weniger betragen.

Dies ist ein Anzeichen dafür, dass der Park nicht so gut besucht wird, wie im Vorfeld erwartet wurde. Aufgrund der geringeren Besucherzahlen wurden den Mitarbeitern die Stunden gekürzt: Statt 40 Stunden arbeiten diese dem Insider zufolge nur noch 30 Stunden in der Woche. Das kann dazu führen, dass der wöchentliche Lohn von 600 auf 450 US-Dollar fällt.

Eine der Ursachen für die ausbleibenden Besucher dürfte der Umstand sein, dass der Park momentan nur ein Fahrgeschäft aufweisen kann. Gäste können eine virtuelle Tour im Millenium Falcon mitmachen, die mit Hilfe von acht Quadro-Grafikkarten von Nvidia erzeugt wird.

Eurosport ersetzt Bundesliga durch Frauen-Fußball

Der DFB und Eurosport haben eine Kooperation zur Ausstrahlung der Frauen-Bundesliga für die nächsten drei Spielzeiten geschlossen. Bereits ab der kommenden Saison wird Eurosport stets am Freitagabend auf dem festen Sendeplatz um 19 Uhr das Topspiel der Bundesliga (Anstoß 19:15 Uhr) live im Free-TV exklusiv auf dem Sender Eurosport 1 übertragen.

Das Eröffnungsspiel bestreiten an diesem Freitag, den 16. August, ausnahmsweise schon um 18.30 Uhr die beiden Topteams 1. FFC Frankfurt und Turbine Potsdam. Eurosport 1 ist bereits live ab 18.15 Uhr auf Sendung. Die Bundesliga der Männer war zwar ein Pay-TV-Angebot via Eurosport 2 HD Xtra und dem Eurosport Player und das Wegfallen der Übertragungen aus der Herren-Bundesliga kann durch den Frauen-Fußball sicherlich nicht aufgefangen werden, ein wenig mutet der Vertragsabschluss mit dem DFB aber dennoch wie ein Ersatz an – gerade auch ob des Freitag-Termins.

Amazon bietet kostenloses Audio-Streaming für Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League

Zum Start des DFB-Pokals und der neuen Bundesliga-Saison 2019/2020 sind sämtliche Audio-Fußball-Inhalte bei Amazon kostenlos verfügbar. Alle Amazon-Kunden haben damit die Möglichkeit, die Spiele der Bundesliga, 2. Bundesliga, des DFB-Pokals sowie alle Begegnungen der deutschen Teams in der UEFA Champions League per Audio-Stream live zu verfolgen. Dazu benötigt wird nur ein Amazon-Konto. Der Startschuss fällt an diesem Wochenende vom 9. bis 12. August 2019 mit den Spielen der 1. Runde des DFB-Pokals.

Außerdem hat Amazon einen Alexa-Skill entwickelt, der mit dem Sprachbefehl „Alexa, öffne Live-Fußball“ gestartet werden kann und der über die verfügbaren Fußball-Inhalte informiert.

WordPress kauft Tumblr, Pornobann bleibt

Die Blog-Plattform Tumblr bekommt einen neuen Besitzer. Die Firma Automattic, die hinter der bekannten Blogging-Software WordPress steckt, kauft Tumblr dem amerikanischen Telekommunikations-Riesen Verizon ab. Er wolle Tumblr unverändert fortführen, sagte Automattic-Chef Matt Mullenweg.

Tumblr war 2013 vom Internet-Konzern Yahoo übernommen worden. Die damalige Yahoo-Chefin Marissa Mayer wollte dringend mehr junge Nutzer zu dem Web-Pionier lotsen und war deswegen bereit, gut eine Milliarde Dollar für Tumblr hinzublättern.

Tumblr wurde unter dem Dach von Yahoo allerdings nicht zu einer so großen Erfolgsgeschichte wie die von Facebook für einen ähnlichen Betrag gekaufte Fotoplattform Instagram. Nach einem langen Niedergang wurde das Webgeschäft von Yahoo schließlich im Jahr 2017 von Verizon übernommen, für rund 4,5 Milliarden Dollar.

Pornobann

Verizon soll laut Medienberichten bereits seit dem Frühjahr nach einem Käufer für Tumblr gesucht haben. Diese Suche blieb zunächst aber ohne Erfolg, lediglich Pornhub hatte sich demnach als Käufer angeboten. An den wollte Verizon aber partout nicht verkaufen, immerhin hatte man erst im Vorjahr einen Bann für pornografische Inhalte auf Tumblr ausgesprochen – was dem Unternehmen damals viel Kritik einbrachte. An diese Regel soll sich übrigens auch unter dem neuen Eigentümer nichts ändern, wie Automattic-Chef Matt Mullenweg gegenüber dem Wall Street Journal betont.

WPP schrumpft langsamer, deutscher Markt schwächelt

Als letzte der großen internationalen Werbeholdings hat nun auch WPP seine Zahlen für das 1. Halbjahr vorgelegt. Die fallen erwartungsgemäß nicht sonderlich gut aus. Ohne durchlaufende Kosten verliert der Konzern, zu dem Agenturmarken wie Ogilvy, Grey, Wunderman Thompson und die Mediasparte Group M gehören, in den ersten sechs Monaten 2 Prozent des Umsatzes auf 6,15 Milliarden britische Pfund.

Allerdings konnte sich die Gruppe im 2. Quartal etwas erholen. Hatte man in den ersten drei Monaten noch fast 3 Prozent der Nettoumsätze verloren, verringerte sich der Rückgang im Zeitraum April bis Juni auf 1,4 Prozent, sodass für das 1. Halbjahr unter dem Strich ein Umsatzverlust von 2 Prozent steht. Sorgenkind bleibt die Region Nordamerika. Sie konnte den Abwärtstrend zwar etwas verlangsamen, verliert im 2. Quartal aber immer noch mehr als 5 Prozent der Umsätze, sodass sich für Januar bis Juni ein Umsatzminus von fast 7 Prozent ergibt.

In der Region „Western Continental Europe“, zu der auch der deutsche Markt gehört, blieb der Umsatz im 1. Halbjahr nahezu stabil (-0,1 Prozent). Während sich Märkte wie Frankreich, Italien und die Türkei positiv entwickelten, lief es in Deutschland laut WPP jedoch weniger gut. Genaue Zahlen für den hiesigen Markt nennt der Konzern allerdings nicht. Bei den einzelnen Sparten hat sich der Bereich „Data Investment Management“ mit einem Plus von 1,2 Prozent am besten entwickelt. Ironie dabei: Erst vor kurzem hat WPP bekanntgegeben, 60 Prozent der Anteile von seiner Marktforschungssparte Kantar an den Finanzinvestor Bain Capital zu verkaufen, weil man das Geschäft nicht alleine betreiben und sich auf die Kernkompetenzen im Bereich Marketing und Media fokussieren will.

Durch den Kantar-Deal fließen rund 1,9 Milliarden US-Dollar in die Kassen von WPP, davon sollen 1,2 Milliarden Dollar direkt den Aktionären zugute kommmen. Das dürfte diese nicht zuletzt deshalb freuen, weil die operative Marge aktuell um 1,2 Punkte auf 11,9 Prozent gesunken ist. Gleichwohl hält der Konzern an seinen Geschäftszielen für das Jahr 2019 fest und rechnet weiterhin mit einem Netto-Umsatzrückgang von 1,5 bis 2 Prozent und einer um einen Prozentpunkt niedrigeren Marge als 2018. Der stabile Ausblick und die verbesserte Tendenz im 2. Quartal scheinen an der Börse gut anzukommen: WPP-Aktien legten am Morgen um knapp 7 Prozent zu.

Uber macht 5,2 Milliarden Dollar Verlust

Der Fahrdienstvermittler Uber hat im vergangenen Quartal einen Verlust von 5,2 Milliarden Dollar gemacht. Das lag vor allem an der Start-up-Praxis, Mitarbeiter mit Aktien zu bezahlen. Allein auf diese mit dem Börsengang verbuchte Aktienvergütung entfielen 3,9 Milliarden Dollar.

Der Verlust Ubers innerhalb eines Quartals war noch nie so groß. Zudem verzeichnete das Unternehmen laut der Zeitung das langsamste Umsatzwachstum seiner Geschichte. Der Umsatz mit den Fahrdiensten wuchs im Jahresvergleich lediglich um zwei Prozent auf 2,29 Milliarden Dollar.

Analysten hatten zwar mit der Entwicklung gerechnet, die Börse reagierte dennoch ziemlich negativ. Die Uber-Aktie verlor im nachbörslichen Handel am Donnerstag zunächst mehr als zwölf Prozent, mit der Zeit schmolzen die Verluste auf ein Minus von gut vier Prozent.

Ein Lichtblick war das Geschäft mit der Essenszustellung: Die Erlöse bei Uber Eats sprangen im Jahresvergleich um 72 Prozent auf 595 Millionen Dollar. Das half, den Konzernumsatz um 14 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Dollar zu steigern. Für Uber-Verhältnisse war das allerdings ein sehr langsames Wachstum. Im Vorjahresquartal lag der Uber-Verlust bei 878 Millionen Dollar – jetzt wären es selbst ohne die zusätzliche Belastung durch die Aktienvergütung rund 1,3 Milliarden Dollar gewesen.

Facebook integriert Instagram-Direktnachrichten in Messenger

Der Austausch von Nachrichten zwischen den verschiedenen mobilen Apps soll jetzt bei Facebook umgesetzt werden. Facebook unternimmt den ersten großen Schritt, seine Systeme zusammenzuführen und den Nutzern damit übergreifendes Messaging zu ermöglichen. Im Endeffekt bedeutet dies jedoch, dass das Instagram-eigene Direct-Messaging-Produkt seine Unabhängigkeit verliert.

Derzeit werde bereits daran gearbeitet, die Chat-Funktion von Instagram mithilfe der Facebook Messenger-Technologie neu einzurichten. Sinn und Zweck der Zusammenlegung: So können Instagram-User auch mit Nutzern kommunizieren, die den Facebook Messenger verwenden. Die Änderungen sind jedoch im Wesentlichen technischer Natur: Das Erscheinungsbild von Instagram Direct soll sich nicht ändern.

Die neue Interoperabilität ist eine Idee von Facebook-Chef Mark Zuckerberg, der es Nutzern aller Facebook-Websites – Instagram, WhatsApp und Messenger – ermöglichen möchte, unabhängig vom individuellen Anbieter der Chat-Dienste, miteinander zu chatten. Personell wurde bereits Vorarbeit geleistet: Die Verantwortlichen der vier Haupt-Apps von Facebook berichten seit März 2019 direkt an Zuckerberg.

Facebook im Umbruch: Neben der Messenger-Zusammenlegung zeugt auch das kürzlich bekanntgegebene neue externe Branding von Instagram und WhatsApp in „Instagram von Facebook“ und „WhatsApp von Facebook“ von einem neuen Ansatz.
Dieser dürfte nicht zuletzt auch deshalb jetzt möglich geworden sein, da Instagram-Gründer Kevin Systrom und Mike Krieger vergangenen Herbst bei Facebook ausgeschieden waren und die WhatsApp-Gründer ebenfalls Facebook verlassen haben.

Ströer profitiert von Digitalisierung der Werbung

Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 787 Millionen Euro, wie das iUnternehmen mitteilte. Maßgeblich zum Erfolg hätten Investitionen in die Digitalisierung der Werbeträger, ein weiter ausgebauter Lokal- und Regionalvertrieb sowie eine steigende Nachfrage nach digitalen Außenwerbeprodukten beigetragen, sagte Gründer und Co-Chef Udo Müller. Das bereinigte Ergebnis zog um sieben Prozent auf 84 Millionen Euro an.

Neben dem Kerngeschäft mit Außenwerbung konnte auch die Sparte der digitalen Werbung und Inhalte etwa mit der Nachrichten-Webseite t-online.de zulegen. Auch beim Telefon- und Direktvermarktung lief es gut. Ströer bestätigte seine Prognose. Für das zweite Halbjahr erwartet der Werbevermarkter weiterhin ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Soziale Medien: IAB kritisiert Ausgaben österreichischer Parteien

Die Ausgaben der heimischen wahlwerbender Parteien für Werbung auf US-Plattformen sollen sind zuletzt deutlich gestiegen. Waren es im Mai 2019 noch eine halbe Million Euro, sind es jetzt 1,4 Millionen, rechnet das Interactive Advertising Bureau Austria (IAB Austria) vor. Dieses Geld fließe nicht in heimische Medien und somit nicht dorthin, wo es momentan gebraucht würde, kritisiert das IAB. Die Top drei der bespielten Plattformen waren zuletzt Instagram und Facebook mit knapp einer Million Euro und Youtube mit rund 400.000 Euro.

Bei österreichischen Digitalmedien wurden laut Focus im ersten Halbjahr 2019 von politischen Parteien, dem Europäischen Parlament, dem Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds und dem Magistrat der Stadt Wien insgesamt 1,67 Millionen Euro ausgegeben. 45,6 Prozent der Werbeausgaben für Digital-Medien in der Höhe von 3,07 Millionen Euro entfallen demnach auf U.S.-Digitalgiganten.

Tatsächlich scheint die SPÖ den ersten Platz in Sachen US-Digital-Spending zu belegen – vor allem was Facebook und Instagram betrifft. Rund 353.000 Euro wurden seit März 2019 in die beiden Plattformen investiert.

Der zweite Platz geht an die FPÖ, die an die 227.000 Euro für derartige Digitalwerbung ausgegeben haben soll. Auf Youtube scheint die Partei allerdings nach wie vor an der Spitze zu sein – dem Videoportal sollen ebenfalls sechsstellige Beträge überwiesen worden sein.

Die ÖVP holt sich den dritten Platz mit Ausgaben von knapp 206.000 Euro allein für Facebook und Instagram. Am geringsten fallen die Digital-Werbe-Ausgaben für die Neos aus, die 52.000 Euro in Facebook-Werbung investiert haben.

ProSiebenSat.1 steigt mit mindestens 14 Prozent bei shöpping.at ein

Die Österreichische Post gibt einen Anteil an ihrer Handelsplattform shöpping.at an ProSiebenSat.1 ab. Die Fernsehsender des deutschen Medienriesens werben in Österreich künftig für shöpping.at, im Gegenzug erhält dessen Investment-Arm SevenVentures Austria eine Option von mindestens 14 Prozent, teilte die Post mit.

Eine maximale Höhe der Beteiligung wurde nicht genannt, nach APA-Informationen wird SevenVentures aber jedenfalls unter 20 Prozent bleiben.

Die beiden Partner bezeichnen den Tauschhandel als „media for equity“-Kooperation. Der Chef von ProSiebenSat.1 Puls 4, Markus Breitenecker, erklärte in der Aussendung, TV-Werbung habe bei E-Commerce-Angeboten eine besonders gute Werbewirkung. Post-Chef Georg Pölzl hofft, mit dem Werbevolumen die Reichweite von shöpping.at zu steigern.

SevenOne Media weitet Addressable-TV-Spots auf alle Sender aus

Nach einer Beta-Phase bietet Vermarkter SevenOne Media, Unterföhring, Addressable-TV-Spots ab sofort auf allen seinen TV-Sendern an. Die neue Werbelösung basiert auf einer von der ProSiebenSat.1-Tochter selbst entwickelten Technologie, die die die Überblendung von Eigenwerbespots in allen Werbeblöcken ermöglicht. Damit können Addressable-TV-Spots in sämtlichen Programmumfeldern eingesetzt werden.

Weltbild will künftig auch Pflanzen und Saatgut verkaufen

Die Weltbild-Gruppe will von der wachsenden Begeisterung der Verbraucher für die Natur profitieren und künftig auch Pflanzen und Saatgut verkaufen. Dazu übernimmt der Weltbild-Eigentümer Droege-Group den E-Commerce-Fachversand Gärtner Pötschke, wie Droege am Donnerstag mitteilte. Bislang bot Weltbild mit Sitz in Augsburg neben Büchern und Dekoartikeln zwar auch schon Gartenmöbel und -werkzeug an, aber keine Pflanzen.

Mit dem strategischen Zukauf wolle man die eigene Position in diesem Bereich stärken und das Online-Geschäft ausbauen, begründete die Düsseldorfer Droege-Group den Schritt.

Die Weltbild-Gruppe erzielte mit Marken wie Weltbild, Jokers und bücher.de zuletzt eine Umsatz von rund 450 Millionen Euro. Eigentümer der Weltbild-Gruppe ist das Familienunternehmen Droege-Group.

Chinesischer Tencent-Konzern will bei Universal Music einsteigen

Der chinesische Internetkonzern Tencent will mit einem Milliardeninvestment in die Musiksparte Universal Music des französischen Vivendi-Konzerns einsteigen. Derzeit liefen frühe Verhandlungen über einen Anteil von 10 Prozent an Universal Music, teilten die Franzosen mit.

Dabei soll die Universal Music Group (UMG) insgesamt mit rund 30 Milliarden Euro bewertet werden. Tencent könne sich in dem Geschäft zudem die Option auf weitere 10 Prozent innerhalb eines Jahres sichern.

Vivendi und Tencent sprechen der Mitteilung zufolge auch über eine darüber hinausgehende strategische Kooperation. Tencent könne bei der Vermarktung von Universal-Künstlern helfen und neue Märkte für diese öffnen. Tencent betreibt unter anderem den in China dominierenden WhatsApp-Konkurrenten WeChat.

Vivendi plant, weitere Minderheitsanteile an Universal auch an andere mögliche Partner zu verkaufen. Vivendi hatte angekündigt, bis zu 50 Prozent an Universal abgeben zu wollen.

US-Finanzinvestor KKR hat 27,83 Prozent an Springer

Die Aktionäre von Axel Springer haben dem US-Finanzinvestor KKR insgesamt 27,83 Prozent in der ersten Annahmefrist angedient. Der Anteil könnte noch weiter steigen. Denn jetzt erfolgt eine weitere Andienungsfrist, die gesetzlich vorgeschrieben ist.

Noch muss der Einstieg von KKR bei dem “Bild”-Herausgeber allerdings diverse Hürden nehmen. So steht der Vollzug des Angebots unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher und medienrechtlicher Freigaben. KKR und der Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner wollen den Berliner Medienkonzern zum Weltmarktführer im digitalen Rubrikengeschäft und digitalen Journalismus ausbauen.

Unterdessen hat laut Deutschlandfunk der Medienwissenschaftler Bernd Gäbler Kritik an dem Einstieg von KKR bei Springer geübt. Der Investor KKR sei eine „Heuschrecke“, die im Moment auf „Einkaufstour“ im deutschen Medienmarkt sei, sagte Gäbler dem Sender. So habe KKR beispielsweise den Sender Tele 5, eine Entertainmentfirma und ein Filmarchiv gekauft. Er schätzt, dass seine Strategie wie vor einigen Jahren beim Medienkonzern Pro Sieben Sat 1 ablaufe. KKR investiere und verkaufe wieder, heißt es. Gäbler rechnet damit, dass KKR die profitablen Geschäftsbereiche Springers ausbauen wolle und dabei weiterhin auf „Bild“ und das digitale Rubrikengeschäft setze. Das ehemalige Prestigeprojekt „Die Welt“ sehe er laut Deutschlandfunk hingegen “in Gefahr”.

Take-Two: Starker Umsatz dank Mikrotransaktionen

Die aktuellen Quartalszahlen von Take-Two Interactive sind überraschend stark: Obwohl der Publisher kein großes Spiel auf den Markt brachte, stiegen die Umsätze zwischen April und dem 30. Juni auf 540 Millionen US-Dollar im Vergleich zu 388 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Dabei erzielte Take-Two einen Gewinn von 46 Millionen US-Dollar.

In der Branche gilt Take-Two als König der Mikrotransaktionen: „Wiederkehrende Spielerausgaben“ wie Ingame-Währung, Addon-Inhalte und andere Ingame-Zahlungen machten 58 Prozent der Gesamtumsätze von Take-Two aus, das sind 313 Millionen US-Dollar. Den Großteil davon dürfte Take-Two über den Online-Modus von GTA 5 eingenommen haben.

Der Mehrspieler-Modus des 2013 erschienen Spiels bekam zuletzt durch die Veröffentlichung des Casino-DLCs noch einmal frischen Aufwind. Nicht, dass das unbedingt nötig gewesen wäre: Im Mai hatte Take-Two bekanntgegeben, dass sich GTA 5 insgesamt 110 Millionen Mal verkauft hat. GTA 5 gilt als das erfolgreichste Entertainment-Produkt aller Zeiten.

RDR2 bleibt stecken

Neben GTA Online lassen auch Red Dead Online und die mit Mikrotransaktionen vollgestopfte Basketball-Simulation NBA 2k die Take-Two-Kassen ununterbrochen klingeln. Dass Red Dead Online den Mega-Erfolg von GTA 5 wiederholen kann, wird derweil immer unwahrscheinlicher. Das Western-Spiel wurde mittlerweile 25 Millionen Mal verkauft. Vor drei Monaten lagen die Verkaufszahlen noch bei 24 Millionen. In diesem Tempo wird RDR2 GTA 5 also nicht mehr einholen.

Kartellamt genehmigt Joint Venture von ProSiebenSat.1 und Mediengruppe RTL Deutschland

Das Bundeskartellamt hat Grünes Licht für das Unternehmen d-force gegeben, das neue Addressable-TV-Joint-Venture von ProSiebenSat.1 und der Mediengruppe RTL Deutschland. Künftig können Werbekunden ihre Zielgruppen im Bereich Addressable-TV und Online-Video über eine gemeinsame automatisierte Buchungsplattform der beiden TV-Gruppen erreichen.

Bis 2022 wird der Markt für Addressable-TV und Onlinevideo in Deutschland voraussichtlich im einstelligen Euro-Milliardenbereich liegen. Aktuell sind bereits rund 18 Millionen TV-Geräte im deutschsprachigen Raum für Addressable TV und somit für individualisierte Werbung erreichbar.

Basis der neuen Partnerschaft ist die Demand-Side-Plattform Active Agent, die Teil der zur ProSiebenSat.1 Group gehörenden Virtual Minds Gruppe ist. An d-force halten ProSiebenSat.1 und die Mediengruppe RTL Deutschland jeweils 50 Prozent.

Takeaway und Just Eat einigen sich auf Fusionsdetails

Die Essens-Lieferdienste Takeaway.com und Just Eat sind sich bei den Details für ihre geplante Fusion einig. Der neue Konzern soll nach dem Zusammenschluss Just Eat Takeaway.com heißen. Der Deal soll dem neuen Unternehmen zunächst eine jährliche Kostenersparnis in Höhe von zehn Millionen Euro einbringen, wie die beiden Unternehmen am Montag mitteilten. Bis zum vierten Jahr nach Vollzug des Deals sollen sich die Einsparungen verdoppeln.

Zudem bestätigten die beiden Unternehmen den bereits bekannten Kaufpreis, der bisher noch nicht in Form einer verbindlichen Offerte vorgelegen hatte. Demnach sollen die Just-Eat-Aktionäre für jeden ihrer Anteilscheine 0,09744 Aktien der niederländischen Lieferando-Mutter Takeaway.com erhalten. Dies entspricht den Angaben zufolge einem Preis von 731 Pence für jede Just-Eat-Aktie und einem Aufschlag von rund 15 Prozent auf den Schlusskurs von Just Eat am 26. Juli.

Insgesamt erhalten die Anteilseigner von Just Eat damit eine Beteiligung von etwa 52,2 Prozent an dem fusionierten Unternehmen. Die Aktionäre von Takeaway.com blieben knapp in der Minderheit. Die Aktionäre beider Gesellschaften müssen dem Geschäft noch zustimmen.

Die Niederländer betreiben in Deutschland das Portal Lieferando.de. Takeaway hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, das Deutschland-Geschäft von Delivery Hero (Lieferheld, Pizza.de und Foodora) für knapp eine Milliarde Euro zu übernehmen.

Virtuelle Wien-Pickerl: Bundeshauptstadt bekommt Instagram-Sticker

Vom tanzenden Schnitzel über die Käsekrainer und das Riesenrad bis zu Sigmund Freud: Mit insgesamt acht eigenen Stickern ist Wien ab sofort auf Instagram vertreten. Kreiert hat die virtuellen Pickerln die Wiener Agentur Traktor im Auftrag von Wien Tourismus.

Die Sticker zielen auf die beliebte Story-Funktion von Instagram ab. Offenbar mit Erfolg: „Dass dieses Angebot gerne angenommen wird, haben mehr als eine Millionen Aufrufe der Wien-Sticker in nur wenigen Tagen bewiesen“, wird Traktor-Geschäftsführer Alexander Winsauer von Leadersnet zitiert.

Zu finden sind die Wien-Pickerl, wenn bei den Stories-Stickern auf Instagram nach den Begriffen „Wien“ oder „Vienna“ gesucht wird.

Klarna mit Rekordbewertung von 5,5 Milliarden Dollar

Umsatzwachstum von 47 Prozent in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Die vor allem als Anbieter des Online-Kaufs auf Rechnung bekannte Firma Klarna wird mit einer Bewertung von 5,5 Milliarden Dollar (4,9 Mrd. Euro) zum teuersten europäischen Fintech-Start-up. Klarna holte sich in der jüngsten Finanzierungsrunde 460 Mio. Dollar von Investoren.

Mit dem Geld soll unter anderem das Wachstum im US-Markt beschleunigt werden, wie das schwedische Unternehmen am Dienstag mitteilte. Dort gewinne Klarna aktuell rund sechs Millionen Neukunden pro Jahr. Für Österreich, Deutschland und die Schweiz gibt Klarna für das vergangene Jahr ein Umsatzwachstum von 47 Prozent an.

El Cartel Media baut medienübergreifende Vermarktung aus

Stephan Karrer, erst seit rund fünf Wochen neuer Geschäftsführer von El Cartel Media, verordnet dem Vermarkter eine neue Struktur. Das Ziel ist ein besserer Service bei der Umsetzung medienübergreifender Kampagnen. Dafür wird eine eigene Abteilung für Konzeption & Design gegründet.

„El Cartel Media ist nicht allein ein TV-Vermarkter, sondern bietet moderne Markenkommunikation über alle Medien hinweg“, sagt Geschäftsführer Stephan Karrer: „Schon jetzt gehören wir zu den stärksten Content-Anbietern für junge Zielgruppen auf allen relevanten Plattformen. Unsere neue Struktur macht es noch leichter für uns, Markttrends zeitnah zu erkennen und als treibende Kraft zu gestalten – zum Vorteil unserer Kunden.“

Die Abteilung Verkauf & Disposition unter der Leitung von Ali Yagci organisiert die Betreuung von Kunden und Agenturen neu. Dazu gehören unter anderem eigene Ansprechpartner für nicht-lineare Medien. Die Abteilung Kooperationen und Angebotsentwicklung wird personell aufgestockt, um die wachsenden Bereiche Addressable TV und Product Placement auszubauen. Die bisherige Abteilung Brand Partnership & Entertainment geht dagegen in dem bei RTL 2 neu entstandenen Bereich Musik, Live-Entertainment & Lizenzen auf. Thomas Elbracht wechselt als Leiter der Abteilung in den Bereich Marketing & Kommunikation von RTL 2 und berichtet zukünftig direkt an Carlos Zamorano, Chief Marketing & Communications Officer des Senders.

Whatsapp und Instagram bekommen neue Namen

Zwei der wichtigsten Apps der Welt erhalten einen neuen Namen. Wer Whatsapp-Nachrichten verschickt oder Bilder auf Instagram teilt, wird künftig zweifelsfrei wissen, bei welchem Unternehmen die Daten zusammenfließen: „Whatsapp von Facebook“ und „Instagram von Facebook“ lassen keinen Zweifel, dass Mark Zuckerberg nicht nur das größte soziale Netzwerk, sondern auch den größten Messenger und die größte Fotoplattform besitzt.

App-Entwicklerin Jane Manchun Wong hatte bereits Ende März erste Hinweise auf das Rebranding entdeckt. Nun hat das Tech-Portal The Information ihren Scoop bestätigt und über Facebooks Pläne berichtet. Demnach wird der Name fast überall geändert, auch in den App-Stores für Android und iOS taucht die neue Bezeichnung auf. Lediglich auf den Homescreens soll es beim ursprünglichen Titel bleiben – ein zwei- bis dreizeiliger Name hätte dort auch gar keinen Platz.

Einige Mitarbeiter seien von der Entscheidung überrascht worden, berichtet The Information. Demnach habe der Schritt Verwirrung ausgelöst, da die Teams bislang relativ unabhängig gearbeitet hätten. Facebook hat die Namensänderung mittlerweile offiziell bestätigt. „Wir wollen mehr Klarheit über die Produkte und Dienstleistungen schaffen, die Teil von Facebook sind“, sagte eine Sprecherin.

Die Namensänderung ist noch nicht in den App-Stores angekommen. Am 03.08. waren Instagram (Android, iOS) und Whatsapp (Android, iOS) zumindest dem Namen nach noch eigenständig. Bei Instagram findet sich in der ersten Zeile der App-Beschreibung aber bereits der Zusatz: „Instagram von Facebook“.

Instagram und Whatsapp haben einen besseren Ruf als Facebook

Facebook hatte die beiden Unternehmen vor vielen Jahren aufgekauft. Die Übernahmen von Instagram (2012) und Whatsapp (2014) gelten aus heutiger Sicht als wichtige Faktoren für Facebooks Erfolg. Während die „blaue App“, wie das soziale Netzwerk intern genannt wird, seit Jahren von Skandalen erschüttert wird und sich einen Datenschutzverstoß nach dem anderen leistet, haben Instagram und Whatsapp bei den meisten Nutzern einen vergleichsweise guten Ruf. Vielen Menschen dürfte bis heute nicht klar sein, dass diese beiden Unternehmen zu Facebook gehören.

Zum Zeitpunkt der Übernahmen hatten Instagram und Whatsapp ihren Nutzern versichert, absolut autonom zu bleiben. Niemand müsse sich Sorgen machen, dass Daten bei Facebook landen. Diese Versprechen sind längst gebrochen. Nach einigen Jahren der Unabhängigkeit begann Zuckerberg, beide Zukäufe enger an sich zu binden und die Dienste zu verschmelzen.

Auch deshalb verließen beide Instagram- und beide Whatsapp-Gründer ihre Posten, teils kritisierten sie Zuckerbergs Machtspiele öffentlich. Mittlerweile werden beide Dienste von früheren Facebook-Managern geleitet. Im Juni zwangsbeglückte Facebook die Mitarbeiter mit neuen E-Mailadressen: Aus „@whatsapp.com“ und „@instagram.com“ wurde „@fb.com“.

Ein neuer Name als Argument gegen die Zerschlagung

The Information zufolge will Zuckerberg erreichen, dass der Erfolg von Instagram und Whatsapp stärker auf das Unternehmen abstrahlt, das er einst selbst gegründet hatte. Zumindest aus Sicht vieler Nutzer wird der neue Name wohl den gegenteiligen Effekt auslösen. Insbesondere bei jüngeren Menschen gilt Instagram als hip und cool, während sie sich von Facebook bewusst fernhalten oder dort höchstens als Karteileichen auftauchen.

Vermutlich hat auch die drohende Regulierung eine Rolle gespielt. Immer mehr Politiker fordern öffentlich auf, Facebook zu zerschlagen. Weltweit ermitteln Datenschützer, und Kartellbehörden prüfen, ob und wie sich Facebook regulieren lässt. Erst am Donnerstag berichtete das Wall Street Journal, dass die US-Handelskommission FTC untersuche, ob Facebook sich mit Übernahmen von Instagram und Whatsapp auf rechtswidrige Art und Weise Konkurrenz vom Leib gehalten hat.

Unter anderem nutzte Facebook den dubiosen VPN-Dienst Onavo und sammelte so heimlich Daten über das Nutzerverhalten. Diese Einblicke sollen maßgeblich zur Entscheidung beigetragen haben, Whatsapp zu kaufen.

Facebooks Strategie heißt „Gordischer Knoten“

Wenn Instagram und Whatsapp auf den ersten Blick als Facebook-Dienste erkennbar sind, könnten Facebooks Anwälte das als Argument gegen eine Entflechtung verwenden: Seht her, Milliarden Menschen haben sich bereits daran gewöhnt, eine App von Facebook zu nutzen. Mehr Eigenständigkeit würde nur Verwirrung stiften und wäre nicht in ihrem Sinne.

Anfang Mai skizzierte Zuckerberg auf Facebooks Entwicklerkonferenz, wie er sich die Zukunft seines Unternehmens vorstellt. Er will Instagram, Whatsapp und den Facebook Messenger auf eine gemeinsame technische Grundlage stellen. Nutzer sollen sich dann plattformübergreifend Nachrichten schicken können. Dutzende Male beteuerte Zuckerberg: „Die Zukunft ist privat.“

Auch dieser Auftritt zeigte, wie sich Facebook gegen Bestrebungen wappnet, das Unternehmen in mehrere Bestandteile zu zerlegen. Je enger sich Facebook mit Instagram und Whatsapp verbindet, je stärker die Nutzer untereinander vernetzt sind und je mehr Technik die drei Dienste teilen, desto schwerer wird es, die Unternehmen zu entflechten und zu zerschlagen. Wenn der Gordische Knoten nur dick genug ist, so Facebooks Überlegung, braucht es schon das Schwert von Alexander dem Großen, um das Firmengestrüpp zu zerschlagen. Behörden und Politiker haben bislang nicht gezeigt, dass sie derart scharfe Waffen besitzen.

„Project Zero“: Amazon geht jetzt auch in Europa massiv gegen Plagiate vor

Wie Amazon-Vicepresident Dharmesh Mehta ankündigte, wird der Konzern am 05.08. sein ehrgeiziges „Project Zero“ auch in Europa starten: Durch verschiedene technische Maßnahmen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz will Amazon zusammen mit den Markenherstellern die Zahl der Fälschungen auf seiner Plattform auf null reduzieren.

„Kunden erwarten, dass sie sicher sein können, auf unserer Website authentische Produkte zu kaufen. Das ist entscheidend für das Kundenvertrauen“, sagt Mehta, der bei Amazon den Bereich Partner-Beziehungen und Kundenvertrauen verantwortet. „Wir wissen, dass wir in diesem Punkt noch nicht perfekt sind, aber wir arbeiten hart daran, dass wir die Zahl der Fälschungen auf null bringen.“

Die Aufgabe ist herausfordernd, überschwemmen doch gefälschte Markenprodukte geradezu den Markt – und das nicht nur auf den Onlineplattformen. Nach einer Studie der Handelsorganisation OECD und des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) werden weltweit gefälschte Waren im Wert von mindestens 460 Milliarden Euro gehandelt, rund ein Viertel davon in der EU. Damit macht der Anteil gefälschter Produkte am gesamten Welthandel bereits 3,3 Prozent aus.

Fälschungen kosten viele Arbeitsplätze

Mehr als die Hälfte dieser Plagiate kommt der Studie zufolge aus China, gefolgt von Hongkong, der Türkei und Singapur. Doch auch Deutschland wird als Standort für Fälscher immer beliebter und liegt bereits auf Platz fünf. Am häufigsten gefälscht werden Schuhe und Bekleidung. Legt man aber den Wert der gefälschten Güter zugrunde, richten die Betrüger in der Uhrenbranche den größten Schaden an.

Genaue Zahlen, wie viel Umsatz Unternehmen in Deutschland entgeht, gibt es nicht. In einer Studie auf einer Basis von Unternehmensbefragungen hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln jedoch jüngst hochgerechnet, dass der volkswirtschaftliche Schaden in Deutschland bei 54,5 Milliarden Euro liegen dürfte.

Nach Berechnungen der Forscher sind dadurch rund 500.000 Arbeitsplätze bei deutschen Unternehmen weggefallen. Entsprechend hoch ist der öffentliche Druck, dass auch die Onlinemarktplätze hart gegen die Betrüger vorgehen. Vor einem halben Jahr hat Amazon deshalb sein „Project Zero“ in den USA gestartet.

Immer mehr Mittelständler verbünden sich mit Zalando

Lange Zeit haben viele klassische Modehändler die großen Onlineunternehmen als Gegner gesehen. Inzwischen jedoch haben sie ihre Meinung geändert und wollen im Digitalgeschäft mitspielen. Sie haben sogar keine Scheu mehr, sich mit dem einstigen Erzfeind Zalando zu verbünden.

„Es ist ein guter Schritt, dass einige unserer Händler jetzt mit Zalando zusammenarbeiten“, freut sich Daniel Terberger, Vorstandschef des Bielefelder Modedienstleisters Katag. „Das bringt ihnen zusätzlichen Umsatz.“ Von 50 Standorten seiner mittelständischen Modehändler werden künftig Kunden des Berliner Modehauses beliefert.

Sie arbeiten über die Onlineplattform Modehaus.de, an der die Katag mit einem Drittel beteiligt ist, mit Deutschlands größtem Online-Modeversender zusammen. Das funktioniert so: Wenn ein Zalando-Kunde ein Hemd bestellt, kann ein Händler in der Nähe den Auftrag übernehmen. Der Umsatz gehört dem Laden vor Ort.

Zalando kassiert für die Vermittlung eine Provision. Die Händler können so ihren Umsatz steigern. „Und wir können die Lieferzeiten signifikant verkürzen“, sagt der zuständige Zalando-Manager Carsten Keller. Terberger ist davon überzeugt, dass bald noch mehr stationäre Läden mit Zalando zusammenarbeiten werden.

„Play Pass“: Google arbeitet an Aboservice für Apps und Spiele

Wer viele Apps oder Spiele installiert, für den könnte ein kommender Service von Google interessant sein. Unter dem Namen „Play Pass“ arbeitet das Unternehmen derzeit an einem neuen Aboservice. Dies geht aus einem Bericht von Android Police hervor, wo man auch bereits mit ersten Screenshots aufwarten kann.

Diese zeigen auch bereits einen Preis. Um 4,99 US-Dollar monatlich soll es Premiumversionen von hunderten beliebten Spielen und Apps geben, versichert Google. Werbungen soll es dabei keine geben, auch In-App-Verkäufe sind in diesem Modell nicht erlaubt. Die Palette soll dabei von Musik- über Fitness-Apps bis zu Puzzle-Spielen reichen. Als konkrete Beispiele werden etwa Stardew Valley oder Marvel Pinball genannt. All die im Aboangebot enthaltenen Programme sollen künftig im Play Store klar gekennzeichnet werden.

Auf Rückfrage bestätigt Google denn auch, dass der neue Service derzeit getestet wird. Weitere Details will man aber nicht nennen. Damit bleibt vorerst unklar, wann der Dienst schlussendlich wirklich verfügbar sein wird – und in welchen Ländern.

Pinterest übertrifft Erwartungen

Die Fotoplattform Pinterest hat in ihrem ersten Quartal als börsennotiertes Unternehmen die Erwartungen der Händler deutlich übertroffen. Die Aktie sprang im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als 15 Prozent hoch.

Pinterest steigerte den Umsatz im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 62 Prozent auf gut 261 Millionen Dollar. Analysten hatten mit mehr als 230 Millionen Dollar gerechnet. Auch der bereinigte Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel mit 26 Millionen Dollar niedriger aus als erwartet. Unterm Strich schrieb Pinterest rote Zahlen von 1,16 Milliarden Dollar. Der Verlust ging aber vor allem auf in Aktien ausgezahlte Vergütung in Höhe von 1,13 Milliarden Dollar, die nach dem Börsengang Mitte April in die Bücher kam. Im Vorjahresquartal hatte Pinterest 38,4 Millionen Dollar verloren.

Die Zahl monatlich aktiver Nutzer steigerte Pinterest binnen drei Monaten von 291 auf 300 Millionen.

Spotify wird schwächer

Die Abo-Kunden sind extrem wichtig für Spotify – sie brachten dem Streaming-Dienst 90 Prozent des Gesamtumsatzes von rund 1,67 Milliarden Euro ein. Die Erlöse wuchsen im Jahresvergleich um 31 Prozent. Unterm Strich schrieb Spotify nach wie vor rote Zahlen, verringerte aber den Verlust auf 76 Millionen Euro von 142 Millionen ein Jahr zuvor. Die Spotify-Aktie verlor im vorbörslichen US-Handel gut zwei Prozent.

Die meisten Spotify-Nutzer greifen nach wie vor auf die Gratis-Version des Dienstes mit Werbung und einem eingeschränkten Funktionsumfang zu. Die Gesamtzahl der Nutzer stieg binnen drei Monaten von 217 auf 232 Millionen und übertraf damit die Vorhersagen von Spotify.

Spotify hatte zuletzt massiv in den Ausbau seines Podcast-Angebots investiert und das zeigt Wirkung. Die Zahl der Podcast-Nutzer sei binnen drei Monaten um 50 Prozent gestiegen und habe sich seit Jahresbeginn verdoppelt, hieß es.

Spotify ist die klare Nummer eins im Musikstreaming, Apple Music folgt mit gut 60 Millionen Abo-Kunden. Der iPhone-Konzern verzichtet bei seinem Dienst auf eine Gratis-Variante.

Ticketing-Markt: CTS Eventim will bei Fnac Darty einsteigen

Der Ticketing- und Live Entertainment-Anbieter CTS Eventim will beim französischen Ticketing-Marktführer France Billet einsteigen. Das Münchner Unternehmen und Fnac Darty (Eigentümer von France Billet, Ivry/Frankreich) haben bereits Verhandlungen über eine strategische Partnerschaft ihrer französischen Ticketing-Aktivitäten aufgenommen. Die beiden Seiten wollen die Transaktion zum Ende dieses Jahres abzuschließen.

Die angestrebte Vereinbarung sieht vor, dass CTS Eventim 48 Prozent der Anteile an France Billet erwirbt. Zugleich sollen die Deutschen ihre bestehenden Aktivitäten in Frankreich in die Partnerschaft einbringen. Darüber hinaus würde CTS Eventim über die Option verfügen, vier Jahre nach Vollzug der Transaktion eine Mehrheitsbeteiligung am Gemeinschaftsunternehmen zu übernehmen.

Shopping App Wish ist über 11 Milliarden US-Dollar wert

Die Shopping App Wish kommt nach einer Serie-H-Finanzierungsrunde auf einen Unternehmenswert von 11,2 Milliarden US-Dollar. Das Investment wird von der globalen Equity-Gesellschaft General Atlantic angeführt. Ende 2017, nach der letzten Finanzierungsrunde, lag der Wert von Wish noch bei 8,7 Milliarden US-Dollar.

General Atlantic-Chef Tanzeen Syed ist im Zuge der Investition auch in den VorstandKommunikation in hochpolitischen Zeiten von Wish eingetreten.

Wish ist eine in San Francisco ansässige MobileBusiness-Partner und Dienstleister Commerce App, die 2010 von einem der Gründungsingenieure von Google entwickelt wurde. CEO ist Peter Szulczewski.

Das UnternehmenPrivate Business Cloud richtet sich nach eigenen Angaben an kostenbewusste Kunden, die über das Smartphone Produkte direkt von einem globalen Netzwerk an Lieferanten beziehen können. Aktuell hat Wish 90 Millionen monatlich aktive Nutzer, über eine Million registrierte Händler und verkauft jährlich mehr als eine Milliarde Produkte.

Der Jahresumsatz beläuft sich auf zwei Milliarden US-Dollar – mehr als die Hälfte davon kommt aus Europa, mit den größten Märkten in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Schweden. Wish war die am häufigsten heruntergeladene Shopping-App in den Jahren 2017 und 2018.

Vor kurzem hatte Wish das Programm Wish Local ins Leben gerufen, um Partnerschaften mit dem stationären Einzelhandel aufzubauen. Kunden können online bestellte Artikel in Partnerläden abholen. Die Geschäfte sollen von mehr Laufkundschaft, Bekanntheit und vor allem höheren Umsätzen profitieren.

Amazon klemmt „Dash“-Bestellknöpfe Ende August weltweit ab

Amazons „Dash“-Bestellknöpfe zum schnellen Nachordern von Alltagsartikeln werden in wenigen Wochen zu einem wertlosen Stück Plastik. Der Online-Händler klemmt sie zum 31. August weltweit ab. Dagegen bleiben die virtuellen „Dash“-Buttons, die man sich auf der Amazon-Website oder in der App einrichten kann, oder der automatische „Dash“-Nachbestelldienst in Geräten weiterhin aktiv, betonte der Konzern.

Amazon hatte den Verkauf neuer Bestell-Knöpfe bereits im März eingestellt. Damals hieß es noch: „Wenn man jetzt einen „Dash“-Button zu Hause hat, bleibt er natürlich funktionsfähig.“ Nun erklärte Amazon aber, seit dem Verkaufsstopp habe die Nutzung der Hardware-Buttons „signifikant nachgelassen“.

Amazon hatte die Buttons 2016 nach Deutschland und Österreich gebracht. Zum Stopp des Verkaufs waren es rund 70 für diverse Artikel wie Waschmittel, Windeln, Kondome, Kaffee oder Kosmetik. Bastler funktionierten die Knöpfe aber zum Teil auch um, so dass sie damit zum Beispiel vernetzte Lampen im smarten Zuhause steuern konnten. Die speziell für solche Anwendungsfälle gedachte Version des Knopfs für Entwickler – der „AWS IoT Button“ – wird weiter angeboten.

Verizon übertrifft Erwartungen

Der US-Telekomkonzern Verizon hat im zweiten Quartal bei Vertragskunden und Gewinn die Erwartungen von Analysten geschlagen. Im Mobilfunk stieg die Zahl der Vertragskunden im zweiten Quartal um 451 000, wie das Unternehmen in New York mitteilte.

Der Umsatz des Konzerns ging um 0,4 Prozent auf 32,1 Milliarden Dollar zurück, weil die Zuwächse im Mobilfunkservice nicht ausreichten, um Rückgänge im Verkauf von Mobilgeräten und im Festnetz aufzufangen. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 4,1 Milliarden Dollar nach 4,2 Milliarden vor einem Jahr. In diesem Jahr hat Verizon Kosten für die frühe Ablösung von Schulden verbucht.

Neues Design für heute.at

Seit 01.08.2019 präsentiert sich heute.at in neuem Design, eine neue Menüstruktur und „Action Buttons“ am unteren Display-Rand, die von der Startseite zu Nachrichten, Live-Events sowie zur Videoplattform führen. Eingeführt wurde auch ein neues Farbsystem.

„Mit dem Relaunch rückt unsere Community noch stärker ins Zentrum“, sagt Heute.at-Chefredakteurin Jacqueline Büchi. So ist die beliebte Upload-Funktion für Leserreporter-Fotos und -Videos neu sowohl auf der mobilen Seite als auch auf dem Desktop und in der App verfügbar. Auch das Kommentieren und Teilen von Artikeln ist jetzt noch einfacher.

Sportdigital holt sich TV-Rechte an Polnischer Fußball-Liga

Ab dem 5. August überträgt der Sender regelmäßig Spiele der polnischen ersten Liga Ekstraklasa live. 16 Teams kämpfen um die Krone des polnischen Fußballs. Darunter die beiden Topklubs und 13-maligen Titelträger Legia Warschau und Wisla Krakau. Letzterer hat mit dem Ex-Dortmunder Jakub Blaszczykowski einen langjährigen Bundesliga-Star in seinen Reihen.

Sportdigital überträgt mindestens 30 Partien aus der Ekstraklasa Live und zeigt die Highlights aller Spielpartien je Spieltag in einer wöchentlichen Show. Zum Auftakt zeigt der Hamburger Pay-TV-Sender das Spiel Wisla Krakau gegen Gornik Zabrze. Anpfiff in Krakau ist am Montag, 5. August um 18 Uhr.

Qualcomm enttäuscht

Der Konzern rechnet für das noch bis Ende September laufende vierte Geschäftsquartal mit Erlösen zwischen 4,3 und 5,1 Milliarden Dollar (3,78 bis 4,6 Mrd Euro) – das wäre ein Rückgang von bis zu 26 Prozent im Jahresvergleich. Beim Gewinn pro Aktie geht Qualcomm von bis zu 0,75 Dollar aus, während Analysten mit mehr als einem Dollar gerechnet hatten.

Das dritte Geschäftsquartal war noch von der Beilegung des Patentstreits mit Apple geprägt. Qualcomm beziffert den positiven Effekt der Einigung auf 4,7 Milliarden Dollar durch Zahlungen von Apple und den Wegfall von Verpflichtungen beim iPhone-Konzern und seinen Auftragsfertigern. Von Apple und den Herstellern bekam Qualcomm im vergangenen Quartal nun auch wieder Zahlungen für Patentlizenzen.

Dem Geldregen von Apple stand eine zusätzliche Steuerzahlung von 2,5 Milliarden nach einer Vereinbarung mit der US-Steuerbehörde IRS gegenüber. Danach sprang der Gewinn im Jahresvergleich immer noch von 1,2 auf 2,1 Milliarden Dollar hoch. Der Umsatz stieg dank dem Einmal-Effekt der Einigung mit Apple um 73 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar.

Die Quartalszahlen zeigen erneut, wie wichtig und lukrativ für Qualcomm das Geschäft mit Patentlizenzen ist. Es warf bei einem Umsatz von knapp 1,3 Milliarden Dollar fast 900 Millionen Dollar operativen Gewinn ab. Beim Chipverkauf kam Qualcomm unterdessen auf ein operatives Ergebnis von 504 Millionen Dollar bei knapp 3,57 Milliarden Dollar Umsatz.

Regulierer unter anderem in den USA sehen ein Problem darin, dass Qualcomm den Erwerb von Patentlizenzen als Voraussetzung für Chip-Lieferungen fordert. Apple warf dem Chipkonzern überhöhte Preise und unfairen Wettbewerb vor, ging dann aber mitten in einem wichtigen Prozess einen Vergleich ein.

Frontline holt sich ‚Brand of the Year‘-Auszeichnung 2019-2020

Die Marke des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim erhält die globale Auszeichnung in der Animalis Edition der World Branding Awards.

Die Sieger werden über drei verschiedene Wege ausgewählt: Markenbewertung, Verbrauchermarktforschung und öffentliche Online-Stimmabgabe. Mehr als 95.000 Haustier- und Tierliebhaber weltweit stimmten in der Animalis-Ausgabe 2019-2020 über ihre Lieblingsmarke ab. Sie konnten Marken aus 38 Ländern über sechs Kontinente hinweg auswählen.

Die versteckten Körberlgelder der Mobilfunker

Bis zu 33 Nebenspesen hat eine Untersuchung der Arbeiterkammer bei den heimischen Mobilfunkern aufgedeckt.

Im Kleingedruckten verstecken sich zum Teil massive Kosten. Über Aktivierungsgebühren, Tarifwechsel, Mahnspesen und Entsperrentgelte lässt sich einiges verdienen. Bei Magenta und Tele.Ring zählt die Arbeiterkammer (AK) 33 verschiedene mögliche Zusatzentgelte, bei A1 31 und Drei 24. Bei Bob, HoT, yesss!, Ge-org, wowww! und spusu kommen elf bis 16 Nebenspesen dazu.

Dabei wäre es laut AK ganz einfach: „Grundgebühr plus nutzungsabhängige Entgelte zusammengerechnet ergeben die Gesamtkosten für ein Handy, so die Kammer am Mittwoch in einer Aussendung.

Stattdessen gebe es Aktivierungskosten bis zu 69,99 Euro und Servicepauschalen von bis zu 25 Euro jährlich. „Seit 2015 haben sich die Servicepauschalen um zehn bis 25,6 Prozent verteuert, obwohl die Inflation im selben Zeitraum nur rund fünf Prozent betrug“, rechnet die Arbeiterkammer vor.

Besonders teuer wird es, wenn die SIM-Lock, also die Betreiberbindung entsperrt wird: Dies schlägt sich bei A1 je nach Vertragsdauer mit Kosten zwischen 50 und 150 Euro zu Buche, bei Drei mit 40 Euro. Bei Magenta gibt es hingegen keine SIM-Lock-Kosten. Ein Tarifwechsel koste bei A1 29,90 Euro, bei Magenta meist 49,90 Euro und bei Drei je nach Up- oder Downgrade 25 bis 49,90 Euro.
Mahngebühren zwischen 4,36 Euro und zehn Euro

Der SIM-Kartentausch bei Verlust und Diebstahl ist bei manchen Anbietern kostenlos oder mit der Servicepauschale abgegolten, bei anderen zahlt man hingegen bis zu 14,90 Euro extra.

Die Preisunterschiede sind mitunter erheblich: Eine Mahnung kostet etwa zwischen 4,36 und zehn Euro, der SIM-Kartenersatz im Fall eines Diebstahles zwischen 2,20 und 14,90 Euro, eine Wunschnummer schlägt sich zwischen zehn und 200 Euro zu Buche.

Chipkonzern Infineon baute Umsatz aus und bestätigt Prognose

Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon sieht sich nach einem Umsatzanstieg im vergangenen Quartal auf Kurs für das Gesamtjahr. „Trotz des anhaltend schwierigen makroökonomischen Umfelds gehen wir davon aus, dass wir unsere Ziele für das laufende Geschäftsjahr erreichen“, sagte Firmenchef Reinhard Ploss.

Im Zeitraum von April bis Juni stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorquartal um 2 Prozent auf 2,02 Mrd. Euro. Damit traf Infineon die Erwartungen von Analysten. Der Betriebsgewinn (Segmentergebnis) ging um fünf Prozent auf 317 Mio. Euro zurück, wodurch sich die Gewinnmarge auf 15,7 von 16,7 Prozent verringerte. Infineon geht dennoch weiterhin davon aus, im gesamten Geschäftsjahr 2018/19 (per Ende September) eine Gewinnmarge von 16 Prozent zu erzielen. Der Umsatz soll um rund 5 Prozent auf 8 Mrd. Euro steigen.

In Österreich hat Infineon derzeit rund 4.200 Mitarbeiter an fünf Standorten. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 2,9 Mrd. Euro.

Bauer Media Group kauft im Bereich Marketing-Services für KMU weiter zu

Nach der Übernahme des dänischen Software-Unternehmens Mono Solutions baut die Bauer Media Group, Hamburg, ihr Marketing-Geschäft mit kleinen und mittelständischen Unternehmen weiter aus und erwirbt die israelische Firma Camilyo Online Ltd (Tel Aviv). Das Unternehmen betreibt eine Business-Plattform für kleine und mittelständische Betriebe, die als Services Website-Steuerung, Marketing, Sales und Business Management anbietet.

Mit der Übernahme kann Bauer sein seit März 2019 aufzubauendes Marketing-Service-Business sowie das Angebot von Mono Solutions mithilfe von Camilyo weiter ausbauen. Weiterer Teil der Marketing-Services-Division von Bauer ist das SEO-Unternehmen Sunrise System mit Sitz in Polen.

Camily wird wie Mono auch künftig als eigenständiges Unternehmen fortbestehen.

Camilyo-CEO Gil Ilani comments, sagt: „Zusammen mit Bauer, Sunrise und Mono Solutions werden wir einen neuen starken Player auf den Markt für KMU etablieren und unseren Partnern neue Möglichkeiten eröffnen.“

Fußballverbände werfen TV-Sender BeoutQ „Piraterie“ vor

Mehrere große Fußballverbände haben dem Sender BeoutQ „Diebstahl“ ihres geistigen Eigentums vorgeworfen. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten der Weltverband FIFA, die UEFA, Asiens Verband (AFC), die deutsche Bundesliga, die spanische La Liga, die englische Premier League und die italienische Serie A die illegalen Übertragungen von Fußballspielen des Senders „aufs Schärfste“.

Als Rechteinhaber der Wettbewerbe schrieben sie am 31. Juli von „Piraterie“ und forderten angesichts des Ausmaßes „die saudische Regierung auf, rasch und entschlossen gegen BeoutQ vorzugehen“.

Hintergrund der Debatte ist die Krise zwischen Katar und Saudi-Arabien. Die Übertragungsrechte für viele Sportereignisse liegen in der arabischen Welt beim Sender BeIn Sports mit Sitz in Katar. Der Sender besitzt in Saudi-Arabien allerdings keine Sendelizenz. Die dadurch entstehende Lücke füllt BeoutQ und zeigt unter anderem Spiele der europäischen Fußballligen oder auch Großereignisse wie die Fußball-WM im Vorjahr in Russland, ohne dafür die Rechte zu besitzen.

Pinterest macht weiteren Schritt zur Shopping-Plattform

Pinterest mausert sich immer mehr zur Verkaufsplattform. Das soziale Netzwerk bringt nun einige neue Funktionen heraus, die vor allem für Retailer von Interesse sein dürften. So gibt es unter den Product Pins eine neue Schaltfläche. Wer auf „More from [Markenname]“ tippt, wird weitergeleitet auf einen durchsuchbaren Katalog der Marke. Und genau dort wird nun der Preis der angebotenen Produkte deutlich gekennzeichnet. Wer gleich shoppen will, klickt auf einen Artikel und wird zur Website des Einzelhändlers weitergeleitet. Dort findet dann die Kauftransaktion statt.

Der so genannte Brand Hub bei Pinterest

Aber auch beim individuellen Feed der Nutzer gibt es Neuigkeiten. Hier befinden sich jetzt personalisierte Hubs mit Vorschlägen „Für Sie ausgewählt”. Hintergrund: Dabei handelt es sich um Shopping-Ideen auf der Basis von Artikeln und Marken, die der jeweilige Nutzer am häufigsten auf die virtuelle Pinnwand gepinnt hat. Auch diese Hubs sind mit durchsuchbaren Katalogen der Produkte einer bestimmten Marke verknüpft, die wiederum per Klick zum Kauf führen.

Schon bald sollen auch in Deutschland die Video-Pins bei Pinterest verfügbar sein, kündigte das UnternehmenPrivate Business Cloud erst kürzlich an.

Douglas übernimmt 51 Prozent an Niche Beauty

Der Beauty-Händler Douglas beteiligt sich mit 51 Prozent an Niche Beauty, einem Online-Portal für Premium-Kosmetikmarken. Mit der Mehrheitsbeteiligung will sich Douglas besser im Segment der Luxuskosmetik in Position bringen.

Dabei will Douglas den Wachstumskurs von Niche Beauty gezielt mit seiner eigenen Plattform unterstützen. Trotz der Mehrheitsübernahme wird die Gründerfamilie von Niche Beauty weiterhin die Geschäftsführung stellen.

Das Webshop Niche Beauty

Der Shop von Niche Beauty bietet ausgewählte Spezialmarken aus dem Luxussegment, die bisher oft nur im Ausland erhältlich waren. Das Portfolio besteht aus rund 6.000 Produkten von über 200 Marken.

Niche Beauty wurde 2011 von den Schwestern Laetitia von Hessen und Sarah von Doetinchem zusammen mit ihrem Vater Andreas Bechtolf gegründet, um Beauty-Produkte aus internationalen Märkten auch in Deutschland verfügbar zu machen. Für ihren Webshop sind sie heute auf der ganzen Welt unterwegs, um für die 250.000 User Beauty-Tipps und Produkte zu entdecken.

Rekordbestellungen bei Zalando

Der Onlinehändler erfreut sich zunehmender Beliebtheit und hat im zweiten Quartal mit 36,1 Millionen Bestellungen einen Rekordwert verbucht. Das stimmte den Vorstand für 2019 zuversichtlicher.

Im Gesamtjahr wird bei Zalando nun ein operativer Gewinn (Ebit) in der oberen Hälfte der Spanne von 175 bis 225 Millionen Euro angepeilt. Im zweiten Quartal erreichte das Ebit 102 (Vorjahr: 94) Millionen Euro. Der Umsatz stieg auf 1,597 (1,33) Milliarden Euro.

Mehr: Die neue Leiterin des Beauty-Geschäfts von Zalando spricht über junge Kunden, die Internationalisierung und Konkurrenten wie Douglas und Sephora.

Flaue Werbebilanz 2019

A: Werbeausgaben im ersten Halbjahr nur schwach gewachsen

Marktforscher Focus hat seine Werbebilanz für das erste Halbjahr 2019 veröffentlicht. Die recht werbeintensiven Monate April und Mai bescherten dem ersten Halbjahr des Werbejahrs demnach einen Abschluss mit einem kumulierten Werbeplus von 1,9 Prozent in Relation zum Vorjahr. Während sich auf der einen Seite das Werbeaufkommen im Bereich des Above The Line (klassische Medien) solide entwickelt (plus 2,7 Prozent) weist Focus dem Direct Marketing im ersten Halbjahr ein minus 3,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aus.

 

Angetrieben wurde die Entwicklung von Radio und Online, die jeweils um gut sechs Prozent zulegten. Besonders gut liefen auch die Außenwerbung und Kinowerbung. Print verbuchte immerhin ein Prozent mehr Werbung, Fernsehwerbung stagnierte. Direct Marketing ging laut der Focus-Werbebilanz zurück.

„Online wachst weiter dynamisch und verbucht inzwischen einen Anteil von 14,7 Prozent am klassischen Werbekuchen“, heißt es in der Halbjahresbilanz des Focus Instituts. Im ersten Quartal hatte es überraschen einen Rückgang der Onlinewerbung gegeben.

Die Ausgaben für Social Media haben im Halbjahr um gut zwölf Prozent zugelegt, jene für Mobile und Onlinevideos um über neun Prozent. Während die Halbjahresbilanz der TV-Werbung im ORF einen Rückgang um 4,5 Prozent bescheinigt, gibt es für private TV-Sender ein Plus von zwei Prozent. Auch Illustrierte und Fachmedien müssen demnach starke Rückgänge bei der Werbung hinnehmen.

 

45,3 Prozent des klassischen Werbekuchens gingen an Print, davon 58,6 Prozent an die Tageszeitungen. 26,6 Prozent der Werbung floss ins Fernsehen, davon 70 Prozent an private Sender, der Rest an den ORF.

Sowohl die befragten Unternehmen als auch die Werbeagenturen sehen laut Focus-Umfrage dem zweiten Halbjahr 2019 positiv entgegen und rechnen mit einem Wachstum von 4,1 Prozent in Relation zum Vorjahr.

 

TV-Quoten: ORF 1 verliert Marktanteile

Der ORF 1 kommt auf einen (vorläufigen) Marktanteil von 6,7 Prozent beim Publikum ab zwölf Jahren. Im Juli 2018 – geprägt bis zur Monatsmitte von der Fußball-WM – lag dieser Wert bei 13,4 Prozent. ORF 2 steigert sich um 1,9 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und hält bei 19,8 Prozent.

ORF 1 und ORF 2 kommen auf 26,5 Prozent Marktanteil, im Juli 2018 schafften die beiden ORF-Kanäle noch 31,3 Prozent. 29,6 Prozent Marktanteil holt die ORF-Gruppe gesamt im Juli (gegenüber 34 Prozent im Juli 2018).

Servus TV steigert sich merklich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte auf den neuen Höchstwert von 3,1 Prozent Marktanteil beim Publikum ab zwölf Jahren.

ATV kommt im Juli auf 3,5 Prozent (plus 0,1) beim Publikum ab zwölf Jahren, Puls 4 liegt bei 3,4 Prozent (plus 0,5).

Oe24TV vervierfachte seinen Monatsmarktanteil gegenüber Juli 2018 – von 0,1 auf 0,4 Prozent laut Teletest.

Delivery Hero verdoppelt Umsatz

Der Essenslieferant Delivery Hero wächst weiter kräftig. Zwischen April und Juni erlöste der Konzern 315 Millionen Euro, was einem Plus von 104 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum entspricht, wie das im MDax notierte Unternehmen am 30. Juli in Berlin mitteilte.

Dabei rechnet Delivery Hero den Verkauf des Geschäfts mit der Marke Foodora in Australien und Europa sowie der deutschen Lieferdienste heraus. Nach einem starken Start des Geschäfts in das dritte Quartal sei der Konzern sehr optimistisch, die Jahresziele zu erreichen, sagte Vorstandschef Niklas Östberg der Mitteilung zufolge.

Delivery Hero profitierte stark davon, dass die Zahl der teilnehmenden Restaurants an den eigenen Lieferdiensten um 70 Prozent auf mehr als 310 000 stieg, vor allem durch den Ausbau des Geschäfts in Asien und Amerika.

Delivery Hero steckt weiter viel Geld in die Neukundengewinnung. Für das laufende Jahr bestätigte Östberg den Ausblick für einen um Sondereffekte bereinigten Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 370 bis 420 Millionen Euro.

Websites mit Like-Button müssen Einwilligung einholen

Wer eine Website mit einem integrierten „Gefällt mir“-Button betreibt, trägt nach Einschätzung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) für die Erhebung und Übermittlung persönlicher Daten an Facebook eine Mitverantwortung. Daher muss er als Betreiber die Besucher der Website auch darüber informieren, und zwar „vor dem Erheben der Daten“, heißt es in einem veröffentlichten Urteil des Gerichtshofs. Für die spätere Datenverarbeitung durch Facebook könne der Betreiber aber nicht verantwortlich gemacht werden.

Im konkreten Fall geht es um die Internetseite Fashion ID, ein Onlineangebot der Kaufhauskette Peek & Cloppenburg. Die Website band den auch als Like-Button bekannten „Gefällt mir“-Button so ein, dass Nutzer direkt auf Facebook bekunden konnten, dass sie ein bestimmtes Produkt mögen. Jedoch wurden bereits beim Besuchen der Seite die personenbezogenen Daten des Nutzers an Facebook übermittelt – egal, ob der Button überhaupt angeklickt wurde.

Dagegen klagte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen und argumentierte, die Datenübermittlung ohne die Einwilligung der Nutzer und eine entsprechende Information sei rechtswidrig. Das Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) legte den Fall dem EuGH zur Einschätzung und Auslegung des Unionsrechts vor.

Nutzer müssen über Datentransfer informiert werden

Der Luxemburger Gerichtshof urteilte nun, dass Fashion ID für die Erhebung der Daten und die Weiterleitung an das Netzwerk „als gemeinsam mit Facebook verantwortlich angesehen werden“ kann. Denn Fashion ID und Facebook entschieden auch „gemeinsam über die Zwecke und Mittel“ des Datentransfers. Letztlich gehe es darum, Werbung zu optimieren und damit einen „wirtschaftlichen Vorteil“ zu erreichen.

Als Mitverantwortlicher für den Datentransfer müsse der Website-Betreiber die Nutzer auch darüber informieren, urteilte der EuGH.

Das OLG muss nun abschließend über den Fall entscheiden und zwar „im Einklang mit der Entscheidung“ des EuGH.

Bereits im Februar hatte das Bundeskartellamt festgestellt, dass Facebook seine marktbeherrschende Stellung beim Sammeln und Verwerten von Daten missbraucht. Die Behörde hatte daher „weitreichende Beschränkungen“ bei der Verarbeitung von Nutzerdaten auferlegt.

Innerhalb von zwölf Monaten muss das Unternehmen eine Wahlmöglichkeit für seine Nutzer schaffen: Sie müssen einwilligen oder ablehnen können, dass Facebook Daten über sie auch über seine anderen Dienste Instagram und WhatsApp sowie über dritte Websites und Apps sammelt und zusammenführt. Unabhängig von ihrer Entscheidung müssen sie Facebook selbst nutzen können.

Amazon zwingt Hersteller zu kleineren Verpackungen

Handelsriese Amazon fordert die Hersteller von Produkten, die in seinem US-Onlineshop vertrieben werden, zu mehr Sparsamkeit bei Verpackungen auf. Seit vergangenem Herbst macht das Unternehmen Druck dafür, dass die Abmessungen der Schachteln schrumpfen – insbesondere bei größeren Produkten. Firmen, die nicht mitziehen, müssen mit Sanktionen rechnen.

Die Deadline endet mit dem 31. Juli. Spätestens ab dem 1. August sollen Anbieter die betroffenen Produkte mit kompakteren Packungsmaßen liefern, schreibt das Wall Street Journal. Den Schritt begründet Amazon mit Umweltfreundlichkeit, das dürfte aber nur die halbe Wahrheit sein.

Besser für Umwelt und Amazons Finanzen

Das langfristige Vorhaben von Amazon ist es, in seinen Logistikzentren nur noch mit standardisierten Verpackungsgrößen zu arbeiten. Je weniger Packungen in Sondergrößen in Lagerung und Lieferung gelangen, desto schneller wird die Abwicklung. Zudem erlauben Einheitsmaße auch eine bessere Befüllung von Transportautos und Frachtfliegern.

Süddeutsche Zeitung lässt Markenauftritt überarbeiten

Die Süddeutsche Zeitung erneuert ihren Markenauftritt. Den Auftrag für die neue Markenstrategie sicherte sich die Designagentur Zeichen & Wunder.

Zeichen & Wunder wird zunächst eine neue Markenstrategie für die Süddeutsche Zeitung entwickeln, mit der die Tageszeitung und ihre digitalen Angebote klarer im hart umkämpften Medienmarkt positioniert werden soll. Der Auftrag beinhaltet die Entwicklung einer neuen Markenarchitektur, die alle analogen und digitalen Angebote der SZ umfasst, einen neuen Claim und das gesamte Corporate Design. Zeichen & Wunder ist außerdem für die Kommunikationsmaßnahmen zur Einführung des neuen Auftritts verantwortlich. Geplant ist unter anderem eine Imagekampagne. Die Zusammenarbeit ist laut Agentur „langfristig“ angelegt – zur genauen Laufzeit des Vertrags macht Zeichen & Wunder indes keine Angaben. Der Etat liegt im sechsstelligen Bereich.

Nintendos Switch-Konsole legt weiter zu

Nintendos Spielekonsole Switch zeigt in ihrem dritten Jahr keine Ermüdungserscheinungen. Im vergangenen Quartal stieg der Absatz im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 2,13 Millionen Geräte.

Insgesamt verkaufte sich die Konsole, mit der man sowohl unterwegs als auch am Fernseher spielen kann, seit der Markteinführung im März 2017 fast 37 Millionen Mal. In diesem Jahr stehen populäre Spiele-Titel wie „Animal Crossing“ und „Luigi’s Mansion“ zur Veröffentlichung an, die den Absatz noch weiter ankurbeln könnten. Nintendo bereitet zudem den Start einer günstigeren Switch-Version vor.

Der Nintendo-Umsatz legte im Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 2,3 Prozent auf 172,1 Milliarden Yen (1,4 Mrd Euro) zu. Die Erlöse aus Smartphone-Spielen wuchsen dabei im Jahresvergleich um zehn Prozent auf 10 Milliarden Yen (knapp 83 Mio Euro). Der Konzern verfolgte lange die Strategie, seine populären Figuren wie Super Mario nur in Spielen für seine eigenen Geräte verfügbar zu machen. Doch der Vormarsch der Smartphone-Games setzte vor allem das Geschäft mit Nintendos mobilen DS-Konsolen unter Druck. Inzwischen versucht die Firma verstärkt, auch mit eigenen Apps auf dem Smartphone Fuß zu fassen.