Milliardenstrafe für Alibaba

Chinas Wettbewerbshüter haben eine Strafe in Höhe von 18 Milliarden Yuan, umgerechnet 2,3 Milliarden Euro, gegen den chinesischen Alibaba-Konzern verhängt. Die größte Online-Handelsplattform der Welt habe ihre marktbeherrschende Position ausgenutzt, um Händler zu bestrafen, die ihre Waren über konkurrierende Dienste angeboten hätten.

Die bisher höchste Strafe der Kartellbehörden gegen einen chinesischen Internet-Riesen weckt neue Fragen über die Zukunft des Alibaba-Konzerns des charismatischen Gründers Jack Ma, der seit Herbst nur noch selten in der Öffentlichkeit gesehen worden ist. Mit Kritik an der chinesischen Finanzaufsicht hatte der 56-Jährige damals offenbar den Unmut höherer Stellen auf sich gezogen.

Wegen Verstoßes gegen das Kartellrecht wurde die Geldstrafe mit vier Prozent des Umsatzes von 2019 in Höhe von 455 Milliarden Yuan festgelegt, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Alibaba teilte mit, die Strafe anzunehmen und die Zusammenarbeit mit den Behörden verstärken zu wollen. Der Konzern werde sein System zur Erfüllung der Regeln stärken und „seine soziale Verantwortung besser erfüllen“.

Die ungewöhnlich hohe Strafe der Wettbewerbshüter ist ein weiterer Schlag gegen den mächtigen Alibaba-Konzern, der seine Aktivitäten vom Online-Handel über Finanzdienste bis in Bereiche wie Logistik, Unterhaltung oder Touristik ausgeweitet hat. Seit der einflussreiche Gründer Ma im Herbst bei der Regierung in Ungnade gefallen war, gerät das Unternehmen zunehmend unter Druck.

Anfang November stoppten die Behörde kurzfristig den geplanten Börsengang der Alibaba-Finanztochter Ant Group mit Verweis auf neue Regeln. Es hätte der größte Börsengang aller Zeiten werden sollen. Auch geriet im Dezember die Handelsplattform in den Fokus der Ermittler, als die Kartellwächter mit den Untersuchungen wegen unterstellter Monopolverstöße begannen.

Nach Einschätzung von Experten lässt sich die Milliardenstrafe für Alibaba leicht verkraften. Allein in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres habe der Konzern einen Gewinn von umgerechnet zehn Milliarden Euro gemacht. Allerdings verheiße die verschärfte Kontrolle durch die Behörden nichts Gutes für das Unternehmen, hieß es in Kommentaren von Beobachtern.

Mehrheit der Deutschen fordert WM-Boykott der Sponsoren

64 Prozent der Deutschen antworteten mit Zustimmung auf die Frage, ob die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die WM 2022 in Katar angesichts der Menschenrechtsverletzungen boykottieren sollte. Aber nicht nur das: Die Mehrheit der Deutschen spricht sich zudem für einen Boykott der Sponsoren aus. Nachdem bereits vor wenigen Wochen ein niederländischer Rasen-Hersteller angekündigt hatte, die WM 2022 in Katar nicht zu beliefern, sprechen sich 76 Prozent der Deutschen dafür aus, dass auch weitere Firmen und Sponsoren die WM nicht unterstützen sollten – 45 Prozent antworteten mit „Ja” und 31 Prozent mit „Eher Ja”. Nur 24 Prozent sind gegen einen Boykott der Sponsoren – 10 Prozent antworteten mit „Nein” und 14 Prozent mit „Eher Nein”.

Angenommen, weltweit bekannte Sponsoren wie Adidas und Coca-Cola würden das Sponsoring der WM absagen, hätte das laut Befragung auf die meisten Deutschen einen positiven Effekt auf das Markenimage. 33 Prozent geben an, dass sich ihre Einstellung zur Marke in einem solchen Fall zum Positiven verändern würde, bei 30 Prozent der Deutschen eher zum Positiven. Bei 27 Prozent der Befragten würde sich das Image der Marke überhaupt nicht ändern. Und lediglich 6 Prozent der Befragten würde sich ihre Meinung zur Marke eher zum Negativen, beziehungsweise bei 3 Prozent zum Negativen verändern.

Selbstversorgung statt Einkauf: Hollywood zertrennt die Supply Chain

So mancher, der gehofft hatte, attraktive Filmware bei Sony Pictures einkaufen zu können, musste sich in den vergangenen Tagen eines Besseren belehren lassen. Das einzige große Hollywood-Studio ohne eigene Streaming-Plattform hätte sich theoretisch für eine klassische Form des Programmvertriebs entscheiden können. Doch es entschied sich für – Netflix. Vom nächsten Jahr an kommen neue „Spider-Man“-, „Venom“-, „Jumanji“- oder „Bad Boys“-Streifen nach ihrer Kino- und Verleihauswertung in den USA für 18 Monate exklusiv zu Netflix. Gleichzeitig hat der VoD-Riese weltweit ein First-Look-Recht auf alle Direct-to-Streaming-Filme, die Sony entwickelt. Dem Vernehmen nach kassiert das Studio für den Deal eine Milliarde Dollar über vier Jahre.

Genau genommen geht Sony damit einen doppelten Sonderweg. Anders als die übrigen Hollywood-Studios ist es nicht selbst zum Streamer geworden, und anders als der Rest zieht es seine Schätze nicht von Netflix ab – im Gegenteil. Das Resultat für andere Programmeinkäufer ist dennoch das gleiche: Sie gucken in die Röhre. Die langjährigen Welt-TV-Versorger konzentrieren sich mehr und mehr auf direkte Kundenbeziehungen: Disney setzt auf Disney+, WarnerMedia auf HBO Max, ViacomCBS auf Paramount+, NBCUniversal auf Peacock und Lionsgate auf Starzplay. Vor drei Jahren existierte noch keine dieser Streaming-Plattformen.

Wer seinen Pay- oder Free-TV-Sender hierzulande über Jahrzehnte mit teuren, aber bequemen Output-Deals versorgte, ist nun zum Umdenken gezwungen. „Die globale Durchsetzung der Studio-Direct-Modelle beendet den Programmvertrieb, wie wir ihn kennen“, erklärt Guy Bisson, Research Director der britischen Medienforschung Ampere Analysis. „Die Supply Chain vonseiten der US-Majors wird zertrennt und minimiert, während sich der Wettbewerb im Streaming-Sektor zeitgleich intensiviert. Eine historische Herausforderung für lokale TV-Häuser in Europa, die bei sinkenden linearen Reichweiten und Werbeeinnahmen viel Geld in die Hand nehmen müssen, um die wegfallenden Zulieferungen durch eigene Inhalte zu kompensieren und dazu noch eigene Plattformen aufzubauen.“

Was das in konkreten Zahlen schon heute bedeutet, hat Bissons Firma errechnet. Alle wesentlichen europäischen TV-Broadcaster haben demnach ihr Produktionsvolumen für Scripted Originals, die ausschließlich oder überwiegend zum Streaming bestimmt sind, signifikant hochgefahren. An der Spitze steht die Nordic Entertainment Group mit derzeit über 30 Projekten in Produktion für ihre Abo-Plattform Viaplay, gefolgt vom öffentlich-rechtlichen France Télévisions mit rund 25 und der RTL Group mit rund 15 Projekten. Zur Top 5 zählen ebenfalls die BBC mit elf und die ARD mit sieben Projekten.

DAZN setzt zum Großangriff in England an

Sportstreaminganbieter DAZN wetzt die Messer: Wenn die TV-Rechte an der Premier League demnächst wieder auf den Markt kommen, will man ein Stück vom Kuchen abbekommen, so Vizechef James Rushton gegenüber Reuters.

Die Vergabe der Übertragunsrechte an der Premier League im einheimischen Markt dürfte in Kürze Fahrt aufnehmen. Die bestehenden TV-Verträge gelten nur noch 15 Monate. Auch die Auslandsrechte, die Sky Deutschland DAZN beim letzten Mal abluchste, kommen parallel auf den Markt. Den FA Cup zeigt man hierzulande derweil bereits jetzt.

Auslands- als auch Inlands-Rechte sind natürlich für einen Anbieter wie DAZN attraktiv. Wenn auch der Einstieg in den britischen (Fußball-TV-Rechte-)Markt für den Sportstreaminganbieter Neuland darstellen würde. Rushton scheut davor aber nicht zurück: „Unsere globale Plattform ermöglicht es uns, flexibel zu sein und relativ schnell in neuen Märkten zu launchen und zu wachsen.“

Condé-Nast-Kollektion künftig bei Shutterstock verfügbar

Die Bilddatenbank Shutterstock hat sich exklusiv die Rechte der Condé Nast-Kollektion gesichert. Die Sammlung, die bis ins Jahr 1892 zurückreicht, verfügt über mehr als 30.000 Fotografien, Illustrationen und Magazin-Cover aus dem Markenportfolio von Condé Nast, darunter ‚Vogue‘, ‚Vanity Fair‘, ‚GQ‘, ‚AD‘, ‚House & Garden‘ und ‚Glamour‘.

Die Condé Nast-Kollektion wird Teil von The Vault, Shutterstocks Archiv-Sammlung, die über 50 Millionen Fotos und Videos aus den Bereichen Film, Musik, Sport, Geschichte, Politik und Prominente umfasst.

Jubel vor TV-Messe MIPTV: Schon über 1,2 Milliarden Streaming-Abos

Die Fachwelt geht nach jüngsten Zahlen von weltweit mehr als 1,2 Milliarden Nutzerkonten aus. So hat es der New Yorker Marktforscher LightShed Research errechnet. Darin sind allein die großen Anbieter mit Sitz in den USA eingerechnet, etwa Netflix, Amazon und Disney+. Regionale Streamingportale kommen da noch oben drauf.

26 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr

Bereits Mitte März hatte der amerikanische Produzentenverband Motion Picture Association aus Washington gejubelt, dass 2020 die Milliardenmarke bei den Abos global erstmals überschritten worden sei. Das bedeutet ein Wachstum um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei der am Montag beginnenden wichtigsten Fernsehmesse der Welt, der MIPTV in Cannes, herrscht also Champagnerlaune. Die Geschäfte laufen besser denn je, auch wenn die MIPTV 2021 nur virtuell stattfindet.

Vor allem lokale Produktionen, die zugleich weltweit angeboten werden, boomen immer mehr. „Die Plattformen sind damit gestartet, aber die Fernsehsender und andere Marktteilnehmer steigen ebenfalls mit ein“, betont Smith. Vor allem europäische Serien und Filme seien gefragt, darunter deutsche, französische, spanische und schwedische Produktionen: „Mit Inhalten, von denen man früher nicht gedacht hatte, dass sie international erfolgreich sein könnten.“

„Der Hirte“ mit Tobias Moretti wird in Cannes vorgestellt

So wird zur MIPTV zum ersten Mal die ZDF-Produktion „Der Hirte“ vorgestellt. Die vierstündige Miniserie mit Tobias Moretti in der Hauptrolle spielt in Tirol und handelt von einem Winzer, der von seiner Mafia-Vergangenheit eingeholt wird. Für den weltweiten Vertrieb als „The Winemaker“ ist die Münchener Beta Film zuständig. Dort rechnet man mit großem Interesse an dieser Art von „Event TV“.

Überhaupt haben sich für Beta, einen der größten deutschen Programmvertriebe, die Geschäfte in den letzten Monaten „sehr gut“ entwickelt, so Senior Vice President Oliver Bachert. Die gestiegene Nachfrage an europäischen Produktionen erklärt er so: „In den USA und Großbritannien wurden manche Serien wegen Corona verzögert, Staffeln gekürzt oder sogar nicht fortgesetzt, Sportübertragungen sind ausgefallen, da war die Aufmerksamkeit für europäische Produktionen noch größer.“ Die Ausstrahlung der zehnten Staffel der amerikanischen Zombie-Serie „The Walking Dead“ zum Beispiel brach im vergangenen Frühjahr einfach ab und wurde erst Monate später fortgesetzt.

„Es geht so gut wie noch nie“

Auch wenn die Pandemie zurzeit Produktionsbedingungen erschwert und für Einbußen bei den werbefinanzierten Sendern sorgt, machen sich die Produzenten keine Sorgen. Ufa-Chef Nico Hofmann geht davon aus, dass Sender sich genau überlegen müssten, wie sie sich gegenüber den großen US-Plattformen behaupten. Dafür benötigten sie attraktive Inhalte für ihre eigenen Online-Angebote: „Von einem Investmentstau bemerken wir nichts – uns geht es so gut wie noch nie.“

In Zeiten ohne Pandemie tummeln sich auf der weltgrößten TV-Messe der Welt MIPTV in Cannes im April um die 10.000 Verantwortliche von Sendern, Produktionsfirmen, Programmvertrieben, Internetplattformen und Medienkonzernen aus aller Welt. Der Marktplatz findet diesmal vom 12. bis 16. April nur digital statt und zeigt, was schon bald in Millionen Wohnzimmern über die Bildschirme flimmert.

Koalition kleinerer US-Firmen vereint sich im Kampf gegen Amazon

Eine Reihe kleinerer US-Firmen läuft Sturm gegen die marktbeherrschende Stellung von Konzernen wie Amazon und fordert deren Zerschlagung und strenge Regulierung.

Der Unmut kleinerer Firmen gegen die Technologiegiganten ist nicht neu, erhielt zuletzt aber deutlichen Auftrieb durch die Folgen der Corona-Pandemie. Wegen geschlossener Läden und Lockdowns weltweit verlagerte sich das Geschäft umso mehr ins Internet. Der Umsatz von Amazon legte im vergangenen Jahr um 38 Prozent auf rund 386 Mrd. Dollar (326,8 Milliarden Euro) zu, der Gewinn verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr auf mehr als 21 Milliarden Dollar.

Amazon startet Website-Rubrik für kleine Unternehmen aus Österreich

Der US-Internethändler Amazon springt auch auf den Regionalitätszug auf. Ab sofort gibt es eine eigene Website-Rubrik, wo kleine und mittlere Unternehmen und Händler aus Österreich und Deutschland ihre Waren auf Amazon präsentieren können.

Laut Amazon haben kleine und mittlere Unternehmen aus Österreich zwischen Juni 2019 und Mai 2020 rund 13 Millionen Produkte über Amazon verkauft – das sind um 2 Millionen Produkte mehr als zwischen Juni 2018 und Mai 2019. Umsatzzahlen zu Österreich nennt der US-Internethändler nicht.

Amazon ist in Österreich mit Abstand Marktführer im Onlinehandel. Die Website Amazon.at wurde bereits im Jahr 1999 gestartet. 2018 eröffnete der Internethändler das erste Verteilzentrum in Österreich in Großebersdorf (NÖ), im August 2020 folgt ein Standort in Wien-Liesing und im Februar 2021 einer in Wien-Simmering. Laut Medienberichten gibt es auch Planungen für ein Verteilzentrum in Klagenfurt. In Österreich hat Amazon wenig Konkurrenz. Die Österreichische Post hat im Jahr 2017 mit „shöpping.at“ einen lokalen Online-Marktplatz gestartet. Zu einer großen Konkurrenz für Amazon hat sich die Plattform noch nicht entwickelt.

Mitarbeiter von Gruner + Jahr und RTL arbeiten zusammen

Die Zusammenarbeit des TV-Senders RTL und des Hamburger Magazinhauses Gruner + Jahr schreitet voran. Zum 1. April wurden die Mitarbeiter beider Vermarktungseinheiten vom gemeinsamen Werbebündnis Ad Alliance übernommen.

Noch ist nichts beschlossen. Bislang prüfen die Manager des Hamburger Zeitschriftenhauses Gruner + Jahr und des Fernsehsenders RTL, ob sie zu einer neuen Einheit verschmelzen. Noch im Sommer soll eine Entscheidung fallen, ob die beiden Unternehmen eine Firmen-Ehe eingehen.

Unterdessen rücken beide Firmen die Mitarbeiter ihrer beiden Vermarktungsarme G+J Ems und IP Deutschland unter das gemeinsame Werbebündnis Ad Alliance weiter zusammen. „Alle Mitarbeiter:innen, die vertraglich bislang zu G+J e|MS und IP Deutschland gehörten, sind zum 1. April 2021 in die gemeinsame Gesellschaft Ad Alliance GmbH übernommen worden. Da die Kolleg:innen bereits seit längerer Zeit in den neuen Strukturen und Verantwortungen sehr eng zusammen arbeiten und crossmedial handeln, ist dies der nächste logische Schritt, um nach innen und außen komplett als ein Team zu agieren“, bestätigt eine RTL-Sprecherin.

Optisch macht sich die Vermarktungseinheit unter Führung von Matthias Dang bemerkbar. So ist das Portal des RTL-Vermarkters IP Deutschland bereits nicht mehr aktiv. „Die Webseite www.ad-alliance.de ist im November 2020 gestartet. Die Webseite der IP Deutschland war zwar noch bis Ende letzten Jahres aktiv, die User wurden aber bereits automatisch auf ad-alliance.de umgeleitet“, sagt eine Sprecherin. Davon unberührt bleibt das Portal des G+J-Vermarkters. „Die Marke G+J e|MS wird weiterhin sichtbar sein. Dies umfasst auch die Website.“ Branchenexperten gehen aber davon aus, dass dies nicht auf Dauer so bleibt, da die Mitarbeiter der G+J-Vermarktung bereits seit Längerem unter der Flagge der Ad Alliance Werbekunden akquirieren.

Bertelsmann-Chef Thomas Rabe hatte die Werbebündnis Ad Alliance vor Jahren gegründet, um Synergievorteile zwischen RTL und dem Hamburger Zeitschriftenhaus zu heben. Zugleich soll die Ad Alliance als gemeinsamer Vermarkter mehr Marktmacht bekommen, um sich gegen andere Branchenunternehmen besser zu behaupten. Die gemeinsame Vermarktung geht auch mit der Produktstrategie des RTL-Inhalte- und neuen Gruner + Jahr-Chefs Stephan Schäfer einher. Er entwickelt Konzepte, um Zeitschriften und TV-Formate gemeinsam besser zu vermarkten. Als jüngstes Beispiel zählt „Gudios Deko Queen“. Als mediales Zugpferd nutzt Schäfer hier den Modemacher Guido Maria Kretschmer. In Branchenkreisen geht man davon aus, dass nach der Vermarktung auch Teile der Redaktionen wie der „Stern“ von G+J und die 700 Mitarbeiter starke News-Redaktion von RTL gesellschaftsrechtlich zusammenarbeiten.

Coca-Cola schafft neue Geschäftseinheit in Europa und baut Kommunikation aus

Coca-Cola baut seine weltweiten Strukturen um und schafft neue operative Einheiten. Die Geschäftseinheit “Europa”, offiziell seit 2. April in Kraft, fasst die früheren Business Units Westeuropa und Zentral- und Osteuropa zusammen. Sie erstreckt sich über mehr als 40 Länder, von Großbritannien bis Russland, und wird von Nikos Koumettis geleitet.

Gleichzeitig baut Coca-Cola European Partners, Abfüllpartner der The Coca-Cola Company in Westeuropa, in Deutschland den Bereich Kommunikation aus.

Bertelsmann Content Alliance startet Marketingkampagne zu ‚JAhr zur Wahrheit‘

Unter dem Motto „JAhr zur Wahrheit. Weil’s stimmen muss“ wollen die Unternehmen der Bertelsmann Content Alliance 2021 ein Zeichen für guten Journalismus setzen. Begleitend dazu startete am 2. April 2021 eine crossmediale Marketingkampagne in Radio, TV und Print. Sie rückt die Rolle der professionellen Medien und ihre gesellschaftliche Verantwortung in den Fokus.

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen Mitarbeiter in den Unternehmen der Bertelsmann Content Alliance, die sich in ihrem beruflichen Alltag täglich mit der Bedeutung von Wahrheit und Lüge für die Gesellschaft auseinandersetzen.

A1 bringt Cloud-Gaming-Service Blacknut nach Österreich

Man kennt es schon von Google Stadia, nun bringt A1 mit Blacknut einen weiteren Cloud-Gaming-Service nach Österreich: Dieser bietet für A1-Kunden um 9,99 Euro pro Monat Zugriff auf 500 Spiele unterschiedlicher Genres. Wer kein A1-Kunde ist, kann den Dienst um 14,99 Euro pro Monat abonnieren (was übrigens auch dem regulären Preis von Blacknut entspricht). Das Abo-Modell ist monatlich kündbar.

Ähnlich wie bei Google Stadia stehen die Spiele im Browser auf PC, Mac oder Linux-Rechner, als App am Android Smartphone oder am Fire TV-Stick bzw. auf Google Chromecast zur Verfügung, ein Download ist nicht nötig. Die Spielstände und Favoriten werden zentral gespeichert und werden so auf jedem Gerät synchronisiert. Bis zu fünf unterschiedliche Konten für Familienmitglieder können angelegt werden.

Laut A1 wird die Spielesammlung laufend erweitert. Derzeit sind etwa Disney Epic Mickey – the Power of 2, Frozen Rush, LEGO Star Wars, der Farming Simulator, WRC8, das DSA-inspirierte RPG Blackguards und der Racing Titel Asphalt 9 verfügbar. Einen Überblick über alle in Blacknut enthaltenen Spiele gibt es unter diesem Link. Die kompatiblen Controller werden unter diesem Link angegeben.

G+J veröffentlicht erste Verkaufszahlen für ‚Guidos Deko Queen‘

Gruner + Jahr hat für sein neues Wohn- und Lifestyle-Magazin ‚Guidos Deko Queen‘ erste Verkaufszahlen vorgelegt. Wie das Hamburger Verlagshaus mitteilte, habe sich die Erstausgabe, ersten Hochrechnungszahlen zufolge über 70.000 Mal verkauft und damit „ein überdurchschnittliches Verkaufsergebnis“ erzielt.

Der neue Titel startete am 18. März 2021 mit einer Druckauflage von 130.000 Exemplaren und soll fortan zehn Mal im Jahr erscheinen. Das Premierenheft ist zum Einführungspreis von 2,00 Euro erhältlich. Anders als angekündigt gilt dieses Angebot auch für die zweite Ausgabe, die am 22. April 2021 erscheint. Regulär soll der Copypreis bei 3,50 Euro liegen.

Schützenhilfe bekommt der Print-Titel vom gleichnamigen TV-Format, das seit kurzem samstagnachmittags bei Vox läuft. Die erste Folge am 20. März 2021 schalteten 7,8 Prozent der 14- bis 49-jährigen Zuschauer ein. In der Zielgruppe der 14- bis 29-jährigen Frauen waren es sogar 22,4 Prozent. Insgesamt sahen 0,73 Millionen Zuschauer die Sendung, was beim Gesamtpublikum einem Marktanteil von 4,1 Prozent entspricht.

1,1 Milliarden Euro für Digitalwerbung bei Google, Facebook und Co aus Österreich

Google, Facebook und andere internationale Onlinekonzerne haben allein in Österreich fast 1,2 Milliarden Euro mit Digitalwerbung umgesetzt. Die 2020 erstmals eingehobene Digitalsteuer – fünf Prozent für solche Onlineriesen – brachte laut den jüngsten (und noch vorläufigen) Monatsdaten des Finanzministeriums 56,6 Millionen Euro*. Daraus lässt sich auf die Werbeumsätze schließen – und auf die dominierende Position im österreichischen Werbemarkt.

1,1 Milliarden an Digitalriesen

Aus dem Digitalsteueraufkommen lassen sich die Onlinewerbeeinnahmen von Google, Facebook, Amazon und Co in Österreich errechnen: Ohne die Digitalsteuer kommt man da auf 1,1232 Milliarden. Mit den fünf Prozent Digitalsteuer kommt man auf 1,1886 Millionen Euro Digitalwerbevolumen internationaler Onlinekonzerne.

Ein Fünftel weniger klassische Werbung

Die Werbeabgabe beträgt ebenfalls fünf Prozent auf Buchungen in klassischen Medien (TV, Radio, Zeitungen, Zeitschriften, Plakat) sowie Prospektwerbung, aber ohne Onlinewerbung auf österreichischen (und anderen kleineren) Plattformen. Die Werbeabgabe brachte der Republik im Gesamtjahr 2020 laut vorläufigen Daten des Finanzministeriums 86,3 Millionen Euro. 2019 waren das noch 105,9 Millionen Euro.

Im ersten Jahr der Pandemie gingen die Einnahmen aus Werbeabgabe – und damit auch klassische Werbung in Österreich ohne Onlinewerbung – um mehr als ein Fünftel zurück.

Die Hochrechnung aus der Werbeabgabe: 2020 betrug das klassische Werbevolumen inklusive Prospekt, aber ohne österreichische Onlinewerbung rund 1,8 Milliarden Euro nach 2,2 Milliarden ein Jahr zuvor – gut 400 Millionen Euro weniger.

40 Prozent Marktanteil

Und wie sind nun die Größenverhältnisse im Werbemarkt Österreich im Gesamtjahr 2020 zwischen Klassik und Digitalriesen? Rein aus der Digitalsteuer Werbesteuer hochgerechnet und damit ohne Onlinewerbung kleinerer Medien/Plattformen in Österreich, aber einschließlich Prospektwerbung machen die Werbeumsätze von Google, Facebook, Amazon und Co in Österreich fast 40 Prozent des Nettowerbevolumens aus.

Hochrechnung mit österreichischer Onlinewerbung

Und wie stehen die Verhältnisse, wenn man versucht, die Onlinewerbung bei kleineren, insbesondere auch österreichischen Medien/Plattformen einzubeziehen? Aus den Bruttowerbedaten von Focus MR kann man eine grobe Größenordnung der österreichischen Onlinewerbung und der Marktanteile der übrigen Mediengattungen ableiten.

Mit rund 38 Prozent am gesamten österreichischen Werbevolumen (inklusive Prospekt) fällt der Anteil der internationalen Digitalriesen kaum geringer aus. Die Printmedien insgesamt kommen auf rund 24 Prozent Anteil an diesem Gesamtvolumen, die Tageszeitungen als werbestärkster Printsektor auf etwas mehr als 14 Prozent, Fernsehen insgesamt auf knapp unter 14 Prozent Werbemarktanteil.

Klassik ohne Prospektwerbung

Wenn man nun noch – wiederum nach Focus-Größenordnungen – die Prospektwerbung herausrechnet, um klassisches Above-the-Line-Werbevolumen mit Digitalriesen zu vergleichen, wird das Verhältnis noch ein bisschen drastischer: Fast 42 Prozent Marktanteil entfallen auf internationale Digitalriesen, Print insgesamt kommt kaum auf 28 Prozent (davon fast 17 Prozentpunkte Tageszeitungen), das Fernsehen liegt knapp unter 18 Prozent Marktanteil.

Digitalsteuer und Digitalförderung

Die Einnahmen aus der Digitalsteuer liegen mit 56,6 Millionen deutlich über den zunächst prognostizierten 20 Millionen Euro. Die Steuer soll auch die für 2021 angekündigte Digitaltransformationsförderung finanzieren, die laut Begutachtungsentwurf 15 Millionen pro Jahr betragen soll, 2021 zusätzlich einmalig 19 Millionen nachträglich für 2020.

E-Commerce im DACH-Raum überspringt erstmals 100 Milliarden Euro

Erstmals hat der E-Commerce allein mit Waren, die an Endverbraucher verkauft werden, in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Jahr 2020 ein konsolidiertes Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro (inklusive Umsatzsteuer) erreicht. Der deutschsprachige E-Commerce setzt damit mehr um als jeder andere Sprachraum in Europa. Pro Kopf wurde in den drei Ländern im Mittel etwa für 1000 Euro im Jahr bestellt – deutlich mehr als beispielsweise in Frankreich (67 Millionen Einwohner und etwa 46,4 Milliarden Euro vergleichbares E-Commerce-Volumen), aber noch erheblich weniger als in England (82,6 Milliarden Euro Marktvolumen, ca. 1233 Euro pro Kopf und Jahr). Zusammen bringen es die deutschsprachigen Märkte auf ein Viertel des E-Commerce-Warenumsatzes in den USA.

Prozentual am Stärksten fiel das Wachstum 2020 in der Schweiz mit einem Sprung um 27,9 Prozent aus, gefolgt von Österreich (+17,4 Prozent) und Deutschland (+14,6 Prozent). Der Anteil des E-Commerce am Einzelhandel steigt in allen drei Märkten weiterhin konstant an.

Das Einkaufsverhalten in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Dabei unterscheiden sich Deutschland, Österreich und die Schweiz im Einkaufsverhalten durchaus. Um die Unterschiede in den Ländern darzustellen, haben die Branchenverbände Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh), Handelsverband – Verband österreichischer Handelsunternehmen sowie Verband des HANDELSVERBAND.swiss die Zahlen verglichen.

Die Verbraucher in der Schweiz kauften in 2020 Waren für 13,1 Milliarden Schweizer Franken (umgerechnet 11,84 Milliarden Euro, +27,2 Prozent) online ein. Die Online-Einkäufe haben sich somit innerhalb von sechs Jahren verdoppelt. Die Branche in Österreich konnte im Vorjahr erstmals mehr als 8,5 Milliarden Euro im E-Commerce erwirtschaften. Der über mobile Endgeräte generierte Umsatz hat sich um mehr als 50 Prozent erhöht – mehr als in Deutschland, wo das Volumen nur um 11,1 Prozent stieg. Allerdings liegt der Anteil des Mobile Commerce am gesamten E-Commerce-Umsatz hierzulande mehr als doppelt so hoch wie in Österreich. In Deutschland liegen die Online-Umsätze mit Waren für 2020 bei 83,3 Milliarden Euro. Dies ergibt einen prozentualen Anstieg von 14,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2019.

Rainer Will, Geschäftsführer des österreichischen Handelsverbands: „Der Online-Handel ist im Corona-Jahr 2020 in Österreich mit 17,4 Prozent so stark gewachsen wie nie zuvor. Damit hat die Pandemie den E-Commerce hierzulande noch weit stärker befeuert als in Deutschland. Mittlerweile shoppen alle Altersklassen im Internet und das wird auch nach Covid-19 so bleiben. Der Trend zum regionalen Einkauf hält ebenfalls an – eine große Chance für die Webshops der DACH-Region, mit europäischer Qualität zu überzeugen.“

Welche Branchen profitieren am meisten?

Während in Deutschland das Fashion-Segment trotz der anfänglichen Schwäche seinen Abstand auf die ehemals führende Haus- und Heimelektronik (Braune und Weiße Ware sowie Telekommunikation) ausbauen konnte, ist in der Schweiz genau der gegenteilige Effekt eingetreten. Erneut wurde in der Schweiz online deutlich mehr in der Kategorie Heimelektronik bestellt. Ein Umsatzvolumen von über 3 Milliarden Schweizer Franken (+48 Prozent) macht diesen Bereich umsatzmäßig zum beliebtesten Onlinehandels-Sortiment. In Deutschland erreichten die entsprechenden Sortimente ein konsolidiertes Volumen von 20,5 Milliarden Euro, 12,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Bekleidung und Schuhe hingegen wurden in der Schweiz für 2,5 Milliarden Schweizer Franken (+15 Prozent) online eingekauft. Die deutschen Verbraucher haben online in 2020 für 21,2 Milliarden Euro (+13,2 Prozent) Bekleidung und Schuhe gekauft.

Filmförderung: Deutschland will mehr große Serien anlocken

Mit mehr Bundesförderung soll die Produktion großer Serien wie den in weiten Teilen in Berlin gedrehten Netflix-Erfolg „Das Damengambit“ verstärkt nach Deutschland gelockt werden. Nach einer neu gefassten Richtlinie kann mit bis zu zehn Millionen Euro künftig ein Viertel der in Deutschland entstehenden Kosten durch Bundesmittel abgedeckt werden.

„Deutsche oder europäische Prägung“ förderwürdig

„In Deutschland produzierte Serien sind weltweit erfolgreich. Sie stehen für authentische, fesselnde Stoffe, großartige Talente und innovative Erzählformen“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Förderhöchstsumme des German Motion Picture Fund sei von vier auf zehn Millionen Euro erhöht worden, „um auch für hoch budgetierte Serien einen attraktiven Produktionsstandort bieten zu können“.

Voraussetzung sei, dass die Produktion eine besondere deutsche oder europäische Prägung nachweisen könne.

Die besondere deutsche oder europäische Prägung will der Bund durch einen „kulturellen Eigenschaftstest“ sicherstellen, heißt es in der Richtlinie (PDF-Datei). Ziel ist, teure Serien wie etwa die Netflix-Serie „1899“ der „Dark“-Macher in Deutschland zu halten oder hierherzuholen.

Tourismusbranche initiiert Kampagne mit 13 Ländern

Die Reiselust der Österreicher ist groß, nicht minder groß ist aber auch der Informationsbedarf hinsichtlich Reisebe- und einschränkungen. Aus eben diesem Grund haben das Corps Touristique Austria und Oruvision eine Kommunikationskampagne initiiert, in der die teilnehmenden Destinationen den großen Informationsbedarf decken.

Mit Frankreich, Israel, Italien, Katalonien, Kroatien, Malta, Polen, Portugal, der Schweiz, Slowenien, der Tschechische Republik, Tunesien und Visit USA nahmen 13 Mitglieder des CTA an dieser Kommunikationsaktion teil. Somit werden im Aktionszeitraum März und April über die Oruvision-Flächen gesamt 512.000 Werbeminuten – für die teilnehmenden Ländervertretungen ergeben sich pro Destination rund 128.000 Wiederholungen, die nach dem Zufallsprinzip gleichermaßen verteil angezeigt werden – mit 1,5 Millionen Werbewiederholungen und 7,3 Millionen Brutto-Kontaktchancen ermöglicht.

„Auch, wenn die Reisebüros derzeit nicht geöffnet sind, können sich die Kunden dennoch am Point of Sales, an dem der Content beworben werden, informieren. Da die meisten Screens in unmittelbarer Nähe systemrelevanter Geschäftslokale wie Supermarkt, Bankomat, Haltestellen u.v.m. platziert sind, ist auch im Lockdown eine große Aufmerksamkeit garantiert“, erläutert Oruvison-Geschäftsführer Mahmut Orucoglu.

‚MediaMagazin‘ mit Relaunch

Das „MediaMagazin“, das seit über 10 Jahren seine Leser mit Trends und News aus der Welt der Technik versorgt, präsentiert sich mit der neuen Ausgabe ab April 2021 in einem frischen Erscheinungsbild. Inhaltlich legt das Magazin künftig einen noch stärkeren Schwerpunkt auf Ratgeber-Geschichten. „MediaMarkt steht für starke Beratungs- und Servicekompetenz und digitalen Lifestyle. Diese Kompetenz unterstreichen wir mit Freude und Leidenschaft auch mit unseren redaktionellen Magazin-Inhalten“, so Andreas Höglinger, Marketing Director von MediaMarkt Österreich. Auch der Markenkern von MediaMarkt, der für Vergnügen im Umgang mit Consumer Electronics steht, wird durch konsequentes Storytelling transportiert. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde die Struktur des Magazins überarbeitet. Einen Neuanstrich hat auch das Layout des Magazins erfahren: Das Design wurde modernisiert, der Bildanteil erhöht. Bei der Typografie spielt die markante Schrift von MediaMarkt eine zentrale Rolle. Höglinger dazu: „Unser Magazin ist das Herzstück unserer umfassenden Content Marketing Aktivitäten. Wir freuen uns neben der redaktionellen Neuausrichtung über den frischen, neuen Look unseres reichweitenstarken Magazins, das gleichzeitig die Brücke zum starken Markenauftritt von MediaMarkt schlägt.“

„Suez Canal Simulator“ lässt Schicksal von gestrandetem Schiff nachspielen

Fast eine Woche lang konnte der Suezkanal nicht befahren werden, weil ein Containerschiff ihn blockierte. Am 29.3. konnte der gestrandete Frachter freigelegt werden, seitdem ist der Verkehrsweg wieder offen. Einen Spieleentwickler hat das nun zu einem Spiel zu dem Thema inspiriert: dem Suez Canal Simulator. Das Spiel soll am 20. April erscheinen und Spielern ermöglichen, mit Wasserfahrzeugen über den Suezkanal zu fahren und womöglich auch das Schicksal des verunglückten Containerschiffs Ever Given nachzustellen.

Insgesamt sollen „600 Kilometer ununterbrochene Schiffswege“ für „hunderte Spielstunden Vergnügen“ sorgen. Neben dem Suezkanal sollen auch Routen im „Mittelmeer oder im Roten Meer“ verfügbar gemacht werden. Die Idee für das Spiel dürfte allerdings erst durch die aktuellen Ereignisse entstanden sein und sich in einer frühen Entwicklungsphase befinden: So zeigen bisherige Screenshots noch sehr unscharfe Texturen.

Der Entwickler kündigte bereits jetzt eine Erweiterung an, die im August erscheinen und den Namen Panama Canal Simulator tragen soll. Zudem fragte er nach Unterstützern, die dabei helfen wollen, Schiffe nachzubauen, „die den Suezkanal befahren“. Diese sollen als DLC in das Spiel integriert werden, wobei offen sei, ob das kostenpflichtig oder nicht geschehen soll.

ORF nahm 313,7 Millionen Euro mit kommerziellen Tätigkeiten ein

Den größten Teil der ORF-Einnahmen machen die GIS-Gebühren aus: Die Programmentgelte für den öffentlich-rechtlichen Milliardenkonzern brachten 2020 fast 645 Millionen. Die kommerziellen Aktivitäten des ORF steuerten 2020 insgesamt weitere 313,7 Millionen bei, geht aus dem Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht an den Nationalrat hervor.

Die 313,7 Millionen Euro sind deutlich weniger als 2019 – da meldete der ORF in seinem Jahresbericht noch 355,4 Millionen aus kommerziellen Tätigkeiten.

Woher kommt der Rückgang?

Werbeumsätze in TV und Radio sanken laut ORF-Jahresberichten von 203,3 Millionen Euro 2019 auf nun 181,9 Millionen.

Onlinewerbeumsätze stiegen von 16,1 auf 18,4 Millionen Euro.

Sonderwerbeformen gingen von 39,3 auf 32,4 Millionen zurück – wohl auch ein Effekt der 2020 verschobenen Sportgroßevents Fußballeuropameisterschaft und Olympische Spiele.

Werbung erklärt rund 26 Millionen des Rückgangs der kommerziellen Einnahmen ingesamt um 41,7 Millionen Euro seit 2019. Einnahmen aus Koproduktionen spielten im Corona-Jahr 2020 zudem deutlich weniger ein.

Koproduktionen und Lizenzen gingen um neun Millionen zurück – sie brachten 2020 15,9 Millionen nach 25 Millionen 2019. 8,2 Millionen brachten Koproduktionen mit anderen Rundfunksendern – nach 14,2 Millionen im Jahr zuvor.

Die Einnahmen aus Programmverwertung blieben mit 11,5 Millionen Euro praktisch stabil gegenüber 2019. Darunter fallen in der ORF-Definition 6,1 Millionen aus „medialer Verwertung“ (das sind üblicherweise Zahlungen der Lotterien für Lotto-Sendungen, 2019 waren das noch 7,5 Millionen Euro), drei Millionen von Kabelnetzen für die Einspeisung von ORF-Programmen, weitere 2,4 Millionen kamen 2020 laut ORF aus Panorama TV, Verwertungsgesellschaft Rundfunk und „sonstige Verwertungen“ (2019: 1,3 Millionen).

Smartcards brachten dem ORF 2020 etwas weniger als 2019 – 12,2 Millionen Euro nach 13,5 Millionen im Jahr zuvor.

Für Kurzarbeit im Corona-Jahr erhielt der ORF laut Jahresbericht 4,5 Millionen Euro vom AMS.

Geld aus Immo-Verkauf und Casinos

2020 verkaufte der ORF ein Wohnhaus in der Argentinierstraße im vierten Wiener Bezirk. Die Einnahmen aus dem Immobiliengeschäft weist der ORF in seinem Jahresbericht gemeinsam mit den Ausschüttung seiner Casinos-Austria-Beteiligung und der kommerziellen ORF-Sendertochter ORS-comm (Simpli) aus: 23,2 Millionen insgesamt 2020 nach 17,1 Millionen 2019 ohne Immo-Verkauf.

Kostenpunkte

Simpli/ORS-comm werden im Jahresbericht aber auch 17,3 Millionen Euro kommerzielle Kosten zugeordnet.

Klassikportal Fidelio: 900.000 Euro an kommerziellen Kosten weist der Jahresbericht auch für die 50-Prozent-Beteiligung an der Klassikstreamingplattform Fidelio aus, Partner ist hier die Unitel (Beta Film).

Das Streamingportal Flimmit wird mit 600.000 Euro kommerziellen Kosten im Jahresbericht geführt.

Deliveroo legt bei Börsengang in London Bauchlandung hin

Es hätte einer der größten Börsengänge der letzten Jahre an der London Stock Exchange werden sollen. Doch der Gang aufs Parkett ging für den britischen Lieferdienst Deliveroo daneben. Vom Absturz der Deliveroo-Papiere war auch die Konkurrenz betroffen.

Zwischen 3,90 und 4,60 britischen Pfund hatten die Emissionsbanken den Ausgabepreis für die Deliveroo-Aktie festgelegt, doch nach Handelsstart am 31.3. gab es kein Halten mehr. Unmittelbar nach Öffnung der Londoner Börse fiel der Kurs des Papiers um fast 30 Prozent – und erholte sich danach nur wenig. Damit wurden binnen weniger Stunden rund zwei Milliarden Pfund Marktkapitalisierung „ausgelöscht“, wie es die britischen Medien formulierten. Betroffen sind davon auch geschätzte 70.000 Deliveroo-Kunden, die im Vorfeld des Börsenganges ein Angebot wahrgenommen hatten, zum Kleinaktionär zu werden und sich für einen Aufpreis von 50 Pfund auf ihre Essensrechnung an dem Lieferdienst zu beteiligen.

Bereits im Vorfeld des Börsengangs war spekuliert worden, dass die ehrgeizigen Pläne von Deliveroo-Gründer William Shu von anhaltenden Protesten der Auslieferfahrer durchkreuzt werden könnten. Die fordern von Deliveroo bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld. Das „Handelsblatt“ hatte spekuliert, die Proteste könnten dafür sorgen, dass der Firmenwert um bis zu 950 Millionen Pfund sinkt. Kritisch aufgenommen wurden auch die Pläne von Firmengründer Shu, durch Einführung zweier Klassen von Wertpapieren auch nach dem Börsengang die Kontrolle über das Unternehmen zu behalten.

Der Absturz der Deliveroo-Papiere ging auch an den Wettbewerbern nicht vorbei. Der Kurs von Just Eat Takeaway, zu dem in Deutschland Lieferando gehört, gab 31.3. ebenfalls kurzfristig um rund sieben Prozent nach, erholte sich im weiteren Verlauf des Handels aber wieder. Dabei betrifft das Problem, das Deliveroo mit seinen Fahrern in Großbritannien hat, Just Eat Takeaway eigentlich nicht wirklich. Die Deliveroo-Fahrer, die auch am Mittwoch protestierten, fordern eine Behandlung als Mitarbeiter und feste Arbeitszeiten. Deliveroos Umgang mit ihnen könnte als „sozial unethisch“ eingestuft werden, was Großinvestoren den Einstieg bei Deliveroo erschweren könnte, denn deren interne Regeln sehen oft vor, nur bei Firmen zu investieren, die Sozialstandards einhalten.

Apple steigt bei United Masters ein

Apple beteiligt sich an einem Start-up, das den großen Musikkonzernen den Kampf angesagt hat. Die Firma United Masters sammelte in ihrer jüngsten Finanzierungsrunde 50 Millionen Dollar (etwa 42,6 Millionen Euro) ein – der iPhone-Konzern war dabei der führende Investor. Insgesamt sei das New Yorker Start-up dabei mit 350 Millionen Dollar bewertet worden. Apple bekommt damit einen substanziellen Anteil.

Gründer Steve Stoute will mit United Masters Künstlern eine Alternative zu Verträgen mit traditionellen Plattenfirmen wie Universal Music bieten. Aktuell hätten Musiker, die bei den großen drei der Branche unter Vertrag stünden, immer noch einen Vorteil gegenüber unabhängigen Künstlern, kritisierte Stoute am Mittwoch. Er hoffe, dass die strategische Partnerschaft mit Apple nach dem Deal dies ändern werde. „Solche Veränderungen brauchen aber Zeit“, schränkte er ein. United Masters werde inzwischen von einer Million unabhängiger Musiker genutzt.

Sprungbrett

Für Künstler würden Einnahmen, die über Erlöse aus dem reinen Geschäft mit Musikaufnahmen hinausgingen, immer wichtiger, betonte Stoute. Er selbst war früher bei Sony Music, einem der großen Plattenlabel. „Ich war am Soundtrack für den Film ‚Men in Black‘ beteiligt, wir setzten zehn Millionen Tonträger ab, und das war ein großer Erfolg. Aber die Sonnenbrille, die Will Smith in dem Film trug, verkaufte sich noch besser.“ Inzwischen sei das Konzept, die Musik als Sprungbrett für weitere Geschäfte wie Fanartikel oder Konzerttickets zu nutzen.

Apple gilt als die Nummer zwei im Musikstreaming. Marktführer Spotify hat nach jüngsten Angaben 345 Millionen Nutzer, von denen 155 Millionen zahlende Abokunden sind. Apple Music kam bis Sommer 2019 ohne eine Gratisversion auf 60 Millionen Abokunden und legte seitdem keine neuen Zahlen mehr vor.

Starker Auflagenrückgang bei Anzeigenblättern durch Corona

Die Auflage von kostenlosen Anzeigenblättern in Deutschland ist nach Verbandsangaben wegen der Corona-Pandemie stark rückläufig. Die Gesamtauflage der kostenlosen Wochenzeitungen sei 2020 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 30 Prozent zurückgegangen, teilte der Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA) in Berlin mit.

Grund sei ein „dramatischer Umsatzrückgang“ infolge der Corona-Krise, in der viele Anzeigen storniert oder erst gar nicht gebucht worden seien. „Die ausschließlich werbefinanzierte lokale Mediengattung fordert dringend wirksame staatliche Unterstützung“, hieß es weiter. Der Verband will Soforthilfe. 20 Prozent des Auflagenrückgangs sind nach Verlagsangaben dauerhaft. Das entspreche etwa 14 Millionen Exemplaren pro Woche.

Gemeinsamer Vermarkter von FAZ und SZ geht an den Start

Am 1. April 2021, fiel der offizielle Startschuss für Republic, dem in Berlin ansässigen Gemeinschaftsunternehmen von ‚Frankfurter Allgemeine Zeitung‘ und ‚Süddeutscher Zeitung‘. Ab sofort wird das überregionale Werbeinventar der beiden überregionalen Tageszeitungen gemeinsam vermarktet.

Die von Republic vermarkteten Medien erreichen 75 Prozent der Spitzenvertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung in Deutschland (Elite-Panel 2020, Institut für Demoskopie Allensbach) und 54 Prozent aller Entscheider (LAE 2020)

Gleichberechtige Geschäftsführer des Joint Ventures sind Jürgen Maukner und Ingo Müller, sie verantworten gemeinsam die Bereiche Sales sowie Finance & Operations. Jürgen Maukner verantwortet zusätzlich Rubriken sowie Data & Business Analytics, Ingo Müller verantwortet Solutions, Brands & Products sowie Digital. Lars Monschau, bisher bei der FAZ, leitet bei Republic den Bereich Finance & Operations. Den nationalen Sales leitet Jens Spengler, ebenfalls von der FAZ. Nina Fürst von der SZ steht dem Bereich International Sales vor. Und Stefan Innerhofer von der SZ verantwortet die Themen Data & Business Analytics.

Republic ist für die crossmediale Vermarktung der beiden Einzelmarken sowie die Vermarktung in der Kombination verantwortlich – von Themenumfeldern über individuelle Content-Lösungen bis hin zu Kombinationsangeboten.

Möbelhändler Home24 rechnet nach Rekordjahr weiter mit deutlichen Zuwächsen

Online-Shopping bleibt für Händler in der Coronavirus-Pandemie ein sicheres Geschäft. Home24 hat von der Krise 2020 profitiert und erwartet dies auch für 2021.

Schon für das erste Quartal 2021 meldet das Unternehmen einen kräftigen Schub. So verzeichnete es für die Monate Januar bis März einen währungsbereinigt rund 73 Prozent höheren Auftragseingang als vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie ein Jahr zuvor. Die Steigerung in Europa lag bei etwa 80 Prozent, in Brasilien bei 48 Prozent.

Home24 will weiter viel Geld in den Ausbau des Geschäfts stecken. Dennoch soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und Sondereffekten auch 2021 im schwarzen Bereich liegen. Unter dem Strich schrieb Home24 auch 2020 noch rote Zahlen: Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte der Verlust aber von gut 66 Millionen auf rund 16 Millionen Euro.

Online-Shopping ist in der Coronavirus-Pandemie für viele Menschen die einzige Möglichkeit neue Gegenstände zu erwerben. Auch hauptsächlich stationäre Händler haben häufig kaum eine andere Möglichkeit als den Aufbau eines Online-Geschäfts zu forcieren, um weiterhin Waren anbieten zu können. Deshalb wird unter anderem befürchtet, dass Einzelhändler in Innenstädten zunehmend aufgeben könnten. In der Politik, aber auch im Handel, wird schon vereinzelt dafür geworben, den zu erwartenden Wandel in den Innenstädten progressiv zu begleiten.

Twitter: Livestreaming-App Periscope endgültig eingestellt

Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte Twitter angekündigt, seine Live-Streaming-App für Smartphones Periscope im März 2021 einstellen zu wollen. Unter anderem hätten sinkende Nutzerzahlen dazu geführt, dass die Weiterführung des Projekts wirtschaftlich nicht mehr rentabel sei. Nun hat das Unternehmen seine Ankündigung in die Tat umgesetzt: Die Periscope-App ist nicht mehr in den Stores verfügbar.

„Wir hoffen, euch alle live bei Twitter wiederzusehen“, heißt es in einem Abschieds-Tweet des Periscope-Teams vom gestrigen Mittwoch. Denn Live-Videoübertragungen werden über die Twitter-App auch weiterhin möglich sein. Die wichtigsten bisherigen Periscope-Funktionen seien in die Hauptanwendung übertragen worden, heißt es im Blogeintrag zum Periscope-Aus von vergangenem Jahr. Im Anschluss an die Ankündigung war noch eine letzte Version der Periscope-App erschienen; das Anlegen neuer Konten war darin jedoch schon nicht mehr möglich gewesen.

Linkedin arbeitet an einer Clubhouse-Konkurrenz

Der Live-Audio-Trend flacht nicht ab, auch Linkedin plant ein eigenes Feature. Das soll sich vor allem durch die Zielgruppe des Karriere-Netzwerks von der Konkurrenz abheben.

Erst vor einigen Tagen wurde verkündet, dass Spotify Betty Labs, die Firma hinter der Audio-App Locker Room, geschluckt hat. Die konzentriert sich bislang auf Live-Sport, soll nun aber zur Clubhouse-Konkurrenz werden. Twitter ist mit einer Beta-Version von Twitter Spaces am Start, Facebook arbeitet noch ein einem Produkt.

Der neueste Hut im Ring stammt vom Karriere-Netzwerk Linkedin, wie „Techcrunch“ berichtet. Für das neue Live-Audio-Feature laufen derzeit „frühe Tests“. Von der Konkurrenz will man sich vor allem durch die Linkedin-Zielgruppe abheben, der Ausrichtung der gesamten Plattform folgend sollen User das Feature vor allem in ihrer „professionellen Rolle“ nutzen.

Laut einer Sprecherin von Linkedin gehe man der Entwicklung einer eigenen Clubhouse-Konkurrenz nach, weil die aus rund 740 Millionen Usern bestehende Community sich weitere Möglichkeiten zur Kommunikation innerhalb der Plattform wünsche.

Axel Springer übernimmt Gratisbroker

Axel Springer, Berlin, erwirbt über seine Finanz-Informations-Plattform finanzen.net den Münchner Neobroker Gratisbroker. Die Geschäftsführung des Unternehmens übernehmen Malte Rubruck, Gründer und jetziger CEO von Gratisbroker, sowie die finanzen.net-Gründer Jens Ohr und Peter Schille, die aus der Geschäftsführung der Plattform bekanntlich ausscheiden. Neuer finanzen.net-GF wird Maximilian von Richthofen. Alle Gründer und Mitarbeiter von Gratisbroker bleiben Teil des Teams.

Gratisbroker ist im November 2019 am Markt gestartet und bietet Nutzern die Möglichkeit, gebührenfrei Wertpapiere zu handeln. Finanzen.net ist mit monatlich 7,17 Millionen Unique Usern (Agof)) das reichweitensstärkste Finanzportal in der DACH-Region.

Sky schafft Unterbrecherwerbung bei Serien und Shows ab

Für die Kunden von Sky ist das eine gute Nachricht. Die Werbeblöcke beim Pay-TV-Sender waren zwar nie sonderlich lang, aber wenn man schon für einen Fernsehsender bezahlt, sollte man ja meinen, dass sich wenigstens die Werbung in Grenzen hält. „Mit dem Launch von Sky Comedy und Sky Crime am 1. April haben wir auch die Werbeunterbrechung bei Sky One und Sky Krimi abgeschafft und bieten nun auf all unseren Entertainment und Cinema Sendern unterbrechungsfreie Programme. Damit möchten wir unseren Kunden ein noch besseres TV-Erlebnis bieten“, heißt es von einem Sendersprecher auf Anfrage.

Bei der Einführung der Unterbrecherwerbung erklärte man noch, man führe sie auch deshalb ein, weil man dadurch besser Programmpromotion betreiben könne – und das eigene Programm habe man schließlich stark ausgebaut. Sky verwies damals auf ohnehin in den Serien eingebaute Unterbrechungen in der Dramaturgie, etwa weil sie zuvor im Free-TV gelaufen waren. Das alles wirft man jetzt über Bord und erklärt, man wolle den Kunden ein besseres TV-Erlebnis bieten.

VW nennt sich nun (auch) „Voltswagen“

Volkswagen heißt – zumindest in den Vereinigsten Staaten – in Zukunft „Voltswagen“.

E-Autos sollen zukünftig mit einem hellblauen VW-Logo auf den Straßen erkennbar werden, wenngleich die Verbrennungsmotoren des deutschen Autoherstellers weiterhin in Dunkelblau gehalten werden. In der Pressemitteilung kommt auch Scott Keogh, seines Zeichens CEO der Volkswagen Group of America, zu Wort: „Wir tauschen vielleicht unser K gegen ein T aus, aber was wir nicht ändern, ist das Bekenntnis dieser Marke dazu, die besten Fahrzeugen ihrer Klasse für Fahrer und Menschen überall zu bauen.“

Facebook startet globalen Media-Pitch

Facebook überprüft offenbar seine weltweiten Mediaagentur-Beziehungen: Wie die amerikanischen Branchendienste AdAge und Campaign US übereinstimmend berichten, startet der Tech-Gigant einen globalen Pitch, der von dem Beratungsunternehmen ID Comms begleitet wird. Das Gesamtvolumen des Mediaetats beträgt demnach 750 Millionen Dollar. Die Etathalter Dentsu und Mindshare nehmen an dem Pitch teil.

639.000 Personen sahen Formel-1-Auftakt bei Servus TV

Im Schnitt sahen 639.000 Personen ab dem Alter von zwölf Jahren das Rennen in Bahrain. Insgesamt zeigte der Privatsender rund vierzehn Live-Stunden von Freitag bis Sonntag im TV, wobei neben dem Saisonauftakt der Formel 1 auch die MotoGP übertragen wurde.

Die neue Servus-TV-Sportplattform verzeichnete am Motorsportwochenende insgesamt 1,5 Millionen Aufrufe über Web, Smart-TV-Apps und Mobile-Apps. „Ich hoffe, dass wir die Formel-1-Fans auch langfristig von unserem Produkt überzeugen werden, wie uns das auch bei der MotoGP gelungen ist“, meinte Wegscheider. Servus TV teilt sich die Free-TV-Rechte an der Motorsport-„Königsklasse“ mit dem ORF. Beide Sender zeigen je zwölf Rennen.

Spotify: Mehr Offline-Inhalte auf mehr Geräten

Spotify gibt die bisherigen Beschränkungen bei der Nutzung von Offline-Inhalten auf. Auf Nachfrage bestätigte Spotify, dass Premium-Abonnenten künftig mehr Lieder je Gerät offline nutzen können. Zudem wurde die Menge der Geräte erhöht, auf denen mit einem Abo Offline-Inhalte genutzt werden können.

Bei Abschluss eines kostenpflichtigen Spotify-Premium-Abos gibt es die Möglichkeit, die Songs und Alben für eine Offline-Nutzung etwa auf dem Smartphone zu speichern. Damit stehen diese Inhalte auch dann bereit, wenn keine Internetverbindung besteht. Bisher waren Offline-Inhalte auf bis zu drei Geräten erlaubt, künftig können Offline-Inhalte auf bis zu fünf Geräten pro Spotify-Konto abgelegt werden.

Zudem wurde die Anzahl der herunterladbaren Lieder erhöht. Bisher waren 3.333 Lieder je Gerät erlaubt. Dieser Wert wurde verdreifacht, so dass nun bis zu 10.000 Songs pro Gerät gespeichert werden können. Vor allem Hörspiele oder Hörbücher haben oftmals sehr kurze Stücke, die auch mal nur eine halbe Minute lang sein können, so dass diese Kundengruppe entsprechend viele Lieder offline nutzen können muss. Aber auch alle anderen profitieren davon, dass drei Mal so viel Inhalte wie bisher auf dem Gerät abgelegt werden können.

Im Juli 2018 hat die Spotify-App ein Update erhalten, mit dem sich der Cache der Spotify-App einzeln löschen lässt. Bisher konnten nur alle gespeicherten Daten der App gelöscht werden. Dann verlor der Nutzer aber auch alle heruntergeladenen Daten – und das ist meist nicht erwünscht.

In den Einstellungen gibt es einen neuen Eintrag, der anzeigt, wie viel Speicherplatz von der Spotify-App belegt wird. Dabei wird zwischen den Offline-Inhalten sowie den Cache-Daten unterschieden. In dieser Ansicht kann der Nutzer gezielt die Cache-Daten löschen und die Offline-Inhalte behalten. Die Cache-Daten können bei Nutzern schon mal einige GByte ausmachen, die eigentlich nicht benötigt werden.

T-Mobile US baut Partnerschaft mit Google aus

Der US-Mobilfunker T-Mobile erweitert seine Kooperation mit Google. Die bisherigen Live-TV-Dienste werden eingestellt und stattdessen YouTube TV und YouTube Premium im Rahmen einer erweiterten Partnerschaft mit Google-Mutterkonzern Alphabet angeboten, teilte das Unternehmen mit.

Die Live-Plattformen werden abgeschaltet. Bisherige Kunden können den ersten Monat YouTube TV kostenfrei nutzen. Danach werde der neue Kanal für 54,99 Dollar (46,67 Euro) im Abo erhältlich sein, der Preis liege rund zehn Dollar unter dem regulären Preis, erklärte die Telekom-Tochter. Im Rahmen des Deals biete T-Mobile US Android-Nutzern auch weitere Dienste wie Messages by Google und Google One an.

BMW will Audi als Partner beim FC Bayern ablösen

BMW will Audi als Automobilpartner des FC Bayern München ablösen. So hat der Fußballclub bereits eine Absichtserklärung abgegeben, wonach der Münchner Autobauer Audi spätestens im Jahr 2025 ablöst. Eine Bestätigung gab es am 28.03. nicht.

BMW soll die Anteile von Audi beim deutschen Fußball-Rekordmeister übernehmen. Wie die langjährigen FCB-Partner adidas und Allianz hält auch Audi 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG. Als jährliche Summe eines BMW-Deals wird über einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag spekuliert.

Wie das Blatt weiter berichtet, versucht der FC Bayern München derzeit den Wechsel zu BMW zu beschleunigen. Demnach soll der Einstieg schon Mitte 2019 erfolgen. Die Zusammenarbeit mit Audi ist allerdings noch bis ins Jahr 2025 datiert.

DAZN verlängert Vertrag mit der Major League Baseball

Bereits am 1. April startet die neue Saison in der amerikanischen Major League Baseball (MLB). Deutsche Fans der Liga haben nun Gewissheit: Wie schon in den Jahren zuvor, werden ausgewählte Matches beim Streamingdienst DAZN zu sehen sein. Eine entsprechende einjährige Vertragsverlängerung bestätigte der Dienst. Die Vereinbarung umfasst nicht nur Deutschland, sondern auch Österreich und die Schweiz.

Die MLB ist eine der vier großen US-Sportligen. Alle sind in Deutschland bei DAZN beheimatet, neben den Profi-Baseballern zeigt der Dienst auch Eishockey aus der NHL, Baseball aus der NBA und Football aus der NFL. Auch einige Collegen-Ligen sind bei DAZN daheim.

USA drohen Österreich wegen Digitalsteuer mit Strafzöllen

Die US-Regierung droht Österreich und fünf weiteren Staaten mit Strafzöllen wegen ihrer Digitalsteuern. Dies geht aus einer von der US-Handelsbeauftragten Katherine Tai veröffentlichten Mitteilung hervor. Die Digitalsteuern von Österreich, Indien, Italien, Spanien, der Türkei und dem Vereinigten Königreich würden US-Unternehmen diskriminieren und belasten. Sie entsprächen zudem nicht internationalen Steuerprinzipien.

Tai betonte, dass sich die USA weiterhin für einen „internationalen Konsens“ über die betreffenden Steuerfragen im Rahmen der OECD engagierten. In der Zwischenzeit würde sich Washington aber seine Optionen offenhalten, „einschließlich der Verhängung von Zöllen“. Gegen Brasilien, Tschechien, die EU und Indonesien würden die US-Untersuchungen eingestellt, da diese keine Digitalsteuern beschlossen hätten, hieß es weiter.

Die Untersuchungen waren im vergangenen Juni, noch unter US-Präsident Donald Trump, eingeleitet worden. Tais Vorgänger Robert Lightizer ließ wenige Tage vor dem Amtsende Trumps Berichte veröffentlichen, in denen der Daumen über die Steuerpläne Österreichs und der fünf anderen Staaten gesenkt wurde. Auf Basis dieser Berichte droht die Regierung des neuen US-Präsidenten Joe Biden nun konkret mit Strafzöllen.

DAZN überträgt Serie A – Millionen-Deal in Italien

Für rund 840 Millionen Euro je Spielzeit bekam der Anbieter den Zuschlag für den Zeitraum von drei Jahren, teilte die Liga mit. DAZN bekam dafür das exklusive Übertragungsrecht für sieben und das co-exklusive für drei Partien je Spieltag. Letztere dürfte sich der Streamingdienst mit dem Bezahlsender Sky (Italia) teilen, mit dem laut Serie A noch verhandelt wird. Die Quintessenz: Fans in Italien können alle Spiele bei DAZN sehen.

Rennen um Sportrecht Euro 2024 und ÖSV

Euro 2024 und 2028: Die Uefa hat die Rechte an den Fußballeuropameisterschaften 2024 und 2028 sowie Spiele der Nationalmannschaft in der Zeit ausgeschrieben. Die deutsche Telekom/Magenta soll für TV-Rechte an Deutschland 2024 im Heimmarkt bis zu 250 Millionen Euro ausgegeben haben. Die Großevents könnten Servus TV interessieren – auch wenn Mitbewerber Coca-Cola sie sponsert.

Skiverband ÖSV: Der Skiverband hat vor wenigen Wochen den Ausschreibungsprozess für die alpinen, nordischen, Snowboard- und Freestyle-Rechte ab 2022/23 für fünf Jahre begonnen – die in Österreich wohl wichtigsten und quotenstärksten Sportrechte, bisher liegen sie beim ORF. Der „Kurier“ schätzte ihren Wert zuletzt auf 70 Millionen Euro.

Fußballbundesliga: Der erste exklusive Vierjahresvertrag von Sky für die österreichische Fußballbundesliga neigt sich auch langsam seinem Ablaufdatum zu: 2018/19 bis 2021/22 deckt er ab, vereinbart wurden 34 Millionen Euro pro Saison. Es gibt eine Option auf Verlängerung mit Sky für weitere vier Jahre um je 42 Millionen Euro. Die Liga soll sich aber auch nach möglichen Alternativen umsehen.

ORF-Angebot „wird nicht weiter überraschen“

Bei den Veranstaltern/Verbänden – Uefa, ÖSV, Bundesliga – hält man sich auf Anfrage bedeckt zu laufenden oder anstehenden Ausschreibungen.

Der ORF, bei dem die ÖSV-Rechte und die Spiele der Nationalmannschaft liegen, wird naturgemäß wieder mitbieten. Sportchef Hans Peter Trost lässt ausrichten: „Es wird nicht weiter überraschen, dass der ORF ein Angebot für die angesprochenen Ski-Rechte abgegeben hat. Das gilt auch für die Rechte an den Euros 2024 und 2028 sowie Spiele der Nationalmannschaft in diesem Zeitraum.“

Big Spender Mateschitz

Wird der neue Big Spender der Sportrechte, Dietrich Mateschitz‘ Servus TV, nach Formel 1, Champions League, Europa League und Tennisrechten vor allem mit Dominic Thiem auch bei diesen anstehenden, gewaltigen Einkaufsmöglichkeiten mitbieten? Man könnte schon darauf wetten.

Die Frage nach Interesse an diesen Sportrechten beantwortete Servus TV am Freitag mit dem üblichen Wording: Man äußere sich nicht über Vergaben, sei aber „stets an attraktiven Sportrechten interessiert“.

Millionenbeträge dürfte Servus TV nach Branchenschätzungen auch in Grand-Slam- und andere Tennisturniere zwischen Paris und Kitzbühel investieren.

Servus TV hat gerade für Deutschland drei Tennis-Rechte erworben (French Open, mercedesCup, bett1open). Zusätzlich hält Servus TV Deutschland die Rechte an der MotoGP und der World Rally Champhionship.

Free-TV-Pflicht

Ein anderer großer Player im Sportrechtegeschäft – die Pay-Plattform Sky – könnte sich mit den gerade ausgeschriebenen Rechten an Euro 2024 und 2028 und an die 60 Spiele der Nationalmannschaft schwerer tun als etwa ORF und Servus TV: Laut Verordnung zum Fernseh-Exklusivrechte-Gesetz müssen im Free-TV etwa „Fußballspiele der Europameisterschaft (Herren)“ laufen, „sofern an diesen Spielen die österreichische Nationalmannschaft teilnimmt, sowie das Eröffnungsspiel, die Halbfinalspiele und das Endspiel“.

Eine ähnliche Vorgabe in Deutschland ließ die deutsche Telekom/Magenta nach dem Kauf der Rechte an der Euro 2024 gegen ein Gebot von ARD und ZDF nun einen Großteil der Rechte wieder an die Free-TV-Kanäle ARD, ZDF und RTL sublizenzieren.

Servus TV hätte als Free-TV-Sender mit der Euro 2024 und 2028 kein Problem – und der Milliardenkonzern Red Bull im Hintergrund genügend Geld, um sich diese Rechte auch zu leisten.

Der ORF, der nun als Sublizenznehmer nur noch die Hälfte der Rennen live zeigen kann, reagiert mit einem „Formel 1 Motorhome“ in ORF 1 und als Livestream, diesen Sonntag um 19.05 Uhr. Ernst Hausleitner und Alex Wurz sollen in dem Format die wichtigsten Rennszenen analysieren, unterstützt von Rennstallbesitzer Robert Lechner, Le-Mans-Fahrer Ferdinand Habsburg sowie den österreichischen Rennfahrerinnen Corinna Kamper und Bianca Steiner. Sie wollen auch Publikumsfragen insbesondere über Instagram beantworten.

GB News lockt britische TV-Talente

Ein TV-Moderator nach dem anderen wechselt in Großbritannien zum konservativen GB News. Der Sender zielt auf ein konservatives Publikum ab und will der BBC Konkurrenz machen.

Es war ein emotionaler Abschied, den BBC-Nachrichtenmoderator Simon McCoy diese Woche on air hinlegte. Der langjährige Moderator des Nachrichtensender BBC News verlässt den Sender und dockt beim neuen, noch zu startenden Nachrichtensender GB News an, wie sein künftiger Chef Andrew Neil – ebenfalls ein ehemaliger BBC-Moderator – auf Twitter bekannt gab.

Der britischen Öffentlichkeit ist McCoy durch sarkastische Bemerkungen und kleine, oft subtile Gags im sonst so nüchternen Nachrichtengeschäft bekannt. Statt einem iPad hielt er etwa an einem Nachmittag ein Pack Papier in der Hand, als er die Nachrichten moderierte. Dank Social Media wurden viele seiner Auftritte auch weit über die britischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Zu seinem Abschied schnitten seine BBC-Kollegen ein Best-of des Moderators zusammen.

McCoy ist nur der letzte aus einer ganzen Reihe von TV-Persönlichkeiten und Journalisten, die zum neuen Sender wechseln: Sky News-Moderator Colin Brazie verließ nach 23 Jahren seinen Sender um bei GB News anzuheuern. Euronews-Politik-Redakteur und -Moderator Darren McCaffre gab ebenso seinen Wechsel zu GB News bekannt wie seine Euronews-Kollegin Rosie Wright, Moderatorin von „Good Morning Europe“. Sender-Chef Neil machte auch dem umstrittenen ITV-Moderator Piers Morgan (Good Morning Britain) öffentlich ein Angebot, zum Sender zu wechseln.

100 neue Mitarbeiter

Laut Guardian sollen mehr als 100 Mitarbeiter beim Start von GB News an Bord sein. Der Sender will die strengen Regeln der britischen Aufsichtsbehörde Ofcom bezüglich Unparteilichkeit neu interpretieren und zielt auf ein konservatives Publikum ab und will in Konkurrenz zur BBC treten, die sich zuletzt mit verstärkter Kritik aus dem konservativen Lager auseinandersetzen musste. Die Berichterstattung des Senders sei zu einseitig, zu links und zu elitär, so der Vorwurf.

Presserat sieht nicht gekennzeichnete Werbung in „Oe24“

Der Österreichische Presserat sieht – auf den Hinweis eines Lesers hin – nicht gekennzeichnete Werbung für einen Edelmetallhändler in der Gratiszeitung „Oe24“. Der redaktionelle Artikel mit dem Titel „Alte Goldkette verkaufen und kassieren“ ist Ende Oktober 2020 in „Oe24“ erschienen und verstoße gegen den Ehrenkodex der österreichischen Presse, der Unterscheidbarkeit von Werbung verlangt und Einflussnahme auf redaktionelle Inhalte verbietet. „Oe24“ beteiligte sich nicht an dem Verfahren vor dem Presserat.

„Aufgefordert zum Verkauf“

Der Artikel berichtete über den hohen Goldpreis für Altgold und merkte an, dass man Goldschmuck und anderes Gold bequem beim Edelmetallhändler Philoro verkaufen könne. Er verwies auf die Webseite des Händlers und einen dort verfügbaren Altgoldrechner. „Abschließend werden die Leserinnen und Leser dazu aufgefordert, sich für den Verkauf zu entscheiden, das Altgold bei Philoro abzuliefern und dafür das Geld zu erhalten“, resümiert der Presserat am Freitag in einer Aussendung. Der Leser verwies auch auf ein Inserat von Philoro neben dem Artikel.

Netflix erhöht die Preise für Bestandskunden

Aktuell bekommen Nutzer im deutschsprachigem Raum E-Mails von Netflix, die auf die Preiserhöhung hinweisen. Wenn die Netflix-App geöffnet wird, muss der Preiserhöhung zugestimmt werden, die ab 19. April 2021 gilt. Alternativ kann das Abo gewechselt werden. Macht man beides nicht, kann der Streaming-Dienst nicht genutzt werden.

Das Netflix-Abo „Basis“ kostet nach wie vor 7,99 Euro pro Monat. Dass Abo „Standard“ kostet jetzt 12,99 statt 11,99 Euro. Der Preis für das Abo „Premium“ ist von 15,99 Euro auf 17,99 Euro angehoben worden. Nur in diesem Abo können Inhalte mit der Auflösung 4K angesehen werden.

Netflix hat bisher alle 2 Jahre die Preise in Europa erhöht. Zu Beginn hat das Standard-Abo noch 8,99 Euro gekostet, das Premium-Abo 11,99 Euro. Das Basis-Abo hat auch vor 6 Jahren schon 7,99 Euro gekostet.

Netflix rechtfertigt die Preiserhöhungen mit den Kosten für die steigende Anzahl an Eigenproduktionen und der stetig anwachsenden Menge an Content, der den Kunden zur Verfügung steht.

Red Bull Media House Publishing hat servus.com rundum erneuert

servus.com ist ein einzigartiger digitaler Ort zum Innehalten und Genießen, zum Entdecken eines Ausflugsziels, zum Kennenlernen fast vergessener Handwerkstraditionen oder zum Aufstöbern des richtigen Rezepts. Inhaltlich setzt man einen saisonalen sowie regionalen Fokus und nimmt sich Themen an, die ganz klar auf den Alltag der Menschen in Stadt und Land zugeschnitten sind – mehr als 1.300 Gerichte aus der alpinen Küche, kreative Dekotipps zu Ostern oder nützliches Gartenwissen für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Jeder Artikel spiegelt zudem die gesamte Servus-Welt wider und stellt eine direkte Verbindung zum Printmagazin „Servus in Stadt & Land“ und zu „Servus am Markplatz – der Heimat des Handwerks“ her. Zeitgemäß und unkompliziert ist die stärkere Einbindung von einzigartigen Bild- und Videoformaten über sämtliche Social-Media-Kanäle: Backvideos mit Christian Bauer inspirieren die aktive Servus-Gemeinde genauso wie Bastelanleitungen für Erwachsene und Kinder.

Schneller, übersichtlicher und mobil optimiert

Der neue Online-Aufritt überzeugt durch klares Design, übersichtliche Menüstruktur, schnellere Ladezeiten und mobil optimierte Darstellung auf Smartphones und Tablets.
„Ziel der Überarbeitung war es, die Welt von ‚Servus in Stadt & Land‘ auch digital noch stärker erlebbar zu machen – und das auf sehr schnellem, benutzerfreundlichem Weg“, erklärt Mesi Tötschinger, Head of Digital bei Red Bull Media House Publishing. Darüber hinaus soll der neue Online-Auftritt dem erhöhten User-Aufkommen gerecht werden. Mittlerweile besuchen rund 350.000 Unique User die Plattform monatlich und hinterlassen dabei bis zu 750.000 Page Impressions.

Bertelsmann und KKR wollen gemeinsam Musikrechte kaufen

Das zu Bertelsmann gehörende Musikunternehmen BMG will durch eine Partnerschaft mit dem US-Finanzinvestor KKR schneller auf dem internationalen Musikmarkt wachsen. Alle Seiten teilten gemeinsam die Allianz für den Erwerb von Label-, Verlags- und anderen Musikrechten mit. Künstlern und Songwritern etwa sollen Lösungen angeboten werden, um den Wert ihrer Musikrechte und Kataloge zu steigern.

Die Partnerschaft bedeutet aber nicht, dass KKR Anteile an BMG halten wird. BMG mit Hauptsitz in Berlin bleibt weiterhin eine hundertprozentige Bertelsmann-Tochter. Auch die Gründung eines Joint Ventures ist nicht vorgesehen. Der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Rabe, sagte zur Kooperation: „BMG und KKR können künftig gemeinsam Chancen für Zukäufe von größeren Musikrechtepaketen nutzen.“

Für den US-Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) bedeutet der Schritt zugleich eine Art Rückkehr. Nach der Gründung von BMG im Jahre 2008 hatte KKR zwischen 2009 und 2013 Anteile an dem Musikunternehmen gehalten, die der Bertelsmann-Konzern mit Sitz in Gütersloh dann erwarb.

KKR ist derzeit in Deutschland auch in der Medienbranche aktiv. Am Medienkonzern Axel Springer („Bild“, „Welt“) ist der Finanzinvestor als Großaktionär beteiligt, die strategische Zusammenarbeit begann 2019.

oe24.tv mit 3,7 Prozent Marktanteil bei unter 50-Jährigen

Erstmals seit Bestehen erreichte oe24.tv aus der Mediengruppe Familie Fellner über den gesamten Tag betrachtet einen Marktanteil von 3,7 Prozent in der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen. In der Gesamtzielgruppe (12+) betrug er laut Aussendung 2,6 Prozent.

Oe24.tv sei damit zum ersten Mal unter den fünf in Österreich meistgesehenen Privatsendern vertreten. Zurückzuführen sei das auf einen starken Hauptabend am Tag der Verkündung neuer Corona-Maßnahmen für den Osten des Landes. Insgesamt schalteten 372.000 schalteten von 20 bis 24 Uhr ein. Das entsprach einem Marktanteil von vier Prozent in der Zielgruppe der unter 50-Jährigen und 3,1 Prozent in der Gesamtzielgruppe.

Zooplus peilt Umsatzverdopplung bis 2025 an

Der Onlinehändler für Haustierbedarf Zooplus will auch in den kommenden Jahren sein hohes Wachstumstempo beibehalten. Konzernchef Cornelius Patt will den Umsatz bis 2025 auf 3,4 bis 3,8 Milliarden Euro steigern. Von jedem Euro sollen dann mindestens vier Cent als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen hängen bleiben, wie der Konzern am Donnerstag in München mitteilte – etwas mehr als die 2020 erzielte sogenannte Ebitda-Marge von 3,5 Prozent.

Im vergangenen Jahr profitierte Zooplus stark vom Trend zum Online-Einkaufen, der durch die Corona-Pandemie zusätzlichen Schwung gewonnen hatte. Der Umsatz wuchs 2020 um gut 18 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag bei 63,3 Millionen Euro, und hat sich damit mehr als verfünffacht. Unter dem Strich schaffte das Unternehmen mit einem Überschuss von 18,7 Millionen Euro den Sprung in die Gewinnzone.

Die Ziele für 2021 bestätigte Zooplus, sieht den Umsatz nun aber im mittleren bis oberen Bereich der Zielspanne von 2,04 bis 2,14 Milliarden Euro. Das Ebitda wird zwischen 40 und 80 Millionen Euro erwartet. Anleger zeigten sich von den Aussichten bestärkt, der Kurs der Zooplus-Aktie stieg am Vormittag um fast 15 Prozent.

Champions League: Amazon darf bei Prime Live-Fußball zeigen

Amazon hat die Rundfunkgenehmigung für Live-Übertragungen des Dienstes Prime Video erhalten. Das gab die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) bekannt.

Der Streaminganbieter und zugleich weltweit größte Internethändler hatte zuvor klargestellt, dass er keinen eigenen Fernsehsender für seine Fußball-Berichterstattung plane. Die Lizenz sei für die Champions-League-Übertragungen in den kommenden drei Spielzeiten innerhalb des Streaming-Angebots Prime Video notwendig, sagte ein Sprecher. Ein linearer Sender sei aber nicht vorgesehen.

Das TV-Spartenprogramm werde „grundsätzlich nur über den Prime-Video-Dienst und nur für Mitglieder von Amazon Prime zugänglich sein“, schrieb die ZAK. Es könne aber „in Zukunft auch Kunden, die keine Amazon-Prime-Mitglieder sind, zur Verfügung gestellt werden“. Das Angebot werde kein fortlaufendes, tägliches Programm umfassen und hänge „von den Rechten ab, die für Sportveranstaltungen erworben werden“.

Amazon hat sich für seinen Streamingdienst von der Saison 2021/22 an für drei Spielzeiten das jeweilige Topspiel der Champions League am Dienstagabend gesichert. Das Live-Paket umfasst insgesamt 16 Partien, davon zwei Playoff-Spiele. Prime Video zeigt nach eigenen Angaben auch Zusammenfassungen von den anderen Partien.

Weltpremiere: Sky experimentiert mit Produktion in 12K

Dass Sky zum Start seines neuen Senders Sky Comedy am 1. April Dieter Nuhr „Eine kurze Geschichte des Humors“ in drei Teilen erzählen lassen wird, war bereits bekannt. Erstaunlich ist allerdings die Produktionsweise des Formats: Guido Thomsen von der B28 Produktion GmbH hat die drei 25-minütigen Folgen nämlich in 12K produziert. Das Format umfasst 75 Millionen Pixel, neun Mal so viele wie 4K bzw. UHD.

Inhaltlich beschäftigt sich der Dreiteiler, der am 1. April um 20:15 Uhr Premiere feiert, unterdessen mit folgenden Fragen: Wo liegen die Anfänge des Lachens, was ist überhaupt lustig und warum, welche Entwicklung hat der Humor durchgemacht, welche Rolle spielt er in Krisen, was für körperliche Auswirkungen hat er und wie hat sich im Wandel der Zeit dabei seine Rolle und Bedeutung verändert? Als Experten mit dabei sind Neurowissenschaftlerin Dr. Julia F. Christensen, Professor für Sozialpädagogik Herbert Effinger, Philosoph Wolfram Eilenberger, Autor und Produzent Ralf Husmann, Kulturanthropologe Werner Mezger, Pionier des therapeutischen Humors Dr. Michael Titze, Psychologe Dr. Leon Windscheid sowie die Comedians Negah Amiri, Helene Bockhorst, Maria Clara Groppler, Thomas Hermanns, Benaissa Lamroubal, Michael Mittermeier, Simon Pearce, Florian Schroeder und Johannes alias Herr Schröder.

Disney+ wird teurer

Zwei Jahre nach seinem Start wird der Streamingdienst Disney+ teurer – und zwar überall. Auch in Europa sind die Preise heuer gestiegen, wie das Unternehmen bereits Ende vergangenen Jahres im Gespräch mit Investoren angekündigt hatte. Mit dem 26. März gehen nun auch die USA den Schritt: Statt sieben Euro monatlich soll der Dienst nunmehr acht Dollar kosten. Auch das Jahresabo wird mit 80 Dollar um zehn Dollar teurer als zuvor. Andere Angebote werden ebenso jeweils um einen Dollar kostenintensiver. Wer sich vor Freitag anmeldet, kann also noch ein günstigeres Jahresabo ergattern.

Aktuell hält das Unternehmen rund 95 Millionen aktive Abonnenten. Damit ist die Zahl weitaus höher, als man ursprünglich erwartet hatte – so hatte Disney 2019 noch angegeben, bis 2024 zwischen 60 und 90 Millionen Kunden akquirieren zu wollen.

Öffentliche Hand warb 2020 um 58 Millionen in „Krone“, „Österreich“/“Oe24“, „Heute“

Rund 223 Millionen Euro haben Österreichs staatliche Stellen und staatsnahe Betriebe im vergangenen Jahr für Werbung ausgegeben.

Nicht nur Bund, Länder und Gemeinden selbst, sondern auch Unternehmen, die zu einem bestimmten Teil vom Staat kontrolliert werden, müssen ihre Ausgaben für Werbung jedes Quartal an die Medienbehörde melden.

Am liebsten wirbt die öffentliche Hand dabei in der „Krone“: Rund 25,8 Millionen Euro flossen 2020 an die reichweitenstärkste und mächtigste Zeitung des Landes, ein Plus von 35 Prozent gegenüber 2019. Danach folgt der ORF (24,2 Millionen), „Heute“ (16 Millionen) und die Mediengruppe Österreich (15,4 Millionen).

Allerdings kommt nur ein kleiner Teil, nämlich 47 der 223 Millionen, direkt von den Ministerien selbst. Die Vorliebe für den Boulevard schlägt sich auch in den gemeldeten Daten der Ministerien durch: Rund vierzig Prozent der ministeriellen Etats gehen an „Krone“, „Heute“ und „Österreich“, der Rest teilt sich auf Österreichs andere großen Mediengruppen und hunderte Nischen- und Regionalmedien auf.

Microsoft könnte mit Discord-Kauf das eigene Ökosystem aufwerten

Microsoft soll über eine Übernahme mit Discord verhandeln, wie unter anderem die „New York Times“ berichtet. Der Kaufpreis soll sich auf mehr als zehn Milliarden US-Dollar belaufen. Jedoch seien die Gespräche in einer frühen Verhandlungsphase, deswegen sei ein Abschluss nicht in absehbarer Zeit zu erwarten.

Im Jahr 2015 gründeten Jason Citron und Stan Vishnevskiy die Plattform Discord, um Gamern eine zeitgemäße Kommunikation zu bieten. Denn im Gegensatz zum damaligen Platzhirsch Teamspeak 3, der lediglich Sprachchats anbietet, können Gamer bei Discord Text-, Sprach- und Videochats nutzen.

Außerdem kann via Discord ein Stream aufgesetzt und auf allen gängigen Plattformen übertragen werden. Dabei werden die Communitys über eigens erstellte Server betrieben. Laut eigenen Aussagen nutzen mittlerweile 100 Millionen Benutzer den Dienst zumindest einmal im Monat für bis zu vier Stunden.

Discord würde wohl nach der Übernahme ins Ökosystem der Xbox-Konsolen eingewebt werden, heißt es in der „New York Times“. Gelingt Microsoft tatsächlich die Übernahme für zehn Milliarden US-Dollar, so würde es den Trend fortsetzen, erfolgreiche Internetangebote aufzukaufen.

Schon im Jahr 2011 hatte man das ebenfalls auf Online-Kommunikation spezialisierte Skype für 8,5 Milliarden Dollar gekauft. Im Jahr 2016 kaufte man das Businessnetzwerk Linkedin, 2018 folgte der Kauf der Softwareentwicklungs-Plattform Github.

Und Anfang 2021 wurde schließlich Microsofts Kauf der Bethesda-Mutter Zenimax genehmigt. Die Spiele von Bethesda wurden anschließend in den Xbox Game Pass integriert, manche Spiele der Macher von The Elder Scrolls und Fallout sollen künftig exklusiv für PC und Xbox erscheinen.

Werbemarkt: Nur 13,5 Prozent der Digitalspendings bleiben in Österreich

Der Digitalwerbemarkt ist in Österreich im zurückliegenden Jahr um 15,8 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro angewachsen, das zeigt eine Studie, die das Interactive Advertising Bureau Austria (IAB) gemeinsam mit Momentum veröffentlicht hat. Sie beruht laut Aussendung auf Einmeldungen von Mediaagenturen und Medien sowie 102 persönlichen Interviews mit werberelevanten Experten. Der Erhebungszeitraum dazu fand im ersten Quartal 2021 statt.

Die Einnahmen aus der Digitalsteuer würden deutlich zeigen auf, wie dominant die Marktmacht der US-Digitalriesen sei, so Studienautor Bernd Platzer von Momentum in der Aussendung.

Anbieter aus Österreich schauen durch die Finger

„Es könnte Grund zur Freude sein, dass im traditionellen Print-Land Österreich bereits 44 Prozent der Spendings auf Digitalmarketing entfallen. Dass von 1,46 Milliarden Euro läppische 13,5 Prozent auf heimische Medien und Vermarkter entfallen, lässt das Lachen schnell wieder vergehen“, meint iab-austria-Präsident Markus Plank von Adverserve.

Der Löwenanteil des 1,46 Milliarden Euro schweren Digitalwerbemarktes entfällt auf internationale Anbieter, heißt es in der Studie: 34,9 Prozent der Spendings fließen in Suchwortvermarktung und 27,8 Prozent in soziale Medien. Klassische Werbeformen wie Display, Video und Mobile machen nur 21,7 Prozent der Ausgaben aus. Mit 13,9 Prozent verzeichnen sie jedoch den höchsten Zuwachs. Affiliate-Marketing und Classifieds und Directories spielen mit einem Anteil von 5,2 respektive 8,9 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Bei klassischen Werbeformen spiele Programmatic Advertising eine wesentlichere Rolle: Knapp drei Viertel der Video-Ads werden von Agenturen bereits programmatisch gebucht.

Für das laufende Jahr prognostiziert die Studie ein Wachstum der Digitalmarketing-Spendings um 7,5 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro.

Neuer Marketing-Spartensender geht an den Start

Der Deutsche Marketing Verband e.V. (DMV), die UnityRealtimeGroup und der New Business Verlag starten den neuen Spartensender DeutschesMarketing.TV. Der Kanal informiert ab Montag, dem 22. März 2021 von montags bis freitags um 18.30 Uhr Marketer und an Marketing-Themen Interessierte über alle wichtigen News des Tages.

Produziert und ausgestrahlt wird DeutschesMarketing.TV von der UnityRealtimeGroup, ein Livestreaming-Dienstleister aus dem Rhein-Main-Gebiet (Mörfelden-Walldorf, Hessen). Managing Partner Jamal Khan, der seit 2017 auch ehrenamtlicher Vorstand Bewegtbild beim DMV ist, steht bei den ersten Sendungen als Anchorman vor der Kamera.

Für die redaktionelle Arbeit der täglichen Sendungen konnte Khan den New Business Verlag in Hamburg gewinnen. Dieser ist mit seiner Fachzeitschrift new business seit Jahrzehnten in der Marketing-Welt vernetzt.

Amazon gewinnt jeden Tag 3.734 neue Händler dazu

Amazon hat in den ersten Monaten des laufenden Jahres, konkret bis zum 21. März, 295.000 neue Händler gewonnen. Das entspricht 3.734 neuen Drittanbietern pro Tag oder 155 neuen pro Stunde, wie Zahlen von Marketplace Pulse zeigen.

Der Blick in die Bilanzen der drei größten europäischen Amazon-Töchter zeigt: Der Nettoumsatz der Amazon EU S.à r.l., in der das klassische Handelsgeschäft des Unternehmens in Europa gebündelt ist, ist um 36 Prozent auf 43,84 Milliarden Euro gestiegen. Trotz des Umsatzschubs wies die Gesellschaft einen Verlust von rund 1,2 Milliarden Euro aus. Deutlich profitabler entwickelte sich das Geschäft mit externen Marktplatzpartnern.

Dazu passen auch aktuelle Daten von Marketplace Pulse. Demnach hat Amazon in den ersten Monaten des laufenden Jahres, konkret bis zum 21. März, 295.000 neue Händler gewonnen. Das entspricht 3.734 neuen Drittanbietern pro Tag oder 155 neuen pro Stunde.

Hält der Marktplatz die Geschwindigkeit bei, könnten sich bis zum Jahresende 2021 bis zu 1,4 Millionen neue Verkäufer anmelden.

Die meisten neuen Seller sind auf dem US-Marktplatz angemeldet. 76.769, das sind 26 Prozent der neuen Händler, sind dort aktiv. 29.798 neue Verkäufer haben sich der indischen Website angeschlossen, was 10,1 Prozent der gesamten Amazon-Marktplatzzugänge im Jahr 2021 entspricht. Der kanadische Marktplatz hat 22.088 neue Verkäufer an Bord genommen.

Amazon.de konnte den Daten nach 18.213 neue Händler gewinnen, 6,6 Prozent der Gesamtzahl. Damit ist die deutsche Plattform der am drittstärksten wachsende Amazon-Marktplatz in Europa, nach Großbritannien und den Niederlanden.

Subventionen für Filmproduktionen locken Stars

Das Interesse internationaler Filmproduzenten an Griechenland hat in den vergangenen Jahren wieder stark zugenommen.

Grund dafür ist ein Gesetz aus dem Jahr 2017. Dies unterstützt Filmproduktionen mit 40 Prozent der Produktionskosten – sofern ein griechischer Produzent an dem Vorhaben beteiligt ist. „In den vergangenen drei Jahren hatten wir durch das neue Gesetz fast 500 neue Anfragen“, sagte Venia Vergou von der griechischen Filmkommission (Ekome) der dpa. Rund 100 Filme wurden gedreht und mehr als 97 Millionen Euro flossen so nach Griechenland.

Im laufenden Jahr sollen in Griechenland mindestens 18 Filme gedreht werden, manche mit höchst prominenter Besetzung, wie griechische Medien berichten. Erwartet werden unter anderem Schauspieler wie Daniel Craig, Tom Hanks, Léa Seydoux und Jamie Lee Curtis sowie Regisseur David Cronenberg.

„Mit 40 Prozent der Produktionskosten geben wir europaweit die meiste Unterstützung“, sagte Vergou. Nur Malta biete ebenfalls 40 Prozent, alle anderen Staaten unterstützten die Branche mit 25 bis 35 Prozent der Kosten. Vergou betonte, dass die griechische Filmkommission keinerlei Einfluss auf Form und Inhalt der Filme nehmen.

eSportOne startet in Norwegien

Der paneuropäische eSports-Sender eSportsOne ist nun auch in Norwegen und Schweden gestartet. Eine entsprechende Distributionskooperation hat die Sport1 mit Telenor geschlossen. Seit seinem Start im vergangenen November wird der Sender bereits in Belgien, den Niederlanden, Tschechien und der Slowakei angeboten. Zentrale Content-Partner sind die ESL, die NBA 2K League und Psyonix mit den eSports-Titeln Dota 2, Starcraft 2, Warcraft 3, NBA 2K und Rocket League. „In den kommenden Monaten werden wir weitere europäische Märkte erschließen – mit dem zum Launch ausgegebenen Ziel klar vor Augen: eSports auch europaweit über die junge Zielgruppe hinaus noch größer zu machen und den Stellenwert in der Gesellschaft weiter zu stärken“, sagte Daniel von Busse, COO TV und Mitglied der Geschäftsleitung bei Sport1.

Neues Service bringt gebündeltes Daten-Ökosystem auf willhaben

Die digitale Werbebranche ist im Umbruch. 3rd Party-Cookies werden zunehmend gelöscht oder technisch nicht mehr zugelassen. willhaben bietet angesichts dieser Herausforderungen mit hauseigenen 1st-Party-Marktplatz-Daten gänzlich neue Möglichkeiten für Werbetreibende: “Wir verknüpfen mit unserer neuen Data Management Plattform cookieless und anonymisiert Millionen Datenpunkte und holen damit für unsere Kunden die Treffsicherheit ihrer Werbebotschaften auf ein völlig neues Level. Neben gesteigerter Effektivität für Werbetreibende bringt das System für unsere User eine noch einmal erhöhte Relevanz der für sie ausgespielten Werbebotschaften“, skizziert Jochen Schneeberger, Head of Digital Advertising bei willhaben, eine neue Dimension, in die willhaben mit der speziell entwickelten DMP vordringt.

Kontextuelles Targeting ist bekannterweise ein wesentlicher Bestandteil und effektives Asset für willhaben und seine Werbekunden. 4,7 Mio. Unique User (ÖWA Plus 2019-IV) bieten zusätzlich die Quelle für eine Vielzahl an verhaltensbasierten Daten (siehe Grafik 1st-Party-Data bei willhaben). Aus dieser Kombination ergeben sich zukünftig neue Ansätze: Während Data Services die Kampagnen optimieren, bieten Data Products neue, effizientere Möglichkeiten der Zielgruppenansprache. Komplettiert wird das Angebot durch ein neues Reporting, das Insights und Learnings zu den Kampagnen und Zielgruppen darstellt.

Desinformation und Hass: Reporter ohne Grenzen reicht Klage gegen Facebook ein

Reporter ohne Grenzen (ROG) hat in Paris eine Klage gegen Facebook eingereicht, weil der US-Konzern im Umgang mit Hassrede und Desinformationen betrügerische Geschäftspraktiken einsetze. Die Nichtregierungsorganisation wirft dem sozialen Netzwerk vor, auf der Plattform könnten sich Falschinformationen zur Corona-Pandemie und Drohungen gegen Medienschaffende ungehindert verbreiten.

Das widerspreche der rechtsverbindlichen Zusage, ein „sicheres“ digitales Umfeld zu bieten, lautet der Vorwurf. Die Klage basiert demnach auf dem besonders scharfen französischen Verbraucherschutzstrafrecht, könnte aber auch anderswo Konsequenzen haben.

Wie die Organisation ausführt, gelte eine Geschäftspraxis unter den relevanten Rechtsvorschriften als betrügerisch, „wenn sie auf falschen Behauptungen, Aussagen oder Darstellungen beruht oder geeignet ist irrezuführen“, insbesondere im Hinblick auf „die wesentlichen Merkmale der Ware oder Dienstleistung“ oder „den Umfang der Versprechen des Werbenden“. Wenn Facebook zusichere, ein „sicheres Umfeld“ bereitzustellen und die Verbreitung von Desinformationen „erheblich [zu] reduzieren“ stimme das nicht und sei sogar betrügerisch, will Reporter ohne Grenzen auf verschiedenen Wegen darunter auch anhand von zwei konkreten Fällen vor Gericht nachweisen.

Die Klage sei auch deshalb bei der Pariser Staatsanwaltschaft eingereicht worden, weil das französische Recht hierfür besonders günstig sei, gesteht ROG ein. Im Erfolgsfall könnte das Vorgehen aber Konsequenzen über das Land hinaus haben, denn die Nutzungsbedingungen von Facebook seien weltweit identisch. Deshalb werde auch bereits erwogen, in anderen Staaten ähnliche Klagen einzureichen. Facebooks Umgang mit Hate Speech und Desinformationen steht schon seit Längerem in der Kritik, zuletzt waren vor allem in den USA die Rufe nach mehr Regulierung immer lauter geworden.

CTS Eventim setzt auf Neustart für Großveranstaltungen noch in diesem Jahr

Der Ticketvermarkter CTS Eventim setzt nach dem Aus von Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie auf einen Neustart noch im laufenden Jahr. „Die Zeichen stehen gut, dass angesichts einer immer breiteren Verfügbarkeit von Impfstoffen sowie Schnelltests und dem Fortschritt der Impfkampagnen unsere Branche in den nächsten Monaten den Pfad in Richtung Normalität einschlägt“, sagte CTS-Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg am Dienstag.

Allerdings wagt das Unternehmen keine konkrete Prognose. Derzeit sind Konzerte oder Sportveranstaltungen in Deutschland weitgehend verboten und finden lediglich vereinzelt im Rahmen von Pilotprojekten mit Schnelltests statt.

2020 brach der Umsatz um 82,2 Prozent auf 256,8 Millionen Euro ein, vor Steuern fiel ein Verlust von 102 Millionen Euro an. CTS Eventim reagierte mit Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe, zudem erhielt das Unternehmen Geld von Versicherungen und staatliche Zuschüsse auch außerhalb Deutschlands.

Dennoch floss unter dem Strich Kapital ab. Die Zahl der Mitarbeiter sank um ein Viertel. Das Unternehmen vereinbarte mit den Banken, die Kreditbedingungen bis kommendes Jahr im März auszusetzen. Bis dahin wird mit einem Neustart für die Kultur gerechnet, der zu steigenden Einnahmen führt.

Gamestop verfehlt Erwartungen – Aktie bricht ein

Der Videospielehändler aus Grapevine im US-Bundesstaat Texas legte schwache Quartalszahlen vor. Es waren die ersten Ergebnisse, nachdem Gamestop Gegenstand eines beispiellosen Hypes geworden war.

Obwohl Analysten dem Unternehmen schon lange nicht mehr viel zutrauen, hat sich in Internetforen eine eingefleischte Fangemeinde formiert. Einer ihrer Hoffnungsträger ist der Investor Ryan Cohen, der im Januar einen Posten im Verwaltungsrat übernommen und schon den Tierbedarfshändler Chewy mit einer erfolgreichen E-Commerce-Strategie umgekrempelt hatte. Gamestop-Fans wie der als „Roaring Kitty“ bekannte Youtube-Star Keith Gill sehen viel ungenutztes Potenzial und glauben, dass das Unternehmen wieder auf Kurs kommen wird. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 1000 Prozent zugelegt.

Doch Gamestop hat noch viel aufzuholen. Das Unternehmen mit seinen rund 5000 Filialen setzt verstärkt auf den Umbau hin zu einem Technologieunternehmen mit Fokus auf Online-Gamer. In den Bereich wolle Gamestop im laufenden Jahr verstärkt investieren, versicherte CEO George Sherman. Um den finanziellen Spielraum zu erhöhen, wird nach dem exorbitanten Kurssprung der Gamestop-Aktien auch über die Ausgabe neuer Anteilsscheine nachgedacht.

Der Umsatz sank unterdessen das neunte Quartal in Folge: In den drei Monaten bis Ende Januar fiel der Umsatz im Jahresvergleich um drei Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,8 Mrd Euro), wie die Firma nach US-Börsenschluss mitteilte.

Der Gewinn stieg aber nicht zuletzt dank geringerer Ausgaben von 21,0 Millionen auf 80,5 Millionen Dollar. Zudem legten die Online-Verkäufe um 175 Prozent zu. Die Markterwartungen wurden dennoch enttäuscht. „Das sind keine guten Quartalsergebnisse und sie rechtfertigen in keinster Weise diese hohe Bewertung“, stellte Antohny Chukumba von Loop Capital klar.

Mit einem neuen Management-Team soll die Transformation des Unternehmens nun schneller voran gehen. So wird die frühere Amazon-Managerin Jenna Owens die neue Nummer Zwei Bei Gamestop, und hat die Verantwortung für das operative Geschäft. Neda Pacifico soll für das E-Commerce-Geschäft verantwortlich sein. Sie leitete zuvor den Bereich bei Chewy. Ken Suzuki kommt vom Online-Modehändler Zulily und soll die Lieferketten bei Gamestop verbessern. Zu der überraschenden Beliebtheit der Aktie äußerte sich CEO Sherman auch am Dienstag nicht. Er lehnte es ab, Fragen der Analysten zu beantworten – ein äußerst ungewöhnlicher Schritt. In einer Pflichtmitteilung an die SEC warnte das Unternehmen jedoch, dass die Aktie extremen Preisschwankungen ausgesetzt war und für diese immer noch anfällig ist.

Österreichs Digitalwerbemarkt wächst auf 1,46 Milliarden Euro

Bereits zum zehnten Mal veröffentlich das interactive advertising bureau austria gemeinsam mit Momentum die „Momentum Spendingstudie und Prognose“. Die Zahlen für 2020 und Prognose für 2021 basieren dabei auf Einmeldungen von Mediaagenturen und Medien sowie auf 102 Interviews mit werberelevanten Expertinnen und Experten. Zum ersten Mal flossen auch die Umsätze aus der neuen Digitalsteuer mit in die Daten ein. Für 2020 konnte damit ein Wachstum des heimischen Digitalwerbemarkts von 15,8 Prozent auf 1,46 Milliarden Euro netto ausgemacht werden. „Es könnte Grund zur Freude sein, dass im traditionellen Print-Land Österreich bereits 44 Prozent der Spendings auf Digitalmarketing entfallen. Dass von 1,46 Milliarden Euro läppische 13,5 Prozent auf heimische Medien und Vermarkter entfallen, lässt das Lachen schnell wieder vergehen“, meint iab-austria-Präsident und Managing Director von Adverserve Markus Plank.

Der größte Teil der Spendings fällt nämlich auf internationale Anbieter: 34,9 Prozent fließen in die Suchwortvermarktung, 27,8 Prozent in die Sozialen Medien. Auf Display, Video und Mobile entfallen 21,7 Prozent, gleichzeitig verzeichnen diese klassischen Werbeformen aber mit 13,9 Prozent den höchsten Zuwachs. Eine untergeordnete Rolle spielen demnach Affiliate-Marketing und Classifieds und Directories mit einem Anteil von 5,2 beziehungsweise 8,9 Prozent. Für das laufende Jahr 2021 sollen die Spendings für Digitalwerbung um etwa 7,5 Prozent auf 1,57 Milliarden Euro ansteigen, so die aktuelle Prognose. Dabei soll vor allem der Social-Media-Sektor wachsen, in diesem Fall auf ein Volumen von 441,8 Millionen Euro. Hierbei zeigt Facebook eine klare Übermacht: 91,5 Prozent der Social-Media-Spendings bleiben bei Facebook und Instagram, macht 317 Millionen Euro. Die Nutzerzahlen hierzulande werden auf 5,38 und 3,96 Millionen Personen geschätzt. Erst weit dahinter im Spendingvolumen folgen Pinterest, LinkedIn und Co. Für TikTok, das in 2020 ziemlich an Popularität gewonnen hat, wurden laut der Erhebung nur rund eine Million Euro ausgegeben, macht 0,25 Prozent der Social-Media-Spendings.

Auch bei der Suchwortvermarktung geht ein klarer Sieger hervor: Google hält eine Marktanteil von 95 Prozent der Spendings, macht 499 Millionen Euro für die Alphabet-Tochter. Zehn Millionen teilen sich dann bing, DuckDuckGo, Yahoo, Ecosia und Sonstige.

Auf das Gesamtjahr 2020 wurden die Einnahmen durch die neue Digitalsteuer auf 55 Millionen Euro geschätzt die Ausgaben für Werbung bei den entsprechenden Playern damit auf 1,1 Milliarden Euro. „Die Einnahmen aus der Digitalsteuer zeigen in aller Deutlichkeit auf, wie dominant die Marktmacht der US-Digitalriesen ist. Die Studie gibt durch die Aufnahme der Digitalsteuer noch präziser Orientierung am rot-weiß-roten Digitalwerbemarkt“, so Studienautor Bernd Platzer von Momentum.

Facebook arbeitet an einem Instagram für Kinder

„Ich freue mich, ankündigen zu können, dass wir die Jugendarbeit als eine Priorität für Instagram identifiziert haben und sie zu unserer H1-Prioritätenliste hinzugefügt haben“, schrieb Vishal Shah, Instagrams Vice President of Product, in einem Mitarbeiterposting: „Wir werden eine neue Jugendsäule innerhalb der Community Product Group aufbauen, um uns auf zwei Dinge zu konzentrieren: (a) die Beschleunigung unserer Integritäts- und Datenschutzarbeit, um die sicherste Erfahrung für Jugendliche zu gewährleisten und (b) die Entwicklung einer Version von Instagram, die es Personen unter 13 Jahren ermöglicht, Instagram zum ersten Mal sicher zu nutzen.“

Zuvor hatte es mehrfach Berichterstattung über Mobbing und Belästigung gegeben, denen Teenager in der App ausgesetzt sind. Die aktuellen Instagram-Vorgaben verbieten Kindern unter 13 Jahren eigentlich die Nutzung des Dienstes.

Mehre Schutzmaßnahmen

Melden sich die Kinder trotz der Vorgaben bei der Plattform an, so will man sie nun zumindest dazu bewegen, ihre Kontoeinstellungen auf „Privat“ zu belassen. Außerdem sollen Erwachsene daran gehindert werden, Nutzer unter 18 Jahren direkt anzuschreiben, wenn diese ihnen nicht schon folgen. Und schließlich soll es Erwachsenen erschwert werden, Minderjährige auf der Plattform zu finden und ihren Accounts zu folgen.

Spezielle App für Kinder

Zudem soll eine spezielle Version der beliebten Foto-App entwickelt werden, die sich vor allem an genau diese Zielgruppe richtet.

Ein Facebook-Sprecher sagte, dass das Unternehmen eine elternkontrollierte Version von Instagram entwickle, ähnlich wie die Messenger Kids App, die für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren gedacht ist. „Zunehmend fragen Kinder ihre Eltern, ob sie Apps beitreten können, die ihnen helfen, mit ihren Freunden Schritt zu halten. Im Moment gibt es nicht viele Optionen für Eltern, also arbeiten wir daran, zusätzliche Produkte zu bauen … die für Kinder geeignet sind und von Eltern verwaltet werden“, wird der Sprecher zitiert.

Mehr als zehn Milliarden Dollar pro Saison: Die NFL hat einen neuen TV-Deal

Nach Informationen der US-Nachrichtenagentur AP kassiert die NFL zukünftig mehr als zehn Milliarden US-Dollar (etwa 8,6 Milliarden Euro) pro Saison. Derzeit belaufen sich die Rechteeinnahmen auf etwa 5,9 Milliarden US-Dollar (etwa 4,95 Milliarden Euro) je Spielzeit.

Die NFL gab den TV-Deal bekannt, machte aber keine Angaben zum finanziellen Volumen. Amazon weitet sein Engagement in der NFL schon ab der Saison 2022 aus und übernimmt das komplette Rechtepaket für die Spiele am Donnerstag. Alle anderen Verträge gelten ab der Saison 2023. Übertragungsrechte haben weiterhin auch die Sender CBS, Fox, NBC und ESPN. ABC kehrt in den Mix zurück und überträgt bis 2030 auch zwei Super Bowls. Insgesamt gibt es zukünftig deutlich mehr Angebote auf Streamingplattformen als bisher. Neben Amazon sind vier weitere Anbieter mit ihren Portalen involviert.

Nach der Delle in dieser Saison steigen die Einnahmen für Spieler und Teams wieder deutlich. In der Coronapandemie hat die NFL eine Saison mit nur teilweise oder gar nicht gefüllten Stadien gespielt und so weniger Umsatz gemacht. Die Gehaltsobergrenze für die kommende Saison ist deshalb gesunken.

15 Jahre Twitter: Zwischen Visionen und Mühlen der Politik

Zum 15. Geburtstag gleicht Twitter einer großen Baustelle. Mitgründer und Chef Jack Dorsey hat eine Evolution im Sinn, die Twitter weit über das gewohnte Kurznachrichtenformat bringen soll. Dazu gehören von alleine verschwindende Tweets mit dem Namen „Fleets“, die „Spaces“-Talkrunden nach dem Muster des populären Start-ups Clubhouse, und in der Zukunft sogar die Möglichkeit, sich Tweets von eigenen Algorithmen sortieren zu lassen.

Zudem testet Twitter (englisches Wort für „zwitschern“) die Möglichkeit, zahlenden Abonnenten exklusive Inhalte oder Angebote verfügbar zu machen. Dorseys Vision: Twitter soll der Ort sein, an dem man erfährt, was gerade passiert – und sich darüber unterhält. Der Weg dorthin ist steinig. Wie findet jeder die für ihn wichtigen Tweets in der Flut von Millionen Nachrichten? Wie sorgt man als Betreiber dafür, dass der Ton zivilisiert bleibt? Und dass die Plattform nicht zur Manipulation der öffentlichen Meinung genutzt wird – wie bei der großangelegten russischen Kampagne zur US-Präsidentenwahl 2016?

Um Letzteres zu verhindern, wagte Dorsey einen radikalen Schnitt: Schon seit Ende 2019 lässt Twitter keine Tweets zu politischen Themen mehr als Anzeigen verbreiten. Dennoch wurde das vergangene Jahr zur Feuerprobe für den Umgang mit kontroversen Inhalten. Twitter entschied sich für ein konsequentes Vorgehen gegen Tweets mit falschen oder irreführenden Informationen über das Coronavirus und zur US-Präsidentenwahl. Das trieb den Konflikt zwischen Twitter und seinem lange Zeit mächtigsten Nutzer – dem inzwischen ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump – auf die Spitze.

Donald Trump setzte voll auf Twitter

Für Trump war das Twitter-Profil mit mehr als 80 Millionen Abonnenten der mit Abstand wichtigste Kommunikationskanal. Twitter ließ ihm unter Verweis auf die zeitgeschichtlichen Bedeutung seiner Tweets lange unter anderem Beleidigungen durchgehen, für die gewöhnliche Nutzer schnell Ärger bekommen hätten. Doch im Frühjahr 2020 überschritt Trump die roten Linien so weit, dass die fragile Übereinkunft bröckelte.

Trump behauptete in Tweets, dass die Briefwahl in der Coronakrise die Betrugsgefahr erhöhe – und bereitete damit den Boden für seine späteren Versuche, das legitime Wahlergebnis zu kippen. Twitter versah einen Trump-Tweet nach dem anderen mit Warnhinweisen. Die Republikaner zitierten Dorsey mehrfach vor Kongressausschüsse und versuchten, den Spielraum von Online-Plattformen beim Vorgehen gegen Nutzer und Inhalte einzuengen.

„Mr. Dorsey, wer zur Hölle hat sie gewählt und damit beauftragt, zu entscheiden, was die Medien berichten dürfen und was das amerikanische Volk erfahren darf?“, brüllte der republikanische Senator Ted Cruz den Twitter-Chef kurz vor der US-Wahl an. Nach der Attacke von Trump-Anhängern auf das Kapitol verbannte Twitter den damals noch amtierenden Präsidenten – und betonte, dass es für ihn keinen Weg zurück auf die Plattform gebe.

„Es ist ein Flugzeug im Hudson“

Dieser Konflikt könnte Twitter noch Kopfschmerzen bereiten, wenn die Republikaner die Kontrolle über den US-Kongress zurückgewinnen sollten. Auch anderswo steht Twitter unter Druck: Russland drosselte jüngst den Dienst und droht mit einer Blockade. Die Anfänge des Dienstes waren bei weitem nicht so kontrovers. Ein Tweet am 15. Jänner 2009 machte der ganzen Welt das Potenzial der Plattform deutlich, bei der jeder News teilen kann. „Es ist ein Flugzeug im Hudson“, twitterte der Software-Unternehmer Janis Krums sein Foto einer gerade im New Yorker Fluss notgewasserten Passagiermaschine, das er auf einer Fähre im Hudson gemacht hatte.

Im „Arabischen Frühling“ – den Protesten, die Ägypten, Libyen und Tunesien veränderten – half Twitter der Bewegung und wurde zu einem wichtigen Instrument der Demonstranten. Die schnelle Twitter-Reaktion der Keksmarke Oreo bei einem Stromausfall während des Superbowls 2013 – „Man kann auch im Dunkeln tunken“ – zeigte Firmen, wie man sich schnell ins Gespräch bringt.

Sein Geld verdient Twitter mit Werbung. Im Kern zahlt man dafür, Tweets in die Timelines der Nutzer zu bringen. Nach einer langen Durststrecke ist Twitter mit dem Modell inzwischen fest in den schwarzen Zahlen angekommen. Wie viele Nutzer der Dienst hat, weiß man unterdessen nicht genau. Twitter nennt seit einiger Zeit nur noch die Zahl der täglichen Nutzer, die über die hauseigene App oder das Web mit Werbung erreicht werden können. Zuletzt waren es 192 Millionen.

Mit Dorseys Performance als Twitter-Chef sind aber viele Investoren nicht zufrieden. Das hat nicht nur mit den vergleichsweise geringen Umsatzzahlen zu tun, die längst nicht mit Facebook oder Google mithalten können. Auch der Aktienkurs hat sich nur mau entwickelt.

Periscope wurde kein Erfolg

Kritiker werfen Dorsey vor, bestimmte Innovationsthemen nur halbherzig angegangen zu sein. So habe er es verpasst, den Live-Video-Streamingdienst Periscope zum Erfolg zu führen, den Twitter im März 2015 gekauft hatte. Stattdessen konnte das chinesische Technologieunternehmen Bytedance dieses Segment mit TikTok besetzen. Die Periscope-App wird dagegen Ende März eingestellt. Immerhin wurde die Live-Funktionalität in der Twitter-App selbst integriert.

Dorsey probiert unterdessen noch eine ganz andere Möglichkeit aus, mit Tweets Geld zu machen. Er versteigert gerade eine digitale Kopie seiner ersten Twitter-Nachricht. Der Tweet vom 21. März 2006 mit den Worten „just setting up my twttr“ („Ich richte nur mein twttr ein“) ist die älteste Nachricht, die auf der Plattform verfügbar ist. Das Höchstgebot liegt bei 2,5 Millionen Dollar (etwa 2,1 Mill. Euro). Dorsey will das Geld spenden.

„You’ll Never Walk Alone“: Europäische Radios mit gemeinsamer Aktion

Eine Durchhalteparole in schwierigen Zeiten: Auf Initiative des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Belgien werden am Freitag europaweit Radiosender um 8.45 Uhr den Song „You’ll Never Walk Alone“ von Gerry and the Pacemakers spielen. Schon im Vorjahr gab es eine solche Aktion, mit der die Menschen „mit der Kraft der Musik“ vereint werden sollen. Auch der ORF beteiligt sich daran.

„Die Corona-Maßnahmen lasten weiterhin schwer auf uns allen“, wird der belgische Moderator Sven Pichal von Radio 2 zitiert wird. „Deshalb fühlt sich dies wie der perfekte Zeitpunkt an, sich wieder die Hände zu reichen und die Menschen mit der Kraft der Musik zu vereinen. Nehmen wir uns etwas Zeit, um über die schwierigen, aber auch die ermutigenden und inspirierenden Momente des vergangenen Jahres nachzudenken.“

In Österreich erklingt die Nummer auf Ö1, Ö3, FM4 sowie den ORF-Regionalradios, aber auch Stationen in Belgien, Deutschland, Zypern, den Niederlanden, Rumänen, Portugal, Spanien oder Litauen sind bei dem Vorhaben dabei.

Snap kauft deutschen Spezialisten für Kleidungsgrößen

Die Macher der Foto-App Snapchat stärken ihr wachsendes Modegeschäft mit dem Kauf eines deutschen Spezialisten für die Berechnung von Bekleidungsgrößen. Die Firma Fit Analytics mit Sitz in Berlin zählt zu ihren Kunden bekannte Marken wie Tommy Hilfiger, Calvin Klein und The North Face. Ihre Software berechnet mit Hilfe von Angaben zu Körpermaßen, Schnitt und Stoffen die richtige Größe für einen Kunden.

Unter dem Dach des Snapchat-Betreibers Snap soll Fit Analytics als eigenständiges Unternehmen fortgeführt werden. Zugleich werde man gemeinsam an Online-Angeboten für die Snapchat-Plattform arbeiten, teilte Snap am Mittwoch mit.

Snapchat setzt stark auf die sogenannte erweiterte Realität (AR, Augmented Reality), bei der digitale Objekte auf dem Bildschirm in die reale Umgebung integriert werden. Gerade in der Coronapandemie griffen Marken auf diese Möglichkeit zurück, um Snapchat-Nutzer Kosmetik oder Modeartikel virtuell aus- oder anprobieren zu lassen.

ORF-TVthek über Sky TV-Plattform abrufbar

Gute Nachrichten für alle Fernseh-Fans hierzulande: Sky Österreich und der ORF verstärken ihre Kooperation, ab sofort ist die ORF-TVthek als App über die Sky TV-Plattform verfügbar. Damit baut Sky sein umfangreiches Programmangebot in Österreich um einen weiteren großen Partner aus.

Coronakrise lässt Geschäft von Fedex boomen

Der Post-Rivale Fedex hat im jüngsten Geschäftsquartal dank des Bestellbooms in der Corona-Pandemie deutlich besser verdient. In den drei Monaten bis Ende November schoss der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 180 Prozent hoch auf 892 Millionen Dollar (749 Millionen Euro).

Die Erlöse steigerte der Konkurrent von UPS und Deutscher Post DHL um 23 Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar, obwohl das extreme Winterwetter das Geschäft in Teilen des US-Heimatmarktes deutlich belastete.

Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten klar, was die Aktie nachbörslich um 1,8 Prozent anschob. In den vergangenen zwölf Monaten hat der Kurs um 165 Prozent zugelegt.