multiart

Plattform für intelligente Kommunikation
11. Dez -

Lesen statt Zeitunglesen?

Die Deutschen Zeitungen starten - wieder einmal - eine Kampagne für das gedruckte Blatt. Sie wollen unter Nutzung von TV, Plakaten und Print als Werbeträger die Menschen „über das Lesen zur Zeitung“ führen und vor allem Nichtleser ansprechen.
zum Blog
Gute PR ist leise Rem tene, verba sequantur - Begreife die Dinge, die Worte werden folgen

Medien und New Media

Medien und New Media

ORF-Chef Wrabetz übernimmt die TV-Information

Gruner+Jahr-Chefin Jäkel: "Zeit der Großverlage ist vorbei"

Amazon startet 25 Pay-TV-Kanäle

IT und Netzwirtschaft

IT und Netzwirtschaft

HDTV in Österreich auf dem Vormarsch

KI-Allianz bekommt prominenten Zuwachs

Fernsehsender wollen über 5G ausstrahlen

Kommunikations-technologie und Research

Kommunikations-technologie und Research

Nur 16 Prozent der Nutzer verschlüsseln ihre Mails

Traditioneller Fernseh-Konsum leicht rückläufig

Netflix-Konsum: Morgens Comedy, mittags Drama

Advertising und Marketing

Advertising und Marketing

Rocket-Internet-Beteiligung verkauft Mehrheit an Modehändler Namshi

30 Prozent europäische Filme: EU beschließt Quote für Netflix und Co

Instagram bringt Location Stories und Hashtag Stories

Personen, Unternehmen in Bewegung

Personen, Unternehmen in Bewegung

Claus Gatterer-Preis 2017 geht an ORF-Redakteurin Nora Zoglauer

Horst-Knapp-Preis für 2016 an APA-Journalisten Forster und Karabaczek

AK-Vizedirektorin Heise wird neue rote ORF-Stiftungsrätin

Zeit für Lesen

So wie ein Kind, das sich nach Ruhe sehnt
und schon am Bettrand still, geruhsam gähnt
und dich anfleht: ”Geh noch nicht fort, erzähle” -
(daß es, das Dunkel, etwas später käme)
und während dann sein Herzchen bange schlägt,
weiß es selbst nicht, welcher Wunsch es bewegt:
will es das Märchen, will es deine Nähe? -
nun, so bitten wir: Setz dich und erzähle.
Sag Tagtägliches: wir vergessens nicht -
zeig auf unsere gemeinsame Sicht,
sag: wir sind hier zusammen im Entlegnen,
doch in der Sorge einig, im Begegnen...
Du weisst wohl selbst, die Dichter meiden es
zu lügen: Sag uns Wahres, nicht nur Wirkliches,
schaff Licht: Hirn haben wir nur in der Helle -
ohneinander treten wir auf der Stelle.
Heute wollen wir uns durchschaun, - so nah,
wie Hans Castorp tat mit Madame Chauchat.
Kein Lärm dringt durch deine verhangnen Worte...
Erzähl uns schön, und nenn des Elends Orte,
lass uns hoffen, lass uns vergessen unsre Not.
Wir beklagen grad Kosztolányi´s Tod -
die Menschheit wird, wie er, vom Krebs zerrüttet,
und bald von Monsterstaaten zugeschüttet
sein, und wir fragen erschrocken: was noch?
was zerstört uns, welches neue Ideenjoch?
wer kocht uns Gifte neu, wer will uns fangen?
wie lang kannst äußern noch deine Gedanken?...
Solang du sprichst, sind wir wie angespornt -
wir Männer bleiben Männer auch hinfort,
und die Frauen Frauen, noch wunderbarer -
Jeder: ein Mensch, - weil der ist immer rarer...
Setz dich. Und fang das Märchen ruhig an.
Wir lauschen, - einige werden dich dann und wann
nur anblicken, doch froh: sie sehn von näher,
unter Weissen, heute, hier, einen Europäer.

Attila József - Thomas Mann Begrüßung

multiart Lounge

Anmelden

 
Password vergessen?