A: Werbeumsätze weiter stark rückläufig

Jüngste Focus-Zahlen zeigen die dramatische Krise am Werbemarkt: allein im Mai minus 24 Prozent im klassischen Geschäft. Dennoch ist Erholung ist in Sicht.

Kumuliert bedeuten diese Zahlen laut Focus eine zweistellige Verringerung des Werbevolumens von Jahresbeginn bis Mai 2020 von fast 13 Prozent in Relation zum Vorjahr.

Im Mai lagen dabei alle Mediengattungen durch die Bank im Minus. Mit einer Ausnahme: Der Werbeträger ­Radio konnte „aufgrund der Privatsender eine leichtes Plus verzeichnen,“ heißt es von Focus. Konkret verloren die heimischen TV-Sender im Mai 23,3 Prozent ihrer Bruttowerbeumsätze, der ORF bilanziert mit minus 19,6 Prozent. Die Presse als gesamtes büßte 25 Prozent ein. Regionale ­Wochenzeitungen sogar 29,6 Prozent, Illustrierte und Magazin 42,6 Prozent.

Below-the-line, also im Bereich Direct Marketing und Sponsoring, sieht es noch schlimmer aus: Die Investments in Sponsoring gingen gleich um 67,3 Prozent zurück (nach 80,6 Prozent im April). Direct Marketing erholte sich hier von minus 45,7 Prozent auf minus 13,6 im Mai.

ZDF erwartet Werbe-Minus in Höhe von 40 Millionen Euro

ZDF-Intendant Thomas Bellut hat angekündigt, dass man für das laufende Jahr mit einem Minus bei den Werbeeinnahmen von 40 Millionen Euro ausgeht. Grund dafür ist die Coronakrise, die die Werbebuchungen in allen Mediengattungen hat einbrechen lassen. Auch bei den Rundfunkgebühren wird es wohl zu einem Minus kommen, weil sich im Zuge der Krise mehr Menschen davon befreien lassen können – anders als die Privaten können die Öffentlich-Rechtlichen aber nach wie vor mit recht stabilen Einnahmen durch den Rundfunkbeitrag rechnen.

In dem Interview kommt Bellut auch auf die gestiegenen Produktionskosten bei Serien und Filmen zu sprechen.

2020 profitiert man davon, dass Fußball-EM und Olympia verschoben worden sind. Sollten beide Events 2021 stattfinden und die Produktion von fiktionalen Inhalten weiter deutlich teurer sein als bislang, würde das wohl zu Herausforderungen sorgen. Das hänge letztlich aber davon ab, ob die Großereignisse 2021 tatsächlich stattfinden, so Bellut.

Dass die von der KEF empfohlene Anhebung des Rundfunkbeitrags kommt, ist für den ZDF-Intendant so gut wie sicher. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer haben das bereits abgenickt, nun müssen noch alle 16 Länderparlamente zustimmen – hier ist vor allem die Zustimmung Sachsen-Anhalts ungewiss. Bellut spricht von einem „breiten Konsens“, den es in der Rundfunkpolitik für eine Erhöhung gebe. „Eine Ableh­nung wäre auch eine Belas­tungs­pro­be für die Soli­da­ri­tät der Länder unter­ein­an­der. Das Verfah­ren zur Fest­set­zung des Beitrags ist verfas­sungs­recht­lich mehr­fach bestä­tigt worden.“ Er sei jedenfalls zuversichtlich, so Bellut.

Facebook-Chef Zuckerberg rechnet „schon bald“ mit Ende des Werbeboykotts

Mehr als 800 Firmen und Selbständige (Google Doc) setzen seit Anfang Juli ihre Anzeigen auf dem weltgrößten sozialen Netzwerk aus. Grund sind als unzureichend wahrgenommene Maßnahmen gegen Hassrede und Propaganda, speziell auch im Lichte der laufenden „Black Lives Matter“-Proteste.

Die Aktion soll Facebook dort treffen, wo es finanziell am meisten schmerzt, nämlich direkt bei seinem Geschäftsmodell. Die Plattform bestreitet den Großteil ihrer Einkünfte damit, Nutzerdaten auszuwerten und Firmen Anzeigenplätze mit umfangreicher Zielgruppenkonfiguration anzubieten. Doch zumindest für den Moment scheint dieser Druck noch nichts zu bewirken. Facebook-Chef Mark Zuckerberg zeigt sich gegenüber seinen Mitarbeitern demonstrativ unbeeindruckt vom Werbeboykott.

Nur wenige der größten Werber bislang beim Boykott dabei

„Ich glaube, die Werber werden schon bald wiederkommen“, zitiert ihn The Information aus internen Gesprächen. Die Kampagne sei eher ein Problem in Hinblick auf den diplomatischen Umgang mit und dem Ansehen in der Öffentlichkeit, nicht aber in finanzieller Hinsicht.

Das dürfte die reale Lage auch gut widerspiegeln, denn wenngleich „Stop Hate for Profit“ eine lange Unterstützerliste mit prominenten Namen vorzuweisen hat, so finden sich darin (Stand: 2. Juli) nur drei der 25 größten Werber, namentlich Microsoft, Starbucks und Pfizer. Andere Firmen, wie American Express, Walmart oder die Baumarktkette Home Depot, hatten bis dahin noch keine Pläne angekündigt, ihre Anzeigen auszusetzen.

Öffentlich erklärt das Unternehmen, seine Richtlinien nur auf Basis von Prinzipien zu gestalten und nicht auf finanziellen Druck hin. Dazu passt, dass man sich gegenüber den boykottierenden Unternehmen auch kaum entgegenkommend zeigt. Man belässt es bei vagen Ankündigungen. „Wir stehen mit Werbetreibenden weltweit in kontinuierlichem Austausch und verstehen, dass sie ihre Botschaften und Inhalte in einem sicheren Umfeld sehen möchten – das wollen wir auch“, sagt Tino Krause, der für Facebooks Geschäftsfeldentwicklung im DACH-Raum zuständig ist.

Online-Handel wächst während Coronakrise kräftig

Die Coronakrise hat dem Onlinehandel in Deutschland einen kräftigen Wachstumsschub beschert. Vor allem Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Tierbedarf, Medikamente oder Drogerieprodukte werden viel häufiger im Internet bestellt als vor der Pandemie. Das geht aus einer am Sonntag veröffentlichten Marktstudie des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) hervor.

„E-Commerce hat sich im zweiten Quartal nachhaltig als zusätzliche Versorgungsinfrastruktur etabliert“, fasste BEVH-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer deren Ergebnisse zusammen. Insgesamt stiegen die E-Commerce-Umsätze nach einem schwachen ersten Quartal von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um satte 16,5 Prozent auf über 20 Milliarden Euro. Die Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs stieg dabei um 51,2 Prozent, und der Onlinehandel mit Lebensmitteln nahm sogar um fast 90 Prozent zu.

„Selbst nach der akuten Phase der Hamsterkäufe und auch nach Ende der scharfen Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen blieb die Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs im E-Commerce im zweiten Quartal 2020 deutlich erhöht, was eine dauerhaft positive Wachstumsprognose für dieses Segment nahelegt“, betonte der Verband. In einer aktuellen Umfrage des Verbands unter rund 2500 Konsumenten gab mehr als die Hälfte der Befragten an, aufgrund der Erfahrungen in der Coronakrise künftig mehr online bestellen zu wollen.

Ein kräftiges Wachstum verzeichnete der Onlinehandel aber nicht nur bei Gütern des täglichen Bedarfs, sondern auch bei Haushaltswaren- und -geräten sowie bei Freizeitartikeln. Auch im Modehandel, wo auch die E-Commerce-Anbieter im ersten Quartal unter der Corona-bedingten Kaufzurückhaltung der Verbraucher litten, stieg die Nachfrage wieder deutlich an.

Banijay präsentiert sich mit neuem Logo

Nachdem Banijay die Übernahme von EndemolShine abgeschlossen hat und damit zu einem Konzern mit über 120 Produktionslabels in insgesamt 22 Ländern angewachsen ist, gönnt man sich auch eine neue Marken-Identität. Das bisherige Logo ist Geschichte, auch im neuen Logo spielt man aber mit dem Anfangsbuchstaben B, das als Ikone für Wiedererkennungswert sorgen soll. Überarbeitet hat man auch die Farbpalette, was für ein frisches, modernes Erscheinungsbild sorgen soll. Zugleich wurde auch die Website überarbeitet.

Facebook übernimmt offenen Kartendienst Mapillary

Facebook hat den offenen Kartendienst Mapillary übernommen. Damit stehen die dort bereitgestellten Fotos und Informationen zur kommerziellen Nutzung zur Verfügung. Zuvor galt dies nur für Privatkunden. Ansonsten soll sich zunächst nichts ändern.

In einem Blogbeitrag von Mapillary heißt es, durch die Partnerschaft mit Facebook könne man sich darauf konzentrieren, die eigenen Karten noch besser zu machen und für jeden zur Verfügung zu stellen. Facebook sei bereits dabei, Kartendienste zu entwickeln, die mit Machine Learning, Communities und Satellitenbildern arbeiten. Zudem sei die Finanzierung nun abgesichert.

Mapillary kommt aus Schweden. Nutzer laden dort Bilder hoch, die sie direkt in der App machen können, und geben sie damit auch für die weitere Anwendung frei. Diesem OpenStreetMap-Prinzip bleibe man verpflichtet.

Burda verbreitet Aufbruchstimmung

Im Mai hat Hubert Burda Media unter dem Motto #AufbruchZukunft eine verlagsweite Initiative gestartet, die den gesellschaftlichen Wandel journalistisch konstruktiv begleiten, und mit diversen Aktionen auch dem Werbeumsatz des Verlags zugute kommen soll. Nun trommelt das Medienhaus mit einer Haltungskampagne zusätzlich für seine Initiative. Als prominente Zitatgeber tauchen auf den Motiven unter anderem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Edeka-Chef Markus Mosa auf.

Anzeigenmarkt der Zeitschriften deutlich im Minus

Für die deutschen Publikumszeitschriften hat sich die Corona-Krise im Mai erstmals sehr deutlich ausgewirkt. 22,2 Prozent weniger Brutto-Umsatz verzeichnete Nielsen, 31 der 50 Top-Titel liegen nach fünf Monaten nun unter dem Vorjahr.

Im April ging es durch die Corona-Krise dann schon 11,9 Prozent unter den Vergleichsmonat des Vorjahres, im Mai nun sogar 22,2 Prozent unter den Mai 2019.

Auf das Gesamtjahr gerechnet ergibt sich nach den fünf Monaten für die von Nielsen ausgewerteten Titel damit ein Minus von 8,1 Prozent. Der Blick auf die 50 umsatzstärksten Magazine zeigt, dass sich 31 der 50 im Vergleich zum Vorjahr verschlechterten, immerhin 19 liegen nach Ablauf des Mai noch im Plus.

Die größten Verluste verzeichnet das Supplement RTV mit einem Minus von 20,8 Prozent, um mehr als 15 Prozent ging es zudem für den Focus, Auto Motor und Sport, sowie Grazia nach unten. Deutliche Zuwächse verzeichnen gegen den Branchen-Trend vor allem TV Movie, die Apotheken Umschau A und Harper’s Bazaar.

Deutschland schränkt Tabakwerbung weiter ein

Ab 2021 darf in deutschen Kinofilmen für unter 18-Jährige nicht mehr für Tabakprodukte geworben werden. Das beschloss der deutsche Bundestag in seiner Sitzung.

Außerdem ist das Verteilen von Gratis-Proben außerhalb von Fachgeschäften nicht mehr erlaubt.

Ab 2022 kommt ein Werbeverbot auf Außenflächen wie Plakatwänden oder Haltestellen dazu – vorerst für herkömmliche Tabakprodukte. Tabakerhitzer dürfen ab 2023 nicht mehr außen werben. Ein Jahr später ist dann auch Außenwerbung für E-Zigaretten verboten.

Deutschland ist das einzige Land in der EU, das noch uneingeschränkt Außenwerbung für Tabakprodukte erlaubte. Dem Werbeverbot gingen jahrelange Diskussionen voraus. Damit der Beschluss des Bundestags fix wird, braucht es noch die Zustimmung des Bundesrats.

Coronakrise treibt Geschäft von Delivery Hero an

Der Essenslieferdienst Delivery Hero setzt sein starkes Wachstum inmitten der Coronakrise fort. Allein im Juni verdoppelte sich die Anzahl der Bestellungen. Für das zweite Quartal ergibt sich damit ein Auftragsplus von 94 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Delivery Hero betreibt in mehr als 40 Ländern Bestellplattformen für Essen lokaler Anbieter und beschäftigt über 25.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist einer der großen Profiteure der Corona-Pandemie. Da Restaurants in vielen Ländern teils wochenlang geschlossen waren und manch einer wegen der Angst vor einer möglichen Ansteckung wohl auch den Gang in den Supermarkt scheute, bestellten viele Menschen ihr Essen und ließen es sich liefern. Zwar verzeichnete das Unternehmen laut den jüngsten Angaben im April zunächst einen Einbruch, danach zog das Auftragswachstum aber deutlich an.

Diese Entwicklung spiegelt auch der Aktienkurs wider. Der geriet im Sog des Corona-Börsencrashs ab Februar zwar zunächst unter Druck, erholte sich aber schnell und stieg auf Rekordhöhe. Seit dem März-Tief bei rund 50 Euro hat sich der Wert der Papiere in etwa verdoppelt. Zum Wochenschluss könnte der Konzern einen Börsenwert von 20 Milliarden Euro erreichen.

Das rasante Wachstum könnte Delivery Hero schon im September einen Platz im Dax bescheren. Denn spätestens dann muss der in einem Bilanzskandal steckende Zahlungsabwickler Wirecard die erste Börsenliga verlassen. Neben Delivery Hero ist auch der Hersteller von Duftstoffen und Aromen Symrise laut Experten ein Aufstiegskandidat.

Antenne Bayern investiert in Innovationen und gründet Digital Audio-Hub

Die Unternehmensgruppe Antenne Bayern aus Ismaning hat den neuen Digital Audio-Hub Soundgarage ins Leben gerufen, um innovative Online-Audio-Angebote zu entwickeln. Philipp Melzer, 44, leitet die Neugründung. Ziel ist es, die digitale Audio-Reichweite der gesamten Unternehmensgruppe zügig auszubauen. Der gebürtige Nürnberger kehrt nach 15 Jahren als Leiter Streams & Podcasts zu Antenne Bayern zurück, wo er bereits bis 2005 tätig war. Jörg Muthsam, 36, komplettiert das Führungsteam als Teamleiter Streams.

ProSiebenSat.1 baut eSports-Engagement aus

esports.com, das eSports-Newsportal von 7Sports, erweitert sein Angebot um Turnier- und Spieler-Daten, Statistiken und weitere Analysen. Dazu hat die Sportbusiness-Unit der ProSiebenSat.1 Group, einen Daten- und Service-Deal mit den Berliner Start-ups Shadow.GG und Bayes Esports Solutions unterzeichnet, beides Töchter der Bayes Holding, ehemals Dojo Madness.

Shadow.GG bietet 2D-Nachstellungen der Spiele, die komplementär bzw. als Ersatz zu dem Livestream eingesetzt werden können. Mithilfe von Live-Spieler-Statistiken erschließt sich auch weniger erfahrenen Zuschauern der Kontext. Zudem bilden Event-Timelines das Geschehen ab.

Immer mehr Warnungen zu Tiktok

Die indische Regierung hat vor kurzem eine Sperre über eine Reihe von Apps chinesischer Entwickler verhängt. Der Grund sind Befürchtungen, dass über diese Programme wertvolle Informationen von Nutzern auf Umwegen bei den chinesischen Behörden landen.

Tiktok gehört zu einer Reihe von Apps, die auf die Zwischenablage des Betriebssystems zugreifen. Die Zwischenablage ist im Prinzip ein Speicher für Inhalte, die man verschiebt oder kopiert. Doch während viele Apps nur einmalig zum Start von diesem Zugriff Gebrauch machen, tut Tiktok dies unter iOS in steter Regelmäßigkeit.

Es ist nicht das erste Mal, dass die App in Verdacht gerät. Schon vor zwei Monaten meldete sich auf Reddit ein Nutzer, der nach eigenen Angaben Tiktoks Software reverse-engineert, also sie technisch zerlegt und ihre Funktionsweise im Detail nachvollzogen hat. Ihm zufolge fragt das Programm massenhaft unterschiedlichste Daten ab, von der Hardwarekonfiguration des Handys bis hin zu anderen installierten Apps oder dem Namen des verwendeten WLANs und teilweise auch nach dem per GPS ermittelten Standort. Er bezeichnete es in dem viralen Posting als „dünn verschleierten Datensammeldienst“ und empfahl Nutzern, es schleunigst zu deinstallieren.

Auch was die Moderation der Inhalte betrifft, mussten die Betreiber in den letzten Monaten Kritik einstecken. Ende 2019 erklärten US-Mitarbeiter gegenüber der „Washington Post“, dass man kaum Einfluss über das Regelwerk zum Umgang mit verschiedenen Inhalten habe, da die Letztentscheidung stets an Moderatoren in der Pekinger Firmenzentrale fallen würde. Immer wieder würde es dabei auch Vorgaben geben, Themen zu zensieren oder zu vergraben, die der chinesischen Regierung ein Dorn im Auge sind.

‚Tagesspiegel‘ baut neue Unit für Gesundheitsangebote auf

Bei der Berliner Regionalzeitung ‚Tagesspiegel‘, Teil der Zeitungsholding DvH Medien von Dieter von Holtzbrinck, entsteht derzeit eine neue Unit speziell für die Themen Gesundheit und E-Health. In dem Verlagsbereich sollen Präsenzveranstaltungen, Digitalevents, neue Anzeigenformate, Gesundheitsmagazine und weitere digitale Verlagsangebote entwickelt und produziert werden.

Geführt wird der neue Verlagsbereich von Susan Knoll. Sie war bisher Verlagsleiterin Politik & Konzepte beim ‚Tagesspiegel‘ und damit für die Verlagsangebote an politische Entscheidergruppen verantwortlich. Zuvor hatte sie zehn Jahre als Geschäftsführerin Kommunikation des Verbands der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) gearbeitet und dort die strategische Konzeption, Planung und Durchführung der gesamten Kommunikationsarbeit des Verbandes verantwortet.

Ebenfalls zum Team gehört Julia Richter, seit September 2019 beim ‚Tagesspiegel‘ und zuvor beim Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) tätig. Dort hatte sie als Mitglied der Geschäftsleitung und Pressesprecherin die Gesamtkommunikation des Verbandes verantwortet. Weitere Team-Mitglieder decken die Kompetenzfelder Beratung, Veranstaltungsmanagement, Mediakooperationen, Digitalmarketing und Channel Management ab.

„Die Siedler“ auf unbestimmte Zeit verschoben

Die Siedler verschiebt sich. Das Spiel dürfte wohl eher nächstes Jahr erscheinen – wenn überhaupt. Entwickler Blue Byte stellte in einem Blogeintrag klar, dass man einfach mehr Zeit benötige, um den Ansprüchen gerecht zu werden. „Wir sind unglaublich dankbar für euer Feedback und in den letzten Monaten, als wir Playtests und Tagebuchstudien durchgeführt haben, wurde eines klar: Während wir auf dem richtigen Pfad sind, ein großartiges Spiel zu liefern, möchten wir ein wirklich außergewöhnliches Spielerlebnis schaffen“, schrieb man dort.

In dem Blogeintrag ist auch die Rede davon, dass das Game „bis auf Weiteres“ verschoben wird. „Da Qualität unsere Hauptpriorität ist, möchten wir uns die Zeit nehmen, um es richtig zu machen“, kommentierte man diesen Schritt. Man möchte die zusätzliche Zeit nun nützen, um das Feedback zu nutzen, um das „bestmögliche Die Siedler-Spiel zu liefern“. In den sozialen Netzwerken wird dem Entwickler Verständnis entgegengebracht, wenngleich die Enttäuschung bei vielen groß ist.

Sky führt neues Abomodell ein

Die Pay-TV-Plattform Sky stellt sein Abomodell neu auf. Ab sofort erhalten Abonnenten nach einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten ein monatliches Kündigungsrecht. Während das neue Monatsmodell mit einem geringen Aufpreis verbunden ist, behalten Kunden, die sich für ein Jahres-Abo entscheiden, weiterhin den günstigeren Preis. Für Bestands- und Neukunden gelten damit künftig die gleichen Konditionen.

Deutsche Unternehmen schließen sich Werbe-Boykott bei Facebook an

Auch Unternehmen aus Deutschland unterstützen die internationale #StopHateForProfit-Kampagne, die Facebook dazu bewegen will, stärker gegen Propaganda, Fake News und Hasskommentare vorzugehen. So stoppen auch Konzerne wie SAP, Siemens, Adidas, Henkel und Beiersdorf ihre Werbung auf Facebook. Zu diesem Ergebnis kommt eine ZDFheute-Umfrage unter den 30 Dax-Unternehmen.

Andere DAX-Unternehmen wie Allianz, Deutsche Bank, Bayer und Merck wollen vorerst weiter Werbung bei Facebook schalten. Aber auch sie wollen die Entwicklung bei der Online-Plattform sehr genau beobachten und ggf. weitere Schritte einleiten. Von den insgesamt 30 angefragten DAX-Unternehmen haben 18 an der ZDFheute-Umfrage teilgenommen.

Der Autobauer VW kündigte ebenfalls an, keine Werbung mehr bei dem sozialen Netzwerk zu schalten. „Keine Werbung mehr auf Facebook – bis sich etwas zum Besseren ändert“, postete CMO Jochen Sengpiehl auf LinkedIn. „Aufgrund der jüngsten Entwicklungen auf Facebook haben wir beschlossen, unsere zentral platzierte Werbung auf diesem Kanal auszusetzen. Und zwar weltweit. Ein Umfeld von Falschmeldungen oder Hassbotschaften ist für die Marke VW nicht akzeptabel. Der Volkswagen-Konzern steht für Toleranz, Inklusivität und Chancengleichheit. Daher stellen auch die anderen Marken des Konzerns bis auf weiteres jegliche Werbung der Zentrale auf Facebook ein.“

Google will weiter Daten von Mediennutzern abzapfen

Google will trotz der Gegenwehr europäischer Verlage weiterhin Daten von deren Lesern nutzen. Dies sagten mehrere mit den Verhandlungen zwischen Google und den Verlagen vertraute Personen. Ursprünglich hätten Verlagshäuser geplant, Google ab Mitte August unter Berufung auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) daran zu hindern, Informationen über Leser zu speichern. Der US-Konzern hätte dies aber nicht tatenlos geschehen lassen, sondern bereits vorab mit weniger Anzeigen gedroht. Die Verhandlungen, über die bisher noch nicht berichtet wurde, dauerten noch an. Für Thomas Adhumeau vom Werbesoftware-Anbieter S4M steht fest, wie das Ganze ausgeht: „Man kann ohne Google nicht im Markt bestehen.“

90 Prozent Anzeigen

Google erwirtschaftet einen Großteil seiner Einnahmen mit Werbung. Jeder dritte im Netz für Anzeigen ausgegebene Euro landet bei dem US-Konzern, der auch rund 90 Prozent des Marktes für Online-Anzeige-Tools kontrolliert. Medienkonzerne müssen ihre Einnahmen mit Google teilen, um Zugang zu den Werbekunden zu haben. Weltweit gibt es Ermittlungen wegen möglicher Ausnutzung der Marktmacht des US-Suchmaschinenanbieters.

Netflix sorgt in den sozialen Medien für den meisten Buzz

Netflix, Amazon Prime Video & Co. setzen wie viele andere Unternehmen auf soziale Plattformen, um ihre Fans bei Laune zu halten und über neue Formate zu informieren. Von den großen Streamingdiensten ist vor allem Netflix in den sozialen Medien äußerst aktiv und erzielt in Deutschland die höchsten Interaktionsraten. Disney+ holt aber schnell auf.

Besonders groß ist der Abstand bei Instagram, wo der US-Dienst zuletzt rund 400.000 Interaktionen erzielte. Zwischenzeitlich waren es sogar fast 800.000 Interaktionen.

Auch bei Twitter liegt Netflix klar in Führung. Weder Amazon Prime Video, noch Disney+ oder Joyn können hier mithalten. Bei Facebook kann immerhin Amazon Prime Video noch Anschluss halten.

Betrachtet man die Interaktionen pro 1000 Followern, sieht die Sache etwas anders aus: Bei Twitter hatte zuletzt mit Disney+ der aufstrebende Angreifer die Nase vorne und auch Joyn konnte hier in den vergangenen Monaten immer wieder Duftmarken setzen. Im gesamten Untersuchungszeitraum – Socialbakers wertete den Zeitraum von Anfang März bis Mitte Juni aus – liegt Netflix aber noch knapp vorn.

Bei Instagram liefern sich Netflix, Amazon und Disney bei den Interaktionen pro 1000 Followern sogar ein relativ enges Kopf-Kopf-Rennen. Hier lagen Netflix und Prime Video zuletzt fast gleichauf. Unter dem Strich kann sich hier Disney+ an die Spitze setzen, da der Dienst rund um den Marktstart in Deutschland sehr aktiv war und entsprechend viele Interaktionen erzeugte.

Das größte relative Follower-Wachstum verzeichnete in den vergangenen Monaten Disney+, was allerdings angesichts des Marktstarts im März und des geringen Ausgangsbasis keine große Überraschung ist.

Paragon übernimmt Weka-Gruppe komplett

Die Beteiligungsgesellschaft Paragon Partners kauft sämtliche sämtliche Anteile der Weka-Firmengruppe. Weka ist ein Anbieter von Fachinformationen, Software, Weiterbildungen & Services für die DACH-Region und Frankreich.

Edin Hadzic, Mitbegründer und Geschäftsführer von Paragon sagt: „Weka ist eine beeindruckende Erfolgsgeschichte, die wir als neuer Gesellschafter mit dem Management Team und den Mitarbeitern fortschreiben wollen. Die diversifizierte Struktur und die unternehmerische Kultur der Unternehmensgruppe wollen wir weiterhin stärken. Die Weiterentwicklung von Märkten, Produkten und die Digitalisierung der Unternehmensprozesse stehen auch in Zukunft im Vordergrund. Gezielte Akquisitionen zur Portfolioergänzung bleiben nach wie vor Teil der Unternehmensstrategie.“

Facebook sperrt 100 rechtsextreme Gruppen

Facebook hat auf seinen Plattformen rund 320 Konten, mehr als 100 Gruppen und 28 Seiten eines in den USA nach Gewalt strebenden rechtsextremen Netzwerks gesperrt. Die regierungsfeindliche Gruppe werde ab sofort als „gefährliche Organisation“ eingestuft und von allen Plattformen verbannt, teilte Facebook am Dienstag (Ortszeit) mit. Auch Posts, die Unterstützung für die Organisation äußerten, würden künftig gelöscht, hieß es. Facebook war zuletzt – auch durch einen Werbeboykott – unter Druck gekommen, härter gegen hasserfüllte und rassistische Inhalte vorzugehen.

220 Facebook- und 95 Instagram- Accounts gelöscht

Bei dem Netzwerk handelt es sich demnach um Gruppen, die sich lose an der rechtsextremen Boogaloo-Bewegung anlehnen und mitunter auch deren Namen nutzen. „Es bemüht sich aktiv darum, für Gewalt gegen Zivilpersonen, Sicherheitskräfte, Beamte und Regierungsinstitutionen zu werben“, erklärte Facebook. Daher seien 220 Facebook-Accounts und 95 Konten bei Instagram gelöscht worden. Zudem seien 400 weitere Gruppen und 100 Seiten gelöscht worden, die auch gegen Facebooks Richtlinien verstießen und ähnliche Inhalte wie das Netzwerk verbreitet hätten. Boogaloo-Inhalte, in denen zu Gewalt aufgerufen werde, würden immer gelöscht, erklärte Facebook.

Spieleabo Apple Arcade wird neu ausgerichtet

Das Spieleabo Apple Arcade strebt eine Neuausrichtung bei der Art der Inhalte an. Künftig soll es mehr Games geben, die ein hohes Maß an sogenanntem „Engagement“ bieten. In der Branche ist damit gemeint, dass der Spieler sehr oft immer wieder daddelt – nicht unbedingt lange am Stück, aber regelmäßig und über Monate.

Exemplarisch habe Apple gegenüber einigen Entwicklern das von Capybara Games produzierte Grindstone genannt. Das ist ein Denkspiel, mit dem man sich nebenbei über Monate beschäftigen kann.

Weniger gefragt seien Abenteuer mit einer Kampagne, nach deren Beendigung es keinen Grund gibt, das Abo zu verlängern.

In den vergangenen Monaten soll Apple mehrere Verträge mit Entwicklern über neue Spiele gekündigt haben. Zwar habe das Unternehmen für bereits erreichte Zwischenstände die vereinbarten Zahlungen geleistet, einige Studios sollen die Kündigungen aber hart getroffen haben; Bloomberg nennt keine Namen.

Apple Arcade bietet für rund 5 Euro im Monat den vollen Zugriff auf rund 120 Spiele, das Angebot wechselt ständig. Die Games lassen sich auf iPad, iPhone sowie teilweise Rechnern mit MacOS und auf Apple TV spielen. In den Spielen gibt es weder Werbung noch Mikrotransaktionen.

Die Entwicklung der Titel wird von Apple teils mit mehreren Millionen US-Dollar gefördert. Vor dem Start von Arcade im Herbst 2019 hieß es mehrfach, dass dafür rund 500 Millionen US-Dollar bereitstünden. Bestätigt wurde das allerdings nie. Auch zur Anzahl der Abos hat sich Apple nie geäußert.

‚Kicker‘ feiert 100. Geburtstag mit Out-of-Home-Kampagne

Das Fußballmagazin ‚Kicker‘ feiert in diesem Jahr (14.7.2020) seinen 100. Geburtstag. Aus diesem Anlass startet heute (30. Juni 2020) eine bundesweite Out-of-Home-Kampagne. Auf Public Video-Flächen von Ströer macht der ‚Kicker‘ in 18 Städten mit markanten Sprüchen der Fußballgeschichte auf sich aufmerksam.

Jede der 18 Städte erhält ein eigenes Zitat. So gibt in Hamburg Horst Hrubesch die Anleitung fürs Tore schießen („Manni, Bananenflanke, ich, Kopf, Tor!“), und Christian Streich ruft in Freiburg zu mehr Fußball-Kultur auf („Ein Verein gehört nicht einem Menschen – er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren.“). Am ‚Kicker‘-Geburtstag selbst, dem 14. Juli 2020, werden schließlich alle Video-Tafeln ein vereinendes Zitat von ‚Kicker‘-Gründer Walther Bensemann zeigen.

Fußball-Bundesliga: Sky zieht positive Reichweitenbilanz

Gesamtreichweite steigt an

Sky zieht insgesamt eine positive Saisonbilanz. Die durchschnittlichen Reichweiten in der Fußball-Bundesliga lagen mit einem Plus von drei Prozent über Vorjahresniveau und durchschnittlich bei 4,22 Millionen Zuschauern (durchschnittliche aggregierte Sehbeteiligung aller Kickoffs auf Sky am Samstag und Sonntag.) im TV und auf Sky Go. Am Samstagnachmittag schalteten im Schnitt rund 1,8 Millionen Zuschauer ein und damit 12 Prozent mehr als in der Vorsaison.

Der Bundesliga-Samstag am 26. Spieltag war mit dem Revierderby Dortmund gegen Schalke die stärkste Sky-Übertragung mit 3,81 Millionen Zuschauern (TV + Sky Go), davon 2,45 Millionen Zuschauer im Free-TV auf Sky Sport News HD (Marktanteil: 27,2 Prozent).

Aschendorff Medien und Bruns-Verlag gründen Anzeigenblatt-Joint-Venure

Die Zeitungsverlage Aschendorff Medien, Münster, und Bruns-Verlag, Minden, kooperieren im Anzeigenblatt Markt. Die beiden Unternehmen gründen das Joint Venture Weser Verlag GmbH & Co. KG, an dem Aschendorff Medien 70 Prozent der Anteile und der Bruns-Verlag die restlichen Anteile hält. Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben bereits freigegeben. Operativer Start ist der 1. August 2020.

Die Unternehmensgruppe Aschendorff gibt unter anderem die ‚Münstersche Zeitung‘ und die ‚Westfälischen Nachrichten‘ heraus. Im Bruns-Verlag erscheint unter anderem das ‚Mindener Tageblatt‘.

Erste TikTok-Agentur am Start

Adil Sbai und Johannes Ruisinger haben mit WeCreate in Wien und Hamburg die erste Agentur gegründet, die sich rein auf das Social-Media-Network TikTok konzentriert. Die Agentur soll Unternehmen mit Daten, Marktforschung und Know-how dabei unterstützen, die notwendigen Strukturen für den Einsatz von TikTok zu schaffen.

Aktuell verzeichnet das Video-Netzwerk rund eine Milliarde aktive Nutzer pro Monat. Unternehmen, die die Generation Z erreichen wollen, kommen daran nicht vorbei. „TikTok zu meistern ist sehr viel herausfordernder als Instagram. Es gibt keine Fotos, sondern nur Videos, was kreatives Storytelling erfordert. Fehlt dieses, wird ein Video kaum ausgespielt, auch wenn ein Account viele Follower hat“, so „, Adil Sbai.

Gleich zu Beginn kann die Agentur mit namhaften Kunden aufwarten: O2, Beiersdorf, der Online-Modehändler Chiquelle und das Münchner Food-Startup 3Bears sind auf der Liste der deutsch-österreichischen Agentur.

„Für Unternehmen stellt diese Plattform eine besondere Herausforderung dar, denn der Content, der für andere soziale Netzwerke produziert wurde, funktioniert dort oftmals kaum. Vor allem konservativen Unternehmen fällt das Umdenken schwer. Deshalb sollten sie eng mit Creatorn zusammenarbeiten und eigene Communities bzw. langfristige Markenbotschafter aufbauen, die mit ihrer Kreativität und Brand auf den Markenkern einzahlen“, ergänzt Sbai.

Organisatoren von Werbeboykott-Kampagne erhöhen Druck auf Facebook

Die Organisationen der Werbeboykott-Kampagne erhöhen den Druck auf Facebook. Sie rufen nun auch europäische Unternehmen dazu auf, sich an der Aktion „Stop Hate for Profit“ zu beteiligen, sagte ein Vertreter der Bürgerrechtsorganisation. Zuvor hatten bereits mehr als 160 US-Konzerne Werbeanzeigen bei Facebook gestoppt, um die Online-Plattform damit zu einem stärkeren Vorgehen gegen rassistische und gewaltverherrlichende Inhalte zu bewegen.

Dazu zählt auch der amerikanische Mobilfunkbetreiber Verizon. Das Unternehmen wirft dem sozialen Netzwerk vor, zu wenig gegen die Verbreitung von Hassrede, Falschinformationen und Mobbing auf seinen Plattformen zu tun. Facebook hatte nach dem Werbeboykott bereits einen neuen Umgang mit Inhalten angekündigt, die gegen die Regeln des Sozialen Netzwerks verstoßen.

Funke baut Angebot für programmatische Vermarktung aus

Kunden und Agenturen haben fortan mehr Wahlmöglichkeiten für die Buchung ihrer Werbeplätze. Denn die Essener Mediengruppe arbeitet nun mit dem Programmatic-Unternehmen Yieldlab zusammen, das fortan eine zweite vollwertige Supply-Side-Plattform (SSP) bereitstellt, wie am Montag bekannt gegeben wurde. Bislang verkaufte Funke das Inventar der Portale über Google.

„Dies ist ein wichtiger Schritt für uns in der digitalen Eigenvermarktung“, sagt Melanie Salenga, Director Digital Sales bei Funke. Deren Team verantwortet in der Eigenvermarktung alle Kunden- und Agenturgeschäfte. Auf technischer Seite wird die Integration von Funke Digital betreut. Dort steuert ein Team den Tech-Stack, Ad-Server und die Data-Management Plattform. Außerdem entwickelt die von Alexander Voß, Head of Ad-Technology und Monetization, geführte Einheit neue Digitalprodukte. Erst im vergangenen Jahr wurde zum Start der Eigenvermarktung eine Digital Sales Unit gegründet.

Twitter entschuldigt sich für falsche Faktencheck-Informationen

Seit Anfang Juni steht unter zahlreichen Tweets der Hinweis: „Nein, 5G ist nicht der Grund für das Coronavirus“. Folgt man der Markierung, gelang man zu einer Seite, auf der erklärt wird, dass diese Verschwörungserzählung von 5G als Corona-Verursacher von sicheren Quellen widerlegt worden sei. Nun haben sich Nutzer offenbar beschwert, dass ihre Beiträge diesen Zusatz bekamen – und damit zur potenziellen Falschinformation deklariert wurden – ,obwohl es sich nicht um solche handelte.

„In den letzten Wochen könntet ihr Tweets mit dem Link zu weiterführenden Informationen zu Covid-19 gesehen haben. Nicht alle diese Tweets beinhalteten irreführende Informationen zu Covid-19 und 5G. Wir entschuldigen uns für Missverständnisse und arbeiten an der Verbesserung unserer Hinweise“, heißt es nun in einem Tweets des Twitter Supports.

Kampf gegen Falschinformation

Wegen der Verschwörungserzählungen, nach denen 5G verantwortlich für den Ausbruch der globalen Coronavirus-Pandemie ist, hat es in manchen Ländern Anschläge auf Mobilfunkmasten und sogar Arbeiter an Mastanlagen gegeben. Die EU veröffentlichte ein Faktenpapier, in dem unter anderem erklärt wird, wie 5G überhaupt funktioniert.

Twitters Richtlinien bei Fake News sind rigoroser als bei etwa Facebook. Der Kurznachrichtendienste kennzeichnet auch Tweets des US-Präsidenten Donald Trump als „manipulierend“. Der ist darüber erbost und erließ eine Verfügung, die den Spielraum von sozialen Medien gegen einzelne Nutzer vorzugehen, einschränken soll.

Starbucks ohne Werbung auf Social Media

Im Kampf gegen Hass und Hetze im Internet will nun auch die Kaffeehauskette Starbucks vorerst auf Werbung bei Facebook und anderen Onlinenetzwerken verzichten. „Unser Anliegen ist es, Gemeinschaften zusammenzubringen – persönlich und im Internet. Wir stehen gegen Hassrede“, so das US-Unternehmen. Vergangene Woche hatten bereits der Getränkehersteller Coca-Cola und der Konsumgüterriese Unilever ähnliche Schritte angekündigt.

Man wolle intern sowie mit den Medienpartnern und zivilgesellschaftlichen Organisationen über geeignete Methoden im Kampf gegen Hass und Hetze im Internet beraten und so lange die Werbung „auf allen Social-Media-Plattformen“ aussetzen, sagte Starbucks. Unternehmen und politische Entscheidungsträger müssten enger zusammenarbeiten, um „gastfreundlichere und integrierende Onlinegemeinschaften“ zu schaffen.

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Anti-Rassismus-Proteste in den USA war der Druck auf Onlineplattformen zuletzt gestiegen, mehr gegen diskriminierende Inhalte zu unternehmen. Mehrere US-Bürgerrechtsgruppen forderten sogar einen Werbeboykott gegen Facebook, das sich lange Zeit geweigert hatte, Hassbotschaften und problematische Beiträge von Politikern zu markieren.

Facebook reagiert auf Werbeboykott

Das Onlinenetzwerk Facebook will sein Vorgehen gegen Hassbotschaften ausweiten und problematische Posts von Politikern künftig markieren.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg kündigte an, fortan werde eine größere Bandbreite von bezahlten Anzeigen – also auch Wahlwerbung – untersagt. Derweil beziehen Konzerngiganten wie Coca-Cola und Unilever mit einem Anzeigenboykott in Onlinenetzwerken Stellung gegen Rassismus und Hass im Netz.

  • Verboten werden laut Zuckerberg Behauptungen, wonach Menschen einer bestimmten „Rasse, Ethnie, nationalen Herkunft, Religion, Kaste, sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder eines bestimmten Einwanderungsstatuts eine Bedrohung für körperliche Sicherheit, Gesundheit oder das Überleben anderer darstellen“. Auch sollten „Einwanderer, Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende“ vor Anzeigen geschützt werden, die sie als minderwertig oder verachtenswert darstellen.
  • Facebook will außerdem in bestimmten Fällen Botschaften von Politikern markieren, wenn sie gegen die Regeln des Netzwerkes verstoßen, wie Zuckerberg schreibt. „Einige Male pro Jahr lassen wir Inhalte stehen, die ansonsten gegen unsere Regeln verstoßen würden, wenn das öffentliche Interesse größer ist als das Risiko eines Schadens.“

Das sei beispielsweise bei Politiker-Reden der Fall, die einen Nachrichtenwert hätten. Künftig solle darauf hingewiesen werden, wenn solche Inhalte gegen die Facebook-Regeln verstoßen. Die Inhalte werden entsprechend markiert, aber nicht entfernt.

Keine Ausnahmen gebe es, wenn Botschaften zu Gewalt oder einer Unterdrückung des Wahlrechts führen könnten, betonte Zuckerberg. Solche Inhalte würden gelöscht. Der Facebook-Chef verwies auf den Wahlkampf für die US-Präsidentschaftswahl im November, der besonders „hitzig“ werden dürfte.

In den vergangenen Wochen haben wiederholt Posts von US-Präsident Donald Trump für Wirbel gesorgt. Der Kurzbotschaftendienst Twitter verbarg zuletzt wiederholt Tweets des Rechtspopulisten hinter einem Warnhinweis wegen „Gewaltverherrlichung“ oder „missbräuchlichem Verhalten“. Twitter unterzog Äußerungen des Präsidenten zudem einem Faktencheck.

Immer mehr Firmen sehen von Anzeigen bei Facebook ab, weil der Internetriese aus ihrer Sicht zu wenig gegen Hasskommentare und Aufrufe zur Gewalt unternimmt. Am Donnerstag kündigte der US-Telekommunikationskonzern Verizon an, dass er seine Werbung auf Facebook aussetze. Die Sportartikelhersteller Patagonia und The North Face folgten. Vorausgegangen war ein Boykottaufruf der Organisation Anti-Defamation League im Rahmen einer Kampagne unter dem Motto „Stoppt den Hass aus Profit“.

TikTok launcht Werbeplattform für Unternehmen

Das Kurzvideo-Netzwerk TikTok erfreut sich insbesondere bei jungen Menschen immer größerer Beliebtheit, gilt als derzeit größter Trendsetter und den sozialen Medien und wird folglich auch für Marken immer interessanter. Damit Werbungtreibende noch einfacher kreative Kampagnen für die Plattform entwickeln können, launcht Betreiber Bytedance heute „TikTok für Unternehmen“. Die Tools sollen Marken die Interaktion mit ihren Zielgruppen auf TikTok vereinfachen und sind für das soziale Netzwerk gleichzeitig ein wichtiger Schritt hin zur Monetarisierung seiner Inhalte.

Im Mittelpunkt der Tools für Werbungtreibende stehen zahlreiche Effekte, die die Videos auf TikTok von der Konkurrenz von Instagram und Snapchat abheben – darunter etwa Musik, Sound-Effekte und Voice-Overs. TikTok verspricht den Werbungtreibenden, dass die Nutzer der Plattform so gewissermaßen zu einer neuen Form von Markenbotschaftern werden können. Um Werbungtreibende und Creators zusammenzubringen, testet TikTok in ausgewählten Regionen eine Plattform namens „TikTok Creator Marketplace“. Dort können Unternehmen Creators passend zu ihrer Kampagne suchen und für bezahlte Influencer-Kampagnen anfragen, um den Bekanntheitsgrad ihrer Marke zu steigern und neue Kunden zu gewinnen.

TikTok stellt globale Werbe-Plattform für Unternehmen vor

TikTok geht in die Monetarisierungs-Offensive: Die Plattform für mobile Kurzvideos launcht „TikTok für Unternehmen (TikTok For Business)“ – eine Reihe von Tools, mit denen Marken Kampagnen entwerfen und mit Nutzern interagieren können. TikTok ist eine reichweitenstarke und skalierbare Plattform, die von Marketern gezielt genutzt werden könne: „Wir freuen uns, heute TikTok für Unternehmen vorzustellen, unsere globale Plattform, die Marken und Vermarktern die Voraussetzungen bietet, kreative Geschichten zu erzählen und eine nachhaltige Beziehung mit der TikTok-Community einzugehen“, so Thomas Wlazik, Managing Director, Global Business Solutions.

Verschiedene Stationen der Customer Journey
Die TikTok-Werbeformate sollen verschiedene Stationen der Customer Journey und der Marketing-Touchpoints abbilden. Man arbeite mit Experten aus der Branche und erfahrenen Drittanbietern zusammen, „um Lösungen zu entwickeln, die das Tracken und die Auswertung von Kampagnen-Kennzahlen im Dashboard abbilden können.“

H&M schreibt wegen Corona-Pandemie rote Zahlen

Die schwedische Modekette Hennes & Mauritz (H&M) hat wegen der Corona-Krise im zweiten Geschäftsquartal ein deutliches Minus eingefahren. Der Konzern, der wegen der Pandemie zeitweise mehrere tausend Läden hatte schließen müssen, wird nun im Laufe des Jahres unter dem Strich sein Filialnetz weltweit um rund 40 Läden verkleinern, wie H&M in Stockholm mitteilte. Die Aktie gab im frühen Handel etwas nach.

Das zweite Quartal des Geschäftsjahres begann Anfang März und lief bis Ende Mai, es umspannt damit die bisherige Hochphase der Corona-Krise in Europa. Im Berichtszeitraum belief sich der Verlust nach Steuern auf 4,9 Milliarden schwedische Kronen (470 Millionen Euro), im Vorjahresquartal hatte H&M noch einen Gewinn von 4,5 Milliarden schwedische Kronen eingefahren. Bereinigt um Sondereffekte lag das Ergebnis unter den Erwartungen von Analysten.

Verizon setzt Werbung auf Facebook aus

Auch der Kommunikationskonzern Verizon setzt in der Kontroverse über Hass-Postings auf Facebook seine Werbung auf dem sozialen Netzwerk aus. Dies werde so lange geschehen bis Facebook eine „akzeptable Lösung“ vorweisen könne.

Facebook-Managerin Carolyn Everson erklärte, man respektiere die Entscheidung und arbeite weiter daran, derartige Inhalte zu entfernen.

Die Boykott-Bewegung „Stop Hate For Profit“ war von US-Bürgerrechtsgruppen ins Leben gerufen worden. Unter anderem haben sich Ben & Jerry’s, Patagonia und The North Face ihr angeschlossen.

Anzu startet immersive Kampagne

Am 27. Juni startet die In-Game-Werbeplattform Anzu gemeinsam mit Vodafone eine In-Game Werbekampagne auf dem deutschen Markt. Das bietet Werbetreibenden neue Chancen im E-Sports-Bereich.

Die Kampagne, die Teil der allerersten weltweiten Multiplayer-Streaming-Session ist, soll unter anderem in dem im E-Sport beliebten Renntitel Trackmania stattfinden. Sie startet im Rahmen der von Gamevention präsentierten DIGI1 2020, der weltweit zweitgrößten Messe für E-Sports und Videospiele.

Das Interessante: Mithilfe der Technologie von Anzu können programmatische Anzeigen nahtlos in das Gameplay von Trackmania eingefügt werden. Die am kommenden Samstag stattfindende Live-Stream-Veranstaltung soll als interaktive Demonstration von immersiver In-Game-Werbung dienen; einem Kanal, der bei Marken in rasantem Tempo immer beliebter wird.

Der neuartige Ansatz für Werbung in Videospielen bietet für Werbetreibende interessante Möglichkeiten bei E-Sports. So sorgen Banner- und Videoanzeigen, die direkt auf In-Game-Objekten wie Werbetafeln an der Rennstrecke platziert werden, für ein gut sichtbares und wirkungsvolles Werbeumfeld für Vodafone. Im Gegensatz zu früheren Formen der In-Game-Werbung, die aufdringlicher waren und denen es an Metriken fehlte, bewahrten die Anzeigen von Anzu „das Nutzererlebnis und sorgen gleichzeitig für eine messbare und effektive Werbeumgebung für Marken“, so das Unternehmen.

Tipico und Bwin im Fadenkreuz der Ermittler

Die Glücksspielanbieter Tipico, Bwin und Bet3000 sind vor allem als Sportwetten-Anbieter bekannt. Allerdings nutzen die drei offiziell im Ausland ansässigen Unternehmen ihre Webseiten außerdem zur Betreibung von Online-Casinos und werben aktiv um deutsche Kunden – obwohl ihnen das bereits durch die Hamburger Innenbehörde untersagt worden war. Nach Informationen von NDR und „Süddeutscher Zeitung“ hat die Hamburger Innenbehörde nun Strafanzeige gegen die Glücksspielanbieter Tipico, Bwin und Bet3000 gestellt. Die Innenbehörde selbst wollte sich nicht zu konkreten Unternehmen äußern und bestätigte lediglich allgemein die Erstattung einer Anzeige gegen illegale Anbieter von Sportwetten und Online-Casinos. Somit unternimmt erstmals seit vielen Jahren eine deutsche Innenbehörde den Versuch, strafrechtlich gegen unerlaubte Glücksspiele im Internet vorzugehen.

Legale Lizenzen

Um hierzulande Glücksspiel anbieten zu dürfen, müssen Unternehmen im Besitz einer entsprechenden Lizenz sein, das urteilte der Bundesgerichtshof erst vor wenigen Wochen. Doch zahlreiche Anbieter von Casino-Spielen wie Tipico, Bwin und Bet3000 versuchen diese Hürde anscheinend zu umgehen: Sie besitzen Lizenzen aus dem Ausland, beispielsweise aus Malta (im Falle von Bet3000 und Tipico) oder Gibraltar (Bwin). Ihrer Ansicht nach werden ihre Aktivitäten in Deutschland dadurch europarechtlich gedeckt.

Die drei Glücksspielanbieter haben ihre Finger auch mehrfach in der deutschen Fußball-Branche: Tipico als offizieller Partner der Deutschen Fußball Liga und sogenannter Platin-Partner des FC Bayern München, der große Münchner Fußball-Club TSV 1860 trägt das Logo von Bet3000 auf dem Trikot und für Bwin wirbt neben dem Deutschen Fußball-Bund unter anderem Borussia Dortmund. Diese Art der Werbung sorgte in der Vergangenheit mehrfach für Ärger. Doch die Bundesliga-Vereine und der DFB betonten dabei stets, nur die Sportwetten-Angebote zu unterstützen, nicht aber die Online-Casinos.

Streit zwischen den Bundesländern

Nach wie vor sind sich die Bundesländer uneins, wie mit den Online-Casino-Anbietern umgegangen werden soll, solange der neue Glücksspielstaatsvertrag noch nicht in Kraft getreten ist, wie der NDR Mitte Juni berichtete. Die Strafanzeige gegen Tipico, Bwin und Bet3000 könnte den Streit nur weiter befeuern. Während einige Bundesländer wie Hessen eine Art Duldung der Angebote fordert mit dem Argument der möglichen Lizenzierung in der Zukunft, sprechen sich andere Länder wie Hamburg strikt gegen eine Duldung aus und wollen Anbieter und ihre Zahlungsdienstleister weiterhin verfolgen.

Online-Kaufhaus für faire Unternehmen ging ans Netz

Der Shutdown hat den Trend zum Online-Einkauf in Österreich weiter verstärkt. Damit auch lokale und fair produzierende Unternehmen davon profitieren können, haben zwei Wienerinnen die E-Commerce Plattform „doitfair“ gegründet. „Wir wollen langfristig eine Alternative zu teils undurchsichtigen, internationalen Mega-Marktplätzen bieten“, so die Gründerin Petra Etzelsdorfer und Judith List.

Mittelfristig ist das Ziel, dass Produzenten aus allen Bundesländern auf doitfair vertreten sind, um echte Regionalität zu garantieren. „Denn wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es sehr wichtig ist, jene Produkte, die man wirklich braucht, in möglichst fairer und umweltfreundlicher Variante zu besorgen – und merken, dass es vielen anderen auch so geht“, so das Team von doitfair.

Microsoft schließt Spiele-Streaming-Plattform Mixer

Microsoft stellt seine Streaming-Plattform Mixer ein. Wie das Unternehmen in einem Blogeintrag erklärte, haben Nutzer noch bis zum 22. Juli Zeit, sich auf den Umzug vorzubereiten. Danach will Microsoft Mixer mit Facebook und dessen Gaming-Plattform zusammengehen.

Die Mixer-Community soll beim Umzug auf die Plattform Facebook Gaming umfangreich unterstützt werden, verspricht Microsoft. Nutzer, die am 22. Juli noch kostenpflichtige Abos oder Guthaben auf ihrem Mixer-Konto haben, sollen als Entschädigung Guthaben für den Xbox-Store erhalten. Details dazu hat Microsoft in einem FAQ veröffentlicht.

Mixer war Anfang 2016 zunächst unter dem Namen Beam als Konkurrent zu Amazons Plattform Twitch gestartet.

Google löscht Standort- und Suchdaten der Nutzer künftig automatisch

Google wird die Nutzerdaten nicht mehr von Haus aus auf unbegrenzte Zeit speichern. Stattdessen wird bei der „Web & App Aktivität“ – wo unter anderem alle Suchanfragen oder auch der Webseitenverlauf aus dem Chrome gespeichert werden – nun von Haus aus auf eine maximale Speicherdauer von 18 Monaten gesetzt. Das Gleiche gilt für den Standortverlauf. Bei der Youtube Watch History wird der Default-Wert für die automatische Löschung der Daten hingegen bei 36 Monaten angelegt. Grund dafür ist, dass man davon ausgeht, dass in diesem Fall ein längerer Zeitraum sinnvoll ist, etwa um zu verhindern, dass die Nutzer bereits gesehene Videos neu vorgeschlagen bekommen.

Manuell konnten die User solche Zeitbeschränkungen schon bisher festlegen, nun gibt es aber die erwähnten Standardwerte für alle neuen Konten beziehungsweise all jene, die diese Datenspeicherung frisch aktivieren.

Google betont, dass man prinzipiell keine Nutzerdaten verkauft, sondern sie selbst auswertet, um dann darauf basierend Werbung an andere zu verkaufen. Zudem würden Daten aus jenen Diensten, die besonders sensibel sind – etwa Gmail, Drive, Calendar und Photos –, generell nicht für Werbezwecke ausgewertet.

Google-User sollen künftig personalisierte Empfehlungen zur Verbesserung ihrer Privatsphäreneinstellungen bekommen. Damit soll etwa davor gewarnt werden, wenn der Standort dauerhaft mit einer anderen Person geteilt wird – etwas, über das Google aber ohnehin schon jetzt regelmäßig per Mail informiert. Jenen Sicherheitscheck, den Google all seinen Usern anbietet, erweitert das Unternehmen mit der Überprüfung der im Konto gespeicherten Passwörter. Damit werden die Nutzer also dann gewarnt, wenn gespeicherte Login-Informationen von einem bekannten Hack betroffen sind. Eine ähnliche Funktion bietet Google bereits an mehreren Stellen, durch die Integration in den Sicherheitscheck will man dem aber nun weitere Prominenz verschaffen.

Neue Website für die APA-Gruppe

Die APA – Austria Presse Agentur präsentiert ihre neue Website: Unter www.apa.at stellt die Unternehmensgruppe rund um die österreichische Nachrichtenagentur ihre Leistungen neu zur Schau und bietet Informationsprofis aus den Bereichen Medien, Kommunikation und IT ein zielgruppengerecht aufbereitetes Infospektrum. Bei der inhaltlichen und funktionalen Gestaltung der Website wurde ein großer Wert auf die User-Bedürfnisse gelegt. Der Mix aus aktuellen Nachrichten, Unternehmensinformationen, Branchen- und Innovationsthemen sowie einer neuartigen Angebotsdarstellung auf Basis von User Journeys wurde am Mehrwert für die spezifischen Zielgruppen ausgerichtet. Die Seite beinhaltet einen selektierten Nachrichtenüberblick der APA-Redaktion in Text-, Bild-, Grafik- und Video sowie ausgewählte Meldungen in einfacher Sprache für Menschen mit Lese- oder Verständnisschwierigkeiten. Auch der strategische Fokus der APA auf Innovation und Technologie findet auf der neuen Website verstärkt Raum. So werden etwa aktuelle Themen des digitalen Medienwandels aufgegriffen und Einblicke in die Innovationsfelder und in das F&E-Engagement der APA gegeben.

TikTok-Konkurrent Reels kommt

Facebooks Foto-App Instagram weitet den Test ihres Kurzvideo-Formats Reels auf Deutschland aus. Reels werden bei Instagram bis zu 15 Sekunden lange Videos genannt, die mit Musik oder Spezialeffekten unterlegt sein können. Vor allem die chinesische Plattform TikTok wurde mit solchen kurzen Clips extrem erfolgreich. Facebook ist bekannt dafür, auf neue Trends aufzuspringen und den Rivalen nicht das Feld zu überlassen.

Reels bestehen aus einem einzelnen Clip oder einer Serie von eigenen Aufnahmen. Die Kurzvideos können nur im Hochformat gedreht werden. Neben Deutschland macht Instagram das Format auch in Frankreich verfügbar.

Mediawan Alliance steigt bei Leonine ein

Die Filmproduktionsfirma Mediawan Alliance übernimmt einen nicht-kontrollierenden Minderheitsanteil an Leonine. Fred Kogel, CEO von Leonine, wird als stellvertretender CEO in die Mediawan Alliance eintreten. KKR bleibt Hauptanteilseigner des Münchner Content-Produktionsunternehmens. Die Übernahme kann dabei nur erfolgen, wenn Mediawan Alliance im Zuge eines (freiwilligen) öffentlichen Übernahmeangebots mindestens 55% des Grundkapitals und der Stimmrechte (auf vollständig verwässerter Basis) von Mediawan erhält.

Leonine wurde 2019 durch den Zusammenschluss der Tele München Gruppe, Universum Film, i&u TV, Wiedemann & Berg Film und W&B Television gebildet. Das Unternehmen umfasst die Geschäftsbereichen Produktion, Distribution und Licensing. Mediawan wurde Ende 2015 gegründet. Mittlerweile gehören 29 Produktionsfirmen zu dem Unternehmen.

Onlineplattform shöpping.at rechnet bis Sommer mit 1.000 Händlern

Die Online-Shopping-Plattform der Post rechnet damit, im Sommer die Marke von 1.000 österreichischen Händlern auf ihrem Portal zu erreichen. Derzeit seien es über 800, sagte Shöpping-Geschäftsführer Robert Hadzetovic. Mit dem Wirtschaftsministerium, das eine Plattform unter der Bezeichnung „Kaufhaus Österreich“ aufbauen will, wolle man zusammenarbeiten und sei in „regem Austausch“.

Hadzetovic versteht die Initiative vor allem als eine Art Gütesiegel. Im Wirtschaftsministerium verweist man auf Anfrage der APA darauf, dass die Details der von Ministerin Margarete Schramböck (ÖVP) angekündigten Initiative noch in Ausarbeitung seien, es werde aber mehr als nur ein Gütesiegel sein.

Jedenfalls geht Hadzetovic davon aus, dass Österreich zu klein sei, um mehr als eine Onlineplattform „für ausnahmslos österreichische Händler und mit dem Zielpublikum österreichische Endverbraucher“ zu tragen.

Ein Vergleich von Shöpping mit Amazon ist „unfair“, findet Hadzetovic. Amazon sei seit 25 Jahren am Markt und ein internationaler Weltkonzern. „Die sind ja so groß und so weit weg von uns, dass man die ja nicht einmal als Konkurrenz sehen möchte.“ Der Österreich-Umsatz von Amazon liegt in der Nähe einer Milliarde Euro, dahinter folgen Zalando und Unito (Otto, Universal, Quelle) mit mittleren dreistelligen Millionenumsätzen. Heuer werde shöpping.at den Umsatz auf 60 Millionen Euro mehr als verdreifachen, damit wäre von der Größenordnung her Rang vier in Österreich in Reichweite. „Und wenn man es schafft, 150 bis 200 Millionen Euro Umsatz zu machen, dann gilt es zu feiern“, so Hadzetovic. Heuer, im dritten Jahr des Bestehens, rechnet Hadzetovic noch nicht mit schwarzen Zahlen, nächstes Jahr könnte es aber so weit sein.

So eine Plattform zu internationalisieren wäre „ungeheuer komplex“, das beginne mit der unterschiedlichen Mehrwertsteuer und reiche von rechtlichen Problemen über die Organisation von Retouren bis zur Datenspeicherung. Der Aufwand stehe in keiner Relation zum Nutzen.

Sky bringt in den kommenden eineinhalb Jahren vier neue Sendermarken

Sky etabliert in den kommenden eineinhalb Jahren vier neue Sendermarken. Sky Comedy für entsprechende Serien, Sky Crime für True-Crime-Formate, Sky Nature für Tier- und Naturdokus und Sky Documentaries für ein breiteres Spektrum inklusive Eigenproduktionen sollen das Entertainmentangebot des Bezahlsenders um jährlich gut 2.000 Programmstunden erweitern, hieß es am Montag in einer Aussendung.

Außerdem will Sky die Zahl der deutschsprachigen Originalproduktionen binnen drei Jahren verdoppeln. Insgesamt wolle man in den kommenden drei Jahren die Anzahl neuer Sky Originalserien auf bis zu acht pro Quartal erhöhen.

Axel Springer erwirbt zwei Fußball-Rechtepakete

Axel Springer hat sich bei der Vergabe der Medienrechte für die Fußball-Bundesliga und die 2. Bundesliga engagiert und zwei Rechtepakete erworben. Mit dem Paket „M“ kann das Medienhaus mit Hauptsitz in Berlin Highlight-Videos aller Begegnungen unmittelbar nach Abpfiff auf den Digitalplattformen von ‚Bild‘ und ‚Welt‘ zur Verfügung stellen. Zudem könne die Clips in eigene redaktionelle Formate und Shows integriert werden. Mit dem Paket „DOOH“ können zudem 60-sekündige Highlight-Videos für die Promotion der Verlagsprodukte auf digitalen Außenwerbeflächen genutzt werden.

Mit den Rechtepaketen will der Verlag die Fußball-Berichterstattung bei ‚Bild‘, ‚Sport Bild‘, ‚Bild am Sonntag‘, ‚B.Z.‘, ‚B.Z. am Sonntag‘, ‚Welt‘ und ‚Welt am Sonntag‘ stärken. Die Highlight-Videos sollen exklusiv für Abonnenten der digitalen Bezahlangebote BildPlus und WeltPlus zur Verfügung gestellt werden. Axel Springer stärkt den Digitalvertrieb als Erlössäule. Schon heute hat BildPlus 480.000 Abonnenten und WeltPlus 120.000 Abonnenten.

Videoplattform TikTok unterschrieb EU-Verhaltenskodex

Die chinesische Videoplattform TikTok hat den von der EU aufgesetzten Verhaltenskodex gegen die Verbreitung von Falschinformationen und Hassbotschaften im Internet unterzeichnet.

TikTok wolle seinen Teil zu diesem Kampf beitragen, erklärte ein Unternehmensvertreter.

TikTok verpflichtet sich damit etwa dazu, Verbreitern von Falschinformationen Werbeeinnahmen zu entziehen und gegen den Missbrauch automatisierter Bots vorzugehen.

Die EU versucht seit Jahren, der Verbreitung von Falschinformationen und Hassbotschaften im Internet Herr zu werden. 2018 vereinbarte die EU-Kommission mit Google, Facebook und Twitter den freiwilligen Verhaltenskodex. Das Software-Unternehmen Mozilla, dessen Internet-Browser Firefox auch in Österreich sehr beliebt ist, schloss sich später ebenfalls an.

Brüssel sieht den Verhaltenskodex als Erfolg. Nach Angaben der Kommission sorgen die Unterzeichner mittlerweile dafür, dass 90 Prozent der Beschwerden über Inhalte auf ihren Plattformen innerhalb von 24 Stunden nachgegangen wird – eine erhebliche Verbesserung gegenüber 40 Prozent im Jahr 2016. Zudem würden über zwei Drittel der als Hassbotschaften identifizierten Inhalte nun gelöscht. 2016 geschah dies in nur einem Viertel der Fälle.

Sky sichert sich TV-Pakete der deutschen Bundesliga

Sky bleibt der wichtigste TV-Partner der deutschen Fußball-Bundesliga. Der Pay-TV-Anbieter hat sich Live-Pakete für die Saisonen von 2021/22 bis 2024/25 gesichert. Ein Paket erhält der ebenfalls kostenpflichtige Streamingdienst Dazn.

Im Gegensatz zur laufenden und zur kommenden Saison in der deutschen Fußball-Bundesliga hat Sky mit 200 Spielen künftig weniger Spiele im Angebot. Dazn hat sich bei der Auktion demnach 106 Partien pro Saison ab 2021/22 gesichert.

Der im Vorfeld als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Onlinehandels-Riese Amazon hat keines der insgesamt sieben audiovisuellen Live-Rechtepakete gekauft.

Die bisher letzte Auktion erbrachte 4,64 Milliarden Euro für vier Spielzeiten. Eine erneute Steigerung von mehr als 80 Prozent, so wie vor vier Jahren, hatte DFL-Boss Christian Seifert im Vorfeld als „sehr unwahrscheinlich“ bezeichnet.

Vor allem Sky war vor der Bundesliga-Ausschreibung enorm unter Druck. Nach dem Verlust der TV-Rechte an der Champions League musste der seit Jahren wichtigste Partner und Finanzier der Liga zumindest bei der Auktion für die heimische Liga Erfolg haben.

Kaufland übernimmt Online-Marktplatz real.de

Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) stärkt ihr Digital-Geschäft durch die Übernahme des Online-Marktplatzes real.de. Die Online-Plattform soll unter dem Namen Kaufland weitergeführt werden und das bislang weitgehend stationäre Angebot des Handelsriesen ergänzen, wie die Schwarz-Gruppe am Montag mitteilte. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Der Discount-Spezialist, der mit seinen Sparten Lidl und Kaufland weltweit mehr als 12.000 Filialen betreibt und einen Umsatz von mehr als 100 Milliarden Euro erreicht, ist bislang im E-Commerce nur wenig präsent. Dabei hatte der Online-Handel mit Lebensmitteln in der Coronakrise einen Boom erlebt. Der Konzern will diese Lücke nun offenbar schließen.

„Real.de ist ein wesentlicher Baustein unseres künftigen Angebots. Die Kombination aus stationärem Geschäft und Online-Handel wird uns zusätzliche Möglichkeiten eröffnen“, erklärte Rolf Schumann, Vorstand Digitalisierung der Schwarz-Gruppe. Real.de war zuletzt kräftig gewachsen.

Der angekündigte Verkauf von real.de ist gleichzeitig der nächste Schritt bei der Zerschlagung der SB-Warenhauskette Real. Bereits im Frühjahr hatte der Real-Mutterkonzern Metro den Verkauf der Tochter samt des Digitalgeschäfts an den russischen Finanzinvestor SCP angekündigt. Diese Transaktion soll an diesem Donnerstag abgeschlossen werden.

US-Bürgerrechtler rufen Unternehmen zu Werbeboykott bei Facebook auf

US-Bürgerrechtsgruppen haben Unternehmen zu einem Verzicht auf Werbeanzeigen bei Facebook im Juli aufgerufen. Mit der Kampagne #StopHateForProfit wollen die Aktivisten gegen Facebooks Tatenlosigkeit gegenüber „rassistischen, gewaltverherrlichenden und nachweislich falschen Inhalten“ protestieren, wie es auf der Internetseite der „Liga gegen Diffamierung“ (ADL) hieß.

„Eure Gewinne sind es nicht Wert, Hass zu fördern“

Die Aktivisten kritisierten, dass Hetze und Aufrufe zu Gewalt auf der Internet-Plattform nicht moderiert würden. Zu den Unterstützern der Kampagne zählen neben der ADL unter anderem die Gruppen „ColorOfChange“ (Farbe des Wandels), „FreePress“ (Freie Presse) und „Sleeping Giants“ (Schlafende Riesen). Die ADL schätzt die jährlichen Werbeeinnahmen von Facebook auf 70 Milliarden Dollar (rund 62 Milliarden Euro). „Lasst uns eine Nachricht an Facebook schicken: Eure Gewinne sind es nicht Wert, Hass, Intoleranz, Rassismus, Antisemitismus und Gewalt zu fördern“, hieß es in der Erklärung.

Zalando boomt trotz Corona

Der Internet-Modehändler Zalando rechnet mitten in der Corona-Krise mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz und operativem Gewinn. Anleger reagierten hoch erfreut: Der Kurs der Zalando-Aktie legte auf der Handelsplattform Tradegate in einer ersten Reaktion um sechs Prozent zu.

Vom Unternehmen befragte Branchenexperten hatten beim Bruttowarenvolumen mit einer Steigerung von 19 Prozent gerechnet. Für den Umsatz hatten sie einen Zuwachs von 16 Prozent im Auge. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) sollte nach ihren Erwartungen auf 104 Millionen Euro gestiegen sein. Im Vorjahreszeitraum hatte Zalando ein bereinigtes Ebit von 102 Millionen Euro erzielt. Das Unternehmen will erste Zahlen zum jüngsten Geschäftsverlauf am 16. Juli veröffentlichen. Der komplette Quartalsbericht soll am 11. August vorliegen.

EU nach US-Rückzug zu Alleingang bei Digitalsteuer bereit

Nach der Rückzugsankündigung der USA will die Europäische Union (EU) die geplante Digitalsteuer notfalls auf eigene Faust vorantreiben. Sollte es dieses Jahr zu keiner internationalen Vereinbarung für eine solche Abgabe kommen, sei die EU zum Alleingang bereit, sagte EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni am Donnerstag in Brüssel.

Die EU habe bereits deutlich gemacht, dass sie in diesem Fall auf Ebene der Gemeinschaft einen neuen Vorschlag vorlegen werde. Die USA hatten am Mittwoch angekündigt, sich aus den Gesprächen über eine Digitalsteuer zurückzuziehen. Die Abgabe würde vor allem US-Konzerne wie Google, Amazon, Facebook und Apple treffen.

„Ich bedauere den Schritt der USA sehr, mit dem sie bei den internationalen Gesprächen zur Besteuerung der Digitalwirtschaft auf die Bremse getreten sind“, sagte Gentiloni. Er hoffe, dass es sich nur um einen vorübergehenden Rückschlag handle und nicht um ein endgültiges Aus. „Die Europäische Kommission möchte eine globale Lösung, um die Unternehmensbesteuerung ins 21. Jahrhundert zu befördern.“

Die USA und mehrere EU-Staaten streiten seit Monaten über die Einführung einer Digitalabgabe. Vor allem Länder wie Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien kritisieren, dass global tätige Internetfirmen – vor allem aus den USA – Gewinne in Niedrigsteuerländer verlagerten und so insgesamt kaum Steuern zahlten. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte bereits im Jänner auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos mit Autozöllen gedroht, sollten nach Einschätzung der USA unfaire Digitalsteuern eingeführt werden.

Kritik aus Frankreich und Spanien

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer hatte die Entscheidung der USA zum Rückzug am Mittwoch damit begründet, dass in den Verhandlungen keine Fortschritte erzielt worden seien. Damit sorgte er vor allem in Frankreich für Unmut.

„Die Entscheidung der USA ist für uns nicht nachvollziehbar, zumal sich Amerika in der Vergangenheit immer wieder gegen nationale Einzelmaßnahmen ausgesprochen hat“, sagte Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) zum US-Ausstieg. Die faire Besteuerung digitaler Geschäftsmodelle sei eine globale Herausforderung.

„Österreich spricht sich weiterhin für möglichst einheitliche Regeln aus, um Steuergerechtigkeit zwischen internationalen Digitalkonzernen und traditionellen Wirtschaftszweigen herzustellen“, betonte Blümel. „Wenn das Thema nicht auf Ebene der OECD gelöst werden kann, müssen wir auf europäischer Ebene gemeinsame Schritte setzen“, so der Finanzminister. Die Alternative wären nationale Lösungen.

HSE24: Intermediate Capital will mehr als 50 Prozent der Anteile übernehmen

Die Intermediate Capital Group mit Hauptsitz in London beabsichtigt indirekt mehr als 50 Prozent der Anteile an dem Teleshopping-Sender HSE24 zu übernehmen.

Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die HSE24 Group auch in Russland, Italien und bis vor kurzem noch in den Arabischen Emiraten aktiv. Das Unternehmen hatte mit Beschluss vom 22. März 2019 die Entscheidung getroffen, die Tochtergesellschaften in dieser Region aus strategischen Gründen zu schließen. Die bestehenden Gesellschaften wurden abgewickelt. Im Geschäftsjahr 2019 sind Aufwendungen im Hinblick auf die beschlossene Abwicklung und Schließung der Geschäftsaktivitäten angefallen. Diese betrafen insbesondere die Abschreibung der zum 31. Dezember 2018 im Konzern bestehenden Vermögenswerte und Forderungen in Höhe von insgesamt 12,2 Mio. Euro sowie die erforderlichen Kosten zur Schließung des lokalen Geschäftsbetriebs von circa 18,4 Mio. Euro.

Das Geschäftsjahr 2018 hat HSE24 mit einem Nettoumsatz von 829,8 Millionen Euro abgeschlossen (2017: 820,7 Mio. Euro). Das bereinigte Ebitda betrug 95,7 Millionen Euro (2017: 124,2 Mio. Euro), der Konzernüberschuss lag bei 6.4 Mio. Euro (2017: 27,3 Mio. Euro).

Neue Kritik an Apples App-Store-Provision

Nachdem die EU-Kommission offiziell Untersuchungen wegen Apples App-Store-Praxis begonnen hat, mehren sich die kritischen Stimmen gegenüber dem iPhone-Hersteller. Die Unternehmen hinter Fortnite und Tinder kritisieren Apples Vorgaben bei App-Abos und dem App-Store-Monopol, berichtet die Washington Post. Beide Unternehmen bemängeln, dass Apple durch sein Vorgehen die Gewinnmargen der Konkurrenz verringert und zugleich die Kundschaft im App Store höhere Preise habe zahlen müssen.

Epic Games verdient unter anderem Geld damit, dass über Fortnite virtuelle Gegenstände gekauft werden. Von diesen Einnahmen behält Apple einen Teil der Einnahmen. Das wird von Apple damit begründet, die Sicherheit im App Store zu schützen. Tim Sweeney, CEO von Epic Games, sagte: „Das Monopol des iOS App Store schützt nur den Profit von Apple, nicht die Gerätesicherheit.“

Auch die Match Group, die hinter Diensten wie Tinder, OKCupid und Match.com steht, gesellt sich zu den Kritikern. „Apple ist ein Partner, aber auch eine dominierende Plattform, deren Aktionen die große Mehrheit der Nutzer dazu zwingen, mehr für Apps von Drittanbietern zu bezahlen, die Apple willkürlich als ‚digitale Dienste‘ definiert“, sagte das Unternehmen in einer Erklärung.

Untersuchung von Apple durch EU-Kommission wird begrüßt

In einer Axios vorliegenden Stellungnahme wird die Kritik der Match Group konkretisiert. „Apple verlangt von Firmen für E-Books, Musik- und Videostreaming, Cloud-Speicher, Spiele und Online-Dating 30 Prozent ihrer Einnahmen, was umso alarmierender ist, wenn Apple dann in den gleichen Bereich eintritt, wie wir es wiederholt gesehen haben. Wir sind uns ihrer Macht über uns sehr bewusst.“ Die durch die EU-Kommission eingeleitete Untersuchung werde begrüßt.

Die Untersuchung der EU-Kommission geht auf eine Beschwerde durch Spotify zurück. Die Washington Post zitiert Spotifys Chefjuristen Horatio Gutierrez mit den Worten: „Apple agiert als Stadionbesitzer, Schiedsrichter und Spieler und verändert das Spielfeld zugunsten seiner eigenen Dienste“. Es bestehe kein Zweifel, dass Spotify heute erfolgreicher wäre, wenn es nicht das Verhalten von Apple gegeben hätte.

Kurier startet „Montagsporträt“

Unter dem Motto „Themen, die uns bewegen. Persönlichkeiten, die uns beeindrucken. Unternehmen, die unser Land prägen.“ startet der Kurier eine neue Beilage mit dem Namen „Montagsporträt“, das jeden Montag in einem Umfang von acht Seiten dem Kurier beiliegen wird.

Für interessierte Unternehmen werden Unternehmens- oder Personenportraits angeboten sowie Anzeigen im themenaffinen Umfeld. „Nutzen Sie es für Agenda Setting und entwickeln Sie Themen über die Österreich sprechen wird. Stellen Sie Ihr Unternehmen, Ihre Produkte, Ihr Leistungsspektrum oder Ihre Mitarbeiter in den Fokus, heben Sie sich im komplexen Marktumfeld ab und machen Sie sich damit unverzichtbar im harten Wettbewerb“, heißt es in der aktuellen Präsentation der Beilage.

N26 startet erste TV-Kampagne in Österreich

Die mobile Bank N26 startet mit einem 20-sekündigen Spot ihre erste TV-Kampagne, die ab sofort auf allen Sendern der ProSiebenSat.1Puls4-Gruppe läuft. Damit sollen auf dem „zweiten Heimatmarkt“ Österreich Markenbekanntheit und Kundenwachstum, vor allem in der Zielgruppe der 20- bis 39-Jährigen, vorangetrieben werden. Der Spot wird zusätzlich auch auf allen digitalen Kanälen von N26 ausgespielt. „In Österreich haben wir bereits heute die meisten Kunden im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Dennoch stehen wir hier noch ganz am Anfang unserer Mission, Banking in Österreich grundlegend zu verändern,” sagte Georg Hauer, General Manager Österreich bei N26.

D: Kartellamt fordert schärferes Vorgehen gegen Fake-Bewertungen

Das Bundeskartellamt hat von Online-Portalen ein schärferes Vorgehen gegen Fake-Bewertungen auf ihren Seiten gefordert. „Unsere Ermittlungen zu Nutzerbewertungen im Internet zeigen vor allem eines: Portale und Plattformen müssen für die von ihnen dargestellten Bewertungen deutlich mehr Verantwortung übernehmen“, sagte der Präsident des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, laut einer Mitteilung am Donnerstag.

Portale, die Dienstleistungen oder Produkte anbieten, müssten zielgenauer nach gefälschten oder eingekauften Bewertungen filtern und mehr Transparenz für Verbraucher schaffen – etwa darüber, ob kostenlose Produkttests im Spiel oder Vermittler von Bewertungen im Einsatz waren.

Für viele Verbraucher seien Online-Bewertungen heute eine wichtige Orientierung. „Wenn die angezeigten Bewertungen aber gar nicht von echten Nutzern stammen, inhaltlich beeinflusst oder durch die Portale verzerrend gefiltert werden, können Verbraucher getäuscht werden und eine falsche Entscheidung treffen“, so Mundt weiter. Das benachteilige Unternehmen, die sich nicht an unseriösen Bewertungen beteiligten oder keine Vermittler für Bewertungen einsetzten. Derzeit beschränken sich viele Portale dem Amt zufolge darauf, als fragwürdig gemeldete Bewertungen im Nachhinein zu prüfen und gegebenenfalls zu löschen.

Brüssel beklagt unterschiedliche Regeln für Internet-Wahlwerbung

Die EU-Kommission hat unterschiedliche Regeln in den EU-Ländern für Wahlwerbung im Internet beklagt. „Der Wahlkampf 2019 war der bisher digitalste“, erklärte die Brüsseler Behörde. Fast die Hälfte der Wähler verlies sich demnach hauptsächlich auf Online-Informationen.

Dabei würden die Mitgliedstaaten allerdings unterschiedliche Vorgaben etwa für Wahlwerbung im Internet machen. Auch inhaltlich gab es demnach beim Wahlkampf spürbare Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Zwar habe sich zu einer Reihe von Themen wie dem Klimaschutz oder den Menschenrechten „eine dynamische europäische Debatte“ entwickelt. „Dennoch stehen länderspezifische Fragen für Kandidaten und Wähler weiterhin im Fokus.“

Gesteigerte Wahlbeteiligung

Insgesamt bewertete die Kommission die Wahl im Mai insbesondere wegen der gestiegenen Wahlbeteiligung positiv. Mit 50,66 Prozent lag die Beteiligung auf Rekordhoch seit 25 Jahren und um gut acht Prozentpunkte höher als beim letzten Urnengang im Jahr 2014. In Österreich lag die Wahlbeteiligung bei fast 60 Prozent.

Der Kommissionsbericht hebt darüber hinaus die steigende Beteiligung von Frauen an der Wahl hervor, sowohl seitens der Wählerschaft als auch auf Kandidatenseite. Allerdings hätten „Europäer mit Behinderungen bei der Teilnahme an Wahlen immer noch mit praktischen Schwierigkeiten zu kämpfen“.

Regierungsinserate kosteten knapp acht Millionen Euro

„Schau auf dich, schau auf mich“ – das war der zentrale Slogan der Corona-Infokampagne der Bundesregierung. Sie rief nicht nur Bürger zum Social Distancing auf, sondern war auch ein indirektes Hilfspaket für die Medienbranche. Aufgrund des Wirtschaftseinbruchs kämpfen viele Medien mit einer Werbeflaute.

Die Medientransparenzdaten für das erste Quartal 2020 geben einen ersten Einblick in Größenordnung und Begünstigte der Regierungskampagne. Rund 5.000 öffentliche und staatsnahe Stellen – vom Ministerium über die WKO-Fachgruppe bis zur städtischen Müllabfuhr – müssen ihre Werbeausgaben jedes Quartal an die Medienbehörde Komm Austria melden. Insgesamt gaben diese in diesem Quartal rund 40,9 Millionen Euro aus, rund fünf Millionen mehr als Anfang 2019.

Die Bundesregierung warb von Jänner bis März 2020 um rund 7,9 Millionen Euro, ein Plus von 43 Prozent. Größter Werber im Regierungsviertel war das Bundeskanzleramt, das seine Ausgaben auf 2,7 Millionen verdreifachte – was wohl vor allem auf die Corona-Kampagne zurückzuführen ist.

Die Stadt Wien hatte ein Werbevolumen von 5,2 Millionen Euro, unter den Bundesfirmen waren ÖBB (1,2 Millionen) und Post (1,1 Millionen) die größten Inserenten. An der Verteilung der Werbegelder änderte sich wenig: Das meiste Geld ging an den Boulevard. Größter Empfänger war die „Kronen Zeitung“ mit 5,5 Millionen Euro, gefolgt von ORF (vier Millionen), „Heute“ (2,9 Millionen) und „Österreich“ (2,7 Millionen).

Für viele Qualitätszeitungen gab es zwar im Vergleich zu 2019 um bis zur Hälfte mehr Geld – allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau. Etwa doppelt so viel Geld wie im Vergleichsquartal floss außerdem an Facebook und Instagram, bei Medien der ProSiebenSat1Puls4-Gruppe warb die öffentliche Hand um 45 Prozent mehr.

Im internationalen Vergleich liegt Österreich bei den Ausgaben für Regierungswerbung im Spitzenfeld.

D: Werbeumsatzbilanz: Kino, Out of Home, Radio und Magazine leiden am meisten

Die deutschen Medien litten im Mai weiter massiv unter der Corona-Krise. Alle Gattungen landeten in Sachen Brutto-Werbeumsatz laut Nielsen klar unter ihren Vorjahreszahlen. Insgesamt setzten sie fast 20 Prozent weniger mit Reklame um als im Mai 2019

Die Bilanz des Mai 2020 ist überaus ernüchternd. So setzten die Zeitungen brutto 15,3 Prozent weniger mit Anzeigen um als im Vorjahresmonat, die Online-Medien 16,9 Prozent, das Fernsehen 19,1 Prozent, Publikumszeitschriften 22,2 Prozent, das Radio 24,3 Prozent, Out-of-Home-Vermarkter 28,7 Prozent und das Kino wegen der geschlossenen Lichtspielhäuser sogar 94,1 Prozent. Insgesamt kamen die von Nielsen erfassten Werbeträger im Mai 2020 auf einen Brutto-Umsatz von 2,435 Mrd. Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 3,030 Mrd. Das Gesamt-Minus entspricht demnach 19,6 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2020, also die Monate Januar bis einschließlich Mai, bedeuten die miesen Mai-Zahlen, dass sich der Brutto-Werbeumsatz der von Nielsen erfassten Werbeträger mit 12,822 Mrd. Euro nun satte 8,7 Prozent unter dem des Vorjahres befindet. Auch hier liegt das Kino mangels Vorstellungen und damit verbundenen Werbemöglichkeiten mit einem Minus von 44,5 Prozent am Ende des Spektrums. Das Radio folgt mit einem Minus von 16,0 Prozent:

Werbeeinbruch durch Corona-Pandemie nicht so stark wie in Finanzkrise 2009?

Wie GroupM in einer neuen Studie zum Status quo des amerikanischen Werbemarktes vorhersagt, gehen die Werbeausgaben in diesem Jahr zwar signifikant zurück, der Einbruch dürfte jedoch geringer ausfallen als während der Finanzkrise 2009.

Die weltgrößte Media-Agenturgruppe prognostiziert in ihrem Halbjahresreport „This year, next year“ für 2020 einen Rückgang der Werbeumsätze in den USA um 13 Prozent. Ursprünglich hatten die Marktforscher von GroupM für dieses Jahr mit einem Anziehen der Werbeausgaben um 4 Prozent gerechnet, dann kam die Corona-Krise dazwischen.

„Dass wir ’nur‘ einen Rückgang von 13 Prozent erwarten, ist überraschend“, schreibt Staranalyst Brian Wieser in der Studie. Zum Vergleich: 2009 brachen die Ausgaben für Werbemittel um 16 Prozent weg. „Weil der wirtschaftliche Einbruch 2020 soviel schlimmer als 2009 ist, hätte sich Werbung eigentlich viel schlechter entwickeln müssen“, folgert Wieser entsprechend im Report.

Den Unterschied zwischen den beiden größten Krisen auf dem Werbemarkt in den vergangenen elf Jahren sieht GroupM in der Länge und Komplexität der Verunsicherung. So war die Weltwirtschaft nach der Pleite der Investmentbank Lehman und der darauf folgenden Finanzkrise in der Gesamtheit betroffen und hätte sich erst langsam erholt.

Marketer haben sich schnell an die neue Corona-Realität angepasst und ihre Etats verschoben

Der Schock der Corona-Pandemie hätte im März dagegen zu einem Stop des Kaufverhaltens in nur bestimmten Sektoren – der Tourismus-Industrie, der Gastronomie und der Unterhaltungsindustrie – geführt. Entsprechend hätten Marketer ab März ihre Werbemittel in diesen Branchen gekürzt.

Das Geld der Verbraucher sei allerdings weiter geflossen – nur in andere Branchen. „Viele Bereiche des Lebens gingen weiter – nur anders. Wir kaufen weiter Lebensmittel, nur konzentrierter, bei weniger Anbietern und mehr online. Und statt einen Urlaub zu machen, kaufen wir den 72 Zoll-Fernseher“, erklärt der Global President Business Intelligence bei GroupM gegenüber dem Finanzinformationsdienst CNBC.

„Der überwiegende Teil der Wirtschaft ist weiter gelaufen – nicht normal, sondern anders“, so Wieser. Marketer hätten sich an die neue Realität in der Corona-Zeit schnell angepasst und ihre Etats verschoben. „Es ist nicht so, dass sie keine Werbung mehr buchen würden, sondern in weniger Kategorien“, beobachtet der GroupM-Analyst.

Online-Werbung mit geringstem Rückgang

In den verschiedenen Mediengattungen sieht GroupM unterdessen eine sehr unterschiedliche Entwicklung der Werbeausgaben. So rechnet die Media-Agentur-Unit des weltgrößten Kommunikationsdienstleisters WPP damit, dass die Werbeausgaben in den USA im TV-Bereich um 7 Prozent schrumpfen, während die Ausgaben für Online-Werbung lediglich um 3 Prozent zurückgehen.

Deutlich unter Druck befinden sich dagegen Printmedien, die in den Vereinigten Staaten mit einem Anzeigen-Einbruch von gleich 26 Prozent rechnen müssten. Im Audio-Segment dürfte das Werbevolumen um 24 Prozent wegbrechen, während Außenwerbung 2020 mit einem Minus von „nur“ 21 Prozent davonkommt.

Bezahldienste von Apple und Google bekommen durch WhatsApp Konkurrenz

Lange hat sich Facebook angekündigt, spät ist es zur Party kommen. Dafür will der Social-Gigant jetzt aber umso ausgelassener mittanzen. Apple und Google Pay wurden bereits 2015 eingeführt, seit 2018 gibt es beide Angebote auch in Deutschland. Jetzt hat Whatsapp bekanntgegeben, dass mit Whatsapp Pay ein eigener Bezahldienst an den Start geht, den Anfang macht Brasilien. Eine Überraschung ist der Schritt nicht: Im November 2019 kündigte Zuckerberg den Start von Facebook Pay an. Der digitale Bezahlservice startete nur in den USA und ist dort vorerst ausschließlich für Facebook und Messenger verfügbar. Aber bereits damals erfolgte das Versprechen, dass der Service auf allen Facebook-Plattformen ausgerollt und auch über alle Plattformen hinweg genutzt werden soll. Also auch zwischen Facebook, Messenger, Instagram und Whatsapp. Mit dem Rollout auf Whatsapp weitet Facebook den Service jetzt auf eine App aus, die nach Angaben von Statista weltweit monatlich über 2 Milliarden Menschen aktiv nutzen. Ein echtes Schwergewicht auch gegenüber den Riesen Android und Apple, vor allem weil es auf beiden konkurrierenden Systemen läuft. Brasilien dürfte als größtes Land Lateinamerikas und Schwellenland zudem ein guter Belastungstest für den globalen Launch von Whatsapp Pay sein.

Nutzer sollen über Whatsapp Pay digitale Zahlungen über die App vornehmen können, unter Privatpersonen Geld verschicken, aber auch „einen Einkauf bei einem lokalen Unternehmen tätigen“ können und das, „ohne ihren Chat verlassen zu müssen“. Whatsapp Pay basiert wie bereits erwähnt auf Facebook Pay. Wer seine Daten einmal bei dem Dienst bereits angelegt hat, soll dieselben Kartendaten „in der gesamten App-Familie von Facebook“ verwenden können, damit also auch beim neuen Whatsapp-Pay-Service. Neukunden hinterlegt ihre Kreditkarte bei dem Bezahlservice. Möglich ist das wie bei anderen Diensten nur mit den teilnehmenden Partner-Banken. Für Privatpersonen ist der Bezahlservice kostenlos. Unternehmen müssen für Kundenzahlungen mit einer Bearbeitungsgebühr von 3,99 Prozent rechnen. Die Sicherheit der Transaktion soll durch eine sechsstellige PIN oder über den Fingerabdruckscanner des Smartphones gewährleistet werden.

Axel Springer beteiligt sich an Finanzierungsrunde von Homeday

Axel Springer und das britische Immobilienportal Purplebricks Investieren 40 Mio. Euro in das Berliner Startup Homeday. Das 2015 gegründete Unternehmen hat sich als Hybridmakler positioniert und will mit seiner Technologie Immobilienverkäufer und Makler zusammenbringen. Seit dem Start hat Homeday 60 Mio. Euro Kapital eingesammelt.

Axel Springer und Purplebricks tätigten das Investment über ein Gemeinschaftsunternehmen, welches 54,4 Prozent der Anteile an Homeday hält. An Purplebricks wiederum ist Springer mit 26,6 Prozent beteiligt.

Google will Diskriminierung beim Werbetargeting stärker bekämpfen

Der Suchmaschinenriese Google will weiter an seiner Politik in Sachen Werbetargeting arbeiten, um Diskriminierung vorzubeugen. Werbekunden, die Anzeigen für Immobilien, Stellenangebote und Kredite schalten wollen, sollen in den USA und Kanada künftig nicht mehr positiv oder negativ nach Kategorien wie Geschlecht, Alter, Familienstand und Postleitzahl selektieren können. Die großen US-Techkonzerne stehen oftmals in der Kritik, weil sie ermöglichten, dass etwa Minderheiten gezielt bei bestimmten Anzeigen ausgefiltert würden.

Google betonte in einem Blogeintrag, dass die neuen Einschränkungen eine Weiterentwicklung der seit langem im Unternehmen gelebten Praxis seien, Kategorien wie Ethnie, Religion oder sexuelle Orientierung nicht als Werbeselektoren zuzulassen. Die Änderung soll bis spätestens Ende des Jahres umgesetzt sein. Bei der Umstellung des Targetings habe man eng mit der US-Behörde für Wohnen und Stadtentwicklung (HUD) sowie anderen Organisationen zusammengearbeitet.

Die HUD hatte im März vergangenen Jahres Facebook verklagt, weil das soziale Netzwerk bei Wohnungsinseraten gegen das Antidiskriminierungsgesetz Fair Housing Act verstoßen habe. Das verbietet unter anderem, Angebote für Wohnraum so zu veröffentlichen, dass sie von einer geschützten Gruppe nicht wahrgenommen werden können. Auch gegen Google waren in Zuge der Klage Ermittlungen aufgenommen worden. Facebook hatte in Folge dieser sowie anderer Zivilklagen ebenfalls seine Zielgruppenauswahl in ähnlicher Weise wie jetzt Google eingeschränkt.

HSE24 bekommt neuen Großgesellschafter

Die Intermediate Capital Group mit Hauptsitz in London will offenbar beim Teleshopping-Sender HSE24 einsteigen.

Das Geschäftsjahr 2018 hat HSE24 mit einem Nettoumsatz von 839 Millionen Euro abgeschlossen. Die Unternehmensgruppe beschäftigt 1.200 Mitarbeiter, inklusive der Beschäftigten bei Call Center-und Logistik-Partnern sorgt die Firma für rund 4.000 Arbeitsplätze.

Das Produktangebot des Multichannel-Retailers umfasst Mode, Schmuck, Kosmetik, Wellness, Haushalt sowie Home & Living. Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die HSE24 Group auch in Russland aktiv.

Walmart will Online-Geschäft durch Kooperation mit Shopify ausbauen

Walmart will noch in diesem Jahr 1.200 von Shopify lizenzierte Händler in sein Online-Angebot aufnehmen. Damit baut der Einzelhändler seinen Marktplatz für Drittanbieter-Produkte deutlich aus.

Der US-Einzelhandelsriese Walmart will seinen Marktplatz für Drittanbieter-Produkte durch die Kooperation mit dem kanadischen E-Commerce-Anbieter Shopify ausbauen.

Wie Walmart-Geschäftsführer Jeff Clementz in einem Interview mit der Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Montag ankündigte, sollen noch in diesem Jahr 1.200 von Shopify lizenzierte Händler in das Online-Angebot des Einzelhändlers aufgenommen werden.

Mit der Kooperation will Walmart weiter zum Marktführer im Online-Handel Amazon aufschließen. Trotz der in den vergangenen Jahren von Walmart unternommenen Anstrengungen, das 21,5 Milliarden US-Dollar schwere Online-Geschäft auszubauen und profitabel zu machen, steht bisher weiter ein Verlust in den Büchern.

Werbeumsätze der klassischen Medien vor historischem Einbruch

Die Auswirkungen der Finanzkrise 2008 auf die Werbeumsätze der klassischen Medien waren schlimm – die der Coronakrise werden aber wohl noch schlimmer. Das geht aus dem aktuellen Adspend-Forecast von Magna Global hervor. Die Mediaeinkaufsgesellschaft aus dem Hause IPG rechnet zum Teil mit deutlich zweistelligen Verlusten. Immerhin: Die Prognose fürs kommende Jahr stimmt einigermaßen optimistisch – aber auch nur für den Fall, dass Deutschland um eine zweite Corona-Infektionswelle herumkommt.

Besonders hart trifft es Out of Home und Print. Behalten die Experten von Magna Global Recht, dann werden die Netto-Investitionen in Außenwerbung 2020 um 21 Prozent einbrechen, die in Zeitungen und Zeitschriften um 19 Prozent. Selbst TV wird hart getroffen. Obwohl die Verbraucher wegen des Lockdowns deutlich mehr Zeit vor der „Glotze“ verbringen und damit auch besser für Werbebotschaften erreichbar sind, werden die Kassen der TV-Vermarkter am Jahresende deutlich leerer sein als Ende 2019. Der Prognose zufolge müssen sich Seven-One Media, IP Deutschland & Co auf einen Rückgang der TV-Werbeausgaben um 15 Prozent einstellen.

Auch in Radiowerbung (minus 12 Prozent) werden Unternehmen in diesem Jahr wohl weniger investieren. Unter dem Strich sollen die Werbeumsätze der nicht-digitalen Kanäle TV, Print, Radio und OOH um 18 Prozent sinken. Zum Vergleich: Im Jahr 2009 verzeichneten diese Kanäle nach der Finanzkrise hierzulande einen Rückgang um 12 Prozent, was die bis dato schlimmste Werberezession in Deutschland darstellte.

Abwärts geht es aber nicht nur bei Print, TV & Co. Selbst Digital, das transformationsbedingt seit Jahren eine Wachstumsgeschichte schreibt, wird das Jahr 2020 laut Magna Global unter dem Strich mit einem Minus von 2 Prozent beenden.

Die genannten Einzelposten ergeben auch in Summe ein deutliches Minus: Laut Magna Global werden die Netto-Werbeinvestitionen hierzulande in diesem Jahr um stattliche 10,5 Prozent auf dann 20,6 Milliarden Euro zurückgehen. Damit kommt Deutschland noch vergleichsweise glimpflich davon. So rechnet die Mediaeinkaufsgesellschaft in Frankreich (minus 13 Prozent) sowie Italien und Spanien (jeweils minus 15 Prozent) mit einem noch deutlicheren Dämpfer für die Werbekonjunktur.

Gleichwohl gibt es Licht am Ende des Tunnels. Für 2021 erwartet Magna Global einen deutlichen Aufschwung für den deutschen Werbemarkt. Stand jetzt geht die IPG-Tochter davon aus, dass die Werbespendings im kommenden Jahr um sieben Prozent ansteigen werden. Die Werbeumsätze des Jahres 2019 sollen bei einem weiteren jährlichen Wachstum von im Schnitt zwei Prozent allerdings erst 2023 wieder erreicht werden.

Treiber des Wachstums im kommenden Jahr wird aus Sicht von Magna Global vor allem Out of Home mit einem Plus von 17 Prozent sein. Aber auch die Kanäle Print und Radio, die jeweils um 3 Prozent zulegen sollen, sowie TV (plus 5 Prozent) sollen sich erholen.

Bei der Digitalwerbung rechnet die IPG-Tochter gar mit einem deutlichen Zuwachs um 11 Prozent. Da allerdings die klassischen Medien trotz Erholung nicht mehr das Niveau des Jahres 2019 erreichen können, wird im deutschen Werbemarkt aus Sicht von Magna Global im kommenden Jahr Historisches geschehen: Denn mit einem Werbeumsatz in Höhe von 11,2 Milliarden Euro würde Digital dann erstmals mehr als die Hälfte aller Werbeumsätze auf sich vereinen.

Snapchat will zur Plattform für digitalen Handel werden

Die Foto-Plattform Snapchat öffnet sich für Dienste anderer Anbieter und folgt damit dem Vorbild chinesischer Super-Apps wie WeChat, in denen die Nutzer den Großteil ihres digitalen Alltags erledigen können.

Mit der Funktion „Minis“ können abgespeckte Versionen anderer Apps direkt in Snapchat integriert werden. Mit den ersten vorgestellten Anwendungen kann man unter anderem Kinotickets kaufen und Lernkarten erstellen.
Die chinesischen Apps wie WeChat und Tencent – ein Großaktionär von Snapchat – holen Milliarden mit Gebühren auf die Geschäfte anderer Anbieter auf ihren Plattformen rein. Snapchat plant aktuell allerdings keine solchen Abgaben.

Neue Werbeumsätze

In einer anderen Neuerung, die neue Werbeumsätze bringen könnte, wird Snapchat künftig auf der in die App integrierten Karte Informationen zu Cafés, Restaurants und Einkaufsläden anzeigen. Die Karte diente bisher vor allem dazu, den Aufenthaltsort von Freunden zu sehen.

Auch will Snapchat Apple und Google verstärkt Konkurrenz bei der erweiterten Realität (Augmented Reality, AR) machen, bei der digitale Inhalte auf dem Bildschirm in reale Umgebungen integriert werden. Nach ersten Spaß-Anwendungen wie virtuellen Masken oder Katzen-Schnurrhaaren baute Snapchat eine Geschäftsplattform auf, mit der man auf dem Display zum Beispiel Turnschuhe anprobieren oder einen Eindruck von dem Farbton der Kosmetik im eigenen Gesicht bekommen kann.

Local Lenses

Bei einer Partnerkonferenz am Donnerstag zeigte Snap sein erweitertes Arsenal für App-Entwickler in dem Bereich. Dazu gehört die Funktion „Local Lenses“, bei der gesamte Straßenzüge in 3D eingescannt werden, um auf Basis dieser Modelle Erlebnisse in erweiterter Realität zu ermöglichen.

Mit der Funktion „Scan“ werden Objekte vor der Kamera erkannt und Informationen dazu angezeigt – als Beispiel nennt Snapchat Pflanzen oder Hunderassen. Eine ähnliche visuelle Suchmaschine baute Google mit seinem Angebot „Lens“ auf. Snapchat macht dagegen nicht alles selbst, sondern dient als Plattform für verschiedene spezialisierte Dienste. Diverse Apps können die Snapchat-Kamera mit ihren Funktionen einbinden – und zugleich mit eigenen Algorithmen fürs maschinelle Lernen kombinieren.

US-Telekomriese AT&T: Sparte hinter „Mortal Kombat“ soll verkauft werden

Der US-Telekom- und Medienriese AT&T denkt über einen rund vier Milliarden Dollar (3,54 Mrd. Euro) schweren Verkauf seiner Vidoespiele-Sparte Warner Bros. Interactive Entertainment nach.

Die Videospiele-Hersteller Take-Two Interactive, Electronic Arts und Activision Blizzard hätten bereits Interesse an der Gaming-Tochter mit dem populären Spiel „Mortal Kombat“ bekundet, berichtete der Sender CNBC unter Berufung auf Insider. AT&T wollte sich nicht dazu äußern.

Der Konzern hat unter anderem mit der 85 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Unterhaltungsunternehmens Time Warner massiv in das Mediengeschäft investiert und sitzt auf einem hohen Schuldenberg. Zudem setzen ihm auch die Folgen der Coronakrise zu. Bereits im Herbst hatte er angekündigt, Firmenteile außerhalb des Kerngeschäft zum Verkauf zu stellen.