Die New York Times vermarktet jetzt Leser-Emotionen

Gefühle als neue Metrik im Online-Marketing: Die New York Times hat mittels Machine Learning und Umfragen daran gearbeitet, die Emotionen von Lesern bei der Lektüre von Artikeln vorherzusagen. Anzeigenkunden können nun aus 18 Gefühlen wählen. Auch andere Medien versuchen sich schon im Emotionsmarketing.

Rund ein Jahr lang hat die US-Zeitung Daten gesammelt und ausgewertet und damit eine Liste der 30 am häufigsten erlebten Emotionen erstellt. 18 Gefühle stehen den Werbetreibenden nun zum Verkauf. Warum nur 18? “Marken wollen nicht unbedingt 5.000 Emotionen zur Auswahl haben”, erklärt Allison Murphy, Senior Vice President of Ad Innovation bei der Times, gegenüber AdWeek. So würden sich Anzeigenkäufer beispielsweise nicht um den Unterschied zwischen Glück und Ekstase kümmern. Das sind die buchbaren “Gefühlslagen” der Leser:

  • Gelangweilt
  • Amüsiert
  • Nachgiebig
  • Optimistisch
  • Interessiert
  • Abenteuerlustig
  • Selbstbewusstes Auftreten
  • Inspiriert
  • Informiert
  • Wettbewerbsfähig
  • Glücklich
  • Nostalgisch
  • Furchtsam
  • Hasserfüllt
  • Hoffnungsvoll
  • Traurig
  • In der Stimmung zum Ausgeben
  • Liebe fühlen

Konkret bedeutet das, dass etwa ein Anbieter von Retro-Spielzeug etwa Anzeigen in Artikeln schalten kann, die nostalgische Gefühle auslösen. Oder hingegen nicht in Artikeln aufzutauchen, die Angst auslösen, wie etwa Berichte über Anschläge oder Unwetter.

Werbung bei Whatsapp kommt 2020

2020 soll bei Whatsapp der Startschuss für Werbeanzeigen fallen. Wie der Konzern auf dem Facebook Marketing Summit in Rotterdam bestätigt, will man mit Whatsapp zu einem gewinnbringenden Unternehmensteil transformieren.

Hierfür benötigt es natürlich eine ordentliche Vermarktung in exponierter, prominenter Lage – Stichwort Sichtbarkeit. Im privaten Chatbereich müssen Verbraucher vorerst zwar keine Werbung befürchten, verspricht man von Seiten Whatsapps auf dem Marketing Summit. Dafür soll im „Status“-Bereich der Facebook-Tochter nun dort, wo Nutzer bisher Texte, Fotos und Videos teilen können, die nach 24 Stunden wieder verschwinden, das Umfeld für Werbeanzeigen geschaffen werden.

Die sogenannten „Status Ads“ werden als vertikale Anzeigen zu sehen sein, die den kompletten Smartphone-Bildschirm ausfüllen und zwischen zwei Story-Elementen platziert werden. Elemente wie dieses kennen Nutzer bereits aus den anderen sozialen Netzwerken des Konzerns, wie Facebook und Instagram.

Google startet Job-Suche für Deutschland

Google dürfte damit ziemlich schnell zum wohl größten Stellenmarkt im deutschsprachigen Web avancieren. Denn die Suche nach Jobs gestaltet das Unternehmen aus Palo Alto maximal einfach: Gibt ein Nutzer beispielsweise “Jobs in der Nähe” oder “Redakteur Hamburg” in die Suchzeile ein, bekommt er im oberen Bereich der Suchergebnisseite eine Vorschau der Stellenausschreibungen angezeigt, die auf den Partnerseiten veröffentlicht wurden.

Nutzer haben zudem die Möglichkeit, Suchergebnisse zu speichern oder sich via E-Mail über neue Jobs informieren zu lassen. Mithilfe von Filtern lässt sich die Jobsuche eingrenzen und etwa nach Teilzeit, Vollzeit, der Wunschstadt oder der Branche sortieren. Möchte der Nutzer sich bewerben, wird er per Link innerhalb der Stellenausschreibung auf die Partner-Webseite geführt, auf der die Stelle ausgeschrieben ist.

Für den Stellenmarkt kooperiert Google mit zahlreichen Partnern, darunter viele Verlage. Für sie ist das Geschäft mit Jobanzeigen angesichts sinkender Printerlöse ein zunehmend wichtiger Erwerbszweig. Zu den Launchpartnern zählen etwa Burda mit dem Karriere-Netzwerk Xing, Funke mit Absolventa und die Stellenmärkte der Zeit, der FAZ, Stuttgarter Zeitung und der Süddeutschen. Dazu kommen Stellenausschreibungen von LinkedIn, Kununu.com, academics.de und Azubi.de. Nicht mit dabei ist Springers Stepstone, das zu den größten Jobbörsen in Deutschland zählt.

Die Partner erhoffen sich durch die neue Funktion eine höhere Sichtbarkeit. Jens Stief von Xing sagt zur Kooperation: “Die Kooperation mit Google wird den Xing Stellenmarkt in zweierlei Hinsicht aufwerten: Einerseits hilft uns die Stellensuchfunktion in der Google-Suche die Bekanntheit und Sichtbarkeit der New Work Faktoren im Xing Stellenmarkt zu erhöhen. Andererseits profitieren auch unsere Unternehmenskunden von der Partnerschaft. Sie sind automatisch bei Innovationen dabei und es wird noch einfacher, die richtigen Kandidaten zu erreichen.”

Ibiza-Shirts werden zum Verkaufsschlager

Seit der Veröffentlichung des Videos, das Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus im Gespräch mit einer vermeintlichen Oligarchennichte auf Ibiza zeigt – mittlerweile haben beide ihre Funktionen in der FPÖ niedergelegt –, reagieren Nutzer weiterhin rege im Netz auf die Entwicklungen. Neben Memes, Ärger und Freude hat sich ein neuer Trend entwickelt: T-Shirts mit Sujets, die auf den Ibiza-Gate anspielen. Bei verschiedensten Onlinehändlern finden sich zahlreiche Kleidungsstücke dieser Art.

„League of Legends“ soll auf Smartphones und Tablets kommen

In naher Zukunft dürfte ein weiteres bekanntes Game eine Umsetzung für Mobilgeräte bekommen. Nämlich das, in Nutzerzahlen gemessen, größte Videospiel für PCs, das MOBA League of Legends.

So arbeiten die League-Entwickler Riot Games und ihre Mutterfirma Tencent gemeinsam an einer Mobilversion des strategischen Multiplayer-Kampfspiels mit Rollenspielelementen. Bis zum Erscheinen soll es aber noch etwas dauern.
Dass die Umsetzung für Smartphones und Handys noch heuer erscheint, gilt aber als unwahrscheinlich. Realistisch wäre damit ein Release 2020. Die Umsetzung bedeutet auch eine Wende hinsichtlich der bisherigen Haltung von Riot Games. Vor einigen Jahren war Tencent bereits einmal mit dem Wunsch eines mobilen League an das Unternehmen herangetreten, damals soll Riot aber erklärt haben, eine gute Umsetzung für nicht möglich zu halten.

Die Mobilumsetzung birgt freilich auch gewisse Risiken. Denn für ihre Adaption bekannter Marken mussten Hersteller auch schon herbe Kritik einstecken – etwa Electronic Arts für Dungeon Keeper und C&C: Rivals. Auf wenig Gegenliebe stieß auch die Präsentation des mobilen Diablo.

Rakuten startet kostenlosen Live-Streaming-Dienst

Zuschauer können bei Rakuten mit Influencern und Streamern in Echtzeit kommunizieren. Das Unternehmen will damit ein Live-Unterhaltungserlebnis schaffen, das die Interaktion der Nutzer fördert. Der neue kostenlose Streaming-Dienst von Rakuten bietet außerdem eine Live-Commerce-Funktion.

Demnach können Zuschauer so auf Websites zugreifen, um Produkte zu kaufen, die in den Streaming-Videos gezeigt werden. Käufern wird also ermöglicht, während des Streamens Einkäufe zu erledigen. Ziel dahinter ist es, dass Künstler, Prominente und andere Streamer Produkte effektiv bewerben und in Interaktion mit Zuschauern treten – Influencing in Reinkultur quasi.

Die Live-Commerce-Funktion von Rakuten Live wird auch mit anderen von der Internetunternehmens-Gruppe angebotenen Diensten verknüpft. Der Live-Streaming-Dienst zielt darauf ab, durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen E-Commerce-Diensten wie dem Rakuten Ichiba-Online-Einkaufszentrum, Rakuten Books und Rakuten Ticket ein neues Live-Commerce-Erlebnis zu schaffen.

„Dossier“ sammelt für zweite Printausgabe zum Thema Korruption

Das Rechercheprojekt „Dossier“ sammelt Geld für seine zweite Printausgabe. Thema wird Korruption in Österreich, teilte Chefredakteur Florian Skrabal mit. Nun startete die Crowdfunding-Kampagne dafür. Bis 27. Juni will man 60.000 Euro sammeln.

„Wer zahlt, schafft an. Wie korrupt ist Österreich?“ wird der Titel des zweiten „Dossier“-Hefts. Anlass sind „die aktuellen Ereignisse“ rund um das Ibiza-Video, erklärte Skrabal. „Korruption in all ihren Facetten“ will das „Dossier“-Team durchleuchten, „alte und neue Skandale, von Glock zu Novomativ zu Raiffeisen, den politischen Parteien, gleich welcher Farbe und vieles mehr“ recherchieren und all das auf 100 werbefreien Seiten aufbereiten.

Start-up Right Now erhält prominente Unterstützung

Es ist noch keine anderthalb Jahre her, da gewannen Phillip Eischet, Torben Antretter und Benedikt Quarch mit Carsten Maschmeyer einen der schillerndsten Investoren Deutschlands. Nun beteiligen sich erneut namhafte Unternehmer am Düsseldorfer Start-up Right Now: Die Gründer der Hotel-Suchmaschine Trivago steigen bei dem Online-Dienstleister ein, der Verbrauchern Erstattungen und Entschädigungen auf Knopfdruck verspricht.

Die drei Gründer verdienen ihr Geld hauptsächlich durch das Fehlverhalten vieler Airlines, die ihren Erstattungspflichten nicht nachkommen. Die Geschichte von Right Now beginnt 2016 mit dem Portal Geld-fuer-Flug.de.

Das kauft Kunden Flugtickets ab, bei denen Germanwings und andere Airlines jahrelang zu Unrecht eine Stornierung ausschließen. Das Start-up behält einen Abschlag ein – und ist damit den Gründern zufolge von Anfang an profitabel.

2018 entscheidet der Bundesgerichtshof allerdings, dass Fluggesellschaften nur noch Steuern und Gebühren erstatten müssen. Ein Rückschlag. Weil viele Fluggesellschaften aber auch das nicht von sich aus tun, funktioniert das Geschäftsmodell des Portals erst einmal weiter.

Doch wie lange noch? Derzeit bringt Geld-fuer-Flug.de mehr als die Hälfte des Umsatzes ein und sorgt dafür, dass die junge Firma schwarze Zahlen schreibt. Damit wäre von heute auf morgen Schluss, wenn die Airlines sich plötzlich an die Regeln hielten.

D: Publikumszeitschriften verlieren 4,4% ihres Werbeumsatzes

985 Mio. Euro setzten die über 400 von Nielsen ausgewerteten Publikumszeitschriften in den ersten vier Monaten des Jahres brutto mit Anzeigen um. Vor einem Jahr waren es noch 1,030 Mrd. – ein Minus von 4,4%. Doch es gibt auch Gewinner, in der Top 50 immerhin 20 Stück. Ganz vorn steigert sich das TV-Supplement prisma – auch dank deutlich gestiegenen Auflagen massiv, Titel wie Brigitte, Zeit, Bild am Sonntag und Focus verlieren hingegen massiv.

Abseits der Top Ten gibt es zahlreiche weitere große Verlierer mit einem Minus von 10% und mehr. Sogar mehr als 20% unter dem Vorjahr liegen InStyle (27,5%), TV Movie (23,2%) und die Sport Bild, die um 40,4% nach unten kracht. Einige Titel liegen aber auch mehr als 10% über dem Vorjahr. Neben dem stern sind das in der Top 50 noch die Superillu (19,8%), auf einen Blick (12,5%), Motorrad (11,5%), Brigitte woman (16,2%), Neue Post (18,5%) und Harper’s Bazaar (17,6%).

VAUNET prognostiziert stagnierenden TV-Werbemarkt

Die Geschäftszahlen von ProSiebenSat.1 und der Mediengruppe RTL für das erste Quartal 2019 haben gezeigt, dass der TV-Werbemarkt schwächelt. Beide Unternehmen mussten mit sinkenden Werbeerlösen im klassischen Sendergeschäft leben. Auch aktuelle Nielsen-Zahlen bestätigen diesen Trend. Nun hat der VAUNET seine Frühjahrsprognose für das laufende Jahr veröffentlicht – und ist dabei etwas optimistischer, als die Zahlen das derzeit hergeben. Laut dem Verband werden die Netto-Werbeumsätze des Fernsehens in diesem Jahr bei rund 4,54 Milliarden Euro und damit auf Vorjahresniveau liegen.

Wie realistisch das ist, wird sich wohl erst im Verlauf des Jahres zeigen. ProSiebenSat.1 weist regelmäßig darauf hin, dass Prognosen zur Entwicklung des TV-Werbemarktes nur schwer zu treffen sind. Insgesamt erwartet der VAUNET aber ein deutliches Wachstum der Werbeumsätze der audiovisuellen Medien in Deutschland. So sollen im laufenden Jahr erstmals mehr als sechs Milliarden Euro erwirtschaftet werden. 6,13 Milliarden Euro sollen es über die verschiedenen Wege (TV, Instream-Videowerbung, Radio, Instream-Audiowerbung) werden. Das würde einem Anstieg von 2,6 Prozent entsprechen.

Es ist nun aber schon das dritte Mal in Folge, dass der VAUNET einen Umsatz der Branche in Höhe von mehr als sechs Milliarden Euro anpeilt – zumindest 2017 und 2018 lag man stets knapp darunter. Dennoch zeigt man sich jetzt optimistisch. Hans Demmel, Vorsitzender des VAUNET, sagt: „Wir sehen für die Werbung in audiovisuellen Medien insgesamt eine positive Entwicklung. Sie befinden sich allerdings zunehmend im Wettbewerb mit internationalen Plattformen, deshalb ist die Schaffung eines konvergenten Rechtsrahmens und fairer Wettbewerbsbedingungen für sie existenziell. Nur so kann die große volkswirtschaftliche Bedeutung der audiovisuellen Medien, von der viele weitere Branchen profitieren, auch zukünftig sichergestellt werden.“

Ad Alliance wächst: Media Impact als Partner an Bord

Die Ad Alliance wächst: Media Impact, die gemeinsame Vermarktungsorganisation von Axel Spinger und Funke Mediengruppe, wird neuer Partner der Vermarktungs-Dachgesellschaft von IP Deutschland, Spiegel Media, G+J eMS und smartclip. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die digitalen Medienmarken von Media Impact ab Herbst ebenfalls über das Werbebündnis vermarktet werden, deren Portfolio neben sieben TV- und 91 Print-Marken sowie dem Angebot der Audio Alliance auch 110 Digital-Marken umfasst.

38 dieser Digital-Marken kommen durch die neue Kooperation mit Media Impact zustande, darunter Angebote wie „Bild“, „Welt“, „Auto Bild“, „Computer Bild“, „Sport Bild“, „Rolling Stone“, „Business Insider“, „Transfermarkt“, „Idealo“ und „Hoerzu.de“. Die Ad Alliance wird fortan Rahmenverträge über das Digitalportfolio im Namen und auf Rechnung von Media Impact mit Mediaagenturen und einzelnen Direktkunden verhandeln und steuern. Allerdings setzt der Springer-Vermarkter auch weiterhin auf eine eigenständige Sales-Einheit und direkten Kundenkontakt, heißt es.

„Die erfolgreiche Entwicklung von Media Impact hat uns gezeigt, wie wichtig Verlagskooperationen sind, um dem zunehmend internationalen Wettbewerb kraftvoll entgegenzutreten“, so Media-Impact-Geschäftsführer Carsten Schwecke. Mit dem jetzt vollzogenen Schritt wolle man die Voraussetzungen schaffen, „um im Digitalbereich noch stärker zu wachsen“.

Matthias Dang, Geschäftsführer der Ad Alliance, zeigte sich darüber erfreut, „dass wir nun im dritten Jahr der Ad Alliance mit Media Impact einen weiteren starken Partner in unserer Runde begrüßen“. Weiter sagte er: „Die Erfolgsgeschichte unserer Allianz wird fortgeschrieben und wir lösen das Versprechen ein, sie kontinuierlich sowohl inhaltlich als auch in der Reichweite weiterzuentwickeln“. Schon jetzt dürfte kaum jemand daran vorbeikommen, schließlich erreicht das Portfolio der Ad Alliance eigenen Angaben zufolge 99 Prozent der deutschen Bevölkerung.

Rewe-Bonusclub „jö“ vermeldet zwei Millionen Anmeldungen

Zwei Wochen nach dem Start vermeldet der firmenübergreifende Bonusclub „jö“ des Rewe-Universums und seiner Partner laut Unternehmensangaben bereits zwei Millionen Anmeldungen, was die Geschäftsführung als „unglaublichen Erfolg“ wertet, der alle Erwartungen übertroffen habe.

Abseits der Marken aus dem Rewe-Universum (Billa, Merkur, Penny, Bipa, Adeg) sind auch OMV, Libro, Pagro, Interio und Bawag PSK Teil der Allianz.

Kriselnde Ceconomy kämpft weiter mit sinkenden Umsätzen

Die kriselnde Elektronikhandelsholding Ceconomy kämpft weiter mit Rückgängen bei Umsatz und Ertrag. Die Erlöse seien im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 auch bedingt durch das in diesem Jahr spätere Oster-Geschäft um zwei Prozent auf fünf Milliarden Euro geschrumpft, teilte Ceconomy mit. Vor allem in Südeuropa ging das Geschäft zurück. Der bereinigte operative Ertrag (Ebitda) stagnierte bei 80 (Vorjahr: 82) Millionen Euro. Ein Sparprogramm soll Besserung bringen. „Ceconomy befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch, der auch die geschäftliche Entwicklung beeinflusst“, sagte der neue Chef Jörn Werner.

Lagerfeld-Sonderausgaben punkten im Lesermarkt

Anlässlich des Todes von Karl Lagerfeld im Februar 2019 hatten mehrere Verlage Sonderausgaben ihrer Zeitschriften und Zeitungen auf dem Markt gebracht. Mit der Resonanz auf dem Lesermarkt zeigen sich die herausgebenden Medienhäuser nun mehr als zufrieden. So wurden das Lagerfeld-Sonderheft des ‚Stern‘ von Gruner + Jahr circa 60.000 und das Sonderheft der ‚Gala‘ aus demselben Verlag rund 40.000 Exemplare verkauft. Auch die Funke Mediengruppe zieht ein positives Feedback: Die Heftreihe ‚Collector’s Edition – Karl Lagerfeld‘ habe die Erwartungen übertroffen.

Sky schaltet Champions-League-Finale für alle Kunden frei

Als besonderer Service wird das Finale ausnahmsweise für alle Sky-Kunden in Deutschland und Österreich empfangbar auch auf Sky 1 HD ausgestrahlt. Ab 19.30 Uhr bis Mitternacht berichtet Sky am 1. Juni live vom Finale zwischen Liverpool und Tottenham in Madrid.

Für die Fans beider Vereine würde ein Sieg am 1. Juni den ersten großen Titel seit Langem bedeuten: Der FC Liverpool feierte mit den Erfolgen in der Champions League 2005 und dem FA-Cup 2006 vor über einem Jahrzehnt die letzten großen Triumphe, die Spurs warten noch länger: vor 28 Jahren gewannen sie den FA-Cup, 1984 mit dem UEFA-Cup den letzten internationalen Titel.

Sky-Q-Kunden, die das Sport Paket und Premium HD gebucht haben sowie über einen entsprechenden Fernseher verfügen, haben zudem die Möglichkeit, das Finale auf Sky Sport UHD exklusiv in Deutschland und Österreich auch in Ultra HD zu erleben.

Comedy Central will in lokale Webserien investieren

Viacom will bei Comedy Central verstärkt in lokale Webserien investieren und hat in diesen Tagen mit „Comedians lösen Weltprobleme“ und „Comedy Zentrale“ bereits zwei deutsche Produktionen gestartet, die bei Facebook, Instagram und YouTube zu finden sind. Bei dem Vorhaben, das Viacom für seinen Spartensender auch außerhalb Deutschlands verfolgt, arbeitet der Sender mit Viacom Digital Studios International zusammen.

Bei „Comedy Zentrale“ handelt es sich um eine Puppen-Mockumentary, die die beiden Kollegen Taco und Schröder bei ihrem Büroalltag in einem Comedy-Spartensender begleitet. Das Format wurde intern entwickelt und produziert. „Comedians lösen Weltprobleme“ wird produziert von Turbokultur und ist eine Adaption des internationalen Formats „Comedians Solve World Problems“. In zunächst acht Folgen stehen unter anderem anderem Masud Akbarzadeh, Phil Laude, Felix Lobrecht, Tahnee und Ingmar Stadelmann vor der Kamera.

D: Netto-Investitionen in klassische Werbung gehen zurück

Die Werbewirtschaft konnte von der guten Konjunktur in Deutschland – wie in den vorherigen Jahren auch – in großen Teilen profitieren. Insgesamt 47 Milliarden Euro (BIP-Anteil: 1,4 Prozent) wurden 2018 in werbliche Maßnahmen investiert. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle ZAW-Nettowerbestatistik. Der von der ZAW errechnete Wert setzt sich zusammen aus den medienbasierten Investitionen in Werbung (26,8 Mrd. Euro) inklusive der Netto-Werbeeinahmen erfassbarer Werbeträger und den weiteren Formen kommerzieller Kommunikation (20,2 Mrd. Euro).

Die Nettoumsätze der insgesamt 12 Werbeträgermedien gingen 2018 um 2,4 Prozent auf 15,82 Milliarden Euro zurück (Vorjahr: 16,21 Mrd. Euro). Obwohl die Printwerbeträger fast überwiegend im Minus sind, belegen sie unter den fünf werbestärksten Medien der ZAW-Nettostatistik die Positionen 2, 4 und 5 mit den Tageszeitungen, Anzeigenblättern und Fachzeitschriften. Fernsehen bleibt mit 29 Prozent Marktanteil werbestärkstes Medium in der ZAW-Statistik. Erstmals seit 2009 weist die Fernsehwerbung einen leicht negativen Wert mit -1,2 Prozent aus – allerdings auf ganz anderem Niveau als vor knapp 10 Jahren: 2009 waren es 3,64 Milliarden Euro, während die TV-Werbung 2018 4,54 Milliarden Euro erzielte. Die Online- und Mobile-Werbung hingegen stieg 2018 um deutliche 7,1 Prozent auf 1,76 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,64 Mrd. Euro). Damit rückte die digitale Werbung auf Rang drei in der ZAW-Nettostatistik vor.

CBS bietet 5 Milliarden Dollar für Pay-TV-Sender Starz

Auf dem US-Medienmarkt steht womöglich der nächste Milliarden-Deal bevor. So bietet die CBS Corporation fünf Milliarden Dollar für den Pay-TV-Anbieter Starz. Erst vor drei Jahren hatte Lionsgate Starz übernommen – damals für 4,4 Milliarden Dollar. Für den nun gebotenen Preis will Lionsgate Starz allerdings offenbar nicht abgeben, CBS müsste also wohl noch etwas drauflegen. Derzeit dauern die Gespräche demnach noch an.

Starz, das Serien wie „American Gods“, „Power“, „The White Queen“ oder „Outlander“ zeigt, hatte sich zuletzt gut entwickelt und zählt inzwischen über 25 Millionen Abonnenten in den USA, binnen Jahresfrist war das ein Zuwachs um mehr als eine Million. Zudem baut Starz gerade ein weltweites Geschäft aus und ist beispielsweise auch in Deutschland mit dem Streaming-Angebot Starzplay angetreten.

CBS ist im Pay-TV-Geschäft bereits mit Showtime vertreten. Neben Starz ist auch noch immer eine Übernahme von Viacom im Bereich des Möglichen – die beiden Unternehmen haben beide die Redstone-Familie als Mehrheitsgesellschafter.

ProSiebenSat.1 investiert in Virtual Reality

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1, Unterföhring, investiert einen einstelligen Millionenbetrag (Euro) in das Unternehmen Holodeck VR mit Sitz in München und Nürnberg. Der TV-Konzern hält damit rund 20 Prozent an dem Start-up, das auf ortsbezogene Virtual Reality Erlebnisse spezialisiert ist. Holodeck VR profitiere durch das Investment von Synergien wie zusätzlichen Vertriebsmöglichkeiten oder neuen Anwendungsfeldern innerhalb des Ecosystems von ProSiebenSat.1, teilt das Medienunternehmen mit. Mit der Jochen Schweizer mydays Group etwa verfügt die Gruppe über einen möglichen Distributionsweg, um Holodeck in Freizeit- und Activity-Parks zu platzieren. Weitere Synergien gibt es perspektivisch im Bereich Content-Produktion, Live-Broadcasting sowie über 7Sports, der Sport-Business Unit von ProSiebenSat.1, die im Segment E-Sports aktiv ist.

CCA-Venus 2019: 13 Gewinner mit Gold prämiert

Von insgesamt 640 CCA-Venus-Einreichungen (2018: 609 Einreichungen) wählte die Jury unter dem Vorsitz von Jo Marie Farwick (Überground) 13 Arbeiten aus, die mit einer goldenen CCA-Venus ausgezeichnet wurden. „Kunde des Jahres“ ist heuer Erste Bank und Sparkasse. In Summe wurden fünf Arbeiten der Bank mit goldenen CCA-Veneres prämiert.

Insgesamt wurden 246 Arbeiten von der Jury ausgezeichnet, die traditionell auch einen Eintrag im Jahrbuch des Creativ Club Austria erhalten. 118 dieser Arbeiten sowie der Kunde des Jahres wurden mit einer CCA-Venus prämiert:

• 13 CCA-Veneres in Gold
• 1 Student of the Year
• 1 Kunde des Jahres
• 41 CCA-Veneres in Silber
• 63 CCA-Veneres in Bronze

Amazon verkauft nun auch Flugtickets

Der größte Online-Händler steigt in die Reisebranche ein und startet mit dem Verkauf von Flugtickets. Dafür kooperiert Amazon mit dem indischen Online-Reisebüro ClearTrip um dortige Inlandsflüge anzubieten. Zunächst werden die Flugtickets über den hauseigenen Zahlungsdienst Amazon Pay ausschließlich in Indien angeboten.

Amazon hat indische Inlandsflüge von Vistara UK, GoAir, SpiceJet und IndiGo im Angebot. Beworben wird das Flugticket-Ticket-Service von Amazon mit, „der niedrigsten Stornogebühr“, „transparente Preise“ und „einfaches Booking“.

Amazon möchte mit diesem Schritt einerseits seine seit 2016 bestehende Präsenz in Indien stärken, heißt es von Branchenbeobachtern. Dafür wurde Amazon Pay bereits in der Vergangenheit mit einer Reihe von exklusiven und regionalen Services ausgestattet.

RMS Radio Award 2019 in drei Kategorien vergeben

Die Kategorie „Permanent Performer“ zeichnet Radiospots von „Marken mit einem hohen Ausgangswert“ aus, „die ihre starken Leistungswerte nochmals steigern können“. In der Kategorie „Top Seller“ sind es „besonders abverkaufsstarke Sujets, die die Konsumenten besonders zum Kauf anregen“. Unter den Nominierungen für die Kategorie „Speedy“ finden sich „Sujets, die schon nach wenigen Schaltungen eine überproportionale Leistungssteigerung aufweisen“.

Die Preisträger des RMS Radio Award 2019

Kategorie: Permanent Performer:
Kunde: Porsche Austria / Group Service
Spot: Unfall Spezialist
Kreativagentur: Porsche Austria
Aufnahme/Produktion: Erler und Partner
Mediaagentur: Porsche Werbemittlung

Kategorie: Top Seller
Kunde: Thalia Buch & Medien GmbH
Spot: Spiele-Aktion Weihnachten
Kreativagentur: Wynken Blynken & Nod
Mediaagentur: Mindshare

Kategorie: Speedy
Kunde: Josef Manner & Comp. AG
Spot: Manner Knusper Müsli
Kreativagentur: DDB Wien
Mediaagentur: OMD Mediaagentur

Ermittelt werden die erfolgreichsten Radiospots aus insgesamt 364 getesteten Spots aus der Sujet-Datenbank von Focus Media Research, die im Erhebungszeitraum von März 2018 bis Februar 2019 neu on air gegangen sind. Anhand relevanter Kriterien wie Spotbekanntheit, Markenimpact und Imagebeurteilung werden die besten Spots im Rahmen von Umfragestudien ermittelt. Daraus leitet sich auch der sogenannte „RMS Score“ ab, der im Durchschnitt über alle 364 neuen Radiospots 39 Punkte beträgt. Alle in diesem Zeitraum analysierten Sujets wurden außerdem mit Hilfe eines Statistiktools in Kategorien eingeteilt, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Es wurde aus jeder Kategorie der Beste mit dem Radio Award ausgezeichnet. „Und die Jury, die letztlich über die Sieger entscheidet, ist eine der objektivsten und unbestechlichsten – nämlich die Hörer, also die potentiellen Konsumenten“, heißt es.

Skills für Amazons Alexa mit Bezahlfunktion starten

Amazon hat erste Premium Alexa Skills für Deutschland veröffentlicht. Diese enthalten sogenannte In-Skill-Käufe, Kunden können gegen Bezahlung spezielle Funktionen aktivieren. Zum Start stehen insgesamt 14 Angebote zur Verfügung.

Amazon erlaubt es Skill-Anbietern neuerdings, Bezahlfunktionen in ihre Alexa-Skills zu integrieren. Mit Skills lässt sich der Funktionsumfang eines Alexa-Geräts erhöhen, sie sind so etwas wie Apps für den digitalen Assistenten. Zunächst ist diese neue Funktion nur für Entwickler verfügbar, die an der Developer Preview teilnehmen. Später sollen In-Skill-Käufe für alle Anbieter bereitstehen. Einen Termin dafür hat Amazon bislang nicht genannt.

Amazon verspricht, dass Anwender damit neue, qualitativ hochwertige Skills erhalten sollen. Für Entwickler soll dies eine Möglichkeit sein, digitale Premium-Inhalte zu verkaufen und so mit den Alexa-Skills Geld zu verdienen. Dazu können Skills mit einmaligen Käufen oder mit Abo-Modellen versehen werden. Wenn ein Premium-Skill läuft, kann der Nutzer fragen „Alexa, was gibt es zu kaufen?“, um den Kauf durchzuführen. Die Basisfunktionen der Skills sind kostenlos und die Nutzung von Alexa-Skills soll weiterhin gratis sein, verspricht Amazon.

In der Alexa-App gibt es neuerdings eine spezielle Rubrik mit den sogenannten Premium Alexa Skills. Mit Premium werden alle Skills mit Bezahlfunktion bezeichnet. Zum Start stehen hier 14 Angebote zur Verfügung. Bei neun davon handelt es sich um Spiele- und Rate-Skills. Mit dabei ist das Rätsel des Tages, das täglich eine Ratefrage bietet. Als Premiumfunktion gibt es mit einem Abo in Höhe von 1,89 Euro pro Monat täglich ein zweites Rätsel.

AS&S Radio und RMS melden Zusammenarbeit beim Kartellamt an

Die beiden größten deutschen Radiovermarkter RMS Radio Marketing Service GmbH & Co. KG in Hamburg, und ARD-Werbung Sales & Services GmbH mit Sitz Frankfurt am Main, haben beim Bundeskartellamt in Bonn die Gründung einer Online-Vermarktungsplattform angemeldet. In den vergangenen Monaten hatten beide Unternehmen bereits angekündigt, eine gemeinsame Online-Buchungsplattform gründen zu wollen, die automatisierte Buchungen ermöglichen soll. Mit der jetzigen Anmeldung dieses Vorhabens beim Bundeskartellamt beginnt nun die „offizielle“ Realisierung.

Online-Werbung in Österreich im ersten Vierteljahr stark rückläufig

Nach Jahren des Wachstums ist in Österreich die Werbung auf Online-Portalen heuer eingebrochen. Ein Bruttowerbevolumen von 53,2 Millionen Euro im ersten Quartal bedeutete einen Rückgang um 9,9 Prozent gegenüber demselben Zeitraum 2018.

Diese Zahlen kommen insofern überraschend, als das Marketing-Forschungsinstitut Focus noch im Jänner mit einem starken Zuwachs im Onlinebereich für das laufende Jahr gerechnet hatte.

Den Rückgang im Online-Bereich begründet Focus im Sinkflug des Erfolgs der Banner-Werbung. In den 1990er-Jahren hätten noch 40 Prozent der User auf Banner geklickt, zehn Jahre später seien es nur mehr zwei Prozent gewesen, heute sei es eine Promille. Zuwächse dürfte es aber weiterhin in den Bereichen Social Media, Video und Suchmaschinen (Search Engine Advertising) geben, diese Zahlen würden aber erst für das Gesamtjahr erhoben.

Mit knapp 450 Millionen Euro in den ersten drei Monaten (plus 2,2 Prozent gegenüber 2018) ging das größte Stück des Werbekuchens in Österreich klar an den Printbereich, und zwar fast 44 Prozent. Großer Gewinner in diesem Segment waren die Tageszeitungen mit einem Quartalsplus von 5,5 Prozent, Zuwächse gab es auch bei den regionalen Wochenzeitungen (plus 2,5 Prozent). Magazine und Illustrierte (minus 8,4 Prozent) und Fachzeitschriften (minus 10,8 Prozent) waren im Printbereich die Verlierer.

Exakt ein Viertel des österreichischen Werbevolumens floss im ersten Quartal ins Fernsehen (255 Mio. Euro), was ein Minus von 3 Prozent bedeutet. Schwer getroffen hat es hier den ORF, der einen Dämpfer von minus 12 Prozent einstecken musste, während die Privatsender einen bescheidenen Zuwachs von knapp 1 Prozent erzielten. Drittgrößter Werbeträger war heuer bisher die Außenwerbung mit einem Anteil von 6,6 Prozent oder einem Volumen von 68,2 Millionen Euro, was einen Zuwachs von 8,7 bedeutet. Ein Plus von 6,3 Prozent auf 57 Mio. Euro gab es auch in der Radiowerbung, wobei ORF und Private prozentuell annähernd gleich profitierten.

RTL Group: Mehr Umsatz, TV-Werbegeschäft schrumpft

Die RTL Group hat ihren Gesamtumsatz im ersten Quartal 2019 um 7,2 Prozent auf 1,518 Milliarden Euro gesteigert, der bereinigte Umsatz lag bei 1,496 Milliarden Euro. Getrieben wurde das Wachstum vom Umsatz aus der Inhalteproduktion bei Fremantle, wo vor allem „American Gods“ und „America’s Got Talent: The Champions“ für ein Plus von 41,3 Prozent auf 383 Millionen Euro verantwortlich waren. Gleichzeitig stieg der Digitalumsatz der Multi-Plattform-Netzwerke sowie von SpoX um 25 Prozent auf 105 Millionen Euro.

Den mit Abstand größten Teil vom Kuchen macht weiterhin das Sendergeschäft aus, allerdings musste die RTL Group im ersten Quartal erneut ein Minus von 2,0 Prozent hinnehmen, weil die TV-Werbemärkte in Deutschland, den Niederlanden und Belgien rückläufig waren.

Das VoD-Geschäft kann das bislang nicht ausgleichen, auch wenn der Umsatz hier um fast elf Prozent auf 51 Millionen Euro stieg. Thomas Rabe, seit wenigen Wochen CEO der RTL Group, sprach dennoch von „guten Fortschritten“ und erklärte, dass TVNow und das niederländische Pendant gemeinsam 1,15 Millionen zahlende Abonnenten zählen, was einem Wachstum von 59 Prozent im Vergleich zum Vorjahres-Quartal entspricht. Unterm Strich sei die RTL Group „gut in das Jahr 2019“ gestartet, so Rabes Quartals-Bilanz.

Pinterest enttäuscht mit ersten Quartalszahlen nach Börsengang

Die Foto-Plattform Pinterest hat mit ihren ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang die Anleger enttäuscht. Die Aktie fiel im nachbörslichen Handel am Donnerstag zeitweise um mehr als 15 Prozent. Pinterest machte etwas mehr Umsatz als am Markt erwartet – aber auch deutlich mehr Verlust. Allerdings hatte der Kurs seit dem Börsengang Mitte April zuvor auch schon um mehr als 50 Prozent zugelegt.

Pinterest steigerte im ersten Quartal den Umsatz im Jahresvergleich um 54 Prozent auf 202 Millionen Dollar. Unterm Strich gab es jedoch einen Verlust von 41,4 Millionen Dollar nach roten Zahlen von 52,7 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

Weiterhin fällt auf, dass Pinterest sein Geschäft nach wie vor fast nur im Heimatmarkt macht: Nur 15 Millionen Dollar Umsatz wurden außerhalb der USA erwirtschaftet. Dabei hat der Dienst in den USA 85 Millionen aktive Nutzer und in anderen Ländern 206 Millionen.

Berliner Start-up Getyourguide sammelt 484 Mio Dollar ein

Das Berliner Start-up Getyourguide hat bei einer der größten Finanzierungsrunden in Europa 484 Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt. Die Online-Buchungsplattform für geführte Touren werde nun mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet, sagte Firmenchef und Mitgründer Johannes Reck.

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde des Börsenkandidaten vom Vision Fund des japanischen Technologieinvestors Softbank. Für den weltgrößten Risikokapitalfonds, der von Saudi-Arabien mitfinanziert wird, ist es die zweite Investition in Deutschland nach dem Berliner Gebrauchtwagenhändler Auto1. Zudem beteiligten sich unter anderem der Singapurer Staatsfonds Temasek und die Risikokapitalgeber Lakestar and Heartcore Capital an der Finanzierungsrunde.

Mit dem frischen Geld will Getyourguide die Expansion vorantreiben. Bislang hat das Unternehmen nach eigenen Angaben auf seiner Plattform über 25 Millionen Tickets für Touren und Aktivitäten verkauft.

Mazda und Missing Link lancieren erste Podcast-Netzwerk-Werbung Österreichs

In insgesamt sieben verschiedenen österreichischen Podcast-Formaten werden in den kommenden Wochen zu insgesamt fünf Themenbereichen Host-Reads und Spots veröffentlicht.

Podcasts gehören in Österreich noch zu den neuen Mediengenres mit besonders großem Entwicklungspotential. Bereits 27 Prozent aller Österreicherinnen und Österreicher konsumieren regelmäßig Podcasts. Speziell bei einer jüngeren und zahlungskräftigen Hörerschaft erfreut sich das Medium Podcast großer Beliebtheit. Missing Link konzipiert und produziert maßgeschneiderte Podcasts für Unternehmen als Ergänzung zu ihrer klassischen digitalen Kommunikationsstrategie und stellt Werbeflächen in verschiedenen Podcasts zur Verfügung – wie aktuell für Mazda.

Google stellt neue Werbeformate für Youtube und mobile Nutzer vor

Google hat auf dem Event Google Marketing Live in San Francisco verschiedene neue Werbeformate vorgestellt, darunter ein Tool, mit dem Unternehmen aus normalen Werbespots schnell und einfach 6-sekündige Bumper-Ads machen können. Außerdem sollen Nutzer besser entlang der Customer Journey erreicht werden.

Die sogenannte Bumper Machine ist ein Tool, das aus längeren Werbevideos kurze 6-Sekünder erstellt. Es basiert auf maschinellen Lernmodellen und kann laut Google spannende Momente in einem Video erkennen und eigenständig zusammenzufügen. Werbekunden können so innerhalb weniger Minuten verschiedene Variationen von Bumper-Anzeigen erstellen und die Passende auswählen. Mit den kurzen Bumper-Ads lassen sich laut Google mehr mobile Nutzer erreichen.

Außerdem startet Google in den nächsten Wochen Deep-Link-Anzeigen für Apps über Google Ads. Such-, Display- und Shopping-Anzeigen leiten dann direkt auf die entsprechende Seite in einer mobilen App weiter, sofern diese auf dem Gerät installiert ist.

EU-Wahl: Bisher 109.050 Euro für Google-Werbung

Die europäischen Parteien haben im EU-Wahlkampf bis zu 1,2 Mio. Euro in Google-Werbung investiert. Österreich liegt in den aktualisierten Zahlen mit 109.050 Euro an sechster Stelle. Die höchsten Ausgaben haben bisher die FPÖ (58.300 Euro) und die SPÖ (42.400 Euro). Die Grünen haben für 3.650 Euro geworben und der ÖVP-Wirtschaftsbund (für „seine“ Kandidatin Angelika Winzig) für 1.400 Euro.

Google meldet die seit 20. März getätigten Ausgaben für politische Werbung (https://transparencyreport.google.com/political-ads/region/EU). Spitzenreiter sind die spanischen und deutschen Parteien, die in Summe jeweils deutlich über 200.000 Euro investiert haben. Einen ähnlichen Transparenzbericht hat Facebook für Mitte Mai angekündigt. Derzeit veröffentlicht Facebook zwar, welche Inserate von Politikern geschalten wurden, aber nicht, wie viel Geld in die Werbung fließt.

Uber-Aktie rutscht weiter ab

Der Fahrdienstanbieter Uber hat seine Talfahrt an der New Yorker Börse am 14.05. fortgesetzt. Das Papier des Börsenneulings sackte zum Handelsbeginn an der Wall Street erneut um über 7 Prozent ab und stand noch bei 38,50 Dollar. Schon am Freitag, dem ersten Börsentag von Uber, war die Aktie um 7,6 Prozent eingebrochen und deutlich unter den Ausgabepreis von 45 Dollar gerutscht.

Auch die Aktie des Uber-Konkurrenten Lyft gab zum Auftakt der neuen Handelswoche erneut nach und verlor 5,6 Prozent. Seit dem Start an der Börse verlor das Papier des Branchenzweiten schon 33 Prozent seines Werts.

Der Marktführer Uber war am 10.05. an der Börse gestartet und hatte ein enttäuschendes Debüt hingelegt. Der schwache Start spiegelte die Zweifel vieler Investoren am Geschäftsmodell des Unternehmens wider, das tief in den roten Zahlen steckt. Uber sammelte mit der Notierung 8,1 Milliarden Dollar frisches Geld ein.

Mit dem 45-Dollar-Ausgabepreis der Aktie war der Marktwert des erst zehn Jahre alten Unternehmens auf mehr als 82 Milliarden Dollar veranschlagt worden. Ursprünglich hatte Uber mit einem Wert von 100 Milliarden Dollar geliebäugelt – am Montag waren es kurz nach Öffnung des Handelsplatzes gerade mal noch 64 Milliarden Dollar.

Neuer Deal: Premier League wandert komplett zu Sky

Ab der kommenden Saison 2019/20 bis einschließlich 2021/22 besitzt Sky die exklusiven Rechte über die Verbreitungswege Satellit und Kabel, IPTV, Web und Mobile in Deutschland und Österreich sowie die exklusiven deutschsprachigen Rechte in der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein

Sky Kunden dürfen sich damit auf das beste und umfangreichste Live-Angebot aus der Premier League freuen, informierte der Anbieter am Montag. Sky wird 232 Partien der Saison 2019/20 und damit mehr als jemals zuvor in Deutschland live und exklusiv übertragen. Insgesamt können Sky Kunden alle 380 Spiele der Saison in voller Länge sehen: über die Live-Übertragungen hinaus wird Sky die übrigen 148 Spiele zeitversetzt ausstrahlen. Im Rahmen dieses Angebots wird Sky zu jeder Anstoßzeit ein Match live zeigen. Das bedeutet: Immer wenn auf der Insel der Ball rollt, können die Fans des englischen Fußballs bei Sky ein Spiel der Premier League live sehen.

Einen ersten Vorgeschmack auf die kommende Saison bekommen Sky Kunden bereits am 1. Juni, wenn sich mit dem FC Liverpool und Tottenham Hotspur zwei Teams aus der Premier League im Finale der UEFA Champions League gegenüberstehen. Sky überträgt das Duell im Wanda Metropolitano live. Ausführliche Details zur Berichterstattung aus der Premier League will Sky vor dem Auftakt der neuen Saison bekannt geben.

Die neue Vereinbarung gilt von 2019/20 bis einschließlich der Saison 2021/22. Während der dreijährigen Laufzeit wird Sky die Premier League als einziger Anbieter in Deutschland und Österreich live und exklusiv übertragen, beinhaltet sind darüber hinaus die exklusiven deutschsprachigen Rechte in der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein.

Rocket Internet steigt bei Hellofresh aus

Der Berliner Start-up-Investor Rocket Internet wirft seinen restlichen Anteil am Kochboxen-Versender HelloFresh auf den Markt. Die verbleibenden Aktien würden im Rahmen einer beschleunigten Platzierung institutionellen Investoren angeboten, teilte Rocket Internet mit. „Die Platzierung startet sofort und wird voraussichtlich noch heute abgeschlossen.“

Rocket Internet hält noch knapp 29 Prozent an HelloFresh. Das Paket war zu Börsenschluss 373 Millionen Euro wert. Rocket hatte das Unternehmen Ende 2017 an die Börse gebracht. 2018 war HelloFresh schneller gewachsen als erwartet. Zudem war der operative Verlust geringer ausgefallen als befürchtet.

Rocket Internet gründet und investiert in Internet- und Technologieunternehmen. Im vergangenen Jahr gingen die Online-Möbelhändler Westwing und Home24 an die Börse. Dazu kommen HelloFresh und Delivery Hero.

Ströer vermeldet bestes erstes Quartal der Firmengeschichte

Der Kölner Werbekonzern Ströer hat im ersten Quartal 2019 seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent von 329 Millionen Euro auf 374 Millionen Euro erhöht. Das organische Umsatzwachstum lag bei 7,2 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (adjusted Ebitda) ist im selben Zeitraum um 9 Prozent von 108 Millionen Euro auf 118 Millionen Euro angestiegen.

„Wir sind auch 2019 wieder erfolgreich gestartet und freuen uns über das beste erste Quartal in der Firmengeschichte. Gleichzeitig sehen wir sehr erfreuliche Auftragseingänge für das gesamte kommende Geschäftsjahr“, sagt Udo Müller, Gründer und Co-CEO von Ströer.

Die Umsatzerlöse des Segments OOH Media steigerten sich im ersten Quartal 2019 um 7 Prozent von 134 Millionen Euro auf 143 Millionen Euro. Das adjusted Ebitda des Segments wuchs um 2 Prozent von 62 Millionen Euro auf 63 Millionen Euro und erwirtschaftete eine Ebitda-Marge von 43,8 Prozent (Vj.: 46,0 Prozent).

Im ersten Quartal 2019 stiegen die Umsatzerlöse im Segment Digital OOH & Content von 123 Millionen Euro auf 125 Millionen Euro an bei einem organischen Umsatzwachstum von 8 Prozent. Das adjusted Ebitda steigerte sich um 25 Prozent von 35 Millionen Euro auf 44 Millionen Euro, im Wesentlichen durch das nachhaltige profitable Wachstum von Public Video und Statista getrieben. Die Ebitda-Marge belief sich auf 35,2 Prozent (Vj.: 28,6 Prozent).

Übernahme von Scout24 durch Finanzinvestoren scheitert

Die von Finanzinvestoren geplante Übernahme des Onlinemarktplatz-Betreibers Scout24 ist geplatzt. Die Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent plus einer Aktie wurde nicht erreicht, wie die von den Private-Equity-Häusern Hellmann & Friedman und Blackstone beauftragte Gesellschaft Pulver BidCo mitteilte.

Zu Ablauf der Annahmefrist des Angebots am 9. Mai entsprach die Summe nur rund 42,8 Prozent aller Scout24 Aktien. Damit wurde die Schwelle verfehlt.

Scout24 betreibt mehrere Internetportale, darunter AutoScout24 und ImmobilienScout24. Der Finanzinvestor Hellman & Friedman hatten das Unternehmen selbst erst vor drei Jahren an die Börse gebracht.

Pressegroßhändler wollen neuen Gesamtverband gründen

Die deutschen Presse-Großhändler planen die Gründung eines neuen Gesamtverbands. Das kündigten der Bundesverband Presse-Grosso und die Arbeitsgemeinschaft Presse-Vertrieb an. Die Gründungsversammlung findet am 22. Mai in Köln statt, wo die neue Interessensvertretung auch ihren Sitz haben wird.

Die Gründung des neuen Verbands wurde von langer Hand vorbereitet: Die Beratungen über eine gemeinsame Interessensvertretung begannen bereits im Mai 2018. Der Gesamtverband der Pressehändler werde sich für einen „diskriminierungsfreien Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften“ einsetzen, heißt es in einer Pressemitteilung der beiden bestehenden Verbände. Der neue Dachverband werde klassische Aufgaben wie Public Affairs, Öffentlichkeitsarbeit und Recht wahrnehmen, aber auch Bereiche wie Marketing, Key Accounting und Datenmanagement betreuen. Für den Vorstand kandidieren Frank Nolte (Süddeutsche Zeitungszentrale, Stuttgart), Vincent Nolte (Presseservice Nord, Bremen), Jan Carlsen (Grossounion Nord, Hannover) und Felix Wahlich (Cottbusser Presse Vertrieb).

Pantaflix versucht es künftig mit dem Netflix-Modell

Im ersten Halbjahr 2018 machte das Unternehmen einen Umsatz von nicht einmal 14 Millionen Euro, der Konzernverlust betrug mehr als vier Millionen Euro.

Nun will man sich im VoD-Bereich neuen Erlösquellen widmen. Bislang hatten Kunden nur die Möglichkeit, einzelne Titel zu zahlen. Damit wollte sich Pantaflix bewusst von Diensten wie Netflix abheben, bei denen man stets eine monatliche Gebühr entrichten muss. „Bezahl nur das, was du schaust. Leihe einen Film. Kein Abo. Keine Verpflichtungen“, bewarb das Unternehmen sein Angebot. Weil das aber offenbar nicht genug Geld bringt, öffnet man sich nun dem Netflix-Modell.

Neben dem bisherigen TVoD bietet Pantaflix auch künftig die Möglichkeit, Inhalte werbefinanziert und damit kostenlos (AVoD) sowie im Abo-Modell (SVoD) zu sehen. Dies ermögliche dem Unternehmen, „zusätzliche Umsatzpotenziale und neue Kundenkreise in einem dynamisch wachsenden VoD-Markt zu erschließen“, heißt es von Pantaflix. In einer Pressemitteilung rechnet man vor: Das Umsatzvolumen im TVoD-Bereich liege in Deutschland bei rund 170 Millionen, durch AVoD (600 Millionen) und SVoD (890 Millionen) würde man die potenzielle Kundenbasis deutlich vergrößern.

RFT-Gruppe übernimmt AGILIScom

Die AGILIScom, ein Dienstleister der Informations- und Kommunikationstechnik, ist mit sofortiger Wirkung ein Tochterunternehmen der RFT-Unternehmensgruppe. Mit der Übernahme erweitert der Netzbetreiber RFT kabel sein Dienstleistungsportfolio, unter anderem im Bereich der Realisierung von Richtfunkverbindungen und Public-WLAN-Netzen, aber auch in der Entwicklung hochsicherer IT-Systeme für die Datenverarbeitung.​

meinbezirk.at launcht persönlichen Newsfeed

meinbezirk.at, das Online-Portal der Regionalmedien Austria (RMA), führt eine umfrangreiche „Folgen-Funktion“ ein, mit der man sowohl Redakteuren und Leserreportern folgen kann als auch einzelnen Bezirksausgaben.

Das bekannte Folgen-Prinzip wurde von Personen auf Regionen ausgeweitet und schafft damit die Möglichkeit eines ganz persönlichen Newsfeeds, in dem sich User gezielt über die Geschehnisse in jenen Bezirken informieren können, die für sie persönlich von Interesse sind.

Mopo ändert Print-Strategie: Boulevardblatt folgt Leserinteressen im Netz

Nach dem Aus der Print-Nachtausgabe will die Kölner DuMont Mediengruppe die gedruckte Hauptausgabe der Hamburger Morgenpost stärken. Ab Juli plant die Boulevardzeitung, hierzu ein festes Print-Team unter Führung von Chefreporter Olaf Wunder zu schaffen. Es soll einen neuen Kurs verfolgen, um den gravierenden Auflagenschwund der gedruckten Zeitung abzubremsen. Zudem steht Termin-Beilage Plan 7 vor dem Aus. Die Veranstaltungen sollen die Leser künftig in einer interaktiven Datenbank abrufen.

Mit dieser Strategie will der Verlag stärker die Leserinteressen treffen, um hiermit das gedruckte Blatt für den Verkauf attraktiver zu machen. Damit geht die Mopo neue Wege: Bislang recherchieren die Redakteure tagsüber eigens Geschichten für das Print-Produkt. Doch damit wussten die Journalisten in der Regel nicht, ob sie mit ihren Themen wirklich den Nerv der Leser treffen. Dies soll sich nun mit der neuen Digital First-Strategie ändern, die der Verlag Mitte des Jahres anschiebt.

Händler aus China übernehmen Amazon Marketplace

40 Prozent der Top-Seller bei Amazon Marketplace haben ihren Sitz in China, vor zwei Jahren waren es erst 26 Prozent. Das ergab eine Analyse von Marketplace Pulse. Innerhalb eines Jahres stieg bei Amazon in Großbritannien der Marktanteil von Verkäufern mit Sitz in China von 28 auf 34 Prozent und in Deutschland von 26 auf 28 Prozent.

In Frankreich erreichten Händler aus China 47 Prozent (41 Prozent), in Italien 45 Prozent (41 Prozent) und bei Amazon.es in Spanien 52 Prozent (48 Prozent). Der Durchschnitt stieg von 37 Prozent auf 40 Prozent.

Amazon hatte im April 2019 die Schließung seines Marketplace für Drittanbieter in China angekündigt. Das bezog sich auf die chinesischsprachige Website von Amazon. Amazon-Käufer in China können damit keine Waren mehr von Dritthändlern im Land erwerben, erklärte Amazon. Sie können jedoch weiterhin über den globalen Store des Unternehmens in den USA, Großbritannien, Deutschland und Japan bestellen.

Amazon werde in den nächsten 90 Tagen die Unterstützung für Händler, die in China verkaufen, reduzieren und die Auswirkungen auf die Fulfillment-Center in China prüfen, von denen einige geschlossen werden könnten, wurde berichtet. Im Jahr 2004 expandierte Amazon durch die Übernahme von Joyo.com, dem damals führenden Online-Buchhändler des Landes, nach China.

Ubers Börsen-Debüt floppt – deutlicher Kursverlust zum Handelsstart

Der US-Fahrdienstvermittler Uber ist bei der größten Börsenpremiere seit Jahren auf schwache Nachfrage von Anlegern gestoßen. Der erste Kurs der unter dem Tickerkürzel „UBER“ gelisteten Papiere lag am Freitag bei 42 Dollar – knapp sieben Prozent unter dem Ausgabepreis von 45 Dollar. Das kalifornische Unternehmen hatte beim Börsengang rund 8,1 Milliarden Dollar (7,2 Mrd Euro) eingesammelt, seine Aktien aber nicht so erfolgreich wie erhofft platzieren können.

Angesichts der schlechten Stimmung am Markt hatte sich abgezeichnet, dass die Nachfrage verhalten sein dürfte, dennoch war der Handelsauftakt eine Enttäuschung. Uber stemmte zwar den größten Börsengang seit dem des chinesischen Amazon-Rivalen Alibaba 2014. Die in San Francisco ansässige Firma war von Investoren insgesamt mit 82 Milliarden Dollar bewertet worden. Damit blieb sie aber deutlich unter der zeitweise angepeilten Marke von 100 Milliarden Dollar.

Dabei war es durchaus ein großes Spektakel an der Wall Street: Die New Yorker Börse empfing Uber mit einem riesigen Firmenbanner, der Andrang im Finanzdistrikt war groß. Kein Wunder: Monatelang hatten die Finanzmärkte auf den Börsengang des Jahres hingefiebert. Das Uber-Management um Vorstandschef Dara Khosrowshahi läutete wie traditionell üblich die New Yorker Börsenglocke und verzog keine Miene, als sich der enttäuschend schwache Handelsstart abzeichnete.

Uber lockt Anleger mit starkem Wachstum. 2018 stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Im Fahrdienst-Kerngeschäft geriet das Wachstum in den letzten Quartalen allerdings ins Stocken. Zudem steckt Uber tief in den roten Zahlen. Ohne Sondererlöse durch den Verkauf von Geschäftsteilen fiel im vergangenen Jahr ein Minus von fast 1,9 Milliarden Dollar an.

So geriet Uber im ersten Quartal sogar noch tiefer in die Verlustzone. In den zwölf Monaten bis Ende März wurden demnach 3,7 Milliarden Dollar eingebüßt – ein Rekordminus für Unternehmen im Jahr vor ihrem Börsengang. Zudem geriet die vor zehn Jahren gegründete Firma durch ihre aggressive Expansion, bei der sie sich mitunter nicht besonders um Regeln und Gesetze scherte, in viele Konflikte mit Behörden rund um den Globus.

Ganske-Gruppe: Vorstand Thomas Keßler geht von Bord

Abgang von der Brücke der Hamburger Ganske-Gruppe: Thomas Keßler, Vorstand für den kaufmännischen Bereich, verlässt das Unternehmen nach eineinhalb Jahren.

„Hintergrund der Trennung sind unterschiedliche Auffassungen zur strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe. Wir bedanken uns bei Thomas Keßler für die erfolgreiche Zusammenarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, so die knappe Mittelung aus Hamburg. Der neue Vorstand für den kaufmännischen Bereich werde zum Jahreswechsel seine Tätigkeit bei der Ganske Verlagsgruppe aufnehmen.

Luxuskonzern LVHM gründet neues Label mit Musikerin Rihanna

Die Sängerin Rihanna reiht sich in die großen Modehäuser in Paris ein: Unter dem Dach des Luxus-Konzerns LVHM soll die neue Marke „Fenty“ entstehen.

Der Luxus-Konzern LVHM (Louis Vuitton Moet Hennessy) hat angekündigt, ein neues Label mit dem Namen „Fenty“ zusammen mit der Musikern Rihanna zu starten. Rihanna ist damit die erste Person, mit der LVHM ein neues Modehaus gründet, seit Christian LaCroix im Jahr 1987.

Das Modehaus, das in Paris seinen Sitz haben soll, wird Kleidung, Schuhe und Accessoires anbieten. Rihanna werde das Zentrum der neuen Marke sein und sowohl Design als auch Ausrichtung des Unternehmens maßgeblich gestalten, heißt es in einem Statement vom Modekonzern LVHM, das dem französischen Milliardär Bernard Arnault gehört.

Die Modebranche reagierte mehrheitlich positiv, aber überrascht auf die neue Partnerschaft. Der Deal sei „wegweisend“, schreibt die Website der „Time“. Rihanna wird die erste Frau an der Spitze eines Modehauses von LVHM sein. Sie reiht sich damit bei prestigeträchtigen Labels, wie Dior, Givenchy, Celine und Fendi ein. Im ersten Quartal 2019 erzielte der Konzern einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro. Der Konzern hat bereits 30 Millionen Dollar in die entstehende Marke investiert.

Schon im Frühling 2019 soll der offizielle Startschuss des neuen Modehauses fallen. In einem offiziellen Statement sagte die Sängerin, sie freue sich auf die Zusammenarbeit mit LVHM. „Eine solche Kollektion mit LVHM zu designen ist ein besonderer Moment für uns. Herr Arnault hat mir die Möglichkeit gegeben, ein Modehaus im Luxus-Sektor ohne künstlerische Limits aufzubauen.“

Bereits im ersten Monat nach dem Start des Unternehmens wurden die Verkäufe auf 72 Millionen US-Dollar geschätzt. „Fenty Beauty“ ist bereits ein Tochterunternehmen von LVHM. Mitte 2018 folgte die Gründung einer weiteres Marke: „Fenty x Savage“, die Unterwäsche und Nachtwäsche vertreibt. Das neue Modelabel soll sich in diese Markenfamilie eingliedern.

Deutschlandweite DAB-Plus-Aktion

Mit 13. Mai startet bis zum 24. Mai eine bundesweite DAB Plus Werbe-Aktion. Damit soll der digitale Radiostandard bekannter gemacht werden. Die Kampagne wird gemeinsam vorangetrieben von ARD, Deutschlandradio, Privatsendern und weitere Mitgliedern des Vereins Digitalradio Deutschland.

TV-Spots im Ersten und den Dritten Programmen gehören genauso zu der Aktion wie bundesweit ausgestrahlte Radiospots und Programmtrailer im öffentlich-rechtlichen und privaten Hörfunk. Auch Print-Anzeigen, bundesweite Werbung in Tageszeitungen sowie in Händler-Fachpublikationen sind Teil der Aktion.

Funke startet weiteres Sammelalbum

Zum 70. Geburtstag der Bundesrepublik Deutschland, dem Jahrestag der Unterzeichnung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949, hat die Funke Mediengruppe (Essen) in Kooperation mit dem Büro Juststickit (Hamburg) und unterstützt vom ehemaligen Chefhistoriker des ZDF, Prof. Dr. Guido Knopp, ein Sticker-Sammelalbum über die jüngere deutsche Geschichte produziert. Erst am 3. Mai hat Funke zusammen mit Justkickit ein Sammelalbum zum Hamburger Konzerthaus Elbphilharmonie auf die Rampe geschoben.

Zum Start der Sammelserie am Samstag, 11. Mai 2019, liegen rund 700.000 Tageszeitungen der Funke Mediengruppe (u. a. WAZ, Berliner Morgenpost, Braunschweiger Zeitung) je sechs Sammelbildchen und ein Gutschein für ein ermäßigtes Sammelalbum bei. Weitere 1,2 Millionen Sechserbögen mit Sammelbildern plus Alben-Gutscheine gibt es am 16. Mai in der Funke-Programmzeitschrift ‚TVdirekt‘.

UK: Netflix zeigt populärste Serien und Filme in Top-10-Listen

Nun geht der Dienst einen ersten Schritt in Richtung Transparenz – zumindest in Großbritannien. Dort hat er erstmals Top-10-Listen zu den in der jeweiligen Woche populärsten Inhalten veröffentlicht. Dabei handelt es sich zuerst um einen Test, es ist also möglich, dass das Feature in Zukunft auch anderswo ausgerollt wird. Netflix unterschiedet dabei zwischen Serien, Filmen, beidem, Dokumentationen und anderen Kategorien.

Als „gesehen“ wird übrigens eine Serie oder ein Film, wenn mehr als 70 Prozent einer Episode gesehen wurde. Untenstehend die aktuellen britischen Netflix-Charts.

Gesamt

  1. Our Planet
  2. The Perfect Date
  3. The Highwaymen
  4. The Silence
  5. Black Summer
  6. After Life
  7. The Spy Who Dumped Me
  8. Riverdale
  9. Chilling Adventures of Sabrina
  10. You vs. Wild

Serien

  1. Black Summer
  2. After Life
  3. Riverdale
  4. Chilling Adventures of Sabrina
  5. Star Trek: Discovery Lunatics
  6. Bodyguard
  7. Santa Clarita Diet
  8. Bonding
  9. Brooklyn Nine-Nine

Filme

  1. The Perfect Date
  2. The Highwaymen
  3. The Silence
  4. The Spy Who Dumped Me
  5. Someone Great
  6. Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales
  7. Baywatch
  8. Guardians of the Galaxy Vol. 2
  9. Sniper: Ultimate Kill
  10. Sicario: Day of the Soldado

Remake von Medievil erscheint Oktober 2019

Nachdem Sony bereits vergangenen Herbst angekündigt hatte, ein Remake von Medievil zu entwickeln, steht nun der Erscheinungstermin fest: Das Spiel wird am 25. Oktober 2019 exklusiv für die Playstation 4 (Pro) veröffentlicht und somit passend zum Setting pünktlich in der Halloween-Woche.

Medievil ist ein Klassiker für die erste Playstation: Der Hack’n’Slash-Titel wurde von SCEE Cambridge in Großbritanien entwickelt, was anteilig den schwarzem Humor erklärt – dazu gleich mehr. Das britische Studio entwarf neben zwei Medievil-Teilen auch das durchaus populäre Frogger und später das ziemlich gute Little Big Planet für die Playstation Portable. Zudem half SCEE Cambridge als Guerrilla Cambridge bei einigen Killzone-Ablegern mit, 2017 wurde das Studio allerdings von Sony geschlossen.

Damals wie ab Oktober 2019 spielt Medievil im fiktiven, mittelalterlich angehauchten Königreich Gallowmere: Das wird vom bösen Zauberer Zarok und seinen Dämonen angegriffen, die Menschheit wehrt sich. An der Spitze der Armee kämpfte Sir Daniel Fortesque – so sagen es die Legenden. Dummerweise wurde der edle Recke aber genau genommen beim ersten Ansturm von einem Pfeil ins Auge getroffen und verstarb unehrenhaft, bevor es richtig los ging. Dann aber kehrt Zarok irgendwie zurück und Sir Dan bekommt als fälschlicherweise wiedererweckter Feigling doch noch die Chance, in die Halle der Helden aufgenommen zu werden.

Umstrittener Muttertagsspot sorgt für Beschwerdeflut beim Deutschen Werberat

Gegen den umstrittenen Muttertags-Spot von Edeka und Jung von Matt gibt es eine wahre Beschwerdeflut beim Deutschen Werberat. Das bestätigte Sprecherin Julia Busse auf Anfrage. Edeka hat nun bis 15.05.Zeit, gegenüber dem Gremium Stellung zu beziehen.

Bereits kurz nach Erscheinen des Spots seien mehrere hundert Beschwerden eingegangen, so Busse. In dem Spot werden Väter gezeigt, die bei der Arbeit im Haushalt offensichtlich nicht viel richtig machen, weshalb die Werbung mit der Botschaft schließt: „Danke Mama, dass du nicht Papa bist“.

Einige Beobachter fanden dies nicht nur diskriminierend gegenüber Männern – auch die idealisierte Rolle der Mutter als offenbar perfektes Wesen stieß einem Teil der Zuschauer sauer auf. Sowohl Männer als auch Frauen hätten Beschwerde eingelegt, so Busse. Viele Beschwerdeführer würden sowohl die Rolle des Mannes als auch die der Frau in dem Spot kritisieren.

Condé Nast investiert zehn Mrd. US-Dollar außerhalb des Mediengeschäfts

Advance Publications, Eigentümer des Medienunternehmens Conde Nast mit Sitz in New York, hat große Anteile an Unternehmen außerhalb des Medienbusiness erworben. Nach einem Bericht des ‚Wall Street Journals‘ soll die Holding rund zehn Milliarden US-Dollar für Beteiligungen an Dienstleister mit Schwerpunkt auf Unterhaltung, Software und Raumfahrt ausgegeben haben. Wie das Wirtschaftsblatt weiter berichtet, will Advance sich damit breiter aufstellen und unabhängiger vom kriselnden Werbegeschäft machen.

Zuletzt investierte die Gesellschaft bereits rund drei Milliarden US-Dollar in den europäischen Theater-Anbieter Stage Entertainment, das E-Sports-Unternehmen Newzoo und in das Raumfahrtunternehmen Stealth Space. Darüber hinaus übernahm Advance für 1,7 Milliarden US-Dollar den Softwarehersteller Turnitin, mit dessen Programmen Universitäten Plagiate in Forschungsarbeiten identifizieren können.

Sport1 leidet unter geringeren Werbeeinnahmen

Constantin Medien hat im ersten Quartal 2019 weniger Umsatz gemacht als im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz ging um 3,7 Millionen Euro auf 24,8 Millionen Euro zurück. Zurückzuführen sei das auf geringere TV-Werbeerlöse im Zusammenhang mit dem Verlust der Europa-League-Rechte bei Sport1 sowie auf eine generelle Zurückhaltung bei den Werbespendings. Zuletzt bekamen auch die großen Fernsehkonzerne sinkende Werbeerlöse im Werbegeschäft zu spüren.

Im Falle von Constantin Medien kommen auch einschränkende regulatorische Rahmenbedingungen mit Blick auf die Veranstaltung und somit auch die Bewerbung von Online-Casinos hinzu. Der Vorstand geht jedoch davon aus, dass sich die rechtliche Situation schon im zweiten Quartal wieder ändern wird, sodass eine Bewerbung derartiger Angebote wieder möglich sein wird, hieß es.

Unterdessen ging auch das Betriebsergebnis von Constantin Medien zurück – es sank im Vorjahresvergleich auf -4,2 Millionen Euro. Doch trotz des Rückgangs bei Umsatz und Betriebsergebnis verbesserte sich das Finanzeregnis im ersten Quartal um 1,2 Millionen Euro auf -100.000 Euro. Das Konzernergebnis Anteilseigner verbesserte sich um 600.000 Euro auf -4,2 Millionen Euro.

Galeria Karstadt Kaufhof arbeitet mit Amazon und Zalando zusammen

Der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof kooperiert mit den Online-Händlern Amazon und Zalando. Ab Juni starteten zwei neue Projekte.

Mit Amazon arbeite Galeria Karstadt Kaufhof bereits seit 2017 zusammen. Nun komme ein weiterer Service hinzu: Amazon-Kunden könnten ihre Pakete nicht mehr nur in den Amazon-Lockern in zahlreichen Galeria-Filialen abholen, sondern hätten auch die Möglichkeit, die Pakete in den Service-Centern der Filialen entgegenzunehmen.

Die Partnerschaft mit Zalando sehe vor, den Bestand der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Lager mit dem Zalando-Onlineshop zu verknüpfen. Bestellungen von Zalando-Kunden können so direkt von ausgewählten Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen übernommen und abgewickelt werden. Beide Projekte starten den Angaben zufolge mit Pilot-Filialen und sollen, sofern sie erfolgreich sind, auf immer mehr Filialen ausgeweitet werden.

US-Pharmafirmen müssen in TV-Spots künftig Arzneipreise nennen

Pharmafirmen in den USA müssen künftig in der Fernsehwerbung für ihre Produkte auch den Preis nennen. US-Präsident Donald Trump nannte die neue Vorschrift, die in 60 Tagen in Kraft tritt, „historisch“.

Sie ist Teil der Bemühungen der US-Regierung, verschreibungspflichtige Medikamente zu vergünstigen – in den Nachbarländern Kanada und Mexiko sind zahlreiche Arzneimittel deutlich billiger als in den USA.

Der Preis eines Medikaments muss demnach am Ende eines Werbespots gezeigt oder genannt werden – wie der Hinweis auf mögliche Nebenwirkungen. Die Vorschrift gilt für Arzneien, die mehr als 35 Dollar (rund 31 Euro) für eine Behandlung oder für einen Monat kosten. „Amerikanische Patienten haben das Recht, den Preis der Behandlung zu kennen, die sie bekommen“, erklärte Gesundheitsminister Alex Azar.

Mann und Frau: Google bringt Gender-neutrale Emojis

Die neuen Emojis sind Teil der neuen Android Q Beta 3. Insgesamt gibt es 230 neue Bilder, 53 davon sind die neuen Gender-neutralen Emojis. Das Design wurde dahingehend geändert, dass die Emojis sowohl Männer als auch Frauen repräsentieren können. Es gibt keine geschlechtsspezifischen Merkmale. Gesichter, Frisuren und Kleidung sind ebenfalls neutral gehalten und können beide Geschlechter darstellen.

Ursprünglich waren viele Emojis, die Berufe zeigten, vor allem in männlichen Versionen verfügbar. Erst vor wenigen Jahren kamen mehr weibliche Abbildungen dazu. Googles Entscheidung für Gender-neutrale Bilder vereinfacht die Darstellungen wieder. Bei anderen Emojis gibt es weiterhin Männer und Frauen – etwa bei den Paar-Emojis. Diese können in Zukunft jedoch in jeder Kombination von Mann und Frau und in unterschiedlichen Hautfarben gewählt werden. Ebenfalls neu sind Emojis, die Personen mit Behinderungen zeigen. Diese waren bisher nicht vorhanden. Emojipedia zeigt, wie die Emojis aussehen. Bis zur finalen Version von Android Q könnte es hier aber noch Änderungen geben.

Emojis sollen die Lebensrealitäten von Nutzern möglichst breit wiedergeben. Früher war die Hautfarbe sämtlicher Emojis gelb, was von vielen Usern als weiß identifiziert wurde. Personen mit dunkleren Hautfarben wurden nicht repräsentiert.

ARD zum Start von Joyn schon mit an Bord?

Jüngst wurde Joyn, das neue Online-Angebot von Discovery und ProSiebenSat.1, vorgestellt. Bis auf eine neue Staffel „jerks.“ mangelte es aber noch an neuen Inhalten und vor allem Programmen. Das könnte sich aber noch vor dem Start im nächsten Monat ändern.Zum Beispiel die Öffentlich-Rechtlichen: „Ich bin sehr hoffnungsfroh, dass zum Start im Juni die ARD und die ARD-Familie in unseren Live-Streams Partner sind. Und das ZDF ist auch da“, sagte Senderchef Max Conze der dpa. Joyn soll als kostenloses Mediathek-Portal starten, im Winter um werbefreie Bezahlangebote ergänzt werden und in zwei Jahren 10 Millionen Zuschauer erreichen.

Weil ProSiebenSat.1 in den vergangenen drei Jahren zwei Drittel an Wert verloren hat, wird auch immer wieder über eine Übernahme spekuliert, etwa durch den italienischen Mediaset-Konzern. Conze sagte hierzu, man arbeite bei Produktion und Technik zusammen.

Ströer verkauft Conexus-Beteiligung und erwirbt restliche Statista-Anteile

Vor dem Hintergrund seiner „Out-of-Home plus“-Strategie setzt der Kölner Ströer-Konzern die Fokussierung auf das Kerngeschäft weiter fort und veräußerte heute (8. Mai 2019) seine in 2015 erworbene Beteiligung an dem norwegischen Unternehmen Conexus. Nach den Verkäufen von Foodist und dem Mobile Performance Geschäft ist Conexus die dritte Veräußerung von nicht mehr zum Kerngeschäft gehörenden Beteiligungen in diesem Jahr. Die drei Unternehmen erwirtschafteten insgesamt ca. 50 Millionen Euro Jahresumsatz und rund 5 Millionen Euro Operational EBITDA.

Gleichzeitig hat Ströer die Beteiligung an Statista „aufgrund der unverändert außerordentlich erfolgreichen Entwicklung des Hamburger Unternehmens“ rückwirkend zum Jahresanfang von bislang 81,3 Prozent auf 100 Prozent aufgestockt. Das Managementteam der Firma um CEO Friedrich Schwandt bleibt unverändert an Bord.

Ströer geht davon aus, dass sich der vor allem durch die fortlaufende Digitalisierung getriebene strukturelle Aufwärtstrend für OOH, mit Wachstumsraten von rund fünf Prozent für mindestens zehn weitere Jahre fortsetzen wird.

Buchhandel: Nach 4 Monaten ist die Branche im Plus

Wo der Buchhandel im neuen Jahr steht, lässt sich immer erst nach 4 Monaten verlässlich ablesen, wenn sich die zeitverschobenen Osterausschläge gegenüber dem Vorjahr ausgependelt haben. Die Buchkonjunktur 2019 zeigt sich fürs Erste freundlich.

Die Erkenntnisse aus dem Handelspanel von Media Control:

  • Die Märkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz weisen durchweg nach 4 Monaten ein Umsatzplus aus, Größenordnung 3%.
  • Der stationäre Buchhandel notiert ebenfalls (mit Abstrichen) im Plus.
  • Es sind nicht nur die höheren Buchpreise, die den Mehrumsatz tragen, sondern eine wieder leicht wachsende Nachfrage.

Nach der Krisenstimmung in der Branche wegen des Absatzrückgangs und der wegbrechenden Käuferschichten ist das eine willkommene Aufhellung, aber kein Entspannungssignal. Die an anderer Stelle gelernte Unterscheidung zwischen Wetter und Klima lässt sich übertragen.

SevenOne AdFactory führt neues Sponsoring-Format ein

Die SevenOne AdFactory (Unterföhring), die Kreativ-Unit von SevenOne Media, hat ein neues Sponsoring-Format entwickelt: Das OnSet-Sponsoring. Launchkunde ist der Discount-Lebensmittelhändler Lidl, der seine aktuelle Kampagne ‚Frischebande‘ als OnSet-Sponsoring im Sat.1 Frühstücksfernsehen präsentiert. Für das OnSet-Sponsoring werden Billboards jeweils individuell im Studioset des präsentierten TV-Formats produziert. Sie sollen eine unterhaltsame und harmonische Verbindung von Sponsoring-Elementen mit dem laufenden TV-Programm schaffen.

Das OnSet-Sponsoring von Lidl baut in der Kreation auf den aktuellen ‚Frischebande‘-TV-Spot des Discounters aus Neckarsulm auf. Das Sponsoring-Billboard zeigt die Biene Betti – einen der animierten Hauptcharaktere der Kampagne. Die Biene fliegt aus dem Billboard auf eine Obstschale im Studioset des Sat.1 Frühstücksfernsehens.

Ein weiteres Element der Multiscreen-Kampagne ist eine Logo-Integration auf 7TV (ab Juni Joyn) und Sat.1.de. Bereits im Vorfeld gab es Cut-Ins in einigen familienaffinen TV-Formaten wie ‚The Voice Kids‘.

Adidas verlängert mit Real Madrid bis 2028

Seit mehr als 20 Jahren schon ziehen die Spieler von Real Madrid die Leibchen von Adidas über. Der Sportkonzern teilte am frühen Mittwochabend mit, die Partner würden ihre Zusammenarbeit bis 2028 fortsetzen.

In spanischen Medien war zuletzt die Rede davon, dass Adidas pro Saison 120 Millionen Euro überweisen würde. Eine Bestätigung gab es dafür nicht. Der FC Bayern München als wichtigster Adidas-Club in Deutschland soll rund 60 Millionen Euro kassieren, für den englischen Traditionsverein Manchester United geben die Franken bis zu 100 Millionen aus. Je nachdem, wie erfolgreich die Clubs auf dem Platz abschneiden, fließt in einer Spielzeit mehr oder weniger Geld.

Scout24-Übernahme droht zu scheitern

Die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone müssen weiter um die milliardenschwere Übernahme des Kleinanzeigen-Portals Scout24 bangen. Bis 3.5. hatten die beiden Beteiligungsgesellschaften erst 8,7 Prozent der Scout24-Aktien eingesammelt, wie sie am Montag mitteilten.

Bis zum 9. Mai müssen sie auf mehr als 50 Prozent kommen, wenn das Angebot erfolgreich sein soll. Die meisten großen Investoren pokern bis zur letzten Minute, ehe sie ihre Aktien andienen. Hellman & Friedman und Blackstone haben aber zahlreiche Hedgefonds und aktivistische Investoren ausgemacht, die einen höheren Preis fordern.

Deshalb hatten sie am Sonntagabend die zögernden Scout24-Anteilseigner gewarnt, dass sich weiteres Warten für sie nicht lohnen werde. Sie schlossen ausdrücklich aus, die 50-Prozent-Annahmeschwelle zu senken, um den Einstieg bei Scout24 auf diese Weise zu retten. Und nach einem Scheitern der Offerte könnten die Aktionäre innerhalb eines Jahres nicht mit einem weiteren Angebot für den Betreiber von Immobilienscout24 und Autoscout24 rechnen.

Mit einem Volumen von 5,7 Milliarden Euro wäre es die größte Übernahme eines börsennotierten Unternehmens durch Finanzinvestoren in Deutschland überhaupt.

Bereits vorher hatten die Private-Equity-Firmen klargestellt, dass sie nicht bereit seien, mehr als die gebotenen 46 Euro je Aktie für Scout24 zu zahlen. Seither schwindet bei den Aktionären die Überzeugung, dass sie noch ans Ziel kommen. Die Scout24-Aktie schloss am Montag bei 45,18 Euro.

Google Home wird zu Nest Home

Das auf der Google I/O vorgestellte Smart Display kommt erst gar nicht als Google Home Max auf den Markt, sondern gleich als Nest Home Max. Die in den USA bereits erhältliche Variante Google Home Hub wird ebenfalls umbenannt und beim Verkauftsstart in Deutschland den Namen Nest Home Hub tragen.

Ziel der Zusammenführung von Google Home und Nest ist offenbar, dass Google langfristig alle Smart-Home-Komponenten unter der Marke Nest laufen lassen möchte. Die Umstellung dafür ist nicht nur kosmetischer Natur. So sollen Nest Besitzer für die Nutzung der Produkte auch ein Google-Konto nutzen können. Zudem will man die Entwicklerplattformen zusammen fassen.

Unitymedia-Übernahme: Vodafone lässt Telefónica ins Kabelnetz

Vodafone will den Rivalen Telefónica (O2) in sein Kabelnetz in Deutschland lassen, um die Zustimmung der EU-Kommission zur milliardenschweren Übernahme von Unitymedia zu erreichen.

Vodafone habe dazu einen Großhandelsvertrag mit Telefónica Deutschland geschlossen, teilte Vorstandschef Hannes Ametsreiter am Dienstag in Düsseldorf mit. Der Mobilfunker Telefónica will durch die Zusammenarbeit mit Vodafone sein Angebot beim Highspeed-Internet im Festnetz sowie bei internetbasierten TV-Diensten deutlich ausbauen.

Vodafone hatte im Frühjahr angekündigt, die Kabelnetze von Liberty Global – in Deutschland unter dem Namen Unitymedia im Geschäft – auch in Ungarn, Tschechien und Rumänien für insgesamt etwa 18,4 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Die EU-Kommission hatte Bedenken gegen den Zusammenschluss in Deutschland geäußert und eine vertiefte Prüfung des Deals eingeleitet. Die Deutsche Telekom sieht die Fusion als nicht genehmigungsfähig an, auch Telefónica hatte sich bisher eher kritisch geäußert.

Vodafone gehört seit 2014 das Netz von Kabel Deutschland. Der Konzern würde mit der Übernahme von Unitymedia auch das verbliebene Kabelfernsehnetz in Deutschland kontrollieren und 25 Millionen Haushalte in Deutschland erreichen. Die Vereinbarung mit Telefónica steht den Angaben zufolge unter Vorbehalt der Genehmigung der EU, die Vodafone jetzt bis Juli 2019 erwartet.

FAZ übernimmt IQB Career Services

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat das Unternehmen IQB Career Services GmbH (IQB) erworben. Der 1996 gegründete Anbieter mit Sitz in Frankfurt am Main stellt Karriere-Events und -Services für angehende Akademiker zur Verfügung. Zum Angebot von IQB gehören unter anderem On- und Off-Campus-Recruiting-Messen sowie Online-Jobportale, die auf einzelne Universitäten individuell zugeschnitten sind.

Mit dem Erwerb von IQB steigt das Zeitungshaus in den Recruiting-Markt für Absolventen und Young Professionals ein. Hinter der Akquisition steht die Strategie, durch Zukäufe jüngere Zielgruppen stärker an die Marke heranzuführen.

Otto Group Media und Ströer schmieden deutschen Daten-Riesen

Ströer und Otto Group Media arbeiten schon seit gut zwei Jahren im Datengeschäft zusammen. Damals wurde vereinbart, das digitale Werbeinventar des Online- und OoH-Vermarkters Ströer und die auf CRM-Daten basierenden Datensegmente der Otto Group Media zusammenzuführen. Das erklärte Ziel: Durch die Bündelung der Kundendaten aus der Welt des Handelsriesen und der Werbeflächen des Vermarkters sollten Werbungtreibende in die Lage versetzt werden, Kunden möglichst ohne Streuverluste anzusprechen.

Gut zwei Jahre nach dem Start soll die Partnerschaft nun auf die nächste Stufe gehoben werden. Ströer und die Otto Group Media wollen ihre bisherige Partnerschaft nach eigenen Angaben zu einer „Deutschen Datenallianz“ ausbauen. Zu diesem Zweck wollen die Unternehmen das Joint Venture OS Data Solutions gründen. Unter dem Dach der Gesellschaft, die noch von den Kartellbehörden genehmigt werden muss, sollen die mehr als 50 Millionen Datensätze von Ströer und der Otto Group gebündelt werden. Damit entstünde „einer der größten deutschen Datenpools für Login, E-Commerce und Behavior Daten“, heißt es in einer Ankündigung.

Dolby Cinema: Erster Kinosaal öffnet am Wochenende

Im Mathäser Filmpalast öffnet am 11. Mai der erste Kinosaal im deutschsprachigen Raum, der nach „Dolby Cinema“-Vorgaben umgebaut wurde.

Am kommenden Wochenende ist es mit dem ersten Dolby-Cinema-Saal soweit: Ab Samstag, dem 11. Mai, können die ersten Besucher im renovierten Kinosaal 1 im Mathäser Palast in München auf den über 300 Premium-Sitzen Platz nehmen und Filme auf einer 15,7 m × 6,6 m großen Leinwand anschauen. Zum Start laufen im Dolby Cinema nachmittags „Pokemon Meisterdetektiv Pikachu“ und abends „Avengers: Endgame“.

Dolby Cinema kombiniert die Bildwiedergabetechnologie Dolby Vision mit der 3D-Sound-Technologie Dolby Atmos und einem speziellen Designkonzept. Das Dolby-Vision-Laserprojektionssystem liefert dabei einen hohen Dynamikumfang mit verbesserter Farbtechnologie und einem Kontrastverhältnis, der weit über das übliche Leinwandbild im Kino hinausgeht.

‚Wer liefert was‘-Gruppe übernimmt Gebraucht.de

Die ‚Wer liefert was‘-Gruppe aus Hamburg hat zum 1. Mai 2019 die Gebraucht.de GmbH aus Berlin übernommen. Der Marktplatz für Gebrauchtwaren aller Art wird zu einer 100-prozentigen Tochter von ‚Wer liefert was‘ und bleibt als eigenständige GmbH bestehen. Das Führungsteam der Gründer Stefan Tietze und Oliver Kaiser bleibt dem Unternehmen als Geschäftsführung erhalten. Alle Mitarbeiter von Gebraucht.de werden ebenfalls übernommen.

ProSiebenSat.1 startet Kampagne zur Europawahl

ProSiebenSat.1 startet am 8. Mai eine Aktivierungs-Kampagne zur Europawahl. Mit einer Reihe an Sendergesichtern und Influencern ruft das Medienhaus insbesondere die junge Zielgruppe dazu auf, sich an der Europawahl am 26. Mai zu beteiligen. Kern der ‚Geh wählen!‘-Kampagne sind Spots, die auf den Plattformen des Konzerns mit Sitz in Unterföhring zu sehen sein werden. Ergänzend dazu informieren die Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe in der Woche vor der Wahl in Formaten wie ‚taff‘, dem ‚Sat.1- Frühstücksfernsehen‘ und ‚Galileo‘ zum Themenschwerpunkt Europa.

Der Kerngedanke der Kampagne lautet: „Wenn Du wählst, gestaltest Du nicht nur ein Europa, sondern Dein Europa.“ In den Spots treten auf: Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf, Jochen Schweizer, Eko Fresh, Jochen Schropp, Enie van de Meiklokjes, Daniel Boschmann, Frank Rosin, Diana zur Löwen, Marlene Lufen, Funda Vanroy, Stefan Gödde, Aiman Abdallah, Daniel Aminati und Sonya Kraus.